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	<title>Detlev Ganten &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#8220;Der Mensch ist viel mehr als eine Gen-Maschine&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 29 May 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Genforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Professor Detlev Ganten im Gentechnik-Chat am 30. Mai 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Professor Detlev Ganten im Gentechnik-Chat am 30. Mai 2001</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Einen Tag vor der Grundsatzdebatte über Gentechnik im Bundestag war<br />
Professor Detlev Ganten, der Gründungsdirektor des<br />
Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin, zu Gast im Chat<br />
von politik-digital.de und stern.de. Aus aktuellem Anlass sprach er mit<br />
den Chattern über ethische und moralische Grenzen der Genforschung.<br />
Risiken und Potenziale der Präimplantationsdiagnostik (PID) kamen<br />
ebenso zur Sprache wie die Position Deutschlands im internationalen<br />
Forschungsumfeld und der Nationale Ethikrat.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als Mitglied des Nationalen Ethikrates wies Prof. Ganten den Vorwurf, dieser sei nur ein &quot;Ja-Sager-Verein&quot; vehement zurück: <i>&quot;Das halte ich für eine absurde Aussage.&quot;</i><br />
Die Mitglieder des Ethikrates seien erkennbar keine Konformisten, und<br />
die Unabhängigkeit und Gruppendynamik solcher Gremien dürfe nicht<br />
unterschätzt werden. Zur Diskussion und Beratung sei der Ethikrat eine<br />
wichtige Einrichtung, denn <i>&quot;kein Mensch kann für sich in Anspruch<br />
nehmen, so komplexe Themen wie den Einfluss der Genomforschung auf<br />
unsere zukünftige Entwicklung allein zu verstehen&quot;</i>. Dies gelte insbesondere für Entscheidungsträger wie den Bundeskanzler: <i>&quot;Wir sollten uns freuen, dass er Rat sucht.&quot;</i><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die moralische Grenze der Gentechnik zieht Ganten für sich in der <i>&quot;verbrauchenden<br />
Embryonenforschung, soweit diese Embryonen nur zu diesem Zweck<br />
hergestellt werden, ebenso beim reproduktiven Klonen, für das es<br />
überhaupt keine Begründung gibt.&quot;</i> Insbesondere in der embryonalen Stammzellenforschung sei es schwierig, Grenzen festzulegen. <i>&quot;Die<br />
persönliche Erfahrung zeigt, dass Leben in seiner vollen Bedeutung<br />
langsam und kontinuierlich beginnt und manchmal sehr schmerzhaft, auch<br />
langsam endet.&quot;</i> <i>&quot;Vom Grundsatz her kann man den Beginn der Menschenwürde gar nicht früh genug ansetzen.&quot;</i><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Besonderes Interesse zeigten die Chatter an der Präimplantationsdiagnostik. Für Detlev Ganten ist die PID <i>&quot;ein neuer Schritt der Beratung und Diagnose vor der Einnistung des Embryo im Mutterleib&quot;</i>, der für eine umfassende Beratung der Eltern mit eingesetzt werden solle. <i>&quot;Diese<br />
neuen Möglichkeiten erleichtern weder für den Arzt noch für den<br />
Patiente die Entscheidung, aber die größeren Freiheiten dürfen auf<br />
keinen Fall dazu führen, den Druck auf Ratsuchende zu erhöhen&quot;</i>. Dass die PID die Akzeptanz von Behinderten in der Gesellschaft verringern könne, glaubt der Professor nicht, denn <i>&quot;nur ganz wenige Behinderungen sind durch genetische Ursachen, die über PID vermieden werden könnten, verursacht.&quot;</i><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine<br />
zu restriktive Beurteilung der Genforschung könne dazu führen, dass<br />
Deutschland den Anschluss an die internationale Forschung verpasse,<br />
warnte der Forscher. Dabei hat Prof. Ganten die Hoffnung, dass<br />
ultra-konservative Reaktionen wie in den U.S.A. hierzulande ausbleiben:<br />
<i>&quot;Ich hoffe sehr, dass wir ein tolerantes Land bleiben, in dem jeder<br />
seine Meinung äußern kann ohne Gefahr für Leib und Leben. Dieses setzt<br />
allerdings auch voraus, dass wir in den Anwendungen dessen, was wir<br />
Denken und Forschen auf gesellschaftliche Ängste und Sorgen Rücksicht<br />
nehmen. Wissenschaft darf nicht Angst machen, sondern muss Zukunft<br />
sichern.&quot;</i><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
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<td align="center">
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			&nbsp;
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			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
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			</center></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span></span></p>
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