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	<title>Change.org &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>BigBrotherAwards 2016 – Die Rückkehr der Datenkrake</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Wolff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2016 16:00:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Große Bruder beobachtet dich! Frei nach George Orwells Utopie „1984“, werden heute die „BigBrotherAwards“ in Bielefeld verliehen – ausgezeichnet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Datenkrake_Frerk-Meyer_flickr_CC-BY-SA-2.0_v2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149084 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Datenkrake_Frerk-Meyer_flickr_CC-BY-SA-2.0_v2.jpg" alt="" width="640" height="280" /></a>Der Große Bruder beobachtet dich! Frei nach George Orwells Utopie „1984“, werden heute die „BigBrotherAwards“ in Bielefeld verliehen – ausgezeichnet werden Größen wie das Bundesamt für Verfassungsschutz, change.org und IBM Deutschland. Zudem beteiligt sich die ehemalige Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit einem Gastbeitrag.</p>
<p>Seit 2000 verleiht <a href="https://digitalcourage.de/">Digitalcourage e.V.</a> nun die BigBrotherAwards an „Datenkranken“ in Deutschland. Die Verleihung weist auf missbräuchliche Verwendung von Technik und Information hin und will mit den Awards den Diskurs zum Thema Datenschutz intensivieren. Das erste Mal wurden die Awards 1989 in Großbritannien von der Menschenrechtsorganisation <a href="https://www.privacyinternational.org/">Privacy International</a> verliehen. Prominenten Zuspruch erhält die diesjährige Verleihung von der ehemaligen Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Vor dem Hintergrund der Vorratsdatenspeicherung, PNR-Fluggastdatenspeicherung und Co. verteidigt sie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und den Schutz der Privatsphäre gegenüber staatlichen Institutionen.</p>
<h3>Diesjährige Preisträger: Verfassungsschutz, Change.org, IBM Deutschland und viele mehr</h3>
<p>Besser kann es eigentlich nicht passen: pünktlich zu „65 Jahren Verfassungsschutz“, wird das Bundesamt in der Kategorie „Lifetime“ mit einer „Datenkrake“ geehrt. Laudator Dr. Rolf Gössner beschreibt den Verfassungsschutz als im Kalten Krieg geprägten, antikommunistischen, skandalgeneigten und intransparenten Inlandsgeheimdienst. Erstaunt sei er nur, dass dieser trotz Lizenz zur Infiltration, Täuschung und Desinformation erst jetzt durch die BigBrotherAwards ausgezeichnet wird.</p>
<p>Kritikwürdig ist ebenfalls die Strategie von Change.org, dem diesjährigen Preisträger der Kategorie „Wirtschaft“. Zielstrebig wurde das Unternehmenskonzept laut der Laudatoren auf Datenmissbrauch ausgelegt; nun wird Geld mit dem Verkauf personenbezogener Daten gemacht. Strategie: entgegen europäischer und deutscher Datenschutzbestimmungen sammelt das Unternehmen nicht nur Namen, Adressen und Mailadressen von PetitionsunterzeichnerInnen, sondern auch Informationen zu den unterstützten Petitionen. Mit den Informationen über gesellschaftliche, soziale und politische Positionen der UnterzeichnerInnen, könnten so Meinungsbildungsprozesse gezielt beeinflusst werden. Da fällt es nur gering ins Gewicht, dass es auch nicht für notwendig erachtet wird, die unzulässigen Datenschutzregeln von Change.org auf einen aktuellen Stand zu bringen. Personenbezogene Daten von NutzerInnen werden trotz des für unwirksam erklärten „Safe Habour“-Abkommens weiterhin in den USA gespeichert.</p>
<p>In eine Reihe mit diesen Größen reiht sich dieses Jahr auch die IBM Deutschland GmbH mit seinem „Social Dashboard“ im firmeneigenen sozialen Netzwerk „Connections“. Die findige Idee des Unternehmens: ArbeitnehmerInnen anhand ihrer sozialen Reputation „qualitativ“ bewerten. Der soziale Status wird dabei durch das Vernetzungsverhalten der MitarbeiterInnen sowie dem „teilen“ und „liken“ von Nachrichten und Kommentaren in „Social Scores“ errechnet. Die JurorInnen sagen: IBM Deutschland hat sich den Preis in der Kategorie „Arbeitswelt“ verdient!</p>
<p>Die Berliner Verkehrsbetreibe BVG punkten mit ihrer Idee elektronischer Fahrkarten, die das Fahrverhalten von KundInnen abspeichern, bei den diesjährigen Awards in der Kategorie „Technik“. Auch die Generali-Versicherung wird mit einem Preis in der Kategorie „Verbraucherschutz“ geehrt, Anreizprogramme die dazu anregen das eigene Fitness- und Einkaufverhalten zu melden und Bonuspunkte abzugreifen müssen sich schließlich auszahlen. Hier gibt’s die Datenkrake für das bewusste Aushebeln unseres Sozialsystems.</p>
<p>Die Verleihung kann am 22.04.2016 ab 18 Uhr im „<a href="https://bigbrotherawards.de/stream">Live-Stream</a>“ verfolgt werden.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/greenoid/10491083295/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Datenkrake in ihrem Versteck</a> by <a href="https://www.flickr.com/photos/greenoid/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frerk-Meyer</a> via <a href="https://www.flickr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a> is licensed under <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Online-Petitionen: Sinnvolle Bürgerbeteiligung oder überschätzter Klick-Aktivismus?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Othmara Glas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2014 10:39:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Change.org]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob TTIP, Nachtflugverbote oder Markus Lanz – Online-Petitionen gibt es mittlerweile zu fast jedem Thema.  Auf lokaler, nationaler und EU-Ebene [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Petitionen-Gastbeitrag-Format-1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-141547" alt="E-Petitionen Gastbeitrag Format 1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Petitionen-Gastbeitrag-Format-1-630x274.jpg" width="630" height="274" /></a>Ob TTIP, Nachtflugverbote oder Markus Lanz – Online-Petitionen gibt es mittlerweile zu fast jedem Thema.  Auf lokaler, nationaler und EU-Ebene ermöglichen sie den Bürgern, mit ihren Anliegen öffentlich Gehör zu finden. Doch was entscheidet über Erfolg und Misserfolg einer Petition? Vor allem im parlamentarischen Verfahren bleibt dies oft unklar.<b> </b><br />
Simran Sodhi arbeitet als Integrationslotsin in Berlin. Die Inderin hilft anderen Migranten mit ihren Sprachkenntnissen bei Behördengängen und anderen Alltagsproblemen. Doch im Frühjahr dieses Jahres sollte sie selbst abgeschoben werden. Die Ausländerbehörde hatte dabei unter anderem argumentiert, dass es kein öffentliches Interesse an der Arbeit einer Integrationshelferin gebe. Eine E-Petition, die sich gegen die Abschiebung richtete, fand binnen weniger Wochen mehr als 70.000 Unterzeichner. Das Ergebnis: Simran Sodhi darf vorerst in Deutschland bleiben.</p>
<h3>Online-Petitionen beim Bundestag</h3>
<p>Das Petitionsrecht ist in Deutschland in Art. 17 des Grundgesetzes verankert. Demnach hat jeder Bundesbürger das Recht, sich „mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden“. Auf nationaler Ebene ist hierfür der Petitionsausschuss des Bundestages zuständig. Neben dem klassischen Weg einer schriftlichen Einreichung gibt es seit 2005 das <a href="https://epetitionen.bundestag.de/">E-Petitionsportal</a>. Laut <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/013/1801300.pdf">Ausschussbericht</a> gingen  2013 insgesamt 14.800 Petitionen beim Bundestag ein, von denen 426 im Internet veröffentlicht wurden. Da man sich auch mit privaten Anliegen an den Bundestag wenden kann, erfolgt eine Veröffentlichung nur dann, wenn das Thema von allgemeinem Interesse ist und keine persönlichen Bezüge enthalten sind. Knapp 45 Prozent der Petenten nutzten das Online-Portal für ihre Eingabe.<br />
Das Einreichen der Petition beim Bundestag selbst ist relativ simpel. Nach erfolgter Anmeldung beim Online-Portal und der Entscheidung, ob es sich um eine öffentliche oder nicht-öffentliche Petition handelt, wird man in vier Schritten durch das Verfahren geleitet: Daten eingeben – Wortlaut und Begründung der Petition – Daten prüfen – bestätigen. Wie es dann weitergeht, ist zwar ebenfalls auf der Seite nachzulesen, doch auf welche Weise die Prüfung genau erfolgt, ist nicht immer so deutlich erkennbar. Nach Angaben des Bundestags werden derzeit rund 760 öffentliche Petitionen geprüft – zwei davon bereits seit 2006. Die Erfolgsquote liegt laut Günther Baumann, Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Petitionsausschuss, bei 40 Prozent.<br />
Bei öffentlichen Petitionen können die 1,6 Millionen registrierten Nutzer in einem Forum über das jeweilige Anliegen diskutieren und mitzeichnen. Erhält eine Petition innerhalb von vier Wochen das notwendige Quorum von mindestens 50.000 Unterstützern, hat der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen öffentlich im Petitionsausschuss vorzutragen. Dies geschieht allerdings nicht immer, da der Ausschuss eine Anhörung mit einer Zweidrittelmehrheit ablehnen kann. 2013 wurden zum Beispiel gerade einmal zehn Petitionen öffentlich beraten, von denen auch nicht alle zuvor das Quorum erreicht hatten. Die Obfrau der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, bezeichnet es als „vollkommen absurd“, „dass selbst öffentliche Petitionen nicht öffentlich beraten werden“.</p>
<h3>E-Petitionen boomen</h3>
<p>Seit mehreren Jahren kommen zu den offiziellen Annahmestellen immer mehr private Petitionsplattformen hinzu. Zu den bekanntesten zählen openPetition, change.org und campact. Nach eigenen Angaben nutzen jeweils knapp zwei Millionen Menschen in Deutschland change.org und openPetition. Bei campact sind es rund 1,5 Millionen. Change.org wurde bereits 2007 in den USA gegründet und existiert seit 2012 in Deutschland. OpenPetition ist hingegen ein deutsches Projekt und ging 2010 online. Seitdem wurden mehr als 9.000 Petitionen gestartet. Auch die deutsche change.org-Website läuft gut: Jede Woche kommen laut Betreiber 390 neue Petitionen hinzu.<br />
Der hohe Zuspruch, den E-Petitionen auf privaten Plattformen erfahren, begründet sich sicherlich nicht zuletzt in der Anonymität, die diese bieten. Denn anders als beim Bundestag ist keine Identitätsbestätigung erforderlich und die Daten werden nicht auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft. Wer eine E-Mail-Adresse besitzt, kann ohne Weiteres unterzeichnen. Auch das Erstellen einer Petition fällt so natürlich leichter. Im Januar dieses Jahres kritisierte die Vorsitzende des Petitionsausschusses im Deutschen Bundestag, Kersten Steinke (SPD), dass es sich bei den dort verfassten Petitionen nicht um „echte Petitionen“ handele. Viele beinhalten zudem nur „heiße Luft“, schrieb sie in einem <a href="https://epetitionen.bundestag.de/epet/service.$$$.rubrik.LeserBrief.a.u.html">Leserbrief</a> an die <i>Welt</i>. „Wenn das Anliegen eine medientaugliche Popularität erreicht, […] wird darüber breit berichtet. Sobald eine neue sensationssüchtige ‚Petition‘ auftaucht, ist die alte vergessen.“<br />
Die E-Petition gegen die Abschiebung von Simran Sodhi auf <a href="http://www.change.org/petitions/hr-frank-henkel-integrationslotsin-simran-sodhi-soll-nicht-ausgewiesen-werden?utm_campaign=petition_created&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=guides">change.org</a> war jedenfalls erfolgreich. Verschiedene Vereine und Politiker unterstützten die Initiative, mehrere Medien berichteten darüber. Und obwohl es sich „nur“ um ein lokales Thema handelte, zeigte die breite Unterstützung, dass durchaus ein öffentliches Interesse an ihrem Fall bestand.<br />
Für die Beteiligung an einer Petition ist eine gewisse Medienresonanz nicht unerheblich. Ein Beispiel, auf das sich auch Steinke in ihrem Brief bezog, ist die E-Petition gegen den ZDF-Moderator Markus Lanz. Nach seiner Sendung vom 16. Januar startete am nächsten Tag eine Initiative auf <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/raus-mit-markus-lanz-aus-meiner-rundfunkgebuehr">openPetition</a> zur Absetzung von Lanz‘ Sendung, die innerhalb von zwei Wochen 233.355 Unterstützer fand. Wie sich den Kommentaren entnehmen lässt, empörte die Unterzeichner vor allem der Umgang mit der Politikerin Sahra Wagenknecht (Die Linke) während der Show und die Tatsache, dass es sich bei dieser um gebührenfinanziertes Fernsehen handelt. In zahlreichen Zeitungen und Magazinen wurde das Auftreten von Lanz ebenfalls eher kritisch betrachtet. Dementsprechend erhielt die Petition mit dem Titel „Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!“ sehr schnell große Aufmerksamkeit. Nach der Berichterstattung stieg die Anzahl der Unterzeichner sprunghaft an.</p>
<h3>Erfolgreiche Online-Petitionen</h3>
<p>Über den Sinn und Unsinn dieser Petition wurde on- und offline viel diskutiert. Sogar Gegenpetitionen wie &#8220;Kein Rauswurf von Markus Lanz&#8221; oder „Gegen digitales Mobbing, binäre Erregung und Onlinepetitionswahn“ wurden gestartet, jedoch vom Betreiber openPetition wegen „Nichtbeachtung der Nutzungsbedingungen“ kurz darauf wieder gelöscht.<br />
Zur erfolgreichen Gestaltung einer Petition geben die Plattformen allerdings auch Tipps. Neben dem richtigen Titel und einem Adressaten sollte man gut begründen können, warum man die Petition unterstützen sollte. Fügt man dem Text noch ein Bild hinzu und verbreitet sein Anliegen via Social Media, ist ein Erfolg zwar nicht garantiert, erhöht aber zumindest die Chancen, dass die Medien darauf aufmerksam werden.<br />
Anders als bei Simran Sodhi, haben die meisten privaten E-Petitionen kaum Erfolg. So kam auch das ZDF der Forderung der Petentin, sich von Markus Lanz zu trennen, letztendlich nicht nach. Von den 9.000 bei openPetition gestarteten Petitionen sind beispielsweise gerade einmal rund 120 bisher als erfolgreich gewertet worden.  Dennoch musste sich der ZDF-Fernsehrat, in dem unter anderem Mitglieder von Landesregierungen und Bundestagsabgeordnete sitzen, nach dem enormen öffentlichen Druck zumindest mit dem Thema beschäftigen.</p>
<h3>Eine andere Form der Bürgerbeteiligung: die Europäische Bürgerinitiative</h3>
<p>Eine weitere Form der politischen (Online-)Partizipation bietet die Europäische Union. Neben der klassischen Petition, die an das Parlament gerichtet ist, gibt es noch die Möglichkeit der Europäischen Bürgerinitiative. Diese kann ebenfalls online eingereicht werden und soll die Europäische Kommission dazu auffordern, einen Rechtsakt vorzuschlagen. Die Hürden sind allerdings hoch: Eine Bürgerinitiative muss von mindestens einer Million EU- Bürgern aus mindestens sieben der 28 Mitgliedstaaten unterstützt werden. In jedem der sieben Mitgliedstaaten ist eine Mindestanzahl von Unterstützern erforderlich. Neben diesen formalen Herausforderungen sind außerdem technische Anforderungen, wie die Bereitstellung eines zertifizierten Online-Sammelsystems, zu erfüllen. Erste Erfolge gibt es jedoch bereits: Die Initiative <a href="http://www.right2water.eu/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Right2Water&#8221;</a> schaffte es etwa, dass die Kommission ihre Pläne zur Privatisierung der Wasserversorgung aufgab.<br />
Ein weiteres Bürgerbegehren, das gute Erfolgsaussichten hat, ist aktuell „<a href="http://stop-ttip.org/">Stop TTIP</a>“, welches sich gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA richtet. Bereits jetzt erhält das Thema große mediale Aufmerksamkeit. Eine entsprechende Online-Petition auf campact, einem der Mitinitiatoren, hat schon mehr als 600.000 Unterzeichner gefunden. Die Bürgerinitiative selbst wird derzeit von der Kommission begutachtet und soll offiziell im September starten. Dann müssen die Unterzeichner der Online-Petition allerdings erneut motiviert werden, da es sich bei campact um kein von der EU zertifiziertes System handelt.</p>
<h3>Was kann man mit Online-Petitionen erreichen?</h3>
<p>Die Erfolgsaussichten der meisten Petitionen sind gering. Vor allem bei den privaten Anbietern besteht keinerlei Recht der Petenten darauf, dass sich die Adressaten wirklich mit der Petition beschäftigen. Anders ist dies beim Bundestag: Kommt eine Petition ins parlamentarische Verfahren, muss der Petitionsausschuss das Anliegen beraten. Hier sollte auch von Seiten der Plattformbetreiber besser aufgeklärt werden.<br />
Bei einer Erfolgsquote von 40 Prozent gibt es allerdings auch Nachbesserungsbedarf im Bundestag. Die Parteien haben angekündigt, in dieser Legislaturperiode die häufig als zu kurz kritisierte Zeichnungsfrist von vier Wochen verlängern zu wollen. Zudem wollen sich die Oppositionspolitiker für ein transparenteres Verfahren einsetzen, insbesondere bei den öffentlichen Petitionen.<br />
E-Petitionen stellen zumindest eine Möglichkeit der politischen Partizipation dar, die vor allem Jüngere und auch weniger an Politik interessierte Menschen anspricht. Und schließlich verlaufen nicht alle E-Petitionen im Sande – manche können, wie im Fall von Simran Sodhi, tatsächlich etwas bewirken.<br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/jayw/">Transguyjay</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Partizipation im Netz: &#034;Je jünger, desto aktiver&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2014 12:20:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mitreden, mitmachen, mitfinanzieren – „Dabei sein“ wird im Internet immer populärer. Plattformen wie Startnext.de oder Change.org bieten  zahlreiche Möglichkeiten, sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/partizipation3.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140840" alt="partizipation3" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/partizipation3.png" width="619" height="371" /></a>Mitreden, mitmachen, mitfinanzieren – „Dabei sein“ wird im Internet immer populärer. Plattformen wie Startnext.de oder Change.org bieten  zahlreiche Möglichkeiten, sich wirtschaftlich oder politisch einzubringen. Eine jüngst erschienene Studie untersuchte die vielfältigen Möglichkeiten der Partizipation im Internet nun aufs Neue und fördert interessante Analogie zutage. Über die Ergebnisse des Forschungsprojektes berichtet Projektleiter Hendrik Send im Interview.<br />
Schon seit den frühesten Anfängen des Web 2.0 sind die Potenziale der Beteiligung an Politik, aber auch an wirtschaftlichen oder zivilgesellschaftlichen Projekten immer wieder in der Diskussion. Oft stehen dabei ähnliche Fragen im Raum: Kann das Internet die Demokratie beflügeln? Wer nutzt die Möglichkeiten und warum? Wo und wie können Formen der Mitgestaltung gewinnbringend und nutzerfreundlich eingesetzt werden?<br />
Eine <a href="http://www.hiig.de/wp-content/uploads/2014/06/20140609_Studie_DIGITAL.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neue Studie</a> des Berliner Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft mit dem Titel „<b>Online Mitmachen und Entscheiden – die Partizipationsstudie 2014“ </b>nahm sich nun erneut des Themas an. Das Forscherteam untersuchte das Phänomen in Kooperation mit TNS Infratest anhand einer repräsentativen Befragung von etwa 500 Teilnehmern. Dabei interessierten sich die Wissenschaftler für die Bekanntheit entsprechender Angebote, das Nutzungsverhalten, aber auch für die zugrunde liegende Motivation der Nutzer. Bemerkenswert ist, dass in der Studie politische und wirtschaftliche Partizipationsformen gleichermaßen betrachtet wurden.</p>
<h3>Jung, gebildet, männlich</h3>
<p>Die <a href="http://www.hiig.de/online-mitmachen-und-entscheiden-die-partizipationsstudie-2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisse der Studie</a> deuten zunächst daraufhin, dass die Angebote von einem Großteil der Bevölkerung genutzt werden. Ebenso bestätitgt sie die hinreichend bekannte Erkenntnis (<a href="http://www.sinus-institut.de/uploads/tx_mppress/DIVSI-Studie-Beteiligung-im-Internet.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">siehe hierzu DIVSI-Studie S. 24ff</a>), dass vor allem junge Männer mit höherem Bildungsniveau eine hohe Affinität zur Online-Partizipation haben. Als „erstaunlich“ bezeichneten die Verfasser die Intensität der Nutzung, die mit durchschnittlich 1,5 Stunden relativ hoch ausfällt. Weniger überraschend mag sein, dass sich vor allem Online-Petitionen großer Beliebtheit unter den Befragten erfreuen, während aufwendigere Möglichkeiten oft nur von wenigen Menschen genutzt werden. Wirtschaftliche Angebote seien zwar vergleichsweise weniger Menschen bekannt, Crowdfunding und Online-Produktkonfigurationen würden dennoch zunehmendes Interesse hervorrufen.<br />
Die Federführung hatte unter anderem Projektleiter Prof. Dr. Hendrik Send vom Alexander von Humboldt Institut. Der Kommunikationswissenschaftler beantwortete  uns einige weiterführende Fragen zu den Ergebnissen:<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Zum Ziel der Studie: Sie haben in Ihrer Studie politische und wirtschaftliche Partizipation im Internet verglichen und einander gegenübergestellt. Was haben Sie sich von einer solchen Gegenüberstellung erhofft? Worin besteht die Vergleichbarkeit und was ist der Ihrer Überzeugung nach der größte Unterschied?<br />
<figure id="attachment_140839" aria-describedby="caption-attachment-140839" style="width: 205px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class=" wp-image-140839         " alt="Send" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Send.png" width="205" height="230" /><figcaption id="caption-attachment-140839" class="wp-caption-text">Prof. Dr. Hendrik Send forscht am <a href="http://www.hiig.de/staff/dr-hendrik-send/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft</a> im Bereich internetbasierte Innovation und ist Projektleiter der Partizipationsstudie. Darüber hinaus ist er an der Hochschule Anhalt als Professor für den Masterstudiengang &#8220;Digitale Kommunikation&#8221; zuständig.</figcaption></figure><br />
<strong>Hendrik Send:</strong> Politische Organisationen und Wirtschaftsunternehmen setzen Partizipationsplattformen im Internet ein, die auf teilweise sehr ähnlichen Mechanismen basieren. Nutzer können auf solchen Plattformen Ideen (oder im Falle von Petitionen „Gegen-Ideen“) eintragen, andere Ideen bewerten und diskutieren. Gemeinsam ist politischen und wirtschaftlichen Organisationen das Interesse, möglichst viele gute Ideen und Bewertungen zu bekommen. Die Literatur zu beiden Feldern ist bislang zu gering verbunden und baut wenig auf Ergebnissen des jeweils anderen Bereichs auf. Es war für uns spannend, zusammen mit Politik- und Wirtschaftswissenschaftlern jeweils die Perspektive des anderen Bereichs einzunehmen und zu verstehen. Der größte Unterschied im Einsatz liegt darin, dass eine politische Organisation aber solche Plattformen meistens einsetzen wird, um Entscheidungen demokratisch zu legitimieren, und daher eine möglichst breite Teilnahme anstrebt. Wenn ein Unternehmen Kunden oder potentielle Kunden einlädt, Produkte oder Dienstleistungen gemeinsam zu entwickeln, so ist eine Idee, die alle schnell verstehen, nicht unbedingt die beste. Unternehmen rekrutieren zum Beispiel teilweise gezielt Personen, die viel höhere Ansprüche an Produkte haben als die breite Masse, so genannte Lead User.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Sie schreiben in der Studie: „Gerade die häufig hohe Bedeutung von Preisen regt dazu an, über Belohnungsanreize in der politischen Beteiligung nachzudenken“ (S. 42). Stößt hier die Übertragbarkeit von wirtschaftlichen und politischen Zielen nicht an ihre Grenzen? Birgt ein „Belohnungssystem“ im politischen Bereich nicht auch Gefahren?<br />
<strong>Hendrik Send:</strong> Genau so ist es. Daher regen wir auch nur vorsichtig an, sich einmal darüber Gedanken zu machen. Belohnungssysteme bergen auch im wirtschaftlichen Kontext immer Gefahren und laden Menschen ein, ihr Verhalten auf die Erreichung von Belohnungen zu optimieren, anstatt das eigentlich gewünschte Verhalten wie z.B. das Eintragen und Diskutieren guter Ideen zu erwirken.<br />
Dennoch konnten wir zeigen, dass für einen nennenswerten Teil der Online-Nutzer Preise ein wichtiger – teilweise der wichtigste – Anreiz sind. Natürlich wünschen wir uns zunächst, dass Bürger von sich aus ein Interesse daran haben, sich politisch zu beteiligen. Aber was ist mit denen, bei denen dieses Interesse, wenn überhaupt, nur gering ausgeprägt ist? Breite demokratische Legitimierung bedeutet auch, Bürger mit einer solchen Motivationslage zu berücksichtigen. Eine breitere Partizipation wäre durch den Einsatz von Preisen erreichbar. Dass man sich durch den Einsatz von Preisen neue Herausforderungen einhandelt, muss einem dabei bewusst sein. Angesichts der verbreiteten Ratlosigkeit im Umgang mit politisch inaktiven Gruppen könnten sich Versuche dennoch lohnen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Die politische Partizipation im Netz via Online-Petitionen wird häufig als Couch-Aktivismus abgetan – wenig Aufwand, wenig Anteilnahme. Außerdem steht sie unter dem Verdacht, mit anderen – aufwendigeren – Formen politischen Engagements in Konkurrenz zu stehen. Können Sie über den geringen Aufwand hinaus etwas zum Erfolg dieser Partizipationsformen sagen? Welche Rollen spielen Thema, Erfolgsaussicht/ -versprechen und Vermarktung der Anliegen?</p>
<h3>Junge Menschen nutzen andere Formen politischen Engagements</h3>
<p><strong>Hendrik Send:</strong> Unsere Daten können hierzu keine Aussagen rechtfertigen. Aus Gesprächen mit Betreibern von Partizipationsplattformen wissen wir, dass es natürlich Themen und Situationen gibt, die Nutzer eher zur Beteiligung animieren als andere, so z.B. wenn ein klarer, „böser“ Gegner des Volkswillen ausgemacht werden kann. Je jünger Wähler sind, desto schlechter sind bei klassischen Wahlen Jahr für Jahr ihre Beteiligungszahlen. Bei den von uns untersuchten Beteiligungsformen verhält es sich genau umgekehrt: Je jünger die Befragten sind, desto aktiver zeigten sie sich in den neuen Formen. Politisches Engagement findet also auch bei jungen Zielgruppen statt, nur in anderen Formen. Diese Verschiebung von Partizipationskanälen kann man als Konkurrenz oder als komplementäre Formen interpretieren.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Sie schreiben, es sei zu erwarten, dass breite Beteiligung in Zukunft eher abnehmen werde, anstatt zuzunehmen. Haben Sie auch untersucht, ob nicht auch zielgruppenspezifischer partizipiert werden wird? Zum Beispiel regional oder bei Nischenthemen?<br />
<strong>Hendrik Send:</strong> Es ist zu erwarten, dass die Aktivität der Angebote der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Long_Tail" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Long-Tail-Verteilung</a> folgen wird. Gerade im Internet können regionale und Nischenthemen sehr effektiv von den Betroffenen diskutiert und bewertet werden. Gleichzeitig führen einige Mechanismen der Internetökonomie dazu, dass nur Platz für wenige sogenannte Superstars ist. Es dominieren sehr erfolgreiche Angebote den Markt. Für eine Untersuchung von Nischenthemen bräuchten wir einen wesentlich größeren Datensatz, da Nischenthemen eben nur sehr wenige Personen betreffen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Die Politik wird durch die zunehmenden Möglichkeiten der Partizipation auch herausgefordert.  Die Studie zeigt, dass gerade sehr konkrete Wege, politisch mitzugestalten, eher weniger Menschen bekannt sind. Müssen für Möglichkeiten der politischen Mitgestaltung und Partizipation bei Online-Aktivismus nicht sehr unterschiedliche Voraussetzungen definiert werden?<br />
<strong>Hendrik Send:</strong> Wir waren eher darüber erstaunt, wie vielen Personen die Angebote bekannt sind und wie viele Personen diese überhaupt schon nutzen, angesichts der eher jungen Geschichte dieser Ausdrucksform. Gerade politische Mitgestaltung und Partizipation sind Felder, die eine Gesellschaft ausprobieren und verstehen muss. In den 1970er Jahren waren Demonstrationen und bunte Formen von politischer Partizipation für große Bevölkerungsteile in Deutschland völlig unakzeptabel. Es hat lange gedauert, bis eine friedliche Demonstration als begrüßenswerter Ausdruck von öffentlicher Meinung akzeptiert wurde, an dem heute auch sehr konservative Personen teilnehmen.<br />
Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/afagen/5133070639" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr/Adam Fagen</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-SA 2.0</a>) / Porträt: <a href="http://www.hiig.de/staff/dr-hendrik-send/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Humboldt Institut</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 3.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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