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	<title>Burma &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Burma &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Junta fährt Server runter</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/junta-faehrt-server-runter-4070/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 10:12:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker-Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
		<category><![CDATA[Burma]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Junta]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bewohner Myanmars haben neue Repressalien auszuhalten. Pünktlich zum ersten Jahrestag der Mönchsaufstände am 18. September 2008 hat die Militärjunta aus Angst vor einer Wiederholung den Zugang zum Internet stark eingeschränkt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bewohner Myanmars haben neue Repressalien auszuhalten. Pünktlich zum ersten Jahrestag der Mönchsaufstände am 18. September 2008 hat die Militärjunta aus Angst vor einer Wiederholung den Zugang zum Internet stark eingeschränkt.<!--break--></p>
<p>
Wie <a href="http://www.golem.de/0809/62557.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Golem</a> berichtet, schränkte das burmesische Regime bereits in der vergangenen Woche die Bandbreite soweit ein, dass die Übertragung von Filmen und Bildern nicht mehr möglich ist. Vor einem Jahr waren bei den Aufständen der Mönche vor allem mit Mobiltelefonen aufgezeichnete Bilder auf elektronischem Weg ins Ausland gelangt. Zudem müssen Internetcafés in der früheren Hauptstadt Rangun seit kurzem die Namen der Kunden registrieren und automatisch Screenshots der besuchten Seiten machen.
</p>
<p>
<b>Attacken gegen Exilseiten</b>
</p>
<p>
Damit jedoch noch nicht genug: Einige der burmesischen Seiten, die kritisch und frei aus dem Ausland betrieben werden, sahen sich in letzter Zeit vermehrt Hackerangriffen ausgesetzt. Sogenannte DDoS-Attacken legten Exil-Seiten wie <a href="http://www.irrawaddy.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Irrawaddy</a> (aus Chiangmai/Thailand), die <a href="http://english.dvb.no/news.php?id=1765" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Democratic Voice of Burma</a> (Oslo), <a href="http://www.khitpyaing.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The New Era Journal</a> (Bangkok) und <a href="http://www.mizzima.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mizzima News</a> (Neu-Delhi) lahm.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Burma: Junta verfeinert Zensur</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/burma-junta-verfeinert-zensur-3904/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Wittig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 May 2008 16:05:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Burma]]></category>
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					<description><![CDATA[Einer von zwei burmesischen Telekommunikationsanbietern hat seine Ausrüstung modernisiert. Ab sofort soll es nicht mehr möglich sein, zensierte Internetseiten über Proxy-Server aufzurufen. Das berichtet das  regimekritische Magazin <a href="http://www.irrawaddy.org/highlight.php?art_id=12370" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Irrawady</a>. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einer von zwei burmesischen Telekommunikationsanbietern hat seine Ausrüstung modernisiert. Ab sofort soll es nicht mehr möglich sein, zensierte Internetseiten über Proxy-Server aufzurufen. Das berichtet das  regimekritische Magazin <a href="http://www.irrawaddy.org/highlight.php?art_id=12370" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Irrawady</a>. <!--break--></p>
<p>
Das Unternehmen habe seine Nutzer benachrichtigt, dass es durch die neue Technik nicht mehr nötig sei, Proxy-Server zu verwenden. Bisher war es dadurch möglich, an aus Sicht der Junta unerwünschte Informationen heranzukommen oder Daten auszutauschen.
</p>
<p>
Bei den Ausschreitungen in Burma im Jahr 2007 hatte die Militärjunta noch weniger subtile Methoden der Zensur eingesetzt: Man unterbrach damals kurzerhand die Kommunikationsleitung, die durchs Meer führte.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Birma: Blog-Aktionen &#034;helfen sehr&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/birma-blog-aktionen-helfen-sehr-3515/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranskript]]></category>
		<category><![CDATA[Burma]]></category>
		<category><![CDATA[Mönch]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
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					<description><![CDATA[Aktionen wie die heutige <a href="http://www.free-burma.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog-Aktion gegen Gewalt in Birma</a> &#34;helfen sehr&#34;, sagte der birmesische Mönch Ashin Sopaka heute im
Live-Chat von politik-digital.de und tagesschau.de. So entwickelte sich eine globale Bewegung und man könne zeigen,&#34;dass die Medien - auch das Internet - eine große Kraft sind&#34;, schrieb der Mönch, der seit vier Jahren in Köln lebt und von dort für eine politische Veränderung in seinem Heimatland kämpft. Das vollständige Protokoll des Chats gibt es bei <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/asopaka_071004.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>. Das Blog des Mönchen ist hier zu finden: <a href="http://www.frieden-lauf.de/default.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">frieden-lauf.de.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktionen wie die heutige <a href="http://www.free-burma.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog-Aktion gegen Gewalt in Birma</a> &quot;helfen sehr&quot;, sagte der birmesische Mönch Ashin Sopaka heute im<br />
Live-Chat von politik-digital.de und tagesschau.de. So entwickelte sich eine globale Bewegung und man könne zeigen,&quot;dass die Medien &#8211; auch das Internet &#8211; eine große Kraft sind&quot;, schrieb der Mönch, der seit vier Jahren in Köln lebt und von dort für eine politische Veränderung in seinem Heimatland kämpft. Das vollständige Protokoll des Chats gibt es bei <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/asopaka_071004.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>. Das Blog des Mönchen ist hier zu finden: <a href="http://www.frieden-lauf.de/default.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">frieden-lauf.de.<!--break--></a></p>
<div align="center">
<i> </i>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Auszug aus dem Chat:
</p>
<p>
<b>nataku: </b>Heute findet auch eine internationale Aktion<br />
von Webloggern statt, die Banner, Grafiken und Postings unter dem Motto<br />
Free Burma auf ihre Seiten stellen. Was halten Sie von solchen<br />
Aktionen? Können die helfen?<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Ashin Sopaka: </b>Ja, solche Aktionen helfen sehr. So<br />
entwickelt sich eine globale Bewegung. Und wir können zeigen, dass die<br />
Medien &#8211; auch das Internet &#8211; eine große Kraft sind.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mönche in Birma wollen weiter protestieren</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/moenche-in-birma-wollen-weiter-protestieren-3616/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Ashin Sopaka]]></category>
		<category><![CDATA[Junta]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
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		<category><![CDATA[Mönch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Donnerstag, 4. Oktober, war Ashin Sopaka zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Der birmanische Mönch lebt in Köln im Exil und sprach über die aktuelle
Situation in Birma und seine Hoffnungen für das Land.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Donnerstag, 4. Oktober, war Ashin Sopaka zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Der birmanische Mönch lebt in Köln im Exil und sprach über die aktuelle<br />
Situation in Birma und seine Hoffnungen für das Land.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herzlich willkommen im tagesschau-Chat!<br />
Unser Thema heute ist der Aufstand in Birma, wo das Militärregime<br />
weiterhin massiv gegen Oppositionelle vorgeht. Unser Gast ist Ashin<br />
Sopaka, buddhistischer Mönch aus Birma. Herr Sopaka lebt in<br />
Köln. Einen herzlichen Gruß dorthin. Vielen Dank Herr<br />
Sopaka, dass Sie mit uns chatten! Frage nach Köln, können<br />
wir beginnen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ja.
</p>
<p align="center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/AshinSopaka_beimChat.jpg" alt="Ashin Sopaka" height="278" width="370" /><br />
<i>Ashin Sopaka beim tagesschau.de-Chat</i>
</p>
<p align="left">
<br />
<b>Christine:</b> Herr Sopaka, leben Sie in Deutschland<br />
im Exil? Sind Sie aus Birma geflüchtet?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ja, ich lebe hier im Exil. Ich habe<br />
eine Einladung von hier, deswegen bin ich hier her gekommen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wann hatten Sie zuletzt Kontakt mit<br />
Ihren Freunden in Birma?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Heute habe ich dreimal telefoniert.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und mit wem haben Sie gesprochen? Oder<br />
ist es besser, keine Namen zu nennen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Mit den Organisatoren. Die Mönche<br />
haben viel Angst und halten sich versteckt.</p>
<p><b>saja:</b> Wie ist die Lage momentan vor Ort?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Im Moment attackiert die Regierung<br />
die Klöster. Viele Mönche sind immer noch verhaftet, auch<br />
gestern Nacht gab es neue Verhaftungen durch Soldaten.</p>
<p><b>ManuelvD:</b> Herr Sopaka, müssen sie Angst haben,<br />
dass Ihre Freunde wegen des Kontakts zu Ihnen verfolgt werden könnten?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ich habe Angst, aber trotzdem: Wir<br />
müssen reden! Aber die Mönche wechseln jeden Tag ihren<br />
Aufenthaltsort.</p>
<p><b>Moderator:</b> Also geht der Aufstand weiter?</p>
<p><b>Ashin Sopaka: </b>Es geht weiter, ja. Aber die Mönche<br />
wären sonst nicht in Sicherheit, wenn sie nicht ständig<br />
umziehen würden. Bitte helft uns. Sprecht lauter für unsere<br />
Sicherheit!</p>
<p><b>nataku</b>: Wie verläuft denn die Organisation<br />
der Protestbewegung? Ist das zentral organisiert, gibt es sozusagen<br />
einen &quot;Kopf&quot; der Bewegung? Und welche Rolle spielen dabei<br />
Burmesen im Ausland, so wie Sie?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> In Burma haben sich neun Gruppen<br />
zusammengeschlossen und organisieren ihre Aktionen gemeinsam. Darunter<br />
sind Mönche, aber auch Studenten. Wir machen auch globale Aktionen,<br />
wir Mönche im Ausland.</p>
<p><b>adi</b>: Was passiert mit den festgenommenen Mönchen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka: </b>Viele wurden in Arbeitslager deportiert,<br />
mussten ihre Roben ablegen und viele werden geschlagen. Einige sind<br />
in Gefangenschaft auch schon gestorben. Umgebracht worden durch<br />
Folter.</p>
<p><b>Moderator:</b> Was bedeutet es, wenn ein buddhistischer<br />
Mönch seine Robe ablegen muss?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Wenn die Mönche die Robe nicht<br />
mehr tragen, gelten sie in den Augen des Militärs als Zivilbürger<br />
und werden eher gefoltert. Die Mönche wollen ihre Roben natürlich<br />
nicht ablegen, weil es für sie nicht nur Ausdruck ihrer Religion<br />
ist, sondern auch ein Stück Aufgabe.</p>
<p><b>Moderator:</b> Sie haben gesagt, es wurde Mönche<br />
durch Folter umgebracht. Wie kommen diese Informationen zu Ihnen?<br />
Wie vertrauenswürdig sind die Personen, die Sie informieren?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ich habe direkten Kontakt zu den<br />
Mönchen. Wir telefonieren. Also sind die Informationen absolut<br />
vertrauenswürdig und glaubhaft. BBC und CNN berichten aber<br />
auch regelmäßig und sind natürlich auch eine vertrauenswürdige<br />
Quelle.</p>
<p><b>ManuelvD:</b> Werden die Mönche auch in der Konfrontation<br />
in jedem Fall der Gewalt abschwören?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Die Mönche sind einfach weggelaufen,<br />
sie haben sich nicht gewehrt. Aber in der Nacht versuchen sie natürlich,<br />
ihr Kloster zu schützen. Dazu klingeln sie laut mit Glocken<br />
um die Bevölkerung herbei zu rufen. Wir werden unter keinen<br />
Umständen gewaltsam reagieren.</p>
<p><b>octavia:</b> Warum weigern sich nicht mehr Soldaten<br />
dem Gehorsam? Sie kommen doch auch aus dem Volk. Gibt es für<br />
Armeeangehörige Privilegien? </p>
<p><b>Ashin Sopaka: </b>Die Soldaten, die jetzt agieren,<br />
sind keine normalen Soldaten. Die meisten sind ehemalige Gefangene<br />
(wir sehen das an ihren Schuhen). Und es wurden den Soldaten wohl<br />
auch Drogen gegeben.</p>
<p><b>gyal:</b> Sind die Soldaten auch Buddhisten? Und wenn<br />
ja, wie können sie das mit Ihrem Glauben vereinbaren?</p>
<p><b>Ashin Sopaka</b>: Sie sagen selbst, sie wären<br />
Buddhisten. Aber sie befolgen die Grundsätze dieses Glaubens<br />
nicht.</p>
<p><b>saja:</b> Wie ist der Rückhalt in der Bevölkerungen?<br />
Können die Mönche die Menschen noch erreichen und für<br />
den Widerstand mobilisieren?</p>
<p><b>Ashin Sopaka: </b>Ja, jederzeit. Was ich heute gehört<br />
habe ist, dass die Mönche trotzdem weitermachen. Sie haben<br />
Medien, erreichen das Ausland, aber auch die burmesische Bevölkerung,<br />
die uns immer noch sehr unterstützt.</p>
<p><b>Moderator: </b>Nachfragen:</p>
<p><b>Jojo:</b> Was bedeutet „Die Soldaten sind ehemalige<br />
Gefangene“? Gefangene von wem, und warum?</p>
<p><b>goethe:</b> Wieso sieht man das an den Schuhen der<br />
Soldaten?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Sie waren einfache Kriminelle. Mein<br />
Freund, den ich heute gesprochen habe, hat auch gesagt, dass tausende<br />
ehemalige Gefangene vor dem Kloster warten. Und ich sehe an den<br />
Schuhen (auf Fotos und Videos), dass es keine regulären Soldaten<br />
sind, weil in Burma die Soldaten eigentlich Uniformschuhe tragen.<br />
Auf <a href="http://www.mizzima.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.mizzima.com</a><br />
gibt es z.B. solche Bilder. 😉</p>
<p><b>Moderator:</b> Birmas Regime-Chef Than Shwe hat gerade<br />
im staatlichen Fernsehen angekündigt, dass er einen Dialog<br />
mit der unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin<br />
Aung San Suu Kyi beginnen will. Es gebe aber Bedingungen: Aung San<br />
Suu Kyi müsse dafür ihren Konfrontationskurs aufgeben.<br />
Das meldet die Agentur dpa vor zwei Minuten. Wie bewerten Sie das?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Das ist gut! Dialog ist ein sehr<br />
gutes Zeichen, in jedem Fall. Aung San Suu Kyi ist stark, sie vertritt<br />
unsere Position auch weiterhin glaube ich.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Auch die Agentur AP bestätigt,<br />
dass es zu einem Treffen kommen soll. Staatliche Medien in Birma<br />
haben das bestätigt. Befürchten Sie nicht, dass das nur<br />
ein vorgeschobenes Angebot sein könnte?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Dann sage ich „Herzlich willkommen<br />
zum Dialog“. Aber er muss von Herzen und echt sein, nicht<br />
nur vorgeschoben. Nicht nur wir Burmesen, sondern die ganze Welt<br />
muss aufpassen, nicht betrogen zu werden.</p>
<p><b>goethe:</b> Was bedeutet „glaube ich“ in<br />
Bezug auf die Position von Aung San Suu Kyi? Sie steht unter sehr<br />
starkem Druck. Kann es sein, dass sie der Oppositionspolitik den<br />
Rücken kehrt? Befindet sie sich in direkter Lebensgefahr? <br />
<b><br />
Ashin Sopaka:</b> „Glaube ich“ heißt, ich<br />
bin mir sicher. Sie ist ein Symbol und als solches nahezu unantastbar.<br />
Und sie macht das Beste für die Bevölkerung.
</p>
<p>
<b>sdfsdf:</b> Darf sich Aung San Suu Kyi denn Bedingungen<br />
aufzwingen lassen?
</p>
<p>
<b>Ashin Sopaka:</b> Das kann ich nicht sagen. Ein Dialog<br />
ist zunächst einmal gut, wir müssen diese Chance nutzen.<br />
Und man muss sicherlich auch kompromissbereit sein. Aber ich bin<br />
mir sicher, dass sie hart für uns kämpfen wird. Die Regierung<br />
weiß auch um die Rolle von Suu Kyi und dass sie damit eine<br />
starke Position hat. Mein Vorschlag ist: Beide Seiten sollen das<br />
Miteinander suchen, das Wohl der Bevölkerung.</p>
<p><b>Kero:</b> Welche direkten Ziele verfolgt der Aufstand?<br />
Was sind für Sie realisierbare Visionen für Birma im Zuge<br />
des Aufstandes?</p>
<p>Ashin Sopaka: Wir wollen ein friedliches Land schaffen, die Bevölkerung<br />
soll genügend Essen haben. Und es soll nicht mehr gekämpft<br />
werden.</p>
<p><b>Moderator: </b>Nachfrage von:</p>
<p><b>saja:</b> Glauben Sie an die Dialogfähigkeit eines<br />
Militärregimes? Das widerspricht sich doch?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ja, ich glaube das Regime versteht,<br />
was sie gemacht haben. Dass ihnen kein anderer Ausweg mehr bleibt,<br />
als einen Dialog anzufangen.</p>
<p><b>nette:</b> Wie weit wird China Dialoge zulassen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> China ist im Moment wegen den Olympischen<br />
Spielen ein wenig anders. Sie lehnen die Gewalt in Burma auch ab.<br />
Die Stimmung in China hat sich geändert, ist nicht mehr wie<br />
früher.</p>
<p><b>Moderator:</b> Zwei ähnliche Fragen:</p>
<p><b>dr. robert:</b> In wie weit beurteilen Sie die Chancen<br />
für Burma, im Falle eines erfolgreichen Umsturzes in eine Demokratie<br />
zu gehen? Wenn ich mir die Geschichte des Landes anschaue, sehe<br />
ich vor dem Regime einen Bürgerkrieg. Wie sehr wird das Volk<br />
an solch einem Prozess beteiligt sein?</p>
<p><b>simpson1984:</b> Welche neuen Konfliktlinien könnten<br />
aufbrechen, wenn die Junta erst einmal weg ist? Kann der Buddhismus<br />
die Ethnien friedlich zusammenhalten? Danke.</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Wenn das Land frei wäre, könnten<br />
wir friedlich miteinander diskutieren und ein friedliches Land schaffen.<br />
Ich denke nicht, dass es Bürgerkrieg geben würde. Der<br />
gegenwärtige Bürgerkrieg entsteht aus einem Missverständnis:<br />
Die Bevölkerung will das Regime nicht akzeptieren, weil es<br />
nicht offiziell gewählt ist. Es gibt überall im Land gewählte<br />
Parteien. Mit diesen könnte die Bevölkerung einen guten<br />
Weg einschlagen. Ich glaube, eine Demokratie wäre möglich.</p>
<p><b>SimonG:</b> Würde die Bevölkerung denn nach<br />
jahrelanger Unterdrückung damit leben können, dass die<br />
Herrscher von heute auch morgen noch die Regierung mitgestalten?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Niemand würde die heutigen Herrscher<br />
wählen! Schon 1990 haben diese Herren eine derbe Niederlage<br />
gegen Suu Kyi&#8217;s Partei eingesteckt. Wir betrachten die Mitglieder<br />
des Regimes als Verbrecher. Ich bin überzeugt, diese Herren<br />
hätten keine Chance.<br />
Beatdesigner: Aber wie will man es schaffen, das Militärregime<br />
zu stürzen? Das ist doch fast unmöglich.</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Meine Vision ist, dass das Regime<br />
für kurze Zeit mit uns zusammen arbeitet und dann zurück<br />
tritt. Der Regierungschef ist schon 74, also sehr alt.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir haben vor dem Chat schon viele Fragen<br />
gesammelt. Am meisten interessiert hat die User das:<br />
anonym: Was können Menschen hier tun, um die Proteste zu unterstützen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Es gibt Möglichkeiten hier,<br />
die Solidarität zu zeigen: Am 6. Oktober sollt ihr rote Farben<br />
tragen. Und aufmerksam die Medien verfolgen, um weltweite Aktionen<br />
zu ermöglichen. Schaut auf <a href="http://www.frieden-lauf.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.frieden-lauf.de</a>.<br />
Auf <a href="http://www.dvb.no/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.dvb.no</a><br />
gibt es aktuelle Informationen (auch auf Englisch). <a href="http://www.mizzima.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.mizzima.com</a><br />
hatte ich bereits erwähnt. </p>
<p><b>Otmar:</b> Ist mizzima news eine vertrauenswürdige<br />
Quelle? Sollte man sie unterstützen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Oh ja, auf jeden Fall ist dies eine<br />
vertrauenswürdige Quelle. Die Redaktion telefoniert jede Stunde<br />
mit Burma. Weitere Möglichkeiten der Unterstützung schreibe<br />
ich regelmäßig auf frieden-lauf.de.</p>
<p><b>Moderator: </b>Die am zweithöchsten bewertete<br />
Frage aus unserem „Warteraum“ vor dem Chat war diese:</p>
<p><b>satumata:</b> Wie würde sich die Lage in ihrem<br />
Land gestalten, wenn die Junta jetzt tatsächlich von einem<br />
Tag auf den anderen abdanken würde? Welche politischen und<br />
sozialen Kräfte wären in der Lage die Zukunft des Landes<br />
zu gestalten?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ganz klar die institutionellen Parteien.<br />
Sie wurden schon vor Jahren mit 82 Prozent von der Bevölkerung<br />
gewählt. Sie wären in der Lage, eine Regierung zu bilden.<br />
Wir haben 1990 gewählt, aber die jetzige Regierung hat das<br />
Resultat einfach ignoriert.</p>
<p><b>Moderator:</b> Auch das hat unsere User bereits vor<br />
dem Chat interessiert. Und Zusatzfrage von mir: Kann man im Moment<br />
überhaupt so einfach einreisen?</p>
<p><b>torso: </b>Wäre es sinnvoll, momentan nach Birma<br />
zu Reisen um als Europäer an den Protesten teilzunehmen?! Am<br />
besten in großen Gruppen, so das die Vereinten Nationen noch<br />
aufmerksamer werden. Mit der Hoffnung, dass die Regierung vor Gewalt<br />
gerade gegen Ausländer und so ja auch gegen das eigene Volk<br />
ablässt!</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ich selbst kann nicht einreisen.<br />
Aber Europäer können als Touristen einreisen, aber Urlaub<br />
machen sollte man da jetzt natürlich nicht. Aber es wäre<br />
wunderbar, wenn viele Friedensaktivisten einreisen und an den Protesten<br />
teilnehmen. Das würde uns nicht nur mehr Zugang zu Informationen<br />
verschaffen sondern natürlich auch die weltweite Aufmerksamkeit<br />
stärken. Den Antrag fürs Visum als &quot;Kellner&quot;<br />
stellen. 😉 So umgeht man die militärische Kontrolle, wie<br />
mir Freunde berichten.</p>
<p><b>nataku:</b> Heute findet auch eine internationale Aktion<br />
von Webloggern statt, die Banner, Grafiken und Postings unter dem<br />
Motto <a href="http://www.free-burma.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Free Burma</a><br />
auf ihre Seiten stellen. Was halten Sie von solchen Aktionen? Können<br />
die helfen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ja, solche Aktionen helfen sehr.<br />
So entwickelt sich eine globale Bewegung. Und wir können zeigen,<br />
dass die Medien &#8211; auch das Internet &#8211; eine große Kraft sind.<br />
<b><br />
Moderator:</b> Diese Frage muss man angesichts des ermordeten<br />
japanischen Fotografen stellen:</p>
<p><b>not.bad:</b> Wie groß ist denn die Gefahr, wenn<br />
man als Ausländer an Protesten teilnimmt?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Im Moment gibt es wenig offenen Protest<br />
in Burma. Mein Vorschlag ist, einfach dahin zu reisen und vor Ort<br />
nachzufragen, wie man am besten unterstützen kann. Ich würde<br />
nicht zu offenem Protest raten, aber ich wünsche mir natürlich<br />
Unterstützung der Bevölkerung und der Mönche.</p>
<p><b>Moderator:</b> Ganz viele Fragen zu diesem Thema: Stellvertretend<br />
noch eine dazu:</p>
<p><b>Oxford:</b> Wie beurteilen Sie grundsätzlich die<br />
Reisen von westlichen Touristen nach Burma? Sind sie hilfreich oder<br />
unterstützen sie damit nur das Militärregime?
</p>
<p>
<b>Ashin Sopaka:</b> Ich wünsche mir, dass die Menschen<br />
nicht als Touristen nach Burma reisen, um das Land zu sehen oder<br />
Urlaub zu machen. Also bitte keine „Busreisen“. Wer<br />
hinreist, sollte einzeln reisen und den Kontakt mit der Bevölkerung<br />
suchen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wünsche von: </p>
<p><b>nette: </b>Ich wünsche euch viel Erfolg, ohne<br />
Gewalt und mit mehr Unterstützung. Es ist toll, dass die Mönche<br />
und die Bevölkerung so tapfer und hartnäckig ist, von<br />
Herzen&#8230;!</p>
<p><b>Autolycus:</b> Wir wünschen Ihrem Land und Volk<br />
das Glück, welches wir 1989 haben durften!</p>
<p><b>Moderator:</b> Unsere 60 Minuten tagesschau-Chat sind<br />
vorbei. Vielen Dank Herr Sopaka, dass Sie Zeit für den Chat<br />
hatten! Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Chats<br />
für Ihr Interesse und Ihre Fragen. Das Chat-Protokoll finden<br />
Sie in Kürze auf den Seiten von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
zum Nachlesen. Noch ein Hinweis: Am kommenden Mittwoch, 10. Oktober<br />
kommt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg,<br />
zum Chat ins ARD-Hauptstadtstudio. Online-Durchsuchung, Terror-Bekämpfung,<br />
das Verhältnis Polizei und Bürger – für solche<br />
Themen ist Freiberg der richtige Mann. Wir sind gespannt auf Ihre<br />
Fragen und würden uns freuen, wenn Sie wieder dabei sind. Das<br />
tagesschau-Chat-Team wünscht noch einen schönen Abend!</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Vielen Dank an alle Teilnehmer und<br />
die Veranstalter. Ich danke ganz Deutschland für die positiven<br />
Reaktionen auf unsere Aktionen. Bitte helft uns weiter!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Linkliste: Proteste in Myanmar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
		<category><![CDATA[Burma]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
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					<description><![CDATA[Mönche gegen Militärregierung – in Myanmar, ehemals Birma, protestiert der buddhistische
Klerus gegen die Junta. Trotz massiver Einschränkungen der Pressefreiheit bemühen sich im Ausland lebende Burmesen, Nachrichten zu liefern: Mit Hilfe von Internet und Foto-Handys, Websites und Blogs.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mönche gegen Militärregierung – in Myanmar, ehemals Birma, protestiert der buddhistische<br />
Klerus gegen die Junta. Trotz massiver Einschränkungen der Pressefreiheit bemühen sich im Ausland lebende Burmesen, Nachrichten zu liefern: Mit Hilfe von Internet und Foto-Handys, Websites und Blogs.<br />
<!--break--></p>
<p>
Das Straßenbild in Myanmars Hauptstadt Rangun ist geprägt<br />
vom Rot der Mönchskutten. Seit Anfang September demonstrieren<br />
buddhistische Geistliche, Pro-Demokratie-Bewegungen und Zivilbevölkerung<br />
für eine Demokratisierung des Landes. Am Wochenende hat das<br />
Regime unter General Than Shwe die Proteste für beendet erklärt.<br />
Zuvor ging die Militärregierung mit Waffengewalt gegen die<br />
Demonstranten vor und erklärte fünf buddhistische Klöster<br />
zur Sperrzone.
</p>
<p>
Geht es nach der Junta, sollen andere Länder von den Protesten<br />
möglichst wenig mitbekommen: Journalisten unterliegen strengen<br />
Auflagen, Ende September sollen zudem Telefon- und Internetverbindungen<br />
gekappt worden sein. Gerüchten zufolge kann man seit Samstag,<br />
29. September, das Netz wieder erreichen.
</p>
<p>
Das Internet ist eine wichtige Verbindung der Burmesen zur Außenwelt:<br />
Mit dem Handy aufgenommene Fotos und Videos sowie E-Mails aus Myanmar<br />
erreichen über das WWW Landsleute im Ausland. Diese leben in<br />
Norwegen, England, den USA oder Deutschland im Exil, kritisieren<br />
von hier aus schon seit langem die Militärregierung und berichten<br />
über die aktuellen Ereignisse in Myanmar. Bilder der Proteste<br />
finden sich zudem auf dem Fotoportal flickr.com und beim Online-Video-Dienst<br />
YouTube. Und auch internationale Solidaritätsbekundungen verlagern<br />
sich ins Digitale. politik-digital.de gibt mit dieser Linkliste<br />
einen Überblick, wer über die Proteste informiert und<br />
wie die Online-Welt ihre Sympathien mit den Demonstranten bekundet.
</p>
<p>
<b>Hintergründe zu Protesten und Pressefreiheit</b>
</p>
<p>
<b><a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7010202.stm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BBC</a></b><br />
Einen Überblick über die Hintergründe der Proteste<br />
bietet die BBC in einem ausführlichen Online-Dossier. Der britische<br />
öffentlich-rechtliche Sender verfügt auch über ein<br />
Programm in burmesischer Sprache.
</p>
<p>
<a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/rog-kritisiert-nachrichtenblockade-hintergrund-medien-myanmar.html%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Reporter<br />
ohne Grenzen</b></a> <br />
Hintergründe zur Pressefreiheit in Myanmar. Die Junta schränkt<br />
unabhängige Berichterstattung stark ein. In Myanmar ansässige<br />
Zeitungen, Fernsehsender und Radiostationen unterliegen einer strengen<br />
Zensur. Reporter ohne Grenzen führt das Land in seiner Rangliste<br />
zum Status der Pressefreiheit auf Platz 164 von 168 Staaten.
</p>
<p>
<a href="http://opennet.net/research/profiles/myanmar" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>OpenNet<br />
Initiative</b></a><br />
Die Initiative der Harvard University zeigt auf, welche Staaten<br />
Online-Inhalte filtern und auf welche Internetseiten man nicht zugreifen<br />
kann. Auch für Myanmar gibt es ausführliche Informationen:<br />
Internet-Zugang haben knapp 0,5 Prozent der burmesischen Bevölkerung.<br />
Zwar gibt es Internetcafés, doch die Verbindungskosten sind<br />
hoch, die Bandbreite niedrig. Über zwei Internetprovider können<br />
Burmesen online gehen. Beide, Myanmar Teleport (MMT) und Myanmar<br />
Posts and Telecom (MPT), unterstehen der Regierung und filtern von<br />
der Junta unerwünschte Inhalte – wenn auch beide Provider<br />
den Zugang zu unterschiedlichen Websites blockieren.
</p>
<p>
<b>Zeitungen und Online-Magazine</b>
</p>
<p>
<a href="http://www.myanmar.com/newspaper/nlm/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>New<br />
Light of Myanmar</b></a> <br />
Das neue Licht von Myanmar, so der Titel in der deutschen Übersetzung,<br />
ist eine der staatlichen Tagesszeitungen. Im Internet erscheint<br />
auch eine englischsprachige Ausgabe. The Light of Myanmar berichtet<br />
über die Proteste, stellt aber angebliche Übergriffe der<br />
Demonstranten auf Polizisten und Soldaten in den Vordergrund. Laut<br />
The Light of Myanmar bemühe sich die Regierung um eine friedliche<br />
Lösung, die buddhistischen Mönche und die protestierenden<br />
Zivilisten werden als Saboteure dargestellt.
</p>
<p>
<a href="http://www.mmtimes.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>The Myanmar<br />
Times </b></a><br />
Eine wöchentlich erscheinende Zeitung. Die Online-Ausgabe erscheint<br />
ebenfalls in Englisch. In der aktuellen Ausgabe berichtet die Myanmar<br />
Times nicht über die Proteste.
</p>
<p>
<a href="http://www.burmanet.org/news/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>BurmaNet<br />
News</b></a><br />
Der Online-Service BurmaNet News liefert seit 1994 auf einer Website<br />
und über einen Newsletter eine ausführliche und aktuelle<br />
Presseschau. Was Nachrichtenagenturen, internationale Medien und<br />
Blogs über Burma berichten – die Redakteure von BurmaNet<br />
News sammeln es und übersetzen die Meldungen ins Englische.<br />
Aus Myanmar selbst kann man nicht auf diese Informationen zugreifen:<br />
Laut OpenNet blockieren die burmesischen Interentprovider BurmaNet<br />
News.
</p>
<p>
<a href="http://www.irrawaddy.org/protests/BurmaProtests.php#25-13" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>The<br />
Irrawaddy </b></a><br />
Unabhängiges Online-Magazin, gegründet von in Thailand<br />
lebenden Burmesen. Das Team von Irrawaddy ruft seine Leser auf,<br />
Fotos der Proteste an die Redaktion zu mailen.
</p>
<p>
<a href="http://www.mizzima.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Mizzima<br />
News </b></a><br />
Im Exil lebende Burmesen gründeten das Online-Magazin 1998.<br />
Ihr Ziel ist es, mit Berichten über die Lage in Myanmar die<br />
öffentliche Wahrnehmung des Landes zu fördern.
</p>
<p>
<b>Radiosender</b>
</p>
<p>
Da Tages- und Wochenzeitungen in Myanmar der Junta unterstehen<br />
und die Internetprovider den Zugriff auf regierungskritische Websites<br />
sowie ausländische Nachrichtenportale blockieren, sind internationale<br />
Radiosender eine der wenigen Möglichkeiten für Burmesen,<br />
unabhängige Informationen zu bekommen.
</p>
<p>
<a href="http://www.rfa.org/english/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Radio<br />
Free Asia</b></a><br />
Der unabhängiger Radiosender, eine private Non-profit-Organisation,<br />
hat seinen Sitz in mehreren Ostasiatischen Staaten, unter anderem<br />
in China, Japan, Süd-Korea und Indien. Die Internetseite ist<br />
in neun asiatischen Sprachen sowie auf englisch verfügbar.
</p>
<p>
<a href="http://www.voanews.com/burmese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Voice<br />
of America</b></a> <br />
Voice of America ist ein internationaler Sender, 1942 von der US-Regierung<br />
gegründet. Sendet in verschiedenen Sprachen, darunter auch<br />
burmesisch. Auf der Website stehen die Nachrichten sowohl zum Nachlesen<br />
als auch als Audio zum Download zur Verfügung. Seit dem 26.<br />
September hat Voice of America den Anteil an Berichten in Burmesisch<br />
verdoppelt.
</p>
<p>
<a href="http://english.dvb.no/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Democratic<br />
Voice of Burma (Demokratische Stimme Burmas) </b></a><br />
Non-Profit-Organisation mit Sitz in Norwegen. In Skandinavien lebende<br />
Burmesen wollen unabhängig und objektiv über Myanmar berichten<br />
und setzen sich gleichzeitig für Demokratie und Menschenrechte<br />
in dem Staat ein.
</p>
<p>
<b>Burmesische Blogs</b>
</p>
<p>
Es gibt eine Vielzahl burmesischer Blogger, die aus dem Ausland<br />
über die Ereignisse im Myanmar berichten. Wir zeigen hier nur<br />
eine kleine Auswahl.
</p>
<p>
<a href="http://ko-htike.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Ko<br />
Htike </b></a><br />
Der Burmese Ko Htike lebt in London. Auf seinem vormals literarischen<br />
Weblog veröffentlicht er E-Mails und Fotos, die ihn aus Myanmar<br />
erreichen. Er schreibt zum Teil auf Burmesisch, zum Teil in Englisch.
</p>
<p>
<a href="http://seinkhalote.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Justice<br />
and Injustice</b></a> <br />
Sein Khalote bloggt auf burmesisch, veröffentlicht aber viele<br />
Fotos der Proteste.
</p>
<p>
<a href="http://mr-jade.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Mr.<br />
Jade</b></a> <br />
Bloggt zum Teil auf Englisch, zum Teil auf Burmesisch. Veröffentlicht<br />
Meldungen und Fotos.
</p>
<p>
<a href="http://dathana.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Nyein<br />
Chan Yar </b></a><br />
Berichtet zum Teil auf Englisch. Auch hier finden sich viele Fotos<br />
der Demonstrationen sowie Handy-Videos, die das Vorgehen der Militärs<br />
gegen die protestierenden Mönche zeigen.
</p>
<p>
<a href="http://niknayman.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Nik<br />
Naymann </b></a><br />
Fotos und Videos. Bloggt auf Burmesisch.
</p>
<p>
<b>Solidaritäsaktionen</b>
</p>
<p>
<a href="http://www.rsf.org/rubrique.php3?id_rubrique=542" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Handbuch<br />
für Blogger und Cyber-Dissidenten</b></a> <br />
Die Reporter ohne Grenzen geben in einem PDF-Handbuch Tipps für<br />
Blogger, die in Staaten mit strengen Zensurbestimmungen leben. Die<br />
Ratschläge reichen von der Erklärung, wie man ein Weblog<br />
aufsetzt, bis hin zu Tipps, wie die Blogger ihre Anonymität<br />
bewahren können.
</p>
<p>
<a href="http://www.avaaz.org/en/stand_with_burma/f.php?cl=20227734&amp;signup=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Unterschriftenaktion<br />
</b></a><br />
Die internationale Organisation Avaaz ruft zur Unterzeichnung einer<br />
Petition auf. Darin fordern die Unterzeichner den chinesischen Präsidenten<br />
und die Vereinten Nationen auf, sich gegen ein gewaltsames Vorgehen<br />
der Militärjunta zu wenden und die Demokratiebewegung zu unterstützen.
</p>
<p>
<a href="http://www.frieden-lauf.de/Burma/Burma.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Ashin<br />
Sopaka, Friedenslauf</b></a><br />
Der burmesische Mönch Ahin Sopaka lebt seit 2003 in Köln-Mülheim,<br />
leitet dort ein buddhistisches Zentrum und läuft für Frieden<br />
und Demokratie in Myanmar. Zudem beteiligt er sich über das<br />
Internet an der Organisation der Proteste. Auf seiner Website hat<br />
er ein Forum für Leserkommentare eingerichtet. Am Donnerstag,<br />
4. Oktiober, ist Ashin Sopaka von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast im<br />
<a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=81&amp;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau-de-Chat</a>.
</p>
<p>
<a href="http://www.free-burma.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Free<br />
Burma</b></a> <br />
Internationale Blogger planen am 4. Oktober einen Solidaritätstag.<br />
Weblogger sollen einen Eintrag zum Thema verfassen und ihre Solidarität<br />
mit einer Grafik oder einem Banner mit der Aufschrift „Free<br />
Burma“ verdeutlichen. Die Planung läuft über ein<br />
in mehreren Sprachen verfügbares <a href="http://freeburma.stots.de/doku.php?id=official_wiki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiki</a>,<br />
ein Online-Dokument, das jeder Nutzer bearbeiten kann. <a href="http://www.flickr.com/groups/479791@N25/pool/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grafiken</a>,<br />
Banner und <a href="http://flickr.com/photos/tags/freeburma/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fotos</a><br />
gibt es bei flickr.com.
</p>
<p>
<a href="http://www.flickr.com/groups/553084@N22/pool/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Red<br />
Shirt Day </b></a><br />
Rot sind die Kutten der buddhistischen Mönche und in rote Shirts<br />
sollte man sich am Freitag, 27. September, kleiden, sich fotografieren<br />
und das Foto auf flickr. hochladen, um an dieser Aktion teilzunehmen.<br />
In der entsprechenden Gruppe gibt es das Ergebnis zu sehen.
</p>
<p>
<a href="http://swiss-lupe.blogspot.com/2007/09/blogger-fr-burma-untersttzungsaktion.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Blogger<br />
für Burma</b></a><br />
Der Schweizer Satire-Blog Lupe rief zu einer ganz unsatirischen<br />
Solidaritsaktion auf: Blogger sollen einen Eintrag schreiben, der<br />
sich mit den Protesten befasst, und so ihre Sympathien bekunden.
</p>
<p>
<a href="http://www.sternengarten.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Red<br />
Blogs for Burma</b></a><br />
Nimue vom sternengarten-Blog kam auf die Idee, als Solidaritätsbekundung<br />
mit den rotgekleideten Mönchen dem eigenen Blog ein rotes Outfit<br />
zu verpassen.</p>
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