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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Wenn der Bot Verschwörungstheorien verbreitet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2016 09:03:28 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Internet und insbesondere in den sozialen Medien finden sich viele verschiedene Meinungen, darunter auch populistische und hasserfüllte Kommentare. Eine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Social-Blot-Marcus-Quigmire-CC-BY-SA-2.0-via-googleimages.jpg" rel="attachment wp-att-126710"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-148567 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Social-Blot-Marcus-Quigmire-CC-BY-SA-2.0-via-googleimages.jpg" alt="Social Blot-Marcus Quigmire-CC BY-SA 2.0-via googleimages" width="640" height="280" /></a>Im Internet und insbesondere in den sozialen Medien finden sich viele verschiedene Meinungen, darunter auch populistische und hasserfüllte Kommentare. Eine Trennung von Wahrheit, Propaganda und Lüge fällt immer schwerer. In diesem Feld spielen nun neben Trollen auch immer häufiger komplexe Social Bots mit. Ein Überblick über Social Bots, Verschwörungstheorien und Hatespeech.</p>
<p>Bei den Kondensstreifen der Flugzeuge am Himmel handelt es sich um „Chem Trails“ der Bundesregierung, um die eigene Bevölkerung zu kontrollieren! Die BRD ist kein souveränes Land, sondern immer noch den USA und den anderen Siegermächten hörig und eigentliche eine GmbH! Das sind die wohl bekanntesten Verschwörungstheorien, die derzeit durch das Internet geistern. Doch warum halten sich diese Gerüchte so hartnäckig und werden von so vielen Menschen geglaubt und verbreitet?</p>
<p>Wer davon ausgeht, dass Menschen erst alle Informationen auswerten und daraufhin Entscheidungen treffen, irrt zumeist. Häufig geht es einfach darum, dass die Informationen in das eigene Weltbild passen. Und gegen emotional aufgeladene Ansichten können Fakten nur schwer bestehen. Das Verführerische bei Verschwörungstheorien ist, dass diese komplexe kausale Zusammenhänge sehr stark vereinfachen. Denn <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/filterblasen-und-echokammern-warum-das-internet-voll-von-verschwoerungstheorien-ist-1.2851959" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Menschen wollen einfache Erklärungen</a> auf die komplizierten Probleme und Ereignisse der Welt haben.</p>
<h3>Informationen müssen ins eigene Weltbild passen</h3>
<p>Das Internet, einst als Transportmedium für Informationen und damit Fakten geschaffen, verliert durch die immer größer werdende Zahl an Daten genau diese Eigenschaft. Die Trennung von Wahrheit und (absichtlicher) Fehlinformation wird stetig schwieriger. Hinzu kommen im Internet die sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Filterblase" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Filterblasen</a>. Das heißt jeder umgibt sich eher mit den Menschen und Meinungen, die seinem Weltbild und seinen Ansichten entsprechen. Diese Blase wird (bei Facebook) immer kleiner. Das<a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/facebook-nutzer-sind-ueber-durchschnittlich-dreieinhalb-andere-mitglieder-miteinander-vernetzt-14053650.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Netzwerk verkündete kürzlich</a>, dass sich alle Mitglieder nun über durchschnittlich 3,57 NutzerInnen kennen würden.</p>
<p>Zu dieser Verwirrung tragen seit einigen Jahren Social Bots bei. Anders als bei Trollen, hinter denen Einzelpersonen stehen, die Unruhe stiften und durch ihre Aussagen provozieren wollen, steckt dahinter Software. Das <a href="http://politik-digital.de/news/der-feind-in-meinem-netzwerk-social-bots-144563/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">automatisierte Programm kontrolliert Accounts</a> in sozialen Netzwerken und sollen den Anschein erwecken, eine echte Person zu sein. Ziel und Verhaltensmuster unterscheiden sich dabei abhängig vom sozialen Netzwerk. Grundlegend ist jeder Bot so programmiert, dass er beispielsweise auf bestimmte semantische Strukturen in gewisser Weise reagiert.</p>
<h3>Social Bot-Trefferquote: 80 Prozent</h3>
<p>Hatten Socials Bots vor einer Zeit noch das Ziel, Kontakt mit Menschen aufzunehmen, Links zu spammen oder Informationen über die anderen NutzerInnen zu sammeln, vollzieht sich nun ein Wandel. Nun posten sie nicht mehr nur stumpf vorgefertigte Phrasen, ausgehend von bestimmten Schlagworten. Die Bots sind nun bereits in der Lage, auf aktuelle Ereignisse einzugehen, direkt auf den Debattenverlauf zu reagieren und entsprechende Antworten zu verfassen. Aber sie können auch eigene Themen setzen und durch ihre schiere Masse an Accounts und Postings<a href="http://www.netzpiloten.de/social-media-bots-trolle-trends/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> in den sozialen Medien trenden</a>.</p>
<p>ForscherInnen um den Politikwissenschaftler <a href="http://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article149394793/Wenn-Maschinen-hetzen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Simon Hegelich von der Universität Siegen</a> arbeiten in ihrem Projekt &#8220;Social Media Forensics&#8221; daran, diese neuen Social Bots mit Algorithmen zu erkennen. Die ForscherInnen haben bisher herausgefunden, dass die Programme unter anderem zum Teil ganze Sätze aus Lexika kopieren, um seriös zu klingen. Weiterhin veröffentlichen die Bots Tweets mit Sportsnews und anderen Links, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Mit diesen Erkenntnissen bauen die ForscherInnen nun ihren Algorithmus aus, der bereits an den Profilbildern erkennt, ob es sich um einen menschlichen Nutzer handelt. Trefferquote bisher: 80 Prozent!</p>
<h3>Counterspeech als Mittel gegen digitale Sprachlosigkeit</h3>
<p>Die Social Bots bringen zum Teil eine große Anzahl an Posts mit Hassbotschaften in Umlauf, die sich mit den bereits vorhandenen Aussagen realer NutzerInnen vermengen und eine emotional aufgeladene Stimmungslage erzeugen. Die Erkennung dieser Programme kann jedoch nur ein Weg sein. NutzerInnen sind weiterhin gefragt, gegen aufkommende fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen das Wort zu ergreifen. Eine<a href="http://politik-digital.de/news/viele-internetnutzer-kennen-hassbotschaften-wenige-tun-etwas-dagegen-148427/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov</a> ergab kürzlich, dass ein Drittel der Befragten bisher in Kontakt mit fremdenfeindlichen Kommentaren und fast zwei Drittel mit rassistischen Äußerungen gekommen ist. Als Reaktion haben 20 Prozent diese Äußerungen gemeldet, lediglich 14 Prozent haben öffentlich sichtbar auf diesen Kommentar geantwortet.</p>
<p>Ein möglicher Grund für die geringe Anzahl an reagierenden NutzerInnen: Viele kennen keine Initiativen, die sich gegen Hasskommentare engagieren und haben das Gefühl, sich allein mit einer Vielzahl von hetzenden Posts auseinanderzusetzen müssen. Um den hasserfüllten KommentatorInnen entgegenzutreten und den agierenden Menschen auch Argumentationsunterstützung gegen solche Äußerungen zu bieten, ist eine Verbreitung der <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/hatespeechargumente-sind-kein-allheilmittel-10877" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Counterspeech</a> &#8211; auf Deutsch: Gegenrede – notwendig. Diese setzt auf die User, die sich in ihrem Netzwerk aktiv und öffentlich gegen Hasskommentare äußern. Zwar scheint man damit die Netzwerkbetreiber von der Aufgabe zu befreien, auffällige Nutzerprofile zu sperren und selbst dafür zu sorgen, dass keine strafbare Posts auf ihren Plattformen zu finden sind. Doch das steht auf einem anderen Blatt. Auch ob Counterspeech überhaupt einen (langfristigen) Nutzen hat, ist bisher auch noch nicht bewiesen. Was jedoch sicher ist: Ohne engagierte Gegenrede wird es auf jeden Fall schlimmer. Die jetzige Situation, in der Trolle und Social Bots die Online-Kommunikation massiv stören, ist unbefriedigend und führt dazu, dass sich immer mehr UserInnen aus der Diskussion zurückziehen und den Trollen und Bots das Feld überlassen.</p>
<p>Update 05.03.216<br />
<a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/rechtspopulistische-gespr%C3%A4chsstrategien-eine-%C3%BCbersicht-10930" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> gibt die Seite Netz-gegen-Nazis Empfehlungen, wie man mit rechtspopulistischen Gesprächsstategien umgeht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Facebook_%285319003750%29.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marcus Quigmire</a>, via Wikimedia Commons unter Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<h2> <img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></h2>
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		<title>„Hate Speech“: Agieren statt reagieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2015 16:09:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Hassrede ist eines der zentralen Probleme sozialer Plattformen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltete eine Podiumsdiskussion über die Frage, wie wir in sozialen Netzwerken kommunizieren wollen. Die Debatte im Rahmen des „forum digital“ behandelte letztlich jedoch vor allem den staatlichen und gesellschaftlichen Umgang mit der sogenannten „Hate Speech“.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Flüchtlingswelle wird hierzulande nicht nur mit Engagement und Hilfsbereitschaft begegnet. Vor allem im Netz herrscht eine angespannte und hasserfüllte Debattenkultur. Ein Blick in die Kommentare bei Newsseiten oder in den sozialen Medien macht das Problem mehr als deutlich. Die <a href="http://kas.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konrad-Adenauer-Stiftung</a> nahm sich dieser Problematik in einer Podiumsdiskussion an: «Wie wir in den Sozialen Netzwerken kommunizieren wollen».</p>
<h3>Facebook in der Kritik</h3>
<p>Vor allem Facebook wird seit geraumer Zeit dafür kritisiert, viel zu lax mit der ausufernden „Hate Speech“ auf seiner Plattform umzugehen. Die anwesende Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy bei Facebook Deutschland, versuchte jedoch zu relativieren. Nur ein „verschwindend geringer Anteil“ der Postings auf der Plattform seien der Hassrede zuzuordnen. Jedoch werde das Unternehmen „glaubhaften Gewaltandrohungen“ gegenüber Flüchtlingen künftig härter begegnen.</p>
<p>In erster Linie müssten aber strafrechtlich relevante Inhalte, beispielsweise Volksverhetzung, schnell gelöscht werden, so Kirschsieper. Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesjustizministerium, reagierte skeptisch: „Ich höre das gerne, nur fehlt mir der Glaube.“ Er forderte von Facebook auch mehr Transparenz im Melde-Prozess. „Facebook ist für uns lange eine Black Box gewesen“, stellte er bezüglich der Meldestellen des Sozialen Netzwerks fest. Auch aus dem Publikum wurden Stimmen laut, dass Transparenz mehr Vertrauen schaffen würde.</p>
<h3>„Hate Speech“ strafrechtlich verfolgen</h3>
<p>Einig waren sich die Diskutanten darüber, dass hetzende Beiträge strafrechtlich verfolgt werden müssen. „Letztendlich muss ein Gericht entscheiden, ob ein Posting den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt“, so Billen. Die strafrechtliche Verfolgung habe dabei auch eine abschreckende Wirkung, betonte der Justiz-Staatssekretär. Es sei zwar zu begrüßen, dass Facebook solche Beiträge blockiert, jedoch muss der Staat mithilfe seines Rechtssystems durchgreifen. „Die Gemeinschaftsstandards von Facebook haben hier keine Rechtsgültigkeit.“ Eva-Maria Kirschsieper bekundete dabei auch den Kooperationswillen von Facebook, betonte jedoch, dass das Soziale Netzwerk „nicht der verlängerte Arm der Justiz“ sei. Billen sowie der Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU) forderten für die Bewältigung des Problems mehr Ressourcen für die ermittelnden Behörden.</p>
<p>Problematisch seien aber vielmehr jene Beiträge, die keinen Straftatbestand erfüllen. „Das mag uns nicht gefallen, aber viele Postings fallen unter die Meinungsfreiheit“, konstatierte Staatssekretär Billen. Löschen hilft nur bedingt, vielmehr sei eine engagierte Gegenrede (Counter Speech) viel sinnvoller, so Kirschsieper. Zwar sei diese in Deutschland noch schwach ausgebildet, jedoch zeigen Beispiele wie der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=i9kv-rmvGKg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar NDR-Journalistin von Anja Reschke</a>, dass Counter Speech auch hierzulande effektiv sein kann. Es ginge vor allem darum, Mythen mit Fakten zu entkräften. Auch Staatssekretär Gerd Billen plädierte für diese Form der Problembewältigung. Dabei geht es auch um Kritik im Umgang mit Quellen. Vor allem Jüngere sind mittlerweile sehr wohl in der Lage, seriöse Gegenmeinungen im Netz zu recherchieren, so Otto Vollmers von der <a href="http://www.fsm.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimedia-Dienstanbieter</a>.</p>
<h3>Problem an der Wurzel bekämpfen</h3>
<p>Wichtig ist auch, das Rassismus-Problem an der gesellschaftlichen Wurzel zu bekämpfen. Denn letztendlich liegt die Verantwortlichkeit für Hasspostings nicht bei Facebook, sondern bei ihren Verfassern. Mittels politischer Bildung, so die einhellige Meinung, müsse dem Problem begegnet werden. Jedoch „braucht [es] viele Maßnahmen im Köcher“, so Otto Vollmers, einfache Lösungen gebe es nicht. Die Digitalisierung ist schneller als die Gesellschaftsentwicklung. Deutschland sei generell eher skeptisch eingestellt gegenüber neuen Medien, sodass Anpassungsprozesse oft sehr lange dauern. Wir müssen uns fragen, so der Geschäftsführer der FSM, wie wir neuen Phänomenen effektiver und schneller begegnen. Agieren statt reagieren sei die Devise.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/rtgregory/1332596877" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Roger Gregory</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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