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	<title>Bundeszentrale für politische Bildung &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Bundeszentrale für politische Bildung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Aktionstage zum Thema Netzpolitik und Demokratie: Jetzt eigene Vorschläge einreichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2018 11:23:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bundeszentrale für politische Bildung ruft mit mehreren Landeszentralen zur Beteiligung an bundesweiten Aktionstagen zum Thema Netzpolitik auf. Bis zum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Aktionstage-Netzpolitik.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154241" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Aktionstage-Netzpolitik.jpg" alt="Aktionstage Netzpolitik" width="620" height="248" /></a>Die Bundeszentrale für politische Bildung ruft mit mehreren Landeszentralen zur Beteiligung an bundesweiten Aktionstagen zum Thema Netzpolitik auf. Bis zum 14. April 2018 können Interessierte Programmvorschläge einreichen.</p>
<p>Der digitale Fortschritt bringt nicht nur Möglichkeiten, sondern stellt unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen und Probleme. Die Zentralen für politische Bildung organisieren zwischen dem 7. und 9. Juni 2018 im Rahmen einer deutschlandweiten Aktion zahlreiche Veranstaltungen rund um Netzpolitik, digitale Bürgerrechte und Internetkultur, an deren Programmplanung man sich aktiv beteiligen kann.</p>
<h3>Austausch zur Netzpolitik in Deutschland fördern</h3>
<p>Das Format der Veranstaltung greift auf die digitalen Partizipationsmöglichkeiten zurück, denn das große Ziel ist es, die Zivilgesellschaft direkt mit einzubeziehen. „Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken“, sagt Thomas Erling von der Landeszentrale Sachsen-Anhalt in einer <a href="http://www.netzpolitische-bildung.de/presse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a>.</p>
<p>Doch mit der alltäglichen Nutzung des Internets sind die Verbraucher unterschiedlichen Herausforderungen des digitalen Raums ausgesetzt. In einem Austausch zwischen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sollen wichtige Fragen aus dem Bereich Netzpolitik, Überwachung im öffentlichen Raum, Robotik in der Pflege, Netzneutralität und vieles mehr diskutiert werden.</p>
<h3>Selber aktiv werden und mitgestalten<strong> </strong></h3>
<p>Um einen Vorschlag für die Programmplanung am gewünschten Veranstaltungsort einzureichen, muss man lediglich das Onlineformular ausfüllen, das anschließend an die zuständigen Landeszentrale für politische Bildung seines Bundeslandes weitergeleitet und bearbeitet wird. Vorschlagen kann man alle beliebigen Formate, von klassischen Vorträgen bis Kunstperformances. Die einzige Voraussetzung ist die Überparteilichkeit der Veranstaltung. Von der partizipativen Form der Aktion profitieren sowohl die Veranstalter, die zusätzlichen Input erhalten, als auch die Akteure vor Ort, denen eine Plattform für ihre Perspektive geboten wird.</p>
<p>Weitere Informationen zum Aufruf finden Sie <a href="http://www.netzpolitische-bildung.de/mitmachen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: <a href="http://www.netzpolitische-bildung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesarbeitsgemeinschaft Politische Bildung Online</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Ist Europa demokratisch genug? BpB-Expertenchat vor Europawahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2014 13:24:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Folge der ökonomischen Krisen in Europa stellt sich für viele die Frage, wer in Europa eigentlich regiert. Hat sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/European_Parliament_Plenar_hall.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-125934" alt="Plenarsaal des Europäischen Parlaments/ Originalbild von CherryX via Wikimedia" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/European_Parliament_Plenar_hall-630x203.jpg" width="630" height="203" /></a><br />
In Folge der ökonomischen Krisen in Europa stellt sich für viele die Frage, wer in Europa eigentlich regiert. Hat sich die Europäische Union zu einer Expertokratie entwickelt? Bei vielen Bürgerinnen und Bürgern ist der Eindruck enstanden, dass sie kaum Einfluss auf Entscheidungen der EU nehmen können. Der Expertenchat „Ist Europa demokratisch genug?“ der Bundeszentrale für politische Bildung am Donnerstag sucht Antworten auf drängende Fragen.<br />
Die Hoffnungen auf eine demokratische Entwicklung hin zu einer politischen Union, wie sie noch im Zuge der Osterweiterung der EU und den Plänen zu einer europäischen Verfassung vor einer Dekade aufkeimten, wurden von den ökonomischen Krisen der letzten Jahre getrübt, die die Europäische Union an den Rand des Zerfalls brachten. Mit dem Vertrag von Lissabon wurde zwar eine politische Neuausrichtung der EU auf den Weg gebracht &#8211; etwa durch die erweiterten legislativen Kompetenzen des Europäischen Parlaments oder der Einführung eines europäischen Bürgerbegehrens &#8211; jedoch verschwindet diese in der Realität oft hinter der Komplexität des europäischen Systems sowie dem ökonomischen Primat der Krisenlösung. Dies wirft die Frage nach einer grundsätzlichen demokratischen Reformierbarkeit der Institutionen der Europäischen Union auf.<br />
Inzwischen werden mehr als die Hälfte der Entscheidungen in den nationalen Parlamenten von den politischen Direktiven aus Brüssel beeinflusst. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrisen der letzten Jahre erweckten die europäischen Politikinitiativen zuehmend den Eindruck, von nicht demokratisch legitimierten Institutionen, Expertisen, Sachverständigen oder Lobbyverbänden geprägt zu sein. Die Europäische Union scheint vielen daher nicht demokratisch genug. Wenige Wochen vor der Wahl zum Europäischen Parlament wirft die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) die Frage auf: <a href="https://www.bpb.de/dialog/europawahlblog-2014/181851/ist-die-europaeische-union-demokratisch-genug" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ist die Europäische Union demokratisch genug?</a><br />
Dazu veranstaltet die BpB am morgigen Donnerstag, 10.04., ab 14:30 Uhr einen Expertenchat mit Dr. Claudia Wiesner (<a href="http://www.staff.uni-marburg.de/~wiesnerc/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Philipps-Universität Marburg</a>) und Dr. Michael Efler (<a href="http://www.mehr-demokratie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Demokratie e.V.</a>). Darin soll es u.a. um die Frage gehen, ob die Institutionen der EU innerhalb dieses Demokratiedilemmas neu gestaltet werden müssen und wie die europäischen Bürger_innen mehr Einfluss auf die politische Willensbildung erlangen können.<br />
<a href="http://www.bpb.de/dialog/europawahlblog-2014/182026/bpb-expertenchat-ist-europa-demokratisch-genug" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie hier Ihre Fragen!</a><br />
<em>politik-digital.de führt den Chat im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) durch.</em><br />
Bild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:European_Parliament,_Plenar_hall.jpg?uselang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cherry X</a> per Wikimedia Commons <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-SA 3.0)</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /><br />
<!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
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		<title>Expertenchat zum NSU-Untersuchungsausschuss</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/expertenchat-zum-nsu-untersuchungsausschuss-134820/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2013 12:39:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungsausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Im August 2013 hat der Bundestagsuntersuchungsausschuss zur rechtsextremen Terrorgruppe NSU seinen Schlussbericht vorgelegt. Im Chat der Bundeszentrale für politische Bildung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/NSU-Demo_linksfraktion-cc-by-nc-2.0.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-134827" alt="linksfraktion (cc by-nc 2.0)" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/NSU-Demo_linksfraktion-cc-by-nc-2.0.jpg" width="640" height="427" /></a>Im August 2013 hat der Bundestagsuntersuchungsausschuss zur rechtsextremen Terrorgruppe NSU seinen Schlussbericht vorgelegt. Im Chat der Bundeszentrale für politische Bildung beantworten die Ausschussmitglieder Heike Kleffner und Dr. Andreas Feser am Mittwoch, dem 27.11., zwischen 13 und 14 Uhr Fragen zu den Ergebnissen des NSU-Ausschusses.<br />
Elf Jahre lang suchten die Strafverfolgungsbehörden erfolglos nach den Tätern der rassistischen Mordserie an neun migrantischen Kleinunternehmern zwischen 2000 und 2006, von zwei gegen Migranten zielenden Sprengstoffanschlägen in Köln 2001 und 2004 sowie des Mordes an der Polizistin Michèle Kiesewetter und des Mordversuchs an ihrem Kollegen in Heilbronn im Jahr 2007.<br />
Auf knapp 1.400 Seiten dokumentierte der NSU-Untersuchungsausschuss Versäumnisse und Fehler der Sicherheitsbehörden und unterbreitete Reformvorschläge. Die Journalistin Heike Kleffner, die für die Linksfraktion als Referentin im Untersuchungsausschuss saß, und Dr. Andreas Feser, Leiter des Arbeitsbereichs Untersuchungsausschüsse der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, haben für die Bundeszentrale für politische Bildung eine <a href="http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/172857/der-nsu-untersuchungsausschuss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zusammenfassung der Arbeit und der Ergebnisse des Ausschusses</a> verfasst. Nun beantworten sie Fragen, die Interessierte <strong>bereits <a href="http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/173811/chat-nsu-untersuchungsausschuss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jetzt</a></strong> oder <strong>während des Chats am 27.11. von 13 bis 14 Uhr</strong> stellen können.<br />
Die Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses <strong>Heike Kleffner</strong> und <strong>Andreas Feser</strong> beantworten die Fragen dann live.<br />
<em><a href="http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/173811/chat-nsu-untersuchungsausschuss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Chat der Bundeszentrale für politische Bildung</a> wird durchgeführt von politik-digital.de.</em><br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/linksfraktion/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">linksfraktion</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Gamifizierung der Politik?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 13:48:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gestern endete die Gamescom 2012. Mit mehr als 275.000 Besuchern war sie erneut ein voller Erfolg. politik-digital.de hat sich aus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/gamifizierung-der-politik/ian-muttoo-cc-by-sa-3-0/" rel="attachment wp-att-120353"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-120353" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Ian-Muttoo-CC-BY-SA-3.0-630x418.jpg" alt="" width="630" height="418" /></a>Gestern endete die Gamescom 2012. Mit mehr als 275.000 Besuchern war sie erneut ein voller Erfolg. politik-digital.de hat sich aus diesem Grund gemeinsam mit Gerhard Loosch und Ulrich Santo vom IT-Unternehmen Glamus mit der Frage auseinandergesetzt, ob Gaming und Politik zusammen passen und ob politisch-innovative Ideen im Bereich Computerspiele eine Zukunft haben.</p>
<p>In den 1990er Jahren waren politische Werbe- oder Lernspiele gang und gäbe. Sei es das Lernspiel &#8220;Unser Parlament &#8211; Forum der Demokratie&#8221; (1998), mit dem man &#8211; im Auftrag des Deutschen Bundestags &#8211;  interaktiv mehr über die deutsche Geschichte erfahren konnte; oder die vom Bundeswirtschaftsministerium initiierte &#8220;Energie-Manager&#8221;-Simulation (1993), mithilfe derer die Spieler eine Restaurantkette aufbauen, aber dabei auf ökologische Aspekte achten sollten. Selbst Parteien setzten vereinzelt auf Werbespiele, um die jüngeren Zielgruppen anzusprechen. So versuchte die damalige PDS (heute: Die Linke) mit dem Spiel &#8220;Captain Gysi und das Raumschiff Bonn&#8221; (1997) die Ära Kohl in ein neues Licht zu rücken. Spielend konnte man dabei dem grauen Planeten unter Commander Kohl entfliehen und das etwas marode Raumschiff Bonn mit Captain Gysi in die Galaxis Futura führen.</p>
<p>Alle diese Formate hatten das Ziel, mit einem neuen Format &#8211; den Computerspielen &#8211; politisch kaum interessierte Jugendliche für die Politik zu begeistern. Aber wie erfolgreich waren diese Politspiele? Einer, der es wissen muss, ist Gerhard Loosch. Er ist Geschäftsführer bei Glamus, einem Unternehmen, das in den 1990ern Spiele für politische Institutionen entwickelte. Für Loosch begann das Problem mit der großflächigen Distribution der Computerspiele: &#8220;Damals wurden die Spiele nur auf Diskette verteilt und das Internet steckte in den Kinderschuhen. Zur Erfolgsmessung konnte man also nur die Zahl der Diskettenbestellungen heranziehen&#8221;. Dennoch konnte Glamus mit Spielen wie „Auf dem Weg nach Europa“ (1993) und dem „Gesetzgebungsspiel“ (1994) einige Erfolge verbuchen. Immerhin wurden von diesen Lernspielen bis zu 500.000 Exemplare produziert und durch das Recht auf freie Vervielfältigung weiter verstreut. So dürften insbesondere Schulen und Lehrer von dem damaligen &#8220;neuen&#8221; Medium gebraucht gemacht haben. Das Feedback, das Glamus zu der Zeit bekommen hat, war sehr positiv: &#8220;Aus den Rückmeldungen ließ sich ableiten, dass die Spielenden durchaus einiges an Wissen über die behandelten Themen mitgenommen haben. Und das war für unsere Kunden natürlich das wesentlichere Erfolgskriterium&#8221;, so Loosch.</p>
<p><strong>Rückzug aus dem Spielesektor &#8211; folgt der Wiedereintritt?</strong></p>
<p>In der deutschen Politik sind Politspiele heute rar gesät. Nur das Umweltministerium besitzt noch einen eigenen <a title="Spielesektor Bundesumweltministerium" href="http://www.bmu.de/spiele/doc/41619.php">Spielesektor</a>, in dem Kinder den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt lernen können. Es scheint, als hätten all die anderen Institutionen und Parteien das Projekt &#8220;Computerspiele&#8221; ad acta gelegt. Wahrscheinlich waren die Erfolge zu gering für ein solches Projekt. Dabei könnten Spiele auch in Zukunft helfen, Politikverdrossenheit bei Jugendlichen zu bekämpfen. Grund ist die gestiegene Nachfrage nach Online- oder Social Network-Spielen und sogenannte Spiele-Apps. Das bestätigt auch der IT-Entwickler Loosch: &#8220;Bei Apps &amp; Co. gibt es sicherlich eine Menge Potential, um mit politischen und gesellschaftlichen Themen Menschen anzusprechen&#8221;. Das zeigt ebenfalls der in den vergangenen Jahren neu entstandene Markt von &#8220;serious&#8221; oder &#8220;social impact games&#8221;, die &#8220;ernsthafte&#8221; oder soziale Inhalte in den Fokus rücken. Durch die Revolution der Spielebranche dank Smartphones, Tablets etc. versuchen Firmen und auch Nichtregierungsorganisationen den Spielmarkt für sich zu gewinnen. Spiele müssen eben nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern können auch Träger für Informationen, soziale Anliegen oder Bildung sein. Das hat auch die Europäische Union längst festgestellt, die für Kinder Spiele mit dem Thema Europa <a title="Kinderecke Europäische Union" href="http://europa.eu/kids-corner/index_de.htm">entwickeln ließ.</a></p>
<p>Also warum springt die deutsche Politik nicht (wieder) auf den &#8220;Spiele-Zug&#8221;? Wie der netzpolitische Sprecher der SPD <a title="Pressemitteilung Lars Klingbeil" href="http://blogs.spdfraktion.de/netzpolitik/2012/08/15/computerspiele-sind-teil-unserer-kultur/">Lars Klingbeil anlässlich der diesjährigen Gamescom verkündete</a>, &#8220;stellen Computerspiele nicht nur einen erheblichen Wirtschafts- und Standortfaktor dar, sondern sind Teil unserer Kultur&#8221;. Ein Grund dafür, dass Computerspiele in der Politik trotzdem kaum einen Stellenwert haben, ist laut Loosch, dass die Politik Computerspiele primär als ein Problem ansehe: Nicht nur &#8220;Killer-Spiele&#8221; seien damit gemeint, sondern auch die Probleme, &#8220;die ein zeitlich exzessives Leben in virtuellen Welten wie World of Warcraft &amp; Co mit sich bringen&#8221;. Seiner Ansicht nach sei in den Köpfen der Politiker noch nicht angekommen, dass inhaltlich entsprechend aufgeladene Spiele auch nach wie vor eine gute Kommunikationsstrategie darstellen können&#8221;, so Loosch. Die sogenannte <a title="Definitione Gamifizierung Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gamification">&#8220;Gamifizierung&#8221;</a> von spielfernen Systemen, zu denen die Politik mit Sicherheit gehört, wird künftig wohl wieder diskutiert werden müssen. Auch wenn Glamus sich in der jüngsten Vergangenheit fast gänzlich aus dem Spielesektor herausgezogen hat, sieht Geschäftsführer Loosch einen Markt für Politspiele. Allerdings gibt er zu bedenken, dass durch das Internet und die Etablierung der „Apps“ die Ansprüche natürlich deutlich gestiegen seien. Man müsse deshalb &#8220;mehr Aufwand betreiben&#8221; als früher und einfach den &#8220;richtigen Nerv&#8221; treffen.</p>
<p>Faktisch sind laut Loosch dem Medium Computerspiele keine Limits gesetzt. Eine originelle Idee sei mehr als die halbe Miete. Loosch weiter: &#8220;Auch unsere Spiele wurden nicht gespielt, weil man etwas über Gesetzgebung oder ein vereinigtes Europa und seine Mitglieder lernen wollte. Die Spiele waren nett und witzig gemacht. Und dass man dabei etwas lernte, schadete ja nicht&#8221;. Hinsichtlich der Auswahl gebe es sicherlich viele Themen, die sensibel behandelt werden müssen, so Loosch, aber dies vorausgesetzt, würde sich zu jedem Thema etwas machen lassen.</p>
<p><strong>Der Wahl-O-Mat als Steckenpferd der politischen Bildung</strong></p>
<p>Kein wirkliches Spiel, jedoch auf jeden Fall eine innovative Idee der politischen Bildung ist der <a title="Homepage des Wahl-O-Mat" href="http://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/">Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)</a>, der erstmals zur Bundestagswahl 2002 online ging. Er veranschaulicht interaktiv die verschiedenen politische Programme bzw. Positionen der Parteien und trägt so dazu bei, die Bürger im politischen Sinne weiterzubilden. Dabei sei laut Ulrich Santo, der bei Glamus für die technische Umsetzung des Wahl-O-Mat zuständig ist, gerade der spielerische Ansatz interessant. Politik besitze &#8211; insbesondere bei jüngeren Zielgruppen &#8211; an sich keine besondere Strahlkraft. Die Besonderheit des Wahl-O-Mat ist daher, dass Bürger &#8220;nach wenigen Minuten ein recht gutes Bild haben, mit welcher Partei man in welchen Punkten gleicher Ansicht ist&#8221;, so Santo weiter. Wer den Wahl-O-Mat bei einer Europa-, Bundes- oder Landtagswahl schon mal ausprobiert hat, wird bestätigen, dass er im Gegensatz zu dem zeitlich intensiven Lesen von Parteiprogrammen nicht nur Spaß macht, sondern sehr informativ ist &#8211; und das nicht nur für Jung- und Erstwähler, sondern auch für ältere Wählergruppen oder Wahlinteressierte.</p>
<p>Der Wahl-O-Mat beweist, dass innovative und kreative Ideen im Spielesektor durchaus auch im politischen Bereich Erfolg versprechen. Das zeigen auch nicht-staatliche Projekte. Die mehrfach ausgezeichnete Politik-Online-Community <a href="http://www.dol2day.com/">&#8220;democracy online today (dol2day)&#8221;</a> ist ein Beispiel dafür, wie Bürger mit guten Ideen selbst gegen Politikverdrossenheit vorgehen wollen. &#8220;dol2day&#8221; ist zwar (nur) eine Demokratie-Simulation, mit der Nutzer unter anderem Diskussionen über politische Themen führen oder jemanden zum &#8220;Internetkanzler&#8221; wählen können, allerdings dürfte auch dieses Format helfen, Nutzer politisch oder demokratisch zu bilden. Auch das Onlinespiel <a href="http://www.powerofpolitics.com/StartNew.aspx">&#8220;Power of Politics&#8221;</a>, ein privates Projekt der beiden Österreicher Peter Merschitz und Tim Preuster, zielt von vornherein darauf ab, Politikverdrossenheit spielend zu reduzieren. In &#8220;Power of Politics&#8221; steuert man die Karriere eines virtuellen Politikers, der in verschiedensten Bezirken in Österreich, Deutschland, Liechtenstein oder der Schweiz zu Wahlen antritt. Ziel des Spiels ist es, von der Bezirksebene bis zur Bundes- bzw. Kanzlerebene zu kommen. Dabei muss man wie im realen Leben thematische Schwerpunkte setzen, Debatten mit anderen Politikern führen und Wahlveranstaltungen organisieren.</p>
<p>Wie diese erfolgreichen Beispiele von Politik-Simulationen zeigen, können Politspiele oder computerspielbasierte Lernprogramme zukünftig wieder einen größeren Platz in der politischen Wirklichkeit einnehmen. In der heutigen Zeit, in der Handy-Apps und Onlinespiele zum täglichen Leben von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehören, könnten die politischen Institutionen diese Zielgruppen direkter und sogar „spielend leicht“ erreichen.</p>
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		<title>Politik und Spiele &#8211; die bpb auf der gamescom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2012 09:07:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Startschuss für die gamescom 2012 in Köln. Von heute an (re-)präsentieren mehr als 600 Aussteller aus 40 Ländern vier Tage [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/die-bpb-auf-der-gamescom/a%c2%9cberblick-halle-7/" rel="attachment wp-att-120173"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/gamescom_11_053_004-630x381.jpg" alt="" width="630" height="381" class="alignnone size-large wp-image-120173" /></a><br />
Startschuss für die gamescom 2012 in Köln. Von heute an (re-)präsentieren mehr als 600 Aussteller aus 40 Ländern vier Tage lang die Welt der interaktiven Unterhaltungselektronik. Mit dabei die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Arne Busse, bpb-Referent im Fachbereich “Politikferne Zielgruppen”, erklärt im Interview, was die bpb auf der gamescom zu suchen hat und welche Chancen durch das Medium Computerspiele entstehen.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Herr Busse, Sie sind Referent in der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb im Fachbereich “Politikferne Zielgruppen”. Fallen &#8220;Gamer&#8221; unter diese Gruppe?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Nein, natürlich nicht zwingend. Meines Erachtens ist das Thema &#8220;Gaming&#8221; für die politische Bildung deshalb bedeutsam, weil Computerspiele ein sehr interaktives, multimediales und unterhaltungsorientiertes Medium sind. Gerade für Menschen, denen durch die — sagen wir mal — klassischen Formate der politischen Bildung, das gedruckte Wort oder ein Seminar, kein Zugang zu Politik und politischen Themen eröffnet werden kann, bieten &#8220;Games&#8221; und auch computerspielbasierte Lernangebote, bessere Möglichkeiten, zu entdecken, dass hier durchaus ganz viel Politik enthalten ist.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Die bpb ist nun seit einigen Jahren mit einem eigenen Stand auf der gamescom vertreten. Wie sieht Ihre Arbeit vor Ort aus? Welche Themen stehen dabei im Fokus?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Im Mittelpunkt stehen unsere Angebote zum Themenfeld: allen voran spielbar.de das interaktive Internetangebot zu Computerspielen der bpb, das mit einer eigenen Jugendredaktion, mit vielen Aktionen am Stand und auf der <a href="http://www.gamescom.de/media/gamescom/downloads/pdf/gamescom_2012_Rahmenprogramm_A5.pdf" title="Programm der Spreaker's Corner Bühne">Speaker&#8217;s Corner Bühne</a> vertreten sein wird. Zur gamescom starten wir auch die Facebook-Seite von spielbar.de (also bitte liken, teilen usw.). Am Freitag veranstalten wir mit unseren Partnern wieder eine Pädagogen-LAN, in der wir interessierten Kollegen und Kolleginnen das <a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/seminar-workshop/68299/eltern-lan-eine-lan-party-nur-fuer-eltern" title="Eltern-LAN">Eltern-LAN-Konzept</a> vermitteln. Gleichzeitig präsentiert sich das Magdeburger Projekt <a href="http://www.myvideogame.de/" title="myvideogame">MyVideoGame</a> am bpb-Stand. Am Messesamstag gibt es dann zusammen mit der Initiative Creative Gaming einen Workshop rund um „Games&amp;Movies“ und kreatives Gaming.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Dem Gamer wird laut Klischee nachgesagt, dass er sich kaum für die reale Welt interessiert. Wie versuchen Sie, die Zielgruppe &#8220;Gamer&#8221; für medienpädagogische oder politische Anliegen zu begeistern? Was waren Ihre Eindrücke aus den letzten Jahren?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Das ist eigentlich schon ein Thema für ein sehr dickes Buch. Kurz gefasst würde ich sagen: die im Zusammenhang mit den Morden in Emsdetten und Winnenden/Wendlingen geführten öffentlichen Diskussionen haben zu einer Stigmatisierung von vielen Computerspielern und -spielerinnen geführt. Andererseits ist vielen wohl auch deutlich geworden, dass Gaming eine Freizeitbeschäftigung ist, die nicht in einem gesellschaftspolitisch neutralen Raum stattfindet. Dies hat dann auch dazu geführt, dass viele Gamer sich sehr viel stärker mit Jugendmedienschutzfragen auseinandersetzen und dass sie vor allem sehr bewusst ihre Sicht auf Computerspiele in die gesellschaftliche Debatte hinein tragen. Ein Beleg hierfür ist beispielsweise die Gründung des Verbandes für Deutschlands Video- und Computerspieler 2009. Genau diesen Aspekt, die gesellschaftspolitische Dimension von Medien immer wieder in den Blick zu rücken, entspricht auch unserer Herangehensweise. Dabei versuchen wir immer alle Generationen „mitzunehmen“ und die unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> In der Vergangenheit gab es immer wieder Vorstöße von Ministerien, Politik spielend begreiflich zu machen. Ergibt das Ihres Erachtens Sinn? </p>
<p><a href="http://politik-digital.de/die-bpb-auf-der-gamescom/arne_busse/" rel="attachment wp-att-120175"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/arne_busse-e1345019545236.jpg" alt="" width="150" height="199" class="alignleft size-full wp-image-120175" /></a><br />
<strong>Arne Busse:</strong> Es gibt gute Gründe, die dafür sprechen, dass Computerspiele gute Lernangebote sein können. Computerspiele sind interaktiv, sie erlauben direktes Feedback und Erfolgskontrolle und dies multimedial. Computerspiele ermöglichen erfahrungsbasiertes Lernen, also eine wiederholbare Abfolge von Versuch und Irrtum. Das Spielen/Lernen erfolgt problem- und handlungsorientiert sowie involvierend. Das heißt, die Spielenden befinden sich in einer Lernumgebung, die sie als authentisch und herausfordernd und deshalb als hochrelevant für sich selbst ansehen. Lernen, das Spaß macht, ist letztlich das Ziel.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Zur gamescom wird es auch <a href="http://www.gamescom.de/de/gamescom/fuer_alle/events_veranstaltungen/gamescom_kongress/index.php" title="Gamescom Kongress 2012">einen Kongress geben</a>, der sich u.a. mit dem Thema &#8220;Videospiele als Kulturgut&#8221; befasst. Wie stehen Sie zu diesem Thema und was erhoffen Sie sich von diesem Kongress?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Die insbesondere vom Deutschen Kulturrat getragene Initiative für eine Anerkennung von Computerspielen als Kulturgut war sicherlich überfällig. Die gesellschaftliche Akzeptanz dafür, dass digitale Spiele ebenso Teil unserer Kultur sind wie Kartenspiele und Brettspiele und dass mittlerweile Games in allen Altersgruppen und Milieus verbreitet sind, sollte uns aber nicht davon entlasten, immer wieder auch die Frage der ästhetischen Qualität zu diskutieren. Digitale Spiele sind technologisch sehr avancierte Formen der Unterhaltungskultur, ästhetisch sehe ich noch viel Entwicklungsmöglichkeiten.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Die bpb arbeitet mit der <a href="http://creative-gaming.eu/" title="Initiative Creative Gaming">Initiative Creative Gaming</a> zusammen, die einen etwas anderen Blick auf Computerspiele anstrebt. Wie sieht die Kooperation zwischen der bpb und der Initiative Creative Gaming aus? Hat die Gesellschaft hierzulande ein falsches Bild von Computerspielen?</p>
<p><strong>Arne Busse: </strong>Es gibt nicht das eine Bild von Computerspielen, genauso wenig wie es das eine Spiel gibt. Das Medium Computerspiele umfasst heute eine sehr, sehr große Zahl von Spielen. Da gibt es die „Casual Games“ für zwischendurch, „Browser“ oder „Flash Games“ sowie mobile Handy- und Konsolenspiele. Auf der einen Seite gibt es die großen mit viel Aufwand und langer Entwicklungszeit produzierten Titel, so wie GTA IV, die dann unter erheblichem Erfolgsdruck auf den Markt kommen und auf der anderen Seite ganz kleine, die unerwartet ein sehr großes Publikum und entsprechenden Absatz finden wie z.B. das iOS-Spiel „Tiny Wings&#8221;.Es lohnt sich also auf alle Fälle genauer hinzuschauen, Produzenten wie Produkte sind mittlerweile sehr ausdifferenziert. Und längst nicht jedes Spiel muss auch so gespielt werden, wie es die Produzenten vielleicht erwarten. Das ist der „Creative Gaming“-Ansatz: einen kreativen Umgang mit Computerspielen zu entdecken und zu fördern und zwar auf der Seite der Spielenden, nicht der Spielehersteller. Da wird dann ein Shooter fürs Ballett tanzen „missbraucht“, mit SIMS Filme gedreht und in GTA &#8220;Carsurfing&#8221; betrieben. Ziel ist also nicht immer den Highscore zu verbessern,sondern es kann auch Ziel sein, die eigene Kreativität zu entdecken. Um diesen Ansatz zu unterstützen und auch weiter zu entwickeln, kooperieren wir seit 2008 mit der Initiative Creative Gaming bei der Durchführung von Workshops wie hier auf der gamescom oder beim <a href="http://creative-gaming.eu/play-festival/" title="play-Festival">&#8220;play-Festival&#8221;</a>.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Herr Busse, Sie betreuen u.a. <a href="http://www.spielbar.de/" title="spielbar.de">spielbar.de</a>, eine interaktive Plattform der bpb zum Thema Computerspiele, die einerseits informiert und pädagogische Beurteilungen über Computerspiele verfasst und andererseits Raum bietet für den Dialog zwischen Gamern, Pädagogen und insbesondere Eltern. Wie versuchen Sie bei spielbar.de, die zum Teil emotional geführte Debatte über Computerspiele auf ein konstruktives Level zu heben? Welche Erfolge können Sie bereits verbuchen?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Wir verfolgen im Grunde einen klassischen Ansatz der politischen Bildung: wir wollen Informationen bieten, Orientierungswissen vermitteln, letztlich Aufklärung und dabei aber möglichst viele Perspektiven einbringen. Nicht nur der Gamer, sondern auch die medienpädagogische Sicht, die Sicht des Jugendschutzes, der Eltern usw. Spielbar.de führt diese Gruppen zusammen, indem sie allen gleichermaßen ein Angebot macht, Informationen anbietet und Kommentierungs- und Diskursmöglichkeiten eröffnet, sei es direkt auf der Seite oder bei den Veranstaltungen, wie der Eltern-LAN-Veranstaltungsreihe. Ohne dies allein als Erfolg unserer Arbeit verbuchen zu wollen, würde ich doch sagen, dass eine Versachlichung der Diskussionen zu erkennen ist. Die Kontroverse zwischen einer älteren, eher nicht game-affinen Generation und der jüngeren, spielenden ist noch vorhanden, aber sie wird nicht mehr mit dieser Vehemenz ausgetragen. Es ist auf beiden Seiten viel Neugier und Offenheit da.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Zum Abschluss noch eine Frage zu der Thematik &#8220;Killerspiele&#8221;. Haben Ego-Shooter Ihres Erachtens einen so stark negativen Effekt auf Jugendliche, wie es oft in den Medien dargestellt wird?</p>
<p><strong>Arne Busse:</strong> Ich bin in keiner Weise ein Experte für Medienwirkungsforschung. Natürlich versuche ich, den wissenschaftlichen Diskurs zu verfolgen und habe den Eindruck, dass in der Wissenschaft wie auch in der öffentlichen Diskussion die Annahme, dass das Spielen gewalthaltiger Spiele alleinige Ursache von Gewalt sein kann, nicht mehr vertreten wird. Gleichwohl gibt es Hinweise auf Wirkungen, die ernst zu nehmen sind, die weiter erforscht werden sollten. Wir müssen uns aber vermutlich auch klar machen, dass eine eindeutige Antwort sich nicht finden lassen wird.<br />
Wir versuchen jedenfalls Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen darin zu bestärken, dass sie ihre Erziehungskompetenz und -verantwortung nicht aus der Hand geben sollen. Letztlich müssen sie darüber entscheiden, ob ihr Kind oder ein anvertrauter Jugendlicher mit den genutzten Medien souverän umgehen kann.</p>
<p>* * *<br />
<em>Arne Busse (geb. 1966) ist wissenschaftlicher Referent der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Er verantwortet im Fachbereich Politikferne Zielgruppen, Bereich Medienpädagogik u.a. spielbar.de, die interaktive Plattform der bpb zum Thema Computerspiele und das Arbeitsfeld computerspiel-basierte Lernangebote.</em></p>
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		<title>Digitale Presseschau 32/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2012 16:27:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[E-Petitionen sind beliebt, aber Moderator davon zu sein?! Ich weiß nicht. Da werde ich lieber Musikjournalist und widme mich dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>E-Petitionen sind beliebt, aber Moderator davon zu sein?! Ich weiß nicht. Da werde ich lieber Musikjournalist und widme mich dem Thema &#8220;offene Briefe&#8221;. Oder analysiere für die bpb soziale Medien. Noch besser: Ich werde gleichzeitig amerikanischer Präsident und &#8220;Master of Twitter&#8221;. Weitere berufliche Perspektiven in der heutigen Ausgabe der digitalen Presseschau.</p>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=TPNac3nPmkM&amp;feature=player_embedded;w=630&amp;h=340]</p>
<p>US-Präsident Barack Obama sieht sich als &#8220;Master of Twitter&#8221;. Diese Erkenntnis bringt ein Video, das Obama hinter den Kulissen eines &#8220;Twitterviews&#8221; zeigt. Scherzchen sind erlaubt, auch wenn es nur noch 87 Tage bis zu den US-Wahlen sind. </p>
<p><a title="taz: Eigene Meinung bleibt draußen" href="http://taz.de/Moderation-von-Online-Petitionen/!98976/"><strong>Eigene Meinung bleibt draußen</strong></a></p>
<p>Seit 2005 können Bürger auch online Petitionen beim Deutschen Bundestag einreichen. Die sogenannten E-Petitionen erfreuen sich großer Beliebtheit, konstruktive aber auch destruktive  Beiträge sind das Ergebnis. Wer aber entscheidet darüber, ob der Beitrag nicht am Thema vorbei geht oder gar beleidigend ist? Die Journalistin Svenja Bergt hat sich für die taz mit einem der drei Moderatoren im Sekretariat des Petitionsausschuss unterhalten und sich den Beruf &#8220;Moderator für E-Petitionen&#8221; näher angeschaut. Dabei fällt auf: Eigene Meinungen gibts nicht und weniger als zwei Prozent der Beiträge werden gelöscht.</p>
<p><a title="Spex: Das ist doch verboten!" href="http://www.spex.de/2012/08/09/medienwelten-von-johnny-haeusler-das-ist-doch-verboten/"><strong>Das ist doch verboten!</strong></a></p>
<p>Ein netzpolitisches Thema in einer Musikzeitschrift? Da kann es sich nur um das Urheberrecht handeln. Blogger und Musikjournalist Johnny Häusler hat sich in der Musik- und Popkulturzeitschrift Spex mit dem (neuen) Medium der offenen Briefe beschäftigt, aber auch mit den Veränderungen durch das Internet. Sein Fazit: &#8220;Man kann nur hoffen, dass Urheber weiterhin 90% ihrer Einnahmen an Verwerter und Anwälte abgeben, damit sie sich allein auf ihre Kunst konzentrieren können und nicht auf die Idee kommen, noch mehr offene Briefe zu schreiben&#8221;.</p>
<p><a title="Die offene Architektur des Internets ist in Gefahr" href="http://www.spex.de/2012/08/09/medienwelten-von-johnny-haeusler-das-ist-doch-verboten/"><strong>Die offene Architektur des Internets ist in Gefahr</strong></a></p>
<p>Bisher war wahrscheinlich niemandem bewusst, was die Vereinten Nationen (UN) mit der Verwaltung des Internet zu tun haben. Tatsächlich hatten sie bislang nur wenig Befugnisse. In Zukunft soll sich das ändern. Die Internationale Fernmeldeunion, eine UN-Sonderorganisation, möchte nämlich die internationalen Telekommunaktionsregularien (ITR) vom Telefon aufs Intern ausweiten. Im Interview mit dem US-Experten William Drake auf Zeit Online will Journalistin Monika Emert wissen, ob man nicht auch ohne ITR auskommt und warum die Internationale Fernmeldeunion versucht ihre Rolle auszubauen.</p>
<p><a href="http://www.irights.info/?q=content/sieben-thesen-zum-leistungsschutzrecht-eine-stellungnahme-zum-zweiten-referentenentwurf" title="irights.info: Sieben Thesen zum Leistungsschutzrecht: Eine Stellungnahme zum zweiten Referentenentwurf"><strong>Sieben Thesen zum Leistungsschutzrecht: Eine Stellungnahme zum zweiten Referentenentwurf</strong></a></p>
<p>Am 27. Juli gab es den zweiten Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht, der Presseverleger vor allem vor Suchmaschinen schützen soll. &#8220;Nicht nötig&#8221; urteilte Jurist Till Kreutzer, der sich für irights.info den Entwurf nochmal angeschaut und sieben Thesen dazu verfasst hat. Für ihn ist das Leistungsschutzrecht nicht nur ein &#8220;willkürlicher und systemwidriger Eingriff in die Marktwirtschaft&#8221;, sondern behindere Innovationen und fördere Monopole. Kreutzer weiter: &#8220;Ein Schutz, wie ihn die Presseverleger begehren, ist vielmehr schon grundsätzlich mit wesentlichen Grundgedanken unserer Wirtschafts- und Rechtsordnung unvereinbar und damit abzulehnen&#8221;.</p>
<p><a href="http://werkstatt.bpb.de/2012/08/im-nicht-endenden-strom-des-microcontent/" title="bpb: Im nicht endenden Strom des “Microcontent”"><strong>Im nicht endenden Strom des “Microcontent”</strong></a></p>
<p>Soziale Medien beherrschen den Alltag vieler Jugendlicher. In seinem Artikel für die (Online-)Werkstatt der Bundeszentrale für politische Bildung erläutert der Kommunikationssoziologe Jan-Hinrik Schmidt die Bedeutung sozialer Medien für Jugendliche. Dabei werde &#8220;das Bestätigen einer Kontaktanfrage zum sozialen Signal&#8221;, so Schmidt, wogegen &#8220;der alltägliche Austausch auf Facebook oder die Kommentare zum eigenen Video auf YouTube ein Gefühl der sozialen Zugehörigkeit&#8221; vermitteln würden. Besorgniserregend ist das für Schmidt nicht, denn &#8220;wie jede Generation vor ihnen nutzen sie das verfügbare Medienangebot, um ihren eigenen Platz in der Gesellschaft zu finden&#8221;. </p>
<p><a href="http://www.taz.de/Netzphilosoph-zum-Informationsueberfluss/!98979/" title="taz: „Netzwerke wissen es besser“"><strong>„Netzwerke wissen es besser“</strong></a></p>
<p>Wissen ist Macht &#8211; Das hat bereits der englische Philosoph Francis Bacon im 17. Jahrhundert herausgefunden. Im Zuge der Revolution durch das Internet hat sich das Wissen jedoch geändert. Das Zeitalter der &#8220;intellektuellen Führerschaft befindet sich auf dem absteigenden Ast&#8221;, findet zumindest der US-Netzphilosoph David Weinberger im Interview mit Meike Laaf, Journalistin bei der taz. Für Weinberger ist das Wissen im Internetzeitalter &#8220;ein Set von Links, von Verbindungen, das nur verknüpft einen Sinn ergibt – es ist viel kontextualisierter. All diese Links reflektieren die menschliche Natur viel besser als unsere alte Idee vom Wissen&#8221;.</p>
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		<title>Einheitspreis 2011 – Jetzt bewerben!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 15:56:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedervereinigung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeszentrale für politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Einheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/einheitspreismitrand.jpg" title="Einheitspreis 2011" alt="Einheitspreis 2011" width="208" align="left" height="142" />Der <a href="http://www.einheitspreis.de/buergerpreis-zur-deutschen-einheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einheitspreis</a> der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ehrt zum zehnten Mal Bürger, die sich um den deutschen und europäischen Einheitsprozess verdient gemacht haben. Bis zum 31. Juli 2011 können sich Personen und Projekte bewerben oder nominiert werden.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" title="Einheitspreis 2011" src="/wp-content/uploads/einheitspreismitrand.jpg" alt="Einheitspreis 2011" width="208" height="142" align="left" />Der <a href="http://www.einheitspreis.de/buergerpreis-zur-deutschen-einheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einheitspreis</a> der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ehrt zum zehnten Mal Bürger, die sich um den deutschen und europäischen Einheitsprozess verdient gemacht haben. Bis zum 31. Juli 2011 können sich Personen und Projekte bewerben oder nominiert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Bürgerpreis zur Deutschen Einheit wird seit neun Jahren jährlich in dem Bundesland vergeben, das die Feierlichkeiten zum 3. Oktober ausrichtet. In diesem Jahr ist Nordrhein-Westfalen Gastgeber des Festaktes und so werden die Sieger der mit insgesant 15.000 Euro dotierten Ausschreibung am 2. Oktober 2011 in der Bundesstadt Bonn geehrt.<br />
Bei dem Wettbewerb, der in Koooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung durchgeführt und von einer externen Jury geleitet wird, können sowohl eigene Beiträge eingereicht als auch Vorschläge für andere Kandidaten gemacht werden. Bewerbungen können in den drei Wettbewerbskategorien <a href="http://www.einheitspreis.de/buergerpreis-zur-deutschen-einheit/kategorie-menschen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Menschen&#8221;</a>, <a href="http://www.einheitspreis.de/buergerpreis-zur-deutschen-einheit/kategorie-kultur" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Kultur&#8221;</a> und <a href="http://www.einheitspreis.de/buergerpreis-zur-deutschen-einheit/kategorie-jugend" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Jugend&#8221;</a> eingereicht werden.</p>
<p>Gewinner in den vergangenen zehn Jahren waren so unterschiedliche Projekte, Personen und Personengruppen wie eine <a href="http://www.einheitspreis.de/die-preistrager/die-preistrager-2005" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NDR-Hörfunkserie</a>, der Literaturwissen-schaftler und Bibliothekar <a href="http://www.einheitspreis.de/die-preistrager/preistrager-2007" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Professor Paul Raabe</a> oder die <a href="http://www.einheitspreis.de/die-preistrager/preistrager-2008" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsch-Tschechische Fußballschule</a>. Die Partner der Preisverleihung, die am 2. Oktober 2011 in Bonn stattfinden wird, sind neben der Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), die Zeitschrift &#8220;super illu&#8221; und die Deutsche Welle. Einsendeschluss für die Bewerbungen, die <a href="http://www.einheitspreis.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online</a> oder per Post eingereicht werden können, ist der 31. Juli 2011.<br />
Die prominent besetzte Jury wird in diesem Jahr von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Gauck" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Joachim Gauck</a>, dem ersten Beautragten für die Stasi-Unterlagen, geleitet. Mit ihm in der unabhängigen Jury sitzen weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie Vertreter des Landes Nordrhein-Westfahlen.</p>
<p>Bereits seit dem Jahr 2002 wird der Preis jährlich rund um den 3. Oktober unter Federführung der Bundeszentrale für politische Bildung zu Fragestellungen ausgelobt, die sich mit dem deutschen Vereinigungsprozess und der Rolle Deutschlands in einer sich erweiternden und vertiefenden Europäischen Union befassen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mein Freund, der Faschist</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mein-freund-der-faschist-4996/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 08:02:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsradikalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeszentrale für politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
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					<description><![CDATA[Rechtsradikale in Sozialen Netzwerken und Diskussionsforen agieren oft über die Kumpel-Schiene. Und laut jugendschutz.net ist das Internet für Rechtsextreme die Propaganda-Plattform Nummer Eins. politik-digital.de hat die Nazis im Netz unter die Lupe genommen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rechtsradikale in Sozialen Netzwerken und Diskussionsforen agieren oft über die Kumpel-Schiene. Und laut jugendschutz.net ist das Internet für Rechtsextreme die Propaganda-Plattform Nummer Eins. politik-digital.de hat die Nazis im Netz unter die Lupe genommen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
93 Neonazi-Communities hat Initiative <a href="http://jugendschutz.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jugendschutz.net</a> 2009 gezählt, dreimal so viele wie im Vorjahr. Dies geht aus dem Jahresbericht „<a href="http://www.hass-im-netz.info/fileadmin/dateien/PK_Berlin/Projektbericht_2009.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rechtsextremismus online</a>“ hervor, der am 24. August 2010 von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und jugendschutz.net herausgegeben wurde. Ein Anstieg, der laut Stefan Glaser von der bpb die zunehmende Vernetzung der Rechtsradikalen hervorhebt.
</p>
<p>
<b>Zweispurig auf der Datenautobahn</b>
</p>
<p>
Dabei gibt es laut Glaser zwei unterschiedliche Motivationen für Neonazis, im Netz vertreten zu sein. Einerseits können sie über die Web 2.0-Kanäle untereinander in Kontakt treten, andererseits über Facebook und Co. neue potentielle Gesinnungsgenossen  ansprechen.
</p>
<p>
Vor allem autonome Nationalisten, d.h. einzelne Rechtsradikale ohne feste Parteizugehörigkeit, würden sich die neuen Medien zu eigen machen, erläutert Simone Rafael von der <a href="http://www.amadeu-antonio-stiftung.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amadeu Antonio Stiftung</a>. Diese selbstständig agierenden Neonazis melden sich bei Facebook-Gruppen oder anderen Netzwerken an, um „Einfluss [zu] nehmen auf gesellschaftliche Diskurse“, so Rafael, die als Redakteurin auch das <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netz gegen Nazis</a> betreut.
</p>
<p>
<b>Subtiles Einsickern</b>
</p>
<p>
Um in Foren möglichst viele Leute zu erreichen, greife man häufig auf emotional geführte Diskussionen zurück. „Da gibt es ein paar Klassiker, die immer ziehen“, so Rafael. Beispiele dafür seien die Todesstrafe für Kinderschänder, die Gefahren des Linksextremismus und die Hetze gegen Muslime. Um von den Moderatoren nicht gelöscht zu werden, fänden diese Diskurse sehr häufig „auf der persönlichen Ebene“ statt, erklärt Rafael die Strategie. So würden Neonazis vermehrt über Probleme in der Nachbarschaft berichten, bei denen es zu vermeintlichen Übergriffen durch Muslime kam.
</p>
<p>
Auch die Meinungsfreiheit sei ein Thema, das laut Rafael gut funktioniere. Neonazis würden sich innerhalb der Gruppe beklagen, dass die eigenen Einträge gelöscht würden. Sogleich erfolge der Vorwurf der Zensur, angeblich initiiert durch den politischen Gegner.
</p>
<p>
<b>Musikalische Radikale</b>
</p>
<p>
Zunehmend würden Rechtsradikale auch eigentlich unpolitische Gruppen in Sozialen Netzwerken unterwandern. Ein prominentes Beispiel dafür sei Jürgen Gansel, so Rafael. Der NPD-Landtagsabgeordnete beteilige sich in der VZ-Community unter anderem in Gruppen wie „Ein Stock im Arsch ersetzt kein Rückgrat“, „Freunde des gepflegten Sarkasmus“ und „Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg“. Gansel teile auch seine musikalischen Vorlieben gerne mit seinen „Freunden“ und sei Mitglied der „Depeche Mode“-Fangruppe, so Rafael weiter.
</p>
<p>
Generell gilt Musik als erfolgversprechendes Werbemittel von Neonazis, um vor allem Jugendliche anzusprechen. Mit Melodien, die leicht ins Ohr gehen, würden Songs rechter Bands ausländerfeindliche und antisemitische Botschaften transportieren, so Glaser, der für die bpb auch die Seminarreihe „<a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/7HEEY7,0,Erlebniswelt_Rechtsextremismus.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erlebniswelt Rechtsextremismus</a>“ leitet. Über die sozialen Plattformen könnten die Songs ohne Umwege den Hörern angeboten werden.
</p>
<p>
<b>Rechtsextreme Parteien mit Problemen im Netz</b>
</p>
<p>
Etablierte rechtsextreme Parteien sind im Vergleich mit autonomen Rechtsradikalen sehr viel weniger in Sozialen Netzwerken aktiv. Laut dem Extremismus-Forscher Steffen Kailitz seien die rechten Aktivposten im Netz „eher Kleinstgruppen, die keine anderen Möglichkeiten haben“. Das Internet als Werbeträger sei oft der einzige Weg für sie, um Aufmerksamkeit zu erlangen. NPD und Co. agierten hingegen „nicht besonders modern“ und würden sich in puncto Eigenwerbung „nicht grundsätzlich von demokratischen Parteien unterscheiden“, so Kailitz.
</p>
<p>
Der Politikwissenschaftler betont zudem, dass Soziale Netzwerke für rechtsextreme Parteien „nicht sehr erfolgversprechend“ seien. Das läge vor allem an den Nutzern von Sozialen Netzwerken: Diese hätten „überdurchschnittlich hohe Bildungsabschlüsse“ und würden deswegen offizielle Angebote von rechtsextremen Organisationen ablehnen, beurteilt Kailitz die Situation.
</p>
<p>
Auch Simone Rafael von der Amadeu Antonio Stiftung stimmt dem zu. „Das Bewusstsein bei Usern steigt sehr stark an in Sozialen Netzwerken. Das ist letzten Endes auch der einzig gangbare Weg gegen Rechtsextremismus.“
</p>
<p>
<i>Ein Text zu Linksextremismus im Netz erscheint in Kürze.</i></p>
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		<title>Fahrplan durch den Webwahlsonntag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 13:04:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Rückblick auf den Online-Wahlkampf und Rundblick online: Was sich Redaktionsleiter Sebastian Gievert für den 27. September 2009 vorgenommen hat.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Rückblick auf den Online-Wahlkampf und Rundblick online: Was sich Redaktionsleiter Sebastian Gievert für den 27. September 2009 vorgenommen hat.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>9 Uhr (ungefähr)</b>
</p>
<p>
Raritäten sammeln: Vervollständige meine kleine Kollektion von Artikeln, Kommentaren und Interviews über den deutschen Onlinewahlkampf, die nicht das Wort &quot;Obama&quot; enthalten.</p>
<p><b>10.25 Uhr</b>
</p>
<p>
Zur Entscheidungsverfestigung ein letztes Mal den <a href="http://www.wahlomat.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-o-Mat</a> der Bundeszentrale für politische Bildung durchspielen. Der Automat kann aber gar nichts dafür, dass die Parteien ihn so ernst nehmen, dass sie anders als im Wahlprogramm oder gar nicht antworten.</p>
<p><b>Gegen 10.30 Uhr</b>
</p>
<p>
Wählen. Ich geh nämlich hin.<br />
<b><br />
11 Uhr</b>
</p>
<p>
Mal schauen, ob und wie sich <a href="http://www.twitter.com/reichels" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@reichels</a> (der SPD-Onlinecampaigner Sebastian Reichel) und <a href="http://www.twitter.com/scholle10719" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@scholle10719</a> (Stefan Hennewig von der CDU) bei Twitter beharken und frotzeln. Die besten Linktipps zu Internetaktionen gegen den jeweils anderen gibt es bei Hauser und Kienzle 2.0 auf jeden Fall.</p>
<p><b>11.45 Uhr</b>
</p>
<p>
Die billigen Kopien des US-Wahlkampfs, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kfIBc5PG3LI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Epic Fails</a> und <a href="http://www.gehnichthin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">miesen, das Volk manipulierenden Abklatsche</a> haben doch mehr Aufsehen erregt und Reichweite erzielt, als die <a href="http://www.machdeinx.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">teuren</a>, <a href="http://www.diedemokratiebotschafter.de">freundlichen</a>, <a href="http://www.wechsel-waehler.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netten</a> oder <a href="http://www.wahl-fang.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lieben</a> und <a href="http://www.youtube.com/bpbtv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politisch korrekten</a>. Schaue mir die parteiunabhängigen Online-Kampagnen noch einmal an.</p>
<p><b>12.30 Uhr</b>
</p>
<p>
Polit-Musikvideos anschauen und den Favoriten küren. Heiße Kandidaten finden sich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DgZL5q1dfmI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kfIBc5PG3LI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=juXFnkX_sKY" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mYNzls61TbY&amp;feature=channel_page" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>. Außer Konkurrenz, da vermutlich ironiefrei, laufen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1WwToH55zcM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ym3Giin2C8k" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beiden </a>Songs. 
</p>
<p>
<b>15 Uhr</b>
</p>
<p>
Ausgewählte Politiker und Journalisten bekommen ab jetzt die geheimen Exit-Polls. In den nächsten Sekunden müssten sie bei Twitter auftauchen. Bundeswahlleiter Roderich Egeler hat bereits <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/13/0%2C3672%2C7898573%2C00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein ganzes Team auf Internetbeobachtung angesetzt</a>, um im Zweifelsfall Ordnungsgelder zu verhängen. </p>
<p><b>15.05 Uhr</b>
</p>
<p>
Eigentlich ein Grund, genau jetzt eine täuschend echte Prognose zu twittern. <br />
<b><br />
15.30 Uhr</b>
</p>
<p>
Das <a href="http://www.bundesradio.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesradio</a> von Tim Pritlove und Philipp Banse sendet aus seinem Berliner Internet-Wahlstudio und analysiert den Wahlkampf im Hinblick auf netzpolitische Themen. Zum <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=141052697141&amp;ref=share" target="_blank" rel="noopener noreferrer">atom and bits Public Wahl Viewing</a>  im Kreuzberger Betahaus auf zwölf Kanälen, mit 18 Videoscreens, 24 Beamern werde ich es aber nicht schaffen. <br />
<b><br />
17.30 Uhr</b>
</p>
<p>
Die ZDF-Show <a href="/wahlimweb.zdf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl im Web</a> mit Markus Kavka und politik-digital.de-Vorstand Christoph Bieber startet. Man kann mitchatten und mittwittern.<br />
<b><br />
17:55 Uhr</b>
</p>
<p>
Zum ersten Mal heute den Fernseher anschalten. Gegen die Analysen der TV-Kollegen kann auch der schnellste Online-Journalist nicht antickern. Obwohl? Vielleicht drückt ja jemand im Content-Management-System zu früh auf den Button &quot;veröffentlichen&quot;. Roderich Egeler schreibt dann bestimmt schon einmal seinen Bußgeldbescheid. <br />
<b><br />
18.05</b>
</p>
<p>
Hochrechnungszapping mit begleitender O-Ton-Jagd (und kühlem Pils).</p>
<p><b>20.15 Uhr</b>
</p>
<p>
Die Berliner Runde startet in ARD und ZDF. Parallel wird bei Twitter kommentiert und diskutiert. Als Hashtag hat sich anscheinend <a href="//twitter.com/#search?q=%23btw09" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#btw09</a> durchgesetzt.</p>
<p><b>23.00 Uhr</b>
</p>
<p>
Wenn man den Begriff <a href="#hl=de&amp;source=hp&amp;q=Nichtw%C3%A4hler&amp;btnG=Google-Suche&amp;meta=&amp;aq=f&amp;oq=Nichtw%C3%A4hler&amp;fp=8fee3db28befc153" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Nichtwähler&quot; googelt</a>, führt der dritte Treffer zu einer Seite von politik-digital.de. Wahrscheinlich rufen die Fernsehsender deshalb immer bei uns an, wenn sie diese Spezies suchen (O-Ton: &quot;Aber bitte jemand, der unter 30 ist, aus dem Osten kommt und sich gewählt ausdrücken kann&quot;). Konsequenterweise ist mein Kollege Stefan Gehrke daher ab jetzt als Wahl-Experte bei RTL2 on air. Im Vorprogramm laufen &quot;Happy Gilmore &#8211; Ein Champ zum verlieben&quot; und &quot;Law and order New York&quot;.
</p>
<p>
Habe ich noch was vergessen oder gibt es noch Tipps? Gerne in den Kommentaren!</p>
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		<title>Startschuss für den Wahl-O-Mat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Roleff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 16:48:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundeszentrale für politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl-O-Mat]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
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					<description><![CDATA[Gut drei Wochen vor der Bundestagswahl 2009 stellt die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ihren bewährten <a href="http://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2009/main_app.php" target="_blank" title="Wahl-O-Mat" rel="noopener noreferrer">Wahl-O-Mat</a> online. Neben den sechs etablierten Bundestagsparteien kann jeder Bürger seine politischen Positionen nun mit (fast) allen Parteien vergleichen, die zur Wahl antreten.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gut drei Wochen vor der Bundestagswahl 2009 stellt die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ihren bewährten <a href="http://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2009/main_app.php" target="_blank" title="Wahl-O-Mat" rel="noopener noreferrer">Wahl-O-Mat</a> online. Neben den sechs etablierten Bundestagsparteien kann jeder Bürger seine politischen Positionen nun mit (fast) allen Parteien vergleichen, die zur Wahl antreten.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
„Das Vorurteil, dass alle großen Parteien gleich sind, kann man mit dem Wahl-O-Mat eindeutig widerlegen“, verkündete Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) beim Startschuss für das bewährte Online-Angebot am 04. September 2009. Denn der Wahl-O-Mat (WOM) zeige klar und deutlich auf, wo die inhaltlichen Abgrenzungen zwischen den etablierten Bundestagsparteien lägen.
</p>
<p>
<b>Fast alle Parteien dabei</b> 
</p>
<p>
Aber auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Kleinparteien, die zur Bundestagswahl zugelassen sind und seit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes von 2008 beim Wahl-O-Mat berücksichtigt werden müssen, werden durch das politische Klick-Tool aufgedeckt. Nachdem der User sich mit den 38 Thesen auseinandergesetzt hat, kann er seine politische Positionen mit denen der Parteien vergleichen und sich die zugehörigen Argumente auflisten lassen.
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2009/main_app.php" target="_blank" title="Wah-O-Mat" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/wom_0.jpg" alt="Wahl-O-Mat" title="Wahl-O-Mat" height="337" hspace="5" vspace="5" width="336" /></a>
</p>
<p>
Von den 27 zur Wahl zugelassenen Parteien sind 24 beim WOM vertreten. Die &#8221;Christliche Mitte&#8221; und die Partei &#8221;Ab Jetzt&#8221; hatten eine Teilnahme abgelehnt, die CSU ist zusammen mit der CDU vertreten. Eröffnet wurde der Onlinestart des Wahl-O-Mat mit Vertretern der sechs Bundestagsparteien: Kajo Wasserhövel (SPD), Rudi Hoogvliet (Bündnis 90/ Die Grüne), Dietmar Bartsch (DIE LINKE), Helmut Metzner (FDP), Lutz Stroppe (CDU) und Andreas Weisser (CSU) klickten sich – teils kontrovers diskutierend – durch die Thesen. Und alle erhielten in der Auswertung die höchste Übereinstimmung mit ihrer eigenen Partei. Das Prinzip Wahl-O-Mat funktioniert also.
</p>
<p>
<b>Erfolgreiche Wahlanimation</b>
</p>
<p>
Die Thesen, die es zu beantworten gilt, wurden von 21 Jugendredakteuren mit Hilfe von einem Team aus Wissenschaftlern und Redakteuren zusammengestellt. Die Themen reichen von Verkehrspolitik („Generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen“) über Verteidigungspolitik („Die Wehrpflicht soll in ihrer jetzigen Form beibehalten werden“) hin zu grundsätzlichen Auffassungen von Politik („Christliche Werte sollen das Leitbild deutscher Politik sein“). Das übergeordnete Ziel des Wahl-O-Mat ist es, Jugendliche und Jungwähler an das Thema Politik heranzuführen und die Auseinandersetzung mit Parteien und Wahlen zu fördern.
</p>
<p>
Und das anscheinend ganz erfolgreich: „Zwischen sechs und acht Prozent der Nichtwähler, die den Wahl-O-Mat durchspielten, gingen danach doch noch zur Wahl“, beurteilt Krüger die vergangenen Ausgaben des WOM. Bei der letzten Bundestagswahl wurde der Wahl-O-Mat rund 5,1 Millionen Mal durchgespielt.
</p>
<p>
Begleitend zum Wahl-O-Mat gibt es auch wieder das Angebot <a href="http://www11.bpb.de/methodik/IYE9D1,0,0,Wer_steht_zur_Wahl.html" target="_blank" title="werstehtzurwahl.de" rel="noopener noreferrer">werstehtzurwahl.de</a> der bpb. Dort werden alle Parteien – auch die Christliche Mitte und Ab jetzt – in einem Kurzprofil vorgestellt und programmatisch kurz skizziert.
</p>
<p>
(Hinweis: politik-digital.de hat an &quot;Wer steht zur Wahl&quot; und &quot;Wahl-O-Mat&quot; als Dienstleister mitgearbeitet.)</p>
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