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	<title>Digital Health &#8211; politik-digital</title>
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		<title>eHealth: der wachsende Markt der mobilen Gesundheitslösungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carlotta Duken]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2016 08:46:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der eHealth Markt boomt. Um 10% wachsen jährlich die Angebote für online und mobile Gesundheits- und Medizinangebote in Europa. Die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14445634744_816f9db8b2_z.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150240" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14445634744_816f9db8b2_z.jpg" alt="NEC-Medical-137" width="638" height="346" /></a>Der eHealth Markt boomt. Um 10% wachsen jährlich die Angebote für online und mobile Gesundheits- und Medizinangebote in Europa. Die Digitalisierung des Gesundheitsmarkts birgt rechtliche, finanzielle und praktische Herausforderungen. Investieren lohnt sich dennoch, denn am Ende profitieren alle.</p>
<p>Der Zukunftsmarkt des 21. Jahrhundert liegt weder in Aktien oder Immobilien, sondern in unserer Gesundheit. <a href="http://www.bmg.bund.de/themen/gesundheitssystem/gesundheitswirtschaft/gesundheitswirtschaft-im-ueberblick.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Laut Bundesministerium für Gesundheit</a> investiert kein anderer Sektor so viel in Forschung und Entwicklung (F&amp;E) wie die Gesundheitsbranche. Im Jahr 2014 führte die Branche der Medizintechnik die Rangliste aller europäischen Patentmeldungen an. Neben neuen Technologien im Praxen- und Krankenhausbetrieb geht es um Gesundheits-Apps, die durch verschiedene Angebote dem Nutzer auf seinem Weg zu einem gesünderen oder fitteren Leben assistieren sollen.</p>
<p>Die rasante Vergrößerung der eHealth Branche erklärt das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage: während auf der einen Seite neue Innovationen in Medizin und Technik und eine immer digitalisiertere Gesellschaft entstehen, gibt es durch demographische Alterung und einem erhöhten gesellschaftlichen Bewusstsein für Gesundheit gleichzeitig mehr Bedarf für ein digitales Gesundheitsangebot. Insbesondere die wachsende Nachfrage und Notwendigkeit für mobile Gesundheitslösungen lässt den eHealth Markt stetig wachsen.</p>
<h3>Apple erobert den digitalen Gesundheitsmarkt</h3>
<p>Laut einer <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Gemeinsame-Presseinfo-von-Bitkom-und-BMJV-Fast-ein-Drittel-nutzt-Fitness-Tracker.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie der BITKOM</a> nutzen bereits 30% aller Smartphone-Besitzer Gesundheits-Apps. Die Funktion der Anwendungen variiert stark: Informationsquelle, Schmerztagebuch, Messgerät für Vitalwerte. Die Selbstvermessung von Körperfunktionen wie Atemfrequenz, Blutdruck oder Körpertemperatur funktioniert über sogenannte „Wearables“, also tragbare Sensoren in Kleidung oder Smartphone, die verschiedene Vitalwerte aufzeichnen können. Inzwischen gibt es mehr als 100.000 dieser Anwendungen. Viele Start-Ups und Webdienste haben das Potenzial erkannt und investieren in die digitalen Gesundheitsangebote.</p>
<p>Zu den prominentesten Anbietern und Investoren in diesen Markt gehört Apple. Das Unternehmen spricht auf seiner <a href="http://www.apple.com/lae/ios/health/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> von einer „Gesundheitsrevolution“. Mit seinem Team für digitale Gesundheit entwickelte Apple bereits „Health“, „ResearchKit“ und „CareKit“. Mit der eigenen Gesundheits-App „Health“ kann jeder iPhone-Nutzer beispielsweise seine Fitness per Schritt- und Kilometerzähler überprüfen, Körpermesswerte eintragen oder den eigenen Schlaf analysieren lassen. Die Open Source-Frameworks „ResearchKit“ und „CareKit“ erlauben hingegen das Sammeln und Zusammentragen von Daten, mit deren Hilfe Apps entwickelt werden, die die Erkenntnisse über Krankheiten und deren Bekämpfung voranbringen. Seit 2015 ermöglicht „ResearchKit“ die einfache Erstellung und Teilnahme an medizinischen Tests und Studien. Seit diesem Jahr gibt es „CareKit“, eine Software mit der der eigene Gesundheitszustand verwaltet werden kann: der Nutzer kann seine Körperwerte, Symptome oder Auswirkungen der Medikation dokumentieren und überwachen und gegebenenfalls die Informationen an seinen Arzt oder Klinikum weiterschicken.</p>
<p>Die bisherige Resonanz auf Apple’s Gesundheitsinnovationen ist sowohl von Verbraucher– als auch von Ärzteseite sehr positiv: <a href="http://www.golem.de/news/healthkit-immer-mehr-krankenhaeuser-nutzen-apples-gesundheits-app-1502-112175.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In den USA wird die App &#8220;Health&#8221; schon von vielen Krankenhäuser verwendet</a>, um den Gesundheitszustand von Patienten aus der Distanz zu kontrollieren und gegebenenfalls präventiv Komplikationen zu verhindern. Mit Hilfe des „CareKit“ <a href="http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Erste-Gesundheits-Apps-setzen-auf-Apples-CareKit-3192272.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">entstanden bereits zahlreiche Apps</a> wie „One Drop“ für Diabetiker oder „Start“ gegen Depressionen.</p>
<h3>Zukunftsmarkt eHealth: Wer profitiert?</h3>
<p>Lautet das Allheilmittel gegen zukünftige Erkrankungen also Big Data? Wie wir bereits berichteten, eröffnet der digitale Gesundheitsmarkt große Chancen für eine effizientere und kostengünstigere Gesundheitsversorgung, die auch eine Lösung für den demographischen Wandel und Ärztemangel auf dem Land darstellen können. Das Interesse an neuen Online-Angeboten und Apps liegt sowohl bei Patienten als auch bei Anbietern – Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen und Unternehmen.</p>
<p>Im Idealfall profitieren von dieser Revolution des Gesundheitssystems also alle Beteiligten. Der Patient, der schneller, besser und individualisierter versorgt und therapiert werden kann. Das Krankenhaus, das digitalisierte und zentralisierte Patientendaten und Möglichkeiten der Telemedizin nutzt. Der Staat und die Privatwirtschaft selbst, die durch Innovation neue Jobmöglichkeiten schaffen und Investitionen generieren. Weltweit könnten so bis 2018 <a href="http://www.deutsche-gesundheits-nachrichten.de/2015/02/04/konsumenten-treiben-entwicklung-des-e-health-marktes-voran/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">200 Milliarden Euro gespart</a> werden, berichten die „Deutsche Gesundheitsnachrichten“.</p>
<h3>eHealth und Datenschutz in Deutschland</h3>
<p>Neben all den Vorzügen einer digitalen Gesundheitswelt sind aber vor allem Datenschützer alarmiert. Gesundheitsdaten sind besonders sensibel und bedürfen hoher Sicherheitsstandards, um nicht in den falschen Händen zu landen. Anwendungen, die den Gesundheitszustand einer Person regelmäßig vermessen und dokumentieren, sind wertvolle Daten, an denen insbesondere Krankenkassen und Pharmaunternehmen interessiert sind. Krankenkassen locken bereits mit Prämien für besonders gesunde Lebensweisen ihrer Kunden.</p>
<p>In Deutschland trifft der elektronische Gesundheitssektor auf eine hoffnungsvolle Ausgangssituation. Laut der diesjährigen Veröffentlichung des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen nutzen in Deutschland etwa 45 Millionen Menschen Smartphones. Auch bedienen sich fast alle Krankenhäuser und Arztpraxen einer digitalen Datenverarbeitung. Trotz wachsenden Markts blieb der große Boom von eHealth in Deutschland bisher aus. Das liegt einerseits daran, dass die Digitalisierung in Krankenhäusern und Arztpraxen im internationalen Vergleich weiterhin Verbesserungspotenzial hat, also beispielsweise im elektronischen Datenaustausch zwischen Krankenhäusern oder der Digitalisierung von internen Abläufen. Ein zweiter <a href="https://ehealthblog.de/linktipps/deutschland-nutzt-e-health-potenzial-nicht-aus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grund</a> liegt darin, dass viele Start-Ups und innovative Unternehmen durch die unsicheren rechtlichen Rahmenbedingungen abgeschreckt werden. Insbesondere beim Thema Datenschutz werden Sachverhalte teilweise in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich ausgelegt und stellen so eine Unsicherheit für Unternehmen dar.</p>
<h3>Rechtlicher Rahmen in Deutschland und der EU</h3>
<p>Um in seiner medizinischen Digitalisierung nicht von Ländern wie den USA abgehängt zu werden, rüstete Deutschland letztes Jahr mit dem <a href="http://www.bmg.bund.de/themen/krankenversicherung/e-health-gesetz/e-health.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Health Gesetz</a> auf: Bis 2018 sollen alle Arztpraxen und Krankenhäuser mit einer Telematik-Infrastruktur verbunden sein und jeder Patient über eine elektronische Patientenakte verfügen. Einfacher Datenverkehr zwischen Krankenhäusern, Fachaustausch über Videokonferenzen und Televisiten von Patienten würden so zum Alltag jedes Arztes und Pflegekraft gehören. Im Zentrum des Gesetzes steht der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die für eine bessere Vernetzung und Vereinfachung des Datenaustausches notwendig ist.</p>
<p>Auch auf europäischer Ebene bildet eHealth ein zentrales Element der Digitalen Agenda, die 2010 von der Europäischen Kommission vorgestellt wurde. Eine verstärkte und effizientere Nutzung von Technologien soll zu höheren Gesundheitsleistungen beitragen, deren Kosten senken und gleichzeitig neue Jobs schaffen.</p>
<h3>Herausforderung der Finanzierung</h3>
<p>Viele Bereiche des eHealth Sektors wie Gesundheits-Apps oder -Software werden sich in den nächsten Jahren weiter vergrößern. Die Finanzierung der Telematik-Infrastruktur bleibt wohl die größte Herausforderung. Denn die Umstellung von analog auf digital ist teuer und auf große Investitionen angewiesen – Geld, das viele Krankenhäuser nicht haben. Langfristig werden sich die Investitionen auszahlen, denn das Einsparpotenzial von eHealth ist groß: eine bessere digitale Verwaltung und Vernetzung von Daten bedeutet unter anderem weniger Arztbesuche, individueller zugeschnittene Therapien, weniger Verdopplung von Arbeit und Untersuchungen. Die gesteigerte Effizienz des Krankensystems, beispielsweise durch Ferndiagnosen oder Online-Rezeptausstellungen, würde die Gesamtkosten der pro-Kopf-Krankenkassenbeiträge senken.</p>
<p>Um das ganze Potenzial von eHealth auszuschöpfen, müssen Nutzer bereitwillig ihre Daten an Ärzte und Krankenhäuser weitergeben. Im Krankheitsfall sind dazu sogar 75% aller Deutschen bereit, berichtet die <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Gemeinsame-Presseinfo-von-Bitkom-und-BMJV-Fast-ein-Drittel-nutzt-Fitness-Tracker.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BITKOM</a>. Um das Vertrauen weiter zu steigern, braucht es mehr Sicherheit und Transparenz bezüglich der Speicherung und Verwendung von Daten der digitalen Apps oder Programme. Außerdem verlangt es nach entsprechenden Rahmenbedingungen, um den Standort Deutschland für Investoren attraktiver zu machen. Das eHealth-Gesetz bildet eine gute Grundlage für Deutschlands digitalen Gesundheitsmarkt; aber nur bei konsequenter Umsetzung der neuen Richtlinien hat Deutschland eine Chance, im internationalen Vergleich aufzuholen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/neccorp/14445634744/in/photolist-o1vDW1-qY4yxc-9biVkj-751pp6-dx9hXw-d52ED3-98TizC-e3vXtG-7dFXR9-fGGWse-xmtLD-7x6SsM-xXe7P-pc7k2u-9HUs18-aYPRFc-e6ozvb-nJ7P9M-7JekWW-8NV3hH-fGZyeE-hRLTUV-pxCj6J-kzwq5P-cp4c1Q-iR1sAE-giLQdY-5Efiwa-7p8CH1-pcuLz-d2TmHm-6LyK5M-aiqKtD-jnppze-fGZAY3-e19V5J-fGH3uD-q6bu3C-hL15ix-ctvCkC-nB5JZn-8VENMy-bv4Mv6-6y5h3e-cc59Sw-53RKPh-aexHoJ-dzXg3D-8uKeGF-aBnCE3/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NEC-Medical-137</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/neccorp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NEC Corporation of America</a> via <a href="https://www.flickr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Beipackzettel: Electronic Health (eHealth)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Donat]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2016 13:56:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Fragen Sie noch Ihren Arzt oder Apotheker? Lesen Sie sich diese Packungsbeilage zu eHealth sorgfältig durch. Sie enthält einen Überblick [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild_eHealth.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150178" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild_eHealth.jpg" alt="titelbild_ehealth" width="640" height="310" /></a>Fragen Sie noch Ihren Arzt oder Apotheker? Lesen Sie sich diese Packungsbeilage zu eHealth sorgfältig durch. Sie enthält einen Überblick rund um Chancen und Risiken des digitalen Gesundheitswesens für Sie. Aktuelle digitale Produkte aus der Reihe eHealth sind ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss eHealth jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.</p>
<h3>1. Was ist eHealth und wofür wird es angewendet?</h3>
<p>Zur mehr oder minder akuten medizinischen Versorgung und allgemeinen Hilfe im Gesundheitswesen kann die Anwendung elektronischer Geräte dienen– kurz: eHealth. Mobile eHealth Lösungen, wie Gesundheitsapps, werden auch unter dem digitalen Tochterpräparat mHealth (Mobile Health) vermarktet. Die Angebotspalette eHealth ist unglaublich groß: die pure Informationssuche online zu Gesundheitsthemen, die Nutzung von Gesundheitsportalen sowie der Erfahrungsaustausch mit anderen und der gesundheitsbezogene E-Commerce spielen darin zentrale Rollen. Über elektronische Patientenakten, medizinische Vermessungen per App und Sensoren, Wearables (bspw. Fitnessarmbänder oder Smart Watches) sowie gesundheitlich- therapeutische Coaching-Apps bis zur schnellen online Bestellung bei der Apotheke und der Videosprechstunde mit dem Hausarzt reicht die Vorteilswelt des eHealth.</p>
<p>Eine verstärkte Wirkung von eHealth ist zu erwarten, wenn Sie zu den Leuten gehören, die immer eine gefühlte Ewigkeit in Wartezimmern von Ärzten verbringen. Ressourceneinsparung bei Zeit und Geld: die Digitalisierung des Gesundheitssektors kann helfen, analoge Probleme zu lösen. Den Mangel an Beratungs- und Gesprächszeit bei Ihrem Arzt können Sie nun durch Eigenrecherche und verbesserter Mitwirkung in Form von Selbstvermessung oder des Führens eines digitalen Schmerztagebuchs kompensieren. Digital Health erreicht aber auch eine zwischenmenschliche Ebene: vielleicht reicht eine kurze Online-Kommunikation mit Ihrem Arzt oder digital übermittelte Daten ihrerseits, um eine Ferndiagnose zu stellen oder im Notfall einen Termin mit Ihnen zu vereinbaren. Kosteneinsparungen und Effizienz auf Seiten der Medizin sind vor allem im Bereich der Forschung, aber auch durch die Vermeidung von Doppeluntersuchungen denkbar. Big Data bieten das große Potenzial, Betrugsfälle systematisch zu identifizieren, neue medizinische Erkenntnisse zu erlangen und diagnostisch präziser zu arbeiten. Denn: gesellschaftliche Krankheitsentwicklungen können durch eHealth in einer höheren Quantität verfolgt und verglichen werden.</p>
<h3>2. Was müssen Sie vor der Einnahme von eHealth beachten?</h3>
<p>Besondere Vorsicht bei der Einnahme von eHealth ist bei technischen Sicherheitslücken und der Weitergabe von Daten an Dritte erforderlich. Das mögliche Missbrauchspotenzial, dem Sie sich durch die Anwendung von eHealth-Produkten aussetzen, ist jedoch nicht klar erkennbar. Prozesse laufen hinter verschlossenen Türen ab und lassen die Stärke der Nebenwirkungen in der Welt der Big Data nicht genau bestimmen. Verschiedene eHealth-Präparate zeigen unterschiedlich starke Risiken: per App Blutzucker messen in Eigenregie, elektronisch die täglichen Kalorien und Schritte zählen sowie Erinnerungen für Medikamente und regelmäßige Workouts. Warum wollen manche Apps dafür Zugriff auf Ihren Standort, Medien, Kamera, Geräte-ID und und und?</p>
<p>Die Datensammlung geht meistens an die Urheber der Anwendungen zurück und wird dort gespeichert. Nicht selten landen Big Data aber auch bei Dritten, da Daten weiterverkauft werden. Zu diesem Zeitpunkt verlieren Sie als VerbraucherIn nun endgültig den Überblick über die Nutzung Ihrer eigenen Informationen in der großen weiten Datenökonomie. Fest steht: Um überhaupt theoretisch von eHealth profitieren zu können, müssen Ihre Messwerte zuverlässig erhoben werden. Auch die Aussagekraft dahinter muss im entsprechenden Kontext verstanden werden. Denn nur zu oft führt präventives Verhalten oder die Recherche der eigenen Symptome zu unnötiger Angst und Fehldiagnosen.</p>
<h3>3. Wie ist eHealth einzunehmen?</h3>
<p>Eine vorschriftsmäßige Nutzung von – was das genau bedeutet, hat auch der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (<a href="http://www.svr-verbraucherfragen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SVRV</a>) in einer <a href="https://www.bmjv.de/DE/Ministerium/Veranstaltungen/SaferInternetDay/01192016_Digitale_Welt_und_Gesundheit.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesjährigen Veröffentlichung</a> diskutiert und gibt dafür zwei Handlungsratschläge:  Die volle Wirkkraft von eHealth komme demnach nur zur Geltung, sobald einerseits transparente und verlässliche (evidenzbasierte) Verbraucherinformationen und andererseits, eine Stärkung der Alltagskompetenzen der VerbraucherInnen vorliegen. Die Einnahme von eHealth ist also je nach angemessenem Level an Transparenz auf Angebots- sowie Kompetenz auf Nachfrageseite zu dosieren. Falls Sie zu viel kommerzielles eHealth eingenommen haben, ist ein rückwirkender Entzug Ihrer Daten leider nicht möglich.</p>
<p>Bei der Einnahme von eHealth mit analog eingeholten Gesundheitstipps können Wechselwirkungen entstehen: Viel öfter müssen heutzutage Ärzte ihre eigenen Entscheidungen und Handlungen vor Patienten rechtfertigen. Digitale Patienten werden gerne mal selbst zum Arzt und haben sich vorab schon eine eigene Meinung über Diagnose und Zusammenstellung der Medikamente gemacht. So konstatiert der SVRV-Bericht, dass im EPatient Survey 2015 bereits 10% der Befragten angaben, die Dosis oder Zusammenstellung ihrer Medikamente selbst verändert zu haben. Die gesundheitlichen Risiken bei einer Selbstdiagnose sind bedenklich hoch.</p>
<h3>4. Zukunftsdiagnose eHealth?</h3>
<p>Zukünftige Aufbewahrungsbedingungen von eHealth korrelieren mit vielen gesellschaftlichen Entwicklungen: die Land-Stadt-Migration, der demographische Wandel, damit einhergehende steigende Kosten im Gesundheitssektor und Ärztemangel sowie geplante Gütesiegel auf Seiten der Wissenschaft und Politik. All diese Facetten beeinflussen die Chancen und Risiken des digitalen Gesundheitssystems. Für Menschen aus ländlichen Gegenden mit aufwändiger Anreise zum Arzt könnte eHealth zukünftig großes Potenzial bieten. Auch führen steigende Lebenserwartungen und die gesellschaftliche Alterung kurz- oder langfristig zu medizinischen Engpässen: Während aktuell schon jede fünfte Person mindestens 65 Jahre alt ist, prognostiziert das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (<a href="http://www.bib-demografie.de/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BiB</a>) im <a href="http://www.bib-demografie.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Broschueren/bevoelkerung_2016.pdf;jsessionid=8B448FDC54BF17CE9759B20F9563943F.2_cid321?__blob=publicationFile&amp;v=5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesjährigen Bevölkerungsentwicklungsbericht</a> einen Anstieg auf jede dritte Person in Deutschland bis 2060.</p>
<p>Dennoch gilt es vor allem aus ethischer Perspektive den wissenschaftlichen Nutzen des eHealth-Angebots zu bezweifeln. Denn wir befinden uns in einer rechtlichen Grauzone des eHealth – einem ungeschützten Markt, in dem Sie zwischen spielerischen digitalen Gesundheitsangeboten und der kommerziellen Datenverwertung abwägen müssen. Mit dem Ziel, sich selbst besser unter Kontrolle zu haben, wird man eventuell umso mehr von außen kontrolliert. Der Bereich des Gesundheitssektors hat sich ausgedehnt: auch Themen aus Ernährung und Fitness finden großen Anklang in digitalen Gesundheitsangeboten. Die große Empfehlung zum Präparat eHealth heißt daher: keine unüberlegten Einnahmen und im Zweifel fragen Sie lieber Ihren analogen Arzt oder Apotheker – zumindest per E-Mail, Chat oder Videoanruf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: eHealth von <a href="http://politik-digital.de/user/jdonat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jana Donat</a> / <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, licenced <a href="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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