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	<title>David Smith &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Jagdrevier Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Computerkriminalität]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Fahndung nach dem Urheber des
Melissa-Virus zeigt: Im Internet kann niemand
mehr anonym bleiben. Von Jochen Paulus</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Fahndung nach dem Urheber des<br />
Melissa-Virus zeigt: Im Internet kann niemand<br />
mehr anonym bleiben. Von Jochen Paulus</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Viele Menschen halten das Internet noch immer für ein riesiges virtuelles Labyrinth. Ganz falsch: Das Internet<br />
ist ein Dorf. Nur sieben Tage dauerte es, bis das FBI<br />
und eine bunte Truppe selbst ernannter<br />
Computer-Detektive den mutmaßlichen Urheber des<br />
berüchtigten Computer-Virus &quot;Melissa&quot; aufgespürt<br />
hatten. Das hatte um Ostern weltweit über 100 000<br />
Rechner befallen. Nun drohen dem 30-jährigen<br />
amerikanischen Computer-Profi David Smith bis zu 40<br />
Jahre Haft. Für die Sicherheit im Cyberspace könnte<br />
sich der rasche Erfolg jedoch als Pyrrhussieg<br />
erweisen. Die erste Runde war noch an den<br />
Viren-Schreiber gegangen. &quot;Nie zuvor haben wir ein<br />
Virus sich so schnell verbreiten sehen&quot;, kommentierte<br />
Mikko Hypponen von Data Fellows, ein Hersteller von<br />
Virenschutz-Programmen. In großen Unternehmen wie<br />
Microsoft wurden deshalb Computer vorsorglich vom<br />
Netz genommen, damit sie das Virus nicht<br />
weiterverbreiteten. Seine enorme Ansteckungsgefahr<br />
verdankt das Virus einer neuen Verbreitungstechnik.<br />
Mit Hilfe des weltweit verbreiteten E-Mail-Programms<br />
Outlook von Microsoft verschickt es bis zu 50 Kopien<br />
seiner selbst in alle Welt. Die Empfänger ­ Freunde und<br />
Geschäftspartner des Outlook-Benutzers ­ erhalten<br />
eine E-Mail, die ein angeblich erbetenes Dokument<br />
ankündigt. Wer das neugierig ohne<br />
Vorsichtsmaßnahmen mit dem<br />
Textverarbeitungsprogramm Word öffnet, findet eine<br />
Liste mit Adressen und Passwörtern von Sex-Seiten im<br />
Internet ­ und setzt mit dem im Dokument versteckten<br />
Virus denselben Prozess erneut in Gang. Diese<br />
Ausbreitungstechnik war es, die Computer-Experten<br />
alarmierte. Denn während &quot;Melissa&quot; selbst den PC<br />
nicht schädigt, könnten Nachahmer so auch wirklich<br />
gefährliche Viren um den Erdball jagen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Laut Klaus Brunnstein, Informatikprofessor an der<br />
Universität Hamburg, lässt sich der Code von &quot;Melissa&quot;<br />
in &quot;fünf bis zehn Minuten durchlesen&quot; und analysieren.<br />
Die Jagd auf den Urheber setzte denn auch sofort nach<br />
dem ersten Auftauchen des Virus ein. Den ersten<br />
Hinweis lieferte anscheinend eine erst vor kurzem<br />
entdeckte Identifikationsnummer, die Microsoft ohne<br />
Wissen der Benutzer in den aktuellen Versionen von<br />
Word und anderen Teilen des Office-Programmpakets<br />
verwendet. Das teilt jedem Benutzer eine weltweit<br />
einmalige Identifikationsnummer zu und versteckt sie<br />
dann unsichtbar in jedem Text, den er mit Word<br />
schreibt. Auch im Word-Dokument von &quot;Melissa&quot; war<br />
diese Nummer enthalten. Eine anschließende Suche in<br />
dem umfangreichen Internet-Archiv Deja News förderte<br />
ein anderes Virus mit derselben Nummer zu Tage. Von<br />
dessen Autor war immerhin das Pseudonym bekannt:<br />
Vicodin ES. In einem Text von Vicodin ES über Viren<br />
soll dann der volle Autorenname &quot;David Smith&quot;<br />
gestanden haben. Besonders pikant: Ausgerechnet<br />
Richard Smith, der US-Softwareentwickler, der Anfang<br />
März die ID-Nummer entdeckt und als &quot;Gefahr für die<br />
Privatsphäre&quot; kritisiert hatte, mischte an vorderster<br />
Front der Virenjäger mit. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Der entscheidende Tipp zur Verhaftung von David Smith<br />
kam allerdings laut Staatsanwalt Peter Verniero vom<br />
Online-Dienst AOL. Der hatte mit einem frei<br />
erhältlichen Schnüffel-Programm von Network Asso-<br />
ciates festgestellt, dass das Virus im Internet zum<br />
ersten Mal in einer SexThemen gewidmeten<br />
Newsgroup ­ einer Art elektronischem schwarzen Brett<br />
­ aufgetaucht war. Der Absender hatte, wie sich<br />
herausstellte, &quot;Melissa&quot; mit einem gestohlenen<br />
AOL-Passwort abgeschickt. Obwohl er sich nicht direkt<br />
über AOL ins Internet einwählte, sondern einen anderen<br />
Internet-Provider dazwischenschaltete, konnte AOL die<br />
Spur zum Ausgangsrechner zurückverfolgen. Der<br />
Haken dieser Erfolgsstory ist offensichtlich: Wenn sich<br />
schon ausgebuffte Viren-Autoren erwischen lassen,<br />
müssen auch all jene Internet-Nutzer um ihre<br />
Anonymität fürchten, die ihren Namen mit gutem Grund<br />
­ etwa Regimekritiker in totalitären Staaten ­ nicht<br />
preisgeben wollen. Um dieses Risiko zu verringern,<br />
müsste vor allem Marktführer Microsoft die<br />
ID-Nummern entfernen. Viren-Experten fordern von dem<br />
Software-Riesen außerdem seit langem, seine<br />
Programme, wie etwa Word, weniger anfällig für Viren<br />
zu machen. Doch Microsoft empfiehlt den Kunden die<br />
Anschaffung von Anti-Viren-Programmen. Für Frank<br />
Felzmann vom Bundesamt für Sicherheit in der<br />
Informationstechnik eine Frechheit: &quot;Das ist, als ob<br />
PKW-Hersteller sagen: &quot;Wenn Sie ein sicheres Auto<br />
haben wollen, müssen Sie Schloss und Bremsen<br />
zusätzlich kaufen.&quot;</span></p>
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