<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Crowdsourcing &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/crowdsourcing/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Wed, 22 Jul 2020 06:57:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Crowdsourcing &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>E-Partizipation: 6 Erfolgsfaktoren für Mitmachangebote in Politik und Wirtschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/e-partizipation-6-erfolgsfaktoren-fuer-mitmachangebote-in-politik-und-wirtschaft-141186/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/e-partizipation-6-erfolgsfaktoren-fuer-mitmachangebote-in-politik-und-wirtschaft-141186/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nina Galla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2014 08:30:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stakeholder]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Beteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=141186</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Mitmachen lassen anstatt über die Köpfe von Kunden und Beteiligten hinweg zu entscheiden – das Prinzip der Partizipation an Entscheidungsprozessen setzt sich in Politik und auch in der Wirtschaft immer mehr durch. Und das hat ganz handfeste Gründe: Entscheidungen, die gemeinsam mit den Mitwirkenden getroffen werden, werden eher akzeptiert, und das spart der Organisation Zeit und damit Geld. Nina Galla hat sechs Faktoren für erfolgreiche Mitmach-Projekte im Internet zusammengestellt.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Einbeziehung aller Stakeholder bringt den Initiatoren von Online-Partizipationsangeboten im Idealfall nicht nur Zeit und Geld. Darüber hinaus gewinnt ein Unternehmen oder eine Behörde wertvolle Erkenntnisse über die Menschen, mit denen oder für die es aktiv wird: Auch wenn es manchmal Ablehnung und Kritik gibt – das direkte Feedback der Beteiligten ist unschätzbar wertvoll, denn es zeigt Schwachstellen im Konzept auf, die noch nicht ausreichend bedacht wurden. Vor allem online lassen sich Abstimmungen, Vorschläge und Meinungen besonders gut einholen, da die internetbasierten Befragungen eine hohe Reichweite und daher eine hohe Teilnahmequote erreichen können. Zudem ist es für den Stakeholder selbst sehr einfach: Bürger und Mitarbeiter können mit wenig Aufwand innerhalb weniger Minuten von der Couch aus oder in der Mittagspause Prozesse mitgestalten und Entscheidungen beeinflussen. Ganz moderne Plattformen erlauben sogar die Partizipation vom Smartphone aus. Einfache Beteiligung und hohe Reichweite öffnen zwar auch die Türen für Gegner-Kampagnen, so wie es jetzt  der EU-Handelskommissar <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/TTIP-Konsultation-EU-Kommissar-beschwert-sich-ueber-Attacke-2263798.html?wt_mc=nl.ho">De Gucht</a> während der Konsultation zum Handelsabkommen TTIP erleben konnte, dennoch überwiegen die Vorteile. Insbesondere öffentliche Institutionen werden auch zukünftig stärker auf Partizipation setzen müssen. Daher haben einige Städte und Kommunen auch schon eigene Handbücher mit Leitfäden für eine gelungene Bürgerbeteiligung aufgelegt. Das Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft hat in einer aktuellen <a href="http://www.hiig.de/wp-content/uploads/2014/06/20140609_Studie_DIGITAL.pdf">Studie</a> untersucht, wer denn überhaupt Online-Partizipationsangebote nutzt und welche Formate am meisten Zuspruch finden: Die <a href="http://politik-digital.de/partizipation-im-netz-je-juenger-desto-aktiver/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisse </a>sind leider noch nicht überraschend, geben aber Aufschluss darüber, wie Mitmach-Projekte im Internet zu gestalten sind, um attraktiv zu sein.</p>
<h3>Je jünger, je doller</h3>
<p>So erstaunt nicht, dass die Zielgruppe der 18- bis 34-Jährigen am aktivsten ist, wenn es um die Wahrnehmung von Online-Partizipation geht. Die jüngere Generation ist einfach größtenteils online-affiner. Ältere Semester können vor allem bei der politischen Partizipation noch aufholen: Da Senioren oft mehr Zeit haben, sehr erfahren sind und nicht selten erst als Rentner anfangen, sich politisch zu betätigen, kann das Internet ihnen hier eine bequeme Spielwiese für das Engagement bieten.</p>
<h3>Bildungsgrad entscheidet über Beteiligung – nicht das Einkommen</h3>
<p>Je gebildeter, desto aktiver: Online bildet sich ab, was auch schon offline zu beobachten ist. Wer besser gebildet (und besser informiert) ist, macht auch mehr mit. Das kann damit zu tun haben, dass der bessere politische Überblick dafür sorgt, gesellschaftliche Problemstellungen eher zu erkennen, aber auch damit, dass es sich einfach besser und leichter entscheiden lässt, wenn man gut informiert ist. Diese Spaltung zeigt jedoch gleichfalls, dass Beteiligungsangebote so gestaltet werden müssen, dass auch niedrigere Bildungslevel einbezogen werden. Denn gerade politische Entscheidungen betreffen meist alle Anwohner oder Bürger, unabhängig vom Schulabschluss. Das Einkommen hingegen hat keinen Einfluss auf den Beteiligungsgrad.</p>
<h3>Online-Petition ist am beliebtesten &#8230;<b> </b></h3>
<p>… und am bekanntesten – kein Wunder: Diverse Anbieter jagen fast täglich immer neue E-Petitionen durch die sozialen Netzwerke und E-Mail-Postfächer. Das Anliegen ist immer dringend, fast immer wird eine Mehrheit emotional angesprochen und mit nur einem Klick ist man meist dabei. Betroffenheit und niedrigschwellige Teilhabe sind hier die Erfolgsfaktoren, zumindest was das Mitmachen angeht. Lediglich das E-Petitionsportal des Bundestags ist ein wenig komplizierter.</p>
<h3>E-Mail für Sie, Herr Minister</h3>
<p>Die Möglichkeit, den Abgeordneten direkt zu kontaktieren, ist zwar bekannt, wird aber eher wenig genutzt. Das ist schade, denn hier liegt ein verborgenes Potenzial der direkten Einflussnahme auf die Meinungsbildung eines Politikers. So ist der eigene Wahlkreis für den in Berlin arbeitenden MdB von sehr hoher Bedeutung. Dem Abgeordneten ist daran gelegen, insbesondere die Nachbarn von Zuhause hinter sich zu wissen.</p>
<h3>Politisches Networking</h3>
<p>Hier ist eine Diskrepanz erkennbar zwischen Interesse und tatsächlicher Beteiligung. Das Interesse ist zwar durchaus vorhanden, aber es führt nicht zwangsläufig zum Mitmachen. Das kann daran liegen, dass es bei den meisten Parteien erforderlich ist, sich zu registrieren, um online zu kommentieren oder sich gar in Netzwerken digital auszutauschen. Hier die Zugangshürden zu senken, kann die Beteiligung am Austausch erhöhen.</p>
<h3>Mitmachen bei Unternehmen: Crowdfunding und Crowdsourcing</h3>
<p>Auch die private Wirtschaft setzt zunehmend auf Mitmachen: Die Bandbreite reicht vom IKEA-Prinzip des Möbel-Selber-Zusammenbauens bis hin zu Unternehmen, die ihre Kunden sich gegenseitig helfen lassen, um dabei den Kundendienst einzusparen. Die Grenzen zwischen moderner Kommunikation mit der und über die Crowd auf der einen Seite und Ausbeutung auf der anderen Seite sind fließend. Jedoch haben viele der Befragten großes Interesse an Crowdfunding, bei dem der Kunde ein Unternehmen vorfinanziert, um dann erst später in den Genuss einer Dienstleistung oder eines Produkts zu kommen, wenn denn genügend Geld für das Unternehmen zusammengekommen ist. Das Risiko liegt hier bei nahezu Null, denn kommt die erforderliche Summe nicht zusammen, wird das vorgestreckte Geld zurückgezahlt. Nur wenn am Ende nicht das herauskommt, was der Geldgeber sich erhofft hat, kann es zu Enttäuschungen kommen. Das Konzept ist noch recht neu und boomt gerade: Hoffen wir, dass es sich nicht selbst überstrapaziert. Dem Interesse entgegen steht derzeit noch die widersprüchliche Aktivität: Denn trotz des Interesses und der Neugier auf das Innovative können sich nur wenige Menschen durchringen, tatsächlich auch zu zahlen. Wer auf diese Art Geld eintreiben will, benötigt also ein schlüssiges Konzept, Überzeugungskraft und idealerweise schon eine starke Basis-Community, die das Anliegen möglichst weit in die Welt hinaus trägt und für die ersten Euro auf dem Konto sorgt. Das schafft Vertrauen. Crowdsourcing, bei dem Unternehmen kein Geld, aber Ideen und damit Arbeitskraft der Community einsammeln, sind ebenso beliebt: Je kreativer die Community dabei werden muss, desto besser. Ausgeschriebene Preise erhöhen die Motivation zum Mitmachen zusätzlich. Hier teile ich die Bemerkung des Humboldt Instituts, dass die Politik in Sachen Motivation von der Wirtschaft lernen kann: Wenn Behörden und Kommunen ihre Beteiligungs-Formate kreativ und mit Belohnungen hinterlegen, können auch sie noch höhere Quoten erreichen. Insgesamt kennt die Hälfte der Befragten mindestens ein Partizipationsangebot, davon haben zwei Drittel auch schon bis zu zwei Formate einmal ausprobiert. Nur knapp ein Viertel hat schon der bis vier Angebote genutzt. Hier ist also noch Luft nach oben. Vor allem Frauen sind mal wieder unterrepräsentiert: Für das Klischee des jungen, gebildeten Mannes, der in der Politik aktiver ist, gibt es im geschützten Online-Bereich kein Argument mehr.</p>
<h3>Entscheidend für den Erfolg von Partizipationsformaten sind außerdem diese 6 Faktoren:</h3>
<p><b><i>Zielgruppenanalyse:</i></b> Wer ist beteiligt und wie nutzen diese Menschen Medien? Gegebenenfalls ist das Online-Angebot auf Offline-Kanäle auszuweiten, denn Menschen nutzen Medien je nach Thema und Anlass unterschiedlich. Ein breites Angebot an Zugang zur Partizipation sichert eine umfassende Teilnahme und schließt niemanden aus. <b><i>Erwartung:</i></b> Darf der Beteiligte nur Hinweise und Meinung abgeben oder hat er echten Einfluss auf den Verlauf des Projekts? Um Enttäuschungen und Wut zu vermeiden, muss eindeutig klargemacht werden, wie weit die Beteiligung geht und wo ihre Grenzen sind. Außerdem muss der Rahmen des Einflusses klar sein: Liegen die Pläne eigentlich schon ziemlich fest vor und kann der Beteiligte nur noch minimal optimieren oder ist das Verfahren tatsächlich ergebnisoffen? Organisationen, die hier Mut beweisen, gehören zu den Gewinnern. Mechaniken, die maximalen Einfluss zulassen, ohne die Entscheidung ganz aus der Hand zu geben, können auch eingesetzt werden. <b><i>Informationen bereitstellen:</i></b> Nur gut informierte Beteiligte beteiligen sich auch gut – werden wichtige Hintergründe verschwiegen oder Pläne zurückgehalten, kann der Beteiligte nicht aufgeklärt entscheiden. Das kann später zu Ärger führen. Information ist ebenfalls eine Art von Beteiligung: Auch wenn der Informierte nicht aktiv mitmacht, kann er mit Anderen über das Projekt reden und sie dadurch gegebenenfalls zum Mitmachen motivieren. Zu einer guten Informationsstrategie gehört auch die rechtzeitige Ankündigung, dass überhaupt etwas abgestimmt werden kann. Rechtzeitige und gute Öffentlichkeitsarbeit ist das A und O. <b><i>Einfach gestalten:</i></b> Gerade komplexe Sachverhalte müssen sprachlich so einfach dargestellt werden, dass der bisher Uninformierte sich schnell einen umfassenden Überblick über die Thematik verschaffen kann. Dazu gehören der Verzicht auf Fachsprache, stattdessen kurze Sätze und idealerweise Visualisierungen. Die leichte Auffindbarkeit und angemessene Informationsmengen, die nicht überfordern, sollten dabei genauso selbstverständlich sein wie technisch niedrigschwellige Plattformen. <b><i>Nachbereitung:</i></b> Was passiert mit all den Beiträgen, die idealerweise online und offline gesammelt werden? Wer andere beteiligt, muss sich rechtzeitig vorher Gedanken machen, wie Gespräche moderiert werden, Hinweise verarbeitet und Ergebnisse kommuniziert werden, damit derjenige, der Zeit in die Beteiligung investiert, sich nicht allein gelassen fühlt. <b><i>Emotionen:</i></b> Fakten allein überzeugen nicht jeden – vor allem bei Infrastrukturprojekten wie dem Stromnetzausbau müssen sich Unternehmen und Politik auf starke Emotionen der Bürger einstellen. Vor allem Ängste vor gesundheitlichen Risiken sowie Sorgen um Wertverlust bei Häusern und Grundstücken sind sensibel zu begegnen und erfordern andere Kommunikationskompetenzen als die Beruhigung einer wütenden Bürgerinitiative.</p>
<h3>Beteiligung ist eine Geisteshaltung</h3>
<p>Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Beteiligung ist zeit- und kostenintensiv. Sie sollte jedoch als Investition gesehen und nicht von Quoten abhängig gemacht werden. Auch wenn die Zahlen zunächst unbefriedigend sind, ist zu bedenken, dass auch Partizipationsangebote gegen starken Wettbewerb aus Information und Unterhaltung ankämpfen. Sich der Beteiligung zu öffnen, ist eine Geisteshaltung, von der sowohl die Images von Politik als auch Wirtschaft nur profitieren können. Ist die Partizipation gut gestaltet, ist sie ein Gewinn für beide Seiten.</p>
<p>Teaserfoto: <a href="https://www.flickr.com/photos/dominicspics/">Dominic Alves</a> <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/e-partizipation-6-erfolgsfaktoren-fuer-mitmachangebote-in-politik-und-wirtschaft-141186/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mutig oder riskant? Vereinte Nationen setzen auf „Citizen Diplomacy“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mutig-oder-riskant-vereinte-nationen-setzen-auf-citizen-diplomacy-128054/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/mutig-oder-riskant-vereinte-nationen-setzen-auf-citizen-diplomacy-128054/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 11:05:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Citizen Diplomacy]]></category>
		<category><![CDATA[Millenniumziele]]></category>
		<category><![CDATA[My World]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[World We Want 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=128054</guid>

					<description><![CDATA[In welcher Welt wollen wir in Zukunft leben? Das möchten auch die Vereinten Nationen von uns wissen und nutzen dafür [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jean-Marc-Ferre-cc-by-nc-nd.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-128058" alt="Jean-Marc Ferre cc by-nc-nd 3.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jean-Marc-Ferre-cc-by-nc-nd-630x413.jpg" width="630" height="413" /></a>In welcher Welt wollen wir in Zukunft leben? Das möchten auch die Vereinten Nationen von uns wissen und nutzen dafür zum ersten Mal das Internet, um gemeinsam mit den Bürgern eine Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015 auszuarbeiten. Über ein ehrgeiziges Crowdsourcing-Projekt.<br />
Als vor 13 Jahren das 21. Jahrhundert anbrach, legten die Vereinten Nationen einen ambitionierten Plan vor, um Armut, Krankheiten und Hunger auf der Welt spürbar zu reduzieren: die <a href="http://www.un-kampagne.de/index.php?id=90">Millenniums-Entwicklungsziele</a>. Bis zum Jahr 2015 sollten acht messbare Ziele erreicht werden, darunter die Halbierung der Zahl der unter Armut Leidenden und der universelle Zugang zu Primärschulbildung.<br />
Entwicklung passiert nicht von heute auf morgen. Daher ist es heute gewissermaßen „fünf vor 12“, was die Erreichung der Millenniumsziele bis 2015 angeht. Das Zwischenfazit kurz vor Fristende fällt durchwachsen aus: In einigen Regionen dieser Erde haben sich die Lebensumstände vieler Menschen substantiell verbessert, in manchen Ländern sind sie jedoch schlimmer als jemals zuvor. Klar ist, dass diese Aufgabe der Weltgemeinschaft in zwei Jahren nicht erledigt sein wird und die Millenniumsziele einen Nachfolger brauchen.</p>
<h3>&#8220;My World&#8221; und &#8220;World We Want&#8221;: Plattformen für Online-Bürgerbeteiligung</h3>
<p>Bei der Erarbeitung des Nachfolgers, der in der internationalen Entwicklungsszene unter dem Arbeitstitel „post 2015 Development Agenda“ bekannt ist, setzt die UN auf weltweite digitale Bürgerbeteiligung. Während die Millenniums-Entwicklungsziele für 2015 hinter geschlossenen New Yorker Konferenzsaaltüren ausgehandelt worden sind, sollen diesmal diejenigen, um die es geht, selbst mitreden. Dazu haben die Vereinten Nationen zwei Online-Plattformen ins Netz gestellt: Das ist zum einen die Beteiligungsplattform <a href="http://www.worldwewant2015.org/">World We Want 2015</a>. Auf dieser können inhaltliche Vorschläge zu bestimmten Entwicklungsthemen gemacht werden, zu denen gleichzeitig Konferenzen in verschiedenen Ländern stattfinden. Hiermit wird eher ein Fachpublikum angesprochen. Die zweite Plattform ist ein globaler Survey namens <a href="http://www.myworld2015.org/">My World</a>, der sich an die Masse der Weltbürger richtet. In dem Online-Fragebogen werden die Menschen gefragt, was für ihr Leben am wichtigsten ist. 16 Lebensbereiche sind dabei vorgeben (z.B. Bürgerrechte, Gleichberechtigung, medizinische Versorgung), aus denen die Teilnehmer sechs auswählen dürfen, ein weiterer kann eigenständig hinzugefügt werden. In Ländern mit geringer Internetverbreitung kann auch per SMS oder auf Papier abgestimmt werden.<br />
Klingt wieder ambitioniert. Klingt wieder nach keiner schlechten Idee. UN-Mitarbeiter in New York sprechen schon von der Entdeckung der „Citizen Diplomacy“. Nach „Citizen Journalism“ soll die Diplomatie also die nächste Domäne sein, die seit jeher in der Hand einer kleinen Elite lag und nun mittels digitaler Technologie von der Masse erobert werden soll? Soweit wird es vermutlich nicht kommen. Die interessante Frage ist jedoch, inwiefern sich diese zeitgemäße Form der globalen Bürgerbeteiligung in die scheinbar reformimmune Organisationsform der Weltgemeinschaft einspeisen lässt?<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/MYWORLD+TAGLINE-e1365068394108.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-128055 aligncenter" alt="My World" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/MYWORLD+TAGLINE-e1365068394108.jpg" width="400" height="144" /></a><br />
Die globale Occupy-Bewegung und die europaweiten „Anti-Austerity“ Proteste sind Beispiele dafür, dass eine Vielzahl politisch aktiver Menschen in supranationalen Dimensionen denkt. Diese vernetzten Weltbürger haben ein Bedürfnis nach solchen globalen Partizipationsformaten. Mindestens zwei Hürden müssen die Vereinten Nationen jedoch überwinden, damit die „My World“-Idee diesem Bedarf auch gerecht wird: Zum einen muss die UN eine ausreichend große Stichprobe für die Befragung erreichen. Zwei Monate nach dem Start von „My World“ und knapp zwei Monate bevor ein erster finaler Report einem Sondergremium des UN-Generalsekretärs vorgelegt werden soll, haben erst knapp über 250.000 Menschen teilgenommen. Zwar kommen die Teilnehmer aus allen 193 UN-Mitgliedsstaaten, aber sie repräsentieren nur etwa 0,003 Prozent der Weltbevölkerung und auch nur 0,02 Prozent der in Armut lebenden Menschen.</p>
<h3>Große Ambitionen mit bislang kleinem Erfolg</h3>
<p>Es ist also eine massive öffentliche Kampagne notwendig, um mehr Menschen über die Online-Befragung zu informieren und zur Teilnahme zu bewegen. Hierbei verlässt sich New York gerne auf die UN-Repräsentanzen in den Mitgliedsstaaten. Ob das jedoch ausreicht, ist fraglich. So wurde in Deutschland parallel eine Abwandlung des Fragebogens geschaltet. Auf <a href="https://www.worldwewant.de/home;jsessionid=0858E5C58B0DCEF5F2B524449CADB894">www.worldwewant.de</a> waren bis Ende März junge Menschen aufgefordert, zu Fragen wie „Welche drei Anliegen sind besonders für Kinder und Jugendliche in Deutschland wichtig?“ Stellung zu nehmen. Mitgemacht haben aber nur 334.<br />
Die zweite Hürde ergibt sich aus der Tatsache, dass es nicht die „post 2015“-Macher bei der UN sind, die die Mitgliedsstaaten zu dieser oder jener Entwicklungspolitik verpflichten können, sondern nur die Mitgliedsstaaten selbst. Sogar wenn der nächsten UN-Generalversammlung im Herbst dieses Jahres robuste Ergebnisse der Befragung vorgelegt werden, kann es immer noch passieren, dass sich die Nationen andere entwicklungspolitische Prioritäten setzen oder zu gar keiner Einigung kommen. Wie will man das dann den engagierten Bürgern dieser Welt erklären?<br />
Vielleicht versprechen sich die UN-Mitarbeiter, dass sich die Regierungen eher mit den Stimmen der Bürger als mit Expertenpapieren überzeugen lassen. Vielleicht fühlt sich eine frühzeitig eingebundene Zivilgesellschaft stärker mitverantwortlich für das Erreichen internationaler Entwicklungsziele und drängt ihre nationalen Politiker zur Einhaltung entsprechender Vereinbarungen. Es wäre wünschenswert. Sollte der Versuch, die neue Entwicklungsagenda per „Crowdsourcing“ mitzuschreiben, fehlschlagen und sich das Projekt auch nicht mehr unter den Teppich kehren lassen, riskiert die Weltgemeinschaft allerdings, ihr ohnehin schon angeschlagenes Image weiter zu verschlechtern.<br />
Bilder: Jean-Marc Ferre cc by-nc-nd 3.0 ; UN</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/mutig-oder-riskant-vereinte-nationen-setzen-auf-citizen-diplomacy-128054/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tu Gutes und gewinn damit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/tu-gutes-und-gewinn-damit-122616/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/tu-gutes-und-gewinn-damit-122616/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Solinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Nov 2012 16:06:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[World Summit Award]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=122616</guid>

					<description><![CDATA[Für ehrenamtliche Projekte ist er die große Chance: Alle zwei Jahre werden Entwickler von internetbasierten Inhalten, Konzepten und Anwendungen mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/tu-gutes-und-gewinn-damit/wheelmap-org_large/" rel="attachment wp-att-122625"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122625" title="Screenshot wheelmap.org mit Logo WSA 2012" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wheelmap.org_large-630x353.png" alt="Screenshot von Wheelmap.org mit eingefügtem Logo von WSA 2012" width="630" height="353" /></a><br />
Für ehrenamtliche Projekte ist er die große Chance: Alle zwei Jahre werden Entwickler von internetbasierten Inhalten, Konzepten und Anwendungen mit dem von der UN geförderten World Summit Award (WSA) ausgezeichnet. Das Projekt „Wheelmap.org“ des Vereins Sozialhelden hat es in diesem Jahr geschafft.</p>
<p><a href="http://wheelmap.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wheelmap.org</a> ist eine auf OpenStreetMap basierende interaktive Karte, in der Nutzer die Rollstuhltauglichkeit von Orten überprüfen und bewerten. Unterwegs können in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen bei der Suche nach gut zugänglichen Restaurants, Toiletten oder Behördenzugängen auf die Wheelmap-App zurückgreifen. „Orte, die nicht rollstuhlgerecht sind, sollen irgendwann so verpönt sein wie Orte, an denen geraucht wird.“, sagt Raul Aguayao-Krauthausen, seines Zeichens Sozialheld und Rollstuhlfahrer, in einer mdr-Reportage 2011. Der vor acht Jahren von ihm mitgegründete Verein <a href="http://sozialhelden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialhelden e.V.</a> will Menschen zeigen, dass Gutes tun ganz einfach sein kann. Auf jeden Fall zeigt er, dass man damit Preise bekommt: Die Auszeichnung mit dem internationalen <a href="http://www.wsa-mobile.org/news/it’s-mobile-world-–-wsa-mobile-winners-2012-announced-83220121017" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WSA-mobile-Preis </a>in der Kategorie „E-Inclusion and Empowerment“ am 17. Oktober diesen Jahres ist nur der jüngste Beweis dafür.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-121978 alignleft" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/tu-gutes-und-gewinn-damit-122616/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Crowdsourcing für den Frieden: Kriegsberichterstattung aus Syrien</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/crowdsourcing-fkriegsberichterstattung-aus-syrien-119871/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/crowdsourcing-fkriegsberichterstattung-aus-syrien-119871/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Aug 2012 14:25:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Women Under Siege Syria]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdmaps]]></category>
		<category><![CDATA[Syriatracker]]></category>
		<category><![CDATA[Ushahidi]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=119871</guid>

					<description><![CDATA[Im Internet kursieren unendlich viele Berichte über den Bürgerkrieg in Syrien, doch die Nachrichtenlage ist chaotisch. Mit dem Ziel, eine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/crowdsourcing-fkriegsberichterstattung-aus-syrien/syriatracker/" rel="attachment wp-att-119893"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-119893" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/syriatracker.png" alt="interaktive Karte von Syriatracker" width="630" height="348" /></a>Im Internet kursieren unendlich viele Berichte über den Bürgerkrieg in Syrien, doch die Nachrichtenlage ist chaotisch. Mit dem Ziel, eine Übersicht zu schaffen, sammeln Aktivisten die Daten aus sozialen Netzwerken und der Presse im Internet. Auf Portalen wie “Syriatracker“ und “Women under Siege Syria“ werden die Daten zusammengeführt und sortiert.</p>
<p>Während die Lage in Syrien sich immer weiter zuspitzt, werden die Verbrechen auf den Crowdsourcing-Plattformen <a href="https://syriatracker.crowdmap.com/">syriatracker.com</a>  und <a href="https://womenundersiegesyria.crowdmap.com/">womenundersiegesyria.crwodmap.com</a> sichtbar gemacht. Seit April dieses Jahres können Augenzeugen Berichte über die Kriegshandlungen anlegen und so Beweise für künftige Gerichtsverfahren sammeln.</p>
<p>So finden sich auf Syriatracker Vermisstenanzeigen und Berichte über Morde, Festnahmen, Flüchtlingszahlen sowie Trinkwasser- und Nahrungsverschmutzung. Inzwischen sind 2.300 Beiträge auf dem Portal gelistet, täglich kommen etwa fünf neue hinzu. Bei einem Großteil handelt es sich um Crossposts von anderen Internetseiten, direkte Augenzeugenberichte sind meist mit Fotos und Videos von Facebook, Twitter und YouTube belegt. Man sieht furchtbare Fotos und Videos von Toten und Verletzten sowie Erfahrungsberichte, die das Ausmaß der Straßenschlachten auf grauenerregende Weise verdeutlichen. Für den Betrachter sind die Bilder und Berichte kaum zu ertragen. Wer will, kann sich mit der Alert-Funktion per Mail oder SMS über Vorkommnisse in einer bestimmten Region benachrichtigen lassen.</p>
<h3>Die Auswertung der Crowdmap wird direkt mitgeliefert</h3>
<p>Auch die Nichtregierungsorganisation Women Media Center aus New York bemüht sich, Kriegsverbrechen in Syrien zu kartographieren. Auf der von ihr betriebenen Website Women under Siege Syria sind bereits 80 Berichte von sexueller Gewalt im Rahmen der Kampfhandlungen aufgeführt. Das Hauptanliegen der Aktivistinnen ist es, nachzuweisen, dass Vergewaltigungen häufig einen Aspekt der Kriegsführung ausmachen. Women under Siege recherchierte bereits über sexuelle Gewalt im <a href="http://www.womenundersiegeproject.org/conflicts/profile/holocaust">Holocaust,</a> im <a href="http://www.womenundersiegeproject.org/conflicts/profile/bosnia">Bosnienkonflikt</a> und im <a href="http://www.womenundersiegeproject.org/conflicts/profile/democratic-republic-of-congo">Kongo.</a> Die Crowdmap über Sexualstraftaten im syrischen Bürgerkrieg ist Teil ihres Programms.</p>
<p>Doch Women under Siege sammelt nicht nur Daten, sondern bietet gleichzeitig eine Interpretation an. Die von Internetnutzern weltweit gesammelten Fakten werden deshalb in Hintergrundartikeln in einem <a href="http://www.womenundersiegeproject.org/blog">begleitenden Blog</a>  von der Koordinatorin des Projekts Lauren Wolfe eingeordnet und kommentiert. Im Auftrag der Vereinten Nationen wertete sie die Crowdmap aus und fasste kürzlich in einem <a href="http://www.womenundersiegeproject.org/blog/entry/wmcs-women-under-siege-testimony-to-un-today-on-sexualized-violence-in-syri">Bericht</a> für die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates die Informationen zusammen.<br />
Die US-Nichtregierungsorganisation will nicht nur die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, sondern auch konkrete Beweise für potentielle Gerichtsverfahren sammeln. Darüber hinaus soll &#8211; sobald die Sicherheitslage es zulässt &#8211; medizinische wie auch psychologische Hilfe in der Krisenregion geschickt werden. Auch die Expertin für medizinische Versorgung in Krisengebieten Catherine M. Mullaly von der Harvard Medical School in Boston ist Teil des Teams.</p>
<p>Weitere Portale sammeln mit unterschiedlichen Schwerpunkten Nachrichten aus Syrien. Die Betreiber der Seite <a href="http://www.syrianshuhada.com/">syrianshuhada.com</a> haben es sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, die Toten zu zählen. Sie weisen jedem Toten eine „Märtyrer-ID“ zu und zählen bereits mehr als 22.600 Tote, um auf die täglich steigende Zahl der Opfer aufmerksam zu machen.</p>
<p>Syriatracker und Women under Siege Syria verwenden die Open Source-Software <a href="http://ushahidi.com/products/crowdmap">Ushahidi</a> für ihre Crowdmaps, die hauptsächlich von Freiwilligen aus Afrika, aber auch aus Europa und Nord-und Südamerika entwickelt wird. Erstmalig wurde die Software 2008 in Kenia im Zusammenhang mit den den Unruhen nach der Präsidentschaftswahl eingesetzt. Auch nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti und während der Aufstände in Libyen und Ägypten fanden die interaktiven Karten Verwendung, um Informationen zu sammeln und zu visualisieren. Die Websites sind mehrsprachig angelegt, so dass Menschen in den Krisenregionen und ausländische Medienbeobachter sich gleichermaßen informieren können.</p>
<h3>Die Frage nach der Vertrauenswürdigkeit der Quellen</h3>
<p>Um das Leben der berichtenden Augenzeugen zu schützen, bleiben die syrischen Mitarbeiter von Women under Siege und Syriatracker anonym. Doch die Anonymisierung erschwert auch die Verifizierung der Berichte. Syriatracker prüft laut eigenen Angaben den Gehalt der veröffentlichten Berichte. Und auch die Betreiberinnen von Women under Siege Syria versprechen, demnächst ein Expertenteam nach Syrien schicken, um eigene Nachforschungen anzustellen. Derzeit kann jeder Besucher der Websites die Glaubwürdigkeit der einzelnen Berichte bereits beurteilen.</p>
<p>Auch für Journalisten stellt sich die Frage, wie vertrauenswürdig die Informationen von Crowdsourcing-Portalen aus Krisengebieten sind. Der Schweizer Journalist und Social Media-Experte <a href="http://konradweber.ch/">Konrad Weber</a> fasst den Wert deratiger Portale für seine Berufskollegen folgendermaßen zusammen: “Wer als Journalist aus Syrien berichtet, sollte Syriatracker und Women under Siege Syria kennen. Solche Websites mit aggregierten Informationen aus einem Gebiet, aus dem nur schwer Informationen dringen, dienen in erster Linie der Übersichtlichkeit“. Im Interview mit politik-digital.de empfiehlt er, für die Verifikation der Ereignisse weitere Informationen hinzuziehen: „Ich kenne einige Redaktionen, die deshalb direkt auf Betroffene in Syrien zugehen. Auch Korrespondenten vor Ort bauen ihr eigenes Netzwerk auf – geschlossene Facebook-Gruppen und Blogs helfen ihnen dabei“</p>
<p>Bei der Überprüfung von Informationen geht es jedoch nicht nur darum, ob die Fakten stimmen. Wie sollte ein Journalist mit Daten umgehen, die eine Nichtregierungsorganisation wie Women under Siege selbst interpretiert? Auch ihre Daten gilt es zu nutzen, meint Weber: „Meist haben diese Organisationen, die direkt vor Ort sind, bessere Voraussetzungen als Journalisten, um große Datenmengen zu erheben. Trotzdem gilt – wie auch bei allen anderen journalistischen Quellen – dass wir Journalisten immer von verschiedenen Seiten recherchieren und die meist diffusen Informationen kritisch hinterfragen sollten“.</p>
<h3 align="JUSTIFY">Hauptsächlich Außenstehende informieren sich per Crowdmap</h3>
<p>Für die Betroffenen selbst spielen Crowdsourcing-Portale meist keine Rolle. Versucht man beispielsweise aus den Twitter-Followern von Syriatracker auf die Gesamtheit der Besucher der Website zu schließen, so ergibt sich eine Zielgruppe aus westlichen Journalisten, Aktivisten und syrischen Auswanderern, die sich über den Bürgerkrieg mithilfe der Crowdmaps informieren. Der Architekt Bassam Sabour, der bis vor wenigen Wochen in Damaskus lebte und sich derzeit in Hamburg aufhält, bestätigt den Eindruck, dass in Syrien selbst Informationen hauptsächlich über persönliche Kontakte ausgetauscht werden. Sabour informiert sich hauptsächlich per Telefon oder Fernsehnachrichten über die „schmerzhafte und katastrophale“ Lage in Syrien. Seine Online-Kommunikation beschränkt sich auf Facebook-Nachrichten, E-Mails, Skype- und Messenger-Chats. Öffentliche Kommentare verfasst er im Internet nur ganz selten.</p>
<p>Außenstehenden liefern die Crowdsourcing-Portale jedenfalls ein anschaulicheres Bild des Bürgerkriegs, indem sie allgemein gehaltene Nachrichten aus den hiesigen klassischen Medien mit Einzelschicksalen verknüpfen. Die Verifikation der gesammelten Daten bleibt jedoch eine große Herausforderung, der sich insbesondere Journalisten weiterhin stellen müssen. Crowdsourcing-Portale stellen eine sinnvolle Ergänzung zur Datenbeschaffung in Krisengebieten dar, die den persönlichen Austausch von Informationen jedoch nicht ersetzten können. Im Jahr 2008 nutzten 45.000 Menschen die kenianische Crowdmap. Das Format hat offenbar Potenzial.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/crowdsourcing-fkriegsberichterstattung-aus-syrien-119871/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Island: Neue Verfassung per Crowdsourcing</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/island-neue-verfassung-per-crowdsourcing-5279/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/island-neue-verfassung-per-crowdsourcing-5279/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 14:03:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/island-neue-verfassung-per-crowdsourcing-5279/</guid>

					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/island-verfassung.jpg" alt="Logo der Verfassungsinitiative" title="Logo der Verfassungsinitiative" align="left" height="91" width="145" />Der Inselstaat ist nicht nur eine <a href="/trauminsel-der-pressefreiheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trauminsel der Pressefreiheit</a>, sondern lässt seine Bürger auch über das Internet an der Ausarbeitung einer neuen Verfassung mitwirken.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" title="Logo der Verfassungsinitiative" src="/wp-content/uploads/island-verfassung.jpg" alt="Logo der Verfassungsinitiative" width="145" height="91" align="left" />Der Inselstaat ist nicht nur eine <a href="/trauminsel-der-pressefreiheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trauminsel der Pressefreiheit</a>, sondern lässt seine Bürger auch über das Internet an der Ausarbeitung einer neuen Verfassung mitwirken.</p>
<p>Während hierzulande der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-74184564.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sogenannte Wutbürger</a> noch um mehr politische Beteiligung ringt, sind die Isländer schon einen gewaltigen Schritt weiter. Derzeit arbeitet der Verfassungsrat des Inselstaats eine neue Verfassung aus, um die im Jahre 1944 größtenteils von den Dänen übernommene <a href="http://www.verfassungen.eu/is/verf20-i.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">alte Konstitution</a> zu ersetzen. Die Bürger sind ausdrücklich dazu aufgerufen, am <a href="http://stjornlagarad.is/starfid/afangaskjal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verfassungsentwurf</a> mitzuarbeiten. Über <a href="https://www.facebook.com/Stjornlagarad" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>, wo zwei Drittel der Bevölkerung registriert sein sollen, und die <a href="http://stjornlagarad.is/english" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webseite des Verfassungsrats</a> können die Isländer Vorschläge für das neue Rechtsdokument diskutieren und selbst einbringen.</p>
<p align="center"><a href="https://www.facebook.com/Stjornlagarad" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/island-facebook.jpg" alt="" width="480" height="389" /></a></p>
<p align="center"><strong>(Facebook-Seite der Verfassungsinitiative)<br />
</strong></p>
<p>Im <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/jun/09/iceland-crowdsourcing-constitution-facebook" target="_blank" rel="noopener noreferrer">britischen Guardian</a> stellt Thorvaldur Gylfason, Mitglied des isländischen Verfassungsrates, fest: &#8220;Ich glaube, dass dies das erste Mal ist, dass eine Verfassung hauptsächlich im Internet ausgearbeitet wird. […] Die Öffentlichkeit sieht die Verfassung vor ihren Augen entstehen &#8230; Das unterscheidet sich sehr von früheren Zeiten, als die Verfassungsväter es zuweilen besser fanden, sich auszuklinken – nicht sicht- und erreichbar.“ Keine Frage: Den Isländern die Möglichkeit einzuräumen, an der Ausarbeitung der Verfassung ihres Landes aktiv über das Netz mitzuwirken, ist in puncto politischer Partizipation innovativ und vorbildlich. Interessant wird es aber sein, zu sehen, wie viele Bürger davon tatsächlich Gebrauch machen. Die quantitative Beteiligung an der über soziale Medien wie <a href="http://www.twitter.com/Stjornlagarad" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Stjornlagarad" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> und <a href="http://www.youtube.com/stjornlagarad" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Youtube</a> vom isländischen Verfassungsrat kommunizierten und durchgeführten Verfassungsdiskussion scheint noch recht bescheiden auszufallen, schaut man sich allein die Nutzerzahlen an. Die qualitative Beteiligung ist laut Gylfason aber gut: „Es gab viel Wohlwollen für unsere Initiative. Die Öffentlichkeit hat einiges zu unserer Debatte beigetragen. Die Kommentare waren sehr hilfreich und hatten einen positiven Effekt auf das Ergebnis.“ Andererseits wird sich erst nach dem für Juli 2011 angepeilten Ende der Verfassungsdiskussion zeigen, welche der von isländischen Bürgern eingebrachten Ideen und Vorschläge konkret in die neue Konstitution eingeflossen sind.</p>
<p>In einem kleinen Staat wie Island mit seinen rund 318.000 Einwohnern ist es sicherlich viel einfacher, eine solche Debatte durchzuführen, als z.B. im bevölkerungsreichen Deutschland. Doch gerade das Netz könnte hier ein adäquates Mittel sein, um diese vermeintliche Hürde zu überwinden. In erster Linie bedarf es dafür aber des politischen Willens von Regierung und Volksvertretern! Siehe zum Thema auch: <a href="http://www.european-circle.de/zukunftwissen/meldung/datum/2011/07/19/die-facebook-verfassung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.european-circle.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/island-neue-verfassung-per-crowdsourcing-5279/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 10</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-10-0-5167/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-10-0-5167/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 15:35:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Amn Dawla Leaks]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
		<category><![CDATA[Politikverdrossenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/links-zwo-drei-vier-kw-10-0-5167/</guid>

					<description><![CDATA[Ägyptische Stasi-Akten geleakt, Politische Verdrossenheit im Netz, Fünfte Gewalt Internet und SMS-Voting bei Estland-Wahl.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ägyptische Stasi-Akten geleakt, Politische Verdrossenheit im Netz, Fünfte Gewalt Internet und SMS-Voting bei Estland-Wahl.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/egypt-egileaks-geheimdienst-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ägyptische Stasi-Akten im Netz</strong></a></p>
<p>Kai Biermann von Zeit Online berichtet davon, wie ägyptische Demonstranten die Archive der ägyptischen Staatssicherheit (= Amn Dawla) vor dem Schredder retten und online stellen wollen. So scheinen sich bereits jetzt Beweise über gefälschte Wahlen und Belege dafür zu finden, wie die Opposition im Land jahrelang bespitzelt und unterdrückt wurde. Angeblich sollte auch deutsche Technik dabei helfen, die Computer und Internetverbindungen der Ägypter auszuspähen.</p>
<p><a href="http://www.AmnDawlaLeaks.tk" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Amn Dawla Leaks</strong></a></p>
<p>Inzwischen wurde eine Facebook-Seite namens Amn Dawla Leaks in <a href="http://www.facebook.com/AmnDawlaLeaks" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arabisch</a> und <a href="http://www.facebook.com/AmnDawlaLeaksEN" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Englisch</a> ins Leben gerufen, deren Mitglieder sich dazu verschrieben haben, Dokumente der ägyptischen Staatssicherheit ins Netz zu stellen. Eine erste Sammlung von Veröffentlichungen lässt sich z. B. <a href="http://leaksource.wordpress.com/2011/03/06/amn-dawla-leaks-egyptian-security-force-files/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> finden.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34314/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Politische Netzverdrossenheit</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Julius Jasso von Telepolis legt Sina Kaufmann, Gründerin des Online-Magazins <a href="http://www.politikorange.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politorange</a>, dar, dass die Netzverdrossenheit der Parteien zu neuer Politikverdrossenheit bei den Bürgern führe. Das Beispiel der Hamburger Bürgerschaftswahl zeige, dass die Parteien von innovativen Wahlkampagnen im Netz noch weit entfernt seien. Die Politik müsse verstärkt auf eine dauerhafte Bürgerbeteiligung im Sinne des Crowdsourcing setzen, so Kaufmann. Auf dem Weg in eine Social Media basierte Demokratie seien gerade auch zivilgesellschaftliche Initiativen wie <a href="http://liqd.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liquid Democracy e.V</a> und <a href="http://opendata-network.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenData Network</a> wichtige Eckpfeiler.</p>
<p><strong><a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,8219248,00.html?dr=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fünfte Gewalt Internet?</a></strong></p>
<p><strong></strong>Das ZDF-Magazin Frontal21 veröffentlichte auf seiner Webseite Kurzvideos zur Macht des Netzes. So sei binnen Tagen die Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg von der so genannten Schwarmintelligenz zerpflückt worden. Und in der arabischen Welt habe das Netz gar als Brandbeschleuniger gegen Despoten gedient. Zu Wort kommt unter anderen Markus Beckedahl, der Betreiber von <a href="http://www.netzpolitik.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpolitik.org</a>, der das Internet als fünfte Gewalt bezeichnet.<br />
Ergänzend dazu passt ein <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/2105-die-macht-der-vernetzten-massen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel</a> von Gerald Reischl und Patrick Dax von futurezone.at über die Macht der vernetzten Massen und ein <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/guttenberg-ruecktritt-und-das-internet-in-den-faengen-der-digitalen-buerger-1659438.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag</a> von Florian Güßgen über das Netz als mächtiges Bürgermedium.</p>
<p><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8217569,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>SMS-Voting bei Estland-Wahl</strong></a></p>
<p>Daniela Hefner von heute.de setzt sich mit dem E-Voting in Estland auseinander. Nachdem die Esten seit 2007 auch online bei Parlamentswahlen abstimmen können, sei dies nun auch per Handy möglich. Zuvor konnten bereits per SMS Parkgebühren bezahlt oder Fahrscheine gekauft werden. Das Land sei vom Parlament bis zur Schule total vernetzt. Dazu führt Hefner als Beispiel an, dass bereits 90 Prozent der Steuererklärungen online erfolgen und sich Eltern im elektronischen Klassenbuch über den Leistungsstand ihrer Kinder informieren könnten.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2011/11/Interview-Leutheusser-Schnarrenberger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Regulierung im Netz</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Zeit Online äußert sich Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung. Darin spricht sie sich deutlich gegen Netzsperren aus. Zudem laufe der Anspruch, national zu regulieren, damit der Bürger sich sicher fühlt, gerade im Netz oft ins Leere. Es bedürfe eines gemeinsamen Handelns auf internationaler Ebene, z. B. durch eine Charta für das Netz, die verbindliche Standards und Handlungsempfehlungen definiert, so Leutheusser-Schnarrenberger. Zuvor müsse der Internetnutzer aber dazu befähigt werden, als selbstbestimmter Akteur zu handeln.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-10-0-5167/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
