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	<title>Demografie &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Demografie &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Familienbildung in Deutschland Anfang der 90er Jahre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
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		<category><![CDATA[Demografie]]></category>
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					<description><![CDATA[von Juliane Roloff und Jürgen Dorbritz (Hg.)</b><p>Damit sich eine Gesellschaft reproduziert, ist eine Geburtenrate von durchschnittlich 2,1 Kindern pro Frau nötig. In Deutschland liegt dieser Wert mit 1,36 etwas unter dem Schnitt der EU-Länder (1,44/Werte von Eurostat für 1997). Welche Realität steckt hinter dieser summarischen Zahl? Haben heute die meisten Paare nur noch ein Kind?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>von Juliane Roloff und Jürgen Dorbritz (Hg.)<br />
Damit sich eine Gesellschaft reproduziert, ist eine Geburtenrate von durchschnittlich 2,1 Kindern pro Frau nötig. In Deutschland liegt dieser Wert mit 1,36 etwas unter dem Schnitt der EU-Länder (1,44/Werte von Eurostat für 1997). Welche Realität steckt hinter dieser summarischen Zahl? Haben heute die meisten Paare nur noch ein Kind? Wo liegen die Gründe? Wie sehen heute die Familien aus? Auf diese Fragen gibt ein umfangreiches Buch Antwort, das auf den Ergebnissen einer 1992 durchgeführten Umfrage unter 10.000 Männern und Frauen in ganz Deutschland fußt.<br />
<strong>Ost-West-Unterschiede</strong><br />
Gut sichtbar werden dabei zahlreiche Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern, die zumindest 1992 noch sehr deutlich waren. Insbesondere wurden in der DDR Familien früher gegründet als im Westen: Bei der Geburt des ersten Kindes waren die Eltern zumeist zwischen 20 und 24 Jahre alt. Ein weiterhin fortwirkender Einfluß der Gesellschaft der DDR ist die hohe Erwerbsneigung der Frauen, auch nach der Geburt von Kindern. Im Westen hingegen ist die Ein-Verdiener-Hausfrauenehe immer noch die häufigste Form der Partnerschaft, wenn Kinder vorhanden sind. Zum Zeitpunkt der Erhebung waren viele Ostdeutsche sehr unzufrieden mit ihrem Einkommen, und die verständliche Angst vor weiteren sozio-ökonomischen Veränderungen führte viele zu einer Verschiebung der Familiengründung oder zur Beschränkung auf ein Kind.<br />
<strong>Polarisierung der Gesellschaft</strong><br />
Der Rückgang der durchschnittlichen Geburtenzahl über die letzten Jahrzehnte hat sich nicht als Trend zur Ein-Kind-Familie vollzogen. Vielmehr entscheiden sich nach wie vor die meisten Paare, die ein Kind haben, auch für ein zweites, manche für ein drittes Kind. Stetig angestiegen ist aber die Zahl Kinderloser. Für die 1965 geborenen westdeutschen Frauen wird erwartet, daß ca. 30 Prozent von ihnen kinderlos bleiben. Die Forscher stellen eine Polarisierung unserer Gesellschaft fest: Einem immer noch großen Familiensektor (der neben klassischen Ehen auch freie Partnerschaften und Alleinerziehende mit Kindern umfaßt) steht ein wachsender Sektor vollerwerbstätiger Alleinstehender oder älterer kinderloser Paare gegenüber.<br />
<strong>Gründe der Kinderlosigkeit</strong><br />
95 % der 20-24jährigen wünschen sich Kinder. Wie kommt es dann, daß gleichwohl ein viel höherer Anteil als die 5 %, die keinen Kinderwunsch haben, letztlich kinderlos bleibt? Sozio-ökonomisch betrachtet gibt es zwei Gruppen von Frauen, in denen die Kinderlosigkeit besonders verbreitet ist: zum einen sind dies gut ausgebildete, berufstätige Frauen, zum anderen Frauen mit geringem Einkommen (das aber noch oberhalb des Existenzminimums liegt). Es ist keineswegs so, daß es auf der Ebene der Lebensziele eine allgemeine Konkurrenz zwischen Kinderwunsch und anderen Zielen (materielle und berufliche Ziele, Selbstverwirklichung) gibt. Im wesentlichen gibt es drei Gründe für Kinderlosigkeit: 1. Die Partnersituation. 2. Das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 3. Die materiellen und außerfamiliären Orientierungen, die mit dem Alleinleben verknüpft sind.<br />
<strong>Was kann die Familienpolitik bewirken?</strong><br />
Sowohl nach Ansicht der Autoren dieses Bandes als auch nach Ansicht der 10.000 befragten Bundesbürger kann die Familienpolitik nicht dafür sorgen, daß mehr Kinder geboren werden. Zum einen fehlen ihr dazu die Mittel. Zum anderen werden große Teile der Menschen, nämlich die Kinderlosen über 30 von dieser Politik nicht mehr erreicht. Die &#8220;strukturelle Rücksichtslosigkeit&#8221; unserer Gesellschaft gegenüber Familien kann von der Politik nicht wettgemacht werden. Unter den gegebenen Umständen &#8211; nämlich der nur schwer realisierbaren Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf, ergänzt durch finanzielle Einbußen und die Kosten, die mit Kindern verbunden sind &#8211; ist das Verhalten Kinderloser gut nachvollziehbar und im Sinne der Wirtschaftswissenschaft rational. Die Erwartungen der Familien an die Familienpolitik sind hoch, die Zufriedenheit mit ihr war 1992 niedrig. Die Forderungen an die Familienpolitik beziehen sich v.a. auf drei Bereiche: 1. Die Verbesserung der Wohnsituation von Familien. 2. Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie. 3. Die finanzielle Besserstellung von Familien (insbes. durch Steuererleichterungen). Der Geldwert der Betreuung eines Kindes bis zum 18. Lebensjahr wird auf DM 450.000 geschätzt (auf Basis des Gehaltes einer Kindergärtnerin). Entgangener Lohn aus verhinderter Erwerbstätigkeit ist hier nicht eingerechnet. Familienpolitik muß mehr Gerechtigkeit in der Lastenverteilung zwischen Familien und Nichtfamilien schaffen. Will sie darüber hinaus auch einen (noch so bescheidenen) demographischen Effekt erzielen, muß sie bei der Altersgruppe der 20 bis 30jährigen ansetzen. Denn die Ergebnisse der Familienstudie zeigen, daß Kinderlosigkeit bei den meisten nicht von vornherein geplant ist, sondern eine Folge der Unvereinbarkeit an sich gleichgewichtiger persönlicher Ziele und der Verfestigung eines berufs- und freizeitorientierten Lebensstils. Der Kinderwunsch wird also bei vielen immer wieder hinausgeschoben, bis er schließlich aufgegeben wird.<br />
Fazit: Wer sich für Familiensoziologie und -politik interessiert, wird in diesem Buch zahlreiche bemerkenswerte Ergebnisse finden. Den meisten Autoren gelingt es auch, die Sachverhalte in einer recht verständlichen Sprache darzubieten. Lediglich das sechste Kapitel ist für Nichtfachleute schwer zu lesen. Wünschenswert wäre sicher ein früheres Erscheinen dieses Bandes gewesen, da zwischen der Datenerhebung und dieser umfassenden Ergebnisdarstellung (der allerdings zahlreiche Darstellungen von Einzelergebnissen bzw. -themen vorausgingen) sieben Jahre vergangen sind.<br />
<strong>Titel:</strong> Demographische Trends, Bevölkerungswissenschaft und Politikberatung.Untertitel: Aus der Arbeit des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ( BIB), 1973 bis 1998. ( Schriftenreihe des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, 28).Verlag: Leske Verlag + Budrich GmbH; Herausgeber: Höhn; Einband: KartoniertSeiten: 173 S.Erscheinungsjahr: 1998ISBN:3-8100-2227-6<br />
<strong>Preis:</strong>DM 42.00, OES 307.00, SFR 39.00,<br />
<strong>Bei BOL:</strong> <a href="http://www.bol.de/cec/cstage?ecaction=boldeeplink&amp;template=bolproductview.de.htm&amp;PrdId=168659285&amp;referrer=011104130001">&#8220;Demographische Trends, Bevölkerungswissenschaft und Politikberatung&#8221;</a></p>
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			</item>
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		<title>Elektronische Partizipation bleibt ausgeblendet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/elektronische-partizipation-bleibt-ausgeblendet-67/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 08:44:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Demografie]]></category>
		<category><![CDATA[Bertelsmann Stiftung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Studie „Politische Partizipation in Deutschland“ der Bertelsmann-Stiftung untersucht die politische Partizipation der Bürgerinnen und Bürger und stützt sich dabei auf eine repräsentative Umfrage zu Themen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. politik-digital.de hat sich die Ergebnisse der Untersuchung angesehen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Studie „Politische Partizipation in Deutschland“ der Bertelsmann-Stiftung untersucht die politische Partizipation der Bürgerinnen und Bürger und stützt sich dabei auf eine repräsentative Umfrage zu Themen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. politik-digital.de hat sich die Ergebnisse der Untersuchung angesehen. <!--break--></p>
<p>
„Da Globalerklärungen nicht weiterhelfen, insbesondere aber der unklare Ausgangsbegriff so wenig empirische Überprüfungsmöglichkeiten bietet, haben wir eine empirische Studie über die Art und den Umfang der Beteiligung der Bürger am politischen Prozess der Bundesrepublik erstellt. In dieser Studie soll das Wünschenswerte und das Realistische dargestellt werden &#8211; und dies bereits im theoretischen Teil. Danach werden die Ergebnisse der Partizipationsforschung kompakt beschrieben &#8211; also auch das Messbare, soweit die eingesetzten Methoden dies erlauben. Schließlich liefern die Ergebnisse der Umfrage eine reale Datengrundlage aktueller Einstellungen und Beteiligungsmentalitäten der Bürger zu den multiplen Ausprägungen der Partizipation&quot;, so heißt es am Ende des Kapitels zur Politikverdrossenheit, was den Rahmen dessen absteckt, was diese Studie und ihre Aufbereitung durch die Bertelsmann-Stiftung leistet (zu bestellen auf der <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage der Bertelsmann-Stiftung</a>).
</p>
<p>
<b>Ergebnisse</b>
</p>
<p>
Die zusammengestellten Zahlen bieten einen umfassenden Überblick, der die Tendenz in der Gesellschaft verdeutlicht. Zusammenfassend ergibt sich, dass zwar keine absolute Zufriedenheit mit der Demokratie besteht, dies aber keine Abkehr von der Politik und der eigenen Gesellschaft impliziert. Die Kritikpunkte der Bürger an Gesellschaft und Politik werden dargestellt, aber auch die positiven Einschätzungen eingefangen. Es geht um die Beantwortung von Fragen zum politischen System allgemein und explizit zu Parteien. Untersucht werden auch spezielle Themen wie die Bereitschaft zur Übernahme eines politischen Amtes und individuelle Faktoren wie Zeit, Geld und Engagement.
</p>
<p>
<b>Demografie der Partizipation</b>
</p>
<p>
Die Gegenüberstellung der Geschlechter macht deutlich, dass Männer mehr Interesse an Politik und eine größere Bereitschaft zu politischem Engagement haben. Grundsätzlich wird auch auf Altersstrukturen eingegangen, wonach gerade junge Menschen weniger Interesse an Politik zeigen als ältere. Weit reichende Unterschiede zwischen Ost und West werden hingegen nicht deutlich. Differenzierungen nach dem Bildungsniveau zeigen deutlich eine Korrelation: Je höher der Bildungsabschluss, desto größer ist auch das Interesse an politischen Informationen, was als Ergänzung dazu verstanden werden kann, dass das Interesse an politischen Informationen insgesamt bei den ab 60jährigen am größten ist, die 18-24 Jahre alten Bürger das geringste Bedürfnis an Informationen zu haben scheinen.
</p>
<p>
Leider reicht die Untersuchung der politischen Partizipation in Deutschland nicht weit genug. Es wird viel um den Begriff herum geforscht und Partizipation und Partizipationsverhalten auf allen genannten Ebenen abgeklärt, elektronische Partizipation bleibt dabei aber ausgeblendet. Das ist schade, da man darauf hoffen kann, das in Zukunft die Partizipation nicht auf die konventionellen Medien beschränkt bleibt. Gerade dieser Bereich ist in anderen europäischen Ländern stärker vertreten und es wäre interessant gewesen, gerade über diesen Bereich eine Einschätzung durch die Bürger zu erhalten. So bleibt an dieser Stelle Partizipation auf die üblichen Wege reduziert. Neue Wege werden weder analysiert noch angestoßen.
</p>
<p>
Im Anhang der Studie liegt dem Leser der Fragenkatalog der Umfrage vor, ebenso wie die methodische Umsetzung. Damit erreicht die Studie ein hohes Maß an Transparenz und ermöglicht so eine eigene Interpretation der Ergebnisse, parallel zum immanenten Ausblick der Studie, der auf mehr Partizipation hoffen lässt.
</p>
<p>
Mit der Studie ‚Politische Partizipation in Deutschland&#8217; ist der Bertelsmann-Stiftung ein weitreichendes Gesamtwerk gelungen, dass die politische Kultur und Teilbereiche politischer Partizipation beleuchtet und durch methodisch sauberes Arbeiten zur weiteren Nutzung geeignet ist.
</p>
<p>
<b>Untersuchungsmethode</b>
</p>
<p>
In der Untersuchung hat die Bertelsmann-Stiftung 1607 Wahlberechtigten Deutsche ab 18 Jahren befragt. Untersuchungsebenen sind dabei sowohl der Bund, als auch die Länder und Gemeinden und in Abgrenzung dazu die Europäische Union, mit der der Bürger sich noch immer am wenigsten verbunden fühlt. Erhoben wurden diese Daten von der Forschungsgruppe Wahlen/Telefonfeld im November 2004, untermauert werden die Ergebnisse durch die Arbeiten der Forschungsgruppe Wahlen/Politbarometer zwischen 1991 und 2004.
</p>
<p class="normal">
<b></b><b></b></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Grenzen der eGovernment-Akzeptanz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernmentstudienegovgrenzen051212-shtml-2678/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Statistisches Bundesamt]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[Eines der im Aktionsprogramm „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ thematisierten Ziele der Bundesregierung ist es, die wichtigsten Verwaltungsdienstleistungen über das Internet abzuwickeln und damit sämtliche Abläufe komfortabler, schneller und unbürokratischer zu gestalten. Wie die Online-Dienste genutzt werden, beschreiben Dr. Ihre Kahle und Ulrike Timm vom Statistischen Bundesamt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Eines der im Aktionsprogramm „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ thematisierten Ziele der Bundesregierung ist es, die wichtigsten Verwaltungsdienstleistungen über das Internet abzuwickeln und damit sämtliche Abläufe komfortabler, schneller und unbürokratischer zu gestalten. Wie die Online-Dienste genutzt werden, beschreiben Dr. Ihre Kahle und Ulrike Timm vom Statistischen Bundesamt.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Im Mittelpunkt dieser Strategie steht die im Juli 2003 beschlossene Initiative der Bundesregierung zum Bürokratieabbau. In diesem Zusammenhang interessiert insbesondere die Nachfrageseite: In welchem Umfang werden Möglichkeiten des so genannten eGovernment von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt? Welche Vorteile verbinden sie mit den elektronischen Behördengängen? Welches sind umgekehrt die hauptsächlichen Gründe gegen die Abwicklung von Behördenbesuchen über das Internet?</p>
<p>Die europäischen Piloterhebungen zur „Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten“ bieten Anhaltspunkte zur Beantwortung dieser Fragen. Die Pilotstudien wurden seit 2002 jährlich vom Statistischen Bundesamt in Zusammenarbeit mit den Statistischen Landesämtern und mit Unterstützung des Statistischen Amts der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der privaten Nutzung von PC und Internet und insbesondere nach den Zwecken der Internetnutzung. Das Thema Internetnutzung für eGovernment-Zwecke stellte 2004 einen wichtigen Teilaspekt der vielseitigen Erhebung dar. Weitergehende Ergebnisse, nicht nur zum eGovernment, wurden in einem Artikel der Zeitschrift Wirtschaft und Statistik (7/2005) veröffentlicht. Darüber hinaus stellt das Statistische Bundesamt für die Pilotstudien 2003 und 2004 auf seiner Homepage umfangreiche Ergebnisdarstellungen in Form von Pressebroschüren und Tabellenanhängen zum kostenlosen<br />
                            <a href="http://www.destatis.de/informationsgesellschaft/d_home.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Download</a> zur Verfügung.</p>
<p>
                              <strong>Kontakt mit Verwaltungsdienstleistungen</strong>
                            </p>
<p>In welchem Umfang wird das Internet für allgemeine Kontakte mit öffentlichen Einrichtungen genutzt? 58% der Bevölkerung ab 10 Jahren in Deutschland nutzte im 1. Quartal 2004 das Internet. Von den Personen, die das Internet nutzten, hatten wiederum 51% im ersten Quartal Online-Kontakte mit öffentlichen Einrichtungen. Bei differenzierterer Betrachtung ging knapp die Hälfte aller Internetnutzer/-innen (48%) im ersten Quartal 2004 auf den Internetseiten von Behörden auf Informationssuche. Dagegen nutzten nur 20% die Online-Angebote zum Herunterladen von Formularen – beispielsweise für Steuerzwecke, Zollanmeldungen, Fahrzeuganmeldungen oder andere Bescheinigungen. Bei der Abgabe von Formularen blieben die Meisten hingegen beim „traditionellen“ Weg zum Amt: Lediglich 10% der Internetnutzer/-innen versandten die Formulare über das Internet. Vor allem die Informationssuche erfreut sich gegenüber 2003 (40%) zunehmender Beliebtheit; der Anteil der Internetnutzer/-innen, die Formulare auf elektronischem Wege herunter geladen oder versandt haben, nahm dagegen nicht weiter zu (2003: 21% bzw. 11%). Insbesondere Selbstständige und Personen mit hohem Bildungsabschluss nutzten die Angebote öffentlicher Einrichtungen überdurchschnittlich stark.</p>
<p>
                              <strong>Jeder Zehnte nutzt bereits eGovernment-Dienstleistungen</strong>
                            </p>
<p>Die vorangegangene Frage zielte zunächst auf Behördenkontakte in einem weit gefassten Sinn: „Suche nach Informationen“ kann beispielsweise auch bedeuten, auf der Internetseite einer Behörde Öffnungszeiten zu erfahren. In diesem Verständnis ist ein Kontakt zu einer Behörde nicht notwendigerweise Ersatz für einen Behördengang im eigentlichen Sinne. Bietet das Internet im Verständnis der Bevölkerung überhaupt eine Alternative zum persönlichen Besuch? Wird auf die Internetnutzung anstelle eines persönlichen Behördengangs fokussiert, so hat in der Bevölkerung ab 15 Jahren knapp jede/r Zehnte (9%) schon einmal einen Behörden-„Gang“ per Internet durchgeführt, bei einem weiteren Viertel (25%) bestand daran generelles Interesse. Dabei zeigt sich ein enger Zusammenhang mit der Häufigkeit der Behördenbesuche der Personen: Mit steigender Zahl der Behördengänge pro Jahr nimmt der Anteil der Personen zu, die zumindest einen Teil davon auch via Internet erledigen. Steht seltener als ein Mal pro Jahr ein Gang zu einer öffentlichen Einrichtung auf der Tagesordnung, liegt der Anteil der eGovernment-Nutzer/-innen lediglich bei 5%; von den Personen, die häufiger als fünf Mal jährlich ein Amt aufsuchen, nutzen dagegen 16% die Möglichkeit, diese Besuche online zu erledigen.</p>
<p>
                              <strong>Ummelden &#8211; die Killer-Applikation im eGovernment</strong>
                            </p>
<p>Dabei treffen nicht alle potenziellen Angebote auf gleich starke Resonanz. Insbesondere bei Meldeangelegenheiten, aber auch bei Diensten, die das Kraftfahrzeugwesen betreffen, besteht der größte Bedarf nach Angeboten über das Internet: 85% bzw. 80% der 15-jährigen und älteren Bevölkerung hätten daran Interesse. Zugleich ist jedoch der Anteil derer, die diese Dienste bereits online nutzen, relativ klein (2% bzw. 3%). Die elektronische Arbeitsvermittlung (8%) sowie die Online-Steuererklärung (9%) werden – neben allgemeiner Information und Beratung (15%) – bereits von einem deutlich höheren Anteil genutzt.</p>
<p>
                            <strong>Die Soziodemografie der eGovernment-Nutzerschaft</strong></p>
<p>Das Interesse an bestimmten Behördendienstleistungen als Online-Angebot ist in verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterschiedlich stark. Beispielsweise ist die Inanspruchnahme staatlicher Leistungen per Internet für einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Alleinerziehenden (64%) und Paare mit Kindern (62%), aber auch der Arbeitslosen und Studierenden (je 67%) interessant. Dieselben Personengruppen wünschen auch überdurchschnittlich stark eine Arbeitsvermittlung per Internet. An der Abwicklung von KfZ-Dienstleistungen melden vor allem Berufstätige Bedarf an (85%).</p>
<p>Bei der Überlegung, Behördengänge online abzuwickeln, fallen vor allem Zeitgründe ins Gewicht: Jeweils über 90% der Personen, die an Online-Angeboten der öffentlichen Verwaltung interessiert sind bzw. diese derzeit schon nutzen, sehen die Hauptvorteile in der Zeitersparnis und der Unabhängigkeit von Öffnungszeiten. Gefolgt wird dies von Kostenvorteilen (75%). Der Aspekt „höhere Transparenz“ – ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung im Zusammenhang mit der beabsichtigten Entbürokratisierung – scheint dagegen für die Kundinnen und Kunden der öffentlichen Verwaltungen kein zentrales Thema darzustellen, nur 20% sehen darin einen wesentlichen Vorteil des eGovernment.</p>
<p>Allerdings sei daran erinnert: Trotz der Relevanz, die dem Thema von politischer Seite beigemessen wird, haben 66% Bevölkerung ab 15 Jahren eGovernment-Angebote weder genutzt noch haben sie Interesse daran. Bei der Ablehnung von Online-Behördengängen spielt – neben der fehlenden Möglichkeit, ins Internet zu gehen – vor allem der Wunsch nach persönlichem Kontakt und Beratung eine Rolle. Im Vergleich mit den zuvor skizzierten Vorteilen zeichnet sich damit ab, dass die Inanspruchnahme des Angebots von Behördendiensten übers Internet vor allem im Spannungsfeld zwischen gewünschter zeitlicher Flexibilität und dem gleichzeitigen Bedarf an individueller Beratungsleistung steht.</p>
</p>
<p>
                              <strong>Der Text erschien ursprünglich in der Dezemberausgabe der Zeitschrift<br />
                              <a href="http://www.kommune21.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommune 21</a>. Die Autorinnen Dr. Irene Kahle und Ulrike Timm sind Mitarbeiterinnen des Statistischen Bundesamtes.</strong><br />
                              
                            </p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr Onliner dank Frauen-Power</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/nonliner-atlas-2002/wissensgesellschaftonliner2004-shtml-2836/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(N)Onliner-Atlas 2002]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Demografie]]></category>
		<category><![CDATA[Emnid]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Studie zeigt: Mehr Deutsche denn je nutzen das Internet. Ein Grund: Die Aufholjagd von Frauen. Stopp dem Jugendkult, fordern die Macher der Studie, da immer mehr über 50-Jährige surfen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Studie zeigt: Mehr Deutsche denn je nutzen das Internet. Ein Grund: Die Aufholjagd von Frauen. Stopp dem Jugendkult, fordern die Macher der Studie, da immer mehr über 50-Jährige surfen.<!--break--><br />
                    </p>
<p>33,9 Millionen Deutsche sind laut Initiative D21 online: Das entspricht 52,6 Prozent der Bundesbürger über 14 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr seien damit 1,8 Millionen Bundesbürger mehr im Internet unterwegs, aber das Wachstum verlangsame sich. Die Offliner seien mehrheitlich weiblichen Geschlechts, formal geringer gebildet und weisen ein niedrigeres Einkommen auf. Das sind Ergebnisse des<br />
                    <a href="http://www.nonliner-atlas.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)ONLINER Atlas 2004</a>, den TNS Emnid und die<br />
                    <a href="http://www.initiatived21.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a>am 23. Juni in Berlin vorgestellt hat.</p>
<p>
                    <strong>Ziel bleibt im Visier</strong><br />
                    <br />Die Ergebnisse würden zeigen, dass &#8220;das Internet das dominante Medium werden wird“, sagte Alfred Tacke, Staatssekretär im Bundeswirtschaftministerium während der Präsentation. Trotz verlangsamter Wachstumsraten bekräftigte er das Ziel der Bundesregierung, in den nächsten Jahren die Zahl der Internet-Nutzer auf 75 Prozent zu erhöhen. Mitte Juli werde der Wettbewerb „Wege ins Netz“ gestartet, um Initiativen auszuzeichnen, die sich um die Erhöhung der Internetnutzung verdient gemacht hätten, verkündete Tacke.</p>
<p>
                    <strong>Frauen-Power im Netz</strong><br />
                    <br />Ein Großteil des Zuwachses der vergangenen zwölf Monate gehe auf das Konto der Frauen. Der Onliner-Anteil der weiblichen Bevölkerung stieg laut Studie von 42,1 Prozent in 2003 auf 45,6 Prozent. Im Gegenzug dazu stieg die Internet-Nutzung bei den Männern in 2004 nur geringfügig. Barbara Schwarze, Vorstandsmitglied D21, sprach von einer „Aufholjagd der Frauen“. Diese werde aber durch die Technikverliebtheit des Internets gebremst, sagte Frank Wagner von TNS Emnid.</p>
<p>
                    <strong>Mehr Kühe als Internetnutzer</strong><br />
                    <br />„Bänker sind drin, Landwirte nicht“, umschrieb Wagner die regionale Verteilung der Internetnutzung in Deutschland. Das festgestellte West-Ost-Gefälle der letzten Jahre weiche einem Stadt-Land-Gefälle. Im äußersten Norden Deutschlands (Schleswig-Holstein und Hamburg) sowie im Süden liegen laut Studie die Regionen mit der höchsten Onliner-Dichte. Berlin hat mit fast 58 Prozent auch in 2004 die Nase vorn. Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland sind die beiden Bundesländer, in denen im Verhältnis die meisten Offliner leben.</p>
<p>„Stoppt den Jugendkult im Netz“, forderte Wagner. Denn besonders hohe Zuwächse der Internet-Nutzung hat TNS Emnid auch bei der Generation der über 50-Jährigen festgestellt. 28,2 Prozent der so genannten „Best Ager“ seien mittlerweile online. Hohe Zuwächse stellt der (N)ONLINER Atlas 2004 in der Altersgruppe der über 60-Jährigen fest. Hier wuchs der Onliner-Anteil von 14,6 Prozent in 2003 auf 17,4 Prozent.</p>
<p>
                    <strong>Was ist ein Autofahrer?</strong><br />
                    <br />Doch wer ist der ominöse Onliner und was macht er im Netz? Auf diese Fragen entgegnete Tacke mit einer Gegenfrage: „Was ist ein Autofahrer?“ Er wolle Konsumenten nicht vorschreiben, wie sie das Internet nutzen. Deshalb habe man in der Studie nicht danach gefragt. Und Onliner werden so definiert: „Nutzer des Internets, unabhängig von Ort und Grund der Nutzung“, heißt es knapp dazu in der Studie.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 1.7.2004</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="390" border="0">
<tbody>
<tr>
<td align="middle">
                            <em><br />
                              <a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
                            </em></p>
<p>                            <em><br />
                              <a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
                            </em><br />
                            
                          </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-3" width="390" noshade="noshade" size="1" />
                    </p>
<p>
                      <strong>Weiterführende Artikel:</strong>
                    </p>
<ul>
<li>
                        <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/informationsgesellschaft.shtml">Regierung stellt „Informationsgesellschaft 2006“ vor</a><br />
                        
                      </li>
<li>
                        <a href="/edemocracy/netzkampagnen/emnid.shtml">(N)Onliner Atlas 2002</a><br />
                        
                      </li>
</ul>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Internet-Nutzung in Deutschland</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaftinternet03-shtml-2738/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
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		<category><![CDATA[Demografie]]></category>
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					<description><![CDATA[Vier Studien untersuchen die Internet-Nutzung in Deutschland. 50 Prozent sind online. Und wer ist warum drin? Ob die Nutzer-Zahlen steigen oder nicht, bewerten die Studien unterschiedlich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Studien untersuchen die Internet-Nutzung in Deutschland. 50 Prozent sind online. Und wer ist warum drin? Ob die Nutzer-Zahlen steigen oder nicht, bewerten die Studien unterschiedlich.<!--break--><br />
                    </p>
<p>Während einige Studien zu dem Ergebnis kommen, das die Internetnutzung in Deutschland weiter zugenommen hat, blieben laut der Forschungsgruppe Wahlen die Nutzerzahlen auf einem gleichbleibenden Niveau. Laut der Studie nutzen 55 Prozent der deutschen Erwachsenen das Internet im<br />
                    <a href="http://www.fgw-online.de/Ergebnisse/Strukturdaten_Internet/Strukturdaten_2003-10.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">III Quartal 2003</a> (pdf). Im Vergleich zu Zahlen des Vorjahres würde die Entwicklung sogar auf diesem Stand stagnieren. Im Gegensatz dazu formuliert die ARD/ZDF Online Studie (<br />
                    <a href="http://www.daserste.de/service/ardonl03.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pdf</a>) eine Trendwende. Der Anteil der Internetnutzer wachse wieder schneller. 53 Prozent der bundesdeutschen Erwachsenen, das sind 34,4 Mio. Personen ab 14 Jahre, erwiesen sich als Internetnutzer. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil damit um 22 Prozent gestiegen. Zu einer ähnlichen Erkenntnis kommen auch die Autoren des (N)Onliner Atlas 2003 (tns emnid, Initiative D21), die ebenfalls ein schnelleres Anwachsen der Gruppe der Internetnutzer feststellen. Insgesamt 50,1 Prozent aller Deutschen sind laut dieser Studie Internetnutzer. Nach Einschätzungen des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (<br />
                    <a href="http://www.bitkom.org/index.cfm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BITKOM</a>) , veröffentlicht in der Studie<br />
                    <a href="http://www.studie-deutschland-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Deutschland Online“</a> der T-Online International AG, soll bis zum Jahr 2003 die Anzahl der Haushalte, die über einen Internetanschluss verfügen um 300 Prozent auf 12,6 Mio. Haushalte steigen.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Nutzungsentwicklung Ost-West</strong><br />
                    <br />Während die ARD/ZDF Online Studie zu dem Ergebnis kommt, dass 46,1 Prozent der Ostdeutschen das Internet nutzen und dies vor allem dem wirtschaftlichen Gefälle zugeschrieben wird, sind 50,1 Prozent der Ostdeutschen laut der Forschungsgruppe Wahlen Nutzer des WWW. Der Anteil unterscheide sich zwar immer noch vom Anteil der Internetnutzer in Westdeutschland (56%), der Osten hole jedoch ständig auf. Der (N)Onliner Atlas 2003 beschreibt sogar keinen Unterschied zwischen dem Anteil der westdeutschen und ostdeutschen Internetnutzer. Der Osten verzeichne zusätzlich höhere Zuwachszahlen. Die Autoren vermeiden jedoch einen genauen Zahlenvergleich. Interessant ist in dieser Studie auch die Gegenüberstellung von Städten mit überdurchschnittlicher oder unterdurchschnittlicher Internetnutzung. So würde vor allen in Frankfurt am Main, Dresden und Stuttgard das Internet überdurchschnittlich genutzt. Dortmund, Leipzig und Essen bilden derzeitig die Schlusslichter.</p>
<p>Die Internetnutzer unterscheiden sich in weiteren demographischen Merkmalen. So sind immer noch vorrangig Männer im Internet unterwegs. Weniger als die Hälfte der Frauen nutze das Internet laut der ARD/ZDF Online Studie (42,3%9) und dem (N)Onliner Atlas (42,1). Die Forschungsgruppe Wahlen fand jedoch schon einen Anteil von knapp 50 Prozent weiblichen Nutzern heraus. Im Gegensatz dazu sind knapp 60 Prozent der Männer Internetnutzer laut der genannten Studien. Überdurchschnittlich häufig wird das Internet von jungen Menschen genutzt. Die Autoren der ARD/ZDF Online Studie nennen einen Anteil von 92,1 Prozent. Der (N)Onliner Atlas benennt diesen Anteil jedoch mit nur 80 Prozent. Des Weiteren unterscheiden sich die Internetnutzer laut der Forschungsgruppe Wahlen bezüglich ihrer Parteipräferenz. So sind 78 Prozent der Anhänger der Grünen und 74 Prozent der Anhänger der FDP Internetnutzer. Die Hälfte der Anhänger der CDU (56%) und SPD (52%) nutzen das Internet.</p>
<p>
                    <strong>Nutzungsstrukturen</strong><br />
                    <br />Inhaltlich beschäftigt sich hauptsächlich die ARD/ZDF Online Studie mit der Thematik, wofür das Internet im Allgemeinen genutzt wird. Nach der Nutzung von eMail werden vor allem Serviceleistungen des Internets im Sinne von Preistransparenz, Onlineshopping sowie interaktiver Spiele genutzt. Die Nutzer gehen dabei primär interessen- und zweckgeleitet vor.<br />
                    <br />Mit einem anderen Aspekt der Internetnutzung setzen sich die Studie „Deutschland Online“ und der (N)Onliner Atlas 2003 auseinander. So haben bereits 40 Prozent der Befragten das Internet im hohen Umfang zur Arbeitsplatzsuche genutzt. 65 Prozent beabsichtigen dies 2005 zu tun. Der (N)Onliner Atlas liefert dazu die Zahlen, wie viele der Gesuche erfolgreich verliefen. Von ca. 67 Prozent der Befragten, die das Internet für die Jobsuche nutzten, waren 11 Prozent in ihrer Suche erfolgreich.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>eGovernment noch in den Kinderschuhen?</strong><br />
                    <br />Die einzige Studie, die sich mit dem Aspekt eGovernment beschäftigt, ist „Deutschland Online“. So wurden die Teilnehmer gefragt, inwieweit ein Interesse bestünde, staatliche Verwaltungsabläufe auch online nutzen zu können. Über 70 Prozent der Bürger sind in hohem oder sehr hohem Umfang daran interessiert, Amtsgeschäfte wie z. B. KFZ-Zulassungen, Ausweisverlängerungen oder Ummeldungen online durchzuführen. Sie wären sogar bereit für diese Dienstleistung einen Betrag von durchschnittlich 5,67 € zu entrichten. Unternehmen würden für die digitale Abwicklung von Amtsgeschäften ungefähr 20 Euro bezahlen. Für Staat, Länder und Kommune gelte es deshalb, diese Potentiale zu erschließen.<br />
                    </p>
<p></p>
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		<title>(N)Onliner Atlas 2002</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkampagnen-emnid-shtml-2373/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[rstreicher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Demografie]]></category>
		<category><![CDATA[Emnid]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[eMind@emnid beschreibt in seiner neuen Studie zur Internetnutzung den digitalen Graben in Deutschland]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>eMind@emnid beschreibt in seiner neuen Studie zur Internetnutzung den digitalen Graben in Deutschland<!--break--></p>
<p>Zwar ist der Anteil der Onliner in der deutschen Bevölkerung insgesamt gestiegen, doch bleibt noch immer großen Teilen bestimmter Bevölkerungsgruppen der Zugang zum Internet verwehrt. Das sind Ergebnisse der neuen Studie des Forschungsinstituts<br />
                  <a href="http://www.emind.emnid.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Emnid</a> im Auftrag des Branchenvereins<br />
                  <a href="http://www.initiatived21.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a>, die den digitalen Graben durch Deutschland beschreibt, Ursachen untersucht und Vorschläge zur Überbrückung nennt. Telefonisch befragt wurden für die Umfrage 30.000 Personen über 14 Jahre nach deren Nutzung bzw. Nicht-Nutzung des Internets. Durchgeführt wurde die Studie von eMind@emnid, der Internetforschung von TNS Emnid.</p>
<p>Hat sich der Name der Studie im Vergleich zum Vorjahr (&#8220;Verweigereratlas&#8221;) entscheidend verändert, so ist die Struktur der digitalen Spaltung ähnlich geblieben. Gegenwärtig sind laut der Studie 26,7 Millionen deutsche Internetnutzer über 14 Jahren. Das sind drei Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Die meisten Onliner finden sich wie gehabt bei den Wohlhabenden und den besser Gebildeten. Außerdem sind mehr (Groß-)Stadtbewohner vernetzt als Bewohner von ländlichen Gebieten. Und während für fast drei Viertel der 14- bis 19-jährigen Surfen zum Alltag gehört, kann dies nur jeder siebte im Alter von 60 bis 69 Jahren von sich behaupten. Nur in der Altersgruppe von 14- bis 24-jährigen haben weibliche Nutzer die Nase vorn, insgesamt jedoch sind Frauen in der Gruppe der Nonliner in der Überzahl. Darüber hinaus haben fast zwei Drittel der ostdeutschen Bevölkerung keinen Netzanschluss, deutlich mehr als bei den westdeutschen Nachbarn.</p>
<p>Die Gründe für eine Nicht-Nutzung des Internet sind vielfältig. Hierbei unterscheidet die Studie primär zwischen Nutzungsplanern oder Intendern, und Offlinern, das heißt Personen, die keinen Netzanschluss besitzen und auch nicht planen, ins Internet zu gehen. Aus Spaß, Komfort, beruflichen Gründen oder um im allgemeinen Trend zu liegen, haben Intender die Absicht, in nächster Zeit ans Netz zu gehen. Der Vergleich zum Vorjahr macht allerdings deutlich, dass die tatsächliche Realisierung oft weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. So surfen heute weniger als die Hälfte der über 14-jährigen Nutzungsplaner von 2001.</p>
<p>Fehlende Kompetenz, zu hohe Kosten und mangelnder Nutzen im Alltag werden bei den Offlinern am häufigsten als Motive für eine Ablehnung genannt. Zu dieser großen Anzahl der Kompetenz-, Budget- und Nutzen-Offliner definiert die Studie noch drei weitere Gruppen: Motivations-Offliner haben grundsätzlich kein Interesse am Internet, im Gegensatz dazu sind Bedarfs-Offliner dem Internet durchaus aufgeschlossen, aber verfügen über einen Internetzugang bei Freunden oder am Arbeitsplatz, ähnlich wie die Bequemlichkeits-Offliner, denen der Aufwand für eine Installation eines privaten Internetanschlusses zu groß ist.</p>
<p>An konkreten Vorschlägen zur Überbrückung des digitalen Grabens mangelt es nicht. Ein kostengünstiges Tarifmodell für die Internetnutzung könnte zum Beispiel den Budget-Offlinern einen privaten Internetanschluss schmackhaft machen, meint die Projektleiterin des (N)Onliner Atlas Nina Fluck. Erwin Staudt, Vorsitzender der Initiative D21 und IBM-Chef Deutschland, fordert eine Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik, um der digitalen Spaltung entgegenzuwirken und verweist in seinem Vorwort zur Studie auf bereits erfolgreich laufende Projekte wie &#8220;Internet für alle&#8221;. Der emnid-Kooperationspartner politik-digital.de zählt im White Paper zur Studie ebenfalls verschiedene Forderungen zur Verbesserung der aktuellen Situation auf: unter anderem sollen Aktionsprogramme für spezifische Bevölkerungsgruppen fortgeführt und ausgebaut, Bildungspartnerschaften wie &#8220;Schulen ans Netz&#8221; gestärkt und Serviceleistungen für die Wartung der Online-Zugänge angeboten werden.</p>
<p>Doch auch Städte und Gemeinden könnten die Internetnutzung für ihre Bürger attraktiver gestalten. Eine repräsentative Befragung von 1100 Internetnutzern zum Thema eGovernment macht deutlich, dass 9 von 10 Usern das Angebot eines virtuellen Rathauses durchaus begrüßen würden. Gut einem Fünftel der Einwohner ist der Internetauftritt ihrer Stadt immer noch unbekannt; dafür klickt sich rund die Hälfte gelegentlich auf die Seiten ihrer Stadt, wogegen nicht mal jeder zehnte sich dort regelmäßig aufhält. Dies könnte unter Umständen auch am Angebot der kommunalen Homepages liegen, denn drei Viertel der Befragten zeigen sich unzufrieden sowohl mit den vorhandenen eGovernment-Angeboten als auch mit den interaktiven Services. Dabei würde sich ein Ausbau gerade dieser Online-Dienstleistungen lohnen und den Bürgern nervige Ämtergänge ersparen. Mit attraktiv bis sehr attraktiv bewertet ein überwältigender Anteil der User Online-Services wie die Beantragung von Ausweispapieren oder Steuererklärungen. Sogar ihre Wahlzettel würden 76 Prozent der Befragten gerne im Netz ausfüllen. Große Vorteile sehen die Bürger dabei in der Unabhängigkeit von den Öffnungszeiten der Ämter wie auch in der Zeitersparnis, wogegen sie Probleme bei Themen wie Datenschutz, Sicherheit und fehlender Rücksprachemöglichkeiten befürchten. Als weiteren Negativpunkt nennen die Befragten die Benachteiligung der Bürger ohne Internetzugang.</p>
<p>Bis zum Jahr 2005 will die Bundesregierung alle internetfähigen Dienstleistungen online verfügbar machen. Ob und wie die Bundesbürger dieses Internetangebot nutzen werden, wird vor allem davon abhängen, wie tief bis dahin der digitale Graben verläuft. Es liegt also durchaus auch im Interesse der Bundesregierung, die digitale Spaltung weiter zu verringern, um ihren Bürgern ein gerechtes Angebot an Dienstleistungen zu bieten und gegebenenfalls auch selber große Kosten zu sparen. Anregungen zur Überbrückung liefert der (N)Onliner Atlas genug.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 13.06.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    
                  </p>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
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