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	<title>Deutschland.de &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Deutschland.de &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Antworten auf Kritik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandportal]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf die Kritik am 
            Deutschland-Portal antwortet Redaktionsleiterin Dörte Miosga im Interview. Klare und offene Aussagen wechseln sich mit verblüffenden und verschwiegenen Antworten ab. Die mit der Entwicklung und dem Betrieb des Deutschland-Portals deutschland.de beauftragte ARGE deutschland.de ist eine Kooperation der 
            T-Systems und 
            Ponton-Lab GmbH. Entsprechend sei das Portal kein Regierungs- oder E-Government-Portal, sagt sie.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die Kritik am<br />
            <a href="http://www.deutschland.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland-Portal</a> antwortet Redaktionsleiterin Dörte Miosga im Interview. Klare und offene Aussagen wechseln sich mit verblüffenden und verschwiegenen Antworten ab. Die mit der Entwicklung und dem Betrieb des Deutschland-Portals deutschland.de beauftragte ARGE deutschland.de ist eine Kooperation der<br />
            <a href="http://www.t-systems.de/TSI/cda/index_frame/1,3540,1733-42,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T-Systems</a> und<br />
            <a href="http://www.ponton-lab.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ponton-Lab</a> GmbH. Entsprechend sei das Portal kein Regierungs- oder E-Government-Portal, sagt sie.<!--break-->
          </p>
<p>
          <strong>politik-digital:</strong> Kritisiert wird die fehlende Ausrichtung an User-Bedürfnissen. Beispielsweise wird eine Überbewertung von Internet-Seiten der Ministerien kritisiert. Welche ausländischen Touristen möchten die Seite des Bundesverkehrsministeriums besuchen, die in der Rubrik Tourismus „Transport und Verkehr“ aufgelistet ist, wenn zudem die Seite nur in deutsch vorliegt?</p>
<p>
          <strong>Dörte Miosga:</strong> Zum jetzigen Zeitpunkt sind auf deutschland.de 1100 Websites in 9 Hauptrubriken vertreten. Insgesamt listen wir 13 Ministerien (1,2 Prozent), darüber hinaus an staatlichen Einrichtungen, Länder- und Städteportalen etwa 100 (9 Prozent). Wenn die Website von Ministerien außer in der Rubrik &#8220;Staat&#8221; an prominenter Stelle stehen, liegt das an der Qualität der Information und dem Fehlen von Alternativen.</p>
<p>
          <strong>politik-digital:</strong> Es fehlt eine klarere Strukturierung nach dem Lebenslagenprinzip. Warum wird nicht nach solchen Gruppen unterscheiden? Das kanadische Bundesportal beispielsweise unterscheidet zwischen Services for Canadians, Services for Non-Canadians und Services for Canadian Business?</p>
<p>
          <strong>Dörte Miosga:</strong> Beim Deutschland-Portal haben wir uns für eine Navigation nach Haupt- und Unterrubriken sowie nach Themen entschieden. Darüber hinaus bieten wir eine Suche und eine Detailsuche. Internationalen Vorbildcharakter besitzt das kanadische Portal, bei welchem vorab die verschiedenen Nutzergruppen nach ihren Erwartungen befragt wurden. Das<br />
          <a href="http://www.canada.gc.ca" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kanadische Portal</a> ist ein Regierungsportal, während die Regierung im Deutschland-Portal nur in einer von 9 Hauptrubriken vertreten ist. Daher sind die beiden Sites nicht miteinander vergleichbar. Eine ständige Auswertung der Such- sowie der Callcenter-Anfragen beeinflusst die weitere Strukturierung des Deutschland-Portals. Vergleicht man dennoch die beiden Portale, braucht man beim kanadischen Bundesportal als deutscher Student 7 Klicks bis zu dem Menupunkt &#8220;Stipendien&#8221; und dann gibt es das Angebot leider doch nicht auf deutsch. Auf deutschland.de braucht der ausländische Studierende 1 Klick auf &#8220;Lehre und Studium&#8221; direkt von der Startseite aus. Soviel zur Nutzerführung.</p>
<p>
          <br />
          <strong>politik-digital:</strong> Sie haben einen Beirat, der die Redaktion berät, aber wie ist dieser Beirat gewählt worden und von wem?</p>
<p>
          <strong>Dörte Miosga:</strong> Der Beirat, von der ARGE deutschland.de gewählt, berät ab Beginn nächsten Jahres die Redaktion in Fragen der Vollständigkeit, der Ausgewogenheit und in Streitfragen. Mitglieder des Beirats sind u.a. Peter Hausmann und Blixa Bargeld. Weitere Angaben zum Beirat machen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht.</p>
<p>
          <strong>politik-digital:</strong> Auch fehlen meiner Meinung nach die im eGovernment eingeforderten Möglichkeiten zur Bürgerpartizipation, Stichwort eDemocracy. Warum gibt es Beispielsweise keinen Hinweis auf Diskussionsforen oder Sprechstunden (Chatrooms), in denen die Bürger ihre Meinung äussern können?</p>
<p>
          <strong>Dörte Miosga:</strong> Als &#8220;Portal der Portale&#8221; verlinkt deutschland.de auf Bürgerportale, z.B.<br />
          <a href="http://www.bundesrepublik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bundesrepublik.org</a> oder &#8221;<br />
          <a href="http://www.buerger-fuer-buerger.de/index1.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürger für Bürger</a>&#8220;.</p>
<p>
          <strong>politik-digital:</strong> Zwar gibt es ein eMail Callcenter, aber warum keine zentrale Telefonnummer, unter der jeder die passenden Ansprechpartner für sein Anliegen genannt bekommt oder dorthin verbunden werden könnte? Die Stadt Duisburg hat für ein solches Call Center gerade einen renomierten eGovernment Preis gewonnen. Kann die Stadt Duisburg sich etwas leisten, was sich deutschland.de nicht finanziell leisten kann?</p>
<p>
          <strong>Dörte Miosga:</strong> Beim Deutschland-Portal haben wir uns für ein fünfsprachiges E-Mail-Callcenter entschieden, weil so Anfragen aus dem In- und besonders aus dem Ausland ohne Rücksicht auf Zeitzonen preisgünstig gestellt werden können. Darüber hinaus enthält die zeitversetzte Kommunikation über Mail die Möglichkeit, Antworten innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu recherchieren und in der jeweiligen Landessprache zu bearbeiten. Und schließlich liegt die Antwort dem Benutzer schriftlich vor.</p>
<p>
          <strong>politik-digital:</strong> Warum gibt es keine Umleitung (engl. Redirect) auf ähnliche Domainnamen wie z.B. deutschland.gov, org, com usw. auf deutschland.de? Das gilt besonders für die fremdsprachlichen Bezeichnungen wie germany?</p>
<p>
          <strong>Dörte Miosga:</strong> Sofern die Domains im Einflussbereich des Auftraggebers liegen, werden sie auf das Deutschland-Portal verlinkt. Bestandteil des Portals ist darüber hinaus die Marke &#8220;deutschland.de&#8221;, entsprechend wird hier natürlich auf einen einzigen und nicht mehrere Namen fokussiert.</p>
<p>
          <strong>politik-digital:</strong> Wie lange läuft der Vertrag mit dem<br />
          <a href="http://www.bundesregierung.de/Regierung/-,1847/Bundespresseamt.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundespresseamt</a> (BPA), gab es eine Ausschreibung und welches Volumen hat der Vertrag?</p>
<p>
          <strong>Dörte Miosga:</strong> In 2000/2001 gab es eine Ausschreibung für deutschland.de. Die ARGE deutschland.de erhielt den Zuschlag. Weitere Vertragsinhalte sind nicht öffentlich<br />
          </p>
<p>
          <strong>politik-digital.de:</strong> Vielen Dank für das Interview.</p>
<p>
            
          </p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Behördenschnelligkeit im Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[rstreicher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[
                  Friedhelm Kruse, Manager bei hamburg.de, berichtet von der ersten Idee bis zum Start des Portals deutschland.de. Er entwirft hierbei ein kritisches Bild des gegenwärtigen Webauftritts und zeigt Verbesserungspotentiale auf.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Friedhelm Kruse, Manager bei hamburg.de, berichtet von der ersten Idee bis zum Start des Portals deutschland.de. Er entwirft hierbei ein kritisches Bild des gegenwärtigen Webauftritts und zeigt Verbesserungspotentiale auf.<!--break--><br />
                  <strong><br />
                    <br />
                  </strong><br />
                  </p>
<p>
                  <strong>politik-digital.de:</strong> Wie entstand die Idee zu &#8221;<br />
                  <a href="http://www.deutschland.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutschland.de</a>&#8220;?</p>
<p>
                  <strong>Friedhelm Kruse:</strong> Aus meinen Erfahrungen seit 1995 für das Bundesland Hamburg beim Entwurf, dem Aufbau und dem Betrieb der „<br />
                  <a href="http://dibis.dufa.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Direkten Bürger-Information-Services</a>“ „DiBIS®“ und des Internetauftritts „<br />
                  <a href="http://www.hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hamburg.de</a>“. Dabei entstand sehr schnell die Idee einer „zentralen Anlaufstelle für ausländische Interessierte an Deutschland“ im Internet, denn wir bekamen beim E-Mail-Service von DiBIS® zahlreiche Anfragen, die über rein hamburgische Themen hinausgingen. Letztlich gab die Nachfrage der User den Ausschlag für die Idee. Hinzu kam nach der Wiedervereinigung in Deutschland die klar zu beobachtende Tendenz, den Begriff „deutsch“ mehr zu betonen: Deutsche Post, Deutsche Bahn oder beispielsweise bei der Fußball WM 2002 in der Nachrichtensprache: Deutschland wurde Vizeweltmeister, nicht die Bundesrepublik Deutschland. Dieser Begriff ist zwar verfassungsrechtlich klar gesetzt, spielt aber für die meisten Menschen in der alltäglichen Praxis keine Rolle. Deutschland nennt man endlich wieder Deutschland.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital.de:</strong> Von der ersten Idee bis zum potentiellen Start am ersten September sind ja nun vier Jahre vergangen. Was ist in der Zeit passiert?</p>
<p>
                  <strong>Friedhelm Kruse:</strong> Ich machte im Oktober 1998 erstmals in einer Sitzung der Presseabteilung des Deutschen Bundestages in Bonn zusammen mit einem Vertreter des Deutschen Städtetages den Vorschlag,<br />
                  <a href="http://www.deutschland.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutschland.de</a> zu gründen und zu betreiben, wohlwissend, dass es Vorbilder in der ganzen Welt noch nicht gab. Ein Novum wurde damit diskutiert. Doch die damaligen Gesprächspartner, die Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl in Bonn und die sonstigen Beteiligten wollten nichts davon wissen. Es gab keinerlei Bewußtseinsbildung bei den Gesprächsteilnehmern, wirklichen Service online anzubieten, sondern dachte nur in Organisationszuständigkeiten der (eigenen) Bundesbehörde(n). So etwas ist aber der Informations-Tod für inländische wie auswärtige User. Außerdem wurde erschreckend klar, dass für das Thema Internet und Service niemand wirklich zuständig war. Dies änderte sich erst mühsam im Herbst 1999. Es entstanden nun die ersten intensiveren Kontakte zu den anderen Bundesländern und zum<br />
                  <a href="http://www.bundesregierung.de/Regierung/-,1847/Bundespresseamt.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundespresseamt</a> (BPA), das ja direkt dem Kanzleramt zuarbeitet. Vom Herbst 1999 bis zum Eröffnungszeitpunkt im September 2002 sind allerdings wieder drei Jahre in einer schnelllebigen und auf Aktualität ausgerichteten Internetzeit vergangen. Leider ist dieser Zeitraum für „Behördenschnelligkeit“ auch im Internetzeitalter „normal“, ohne dass irgendjemand ein schlechtes Gewissen bekommt. Das Denken in Legislaturperioden fühlt sich einfach anders an, als wenn man Marketing mit Ausrichtung auf Kundenwünsche betreibt. Nicht umsonst hat bei den meisten Usern Bürokratie einen eindeutigen und anderen Beigeschmack.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital.de:</strong> Wie kam es, dass Sie „Ihr Projekt“ abgegeben haben?</p>
<p>
                  <strong>Friedhelm Kruse:</strong> Das Land Hamburg fühlte sich, nachdem es die Startidee und die ersten, mehrfachen Anstöße und Konzeptionsvorschläge geliefert hatte, für die Realisierung von „deutschland.de nicht mehr alleine zuständig“. Es wurden von Hamburg auch die Bundesländer teil-aktiviert und als dann die Federführung durch das BPA ab Mitte 2000 von alleine immer klarer wurde, lehnten sich viele Bundesländer dankbar zurück, da es natürlich auch immer um die Frage der gemeinsamen Finanzierung gegangen war. Solche fiskalischen Diskussionen bremsen dann sehr schnell jedes Engagement in den Bundesländern schlagartig. Hinzu kam die Tatsache, dass die Adresse deutschland.de in „fremder Hand“ war und eine juristische Auseinandersetzung unter Federführung des Bundes vermutlich bessere Erfolgschancen hatte, als wenn die Gemeinschaft der Länder hier vorgegangen wäre. Es sind aber durchaus Vorschläge aus dem ersten (hamburgischen) Konzept durch das BPA übernommen worden, so auch die einfache Navigation nach Kategorien (ursprünglich in sechs Bereichen, die jetzt schon zu 9 angewachsen sind) und die Einrichtung eines E-Mail-Services („Formular Kontakt“). Verzichtet wurde allerdings auf die Nennung der wirklichen Ideengeber (<br />
                  <a href="http://www.deutschland.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Impressum</a>). Deutschland.de wurde zum alleinigen, selbst initiierten Projekt des BPA; hier jedoch stimmt eben die historische Wahrheit nicht mehr. Scheinbar ist es aus der Sicht des BPA nicht einfach, auch Länderinitiativen als solche zu würdigen. Einen wirklichen Grund für diese „vornehme Verschwiegenheit“ vermag ich nicht zu erkennen, denn niemand will die inzwischen erfolgten Aktivitäten des BPA bis hin zum Start in irgendeiner Weise mindern.</p>
<p>                  <strong>politik-digital.de:</strong> Wie bewerten Sie das heutige Konzept und was ist dabei herausgekommen?</p>
<p>
                  <strong>Friedhelm Kruse:</strong> Was heute dabei herausgekommen ist, wollten wir vor vier Jahren auch schon auf die Beine stellen. Es gab damals sogar ein Angebot von hamburg.de auf eine Linksammlung dieser Art. Eine Mehrheit der Länder und das BPA waren dann sehr schnell für eine perfektere, größere &#8211; und damit teurere – und erkennbar verzögerte Lösung, so dass das Hamburger Erstangebot, das schnell und einfach umsetzbar gewesen wäre, keine Mehrheit fand. Ein gutes Argument des Bundespresseamtes war natürlich dann auch der Streit um den fremdbelegten Domainnamen. Es war allen klar, dass dieser juristische Streit Jahre dauern würde, und so kam es ja auch.<br />
                  <br />Trotzdem: Über den langen (Internet-)Zeitraum von vier Jahren ist insgesamt zu wenig passiert, weil zum Beispiel nie Druck aus dem Bundeskanzleramt gemacht wurde und sich ein für Verwaltungen typischer Selbstläuferprozess eingestellt hatte, der durch den juristischen Streit um den Domainnamen mental verstärkt wurde. Der strategisch wichtige und marketingmäßig wertvolle Ansatz der Internetadresse „deutschland.de“ für den Standort Deutschland wurde wohl von vielen verantwortlich Handelnden bisher nicht erkannt. Ein Alleinstellungsmerkmal im Vertrieb Deutschland wurde da eventuell verspielt bzw. kommt zeitlich zu spät.<br />
                  <br />Ziel von deutschland.de müßte es unbedingt sein, aus der Service-Wüste Deutschland durch Düngung mit guten Informationen und Anwendungen eine &#8216;Service-Oase&#8217; erblühen zu lassen. Das wäre die beste Standortpolitik.</p>
<p>Eine weitere Anmerkung: Die ähnlichen Domainnamen wie z.B. deutschland.gov, org, com usw. mit redirect auf deutschland.de werden wohl bis heute nicht ernsthaft zur Übernahme durch das BPA bearbeitet. Das gilt genauso für die fremdsprachlichen Bezeichnungen, wie germany. Es erstaunt immer wieder, wie einfach gesamtheitliche Dinge in ministeriellen Umgebungen plötzlich stoppen und nicht wirklich optimalen Lösungen zugeführt werden, obwohl man sie sehr klar sehen kann.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital.de:</strong> Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Kriterien für einen gelungenen Auftritt von deutschland.de, was wurde noch nicht ausreichend beachtet?</p>
<p>
                  <strong>Friedhelm Kruse:</strong> Deutschland muss unbedingt unter der einen Internet-Adresse, einer E-Mail-Adresse, beispielsweise Service-Line@deutschland.de und einer dazugehörigen Telefonnummer erreichbar sein. Der Zugang zu Deutschland ist im wahrsten Sinne ein sehr zentraler Punkt. Hierbei handelt es sich um aktives Marketing, nämlich die konsequente Ausrichtung auf User-Bedürfnisse. Die Frage sei jedoch erlaubt: Kann behördliche Planung wirklich marketingreife Angebote produzieren? Beim jetzigen Konzept von deutschland.de ist zwar von T-Systems ein E-Mail-(Call)-Center vorgesehen, doch reicht das nicht aus, da die Telefonnummer des Call-Centers fehlt. Sie ist im Moment nicht gewollt! Ganz oft stehen User vor Problemen, bei denen Links einfach nicht weiterhelfen können. Wünschenswert wäre also eine einfache Telefonnummer, zum Beispiel +49 49 49 oder 00800 49, unter der jeder User die passenden Ansprechpartner für sein Anliegen genannt bekommt (oder sogar dorthin verbunden werden könnte). Dies ist so wichtig, weil vor allem auswärtige User die Strukturen der deutschen Verwaltung und deren Zuständigkeiten nicht kennen – deutsche Bürger aber oft auch nicht.</p>
<p>Im vorliegenden Angebot liegt außerdem eine klare Überbewertung von Internet-Seiten der Ministerien vor. Unter fast allen Rubriken werden an erster Stelle Ministerien aufgeführt. Auch wenn es weh tut: Das Interesse an ministeriellen Angeboten und auch an Politik hält sich bei den Normalbürgern nun einmal in Grenzen.<br />
                  <br />Die Erfahrungen zeigen aber, dass Interessenten aus dem Ausland vor allem die Bereiche Tourismus, Kultur und Wirtschaft und Services suchen. In diesem Zusammenhang wäre eventuell auch zu überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, die Bereiche „Kultur“ und „Tourismus“ in einem gemeinsamen Bereich zu bündeln (Kultour), da sich z.B. Theaterbesucher gar nicht in Touristen oder Bürger der gleichen Region trennen lassen; sie tun beide das gleiche.<br />
                  <br />Auch braucht deutschland.de unbedingt eine Rubrik Services. Neben den bereits angedachten Webcams (unter der Rubrik Tourismus gibt es zwar die Kategorie webcams: diese enthält aber keine Verlinkungen mit webcams, sondern nur fixe Bilder von verschiedenen deutschen Standorten) wäre es sehr angebracht, Informationen über das Wetter, die Verkehrslage oder deutschlandweite Fahrplanauskünfte (DELFI, ab Januar 2003 online) gleich auf der Startseite zur Verfügung zu stellen. Das ist schließlich das, was ausländische Gäste an Deutschland interessiert, wenn sie sich beispielsweise eine Fahrt durch Deutschland überlegen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital.de:</strong> Wo liegt die größte Herausforderung für das Projekt deutschland.de?</p>
<p>
                  <strong>Friedhelm Kruse:</strong> Die größte Herausforderung wird sicherlich sein, das Versprochene zu realisieren: die Kritiken der User ernst zu nehmen und in Veränderungen des Angebots umzusetzen. Dies könnte mit politischen Zielvorstellungen kollidieren, doch handelt es sich bei deutschland.de ja nicht um eine regierungseigene Seite, sondern um eine regierungsferne. Des weiteren muss die (staatliche?) Finanzierung langfristig abgesichert werden. Im Falle der Bereitstellung ausreichender finanzieller Mittel könnte das Angebot auch noch in erheblich mehr Sprachen verfügbar gemacht werden.<br />
                  <br />Ein „Runder Tisch“ innerhalb Deutschlands wäre ebenfalls anzudenken. Hier könnten sich Vertreter der Bundesländer, der Wirtschaft, der Wirtschaftsförderer und verschiedener gesellschaftlicher Gruppen gemeinsam über das Konzept von deutschland.de unterhalten und sicher auf Dauer auch einen Konsens finden. Schließlich sollte deutschland.de auch vielen Bundesländern als Vorbild dienen (Verbesserung der Content-Organisation im Internetangebot). Außerdem würde ich es sehr begrüßen, wenn auf verschiedenen Gebieten Kooperationen zwischen den Ländern entstünden. Eines davon wäre der Bereich Veranstaltungen. Hier gibt es bisher eine große Anzahl kleiner Anbieter, was fehlt ist eine zentrale, topaktuelle Veranstaltungsorganisation für Deutschland mit einem einfachen Ticketverkauf.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital.de:</strong> Ein Blick in die Zukunft von deutschland.de. Was wäre eine sinnvolle Weiterentwicklung?</p>
<p>
                  <strong>Friedhelm Kruse:</strong> Ein wirklicher Ausblick: Irgendwann (oder eigentlich doch bald) müsste ein solches Angebot dann auf die gesamte EU ausgeweitet werden (europe.eu). Momentan fehlt bei vielen Verantwortlichen einfach noch das übergeordnete Denken. Dabei würden mehr und notwendige Kooperationen vor allem den Kunden nutzen. Wie plant ein Australier, ein Japaner oder US-Bürger denn seine Reisen? Er fährt doch nicht durch Deutschland, sondern besucht Europa, heute Paris, morgen London, übermorgen Berlin, Dresden und Wien! Versuchen Sie einmal, die notwendigen Informationen im Internet zu sammeln. Das könnte leicht länger dauern, als die Reise selbst.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital.de:</strong> Ich bedanke mich für das Interview.</p>
<p>Friedhelm Kruse ist Manager der<br />
                  <a href="http://www.hamburg.de/Dibis/form/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Direkten-Bürger-Informations-Services</a><br />
                  <br />(DiBIS®) bei hamburg.de Gmbh &amp; Co. KG.</p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Marketing für Deutschland</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-bund-dtl4-shtml-2827/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Nov 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie sehen die Macher von deutschland.de ihr Werk? Im Interview mit politik-digital.de spricht Ira Debou, Betriebsführerin der projektleitenden Ponton-Lab GmbH über den internationalen Vorbildcharakter des neuen Metaportals.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sehen die Macher von deutschland.de ihr Werk? Im Interview mit politik-digital.de spricht Ira Debou, Betriebsführerin der projektleitenden Ponton-Lab GmbH über den internationalen Vorbildcharakter des neuen Metaportals.<!--break-->
          </p>
<p>
          <strong>politik-digital.de:</strong> Was wird<br />
          <a href="http://www.deutschland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutschland.de</a> beinhalten?</p>
<p>          <strong>Ira Debou:</strong> Besucher der Seite sollen schnell und einfach zu relevanten Informationen gelangen. Als „Portal der Portale“ haben wir dazu etwa 1.100 Links gesammelt, überprüft und kommentiert. Sie sind aufgeteilt in die Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft, Staat, Tourismus, Sport, Kultur Bildung, Gesundheit und Medien. Darüber hinaus befindet sind das Portal im Ausbau und wird maximal 2.000 Links enthalten. Das heißt, auf deutschland.de bekommen interessierte User je nach Lebenslage wichtige Erstinformationen über andere Portale und können so entscheiden, ob sie auf den beschriebenen Links das finden, was sie suchen. Sämtliche Inhalte werden außerdem auf fünf verschiedenen Sprachen zugänglich sein.</p>
<p>          <strong>politik-digital.de:</strong> „Portal der Portale“ – was heißt das genau?<br />
          <br />
          <strong><br />
          <br />Ira Debou:</strong> Ein Portal sollte Tür und Tor öffnen zu einem möglichst breiten Themenspektrum. Als Meta-Portal erleichtern wir den ersten Schritt bei der Internet-Recherche, die Suche nach geeigneten Portalen. Einige sogenannte „Portale“ betreiben Etikettenschwindel, da sie nur über Angebote zu einem relativ engen Themenbereich verfügen.<br />
          <br /> <br />
          <strong><br />
          <br />politik-digital.de:</strong> Wie garantieren Sie die angeblich hohe Qualität Ihrer Links?</p>
<p>          <strong>Ira Debou:</strong> Die angegebenen Links auf der Seite wurden mehrfach auf verschiedene Kriterien hin überprüft. Zum Beispiel haben wir darauf geachtet, dass die Portale nicht zu viel Werbung auf ihre Seiten schalten. Mit allen Betreibern der Homepages, auf die wir verweisen werden, haben wir Kontakt aufgenommen. Wir hoffen natürlich darauf, dass die Verlinkung als eine Art Auszeichnung angesehen wird und andere Portale anspornt, sich zu verbessern.</p>
<p>          <strong>politik-digital.de:</strong> Welche Zielgruppe soll vornehmlich angesprochen werden?</p>
<p>          <strong>Ira Debou:</strong> Eine große Zielgruppe bilden Interessenten aus dem Ausland, schließlich ist die Homepage ganz klar ein Marketinginstrument, das die Marke deutschland.de im Ausland verkaufen soll. Prinzipiell aber beschränken wir uns keinesfalls nur auf Informationen für Ausländer oder ausländische Touristen. Wenn eine amerikanische Studentin ein Referat über Deutschland halten muss soll ihr genauso weitergeholfen werden wie einem Inländer, der sich über Kulturangebote in Hintertupfingen informieren will.</p>
<p>          <strong>politik-digital.de:</strong> Was wäre passiert, wenn es Ende September zu einem Regierungswechsel gekommen wäre?</p>
<p>          <strong>Ira Debou:</strong> Gar nichts. deutschland.de ist ein selbständiges Marketing-Portal für Deutschland und völlig unabhängig von der Regierung was die Inhalte betrifft. Hier unterscheiden wir uns ganz klar von Domains wie<br />
          <a href="http://www.bundesregierung.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bundesregierung.de</a>, bei denen sich sicherlich einiges im Falle eines Regierungswechsels ändern wird.<br />
          <br /> <br />
          <strong><br />
          <br />politik-digital.de:</strong> Wer finanziert das Projekt und wer realisiert es im Detail?</p>
<p>          <strong>Ira Debou:</strong> Das Projekt wird vollständig vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung finanziert. Der Auftrag an die „ARGE deutschland.de“, einem Zusammenschluss von der<br />
          <a href="http://www.ponton-lab.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ponton-Lab GmbH</a> und<br />
          <a href="http://www.t-systems.de/TSI/cda/index_frame/1,3540,1733-42,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T-Systems</a>, läuft über mehrere Jahre. Wir von der Ponton-Lab GmbH sind das projektleitende Unternehmen und verantwortlich für Redaktion und Software. T-Systems kümmert sich um die Hardware wie z.B. die Wartung des Servers.<br />
          <br />
          <strong><br />
          <br />politik-digital.de:</strong> Gibt es vergleichbare Vorbilder im Ausland?<br />
          <br />
          <strong><br />
          <br />Ira Debou:</strong> Erstens gibt es relativ wenige Länder, die eine unter der Domain mit ihrem Ländernamen eine Seite betreiben. Zweitens spricht der Großteil dieser Seiten ausländische Touristen an. Auch die große Sprachenvielfalt ist ziemlich ungewöhnlich. Es gibt also momentan kein ernstzunehmendes Vorbild. Umgekehrt hoffen wir natürlich, Vorbild für ausländische Seiten zu werden.<br />
          </p>
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		<title>Zwischen Lüster und Laptop: deutschland.de jetzt online</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Sep 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von B wie Bildung bis W wie Wissenschaft. D wie Deutschland hat seit kurzem eine eigene Internetpräsenz.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von B wie Bildung bis W wie Wissenschaft. D wie Deutschland hat seit kurzem eine eigene Internetpräsenz.<!--break-->
          </p>
<p>Nach einem langwierigen Rechtsstreit und einer ersten Vorstellung auf der EXPO ging<br />
          <a href="http://www.deutschland.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutschland.de</a>, letzten Dienstag mit etwas Verspätung online. Schon im Sommer hätte die „Visitenkarte Deutschlands“ im Netz abrufbar sein sollen. Doch das Projekt verzögerte sich. Nun gab Bundespräsident Rau die Seite im Schloss Bellevue per Tastendruck zum Surfen frei.<br />
          <br />Was braucht Deutschland um seine Visitenkarte online zu setzen? Einen feierlichen Raum im Schloss Bellevue mit kristallenem Lüster, einen Screen, der dem Lüster in Größe nicht nachsteht, einen leicht von der Technik verunsicherten Bundespräsidenten und einen lustigen Jingle, der andeutet, dass nun auch gesurft werden kann. Der Rahmen der Eröffnung scheint zugleich auch Programm zu sein – nicht nur auf der Pressekonferenz, sondern auch auf der Seite selbst treffen Antiquiertes und Modernes aufeinander.</p>
<p>
          <strong><br />
          <img decoding="async" height="164" alt="http://www.deutschland.de" src="../weitere/deutschland_de.jpg" width="250" align="right" border="1" /> Deutschland von B bis W<br />
          <br /></strong>Was wissen Sie wirklich über Deutschland?<br />
          <br />Das zur Seite gehörige Promotionsmaterial hat unterschiedliche Antworten auf die Frage, die es sich selbst stellt. „136 Rechtschreibregeln, 11.267 Redewendungen, 115.324 Worte und 1 Portal, das alles sagt“ oder aber „35 TV Sender, 78 Frauenzeitschriften, 475 Tageszeitungen und 1 Portal, das alle informiert“.<br />
          <br />Man könnte auch antworten „9 Kategorien von B wie Bildung bis W wie Wissenschaft und ein Portal, das sie verlinkt“. Momentan präsentiert sich deutschland.de nämlich als reine Linksammlung. Die Links werden von einer drei köpfigen Redaktion recherchiert und kommentiert. Mehr als 2000 Links soll das Metaportal insgesamt jedoch nicht bekommen, da die Aufnahme ins Portal als Kennzeichen höchster Qualität und als Auszeichnung angesehen werden soll, so das Betreiberkonsortium ARGE deutschland.de in seinem Informationsmaterial. Da freut sich beispielsweise der<br />
          <a href="http://www.wildgehege-verband.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Wildgeheverband</a>, der als einer von zwei Links in der Rubrik Freizeitparks zu finden ist. Oder auch der<br />
          <a href="http://www.bauernverband.de/fr_top.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bauernverband</a>, der dank der alphabetischen Reihenfolge als Nummer zwei In der Kategorie „Unterkunft“ aufscheint, auf seiner Homepage auf den ersten Blick aber keine Unterkünfte anbietet.</p>
<p>
          <strong>Ein Portal mit Außenwirkung?<br />
          <br /></strong>Kommentare in fünf Sprachen stellen sicher, dass die Seite auch einem internationalen Publikum zugänglich ist. Eine Textversion stellt sicher, dass die Seite auch für Sehbehinderte gut lesbar ist. Leider ist der Löwenanteil jener Links, auf die das Portal verweist dann doch wieder in deutsch gehalten, was den Nutzen für den Spanier, Engländer, Franzosen und Russen, der auf der Seite muttersprachlich begrüßt wird deutlich schmälert. Interessant auch, dass vorerst noch keine türkische Version der Seite existiert, wenn man bedenkt, dass die türkische Community die größte Minderheit Deutschlands stellt.</p>
<p>
          <strong>Und in Zukunft?<br />
          <br /></strong>Auf der Pressekonferenz betonte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye, diese „virtuelle Visitenkarte“ fordere aktiv dazu auf, „Deutschland anzuschauen und zu erleben“. Sie sei die richtige Antwort auf „die weltweit wachsende Neugier“ an einem modernen und aufgeschlossenen Deutschland. Wie modern und aufgeschlossen sich Deutschland zeigen wird, wenn das Portal auf seine endgültigen 2000 Links angewachsen ist, bleibt noch abzuwarten. Über die Qualität der Seite und der Links soll ein 20 bis 30-köpfiger Beirat wachen, dem unter anderem auch der Sänger Blixa Bargeld und der ehemalige Regierungssprecher Peter Hausmann angehören. Momentan präsentiert sich vor allem die Tourismuskategorie eher angestaubt – deutsche Sommerfrische eben. Aber das Portal ist ja noch nicht fertig, und wie Deutschland verändert sich vielleicht auch<br />
          <a href="http://www.deutschland.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutschland.de</a></p>
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