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	<title>Christine Bergmann &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Christine Bergmann &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Wir brauchen weltweite Mindeststandards</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pstradtmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 1998 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Filtersoftware]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderpornografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Provider]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Medienrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Bergmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr.
Christine Bergmann, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
im politik-digital-Interview über wirksame Maßnahmen zum Kinder- und Jugendschutz,
den Fall Felix Somm und die Verantwortung der Provider.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dr.<br />
Christine Bergmann, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,<br />
im politik-digital-Interview über wirksame Maßnahmen zum Kinder- und Jugendschutz,<br />
den Fall Felix Somm und die Verantwortung der Provider.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Über wirksamen Kinder- und Jugendschutz im<br />
Internet wird viel diskutiert, wo sehen Sie als Ministerin für Kinder<br />
und Jugend konkreten Handlungsbedarf?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bergmann:</b><br />
Die Entwicklung zur Informationsgesellschaft ist auch für Kinder und Jugendliche<br />
mit weitreichenden gesellschaftlichen Folgen verbunden. Sie müssen zum<br />
einen die Möglichkeit haben, die Chancen dieser Entwicklungen wahrzunehmen<br />
&#8211; zugleich müssen sie vor Gefährdungen geschützt werden. Der Kinder- und<br />
Jugendschutz im Multimediazeitalter stellt deshalb neue nationale und<br />
internationale Anforderungen. Nach meiner Überzeugung ist Medienkompetenz<br />
neben den Vorschriften des gesetzlichen Jugendmedienschutzes und den Maßnahmen<br />
der Freiwilligen Selbstkontrolle eine der wichtigsten Voraussetzungen<br />
für einen effektiven Jugendschutz in diesem Bereich. Deshalb ist die Vermittlung<br />
von Medienkompetenz an Eltern, Kinder und Jugendliche ein Schwerpunkt<br />
der Arbeit meines Hauses. Junge Menschen sollen lernen, zu problematischen<br />
Medieninhalten kritische Distanz zu wahren und zu einem eigen-verantwortlichen<br />
Umgang mit ihnen zu kommen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Was könnten Ihrer Meinung nach sinnvolle Schutzmaßnahmen<br />
sein? Sollten alle Provider zum Angebot von Filtersoftware verpflichtet<br />
werden? Sollte es staatliche Cyberpolizisten geben, die das Angebot kontrollieren?<br />
Oder sind andere Ansätze denkbar? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bergmann:</b><br />
Bei der Suche nach notwendigen Schutzmaßnahmen muß zwischen Straftaten<br />
einerseits und dem Kinder- und Jugenschutz andererseits unterschieden<br />
werden.Die Bekämpfung von Straftaten im Internet &#8211; und hier liegt mir<br />
die Bekämpfung von Kinderpor-nographie ganz besonders am Herzen &#8211; ist<br />
zu allererst Aufgabe der Strafverfolgungsbehör-den, das heißt, Aufgabe<br />
der Länder. Das Bundeskriminalamt wird hier überwiegend in seiner Zentralstellenfunktion<br />
tätig. Ihm obliegt unter anderem die Durchführung des nationalen und internationalen<br />
Nachrichtenaustausches &#8211; z.B. mit EUROPOL, INTERPOL &#8211; sowie die zentrale<br />
Sammlung und Auswertung aller verfügbaren Daten und Bilder aus dem In-<br />
und Ausland. Hier sind sich Bund und Länder darüber einig, daß zu den<br />
Aufgaben des Bundeskriminalam-tes als Zentralstelle auch gehört, im offenen<br />
Bereich des Internet anlaßunabhängige Recherchen durchzuführen. Stößt<br />
es bei seinen Recherchen auf konkrete Verdachtsfälle, so werden diese<br />
zur Bearbeitung an die zuständigen Landespolizeidienststellen weitergeleitet.<br />
Die Suche &#8211; z.B. nach Kinderpornographie &#8211; auch ohne eine Anzeige halte<br />
ich für einen sehr erfolgversprechenden Weg zur Bekämpfung dieser abscheulichen<br />
Verbrechen. Im übrigen tragen auch die Provider eigene Verantwortung,<br />
und wir setzen darauf, daß sie Filtersoftware freiwillig verwenden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Die Zuständigkeiten für den Kinder- und Jugendschutz<br />
im Internet sind unklar. Sowohl Polizei, als auch Bundesprüfstelle und<br />
Jugendschutz.net befassen sich mit dem Thema. Halten Sie eine Neuordnung<br />
der Kompetenzen für sinnvoll? Sollte es eine zentrale staatliche Institution<br />
geben? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bergmann:</b><br />
Für den Bereich des Jugendschutzes im Internet hat der Bund mit dem Informations-<br />
und Kommunikationsdienstegesetz aus dem Jahr 1997 bereits wichtige rechtliche<br />
Änderungen vorgenommen. Die Bundesregierung wird dem Bundestag darüber<br />
berichten, an welcher Stelle Anpassungs- und Ergänzungsbedarf besteht.<br />
Der Abstimmungsprozeß innerhalb der Ministerien ist derzeit im Gange,<br />
und ich möchte dem Ergebnis, das in 10 Monaten vorliegen wird, nicht vorgreifen.<br />
Aber Sie können versichert sein, daß ich alles tun werde, um zu erreichen,<br />
daß Kinder und Jugendliche vor jeder Art von Beeinträchtigungen und Gefährdungen<br />
geschützt werden. Zeitgleich mit diesem Gesetz des Bundes haben die Länder<br />
auf der Grundlage des Mediendienstestaatsvertrages in ihrem Zuständigkeitsbereich<br />
eine zentrale Stelle &#8211; Jugendschutz.net &#8211; eingerichtet. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Werden Sie als Ministerin sich mit einer eigenen<br />
(gesetzlichen) Initiative in die Debatte einschalten? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bergmann:</b><br />
Als Jugendministerin gehört es zu meinen Aufgaben alles dafür zu tun,<br />
daß unsere Kinder und Jugendlichen vor Gefährdungen geschützt werden.<br />
Deshalb werde ich mich selbstverständlich in die Diskussion einschalten<br />
und mich dort, wo Gesetzesänderungen notwendig werden, dafür einsetzen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Der ehemalige Compuserve-Geschäftsführer Felix<br />
Somm ist wegen der Verbreitung von Kinderpornographie in erster Instanz<br />
verurteilt worden. Das Urteil und seine Begründung haben in Deutschland<br />
und vor allem im Ausland Widerspruch ausgelöst. Halten Sie die Verurteilung<br />
für gerechtfertigt? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bergmann:</b><br />
In diesem Fall läuft das Verfahren noch. Eine Bewertung ist erst nach<br />
Abschluß des Verfahrens möglich. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Reicht angesichts der Globalität des Internets<br />
ein nationales Vorgehen zum Kinder- und Jugendschutz im Internet aus?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bergmann:</b><br />
Angesichts des grenzüberschreitenden Mediums Internet reichen nationale<br />
Maßnahmen natürlich nicht aus. Deshalb müssen sie durch internationale<br />
Maßnahmen flankiert werden. Unser Ziel muß die Schaffung eines internationalen<br />
Übereinkommens über Computer- und Datennetz-Kriminalität sein, in dem<br />
strafrechtliche Mindeststandards und einheitliche Rechtshilferegelungen<br />
weltweit verbindlich festgelegt werden. Weltweite Mindeststandards brauchen<br />
wir auch zur wirksamen Bekämpfung jugendgefährdender Netzinhalte. Darüber<br />
hinaus halte ich hier die Stärkung der Medienkompetenz, die Entwicklung<br />
von Filter- und Bewertungssystemen sowie die freiwillige Selbstkontrolle<br />
der Diensteanbieter für überaus wichtig. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Das Interview mit<br />
Dr. Christine Bergmann führte Philipp Stradtmann</span></p>
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