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	<title>Chaos Computer Club &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Chaos Computer Club &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Chaos Computer Club in der Schule</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elisa Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2017 14:09:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Themenseite]]></category>
		<category><![CDATA[CCC]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Seit seiner Gründung fördert der Hackerverein Chaos Computer Club auch die Bildung zu technischen Themen. Nach zehn Jahren aktiver Bidungsarbeit hat das Projekt Chaos macht Schule die gesammelten Erfahrungen ausgewertet und eine Liste von Forderungen für eine kompetente Umsetzung zeitgemäßer Bildung erstellt. Ein Interview mit CmS-Aktivist und Informatiker Benjamin Schlüter über digitale Mündigkeit, Kompetenzen und Politik.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der <a href="https://www.ccc.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Club</a> (CCC) ist wohl jedem ein Begriff. Der größte europäische Hackerverein widmet sich seit 1981 Themen der digitalen Technologien und Computersicherheit. Mit dem Projekt “<a href="https://ccc.de/schule" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chaos macht Schule</a>” bilden ehrenamtliche Aktivist*innen alle an Schule Beteiligten im Bereich Medienkompetenz und Technikverständnis durch ein vielfältiges Vortrags-, Workshop- und Schulungsangebot weiter.</p>
<p>Ein zentrales Problem, dass dabei immer wieder auffällt: die Bildungsinstitutionen mit ihren Kerncurricula können nicht mit den rasanten Entwicklungen der neuen Technologien mithalten und deren effektiven Nutzen kaum mit ihrem Lehrprogramm vereinen. Hier setzt Chaos macht Schule (CmS) mit ihren <a href="https://www.ccc.de/de/cms-forderungen-lang" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fünf Forderungen</a> für die Digitalisierung der Bildung an. <strong>Benjamin Schlüter und Steffen Haschler</strong> haben sie auf der <a href="https://17.re-publica.com/en/17/session/digitale-mundigkeit-unsere-forderungen-zeitgemasse-digitale-bildung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">re:publica 2017 in Berlin</a> vorgestellt.</p>
<p><strong>1. Digitale Mündigkeit der Schüler und Schülerinnen</strong></p>
<p><strong>2. Fächerübergreifende Themen der digitalisierten Lebenswelt</strong></p>
<p><strong>3. Stärkung der Lehrkräfte</strong></p>
<p><strong>4. Vorbilder schaffen</strong></p>
<p><strong>5. Externe Experten einbinden</strong></p>
<p>Ausführlich können sie <a href="https://www.ccc.de/de/cms-forderungen-lang"><strong>hier</strong></a> nachgelesen werden.</p>
<p><strong>Benjamin, woher stammt die Idee für das Projekt &#8220;Chaos macht Schule&#8221;?</strong></p>
<p>Um 2007 herum gab es erste Schulen, die beim CCC angefragt haben, ob wir vorbeikommen und Workshops veranstalten könnten, um was über Technik und das Internet zu erzählen. Die Schulen haben gemerkt, dass solche Themen für Schüler*innen relevant sind, sie aber selbst über keine Kompetenzen verfügen, um den Schüler*innen das nötige Wissen zu vermitteln. Daraufhin haben dann die ersten Workshops stattgefunden, das Ganze hat sich über Schüler und Lehrer rumgesprochen, es kamen neue Anfragen und so hat sich das ganze institutionalisiert.</p>
<p>Wichtig war auch ein Talk auf dem nicht lange zurückliegendem 22. Chaos Communication Congress, den der CCC jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester veranstaltet. Unter dem Titel “We lost the war” stellten Rop Gonggrijp und Frank Rieger Ende 2005 fest, dass es dem CCC bisher nicht gelungen war, all die Themen, mit denen sich der CCC beschäftigt, vollständig in die Gesellschaft zu bringen. Eine Lösung ist natürlich, bei der jüngeren Generation in Sachen Bildung anzufangen – was auch eine wichtige Inspiration war, um mit Chaos Macht Schule anzufangen.</p>
<p><strong>Wer fragt Euch an?</strong></p>
<p>Mal kommen Anfragen von den Lehrer*innen, mal von den Elternvertreter*innen. Grundsätzlich melden sich die engagierten Leute. Aus anderen Schulformen als Grundschule oder Gymnasium kommen leider relativ wenig Anfragen. Es kommt auch vor, dass eine Lehrerin oder eine Mutter an uns herantritt, weil ihr Sohn über Dritte von uns gehört hat.<br />
Wir machen keine große Werbung, unser Angebot spricht eher herum.</p>
<p><strong>Prallen diesbezüglich nicht zwei Denkweisen aufeinander? Bei den schnellen technischen Entwicklungen ist es doch eine Herausforderung, neue digitale Methoden in dem Wissen anzuwenden, dass sie in kurzer Zeit wieder veraltet sein werden.</strong></p>
<p>Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Deshalb sollte sich die Lehre nicht zu sehr auf ein aktuelles soziales Netzwerk oder eine bestimmte Programmiersprache fokussieren, sondern eine universellere digitale Mündigkeit fördern.</p>
<p>Auch ist es wichtig, die Rolle des oder der Lehrer*in zu überdenken. Im Zeitalter des Internets, wenn man das Web z.B. zu Recherchezwecken einsetzt, ist der Lehrer nicht mehr zwingend derjenige mit dem meisten Wissen, weil sich jede*r Schüler*in ab einem bestimmten Alter in ein Thema einlesen kann. Da muss man einfach klar machen, dass der*die Lehrer*in im Zweifelsfall derjenige ist, der den Schüler*innen hilft, wie man lernt, und der das Lernen begleitet. Lehrer können sich so etwas auch zusammen mit den Schüler*innen erarbeiten. Das ist es auch, was wir Eltern in Bezug auf digitale Medien oftmals sagen: Lasst es euch von euren Kindern zeigen; die wissen, wie das geht.</p>
<p><strong>Werden Schulen in der Lage sein, diesen neuen Anforderungen mit eigenen Angeboten zu Medien- und Digitalkompetenz gerecht zu werden? Oder sind externe Experten und Fachkräfte weiterhin notwendig?</strong></p>
<p>Generell bin ich der Auffassung, dass unser Bildungssystem eine Lösung für das Problem finden muss. Da digitale Medien im Lebens- und Arbeitsalltag eine wichtige Rolle spielen, muss die Schule darauf vorbereiten.</p>
<p>Als kurzfristige Lösung halte ich es hingegen sinnvoll, mit externen Leuten zusammenzuarbeiten. Solange die Bildungspläne so weit von den technischen Entwicklungen entfernt sind, lässt es sich kaum vermeiden, wenn man kurzfristig etwas erreichen will.</p>
<p><strong><div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="/wp-content/uploads/2020/06/myavatar.png" rel="attachment wp-att-153060"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-153060" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/myavatar.png" alt="myavatar" width="175" height="175" /></a>Benjamin Schlüter ist Diplom-Informatiker und gibt in seiner Freizeit Workshops zu Themen zwischen Technik und Gesellschaft.</div></div></strong></p>
<p><strong>Die Schnelligkeit der technischen Entwicklungen lässt das strukturelle Problem aufkommen, dass du als Lehrer beim Schulabschluss deiner Schüler nicht den Erfolg vorweisen kannst, ihnen wirklich etwas beigebracht, sondern vielmehr optionale Lösungswege aufgezeigt zu haben, die schnell veraltet sein werden.</strong></p>
<p>Das ist definitiv ein wichtiger Punkt. Viele der heutigen Berufe wird es aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung in zehn oder zwanzig Jahren möglicherweise nicht mehr geben, wenn die Schüler*innen im Berufsleben angekommen sind. Daher ist es wichtiger denn je, den Schülern kritisches Denken und Hinterfragen beizubringen. Wohingegen Schulen heute immer noch sehr stark darauf ausgerichtet sind, auf den derzeitigen Berufsalltag vorzubereiten. Auch im Bereich Digitalisierung und Schule liegt der Fokus darauf. Schüler*innen lernen z.B. Programmieren oder wie ein Office Paket funktioniert. Das bereitet möglicherweise auf das heutige Berufsleben vor, aber weniger auf das Leben der Zukunft, von dem wir alle nicht wissen, wie es aussehen wird.</p>
<p><strong>Wäre es aus Deiner Sicht wünschenswert, dass irgendwann gar keine externen Expert*innen mehr nötig sind?</strong></p>
<p>Ich würde mir wünschen, dass &#8220;Chaos macht Schule&#8221; irgendwann überflüssig wird und die Schulen das selbst schaffen. Der Weg dahin ist aber noch weit.<br />
Wenn man sich die Entstehung eines Bildungsplans anschaut oder wie die Lehrerausbildung funktioniert, wird man feststellen, dass das alles ein sehr langsamer Prozess ist. Bis sich Änderungen in Lehrplänen widerspiegeln, dauert es einfach, während technische Entwicklungen sehr, sehr schnell sind. Weiterhin muss man sehen, dass das ganze Schulsystem kein Geld hat. Wenn Schulen das Geld fehlt, um Toiletten zu reparieren, da ist man natürlich noch weit davon entfernt, über Technik zu reden. Technik veraltet zudem sehr schnell. Da wäre es eine gute Möglichkeit, mit lokalen Bildungsinitiativen zusammenzuarbeiten wie z.B. Makerspaces.</p>
<p><strong>Ihr fordert auch hauptamtliche Administratoren an Schulen. Warum?</strong></p>
<p>Computersysteme kann man nicht einfach kaufen, aufstellen und dann laufen sie, sondern man muss sie pflegen, Updates einspielen, neue Software installieren. Man muss das Zusammenspiel sehen und das tun sehr viele Schulen nicht. Wir würden es sehr begrüßen, wenn das Problem erkannt und Leute dafür abgestellt würden, die sich damit auskennen und genug Zeit dafür haben. Denkbar wären auch Administrator*innen, die an mehreren Schulen arbeiten.</p>
<p><strong>Bei welcher Gruppe trägt Euer Engagement am meisten Früchte? Schüler, Lehrer oder Eltern?</strong></p>
<p>Das kann man relativ schlecht vergleichen, das sind unterschiedliche Ansätze.<br />
Wir arbeiten mit Schüler*innen, um die nachfolgende Generation zu erreichen. Wir entsprechen natürlich nicht dem Bild, das ein Lehrer abgibt, das ist ein gewisser Gegenentwurf. Dadurch haben wir schon einen gewissen Einfluss und die Kinder und Jugendlichen sind da sehr offen.</p>
<p>Auf der anderen Seite können wir durch Lehrer*innenfortbildungen letztendlich viel mehr Leute erreichen, weil sie das Wissen idealerweise direkt weitergeben.</p>
<p>Bei der Arbeit mit den Eltern geht es einfach darum, zu sensibilisieren und ihnen beizubringen, was es bedeutet, beispielsweise einem Grundschüler ein Smartphone mit Internetzugang in die Hand zu drücken. Vieles von dem, was die Kinder machen, geschieht im Zusammenspiel mit den Eltern.</p>
<p><strong>Könntet ihr euch vorstellen, euch mit der Initiative auch in die Lehramtsausbildung einzubringen?</strong></p>
<p>Chaos macht Schule ist für uns ein ehrenamtliches Freizeitprojekt, d.h. unsere Reichweite und unsere Kapazitäten sind begrenzt. Auf Anfrage würden wir natürlich auch Lehrer*innenfortbildungen geben. In nächster Zeit wollen wir unseren Fokus aber auf das Thema “Offene Bildungsmaterialien” legen, wodurch wir unser Know-How bereitstellen können, aber nicht alles selbst durchführen müssen. Gerne würden wir mehr mit Lehrer*innen zusammenarbeiten, auf akademischer Ebene ist unsere Initiative allerdings nicht flächendeckend durchführbar.</p>
<p><strong>Im Bereich digitaler, zeitgemäßer Bildung gibt es inzwischen einige verschiedene Initiativen und Projekte mit ähnlichen Zielen – glaubst du, dass eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit regional oder sogar bundesweit hilfreich wäre?</strong></p>
<p>Es gibt in Deutschland ziemlich viele Initiativen in dem Bereich. Sei es &#8220;<a href="https://jugendhackt.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugend hackt</a>&#8220;, das <a href="https://coderdojo.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CoderDojo</a> oder oder die <a href="https://edulabs.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Edulabs</a>, mit vielen sind wir vernetzt und man tauscht sich untereinander aus. Man unterstützt sich auch gegenseitig. Findet eine Veranstaltung von &#8220;Jugend hackt&#8221; statt, helfen dort oft Leute vom CCC mit, dem Berliner CoderDojo stellen wir manchmal unsere Clubräume zur Verfügung etc.</p>
<p>Wir veranstalten auf dem Chaos Communication Congress immer den Junghackertag. An dem Tag haben Jugendliche bis 14 Jahre mit einem Elternteil freien Eintritt zum Congress. Wir bieten dann verschiedene Workshops für Jugendliche an. Letztes Jahr hatten wir 15 verschiedene Initiativen, die an dem Tag auf unserer Veranstaltung Workshops angeboten haben. An der Organisation waren auch &#8220;Jugend hackt&#8221; und das CoderDojo beteiligt. Es wächst alles zusammen und baut sich aus.</p>
<p><strong>Der von Bildungsministerin Johanna Wanka geplante fünf Milliarden schwere Digitalpakt für die verbesserte digitale Ausstattung von Schulen und anderen Bildungsinstitutionen kann möglicherweise vorerst nicht umgesetzt werden. Was sagst du zur Entwicklung in der Bildungspolitik und insbesondere zum Digitalpakt? </strong></p>
<p>Die Forderungen von CmS sind unter anderem auch aus den Kultusministerkonferenzen der letzten Jahre und den aktuellen Problematiken im Bereich Digitales und Bildung hervorgegangen. Ein ausschlaggebendes Ereignis war der Digitalpakt von Johanna Wanka, der allerdings nur die technische Ausstattung von Schulen betraf. Beim Digitalpakt erhalten die Schulen das Geld nicht einfach. Sie sollen sich auf die Vergabe mit eigens entwickelten Konzepten bewerben. Für solche Konzepte wurden die Lehrer aber nicht ausgebildet. Es soll also von der Politik Geld verteilt werden, während die Lösung der eigentlichen Probleme der Digitalisierung an Schulen selbst auf unterster Ebene gelöst werden sollen. Das ist eigentlich ein Problem, was man im größeren Rahmen diskutieren und Lösungen erarbeiten müsste.</p>
<p>Vielen Dank für das Gespräch und deine Erläuterungen! Weiterhin viel Glück bei eurem Projekt!</p>
<p><strong>Titelbild:</strong> Logo &#8220;Chaos macht Schule&#8221;</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Ein neues Jahr &#8211; die gleichen Fragen &#8211; Digitale Presseschau 1/2014</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ein-neues-jahr-die-gleichen-fragen-digitale-presseschau-12014-135872/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2014 14:41:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Mario Sixtus]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Snowden]]></category>
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		<category><![CDATA[Sharing Economy]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer dachte, dass es nach den Enthüllungen des letzten Jahres im NSA-Skandal nicht mehr schlimmer kommen könnte, lag leider falsch: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer dachte, dass es nach den Enthüllungen des letzten Jahres im NSA-Skandal nicht mehr schlimmer kommen könnte, lag leider falsch: Es kam schlimmer. Internetaktivist Jacob Applebaum brachte zum 30. Chaos Communication Congress Informationen mit, die belegen, dass die NSA unsere digitale Kommunikation praktisch vollständig überwachen kann. In einem Interview mit der Berliner Zeitung, spricht er über die neuesten Snowden-Enthüllungen. Partrick Beuth zieht in seinem Beitrag auf Zeit Online Konsequenzen aus der Übermacht der Geheimdienste. Außerdem in der Digitalen Presseschau: Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald definiert die Rolle des Journalisten und Aktivisten, die Sharing Economy nimmt neue politische und ideologische Dimensionen an und Googles Gesichtserkennung könnte weit mehr als nur ein Social-Media Gimmick sein.<br />
&nbsp;</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&amp;v=HIsSgLIw_1A" title="Interview mit Janina Sombetzki zu Roboterethik" width="840" height="630" src="https://www.youtube.com/embed/HIsSgLIw_1A?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p dir="ltr">Janina Sombetzki ist Philosophin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern wir etwas von Robotern über Menschen lernen und welche Verantwortung wir den intelligenten Maschinen in Zukunft übertragen können.</p>
<h3><a href="http://www.berliner-zeitung.de/spionage-skandal/jacob-appelbaum-zur-ueberwachung--eine-taktik-der-zersetzung-,23568638,25682272.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Im Auge der NSA</a></h3>
<p>Internetaktivist Jacob Applebaum ist vielen im Zusammenhang mit NSA-Whistleblower Edward Snowden bekannt. Trotz der teilweisen Verfolgung und Schikanen durch den amerikanischen Geheimdienst setzt er seine Arbeit im Berliner Exil fort. Im Interview mit der Berliner Zeitung spricht er über seine Erfahrungen mit der NSA und wie man deren Macht eingrenzen könnte.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-12/glenn-greenwald-journalismus-debatte/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Journalistischer Aktivismus?</a></h3>
<p>Geht es nach der Meinung von Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald sind Journalisten immer auch Aktivisten. Vor allem, da Journalisten eigentlich nie neutral sind und eine Meinung vertreten, das hat die Berichterstattung zum NSA-Skandal des Öfteren gezeigt. Doch so klar wie er diese Behauptung auf dem Chaos Communication Congress (30C3) präsentiert, so unklar sind die Standpunkte bei seinen Berufskollegen. Aus diesem Grund kommentieren die beiden ZEIT Online Redakteure Kai Biermann und Patrick Beuth die bereits seit langem währende Diskussion.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/shareconomy-der-terror-des-teilens-12722202.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teilen ist seliger denn besitzen</a></h3>
<p>Car-Sharing, Flat-Sharing, Self-Storage, File-Sharing usw. Die sogenannte Sharing Economy erlebt seit einigen Jahren eine Hochkonjunktur. Via Handy-App oder über den heimischen Rechner erscheint alles spielend einfach, doch haben die vielen Vorteile auch einen schalen Beigeschmack. In der Onlineausgabe der FAZ schreibt Autor Harald Staun über den Wechsel vom Einzelgänger-Kapitalismus zum Sharing-Kommunism.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-12/30c3-nsa-methoden/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die &#8220;Owner&#8221; des Internets</a></h3>
<p>Warum Hacker und Journalist Jacob Applebaum der “Stimmungskiller” des 30. Chaos Communication Congress war, beschreibt Patrick Beuth auf Zeit Online. Applebaum hatte neue Informationen von Edward Snowden veröffentlicht, welche Überwachungsfähigkeiten des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA dokumentierten, “die einem düsteren Hollywood-Film entsprungen sein könnten”. Die nun bekannt gewordenen Methoden zur Infiltration jeder erdenklichen Ebene des Internets, “dürften in Raffinesse und Umfang die Vorstellungskraft der meisten Menschen sprengen”, so Beuth. Die lähmende Gewissheit, dass Geheimdienste sich das Internet praktisch vollends zu eigen gemacht haben, verleihe so einer bereits bekannten Hacker-Forderung absolute Dringlichkeit, die letztlich einem Arbeitsauftrag an alle gleichkomme: &#8220;Wir müssen das Internet neu erfinden&#8221;.</p>
<h3><a href="http://future.arte.tv/de/cyborgs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsere Software ist frei </a></h3>
<p>Mario Sixtus leidet an einer milden Form von Gesichtsblindheit (Prosopagnosie) und erklärt auf ARTE Future, warum eine Gesichtserkennungsfunktion, wie jene, die bereits Google+ anbietet, seinen “Makel” ausgleichen könnte. Weil Google die großflächige Einführung von Gesichtserkennungssoftware und die Reaktionen von Datenschützern nicht verantworten wolle, arbeiteten nun andere Unternehmen an einer Software für Datenbrillen wie “Google Glass”, die Gesichter erkennen kann. Für Sixtus steht fest, dass die Einführung von Datenbrillen mit Gesichtserkennung Wirklichkeit werden, ganz unabhängig von etwaigen Konsequenzen und dem gesellschaftlich &#8220;Wünschenswerten&#8221;. Letztlich verhalte es sich mit Software wie mit Gedanken: “Sie sind frei, man kann sie nicht verbieten”, resümiert Sixtus.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Fragen über Fragen &#8211; Digitale Presseschau KW 20</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fragen-ueber-fragen-digitale-presseschau-kw-20-128884/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 15:27:02 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Lumma]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
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		<category><![CDATA[Constanze Kurz]]></category>
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					<description><![CDATA[Was erwartet uns in der Zukunft? Werden wir völlig digitalisiert und gläsern sein, oder dürfen wir auch noch ein paar [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was erwartet uns in der Zukunft? Werden wir völlig digitalisiert und gläsern sein, oder dürfen wir auch noch ein paar Geheimnisse behalten? Trifft man sich zukünftig auch noch physisch, oder nur noch digital? Gibt es in ferner Zukunft noch Parteien oder wird die Demokratie abgeschafft? Hmm&#8230; gibt’s die Antwort darauf vielleicht bei Facebook? Oder doch eher bei Twitter? Hoffentlich lassen sich die Antworten leichter als manche Parteienseiten im Internet finden.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=PRxfL03WIH4<br />
Die Realität in Kuba ist leider viel trauriger, als man bei den Gedanken an feine Havanna-Zigarren und edlen Rum denken möchte. Das Castro-Erbe des gelebten Sozialismus formte ein Land, wo Menschen stundenlang für ein paar Scheiben Brot anstehen müssen; auch freier Internetzugang ist ein Privileg, von dem vor allem Regierungskritiker meilenweit entfernt sind. Yoani Sanchez hat es dennoch geschafft. Sie betreibt einen Blog, auf dem sie sich kritisch über die Zustände in ihrem Heimatland Kuba und die Regierung äußert. Welchen Kampf es dafür auszufechten gilt und welche Möglichkeiten ihr das Internet in ihrem Ringen um Freiheit und Gerechtigkeit bietet, erzählt sie in diesem Video von der re:publica.</p>
<h3><a href="http://www.heise.de/security/meldung/Vorsicht-beim-Skypen-Microsoft-liest-mit-1857620.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kein Respekt vor dem Briefgeheimnis?</a></h3>
<p>Skype macht das Leben leichter: egal wo man sich befindet, mit dem Dienst für Chat- und Telefonie im Internet ist weltweite Kommunikation kein Problem. Geschäftspartner und Privatmenschen machen weltweit davon Gebrauch, ohne auch nur einen Cent für Gespräche und Chats zu bezahlen. Was viele nicht wissen: mit der Anmeldung gibt man sein Einverständnis, dass Anbieter Microsoft in den Chats mitlesen darf. So wurden nun Vorfälle aus den USA bekannt, wo Microsoft verschlüsselte https-URLs – die gut und gerne mal vertrauliche Informationen enthalten können – mitlas. Skype rechtfertigt diese Praxis mit einem Verweis auf die Datenschutzbestimmungen; so werde nur mitgelesen, um Spam, Betrug und Phishing aufzuspüren. Bemerkenswert dabei ist nur, dass bisher ausschließlich die mit Eigentümerinformationen gefütterten verschlüsselten https-URLs mitgelesen wurden, nicht jedoch freie http-URLs.</p>
<h3><a href="http://wissen.dradio.de/netzpolitik-politisch-mitbestimmen-im-netz.36.de.html?dram:article_id=246408" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was wird aus der Online-Partizipation?</a></h3>
<p>Die Piraten erregten großes Aufsehen mit den Entscheidungen auf ihrem Bundesparteitag. Die Vorreiter in Sachen E-Democracy und Online-Partizipation bekamen keine Zweidrittelmehrheit für eine Ständige Online-Mitgliederversammlungen und verbindliche Abstimmungen via Internet zustande, die Projekte sind damit vorerst gescheitert. Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos-Computer-Clubs, erklärt im Audio-Interview mit dem DRadio, welche Bedenken derartige Tools zwecks Datenschutz und Anonymität bereiten, und welche Chancen sie den technisierten Verfahren trotz dieser Niederlage bei den Piraten einräumt.</p>
<h3><a href="http://blog.zeit.de/zweitstimme/2013/05/16/die-webseiten-der-parteien-fur-die-bundestagswahl-weiterhin-fast-unsichtbar-in-google-ergebnislisten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hat jemand die Parteien im Wahlkampf gesehen?</a></h3>
<p>Auch wenn sich die Parteien bisher wenig kämpferisch zeigen: bald ist Bundestagswahl, es ist Wahlkampf! Will man sich im Internet über relevante Suchwörter wie &#8216;Wahlkampf&#8217;, &#8216;Bundestagswahl&#8217; oder auch &#8216;Energiewende&#8217; erkundigen, dann, so sollte man meinen, blinken sofort die Parteienhomepages auf dem Bildschirm und preisen sich und ihre Programme für die Wahl an. Ein Irrglaube! Wikipedia sowie verschiedene Seiten von Medien und Behörden besiedeln hier die vorderen Plätze. Möchte man Parteien in den Suchergebnissen sehen, müssen die Namen der Parteien oder der Spitzenkandidaten schon in die Suche eingefügt werden. Wie ist so etwas möglich? Schließlich sollten gerade die Parteien als Träger der politischen Machtwillens daran interessiert sein, sich im Internet öffentlichkeitswirksam zu platzieren. In Design, Struktur und Programmierung ihrer Webseiten haben die Bundesparteien also noch erheblichen Nachholbedarf, wollen sie nicht weiterhin in den Google-Ergebnislisten unsichtbar bleiben.</p>
<h3><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/social-media-werden-auch-fuer-die-politik-wichtiger-1.18080721" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wanna follow me, my Friend?</a></h3>
<p>Von den Politikern lange als neumodischer Randnotiz verschrien, sind die Sozialen Netzwerke heute aus der Politik beinahe nicht mehr wegzudenken. Nicht nur Spitzenpolitiker nutzen Facebook und Twitter regelmäßig, um über ihre Ansichten zu informieren. Laut einer Studie der Universität St. Gallen sind gut zwei Drittel aller deutschen Bundestagsabgeordneter online aktiv, obwohl man sich lange nicht in diese &#8216;jugendlichen&#8217; Sphären hineintraute. Obwohl die Studie auch besagt, dass auf den sozialen Netzwerken eher junge Abgeordnete aus urbanen Wahlkreisen aktiv seien als ältere Parlamentarier und jene aus ländlichen Gegenden. Auch die Parteien sind mit Profilen unter anderem auf dem Videoportal Youtube vertreten, um dort junge Wählern zu erreichen; gerade in Wahlkampfzeiten stellen diese Medien ein viel beachtetes Werbemittel dar. Online-Kommunikationsexperte Nico Lumma: „Ohne Social Media werden die die Politiker junge Wähler immer schwerer erreichen können. Für die Politik ist das die Neuauflage von etwas, was früher als Mundfunk bezeichnet wurde.“</p>
<h3><a href="http://www.kircher-burkhardt.com/#!/blog/godfather-gunter-dueck-big-data-kann-die-gesellschaft-verandern" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie soll das bloß werden?</a></h3>
<p>Wie sieht die Zukunft aus? Wird die Welt bald nur noch von Robotern und Maschinen regiert, wie sieht der volldigitalisierte Alltag aus? Und ist er womöglich näher als gedacht? Gunter Dueck, in vieltätiger Funktion mit Technik, Internet und Zukunft verbandelt, gibt in diesem lesenswerten Interview einen waghalsigen Ausblick auf die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in einer Big-Data-Welt. Der ehemalige IBM-Manager, dessen Vorträge bei der re:publica regelmäßig große Begeisterung auslösen, prognostiziert darin eine surreal anmutende Welt mit computergesteuertem Straßenverkehr und telefonierenden Waschmaschinen. Für das noch aktuelle Hier und Jetzt rät er der Netzgemeinde, das ethnozentristische Geweih abzuwerfen, um ihrer kulturell verengten Sicht endlich einen größeren Horizont zu geben. Im Klartext: Augen auf, sonst verschlaft ihr die Zukunft!</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/datenverkehr-die-telekom-benachteiligt-andere-anbieter-im-internet-12182561.html?utm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amigo-Affäre?</a></h3>
<p>Mit ihren Plänen zur Geschwindigkeitsdrosselung hat die Telekom in den letzten Wochen viel Unmut auf sich gezogen. Und obwohl sie von fehlenden Gesetzen und Regelungen zur Netzneutralität profitiert, könnte es nun kartellrechtliche Probleme geben. Die Telekom plant, eigene Angebote sowie Formate von Partnerunternehmen von der Datendrosselung auszunehmen. Trotz aller rechtfertigenden Argumente (Kapazitätsmangel, Kosten des Netzausbaus, etc.) muss sich die Telekom in ihrer marktbeherrschenden Position so den Vorwurf gefallen lassen, Online-Dienste mit datenlastigem Service zu Kooperationsverträgen mit ihr drängen zu wollen. Denn Google, YouTube und viele weitere Plattformen werden auch in Zukunft als freundlicher Gratis-Anbieter wahrgenommen werden; eine Kooperation mit der Telekom scheint da eine naheliegende Lösung für sie zu sein. Christoph Wagner in der FAZ: „Sachliche Gründe für die unterschiedliche Behandlung von Anbieterdaten lassen sich […] schwerlich finden.“</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/05/das-internet-ist-ein-tsunami/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freies Internet? Viel zu gefährlich!</a></h3>
<p>Das Internet als Kommunikationsmittel bietet bekanntlich viele Möglichkeiten der Freiheit. Für so manches autoritäre Regime viel zu viel Freiheit; so gibt es reichlich Beispiele autokratisch regierter Staaten, wo man bestrebt ist, seine Bürger per Zensur vor allzu demokratielastigen Inhalten zu schützen. Kasachstan ist so ein Land, das mit dem seit 1991 an der Macht klebenden Autokraten Nursultan Nasarbajew in der Rangliste der Pressefreiheit der Reporter ohne Grenzen Jahr um Jahr auf den hintersten Plätzen zu finden ist. Seine Tochter nutzte indes das von ihr ins Leben gerufene Eurasische Medienforum, um politische Meinungsführer aus aller Welt ausgiebig vor den Gefahren des Internets als „Katalysator von Unwahrheiten“ und „Tsunami, den es zu managen gilt“ zu warnen. Welchen Zweck ein Medienforum dann erfüllt ist zumindest unklar.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-04/harper-reed-datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a></h3>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Freiheit 2.0 – Demokratie im und durch das Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Nov 2012 14:16:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[informationelle Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzbeauftragter]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Institut der Sozialwissenschaften der Berliner Humboldt-Universität diskutierten am Dienstagabend auf Einladung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung der CDU-Bundestagsabgeordnete [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/freiheit-2-0-demokratie-im-und-durch-das-internet/img_20121120_200018_kleiner/" rel="attachment wp-att-123505"><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-123505" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/IMG_20121120_200018_kleiner-630x472.jpg" alt="Blick von außen durchs Fenster auf die Gäste" width="630" height="472" /></a>Am Institut der Sozialwissenschaften der Berliner Humboldt-Universität diskutierten am Dienstagabend auf Einladung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek, der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix und Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Club (CCC) und ehemalige Kandidatin der Thüringer Grünen als Datenschutzbeauftragte, über Demokratie im und durch das Internet. Moderiert von der taz-Journalistin Meike Laaff entspann sich eine interessante Debatte um das Internet als Freiheitsraum.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Die Politik muss für bessere Gesetze sorgen</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Wie die Politik das Internet als Freiheitsraum gestaltet, wurde von allen drei Teilnehmern sehr unterschiedlich beantwortet. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Jarzombek" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Jarzombek</a> berichtete von Diskussionen mit seinen im <a href="http://c-netz.info/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">cnetz </a>organisierten Parteikollegen über die Frage, wie die Vorteile des Internet besser genutzt werden können und ob die Politik wirklich immer regulierend auf jede Entwicklung eingreifen muss. In der CDU gibt es laut Jarzombek viele Menschen, die das Internet primär als Chance betrachten und an das Thema weniger restriktiv als einige CDU-Politiker des Rechtsausschusses im Bundestag herangehen.</p>
<p align="JUSTIFY">Auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dix" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexander Dix</a> sieht das Internet als ein freiheitlich gedachtes Medium, stellt in seiner täglichen Arbeit jedoch eine andere Realität fest. Das Desinteresse der Menschen für den Datenschutz und das mangelnde Bewusstsein dafür sind Ursache für Unternehmen, die immer weniger Transparenz gewähren und stückweise die Autonomie der Nutzer untergraben. In seiner Rolle als Datenschützer sieht er sich aber nicht ″<em>als Akzeptanzbeschaffer der Politik</em>″ und fordert deshalb von der Politik von Anfang an bessere Gesetze.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>ACTA war kein politischer Unfall</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Die sieht auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Constanze_Kurz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Constanze Kurz</a> noch nicht gegeben und zeigt mit dem internationalen Handelsabkommen ACTA und dem Bundestrojaner verschiedene Beispiele auf, in denen geltendes Gesetz gebrochen oder umgangen werden sollte. Das waren ″<em>keine politischen Unfälle</em>″, sondern der Versuch, mehr Protektionismus auf verschiedenen Ebenen durchzusetzen, stellte Kurz klar. Im Gegensatz zu Jarzombek, der ACTA als wie viele andere Politiker der Regierungsparteien als weitgehend harmlos empfand und die Diskussion zumindest als Ausdruck für ein funktionierendes System bezeichnete, ist auch Dix froh darüber, dass der digitale Protest sich gegen die massiven Interessen wirtschaftlicher und politischer Eliten durchsetzen konnte. Er findet es bemerkenswert, wie ernst die sogenannte Netzgemeinde in dem Moment genommen wurde, warnt aber davor, sich auf diesem ″<em>Etappensieg</em>″ auszuruhen. Dix informierte das Publikum über weitere Gesetzesvorhaben auf europäischer Ebene, die bei Überwachungs- und Speicherverfahren weiter gehen werden als es in ACTA vorgesehen war, wie zum Beispiel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Clean_IT">CleanIT</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/IPRED">IPRED</a>.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Mehr Demokratie durch Online-Beteiligung?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Der Staat als Akteur in der Debatte wurde von Dix und Kurz mehr in die Pflicht genommen, wogegen Jarzombek auch die Bevölkerung in der Pflicht sieht, sich aktiver einzubringen. Als Mitglied der Enquete ″<a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/">Internet und </a><a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/">digitale </a><a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/">Gesellschaft</a>″ testete er in seiner Arbeitsgruppe ″Medienkompetenz und Jugendschutz″ ein Online-Beteiligungssystem, dass zwar in der Masse der Beteiligungsversuche enttäuschte, aber manch ″<em>Perle hervorbrachte, die geborgen werden müsse</em>″. Teilweise sind konkrete Vorschläge von Bürgern unverändert in Texten der Enquete übernommen wurden, wie Jarzombek berichtete. Die wahre Stärke dieser Form der Beteiligung sieht er aber auf kommunalpolitischer Ebene – obwohl er Bürgerhaushalte auf Grund der möglichen ungleichen Bevölkerungsverteilung in einer Kommune als eine falsche Form der Beteiligung betrachte.</p>
<p align="JUSTIFY">Für Constanze Kurz sind Formen der Online-Beteiligung stets kritisch zu hinterfragen, steigt doch durch das ins Internet ausgelagerte Wahl- und Beteiligungsrecht auch die Gefahr des Missbrauchs. Gerade Lobbyisten werden dann aktiver und nicht unbedingt der einzelne Bürger. Ein weiteres Problem ist ihrer Meinung nach die Rechtsgültigkeit der Verlagerung von Entscheidungsfindungen von einem gewählten Volksvertreter auf technische Werkzeuge. Ähnlich sieht das Alexander Dix, der die Kompetenzverlagerung als eine ″<em>schwierige Gratwanderung</em>″ bezeichnete. Online-Wahlen zu Parlamenten schloss er auch in Zukunft kategorisch aus, da es nicht zu überprüfen sei, was mit der abgegebenen Stimme passiert.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Ist das Internet eine schützenswerte Infrastruktur?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Zum Ende der Veranstaltung redeten die drei Experten über Post-Privacy und die Bedeutung der Infrastruktur des Internets für die Meinungs- und Informationsfreiheit. Hier plädierte Alexander Dix für eine Laissez-faire-Position, was den Umgang mit den eigenen Daten angeht. Jeder Mensch müsse seiner Meinung nach selber entscheiden, wie man mit den persönlichen Daten umgehen soll, aber kein Gesetz und keine AGB darf das der Gesellschaft im Ganzen vorschreiben. Auch in einer utopischen Gesellschaft ohne Diskriminierung, werden ″<em>Geheimnisse einen Wert haben</em>″. Kurz beklagte, dass bereits ganze Dekaden auf Grund der Ignoranz der Politik gegenüber den Warnungen der Datenschützer verloren gegangen sind, während Jarzombek aufgrund der Marktinteressen von Unternehmen wie Facebook durchaus weniger regulieren möchte und an den Wettbewerb glaubt.</p>
<p align="JUSTIFY">Aus dem Publikum heraus fragte der Berliner Informatiker Silvan Heintze nach der Möglichkeit der Bewertung des Internet als schützenswerte Infrastruktur, die ähnlich wie Gas-, Strom- und Wassernetze von einer Behörde wie der Bundesnetzagentur unter Wahrung von Neutralitätsprinzipien verwaltet werden könnte. Jarzombek bekundete Sympathie für diese Idee und gab zu, eine ähnliche Idee bereits intern in der CDU-Bundestagsfraktion besprochen zu haben. Dix wiederum sprach sich für eine bessere Rechtsdurchsetzung des Datenschutz aus, wogegen Kurz anstatt einer gesellschaftlichen Übereinkunft zu dem Thema eine kleine Lösung im privaten Freundeskreis bevorzugt, in dem geklärt wird, was erlaubt ist und was nicht.</p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="aligncenter  wp-image-121978" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-630x110.png" alt="" width="459" height="80" /></a></p>
<p align="JUSTIFY"><em><br />
</em></p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 44</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 09:49:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Transparency International]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[Staatstrojaner]]></category>
		<category><![CDATA[LiquidFeedback]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/linkliste_banner.jpg" height="180" width="480" />Anonymous erklärt Mafia den Krieg, WikiLeaks als Geheimdienst des Volkes, Demokratie lernen mit LiquidFeedback - dies und mehr in der dieswöchigen Digitalen Presseschau. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anonymous erklärt Mafia den Krieg, WikiLeaks als Geheimdienst des Volkes, Demokratie lernen mit LiquidFeedback &#8211; dies und mehr in der dieswöchigen Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Unser Video der Woche<br />
</strong></h3>
<p align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/bJORGO1Q2VY" frameborder="0" width="480" height="315"></iframe></p>
<p>Ab sofort führen wir in unserer Presseschau die neue Kategorie „Video der Woche“ ein. In dieser Woche ist unser Favorit die Videobotschaft der Hackergruppe Anonymous, die dem Drogenkartell „Los Zetas“ den Krieg erklärte, weil eines ihrer Mitglieder durch die Mafiaorganisation entführt worden sein soll. Die Hacker setzten dem Drogenkartell in einer Videobotschaft postwendend ein Ultimatum bis zum 5. November, um ihren Mitstreiter freizulassen. Ansonsten wolle man Namen, Adressen und Funktion möglicher Kartell-Mitglieder aus Politik, Justiz und Polizei veröffentlichten. Mehr dazu in einem Beitrag von Tobias Käufer <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-11/mexiko-anonymous-zetas" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Zeit Online</a>.</p>
<p><strong><a href="http://berlinergazette.de/wikileaks-journalistische-ethik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geheimdienst des Volkes</a></strong></p>
<p>Auf Platz 1 der Presseschau wählten wir einen sehr langen, aber sehr lesenswerten Artikel des Kriminologen und Journalisten Thomas Barth in der Berliner Gazette, der in einer Untersuchung zu dem Schluss kommt, dass sich die etablierten Medien in ihrer Berichterstattung unisono gegen den Whistleblower WikiLeaks in Stellung brächten. Ihr größter Vorwurf: WikiLeaks vernachlässige Informantenschutz und journalistische Ethik. Barth hinterfragt, ob diese Kritik berechtigt ist.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-11/facebook-gefaellt-mir-button/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook ist der Täter</a></strong></p>
<p>In einem Gastbeitrag bei Zeit Online kritisiert der Internet-Unternehmer Christoph Kappes die Position des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) beim Thema Facebook: Statt die Bürger mit Bußgeldbescheiden zu überziehen, solle Facebook für den umstrittenen Like-Button in Haftung genommen werden. Kappes erläutert die rechtlichen Voraussetzungen sehr anschaulich.</p>
<p><strong><a href="http://pb21.de/2011/11/partizipationswerkzeuge-teil-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demokratie lernen mit Liquid Feedback</a></strong></p>
<p>Noemi Kirschbaum erklärt auf pb21.de das digitale Partizipations-Tool LiquidFeedback, das beispielsweise in der Piratenpartei zum Einsatz kommt. Zudem wagt sie einen Ausblick und stellt Möglichkeiten vor, wie das Mitbestimmungstool im Bereich der politischen Bildung zum Einsatz kommen könnte. Ihr Beitrag ist der zweite in einer informativen Reihe zum Thema Online-Bürgerbeteiligung.</p>
<p><strong><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35805/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Globales Schnüfflertreffen</a></strong></p>
<p>Matthias Monroy ist bei Telepolis einem internationalen „Trojaner-Stammtisch“ auf der Spur. Laut seinen Recherchen sind deutsche Polizeibehörden seit mehreren Jahren in internationalen Arbeitsgruppen zur Nutzung staatlicher Malware aktiv, um private Rechner zu infiltrieren und die Kommunikation abzuhören.</p>
<p><strong><a href="http://blog.abgeordnetenwatch.de/2011/11/03/volksinitiative-will-hamburg-zur-opendata-und-transparenz-hauptstadt-machen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hamburg als Transparenz-Leuchtturm</a></strong></p>
<p>Transparency International, Chaos Computer Club und der Verein Mehr Demokratie e.V. wollen die Hansestadt zum Vorzeigemodell in Sachen Transparenz und OpenData machen. Mit einer Bürgerinitiative wollen sie 10.000 Unterschriften von Hamburger Bürgern sammeln, um den Senat zur <a href="http://www.transparenzgesetz.de/index.php?id=gesetzesentwurf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umsetzung eines Transparenzgesetzes</a> zu bewegen. Zu den Forderungen gehört die Einführung eines Zentralen Informationsregisters und die Veröffentlichungspflicht von Informationen wie Senatsbeschlüsse und Verträge bzw. Informationen von öffentlichem Interesse.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 37</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-37-5422/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 13:28:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Enquete]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-37"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="83" width="75" /></a>Ein polarisierendes Buch über die Risiken des Netzes, erwachsen gewordene Hacker und die Datensammelwut nach dem 11. September – dies und mehr in der Digitalen Presseschau.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein polarisierendes Buch über die Risiken des Netzes, erwachsen gewordene Hacker und die Datensammelwut nach dem 11. September – dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>Auch in dieser Woche stand uns ein großer Fundus an interessanten Artikeln zur Auswahl. Die Serie zum 9/11 auf futurezone.at wurde einstimmig auf den 1. Platz gewählt. Darin wird der Weg der USA zu einer Sicherheitsmaschine nachgezeichnet.</p>
<p><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/4890-9-11-her-mit-den-daten.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Her mit den Daten!</a></p>
<p>Die Anschläge des 11. September jährten sich am Sonntag zum zehnten Mal. 9/11 und der darauf einsetzende Kampf gegen den Terror stellten auch in Sachen Überwachungsstaat eine Zäsur dar. Seitdem werden Daten im großen Stile beschafft und gespeichert. Eine Vorratsdatenspeicherung in den USA ist nach Einschätzung der Autorin Christiane Schulzki-Haddouti kein Thema: Die Netzbetreiber speichern die Daten per se lange und kooperieren mit den Behörden. Die USA seien zum &#8220;Datenimperium&#8221; geworden, das Grundrechte ignoriere und längst die Kontrolle über sich selbst verloren habe.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2011/37/Chaos-Computer-Club/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von angefeindeten Chaoten zu umworbenen Experten</a></p>
<p>Über den Wandel des Chaos Computer Clubs und seiner Mitglieder von &#8220;Kellerbastlern zu Politikberatern&#8221; berichten Kai Biermann und Stefan Schmitt bei Zeit Online. Die Entwicklung des Clubs spiegele zugleich den Weg der Bundesrepublik von einer analogen Welt der 1980er Jahre in die digitale Gegenwart. Angefangen hatte alles mit einem Aufruf an &#8220;alle Kumputerfrieks&#8221; in ihren Hobbykellern, die sich schon bald als &#8220;respektlose Schwachstellen-Finder&#8221; profilierten. Heute werden Mitglieder des Clubs als Sachverständige in die Internet-Enquete des Bundestages berufen.</p>
<p><a href="http://meedia.de/internet/warnung-vor-der-zeitbombe-internet/2011/09/15.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warnung vor der &#8220;Zeitbombe Internet&#8221; polarisiert</a></p>
<p>Platz drei unserer Presseschau erlangte Christian Meiers Bericht über das kürzlich erschienene Buch &#8220;Zeitbombe Internet&#8221; der Wirtschaftsjournalisten Thomas Fischermann und Götz Hamann. Darin warnen die Autoren vor der störanfälligen Infrastruktur des Netzes. Die Thesen der beiden Autoren werden in Netzkreisen kontrovers diskutiert. Meier setzt sich in seinem bei Meedia veröffentlichten Beitrag mit den kritischen Äußerungen von Netzaktivisten wie Markus Beckedahl oder Jens Best auseinander und plädiert für einen dritten Weg.</p>
<p><a href="http://www.bbc.co.uk/news/technology-14859813" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warum die Deutschen so vorsichtig mit Daten umgehen</a></p>
<p>Den aufschlussreichen Außenblick der britischen BBC auf die deutsche Datenschutzdiskussion wählte die Redaktion auf den vierten Platz. David Meyer spürt in diesem Artikel den Gründen für die Zurückhaltung der Deutschen im Umgang mit Daten nach. Sein Ergebnis: Die Vergangenheit mit NS-Regime und Stasi habe die Menschen nachhaltig geprägt. Auch deshalb seien die Datenschutzbestimmungen in der EU sehr unterschiedlich, was Unternehmen wie Facebook oder Google Kopfschmerzen bereite.</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/die-neue-online-demokratie/4611744.html?p4611744=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die neue Online-Demokratie</a></p>
<p>Auf dem fünften Platz landete Stephan Dörner mit seinem Artikel über die Potenziale der &#8220;neuen Online-Demokratie&#8221;. Noch nie sei es so einfach gewesen, eine Vielzahl von Menschen zu mobilisieren, erläutert der Handelsblattredakteur. Bestes Beispiel hierfür sei die aktuell erfolgreiche Online-Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung. Aber nicht nur Themen der Netzwelt profitierten davon. Protestnetzwerke wie Campact bewiesen darüber hinaus, dass Online-Aktionen auch zahlreiche Menschen auf die Straße bringen.</p>
<p><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3723" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Erfolgsgeheimnis der Piraten</a></p>
<p>Aus aktuellem Anlass entschied sich die Redaktion dazu, den kurzen, provokanten Kommentar des &#8220;Sprengsatz&#8221;-Bloggers Michael Spreng in die Presseschau aufzunehmen. Spreng ergründet das vermeintliche Erfolgsgeheimnis der Piraten-Partei. Dieses liege in der spezifischen Sozialstruktur Berlins, die ein &#8220;Biotop&#8221; für &#8220;Freaks und Nerds&#8221; bilde. Nirgendwo sei &#8220;das IT- und Medien-Prekariat so zahlreich wie in der Bundeshauptstadt&#8221;. Thesen, die auf großen Widerhall gestoßen sind: Bereits 115 User haben bis heute auf seinen Kommentar geantwortet.</p>
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		<item>
		<title>Linke will Netz für Alle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Drescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 17:02:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Halina Wawzyniak]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesarbeitsgemeinschaft Netzpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="420" height="151" border="7" align="bottom" title="Urbach, Weise, Mönike, Fischbach bei &#34;Netz für Alle&#34;" src="/sites/politik-digital.de/files/nfa_teaser_3.jpg" /><br />
Die Linke will sich in Zukunft stärker netzpolitisch profilieren.
Am Wochenende wurde die Bundesarbeitsgemeinschaft Netzpolitik ins Leben gerufen, am Samstag diskutierten Parteienvertreter bei einer Konferenz in Berlin zusammen mit Experten und Netzaktivisten über das Verhältnis von Internet und Politik. 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="420" height="151" border="7" align="bottom" title="Urbach, Weise, Mönike, Fischbach bei &quot;Netz für Alle&quot;" src="/wp-content/uploads/nfa_teaser_3.jpg" /><br />
Die Linke will sich in Zukunft stärker netzpolitisch profilieren.<br />
Am Wochenende wurde die Bundesarbeitsgemeinschaft Netzpolitik ins Leben gerufen, am Samstag diskutierten Parteienvertreter bei einer Konferenz in Berlin zusammen mit Experten und Netzaktivisten über das Verhältnis von Internet und Politik. </p>
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Themen wie Freiheit und Offenheit des Internet, informationelle Selbstbestimmung sowie die digitale Spaltung entlang von Bildung und Einkommen sollen laut <a target="_blank" href="http://dielinke-netzpolitik.de/2011/08/aufruf-zur-grundung-einer-bag-netzpolitik-der-partei-die-linke/" rel="noopener noreferrer">Gründungsaufruf</a> in der Arbeitsgemeinschaft (BAG) Netzpolitik diskutiert und längerfristig als Parteiposition erarbeitet werden. Für ihre Partei gehe es dabei vor allem darum, &quot;wie linke Politik die Möglichkeiten des Netzes für alle sichern kann, und dabei muss man auch Eigentumsfragen stellen&quot;, erklärte die netzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Linken Halina Wawzyniak zu Beginn der Konferenz im Betahaus in Berlin-Kreuzberg. Passend zum Veranstaltungsmotto <a target="_blank" href="http://netzfueralle.blog.rosalux.de/" rel="noopener noreferrer">&quot;Netz für Alle&quot;</a> forderte Constanze Kurz vom Chaos Computer Club in ihrer Keynote das Grundrecht auf einen Breitbandzugang und kritisierte, dass zwar das Fernsehgerät, nicht aber der Internetzugang zu den Grundbedürfnissen von Hartz 4-Empfängern erklärt wurden. Das Internet sei ein öffentliches Gut, deswegen müsse es ein Recht auf Teilhabe geben, fasste der österreichische Philosoph und Publizist Robert Misik anschließend die Debatte zusammen. </p>
<p>Warum diese Idee eher Wunschdenken denn Realität ist, wurde in der Diskussion über den Ausbau der Netz-Infrastruktur im Workshop &quot;Wem gehört das Netz?&quot; schnell deutlich. Die Ursache für die grauen Flächen im Breitbandnetz liegt nach Ansicht des Medienrechtlers Jan Mönikes vor allem in der Privatisierung der Infrastruktur. Mönikes verwies auf die hohen Investitionskosten und geringen Margen beim Netzausbau und sieht ein Marktversagen in bestimmten Regionen: &quot;Dort wo es sich ökonomisch nicht rentiert, wird es nicht zu einem weiteren Ausbau kommen. Da brauchen wir dann staatliche Investitionen&quot;. Auch der Netzaktivist Stephan Urbach (<a target="_blank" href="http://telecomix.org/" rel="noopener noreferrer">telecomix.org</a> / <a target="_blank" href="http://12milesahead.org" rel="noopener noreferrer">12 Miles Ahead</a>) fordert eine Mischung aus staatlichen und privaten Netzen, er findet Gefallen an der Idee der genossenschaftlich organisierten Netze in Bürgerhand. Mönikes hält dagegen, dass solche Genossenschaften oder kommunalen Netzbetreiber oft mit zu hohen Investitionskosten zu kämpfen hätten. Rainer Fischbach findet solche &quot;Klein-klein-Lösungen&quot; innerhalb einer globalen Netz-Infrastruktur wenig sinnvoll. Vielmehr bräuchte es zu Verwirklichung eines &quot;sozialen Internet&quot; mehr gesetzliche Regulierung des Telekommunikations-Marktes, meint der IT-Experte.</p>
<p>Von der derzeitigen Telekommunikationspolitik in Deutschland zeigten sich die Referenten eher enttäuscht. So kritisierte Fischbach, dass Deutschland bei den Investitionen in den Ausbau des Glasfasernetzes zu den Schlusslichtern unter den OECD-Ländern gehöre. Schuld am fehlenden Fortschritt im Netzausbau, so Mönikes, sei vor allem die Politik. Es gebe weder Interesse noch Expertise seitens der Parteien in diesem Bereich. Mönikes wünscht sich dementsprechend mehr Aufmerksamkeit von Seiten der Netzpolitiker und Netzaktivisten für das &quot;totlangweilige&quot; Thema. </p>
<p>Auf der Konferenz-Website finden sich Zusammfassungen weiterer Workshops zum Thema <a target="_blank" href="http://netzfueralle.blog.rosalux.de/2011/09/03/panel-digitale-spaltung/" rel="noopener noreferrer">Digitale Spaltung</a>, <a target="_blank" href="http://netzfueralle.blog.rosalux.de/2011/09/03/panel-informationsfreiheit/" rel="noopener noreferrer">Informationsfreiheit</a> sowie ein Videostream vom Panel: <a target="_blank" href="http://www.livestream.com/dielinke/video?clipId=pla_8e06d2e7-3a0e-4a94-845f-d5b549ce930a&amp;utm_source=lslibrary&amp;utm_medium=ui-thumb" rel="noopener noreferrer">Digitale Arbeit als bezahlte Arbeit</a>. Die Konferenz fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt und wurde in Kooperation mit der <a target="_blank" href="http://www.rosalux.de/" rel="noopener noreferrer">Rosa-Luxemburg-Stiftung</a> durchgeführt.
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 33</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-33-5375/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 15:57:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Domscheit-Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[Netiquette]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-33"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="87" width="80" /></a>Militär vs. Demokratie in Ägypten, Anonymous ruft zu &#34;Offline-Demo&#34; auf, Plädoyer für bessere Diskussionskultur im Netz, elitärer Hahnenkampf beim CCC - dies und mehr in der Digitalen Presseschau.   
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Militär vs. Demokratie in Ägypten, Anonymous ruft zu &#8220;Offline-Demo&#8221; auf, Plädoyer für bessere Diskussionskultur im Netz, elitärer Hahnenkampf beim CCC &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>Bei unserer wöchentlichen Suche nach lesenswerten Beiträgen der vergangenen Woche stießen wir auf einen Artikel zum Arabischen Frühling, der einstimmig zum Sieger erkoren wurde. Darin geht es um die Verhaftung des ägyptischen Bloggers Maikel Nabil und deren Bedeutung für die Revolution.</p>
<p><strong>&#8220;</strong><strong><a href="http://www.zeit.de/2011/34/Arabische-Jugend-Aegypten/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wir lassen uns die Revolution nicht stehlen</a>&#8221;<br />
</strong></p>
<p>Anhand der Geschichte eines Einzelschicksals zeigt Annabel Wahba in einer spannenden Reportage bei Zeit Online auf, dass das alte System in Ägypten trotz des Sturzes von Machthaber Mubarak noch nicht am Ende ist. Im Mittelpunkt des langen, aber sehr lesenswerten Beitrags steht das Schicksal des Bloggers Maikel Nabil, der von einem Militärgericht zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Die Autorin besuchte ihn im El-Marg-Gefängnis, wo er seit mehr als vier Monaten einsitzt, weil er das Militär kritisierte. Der Vorwurf: Beleidigung und Falschinformation.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/2011-08/anonymous-bart-protest/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Anonymous geht auf die Straße</strong></a></p>
<p>Auf Platz 2 landete ein Beitrag von Patrick Beuth, ebenfalls bei Zeit Online. Der Autor berichtet von einer eher seltenen Aktion der Hackergruppe Anonymous. Diese rief in San Francisco zu einem &#8220;physical protest&#8221; in Form einer „Offline-Demo“ auf. Der Grund dafür: Die kalifornische Bahnbehörde BART hatte den Mobilfunk-Empfang in Einrichtungen ihres Schnellbahn-Netzes teilweise gekappt, um Proteste gegen ihre eigens beschäftigte BART-Polizei zu verhindern. Diese hatte zuvor einen Betrunkenen in einer U-Bahn-Station erschossen und war dafür massiv kritisiert worden. (Zum selben Thema gibt es <a href="http://annalist.noblogs.org/post/2011/08/17/democracy-now-uber-hacktivism-anonymous-telecomix-ccc-camp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier weiterführende Videos</a>.)</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,779707,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Plädoyer für eine bessere Kommunikationskultur</strong></a></p>
<p>Der Journalist Frank Patalong bemängelt bei Spiegel Online die verkommene Diskussionskultur im Netz und fordert eine größere Selbstbeherrschung bzw. Selbst-Kontrolle der Nutzer. Dies müsse allein schon deshalb geschehen, um weiterhin frei und ohne Zensur und Aufsicht durch kontrollwütige Politiker agieren zu können. Abschließend verweist er noch auf <a href="http://www.knigge-rat.de/themen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwölf vom Deutschen Knigge-Rat verfasste Verhaltensregeln</a> für die Online-Kommunikation.</p>
<p><strong><a href="http://www.huffingtonpost.com/alison-craiglow-hockenberry/arab-spring-and-the-long-_b_928532.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freie Meinungsäußerung im Netz</a></strong></p>
<p>Vor dem Hintergrund des Arabischen Frühlings schreibt Alison Craiglow Hockenberry von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ashoka_(Organisation)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NGO Ashoka</a> in einem Artikel bei der Huffington Post, dass soziale Dienste wie Facebook und Twitter in bestimmten Teilen der Welt überhaupt keine Rolle für die Wahrnehmung freier Meinungsäußerung spielen &#8211; solange fünf Milliarden Menschen noch immer auf einen Internet-Zugang warten. Die Autorin berichtet über die Bemühungen zivilgesellschaftlicher Organisationen, diese Situation zu ändern. Zugleich wirbt sie dafür, bis zum 14. September eigene Ideen bei Ashoka einzureichen, um zu Lösungen beizutragen.</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1530538/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Eitler Hahnenkampf beim CCC</strong></a></p>
<p>Am vergangenen Wochenende hatte der Vorstand des Chaos Computer Club (CCC) den OpenLeaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg aus dem Verein ausgeschlossen. Der ehemalige WikiLeaks-Mitarbeiter schade dem Verein, hieß es in einer Presseerklärung. Mit diesem Eklat beschäftigt sich Philip Banse bei dradio.de und hinterfragt die eigentlichen Gründe der Entscheidung. Wer wissen will, warum er diese scheinheilig findet, sollte seinen Artikel lesen.</p>
<p><strong><a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/529325" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geisteswissenschaftler, wacht auf!</a></strong></p>
<p>Auf den sechsten Platz unserer Digitalen Presseschau schaffte es ein Interview von Julia Siedelhofer mit dem Kulturwissenschaftler Michael Seemann. Dieser hatte im Laufe der Woche <a href="http://mspr0.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in seinem Blog</a> mit einer pauschalen Kritik an der Internetunfähigkeit von Geisteswissenschaftlern eine kontroverse Debatte losgetreten. Im Interview erläutert er seine umstrittene Auffassung.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 17</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-17-0-5222/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 16:41:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Divide]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/links-zwo-drei-vier-kw-17-0"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" width="55" height="60" /></a>Der &#34;RegSprecher&#34; twittert wieder; Die Idee des FreiFunks; Soziale Ungleichheit und Surfverhalten; Fragen an einen Experten für Netzrecht - Dies und mehr in der Linkliste. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der &#8220;RegSprecher&#8221; twittert wieder; Die Idee des FreiFunks; Soziale Ungleichheit und Surfverhalten; Fragen an einen Experten für Netzrecht &#8211; Dies und mehr in der Linkliste.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/03/Amber-Case" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Drei verschiedene Cyborg-Typen</a></p>
<p>Alina Schadwinkel interviewt auf Zeit Online die Cyborg-Anthropologin Amber Case über die Beziehung von Mensch und Technik. Case erläutert in dem Gespräch, wie der alltägliche Umgang mit Elektronik, Computern und Online-Tools Ihre Denkprozesse verändert hat. Die Gefahr, dass sich der Mensch über kurz oder lang zum Sklaven der Technik machen wird, sieht Case trotz aller Veränderungen nicht. Viel mehr stellt die 24-Jährige die These auf, dass sich Menschen im Internet genauso verhalten wie im wirklichen Leben.</p>
<p><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/04/28/zurueck-aus-den-ferien.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die &#8220;Marke&#8221; RegSprecher und die Zukunft der Regierungskommunikation<br />
</a><br />
In dem FAZ-Blog &#8220;Deus ex Machina&#8221; schreibt Teresa Bücker am Beispiel des twitternden Regierungssprechers Steffen Seibert über die Potenziale des Microblogging für Regierungsmitglieder. Scheu und Vorbehalte sollten zukünftig abgebaut und die Möglichkeiten des ungezwungenen, informellen Echtzeit-Dialogs zwischen Bürgern und Politik genutzt werden. Die Autorin ist sich sicher, dass nur auf dem vom &#8220;RegSprecher&#8221; beschrittenen Weg die &#8220;digitale Kluft zwischen Bürgern und Politikern&#8221; überwunden werden kann.</p>
<p><a href="http://ccc.de/de/updates/2011/kulturwertmark" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Preis kultureller Webinhalte<br />
</a><br />
Mit einer &#8220;kryptographisch gesicherten Micropayment-Währung&#8221;, der Kulturwertmark, hat sich der Chaos Computer Club (CCC) jüngst in die Debatte um digitale Verwertungsrechte und deren Alimentierung eingeschaltet. Die Verfasser fordern auf der CCC-Website, angesichts einer sich wandelnden Medienlandschaft die Bezahlung von Kulturschaffenden zu revolutionieren und den Betrag (der Begriff &#8220;Kulturwertmark&#8221; ist lediglich ein Arbeitstitel) als Alternative zur aktuell ebenfalls diskutierten &#8220;Kulturflatrate&#8221; zunächst über die Internet-Anbieter abzurechnen.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~EE5C0A112D9FD4D95AD99A606D3F60F16~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Sensibilität im Umgang mit privaten Daten<br />
</a><br />
In einem Namensbeitrag für die &#8220;Frankfurter Allgemeine Zeitung&#8221; nimmt Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger zu Fragen des Datenschutzes und der Netzpolitik Stellung. Neben der entschiedenen Ablehnung der &#8220;Post-Privacy&#8221;-Theorie plädiert die renommierte FDP-Justizpolitikerin dafür, anzuerkennen, welche Chancen das Internet für die Demokratieentwicklung bietet, und nennt als Beispiel die revolutionären Umwälzungen in Nordafrika. Leutheuser-Schnarrenberger richtet zudem den Appell an die Netzgemeinde, bei der Ausarbeitung ethischer Netz-Standards selbst aktiv zu werden und diese nicht dem Staat zu überlassen.</p>
<p><a href="http://www.netzwelt.de/news/86387-udo-vetter-interview-niemand-will-bespitzeln-lassen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konsumentenrechte im Internet<br />
</a><br />
Das Online-Magazin netzwelt.de hat in einer Interview-Serie mit dem Rechtsanwalt und bekannten Blogger Udo Vetter über rechtliche Fallen im Internet und dessen zukünftige rechtliche Regulierung gesprochen. Potenzielle juristische Fallen für Internet-Nutzer sieht Udo Vetter weiterhin bei der Nutzung von Musiktauschbörsen (Napster, Torrent) sowie bei der unüberlegten Generierung eigener Netzinhalte bei Facebook oder StudiVZ.</p>
<p><a href="http://www.gov20.de/deutschland-kein-land-politischer-innovationen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Partizipation – Beispiel Schweden?<br />
</a><br />
In dem Blog &#8220;Gov20&#8221; ist kritisiert worden, dass es den deutschen Internetnutzern an Dialogmöglichkeiten mit ihren Volksvertretern mangele. Der Blogbeitrag resümiert die bestehenden Kanäle, auf denen deutsche Politiker bisher mit dem Wähler kommunizieren und kommt zu dem Schluss, dass zwar alle Parteien in den sozialen Netzwerken vertreten sind, Politiker von Bündnis90/Die Grünen dort aber überdurchschnittlich aktiv seien. Als europäisches Vorbild werden Schweden und die dortige Diskussionsplattform <a href="http://www.newsmill.se/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">newsmill.se</a> genannt.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/netz/netzgeraete/artikel/1/ein-geraet-auf-dem-fensterbrett-reicht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unabhängig von Providern<br />
</a><br />
Ben Schwan von taz.de spricht in einem Interview mit dem Internetaktivisten Jürgen Neumann über die seit 2002 bestehende Berliner &#8220;Freifunk&#8221;-Initiative. Grundgedanke dieses auf dem <a href="http://freifunk.net/idee/picopeering" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peco-Peering-Abkommen</a> basierenden Systems ist, dass kostenlos Daten ausgetauscht und Internet-Zugänge genutzt werden können. Neumann äußert in dem Gespräch des weiteren seine Sorge vor einer zunehmenden Monopolisierung und Diskriminierung bei der der Bereitstellung beziehungsweise Nutzung von Internetzugängen.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,757280,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Weltverändernde Internet-Generation&#8221;<br />
</a><br />
Auf Spiegel Online beleuchtet Hannah Pilarczyk aktuelle Studien zum alltäglichen Umgang junger Menschen mit dem Internet. Die spezifische Art der Internet-Nutzung sei bereits bei Kindern und Jugendlichen eine Frage der sozialen Herkunft. Zwar sei, anders als noch Mitte der 1990er-Jahre, der Besitz eines Computer- und Internet-Zugangs kein Phänomen wohlhabender Schichten mehr. Jedoch sei die Nutzung spezifischer Webinhalte und sogar die Frage, in welchem der unterschiedlichen sozialen Netzwerke ein Jugendlicher organisiert ist, eine Frage des Bildungshintergrundes. Die von Pilarczyk zusammengetragenen Ergebnisse analysieren erstmals die Nutzungsgewohnheiten einer Generation, die vollständig mit dem Internet als Informations- und Kommunikationsmedium aufgewachsen ist.</p>
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		<title>Kampf um die Cybersicherheit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kampf-um-die-cybersicherheit-5156/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 17:30:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber Attacks]]></category>
		<category><![CDATA[Konstantin von Notz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesinnenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber-Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen einer neuen <a target="_blank" href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/OED_Verwaltung/Informationsgesellschaft/cyber.pdf?__blob=publicationFile" rel="noopener noreferrer">IT-Sicherheitsstrategie</a> hat das Kabinett die Einrichtung eines &#34;Cyber-Abwehrzentrums&#34; zum 1. April 2011 beschlossen. Die neue Organisation soll dem Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstellt sein und ist nicht unumstritten. politik-digital.de hat nachgefragt, welche verfassungsrechtlichen Konsequenzen damit verbunden sind und welche Alternativen in Opposition und Wissenschaft diskutiert werden. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen einer neuen <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/OED_Verwaltung/Informationsgesellschaft/cyber.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IT-Sicherheitsstrategie</a> hat das Kabinett die Einrichtung eines &#8220;Cyber-Abwehrzentrums&#8221; zum 1. April 2011 beschlossen. Die neue Organisation soll dem Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstellt sein und ist nicht unumstritten. politik-digital.de hat nachgefragt, welche verfassungsrechtlichen Konsequenzen damit verbunden sind und welche Alternativen in Opposition und Wissenschaft diskutiert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das neue Cyber-Abwehrzentrum soll hauptsächlich Angriffen auf die Netzinfrastruktur von Bundeseinrichtungen und Industriekonzernen entgegengewirken. Laut Beschluss des Bundeskabinetts vom 23. Februar 2011 soll es zwar erst in einigen Wochen seine Arbeit aufnehmen, kritisiert wird aber bereits jetzt die Struktur des vom scheidenden Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) initiierten Projekts, da es personelle Ressourcen verschiedener Sicherhheitsorgane, so auch der Geheimdienste, bündeln wird.</p>
<p>Widerstand gegen die zehnköpfige Arbeitsgruppe der Ministerien hat es in den vergangenen Tagen und Wochen nicht nur von Bloggern oder aus netzpolitischen Interessengruppen wie dem <a href="http://www.ccc.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ChaosComputerClub</a> gegeben. Auch de Maizières Koalitionspartner auf Bundesbene, die FDP, sah die Einrichtung zunächst kritisch und warnte vor möglichen Kompetenzterweiterungen für die Bundeswehr. Die bereits vor mehr als zwei Wochen geäußerte Hauptkritik der FDP-Bundestagsfraktion betraf dabei die verfassungsrechtlich vorgeschriebene Trennung von Bundeswehr, Polizeibehörden und Geheimdiensten. Bei der zukünftigen Arbeit der in Bonn angesiedelten Einrichtung bestünde die Gefahr eines Verwischens dieser Grenze, so die Sorge der Liberalen. Sorgen, denen das Bundesinnenministerium mit der Neufassung der Strategie Rechnung getragen hat, wie FDP-Ageordnete inzwischen zufrieden feststellen.&#8221;Es ist gut, dass die Bundesregierung in ihrem Kabinettsbeschluss die Vorschläge der Justizministerin für ein klares Bekenntnis zum Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten aufgenommen hat. Auch hat diese Klarstellung dafür gesorgt, dass einem Einsatz der Bundeswehr im Innern durch die Hintertür ein Riegel vorgeschoben wird&#8221;, so die stellvertrende Fraktionsvorsitzemde Gisela Piltz gegenüber politik-digital.de. Piltz hatte noch vor einigen Tagen in einem Kommentar auf <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,745189,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel-Online</a> ihren Unmut bezüglich des ursprünglichen Entwurfs geäußert.</p>
<p>Die netzpolitischen Experten der Opposition sehen die Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung hingegen weiterhin als wenig konsequent und verspätet an. Besonders in der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen besteht Klärungsbedarf. &#8220;Die Bundesregierung hat es offenbar vorgezogen, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Durch ihren Vorschlag der Einrichtung eines Cyber-Abwehrzentrums begibt sie sich zudem auf verfassungsrechtlich dünnes Eis&#8221;, kritisiert der innen- und netzpolitische Sprecher der grünen Fraktion, Dr. Konstantin von Notz das Zustandekommen der IT-Sicherheitsstrategie gegenüber politik-digital.de: &#8220;Wir hätten es für dringend geboten gehalten, in einem ersten Schritt die derzeitige Bedrohungslage und die zur Abwehr zur Verfügung stehenden Kompetenzen ruhig und mit kühlem Kopf zu analysieren.&#8221; Erst im Anschluss hätte sich ihm die Frage gestellt, &#8220;ob es tatsächlich neuer Abwehrstrategien und der Zusammenlegung von Kompetenzen bedarf&#8221;, so die Einschätzung des bündnisgrünen Netzpolitikers, der auch Mitglied in der <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquête-Kommission &#8220;Internet und digitale Gesllschaft&#8221;</a> ist.</p>
<p>Die Debatte bezüglich der Kompetenzen und der Ausstattung des Cyber-Abwehrzentrums könnte sich weiter verschärfen, sollte dieses – wie aktuell geplant – in einer zweiten Stufe um Beamte aus dem Bundesministerium der Verteidigung und IT-Experten der deutschen Wirtschaft erweitert werden. Dr. Sandro Gaycken, Informatiker und Experte für Cybersecurity an der Universität Stuttgart, hält die Initiative des Innenministeriums aber bereits jetzt für ungenügend. Im Falle eines Angriffs aus dem Netz wäre die einzig konsequente Lösug seiner Meinung nach die &#8220;Entnetzung&#8221;, eine Totalabschaltung der kritischen Infrastruktur von Bundeseinrichtungen, so Gaycken in einem Interview mit der Online-Ausgabe des <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/gegen-fremde-geheimdienste-machtlos/3874224.html?p3874224=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Handelsblatt</a>.</p>
<p>Nach der jüngst angekündigten Kabinettsumbildung stellen sich beim Thema Internetsicherheit jedoch weitere Fragen:Welche Schwerpunkte wird Thomas de Maizières designierter Amtsnachfolger, der bisherige CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich, bei diesem Thema setzen, und wird er auf die Kritik von Netzgemeinde und Oppositionspolitikern reagieren?</p>
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