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	<title>Christian Simmert &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Christian Simmert &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Verein ohne &#034;Meierei&#034;?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Simmert]]></category>
		<category><![CDATA[Enquete Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die Zukunft des
Bürgerengagements liegt im Netz. Um dies zu beweisen,
traf sich politik-digital mit Christian Simmert im Chatraum.
Mit dem Mitglied der Enquete-Kommission &#34;Zukunft des
Bürgerschaftlichen Engagements&#34; sprachen wir über
neue Formen der ehrenamtlichen Arbeit.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die Zukunft des<br />
Bürgerengagements liegt im Netz. Um dies zu beweisen,<br />
traf sich politik-digital mit Christian Simmert im Chatraum.<br />
Mit dem Mitglied der Enquete-Kommission &quot;Zukunft des<br />
Bürgerschaftlichen Engagements&quot; sprachen wir über<br />
neue Formen der ehrenamtlichen Arbeit.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ein Gespräch über neue Formen des freiwilligen Engagements<br />
mit Christian Simmert (MdB)</b></span></p>
<table align="left" border="0" cellspacing="0" width="105">
<tbody>
<tr>
<td width="75"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/csimmert.jpg" alt="Christian Simmert" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.simmert.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Christian Simmert</a>,<br />
Jahrgang `72, sitzt seit 1998 für die Bündnis-Grünen im Bundestag. Als<br />
Mitglied der Enquete-Kommission für bürgerschaftliches Engagement<br />
möchte er vor allem Raum und Rahmen schaffen, für neue Formen der<br />
Freiwilligenarbeit in Vereinen, Parteien und Initiativen. Dass er dabei<br />
auch den Neuen Medien eine aktive Rolle zuschreibt, bewies Simmert<br />
gleich selbst: Das Interview wurde online geführt. politik-digital lud<br />
ihn in den hauseigenen Chatraum und sprach mit dem engagierten Grünen<br />
aus Warendorf über seine Arbeit in der Enquete-Kommission.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> </span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Simmert, warum sind Sie in der Enquete Kommission &quot;bürgerschaftliches Engagement&quot;?</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ChristianSimmert:</b> Ich<br />
interessiere mich für die neuen Formen bürgerschaftlichen Engagements &#8211;<br />
unter anderem auch in Bezug auf Initiativen gegen Rechtsextremismus.<br />
Die Formen von Engagement sind flexibler geworden, vor allem von jungen<br />
Menschen, hier brauchen wir veränderte Rahmenbedingungen. Dafür will<br />
ich mich in der Enquete engagieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was umfaßt bürgerschaftliches Engagement alles?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Es gibt<br />
sehr unterschiedliche Formen. Zum einen sind da die klassischen<br />
Verbände und Vereine, die wichtige Arbeit vor Ort leisten. Es gibt aber<br />
auch neue soziale Bewegungen, wie die Tafel-Initativen oder<br />
Freiwilligenagenturen. Daneben gibt es Formen von punktuellem<br />
Engagement, an Projekten orientiert, die meistens kommunal verankert<br />
sind. Problematisch dabei: Es gibt auch Grauzonen. Eine spannende Frage<br />
ist zum Beispiel: wo endet bürgerschaftliches Engagement und wo fängt<br />
bezahlte Arbeit an. Ich bin überzeugt, dass freiwilliges Engagement<br />
kein Ausfallbürge beispielsweise für soziale Dienstleistungen werden<br />
darf.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Und trotzdem ist das Engagement laut Herrn Dr. Bürsch, dem Vorsitzenden<br />
der Kommission, ein Eckpfeiler im Gesellschaftsvertrag. Wie kann der<br />
Staat denn diese Rolle unterstützen? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b><br />
Natürlich kommt Frauen und Männern, die sich bürgerschaftlich<br />
engagieren eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft zu. Sie sind<br />
eine Art sozialer Kitt für eine solidarische Gesellschaft, ohne die<br />
auch unsere Demokratie nicht so lebendig wäre, wie sie ist. Dennoch<br />
darf der Staat nicht überregulieren. Wir brauchen Rahmenbedingungen,<br />
wie zum Beispiel stärkere Anerkennung der erworbenen Kompetenzen bei<br />
Freiwilligendiensten durch Zertifizierungen. Darüber hinaus sind<br />
Unternehmen gefordert, jungen Menschen, die einen Ausbildungsplatz<br />
suchen und nicht so gute Zeugnisse haben, aber einen Freiwilligendienst<br />
geleistet haben, eine Chance zu geben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Rolle spielen die Neuen Medien beim bürgerlichen Engagement? Welche Rolle sollten sie spielen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ChristianSimmert sagt:</b><br />
Neue Medien können beispielsweise eine interessante Plattform für die<br />
Vermittlung von freiwilligem Engagement sei. Die neuen Formen des<br />
Engagements zeichnen sich dadurch aus, dass gerade Teile der jüngeren<br />
Generation sich nicht mehr ewig im Verein engagieren, sondern eher<br />
projektorientiert und in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen. Hier<br />
kann das Internet eine wichtige Mittlerfunktion übernehmen. Darüber<br />
hinaus reden wir aber auch immer über Beteiligung und Mitsprache.<br />
Bürgerschaftlich Engagierte wollen eben auch mitreden, wenn es um<br />
Projekte geht und nicht nur &quot;Ausführende&quot; sein. Auch hier können neue<br />
Medien Kommunikation ermöglichen und beschleunigen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Also Online-Partizipation und Organisation&#8230; Es gibt das klassische<br />
Engagement, dass mit den Neuen Medien besser organisiert werden kann.<br />
Wie sieht es denn mit reinem Online Engagement aus? Also freiwillige<br />
Netzprojekte, die eine gesellschaftliche Funktion erfüllen. Ist das<br />
auch förderungswürdig?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b><br />
Online-Engagement gehört natürlich auch zu den neuen Formen. Wenn wir<br />
uns Initiativen gegen Rechtsradikalismus im Netz anschauen, dann ist<br />
das eine neue und wichtige Form des zivilgesellschaftlichen<br />
Engagements. Hier fördert der Staat bereits Initativen &#8211; auch innerhalb<br />
der von der rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Bekämpfung des<br />
Rechtsextremismus sind hier Mittel enthalten. Es muss jedoch noch mehr<br />
getan werden, vor allem in Sachen Zugang zum Internet. Wir müssen in<br />
der Jugendarbeit stärker auf Internet-Kompetenz setzen &#8211; gerade auch<br />
für junge Frauen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
A propos Rechtsradikalismus: Kürzlich wurde bekannt, dass die Regierung<br />
noch mal 70 Millionen zur Bekämpfung locker macht. Wissen Sie, ob davon<br />
auch etwas in Netzprojekte fließt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> In<br />
diesem Paket befindet sich in der Tat die Möglichkeit auch<br />
&quot;Net-Projects&quot; zu unterstützen. Wir haben in den vergangenen Monaten<br />
immer wieder darauf gedrungen, dass eben nicht nur die &quot;Großen-Tanker&quot;<br />
Fördermittel bekommen, sondern auch kleine Initiativen. Dort ist häufig<br />
auch das Potential für solchen Internet-Initativen. Es hapert da nicht<br />
an Kreativität, sondern oftmals an der Umsetzung und eben dann an den<br />
finanziellen Mitteln. Dies soll mit den jetzt beschlossenen Geldern<br />
möglich werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Auf ihrer Homepage schreiben Sie zum Thema, dass die politische<br />
Partizipation durch die Neuen Medien eine Veränderung für die<br />
Parteienstruktur mit sich bringt, die auch insgesamt durchlässiger<br />
werden muss. Sie denken da sogar an das &quot;Ende der klassischen<br />
Mitgliedschaft.&quot; Ist das &quot;neue&quot; Engagement ohne dauerhafte<br />
Verpflichtung, ohne Mitgliedschaft denkbar? Also frei, flexibel aber<br />
nicht verlässlich?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Es wird<br />
immer das klassische Engagement geben, wie wir es kennen. Und das ist<br />
gut so. Das &quot;virtuelle Engagement&quot; wird das reale nicht ersetzen.<br />
Dennoch werden wir &#8211; gerade auch als Parteien &#8211; uns darauf einstellen<br />
müssen, dass das Engagement sich durch das Internet verändert. Dies<br />
wird zur Folge haben, dass Parteien &#8211; auch Bündnis 90/Die Grünen &#8211;<br />
ebenfalls stärker virtuell interaktiv werden müssen. Dazu gehört auch<br />
die Öffnung der Mitgliedschaft. Im Übrigen glaube ich, dass auch<br />
virtuelles Engagement verlässlich sein kann, dies zeigt zum Beispiel<br />
das Engagement bei dol2day, dort gibt es politisches Engagement im Netz<br />
und das ist sehr kontinuierlich&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie stehen die Deutschen beim Bürgerengagement im internationalen Vergleich eigentlich da?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Im<br />
internationalen Vergleich ist die Bundesrepublik Spitzenreiterin was<br />
die Gründung von Vereinen angeht&#8230; Was ein Wunder, ist dies doch eine<br />
deutsche Erfindung &#8211; nein im Ernst: 22 Millionen engagierte Bürgerinnen<br />
und Bürger, dass ist auch international sehr viel. Wir haben aber einen<br />
anderen kulturellen Hintergrund als z. B. in den USA. Dort ist<br />
Engagement viel häufiger und stärker vertreten als hier &#8211; die<br />
gesellschaftlich Verankerung ist dort stärker. Allerdings betrifft dies<br />
eher &quot;Mittel- und Oberklasse&quot;. Gleichzeitung hat das Engagement dort<br />
eine Art Sozialkontrolle &#8211; engagierst Du Dich in Deinem Stadtteil<br />
nicht, gehörst Du auch nicht wirklich dazu. Diese Form des Engagements,<br />
das sehr viel mit sozialen Status zu tun hat, sollten wir nicht<br />
kopieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Noch einmal konkret zur Rolle des Staates beim Steigern des<br />
Engagements: welche bürokratischen oder rechtlichen Hürden müssten<br />
fallen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Es darf<br />
beispielsweise keine Hürde mehr für Erwerbslose geben, sich<br />
bürgerschaftlich zu engagieren. Ebenfalls müssen kleine Initiativen die<br />
Möglichkeit bekommen Eigenmittel zu erwirtschaften, ohne das ihnen<br />
gleich die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Darüber hinaus brauchen wir<br />
mehr Anerkennung und Förderung der Freiwilligendienste für junge<br />
Menschen: 1. Verbreiterung des Angebotes (die Grünen wollen neben dem<br />
ökologischen und sozialen Jahr auch ein kulturelles einführen) und 2.<br />
müssen die Verwertbarkeit der erworbenen Kompetenz verbessert werden &#8211;<br />
das heißt Zertifizierung. Das sind nur einige Beispiele für konkrete<br />
Verbesserungen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Beabsichtigt die Enquete-Kommission denn auch &quot;bürgerschaftliches<br />
Engagement&quot; bei ihrer Arbeit? Wird das auch über Netzanbindung möglich<br />
sein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Wir<br />
setzen in der Enquetekommission sehr stark auf das Einbinden von<br />
Verbänden und bürgerschaftlich Engagierten. Für meinen Geschmack geht<br />
es dabei leider zuviel um klassisches Engagement &#8211; aber wir arbeiten<br />
dran. Die Enquete-Kommission versucht ihr Internet-Angebot auf den<br />
Seiten des Bundestages ständig zu verbessern, so dass dort feedbacks<br />
möglich sind. Leider ist der Bundestag noch etwas unbeweglicher was<br />
neue Medien angeht, es hat sich hier in den letzten Jahren aber schon<br />
viel getan.<br />
So jetzt muss ich aber langsam vom virtuellen ins wirkliche Leben zurück&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Vielen Dank für das Interview. Vielleicht ergibt sich nach der<br />
geplanten USA-Reise der Kommission noch mal die Möglichkeit, ein<br />
Gespräch zu führen?`Würde mich freuen&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Sehr gerne, vielen Dank für das Gespräch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fragen stellte Carolin Welzel.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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