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	<title>Die Linke &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Die Linke &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Schul-Spezial mit Gregor Gysi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2014 09:21:55 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Digitale Bürgersprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<category><![CDATA[tagesspiegel]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 5. November, diskutierte der Fraktionsvorsitzende von DIE LINKE, Gregor Gysi, in einer Spezialausgabe der Digitalen Bürgersprechstunde mit Schülerinnen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/gysiSchulenok.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-142786" alt="gysiSchulenok" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/gysiSchulenok.jpg" width="595" height="370" /></a>Am Mittwoch, den 5. November, diskutierte der Fraktionsvorsitzende von DIE LINKE, <a href="http://www.gregorgysi.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gregor Gysi</a>, in einer Spezialausgabe der Digitalen Bürgersprechstunde mit Schülerinnen und Schülern. Zwischen 10.30 und 11.00 Uhr beantwortete Gysi live die Fragen von Schülerinnen und Schülern der Beethoven-Schule in Berlin-Zehlendorf.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo" title="Schul-Spezial mit Gregor Gysi" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/7pkmDKeAFSo?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
<strong>Hier eine Übersicht der Fragen:</strong><br />
Hier ist eine Übersicht der gestellten Fragen inkl. Timestamps:<br />
Frage 1: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">02:06</a> Wie würden Sie die Partei Die Linke in drei Worten beschreiben?<br />
Frage 2: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">02:29</a> Was ist für Sie Glück?<br />
Frage 3: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">03:28</a> Was machen Sie da nach einem langen Freitagabend?<br />
Frage 4: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">04:32</a> Welche Maßnahmen müssten von Ihrer Partei getroffen werden um den Einfluss des IS in Deutschland zu bekämpfen?<br />
Frage 5: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">08:03</a> Ist der Islam eine Religion die dazu verleitet gewalttätig zu werden?<br />
Frage 6: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">11:50</a> Würden Sie die AfD eher als eine rechtsorientierte Partei einschätzen und wenn ja, weshalb hat sie so einen Erfolg im Osten Deutschlands?<br />
Frage 7: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">14:47</a> Sollte man die NPD verbieten?<br />
Frage 8: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">15:48</a> In der EU ist derzeit eine rechte Tendenz zu verzeichnen. Wie bewerten Sie diese?<br />
Frage 9: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">18:23</a> Die Regierungen der EU-Staaten haben also Mitschuld an den rechten Tendenzen?<br />
Frage 10: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">18:43</a> Sie waren Mitglied der SED. Bereuen Sie diese Mitgliedschaft und wie stehen Sie zu Ihrer Aussage die DDR sei kein Unrechtsstaat?<br />
Frage 11: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">23:00</a> Sie haben Gegner der SED in Ihrer Tätigkeit als Rechtsanwalt vertreten, zugleich waren Sie aber Mitglied in der SED. Wie ging das gleichzeitig?<br />
Frage 12: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">26:14</a> Wie sehen Sie die Rolle Deutschlands in künftigen Krisen, auch militärisch?<br />
Frage 13: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">28:12</a> Wie ist Ihre Meinung zum Freihandelsabkommen TTIP? Welche Aspekte sprechen dagegen?<br />
Frage 14: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">33:48</a> Wie gleichberechtigt müssen Berufe behandelt werden?<br />
Frage 15: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7pkmDKeAFSo#">35:18</a> Welche klassische Musik bevorzugen Sie und welchen Komponisten?<br />
<strong>Über die Spezialausgabe der Digitalen Bürgersprechstunde:</strong><br />
Kommunikation über das Internet gehört für Schülerinnen und Schüler mittlerweile zum Alltag – in ihrer Freizeit schreiben sie E-Mails auf dem Smartphone, pflegen ihre Profile bei Facebook &amp; Co. oder spielen mit ihren Freunden interaktive Games. Mit unserem Schul-Spezial der Digitalen Bürgersprechstunde geben wir ausgewählten Schulklassen die Möglichkeit, in einem digitalen Dialogformat auch über Politik zu diskutieren – und zwar mit gewählten Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Sind die Antworten unverständlich oder ausweichend, können die Schüler direkt nachhaken oder widersprechen. Wir freuen uns auf lebendige Gespräche über politische Themen, die junge Menschen interessieren.<br />
<a href="http://digitale-buergersprechstunde.de/bilder/2014/09/934942_10151404824557693_1507081490_n.jpg"><img decoding="async" class="alignleft" alt="" src="http://digitale-buergersprechstunde.de/bilder/2014/09/934942_10151404824557693_1507081490_n-300x200.jpg" width="300" height="200" /></a>In unserem ersten <a href="http://digitale-buergersprechstunde.de/gregor-gysi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schul-Spezial der Digitalen Bürgersprechstunde</a> hatten die Schülerinnen und Schüler der <a href="http://www.beethoven-schule.de/cms/front_content.php?idcat=21&amp;lang=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beethoven Schule</a> die Gelegenheit, ungefiltert und auf Augenhöhe ihre Themen mit Gregor Gysi zu diskutieren.<br />
&nbsp;<br />
<em>Gefördert wird die Spezialausgabe der Digitalaen Bürgersprechstunde durch die <a href="http://www.mabb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienanstalt Berlin-Brandenburg</a> (mabb)</em><br />
Bilder: <a href="https://www.flickr.com/photos/die_linke/sets/72157635559226165/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jakob Huber (Flickr Die Linke)</a> und <a href="https://www.facebook.com/gregor.gysi/photos_stream" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gregor Gysi (Facebook)</a></p>
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		<title>Digitale Bürgersprechstunde mit Dr. André Hahn (Die Linke)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2014 01:35:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bürgersprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Winterspiele 2014]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Donnerstag, den 20. Februar, war der Bundestagsabgeordnete und sportpolitische Sprecher der Linksfraktion Dr. André Hahn zu Gast in der Digitalen Bürgersprechstunde, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/digitale-buergersprechstunde-mit-dr-andre-hahn-die-linke/dbshahnneu/" rel="attachment wp-att-137336"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-137336" alt="dbshahnneu" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/dbshahnneu.jpg" width="647" height="433" /></a><strong>Am Donnerstag, den 20. Februar, </strong>war der Bundestagsabgeordnete und sportpolitische Sprecher der Linksfraktion <a href="http://www.andre-hahn.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. André Hahn</a> zu Gast in der Digitalen Bürgersprechstunde, die wir in Kooperation mit der <a href="http://www.sz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sächsischen Zeitung</a> organisiert haben. Auf bundespoltischer Ebene ging es in dem Gespräch u. a. um Homophobie im Sport, die olympischen Spiele in Sotchi, die Abstimmung zur Diätenerhöhung im Bundestag und seine Arbeit im <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/gremien/pkgr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">parlamentarischen Kontrollgremium.</a> Im Hinblick auf seinen Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, beantwortete Hahn Fragen zum Bahnlärm im Elbtal, die südliche Ortsumgehung in Pirna und den Rechtsextremismus in der Region.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=ZV4PyNqq4xA" title="Digitale Bürgersprechstunde mit Dr. André Hahn (Die Linke)" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/ZV4PyNqq4xA?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
<strong><span style="text-decoration: underline;color: #000000">Über den Wahlkreis von André Hahn | Nr. 158 Sächsische Schweiz-Osterzgebirge</span><br />
</strong><br />
Der Wahlkreis von André Hahn liegt im Freistaat Sachsen und erstreckt sich südlich von Dresden bis hin zur tschechischen Grenze. Die Region zeichnet sich unter anderem durch die Glashütter Uhrenindustrie sowie Stahl-, Papier- und Glaserzeugung aus. Auch das traditionelle Handwerk und die landwirtschaftliche Bewirtschaftung nehmen vor allem in den ländlichen Gebieten einen hohen Stellenwert ein. Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2013 lag bei 71%. Mit 50,2% aller Erststimmen bekam Klaus Brähmig (CDU) das Direktmandat. André Hahn bekam mit 19% die zweitmeisten Stimmen unter den Direktkandidaten.<br />
<span style="text-decoration: underline"><strong>Die bisherigen Ausgaben der Digitalen Bürgersprechstunde:</strong></span><br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/digitale-buergersprechstunde-mit-tabea-roessner-b%C2%B490die-gruenen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tabea Rößner (B´90/Die Grünen)</a></strong><br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/digitale-buergersprechstunde-mit-ruediger-kruse-cdu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rüdiger Kruse (CDU)</a></strong><br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/digitale-buergersprechstunde-mit-katrin-goering-eckardt-gruene/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Katrin Göring-Eckardt (B´90/ Die Grünen)</a></strong><br />
<strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=0UqulU-t9bM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Jarzombek (CDU)</a></strong><br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/digitale-buergersprechstunde-mit-halina-wawzyniak-die-linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Halina Wawzyniak (Die Linke)</a></strong><br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/digitale-buergersprechstunde-mit-dr-konstantin-von-notz-gruene/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Konstantin von Notz (Grüne)</a></strong><br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/digitale-buergersprechstunde-mit-dr-konstantin-von-notz-gruene/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Eva Högl (SPD)</a>  </strong><br />
&nbsp;<br />
<span style="text-decoration: underline"><strong>Die nächsten Termine für die Digitale Bürgersprechstunde 2014:</strong></span><br />
<strong>Mittwoch, 26. Februar</strong>, 18-18.45 Uhr: <a href="http://www.christina-schwarzer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christina Schwarzer</a> <strong>(CDU)</strong>, Berlin Neukölln<br />
<strong>Donnerstag, 6. März, </strong>17-17.45 Uhr: <a href="http://www.ulrich-kelber.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ulrich Kelber</a><strong> (SPD)</strong>,<strong> </strong>Bonn<br />
<strong>Montag, 10.März</strong>, 17.30-18.15 Uhr: <a href="http://www.tobias-lindner.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Tobias Linder</a> <strong>(B´90/Die Grünen),</strong> Südpfalz<br />
<strong>Mittwoch, 19.März,</strong> 17.30-18.15Uhr: <a href="http://www.christina-kampmann.de/html/-1/welcome/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christina Kampmann</a> <strong>(SPD)</strong>, Bielefeld-Gütersloh II<br />
[contact-form to=&#8217;buergersprechstunde@politik-digital.de&#8217; subject=&#8217;Digitale Bürgersprechstunde Frage&#8217;][contact-field label=&#8217;Name&#8217; type=&#8217;name&#8217; required=&#8217;1&#8217;/][contact-field label=&#8217;E-Mail&#8217; type=&#8217;email&#8217; required=&#8217;1&#8217;/][contact-field label=&#8217;Thema&#8217; type=&#8217;text&#8217;/][contact-field label=&#8217;Ihre Frage&#8217; type=&#8217;textarea&#8217; required=&#8217;1&#8217;/][/contact-form]<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Petra Sitte: „Die Wahrung von Grundrechten bleibt nicht vor den Türen deutscher Geheimdienste stehen.“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2014 15:32:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[NSA-Affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Parlamentarische Aufklärung]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Grundrechte]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Überwachung]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach der Bundestagsdebatte um ein No-Spy-Abkommen mit den USA beantragte die Opposition einen Untersuchungsausschuss zur parlamentarischen Aufarbeitung der NSA-Affäre. Am [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/9672560890_9c7d352354_z.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-137115" alt="9672560890_9c7d352354_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/9672560890_9c7d352354_z-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a><br />
Nach der Bundestagsdebatte um ein No-Spy-Abkommen mit den USA beantragte die Opposition einen Untersuchungsausschuss zur parlamentarischen Aufarbeitung der NSA-Affäre. Am 31. 01. 2014 hat nun die Regierungskoalition dazu einen eigenen Vorschlag vorgelegt. Was in einem solchen Untersuchungsausschuss verhandelt werden sollte und wie weitreichend der Vorschlag der Großen Koalition ist, erklärte die parlamentarische Geschäftsführerin der Links-Fraktion, Petra Sitte, politik-digital.de im Interview.<br />
<strong><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </strong><em>Am 31. Januar hat die <a href="http://www.spdfrak.de/themen/koalition-legt-vorschlag-f%C3%BCr-nsa-u-ausschuss-vor" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Große Koalition</a> einen <a href="http://www.spdfrak.de/sites/default/files/14-01-30_vorschlag-koa-untersuchungsauftrag-nsa.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorschlag</a> zur Einsetzung eines NSA-Untersuchungsausschusses vorgelegt. Wie schätzen Sie diesen Vorschlag generell ein? Welche Kritikpunkte gibt es aus Ihrer Sicht?</em><br />
<strong>Petra Sitte: </strong>Zunächst ist es kein guter parlamentarischer Stil, auf einen bereits Tage zuvor vorgelegten <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/004/1800420.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oppositionsvorschlag</a> samt Gesprächsangebot mit einem eigenen Entwurf zu antworten. Dieser könnte nämlich auch als Gegenantrag verstanden werden. Ich verstehe solch ein Vorgehen gerade auch angesichts der schwelenden Auseinandersetzung um die Minderheitenrechte als machtpolitisches Statement der Koalition.<br />
Inhaltlich fällt vor allem auf, dass die Verantwortung der Bundesregierung weitgehend außen vor bleibt. Das fängt beim Stichtag 11. September 2001 an, obwohl einige der Programme schon lange vorher liefen. Das geht weiter, wenn man die Frage der Beteiligung deutscher Dienste an einem möglichen Ringtausch von Daten außen vor lässt. Und auch die Frage der Unterstützung eines „Geheimen Krieges“ durch deutsche Stellen will die Koalition nicht untersuchen lassen.<br />
Gut finde ich hingegen, dass sie den Bereich Wirtschaftsspionage genauer ausführt und den Begriff der Überwachung treffender spezifiziert: als Erfassung, Speicherung und Kontrolle von Daten.<br />
<figure id="attachment_137084" aria-describedby="caption-attachment-137084" style="width: 177px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/PS.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-137084 " title="Petra Sitte" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/PS-305x293.jpg" width="177" height="171" /></a><figcaption id="caption-attachment-137084" class="wp-caption-text">Petra Sitte ist parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag.</figcaption></figure><br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Zu Punkt I. des Vorschlags: Kann ein Untersuchungsausschuss über Geheimdienste wie die NSA oder den GCHQ die nötige Aufklärung bringen, die die Öffentlichkeit – Bürgerinnen und Bürger sowie Medien – sich wünschen?<br />
</em><br />
<strong>Sitte: </strong>Das hängt davon ab, wieviel Öffentlichkeit und Transparenz bei Aufklärung zugelassen wird. Niemandem ist geholfen, wenn ein paar Abgeordnete in nichtöffentlicher Sitzung etwas erfahren, aber zum Stillschweigen verpflichtet werden. Und zum zweiten muss auch die Verantwortung der deutschen Geheimdienste und der Regierung auf den Tisch. Einerseits, weil sie selbst an Überwachungsmaßnahmen beteiligt sein könnten. Andererseits, weil sie seit fast einem Jahr nichts zur Aufklärung dieser Affäre beigetragen haben.<br />
Hinzu kommt, das sich Oppositions- und Koalitionsfraktionen auf Rechte der Zeugenbefragung und Redezeiten für den Untersuchungsausschuss einigen müssten. Auch davon hängt die Untersuchungstiefe ab.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Zu Punkt II. des Vorschlags: Denken Sie, dass der Ausschuss Aufklärung darüber bringen wird, inwiefern die NSA und der BND eng zusammen gearbeitet haben bzw. noch zusammen arbeiten?</em><br />
<strong>Sitte: </strong>Das hoffen wir. Voraussetzung ist, dass diese Frage auch explizit im Untersuchungsauftrag vermerkt wird und dass die bisherige Geheimnistuerei rund um die deutschen Dienste aufhört. Die Wahrung von Grundrechten bleibt nicht vor den Türen deutscher Geheimdienste stehen.<br />
<strong><em>politik-digital.de: </em></strong><em>Zu Punkt III. des Vorschlags: Halten Sie es für möglich, dass die Bundesrepublik, auf Basis von Vorschlägen des Untersuchungsausschusses, Maßnahmen für den Schutz der Privatsphäre ergreifen wird, die die Sicherung dieser verfassungsrechtlichen Grundrechte gewährleisten?</em><strong><em><br />
</em></strong><br />
<strong>Sitte: </strong>Ja, wir müssen fragen, welche Rechtsvorschriften genau durch die Überwachungsmaßnahmen gebrochen wurden und welche für einen zukünftigen besseren Schutz der Bürgerinnen und Bürger anzupassen sind. Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch die praktische Durchsetzung dieser Rechte, denn gerade daran hapert es ja jetzt.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Wer soll in dem Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen?<strong><br />
</strong></em><br />
<strong>Sitte: </strong>Wir wollen sowohl Zeugen befragen, die besonderes Insiderwissen haben, wie etwa Herr Edward Snowden, aber auch aktuelle und ehemalige politische Verantwortungsträger, die beispielsweise entsprechende Abkommen zum Datenaustausch zwischen den USA und Deutschland verhandelt haben.<strong><br />
</strong><br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Halten Sie es für realistisch, dass Edward Snowden vor dem Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag aussagen wird?</em><br />
<strong>Sitte:</strong> Dies kann nur geschehen, wenn seine Sicherheit gewährleistet ist. Dafür muss der politische Wille in der Koalition da sein, den ich derzeit nicht sehe.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong> Sind Sie der Meinung, dass das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) seine Ergebnisse aus Transparenz- und Kontrollgründen öffentlich machen sollte?</em><br />
<strong>Sitte:</strong> Wir wollen eine grundsätzliche Reform dieses Gremiums. Denn für Kontrolle sind immer Öffentlichkeit, Transparenz und Austausch notwendig. Man muss sich das vorstellen: Dort sitzen Menschen, die mit niemanden über das Gehörte und Gesehene reden dürfen. Nicht mal mit dem oder der eigenen Fraktionsvorsitzenden. Wie soll da politische Verantwortung wahrgenommen werden?<br />
Am Ende ist unsere Fraktion daher auch zu dem Schluss gekommen, dass Geheimdienste gerade wegen ihres Charakters als geheime Angelegenheit nicht vollständig zu kontrollieren sind und abgeschafft gehören. Aber bis es soweit ist, wollen wir soviel Licht wie möglich ins Dunkel bringen.<br />
<em><strong>Update Redaktion</strong><strong>:</strong></em> <em>Am 13. 02. 2014 fand eine <a href="http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=3126263&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Debatte beider Anträge im Deutschen Bundestag</a> statt.</em><br />
Bilder: <a href="http://www.flickr.com/photos/campact/9672560890/sizes/z/in/photostream/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Campact </a>(<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC 2.0</a>) &amp; <a href="http://www.petra-sitte.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Petra Sitte</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 3.0 DE</a>)<br />
<img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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		<title>Netzpolitischer Einspruch &#8211; Halina Wawzyniak (Die Linke)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2014 12:34:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitischer Einspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Außerparlamentarische Opposition]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit 80 Prozent der Sitze im Bundestag und einer neuen „Digitalen Agenda“ im breiten Rücken wird sich die Große Koalition [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 80 Prozent der Sitze im Bundestag und einer neuen „Digitalen Agenda“ im breiten Rücken wird sich die Große Koalition in die Netzpolitik stürzen. Bleibt neben Projekten wie der „Netzallianz Digitales Deutschland“ überhaupt noch Platz für andere Stimmen? In unserer Reihe „Netzpolitischer Einspruch“ kommen die restlichen 20 Prozent zu Wort, sowie all jene Stimmen, die keinen Sitz im Bundestag haben. Halina Wawzyniak (Die Linke) gibt die „Marschrichtung“ ihrer Partei vor: keine Vorratsdatenspeicherung und ein starker parlamentarischer Internet-Ausschuss.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=r6v9SSpMvww&amp;feature=youtu.be&amp;hd=1" title="Halina Wawzyniak" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/r6v9SSpMvww?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
<a href="http://politik-digital.de/halina-wawzyniak-anwaeltin-des-netzes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Halina Wawzyniak</a> (*1973) ist Juristin und netzpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke. Für ihre Partei <a href="http://politik-digital.de/digitale-buergersprechstunde-mit-halina-wawzyniak-die-linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vertritt sie den Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin.</a> Sie ist Mitglied des Parteivorstands und war Obfrau der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“. Wawzyniak wird ihre Partei voraussichtlich im Internet-Ausschuss vertreten.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/95284782@N06/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">marsmet548</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a><br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/?s=%22netzpolitischer+einspruch%22" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gibt es weitere Beiträge der Reihe “Netzpolitischer Einspruch”</a></strong><br />
<img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="407" height="71" /></p>
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		<title>Die Digitalkämpfer &#8211; Ein Rückblick auf den digitalen Bundestagswahlkampf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2013 16:57:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Hashtags, tumblrs und Facebooks-Posts: Wenig wurde in diesem Wahlkampf so heiß und oft  diskutiert wie die Online-Wahlkampfstrategien der Parteien. Welchen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelInterviewKlingenbeil.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-129329" alt="ArtikelInterviewKlingenbeil" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelInterviewKlingenbeil.jpg" width="640" height="427" /></a>Hashtags, tumblrs und Facebooks-Posts: Wenig wurde in diesem Wahlkampf so heiß und oft  diskutiert wie die Online-Wahlkampfstrategien der Parteien. Welchen Einfluss hatten die unterschiedlichen Online-Kampagnen auf den Ausgang der Wahl, die Parteien und die Politik? Und ist diese Form des Wahlkampfes überhaupt von Bedeutung? Heute Mittag debattierten die Netzstrategen von SPD, CDU, Linke und Bündnis 90/Die Grünen im Base_Camp Berlin über den Online-Wahlkampf 2013. Und zogen eine positive Bilanz.<br />
In den Monaten vor der Wahl wurde so viel und so ausführlich wie noch nie über die verschiedenen Onlinekampagnen der Parteien geschrieben – teils lobend, teils über die Maßen kritisch. Nun ist die Wahl gelaufen, und es wird Zeit für ein erstes Fazit: Welche Online-Strategie war erfolgreich? Wie wahlentscheidend war das Netz überhaupt? Darüber diskutierten die Digital-Experten von vier Parteien auf Einladung von Ketchum Pleon und Udl Digital heute im BASE_Camp Berlin. Zu Gast waren Tobias Nehren, Koordinator der Onlinekampagne von Peer Steinbrück; Uwe Göpel, Teamleiter Online der CDU; Mark Seibert, Internetbeauftragter der Linken, und Carsten Lißmann, Digital-Berater von Bündnis 90/Die Grünen. Ein Online-Campaigner der FDP war übrigens nicht mit dabei – die Veranstalter hatten ihn nach dem verpassten Wiedereinzug in den Bundestag ausgeladen.<br />
Gleich vorneweg: Wie zu erwarten war keiner der Experten dazu bereit, die Onlinekampagne der eigenen Partei wirklich kritisch unter die Lupe zu nehmen  – das hätte ja auch öffentliche Selbstkritik bedeutet, und die wollte heute niemand so richtig üben. Außerdem war es den Parteien nur vier Tage nach der Wahl nur schwerlich möglich, ein abschließendes Fazit über Erfolg und Misserfolg bestimmter Kampagnen zu ziehen, auch deshalb, weil viele ihre Strategien noch nicht umfassend ausgewertet haben. Generell aber hätten die Parteien verstanden, wie man Online-Wahlkampf betreibe, hielt Moderator Martin Fuchs, der <a href="http://www.hamburger-wahlbeobachter.de/">Hamburger Wahlbeobachter</a>, zu Beginn der Diskussion fest. Die weit verbreitete Meinung, die Parteien würden keine innovativen und kreativen Online-Konzepte entwickeln, sei schlicht „Bullshit“: Google Hangouts, Mobilisierungsplattformen und vieles mehr hätten gezeigt, dass die Parteien durchaus in der Lage seien, das Internet für den Wahlkampf zu nutzen.<br />
Die Wahlstrategen zeigten sich mit ihrem Onlinewahlkampf dann auch unisono zufrieden. Die „Pflicht“, also eine „solide“ Bespielung der unterschiedlichen Social Media-Kanäle durch die Parteien, sei durchaus gelungen, hielten die vier Wahlkämpfer fest. In dieser Hinsicht würden sich die Strategien der Parteien ohnehin nicht sehr stark voneinander unterscheiden, resümierte Mark Seibert von der Linken. Carsten Lißmann von der Agentur Ressourcenmangel, die die Grünen berät, ergänzte, dass „kleine Spielereien“ von den Online-Strategen eigentlich nicht erwünscht seien. Vielmehr strebe man Aktionen mir großer Reichweite und einen Zusammenspiel aus On- und Offline-Aktivitäten an, also das, was Tobias Nehren von der SPD einen „integrierten und konsistenten Wahlkampf“ nennt.</p>
<h3>Innovation?</h3>
<p>Wo also liegt der digitale Innovationssprung bei der Bundestagswahl 2013? Gibt es den überhaupt? Für Lißmann liegt die Innovation insbesondere in der Vereinfachung der internen Kommunikation. So könnten Ideen über neue Kommunikationswege und interne Plattformen ohne den Einsatz großer finanzieller Mittel und mit kurzen Freigabewegen schnell und unkompliziert in die Tat umgesetzt werden.  Bereits vorhandene Tools wie tumblr würden außerdem dazu beitragen, dass einzelnen Aktionen deutlich schneller als früher realisiert werden könnten. Solche Möglichkeiten seien 2013 zum ersten Mal großflächig zum Einsatz gekommen und hätten den Wahlkampf der Parteien massiv erleichtert, meint Nehren. Überhaupt sei tumblr in diesem Wahlkampf eine große Bedeutung zugekommen, hielt Moderator Martin Fuchs fest, man denke beispielsweise an den Abwählkalender der Grünen.<br />
Hierarchiefreie Kommunikation zwischen Parteimitgliedern, Wahlkämpfern und Verwaltungen, das sei die eigentliche Innovation, findet auch Göpel von der CDU. Damit hängt ein weiterer entscheidender Faktor eng zusammen: Die Binnenmobilisierung, also die Mobilisierung der eigenen Leute für Wahlkampfaktionen. Der Haustür-Wahlkampf der SPD beispielsweise sei ohne digitale Unterstützung und die Plattform <a href="https://mitmachen.spd.de/">mitmachen.spd.de</a> in dem Ausmaß nicht möglich gewesen, so Tobias Nehren. Zwar könne man den Stellenwert des Internets für die Mobilisierung der eigenen Leute nur schwer quantitativ fassen – einen positiven Effekt aber habe es insbesondere in der heißen Phase des Wahlkampfs mit Sicherheit gehabt, da sind sich die Experten einig.<br />
Überhaupt sind die Experten hinsichtlich der Einschätzung von Einfluss und Potential des Online-Wahlkampfs ziemlich oft einer Meinung. Die Unterschiede bestehen eher im Professionalisierungsgrad der einzelnen Parteien. Hier sind die beiden großen Parteien CDU und SPD zwangsläufig besser aufgestellt als beispielsweise Die Linke.<br />
Alle Wahlkämpfer berichten übrigens auch von innerparteilichen Anfangsschwierigkeiten. Die Akzeptanz des Online-Wahlkampfes und die Medienkompetenz der Politiker sei zwar deutlich gestiegen &#8211; damit aber wüchsen auch die Erwartungen. Teilweise seien regelrechte „Abwehrkämpfe“ gegen wenig erfolgversprechende Ideen einzelner Parteimitglieder geführt worden, so Mark Seibert. Ohnehin sei ein sogenannter „Lucky Punch“ strategisch kaum zu planen, meint Lißmann von den Grünen. Der Hashtag #Veggieday, oder die tumblrs zu Steinbrücks Mittelfinger – solche Phänomene entwickelten sich eigenständig im Netz. Mit großen Folgen. „Der Finger steckte wie ein Koloss in der Kampagne“, berichtete Nehren. Den Campaignern bleibt dann oft nichts anderes übrig als zu reagieren, und diese Aktionen so gut wie möglich für die eigenen Zwecke zu nutzen. Gerade in solchen Situationen haben die digitalen Wahlkämpfer an Bedeutung gewonnen – denn sie haben die schnellste Rückkopplung, können sofort reagieren und direktes Feedback nach außen und innen geben. Aber tun unbeabsichtigte Selbstläufer der Partei nun gut oder weh? Da sind sich die Campaigner auch nicht sicher. Zwar sei das Internet bei weitem kein Neuland mehr, alle Folgen von digitalen Aktionen ließen sich dennoch nicht abschätzen. So oder so: In den Köpfen der Netz-Strategen scheinen noch viele Ideen zu schlummern. Lißmann spricht sogar von einem ganzen „Friedhof an Ideen“, also Vorhaben, die an innerparteilichen Widerständen gescheitert sind. Vielleicht werden einige dieser Leichen bei den nächsten Wahlen, seien es Landtags- oder Europawahlen, wieder ausgegraben. Wir dürfen also gespannt sein.<br />
&nbsp;</p>
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Bild: Sebastian Drescher</p>
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<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a>
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		<title>Was sucht Deutschland am Wahltag: Parteien nach 18.00Uhr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Sep 2013 12:06:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bereits vor Schließung der Wahllokale war die Alternative für Deutschland (AfD) klarer Sieger bei den Suchanfragen nach Parteien. Nach 18 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/130922_Grafik_ParteienWahltag_ab1800_12.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-132986" alt="130922_Grafik_ParteienWahltag_ab1800_12" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/130922_Grafik_ParteienWahltag_ab1800_12-630x354.jpg" width="630" height="354" /></a>Bereits vor Schließung der Wahllokale war die Alternative für Deutschland (AfD) klarer Sieger bei den Suchanfragen nach Parteien. Nach 18 Uhr steigt das Suchinteresse nach der Newcomer-Partei nochmal deutlich an.<br />
<a href="http://www.google.de/elections/ed/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.google.de/wahlen</a><br />
Bild: politik-digital.de</p>
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		<title>Was sucht Deutschland am Wahltag: Parteien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Sep 2013 12:00:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Klarer Sieger bei den Suchanfragen via Google am Wahltag: die Alternative für Deutschland (AfD). www.google.de/wahlen Bild: politik-digital.de]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/130922_Grafik_ParteienWahltag_11.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-132980" alt="130922_Grafik_ParteienWahltag_11" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/130922_Grafik_ParteienWahltag_11-630x354.jpg" width="630" height="354" /></a>Klarer Sieger bei den Suchanfragen via Google am Wahltag: die Alternative für Deutschland (AfD).<br />
<a href="http://www.google.de/elections/ed/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.google.de/wahlen</a><br />
Bild: politik-digital.de</p>
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		<title>Suchtrends: &#034;Parteien und Kandidaten&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Sep 2013 11:39:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In der Woche vor der Wahl stieg das Interesse der Deutschen an politischen Begriffen signifikant an. Bei den Parteien verzeichnete [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/130922_Pateien_Kandidaten_9.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-132967" alt="130922_Pateien_Kandidaten_9" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/130922_Pateien_Kandidaten_9-630x354.jpg" width="630" height="354" /></a>In der Woche vor der Wahl stieg das Interesse der Deutschen an politischen Begriffen signifikant an. Bei den Parteien verzeichnete die AfD den stärksten Anstieg der Suchanfragen im Vergleich zur Vorwoche. Auch die CDU, die Linke und die SPD konnten deutlich zulegen. Bei den Kandidaten schoss das Suchinteresse der Bürger an Jürgen Trittin von den Grünen mit +535% nach oben. Hintergrund dürfte die Pädophiliedebatte um seine Partei gewesen sein. Auch die Kandidatin der Piratenpartei Katharina Nocun erlebte ein signifikant zunehmendes Interesse (+405%), dagegen fielen die Zuwächse für Gregor Gysi (+89%) und Rainer Brüderle (+74%) vergleichsweise bescheiden aus.<br />
<a href="http://www.google.de/elections/ed/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.google.de/wahlen</a><br />
Bild: politik-digital.de</p>
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		<title>Wahlkampf in 90 Sekunden &#8211; Von der Absurdität der Wahlwerbespots</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 16:27:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Wahlwerbespots gehören zum Wahlkampf wie der Appel zum Ei. Ach nein. Besser: Wie die Butter aufs Brot. Unser Autor hat sich die Wahlwerbespots der Parteien zur Bundestagswahl 2013 angeschaut. Resultat: Freude und Ärger, Persönlichkeiten und gewöhnliche Bürger, Käseräder und Ritter.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Christlich Demokratische Union (CDU)</h3>
<p>Die nach Umfragen stärkste Partei Deutschlands hat sich etwas ganz Besonderes für ihren Wahlspot ausgedacht. Wirklich? Nur ein Scherz. Wie man seit mehreren Jahren schon feststellt, besteht die CDU nach außen nur noch aus einer Person: Angela Merkel. Deswegen wurde die Kanzlerin auch hautnah (durch Close-ups ist man unangenehme zwei Zentimeter entfernt) gezeigt. Die Macher wollen “unsere” Angie sympathisch rüberbringen, es eben auf die persönliche Schiene versuchen. Das Motto “Gemeinsam schaffen wir das” klingt aber eher nach “Ich schaffe das!” (für euch oder mich?)<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=Mk06yfbXQYg" title="TV-Spot der CDU Deutschlands zur Bundestagswahl" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/Mk06yfbXQYg?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Sozialdemokratische Partei Deutschland (SPD)</h3>
<p>Das „Wir“ entscheidet. Nein, Steinbrück hat wegen der schlechten Presse seinen Namen (noch) nicht in „Wir“ geändert. Gemeint ist das Volk. Deshalb steht auch das Volk im Werbespot am Rednerpult. Etwas glaubwürdiger als bei der AfD wollen die Protagonisten aber eigentlich nur gut 80 Sekunden von dem Mann klauen, den wir im Wahlkampf lieben gelernt haben: Peer „#Stinkefinger“ Steinbrück. Zehn Sekunden für ein Halleluja.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=n_VBj__W5-Q" title="Der SPD TV-Spot &quot;Rednerpult des Volkes&quot; zur Bundestagswahl 2013" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/n_VBj__W5-Q?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Bündnis90/Die Grünen</h3>
<p>Auf ein Duett setzen die Grünen mit ihren Spitzenkandidaten Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt. Marianne &amp; Michael für die Kernthemen Umweltschutz, Energie- und Familienpolitik. Dabei rollt die Spitzenkandidatin ein übergroßes „Und Du?“-Rad (oder ist es doch ein von Grünschimmel befallenes Käserad) durch den Berliner Tiergarten. Erinnert ein wenig an das Gloucester Cheese Roll Festival, bei dem betrunkene Briten einem Stück Käse hinterher fallen. Eines müssen mir die Grünen aber noch erklären: Warum stehen pinkelnde Säue für artgerechte Tierhaltung?<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=NwOcVbGn7Qs" title="Grüner TV Spot zur Wahl 2013" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/NwOcVbGn7Qs?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Freie Demokratische Partei (FDP)</h3>
<p>Vor einigen Monaten noch eine der unbeliebtesten Parteien, erholen sich die Liberalen pünktlich zur Bundestagswahl 2013. Der Wahlwerbespot dürfte aber kaum dafür verantwortlich sein. Mit Klaviermusik, glücklichen Familien, freudestrahlenden Arbeitnehmern (nein nicht Arbeitgebern) und vor allem (!) einem Kaffee trinkenden und Butterbrot schmierenden Rainer Brüderle stilecht in einer Bäckerei (Vorsicht: Lobbyarbeit der Bäckerinnung) geht die FDP auf Stimmenfang. Nur leider hat sich die FDP bei demselben Bildmaterial bedient wie die NPD (siehe <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wahlspot-mit-bruederle-fdp-nutzt-dasselbe-bildmaterial-wie-npd-a-918900.html">Spiegel-Wahlblog vom 27.08.</a>). Ich sage aber: Dumm gelaufen ist besser als blöd gestanden!<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=IQQ5nREaJWs" title="FDP Wahlspot 2013" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/IQQ5nREaJWs?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Die Linke</h3>
<p>Glücklich scheint bei der Linken niemand zu sein – auch nicht die Bürger, die im Wahlwerbespot vorkommen. Wie auch? Sie können nicht mal ihren Gedankengang zu Ende führen. Zerknüllt, geknebelt oder terrorisiert von ferngelenkten Spielzeugautos – man hat es augenscheinlich nicht leicht in der Opposition und als Anhänger der Linken. Deswegen greift man zum altbewährten Ritterhelm (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=RLyZ6wEdzkA">soll ja wieder in Mode kommen</a>), um sein frustriertes Gesicht nicht mehr zeigen zu müssen.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=4ZvhIyIK8OQ" title="DIE LINKE: TV-Spot zur Bundestagswahl" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/4ZvhIyIK8OQ?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Alternative für Deutschland (AfD)</h3>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=l3IJGtrEe9E">“Bist du pro, bin ich anti – bist du anti, bin ich pro”</a>– die Anti-Euro-Partei AfD möchte eine Alternative zu den großen Parteien darstellen. Geführt vom unantastbaren Prof. Bernd Lucke (und einem Logo, das sehr stark an einen Sportbekleidungshersteller erinnert), zeigt die AfD in ihrem Wahlwerbespot aufgebrachte Bürger, die leider eher wie „Schauspieler“ aus „Berlin Tag und Nacht“ wirken. Schade eigentlich, gibt es doch bestimmt (echte) Bürger, die ihre Meinung zum Euro „für umme“ äußern würden.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=6GemKdWc2kg" title="Alternative für Deutschland (AfD): TV-Wahlwerbespot" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/6GemKdWc2kg?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Piratenpartei</h3>
<p>Deutschland. Unendliche Weiten (bis zu den Staatsgrenzen). Wir schreiben das Jahr 2013. Dies sind die Abenteuer der Piratenpartei, die mit ihrer Besatzung seit sieben Jahren unterwegs ist, um der Politik neue Welten zu offenbaren und erstmals in den Bundestag einzuziehen. Viele Lichtjahre von der deutschen Politik entfernt, dringt die Piratenpartei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat (Ok, das ist gelogen. Irgendjemand hat das #Neuland ja erfunden). Und hier liegt auch das Problem: Die viel umjubelten Piraten sind auf den Offline-Planeten abgestürzt. Der Wahlwerbespot im Stile der Linken kann dabei auch nicht überzeugen. Einstürzende Menschenpyramiden, grimmig schauende Lehrerinnen, deprimierte Kleinbauern – „Klarmachen zum Ändern“ heißt die nicht glaubhafte Devise. Im Weltraum der Wählergunst ist keine Luft zum Überleben. Sollte der verbleibende Sauerstoff der Partei bald ausgehen?<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=d5dMwpfDCTM" title="Piratenpartei Wahlwerbespot Bundestagswahl 2013" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/d5dMwpfDCTM?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Bilder: m.p.3. via flickr, Rainer Sturm via pixelio.de</p>
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		<title>Netzpolitik-Check: Was wollen die Parteien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2013 10:58:52 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir chatten mit Freunden in aller Welt, kaufen online ein und finden auf beinahe alle Fragen eine Antwort. „Ohne Internet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kabelsalat.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-131566" alt="Kabelsalat" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kabelsalat-630x285.jpg" width="630" height="285" /></a>Wir chatten mit Freunden in aller Welt, kaufen online ein und finden auf beinahe alle Fragen eine Antwort. „Ohne Internet geht es nicht mehr“, das würden sicher die allermeisten Bundesbürger unterschreiben. Laut <a href="http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2013/04/digitalindex.pdf">(N)Onliner-Atlas 2013</a> sind 76,5 Prozent der Deutschen online, wir leben in einer digitalen Gesellschaft. Aber wie reagiert die Politik auf diesen elementaren Bestandteil unserer heutigen Lebenswirklichkeit?<br />
Im großen Netzpolitik-Check zur Bundestagswahl hat die politik-digital.de-Redaktion sich die Wahlprogramme von CDU/CSU, SPD, FDP, Grünen, der Linken und der Piratenpartei angeschaut. Welchen Stellenwert haben digitale Themen bei Regierungs- und Oppositionsparteien und welche Standpunkte zur Netzpolitik vertreten diese im Wahlkampf? Die folgende Zusammenstellung der Positionen zu den wichtigsten Themen soll helfen, im netzpolitischen Dschungel nicht den Überblick zu verlieren.<br />
Dabei haben wir uns auf die Programme zur Bundestagswahl konzentriert, auch wenn sie nicht immer die Mehrheitsmeinungen in den Parteien wiedergeben und auch nicht unbedingt die Politik der vergangenen Jahre widerspiegeln. Auch ist anzunehmen, dass zwischen links und rechts nicht immer dasselbe Verständnis verschiedenster Begriffe zugrunde liegt, sondern häufig viel Raum für Interpretationen bleibt.</p>
<h3>Netzausbau</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzausbau_t3n.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-131624" alt="Netzausbau_t3n" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzausbau_t3n-305x180.jpg" width="305" height="180" /></a>Vor allem in ländlichen Gegenden ist das Internet auch im Jahr 2013 noch sehr langsam. Von flächendeckender Breitbandversorgung kann höchstens in den Städten die Rede sein, viele Menschen müssen sich weiterhin mit weniger leistungsfähigen Leitungen begnügen. Die Parteien zeigen in diesem Punkt weitestgehend Geschlossenheit. Die Forderung, das Breitbandnetz auszubauen, findet sich in allen Programmen. Bis es so weit ist, wollen Grüne und Linke den Übergang erst einmal mit WLAN überbrücken. Die Linke möchte den Netzausbau aus Sorge um eine zu geringe Refinanzierung aber nicht dem freien Markt überlassen. Sie will sich für eine Mindestgeschwindigkeit von 10 Mbits/Sekunde für die Datenübertragung einsetzen. Ebenso wie die Grünen und die SPD möchte die Linke eine Universaldienstverpflichtung für die Anbieter durchsetzen, damit diese auch in wirtschaftlich schwächeren Regionen für schnelle Netze sorgen. Wenn es nach der Linken geht, sollen zudem die „technischen Standards in regelmäßigen Abständen“ angepasst werden. Bis zum Ende der kommenden Legislaturperiode möchten die Grünen flächendeckend Breitbandanschlüsse bereitstellen können. Darüber hinaus fordern sie als einzige Partei den Ausbau des Glasfasernetzes. Die CDU möchte eine flächendeckende Breitbandversorgung bis zum Jahre 2018 realisieren und zudem die  WLAN-Versorgung weiter ausbauen. Eine europäische Koordinierungsstelle soll nach dem Willen der Union eine Versorgung des ländlichen Raums sicherstellen. Und auch die Piratenpartei denkt global und strebt den gesamteuropäischen Netzausbau an.</p>
<h3>Netzneutralität</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzneutralität_t3n.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-131625" alt="Netzneutralität_t3n" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Netzneutralität_t3n-305x183.jpg" width="305" height="183" /></a>Die Pläne der Deutschen Telekom, künftig nach dem Verbrauch einer bestimmten Datenmenge die Geschwindigkeit der Übermittlung von DSL-Anschlüssen zu drosseln, begreifen fast alle Parteien als Eingriff in die Freiheit des Internets. Denn damit hätten Netzbetreiber die Möglichkeit, Inhalte unterschiedlich zu behandeln und zum Beispiel eigene Angebote bevorzugt zu behandeln. Die Festschreibung der Netzneutralität würde dies verhindern und eine Gleichbehandlung garantieren. Daher plädieren die drei Oppositionsparteien SPD, die Grünen und die Linke sowie die Piratenpartei ganz klar für eine gesetzliche Verankerung der Netzneutralität. Auch für die FDP stellt Netzneutralität das „Grundprinzip der Telekommunikationsregulierung“ dar, ohne dass sie sich in ihrem Programm klar für ein Gesetz ausspricht. Auch die Christdemokraten drücken sich wenig präzise aus; sie möchten „prüfen, ob der Gesetzgeber handeln muss, zum Beispiel zur Sicherung der Netzneutralität“.</p>
<h3>Datenschutz</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Datenschutz_t3n.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-131626" alt="Datenschutz_t3n" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Datenschutz_t3n-305x171.jpg" width="305" height="171" /></a>Der Umgang mit persönlichen Daten im Internet bleibt nach verschiedenen Datenschutzskandalen der vergangenen Jahre ein heißes Thema, das uns auch in der kommenden Legislaturperiode beschäftigen wird. Das schlägt sich erwartungsgemäß in den Wahlprogrammen nieder. Eine einmütige Forderung aller sechs Parteien lautet daher, dass persönliche Daten nur nach ausdrücklicher Einwilligung gespeichert und verwendet werden dürfen. Die Nutzer sollen weitestgehend autonom über eigene Daten im Internet bestimmen können, Persönlichkeitsrechte sollen gestärkt werden. Die FDP, die Linke, die Grünen und die Piratenpartei setzten sich für die Verwendung datenschutzfreundlicher Technik („Privacy by Design“) ein. Unterschiede gibt es bei diesem Thema im Detail: Die CDU/CSU vertraut auf das Verantwortungsbewusstsein von Unternehmen, Behörden sowie Nutzern und kündigt an, mit gesammelten Daten die „Umsetzung neuer, innovativer Projekte“ vorantreiben und die Nutzung von Daten fördern zu wollen. Über den Zweck wird der Leser des Wahlprogramms im Unklaren gelassen.<br />
Die SPD formuliert wolkig, man wolle in Sachen Datenschutz weiterhin auf das Know-How von Experten aus der Netz-Community setzen, und tritt für unabhängige Datenschutzbeauftragte ein. Die Grünen plädieren für eine anonyme Kommunikation durch Verwendung von Pseudonymen. Die FDP schlägt vor, das Thema Datenschutz künftig im Justizministerium anzusiedeln und per Gesetz mehr Datensicherheit am Arbeitsplatz herzustellen. Die Linke spricht sich offen für ein Exportverbot von Hard- und Software aus, die dazu geeignet sind, Internetnutzer auszuspionieren. Die Piratenpartei beweist Weitsicht und möchte das Thema auf europäischer Ebene anpacken: Sie will dem EU-Datenschutzbeauftragten bei Verstößen die Möglichkeit zu Sanktionen in Form empfindlicher Geldstrafen geben.</p>
<h3>Vorratsdatenspeicherung</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Vorratsdatenspeicherung_t3n.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-131627" alt="Vorratsdatenspeicherung_t3n" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Vorratsdatenspeicherung_t3n-305x170.jpg" width="305" height="170" /></a>Der Staat hat für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. Doch nicht erst seit den Enthüllungen über PRISM und Tempora stellt sich die Frage, wie weit die Überwachung gehen und der Staat in die Privatsphäre eindringen darf. Die Vorratsdatenspeicherung (VDS), also das Speichern personenbezogener Daten ohne Anfangsverdacht, wird teilweise sehr kritisch gesehen. Die Grünen, die Linke und die Piratenpartei lehnen diese Form der Datenspeicherung rundheraus ab, die FDP möchte sie nicht anlasslos, sondern nur bei konkretem Verdacht anwenden. Die SPD legt Wert darauf, die Speicherung von Verbindungsdaten ausschließlich zur Verfolgung schwerster Straftaten anzuwenden; ausdrücklich abgelehnt wird im Wahlprogramm der SPD auch eine Speicherung von Bewegungsprofilen. Ambivalent erscheint dagegen die Haltung der CDU/CSU: Waren diese immer schon Verfechter der anlasslosen Speicherung von Verbindungsdaten, so taucht der Begriff „Vorratsdatenspeicherung“ im aktuellen Wahlprogramm, das erst nach den Enthüllungen von Edward Snowden verabschiedet wurde, gar nicht mehr auf. Stattdessen heißt es, dass „Mindestspeicherfristen für Verbindungsdaten […] notwendig“ seien, um schwere Straftaten zu verhindern. Hier liegt der Verdacht nahe, dass Merkel und Co. lediglich einen anderen, vermeintlich harmloseren Namen gewählt haben, der ein altes Phänomen beschreibt. Auch die Dauer der Frist wird von der CDU nicht näher definiert. Es wird nur auf die EU-Richtlinie verwiesen, die eine Speicherung zwischen mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren vorsieht. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Vorratsdatenspeicherung auch auf europäischer Ebene gekippt wird.<br />
(*Hier wird kein Status Quo gekennzeichnet, denn die aktuelle Rechtslage ist unklar, seitdem das Bundesverfassungsgesetz 2010 das geltende Gesetz zur VDS verworfen hat.)</p>
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