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	<title>Daniel Dietrich &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Open-Data-Plattform in Baden-Württemberg gestartet</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 17:13:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit vergangener Woche werden den Bürgern im Südwesten Daten aus verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens öffentlich gemacht und breitgestellt. Nach [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/open-data-plattform-in-baden-wuerttemberg-gestartet/opendatabw/" rel="attachment wp-att-13234"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-13234" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/opendatabw.png" alt="" width="250" height="164" /></a>Seit vergangener Woche werden den Bürgern im Südwesten Daten aus verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens öffentlich gemacht und breitgestellt. Nach der Berliner Open Data-Initiative ist dies ein weiterer Vorstoß, der Öffentlichkeit Daten im großen Stil verfügbar zu machen. politik-digital.de hat beim Open Data-Experten Daniel Dietrich nachgefragt.</p>
<p>Ob es um die aktuelle Verkehrslage, geologische Infornationen, den Apothekennotdienst oder um die Haushaltsdaten der Jahre 2007 bis 2011 geht. Aus den verschiedensten Bereichen des (Verwaltungs-) Alltags werden im Südwesten der Republik seit der vergangenen Woche Daten öffentlich gemacht. Grüne und SPD hatten sich bereits vor einem Jahr in ihrem <a title="Koalitionsvertrag" href="http://politik-digital.de/netzpolitik-in-gruen-roter-koalitionsvereinbarung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Koalitionsvertrag</a> zu dem Projekt verpflichtet. Integriert in das bereits seit längerem bestehende landesweite Verwaltungsportal <a title="service-bw" href="http://opendata.service-bw.de/Seiten/default.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„service-bw“</a> können erste Datensätze nun von jedermann abgerufen werden</p>
<p>Dass es mit der bloßen Bereitstellung von Datensätzen jedoch längst nicht getan ist, scheint den Initiatoren aus dem Stuttgarter Innenministerium durchaus bewusst zu sein. Das neue  Open Data-Portal Baden-Württemberg, das sich noch in der Erprobungsphase befindet, hält außer Such- und Navigationsfunktionen ebenfalls weitere Werkzeuge für interessierte Bürgerinnen und Bürger bereit. Diese dienen zum einen der Visualisierung der bereitgestellten Daten. Des Weiteren können die Datensätze bei Bedarf aber auch miteinander verknüpft werden.</p>
<h3>Daniel Dietrich lobt „schnelles Vorgehen“</h3>
<p>Als „einen wichtigen Baustein auf dem Weg des Landes zu einer Bürgergesellschaft“ bezeichnete die in der Stuttgarter Landesregierung zuständige Staatsrätin Giesela Erler das Projekt bei dessen Start. Aber wie beurteilt ein unabhängiger Experte die neue OpenData-Initiative aus dem Südwesten? <a title="Daniel Dietrich" href="http://politik-digital.de/daniel-dietrich-evangelist-fur-open-data/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Daniel Dietrich</a>, Experte für Open Data-Fragen und bei der <a title="OKF" href="http://okfn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenKnowledge-Foundation</a> engagiert, war bei der Präsentation auf der Computermesse CeBit dabei und lobt im Gespräch mit politik-digital.de die grundsätzliche Motivation hinter dem Projekt, das „politische commitment“, wie er es nennt. „Zu begrüßen“ ist nach seiner Ansicht vor allem die Ernsthaftigkeit sowie „das schnelle Vorgehen“ der baden-württembergischen Landesregierung. Innerhalb von wenigen Monate hätten sich die Entscheidungsträger zur Publikation der jetzt vorgestellten Version entschieden und nicht erst langwierige Studien und Evaluierungsprozesse abgewartet.</p>
<p>Bisher sind auf dem Portal gut 70 Datensätze veröffentlicht. Als entscheidend für die Zukunft spricht Open Data-Experte Dietrich vor allem die „spannende Frage“ an, ob es gelingt, „massenhaft und interessante Daten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“. Verbesserungsbedarf sieht er derzeit noch bei der technischen Umsetzung, die „nicht ganz dem Stand der Kunst“ entspräche, doch lobt Dietrich die „positive“ Praxis, die publizierten Datensätze teilweise über Creative Commons bereitzustellen.<strong></strong></p>
<p><strong></strong>Die Nutzer sind aufgefordert, über ein eigens eingerichtetes Forum Kritik und Verbesserungsvorschläge hinsichtlich noch fehlender Daten oder der Navigierbarkeit auf der Seite abzugeben.</p>
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		<title>Daniel Dietrich: Evangelist für Open Data</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 18:03:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Dietrich]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data Network]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Weg zu seinem Steckenpferd Transparenz und Offene Regierungsdaten führte für Daniel Dietrich über Medienaktivismus und ein Start Up-Unternehmen. Seit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft  wp-image-9621" title="Daniel Dietrich" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/slider_ddietrich.png" alt="" width="378" height="203" />Der Weg zu seinem Steckenpferd Transparenz und Offene Regierungsdaten führte für Daniel Dietrich über Medienaktivismus und ein Start Up-Unternehmen. Seit einigen Jahren versucht der IT-Experte, sein Thema in die Chefetagen der Politik zu bringen.</p>
<p>Open Data ist ein Thema, das spätestens seit dem vergangenen Jahr auch in Deutschland heiß diskutiert wird und erste Fortschritte vorweisen kann. <a href="http://daten.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen02.c.730.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bremen</a>, <a href="http://daten.berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berlin</a> und <a href="http://offenedaten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weitere</a> Städte und Behörden eröffneten eigene Datenportale. Unter der Schirmherrschaft des Innenministers findet ein <a href="http://politik-digital.de/wettbewerb-apps-f%C3%BCr-deutschland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wettbewerb</a> für offene Daten statt, und auf <a href="http://politik-digital.de/40-milliarden-durch-offene-daten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">europäischer Ebene</a> sollen Verwaltungsdaten für Wirtschaftswachstum sorgen. Dennoch <a href="http://blog.zeit.de/open-data/2011/09/08/viele-hadern-noch-mit-der-idee-open-data/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beklagen </a>vor allem Blogs und Organisationen die rückständige Entwicklung der Bundesrepublik im Bereich Open Data und Open Government. Einer, der nicht nur kritisiert, sondern auch aktiv an einer Verbesserung der Situation arbeitet, ist Daniel Dietrich. Gemeinsam mit der <a href="http://okfn.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Knowledge Foundation</a> setzt er sich leidenschaftlich für die Veröffentlichung von freien Daten und Wissen ein.</p>
<h3>„Es geht nicht darum, Daten irgendwie ins Netz zu stellen“</h3>
<p>Es sei nicht so, dass deutsche Behörden grundsätzlich zu wenige Daten preisgeben, erklärt Dietrich, sie seien sogar durch entsprechende Gesetze dazu verpflichtet. Das Problem sei jedoch, dass die Behörden  Open Data nicht aus Überzeugung und nicht in der Form betreiben, die er sich wünschen würde. „Es geht nicht darum, Daten irgendwie ins Netz zu stellen. Sie müssen in maschinenlesbaren Formaten verfügbar sein und unter Lizenzen, die die Weiterverarbeitung rechtlich ermöglichen“, kritisiert der Open Data-Experte. Der explizite Verweis auf eine bestimmte Lizenz schaffe eine Rechtssicherheit für Nachnutzer. Außerdem sollten Daten in Zukunft besser auffindbar werden. „Da sind wir in Deutschland in der Tat noch nicht sehr weit“, resümiert Dietrich, nennt aber das Statistische Bundesamt sowie das Umweltbundesamt ausdrücklich als positive Ausnahmen.</p>
<p>Bei all seinem Engagement für offene Daten sieht sich Daniel Dietrich schon lange nicht mehr als Aktivist, sondern bezeichnet sich auf seinem <a href="http://ddie.me/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> und auf seinem <a href="http://twitter.com/ddie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter-Account</a> als Evangelist. „Aktivist klingt so, als müsse man gegen etwas kämpfen. Das fühlt sich aber nicht so an, ich bin eher für etwas. Mir geht es um gesellschaftliche Emanzipation“, begründet er dies. Ein Evangelist sei nicht nur Experte für ein Thema, sondern wolle dieses auch aus Überzeugung voranbringen. Was ihn persönlich antreibe, sei das Streben nach Transparenz. Zwar seien auch andere Aspekte wichtig, wie die Möglichkeit, in Open Data eine Ressource für gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationen zu sehen. „Mein Interesse wurde aber durch den Transparenzfaktor geweckt“, betont Dietrich.</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-9638 alignnone" title="opendata_ddietrich" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/opendata_ddietrich.png" alt="" width="600" height="338" /><br />
(Berlin Open Data Day / by <a href="http://www.flickr.com/photos/63096517@N02/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Opendata Network</a> in <a href="http://www.flickr.com/photos/63096517@N02/5738502704/sizes/l/in/set-72157626635937403/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a>; Lizenz: CC BY 2.0)</p>
<h3>Vom Transparenz-Evangelisten zur Open Knowledge Foundation</h3>
<p>Vor vier Jahren stieg er so richtig in die Materie ein. Ursprünglich war er in der freien Wirtschaft tätig, in einem IT-Start Up, das sein Bruder gegründet hatte. Dort sah der Technikbegeisterte eine Perspektive für sich. Sein Studium der Politikwissenschaft, Medienwissenschaft und Informatik hat er nie beendet. Der Prozess, sich Wissen und Technologien anzueignen um damit zu arbeiten, hingegen war etwas, was ihn schon früh fasziniert habe. Zudem habe er sich dafür interessiert, wie Menschen Technologien nutzen können, um einen Dienst an der Gesellschaft zu leisten und nicht nur, um im Internet Geld zu verdienen.</p>
<p>Bereits damals waren ihm das Thema Transparenz in Regierung und Verwaltung besonders wichtig. In Deutschland habe es keine Organisation oder Interessenvertretung gegeben, die in der Lage gewesen wäre, das Thema auf die politische Agenda zu setzen, und so gründete Dietrich schließlich 2009, gemeinsam mit Gleichgesinnten, das <a href="http://opendata-network.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Data Network</a>, dessen Vorstand er noch bis 2011 war. Durch sein ehrenamtliches Engagement gelangte er zu einer bezahlten Stelle bei der Open Knowledge Foundation und ist nun seit Anfang 2011 Mitbegründer und Vorstand der <a href="http://okfn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Knowledge Foundation Deutschland</a>.</p>
<h3>„Das Thema Open Data gehört ins Kanzleramt“</h3>
<p>Als  Hauptproblem für die Entwicklung einer Open Data Kultur in Deutschland sieht Daniel Dietrich den Umgang mit dem Thema auf oberster politischer Ebene. „Die Schwachstelle ist, dass das Thema zwar in allen Parteien von netzpolitischen Ausschüssen und jüngeren Politikern diskutiert wird, aber es noch nicht auf Entscheidungsebene und in der Chefetage angekommen ist“, stellt er fest. Die Pilotprojekte, die es aktuell gebe, gingen von Verwaltungen  aus und das sei falsch, da diese an politische Weisungen gebunden seien.  Auch die Tatsache, dass die Zuständigkeit für Open Data in der Abteilung Verwaltungsmodernisierung im Bundesinnenministerium angesiedelt ist, beurteilt Dietrich als schwierig, da dieses nicht weisungsbefugt über andere Ministerien oder über Bundesländer sei. Als Querschnittsthema gehöre Open Data eigentlich in das Kanzleramt. „Klar zu erkennen ist jedoch, dass Open Data im Jahr 2011 durch zivilgesellschaftliche Gruppen wie die Open Knowledge Foundation auf die politische Agenda gesetzt wurde“, weist er auf die erfolgreiche Arbeit seiner Organisation hin.</p>
<p>Seit Beginn dieses Jahres kann sich Dietrich allein auf die Open Knowledge Foundation konzentrieren. Er arbeitet nun Vollzeit für die Stiftung, nachdem seine Stelle im Fachbereich Informatik und Gesellschaft an der Technischen Universität Berlin ausgelaufen  und er aus dem Vorstand des Open Data Network ausgetreten ist. Diesen Schritt sei er allein deshalb gegangen, um nicht für zwei Organisationen gleichzeitig sprechen zu müssen und beiden die Möglichkeit zu bieten, sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu positionieren. Mit der Open Knowledge Foundation führte er bereits <a href="http://okfn.de/projekte/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projekte</a> in Deutschland durch, die sehr erfolgreich waren. Dazu zählen unter anderem die Beteiligung am Programmierwettbewerb „Apps für Deutschland“, das Open Government Data Camp sowie die Webseiten <a href="https://fragdenstaat.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frag den Staat</a> und <a href="http://bund.offenerhaushalt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Offener Haushalt</a>.</p>
<p>Offener Haushalt bietet Bürgern die Möglichkeit, sich detailliert und übersichtlich über den Bundeshaushalt zu informieren. Der Start und die Öffentlichkeit für das Projekt seien toll gewesen. „Alle Haushaltsexperten aus den Parteien haben sich gefreut, dass sie endlich an strukturierte Daten herankommen können. Wir haben von diesen Fachpolitikern viel positives Feedback bekommen.“ Das eigentliche Ziel des Projekts, das Finanzministerium dazu zu bewegen, die Daten selbst in maschinenlesbaren Formaten zu veröffentlichen, habe jedoch nicht realisiert werden können. Dietrich erzählt, das Finanzministerium habe nun selbst eine ähnliche Visualisierung in Auftrag gegeben. Die Open Knowledge Foundation befürchtet jedoch, dass lediglich ein weiteres hübsches Tool geschaffen werden wird, ohne dass die Daten an sich strukturiert veröffentlicht werden würden.</p>
<h3>Offene Daten für mündige Bürger</h3>
<p>Und was bringt eigentlich das Veröffentlichen all dieser Daten den Menschen? Darauf hat Daniel Dietrich eine klare Antwort: „Ein mündiger Bürger muss sich informieren können, um Zusammenhänge besser zu verstehen“. Offene Daten machten nichts per se besser, sondern seien Grundvoraussetzung für Demokratie- und Gesellschaftsbeteiligung. So könne der Bürger Politiker in die Rechenschaftspflicht nehmen und deren Handlungen würden somit nachvollziehbar und überprüfbar werden. Offene Regierungsdaten gelten für Dietrich als Allgemeingüter und sollen aus dieser Motivation veröffentlicht werden,  nicht nur deshalb, weil der Steuerzahler dafür bezahlt habe. Dietrich beschwört den Vergleich zu öffentlichen Bibliotheken: „Als die ersten öffentlichen Bibliotheken gebaut wurden, wurde das nicht getan, weil da draußen so viele Leute waren die lesen konnten und diese Bibliotheken brauchten, sondern sie wurden geschaffen, damit mehr Leute über die Jahre lesen lernen können“. Der Bedarf und die Nachfrage seien durch die Installation der Bibliotheken entstanden. Ähnlich sei es auch mit den offenen Daten.</p>
<p>Evangelist ist man solange, wie das Ziel noch nicht erreicht ist und es noch Aufklärungsbedarf gibt. Somit wird Dietrich seine Rolle wohl noch eine ganze Weile beibehalten.</p>
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