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	<title>Digital Divide &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Digital Divide &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Die zweite digitale Kluft: die Ursachen (2/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2019 12:45:09 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Warum vertreiben wir uns die Zeit mit Bildschirmen? Ein Smartphone ist schnell zur Hand, wenn man sich langweilt. Oftmals gucken wir aber auch zwischendurch drauf, wenn wir eigentlich eine Aufgabe zu erledigen hätten, um zu schauen, ob sich nicht vielleicht jemand meldet oder wir gerade etwas verpassen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Mittlerweile scheint es, als hätte man kein Bewusstsein mehr dafür, wie viel Zeit man am Bildschirm verbringt, dafür nimmt man sich aber bewusst bildschirmfreie Zeiten. Sollte es nicht lieber umgekehrt sein? Warum erscheint uns das manchmal schwer umsetzbar?</p>
<p>Unser Verhalten beweist, dass Apps wie Snapchat und Instagram mit einer genauen Menschenkenntnis programmiert sind. Das veranlasst uns, viel mehr Zeit als nötig auf ihnen zu verbringen, erklärt Tristan Harris, der früher einmal selbst Google-Mitarbeiter war. Heute ist sein Ziel nicht mehr, Menschen an die Bildschirme zu locken. Stattdessen erklärt er ihnen die Mechanismen, die dafür sorgen, dass wir doch schon wieder gedankenlos seit zwei Stunden auf Facebook und Twitter rumscrollen.</p>
<h3>Versuchung: Belohnung und Anerkennung</h3>
<p>Wenn Jugendliche im Schnitt 6 Stunden und 40 Minuten an ihren Handys und anderen Bildschirmen verbringen, kann nicht mehr von einem Hobby die Rede sein. Wenn man erfährt, dass Jugendliche ihre Snapchat-Passwörter vor den Sommerferien weitergeben, damit ihre Streaks nicht verloren gehen, dann kann von Abhängigkeit die Rede sein, denn hier wird das Leben um Snapchat herum gestaltet.</p>
<p>Streaks entstehen, wenn zwei Menschen täglich auf Snapchat miteinander kommunizieren, sich also Fotos hin- und herschicken. Snapchat zeigt dann an, wie viele Tage ohne Unterbrechung zwei Menschen das schon machen. Umso mehr Streaks mit umso höheren Zahlen, desto beliebter ist man, scheint die (nicht so) subtile Idee dahinter zu sein. Streaks vermitteln einem das Gefühl von Anerkennung und Belohnung. Das läuft darauf hinaus, dass die App nicht nur zum bewussten Kommunizieren genutzt wird, sondern auch, dass sie den Rhythmus der Kommunikation zwischen Nutzern bestimmt. Sie zwingt einen beinahe, die App jeden Tag zu nutzen.</p>
<h3>Was Stanford Kurse damit zu tun haben</h3>
<p>Bei den Streaks handelt es sich nicht etwa um einen glücklichen Einfall des Entwicklers, es ist das Ergebnis eines fundierten Wissens, wie man Menschen zu einem bestimmten Verhalten anregt.</p>
<p>Die Zeiten, in denen Steve Jobs in seiner Garage tüftelte, sind längst vorbei. Heute weisen viele der erfolgreichsten Unternehmer im Silicon Valley Abschlüsse von amerikanischen Elite-Universitäten vor. Ein Kurs sticht dabei besonders hervor: der Persuasive Tech Lab von B.J. Fogg an der Stanford University. Fogg entwickelte ein Modell, welches erklärt, wie man Menschen am besten überzeugt – darunter versteht Fogg, Menschen zu überzeugen, Programmen ihre (Frei-) Zeit zu widmen. Viele Mitarbeiter und Gründer der erfolgreichsten Apps belegten diesen Kurs, so etwa Instagram-Mitbegründer Kevin Systorm. Auch die drei Snapchat-Erfinder lernten sich in Stanford kennen und belegten diesen Kurs.</p>
<p>Die Prämissen des Fogg Behavior Model (FBM) sind einfach, überraschen einen nicht unbedingt, sind dafür aber unglaublich wirksam: Menschen/Nutzer sind faul. Damit sie dranbleiben, muss alles so einfach wie möglich gemacht werden. 1-klick-kaufen auf Amazon, Autoplay auf YouTube, Videos, die auf dem Facebook-Feed abgespielt werden, bevor man drückt…</p>
<p>Fogg identifiziert drei Kernaspekte, die unser Verhalten bestimmen:</p>
<p>• Damit wir etwas durchführen, müssen wir erstens auf irgendeine Weise motiviert sein.<br />
• Zweitens müssen wir in der Lage sein, die Handlung umzusetzen, ohne dabei einen großen Aufwand zu betreiben.<br />
• Und drittens muss es einen Auslöser geben. Eine gute App sorgt zeitgleich für eine hohe Motivation bei dem Nutzer, für einen niedrigen Schwierigkeitsgrad in der Ausführung und kreiert ständig neue Auslöser, sogenannte Trigger. Schnell bemerkt man, wie viele Apps diesem Modell folgen.</p>
<h3>Zeit ist Geld</h3>
<p>Dabei stellt sich natürlich die Frage, weshalb die in einer App verbrachte Zeit für Entwickler so ausschlaggebend ist. Sie ist deshalb ein wichtiger Maßstab, weil sie Gewinn produziert. Werbung ist die Haupteinnahmequelle der meisten kostenlosen Produkte, umso mehr Zeit man also auf einem Programm verbringt, umso mehr Anzeigen können einem geschaltet werden. Dadurch verschwimmt die Grenze zwischen Kunde und Produkt. Es gilt, den Nutzern so viele Werbeanzeigen wie möglich zu zeigen, ohne dass sie sich abwenden. Sie werden zum Instrument, welches den Wert kreiert. Einige gehen dabei soweit, dass ihr ausgesprochenes Ziel ist – gerade bei Computerspielen, die mehr Aufmerksamkeit erfordern – die Nutzer zu „Windel-Produkten“ zu machen: man vergisst beinahe aufzustehen und würde am liebsten wieder Windeln tragen, damit man weiterspielen kann.</p>
<h3>Humanistische Werte mit Doppelmoral</h3>
<p>Dass Medien und Apps Einnahmequellen brauchen, ist per se nichts Verwerfliches und erstmal auch legitim. Doch mittlerweile entfernen sie sich dadurch von ihren ursprünglichen (behaupteten) Idealen. Ihre Entwickler bieten etwas an, vor dem sie sich und ihre Kinder selbst in Acht nehmen. Facebook, YouTube und Co. betonen immer wieder ihre humanistischen Werte, es gehe darum Menschen zu verbinden, jedem die Möglichkeit zu geben, sich in seinen Videos zu entfalten etc.</p>
<p>Tony Fadell, der unter Anderem maßgeblich zu der Entwicklung der iPods beigetragen hat, warnte, dass sich Entwickler der potenziellen Gefahren ihrer Produkte oftmals nicht bewusst seien. An dem Tag, an dem sie selbst Kinder hätten, behauptete er, würde sie sich das ändern. Tatsächlich entstand 2015 YouTube Kids und später auch Facebook Messenger Kids.</p>
<p>Es wirkt zynisch, wenn Facebook-Mitarbeiter ihren Kindern bis zum 16. Lebensjahr keine Smartphones erlauben, aber täglich an Aktualisierungen der App arbeiten, damit der Feed noch interessanter wird und Menschen noch mehr Zeit auf der App verbringen.</p>
<h3>Das Fogg Behavior Model in der Praxis</h3>
<p>Nehmen wir YouTube als Beispiel: Unabhängig davon, ob man ein bestimmtes Video sehen möchte oder aus Langeweile auf die Seite geht – sobald man das erste Video zu Ende geschaut hat, sorgt der Autoplay dafür, dass man ohne Klick das nächste Video schauen kann, welches von einem Algorithmus vorgeschlagen wird. Sowohl das ursprüngliche Video als auch das Neue entsprechen beide dem Trigger und der Motivation. Die Autoplay-Funktion sorgt für die einfachste mögliche Ausführung. So ähnlich ist es auch bei den Snapchat-Streaks: die Hürde ist etwas höher, die Motivation, den Streak zu erhalten, dafür aber auch.</p>
<h3>Programmierende Apps für programmierte Nutzer</h3>
<p>Auch andere Methoden erweisen sich als nützlich, um den Nutzer zu reizen. So zum Beispiel die „gamification“ von Apps. Das Prinzip beruht darauf, die sonst bei Computerspielen angewendeten visuellen Trigger in alltäglich genutzte Apps einzubauen, die dadurch spielerischer und nicht mehr nur nutzungsorientiert werden. Auch Belohnung spielt dabei eine immer wichtigere Rolle (siehe Streaks).</p>
<p>Wenn Entwickler wissen, wie und wann man Nutzer am besten triggert, kann man Bedenken haben, ob es eigentlich noch eine freie Entscheidung ist, auf eine App zu gehen. Ständig haben wir bewusst oder unbewusst das Bedürfnis, nach neuen Nachrichten zu gucken. Das ist kein Zufall, sondern beabsichtigt. Die App ist in der Lage, den Nutzer selbst zu programmieren, ihr Zeit zu schenken.</p>
<p>Nur weil wir beeinflussbar sind, heißt es nicht, dass wir unseren freien Willen aufgeben müssen. Man kann sich durchaus ein bewusstes Nutzen angewöhnen. Dazu mehr im <a href="https://politik-digital.de/news/die-zweite-digitale-kluft-3-156385/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dritten und letzten Teil</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild:<br />
<strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@4dgraphic?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Alexander Dummer</a> on <a href="https://unsplash.com/@4dgraphic?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<p>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Die zweite digitale Kluft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2019 12:59:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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</div><div class="uncode_text_column" ><p>In einer Reportage berichtet die New York Times über Mitarbeiter der Silicon Valley, die ihren Kindern den Zugang zu jeglicher Art von Bildschirmen verbieten. Selbst die Kindermädchen dürfen ihre Smartphones nicht zücken. Andere Eltern bezahlen Berater, um zu erfahren, wie sie ihre Kinder am besten Bildschirmfrei erziehen können. Einige warnen, dass so mittlerweile eine neue digitale Kluft entstünde.</p>
<h3>Ein neuer Spalt zieht sich durch die Gesellschaft</h3>
<p>Mit der anfänglichen Verbreitung von privaten Computern und Internet Zugang entstand die Sorge, dass die ungleiche Verteilung dieser neuen Produkte zu einer Spaltung der Gesellschaft führen würde. Es würde Vernetzte geben und Analoge, denen die Welt des Internets verborgen bleiben würde. Die Sorge bestand sowohl auf nationaler Ebene, zwischen verschiedenen Gesellschaftsschichten, als auch auf Internationaler, wo ganze Regionen oder Kontinente von modernen Kommunikationsmitteln abgeschottet würden. Diese Sorge war nicht unberechtigt, noch heute hängt die Nutzung digitaler Möglichkeiten und das Maß der dafür notwendigen Kompetenzen u.a. von <a href="https://initiatived21.de/app/uploads/2019/01/d21_index2018_2019.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alter, Geschlecht, formalem Bildungsabschluss und Region ab</a>. Dennoch: Heutzutage besitzen 98% der Haushalte in Deutschland mindestens einen Computer und 99% ein Smartphone. Auch weltweit haben die meistens Haushalte mindestens ein Handy. Außerdem wird in Deutschland der Digitalpakt eingeführt, um allen Kindern die wichtigsten, sogenannten „21<sup>st</sup> century skills“ zu vermitteln. Diese Kluft des Zugangs scheint zumindest bei Jugendlichen weitestgehend geschlossen, doch schon wird vor der nächsten gewarnt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Weniger ist mehr</h3>
<p>Bei der neuen Kluft handelt es sich nicht mehr um Zugang, sondern um den Platz, den Bildschirme in der Freizeit von Jugendlichen, einnehmen. Über die Zeit, die Kinder und Jugendliche vor dem Bildschirm verbringen sollten, herrscht auch unter Experten Uneinigkeit. So kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu dem <a href="https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/smartphone-medienkonsum-wichtig-fuer-konzentration-von-kindern-a-1272998.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schluss</a>, dass eine maßvolle Internetnutzung für die Konzentration und das Sozialverhalten förderlich sein kann. Laut einer <a href="https://www.commonsensemedia.org/sites/default/files/uploads/pdfs/census_factsheet_digitalequitygaps.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie </a>der Common Sense Media über Bildschirmnutzung bei Jugendlichen in den USA sitzt ein Jugendlicher im Schnitt 6 Stunden und 40 Minuten vor Bildschirmen. Die Zeit beinhaltet keine Computernutzung in der Schule oder bei den Hausaufgaben, es handelt sich ausschließlich um Freizeit. Die Studie zeigt außerdem, dass Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten ein unterschiedliches Konsumverhalten aufweisen. Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen verbringen im Schnitt 8 Stunden und 7 Minuten vor Bildschirmen, Kinder aus Haushalten mit einem höheren Einkommen sind rund 5 Stunden und 42 Minuten mit Bildschirmen beschäftigt. Im Internet verbringen Jugendliche in Deutschland durchschnittlich täglich 214 Minuten. Diese Zahl kann auch Recherchen bei Hausaufgaben beinhalten, aber es handelt sich hier ausschließlich um die Internetnutzung, nicht um die Bildschirmzeit (Offline-Computer- oder Tabletspiele, Fernsehen etc. zählen also nicht). Viele Erkenntnisse der amerikanischen Studie sind auch in Deutschland relevant. Die zweite Kluft spaltet wieder arm und reich, doch diesmal scheint weniger mehr zu sein.</p>
<h3>Jede freie Minute am Handy?</h3>
<p>Wenn man die amerikanischen Zahlen betrachtet, sollte beachtet werden, dass eine zeitgleiche Nutzung doppelt angerechnet wird. Das bedeutet, wenn man eine Stunde lang an seinem Handy auf Instagram ist, während man am Computer eine Serie bei Netflix schaut, zwei Stunden angerechnet werden. Man könnte also meinen, die Studie übertreibe, schließlich sei die durchschnittliche Zahl nicht so hoch. Doch selbst bei halbierten Zahlen (wenn man also davon ausginge, dass immer mindestens zwei Geräte im Spiel seien) würde es sich bei der Stundenzahl noch um einen Großteil der Freizeit handeln.</p>
<h3>Von Reizüberflutung und „multi-tasking“</h3>
<p>Es geht dabei nicht ausschließlich darum, wie viel Zeit wirklich vor Bildschirmen verbracht wird, sondern um die Folgen. Tatsächlich sind die Langzeitfolgen einer täglichen und langen Exposition nur wenig erforscht, doch einige Forscher warnen bereits, dass intensive Smartphone-Nutzung unter anderem das Konzentrationsvermögen senke. Permanent werden verschiedenste Sinne angesprochen, was zu einer Reizüberflutung führe. Die zeitgleiche Nutzung schade dem Konzentrationsvermögen dabei nur noch mehr. Reize, die beim Fernsehen angesprochen werden, reichen nicht mehr aus, zu schnell sind Jugendliche gelangweilt und checken zwischendurch ihr Handy. In der Studie wird berichtet, dass Jugendliche der Meinung sind, problemlos „multitasken“ zu können. Doch die Leiter der Studie hatten den Eindruck, dass es den meisten Teilnehmern sehr schwerfiel, dem Gespräch zu folgen, ohne auf ihr Handy zu schauen. Kann überhaupt noch von Konzentrations<i>problemen</i> die Rede sein, wenn diese zum Regelfall werden?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Reich und konzentrationsfähig vs. arm und &#8211;<i>un</i>fähig?</h3>
<p>Die zweite digitale Kluft wird auch zwischen Konzentrationsfähigen und -unfähigen unterscheiden. Kinder kalifornischer Privatschulen ohne Bildschirme werden nach dieser Theorie durchschnittlich bessere Ergebnisse erzielen, weil sie Konzentration lernen und zu Hause die Versuchung der Ablenkung nicht kennen werden. Es ist sicher einfacher, bei wohlhabenden Haushalten Alternativen für Freizeitgestaltung anzubieten, wenn die finanziellen Ressourcen kein Problem darstellen. Die Zeit, in der man Sport, Musik oder anderen Engagements nachgeht, ist Zeit, die nicht vor Bildschirmen verbracht wird. Es sind außerdem Momente die Konzentration erfordern und in denen „multi-tasking“ selten gut geht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein weiteres Problem scheint zu sein, dass Smartphones mittlerweile so unumgänglich geworden sind, dass Eltern sich fragen, wie sie ihre Zeit damals ohne totgeschlagen haben. Sie wissen nicht, wie sie ihre Kinder ohne digitale Hilfe unterhalten sollen. In den USA gibt es daher schon ein neues Buisness-Modell, was genau dieses Problem lösen soll. Eltern leisten sich jetzt acht bis zwölf Sitzungen mit Privatberatern, um zu lernen, wie sie ihre Kinder von Bildschirmen fernhalten können. Die Berater kommen mit den Anfragen nicht mehr hinterher, die Nachfrage scheint immens zu sein. Der Inhalt ist dabei relativ offensichtlich: Bewegung, greifbare Spielzeuge und ein vorgelebtes Verhalten als Vorbildfunktion. Die Handy- und Mediennutzung der Eltern ist ausschlaggebend, denn sie färbt auf die Kinder ab. Wird das Handy beim Abendbrot geduldet? Muss ein Anruf noch kurz angenommen werden oder ein Termin zwischendurch unbedingt vereinbart werden, ehe man sich wieder dem Kind widmet? Je nach vorgelebtem Konsumverhalten werden Kinder und Jugendliche ihr eigenes Verhalten als normal empfinden.</p>
<h3>Eine vielschichtige Spaltung</h3>
<p>Die zweite digitale Kluft spaltet Menschen, die unkonzentriert „multi-tasken“ und jene, die den Versuchungen der Apps widerstehen. Natürlich befinden sich die Verhaltensweisen auf einem Spektrum, doch es scheint, als würde man in der Silicon Valley die zwei Extremen im gleichen Haushalt auffinden: die Programmierer, die mit genauesten Kenntnissen die Apps spaßig und mit hohem Suchtpotenzial entwickeln, zu Hause aber keine Bildschirme zulassen. Umso mehr einem die Mechanismen bekannt und bewusst sind, desto eher kann man ihnen entgehen. Die digitale Kluft spaltet also auch zwischen „Algorithmen-bewussten“ Menschen und „Algorithmen-unbewussten“ Nutzern, bei welchen die Versuchung besteht, sie in Produkte zu verwandeln.</p>
<p>Warum ist die Versuchung überhaupt so groß ständig auf das Handy zu schauen? Warum surft man geistesabwesend auf Facebook rum, in der Hoffnung auf Interessantes zu stoßen, obwohl man sich längst langeweilt?</p>
<p>Dazu mehr im <a href="https://politik-digital.de/news/die-zweite-digitale-kluft-teil-2-156349/">zweiten Teil</a>.</p>
<p><strong>Bild von:</strong> <a href="https://pixabay.com/de/users/PublicDomainPictures-14/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=89193">PublicDomainPictures</a> auf <a href="https://pixabay.com/images/id-89193/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-5"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Online-Bildung weltweit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carlotta Duken]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2016 12:47:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Computerboote in Bangladesh, Englisch per Skype in Uruguay und Internetbusse in Rwanda. Das Angebot an Online-Bildung auf der Welt wächst [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/One-Laptop-Per-Child.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150079" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/One-Laptop-Per-Child.png" alt="One Laptop Per Child" width="640" height="301" /></a>Computerboote in Bangladesh, Englisch per Skype in Uruguay und Internetbusse in Rwanda. Das Angebot an Online-Bildung auf der Welt wächst stetig und kennt in seiner Kreativität keine Grenzen. Eine Auswahl an Initiativen und Projekten, die in benachteiligten Regionen das Lernen übers Internet ermöglicht, zeigt diese Weltkarte.</p>
<p>Die UN-Initiative „Education for All“ wollte bis 2015 alle Kindern auf der Welt zur Grundschule schicken. Trotz mehr Budget für Schulen und einem Zuwachs von Grundschülern bleibt dieses Ziel weit verfehlt. Immer noch mangelt es vielen Regionen dieser Welt an finanziellen Mittel und der richtigen Infrastruktur, oder aber Familien können es sich nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Während die Bildungsschere in vielen Ländern immer weiter auseinander geht, besteht Hoffnung, dass die benachteiligten Teile der Welt vom Internet und neuen Technologien für mehr Emanzipation und Bildung profitieren können.</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/maps/d/embed?mid=1MtAYpYv3-saI74bTd_2b4dbprtw" width="640" height="480"></iframe></p>
<h3>Digitalisierung: Emanzipation in der Bildungslandschaft?</h3>
<p>Das Potenzial der Digitalisierung ist groß: der diesjährige Entwicklungsbericht der Weltbank beschäftigte sich mit dem Thema „Digital Dividends“, also mit dem Nutzen von digitalen Technologien für die Entwicklung und Wachstum von Ländern. Die weltweiten Zahlen von Handy-Besitzern und Internetanschlüssen boomen. Laut Weltbank haben derzeit mehr Menschen Handys als Elektrizität im Haus. Selbst bei den ärmsten 20% der Welt besitzen sieben von zehn Personen ein Mobiltelefon. Und doch gibt es wie mit der Bildung ein digitales Gefälle in der Gesellschaft zwischen den Menschen, die neue Medien besitzen und bedienen können, und denen, die es nicht tun. Dieser „digital divide“ zieht sich nicht nur zwischen Ländern und Kontinenten, sondern kann genauso im eigenen Land bestehen. Somit bleiben 60% der Menschheit „offline“; in manchen Regionen wie der Sub-Sahara Afrika sind es sogar 73%.</p>
<p>Wie helfen das Internet und neue Technologien, die digitale Kluft zu verringern und mehr Bildungschancen zu eröffnen? Es gibt viele Initiativen und Projekte weltweit, die zeigen, wie das funktioniert. Das Projekt „One-Laptop-Per-Child“ (OLPC) erreicht seit 2007 die ärmsten Schulkinder der Welt zwischen 6 und 12 Jahren mit über 22 Millionen sogenannte „xo Laptops“ in mehr als 42 Ländern. Aber auch große Tech-Firmen wie Microsoft oder Dell starten länderübergreifende Initiativen, die zusammen Millionen von benachteiligten Schülern den Zugang zu Computern ermöglichen. Dass dies sogar relativ umweltfreundlich und nachhaltig passieren kann, beweist Dell mit insgesamt 11 solarangetriebenen digitalen Klassenräumen, die meisten davon in Südafrika. Auf dem universitären Level gibt es „MOOCs“ (Massive Open Online Courses), über die wir bereits berichteten. Und schließlich gibt es viele nationale und regionale Lösungen, von denen einige hier vorgestellt werden. Gerade ländliche und benachteiligte Regionen, in denen es an Fachkräften und Materialen mangelt, profitieren vom Internet als Plattform für Online-Bildung.</p>
<h3>Grenzen der digitalen Bildungschancen</h3>
<p>Trotz Innovation und Nachhaltigkeit, die vieler der oben dargestellten Online-Bildungsinitiativen verkörpern, führen sie weniger zur Beseitigung der eigentlichen Probleme der Schulsysteme: ein multifunktioneller Computer ersetzt keinen Lehrer und auch der Mangel an grundlegenden Materialen wie Bücher, Stiften und Papier wird nicht behoben. Digitales Lernen bleibt ein wichtiges Werkzeug, von dem besonders ländliche Regionen der Welt profitieren können. Angepasst an lokale Bedürfnisse, eröffnen die Initiativen neue Bildungsmöglichkeiten für benachteiligte Teile der Gesellschaft. Und doch: es braucht strukturelle Veränderungen wie höhere Etats für Schulen, besser ausgebildete Lehrer und einfacheren Zugang zu grundlegender Bildung, die zu besseren Bildungschancen führen &#8211; nicht ein iPad oder Smartphone.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/carlagmo/5494518129/in/photolist-9nwQPc-4rV6t3-4YoxxW-4eE2Vh-5ocPHe-4gwcq1-4YjhKF-45QURm-4pi6m5-4rR1RM-xxq8z-5BSv3H-5nUy8m-anD7us-5rgHAw-c5bepm-4XxwLw-4rV3B5-9nzUZG-77tge4-4Yji1v-9nzWxU-ayQr68-9nwD7z-4rV4Nu-4SeSxY-4Xy4m3-8gGnas-4Xy4ky-4Yoxub-75wcV4-6vvKyM-4rV2j7-9nwLFr-9nzThJ-4XyCtQ-9nwBpn-2WyjG1-54vBRx-4zXEc7-54zQBC-4gwcB3-4YjhNK-8gD57M-5s8BUD-aG3Dh-4rR29B-8gGmaN-4rV6xA-4rV5N3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">P1010877</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/carlagmo/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carla Gomez Monroy </a>via <a href="https://www.flickr.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, licensed <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></p>
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		<title>Digitale Technologien sind da, analoge Rahmenbedingungen fehlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Donat]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2016 13:40:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbank]]></category>
		<category><![CDATA[analoge Rahmenbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Dividents]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik der Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Kluft]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltentwicklungsbericht 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
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					<description><![CDATA[Sauberes Trinkwasser ist auf manchen Teilen der Welt schwieriger zu erreichen als ein Mobiltelefon. Die Weltbank macht in ihrem diesjährigen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/binary-1254502_1280.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-149928" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/binary-1254502_1280.png" alt="Welkarte, Binärcode" width="640" height="370" /></a></p>
<p>Sauberes Trinkwasser ist auf manchen Teilen der Welt schwieriger zu erreichen als ein Mobiltelefon. Die Weltbank macht in ihrem diesjährigen Weltentwicklungsbericht „<a href="http://www.worldbank.org/en/publication/wdr2016" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Dividends</a>“ auf ein global-strukturelles Problem aufmerksam: Eine analoge Basis zur erfolgreichen Integration und Nutzung der Digitalisierung fehlt in vielen Bereichen. Digitale Technologien weiter auf der Welt zu verbreiten – das ist nicht die globale Herausforderung, mit der wir uns primär beschäftigen sollten.</p>
<p>Aktuell, aber nicht neu: Die notwendige Schaffung von Strukturen in einer Gesellschaft zur erfolgreichen „Modernisierung“ bildet keine revolutionäre Erkenntnis. Bereits 1962 beschrieb Modernisierungstheoretiker Shmuel N. Eisenstadt, dass Länder nicht in einen Modernisierungsprozess gestoßen werden dürften, solange die passenden Rahmenbedingungen in der Gesellschaft noch nicht etabliert seien. Auch wenn Eisenstadt vor über 50 Jahren noch nicht das Phänomen der Digitalisierung vor Augen hatte, strahlt die These Eisenstadts im Weltentwicklungsbericht 2016 in einem neuen – digitalen – Licht. Die aktuellen Daten des diesjährigen Berichts zeigen, laut Weltbank, durchaus beunruhigende Trends. Diese seien nicht auf fehlende Technologien, sondern vielmehr auf den global ungleich verteilten Zugang sowie die (Aus-)Nutzung der Digitalisierung zurückzuführen.</p>
<h3>Weltbank Report: zwischen analoger und digitaler Welt</h3>
<p>Nach wie vor sieht die Weltbank den Brückenschlag zwischen den Personen und Gesellschaften mit, und all jenen ohne, Zugang zu digitalen Technologien (<em>Digital Divide</em>) als wichtiges Ziel auf der Entwicklungsagenda. Allerdings sei die bisherige Herangehensweise in Form unermüdlicher technologischer Verbesserungsmaßnahmen nicht zielführend gewesen. Zuerst solle das Zusammenspiel von Regulierung, Kenntnissen und Institutionen in Einklang gebracht werden. Diese Aspekte fasst die Weltbank unter dem Stichpunkt der analogen Basis einer Gesellschaft zusammen. Je nach digitalem Transformationsstand stehen die Länder vor unterschiedlichen Herausforderungen. Konkret bedeutet das: neue Reformen zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, rechenschaftspflichtige Institutionen und technische Kompetenzen. Nur wenn all dies gegeben sei, trage der Einsatz von Technologien zur Entwicklungswirkung einer Gesellschaft bei. In unserem komplexen Weltsystem bündeln digitale Technologien Chancen und Risiken – für Gruppen und Individuen. Ungleiche Lebensbedingungen weltweit bewirken unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu Technik. Aber auch der Zugang zur digitalen Welt ist kein Garant: Wie sieht es dazu auf individueller Ebene im analogen Bereich aus? Allein das Level der Nutzerkompetenzen variiert stark: Während manche wegen fehlender Alphabetisierung nicht an der Digitalisierung teilhaben können, sind andere mit der Bedienung verschiedener Plattformen überfordert.</p>
<h3>Chancen und Risiken der Digitalisierung</h3>
<p>Die Weltbank kommt in ihrer Studie zum Ergebnis: Chancen des digitalen Fortschritts bestünden vor allem in den potenziellen Förderungsmöglichkeiten von Inklusion, Effizienz und Innovation. Weltweit haben immer mehr Menschen Zugang zum Internet – nichtsdestotrotz bleiben global betrachtet noch immer knapp 60% der Menschheit offline. Auch führe eine verbreiterte Informationsbasis zu geringeren Transaktionskosten für Unternehmen und Regierungen sowie zu einer erweiterten Innovationspalette im Sinne des E-Commerce.</p>
<p>Wie so oft ziehen innovative Chancen im Digitalen auch neue Risiken und Rückschläge nach sich. So gesteht auch die Weltbank ein, dass die wachsenden globalen Zweige und digitalen Verästelungen innerhalb und zwischen Unternehmen keine Früchte trugen: eine erhöhte Produktivität blieb aus. Durch die starke finanzielle Akzentuierung im Weltentwicklungsbericht, wird die enorme Bevorteilung der Eliten durch digitale Technologien vornehmlich im politisch-ökonomischen Rahmen thematisiert. Äußerst plakativ zeigt dies vor allem ein Beispiel im Rahmen des E-Governance: technisch faire und freie Wahlen werden von Jahr zu Jahr seltener – und das, obwohl sich immer mehr Länder als Demokratien deklarieren.</p>
<h3>Digitale Kluft = soziale Kluft?</h3>
<p>Nur wenige Menschen weltweit profitieren von digitalen Technologien. Soziale Ungleichheiten verschärfen sich global – und zwar, innerhalb von Gesellschaften sowie zwischen ihnen. Theoretische Chancen der Digitalisierung greifen für die Mehrheit der Weltbevölkerung also nicht. Die Frage, inwiefern eine möglichst schnelle und effektive Digitalisierung wirklich in jedem gesellschaftlichen Kontext erstrebenswert ist, bleibt im Weltentwicklungsbericht 2016 unberücksichtigt. Auch bleibt die Frage, inwiefern technischer Fortschritt für jedes Land nachzuholen und wünschenswert ist, im Rahmen einer ethischen Debatte zur Digitalisierung offen. Obgleich die wirtschaftlichen Analysen des Berichts die globalhistorisch gewachsenen Machtbeziehungen in den Schatten stellen, liegt der Fokus zeitweilig auf dem Wechselspiel zwischen digitaler und sozialer Ungleichheit.</p>
<p>Auch der mögliche sozio-politische Mehrwert der Digitalisierung – wie man ihn in Form sozialer Bewegungen schon beobachten durfte – ist nicht zu unterschätzen. Umso deutlicher bilden eine gesellschaftlich verankerte analoge Basis, digitale Zugangsmöglichkeiten und Nutzerkompetenzen &#8211; global betrachtet &#8211; ein sehr hohes Privileg. Der tägliche Zugang zu Strom, Internet und einem Mobiltelefon erleichtert Kommunikation und Arbeitsprozesse enorm. Im Großen und Ganzen macht die Debatte um den Weltentwicklungsbericht herum aber implizit auf weitaus existentiellere Ungleichheiten aufmerksam: Ja, auch die 20% der Weltbevölkerung mit dem geringsten Einkommen besitzen nun zu 70% ein Mobiltelefon – aber: Nein, das bedeutet bei Weitem nicht, dass sich der Trinkwasserstrom in gleicher Reichweite verbreitet hätte.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/binary-random-numbers-digital-ones-1254502/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Globale Digitalisierung</a> von <a href="https://pixabay.com/en/users/GDJ-1086657/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GDJ</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 17</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 16:41:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Divide]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/links-zwo-drei-vier-kw-17-0"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" width="55" height="60" /></a>Der &#34;RegSprecher&#34; twittert wieder; Die Idee des FreiFunks; Soziale Ungleichheit und Surfverhalten; Fragen an einen Experten für Netzrecht - Dies und mehr in der Linkliste. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der &#8220;RegSprecher&#8221; twittert wieder; Die Idee des FreiFunks; Soziale Ungleichheit und Surfverhalten; Fragen an einen Experten für Netzrecht &#8211; Dies und mehr in der Linkliste.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/03/Amber-Case" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Drei verschiedene Cyborg-Typen</a></p>
<p>Alina Schadwinkel interviewt auf Zeit Online die Cyborg-Anthropologin Amber Case über die Beziehung von Mensch und Technik. Case erläutert in dem Gespräch, wie der alltägliche Umgang mit Elektronik, Computern und Online-Tools Ihre Denkprozesse verändert hat. Die Gefahr, dass sich der Mensch über kurz oder lang zum Sklaven der Technik machen wird, sieht Case trotz aller Veränderungen nicht. Viel mehr stellt die 24-Jährige die These auf, dass sich Menschen im Internet genauso verhalten wie im wirklichen Leben.</p>
<p><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/04/28/zurueck-aus-den-ferien.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die &#8220;Marke&#8221; RegSprecher und die Zukunft der Regierungskommunikation<br />
</a><br />
In dem FAZ-Blog &#8220;Deus ex Machina&#8221; schreibt Teresa Bücker am Beispiel des twitternden Regierungssprechers Steffen Seibert über die Potenziale des Microblogging für Regierungsmitglieder. Scheu und Vorbehalte sollten zukünftig abgebaut und die Möglichkeiten des ungezwungenen, informellen Echtzeit-Dialogs zwischen Bürgern und Politik genutzt werden. Die Autorin ist sich sicher, dass nur auf dem vom &#8220;RegSprecher&#8221; beschrittenen Weg die &#8220;digitale Kluft zwischen Bürgern und Politikern&#8221; überwunden werden kann.</p>
<p><a href="http://ccc.de/de/updates/2011/kulturwertmark" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Preis kultureller Webinhalte<br />
</a><br />
Mit einer &#8220;kryptographisch gesicherten Micropayment-Währung&#8221;, der Kulturwertmark, hat sich der Chaos Computer Club (CCC) jüngst in die Debatte um digitale Verwertungsrechte und deren Alimentierung eingeschaltet. Die Verfasser fordern auf der CCC-Website, angesichts einer sich wandelnden Medienlandschaft die Bezahlung von Kulturschaffenden zu revolutionieren und den Betrag (der Begriff &#8220;Kulturwertmark&#8221; ist lediglich ein Arbeitstitel) als Alternative zur aktuell ebenfalls diskutierten &#8220;Kulturflatrate&#8221; zunächst über die Internet-Anbieter abzurechnen.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~EE5C0A112D9FD4D95AD99A606D3F60F16~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Sensibilität im Umgang mit privaten Daten<br />
</a><br />
In einem Namensbeitrag für die &#8220;Frankfurter Allgemeine Zeitung&#8221; nimmt Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger zu Fragen des Datenschutzes und der Netzpolitik Stellung. Neben der entschiedenen Ablehnung der &#8220;Post-Privacy&#8221;-Theorie plädiert die renommierte FDP-Justizpolitikerin dafür, anzuerkennen, welche Chancen das Internet für die Demokratieentwicklung bietet, und nennt als Beispiel die revolutionären Umwälzungen in Nordafrika. Leutheuser-Schnarrenberger richtet zudem den Appell an die Netzgemeinde, bei der Ausarbeitung ethischer Netz-Standards selbst aktiv zu werden und diese nicht dem Staat zu überlassen.</p>
<p><a href="http://www.netzwelt.de/news/86387-udo-vetter-interview-niemand-will-bespitzeln-lassen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konsumentenrechte im Internet<br />
</a><br />
Das Online-Magazin netzwelt.de hat in einer Interview-Serie mit dem Rechtsanwalt und bekannten Blogger Udo Vetter über rechtliche Fallen im Internet und dessen zukünftige rechtliche Regulierung gesprochen. Potenzielle juristische Fallen für Internet-Nutzer sieht Udo Vetter weiterhin bei der Nutzung von Musiktauschbörsen (Napster, Torrent) sowie bei der unüberlegten Generierung eigener Netzinhalte bei Facebook oder StudiVZ.</p>
<p><a href="http://www.gov20.de/deutschland-kein-land-politischer-innovationen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Partizipation – Beispiel Schweden?<br />
</a><br />
In dem Blog &#8220;Gov20&#8221; ist kritisiert worden, dass es den deutschen Internetnutzern an Dialogmöglichkeiten mit ihren Volksvertretern mangele. Der Blogbeitrag resümiert die bestehenden Kanäle, auf denen deutsche Politiker bisher mit dem Wähler kommunizieren und kommt zu dem Schluss, dass zwar alle Parteien in den sozialen Netzwerken vertreten sind, Politiker von Bündnis90/Die Grünen dort aber überdurchschnittlich aktiv seien. Als europäisches Vorbild werden Schweden und die dortige Diskussionsplattform <a href="http://www.newsmill.se/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">newsmill.se</a> genannt.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/netz/netzgeraete/artikel/1/ein-geraet-auf-dem-fensterbrett-reicht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unabhängig von Providern<br />
</a><br />
Ben Schwan von taz.de spricht in einem Interview mit dem Internetaktivisten Jürgen Neumann über die seit 2002 bestehende Berliner &#8220;Freifunk&#8221;-Initiative. Grundgedanke dieses auf dem <a href="http://freifunk.net/idee/picopeering" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peco-Peering-Abkommen</a> basierenden Systems ist, dass kostenlos Daten ausgetauscht und Internet-Zugänge genutzt werden können. Neumann äußert in dem Gespräch des weiteren seine Sorge vor einer zunehmenden Monopolisierung und Diskriminierung bei der der Bereitstellung beziehungsweise Nutzung von Internetzugängen.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,757280,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Weltverändernde Internet-Generation&#8221;<br />
</a><br />
Auf Spiegel Online beleuchtet Hannah Pilarczyk aktuelle Studien zum alltäglichen Umgang junger Menschen mit dem Internet. Die spezifische Art der Internet-Nutzung sei bereits bei Kindern und Jugendlichen eine Frage der sozialen Herkunft. Zwar sei, anders als noch Mitte der 1990er-Jahre, der Besitz eines Computer- und Internet-Zugangs kein Phänomen wohlhabender Schichten mehr. Jedoch sei die Nutzung spezifischer Webinhalte und sogar die Frage, in welchem der unterschiedlichen sozialen Netzwerke ein Jugendlicher organisiert ist, eine Frage des Bildungshintergrundes. Die von Pilarczyk zusammengetragenen Ergebnisse analysieren erstmals die Nutzungsgewohnheiten einer Generation, die vollständig mit dem Internet als Informations- und Kommunikationsmedium aufgewachsen ist.</p>
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		<title>Deutschland digital geteilt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 20:49:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Divide]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die große Mehrheit der Deutschen ist nach wie vor nicht Teil der digitalen Gesellschaft. Das ist das Ergebnis der zweiten Ausgabe der <a href="http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2010/12/Digitale_Gesellschaft_2010.pdf" target="_blank" title="Zur Studie (pdf)" rel="noopener noreferrer">Studie „Die digitale Gesellschaft in Deutschland 2010“</a> der <a href="http://www.initiatived21.de" target="_blank" title="Initiative D21" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a>, die nun veröffentlicht wurde.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die große Mehrheit der Deutschen ist nach wie vor nicht Teil der digitalen Gesellschaft. Das ist das Ergebnis der zweiten Ausgabe der <a href="http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2010/12/Digitale_Gesellschaft_2010.pdf" target="_blank" title="Zur Studie (pdf)" rel="noopener noreferrer">Studie „Die digitale Gesellschaft in Deutschland 2010“</a> der <a href="http://www.initiatived21.de" target="_blank" title="Initiative D21" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a>, die nun veröffentlicht wurde.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
63 Prozent der Deutschen sind danach noch nicht oder wenig souverän im Umgang mit der digitalen Technik und ihren Medien. Zu dieser Gruppe werden die Nutzertypen „Digitale Außenseiter“ (28 Prozent), „Gelegenheitsnutzer“ (28 Prozent) sowie die „Berufsnutzer“ (7 Prozent) gezählt. Dagegen seien 37 Prozent der Deutschen in der digitalen Alltagswelt angekommen. Diese werden in die drei Nutzertypen „Trendnutzer“ (20 Prozent), „Digitale Profis“ (12 Prozent) und „Digitale Avantgarde“ (5 Prozent) unterteilt.
</p>
<p>
<b>Bildungsunterschiede</b>
</p>
<p>
Laut der Studie gibt es eine digitale Spaltung der Gesellschaft. So ließe sich bei der Gruppe der „Digitalen Außenseiter“ eine überwiegend geringe formale Bildung, ein Durchschnittsalter von 64,9 Jahren und ein unterdurchschnittliches Haushaltseinkommen feststellen. Die „Digitalen Profis“ dageben weisen eine hohe formale Bildung, ein Durchschnittsalter von 38,4 Jahren und das höchste durchschnittliche Haushaltseinkommen aller Nutzertypen auf.  
</p>
<p>
<b>&quot;Medienkompetenz fördern&quot;</b>
</p>
<p>
Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21, stellte fest, dass mehr getan werden müsse, um Menschen, für die das Internet noch unentdecktes Land sei, an die digitalen Medien heranzuführen. Er sprach sich auch für eine höhere Förderung der Medienkompetenz von Nutzern aus.</p>
<p>Die Studie wurde im Rahmen des (N)ONLINER Atlas von TNS Infratest durchgeführt und von einem parteien- und branchenübergreifenden Netzwerk mit dem Ziel verfolgt, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mit 66 ist noch lange nicht Schluss</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mit-66-ist-noch-lange-nicht-schluss-4349/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2009 17:45:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswirtschaftsministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Divide]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade Jüngere unterschätzen, dass viele Deutsche keinen Bezug zum Internet haben, so eine aktuelle Studie. Offline sind in Deutschland weiterhin viele Alte oder Bildungsferne. Das Bundeswirtschaftsministerium gibt daher bis 2011 3,8 Millionen Euro aus, um jene 30 Prozent der Bevölkerung zu vernetzen, die mit dem Internet nichts zu tun haben - und das eigentlich auch nicht planen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade Jüngere unterschätzen, dass viele Deutsche keinen Bezug zum Internet haben, so eine aktuelle Studie. Offline sind in Deutschland weiterhin viele Alte oder Bildungsferne. Das Bundeswirtschaftsministerium gibt daher bis 2011 3,8 Millionen Euro aus, um jene 30 Prozent der Bevölkerung zu vernetzen, die mit dem Internet nichts zu tun haben &#8211; und das eigentlich auch nicht planen. <!--break--></p>
<p>
Unter anderem durch Patenschaften sollen die sogenannten Nonliner das &quot;Internet erfahren&quot;, so das Ziel der gleichnamigen Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums. Das Projekt, das heute (12. Mai 2009) von der Parlamentarischen Staatssekretärin Dagmar Wöhrl vorgestellt wurde, soll dezentral funktionieren. Ziel ist es, dass Nonliner durch Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld ans Netz herangeführt werden &#8211; also nicht durch zentrale Kurse oder Schulungen.
</p>
<p>
<b>Idealfall: Oma un</b><b>d Enkel</b>
</p>
<p>
Im Idealfall zeigt der Enkel seiner Oma zuerst, was das Internet Spannendes für sie bietet und erklärt dann DSL und den Browser. Die Paten und Helfer sollen dafür Hilfestellungen und Infomaterial aus dem Netz bekommen. Ehrgeiziges Ziel der Initiative ist es also, nicht nur die reine Zahl der Onliner zu erhöhen, sondern auch die Qualität der Netznutzung zu verbessern.
</p>
<p>
<b>Anzahl der Onliner </b><b>wird überschätzt</b>
</p>
<p>
Warum 26 Millionen Deutsche nicht online vernetzt sind liegt auch weniger an den Zugangskosten. Dies will eine das Projekt begleitende repräsentative Studie von Infratest herausgefunden haben, die ebenfalls heute vorgestellt wurde. 87 Prozent der insgesamt 2004 Befragten nannten zunächst fehlende Kenntnisse und fehlende Helfer bei den vermuteten Gründen für Online-Nichtnutzung. Die Kosten kamen erst an siebter Stelle und wurden von 31 Prozent als Ursache vermutet. </p>
<p>Überhaupt überschätzen die Deutschen die Anzahl der Onliner. Insbesondere die Jungen liegen deutlich neben dem tatsächlichen Wert von 65 Prozent aus dem (N)onliner-Atlas 2008. Auf die Frage &quot;Wie viel Prozent der Bevölkerung in Deutschland nutzen Ihrer Meinung nach das Internet?&quot; schätzen die Befragten den Wert bei den Über 60-Jährigen auf 35 Prozent. Tatsächlich liegt er bei 29 Prozent, wobei die Internetnutzung mit steigendem Lebensalter rapide abnimmt.</p>
]]></content:encoded>
					
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