<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Deutsche Welle &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/deutsche-welle/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 18 Aug 2016 13:19:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Deutsche Welle &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Crowdsourcing: Digitaler Aktivismus gegen Korruption und Gewalt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/crowdsourcing-digitaler-aktivismus-gegen-korruption-und-gewalt-150013/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/crowdsourcing-digitaler-aktivismus-gegen-korruption-und-gewalt-150013/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carlotta Duken]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2016 13:19:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[HarrasMap]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Mapping]]></category>
		<category><![CDATA[Krisenkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Mera Swasthya Meri Aawaz]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ushahidi]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Krisenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[digitaler Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Follow the Money]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=150013</guid>

					<description><![CDATA[Über Crowdsourcing können weltweit Daten und Ideen gesammelt und geteilt werden. Viele digitale Initiativen beweisen, wie diese Synergien zu mehr Meinungs- [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Ushadihi-Annual-Meetup-Kopie.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-150015 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Ushadihi-Annual-Meetup-Kopie.png" alt="Jahrestreffen Ushahidi" width="633" height="420" /></a>Über Crowdsourcing können weltweit Daten und Ideen gesammelt und geteilt werden. Viele digitale Initiativen beweisen, wie diese Synergien zu mehr Meinungs- und Informationsfreiheit führen. Die Open-Source-Software „Ushahidi“ wurde bereits in 90.000 Projekten eingesetzt und zeigt anhand von vielen Beispielen, wie sich normale Bürger online für mehr Transparenz und Sicherheit einsetzen und so zu digitalen Aktivisten werden.</p>
<p><strong> </strong>Nach den arabischen Revolutionen stellte sich die Welt vor, wie soziale und digitale Medien in Zukunft Autokratien zu Demokratien umwandeln könnten. Etwa fünf Jahre später wissen wir, dass das so nicht stimmt. Eine digitalisierte Gesellschaft bedeutet zunächst, dass mehr Menschen auf Informationen zugreifen und sich selbst aktiver mitteilen können. In Ländern, wo traditionelle Medien von wenigen, einflussreichen Personen kontrolliert werden, ermöglichen digitale Wege alternative Informationskanäle, die jedoch auch von undemokratischen Regierungen für eigene Zwecke missbraucht werden können. Unzensiert Meinungen teilen, kritisieren und Proteste organisieren – ohne soziale Medien hätten die demokratischen Bestrebungen in Ländern wie Ägypten, Tunesien oder Jemen wohl trotzdem kaum ihre ganze Kraft entfalten können.</p>
<h3>„Ushahidi“: digitales Krisenmanagement</h3>
<p>Crowdsourcing ist ein Schlüsselbegriff für dieses neuen Informationszeitalter. Der Begriff steht für die Bündelung von Wissen und Ideen von vielen Menschen über das Internet. Es ist eine Art moderne Arbeitsteilung, die zunächst vor allem in der Wirtschaft genutzt wurde. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von gesellschaftlichen und sozialen Projekten, die von der sogenannten „Schwarmintelligenz“ profitieren.</p>
<p>Auf der Open-Source-Software „<a href="https://www.ushahidi.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ushahidi</a>“ basieren viele Crowdsourcing-Plattformen. Die Software wurde wegen der blutigen Auseinandersetzungen nach den kenianischen Präsidentschaftswahlen 2007 ins Leben gerufen, bei denen etwa 1.500 Menschen ums Leben kamen. Per E-Mail und SMS konnten Augenzeugen melden, wo gerade Gewalt stattfand.</p>
<figure id="attachment_150043" aria-describedby="caption-attachment-150043" style="width: 207px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sinsai-OpenStreetMap-nach-Japan-Erdbeben.png"><img decoding="async" class=" wp-image-150043" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sinsai-OpenStreetMap-nach-Japan-Erdbeben.png" alt="crisis mapping" width="207" height="222" /></a><figcaption id="caption-attachment-150043" class="wp-caption-text">Kriseninformationen nach Erdbeben in Japan</figcaption></figure>
<p>Die Meldungen wurden zunächst von Mitarbeitern verifiziert, meist in Kooperation mit lokalen Journalisten und NGOs, und anschließend in einer Karte bei Google Maps eingefügt und für jeden sichtbar gemacht. Das Ziel: mehr Transparenz und Sicherheit. Mehr als 45.000 Kenianer nutzen die Software, um Gefahrenzonen zu melden.</p>
<p>Spätestens seit dem Einsatz während des Erdbebens in Haiti in 2010 ist „Ushahidi“ international bekannt. Die Software ist kostenfrei, wurde inzwischen in etwa 90.000 Projekten weltweit verwendet und erreichte mit 6.5 Millionen Beiträgen etwa 20 Millionen Menschen. Das sogenannte „Mapping“ ist ein einfaches Werkzeug mit großer Wirkung: Vorfälle oder Missstände, die oft im Nichts verlaufen würden, werden dokumentiert, kartographiert und veröffentlicht. Unter anderem wurden nach dem Erbeben in <a href="http://www.sinsai.info/?l=de_DE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Japan 2011 auf einer Karte Kriseninformationen</a> veranschaulicht und Hilfe koordiniert sowie bei den Wahlen 2015 in <a href="https://www.ushahidi.com/blog/2011/03/30/using-the-ushahidi-platform-to-monitor-the-nigeria-elections-2011" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nigeria Augenzeugenberichte zu Wahlbetrug</a> erfasst.</p>
<h3>Drei Initiativen für mehr Meinungs- und Informationsfreiheit</h3>
<p>In einer im April veröffentlichten Studie der Deutschen Welle (DW) Akademie zum Thema „<a href="http://www.dw.com/en/study-advancing-freedom-of-expression/a-19117154" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Advancing Freedom of Expression</a>“ werden 16 Initiativen vorgestellt, die digitale Technologien benutzen, um Meinungs- und Informationsfreiheit zu verbessern.  Viele dieser Initiativen basieren auf Crowdsourcing und nutzen die Software Ushahidi. Sie beweisen, dass digitaler Aktivismus zu mehr Transparenz, öffentlicher Debatte und Beteiligung führen kann.</p>
<p>Eine der Initiativen ist „<a href="http://www.followthemoneyng.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Follow the Money</a>“ aus Nigeria. Seit 2012 nutzt sie datenjournalistische Formate, um Hilfsgelder zu verfolgen und Korruption zu bekämpfen. Um sicher zu gehen, dass Hilfsgelder von der Regierung vergeben und ihr Ziel erreichen, arbeitet „Follow the Money“ auf digitalen und traditionellen Wegen. Im engen Kontakt mit Gemeinden informiert sie die ländliche Bevölkerung über versprochene Gelder und recherchiert über deren Einsatz. Die Ergebnisse der Recherchen &#8211; Interviews, Fotos und kurze Videos – werden direkt auf die „Follow the Money“ Website gestellt und anschließend in sozialen Medien geteilt. Seit ihrer Gründung konnte die Initiative in vielen Orten Nigerias dafür sorgen, dass Hilfsgelder dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden. Einer der größten Erfolge gelang nach der schweren Bleivergiftung im Staat Zamfara im Norden Nigerias in 2010, wo „Follow the Money“ sicherstellte, dass das <a href="http://www.followthemoneyng.org/how-we-tracked-700-million-ngn-to-savebagega/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">versprochene Budget von umgerechnet 2.65 Millionen US-Dollar für die Säuberung der Umwelt und Gesundheitsversorgung von Kindern eingesetzt wurde</a>.</p>
<p>Für mehr Transparenz und Gerechtigkeit im Gesundheitssystem setzt sich die Initiative „<a href="http://meraswasthyameriaawaz.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mera Swasthya Meri Aawaz</a>“ (My Health My Voice) in Indien ein. Im Staat Uttar Pradesh im Norden Indiens müssen Frauen in Entbindungskliniken oft Gebühren für eine Behandlung zahlen, obwohl diese laut Gesetz kostenlos ist. Über eine kostenlose Handynummer können Betroffene ihren Fall anonym melden. Das interaktive Sprachausgabesystem ist direkt mit Ushahidi verbunden – so werden die Fälle der Frauen direkt auf einer Karte sichtbar gemacht.  Eine Zeitleiste und Karte visualisiert, wo und für welchen Service nach wie viel Geld gefragt wurde. Diese Informationen dienen nicht nur den Frauen selbst als Hilfe gegen Abzocke in der Klinik, sondern werden als Kontrollinstanz von Gemeindeorganisationen, Frauenverbänden und Regierungsbeamten wahrgenommen. Illegale Geldforderungen in der Region sind seit der Gründung zurückgegangen.</p>
<figure id="attachment_150042" aria-describedby="caption-attachment-150042" style="width: 960px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Mera-Swasthya-Meri-Aawaz“.png"><img decoding="async" class="wp-image-150042 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Mera-Swasthya-Meri-Aawaz“.png" alt="Karte von Mera Swasthya Meri Aawaz" width="960" height="434" /></a><figcaption id="caption-attachment-150042" class="wp-caption-text">Karte von Mera Swasthya Meri Aawaz</figcaption></figure>
<p>Ein letztes Beispiel, die „<a href="http://harassmap.org/en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HarrasMap</a>“ in Ägypten, zeigt seit 2010, wie Online-Aktivismus gegen sexuelle Belästigung und Gewalt vorgeht. Via E-Mail, SMS oder Twitter können Menschen direkt melden, wo es zu einer sexuellen Belästigung oder einem Übergriff gekommen ist. Die Meldungen sind anonymisiert und werden direkt auf einer <a href="http://harassmap.org/en/what-we-do/the-map/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karte</a> markiert. Neben digitalem Engagement lebt die Initiative von seinen über 1.500 Freiwilligen, die auf den Straßen Ägyptens für mehr Bewusstsein gegen sexuelle Übergriffe eintreten. Mit der „HarassMap“ wird so ein praktisches Werkzeug geschaffen, sogenannte „Safe Areas“ aufzuzeichnen. Allerdings geht es den Initiatoren um mehr: als gesellschaftliches Kollektiv ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt setzen und somit soziale und legale Konsequenzen von Belästigung bewirken. Während im ersten Jahr noch 42 Meldungen pro Monat eingingen, waren es zwischen 2014 und 2015 nur noch 50 Meldungen pro halbes Jahr.</p>
<h3>Digitale Wege für mehr Aktivismus?</h3>
<p>Drei Initiativen, die gegen Korruption und Gewalt kämpfen. Drei Beispiele, wie normale Bürger zu digitalen Aktivisten werden können. Die Initiatoren haben Wege gefunden, mit lokalen Herausforderungen umzugehen. Zwar boomt die Zahl von Handy-Nutzern im globalen Süden, jedoch bleiben Internetzugänge rar. Da in Nigeria nur 15% der Bevölkerung Internetzugang haben, half sich „Follow the Money“ mit einem Radiosender und gedruckten Materialien in lokale Sprachen, um mehr Menschen mit ihren Informationen zu erreichen.</p>
<p>Sowohl „Follow the Money“ als auch „HarassMap“ gehen direkt auf Menschen auf der Straße zu und sensibilisieren sie für Themen wie Korruption und sexuelle Gewalt. „Mera Swasthya Meri Aawaz“ berücksichtigt die hohe Zahl an Analphabeten unter Frauen und arbeitet mit einem interaktiven Sprachausgabesystem, bei dem die Anrufer weder lesen noch schreiben können müssen.</p>
<p>Es gibt viele Dinge, die digital einfacher funktionieren: die Vernetzung von Menschen, das Teilen und Veranschaulichen von Informationen oder das Erreichen eines internationalen Publikums. Trotzdem kämpfen viele Initiativen mit ähnlichen Problemen: es braucht ausreichend mobile Geräte vor Ort, die Menschen müssen von dem Projekt wissen und eine Motivation haben, den Service langfristig zu nutzen. Für den Benutzer ist es wichtig, dass Informationen schnell und vereinfacht abrufbar sind, trotzdem müssen Meldungen sorgsam und besonnen auf Richtigkeit überprüft werden. Ein Thema bleibt auch die Reichweite der Initiativen. Der Durchschnittsnutzer der Angebote ist laut Deutsche Welle zwischen 15 und 35 Jahren, männlich und lebt in der Stadt.</p>
<h3>Fazit: Reichweite vergrößern</h3>
<p>Crowdsourcing ist das Inbild von modernem Informationsmanagement. Viele Stimmen und Meldungen fügen sich online zu einem großen Informationspool zusammen. In Krisen- und Katastrophensituation kann das „Mapping“ von Gefahrenzonen viele Leben retten. Andere Initiativen bekämpfen so ein korruptes System, in dem sie mit gesammeltem Wissen mehr Transparenz und Druck auf ihre Regierungen erzeugen. Die hohe Zahl von Menschen ohne Internetzugang zeigt jedoch auch, dass es weiterhin traditionelle Wege braucht, um Menschen zu informieren und mobilisieren. Das Informationspotenzial dieser Initiativen ist also enorm, jetzt braucht es Ideen, um mehr Menschen den Zugang zu ihnen zu ermöglichen.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/whiteafrican/6789923767/in/photolist-bm18Ma-7G1Kkb-5W3yr5-9GxMUL-5W3zK9-5rX2ED-5W3zAw-6BNJ1r-8oPG6V-82QhyU-6BSQ9J-69skFf-69sbwG-69oiJM-5VYfkx-5VYNDa-8ohd2F-69ofVF-dZuK5D-agJtTE-5VYg6r-8Pwpaa-agFF1t-8NXR8R-69sdMW-6BNHAR-8PwjfK-5W3yBA-dy9Vap-69s7FA-agFFwt-nTdrVE-5VYgbF-4TkmUh-6BNHFV-7mioKu-7wKUQQ-69ssKh-oazcS5-8Pwj1z-8Pznch-e2jdfQ-5VYeQT-7G1Knh-9eVaA1-69o6HP-9aEkmp-dM7nLr-69nSzR-agJtYo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ushahidi 2012 Annual Meetup</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/whiteafrican/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erik (HASH) Hersman</a> via <a href="https://www.flickr.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0 </a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/crowdsourcing-digitaler-aktivismus-gegen-korruption-und-gewalt-150013/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>The Bobs &#8211; Deutsche Welle zeichnet Online-Aktivisten aus</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/the-bobs-deutsche-welle-zeichnet-online-aktivisten-aus-145510/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/the-bobs-deutsche-welle-zeichnet-online-aktivisten-aus-145510/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2015 15:30:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[The BOBs]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Raif Badawi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=145510</guid>

					<description><![CDATA[Die &#8220;The Bobs&#8221;-Preisträger 2015 sind am 3. Mai von der Deutschen Welle bekannt gegeben worden. Eine 14-köpfige Jury entschied über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/online_activism_bearb.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145511" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/online_activism_bearb.jpg" alt="online_activism_bearb" width="640" height="280" /></a>Die &#8220;The Bobs&#8221;-Preisträger 2015 sind am 3. Mai von der Deutschen Welle bekannt gegeben worden. Eine 14-köpfige Jury entschied über die Gewinner in drei Kategorien, vorab konnte bereits online über die Publikumspreise abgestimmt werden.</p>
<p>Die Deutsche Welle zeichnet bereits seit 2004 jedes Jahr herausragende Leistungen von Bloggern, Journalisten und Aktivisten mit dem Preis „<a href="http://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Bobs – Best of Online Activism</a>“ aus, die das Internet für den Kampf um Menschenrechte und freie Meinungsäußerung nutzen. Der Preis wird in den Kategorien „Social Change“, “Privacy and Security“ sowie „Arts and Media“ von einer internationalen Jury verliehen.</p>
<p>In den 14 Wettbewerbssprachen (Arabisch, Bengalisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hindi, Indonesisch, Persisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, und Ukrainisch) werden jeweils Publikumspreise an Webseiten verliehen, die sich besonders innovativ um die öffentliche Debatte in ihrem jeweiligen Sprachraum verdient gemacht haben. Die <a href="http://thebobs.com/deutsch/category/2015/?only_winners=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gewinner der Sprachenpreise</a> spiegeln die ganze Bandbreite des Online-Aktivismus wider, der sich derzeit im Netz finden lässt. Von einer durch Crowdsourcing ermöglichten Plattform, die syrischen Flüchtlingen helfen soll, sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden, über eine englischsprachige Seite, die Frauen und Mädchen in der Nutzung von Informationstechnik stärken will, bis hin zum ukrainischen Anti-Korruptionsblog ANTAC. Den Publikumspreis aus Deutschland hat der Blog „<a href="http://deutschwortschatz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschwortschatz</a>“ gewonnen, der sich unter anderem gegen Lobbykontroll, &gt;3 und Metronaut durchsetzen konnte und schöne, deutsche Wörter sammelt.</p>
<p>Die Preisträger der Jury sind in diesem Jahr „<a href="http://blog.mukto-mona.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bonya’s Blog</a>“ aus Bangladesch in der Kategorie Social Change, die mexikanische Webseite „<a href="http://www.ranchoelectronico.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rancho Electrónico</a>“ im Bereich Privacy and Security und das Videospielprojekt „<a href="https://zaytounthelittlerefugee.wordpress.com/الصفحة-الرئيسية/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zaytoun, the little refugee</a>“ aus Syrien. Zaytoun ist ein interaktives Videospiel, bei dem der Spieler in die Rolle eines kleinen syrischen Flüchtlingsjungen schlüpft. Die Seite Rancho Electrónico befasst sich mit Datenschutz und Überwachung in Mexiko und bietet neben der Berichterstattung auch Workshops zu diesen Themen an. In Bonya’s Blog setzt die Bloggerin Rafida Bonya Ahmed die Arbeit ihres Mannes fort, dem Blogger Avijit Roy, der im Februar 2015 von Unbekannten niedergestochen wurde und sich gegen religiösen Fundamentalismus eingesetzt hatte.</p>
<p>Zum ersten Mal vergeben wurde in diesem Jahr der Freedom of Speech-Award. Der erste Preisträger ist der inhaftierte saudische Blogger Raif Badawi, der vor einem Jahr zu einer zehnjährigen Haftstrafe und 1.000 Peitschenhieben verurteilt wurde. Badawi hat sich zuvor jahrelang für das Recht auf freie Meinungsäußerung in Saudi-Arabien eingesetzt. Badawis Ehefrau Ensaf Haidar hat im April das Buch „1000 Peitschenhiebe“ mit den in Saudi-Arabien verbotenen Texten herausgegeben, um der Weltöffentlichkeit zu zeigen, wofür ihr Mann bestraft wird.</p>
<p>Die Preise werden am 23. Juni beim Global Media Forum in Bonn an die Gewinner verliehen.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/gastaum/9253300569" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Felipe Tofani</a></p>
<div id="yui_3_16_0_1_1430750988796_724" class="view follow-view clear-float photo-attribution"></div>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/the-bobs-deutsche-welle-zeichnet-online-aktivisten-aus-145510/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Best of Online Activism“: Blogs in 14 Sprachen können sich für Auszeichnung bewerben</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/best-of-online-activism-blogs-in-14-sprachen-koennen-sich-fuer-auszeichnung-bewerben-137247/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/best-of-online-activism-blogs-in-14-sprachen-koennen-sich-fuer-auszeichnung-bewerben-137247/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2014 14:31:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[The BOBs]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Grundrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Best of Online Activism]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=137247</guid>

					<description><![CDATA[Bereits zum zehnten Mal zeichnet die Deutsche Welle gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen Webseiten und Blogs aus, die sich im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-137250" alt="Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px-630x229.png" width="630" height="229" /></a>Bereits zum zehnten Mal zeichnet die Deutsche Welle gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen Webseiten und Blogs aus, die sich im Netz herausragend für Meinungsfreiheit, Menschenrechte und die Zivilgesellschaft einsetzen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 5. März.<br />
Aktivismus kann vieles heißen. Meist ist es zunächst die Haltung, etwas nicht hinnehmen zu wollen, die zum Aktivismus führt. Politischer Aktivismus will in der Regel bestimmten Zielen zur Durchsetzung verhelfen, etwas am Status Quo ändern. Im Internet gibt es zudem speziellere Formen des Aktivismus, etwa den sogenannten <a href="http://www.clicktivist.org/what-is-clicktivism/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Clicktivism</a>, bei dem außer Klicken im Grunde nicht viel zu tun ist. Doch es gibt auch online durchaus Formen des Aktivismus, bei denen eigene Initiativen gefragt sind.<br />
Solche werden nun zum zehnten Mal bei den <a href="https://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bob Awards</a> der Deutschen Welle in Kooperation mit Reporter ohne Grenzen ausgezeichnet. Die Jubiläumsausgabe der Bobs läuft noch bis zum 5. März. Bewerben können sich Projekte in 14 Sprachen. Die „Best of Online Activism“-Awards konzentrieren sich auf Webseiten, <a href="https://thebobs.com/deutsch/uber-die-bobs/219-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„die im Sinne der Meinungsfreiheit den offenen Diskurs im Internet vorantreiben und bereichern.“</a><br />
In den vergangenen Jahren wurden immer wieder internationale Blogger_innen ausgezeichnet, die kritisch über die gesellschaftliche Lage in ihren oft autokratisch geprägten Ländern berichten, und kritische Einblicke in die Gesellschaft vermitteln, die infolge staatlicher Zensur oder althergebrachter Mediensysteme sonst nicht sichtbar werden. Im Jahr 2013 wurde etwa das Blog der togolesischen Menschenrechtsaktivstin <a href="http://fabbikouassi.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fabbi Kouassi</a> ausgezeichnet, ebenso wie das Projekt des chinesischen Bloggers <a href="http://blog.sina.com.cn/lichengpeng" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Li Chengpeng</a>, sowie der Podcast von <a href="https://soundcloud.com/ichripodcasts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kambiz Hosseini</a>, der die aktuelle Lage der Menschenrechte im Iran thematisiert.<br />
Vorschläge für in diesem Sinne aktivistische Blogs, Facebook-Seiten, Youtube-Channels, Microblogs, Podcasts oder News-Seiten können auch online vorgeschlagen werden. Die Gewinner_innen werden von einer internationalen Jury ausgewählt, am 7. Mai bekannt gegeben und zur Preisverleihung zum <a href="http://www.dw.de/global-media-forum/home/s-30956" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Media Forum</a> in Bonn (30. Juni bis 2. Juli) eingeladen. Zusätzlich wird es eine Online-Abstimmung geben.<br />
Bild: <a href="https://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle / The Bobs</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/best-of-online-activism-blogs-in-14-sprachen-koennen-sich-fuer-auszeichnung-bewerben-137247/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Global Media Forum 2013: Wohin will die Welt?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/global-media-forum-2013-wohin-will-die-welt-129593/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/global-media-forum-2013-wohin-will-die-welt-129593/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2013 14:37:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[FreeWeibo]]></category>
		<category><![CDATA[Global Media Forum 2013]]></category>
		<category><![CDATA[ME & My Shadow]]></category>
		<category><![CDATA[Noam Avram Chomsky]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy-Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Vandana Shiva]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[BOBS - Best of Online-Activism]]></category>
		<category><![CDATA[DW-TV]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=129593</guid>

					<description><![CDATA[Das Global Media Forum 2013 geht heute zu Ende. Drei Tage lang diskutierten Teilnehmer aus über 100 Ländern, welchen Weg [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild-Chomsky.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129596" alt="Avram Noam Chomsky: A Roadmap to a Just World - People Reanimating Democracy" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild-Chomsky.png" width="640" height="429" /></a>Das Global Media Forum 2013 geht heute zu Ende. Drei Tage lang diskutierten Teilnehmer aus über 100 Ländern, welchen Weg die Globalisierung einschlagen muss, um eine gerechte Welt zu ermöglichen. Dabei wurde viel diskutiert, aber auch gefeiert. Ein Bericht über runde Geburtstage, ein ungleiches Paar und eine Auszeichnung für Online-Aktivismus.<br />
Am heutigen Mittwoch geht das 6. Global Media Forum in Bonn zu Ende. Zu ihrem 60. Jubiläum lud die Deutsche Welle gemeinsam mit der <a href="http://www.sparkasse-koelnbonn-stiftungen.de/index.php?id=122&amp;F=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung „Internationale Begegnung“ der Sparkasse in Bonn</a> namhafte Persönlichkeiten zu der Medienkonferenz ein, allen voran den Globalisierungskritiker <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noam_Chomsky" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Avram Noam Chomsky,</a> den “geistigen Vater” der Occupy-Bewegung, Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sowie die indische Umweltaktivistin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vandana_Shiva" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vandana Shiva,</a> Trägerin des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Right_Livelihood_Award" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Right Livelihood Award“.</a> Drei Tage lang diskutierten in Bonn 2.500 Journalisten, Mitglieder von NGOs sowie interessierte Schüler und Studenten aus über 100 Staaten über die künftigen Herausforderungen der Globalisierung. Im Zentrum stand die Frage, ob wirtschaftliche Entwicklung immer auf den Schultern von Menschenrechten und der Natur ausgetragen werden muss. Dabei stand die Rolle der Medien besonders im Fokus.</p>
<h3>60 Jahre Deutsche Welle – 60 Jahre Brücken bauen</h3>
<p>Vor gut 60 Jahren, am 3. Mai 1953, ging die Deutsche Welle erstmals auf Sendung. Als deutschsprachiger Hörfunk fürs Ausland konzipiert, dauerte es nicht lange, bis die Deutsche Welle “deutsche Radiosendungen“ in verschiedene Sprachen anbot. Erst in den 1990ern kam mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DW-TV" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„DW-TV“</a> der offizielle staatliche deutsche Auslandsfernsehsender der Deutschen Welle hinzu. Seitdem expandierte die Deutsche Welle zunehmend und berichtet seither „on-air“ sowie zunehmend online aus Deutschland und den zahlreichen Länderbüros.</p>
<h3>Chomsky und Westerwelle: ein ungleiches Paar</h3>
<p>Ein unterschiedlicheres Paar gibt es wohl nicht. Während am Montag der 85-jährige Globalisierungskritiker Avram Noam Chomsky vor den Gefahren der Globalisierung warnte, konnte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Dienstag der Globalisierung Positives abgewinnen. Von einer „Globalisierung der Werte“ und einer „gleichförmigen freien Gesellschaft“ war dort die Rede. Mit anderen Worten: Demokratie und Wohlstand für alle. Dass diese viel gelobten westlichen Werte nicht immer positiv betrachtet werden können, zeigte Chomsky in seiner Rede. Er warnte insbesondere vor der Einschränkung von Freiheitsrechten in den USA und anderen westlichen „kapitalistischen Demokratien“. Je mehr Freiheit gewonnen sei, desto intensiver würde die Gesellschaft wieder auf den von ihnen gewollten Kurs gebracht, so Chomsky.</p>
<h3>Eine Auszeichnung für Online-Aktivisten</h3>
<p>Der Dienstagabend stand ganz im Zeichen des Online-Aktivismus. Die Gewinner der sogenannten <a href="http://thebobs.com/english/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Bobs – Best of Online-Activism“</a> sollen im Sinne der Meinungsfreiheit den offenen Diskurs im Internet vorantreiben und bereichern. Eine 15-köpfige internationale Jury hatte bereits im Vorfeld sechs Gewinner festgelegt, dazu kamen Preisträger aus 14 Sprachkategorien, darunter hindi, bengalisch, arabisch und türkisch.<br />
Den Preis in der Kategorie „Most Creative &amp; Original“ gewann <a href="https://www.myshadow.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Me &amp; My Shadow</a> der internationalen Organisation <a href="https://www.tacticaltech.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Tactical Technology Collective“,</a> eine englischsprachige Webseite, die den Nutzern zeigt, welche digitale Spuren ihre Aktivitäten im Netz hinterlassen und wie sie diese umgehen können. Etwas umgehen will auch die Webseite <a href="http://www.sinaweibo.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FreeWeibo</a> und zwar die chinesische Internetzensur. Während auf <a href="http://www.sinaweibo.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SinaWeibo.com,</a> eines der am meisten genutzten Sozialen Netzwerke in China, regimekritische Beiträge von der chinesischen Zensurbehörde gelöscht werden, will FreeWeibo nun zeigen, welche Inhalte zensiert wurden, um „einen flüchtigen Eindruck zu bekommen, wie ein freies Internet in China aussehen würde“. Dafür erhielt die Webseite die Auszeichnung „Best Innovation“.<br />
Eine Verbindung von Online- und Offline-Aktivismus ist das Sozialprojekt <a href="http://pallitathya.org.bd/infolady/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Info-Lady.</a> Die sogenannten „Infoladies“ sind 65 Frauen aus Bangladesh, die mit dem Fahrrad entlegene und verarmte Dörfer besuchen, um &#8211; mit Solar-Laptops und Smartphones ausgestattet -, den Ärmsten in Bangladesch lebenswichtige Informationen zur Verfügung zu stellen und Probleme zu lösen. Für diese Tätigkeit wurden die Infoladies von der Deutschen Welle mit dem „Global Media Forum Award“ geehrt.<br />
<strong><strong></strong></strong>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/deutschewelle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC 2.0)</a></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/global-media-forum-2013-wohin-will-die-welt-129593/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Internet und Demokratie: DW Akademie lädt zu Online-Kursen ein</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/internet-und-demokratie-dw-akademie-laedt-zu-online-kursen-ein-3-123155/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/internet-und-demokratie-dw-akademie-laedt-zu-online-kursen-ein-3-123155/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Germar Molter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2012 11:56:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=123155</guid>

					<description><![CDATA[Die Akademie der Deutschen Welle veranstaltet noch bis zum 16. Dezember den Open Media Summit 2012. In den auf Arabisch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/internet-und-demokratie-dw-akademie-laedt-zu-online-kursen-ein-3/openmediasummit01-6/" rel="attachment wp-att-123157"><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-123157" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/OpenMediaSummit015-630x160.jpg" alt="Titelbild OMS 2012" width="630" height="160" /></a>Die Akademie der Deutschen Welle veranstaltet noch bis zum 16. Dezember den Open Media Summit 2012. In den auf Arabisch und Englisch gehaltenen offenen Online-Kursen sollen sich Blogger aus dem arabischen Raum und Nordafrika vernetzen und über neue Formen des Online-Journalismus austauschen.</p>
<p>Holger Hank, Leiter E-Learning und digitale Angebote der Deutsche Welle Akademie, sieht den OMS 2012 als Ergänzung bereits laufender Workshops mit Internetaktivisten. Nicht nur über das Internet zu sprechen, sondern das Internet hierfür auch zu nutzen, liege auf der Hand, so Hank gegenüber politik-digital.de.</p>
<h3>Über 400 Anmeldungen</h3>
<p>Erfreulich sei der hohe Zuspruch mit bereits mehr als 400 Anmeldungen zum OMS 2012, die über die <a href="http://specials.dw.de/oms-en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> und Facebook eingegangen seien. Viele Menschen in der arabischen Welt verfügten über eine ausgeprägte Internetkompetenz, daher sei mit entsprechenden Beiträgen zu rechnen, so Hank weiter.</p>
<p>Die Direktorin der DW Akademie Gerda Meuer ist sich sicher: &#8220;in Bezug auf Fortbildungsangebote für Blogger und Bürgerjournalisten bietet es sich an, neben den Workshops vor Ort auch auf das Internet und insbesondere auf Facebook und Twitter zu setzen&#8221;.</p>
<p>Es ist zu hoffen, dass die Bemühungen der DW Akademie, Offenheit und Demokratie in der Region zu fördern, Früchte tragen werden. Spannend dürfte in dieser Hinsicht sein, ob es Auswirkungen geben wird auf Transformationsprozesse in Syrien, im Irak oder sogar im Iran.</p>
<p>Zumindest rechnet die DW Akademie mit einem ungehinderten Verlauf. Auf die Frage, ob er mit Stör- oder Zensurattacken seitens einzelner Staaten rechne, äußerte sich Hank gegenüber politik-digital.de zuversichtlich: „Davon gehe ich nicht aus.“</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-121978 alignleft" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/internet-und-demokratie-dw-akademie-laedt-zu-online-kursen-ein-3-123155/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Internationaler Tag der Pressefreiheit: Blog-Brücken schlagen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/internationaler-tag-der-pressefreiheit-blog-bruecken-schlagen-115480/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/internationaler-tag-der-pressefreiheit-blog-bruecken-schlagen-115480/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 13:27:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[The BOBs]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Arabischer Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[re:publika]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=115480</guid>

					<description><![CDATA[Blogger sind sie. Brückenbauer zwischen den Welten. Als Emissäre für die Pressefreiheit hat die Deutsche Welle renommierte Blogger aus China, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/internationaler-tag-der-pressefreiheit-blog-bruecken-schlagen/dw_blogger_shahidul-alam_580_2/" rel="attachment wp-att-115492"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-115492" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/dw_blogger_shahidul-alam_580_2.jpg" alt="Blogger Shahidul Alam (Foto: Ralf Pauli)" width="580" height="373" /></a><br />
Blogger sind sie. Brückenbauer zwischen den Welten. Als Emissäre für die Pressefreiheit hat die Deutsche Welle renommierte Blogger aus China, Iran, Ägypten, Russland und Bangladesh in Berlin zusammengebracht. Ihr gemeinsamer Appell: Blogger als Reporter für Mainstream-Medien einsetzen.</p>
<p>Das Timing ist perfekt &#8211; nicht nur bei seiner spektakulären Flucht aus dem Hausarrest hat der blinde Bürgerrechtler Chen Guangcheng den geeigneten Zeitpunkt abgewartet. Trotz aller Bemühungen der chinesischen Führung, die Flucht zu verheimlichen, verbreitete sich die Nachricht dank chinesischer Blogger wie ein Lauffeuer &#8211; pünktlich zum internationalen Tag der Pressefreiheit. Ohne das Web, so <a href="http://re-publica.de/12/person/isaac-mao/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Isaac Mao</a>, wäre Chens Flucht nicht möglich gewesen. Mao, selbst einer der bekanntesten Blogger der Volkrepublik China, weiß, wovon er spricht. Er kennt die Fluchthelferin Chens persönlich, spricht von ihr als &#8220;that girl&#8221;. Mao verrät, dass die Fluchtdetails online vorbereitet wurden, dass in der chinesischen Blogosphäre der Informationsaustausch über Chen als Machtdemonstration der sozialen Medien wahrgenommen wird. Staatliche Filter und Account-Sperren können die Verbreitung nicht aufhalten. Die Blogger weichen auf ausländische Dienste wie Facebook aus und chiffrieren ihre Texte. Jeder wisse, dass mit &#8220;er&#8221; Chen gemeint sei.</p>
<p>Ein Dissident fordert das politische System heraus &#8211; und jeder kriegt es mit. Der chinesischen Führung entgleitet die Kontrolle. Ein Wendepunkt im Kampf für die Meinungsfreiheit? Mao glaubt daran. Vorfälle wie dieser werden in den staatlichen Medien in China mit keiner Zeile, mit keinem Wort erwähnt. Vor beinahe zehn Jahren, führt Mao während des von der Deutschen Welle organisierten Pressegesprächs am Montag in Berlin fort, habe Chen die erste Warnung vom Regime erhalten. Nur habe in China damals niemand von den Prügeln erfahren, die Chen für seine Recherchen zur Ein-Kind-Politik einstecken musste. Heute sind seine Enthüllungen um Zwangsabtreibungen und Sterilisationen von Frauen, die fadenscheinige Verurteilung 2006 sowie seine Freilassung 2010 mit anschließendem Hausarrest in China bekannt &#8211; seine gelungene Flucht in die US-Botschaft nach Peking entblößt die chinesische Führung vor der Internationalen Gemeinschaft &#8211; dank Social-Media-Aktivisten. Der Anfang des &#8220;chinesischen Frühlings&#8221;?</p>
<h3><strong>Chen Symbol für die Macht der Sozialen Medien in China</strong></h3>
<p>Dass neue Medien nicht nur den Regimesturz beschleunigen können, sondern auch demokratische Verfahren transparenter und partizipativer machen, hofft auch <a href="http://re-publica.de/12/person/tarek-amr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tarek Amr</a>, ebenso wie viele seiner Landsleute. Der ägyptische Blogger hat miterlebt, wie aus Netzaktivisten Politiker oder Journalisten unabhängiger Medien wurden. Wie er selbst. Amr schreibt für <a href="http://globalvoicesonline.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Voices Online</a>. Andere Blogger gingen in die Politik &#8211; und twittern heute direkt aus dem ägyptischen Parlament. Wie effektiv die Zusammenarbeit für die demokratische Kontrolle sein kann, legt Amr am Beispiel der Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung dar, die das Parlament &#8211; in dem die gemäßigten Islamisten die stärkste Fraktion sind &#8211; gegen den Wunsch der Bürger nach fairer Vertretung aller Interessensgruppen zu Gunsten der Mehrheit durchsetzen wollte. Die Proteste auf der Straße und in den Medien brachten die  Parlamentarier von ihrem Vorhaben ab. Sie verschoben die Wahl.</p>
<p>Gerade bei Wahlfälschungen ist die Mobilisierung über Facebook oder Twitter enorm, wie die Erfahrungen in Iran 2009 und in Russland im März dieses Jahres gezeigt haben. Doch im Gegensatz zum harten Durchgreifen während der &#8220;Grünen Revolution&#8221;, die &#8211; wie der Exil-Iraner <a href="http://re-publica.de/12/person/arash-abadpour/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arash Abadpour</a> berichtet, viele regimekritische Blogger ins Exil trieb, hat die russische Opposition mit dem zivilgesellschaftlichen Protest eine Art Oppositionskultur für sich entdeckt. Der russische Top-Blogger, Journalist und Internet-Experte <a href="http://thebobs.com/deutsch/2012/alexander-plushev/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexander Plushev</a> zeigt sich selbst einigermaßen überrascht vom Umfang der Protestewegung. Am 6. Mai wird sich die Opposition erneut formieren, um am &#8220;Marsch der Millionen&#8221; gegen die Wiederwahl Putins teilzunehmen &#8211; einen Tag vor der Amtseinführung des jetzigen Premierministers. Plushev geht davon aus, dass die Bewegung von Dauer sein wird.</p>
<h3><strong>Blockierte Facebook-Gruppe &#8220;Who is sexier?&#8221; harmlos   </strong></h3>
<p>So hoffnungsvoll wie in Russland heute, so still ist es um die Opposition in Iran. Abadpour, dessen Blog zu den 20 meist gelesenen in persischer Sprache zählt, liefert die Begründung dafür: In Iran werde bereits die Auslebung &#8211; gemessen an westlichen Standards &#8211; banaler Aktivitäten wie etwa eine Wasserpistolen-Schlacht zu sozialem Aktivismus gerechnet. Die moralischen Ansprüche, die die religiöse Führung des islamischen Staates an die Gesellschaft stellt, gelten auch für das Internet.  In diesem &#8220;guten Internet&#8221; &#8211; führt der in Kanada lebende Blogger am Montag in Berlin aus &#8211; hätten auch harmlose Facebook-Seiten keinen Platz.  Dieses Vorgehen könnte aufgrund ihrer &#8220;absurden&#8221; Verhältnislosigkeit in einen Regimesturz münden &#8211; ein Beispiel für Ethan Zuckermans &#8220;Cute Cat Theory&#8221;, die besagt, dass überwachte Bürger sich erst von der Zensur betroffen fühlen, wenn der Staat in banale Alltagsdinge eingreift.</p>
<p>Oftmals jedoch dringen solche Umstände nicht aus der &#8220;Sprachinsel&#8221; des jeweiligen Landes oder Kulturgreises heraus, bilanziert <a href="http://re-publica.de/12/person/markus-beckedahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Beckedahl</a>, deutscher Blogger und Mit-Gründer und Veranstalter der <a href="http://re-publica.de/12/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">re:publica</a>, auf der die internationalen Blogger auch in verschiedenen Beiträgen als Redner auftreten. Erst durch die Übersetzung seines Blogs in eine andere Sprache könne er außerhalb des deutschsprachigen Raumes gelesen werden. Beckedahl nennt dies &#8220;BridgeBlogging&#8221;, das Überbrücken von Sprachbarrieren. Doch was konkret könne in westlichen Medien &#8211; abgesehen von der Weiterverbreitung von Bloggereinträgen rund um die Welt &#8211; zur Unterstützung der Meinungsfreiheit unternommen werden? Blogger vor Ort als Reporter anheuern &#8211; dieser Appell an große westliche Medien trifft bei den Anwesenden auf ungeteilte Zustimmung. Die Deutsche Welle unterstützt Blogger weltweit. Seit 2004 vergibt sie die  <a href="http://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BOBs-Award</a>. Die geladenen Blogger waren Teil der Jury. Hauptgewinner ist der persische Blogger und Journalist Arash Sigarchi mit seinem Blog <a href="http://sigarchi.net/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Window of Anguish&#8221;</a>. Mit der Auszeichnung will die Deutsche Welle &#8220;im Sinne der Meinungsfreiheit den offenen Diskurs im Internet vorantreiben.&#8221;</p>
<h3><strong>BOB-Awards: Iranischer Blog ausgezeichnet</strong></h3>
<p>Für die Chefredakteurin der Deutschen Welle, Ute Schaeffer, liegt der Wert der Blogger nicht allein darin, dass sie sich der freien Meinungsäußerung bedienen. Er rührt auch von ihrem Drang, &#8220;soziale Missstände zu beleuchten und ihre authentische Sicht auf Dinge zu teilen, die oftmals von staatlicher Zensur betroffen sind.&#8221; Das führe zu innovativen und kreativen Wegen der Meinugsäußerung. Das gilt allen voran für den Pakistani <a href="http://re-publica.de/12/2012/04/16/vom-internet-in-kinderschuhen-und-totalitaren-staaten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shahidul Alam</a>. Der renommierte Photograph setzt sich derzeit für den Ausbau des Internet in den ländlichen Regionen des Landes ein. Denn Informationen aus dem Netzt seien oft die einzige alternative Quelle zu den Staatsmedien. Bestehende Strukturdefizite bei Fernsehen und Rundfunk ergäben, dass nur der staatliche Fernsehsender landesweit senden könne &#8211;  private Anbieter müssten auf das regional begrenzte Kabelnetz zurückgreifen. Gleiches gelte für den Hörfunk. Mit jedem ans Netz angeschlosse ipod-touch, das Alam verteilt, wird das de facto-Informationsmonopol des Staates ein Stück eingeschränkt. Ein Korrespondenznetzwerk soll die weitgehend fehlende Infrastruktur in ländlichen Gebieten überbrücken, schließt Alam.</p>
<p>So unterschiedlich die Erfahrungen der Blogger mit den Bürgerrechten in ihren Heimatländern Iran, Bangladash, Ägypten, China und Deutschland auch sein mögen, so unbestritten ist ihr Verdienst um das Recht auf freie Meinungsäußerung. Auch wenn kritische Töne &#8211; etwa beim Thema westliche Überwachungstechnologie im Nahen Osten oder nur punktuelle Zusammenarbeit der westlichen Medien mit Bloggern weltweit – angeschnitten worden sind, wünschen sich alle Beteiligten eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Mainstream-Medien. Die Deutsche Welle geht hier mit multimedialen Projekten voran. „Jetzt bitte noch auf einer täglichen Basis und nicht nur einmal im Jahr&#8221; – wünscht sich Mao. Dann würden aus Bloggern sicherlich noch schneller Brückenbauer. Und die Presse freier – im Weltdorf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/internationaler-tag-der-pressefreiheit-blog-bruecken-schlagen-115480/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Die Zeit ist unser größter Gegner“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-zeit-ist-unser-groesster-gegner-13022/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/die-zeit-ist-unser-groesster-gegner-13022/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie Bachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 16:20:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Hertie School of Governance]]></category>
		<category><![CDATA[re:thinking tomorrow]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=13022</guid>

					<description><![CDATA[Welche Rollen sollten Medien in den arabischen Ländern nach den Protesten des vergangenen Jahres einnehmen? Gemeinsam mit Studenten in Berlin [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/die-zeit-ist-unser-groesster-gegner/009-4/" rel="attachment wp-att-13023"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-13023" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/0093.jpg" alt="" width="195" height="119" /></a>Welche Rollen sollten Medien in den arabischen Ländern nach den Protesten des vergangenen Jahres einnehmen? Gemeinsam mit Studenten in Berlin und Kairo diskutierten Wissenschaftler und Medienakteure diese Frage gestern unter dem Motto „No Summer after the Arab Spring”.</p>
<p>Im Rahmen der Diskussionsreihe „re:thinking tomorrow&#8221;, die von der Hertie School of Governance in Kooperation mit der Deutschen Welle organisiert wird, waren in Berlin die ägyptische Journalistin Abeer Saady, der Professor an der Hertie School of Governance Claus Offe und der Deutsche Welle-Journalist Carsten von Nahmen zu Gast. Ein Video-Livestream zwischen Berlin und Kairo ermöglichte eine angeregte Debatte über die Rolle der Medien in der Arabischen Welt. Aus Kairo trugen Laila el-Baradei, stellvertretende Dekanin der School of Global Affairs and Public Policy, und ihre Studenten wesentlich zur ertragreichen Diskussion bei.</p>
<p>Im Gegensatz zu den deutschen Studenten, die sich zu Beginn nur zögerlich zu Wort meldeten, schilderten ihre Kollegen aus Kairo äußerst lebhaft ihre Erfahrungen mit der Revolution. Sie kritisierten die Schwarz-Weiß-Malerei der westlichen Medien, die die Aufstände in der arabischen Welt vielfach als „Social Media Revolutionen” bezeichnen. Im vergangenen Frühjahr seien die Menschen auf die Straße gegangen, nachdem das Internet gekappt worden war. Zwar sei der Sturz Husni Mubaraks „dank Twitter und Facebook leichter gewesen, aber letzendlich sind es die Menschen gewesen, die eine politische Veränderung herbeigeführt haben”. Frau el-Baradei betonte, dass den Menschen mit Hilfe der Diskussionen in sozialen Netzwerken vor Augen geführt worden sei, was sie erreichen können. Sie seien in ihrer Überzeugung bestärkt worden, das alte Regime zu stürzen. Nach der Abdankung Mubaraks seien die Menschen enttäuscht gewesen, weil sich ihre Probleme nicht über Nacht in Luft aufgelöst hätten. Die derzeitige Übergangsphase sei schwierig für die Ägypter, weil sie akzeptieren müssten, dass „sie sich zu langsam bewegen und manchmal auch in die falsche Richtung”.</p>
<h3>Nicht belehren, sondern unterstützen</h3>
<p>Alte politische und soziale Strukturen seien immer noch intakt, betonte Abeer Saady. Die ägyptischen Bürger hätten zwar ihr Ziel erreicht, Mubarak aus dem Amt zu drängen, doch jetzt sei es an der Zeit, miteinander in einen Dialog zu treten und einen starken Lokaljournalismus zu etablieren. Die Zeit sei aktuell die „größte Herausforderung”. Daher müsse nun schnell ein funktionierendes Mediensystem geschaffen werden, und dabei könnten ägyptische Journalisten auch von den Erfahrungen osteuropäischer Kollegen nach dem Ende des Kalten Krieges profitieren. Wie Carsten von Nahmen bestätigte, haben bereits Treffen mit Journalisten aus den ehemaligen Ostblockstaaten stattgefunden &#8211; für eine erste Hilfestellung beim Aufbau eines freien und unabhängigen Medienapparats.</p>
<p>Von Nahmen und Saady betonten beide, wie wichtig Professionalität und Glaubhaftigkeit der Medien sind. „Fakten müssen immer überprüft werden”, forderte Abeer Saady. Während der Demonstrationen auf dem Tahir Platz seien stündlich neue Gerüchte von Aktivisten verbreitet worden, denen sie nachgegangen sei. Der Politikwissenschaftler und Soziologe Claus Otte bezeichnete das Verhältnis alter und neuer Medien als Symbiose und gab zu bedenken, dass nicht die gesamte Bevölkerung über neue Medien erreicht werde. Letztlich seien Revolutionen immer menschengemacht, jetzt werden es ebenfalls die Menschen sein, die in Ägypten ein neues System aufbauen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/die-zeit-ist-unser-groesster-gegner-13022/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mit der Welle an die Spitze</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mit-der-welle-an-die-spitze-11360/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/mit-der-welle-an-die-spitze-11360/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie Bachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 08:54:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Blog Awards]]></category>
		<category><![CDATA[Jury]]></category>
		<category><![CDATA[User]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=11360</guid>

					<description><![CDATA[Der Startschuss für die achten „Best of Blog“-Awards ist gefallen. Bis Mitte März können herausragende Webseiten in 17 Kategorien vorgeschlagen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/mit-der-welle-an-die-spitze/dwelle-2/" rel="attachment wp-att-11363"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-11363" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DWelle1-195x119.png" alt="" width="195" height="119" /></a>Der Startschuss für die achten „Best of Blog“-Awards ist gefallen. Bis Mitte März können herausragende Webseiten in 17 Kategorien vorgeschlagen werden. Eine internationale Jury und die User sind aufgefordert, die besten Blogs auszuzeichnen.</p>
<p>Weltweit wird täglich in unüberschaubarem Maße gebloggt und gepostet. Seit Montag nimmt die Deutsche Welle Vorschläge für ihre achten internationalen Deutschen Welle Blog Awards, kurz <a href="http://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BOBs</a>, entgegen. Jeder Internetnutzer kann bis zum 13. März über Facebook, Twitter und andere internationalen sozialen Netzwerke wie Vkontakte, Sina Weibo und Open ID eine Person oder sich selbst nominieren.</p>
<p>In sechs Hauptkategorien werden jeweils zwei Sieger prämiert: Best Blog, Best Use of Technology of Social Good, Best Social Activism Campaign, Reporters Without Boarders, Special Topic Award und Best Video Channel. Einen Gewinner wählt die Jury, den anderen das Publikum. Die Hauptkriterien für die Auswahl der Finalisten sind Inhalt, Funktion und Gestaltung der Website. Kreativität, Innovation und das Konzept des Blogs werden belohnt.</p>
<p>Die internationale Jury besteht aus Bloggern, Netzaktivisten und Experten aus 11 Sprachräumen. Preisrichterin für den deutschsprachigen Raum ist Patricia Cammarata, im Netz <a href="http://dasnuf.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das Nuf</a>. Neben den sechs Hauptkategorien wird auch ein Preis für jeden der 11 Sprachräume vergeben.</p>
<p>Mit dem Special Topic Award werden in diesem Jahr Webseiten ausgezeichnet, die sich „auf hervorragende Art mit der Thematik Bildung und Kultur befassen“. Damit sollen Projekte geehrt werden, die das Recht auf Bildung und den interkulturellen Dialog im Fokus haben. Unter dem Motto „Kultur. Bildung. Medien“ wird auch das<a href="http://www.dw.de/dw/0,,14142,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Deutsche Welle Global Media Forum</a> in Bonn stehen, auf dem die diesjährigen Blog Awards im Juni verliehen werden.</p>
<p>Ab dem 2. April können die User ihre Stimme in jeder Untergruppe abgeben. Die Gewinner werden im Internet bereits nach Abstimmungsschluss am 2. Mai bekannt gegeben.</p>
<p>Die einzigartige Kombination aus Nutzer- und Jury-Entscheidung machen es möglich, bekannte und publizistisch hochwertige Blogs zu prämieren.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/mit-der-welle-an-die-spitze-11360/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Menschenrechte im Spiegel der Medien</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/menschenrechte-im-spiegel-der-medien-5299/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/menschenrechte-im-spiegel-der-medien-5299/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[snickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 12:05:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[The BOBs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/menschenrechte-im-spiegel-der-medien-5299/</guid>

					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/gmf-logo.jpg" title="GMF" alt="GMF" align="left" height="120" width="200" />„Wir müssen eine weltweite Allianz für die Menschenrechte bilden.“ Mit diesem Appell schloss Erik Bettermann, Intendant der <a href="http://www.dw-world.de/dw/0,,265,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Welle</a> (DW), am 22. Juni 2011 das vierte <a href="http://www.dw-gmf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DW Global Media Forum</a> in Bonn. Bis dahin hatten rund 1.600 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus aller Welt drei Tage lang über das Thema „Menschenrechte und Globalisierung – Herausforderungen für die Medien“ diskutiert. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/gmf-logo.jpg" title="GMF" alt="GMF" align="left" height="120" width="200" />„Wir müssen eine weltweite Allianz für die Menschenrechte bilden.“ Mit diesem Appell schloss Erik Bettermann, Intendant der <a href="http://www.dw-world.de/dw/0,,265,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Welle</a> (DW), am 22. Juni 2011 das vierte <a href="http://www.dw-gmf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DW Global Media Forum</a> in Bonn. Bis dahin hatten rund 1.600 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus aller Welt drei Tage lang über das Thema „Menschenrechte und Globalisierung – Herausforderungen für die Medien“ diskutiert. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Ein Thema &#8211; viele Facetten</b>
</p>
<p>
Allein die Zahl von 50 Workshops macht das breite inhaltliche Spektrum deutlich, in dem sich die Konferenz bewegte. Es ging unter anderem um die Entwicklungen in der arabischen Welt, um Frauenrechte in Lateinamerika und die Rolle der Sozialen Medien in autoritär regierten Staaten. Fragen, ob und inwieweit sich Medien an einer entsprechenden Allianz überhaupt beteiligen dürfen oder dies gar müssen, und wie es um die Meinungsvielfalt und Pressefreiheit bestellt ist, zogen sich als roter Faden durch die  Diskussionen. Hat Erik Bettermann Recht, wenn er zum Abschluss sagt, dass vor allem die Medien in der Verantwortung stünden, sich mehr als bisher des Themas anzunehmen und „Scheuklappen“ abzulegen? 
</p>
<p>
<b>Transparenz, Information, Meinungsfreiheit</b>
</p>
<p>
Ein großes – weil aktuelles –  Thema war die Rolle webbasierter Enthüllungsportale: „Leaks, Wikileaks, Whistleblower – Neue Herausforderungen für Menschenrechte“ lautete der Titel einer prominent besetzten Diskussionsrunde. Natürlich waren sich die Teilnehmer einig im Grundsatz, dass ohne freie Medien keine demokratischen Strukturen möglich seien. Doch Freiheit um jeden Preis? <a href="http://topics.nytimes.com/top/reference/timestopics/people/s/eric_schmitt/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eric Schmitt</a>, Journalist der <a href="http://www.nytimes.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">New York Times</a>, hatte selbst mit Wikileaks-Gründer Julian Assange über die Veröffentlichung geheimer Dokumente zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak verhandelt und kritisiert ihn nun deutlich: „Julian Assange hat sich keine Gedanken um die Menschen in Afghanistan und Pakistan gemacht, sonst wären ihre Namen in den Leaks nicht genannt worden. Doch so wurden sie zur Zielscheibe für die Taliban. Er konnte sich nicht entscheiden, ob er nun Journalist, Verleger oder Kämpfer für Informationsfreiheit ist.“ Es sei eine Frage des journalistischen Standards, Whistleblower zu schützen. Sie gerieten in Gefahr, wenn ihre Anonymität verletzt werde, so Schmitt. Dem hielt <a href="http://www.article19.org/about/staff.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agnès Callamard</a>, Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation <a href="http://www.article19.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARTICLE 19</a>, entgegen, die Veröffentlichung geheimer Informationen sei wichtiger als die Konsequenzen es sein könnten, die daraus entstünden: „Niemand sollte Angst vor den Leaks haben, denn sie fordern Staaten heraus, Menschenrechte einzuhalten.“ <a href="http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/presse/biografien-mitarbeitende.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Dr. Beate Rudolf</a>, Leiterin des <a href="http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin</a>, forderte dementsprechend Kontrollmechanismen ein, „die uns garantieren, dass durch die Leaks keine Menschenrechte verletzt werden.“
</p>
<p>
Das fundamental wichtige Recht auf freie Rede kann zu einer Gratwanderung werden – das zeigte der Verlauf dieser Podiumsdiskussion allzu deutlich. Wann endet die journalistische Verantwortung und wo beginnt die Freiheit des Wortes? Wie weit dürfen die Medien im Bestreben nach Transparenz, Information und Meinungsfreiheit gehen, ohne andere zu gefährden?
</p>
<p>
<b>„Nicht mundtot machen lassen“</b>
</p>
<p>
Durch die Veröffentlichungen von Portalen wie Wikileaks fühlen sich staatliche Einrichtungen angegriffen, doch die Stoßrichtung kann sich ändern, wie das medienwirksame Thema Cyberwar aktuell zeigt. Im Rahmen des Global Media Forums organisierte die Deutsche Welle einen Workshop, der sich mit Cyberattacken auf Menschenrechtsorganisationen befasste. Denn auch Regierungen bedienen sich der neuen Möglichkeiten, um an Informationen zu gelangen. „Nichtregierungsorganisationen müssen sich fast täglich damit auseinandersetzen, dass sie im Internet angegriffen werden.“ Das sagte Linda Poppe von <a href="http://www.survivalinternational.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Survival International</a>, einer Organisation, die sich für die Rechte indigener Völker einsetzt und deren Webseite unlängst attackiert wurde. Survival wolle sich jedoch nicht mundtot machen lassen. Die Diskussion machte das grundsätzliche Problem deutlich: „Je kleiner eine NGO ist, desto häufiger kommt es vor, dass sie angegriffen wird, weil das öffentliche Interesse daran nicht sehr groß und das technische Equipment nicht sehr ausgefeilt ist.“ Doch ohne Internet gehe eben gar nichts mehr, ist Linda Poppe überzeugt: „Es ist das zentrale Medium, um Öffentlichkeit herzustellen.“
</p>
<p>
Allerdings warnte Internetaktivist <a href="http://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Beckedahl</a> davor, sich deshalb in eine zu starke Abhängigkeit von den großen Sozialen Medien zu begeben. Dies biete einerseits viele Vorteile, andererseits berge es manche Risiken. So hätten Sicherheitsbehörden in der arabischen Welt über sie zu Demonstrationen eingeladen, wobei die Teilnehmer anschließend inhaftiert worden seien.
</p>
<p>
<b>Bloggen für Freiheitsrechte</b>
</p>
<p>
<b></b>Mit der Existenz der neuen Medien und ihrer scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten verschwimmen auch die Grenzen zwischen Journalisten und Publizisten. Dies lässt sich in der arabischen Welt beobachten, wo der Begriff der Meinungsvielfalt häufig ein Fremdwort ist. In diese Lücke springen engagierte Blogger. Um sie zu unterstützen und ihr Engagement öffentlich zu machen, hat die Deutsche Welle den <a href="http://thebobs.dw-world.de/en/category/start/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BOBs Award </a>ins Leben gerufen, mit dem herausragende Blogs ausgezeichnet werden. Traditionell wird die Verleihung im Rahmen des Global Media Forum vorgenommen. In diesem Jahr heißt die Preisträgerin Lina Ben Mhenni. Die 28-jährige Dozentin an der Universität Tunis schreibt in ihrem <a href="http://atunisiangirl.blogspot.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> seit mehreren Jahren über die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in ihrem Land – auf Französisch, Englisch und Arabisch.
</p>
<p>
„Als ich sah, wie Menschen getötet wurden, war klar: Es gibt kein Zurück mehr“, erklärte sie bei der Preisverleihung. „Ich musste den Stimmen dieser Menschen und ihrer Familien Gehör verschaffen, damit sie nicht umsonst gestorben sind.“ Die Brutalität des Regimes in Tunesien sei für sie der wichtigste Grund gewesen, die Revolution über das Internet zu unterstützen. Allerdings sei die Revolution in erster Linie von Menschen gemacht worden, „die auf die Straße gingen und ihr Leben riskierten.“
</p>
<p>
Haben Medien die Aufgabe, Anwalt der Menschenrechte zu sein? So lautete die Kernfrage des Forums – die Antworten sind so vielschichtig wie der Themenkatalog selbst: Investigativer Journalismus sei essenziell, um Menschenrechtsverstöße aufzudecken, so Ingrid Deltenre (<a href="http://www.ebu.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Broadcasting Union</a>, EBU). Filmemacher <a href="http://www.facesoffreedom.goodweave.org/roberto-romano.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">U. Roberto Romano</a> hält dagegen, Medien seien nicht so ausgestattet, um in der erforderlichen Tiefe über wichtige Themen zu berichten. <a href="http://www.wernerhoyer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Werner Hoyer</a>, Staatsminister im Auswärtigen Amt, forderte abschließend: „Es ist wichtig, dass wir gerade dann, wenn autoritäre Systeme ökonomisch erfolgreich sind, die Menschenrechtsfrage immer wieder aufwerfen.“</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/menschenrechte-im-spiegel-der-medien-5299/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;The BOBs 2011&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/the-bobs-2011-5196/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/the-bobs-2011-5196/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simone Schiedchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 13:06:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[The BOBs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/the-bobs-2011-5196/</guid>

					<description><![CDATA[<a href="http://atunisiangirl.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/bob_rnd.jpg" align="left" height="86" width="99" /></a>Heute hat die <a href="http://www.dw-world.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle</a> den internationalen Blog-Preis &#34;The BOBs&#34; verliehen. Sieger ist das Blog &#34;A Tunisian Girl&#34; (&#34;Ein tunesisches Mädchen&#34;)  der 27-jährigen Bloggerin Lina Ben Mhenni. <br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://atunisiangirl.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/bob_rnd.jpg" align="left" height="86" width="99" /></a>Heute hat die <a href="http://www.dw-world.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle</a> den internationalen Blog-Preis &quot;The BOBs&quot; verliehen. Sieger ist das Blog &quot;A Tunisian Girl&quot; (&quot;Ein tunesisches Mädchen&quot;)  der 27-jährigen Bloggerin Lina Ben Mhenni. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Lina Ben Mhenni, Dozentin an der Universität von Tunis, bloggt bereits seit mehreren Jahren<br />
auf Französisch, Englisch und Arabisch über die gesellschaftlichen und<br />
politischen Entwicklungen in ihrem Land. Unter der Regierung von Präsident Ben Ali<br />
schrieb sie über Zensur und Unterdrückung und begleitet seit dem<br />
politischen Umbruch den Weg Tunesiens hin zur Demokratie.
</p>
<p>
Seit 2004 verleiht die Deutsche Welle den internationalen Blog-Award &quot;<a href="http://thebobs.dw-world.de/de/category/start/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The BOBs</a>&quot;. Mit dem Preis werden herausragende Blogs ausgezeichnet, die das Internet als Kommunikationsplattform verstehen und damit einen öffentlichen Diskurs anregen. &quot;The BOBs&quot; will einen sprachübergreifenden Dialog, die freie Meinungsäußerung und den Einsatz für Menschenrechte im Internet  fördern. Mit über 2.100 Vorschlägen und über 90.000 abgegebenen Stimmen beim Online-Voting hat &quot;The BOBs&quot; in diesem Jahr große internationale Aufmerksamkeit gefunden.
</p>
<p>
Zentral für den diesjährigen Wettbewerb war die Beschäftigung der Blogger mit dem Thema Menschenrechte, gerade in Ländern eingeschränkter Medien- und Meinungsfreiheit, hebt  DW-Programmdirektor Christian Gramsch hervor.
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
Das von den Reportern ohne Grenzen (ROG) im März mit dem ROG-Netizen-Preis ausgezeichnete tunesische Blog &quot;<a href="http://24sur24.posterous.com/tag/sidibouzid" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nawaat</a>&quot; konnte sich in der User-Abstimmung der Kategorie &quot;Reporter ohne Grenzen&quot; nicht gegen das kollektiv redaktionelle Blog der russischen Zeitung &quot;<a href="http://novayagazeta.livejournal.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Novaya Gazeta</a>&quot; durchsetzen. Gegenüber politik-digital.de sagte ROG-Sprecherin Anja Viohl, es sei wenig<br />
überraschend, dass die Zeitung ausgezeichnet wurde, da sie über<br />
die Ländergrenzen Russlands hinaus bekannt und renommiert sei. Erst<br />
vor kurzem gab es wieder einen Cyberangriff auf das Blog, um damit<br />
den Zugang zu blockieren und Kritik zu unterdrücken. In Russland ist in Zukunft mit zunehmenden Online-Repressionen zu rechnen.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/the-bobs-2011-5196/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
