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	<title>Bundeswirtschaftsministerium &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Bundeswirtschaftsministerium &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Störerhaftung: Angst schaden Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schwerd]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2015 10:26:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitischer Einspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die Bundesregierung bereitet derzeit eine Änderung des Telemediengesetzes vor, die den Betreibern von WLAN-Netzwerken endlich Rechtssicherheit geben soll. Was in anderen Ländern längst gang und gäbe ist, soll nun auch in Deutschland Realität werden – freies WLAN im öffentlichen Raum. Doch dafür muss zunächst das Providerprivileg ohne Ausnahmen für alle Betreiber von offenen Netzen gelten. Daniel Schwerd (Piratenpartei) ist Mitglied des Landtags in Nordrhein-Westfalen und schreibt in einem Gastbeitrag, warum der aktuelle Entwurf des Telemediengesetzes mal wieder ein Schritt nach vorn und zwei Schritte zurück ist.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Es scheint eine zutiefst deutsche Eigenart zu sein: Die Suche nach jemandem, den man für den Fall des Scheiterns verantwortlich macht. Kann man den Verursacher selbst nicht greifen, soll wenigstens jemand anderes für den Schaden haften. Und bevor man etwas Neues zulässt, unterhält man sich erst einmal über die Schadenersatzpflicht. Im deutschen Internet gibt es dafür die sogenannte Störerhaftung: Wenn über ein drahtloses Netzwerk urheberrechtsgeschützte Dateien heruntergeladen werden, so kann nach gegenwärtiger Rechtsprechung der Betreiber des Netzwerkes als „Mitstörer“ in Anspruch genommen werden.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Dabei hat der Gesetzgeber es anders gewollt: Im Telemediengesetz ist niedergelegt, dass ein Netzwerkzugangsbetreiber für Rechtsverletzungen seiner Nutzer nicht haftet, solange er davon keine Kenntnis hat. Diese Haftungsfreistellung nennt sich „Providerprivileg“. Dabei orientiert man sich an der Post: Auch sie ist nicht dafür verantwortlich, wenn sie Bombenbaupläne, Erpresserbriefe, anstößige Fotos oder raubkopierte Bücher transportiert. Und niemand verlangt von ihr, jeden Brief zu öffnen und auf Rechtsverstöße zu überprüfen – ganz im Gegenteil, das Postgeheimnis verbietet ihr das sogar.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Das Providerprivileg im Telemediengesetz ist aber kein Freibrief: Es gilt nämlich nicht, wenn sich der Netzbetreiber die Inhalte zu eigen macht, er Kenntnis von illegalen Inhalten bekommt, oder ihn jemand auf Rechtsverstöße hinweist: Er muss dann umgehend tätig werden und ist ab diesem Zeitpunkt sehr wohl haftbar für beanstandete Inhalte. Damit soll verhindert werden, dass sich jemand auf dem Providerprivileg ausruht und es zulässt, dass in seinem Netz fortlaufend Rechtsverstöße begangen werden. Aber es handelt sich um eine Ex-Post-Regelung: Zu vorauseilendem Gehorsam ist niemand verpflichtet.</p>
<h3 style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Störerhaftung &#8211; ein deutscher Sonderfall</h3>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Aus irgendeinem Grund hat die deutsche Rechtsprechung die Betreiber von drahtlosen Internetzugängen, also von WLAN-Netzwerken, bislang oft anders behandelt. Ihnen wurden die Kosten der Rechtsverfolgung auferlegt, auch wenn ihnen persönlich gar kein Rechtsverstoß nachgewiesen wurde: Das Gericht ordnete dem Betreiber des Netzwerkes das Delikt auch ohne sein Wissen und Wollen zu. Daraus hat sich eine Abmahnindustrie in Deutschland entwickelt, die gezielt nach Urheberrechtsverstößen über Internetzugänge sucht und von den Betreibern des Zugangs dann horrende Kosten des Rechtsinstrumentes der Abmahnung einfordert. Darauf spezialisierte Kanzleien erzielten zwei- bis dreistellige Millionenbeträge an Gebühren pro Jahr.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Betreiber von WLAN-Netzwerken in Schulen, Cafés, Hotels, aber auch private Betreiber von Netzwerken in Wohngemeinschaften, Nachbarschaften und Familien sahen sich mit solchen kostenpflichtigen Abmahnungen konfrontiert und sollten zahlen, auch wenn sie die Rechtsverletzungen weder persönlich begangen hatten noch überhaupt davon wissen konnten. Menschen, die ihren Internetzugang mit ihren Nachbarn oder Passanten teilen, Betreiber von sogenannten Freifunk-Knoten, mussten mit diesen Problemen ebenfalls rechnen. Unter diesen Voraussetzungen sind nicht viele Netzwerkbetreiber bereit, ihren Internetzugang zu teilen – und das ist schlecht für die öffentliche Netzversorgung mit drahtlosen Internetzugängen in Deutschland.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">In vielen anderen Ländern ist WLAN-Zugang im öffentlichen Raum eine Selbstverständlichkeit. Ob in öffentlichen Nahverkehrsmitteln, Fußgängerzonen oder irgendwo in Wohngebieten: Ein freies WLAN findet sich immer. So etwas wie die Störerhaftung gibt es nur in Deutschland, kein anderes Land kennt dieses Rechtskonstrukt.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Die Politik hat das Problem ebenfalls erkannt: Eine Klarstellung, dass das Providerprivileg, die prinzipielle Haftungsfreistellung für Netzwerkbetreiber, eben auch für WLAN-Betreiber gelten muss, wurde gefordert. Und der derzeitig vorliegende Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums nimmt sich dieser Forderung vordergründig zunächst an. Doch wie so oft in der deutschen Netzpolitik geht es einen Schritt voran und gleichzeitig zwei Schritte zurück: Der Gesetzentwurf enthält einen ganzen Katalog von Ausnahmen und Vorschriften, die das Providerprivileg für Betreiber freier Netzwerke sogleich wieder aushebeln. Und damit wird eben gerade keine Haftungsfreistellung erreicht, sondern Haftung für Rechtsverstöße auch ohne Kenntnis wird festgeschrieben – damit wird die bisherige Rechtsprechung zementiert und gesetzlich festgelegt, und neue Abmahnfallen werden eröffnet.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">WLAN-Betreiber sollen nämlich laut Gesetzentwurf „geeignete Maßnahmen“ ergreifen, Rechtsverstöße im Vorfeld zu verhindern. Welche das sein könnten, zählt das Gesetz nur exemplarisch auf: Verschlüsselung des Zugangs, Belehrung zu Beginn, keine Rechtsverstöße zu begehen, Identifizierung der Nutzer etc. Private WLAN-Betreiber sollen sogar den Namen jedes Benutzers feststellen. Damit werden Interpretationsspielräume eröffnet, die die Abmahnindustrie dankbar aufgreifen wird. Denn was ist eine geeignete, zumutbare Maßnahme? Es wird wieder Klagen und Prozesse geben, und Richter werden interpretieren, wieweit diese Maßnahmen ex-ante gehen müssen. Zu leicht kann man dann im Betrieb eines Netzwerkes etwas falsch machen, und die Abmahnung ist da.</p>
<h3 style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Keine Ausnahmen beim Providerprivileg</h3>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Warum sollen WLAN-Betreiber grundsätzlich schlechter gestellt werden als andere Netzzugangsanbieter? Warum werden private Anbieter wiederum schlechter gestellt als gewerbliche? Und warum soll der Betrieb eines offenen, unverschlüsselten WLAN völlig vom Providerprivileg ausgenommen werden? Ein echter Freifunk ist mit einer Identifizierungspflicht seiner Nutzer nicht mehr realisierbar.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Mit der Klarstellung, dass auch WLAN-Betreiber Provider sind, und das Providerprivileg somit auch für sie gelten soll, ist eigentlich bereits alles Notwendige gesagt: Denn auch damit sind WLAN-Betreiber nicht frei von jeglicher Verantwortung: Sie müssen – wie alle anderen Provider auch – ab Kenntnis eines Rechtsverstoßes handeln. Tun sie das nicht, sind sie sehr wohl verantwortlich für illegale Vorkommnisse.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Wie albern die Vorschrift ist, den Nutzer eines Netzwerkes zu belehren, keine Rechtsverstöße zu begehen, ist offensichtlich: Wer illegale Downloads durchführen will, wird sich durch eine Vorschaltseite kaum davon abhalten lassen – dass man sich an geltende Gesetze halten soll, ist eine Selbstverständlichkeit, die eigentlich keines Hinweises bedürfen sollte. Hier zeigt sich vielmehr wieder der Versuch, unbedingt jemanden verantwortlich machen zu wollen, wenn etwas scheitert.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Alle Dinge bergen das Risiko des Missbrauchs in sich. Auch eine Latte aus einem Gartenzaun kann dazu benutzt werden, sie jemandem über den Schädel zu ziehen. Wenn dann so ein Missbrauch passiert, ist der Gartenbesitzer nicht verantwortlich, und auch ein Verbotsschild am Zaun hätte die Tat nicht verhindert.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Wir sind gut beraten, dem Fortschritt des Internets mit Optimismus entgegenzutreten, und ihn nicht aus Angst vor Missbrauch stoppen zu wollen. Oder wie Victor Hugo es ausdrückte: „Die Zukunft hat viele Namen. Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bilder: <a href="http://www.flickr.com/photos/95284782@N06/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">marsmet548</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Wettbewerb fördert Internetkompetenz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wettbewerb-foerdert-internetkompetenz-5406/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Drescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 16:31:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Wege ins Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswirtschaftsministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Internetkompetenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/wegeinsnetz_0.jpg" alt="Logo Wege ins Netz" title="Logo Wege ins Netz" align="left" border="7" height="89" width="120" />Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) will Internet-Neulingen den Einstieg erleichtern und mehr Kompetenz bei der Nutzung vermitteln. Beispielhafte Projekte wurden heute im Rahmen des Wettbewerbs &#34;Wege ins Netz&#34; in Berlin ausgezeichnet.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/wegeinsnetz_0.jpg" alt="Logo Wege ins Netz" title="Logo Wege ins Netz" align="left" border="7" height="89" width="120" />Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) will Internet-Neulingen den Einstieg erleichtern und mehr Kompetenz bei der Nutzung vermitteln. Beispielhafte Projekte wurden heute im Rahmen des Wettbewerbs &quot;Wege ins Netz&quot; in Berlin ausgezeichnet.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von der Initiative &quot;Internet erfahren&quot;, mit der die digitale Integration aller Bürger in Deutschland vorangetrieben werden soll. Die prämierten Beiträge richten sich dementsprechend vor allem an Jugendliche und Menschen mit wenig Internetkompetenz beziehungsweise an jene <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/17-Prozent-der-Deutschen-waren-noch-nicht-im-Internet-1336531.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">17 Prozent der Bevölkerung</a>, die bisher noch keine Erfahrungen mit dem Internet gemacht haben.  Dazu gehörten laut Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, vor allem Migranten, Senioren sowie sozial schwächer gestellte Menschen. </p>
<p>Für die achte Ausgabe des mit insgesamt 35.000 Euro Preisgeld dotierten Wettbewerbs bewarben sich in diesem Jahr rund 200 Projekte in drei unterschiedlichen Kategorien: </p>
<p>In der Kategorie &quot;Erste Wege ins Netz: Interneteinsteiger begeistern&quot; gewann der Verein Frauen und neue Medien e.V. Münster, der mit einem <a href="http://www.pcfrauen.de/2-2011/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">individuellen Kursangebot</a> gezielt Frauen und Mädchen bei der Nutzung von Computer und Internet schult.
</p>
<p>
Der erste Preis in der Kategorie &quot;Praktische Hilfe und Unterstützung: Internetneulinge begleiten&quot; ging an den Kölner Verein Zartbitter mit der Kampagne <a href="http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Praeventionstheater/300_workshop_fair_ist_cool.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Fair ist Cool&quot;</a>. Das Projekt richtet sich an Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren und sensibilisiert sie mithilfe von Workshops gegen sexuelle Gewalt über Handy, Internet und Spielkonsole.</p>
<p>In der Kategorie &quot;Kenntnisse vertiefen und erweitern: Internetnutzer weiterqualifizieren&quot; überzeugte ein Kreativ-Projekt die Juroren: <a href="http://www.whos-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Who&#8217;s online&#8230;?&quot;</a> ist ein Musical von und mit 50 Jugendlichen zum Thema neue Medien.</p>
<p>Der Sonderpreis &quot;Soziales Netz&quot; ging in diesem Jahr an das Projekt &quot;Heute ein Engel&quot; der Stiftung <a href="http://www.gute-tat.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gute-tat.de</a>, den erstmalig ausgeschriebenen Publikumspreis erhielt das Informationsportal <a href="http://medienbewusst.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;medienbewusst.de &#8211; kinder.medien.kompetenz&quot;</a>. </p>
<p>Alle Infos und Preisträger <a href="http://www.wegeinsnetz2011.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Überblick</a>   </p>
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			</item>
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		<title>Mit 66 ist noch lange nicht Schluss</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mit-66-ist-noch-lange-nicht-schluss-4349/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2009 17:45:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswirtschaftsministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Divide]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade Jüngere unterschätzen, dass viele Deutsche keinen Bezug zum Internet haben, so eine aktuelle Studie. Offline sind in Deutschland weiterhin viele Alte oder Bildungsferne. Das Bundeswirtschaftsministerium gibt daher bis 2011 3,8 Millionen Euro aus, um jene 30 Prozent der Bevölkerung zu vernetzen, die mit dem Internet nichts zu tun haben - und das eigentlich auch nicht planen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade Jüngere unterschätzen, dass viele Deutsche keinen Bezug zum Internet haben, so eine aktuelle Studie. Offline sind in Deutschland weiterhin viele Alte oder Bildungsferne. Das Bundeswirtschaftsministerium gibt daher bis 2011 3,8 Millionen Euro aus, um jene 30 Prozent der Bevölkerung zu vernetzen, die mit dem Internet nichts zu tun haben &#8211; und das eigentlich auch nicht planen. <!--break--></p>
<p>
Unter anderem durch Patenschaften sollen die sogenannten Nonliner das &quot;Internet erfahren&quot;, so das Ziel der gleichnamigen Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums. Das Projekt, das heute (12. Mai 2009) von der Parlamentarischen Staatssekretärin Dagmar Wöhrl vorgestellt wurde, soll dezentral funktionieren. Ziel ist es, dass Nonliner durch Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld ans Netz herangeführt werden &#8211; also nicht durch zentrale Kurse oder Schulungen.
</p>
<p>
<b>Idealfall: Oma un</b><b>d Enkel</b>
</p>
<p>
Im Idealfall zeigt der Enkel seiner Oma zuerst, was das Internet Spannendes für sie bietet und erklärt dann DSL und den Browser. Die Paten und Helfer sollen dafür Hilfestellungen und Infomaterial aus dem Netz bekommen. Ehrgeiziges Ziel der Initiative ist es also, nicht nur die reine Zahl der Onliner zu erhöhen, sondern auch die Qualität der Netznutzung zu verbessern.
</p>
<p>
<b>Anzahl der Onliner </b><b>wird überschätzt</b>
</p>
<p>
Warum 26 Millionen Deutsche nicht online vernetzt sind liegt auch weniger an den Zugangskosten. Dies will eine das Projekt begleitende repräsentative Studie von Infratest herausgefunden haben, die ebenfalls heute vorgestellt wurde. 87 Prozent der insgesamt 2004 Befragten nannten zunächst fehlende Kenntnisse und fehlende Helfer bei den vermuteten Gründen für Online-Nichtnutzung. Die Kosten kamen erst an siebter Stelle und wurden von 31 Prozent als Ursache vermutet. </p>
<p>Überhaupt überschätzen die Deutschen die Anzahl der Onliner. Insbesondere die Jungen liegen deutlich neben dem tatsächlichen Wert von 65 Prozent aus dem (N)onliner-Atlas 2008. Auf die Frage &quot;Wie viel Prozent der Bevölkerung in Deutschland nutzen Ihrer Meinung nach das Internet?&quot; schätzen die Befragten den Wert bei den Über 60-Jährigen auf 35 Prozent. Tatsächlich liegt er bei 29 Prozent, wobei die Internetnutzung mit steigendem Lebensalter rapide abnimmt.</p>
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