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	<title>Digital Rights Managment &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Von der Leerkassette zum Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">
<b>Teil 2</b>
</span></span>
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Teil 2</b><br />
</span></span></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> In der analogen Welt waren es die Kassetten, heute lösen &quot;File-Sharing&quot;<br />
oder &quot;Online-Download&quot; bei diesen Branchen Schweißausbrüche<br />
aus. 1965 behalf man sich mit einer &quot;Leerkassetten- und Geräteabgabe&quot;,<br />
die nach einem bestimmten Schlüssel von Verwertungsgesellschaften<br />
wie der <a href="http://www.gema.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">GEMA</a> und der <a href="http://www.vgwort.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
VG Wort</a> an die berechtigten Urheber verteilt wird. Diese pauschale<br />
Vergütung ist seit 1985, also seit mehr als 15 Jahren, nicht mehr<br />
erhöht worden. Auf der rechtlichen Ebene wird nun diskutiert, inwieweit<br />
das für physische Medien angewandte Prinzip der Pauschalvergütung<br />
auch für den digitalen Bereich taugt. Ein im Juli vom Bundeskabinett<br />
beschlossener Bericht über die Entwicklung der Vergütungen für<br />
Künstler, Autoren und andere kreativ Tätige sieht vor, dass<br />
moderne Medien in diese Abgabepflicht durch Gerichtsentscheidungen oder<br />
Modernisierung des Urheberrechtsgesetzes einbezogen werden. Die Industrie<br />
zieht diesem Verfahren die Vergabe von Einzellizenzen und individuelle<br />
Abrechnungsverfahren vor. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> In der Tat entspricht die Erhebung urheberrechtlich begründeter<br />
Pauschalen kaum dem Stand der Technik. Die Computer- und Internet-Initiative<br />
<a href="http://www.i-d21.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> D21</a>, die eine schnelle<br />
Anpassung des Urheberrechtsgesetzes an die Erfordernisse des Internets<br />
fordert, lehnt eine solche Copyright-Abgabe für digitale Produkte<br />
ab. In einem solchen Vorgehen sieht die aus Wirtschaftsunternehmen und<br />
Institutionen bestehende Gruppe, die mit Bundesjustizministerin Herta<br />
Däubler-Gmelin regelmäßig Lösungen für einen<br />
modernen Urheberrechtsschutz erörtert, eine Sonderbesteuerung, die<br />
im internationalen Vergleich zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen führen<br />
wird. </span></span><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Deutschland IT-Entwicklungsland?</b><br />
</span><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Politik und Wirtschaft gehen<br />
unterschiedlich um mit der rasanten Entwicklung des World Wide Web. Im<br />
Grunde geht es einmal mehr um das Verhältnis von staatlicher Steuerung<br />
und Marktsteuerung. Die Gesetzgebung steht vor dem Problem, dass sie wenn<br />
sie die digitale Ökonomie zu sehr reguliert, den Fortschritt bremst und<br />
den Nimbus des &quot;IT-Entwicklungslandes Deutschland&quot; niemals los wird. Tut<br />
sie das nicht, läuft sie Gefahr vom neuen Medium überrannt zu<br />
werden. </span><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Die Wirtschaft bevorzugt Selbstregulierung<br />
und -kontrolle. Dafür hakt es noch gewaltig bei den technische Lösungen,<br />
mit denen sie der staatlicher Überregulierung zuvorkommen wollen. Um den<br />
freien Datentausch zu verhindern bzw. das Urheberrecht auch dann zu schützen,<br />
wenn sich der Nutzer das Werk bereits auf seine Festplatte geladen hat,<br />
setzen die Unternehmen auf &quot;Digital Rights Managment&quot;-Lösungen, die<br />
vorwiegend auf Verschlüsselungsalgorithmen und so genannten Wasserzeichen<br />
basieren. </span><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Welcher Schutz ist möglich?</b><br />
</span><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> So haben Xerox und Microsoft<br />
gemeinsam das Unternehmen <a href="http://www.contentguard.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;ContentGuard&quot;</a><br />
gegründet, das Software zum Schutz von jeglichem urheberrechtlich<br />
gefährdeten Content entwickelt. Der Bundesverband der Phonographischen<br />
Wirtschaft im Hamburg vertraut auf ein System namens &quot;Rights Protection<br />
System&quot; (RPS). Dieses soll Providern helfen, den Zugriff auf illegale,<br />
zuvor in eine Art Negativliste aufgenommene Inhalte zu verweigern, um<br />
sie gleichzeitig in die Verantwortung zu nehmen für den Fall, dass<br />
dann doch illegal kopierte Inhalte verbreitet werden. </span><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wie viel Schutz ist nötig?</b><br />
</span><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Es ist ungewiss, wie lange<br />
sich die Unternehmen der illegalen Verbreitung von Content mittels digitaler<br />
Grenzkontrollen oder Kopierschutzsysteme erwehren können, wenn sich<br />
erst mal Profis daran setzen, die Programme zu knacken. Fraglich ist allerdings<br />
viel mehr, wer beim RPS die Sperrlisten kontrolliert. Die vermögensrechtliche<br />
Interessen der betroffenen Branchen bestimmen zwar die Diskussion, sind<br />
aber eben nur die eine Seite der Medaille. Ihr stehen Bedenken gegenüber,<br />
dass große Restriktionen die grundgesetzlich geschützte Informationsfreiheit<br />
gefährden und zu einer wirtschaftlichen Monopolisierung führen<br />
werden, die einer staatlichen Zensur in nichts nachsteht. Aus Urheberrecht<br />
und Unternehmenspolitik, so argumentieren die Befürworter eines zensurfreien<br />
Internets, dürfe nicht eine dem demokratischen Charakter und den<br />
vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Internets diametral entgegenstehende<br />
Handhabung entstehen. </span><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Der Sozialethiker Jeremy Rifkin<br />
erklärt in seinem neuen Buch &quot;Access &#8211; das Verschwinden des Eigentums&quot;<br />
eben jenen &quot;Access&quot;. Zugriff, Zugang wird hier zur Formel des kommenden<br />
Zeitalters. Materielles Eigentum, bislang Inbegriff ökonomischer<br />
Macht, verliert dabei an Bedeutung, geistiges Eigentum wird zum bestimmenden<br />
Faktor. Dieses wird nicht länger getauscht, verkauft und erworben,<br />
sondern es wird gegen eine Gebühr zur begrenzten Nutzung zur Verfügung<br />
gestellt. Das &quot;Access-Zeitalter&quot; birgt Möglichkeiten &#8211; auch für<br />
Urheber und Interpreten geistigen Eigentums &#8211; und Risiken. Es ist sowohl<br />
problemlösend als auch problemschaffend. Die Politik steht vor der<br />
Herausforderung, die Interessen der Urheber und Nutzer, der New Economy<br />
und der Öffentlichkeit im Cyberspace unter einen Hut zu bringen, ohne<br />
dass das Internet zu einer von staatlicher Aufsicht oder Geschäftsinteressen<br />
dominierten Technologie verkommt. </span><br />
</span>
</p>
<p>
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1</a> </span></span></p>
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