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	<title>BundOnline 2005 &#8211; politik-digital</title>
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	<title>BundOnline 2005 &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8220;Sisyphos kommt einem gelegentlich schon in den Sinn.&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kbeutel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Göttrik Wewer]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratieabbau]]></category>
		<category><![CDATA[BundOnline 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
	<tbody>
		<tr>
			<td class="normal">
			<p>
			<span class="fett">
			Göttrik Wewer, Staatssekretär im Bundesministerium des 
			Innern, war am Donnerstag den 21. April zu Gast im BMI-Live-Chat, 
			durchgeführt von politik-digital.de. Themen waren die Initiative 
			Bürokratieabbau des Bundes, BundOnline2005 und<span class="fett"> 
			die Sorgen und Nöte der Bürger mit der Bürokratie.</span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td class="normal">
<p>
			<span class="fett"><br />
			Göttrik Wewer, Staatssekretär im Bundesministerium des<br />
			Innern, war am Donnerstag den 21. April zu Gast im BMI-Live-Chat,<br />
			durchgeführt von politik-digital.de. Themen waren die Initiative<br />
			Bürokratieabbau des Bundes, BundOnline2005 und<span class="fett"><br />
			die Sorgen und Nöte der Bürger mit der Bürokratie.</span></span><!--break-->
			</p>
<p>			<!-- #BeginEditable "Text" --> </p>
<p class="normal">
			<b><b>Moderator:</b></b> Sehr geehrte Damen und<br />
			Herren! Herzlich willkommen beim BMI Live-Chat. Unser heutiger Gast<br />
			ist Dr. Göttrik Wewer, Staatssekretär des Bundesministeriums<br />
			des Innern. In den nächsten 60 Minuten werden wir uns in diesem<br />
			Live-Chat aus Berlin über das Thema Bürokratieabbau unterhalten<br />
			und hoffen auf interessante Fragen von Ihnen, liebe Chatter und<br />
			Chatterinnen. Steigen wir doch gleich ein. Herr Staatssekretär<br />
			Wewer, sind Sie bereit für die ersten Fragen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Ja!
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Eine erste Frage von mir, Herr Staatssekretär:<br />
			Bürokratieabbau ist eher ein vermeintlich trockenes Thema.<br />
			Was ist aus Ihrer Sicht dennoch so spannend genug daran, dass Sie<br />
			aus der Wissenschaft in die Politik wechselten?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Wissenschaft neigt dazu, die<br />
			Theorien und Konzepte der Kollegen oder auch aus der Praxis zu kritisieren.<br />
			Sie tut sich häufig schwer damit, positiv zu beschreiben, wie<br />
			man es besser machen kann. Außerdem ist es so, dass man in<br />
			der Wissenschaft seine Bücher und Aufsätze vielfach nur<br />
			für die Kollegen schreibt. Kurzum: in der Verwaltung oder in<br />
			der Praxis kann man mehr bewegen. Das war für mich der zentrale<br />
			Grund. Dabei schadet es allerdings nicht, einen wissenschaftlichen<br />
			Background zu haben.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Eine weitere grundsätzliche Frage<br />
			von &quot;Ludewig&quot;:
			</p>
<p class="normal">
			Ludewig: Was ist eigentlich die Motivation<br />
			für Bürokratieabbau? Klar, politisch will man es dem Bürger<br />
			leichter machen, das ist die Standard-Antwort. Aber geht es nicht<br />
			eigentlich viel viel mehr um Effizienzsteigerung, Geld sparen und<br />
			solche Dinge? Und bedroht damit der &#8216;Bürokratieabbau&#8217; nicht<br />
			auch Arbeitsplätze?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Es geht um beides. Mehr Effektivität,<br />
			also eine bessere Zielerreichung, aber auch um mehr Effizienz; das<br />
			heißt eine kostengünstigere Verwaltung. Wir orientieren<br />
			uns daneben aber auch an den Zielen Bürgerorientierung und<br />
			Personalentwicklung. Zu tun gibt es genug, so dass die Sorge, es<br />
			würden in der Verwaltung durch Bürokratieabbau nur Arbeitsplätze<br />
			wegfallen, unbegründet ist. Vielleicht können die, die<br />
			man an der einen Stelle einspart, an anderer Stelle etwas Sinnvolleres<br />
			tun.gregor samsa: Bürokratieabbau klingt ziemlich trocken,<br />
			haben Sie den Eindruck, die Menschen interessieren sich dafür?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Die Untersuchungen zeigen, dass<br />
			die Verwaltung &#8211; negativer formuliert die Bürokratie -, ein<br />
			relativ schlechtes Image hat. Wenn man die Bürger aber nach<br />
			ihrem letzten Kontakt mit der Verwaltung fragt, dann äußern<br />
			sich rund 2/3 zufrieden oder sehr zufrieden. Das heißt, die<br />
			konkrete Erfahrung mit der Verwaltung ist eigentlich wesentlich<br />
			positiver als das abstrakte Image. Letztlich interessiert die Bürgerinnen<br />
			und Bürger nur, dass sie ihre Dienstleistungen von der Verwaltung<br />
			möglichst schnell und kostengünstig kriegen. Die abstrakte<br />
			Diskussion über Bürokratieabbau interessiert nach meinem<br />
			Eindruck die meisten nur am Rande. Gleichwohl muss man auf diesem<br />
			Feld etwas tun.
			</p>
<p class="normal">
			<b>PeggyOstBerlin: </b>Haben Sie schon<br />
			einmal eine Umfrage unter den Bürgern gestartet, um herauszufinden,<br />
			was sie vom eGovernmentprogramm des Bundes erwarten?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Wir haben selbst eine Abfrage<br />
			gemacht unter Unternehmen, ob sie mit dem, was wir bei BundOnline<br />
			anbieten, zufrieden sind. Hier haben wir eine große Übereinstimmung<br />
			im Grundsätzlichen gefunden, aber durchaus auch Hinweise in<br />
			Einzelfragen, wo wir noch besser werden können. Wir haben auch<br />
			die Möglichkeit des &quot;Chats&quot;, also des Austauschs<br />
			über das Netz, so dass wir durchaus Rückmeldung von Bürgerinnen<br />
			und Bürgern kriegen und wir werten natürlich sorgfältig<br />
			aus, was es an Umfragen und Studien in anderen Staaten &#8211; aber zum<br />
			Beispiel auch in den Bundesländern &#8211; gibt. Insofern meinen<br />
			wir, mit unserem Ansatz ganz richtig zu liegen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Die Wirtschaft hat mehr<br />
			Kontakte zur Verwaltung als der normale Bürger. Ist dies ein<br />
			Grund, warum es mehr Modellprojekte im Bereich Wirtschaft gibt denn<br />
			im Bereich Bürgerservice?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Das liegt in<br />
			erster Linie an der Kompetenzverteilung im Bundesstaat. Die meisten<br />
			Kontakte hat der Bürger mit der Kommunalverwaltung, wo er sich<br />
			anmeldet, sein Auto ummeldet oder einen Bauantrag stellt. Schon<br />
			mit einem Landesministerium hat &quot;Otto Normalverbraucher&quot;<br />
			relativ wenig zu tun. Und das gilt erst recht für ein Bundesministerium.<br />
			Auf der anderen Seite haben wir am Tag im BMI allein über 10.000<br />
			E-Mails und unser Bürgerservice und unser Call-Center werden<br />
			heftig frequentiert. Die meisten Rückmeldungen, die wir da<br />
			bekommen, sind übrigens sehr positiv.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Alf:</b> Sehr geehrter Herr Wewer,<br />
			Bürokratieabbau bedeutet zunächst Machtverlust der Bürokraten<br />
			oder der Politiker, in deren Ressort die Entscheidungsgewalt liegt.<br />
			Die Föderalismusreform beweist, dass hier kein Politiker gerne<br />
			Abstriche macht. Kommen Sie sich manchmal vor wie Don Quijote?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Das nicht. Aber es stimmt, dass<br />
			die Projekte häufig schwierig sind, weil man mehrere oder viele<br />
			unterschiedliche Interessen unter einen Hut bekommen muss. Das liegt<br />
			nicht unbedingt daran, dass &quot;Bürokraten&quot; oder Politiker<br />
			keine Macht abgeben wollen, sondern häufig daran, dass der<br />
			Teufel im Detail steckt und einfach die Interessen unterschiedlich<br />
			sind. Don Quijote wäre vielleicht das falsche Beispiel, aber<br />
			Sisyphus kommt einem gelegentlich schon in den Sinn.
			</p>
<p class="normal">
			<b>g.laudator:</b> Die Deutschen haben<br />
			das Selbstbild, dass hier immer noch ein preußisches Bürokratiemodell<br />
			vorherrscht. Wie ändert man denn diese Kultur/ dieses negative<br />
			Selbstbild?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Ich glaube, dass man die heutige<br />
			Verwaltung &#8211; egal ob im Bund, im Land oder in der Kommune &#8211; überhaupt<br />
			nicht mehr mit Preußen vergleichen kann. Heute gibt es Bürgerbüros,<br />
			teilweise Krabbelstuben in den Behörden, und die Kolleginnen<br />
			und Kollegen haben auch alle keine Ärmelschoner mehr. Wenn<br />
			man die Verwaltung von 2005 mit der Verwaltung von 1965 vergleichen<br />
			würde oder gar von 1925, würde man sehr schnell sehen,<br />
			dass sich nicht nur die Gesellschaft völlig verändert<br />
			hat, sondern auch die Verwaltung.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Klaus: </b>Wofür steht die Initiative<br />
			Bürokratieabbau? Bisher haben sich auch Vorgängerregierungen<br />
			daran die Zähne ausgebissen. Was soll bei Ihnen anders sein?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Es ist richtig, dass andere<br />
			Bundes- und auch Landesregierungen immer wieder Kommissionen eingesetzt<br />
			und sich Bürokratieabbauprogramme vorgenommen haben. Das war<br />
			auch richtig und wichtig, und es ist auch einiges erreicht worden.<br />
			Der große Durchbruch, der große Befreiungsschlag ist<br />
			auf der anderen Seite noch nirgendwo gelungen. Sonst müssten<br />
			wir uns ja heute nicht über das Thema unterhalten. Wir haben<br />
			versucht, aus den Erfahrungen früherer Anstrengungen zu lernen<br />
			und bewusst einen anderen Ansatz gewählt. Wir sagen nicht:<br />
			30% aller Normen können irgendwie weg &#8211; wobei die, die das<br />
			sagen, in der Regel nicht sagen, welche 30% sie meinen. Wir gehen<br />
			nicht mit dem Rasenmäher vor und auch nicht mit der Schrotflinte,<br />
			sondern wir haben uns auf 5 Handlungsfelder konzentriert, von denen<br />
			wir meinen, dass sie für die Wettbewerbsfähigkeit des<br />
			Standorts und für die Zufriedenheit der Bürger besonders<br />
			wichtig sind. Auf diesen Handlungsfeldern haben wir insgesamt 75<br />
			Projekte aufgelegt, von denen wir bisher 30 umgesetzt haben. Der<br />
			Rest soll bis Mitte nächsten Jahres erledigt sein.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Wir haben einige Fragen zum Einsparpotenzial<br />
			und zu den Kosten der Initiative Bürokratieabbau. Hier die<br />
			erste:
			</p>
<p class="normal">
			<b>Geldsammler:</b> Wie viel Geld kann<br />
			die Bundesregierung durch eine konsequente Bürokratieabbau-Strategie<br />
			eigentlich sparen? Gibt es da Berechnungen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Es gibt nicht Berechnungen für<br />
			das Gesamtprogramm der 75 Projekte. Es gibt aber für jeden<br />
			Einzelfall Kalkulationen, was es bringt, wenn man z.B. die Steuererklärung<br />
			elektronisch macht oder weniger Statistiken ausfüllen muss.<br />
			Die Neuorganisation der Rentenversicherung bringt z.B. jährlich<br />
			350 Millionen Euro Einsparungen. Die Gesundheitskarte soll insgesamt<br />
			eine Einsparung von einer Milliarde bringen, und die Reform des<br />
			Personenstandsrechts wird bei Ländern und Kommunen zu Einsparungen<br />
			von ca. 45 Millionen Euro führen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Ludewig:</b> Wie viel Geld musste eigentlich<br />
			in die verschiedenen Projekte investiert werden, die nun im Zwischenbericht<br />
			erwähnt wurden? Und wie viel Geld glauben sie langfristig mit<br />
			diesen Projekten zu sparen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> (Der zweite Teil der Frage wurde bereits<br />
			beantwortet)
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Wir haben nicht für jedes<br />
			Projekt im Einzelnen Buch geführt, wie viele Mitarbeiter des<br />
			Bundes oder der Länder in den jeweiligen Arbeitsgruppen wie<br />
			viele Stunden gearbeitet haben und was das gekostet hat. Die Frage<br />
			der Einsparungen ist ja auch nur ein Aspekt unseres Konzepts. Wenn<br />
			der Bürger am Ende zufriedener ist, weil er sich weniger belastet<br />
			fühlt, dann sollte man das auch dann tun, wenn man nicht einen<br />
			Euro dabei spart.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Vermögensamtler:</b> Ich habe<br />
			mit Interesse den Zwischenbericht gelesen. In welchem der fünf<br />
			Modell-Bereiche (Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Forschung, Ehrenamt,<br />
			Bürgerservice) sehen Sie am meisten Nachholbedarf in Sachen<br />
			Bürokratieabbau? Spiegelt sich das in der Anzahl der noch laufenden<br />
			Projekte?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Nach meiner Einschätzung<br />
			müssen wir noch mehr tun im Handlungsfeld &quot;Forschung,<br />
			Innovation und Technologie&quot;. Hier haben wir einiges auf den<br />
			Weg gebracht, können aber sicher noch mehr tun. Und um das<br />
			besser abschätzen zu können, sind wir im Gespräch<br />
			mit den Hochschulen und auch den privaten Forschungsstätten.<br />
			Deutschland ist ein Land ohne große Rohstoffe, so dass wir<br />
			davon leben, was uns an neuen Produkten und Dienstleistungen einfällt,<br />
			die wir dann möglichst weltweit verkaufen können. Insofern<br />
			ist das ein ganz wichtiges Handlungsfeld.Flo: Welche Projekte sind<br />
			denn noch geplant? Vor allem: Welche betreffen direkt den Bürger<br />
			und sind nach außen sichtbar?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Und diese Frage noch als Ergänzung:Nele01:<br />
			Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Initiative! Nur was springt<br />
			für den Bürger dabei raus?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Unser Ziel ist nicht, eine möglichst<br />
			große Zahl von weiteren Projekten zu erreichen, sondern wir<br />
			konzentrieren uns darauf, die 75 Projekte, die wir als prioritär<br />
			angesehen haben, zunächst einmal umzusetzen. Das schließt<br />
			nicht aus, das eine oder andere Projekt zusätzlich aufzunehmen.<br />
			Aber wir setzen vorrangig auf Qualität des Bürokratieabbaus<br />
			als auf die Quantität der Projekte. Die Projekte, die die Bürgerinnen<br />
			und Bürger vor allem betreffen, stecken vor allem im 4. und<br />
			im 5. Handlungsfeld, also die Stärkung von Ehrenamt und Zivilgesellschaft<br />
			und die Entbürokratisierung der Massenverfahren. Wir haben<br />
			uns nämlich angeguckt, welches die häufigsten Verwaltungskontakte<br />
			des Bürgers sind. Dabei stellen Sie zum Beispiel fest, dass<br />
			es in Deutschland im Jahr über 700 Mio. Kassenrezepte gibt,<br />
			die zum großen Teil 4 oder 5 mal per Hand angefasst werden.<br />
			Wenn Sie das elektronisch abwickeln, stellen Sie Millionen von Menschen<br />
			von unnötiger Arbeit frei und machen sie vielleicht auch ein<br />
			bisschen zufriedener. Ähnliches gilt für 16 Millionen<br />
			Kfz-An- und Ummeldungen, oder weit über 10 Millionen An- und<br />
			Ummeldungen von Wohnungen. Das sind die Massenverfahren. Und wenn<br />
			es gelingt, das An- und Ummelden, oder das Kfz-Anmelden deutlich<br />
			zu vereinfachen, machen Sie jeweils über zehn Millionen Menschen<br />
			glücklicher. Das ist unser Ziel.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Eine Nachfrage zu dem oben erwähnten<br />
			Bereich Forschung, in dem &quot;noch mehr getan werden getan werden<br />
			kann&quot;:Triceratops: Herr Wewer, die größten Bürokratieschleudern<br />
			sind doch das Hochschulsystem und die föderale Schulpolitik.<br />
			Muss am Anfang jedes Prozesses nicht erstmal eine Föderalismusreform<br />
			stehen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Am Beginn der Föderalismusdiskussion<br />
			stand die klare Aussage der Länder, dass die Diskussion sofort<br />
			zu Ende ist, wenn irgendein Land in seinem Bestand in Frage gestellt<br />
			wird. Ähnliches würde sicher für die kommunale Selbstverwaltung<br />
			gelten. Insofern wollen wir uns auf diesen Feldern nicht verkämpfen,<br />
			sondern nehmen Föderalismus und kommunale Selbstverwaltung<br />
			als Rahmenbedingungen, unter denen wir unser Anliegen verfolgen<br />
			müssen. Ich beobachte mit Interesse, dass die Bereitschaft<br />
			in den Ländern und Kommunen wächst, sich zusammenzuschließen,<br />
			Dienstleistungen gemeinsam anzubieten, oder auch Lösungen zu<br />
			zentralisieren. Aber das muss von unten wachsen und von allen Beteiligten<br />
			gewollt sein, ansonsten würde man dem Bund immer unterstellen,<br />
			er wolle jemand anderem etwas wegnehmen. Und dann wird der Widerstand<br />
			ganz groß.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Wir gehen nun in ein einzelnes Themenfeld:<br />
			Zunächst: Die Gesundheitskarte:
			</p>
<p class="normal">
			<b>Helmholz:</b> Warum brauchen wir eine<br />
			elektronische Gesundheitskarte?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Der Trend geht hin zu Kartensystemen:<br />
			Bankkarte, Dienstausweise, Flugbuchungen, vieles andere mehr können<br />
			Sie heute bereits mit Chipkarten erledigen. Dieser Trend wird weitergehen.<br />
			Was wir nicht wollen, ist, dass jeder von uns 50 oder 100 Plastikkarten<br />
			mit sich herum trägt, sondern es muss im Prinzip so sein, dass<br />
			man mit relativ wenigen Karten möglichst viele Geschäfte<br />
			abwickeln kann. Die Gesundheitskarte soll das für den Gesundheitsbereich<br />
			bündeln, so dass der Hausarzt, das Krankenhaus, der Notarzt,<br />
			die Feuerwehr nach einem Unfall, Impfpass und ähnliche Anwendungen<br />
			dort so gespeichert vorfinden, dass z.B. unnötige Doppeluntersuchungen<br />
			vermieden werden und im Notfall vor Ort die Daten für die Retter<br />
			verfügbar sind. Da das hier ganz sensible Daten sind, muss<br />
			natürlich sicher gestellt sein, dass kein Unbefugter auf diese<br />
			Daten Zugriff hat. Es ist aber technisch ohne Probleme machbar,<br />
			auf einer solchen Karte verschiedene Sektionen einzurichten, auf<br />
			die nur bestimmte Nutzer, wie etwa der Hausarzt, zugreifen können.<br />
			Was uns im Übrigen besonders freut, ist, dass es uns gelungen<br />
			ist, eine einheitliche Sperrnummer für verloren gegangene oder<br />
			gestohlene Chipkarten in Deutschland zu installieren. So muss jemand,<br />
			der im Urlaub alle seine Karten verliert, nur noch an einer Stelle<br />
			anrufen, um den Verlust zu melden und z.B. seine Bankkarte zu sperren.<br />
			Niemand von uns nimmt ja im Urlaub alle die Telefonnummern mit,<br />
			die er bräuchte, um alle Karten individuell sperren zu lassen.<br />
			Hier sind wir in Deutschland die ersten in Europa, und darauf sind<br />
			wir durchaus ein bisschen stolz. Das ist gewissermaßen die<br />
			Notrufnummer für die Informationsgesellschaft.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Hier mehrere Fragen auf einmal, gleiches<br />
			Thema und alle besorgt um den Datenschutz:
			</p>
<p class="normal">
			<b>aldous huxley:</b> Wäre das nicht<br />
			das Ende? Wenn wir eine Karte/ Chip für alles haben? Und wenn<br />
			der geklaut wird, gibt es uns nicht mehr oder jemand anders ist<br />
			ich.
			</p>
<p class="normal">
			<b>student1999: </b>Ist das nicht problematisch<br />
			mit dem Datenschutz, sollte jemand in der Lage sein, alle Daten<br />
			auf der Karte auszulesen, etwaige Sicherheitsmaßnahmen zu<br />
			knacken?new world order: Wir haben doch jetzt schon Probleme mit<br />
			der elektronischen Sicherheit. Wie soll das in Zukunft besser werden?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Die eine Karte für alles<br />
			wird es meines Erachtens nicht geben. Sie wird auch von niemandem<br />
			angestrebt. Sondern die Frage ist doch: haben wir 3 oder 4 oder<br />
			5 Plastikkarten oder schleppen wir 50 mit uns herum? Meine Antwort<br />
			wäre, möglichst wenige Karten für möglichst<br />
			viele Anwendungen. Was den Datenschutz angeht, so ist es technisch<br />
			problemlos möglich, die auf einer Karte gespeicherten Daten<br />
			unterschiedlich hoch abzusichern und zu verschlüsseln. Wenn<br />
			Sie heute Ihren Personalausweis verlieren, oder Ihnen der Führerschein<br />
			gestohlen wird, hat derjenige, der diese Dokumente in den Händen<br />
			hält, ebenfalls diese Daten von Ihnen. Mit diesen Daten kann<br />
			er aber relativ wenig anfangen. Aber Ihre Patientendaten, Ihre Finanzverhältnisse<br />
			und manches andere mehr müssen natürlich wesentlich besser<br />
			abgesichert sein, damit sicher gestellt ist, dass nur Berechtigte<br />
			diese Daten lesen können. Das lässt sich problemlos machen.<br />
			Ihren Namen und Ihre Adresse finden Sie ja auch in jedem Telefonbuch.<br />
			Insofern geht es bei allen Kartenprojekten darum, unterschiedliche<br />
			Sicherheitsniveaus für unterschiedliche Datenmengen zu beschreiben<br />
			und unterschiedlich hoch abzusichern.
			</p>
<p class="normal">
			<b>dk4: </b>Was halten Sie von Herrn Schaars<br />
			Vorstoß und Forderung eines Moratoriums bezüglich biometrischem<br />
			Reisepass?JuniorHacker: Die elektronische Signatur ist etwas altbacken.<br />
			Warum setzt man nicht gleich auf Biometrie?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Die EU-Staaten haben sich darauf<br />
			verständigt, ab Herbst diesen Jahres mit der Ausgabe von Biometrie-Pässen<br />
			zu beginnen. Das werden wir auch tun. Insofern teilen wir die Auffassung<br />
			des Bundesdatenschützers nicht. Was die elektronische Signatur<br />
			angeht, so ist das bei den Kartenprojekten, über die wir vorhin<br />
			geredet haben, durchaus ein Thema. Bei den Pässen gehen wir<br />
			aber in Richtung Biometrie.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Wir kommen zu einem weiteren Thema: Die<br />
			digitale Lohnsteuerkarte und Steuererklärung, die inzwischen<br />
			eingeführt ist. Wieder zwei Fragen auf einmal:Die Elster: Welche<br />
			Erfahrungen wurden mit dem Online-Steuererklärungstool &#8216;Elster<br />
			&#8216; gemacht? Erfolg oder Flop? Bitte um ehrliche Antwort!
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Bei jeder Umstellung eines solchen<br />
			Verfahrens sind immer Kinderkrankheiten zu überwinden und müssen<br />
			sich die Leute daran gewöhnen, dass es künftig anders<br />
			läuft als es bisher war. Wir sind mit dem Start von &quot;Elster&quot;<br />
			ganz zufrieden und haben im Jahr 2004 bereits über 1,8 Millionen<br />
			elektronische Steuererklärungen bekommen. Das Ziel ist natürlich,<br />
			in absehbarer Zeit möglichst alle Steuererklärungen elektronisch<br />
			abzuwickeln. Was das bedeutet, kann man an den Zahlen ablesen: In<br />
			Deutschland werden pro Jahr 35 Millionen Lohnsteuerkarten und -bescheinigungen<br />
			ausgestellt. Es gibt etwa 29 Millionen Einkommensteuer-Erklärungen<br />
			pro Jahr und etwa 2,5 Millionen Freistellungsanträge. Wenn<br />
			Sie alle diese Massenverfahren voll elektronisch und ohne Medienbrüche<br />
			abwickeln können, haben Sie eine Menge geschafft und vielen<br />
			Menschen das Leben erleichtert. Je schneller das gelingt, umso besser.<br />
			Ab 1.1.2006 müssen alle Lohnsteuerbescheinigungen der Arbeitgeber<br />
			elektronisch abgewickelt werden. Dann sind wir einen deutlichen<br />
			Schritt weiter. Ende Februar 2005 lagen der Finanzverwaltung bereits<br />
			rund 30 Millionen elektronische Lohnsteuerbescheinigungen vor. Und<br />
			so wird das Schritt für Schritt weiter gehen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Zwei Nachfragen zu Elster:
			</p>
<p class="normal">
			<b>ElsterMan:</b> Lieber Herr Wewer, als<br />
			ich zu Beginn dieses Jahres meine Einkommensteuererklärung<br />
			per Elster elektronisch abwickeln wollte, bekam ich von der Dame<br />
			im Finanzamt ausgesprochen mangelhafte Auskünfte. Wie stellen<br />
			Sie sicher, dass auch die Verwaltungsangestellten die nötige<br />
			Medienkompetenz erhalten?
			</p>
<p class="normal">
			<b>G.Füller:</b> Ich wollte meine<br />
			Steuererklärung über Elster einreichen, bin aber an der<br />
			Technik gescheitert. Für den Normalverbraucher bleibt die Steuererklärung<br />
			ein unübersichtliches Ding. Könnte man das nicht gleich<br />
			so reformieren, dass ein Modell wie in Schweden gefahren wird, wo<br />
			die Bürger eigentlich nur noch unterschreiben müssen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Ich gebe zu, dass ich das schwedische<br />
			Modell nicht so gut kenne wie offensichtlich Sie. Bei meinen bisherigen<br />
			Steuererklärungen musste ich allerdings immer erst etwas erklären,<br />
			bevor ich unterschreiben konnte. Wenn es in Schweden noch eine elegantere<br />
			Lösung gibt als bei uns, so werden wir uns diese ansehen. Was<br />
			die Kompetenz der Finanzamtsdame angeht, so kann ich dazu wenig<br />
			sagen. Aber es ist natürlich klar, wenn man ein Massenverfahren<br />
			wie Steuererklärung völlig auf Elektronik umstellt, kann<br />
			es sein, dass hier und dort nicht gleich alles rund läuft.<br />
			Ich baue darauf, dass sich diese Anfangsschwierigkeiten &#8211; auch hinsichtlich<br />
			der technischen Probleme, die Sie angedeutet haben, nach und nach<br />
			und möglichst schnell überwinden lassen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>fabeltier:</b> wie sieht es mit der<br />
			Chancengleichheit der Systeme aus? Elster gibt es doch nur für<br />
			Windows oder?
			</p>
<p class="normal">
			<b>student1999:</b> Wird es ein Elster<br />
			System auch für Linux geben, ich hatte nur eine Windows Version<br />
			gefunden?
			</p>
<p class="normal">
			<b>pinguin:</b> Stimmt es eigentlich,<br />
			dass die elektronische Lohnsteuer nur mit Microsoft-Programmen funktioniert?<br />
			Wäre das nicht schwierig im Hinblick auf Chancengleichheit<br />
			und Opensource?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Um eine möglichst große<br />
			Zielgruppe kurzfristig zu erreichen, wurden die Programme zunächst<br />
			für Windows-Betriebssysteme entwickelt, die immer noch von<br />
			der größten Zahl von Nutzern verwendet werden. Für<br />
			die elektronische Übermittlung von Steuererklärungen aus<br />
			Linux-Umgebungen oder anderen System-Umgebungen stellt die Finanzverwaltung<br />
			sowohl allgemeine XML-Schnittstellen als auch die Plattform unabhängige<br />
			Programmschnittstelle &quot;COALA&quot; zur Verfügung. Zur<br />
			Chancengleichheit: Die Bundesregierung verfolgt in ihrer Software-Strategie<br />
			ganz bewusst parallel die Nutzung proprietärer Systeme (z.B.<br />
			Windows) und gleichzeitig Open-Source. Das machen wir nicht, weil<br />
			wir etwas gegen irgendeine Firma hätten, sondern weil wir Wettbewerb,<br />
			Transparenz und auch Unabhängigkeit wollen. Dies können<br />
			Sie in all den Dokumenten nachlesen, die wir dazu veröffentlicht<br />
			haben und die Sie auch auf unserer Homepage finden.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Es sind inzwischen Fragen zu weiteren<br />
			Themengebieten eingegangen, die wir leider nicht mehr alle abdecken<br />
			können. Diese zwei Fragen aber möchte ich noch stellen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Heda:</b> Herr Wewer, sie waren ja<br />
			Wissenschaftler und haben sich damals schon mit Verwaltungsreformen<br />
			beschäftigt. Was hat sich an Ihrer Perspektive geändert,<br />
			seitdem Sie in der Politik tätig sind? &#8216;Mildere &#8216; Forderungen<br />
			an die Verwaltung?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Es ist schon so, dass das Sein<br />
			immer auch das Bewusstsein prägt. Als Wissenschaftler, der<br />
			sich ideale Modelle ausdenken kann, sieht die Welt immer etwas anders<br />
			aus als für den Praktiker, der diese schönen Modelle teilweise<br />
			gegen viele Widerstände durchsetzen muss. An meinen Grundüberzeugungen,<br />
			was Ziele und strategische Ausrichtungen von Verwaltungsreformen<br />
			angeht, hat sich wenig geändert. Allerdings habe ich im Laufe<br />
			der Jahre auch manches dazu gelernt, was ich als junger Wissenschaftler<br />
			nicht gewusst habe. Ich glaube, dass mir aber die wissenschaftliche<br />
			Sozialisation und auch die Kenntnis des Forschungsstandes immer<br />
			geholfen haben, auch praktische Probleme zu lösen. Wie hat<br />
			ein kluger Kopf mal gesagt: Nichts ist so praktisch wie eine gute<br />
			Theorie.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Und ganz zum Schluss noch eine Frage,<br />
			die vielleicht noch nicht beantwortet werden kann, aber dennoch<br />
			gestellt sein sollte:
			</p>
<p class="normal">
			<b>Glaube:</b> Sie sind doch auch für<br />
			die Fußball-WM zuständig, lese ich. Kommt der neue Papst<br />
			zur WM? 😉
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Das weiß ich leider nicht.<br />
			Ich weiß, dass der alte Papst sehr sportbegeistert war. Ob<br />
			dass der Neue auch ist und ob er sich in den Trubel eines vollen<br />
			Stadions begeben will, weiß ich nicht. Aber spätestens<br />
			beim Weltjugendtag im August in Köln besteht eine gute Gelegenheit<br />
			ihn selbst zu fragen!
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Sehr geehrte Damen und Herren! Die 60<br />
			Minuten sind bereits wieder verstrichen. Im Namen des Bundesministeriums<br />
			des Innern möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen für<br />
			Ihr Interesse und für die Teilnahme an diesem Live-Chat bedanken.<br />
			Leider konnten nicht alle Fragen veröffentlicht werden, es<br />
			waren wieder einmal zu viele für eine Stunde. Unser besonderer<br />
			Dank gilt Herrn Staatssekretär Wewer, der seine Zeit für<br />
			die Beantwortung der Fragen geopfert hat. Das Transkript dieses<br />
			Chats wird Ihnen auf der Seite http://www.staat-modern.de und auch<br />
			auf http://www.politik-digital.de zum Nachlesen zur Verfügung<br />
			gestellt. Wir wünschen allen Teilnehmern einen schönen<br />
			Tag.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Vielen Dank für die interessante<br />
			Diskussion. Einen guten Tag noch!
			</p>
<p>			<!-- #EndEditable --></td>
</tr>
<tr>
<td align="left">
<p>
			<span style="font-size: x-small"> </span>
			</p>
<p>
			</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotsisyphos_kommt_einem_gelegentlich_schon_in_den_sinnquot-218/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Kein Gender im Mainstream</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-genderm123-shtml-2766/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[uschmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[BundOnline 2005]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter gilt auch für die großen Internetprojekte in Bund und Ländern. Die wenigen Fortschritte zeigt eine Untersuchung des Portals „BundOnline 2005“.
                  ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter gilt auch für die großen Internetprojekte in Bund und Ländern. Die wenigen Fortschritte zeigt eine Untersuchung des Portals „BundOnline 2005“.<br />
                  <br /><!--break--><br />
                  <br />Um Missverständnissen vorzubeugen: es geht bei Gender Mainstreaming nicht um Feminismus und Emanzen, sondern um die Einsicht, dass politische Entscheidungen unterschiedliche Auswirkungen auf die Geschlechter und Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen (alt oder jung, mit oder ohne Kinder etc.) haben, die es zu berücksichtigen gilt. Die Gleichstellung der Frau ist ein Unterziel, das sich die Politik schon früher gesetzt hat. Dem Konzept des Gender Mainstreaming liegt die Erkenntnis zugrunde, dass es keine geschlechtsneutrale Politik gibt. So sind spezifische Männerbedürfnisse ebenfalls einbezogen. Frauen- und Gleichstellungspolitik sind hier nur Maßnahmen der Strategie.</p>
<p>In diesem Zusammenhang haben Prof. Gabriele Winker und Ricarda Drüeke von der TU-Hamburg-Harburg im Auftrag des Vereins „<br />
                  <a href="http://www.frauen-technik-impulse.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frauen geben Technik neue Impulse</a>“ das<br />
                  <a href="http://kompetenzz.de/filemanager/download/470/GM_Bundesportal_TUHH.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gutachten</a> „Gender Mainstreaming im Bundesportal BundOnline 2005“ verfasst. Seit der Ratifizierung des Amsterdamer Vertrags 1999 ist Gender Mainstreaming offizielle Regierungspolitik. Zu diesem Zeitpunkt entstanden auch die ersten E-Government-Projekte. Doch im Netz merkt man davon nicht viel.</p>
<p>Das zusammenfassende Urteil der Studie: „Insgesamt erhält man den Eindruck, dass auf den Seiten des Bundesportals überproportional viel über das Konzept des Gender Mainstreaming informiert wird, aber die Umsetzung dieses Konzeptes [&#8230;] noch nicht weit vorangeschritten ist“. „Persönlich finde ich es schade, dass bei einer neuen Technologie die Chance vertan wird, Frauen von vorne herein gleichberechtigt zu beteiligen“, sagt Gabriele Winker im Gespräch mit politik-digital.de. „Bei der Realisierung des Bundesportals werden frauenpolitische Fragestellungen vollständig ausgeklammert. Gleichzeitig führt Geschlechtsblindheit in beinahe allen Themenbereichen zu einseitigen Wahrnehmungen und zur Umsetzung männlicher Sichtweisen“. Als besonderes Negativbeispiel führt die Studie das Thema „Kinderbetreuung“ an, zu dem keine Informationen für Eltern zu finden sind.</p>
<p>Zentrale Empfehlung des Gutachtens für einen Ausbau von „BundOnline2005“ ist die direkte Zielgruppenansprache anstelle der jetzigen Anbieterorientierung. Eine hochwertige Suche nach Gruppen und/oder Lebenslagen wären der zweite Schritt. Angebote, die den verschiedensten Interessen und Belangen von Frauen und Männern gerecht werden der Dritte. Der Schwerpunkt sollte von der Bereitstellung von Information auf Beteiligungs- und Kommunikationsmöglich-keiten verlagert werden. Die Verbesserung der Qualität der E-Government-Angebote verlangt nach Winker zudem eine regelmäßige Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Foren und Workshops zu deren Weiterentwicklung. Zudem sollten „GenderexpertInnen bei der Planung und Entwicklung von öffentlichen Internetportalen einbezogen werden.“</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Schily in der Top Ten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-studien-topten-shtml-2954/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cberghahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[BundOnline 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative]]></category>
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					<description><![CDATA[Die eGovernment-Initiative BundOnline 2005 hat laut Innenminister Otto Schily das Klassenziel erreicht. Er zeigt sich zufrieden mit dem Erreichten und verkündet den Beginn einer neuen Phase. Doch Studien und Experten sehen die derzeitige Situation lange nicht so positiv.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die eGovernment-Initiative BundOnline 2005 hat laut Innenminister Otto Schily das Klassenziel erreicht. Er zeigt sich zufrieden mit dem Erreichten und verkündet den Beginn einer neuen Phase. Doch Studien und Experten sehen die derzeitige Situation lange nicht so positiv.<!--break--><br />
                    
                  </p>
<p>Am 11.Dezember 2002 hat Innenminister Schily in Berlin dem Bundeskabinett einen Bericht über die Entwicklung der eGovernment-Initiative BundOnline 2005 vorgelegt. Mit dieser Jahresbilanz wird der Umsetzungsplan fortgeschrieben, den das Kabinett im November 2001 verabschiedet hatte. Der Plan legt fest, in welcher Reihenfolge die mehr als 350 internetfähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung realisiert werden sollen. Schily selbst äußerte sich zufrieden über die Entwicklung des E-Government-Projekts: &#8220;Ende dieses Jahres bieten die Bundesbehörden bereits mehr als 160 Dienstleistungen im Internet an. Damit haben wir das im Umsetzungsplan festgelegte Ziel für 2002 erreicht.“.</p>
<p>
                  <strong><br />
                  <br />Stärkere Vernetzung mit Ländern und Kommunen</strong><br />
                  <br />Nun plant der Bund verstärkt, eGovernment-Projekte gemeinsam mit Ländern und Gemeinden in Angriff zunehmen. Dazu erteilte das Kabinett dem Bundesinnenministerium am 11.12.2002 den Auftrag. &#8220;Länder und Kommunen sollen von unseren Erfahrungen profitieren können. Wir treten jetzt in eine neue Phase des E-Government ein, indem wir die erfolgreiche Initiative des Bundes mit den Aktivitäten der anderen Verwaltungsebenen in Ländern und Kommunen verbinden. Für die Bürgerinnen und Bürger ist es unerheblich, wer eine Dienstleistung im Internet erbringt. Sie möchten ihre Verwaltungsangelegenheiten schnell und unkompliziert erledigen, unabhängig davon, ob der Bund, ein Land oder eine Kommune ihr Ansprechpartner ist. Deshalb wollen wir die Verwaltungs- und Zuständigkeitsgrenzen schnell überwinden. Die Daten sollen laufen, nicht die Bürger&#8221;, so der Bundesinnenminister. Wobei der größte Teil der Kommunen in großer Finanznot ist und in der Hinsicht vom Bund mit Geldmitteln unterstützt werden müsste.</p>
<p>
                  <strong><br />
                  <br />Kosten = Nutzen?</strong><br />
                  <br />Durch<br />
                  <a href="/egovernment/bund/bundonline.shtml">BundOnline 2005</a>, initiiert im September 2000, hat sich die Bundesregierung verpflichtet, alle internetfähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung bis zum Jahr 2005 online bereit zu stellen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 1,6 Milliarden Euro. Dem stehe nach der Umsetzung ein jährliches Einsparpotenzial von rund 400 Millionen Euro<br />
                  <a href="/egovernment/bund/bundonline.shtml">gegenüber</a>. Diese Rechnungen gehen aber nur dann auf, wenn einerseits die Kosten für die Anschaffung der IT-Technologie und für die Schulung des Personals nicht zu hoch ausfallen. Und andererseits die Bürger und die Wirtschaft die Systeme dann annehmen. Das<br />
                  <a href="http://www.bmi.bund.de/dokumente/Rede/ix_40112.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Innenministerium</a> geht laut<br />
                  <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,206676,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel online</a> hoffnungsvoll von einer „alltäglichen“ Internetnutzung des größten Teiles der Bürger aus. „Ziel ist das Internet für alle“. Doch laut der internationale<br />
                  <a href="/egovernment/studien/egov2.shtml" target="_top" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zu Government Online von<br />
                  <a href="http://www.emnid.tnsofres.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Emnid</a> nutzen bis jetzt nur 18 Prozent die Dienstleistung von Stadt-, Gemeinde- und Kreisverwaltungen sowie von Verwaltungen der Bundesländer oder des Bundes. Beim persönlichen Datenaustausch mit den virtuellen Behörden nutzen nur 4 Prozent die Angebote. Und da die<br />
                  <a href="/egovernment/studien/buerger.shtml">Bürger</a> „Alles“ wollen – eGovernment und persönliche Beratung – ist es schwierig zu beantworten, ob sich die Kosten wirklich mit dem Nutzen bezahlt machen. Zu den 160 bereits verfügbaren Online-Dienstleistungen gehören zum Beispiel die elektronische Beschaffung für die öffentliche Hand (<br />
                  <a href="http://www.bescha.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beschaffungsamt</a> des BMI), die<br />
                  <a href="http://www.zoll.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zollauktion</a>, die<br />
                  <a href="http://www.bundesverwaltungsamt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bafög-Rückzahlung</a> und<br />
                  <a href="http://www.elster.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Elster</a>, die Elektronische Übertragung von Steuererklärungsdaten.</p>
<p>
                  <strong>Auf dem Weg, aber noch lang nicht am Ziel</strong><br />
                  <br />„Unabhängige Studien bescheinigen der deutschen eGovernment Initiative deutliche Verbesserungen und einen Platz unter den Top Ten&#8221;, sagte Schily nach der Kabinettssitzung. Damit spielt er wahrscheinlich auf die<br />
                  <a href="/egovernment/studien/vision.shtml">Accenture</a> Studie an. Allerdings haben zwar die Bundesdienstleister Fortschritte gemacht, doch dieselbe Studie bemängelt die weiterhin schleppenden Dienste der Kommunen. Für die finanzschwachen Kommunen rechnen sich große Investitionen in die Erweiterung des Online-Angebots erst bei einer signifikant höheren Nutzung des Webangebots. Holger Bill, Geschäftführer von Accenture rät dazu in einem Interview gegenüber politik-digital.de: &#8220;Regionale Zusammenschlüsse können hier viel möglich machen.“<br />
                  <br />Auch gibt es von Seiten der Bürger laut der oben genannten Emnid Studie immer noch<br />
                  <a href="/egovernment/studien/egov2.shtml">Berührungsängste</a> gegenüber diesen Angeboten. Laut dieser Studie liegt Deutschland auch nur auf dem 18. von 31 Plätzen. Dr. Antje Stobbe von der Dresdener Bank kam ebenfalls zu dem<br />
                  <a href="/egovernment/studien/egovdb.shtml">Ergebnis</a>, daß zwar „im vergangenen Jahr große Fortschritte erzielt worden sind“, die Virtualisierung des Staates vielfach aber noch in den Kinderschuhen stecke. Die Autoren der eEurope-Benchmark-Studie von &#8221;<br />
                  <a href="http://www.de.cgey.com/servlet/PB/menu/1003528/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cap Gemini Ernst &amp; Young</a>&#8221; kamen zu dem<br />
                  <a href="/egovernment/studien/eu2.shtml">Ergebnis</a>, dass die besten Dienste von Behördendiensten erzielt wurden, die wenig komplex strukturiert sind und zugleich durch eine zentrale Organisation koordiniert werden. „Zuviele Köche verderben den Brei“ sagte in diesem Sinn Willi Kaczorowski, Leiter des Geschäftsbereichs Public Services bei &#8220;Cap Gemini Ernst &amp; Young&#8221; Zentraleuropa im<br />
                  <a href="/egovernment/bund/kaczorowski.shtml">Interview</a> mit politik-digital.de. Das Fehlen einer nationalen Strategie ist für ihn einer der Hauptkritikpunkte. Er schlägt ein Bündnis Deutschland Online vor, um die eGovernment Vorhaben der Kommunen und des Bundes zu koordinieren. Ob<br />
                  <a href="http://www.bundonline2005.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BundOnline 2005</a> dazu in der Lage sei, vermag er bis jetzt nicht zu erkennen.</p>
<p>Trotz all dieser Einwände sieht der Bundesinnenminister das Projekt BundOnline 2005 als Erfolg: „Wir sind auf einem guten Weg, Bürgerinnen und Bürgern Verwaltungsdienstleistungen einfacher, schneller und kostengünstiger anzubieten.“ Und um diesen Glauben an die Zukunft der Kundenfreundlichkeit des Projektes zu demonstrieren, verschickt das ans Bundesinnenministerium angekoppelte<br />
                  <a href="http://www.bsi.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesamt für Sicherheit</a> in der Informationstechnik seit kurzem das<br />
                  <a href="http://www.knopper.net/knoppix/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KNOPPIX-Softwarepaket</a> per Post. Diese Zusammenstellung zahlreicher Programme rund um GNU/Linux kann ohne großes Hantieren auf der Festplatte einfach von der CD aus gestartet werden kann.</p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 16.1.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Deutschland hat sich verbessert</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-studien-bill-shtml-2524/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungsportal]]></category>
		<category><![CDATA[BundOnline 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Accenture]]></category>
		<category><![CDATA[Holger Bill]]></category>
		<category><![CDATA[Kundenbeziehungsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Unternehmensberatung Accenture stellte auf einer Pressekonfrenz in Berlin am Mittwoch, den 29.05.2002 ihre Studien "eGovernment Leadership - Realizing the Vision" und die Studie "Visionen mit Pragmatismus - eGovernment in Deutschland 2002" vor. politik-digital sprach mit Holger Bill, Geschäftsführer bei Accenture und verantwortlich für den Bereich "Post &#38; Public Services" in Deutschland, der Schweiz und Österreich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Unternehmensberatung Accenture stellte auf einer Pressekonfrenz in Berlin am Mittwoch, den 29.05.2002 ihre Studien &#8220;eGovernment Leadership &#8211; Realizing the Vision&#8221; und die Studie &#8220;Visionen mit Pragmatismus &#8211; eGovernment in Deutschland 2002&#8221; vor. politik-digital sprach mit Holger Bill, Geschäftsführer bei Accenture und verantwortlich für den Bereich &#8220;Post &amp; Public Services&#8221; in Deutschland, der Schweiz und Österreich.<!--break-->
                  </p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Was sind die Ergebnisse der Studie im Unterschied zur vorjährigen Studie?</p>
<p>
                  <strong>Holger Bill:</strong> Insgesamt haben alle Länder sowohl die Gesamtzahl der im Internet angebotenen Dienstleistungen erhöht, als auch bereits vorhandene Services weiterentwickelt &#8211; von der reinen Veröffentlichung zur interaktiven oder vollständigen Online-Abwicklung. Deutschland hat einen signifikanten Sprung nach vorn gemacht: von Platz 15 auf Platz 9.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wie sind Sie vorgegangen?<br />
                  <br />
                  <strong><br />
                  <br />Holger Bill:</strong> Wir haben aus der Perspektive eines Bürgers oder Unternehmers auf den Webseiten nach Verwaltungsdienstleistungen gesucht. Der Entwicklungsgrad des eGovernment wurde anhand der Kriterien &#8220;Service Angebot&#8221; und &#8220;Customer Relationship Management&#8221; ermittelt. Die Ergebnisse der beiden Kategorien bildeten die Grundlage für die &#8220;Service Reife&#8221; der untersuchten Länder und Kommunen. Mit dem Kriterium Service-Angebot wird der Grad der Umsetzung der jeweiligen Online-Präsenz gemessen. Dabei wurden sowohl die Zahl der im Internet verfügbaren Dienstleistungen aus dem öffentlichen Verantwortungsbereich (Breite), als auch den Reifegrad des Serviceangebots (Tiefe) berücksichtigt. Das Kriterium Customer Relationship Management legt die Qualität und Intensität der Online-Bürgerbeziehungen fest. Wichtige Faktoren sind dabei ein zentraler Zugang, ein benutzerfreundliches Design, umfangreiche, maßgeschneiderte Informationen aus unterschiedlichsten Quellen sowie die Möglichkeit, eine Website zu personalisieren. Um die Rangfolge der 23 Länder beziehungsweise 17 Kommunen festzulegen, wurden die Ergebnisse aus den Kategorien Service-Angebot und Customer Relationship Management miteinander kombiniert. Berechnungsgrundlage für den jeweiligen Wert waren wie im Vorjahr zu 70 Prozent die Ergebnisse im Service-Angebot und zu 30 Prozent im Bereich Customer Relationship Management.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Was unterscheidet einen Spitzenreiter von einem Herausforderer?<br />
                  <br />
                  <strong><br />
                  <br />Holger Bill:</strong> Spitzenreiter erreichen eine Servicereife von über 50 Prozent, Herausforderer liegen zwischen 40 und 50 Prozent. Spitzenreiter bieten eine große Anzahl von ausgereiften Online-Dienstleistungen an und sind dadurch gekennzeichnet, dass sie ein starkes Gewicht auf Customer Relationship Management legen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wodurch hat Deutschland aufgeholt? Das Ende des &#8220;Amtsschimmels&#8221;?<br />
                  <br />
                  <strong><br />
                  <br />Holger Bill:</strong> Der Amtsschimmel wiehert sicher noch hier oder da. Insgesamt aber hat die öffentliche Verwaltung in Deutschland begonnen, sich zunehmend als moderner Dienstleister zu verstehen. Dass es da an einigen Stellen noch hapert, ist klar. Deutschland hat insbesondere durch die Initiative BundOnline 2005 diese enormen Fortschritte gemacht.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wie stark hat das Programm BundOnline2005 dazu beigetragen?</p>
<p>                  <strong>Holger Bill:</strong> Ohne diese Initiative wäre Deutschland mit Sicherheit auf einem Platz in den hinteren Reihen gelandet. Durch die Bündelung der Verantwortlichkeiten im Bundesinnenministerium ist einiges erreicht worden. Im Anschluss an unsere Ergebnisse 2001 hatte ich deutlich gemacht, dass ein Internetminister benannt müßte. Den gibt es zwar nicht, aber die Verantwortlichkeit für diesen Bereich wurde immerhin zentral gebündelt.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Was müsste in welchem Bereich noch gemacht werden, um in die Gruppe der Spitzenreiter vorzurücken?</p>
<p>                  <strong>Holger Bill:</strong> Insgesamt bleibt es zunächst einmal ein ehrgeiziges Ziel, die circa 400 Dienstleistungen des Bundes bis 2005 online zu stellen. Um in die Gruppe der Spitzenreiter aufzusteigen, sollte Deutschland sich stärker darauf konzentrieren, maßgeschneiderte Dienstleistungen anzubieten, &#8211; vor allem aber im Vorfeld der kostenintensiven Implementierung zu überprüfen, inwieweit diese Services überhaupt gewünscht sind.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Gibt es neue Entwicklungen in der Spitzengruppe, die als Vorbild für andere dienen können?</p>
<p>                  <strong>Holger Bill:</strong> Die Spitzenreiter kennzeichen sich durch eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Behörden, Ministerien, privaten Institutionen und der Privatwirtschaft aus. Sie können so Synergien schaffen, die letztendlich der Effizienz, Kundenorientierung und einer Kostenreduzierung dienen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wie sehen Sie die Entwicklung der Kommunen im Bereich E-Government? Gibt es klare Trends?</p>
<p>
                  <strong>Holger Bill:</strong> Der Großteil der von uns untersuchten Seiten hat durch einen Relaunch des Internet-Auftritts an Nutzerfreundlichkeit und Ästhetik gewonnen. Der intentionsbasierte Ansatz (Lebenslagenmodell) setzt sich mittlerweile fast überall durch, und in den Städten auf den ersten Rängen wird der Erfolg von Public Private Partnership-Initiativen immer deutlicher.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Was zeichnet einen Spitzenreiter im kommunalen Berich aus?</p>
<p>                  <strong>Holger Bill:</strong> Die Gewinner-Städte zeichnen sich in mehrerlei Hinsicht ausaus. Dazu gehört der bereits erwähnte, bürgerzentrierte und intentionsbasierter Ansatz (Lebenslagenmodell) sowie das Eingehen von Public Private Partnership-Modellen. Eine hohe Qualität des Angebots an Online-Dienstleistungen mit einer klaren Kundenorientierung ist Voraussetzung für einen Spitzenplatz, nicht zu vergessen Portal-Lösungen als zentrales Tor zum virtuellen Rathaus.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Was zeichnet die virtuelle Behörde von morgen aus im Unterschied zu früheren Annahmen?</p>
<p>                  <strong>Holger Bill:</strong> Man geht heute pragmatischer mit eGovernment um. Während früher eGovernment als Allheilmittel galt, mit der sich alle Herausforderungen zu meistern lassen schienen, ist es mittlerweile ein Lösungsansatz unter vielen. Insofern wird zukünfig nicht mehr alles wahllos online gestellt, sondern diejenigen Dienstleistungen ausgewählt, die erstens gewünscht und zweitens komplett online abgewickelt werden können.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Kennen die Behörden ihre Nutzer ausreichend?</p>
<p>                  <strong>Holger Bill:</strong> Nein, zu Beginn der eGovernment-Entwicklung wurde nahezu alles online gestellt, und was am einfachsten implementierbar war, kam als erstes dran &#8211; und zwar unabhängig davon, ob die Leute die Dienstleistung wollten oder nicht. Das hat natürlich Folgen für die Nutzungsintensität und Akzeptanz des Kanals Internet. Dessen ungeachtet werden Bürger nach wie vor nicht in ausreichendem Maße in die Diskussionen über Sinn und Unsinn bestimmter Angebote miteinbezogen.<br />
                  <a href="http://www.was-will-der-buerger.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Accenture</a> befragt derzeit in Zusammenarbeit mit der Bayrischen Staatskanzlei, wo genau die Bedürfnisse von Bürgern, Unternehmen und Angestellten der öffentlichen Verwaltung liegen, um zu dieser Debatte beizutragen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Unterscheiden die Kommunen ihre Angebote nach Nutzergruppen?</p>
<p>                  <strong>Holger Bill:</strong> Ja, in der Regel gibt es Angebote für Bürger, Touristen und Unternehmen. Manche Städte haben noch spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche, Frauen oder Migranten, um nur einige aufzuzählen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wenn ja, wie werden die Nutzergruppen gewichtet? Unternehmen vor den Bürgerinnen?</p>
<p>                  <strong>Holger Bill:</strong> Für Unternehmen wird insgesamt eine größere Zahl von Dienstleistungen bereit gestellt.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wie können die finanzschwachen Kommunen besser an der Entwicklung teilhaben?</p>
<p>                  <strong>Holger Bill:</strong> Nur durch Kooperationen. Regionale Zusammenschlüsse können hier viel möglich machen.</p>
<p>Vielen Dank für ihre Antworten!<br />
                  </p>
<p>
                    
                  </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 30.05.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die digitale Signatur ist sicher&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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		<category><![CDATA[BundOnline 2005]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Brigitte 
Zypries im Chat am 19. März  2002</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Brigitte<br />
Zypries im Chat am 19. März  2002</b></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/bzypries.jpg" alt="Brigitte Zypries" align="left" height="150" width="113" /></b></span></b></span></span></span></span></span><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Liebe Chatter und Chatterinnen, Sie können Ihre Fragen ab sofort an den Moderator schicken!</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Frau Zypries ist gerade eingetroffen, einen Moment noch&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Es geht los! Ich bin gespannt auf Ihre Fragen!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator:<br />
Herzlich willkommen bei der Chatreihe &quot;Mail to: Moderner Staat&quot;. Heute<br />
ist bei uns live von der Cebit in Hannover zu Gast: Brigitte Zypries,<br />
Staatssekterärin im Bundesministerium des Innern. Die Chatreihe Mail<br />
to: Moderner Staat wird organisiert von der Stabsstelle &quot;Moderner Staat<br />
&#8211; Moderne Verwaltung&quot; und von politik-digital.de. Unsere heutigen<br />
Themen: Die Initiative BundOnline2005, eGovernment und die Bilanz 2002<br />
des Programms der Bundesregierung &quot;Moderner Staat &#8211; Moderne<br />
Verwaltung&quot;. Aber erst einmal: Hallo liebe Chatter, herzlich<br />
willkommen, Frau Zypries. Sind Sie bereit für den Chat, Frau<br />
Staatssekretärin?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Ja, und viele Menschen schauen zu.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Eine<br />
erste Frage vorweg, Frau Zypries: In einer Stellungnahme, die Sie<br />
gestern abgegeben haben, ist folgendes zu lesen: &quot;Die Bürgerinnen und<br />
Bürger interessiert nicht (bei der Inanspruchnahme von<br />
Verwaltungsdienstleistungen über das Internet), ob für die<br />
dahinterliegende Abwicklung der Bund, ein Land oder eine Kommune<br />
zuständig ist&quot;. Ist das denn in der Planung der Dienstleistungen ein so<br />
großes Problem?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Ja, das liegt am Föderalismus in Deutschland&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> demgemäß sind die Zuständigkeiten verteilt und müssen im Netz verbunden werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Einige Fragen zu BundOnline2002 sind bereits eingetroffen. Hier die erste:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">jenny: Wie errechnen sich die Einsparungen von 400 Mio.€ jährlich bei der Umsetzung der BundOnline 2005 Initiative?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b><br />
Wir gehen davon aus, dass mit standardisierten Dienstleistungen &#8211; wenn<br />
sie online angeboten werden &#8211; diese Summe erreicht werden kann.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Wir haben Vergleiche mit der Wirtschaft und Erfahrungen mit Online-Dienstleistungen der Verwaltung hochgerechnet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Sam: Werden Behördengänge mit dem Start von &quot;BundOnline 2005&quot; vollkommen überflüssig werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Nein, wer möchte kann nach wie vor zu der Behörde gehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Sam: Wie soll das Projekt BundOnline2005 finanziert werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir werden zusätzliches Geld aus dem Gesamthaushalt einstellen und die Ministerien müssen aus ihren IT-Titeln mitfinanzieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Was sagt Herr Eichel dazu?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Na, er sieht &#8211; wie wir &#8211; den langfristigen Gewinn.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Die Kosten scheinen die Chatter und Chatterinnen derzeit besonders zu interessieren:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: Welche Kosten zur Realisierung der notwendigen IT stehen den bezifferten Einsparungen gegenüber?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir gehen von 1,65Mrd.€ bis 2005 aus und von Einsparungen in Höhe von 400 Mio.€ ab 2006 jährlich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Nik: Was gibt es denn neben den finanziellen Vorteilen, das für die Einführung von BundOnline spricht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wichtigster Punkt ist die Standortsicherung: Wir bieten ja viele Leistungen für die Wirtschaft an&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> aber wir wollen natürlich auch die Verwaltung reformieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Nik: Wird es die Behörde der Zukunft nur noch virtuell im Netz geben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Nein, es wird auch weiter die &quot;normale &quot; Behörde geben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Berndf: Sind Aktionen geplant um z.B. älteren Leuten die Möglichkeiten von BundOnline2005 näher zu bringen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja,wir haben das Programm&quot;Internet für alle&quot;, das z.B. kostenlosen Internetzugang in Bücherein vorsieht&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> und viele Stiftungen o.ä. bieten Kurse gerade für Ältere an.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Können Sie vielleicht eine Internetadresse nennen, wo man sich informieren kann?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> www.bundesregierung.de oder www.internet-fuer-alle.de</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Und hier die Frage aus der anderen Sicht:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Wie wollen Sie die Jugend an das Projekt heranführen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> In jeder Schule gibt es inzwischen einen Internet Zugang&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> und im übrigen sorgt diese Gruppe gut für sich selbst.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Wodurch wollen Sie das Vertrauen der Bürger in BundOnline2005 bezüglich der Sicherheit der Daten stärken?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir fördern die digitale Signatur&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> und machen unsere Netze sicher.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Unter www.bsi.de können Sie Infos zur Sicherheit abrufen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">C.S.: Ist Sicherheit nicht ein relativer Begriff?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">WeKaKa: Frau Staatssekretärin, ist es realistisch, dass Sie die 376 Bund-Dienstleistungen bis 2005 auch online stellen können?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir haben den Plan so berechnet und gehen davon aus, dass es auch klappt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">jenny: Wie lange dauert es noch, bis ich meine Behördengänge online abwickeln kann (z.B. Pass beantragen oder Wohnung ummelden)?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> 21 Dienstleistungen können Sie schon jetzt abwickeln&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> die Ummeldung wird von den Kommunen bereitgestellt,&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> für Passerstellung gibt es einen Piloten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Muss der Bürger für mehr Komfort auch mehr zahlen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Nein.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: Werden<br />
Sie die IT für die eGovernment-Projekte privat betreiben oder durch die<br />
Behörden selbst? Hätten Sie dafür genug geeignetes Personal?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Teils, teils&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> wir werden Projektaufträge vergeben, machen aber auch einen großen Teil selbst.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Berndf: Ich sehe<br />
das größte Problem immer noch in der elektronischen Signatur. Welche<br />
Schritte müssen unternommen werden, damit eine breite Akzeptanz möglich<br />
ist?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ich meine, dass wir vor allem für gute Anwendungen sorgen müssen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: Kann ich Ihrem Ministerium schon eine digital signierte eMail schicken?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja, allerdings sind noch nicht alle Arbeitsplätze entsprechend ausgestattet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">jenny: Wie viele Dienstleistungen von BundOnline benötigen denn die digitale Signatur? Oder geht es ganz ohne?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir gehen von 100 Dienstleistungen aus&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> das sind vor allen die, bei denen das Gesetz die Schriftform erfordert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Nachwuchs-handheldking:<br />
Frau Zypries, wird die digitale Signatur auch im zwischenmenschlichen<br />
Bereich, etwa von Anwalt zu Klient, zum Einsatz kommen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja, da liegt eine wichtige Anwendung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Berndf: Wird<br />
überlegt, den Bürgern besondere Anreize zu geben, um ihre<br />
Angelegenheiten online abzuwickeln (z.B. geringere Gebühren)?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Derzeit liegt der Reiz in der schnelleren Bearbeitung und der Ersparnis der Portokosten&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> für die Zukunft kann ich mir so etwas vorstellen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Nachwuchs-handheldking:<br />
Der Anreiz liegt meiner Meinung nach darin, dass ich wochenends und<br />
nach Feierabend meine Behördengänge tätigen kann.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das stimmt!!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Frank: Gibt es bereits Erfahrungen erfolgversprechender Ansätze des eGovernments in anderen Ländern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja, deutlich weiter sind die USA und Schweden, andere aber nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Wird sich BundOnline2005 am englischen Projekt uk-online orientieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir sehen, was wir übernehmen können, aber unser Umsetzungsplan steht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Jones: Gibt es einen Erfahrungsaustausch mit den USA oder Schweden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Mit Schweden im Bereich der EU, in den USA haben wir uns das eine oder andere angesehen&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> im ICA gibt es einen regelmäßigen Austausch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator:<br />
Regierungsintern gibt es inzwischen ebenfalls einen solchen Austausch.<br />
Sie haben berichtet, dass es eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe<br />
für das Thema eGovornment gibt. Wer sitzt da eigentlich drin?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Es gibt Arbeitsgruppen auf verschiedenen Ebenen&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b><br />
Staatssekretäre des Bundes und der Länder treffen sich regelmäßig, und<br />
auf Referentenebene gibt es diesen Austausch schon lange.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: Gibt es ein konkretes eGovernment-Projekt, das Ihnen besonders am Herzen liegt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Öffentlicher Einkauf online.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Ein<br />
weiteres Thema, das unsere Gäste interessiert: eVoting, das Wählen über<br />
das Internet. Hier die erste Frage zu dem Thema:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Henry: Wie schätzen Sie die Chancen von eVoting ein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das wird noch einige Zeit dauern&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> bis wir sicher sein können, dass die Wahlgrundsätze auch 100% eingehalten werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bella: Wie sollen im Zeitalter von eVoting &quot;gleiche&quot; Wahlen garantiert werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Gleiche Wahlen heißt nur, dass jeder Wählen kann und jede Stimme das gleiche Gewicht hat&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Dies kann dann durch Internetwahlen oder Wahl im Wahllokal geschehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">jane: Wie sicher ist eVoting? Besteht die Gefahr der Manipulation (siehe Briefwahl USA)?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das Problem der Sicherheit ist der Grund, weshalb die Sache noch eine ganze Zeit dauern wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bella: Sollen Wahlurnen bald durch Computer ersetzt werden, die die Auszählungen vereinfachen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das gibt es heute schon, z. B. in Köln.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">BirteB: Aber wenn über Web gewählt wird, führt das doch sicherlich zu einer Entfremdung, oder nicht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b><br />
Der demokratische Diskurs muss während der ganzen 4 Jahre der<br />
Legislatur erhalten bleiben und &#8211; wenn möglich &#8211; ausgebaut werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Noch eine Frage zu dem Projekt in Köln:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kommi2000: Denken Sie, das wäre auch in anderen Städten sinnvoll?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Was in Köln gemacht wird, wäre sicher auch in anderen Städten sinnvoll- es ist auch eine Frage der Kosten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: In welchem Umfang werden Sie bei eGovernment-Anwendungen Open Source Software einsetzen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das Beschaffungsamt setzt OSS ein&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> wir haben jetzt ein Projekt aufgelegt, mit dem OSS stärker in die Bundesverwaltung eingeführt werden soll&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> mit 2 Mio.€ fördern wir das.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Wie bewerten Sie die Entscheidung des Bundestags, in Zukunft auf OSS und Windows zu setzen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ich halte das für ein salomonisches Urteil.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bella: Apropos Sicherheit: Was halten sie von Linux?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Prima.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Und, was läuft auf Ihrem Rechner?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Auf dem Desktop Microsoft, die Server werden mit Linux betrieben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">danman: Was sind Ihre Impressionen der diesjährigen Cebit?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Unser Stand und der ganze Pavillon ist klasse&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> durch mehr Platz ist es nicht so voll und damit nicht so anstrengend&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> ich fand es wieder sehr spannend.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kommi2000: Welche Neuerung hat Ihnen auf der Cebit am besten gefallen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Blueberry: Ein Gerät, das immer online ist und Daten und e-Mails vom Kalender auf das tragbare Teil überträgt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Und man kann damit auch telefonieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Also ein Palm mit Telefon.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Besser, weil immer online.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Wir kommen zu den letzten Fragen:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bahar: Sind Sie der Meinung, dass die CeBIT an Stellenwert eingebüßt hat?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Nein.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">digitalist: Nutzen Sie das Netz auch privat?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Liebe<br />
Chatter und Chatterinnen, sehr geehrte Frau Staatssekretärin Zypries!<br />
Unsere Chatzeit ist bereits wieder abgelaufen. Wir bedanken uns für die<br />
Fragen und für die Beantwortung durch Frau Zypries live von der Cebit!<br />
Im Namen der Stabsstelle Staat Modern &#8211; Moderne Verwaltung und<br />
politik-digital.de wünschen wir allen Beteiligten noch einen angenehmen<br />
Nachmittag. Frau Zypries, haben Sie jetzt Zeit um eine der<br />
Abschlussparties auf der Cebit zu besuchen oder müssen sie sofort<br />
wieder zum nächsten Termin?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ich mache noch ein Interview mit dem F.A.Z. Radio und dann gehts nach Berlin.Tschüss, es hat Spaß gemacht!!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Vielen Dank , bis zum nächsten Mal!!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Guten Flug!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kommi2000: Danke, Frau Staatssekretärin Zypries!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Liebe Chatter und Chatterinnen, leider konnten nicht alle Fragen beantwortet werden, es waren zu viele!</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die digitale Signatur ist sicher&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Zypries]]></category>
		<category><![CDATA[BundOnline 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Brigitte 
Zypries im Chat am 23. August 2001</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Brigitte<br />
Zypries im Chat am 23. August 2001</b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator:</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Sehr geehrte Frau Staatssekretärin Zypries, liebe Chatgemeinde &#8211; herzlich Willkommen!<br />
Heute findet der fünfte Teil der Chatreihe &quot;Mail to: Moderner Staat&quot;<br />
statt, die politik-digital in Kooperation mit dem Innenministerium durchführt. Thema<br />
des  Chats wird vor allem eGovernment und Verwaltungsreform sein, auch<br />
rechtliche Fragen können gestellt werden. Frau Zypries: Wie lang ist es noch<br />
bis 2005? Sind Sie im Zeitplan? </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/bzypries.jpg" alt="Brigitte Zypries" align="left" height="84" width="78" />Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, wir sind im Zeitplan. Wir haben einen zentralen Zugang für alle Dienstleistungen<br />
des Bundes über das Portal <a href="http://www.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bund.de</a><br />
seit März und bisher sind zehn direkte Dienstleistungen über diese Portal erreichbar.<br />
Laufend kommen neue hinzu. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
</span></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">gump: Hallo Frau<br />
Zypries, welche Dienstleistungen will der Bund denn jetzt eigentlich online<br />
stellen?</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Alle Dienstleistungen, die der Bund gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und<br />
der Wirtschaft und den Verwaltungen in Ländern und Kommunen erbringt, die online-fähig<br />
sind. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Ein Beispiel?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Über Arbeitsamt Online hat die Bundesregierung in den letzten 12 Monaten rund<br />
500.000 Arbeitsplätze vermittelt. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: eDemokratie<br />
beim Wort genommen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Wo kann<br />
man diesen Zeitplan bis 2005 einsehen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die zentrale Website ist <a href="http://www.bundonline2005.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bundonline2005.de</a>;<br />
der genaue Zeitplan wird derzeit erarbeitet und Ende des Jahres veröffentlicht.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">gump: Wird da nicht<br />
viel Geld ausgegeben, ohne dass es wirklich sichtbare Vorzeigeprojekte gibt?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Nein. Z.B. können bei dem Projekt BAföG-Online über 500.000 BAföG-Rückzahler<br />
online Tilgung und Stundung vornehmen. Dies spart den Bürgern Zeit und Geld<br />
und auch dem Staat eine Menge Verwaltungskosten. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Hans: Wieviel Geld<br />
wird den ausgegeben? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Der Bund gibt jetzt schon über 2 Mrd. DM pro Jahr aus. Diese Summe werden wir<br />
deutlich erhöhen müssen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Mit wieviel<br />
onlinefähigen Dienstleistungen dürfen die Bürger denn rechnen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Einige Hundert, die auch ins Internet können, haben wir bis jetzt identifiziert.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Zu den<br />
Kommunen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">uwe: Die häufigsten<br />
Verwaltungskontakte hat der Bürger die Bürgerin mit seiner Kommunalverwaltung.<br />
Die Kommunen sind, wenn es sich nicht um Grossstädte handelt, gar nicht in der<br />
Lage alles online anzubieten. Im übrigen sind die meisten Leistungen überall<br />
gleich &#8211; aber jede Verwaltung erfindet alles neu. Gibt es Überlegungen Standarddienste<br />
über gemeinsame Portale &#8211; insbesondere wenn es sich um Bundes- oder Landesrecht<br />
handelt &#8211; zu organisieren ? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, das gemeinsame Portal ist doch das Portal <a href="http://www.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bund.de</a>.<br />
Wir haben den Ländern un den Gemeinden angeboten dieses Portal mitzunutzen.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Was macht<br />
den eigentlich &quot;Staat Modern&quot; alles? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Schauen Sie bei <a href="http://www.staat-modern.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.staat-modern.de</a><br />
rein, da steht alles drin. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Na gut.<br />
Nachfrage zu den Finanzen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Hans: Beziehen sich<br />
die 2 Mrd. pro Jahr auf Internetdienstleistungen konkret oder IT-Infrastruktur<br />
allgemein? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Auf beides. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Sie haben<br />
ja vor einiger Zeit auch ein Diskussionsforum gestartet. Worum ging es da? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Um das Informationsfreiheitsgesetz. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kerstind: Wie ist<br />
die Debatte um das Info-freiheitsgesetz auf Ihren Seiten gelaufen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Sehr gut. Es haben sich viele beteiligt und wir hatten auch gute Vorschläge<br />
von denen wir fünf oder sechs in den Gesetzestext übernommen haben. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Wie viele<br />
sind denn viele? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Über 400. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: In Deutschland<br />
gilt ja bei der Information von Behörden bisher das Geheimnisprinzip. Wird das<br />
geändert? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Es gibt nicht das Geheimnisprinzip, es gibt bisher das Prinzip, dass man SELBST<br />
betroffen sein muss, um Akteneinsicht zu nehmen. Das wird aufgehoben, indem<br />
man in jede Akte Einsicht nehmen kann, unabhängig von der persönlichen Betroffenheit.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Und der<br />
Datenschutz, bleibt der gewahrt? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Aber ja. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Kommen<br />
wir noch mal zur Verwaltungsmodernisierung: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">uwe: Wenn der Bürger/die<br />
Bürgerin etwas von eGovernment haben soll müssen Standardlösunge her, die in<br />
jeder Gemeindeverwaltung laufen können! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wir wollen als Bundesverwaltungen zentrale Services für alle bereitstellen z.B.<br />
digitale Signatur, Payment-Verfahren, Formularserver oder anderes. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Apropos<br />
digitale Signatur: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">gump: Wie sicher<br />
ist die digitale Signatur? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die Verfahren sind sehr sicher. Aber es kommt natürlich auch auf einen verantwortungsbewußten<br />
Umgang an. Man darf seine PIN-Nummer anderen ja auch nicht mitteilen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">gump: Sollte man<br />
nicht erst mal schauen, ob es billigere Anwendungen als die digitale Signatur<br />
gibt, Formularserver und solche Dinge? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die digitale Signatur dient der Authentifizierung. Das geht belastbar nicht<br />
anders, als mit der digitalen Signatur. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Uwe präzisiert<br />
seine Frage nach den Standardlösungen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">uwe: Nein. Ich meine<br />
nur einmal den Vordruck Hundesteuer, Lastschrift, Kindergartenplatz, Führerschein<br />
usw. Dann brauchen nicht soviele Web-Seiten und Formulare erstellt und gepflegt<br />
werden? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, völlig richtig, es wäre gut, wenn dies ginge! Die Kommungen haben die Kompetenz<br />
für diese Dinge und müssten sich auf gemeinsame Formulare einigen. Der Bund<br />
hat insoweit keine Kompetenz </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">E Richter: Vielgebrauchte<br />
Schlagworte in der Diskussion um die Entwicklung des E-Government sind Partizipation<br />
und Bürgernähe. Was verstehen Sie unter diesen Begriffen? Was kennzeichnet nach<br />
Ihrer Ansicht eine bürgernahe Verwaltung? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Schneller und umfassender Service. Das ist eine bürgernahe Verwaltung. Zumal<br />
wenn dann auch noch viele Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger abgedeckt werden.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Eine berechtigte<br />
Frage zwischendurch: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">klaeser: Jeder, der<br />
die Meldungen in den Medien &#8211; auch in den neuen Medien &#8211; verfolgt, wird mit<br />
einer Vielzahl von Begriffen wie z.B. eGovernment, Bundonline2005, staat-modern,<br />
eGovernment-handbuch, 10Punkte-Porgramm, usw&#8230; konfrontiert. Wo sind Struktur<br />
und die Zusammenhänge dieser Begriffe in übersichtlicher Form komprimiert dargestellt?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Auf unserer Homepage <a href="http://bmi.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bmi.bund.de</a><br />
&#8211; politik-digital.de will aber auch einen Text dazu auflegen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Frank: Werden die<br />
angesprochenen Verfahren (Signatur, Formularserver) denn den Ländern und Kommunen<br />
vom Bund angeboten zur Nutzung? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wir entwickeln Standards, die für alle gelten können und laden die Länder und<br />
Gemeinden ein, sich einzubringen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Harald: <a href="http://www.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bund.de</a><br />
ist die wahrscheinlich modernste Seite im Web &#8211; Herzlichen Glückwunsch, Frau<br />
Zypires! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Danke schön! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Hans: Müsste man<br />
nicht eigentlich um wirtschaftlich eGovernment zu betreiben, die strikte föderale<br />
Aufgabentrennung aufweichen/Aufgaben zusammenfassen? Irgendwann kommen die Wahlbürger<br />
doch auf diese zahlreichen Parallelinvestitionen mit Steuermitteln! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ich finde, dass uns die Technik gerade hilft, besser mit diesen föderalen Grenzen<br />
umzugehen, denn Bund, Länder und Kommunen können sich auf eine gemeinsame Darstelllung<br />
im Web einigen und die Bürger müssen nicht mehr versuchen, herauszufinden, wer<br />
nun zuständig ist. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Die Kommunen<br />
bleiben im Trend: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Der Bund<br />
kann für Prestigeprojekte immer irgendwo Geld auftreiben, in Ländern und Kommunen<br />
ist es deutlich knapper. Ausserdem hat der Bund ja die wenigsten konkreten Kontakte<br />
zur Bevölkerung. Was ist mit Ländern und Kommunen? Dort wickeln Bürger und Unternehmen<br />
die meisten Dienste ab. Wird der Bund dort auch helfen, um Standards zu etablieren<br />
und Projekthilfe geben? Z.B. wird MEDIA@Komm verlängert etc&#8230; </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, der Bund hilft, Standards zu etablieren. Z.B. haben wir ein E-Government-Buch<br />
herausgegeben mit praxisorientierten Anleitungen für alle zur Umsetzung von<br />
eGovernment. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Glauben<br />
Sie, dass media@komm seinen Zweck erfüllen wird? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, ich glaube, dass media@komm seinen Zweck schon erfüllt hat. Wir überlegen<br />
deshalb, das Geld breiter in die Regionen zu geben. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Neben<br />
Standards geht es ja vor allem um konkretes Know-How in der Projektarbeit. Dieses<br />
ist in den Kommunen oft nicht ausreichend vorhanden. Wie kann der Bund da helfen?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Mehr als das Handbuch könne wir derzeit nicht bieten. Es ist unter <a href="http://www.bsi.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bsi.de</a><br />
kostenlos zu haben. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Frank: Eine interessanter<br />
Aspekt ist doch sicher eDemocracy. Wie sehen dort die konkreten Entwicklungen<br />
im BMI aus? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wir haben Information, wir hatten Partizipation mit dem Forum zum IFG und wir<br />
haben eine Arbeitsgruppe die sich mit der Realisierung von Online-Wahlen befasst.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Wie weit<br />
kann die Partizipation gehen? Sollen die Bürger in Zukunft bei z.B. Gemeinderatssitzungen<br />
online Fragen stellen können? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das muss jede Gemeinde selbst entscheiden. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: A propos<br />
Wahlen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">mario maier: Wie<br />
bewertet die Bundesregierung/das Bundesinnenministerium Aktivitäten im Bereich<br />
&quot;Wahlen über das Internet&quot; wie zuletzt die Internet-Briefwahl zum Jugendgemeinderat<br />
in Esslingen am Neckar, welche was die eindeutige Wählerauthentifizierung betrifft,<br />
sich ja streng an die Vorgaben des Deutschen Signaturgesetztes gehalten hat?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das war gut. Aber bis wir auf diese Art und Weiser eine Bundestagswahl durchführen<br />
könne, wird es noch eine ganze Weile dauern. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Und noch<br />
mal zurück zur kommunalen Partizipation: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">E Richter: Ich möchte<br />
noch eine Nachfrage zu der oft geäußerten These stellen, dass E-Government zu<br />
einer stärkeren Beteiligung der BürgerInnen an den Verwaltungsabläufen ermöglichen<br />
soll. Würden Sie diese Vorstellung teilen? Heißt nach Ihrer Ansicht mehr Partizipation<br />
letztlich mehr Beteiligung oder Mitwirkung des einzelnen (vor allem der Betroffenen)<br />
an der einzelnen Verwaltungsentscheidung (z.B. komm. Planung)? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Gerade in dem Bereich kommunale Planung wird das sehr stark diskutiert. Über<br />
das Internet kann man zudem Menschen an Politik interessieren, die sich sonst<br />
nicht so stark interessieren. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">buerger: Gibt es<br />
überhaupt einen Bedarf für eDemocracy, wenn doch keiner auf den Homepages diskutiert,<br />
wie diese Woche einigen Zeitungen zu entnhemen war? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ich kann das nicht bestätigen. In dem Diskussionsforum zum IFG haben sich über<br />
400 Personen beteiligt. Allgemeine eMails mit Fragen oder Anregungen zum modernen<br />
Staat haben wir schon über 3.500. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Sollte<br />
man die Foren vielleicht lieber konzentrieren und nicht zuviele unterschiedliche<br />
Orte eröffnen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das tun wir ja. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator<b>:</b> Vielleicht<br />
um etwas richtigzustellen&#8230; </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Frank: Das Forum<br />
wurde erst nach dem Gesetz aufgesetzt. Wo ist da die Partizipation? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das stimmt nicht. Die Diskussion im Netz fand statt, ehe das Gesetz überhaupt<br />
im Kabinett war. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Online-Wahlen<br />
helfen doch keinen einzigen Cent zu sparen. Bei welchen Online-Dienstleistungen,<br />
meinen Sie, kann der Staat am meisten Geld und Personal sparen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Bei jeder Form von standardisierter Dienstleistung. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Was könnte<br />
das sein? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Z.B. BAföG-Online oder Zivildienstangelegenheiten. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">E Richter: Welche<br />
Rolle spielt nach Ihrer Ansicht das geltende Beamtenrecht bei der Umsetzung<br />
der geplanten Maßnahmen zur Verwaltungsmodernisierung? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das geltende Beamtenrecht behindert nicht. Wir wollen stärkere Flexibilisierungsmöglichkeiten<br />
(Leistungsanreize) einbauen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">buerger: Die Konzentration<br />
(kam vom Moderator) halte ich für einen guten Ansatz. Wenn zukünftig mal alle<br />
Gesetzte online diskutiert werden können, wer findet dann noch die entsprechende<br />
Plattform? Gibt es da eine Vorstellung für eine zentrale Seite? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wenn, dann wäre das auf den Seiten des Bundestages <a href="http://www.elektronische-demokratie.de/">www.elektronische-demokratie.de</a><br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Nochmal<br />
zu meiner Frage: Partizipation ist doch ein ganz anderes Diskussionsfeld. Bei<br />
Verwaltungsmodernisierung geht es auch darum KOSTEN zu sparen. Welche eGovernment-Projekte<br />
bringen langfristig die besten Effizienzgewinne? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die, die standardisierte Dienstleistungen erbringen, siehe oben. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Bund.de<br />
wird ja ein bisschen wegen fehlender Partizipationselemente gerügt. Wird sich<br />
da was ändern? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die Seite ist aufgebaut als Verwaltungsportal, bzw. als Dienstleistungsportal<br />
des Bundes. Insofern ist Partizipation nicht das erste Thema. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Aber doch<br />
ein Thema? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ein Thema für den Bund, nicht unbedingt für diese Seite. Hans: Es erscheint<br />
mir doch etwas merkwürdig, neben den Parallelinvestitionen bei Bund, Ländern<br />
und Kommunen auch noch Portale zu schaffen und zu bezahlen, damit man die einzelnen<br />
Leistungen dann wieder findet! Geht&#8217;s wirklich nicht anders? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wie soll es denn anders gehen? Dann müsste der Bürger doch wieder wissen, wer<br />
was anbietet im föderalen Staatsaufbau. Dies wird durch ein einheitliches Portal<br />
gerade überspielt. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Im Herbst<br />
ist &quot;Staat Modern&quot; auch auf einer Messe präsent. Was zeigen Sie da? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Es gibt ein Verantsaltungs-Forum zur Verwaltungsmodernisierung und eines zu<br />
eGovernment. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Was hier<br />
noch gar nicht angesprochen wurde ist die interne Modernisierung der Verwaltungen,<br />
damit diese E-Government-Träume überhaupt realisierbar sind. Wie hilft der Bund?<br />
Bisher gingen die Vorschläge zur Modernisierung eher von kommunalen Verbänden<br />
aus. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wir schaffen Leistungsanreize machen Personalentwicklung, Kosten-Leitsungs-Rechnungen<br />
(KLR), Controlling, Benchmarking etc. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">buerger: Gibt es<br />
denn auch einen ganzheitlichen Ansatz eines Portals für den Bürger nach seinen<br />
Bedürfnissen? Ich logge mich ein und finde alles was ich brauche aus meiner<br />
Gemeinde, Land und Bund. So wie man sich seine Seite bei yahoo einrichten kann.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das müssen wir diese Jahr noch erörtern und entscheiden. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Liebe<br />
Frau Zypries, wir bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen für den Chat. Eine gelungene<br />
Premiere: Am 27. September wird die Chatreihe &quot;Mail to: Moderner Staat&quot; fortgesetzt.<br />
Im Beratungschat zum Thema &quot;Wie sicher ist das Netz&quot; wird ein Experte des BSI<br />
(Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) für die Chatter da sein.<br />
Danke und einen schönen Abend! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Danke,<br />
war sehr interssant. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Hans: Ich wünsche<br />
Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung der vielen Herausforderungen, Frau Zypries.<br />
</span><br />
</span></span>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">IngoLehmann: Danke<br />
für diesen neuen Ansätze für eine transparentere Verwaltung. Viel Erfolg! </span><br />
</span></span>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Mir hat es auch Spaß gemacht! Und wenn Sie konkrete Anregungen haben, dann schicken<br />
Sie uns doch eine E-Mail an: stabsstelle@staat-modern.de </span><br />
</span></span>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">E Richter: Es war<br />
sehr informativ, auch wenn viele Fragen noch offen sind. Vielen Dank. </span><br />
</span><br />
</span></p>
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