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	<title>Digitale Kluft &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Digitale Kluft &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Hilfe auf der Flucht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Donat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2016 13:14:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Facebook und Viber – damit hat Zabi seine lange Reise aus Afghanistan nach Deutschland bewältigt. Ein eigenes Smartphone hatte der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild_Apps-Flüchtlingshilfe-640px.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-149978" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild_Apps-Flüchtlingshilfe-640px.png" alt="Apps Flüchtlingshilfe" width="640" height="314" /></a>Facebook und Viber – damit hat Zabi seine lange Reise aus Afghanistan nach Deutschland bewältigt. Ein eigenes Smartphone hatte der 17-Jährige auf der Flucht nicht. Damit stellt Zabi, laut kürzlich veröffentlichter <a href="http://www.betterplace-lab.org/wp-content/uploads/ICT4Refugees-Report.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline">ICT4Refugees-Studie</span></a>, keine große Ausnahme dar. Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (<a href="https://www.giz.de/de/html/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GIZ</a>) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (<a href="http://www.bmz.de/de/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline">BMZ</span></a>) haben FeldforscherInnen von <a href="http://www.betterplace-lab.org/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline">betterplace lab</span></a> und <a href="https://kiron.ngo/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline">Kiron Open Higher Education</span></a> erstmals das digitale Nutzerverhalten von Menschen auf der Flucht untersucht – in Jordanien, Griechenland und der Türkei.</p>
<p><em>„Warum haben die denn alle Smartphones?“ </em>fragten sich manche Bürger zu Beginn der großen globalen Zufluchtssuche. Glücklicherweise verwandelten sich skeptische Blicke &#8211; in vielen Fällen &#8211; zu verständnisvollen Mienen. Schnell erkannten Initiativen, NGOs und die netzaffine Zivilbevölkerung: Smartphones für Geflüchtete sind einerseits notwendig und andererseits auch Potenzial für technische Innovationen. Eine bereits breite Angebotspalette an Apps und Websites für Zufluchtssuchende bereichert die digitale Welt heute. Nicht nur zur Integration in Deutschland, sondern auch zur Erleichterung der Flucht und der Arbeit in den weltweiten Camps sprudelte es an digitalen Ideen. Plattformen, welche Angehörige wieder zusammenbringen sollen – wie <a href="https://refunite.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline">Refunite</span></a> oder <a href="http://familylinks.icrc.org/europe/en/Pages/Home.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline">Trace the Face</span></a> des Roten Kreuzes sowie Online-Informationsportale – wie <a href="https://www.refugeeinfo.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline">refugeeinfo-org</span></a> oder die Initiative eines Syrers <a href="http://8rbtna.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline">8rbtna</span></a> – sollen Menschen auf der Flucht helfen. Ohne Frage: auf der Flucht ist das Smartphone mehr als nur ein nützliches Werkzeug. Der emotionale Wert überwiegt. Das Smartphone ist oft die einzige Verbindung nach Hause sowie Schnittstelle zwischen Flüchtenden. So kann das vergebliche Warten auf eine Antwort von Angehörigen auf WhatsApp in manchen Fällen auch eine schleichende Hiobsbotschaft sein. Eine zusätzliche psychische Belastung, in die man sich von außen kaum hineinversetzen kann.</p>
<p>Nun verkündet die ICT4Refugees Studie: Smartphones sind auf der Flucht schon weit verbreitet, aber nicht jede Person besitzt eins. Schwankungen gebe es dort auch je nach materiellem Wohlstand eines Landes: Während der Smartphone-Besitz unter Geflüchteten aus Syrien nahezu Standard sei, sehe es bei AfghanInnen anders aus. Besonders bei Gruppen sei ein gemeinsames Smartphone pro Familie oder Freundeskreis auf der Flucht nicht unüblich. Jedoch nutzen nur Wenige neben privaten Messenger-Diensten andere Plattformen oder Apps. Das bestätigt auch Zabi: „Ich wusste nicht einmal, dass es Apps und Websites gibt, die Flüchtlingen helfen sollen.“</p>
<h3>Empfehlungen der ICT4Refugees-Studie: „Do no Harm“</h3>
<p>Für Engagierte, Fachleute und EntscheidungsträgerInnen im Rahmen der digitalen Entwicklungshilfe sprechen die beiden Autoren der ICT4Refugees-Studie einige Anregungen aus. Primär gilt es zu berücksichtigen, inwiefern Flüchtlingsgruppen Zugang zum Internet haben – und das nicht nur im technischen Sinne. Die Frage muss viel breiter gefasst werden: Haben Flüchtende auch kulturellen, sozio-ökonomischen, politischen und legalen Zugang? Problematisch wird digitale Innovation, sobald wir von unseren eigenen Nutzungsgewohnheiten und – kompetenzen ausgehen. Laut der ICT4Refugees-Studie seien vor allem ein verantwortungsvoller Umgang mit Datenschutz und niedrige Nutzerbarrieren wichtig. Freigegebene Informationen über die Identität einer flüchtenden Person können fatale Folgen für Einzelne haben. Der Schutz des Individuums sollte immer höchste Priorität haben.</p>
<p>Viele Apps können allein schon aus Gründen wie einem Mangel an Speicherplatz, Datenvolumen oder einer fehlenden E-Mail Adresse zur Registrierung scheitern. Nicht nur der Umgang mit E-Mails, auch das Konzept einer Website muss nicht jeder Person geläufig sein. So bestätigten viele in den Camps, die Banneraufschriften mit „refugeeinfo.org“ gar nicht als URL verstanden zu haben. Auch Zabi wusste von solchen Angeboten nichts und nutzte das Internet nicht in diesem Sinne als Informationsquelle. Manchmal ging er in Griechenland in ein Internetcafé, um Neues aus seinem Vertrautenkreis zu erfahren: „Ich war glücklich, dass ich über das Internet Kontakt zu Freunden halten konnte.“ Auch die ICT4Refugees-Studie bestätigt, dass viele Befragte ausschließlich eine private Eins-zu-Eins Kommunikation über ihre Smartphones nutzen: Textnachrichten über Chats und das Verschicken von Sprachnachrichten seien demnach üblich, alles darüber hinaus eher die Ausnahme.</p>
<p>Auch sind wir durch politisch-kulturelle Hintergründe alle auf verschiedene Arten mit Medien sozialisiert worden – das Level an Vertrauen in Nachrichten und Technologien kann sehr unterschiedlich sein.  Vielleicht haben sich auch deshalb private Messenger-Tools wie WhatsApp und Facebook als die meistgenutzten Plattformen herauskristallisiert. Die Autoren der Studie raten, diese als Grundlage für zukünftige Innovationen zu nutzen. So mache es bereits das <a href="http://www.yuva.org.tr/index.php?lang=EN" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline">Yuva Community Centre</span></a> in Gaziantep (Türkei): per Facebook und Telegram informieren sie und halten Kontakt zu Geflüchteten. Daher lautet das Credo im Bericht: Mit dem agieren, was es bereits gibt, anstatt dauernd das Rad neu zu erfinden. Wie wichtig auch eine gründliche Erfahrung der Gegebenheiten vor Ort ist, verbildlicht eine Anekdote der Studie: Auf der griechischen Insel Lesbos wartet man mit einer griechischen SIM-Karte oft vergebens auf Mobilfunksignal. Mancherorts liegt die Insel weniger als zehn Kilometer vom türkischen Festland entfernt. Geflüchtete und HelferInnen mit einer türkischen SIM haben auf der griechischen Insel manchmal eine höhere Signalstärke.</p>
<h3>Digitales Nutzerverhalten von Menschen auf der Flucht – Wie misst man das?</h3>
<p>Das individuelle Nutzerverhalten über Smartphones kann sicherlich nicht nach dem Herkunftsland der Flüchtlinge generalisiert werden. Die ICT4Refugees Studie hat aber versucht, Trends und Potenziale der „Information Communication Technology“ (ICT) in Flüchtlingscamps herauszufinden. Durch mehr als 100 qualitative Interviews mit Geflüchteten und HelferInnen vor Ort sowie Beobachtungen fanden sie viele Parallelen in Jordanien (Amman, Mafraq), Griechenland (Athen, Lesbos) und der Türkei (Istanbul, Gaziantep). Doch um wirklich bewerten zu können, wie sinnvoll manche Apps oder Info-Websites waren, fehlt vor allem immer noch eins: Feedback von Menschen wie Zabi – den Zufluchtssuchenden selbst.</p>
<p>Zur groben Planung der Route müssen Smartphone und Internet dennoch unerlässlich gewesen sein. Auch Zabi erinnert sich, dass manche „Google Maps und anderes“ auf ihrem Handy zur Routenplanung nutzten, „davon habe ich dann mit profitiert.“ Konkrete Websites extra für Flüchtlinge – darüber hatte Zabi aber auch von anderen nichts gehört. An dieser Stelle wird deutlich: nicht das digitale Angebot ist das Problem. Die wahre Hürde liegt in der Verbreitung und Koordination des vorhandenen, digitalen Hilfsangebots. Zu einem ähnlichen Resümee kam auch der digitale Flüchtlingsgipfel in Berlin Ende Juni, auf dem sich viele TeilnehmerInnen für mehr Koordination zwischen den vielen Initiativen aussprachen. Zugleich könnte dadurch auch die Finanzierung solcher Projekte nachhaltiger gestaltet werden. Damit von der ganzen technischen Mühe auch etwas bei den Geflüchteten in Camps und auf dem Weg ankommt, bedarf es aber vor allem der Kommunikation – zwischen den Initiativen und HelferInnen vor Ort sowie den Geflüchteten. Warum nicht technisch affine Geflüchtete in den Camps zu MultiplikatorInnen ermutigen? Vielleicht wäre das ein Anfang, um die digitale Kluft in den Camps langsam zu verkleinern und das technische Angebot auch wirklich an die Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen.</p>
<h3>Effektive Flüchtlingshilfe online oder digitales Durcheinander?</h3>
<p>Mittlerweile hat auch Zabi ein Smartphone von einem Freund bekommen und lernt das Internet seit seiner Flucht immer besser kennen: „Hier in Deutschland habe ich das Smartphone dann zum Deutschlernen genutzt. Das mache ich jetzt noch oft.“ Seit einem knappen Jahr wohnt der 17-Jährige jetzt in Deutschland. Noch ein Jahr geht Zabi zur Schule, bevor er eine Ausbildung anfangen will. Jetzt spricht und schreibt Zabi schon sehr gut Deutsch. Die Verständigung mit ihm ist einfach. Auf die Frage, mit welchen Apps und Seiten er lernt, verrät er: „Wenn ich im Internet Deutsch lernen will, dann schreibe ich einfach „Deutsch lernen“ und dann kommen viele Programme“.</p>
<p>Einmal mehr wird klar, dass wir umdenken müssen – auch technisch. Unsere eigenen Ansichten, Nutzungsverhalten und Vorstellungen engen uns oft gedanklich so sehr ein, dass wir trotz warmherzigen Engagements gegen eine digitale Wand laufen. Koordination zwischen den Projekten und Kommunikation mit den Geflüchteten sind hier die Zutaten für eine benutzerorientierte, digitale Flüchtlingshilfe. Beginnende <a href="http://politik-digital.de/news/digitale-fluechtlingshilfe-gemeinsam-sind-wir-staerker-149862/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kooperationen</a> von Initiativen, wie sie sich auf dem digitalen Flüchtlingsgipfel ergeben haben, zeigen immer mehr Potenzial zur Zusammenarbeit – erfreulicherweise auch immer öfter mit Geflüchteten zusammen. Denn, ohne die Zielgruppe aktiv miteinzubeziehen, werden wir es nicht schaffen, aus der digitalen Erschöpfung herauszuklettern und das Potenzial der Flüchtlingshilfe voll auszuschöpfen.</p>
<p>Titelbild: Screenshot Apps Flüchlingshilfe von <a href="http://politik-digital.de/user/jdonat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jana Donat</a> / <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, licenced <a class="external" href="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Digitale Technologien sind da, analoge Rahmenbedingungen fehlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Donat]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2016 13:40:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sauberes Trinkwasser ist auf manchen Teilen der Welt schwieriger zu erreichen als ein Mobiltelefon. Die Weltbank macht in ihrem diesjährigen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/binary-1254502_1280.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-149928" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/binary-1254502_1280.png" alt="Welkarte, Binärcode" width="640" height="370" /></a></p>
<p>Sauberes Trinkwasser ist auf manchen Teilen der Welt schwieriger zu erreichen als ein Mobiltelefon. Die Weltbank macht in ihrem diesjährigen Weltentwicklungsbericht „<a href="http://www.worldbank.org/en/publication/wdr2016" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Dividends</a>“ auf ein global-strukturelles Problem aufmerksam: Eine analoge Basis zur erfolgreichen Integration und Nutzung der Digitalisierung fehlt in vielen Bereichen. Digitale Technologien weiter auf der Welt zu verbreiten – das ist nicht die globale Herausforderung, mit der wir uns primär beschäftigen sollten.</p>
<p>Aktuell, aber nicht neu: Die notwendige Schaffung von Strukturen in einer Gesellschaft zur erfolgreichen „Modernisierung“ bildet keine revolutionäre Erkenntnis. Bereits 1962 beschrieb Modernisierungstheoretiker Shmuel N. Eisenstadt, dass Länder nicht in einen Modernisierungsprozess gestoßen werden dürften, solange die passenden Rahmenbedingungen in der Gesellschaft noch nicht etabliert seien. Auch wenn Eisenstadt vor über 50 Jahren noch nicht das Phänomen der Digitalisierung vor Augen hatte, strahlt die These Eisenstadts im Weltentwicklungsbericht 2016 in einem neuen – digitalen – Licht. Die aktuellen Daten des diesjährigen Berichts zeigen, laut Weltbank, durchaus beunruhigende Trends. Diese seien nicht auf fehlende Technologien, sondern vielmehr auf den global ungleich verteilten Zugang sowie die (Aus-)Nutzung der Digitalisierung zurückzuführen.</p>
<h3>Weltbank Report: zwischen analoger und digitaler Welt</h3>
<p>Nach wie vor sieht die Weltbank den Brückenschlag zwischen den Personen und Gesellschaften mit, und all jenen ohne, Zugang zu digitalen Technologien (<em>Digital Divide</em>) als wichtiges Ziel auf der Entwicklungsagenda. Allerdings sei die bisherige Herangehensweise in Form unermüdlicher technologischer Verbesserungsmaßnahmen nicht zielführend gewesen. Zuerst solle das Zusammenspiel von Regulierung, Kenntnissen und Institutionen in Einklang gebracht werden. Diese Aspekte fasst die Weltbank unter dem Stichpunkt der analogen Basis einer Gesellschaft zusammen. Je nach digitalem Transformationsstand stehen die Länder vor unterschiedlichen Herausforderungen. Konkret bedeutet das: neue Reformen zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, rechenschaftspflichtige Institutionen und technische Kompetenzen. Nur wenn all dies gegeben sei, trage der Einsatz von Technologien zur Entwicklungswirkung einer Gesellschaft bei. In unserem komplexen Weltsystem bündeln digitale Technologien Chancen und Risiken – für Gruppen und Individuen. Ungleiche Lebensbedingungen weltweit bewirken unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu Technik. Aber auch der Zugang zur digitalen Welt ist kein Garant: Wie sieht es dazu auf individueller Ebene im analogen Bereich aus? Allein das Level der Nutzerkompetenzen variiert stark: Während manche wegen fehlender Alphabetisierung nicht an der Digitalisierung teilhaben können, sind andere mit der Bedienung verschiedener Plattformen überfordert.</p>
<h3>Chancen und Risiken der Digitalisierung</h3>
<p>Die Weltbank kommt in ihrer Studie zum Ergebnis: Chancen des digitalen Fortschritts bestünden vor allem in den potenziellen Förderungsmöglichkeiten von Inklusion, Effizienz und Innovation. Weltweit haben immer mehr Menschen Zugang zum Internet – nichtsdestotrotz bleiben global betrachtet noch immer knapp 60% der Menschheit offline. Auch führe eine verbreiterte Informationsbasis zu geringeren Transaktionskosten für Unternehmen und Regierungen sowie zu einer erweiterten Innovationspalette im Sinne des E-Commerce.</p>
<p>Wie so oft ziehen innovative Chancen im Digitalen auch neue Risiken und Rückschläge nach sich. So gesteht auch die Weltbank ein, dass die wachsenden globalen Zweige und digitalen Verästelungen innerhalb und zwischen Unternehmen keine Früchte trugen: eine erhöhte Produktivität blieb aus. Durch die starke finanzielle Akzentuierung im Weltentwicklungsbericht, wird die enorme Bevorteilung der Eliten durch digitale Technologien vornehmlich im politisch-ökonomischen Rahmen thematisiert. Äußerst plakativ zeigt dies vor allem ein Beispiel im Rahmen des E-Governance: technisch faire und freie Wahlen werden von Jahr zu Jahr seltener – und das, obwohl sich immer mehr Länder als Demokratien deklarieren.</p>
<h3>Digitale Kluft = soziale Kluft?</h3>
<p>Nur wenige Menschen weltweit profitieren von digitalen Technologien. Soziale Ungleichheiten verschärfen sich global – und zwar, innerhalb von Gesellschaften sowie zwischen ihnen. Theoretische Chancen der Digitalisierung greifen für die Mehrheit der Weltbevölkerung also nicht. Die Frage, inwiefern eine möglichst schnelle und effektive Digitalisierung wirklich in jedem gesellschaftlichen Kontext erstrebenswert ist, bleibt im Weltentwicklungsbericht 2016 unberücksichtigt. Auch bleibt die Frage, inwiefern technischer Fortschritt für jedes Land nachzuholen und wünschenswert ist, im Rahmen einer ethischen Debatte zur Digitalisierung offen. Obgleich die wirtschaftlichen Analysen des Berichts die globalhistorisch gewachsenen Machtbeziehungen in den Schatten stellen, liegt der Fokus zeitweilig auf dem Wechselspiel zwischen digitaler und sozialer Ungleichheit.</p>
<p>Auch der mögliche sozio-politische Mehrwert der Digitalisierung – wie man ihn in Form sozialer Bewegungen schon beobachten durfte – ist nicht zu unterschätzen. Umso deutlicher bilden eine gesellschaftlich verankerte analoge Basis, digitale Zugangsmöglichkeiten und Nutzerkompetenzen &#8211; global betrachtet &#8211; ein sehr hohes Privileg. Der tägliche Zugang zu Strom, Internet und einem Mobiltelefon erleichtert Kommunikation und Arbeitsprozesse enorm. Im Großen und Ganzen macht die Debatte um den Weltentwicklungsbericht herum aber implizit auf weitaus existentiellere Ungleichheiten aufmerksam: Ja, auch die 20% der Weltbevölkerung mit dem geringsten Einkommen besitzen nun zu 70% ein Mobiltelefon – aber: Nein, das bedeutet bei Weitem nicht, dass sich der Trinkwasserstrom in gleicher Reichweite verbreitet hätte.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/binary-random-numbers-digital-ones-1254502/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Globale Digitalisierung</a> von <a href="https://pixabay.com/en/users/GDJ-1086657/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GDJ</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Betreutes Twittern und Ostergrauen &#8211; Digitale Presseschau KW 13</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 14:18:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Stimmt es, dass Markus Beckedahl und Sascha Lobo in der neuen Starwars-Trilogie Hauptrollen spielen? Kann das Raumschiff „Social Media“ den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stimmt es, dass Markus Beckedahl und Sascha Lobo in der neuen Starwars-Trilogie Hauptrollen spielen? Kann das Raumschiff „Social Media“ den Planeten der US-Republikaner retten? Dazu: In Ungarn ist es manchmal besser, offline zu gehen. Und natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, zum Osterfest einen passenden Artikel in die Presseschau aufzunehmen: Ein Bundesadler, der Eier fängt. Die digitale Presseschau zu den Feiertagen.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&#038;v=7HCl_eFa4Vs#!<br />
Von „hacken für Spacken“ bis „betreutes Twittern“ – für Standup-Comedian Tobias Mann ist die Geschichte der deutschen Netzpolitik eine Geschichte voller Missverständnisse. Eine Abrechnung.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-03/glosse-netzgemeinde-krieg-der-sterne">Luke Beckedahl und Han Lobo</a></h3>
<p>Die Rückkehr der Netzgemeinde. Protagonisten Markus „Luke“ Beckedahl, Sascha „Han“ Lobo und Ansgar „Darth“ Heveling. Patrick Beuth erzählt die Geschichte vom zerstörten „Todesstern ACTA“, dem Kampf um den „Eisplaneten Berlin“ und den Kampf gegen einen möglichen neuen Todesstern „Vorratsdatenspeicherung“. Ach ja, die süßen Ewoks sind für Beuth die Piratenpartei: unbewaffnet und von einem anderen Stern.</p>
<h3><a href="http://berlinergazette.de/digitalisierung-entfremdung-volk-staat/#more-47110">Digitale Kluft: Zur fortgeschrittenen Entfremdung zwischen Volk und Staat</a></h3>
<p>Wolfgang Ksoll ist ein alter Hase in der IT-Branche. Für die Berliner Gazette hat er sich die Digitalisierung der Gesellschaft und des Staates angeschaut. Sein Fazit: „Während die Digitalisierung in der Gesellschaft immer weitere Kreise zieht, parkt das Parlament gemütlich in der Vergangenheit. Damit entzieht sich die Politik hierzulande ihrer Verantwortung.“</p>
<h3><a href="http://www.campaignsandelections.com/magazine/us-edition/365842/will-social-media-save-republicans.thtml">Wird Social Media die Republikaner retten?</a></h3>
<p>Es gab eine Zeit, in der hatten die Republikaner alles. Noch vor sechs Jahren hatten sie die Mehrheit im Kongress, im Senat und bewohnten das Weiße Haus. Und nun? Zwar haben sie ihre Mehrheit im Kongress (noch) nicht verloren, aber die Wahl 2013 war eine eindeutige Schlappe für die Partei. Können die sozialen Medien die Republikaner retten?</p>
<h3><a href="http://carta.info/56099/offene-orte-an-denen-alles-gesagt-werden-kann-gibt-es-nicht/">Die Illusion der freien Meinung</a></h3>
<p>In offenen Räumen kann jeder seine Meinung frei äußern. Aber gibt es diesen ominösen „freien Raum“ wirklich? Nein, sagt die Carta-Autorin Antje Schrupp. Für sie ist die Idee der absoluten Meinungsfreiheit nur eine Illusion, „vergleichbar mit der Idee, es gäbe autonome Menschen.“</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/03/ungarn-eine-revolution-geht-offline/#more-10868">Ungarn: Eine Revolution geht offline</a></h3>
<p>Wenn wir eines vom Arabischen Frühling gelernt haben, dann, dass öffentlicher Protest im Netz Früchte tragen kann. Widersprechen würden vielleicht viele junge ungarische Rebellen, die sich oft dem Internet entziehen und sogar zum Teil aus der digitalen Öffentlichkeit verschwinden. Grund: Nicht nur die Angst vorm Staat, sondern auch vor der Presse.</p>
<h3><a href="http://www.taz.de/Kinderportal-des-Bundestages/!113537/">Eier gesucht, Grauen gefunden</a></h3>
<p>Ein Spiel, das hoffentlich nie zum Klassiker wird. „Kuppelkucker“, das Kinderportal des Deutschen Bundestages, hat zum Osterfest das Spiel „Karlchen Adler, fang das Ei!“ veröffentlicht. Celestine Hassenfratz freut sich bereits darauf, dass das Spiel am 12. April wieder vom Spieleportal verschwindet.</p>
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		<title>Verführt durch das Internet, klug zu werden E-Demokratie und China &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im zweiten Teil beschreibt Weigui Fang die Krise der chinesischen Parteipropaganda und wie sich das Internet trotz Zensur und Abschottung zu einem offenen Medium mit Meinungsvielfalt wandelt. (
                              Teil 1)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im zweiten Teil beschreibt Weigui Fang die Krise der chinesischen Parteipropaganda und wie sich das Internet trotz Zensur und Abschottung zu einem offenen Medium mit Meinungsvielfalt wandelt. (<br />
                              <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/ex_wfang001.shtml">Teil 1</a>)<!--break-->
                            </p>
<p>Der Autor dieses Textes beabsichtigt nicht, die Internetzensur in China zu rechtfertigen, denn sie ist durch nichts zu rechtfertigen. Andererseits ist es jedoch eine Selbstverständlichkeit in einer Demokratie, dass man sich vielseitig informiert oder informieren kann. Die rasante Internetentwicklung in China bringt schon seit langem fast nur Artikel wie „<br />
                            <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/44065" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amnesty kritisiert hartes Vorgehen Chinas gegen Internet-Nutzer</a>“ mit unzähligen Links mit sich. Damit man das „<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,276167,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weltweit größte Gefängnis für Internet-Nutzer</a>“, wie die Organisation Reporter ohne Grenzen festgestellt haben will, kennenlernen kann? Oder aktuell plädierte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries für Meinungsfreiheit in China, berichtete<br />
                            <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/47496" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise Online</a>. Sonst nichts Neues im Osten? Mit anderen Worten: Kritik ist berechtigt und nötig. Aber genau so nötig ist auch, allseitig zu informieren – zur Meinungsbildung. Gerade in diesem Sinne – nicht mehr, nicht weniger – will dieser Text zeigen: Wie der Baum der Erkenntnis im Eden genannten Paradies der Bibel, verführt das Internet gerade jetzt die chinesischen Nutzer, „klug“ zu werden oder vielseitiger sich zu informieren.</p>
<p>
                            <strong>Krise der Parteipropaganda</strong><br />
                            <br />Lange Zeit, d.h. zwischen der Machtübernahme durch die KP Chinas 1949 und der Öffnung des Landes nach der Kulturrevolution 1976, waren die staatlich kontrollierten Medien die einzige Nachrichten- und Informationsquelle in China. Die Selektion und Verbreitung der Nachrichten haben starke politische Tendenz und sind von &#8216;Selbstschutz&#8217; geprägt. Nach der Öffnungspolitik hat die im Transformationsprozess befindliche Medienlandschaft mehr oder weniger die Stellung der alten monopolistischen Kulturhegemonie erschüttert. Insbesondere in den 90er Jahren sind die Veränderungen verschiedener Medien einschließlich der prominenten Organe unverkennbar. Und die Parteipropaganda ist längst schon in eine schwere Krise geraten.</p>
<p>Die Medien bestimmten (oder genauer: die Partei bestimmte), was in der Wahrnehmung der Massen auf die Tagesordnung kam; was man gerade als Bedrohung, als Hoffnung, als sozial oder politisch bedeutsam empfinden sollte. So gab es dann auch bis vor einigen Jahren noch ein merkwürdiges Phänomen in China: Verschiedene Medien hatten nur eine Stimme; Milliarden Menschen hatten in der Öffentlichkeit nur eine Meinung.</p>
<p>„Heutzutage erlangen immer mehr Chinesen über populäre, internationale, nicht dominante, lokale, kommerzialisierte, individualisierte alte und neue Medien ihre Informationen“, sagt Li Xiguang, Direktor des Zentrums für Internationale Kommunikation der Tsinghua Universität. „Immer weniger holen sie Informationen über zentrale, staatliche, traditionelle, vorherrschende und autoritäre Medien ein. Die Globalisierung und Diversifizierung der Informationen haben in puncto Informationsgewinnung der Chinesen Selektivität, Souveränität und Interaktivität ermöglicht.“ Es ist das Internet, das in hohem Grad die Art und Weise, wie man Informationen gewinnt, verändert hat: immer mehr Menschen scheinen in der Lage zu sein, vom passiven Nachrichten-Empfang zur aktiven Informationsgewinnung überzugehen. Die Zeit der Strategien von oben wird langsam vorbei sein, in der man bei Nachrichtensendungen Unterschiede zwischen fürs Inland und für Ausland bestimmte news machte, Nachrichten mit Verspätung oder gar nicht sendete.</p>
<p>
                            <strong>Heikle Fragen für China</strong><br />
                            <br />Chatroom, BBS, Cyber-Community – diese Neologismen sind schon längst nicht mehr neu in China. Vom Nichts zu einem imposanten Anblick, von einer Neuigkeit zu einer Selbstverständlichkeit – das ist die kurze und auf den ersten Blick triumphale, letztlich jedoch durchaus tiefgehende und bewusstseins- wie praxismäßig nicht ohne Konsequenzen bleibende Entwicklung einer Cyber-Öffentlichkeit in China. Die technischen und kommerziellen Pioniere, aber auch die normalen Nutzer sind insofern Träger des Ruhmes und Traums eines chinesischen Internet – und dies schon seit einigen Jahren. Gedanken und Gefühle, die man im realen Leben oder in den traditionellen Massenmedien schwer zum Ausdruck bringen konnte, sind nun im Netz keine Seltsamkeit mehr. Interessante Debatten werden dort ausgetragen – Debatten, die, gespeist aus ganz diversen Informationen, des öfteren selbst Informationen erschaffen. Gerade hier und in diesem Moment können wir Esther Dyson besser verstehen, wenn sie behauptet (Handelsblatt 30.10.2000): „Das eigentliche Internet interessiert mich überhaupt nicht.“ Viel wichtiger sei, was die Nutzer mit diesem technischen Mittel machen, meint die prominente Web-Pionierin und frühere Chefin der Internet-Verwaltungsorganisation Icann.</p>
<p>Es ist noch gar nicht lange her, als der Einsatz von BBS in China das erste Anzeichen einer verstärkten Internetnutzung erkennen ließ. Worüber man seinerzeit am meisten diskutierte, war per se das „Forum“ im Cyberspace – ein Thema, das auch etliche Kontrollbehörden mit großer Aufmerksamkeit verfolgten. Zugleich mit diesem Thema kam eine Frage nach der anderen auf die Tagesordnung: Soll das Internet nun gleichfalls wie die traditionellen Medien streng kontrolliert werden? Wie groß darf denn eigentlich die Redefreiheit der Diskussionsteilnehmer sein? Ist der aktuelle Nutzer oder der ISP-Inhaber dafür verantwortlich, wenn sogenannte „ungesunde“ oder auch „falsche“ Informationen oder sogar „staatsgefährdende Komponenten“ im jeweiligen Forum auftauchen? Inwieweit kann die „freie Meinungsäußerung“ als verletzt erachtet werden, wenn der Forum-Administrator manche Informationen aus dem Netz nimmt?</p>
<p>
                            <strong>Der Wandel hin zu &#8216;einem Medium viele Stimmen&#8217;</strong><br />
                            <br />Anders als die traditionellen Medien, die leichter zu kontrollieren sind, ist die Kontrolle des Informationsflusses im Internet ein kompliziertes und delikates Unterfangen. Man muss sagen, dass der in China erreichbare Grad der ‚Information Accessibility’ durch das Internet eine neue Qualität angenommen haben, wie es übrigens auch die neueren Umfragen von<br />
                            <a href="http://www.cnnic.com.cn/en/index/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CNNIC</a> oder die Berichterstattung während des<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/e-demokratie/netzkampagnen/irak2.shtml%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Irakkriegs</a> belegen. Dass ein enger Zusammenhang zwischen politischem Urteilsvermögen und jeweiligem Grad der Informiertheit der Bürger besteht, ist allgemein bekannt. Zweifelsohne haben Fernsehen, Rundfunk und Presse in China bei den News längst nicht mehr jene einheitliche Stimme, wie man sie früher kannte; unübersehbar ist, dass die „Meinungsfreiheit“ auch schon längst weit größer ist als es das Gesetz vorsieht. Verschiedene Meinungen sind alltäglich. Insbesondere das Internet ist in China zu einer wichtigen Nachrichtenquelle geworden. Der Wandel von &#8216;mehreren Medien eine Stimme’ zu &#8216;einem Medium viele Stimmen’ ist ein Phänomen unseres Internetzeitalters.</p>
<p>Das Internet verändert nicht nur die Form der Nachrichtensendungen und deren Wechselwirkungsprozesse, es beeinflusst auch die Meinungsbildung im politischen Leben Chinas. Denn es handelt sich bei dem neuen Medium zweifelsohne um ein Moment der Gewinnung eines Mitspracherechts. Dass in China die Foren und Chaträume besonders beliebt sind, ist sicherlich auf ein wahrgenommenes oder gefühltes Defizit zurückzuführen, welches die neuen Möglichkeiten kompensieren oder zu kompensieren scheinen. Die Interaktivität und enorme Kapazität des Internet sind letzten Endes nur technische Voraussetzung für Foren und Chaträume. Es steckt hinter ihrer zunehmenden Nutzung vor allem das dringliche Bedürfnis nach Meinungsaustausch und das Streben nach einem Mitspracherecht, und es ist dieses Begehren, es sind derartige Wünsche, welche die Antriebskraft und Basis für das Florieren der cyber communities darstellen. Selbst Jiang Yaping, Chef von<br />
                            <a href="www.peopledaily.com.cn" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.peopledaily.com.cn</a>, sagt: „Ein Online-Medium ohne Foren wäre wie ein Mensch, dem ein Bein fehlt.“</p>
</p>
<p>
                              <strong>Weiterführende Artikel:</strong>
                            </p>
<ul>
<li>
                                <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/ex_wfangbio.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zur Biographie</a>
                              </li>
<li>
                                <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/index.shtml#china">China-Dossier</a><br />
                                
                              </li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ein Meilenstein in der politischen Kommunikationsforschung&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ein-meilenstein-in-der-politischen-kommunikationsforschung-5471/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/ein-meilenstein-in-der-politischen-kommunikationsforschung-5471/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 18:20:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Vowe]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/B__rger_Online.jpg" alt="Buerger_online" align="left" title="Buerger_online" height="125" width="125" />Es ist ein international wohl einmaliges Projekt: Fast ein Jahrzehnt lang haben Wissenschaftler die Entwicklung der politischen Online-Kommunikation deutscher Bürger untersucht. Jetzt ziehen die Forscher Bilanz - und enttäuschen manch hoffnungsfrohe Vision einer politischen Internetrevolution.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" title="Buerger_online" src="/wp-content/uploads/B__rger_Online.jpg" alt="Buerger_online" width="125" height="125" align="left" />Es ist ein international wohl einmaliges Projekt: Fast ein Jahrzehnt lang haben Wissenschaftler die Entwicklung der politischen Online-Kommunikation deutscher Bürger untersucht. Jetzt ziehen die Forscher Bilanz &#8211; und enttäuschen manch hoffnungsfrohe Vision einer politischen Internetrevolution.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von den Anfängen der massenhaften Verbreitung des Netzes am Beginn des neues Jahrtausends bis zum Siegeszug der sozialen Netzwerke: Die Autoren des im September erschienenen <a href="http://www.politische-online-kommunikation.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abschlusswerkes</a> &#8220;Bürger Online – Die Entwicklung der politischen Online-Kommunikation in Deutschland&#8221; Martin Emmer, Gerhard Vowe und Jens Wolling konstatieren einen relativ geringen Effekt des Netzes auf die politische Kommunikation der Bürger. Aus der Fülle an Daten leiten die Forscher vier zentrale Befunde ab:</p>
<p>1. Eine generelle Abkehr von politischer Kommunikation und politischen Inhalten lässt sich NICHT feststellen. Was oftmals als Abkehr der Jugend von politischen Themen interpretiert wird, erklären die Autoren mit dem Verweis auf die verschobene Gewichtung in der Mediennutzung. Die von Anfang an online sozialisierte und direkt in die &#8220;vom Internet geprägte persönliche Medienwelt&#8221; hineingeborene Generation bilde neue Kommunikationsmuster aus, die langfristig auch die politische Kommunikation gesamtgesellschaftlich verändern könnten. Für den Großteil der Bürger jedoch gilt: &#8220;Sie bleiben bei ihren Gewohnheiten, auch in ihrer politischen Kommunikation&#8221;, berichtet Gerhard Vowe im Interview mit Zeit Online.</p>
<p>2. In Sachen Partizipation bleiben mobilisierende Effekte durch das Netz weitgehend aus. Online-Partizipationsmöglichkeiten werden von weniger als fünf Prozent der Bürger genutzt. Das Internet müsse daher eher als Erweiterung der Bandbreite des Zugangs zu Politik begriffen werden. Politisch interessierte Gruppen nutzen die Möglichkeiten des Netzes, während politikferne Schichten durch das Internet nicht zu verstärkter Beteiligung animiert werden können.</p>
<p>3. Die Ergebnisse deuten auf eine Fortsetzung der digitalen Spaltung hin. Dabei offenbart sich eine zunehmende Kluft zwischen Jung und Alt und eine Fortführung der Unterschiede zwischen &#8220;Offline-&#8221; und &#8220;Online-Welt&#8221;. Zudem stellen die Forscher fest, dass die Bürger innherhalb einer Altersgruppe in ihrem Kommunikationsverhalten über die Jahre hinweg relativ stabil bleiben.</p>
<p>4. &#8220;Die anhaltend rasche Veränderung der Online-Welt hat nicht zu entsprechenden dramatischen Veränderungen der politischen Kommunikation der einzelnen Bürger geführt, wie es spekulative Annahmen über die Wirkungsmächtigkeit des Internet vor allem zu Beginn der Internetdiffusion nahegelegt hatten.&#8221; Häufig hätten vielmehr situative Ereignisse wie der 11. September 2001 oder die Hartz IV-Reformen als Katalysatoren für eine vorübergehende Mobilisierung der Bürger gedient.</p>
<p>Ihren Ausgang hatte die Langzeitstudie mit einer Skizze auf einer Serviette in einem Erfurter Café genommen. Martin Emmer von der TU Ilmenau konnte den Düsseldorfer Medienwissenschaftler Gerhard Vowe von der einmaligen Chance einer Langzeitstudie zur Nutzung des Internet überzeugen. &#8220;Ab der Jahrtausendwende [&#8230;] bot sich die Gelegenheit, Wirkungsvermutungen in einem quasi-experimentellen Design durch Feldforschung zu prüfen,&#8221; erläutern die Autoren ihre Beweggründe. 2002 lag der Anteil der Internetnutzer in Deutschland bei rund einem Drittel der Gesamtbevölkerung, zum Ende des Untersuchungszeitraumes im Jahr 2009 hingegen bei zwei Dritteln aller Bürger. Durch die Langzeitbeobachtung konnten Onliner und Offliner in ihrem politischen Kommunikationsverhalten verglichen und der Einfluss des Internet auf einen möglichen Wandel der politischen Kommunikation analysiert werden.</p>
<p>Herzstück der Untersuchung war ein repräsentatives Panel von Untersuchungsteilnehmern, die jährlich telefonisch zu ihrer Internetnutzung befragt wurden. Dabei wurde ein breites Spektrum vom Lesen des Politikteils der Tageszeitung bis zur Teilnahme an Demonstrationen und dem Schreiben von Leserbriefen erhoben. Diese in ihrer zeitlichen Länge einmalige Längsschnittanalyse hebt sich damit von den bisher veröffentlichten punktuell erhobenen Datensätzen und Einzelfallstudien ab.</p>
<p>Das nun beim UVK-Verlag erschienene Buch bilanziert in 14 Kapiteln das 2010 abgeschlossene Forschungsprogramm. Dabei bildet die deskriptive Darstellung der Ergebnisse den zentralen Teil. Vorangestellt wurden folgende Fragestellungen: Wie wird das Internet für die politische Kommunikation genutzt? Verändert es die politische Kommunikation und wie sind potenzielle Veränderungen zu erklären? Ändert sich die generelle Einstellung zur Politik? Welche Personengruppen können die Veränderungen am ehesten für sich nutzen? Die Untersuchung bewegt sich dabei stets auf der Mikroebene der einzelnen Bürger und blendet die Wirkung des Internet auf Parteien, Verbände oder die gesellschaftlichen Strukturen aus. Die Informationskommunikation umfasst rezeptive Aktivitäten wie das Sehen von Nachrichtensendungen oder die Suche nach politischen Informationen im Netz. Daneben werden interpersonale Kommunikationsmuster wie die Teilnahme an politischen Chats oder &#8220;herkömmlichen&#8221; Gesprächen mit Freunden und Bekannten über Politik erfasst. Die Partizipationskommunikation wird schließlich durch die Teilnahme an Demonstrationen und öffentlichen Veranstaltungen oder das Schreiben von Online-Leserbriefen definiert.</p>
<p>Die Auswertung der Daten offenbart die über den Zeitverlauf erhalten gebliebene soziale Spaltung in der Nutzung des Netzes. Nach wie vor gelten junge, männliche Nutzer mit hohem Bildungsgrad und überdurchschnittlichem Einkommen als digitale Avantgarde. Kaum mehr als fünf Prozent nutzen das Internet regelmäßig als Diskussionsplattform, und der Anteil derjenigen, die ausschließlich online diskutieren, liegt bei unter einem Prozent aller Befragten – das Internet wird hier demnach mehr als zusätzliche Möglichkeit und weniger als Alternative betrachtet. Auch das partizipative Potenzial des Netzes bleibt demnach nach wie vor weitestgehend ungenutzt. Die zentrale Frage, ob es eine direkte Kausalbeziehung zwischen der Internutzung und einer sich ändernden politischen Kommunikation der Bürger gibt, beantworten die Forscher mit einem unentschiedenen  &#8220;jein&#8221;. In der jüngsten Gruppe der unter 35-Jährigen zeigte sich insbesondere im Bereich der Informationskommunikation der stärkste Einfluss des Internet. Bei allen anderen Altersgruppen konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen Onlinezugang, politischer Kommunikation und politischen Einstellungen festgestellt werden. Auf Basis der gesamten statistischen Befunde prognostizieren die Autoren deshalb lediglich für die jungen Altersgruppen einen Wandel in den politischen Kommunikationsmustern.</p>
<p>Angelika Füting nutzte die Daten der Langzeitstudie, um einen Wandel der Nutzertypologien im Zeitverlauf zu überprüfen. Ihr Fazit: Trotz der massenhaften Verbreitung des Internet bleiben die Typologien und die Anteile der Bürger, die diesen zuzuordnen sind, sehr stabil. Insbesondere die Gegenüberstellung des stabil bleibenden Anteils an internetaffinen &#8220;bequemen Modernen&#8221; mit der sinkenden Zahl an kommunikationsfreudigen, aber eher in &#8220;Offline-Kanälen&#8221; kommunizierenden &#8220;organisierten Extrovertierten&#8221; symbolisiere jedoch den partiellen Wandel politischer Kommunikationsmuster: Klassische Partizipationsformen wie Wahlen, Mitgliedschaften in Organisationen oder Teilnahme an Versammlungen verlören zunehmend an Bedeutung und würden teilweise duch individuellere und häufig auch internetbasierte Beteiligungsformen abgelöst.&#8221; Auf der Basis der Typen individueller politischer Kommunikation lässt sich prognostizieren, dass es keine neue Form der elektronischen Demokratie mit Einbeziehung aller in die politische Willensbildung geben wird, sondern einen Wandel in der Kommunikation von – auch neu entstehenden &#8211; politischen Kommunikationseliten&#8221;, resümiert Füting abschließend. Die Gesellschaft werde zwar internetaffiner, aber auch in Zukunft werde es Unterschiede in der Intensität und Vielfalt der politischen Kommunikation geben. Zumal der Anteil der &#8220;passiven Mainstreamer&#8221;, die von generellem Desinteresse an politischen Inhalten geprägt sind und sich kaum engagieren, mit den Jahren auf 53 Prozent gestiegen ist.</p>
<p>Getestet haben die Autoren auch akteurszentrierte Theorien zur Erklärung des Kommunikationsverhaltens der Bürger. Dabei wird die &#8220;persönliche Wichtigkeit einzelner politikbezogener Motive&#8221; erfragt, die für die Nutzung von Online-Angeboten relevant sein könnten. Dieser Ansatz würde sich aufgund des &#8220;pull-Medium&#8221;-Charakters des Internet, das zielgerichtet genutzt würde, besonders für die Erklärung der individuellen Nutzung der Bürger eignen. Die Forscher entwickelten ein statistisches Messverfahren zur Überprüfung von Kosten-Nutzen-Theorien. Nach Auswertung der Daten konnte jedoch keine klare Aussage über die Erklärungskraft der Theorien getroffen werden. Es sei festzuhalten, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielten. &#8220;So bleiben etwa das politische Interesse oder der Bildungsstand nach wie vor dominante Erklärungsfaktoren für individuelles politisches Handeln,&#8221; erklären die Autoren.</p>
<p>Mit der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl soll zudem ein Erklärungsansatz für die Auswahl politischer Informationsangebote gefunden werden. Damit beschränken die Autoren sich jedoch auf der rezeptiven Kommunikationsebene, womit die Erkenntnisse aus demokratietheoretischer Perspektive weitestgehend irrelevant bleiben. Ferner scheint der Kosten-Nutzen- Ansatz der Forscher überholt. Auch wenn in ihrem erweiterten Modell altruistische Motive berücksichtigt werden, bleibt der Ansatz auf die Akteursperspektive verengt. Neuere Mediennutzungs- und Medienwirkungsansätze berücksichtigen hingegen akteurszentrierte und medienzentrierte Ansätze in einen zusammenhängenden Kommunikationskreislauf. Medienzentrierte Ansätze fragen nach dem Einfluss des Mediums auf den Nutzer. Denn der Nutzer wird auch im Internet durch das vorhandene Medienangebot in seinem Nutzungsverhalten beeinflusst. Allerdings betonen die Autoren auch mehrfach, dass sie sich in ihrer Untersuchung auf die Mikroebene der Individuen beschränken, weshalb die Auswahl der theoretischen Ansätze legitim ist. Zudem wollen sie mit diesen Ansätzen lediglich erste Anregungen für die weitere theoretische Auseinandersetzung mit dem politischen Kommunikationsverhalten der Bürger liefern. Die Stärke des Buches liegt demnach weniger im theoretischen Teil, als in der ausführlichen analytischen Aufbereitung der erhobenen Daten. Winfried Schulz von der Universität Erlangen-Nürnberg prognostiziert daher zu Recht, dass die Langzeitstudie &#8220;als Meilenstein in die Geschichte der politischen Kommunikationsforschung eingehen wird&#8221;. Das Buch selbst leistet hingegen einen weitaus geringeren Beitrag zur politischen Kommunikationsforschung. Allerdings ist es aufgrund seiner guten Lesbarkeit auch für ein breiteres Publikum geeignet und Vertretern aus Politik und Medien zu empfehlen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Studie: Ein Drittel der Deutschen noch immer offline</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/studie-ein-drittel-der-deutschen-noch-immer-offline-4945/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 17:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Nutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der (N)Onliner-Atlas 2010 zeigt: Die Zahl der Internetnutzern steigt weiter – wenn auch auf geringerem Niveau. Viele Deutsche haben jedoch eine regelrechte Angst vor dem Internet. Die Gräben in der digitalen Landschaft sind weiter aufgerissen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der (N)Onliner-Atlas 2010 zeigt: Die Zahl der Internetnutzern steigt weiter – wenn auch auf geringerem Niveau. Viele Deutsche haben jedoch eine regelrechte Angst vor dem Internet. Die Gräben in der digitalen Landschaft sind weiter aufgerissen.<!--break--></p>
<p>
Die Ergebnisse der größten empirischen Untersuchung zur Internetnutzung in Deutschland passen im Prinzip <a href="http://twitter.com/politik_digital/status/18024170661" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einen Tweet</a>: 
</p>
<blockquote><p>
	„Ergebnisse <a href="http://www.nonliner-atlas.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)onliner-Atlas 2010</a>: Wieder mehr Onliner (72%), mehr Breitband (49%). Frauen, Ü70 (über 70 Jahre alt), Bildungsferne und Ossis eher offline.“
</p></blockquote>
<p>
<br />
Eine Rentnerin mit Volksschulabschluss aus Mecklenburg-Vorpommern und weniger als 1000 Euro Monatseinkommen geht also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ins Internet. Doch neben den sozialen Gründen für die digitale Spaltung, klang bei der Präsentation des inzwischen zehnten (N)-Online-Atlas am 8. Juli ein weiteres Problem an: Große Bevölkerungsgruppen in Deutschland haben eine regelrechte Angst vor dem Internet – auch die, die schon „drin“ sind. <br />
<b><br />
Gräben in der digitalen Landschaft</b></p>
<p>16 Millionen Deutsche seien „ganz bewusste Nonliner“ fasste Roland A. Wieland vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest die Ergebnisse zusammen. Der digitale Graben verläuft also nicht nur zwischen Jung und Alt (23 Prozent der Ü70er sind online vs 95,8 Prozent der 14 bis 29jährigen), gebildet und weniger gebildet (46,5 Prozent der Befragten mit Volkshochschulabschluss vs. 88,8 Prozent mit Abitur / Studium nutzen das Netz) oder Ost und West (62,7 Prozent Onliner in MeckPomm vs. 80,2 Prozent in Bremen) oder Männern und Frauen (79,5 Prozent Männer und 64,8 Prozent der Frauen im Netz).
</p>
<p>
Die Onliner der Republik teilen sich außerdem in digital Souveräne und digitale Anfänger. Nur 26 Prozent der Bevölkerung nutzt die ganze Bandbreite der Internetanwendungen, zwei Drittel der Deutschen beschränken sich auf „Klassiker“ wie zum Beispiel Suchmaschinen oder E-Mail. <br />
<b><br />
German Angst</b></p>
<p>Die Angst der Deutschen vor dem Internet zeigt sich besonders in zwei Sonderstudien zum Online-Banking und zum eGovernment, die ebenfall am 8. Juli vorgestellt wurden. Sicherheit und Datenschutz stehen bei den Befragten beim Online-Banking an erster Stelle. 20,2 Prozent der Befragten haben Angst vor Online-Betrug und wollen deshalb keine Online-Transaktionen vornehmen (2009: 4,3 Prozent).
</p>
<p>
Auch beim eGovernment sind Sicherheit und Datenschutz für die Befragten die wichtigsten Aspekte bei der Abwicklung von Behördengängen im Internet. Bequemlichkeit, Vielfalt, Schnelligkeit und Zeitersparnis wurden weit weniger häufig genannt. Die bereits bestehenden eGovernment-Anwendungen, wie die zentrale Behördenrufnummer 115 und das zugehörige Onlineportal (<a href="http://www.d115.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.d115.de</a>), kannte kaum einer der Befragten.</p>
<p>Für den repräsentativen (N)onliner-Atlas 2010 im Auftrag der <a href="http://www.initiatived21.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a> wurden über 30.000 Interviews unter Deutschen und EU-Ausländern über 14 Jahren geführt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Macht und Geld im Cyberspace</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/macht_und_geld_im_cyberspace-81/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[geistiges Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgipfel zur Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Computerkriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="fett"> <font size="2">Genf 2003. Tunis 2005. Die erste        Phase des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft ist vorüber        und dieses Jahr steht das Folgetreffen an. Da macht es Sinn, den        Prozess selber noch mal nachzuzeichnen. Und sei es nur, um eine        Bestandsaufnahme des Erreichten durchzuführen.</font>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fett"> <span style="font-size: x-small;">Genf 2003. Tunis 2005. Die erste Phase des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft ist vorüber und dieses Jahr steht das Folgetreffen an. Da macht es Sinn, den Prozess selber noch mal nachzuzeichnen. Und sei es nur, um eine Bestandsaufnahme des Erreichten durchzuführen.</span><!--break--> </span><br />
<span style="font-size: x-small;"><br />
Die Geschichte des Weltgipfels erzählt Wolfgang Kleinwächter in seinem Buch “Macht und Geld im Cybespace”. Detailliert schildert er die Stationen, die über 11000 Vertreter von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren nach Genf brachte. Mit eben so großer Detailliertheit widmet er sich den Inhalten, die auf dem Wege dahin produziert wurden.</span><br />
Er beginnt seine Darstellung damit mit den ersten grenzüberschreitenden Verregelungen kommunikativer Inhalte. Und damit in der Steinzeit der Regimeforschung, bei den Karlsbader Verträgen. Am Interessantesten sind die Seiten zu den WSIS-Vorläufern bzw. den Foren, die sich mit internationalen kommunikationspolitischen Problemen beschäftigen. Hier spielt das Buch seine Stärke aus, da die historische Kontinuität der NWIO-Diskussion zum Genfer Gipfel aufgezeigt wird.<br />
Der überwiegende Teil des Textes ist die mitunter minutiöse Darstellung der einzelnen Konferenzen auf dem Weg nach Genf. Vorbereitungstreffen gab es viele, und auch diese mussten durch Treffen vorbereitet werden. Die Details der großen Diplomatie bekommt der Leser aufgezeigt.<br />
Für diese Details ist der Gipfelprozess ein dankbares Thema, denn durch die schrittweise Selbsteingemeindung der NGOs kam es im Endeffekt zu einer Erweiterung des Teilnehmerkreises. Was auch eine Vergrößerung und Verfeinerung der Regelungen notwendig machte.<br />
Die Analyse scheint aber trotzdem etwas euphorisch. Die breite und formalisierte Beteiligung von NGO unterschiedlichster Couleur als Aushöhlung der Geheimdiplomatie zu werten, ist gewagt. Klassische Geheimdiplomatie findet sich zu einem unter den Bedingungen der Informationsgesellschaft kaum mehr. Ob diese Verfahrensweise, die mehr Spezialwissen in den Prozess eingebracht hat, am Ende ein nachhaltigeres Ergebnis produziert als andere Gipfelprozesse, kann sowieso nur die Zukunft zeigen.<br />
Etwas gewünscht hätte sich der Leser aber dennoch, dass Vergleichsgrößen und Vorbilder für diesen als innovativ geschilderten Pfad der öffentlichen Diplomatie mitgeteilt werden. Eine theoriegeleitete Aufbereitung des Weges zum WSIS sucht man vergebens. Zwar weiss man am Ende der Lektüre viel mehr – nur bleibt man mit diesem Wissen etwas alleine.<br />
KLEINWÄCHTER, WOLFGANG: Macht und Geld im Cyberspace. Wie der Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) die Weichen für die Zukunft stellt. Heise Verlag, Hannover 2004. 186 Seiten, 16,00 €.<br />
<span style="font-size: x-small;"><span class="fett"><br />
</span></span></p>
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		<title>Im Labyrinth des Cyberspace</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p><span class="fett"><font size="2">Rechtzeitig zum zweiten Teil        des Weltinformationsgipfels der UNO in Tunis, erscheint Wolfgang        Kleinwächters Leitfaden durch die Welt von WSIS, WGIG, PrepComs,        Aktionsplänen, Vorbereitungstreffen, Arbeitspapieren und UN-Deklarationen.        </font>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fett"><span style="font-size: x-small;">Rechtzeitig zum zweiten Teil des Weltinformationsgipfels der UNO in Tunis, erscheint Wolfgang Kleinwächters Leitfaden durch die Welt von WSIS, WGIG, PrepComs, Aktionsplänen, Vorbereitungstreffen, Arbeitspapieren und UN-Deklarationen. </span><!--break--></span><br />
<span style="font-size: x-small;"> Wer sich bisher noch nicht in den verwirrenden Dschungel der Konferenzen rund um die Informationsgesellschaft hineingetraut hat, findet hier einen Wegweiser durch die Mysterien der internationalen Großkonferenz, ihrer Vorbereitungstreffen und Akteure.</span><br />
Kleinwächter hat hier eine detaillierte und kenntnisreiche Studie über den Prozess des ersten UNO-Weltgipfels zur Informationsgesellschaft vorgelegt. Sie wird ergänzt durch einen umfangreichen Anhang, der wichtigsten Texte und Dokumente des Gipfels sowie einem wirklich nützlichen Abkürzungsverzeichnis. Das Buch wird so schon fast zum Nachschlagewerk.<br />
Kleinwächter geht es um zwei Dinge. Zum einen will die Studie den jahrzehntelangen Prozess in all seinen Facetten darzustellen. Zum anderen, so suggeriert der Titel, sollen die Machtstrukturen und Geldflüsse innerhalb dieses Prozesses aufgezeigt werden. Kleinwächters Analyse beginnt in den Tiefen der Informationsgesellschaftsgeschichte und endet mit einem Ausblick auf den zweiten Teil des Gipfels im November 2005 in Tunis.<br />
<span class="fett">Mit Bausch und Bogen</span><br />
<span style="font-size: x-small;"><br />
Der weite Rückgriff auf die Erfindung des Buchdruckes und den ersten internationalen Abkommen zur Regelung grenzüberschreitender Informationsverbreitung (Karlsbader Beschlüsse von 1819) bis hin zu den letzten Vorbereitungen des Genfer Gipfels wirkt zunächst etwas langatmig, gibt aber dennoch einen guten Einstieg in die Problematik. Wem es hier jedoch zu Grundsätzlich wird, der kann dieses Kapitel auch überblättern.</span><br />
Deskriptiv und detailreich geht es weiter. Kleinwächter taucht tief in die Materie der Konferenzarchitektur ab und zeigt damit einerseits die Notwendigkeit solcher hochgradig organisierter Unternehmungen, andererseits entsteht so aber auch eine Fülle von Details, die dem Leser fast physisch die Qualen solcher Mammutunternehmungen vor Augen führt. Informationen geht dabei nicht verloren, denn das Buch ist übersichtlich strukturiert, als Lesebuch wirkt es allerdings schwerfällig. Gerade für den unbefangenen Leser sind diese Details aber auch unumgänglich, da man sich nur so im Labyrinth der Titel und Organisationen nicht verläuft.<br />
<span class="fett">Mit Blick aufs Wesentliche</span><br />
Dies ist manchmal mühsam, aber Kleinwächter gelingt das Kunststück, trotz dieser Detailfülle den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren. Welche Themen etwa diesen Prozess so schwierig machen (Internet Governance), welche Befürchtungen gehegt werden (Wer kontrolliert im Internet? Wer muss vor wem sicher sein?) und schließlich warum dieser Gipfel so einzigartig ist: Wegen des Multistakeholder-Ansatzes. Es handelt sich also um einen UN-Gipfel, bei dem zum ersten Mal Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an einem Tisch sitzen und gemeinsam Lösungen erarbeiten wollen. Erstmals ist die Zivilgesellschaft nicht ausgesperrt und nicht auf sog. Gegengipfel angewiesen.<br />
Kleinwächter zeigt auf, welche Interessen die jeweiligen Vertreter haben, ob sie diese durchsetzen konnten und wie anschwellende Beteiligung von Stakeholdern den WSIS-Prozess fast zu einer Schimäre machten.<br />
<span class="fett">Die Frage nach der Legitimation</span><br />
Nun ist Kleinwächter Professor für Kommunikation und kein Politikwissenschaftler. Wer an dieser Stelle etwas über die Legitimation nichtstaatlicher Akteure wissen will, oder die demokratische Verfasstheit der WSIS-Gipfelkonstruktion, wird enttäuscht. Solche Fragen drängen sich zwar auf, werden aber kurz gehalten. Kleinwächter beschränkt sich auf eine Schilderung der Konstitutionsbemühungen wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen. Angesichts der Fülle von Veranstaltungen und der immensen Anzahl von Wirtschafts- und Zivilgesellschaftsvertretern, eine durchaus notwendige und hinreichende Strategie.<br />
Das Buch „Macht und Geld im Cyberspace“ ist ein stellenweise enzyklopädischer Ritt durch Geschichte und Konstitution der Informationsgesellschaft. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Kleinwächter fügt diesem Dokument der Gigantomanie noch ein versöhnlichen Ausblick hinzu, der deutlich machen soll, welche Fortschritte denn nun eigentlich erzielt wurden und was man von den folgenden Vorbereitungstreffen und schließlich dem Gipfel in Tunis, erwarten kann.<br />
Dennoch kann man sich dem Eindruck nicht erwehren, Kleinwächters Bonmot „Der Weg entsteht beim Gehen“, schwinge eine fast schon resignative Note, ob der zu bewältigenden Aufgabe des UN-Gipfels, mit. Aber Sisyphos soll man sich ja auch als einen glücklichen Menschen vorstellen.<br />
„Macht und Geld im Cyberspace“ ist im Heise Verlag erschienen und kostet 16,00 Euro.<br />
<span style="font-size: x-small;"><span class="fett"><br />
</span></span></p>
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		<title>Digitale Spaltung. Informationsgesellschaft im neuen Jahrtausend – Trends und Entwicklungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:43:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
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		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[Wird die Digitalisierung unsere Gesellschaftsstruktur komplett verändern? Ist das Internet ein demokratisches oder ein totalitäres Medium? Wer profitiert vom globalen Datennetz? &#8222;Solche technischen Fragen sind gegenwärtig die politisch interessanten&#8220;, meinte der Philosoph Vilém Flusser bereits vor nahezu 20 Jahren. </strong></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wird die Digitalisierung unsere Gesellschaftsstruktur komplett verändern? Ist das Internet ein demokratisches oder ein totalitäres Medium? Wer profitiert vom globalen Datennetz? „Solche technischen Fragen sind gegenwärtig die politisch interessanten“, meinte der Philosoph Vilém Flusser bereits vor nahezu 20 Jahren.<br />
Bis heute bleibt Flussers These aktuell: Beispielhaft dafür steht die nur scheinbar nebensächliche Teilung der Gesellschaft in „Onliner“ und „Offliner“, die sich mittlerweile zu einer höchst problematischen sozialen Spaltung auszuwachsen droht. Mit den Ursachen und Folgen dieser Problemlage beschäftigte sich die Baden-Badener Sommerakademie 2002, die von der SWR-Medienforschung, der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg sowie der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung ausgerichtet wurde. Nun ist bei VISTAS unter dem Titel „Digitale Spaltung“ der zugehörige Sammelband erschienen. Die zumeist lesenswerten 80 Seiten liefern kritische Analysen, normative Konzepte, Fallbeispiele aus der Praxis und empirisch erhobene Daten rund um die Internet-Nutzung der Deutschen.<br />
<strong>Der &#8220;klassische&#8221; User ist männlich, finanziell gut situiert und gebildet</strong><br />
Diese wissenschaftlichen Befunde machen schnell klar: Das Internet ist noch immer ein Elite-Medium. Weite Teile der Gesellschaft wollen oder können das Datenuniversum nicht für ihre Zwecke nutzen &#8211; typische User sind (nicht nur) in Deutschland männlich, finanziell gut situiert und gebildet. Die sozialen bzw. ökonomischen Vorteile dieser ohnehin schon privilegierten Minderheit wachsen durch die „digitale Spaltung“ weiter.<br />
Allerdings sind einige der ausführlichen Grafiken und Zahlenkolonnen, die insbesondere Walter Klingler und seine Kolleginnen von der SWR-Medienforschung im längsten Beitrag des Bandes aufführen, unterdessen schon ziemlich veraltet. So wird etwa die Medien-Bindung der Deutschen nur für das Jahr 2000 angegeben. Die meisten Erhebungen sind jedoch auf den Zeitraum 1997 bis 2002 bezogen und damit auch im Sommer 2003 noch einigermaßen aufschlussreich.<br />
Beispielsweise hat sich in den analysierten Jahren die Zahl der Online-NutzerInnen in Deutschland von 4,1 Millionen auf 28,3 Millionen erhöht. Anzumerken ist, dass dies trotz der gewaltigen Steigerung gerade einmal 44,1 Prozent der mindestens 14-Jährigen waren. Auf der anderen Seite der „digitalen Kluft“ standen noch immer mehr als die Hälfte der Deutschen.<br />
<strong>Die staatliche Internet-Politik sollte engagierter sein</strong><br />
Der Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis, Florian Rötzer, wird in seinem einleitenden Essay nicht müde zu betonen, dass das „Internet für alle“ (wie Herbert Kubicek es in seinem Beitrag anpeilt) ohnehin noch längst nicht die automatische Lösung aller weltweiten Web-Probleme nach sich zöge: „Die drei primären Kulturtechniken, nämlich Lesen, Schreiben und Rechnen, und vermutlich noch die überaus entscheidenden Kulturtechniken der kognitiven Neugier und Wachheit, einer einigermaßen andauernden Konzentrationsfähigkeit und einer gewissen Frustrationstoleranz, sind unabdingbare Voraussetzungen dafür, die neuen Informations- und Kommunikationstechniken wirklich ausnutzen zu können.&#8221; Rötzers Urteil über die staatliche Internet-Politik fällt dabei ebenso vernichtend aus wie das von Dieter Klumpp, seines Zeichens Geschäftsführer der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung.<br />
Klumpp hält die Einrichtung temporärer Public-Private-Agenturen zum Vorantreiben digitaler Innovationen für sinnvoll. Zugleich merkt er resignativ an: „Beim Stichwort Agenturen’ denkt der schlanke Staat’ wegen seiner leeren Kassen derzeit eher an Werbe-Agenturen, die das bisher Erreichte in Hochglanzbroschüren unter die Leute bringen.“<br />
<strong>Praktische Ansätze zur Überwindung der &#8220;digitalen Spaltung&#8221; verheißen Positiveres</strong><br />
Solch düsteren Analysen stehen die praktischen Ansätze zur Überwindung der „digitalen Spaltung“ gegenüber, von denen Herbert Kubicek oder auch Claus Hoffmann berichten. Kubicek ist Professor für Angewandte Informatik mit dem Schwerpunkt Informationsmanagement und Telekommunikation an der Universität Bremen. In seinem Aufsatz beschreibt er die Bemühungen des Netzwerks „Digitale Chancen“, das beispielsweise eine Datenbank der Internetzugänge- und Lernorte in Deutschland aufgebaut hat.<br />
Hoffmann wiederum arbeitet für die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Dort leitet er den Bereich „Bildung/Veranstaltungen“. In seinem kurzen Beitrag erläutert er das „start und klick!“-Programm der Landesstiftung Baden-Württemberg, das seit September 2001 Computer- und Internetkenntnisse unter das Volk bringt. Jährlich finden Tausende Kurse statt, bis zu 130.000 Personen lernen dabei den Umgang mit den Neuen Medien.<br />
Gleich, ob sie sich nun mit „eGovernment“, mit „Info-Channeling“ oder mit den zu erwartenden Auswirkungen der technischen Entwicklung auf das Bildungs-System beschäftigen – insgesamt vermitteln alle acht Beiträge des Sammelbandes den Eindruck, dass die Frage nach dem Internet-Zugang „für alle“ enormen gesellschaftlichen Sprengstoff in sich birgt.<br />
Um es noch einmal mit Vilém Flusser zu sagen: „Wer […] ´politisch’ im Sinne der hergebrachten Kategorien denkt und etwa meint, daß Technik politisch neutral sei, geht an der gegenwärtigen Kulturrevolution vorbei.“</p>
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		<title>Langsam kommen die Senioren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie die Alten surfen]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Silversurfer]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Mit vorsichtigen Schritten nähern sich die Senioren dem Internet. Wenn sie aber einmal drin sind, wird das Internet schnell Teil des Alltags. Corvin Jordan beleuchtet die wichtigsten Trends und Entwicklungen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Mit vorsichtigen Schritten nähern sich die Senioren dem Internet. Wenn sie aber einmal drin sind, wird das Internet schnell Teil des Alltags. Corvin Jordan beleuchtet die wichtigsten Trends und Entwicklungen.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die Mehrheit der Altersgruppe 50plus ist bisher nicht im Netz und viele verfügen über keinen Computer. Zu diesem Ergebnis kommt die größte Studie zur Internetnutzung der Deutschen der<br />
<a href="http://www.nonliner-atlas.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)ONLINER Atlas 2006</a> der Initiative D21. Doch die Zahl der älteren Internetnutzer &#8211; den so genannten Silversurfern &#8211; wächst ständig.
</p>
<p>
So hat den Ergebnissen der Studie nach die Internetnutzung bei der Altersgruppe 50plus im Jahr 2006 um weitere drei Prozentpunkte zugelegt und liegt derzeit bei 34 Prozent. Zum Vergleich: Auf 58 Prozent ist die Internetnutzung 2006 in Deutschland insgesamt gestiegen.
</p>
<p>
Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die einzelnen Altersgruppen zu werfen. In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen bewegen sich 56,8 Prozent im Netz. Die 50- bis 59-Jährigen nutzen also das Internet so häufig wie der Durchschnittsdeutsche. Anders sieht das bei den 60- bis 69-Jährigen aus. In dieser Altersgruppe nutzen nur 32,7 Prozent das Internet. Gerade einmal 12,2 Prozent der Altersgruppe 70plus nutzen das Internet. Vielen Älteren ist die Internetwelt grundsätzlich fremd geblieben.
</p>
<p>
<b>„Ich bin technisch neugierig und will im Alter nicht versauern.“</b>
</p>
<p>
Allerdings ist es an der Zeit mit den Vorurteilen aufzuräumen, ältere Menschen seien kaum im Internet unterwegs – und diejenigen, die „drin“ sind, würden kaum das Netz nutzen. Genauere Untersuchungen zu diesem Thema fehlten bisher. Doch nun hat eine<br />
<a href="http://www.50plus-ans-netz.de/content/download/9202/80901/version/3/file/Studie%2BVon%2Bden%2B0nlinern%2Blernen.pdf%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> des Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit einige Vorurteile widerlegt. Im Rahmen der Studie wurden 1.120 aktive Nutzerinnen und Nutzer der Altersgruppe 50plus genauer befragt.
</p>
<p>
Die Studie zeigt, dass wenn von den Senioren erst einmal die Vorteile der neuen Medien erkannt werden, sie nicht mehr aus dem Alltag der Älteren wegzudenken sind. „Der Computer ist ein Stück von meinem Leben“, antwortete ein Befragter der Studie. „Unser Leben ohne PC ist oft umständlich geworden“, meint ein anderer. Das Internet wird mit wachsenden Kenntnissen häufiger genutzt. Die befragten Nutzerinnen und Nutzer bewegen sich aktiv online, fast 80 Prozent surfen sogar täglich.
</p>
<p>
<b>„Das Internet ist eine tolle Verbindung zur Außenwelt“</b>
</p>
<p>
Besonders beliebt sind Seiten mit praktischem Wert, denn Ältere sehen im Internet mehr ein Nutzmedium als ein Unterhaltungsmedium. Gerade das Medium Internet hat ein hohes Potenzial, die Menschen in ihrem Ruhestand zu unterstützen. Es gilt als Mittel zur Weiterbildung, gegen die Einsamkeit und als eine unerschöpfliche Informationsquelle. Das Internet bietet die Möglichkeit sich umfassend über fast jedes Fachgebiet zu informieren, von medizinischen Fragen bis zur Ahnenforschung und es ist ein unschlagbares Hilfsmittel, um Reisen zu planen.
</p>
<p>
Die befragten Silversurfer legen großen Wert auf aktuelle und hoch wertige Ausstattung. So haben die aktiven Nutzer eine aktuelle Hardware- und Softwareausstattung. Jeder zweite Rechner ist jünger als zwei Jahre und 62 Prozent haben einen Arbeitsspeicher, der 512 MB oder größer ist. Die aktiven Onliner gehen auch meist mit einer schnellen Internetverbindung ins Netz.
</p>
<p>
Die Silversurfer sind zum größten Teil Autodidakten. Teils haben sie sich mit Hilfe von Freunden und Bekannten oder von Arbeitskollegen und Kindern die notwendigen Kenntnisse angeeignet. Doch auch Computer- und Internetkurse werden verstärkt in Anspruch genommen. Besonders Frauen nehmen gerne die Hilfestellung professioneller Dienstleister in Anspruch und belegen Computerkurse.
</p>
<p>
<b>„Weil es ohne halt nicht geht!“</b>
</p>
<p>
Für Computerneulinge oder wenig Erfahrene ist „mitreden zu können“ der wichtigste Grund, sich einen Computer zuzulegen. Diese Gruppe fühlt sich ohne Computer immer stärker gesellschaftlich ausgegrenzt. Zunehmend häufiger lesen sie den Hinweis, dass weitere Informationen im weltweiten Netz zu finden sind. Immer mehr Dienstleistung und Sonderangebote sind ausschließlich über das Internet zu bekommen. Daher sehen auch zwei Drittel der Befragten die gesellschaftliche Teilhabe und die Versorgung mit Dienstleistungen für Menschen ohne Zugang zu den neuen Medien als gefährdet.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
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