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	<title>Bundestag &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Bundestag &#8211; politik-digital</title>
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		<title>ChatGPT &#038; Co nachhaltig und demokratisch gestalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2023 11:15:50 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Angesichts der rasanten Entwicklung von KI, insbesondere von generativen KI-Sprachsystemen wie ChatGPT, kristallisieren sich zwei große Herausforderungen heraus: Die Folgen der Technologie auf Nachhaltigkeit und Demokratie. Diese spielen auch bei den aktuellen Verhandlungen zur KI-Verordnung auf EU-Ebene eine entscheidende Rolle.</p>
<p>Zum einen steigt der Energieverbrauch durch die Verarbeitung riesiger Datenmengen bei Training und Anwendung von KI in immer mehr Geschäftsbereichen exponentiell an. Zum anderen sind KI-Modelle wie ChatGPT noch immer sehr fehleranfällig, manipulierbar und mit Blick auf die verwendeten Quellen komplett intransparent. Damit sind die Möglichkeiten, den öffentlichen Meinungsbildungsprozess und demokratische Wahlen mit KI zu beeinflussen, immens.</p>
<p>Wie gehen wir damit um? Wie können die Umweltprüfungen für KI-Systeme, die die Grüne Fraktion im Europäischen Parlament eingebracht hat, umgesetzt werden? Wie kann der Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung besser erforscht, Manipulation reduziert und die Medienvielfalt geschützt werden? Welche Prioritäten sollte die Bundesregierung in den nun anstehenden Verhandlungen auf EU-Ebene setzen?</p>
<p>Zusammen mit einem zentralen Verhandler für die KI-Verordnung im Europäischen Parlament, Sergey Lagodinsky, ausgewählten Expert*innen und Ihnen möchten wir am 8. Juni 2023 zu einem öffentlichen Fachgespräch einladen, um Ansätze dafür zu diskutieren und weiterzuentwickeln. <a href="https://www.gruene-bundestag.de/termine/online-anmeldungen/chatgpt-co-nachhaltig-und-demokratisch-gestalten">ANMELDUNG</a></p>
<p><em>Die Veranstaltung findet auch online als Videokonferenz statt. Die Moderation informiert Sie während der Veranstaltung, in welcher Form Sie Fragen stellen und sich beteiligen können. Beachten Sie bitte auch unseren Datenschutzhinweis zur Verwendung von Zoom: <a class="external-link" href="https://www.gruene-bundestag.de/zoom-hinweis" target="_blank" rel="nofollow noopener">https://www.gruene-bundestag.de/zoom-hinweis</a></em></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Qualifizierung und Arbeitsmarkt &#8211; Neue Chancen für Geflüchtete in IT-Berufen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2019 08:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Kann man unter den Geflüchteten neue, begeisterte Fachkräfte für IT-Berufe gewinnen? Diese Hoffnung haben momentan viele. Branchenübergreifend werden neue, gut ausgebildete IT-Fachkräfte benötigt, um die digitale Transformation zu stemmen. Doch wie realistisch ist das?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Dies beschäftigt gerade viele Unternehmen, unter anderem Microsoft, das zu diesem Anlass zu einer Podiumsdiskussion nach Berlin eingeladen hat.</p>
<p>Doch zuerst ein paar Fakten: Ende 2018 haben knapp <a href="https://www.berlin-institut.org/fileadmin/user_upload/Von_individuellen_u_institutionellen_Huerden/Von_individuellen_u_institutionellen_Huerden_online.pdf">1,7 Millionen Schutzsuchende</a> in Deutschland gelebt. Die Zahlen der neu nach Deutschland gekommenen Geflüchteten hat zwar von <a href="https://mediendienst-integration.de/migration/flucht-asyl/zahl-der-fluechtlinge.html">745.000 Personen im Jahr 2015  auf etwa 185.000 Personen im Jahr 2018 abgenommen</a>, nichtsdestotrotz ist die Integration in den Arbeitsmarkt einer der akutesten, wichtigsten, aber auch schwersten Aufgaben für eine gelungene Integrationspolitik. Häufig sind Ausbildungsmöglichkeiten für Geflüchtete unerreichbar aufgrund fehlender Arbeitserlaubnis, einer zu niedrigeren Bildung oder nicht zuletzt aufgrund der bleibenden körperlichen und seelischen Schäden eines Bürgerkrieges. Trotzdem gab es 2018 allein in Deutschland <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2903/umfrage/jahresdurchschnittswerte-des-bestands-an-offenen-arbeitsstellen/">knapp 800.000 offene Stellen</a>, von denen alleine <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/82000-freie-Jobs-IT-Fachkraeftemangel-spitzt-sich-zu">82.000</a> auf die IT-Branche fallen. Damit die Geflüchteten dieses Leck im momentan ohnehin schwankenden Wachstumsdampfer Deutschland stopfen können, müssen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.</p>
<p>Zur Podiumsdiskussion im Rahmen der Initiative #digitalfueralle waren die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Lezius, die Geschäftsführerin der <a href="https://www.redi-school.org/?lang=de">ReDI School of Digital Integration</a> Anne Kjær Riechert und Astrid Aupperle von Microsoft Deutschland eingeladen.</p>
<h3>Eine &#8220;klassische&#8221; Ausbildung ist billiger</h3>
<p>Anne Kjær Riechert hat sich mit der gemeinnützigen ReDi School of Digital Integration viel vorgenommen: IT-affine Geflüchtete den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern und damit Perspektiven abseits von Niedriglohn-Jobs schaffen. Nach eigenen Angaben nehmen bereits 550 Teilnehmer aus 51 verschiedenen Ländern teil, die von 350 Freiwilligen aus der IT-Branche in unterschiedlich anspruchsvollen Kursen unterrichtet werden. Das Problem: Zu viele Interessenten und zu hohe Hürden seitens der Behörden. Daran, dass man unter den Geflüchteten viele begeisterte IT-Fachkräfte gewinnen kann, scheint also was dran zu sein. Es sei Riechert zufolge trotzdem nicht einfach, selbst ein gemeinnütziges Projekt wie dieses umzusetzen. Eine Zertifizierung koste nicht nur viel Zeit und Geld, es werden auch seitens der Jobcenter Interessierte von einer Ausbildung in der ReDi-School mit dem Argument abgehalten, eine „klassische“ Ausbildung sei billiger. Deswegen und aufgrund einer geringen Flexibilität der Behörden in Bezug auf junge, agile Projekte, bei denen sich die Planung auch schnell ändern kann, richtet Riechert klare Verbesserungswünsche an die Politik. Wenig überraschend werden hier als Vorbild für die Berliner Behörden jene aus München genannt.</p>
<h3>Den Weg in die moderne Arbeitswelt unterstützen</h3>
<p>Die Digitalunternehmen haben am Fachkräftemangel natürlich am meisten zu leiden, weswegen sie zunehmend die <a href="https://www.zeit.de/2019/33/digitalisierung-schule-it-konzerne-kooperation">Digitalisierung der deutschen Bildungsinstitutionen selbst in die Hand nehmen</a>. Dabei sind sie entweder unterstützend im Zeichen des gesellschaftlichen Engagements tätig, wie Microsoft im Falle der ReDI-School oder statten auch ganze Schulen mit Smartboards und Tablets aus, wie beispielsweise Google, Samsung oder auch wieder Microsoft. Diese schnelle und effiziente Digitalisierung abseits des Digitalpakts muss selbstverständlich mit einer Markenbindung, die jetzt bereits in der Lehre beginnt, teuer gekauft werden.  Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft, weist jedoch im Laufe der Diskussion auf den geringen Veränderungswille in Schulen und Ausbildungsstätten hin; Angebote für Bildungsförderungen würden häufig nicht angenommen. Dabei wolle Microsoft die Teilhabe am Berufsleben in einer wandelnden Berufswelt sicherstellen und Betroffene auf dem Weg in die digitale Arbeitswelt unterstützen. In diesem Fall in Form des Engagements für die ReDI-School.</p>
<p>Dass Digitalkonzerne wie Microsoft ins Thema Bildung eingreifen ist dann wiederum mit Hinblick auf den eher größer werdenden Fachkräftemangel in der IT-Branche, den vielen nach Deutschland kommenden potentiellen Fachkräften und einer lahmenden staatlich organisierten Digitalisierung wieder nachvollziehbar.</p>
<h3>Anreize sollen über ein Belohnungssystem geschaffen werden</h3>
<p>Doch ist die Politik tatsächlich so taten- und vielleicht auch hilflos? Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Lezius, Mitglied der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“, widerspricht. Auch die Politik habe die Relevanz der Digitalisierung der Bildungsinstitutionen für die Wirtschaft verstanden und die Rolle der Freiwilligen für die Umsetzung erkannt. Die Verwaltungsprobleme seien ebenso bekannt wie die wenig auf digitale Anforderungen ausgelegten Ausbildungen in den Berufsschulen und die <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/digitalpakt-fuer-berlins-schule-257-millionen-euro-auf-der-hohen-kante/25001556.html">Probleme bei der Umsetzung des Digitalpaktes</a>. Aber man sei dran. Lezius verweist an dieser Stelle beispielhaft auf <a href="https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/news/cdu-schlaegt-weiterbildungs-plattform-milla-vor">MILLA</a>. Bei diesem Projekt geht es darum, alle Benachteiligten bei der Berufs(weiter)bildung zu unterstützen. Umgesetzt wird dies mit einer Datenbank, die für jede individuelle Situation alle möglichen Weiterbildungsmöglichkeiten eingespeichert hat und es zudem ermöglicht, sich von überall aus bequem und digital weiterzubilden. Anreize sollen über ein Belohnungssystem geschaffen werden.</p>
<p>Aber was ist speziell mit den Geflüchteten? Selbstverständlich kann das Problem der großen Anzahl offener Stellen in der IT-Branche nicht allein durch Geflüchtete behoben werden. Nichtsdestotrotz gibt es auch von der Bundesregierung unterstützte Projekte, die bei der Diskussion unerwähnt blieben. Besonders interessant für den IT-Bereich wäre zum Beispiel die Initiative <a href="http://www.wir-gruenden-in-deutschland.de/">„Wir Gründen in Deutschland“</a>. Junge, geflüchtete Gründerinnen und Gründern werden hier bei der Gründung unterstützt.</p>
<p>Dass eine Weiterbildung wie die auf der ReDi School auch realistisch ist, konnte man im Anschluss der Diskussion sehen: Der Absolvent Zaid Zaim aus Syrien hat dank seiner Ausbildung vom IS zerstörte Ausgrabungsstätten  mit dem Mixed-Reality-System <em>HoloLens </em>digital nachgebaut.</p>
<p><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@herlifeinpixels?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Hannah Wei</a> on <a href="https://unsplash.com/@herlifeinpixels?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Neues von der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kommission-kuenstliche-intelligenz-155422/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Philip Matthiessen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Oct 2018 12:26:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 28. Juni 2018 setze der Bundestag die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale“ ein. Zielsetzungen seien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/181016_KILunchtalk.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-155423" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/181016_KILunchtalk-630x312.jpg" alt="Lunch-Talk von AI Hub Europe" width="630" height="312" /></a></p>
<p>Am 28. Juni 2018 setze der Bundestag die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale“ ein. Zielsetzungen seien vor allem die Formulierung von Handlungsempfehlungen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI), so die Mitteilung des Deutschen Bundestags. Doch was ist seit Juni passiert, welche konkreten Aufgaben hat die Kommission und wie kann sie ihre Ziele erreichen?</p>
<p>Diesen Fragen stellten sich am Dienstag die Vorsitzende der Kommission, Daniela Kolbe (SPD) und die Obfrau von Bündnis 90/Die Grünen in der Kommission, Anna Christmann beim Lunch-Talk &#8220;Künstliche Intelligenz in Politik &amp; Wirtschaft&#8221; auf Einladung vom <a href="http://ai-europe.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AI-Hub Europe</a> und Telefónica Deutschland. An der Diskussion nahmen außerdem der Veranstalter Markus Heimann, Director Business &amp; Market Intelligence bei Telefónica Deutschland und Jörg Bienert, Vorstand des KI-Bundesverbandes teil. Die Moderation übernahm Daniel Abbou, Gründer des Newsportals AI-Hub Europe.</p>
<p>Einführend erläuterte Heimann die Chancen von Machine/Deep Learning, für Telefónica Deutschland. So seien konkrete Anwendungsbeispiele z.B. ein Algorithmus, der Datensätze von Netzwerkelementen auswertet, erkennt, wo Systeme in der Vergangenheit ausgefallen sind oder aktuell ausfallen und darauf aufbauend Prognosen erstellt, wo zukünftig wahrscheinlich Systemelemente ausfallen werden. Dies ermögliche optimale Ressourceneffizienz, so Heimann. Ein anderes Beispiel seien sogenannte Chat-Bots, die jetzt schon eine große Hilfe im Kundensupport seien und zukünftig noch wichtiger würden. In seinem Plädoyer wünscht sich Heimann neben mehr Förderung von KI-Forschung durch Bundesgelder auch die Weiterentwicklung der schulischen und akademischen Ausbildung, um zukünftig die Nachfrage nach Data-Scientists und anderen branchenrelevanten Talenten zu bedienen.</p>
<p>Die Einsetzung der Enquete-Kommission erfolge zu einem spannenden Zeitpunkt, da die meisten Parteien noch kein wirkliches KI-Programm haben, viele Unternehmen aber schon damit experimentieren würden und das Thema in der öffentlichen Debatte präsent sei. Die Kommission soll nun Orientierung geben und Antworten auf Fragen wie „Was wollen wir mit KI erreichen – gesellschaftlich und unternehmerisch?“ finden, so die Vorsitzende Kolbe. Ein konkreter Arbeitsplan könne noch in diesem Jahr erwartet werden.</p>
<p>Christmann schlägt als Teil der Kommission vor, sich in der zukünftigen Arbeit an der französischen Strategie zu orientieren, die sozusagen im Alleingang vom Parlamentarier Cedric Villani geschrieben wurde. Villani, preisgekrönter Mathematiker, hält darin fest, für eine erfolgreiche Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und dem Umgang damit seien drei Dinge zentral, Experten, umfassende Daten und eine belastbare Infrastruktur. Oberste Priorität hätten für Villani ökologische Anwendungen, so Christmann weiter.</p>
<p>Insgesamt sind sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass mehr in die Bildung und vor allem in die digitale Bildung investiert werden muss, damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt. Entscheidend sei auch, dass mehr Chancen für risikofreudige Unternehmensgründungen im KI-Bereich geschaffen und eine möglichst enge europäische Abstimmung auf dem Gebiet, beginnend mit einer deutsch-französischen Partnerschaft, erreicht werden muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: © <a href="http://ai-europe.eu/2nd-ai-hub-europe-event-with-telefonica-basecampberlin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AI-Hub Europe</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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			</item>
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		<title>App DEMOCRACY für transpartentere Demokratie geht an den Start</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philip Matthiessen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2018 08:58:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der App DEMOCRACY können in Echtzeit Interessierte alle Gesetzesvorhaben des Bundestages beobachten – und für ein Stimmungsbild der Bevölkerung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/AppDemocracy2.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-155353" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/AppDemocracy2.png" alt="AppDemocracy2" width="609" height="132" /></a></p>
<p>Mit der App DEMOCRACY können in Echtzeit Interessierte alle Gesetzesvorhaben des Bundestages beobachten – und für ein Stimmungsbild der Bevölkerung selbst abstimmen.</p>
<p align="LEFT">Mit der App DEMOCRACY startet im Oktober eine App, mit der sich Interessierte einen Einblick in die Gesetzesfindung des Deutschen Bundestages verschaffen können. Bürgerinnen und Bürger, die sich mehr Transparenz und Partizipation in der Gesetzgebung wünschen, bekommen mit der App die Möglichkeit, sich über die Anträge der Fraktionen zu informieren, den Stand der Gesetze zu verfolgen und selbst ihre Stimme abzugeben.</p>
<p align="LEFT">Während Smartphone-User sich in der <a href="https://www.bundestag.de/apps" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundestags-App</a> schon seit 2016 mobil zu aktuellen Verfahren im Bundestag informieren können, ermöglicht die <a href="https://www.democracy-deutschland.de/#!home" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DEMOCRACY-App</a>, dass pro Legislaturperiode zu rund 800 Gesetzgebungsverfahren und 1500 Anträgen Stellung bezogen und direkt abgestimmt werden kann. „[Die] Ergebnisse [der Abstimmungen] werden in der App publiziert und den Abgeordneten noch vor ihrer offiziellen Entscheidung als anonymisiertes Stimmungsbild aus der Bevölkerung übergeben“, sagt Marius Krüger, Entwickler der App und Gründer von DEMOCRACY Deutschland e.V, „so haben Politiker eine Chance, ihren Standpunkt mit Volkes Stimme abzugleichen, bevor sie wichtige Gesetze absegnen. Für die Bürger wächst zudem die Einflussnahme auf politische Entscheidungen.“</p>
<p align="LEFT">Finanziert wurde die App durch eine Crowdfunding-Kampagne Krügers, unterstützt wird das Projekt von der Hertie-Stiftung und soll sich ab 2019 durch Patenschaften finanzieren.</p>
<h3>Titelbild: DEMOCRACY Deutschland e.V., CC-BY-SA 3.0</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Social Bots – überbewerteter Hype oder Gefahr für die Demokratie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulf-Jost Kossol]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2017 14:23:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Social Bots]]></category>
		<category><![CDATA[Fachgespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Fake News]]></category>
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					<description><![CDATA[Ungefähr in diesem Spannungsverhältnis wird das Phänomen automatisierter Meinungsmacher in den sozialen Medien aktuell diskutiert. Grund genug, sich auch auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/mobile-phone-1917737_1280.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-151188" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/mobile-phone-1917737_1280-630x420.jpg" alt="mobile-phone-1917737_1280" width="630" height="420" /></a>Ungefähr in diesem Spannungsverhältnis wird das Phänomen automatisierter Meinungsmacher in den sozialen Medien aktuell diskutiert. Grund genug, sich auch auf politischer Ebene damit zu beschäftigen.</p>
<p>Letzten Donnerstag durfte ich als Vertreter der Fokusgruppe Social Media im BVDW als Sachverständiger an dem öffentlichen Fachgespräch zum Thema „Social Bots“ im Paul-Löbe Haus in Berlin teilnehmen. Vorausgegangen waren Interviews, deren Ergebnisse im Thesenpapier veröffentlicht worden sind.</p>
<p>Sachverständiger, wow, klingt fast wie eine Zeugenaussage. Ist schon was passiert? Täter, Opfer, wurde die Mordwaffe schon gefunden? In der Tat ging es viel um Täter, um Opfer und sehr viel um Waffen. Aber der Reihe nach.</p>
<p>Zum Aufwärmen gab es ein kurzes Statement von Prof. Dr. Simon Hegelich von der Hochschule für Politik an der TU München. In seinem aktuellen <a href="http://politicaldatascience.blogspot.de/p/somefo.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschungsprojekt Social Media Forensic</a> beschäftigt er sich damit, Meinungen in Social Media überprüfbar zu machen.</p>
<p>Laut Hegelich sind Bots Fakten, sie sind überall und sind technologisch relativ primitiv. Ganze Twitterarmeen warten nach seiner Auffassung nur darauf, zielgerichtet eingesetzt zu werden. Da er diese These nicht zum ersten Mal geäußert hat und unter den Sachverständigen auch einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs anwesend war, hatte die Diskussion ihren ersten und besten Höhepunkt. Linus Neumann konterte den Aussagen von Prof. Hegelich sehr vehement und warf ihm seinerseits Meinungsmache vor, diesmal völlig unautomatisiert. Bots seien ja nichts Neues und bereits in den 1960er Jahren zum Einsatz gekommen. Zudem seien ja nicht die Bots böse, sondern diejenigen, die sie einsetzen. Argumente, die ebenfalls nicht von der Hand zu weisen sind.</p>
<p>Bis auf die spürbare Spannung im Sitzungssaal E300, welcher nach Aussage von Patricia Lips, MdB und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung noch nie so voll gewesen sein soll, waren wir mit der Klärung der Frage hinsichtlich Einfluss und Wirksamkeit von Social Bots nicht wirklich weiter gekommen. Die weiteren Wortmeldungen der Sachverständigen gingen sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.<br />
<strong><br />
Sichtbarkeit und Wirksamkeit</strong></p>
<p>Bemerkenswert war der Redebeitrag von Prof. Dr. Markus Bernhard Strohmaier von der Universität Koblenz, mit dem ich schon vorher reden konnte und der den wesentlichen Unterschied von Sichtbarkeit und Wirksamkeit von Social Bots in die Diskussion eingebracht hat. Denn nicht alles, was wir in den sozialen Medien sehen und als Bot technisch entlarven können, besitzt auch gleichzeitig eine Wirksamkeit. Zudem wir gerade beim Dienst Twitter in Deutschland nicht wirklich von einem Massenkommunikationsmedium sprechen können. Diese Ergänzung wurde durch ein kleines Zahlenspiel erneut von Linus Neumann eingebracht. Seine Redezeit war zu dem Zeitpunkt schon sehr prominent. Aber irgendwie auch unterhaltsam, daher habe ich meine Wortmeldung noch nicht lautstark eingefordert.</p>
<p><strong>Politische Reaktion</strong></p>
<p>Mit im Raum waren auch einige Vertreter der Fraktionen, die, lediglich kurz unterbrochen durch die Teilnahme an der Abschiedsrede des scheidenden Bundesaußenministers Steinmeier, aufmerksam der Diskussion folgten und durch die Moderation auch bevorzugt behandelt worden sind. Nicht falsch verstehen, das geht absolut in Ordnung, immerhin sollen unsere Volksvertreter die Dimensionen ja auch verstehen und die richtigen Maßnahmen einleiten. Allerdings bin ich diesbezüglich nur vorsichtig optimistisch, da man wohl, fraktionsübergreifend der Meinung sei, eine Kennzeichnungspflicht für Social Bots wäre die Lösung, damit der unbescholtene Bürger nicht heimtückisch hinters Licht geführt werden soll. In dem Moment habe ich nur auf das Knallen gewartet, wenn die Mehrheit der Sachverständigen ihren Kopf aufs Rednerpult fallen lassen. Es haben sich aber alle zusammengerissen und versucht, mit einfachen aber unmissverständlichen Worten den anwesenden Mitgliedern des Deutschen Bundestages zu verstehen gegeben, dass das nicht die Lösung sein kann.</p>
<p>Der Zeitplan war mittlerweile völlig aus dem Ruder geraten, daher kamen Teil II und III der Tagesordnung relativ spät zum Einsatz, vieles wurde aber auch schon gesagt oder angerissen. Da sich diese beiden Agendapunkte allerdings um die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten und mögliche Enttarnungssysteme und Eindämmungsmöglichkeiten drehen sollten, war es wirklich schade, hier nicht mehr die notwendige Diskussionszeit gehabt zu haben.</p>
<p><strong>Information Warfare</strong></p>
<p>Bereits während meines Offizierslehrgangs im Jahr 1999 war dieser Begriff des Informationskrieges geboren und hatte meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Und auch 2007, von Social Media in Deutschland noch wenig zu sehen, bin ich über einen Dienst mit dem martialischen Namen „Tastaturkrieger“ gestolpert, der nach eigenem Leistungsversprechen Heerscharen von Studenten in kürzester Zeit Aufträge erteilen kann, um Diskussionen und Meinungen in die richtige Richtung zu lenken. Und heute sind es die Twitterarmeen, die in der Lage sind, weltweit Anschläge durchzuführen, um die Ziele ihrer Auftraggeber zu erreichen.</p>
<p>Darum sollte sich auch mein kleiner Redebeitrag drehen: Vergleichen wir doch mal den modernen Information Warfare mit der Entwicklung der klassischen Kriegsführung. Die Bots, die ja angeblich so primitiv sind und aus einigen Zeilen Phython Code bestehen, sind doch evolutionär auf der Stufe der Pfeile und Bogen, die unseren Vorfahren in grauer Steinzeit zur Jagd eingesetzt haben. Also keine Angst?</p>
<p>Während wir über das Thema Social Bots diskutieren, können wir aber sicher sein, dass bereits an wesentlich intelligenteren Waffen gearbeitet wird, die es uns, der Politik und dem Bürger immer schwerer machen werden, Roboter und einen Follower aus Haut und Knochen voneinander zu entscheiden. Im Gegensatz zur Waffengeschichte haben wir allerdings nicht Jahrhunderte oder Jahrtausende Zeit, die es brauchte, automatische Waffen, Panzer, Raketen und Massenvernichtungswaffen zu erfinden, sondern nur einige Monate, maximal wenige Jahre, um uns auf die möglichen Gefahrenpotentiale einzustellen.</p>
<p><strong>Diskussion und Aufklärung</strong></p>
<p>Eine absolute Mehrheit konnten wir dann doch erreichen: Die Notwendigkeit, an der Medienkompetenz viel energischer zu arbeiten, bekam breite Unterstützung. Da ist es auch nicht ausreichend, endlich mal Schulen und andere Bildungseinrichtungen technologisch ins 21. Jahrhundert zu holen sondern den Einsatz, die Chancen und Risiken moderner Kommunikationsformen als elementareren Bestandteil der Bildung zu etablieren. Und dabei sollten wir zur Abwechslung die Erwachsenenbildung in den Vordergrund rücken, da sind nämlich per Gesetz die Wahlberechtigten. Unsere Kids sind da oftmals bereits anders unterwegs.</p>
<p><strong>Mein Fazit</strong></p>
<p>Ich finde es sehr wichtig, dass wir in Zeiten von Fake News und alternativen Fakten diese Diskussion führen und begrüße auch die Initiative der Bundesregierung, hier am Ball bleiben zu wollen. Persönlich bin ich zwar sicher, dass wir auch im Wahljahr 2017 Social Bots sehen werden, glaube aber (noch) nicht an eine spürbare Beeinflussung. Das allerdings kann sich in den nächsten Jahren ändern.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen</strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/blob/488564/4a87d2d5b867b0464ef457831fb8e642/thesenpapier-data.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thesenpapier zum öffentlichen Fachgespräch „Social Bots – Diskussion und Validierung von Zwischenergebnissen“ am 26. Januar 2017 im Deutschen Bundestag</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw04-pa-bildung-forschung-social-bots/488818" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wirkung von „Social Bots“ ist unter Sach­verständigen strittig</a></p>
<p><em>Dies ist ein Crosspost von socialbusinessevolution.de. Der Artikel ist zuerst <a href="http://socialbusinessevolution.de/social-bots-ueberbewerteter-hype-oder-gefahr-fuer-die-demokratie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</em></p>
<p>Titelbild von geralt via pixabay.com unter CCO-Lizenz</p>
<h2> <img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></h2>
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		<title>Bundestag beschließt Ende des Routerzwangs</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bundestag-beschliesst-ende-des-routerzwangs-147442/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2015 10:28:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Router]]></category>
		<category><![CDATA[Routerzwang]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Routerzwang.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-147443 alignnone" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Routerzwang.jpg" alt="Teaser-Routerzwang" width="640" height="284" /></a></p>
<p>Der Routerzwang ist Geschichte. Künftig können Kunden selbst entscheiden, ob sie den vom Internetanbieter angebotenen Router nutzen möchten oder sich selbst ein Gerät anschaffen. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag einstimmig eine entsprechende Neuregelung.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Bundestag stimmte mit den Stimmen der Großen Koalition sowie der Opposition am Donnerstag in zweiter und dritter Lesung für die Abschaffung des sogenannten Routerzwangs. Die Vorlage stammt aus der Feder der Bundesregierung, die das deutsche Recht mit dem Gesetzentwurf an eine europäische Richtlinie aus dem Jahr 2008 anpasst. Die Vorschrift war Teil der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes in der Europäischen Union. Das „Gesetz zur Auswahl und zum Anschluss von Telekommunikationsendgeräten“ gibt den Endkunden künftig Freiheit bei der Wahl ihres Routers.</p>
<p>Bisher gingen die Provider davon aus, dass das Telekommunikationsnetz erst am Router endet. Die Kontrolle der Hardware, die den Zugang zum Internet ermöglicht, lag somit in der Hand der Anbieter. Technisch spräche zwar nichts gegen die Verwendung eines anderen Routers, jedoch verhinderten dies viele Provider. Künftig gilt nun nicht mehr das Endgerät, sondern die Anschlussdose als Endpunkt des öffentlichen Telekommunikationsnetzes. Damit können die Verbraucher selbst entscheiden, welchen Router sie anschließen möchten. Natürlich können die Kunden weiterhin die vom Provider zur Verfügung gestellten Router nutzen. Die Provider erhalten eine Übergangsfrist von sechs Monaten, in denen sie gegebenenfalls notwendige Umstellungen im Geschäftsbetrieb durchführen können. Außerdem gilt das neue Gesetz nicht für Altverträge.</p>
<h3>Opposition begrüßt das Gesetz</h3>
<p>Die künftige Wahlfreiheit könne sich positiv auf den Wettbewerb und somit die Qualität der Hardware auswirken, betonen Befürworter des Gesetzes. Außerdem würden den Kunden oft mangelhafte Router zur Verfügung gestellt. Die Provider verteidigen den Zwang mit möglichen technischen Problemen: ein minderwertiger Router könne andere Kunden beeinträchtigen. Außerdem gelinge ein reibungsloser Service nur mithilfe der eigenen zur Verfügung gestellten Router. Der stellvertretende Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses Klaus Barthel (SPD) entgegnete: „Wir haben uns sorgfältig mit dem von einigen Kabel- und Glasfasernetzbetreibern erhobenen Einwänden befasst. Im Ergebnis halten wir sie weder in technischer noch in rechtlicher Hinsicht für überzeugend.“</p>
<p>Auch die Opposition befürwortet das neue Gesetz. „Es ist selten, daher umso erfreulicher: Die Bundesregierung hat einen vernünftigen Gesetzentwurf vorgelegt“, stellte Halina Wawzyniak von der Linkspartei fest. Der netzpolitische Sprecher der Grünen, Konstantin von Notz, begrüßte zwar den Gesetzentwurf, kritisierte die Bundesregierung jedoch für ihre Haltung zu Vorratsdatenspeicherung und Netzneutralität. „Die heutige Verabschiedung der Initiative, die den Zwangsroutern endlich einen gesetzlichen Riegel vorschiebt, ist nur ein kleiner Schritt auf einem weiten Weg, aber es könnte ein erster sein.“</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/56093900@N03/19784326111/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Michalke</a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div>
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		<title>Digital ist besser?! Der netzpolitische Kongress der SPD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2015 13:56:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[#spdnetz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkongress]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Oppermann]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Nahles]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Fraktion]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Gesche Joost]]></category>
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					<description><![CDATA[Die digitale Revolution ist kein Schreckensszenario. Der Netzkongress der SPD-Bundestagsfraktion betonte die Chancen der Digitalisierung. Jedoch stünden Gesellschaft und Politik [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Netzkongress.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147406" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Netzkongress.jpg" alt="Teaser-Netzkongress" width="640" height="280" /></a>Die digitale Revolution ist kein Schreckensszenario. Der Netzkongress der SPD-Bundestagsfraktion betonte die Chancen der Digitalisierung. Jedoch stünden Gesellschaft und Politik vor gewaltigen Herausforderungen, vor allem in den Bereichen Regulierung und digitale Bildung.</p>
<p>„Der Megatrend der Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten“. Sören Bartol, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD nutzte eine treffende wie auch überstrapazierte Phrase zum Einstieg in eine Reihe von Vorträgen und Diskussionen über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Vor allem unter gesellschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten diskutierte die SPD-Bundestagsfraktion über Digitalisierung und Automatisierung. Digitaler Fortschritt sei per se nichts Gutes oder Schlechtes, er müsse der Gesellschaft dienen, konstatiert Fraktionschef Thomas Oppermann.</p>
<h3>Nahles setzt auf Sozialpartnerschaften</h3>
<p>Wir stehen vor enormen Herausforderungen, die Digitalisierung erfordert eine Regulierung der Arbeitswelt, stellte Arbeitsministerin Andrea Nahles in ihrem Vortrag fest. Diese Regulierung müsse nicht zwingend rein staatlicher Natur sein. Jedoch habe die private Selbstregulierung in der Vergangenheit in vielen Fällen nicht funktioniert, weshalb die SPD-Politikerin vor allem auf die Kooperation von Staat und Wirtschaft setze. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten sich an einen Tisch setzen und gemeinsame Lösungen für die digitale Welt erarbeiten. So viele Gesetze wie nötig, so viel Sozialpartnerschaft wie möglich.</p>
<p>Andrea Nahles warnte aber auch vor möglichen Risiken der digitalen Revolution, unter anderem der Gefahr der Überwachung am Arbeitsplatz: „Digitalisierung darf nicht der Leistungskontrolle dienen.“ Insgesamt ließ die Arbeitsministerin jedoch viele Fragen vorerst offen: man stünde am Beginn eines Diskussionsprozesses, der noch viele Jahre lang andauern werde.</p>
<p>Dabei dürfe man sich keine Regeln von Unternehmen aufdrücken lassen: „Wir wollen keine digitalisierungskonforme Demokratie“, betonte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. Digitale Plattformen wie Uber müssten sich der Rechtslage in Deutschland anpassen, unterstrich Sören Bartol bereits am Freitag. Technische Innovationen dürfen hierdurch jedoch nicht verhindert werden, sondern sollen „mit unserem Wertesystem verbunden werden“.</p>
<h3>Digital is &#8220;The New Normal&#8221;</h3>
<p>Es brauche darüber hinaus auch eine Diskussion und Überarbeitung der schulischen wie beruflichen Aus- und Fortbildung. Die klassische Trennung von Lernen und Leben, jeweils verortet in Schule und Beruf, wird zunehmend aufgelöst. Lebenslanges Lernen und „Learning on the job“ werden die digitale Arbeitswelt in Zukunft bestimmen. Problem dabei sei, dass die Digitalisierung in der Ausbildung noch nicht überall angekommen ist. An Universitäten funktioniere das zwar prächtig, in der Arbeit gebe es noch Aufholbedarf, jedoch seien ausgerechnet Schulen „der letzte Hort des Analogen“, so Gesche Joost, Internetbotschafterin der Bundesregierung.</p>
<p>Die digitale Technik müsse selbstverständlicher Teil der Ausbildung werden, so ver.di-Vorstand Lothar Schröder. Er weist aber auch auf ein grundlegendes Problem der Digitalisierung hin: wenn man nicht weiß, wohin sich die Arbeitswelt in Zukunft entwickelt, ist eine gezielte Ausbildung zunehmend schwieriger. Jedoch merkt er an, dass die bestehenden Ausbildungsordnungen oft überraschend offen für digitale Trends seien, sodass manchmal auch kein Änderungsbedarf bestehe. Telekom-Personalvorstand Christian Illek wünscht sich dabei vor allem ein experimentierfreudiges Umfeld. Alte Strukturen müssen hinterfragt werden, um die Arbeitswelt in das digitale Zeitalter zu führen. „Digital ist das neue Normal. Das muss in die Köpfe der Menschen rein“, fasste Gesche Joost zusammen.</p>
<h3>Machen Daten unser Leben besser?</h3>
<p>In einer sehr kontroversen Debatte diskutierten Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, und Frank Schmiechen, Chefredakteur der „Gründerszene“ über die Chancen und Risiken von Big Data. „Kern unseres künftigen Lebens werden Daten sein“, stellt Schmiechen fest. Er verstehe nicht die Angst vor ihrer Nutzung, da sie unser Leben grundlegend vereinfachen und verbessern könnten. „Wir haben nicht Angst vor den Daten, sondern vor der neuen Verantwortung“, die mit ihrer Nutzung einhergehen würde.</p>
<p>Constanze Kurz vom Chaos Computer Club widersprach deutlich. Mit Daten könne man zwar viel erreichen, man denke nur an die Medizin, jedoch fragte sie nach dem Ziel ihrer Gewinnung. Geht es nur um die Optimierung von Prozessen und Werbung oder der Erhöhung des Profits? „Wie viel wissen Sie denn darüber, was mit den Daten, die in Ihrer Hosentasche entstehen, passiert?“ Einigkeit herrschte nur über die steigende Verantwortung des Individuums in einer Welt, die zunehmend von Daten bestimmt wird.</p>
<p>Bild: <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, Robert Meyer</p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Bundestag beschließt neue Vorratsdatenspeicherung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2015 08:52:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenhehlerei]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdaten]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[große Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[VDS]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung im Schnelldurchlauf: Innerhalb von vier Tagen hat die Große Koalition den neuen Entwurf zur Höchstspeicherfrist von Verkehrsdaten durch den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Klingbeil-VDS.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-147248" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Klingbeil-VDS.jpg" alt="" width="640" height="350" /></a>Vorratsdatenspeicherung im Schnelldurchlauf: Innerhalb von vier Tagen hat die Große Koalition den neuen Entwurf zur Höchstspeicherfrist von Verkehrsdaten durch den Bundestag gepeitscht. Das Gesetz sieht eine Speicherung der Verbindungsdaten von zehn Wochen vor. Die Opposition kritisiert die Bundesregierung heftig und kündigt den Gang vor das Bundesverfassungsgericht an.</p>
<p>Es ist beschlossene Sache: Am Freitagmorgen verabschiedeten die Fraktionen der Großen Koalition CDU/CSU und SPD das neue Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung. Es verpflichtet Telekommunikationsunternehmen, sämtliche Verbindungsdaten ihrer Kunden zehn Wochen lang zu speichern. Dazu gehören die Telefonnummern der beteiligten Anschlüsse, der Zeitpunkt von Beginn und Ende des Gesprächs sowie IP-Adressen. Standortdaten von Handys dürfen nur vier Wochen lang aufbewahrt werden. Bei E-Mails werden die Metadaten, also wer wem wann eine Mail geschickt hat, gespeichert, der Inhalt der Mails ist von der Datenspeicherung ausgeschlossen.</p>
<p>Beim Verdacht auf eine besonders schwere Straftat, zum Beispiel Terrorismus, Mord oder Kinderpornographie, dürfen die Daten auf richterlichen Beschluss hin von den Strafermittlungsbehörden abgerufen werden. Ausgenommen hiervon sind die Daten von Berufsgeheimnisträgern wie Ärzten, Anwälten oder Seelsorgern.</p>
<p>Die Bundesregierung möchte mit dem Gesetz den Behörden zusätzliche Möglichkeiten der Strafverfolgung bieten. Die Bedeutung der Telekommunikation bei der Vorbereitung und Begehung von Straftaten nehme immer weiter zu, so die Begründung. Außerdem beruft sich die Große Koalition auf das verfassungsrechtliche Gebot einer effektiven Strafverfolgung.</p>
<h3>Opposition geht auf die Barrikaden</h3>
<p>Es formiert sich jedoch starker Widerstand gegen das neue Gesetz. Unter anderem protestierte ein Bündnis aus Kritikern der Vorratsdatenspeicherung bereits während der Plenarsitzung vor dem Reichstagsgebäude. Die Opposition beklagt das Eiltempo, in dem das Gesetz nun beschlossen wurde. Innerhalb von nur vier Tagen hat die Regierung die Vorratsdatenspeicherung in zweiter und dritter Lesung durch die Ausschüsse und das Plenum gejagt. Gerade einmal 24 Stunden vor den Ausschusssitzungen, also am Dienstag, wurde den Abgeordneten mitgeteilt, dass die Vorratsdatenspeicherung auf die Tagesordnung gesetzt wurde.</p>
<p>Die Vorsitzende des Rechtsausschusses und Grünen-Politikerin Renate Künast kritisierte das Vorgehen der Bundesregierung <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/vorratsdatenspeicherung-im-eiltempo-durch-den-bundestag-gejagt-1.2690424" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in der Süddeutschen Zeitung</a> scharf. Es sei „nicht nur gegenüber dem Parlament respektlos“, sondern auch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die „sich zu Recht Sorgen machen, was mit ihren Daten passiert“.</p>
<p>Gegner der Vorratsdatenspeicherung wehren sich darüber hinaus vor allem gegen die massenhafte Speicherung der Daten ohne konkreten Tatverdacht. Außerdem sei die Verhältnismäßigkeit der Datensammlung nicht gegeben: Bisher gibt keine belastbaren Studien über den Nutzen der Vorratsdatenspeicherung bei der Strafverfolgung. Des Weiteren ist die Regelung ein massiver Eingriff in die Privatsphäre sowie in die informationelle Selbstbestimmung.</p>
<h3>Eine Gefahr für den Journalismus?</h3>
<p>Gleichzeitig möchte die Bundesregierung einen höchst umstrittenen neuen Straftatbestand einführen: §202d Datenhehlerei. Bestraft wird, wer Daten verbreitet, die nicht allgemein zugänglich sind und die ein anderer unrechtmäßig erlangt hat (zum Beispiel Whistleblower). Das Problem: Hinter dem komplizierten Paragraphen steckt möglicherweise eine Gefahr für den investigativen Journalismus.</p>
<p>So könnten Journalisten, die vertrauliche staatliche Dokumente von Whistleblowern erhalten und einem Experten oder ihrem Redaktionsleiter zeigen, der Datenhehlerei beschuldigt werden. Zwar ergänzte die Bundesregierung auf den Druck der Kritiker hin eine Ausnahme für Journalisten, jedoch gibt es auch jetzt noch Lücken im Gesetzestext. So sind nur Journalisten geschützt, die entsprechende Daten „berufsmäßig“ verarbeiten. Ehrenamtliche Journalisten oder Blogger könnten hingegen der Datenhehlerei bezichtigt werden.</p>
<h3>Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit</h3>
<p>Die große Frage bleibt, ob sich das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung halten kann. Opposition und Vereine kündigten bereits Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht an. Justizminister Heiko Maas ist sich jedoch sicher, dass das Gesetz mit dem Grundgesetz und der europäischen Grundrechtecharte vereinbar ist. Bereits im Jahr 2010 hatte das Bundesverfassungsgericht die damalige Regelung aus dem Jahr 2007 gekippt. Die Vorgaben des Gerichts aus dieser Entscheidung hätte man aber mit dem neuen Gesetzentwurf erfüllt, so die Bundesregierung. Auch die Einwände des Europäischen Gerichtshofs, der 2014 die Richtlinie der EU-Kommission Vorratsdatenspeicherung verworfen hatte, seien in den neuen Gesetzestext eingeflossen.</p>
<p>Trotzdem haben zahlreiche Akteure Bedenken angemeldet. Die EU-Kommission hat Probleme bezüglich der unscharfen Abgrenzung von Straftaten „erheblicher Bedeutung“, wie es der Gesetzestext formuliert. Auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages bezweifelt aufgrund unklarer Formulierungen die Verträglichkeit der Vorratsdatenspeicherung mit dem Grundgesetz. Darüber hinaus steht der Datenhehlerei-Paragraph ebenfalls im Verdacht, grundgesetzwidrig zu sein, so Verfassungsrechtler Ulf Buermeyer gegenüber dem <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/ZAPP-Das-Medienmagazin,zapp3713.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienmagazin ZAPP</a>.</p>
<p>Bild: <a href="https://twitter.com/larsklingbeil/status/654930919837552640/photo/1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lars Klingbeil</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Umfrage zu politischer Beteiligung im Internet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/umfrage-zu-politischer-beteiligung-im-internet-146875/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Helbing]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2015 15:31:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[IZT]]></category>
		<category><![CDATA[Stakeholder Panel]]></category>
		<category><![CDATA[Parlamentsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer Umfrage können sich interessierte Akteurinnen und Akteure dazu äußern, aufgrund welcher Motive sie sich online politisch beteiligen. Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bürgerbeteiligung.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146876" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bürgerbeteiligung.jpg" alt="Bürgerbeteiligung" width="640" height="280" /></a><br />
<span class="text-lead">In einer Umfrage können sich interessierte Akteurinnen und Akteure dazu äußern, aufgrund welcher Motive sie sich online politisch beteiligen. Der Bürgeraustausch hat große Bedeutung für Parlamente. Trotzdem bleibt politische Beteiligung im Internet bislang hinter den Erwartungen zurück.</span></p>
<p>In einer Demokratie bleibt die Abstimmung im Parlament, und somit auch die damit verbundene legislative Verantwortung, den gewählten Volksvertreterinnen und Volksvertretern vorbehalten. Dennoch gibt die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung Wählerinnen und Wählern bei der Vorbereitung und Umsetzung von politischen Entscheidungen Stimme und Gewicht. Der Austausch mit interessierten Akteuren ist daher äußerst wichtig für Parlamente. Für den Deutschen Bundestag führt <a href="ww.izt.de">das IZT</a> – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung deswegen eine <a href="www.stakeholderpanel.de/sosci/beteiligung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umfrage</a> zum Thema „Online-Bürgerbeteiligung an der Parlamentsarbeit“ durch.</p>
<p>Im Fragebogen unter dem Link <a href="http://www.stakeholderpanel.de/sosci/beteiligung/">www.stakeholderpanel.de/sosci/beteiligung/</a> können sich alle interessierten Akteure, ob als Vertreterin oder Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen, einer Bürgerinitiative, der Medien, von Wirtschaft, Wissenschaft oder Verwaltung, oder als Bürgerin oder Bürger <strong>bis zum 15. Oktober </strong>in<strong> ca. 15 Minuten</strong> zu folgenden Themen äußern:</p>
<ul>
<li>Welche Beteiligungsangebote wecken Interesse?</li>
<li>Welche Motive fördern Online-Bürgerbeteiligung an der Parlamentsarbeit?</li>
<li>Welche Anforderungen werden an Online-Bürgerbeteiligung gestellt?</li>
<li>Warum bleibt die politische Beteiligung im Internet bislang hinter den Erwartungen zurück?</li>
</ul>
<p>Das IZT führt die Umfrage &#8220;<a href="http://www.stakeholderpanel.de/sosci/beteiligung/">Online-Bürgerbeteiligung an der Parlamentsarbeit</a>&#8221; im Auftrag des Deutschen Bundestags durch. Sie ist Bestandteil einer neuen Dialogplattform beim Bundestag: Stakeholder Panel TA (TA = Technikfolgenabschätzung).</p>
<p>Mehr Informationen über das Stakeholder Panel finden Sie <a href="http://www.stakeholderpanel.de/">hier.</a></p>
<p>Bild: <a href="https://pixabay.com/en/service/terms/#usage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Demokratie </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-SA 2.0)</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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			</item>
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		<title>Wie steht es um die deutsche Cybersicherheitspolitik?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[René Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2015 09:12:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
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		<category><![CDATA[Cybersicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hacking]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerkschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Als im April 2015 der französische Sender TV5-Monde gehackt wurde, war die Sorge um das Ausmaß groß, auch in Deutschland. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ser_raum.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146087" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ser_raum.jpg" alt="ser_raum" width="639" height="280" /></a>Als im April 2015 der französische Sender TV5-Monde gehackt wurde, war die Sorge um das Ausmaß groß, auch in Deutschland. Was können die Folgen derartiger Angriffe sein und wie können Schäden verhindert werden? Diese Fragen wurden für die deutschen Sicherheitsbehörden hierzulande umso relevanter, als einem Monat später das Netzwerk des Deutschen Bundestages durch einen schweren Hackerangriff beeinträchtigt wurde. Ein kritischer Blick auf die Rahmenbedingungen der deutschen Cybersicherheit.</p>
<p>Die Diskussionen um den Hackerangriff auf den Bundestag kochen weiter, das kürzlich verabschiedete IT-Sicherheitsgesetz tut sein Übriges dazu. Während man mit Hilfe der Gesetzesinitiative versucht, die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen, geben Behörden und Verwaltung hinsichtlich ihrer eigenen Netzsicherheit kein gutes Bild ab.</p>
<p>Eine gründliche Analyse zur deutschen Cybersicherheitspolitik legte der Politikwissenschaftler Jakob Kullik mit seiner vielsagenden Studie <a href="http://www.verlagdrkovac.de/978-3-8300-7649-0.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vernetzte (Un-)Sicherheit?</a> im Jahr 2014 vor. Das Ergebnis war ernüchternd. <a href="http://www.deutschlandfunk.de/vernetzte-unsicherheit-cybersicherheitspolitik-mit-grossen.684.de.html?dram:article_id=284328" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Cybersicherheitspolitik mit großen Defiziten“</a>, so titelte der Deutschlandfunk vor einem Jahr, unter Berufung auf den Forscher. Doch wo liegen die konkreten Mängel? Zwar besitzt Deutschland bereits eine eigene Cybersicherheitspolitik, dieser fehle es aber an Konsistenz, so der Experte. Kullik schlüsselt nach strategischen, politisch-institutionellen und operativen Defiziten auf.</p>
<h3>Ein kritischer Blick: Strategien, Institutionen und Operationen</h3>
<p>Strategisch gibt es tatsächlich einige Initiativen, die den Schutz kritischer Infrastrukturen gewährleisten und das Sicherheitsniveau anheben sollen, einige dieser Schritte greifen jedoch zu kurz. So verfolgt die deutsche Cybersicherheitspolitik vor allem zivile Strategieansätze und vernachlässigt die strategische Relevanz informationstechnischer Kapazitäten in militärischen Auseinandersetzungen . Passivität und lediglich reaktive Handlungspotentiale können angesichts neuer dynamischer Konfliktfelder im Cyberspace einen klaren sicherheitsstrategischen Nachteil bedeuten.</p>
<p>Politisch-institutionell gibt es sowohl bereits existierende Organisationseinheiten als auch im Aufbau befindliche neue Strukturen. Die hauptverantwortliche Bundesbehörde ist das Bundesministerium des Inneren (BMI) mit seinen nachgeordneten Behörden: dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dem Bundeskriminalamt (BKA) und dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). Weiteren Einfluss nehmen – je nach Ressort – auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie die Länder. Schlussendlich sind noch das Nationale Cyberabwehrzentrum und der Nationale Cybersicherheitsrat eingebunden.</p>
<p>Probleme entstehen auf der Ebene der Koordination zwischen den Ministerien und Einrichtungen, der Hauptgrund hierfür sind die unklaren Regelungen, welche Institutionen welche Zuständigkeiten bezüglich der Cybersicherheit haben. Kritisch sieht der Wissenschaftler auch die bisherige Dominanz des BMI, da andere Ministerien wie beispielsweise das BMVg, gemessen an ihrer sicherheitspolitischen Bedeutung, nur sehr wenige Akzente in der Cybersicherheit setzen.</p>
<p>Operativ agieren die Behörden in den Bereichen Kriminalitätsbekämpfung (BKA), der Spionageabwehr (BND, BfV), der Abschirmung von Regierungsnetzwerken (BSI) und der militärischen Arbeitsfelder („Kommando Strategische Aufklärung“ der Bundeswehr). Ein Hauptdefizit für die Arbeit dieser Einrichtungen ist der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften, was sich langfristig verheerend auf die operativen Fähigkeiten der Behörden entwickeln könnte. Imageprobleme und der herrschende Fachkräftemangel, auf den die freie Wirtschaft flexibler reagieren kann, verschärfen das Nachwuchsproblem, daher sind Investitionen in den personellen und technischen Ausstattungen unabdingbar.</p>
<h3>Das Nationale Cyberabwehrzentrum (NCAZ)</h3>
<p>Das NCAZ, gegründet im Jahr 2011, wurde als Beratungsgremium zur Erfassung und Analyse von Angriffen aus dem Cyberspace konzipiert. &#8220;Ziel ist es, die operative Zusammenarbeit der relevanten staatlichen Stellen zu optimieren und die Schutz- und Abwehrmaßnahmen gegen IT-Vorfälle besser zu koordinieren&#8221;, so das <a href="http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/IT-Netzpolitik/IT-Cybersicherheit/Cybersicherheitsstrategie/Cyberabwehrzentrum/cyberabwehrzentrum_node.html">Bundesinnenministerium</a>. Das NCAZ bündelt die Informationen zu Angriffen, die nach den jeweiligen Zuständigkeiten dann bewertet werden. Das BSI analysiert die technischen Aspekte des Angriffs, der BND überprüft die Herkunft und ob ausländische Nachrichtendienste den Angriff koordinierten und schließlich beurteilt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK), inwiefern eine Gefährdung für diverse kritische Infrastrukturen vorliegt.</p>
<p>Das ambitionierte Projekt lässt nach Expertenmeinung jedoch Wünsche offen. Der Bundesrechnungshof rügt das Gremium als „nicht gerechtfertigt“. <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/behoerde-in-bonn-rechnungspruefer-halten-cyber-abwehrzentrum-fuer-nicht-gerechtfertigt-1.1989433">Recherchen verschiedener Medienhäuser</a> zufolge kamen die Rechnungsprüfer zum Ergebnis, dass die Konzeption „nicht geeignet [sei], die über die Behördenlandschaft verteilten Zuständigkeiten und Fähigkeiten bei der Abwehr von Angriffen aus dem Cyberraum zu bündeln“. Auch stellen sich Fragen nach der Effektivität, da die Einrichtung lediglich zehn feste Mitarbeiter beschäftigt. Experten forderten mindestens das <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/nationales-cyber-abwehrzentrum-bei-hackerangriff-ruf-den-minister-1.1109300-2">Zehnfache</a> an Mitarbeitern. Das BMI spricht von 900 IT-Sicherheitsvorfällen, die im Zeitraum zwischen April 2011 und März 2013 bewertet wurden, doch scheint diese Zahl angesichts von sieben ernsten Hackerangriffen pro Tag allein auf die Bundesregierung nicht effektiv.</p>
<p>Auf Anfrage von politik-digital, bezüglich möglicher Konsequenzen in der Organisation des NCAZ teilt das Bundesministerium des Inneren mit: „Erste Maßnahmen zur Verbesserung der Organisation und der Aufgabenwahrnehmung wurden zusammen mit den im Cyber-Abwehrzentrum vertretenen Behörden unternommen. Auch wurde die Evaluierung und Weiterentwicklung des Cyber-Abwehrzentrums zwischenzeitlich intensiviert.“ Außerdem sei die Fortentwicklung des Abwehrzentrums ein kontinuierlicher Prozess, „bei dem neue Bedrohungen aber auch veränderte Rahmenbedingungen wie das IT-Sicherheitsgesetz berücksichtigt werden müssen“. Die einzelnen Vorgänge und Maßnahmen wurden nicht konkretisiert.</p>
<p>Zusätzliche finanzielle und personelle Mittel für das BKA, das BfV und den BND sollen den wachsenden Aufgabenbereich abfedern, inwieweit das strukturelle Mängel beseitigen kann bleibt abzusehen, die <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2015-06/kritische-infrastruktur-bundestag-verabschiedet-it-sicherheitsgesetz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Opposition</a> steht diesen Regelungen mit großen Vorbehalten gegenüber.</p>
<h3>Cyber-Mittelmacht Deutschland</h3>
<p>Der Angriff auf das IT-Netz des Deutschen Bundestags legt die Wunden erneut offen. Die Regierung habe die Probleme „<a href="http://www.heute.de/nach-cyberangriff-auf-bundestag-gruene-kritisieren-krisenmanagement-der-bundesregierung-38840012.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verschnarcht</a>“ kommentiert der netzpolitische Sprecher der Grünen Konstantin von Notz. Die Zuständigkeiten der Behörden erschweren eine Löung, denn bei der Sicherung des Bundestagsnetzwerks beharrt der Bundestag auf seinen <a href="http://taz.de/!5203941/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zuständigkeitsbereich</a>. Die Parlamentarier stehen einereiner Mithilfe durch das Bundesamt für Verfassungsschutz skeptisch gegenüber, weil sich dann die Legislative in einem sensiblen Punkt in die Hände einer exekutiven Behörde begibt.</p>
<p>Ein Fazit zur Cybersicherheitspolitik mit den Worten des Forschers Kullik: „Deutschland kann […] bestenfalls als eine sich entwickelnde Cyber-Mittelmacht bezeichnet werden, dessen vorhandene Cyberfähigkeit momentan weit hinter den Möglichkeiten der USA, Chinas, Russlands, Großbritanniens und vermutlich auch Frankreichs und Israels zurückstehen.“</p>
<p>Bild: <a class="owner-name truncate" title="Geh zum Fotostream von Tom Raftery" href="https://www.flickr.com/photos/traftery/4773457853/in/photolist-8gPdHt-7H6iUU-iLD3xL-6cjdcD-6JT4iU-8b8puq-9cggqL-3nmcK5-6FjB2M-2kAaZ-7oFUpS-4kkb8-VX9x-8bpdqd-5ZxB-5u53WD-7kMiue-5f6FxS-b4bNk-5sQL6w-acCF3G-5sLhxX-5sQCHu-dCP9tZ-daQ8Fv-3gdFqP-3anqxg-4pfPs7-7uKi7E-7UeZup-5sQL6G-758ych-HR9y7-7MgUQA-4Bo3R7-5WVmm4-a46QiE-8Qe93-b4bMj-5p4gmK-5p4ghe-5p4gdz-5p4g9K-5p4g5x-5p8wZh-5p8wWN-5p4fWe-5p8wS7-d6ShpY-5p8wNS" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tom Raftery</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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