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	<title>digitale Kompetenzen &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>digitale Kompetenzen &#8211; politik-digital</title>
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		<title>D21-Digital-Index 2017/2018 &#8211; Barrieren und Möglichkeiten einer digitalen Gesellschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jan 2018 17:19:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Digital-Index 2017/2018]]></category>
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					<description><![CDATA[Die digitale Kompetenz der Deutschen nimmt zu – wenn auch nur leicht. Das ist ein Ergebnis des am 23.01.2018 vorgestellten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-154039" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/D21-Digitalindex_2017-2018_by_D21_CC-BY_4.0_edited-630x329.jpg" alt="Grafik Digitalindex D21 2017 2018 CC-BY-SA-NC-2.0" width="630" height="329" />Die digitale Kompetenz der Deutschen nimmt zu – wenn auch nur leicht. Das ist ein Ergebnis des am 23.01.2018 vorgestellten „D21-Digital-Index“ der Initiative D21. Allerdings sind in Deutschland immer noch 12 Millionen der Bürger offline. Auch gibt es starke Schwankungen bei den Kompetenzen in Bezug auf Merkmale wie Alter, Bildung und Geschlecht. Die ungleiche Verteilung der Kompetenzen und die scheinbar fehlenden Angebote lassen sich daher auch als Aufforderung zum Handeln verstehen.</p>
<p>Der Index der Initiative D21 setzt sich aus 4 Hauptkomponenten mit weiteren Unterkomponenten zusammen, die mit einer unterschiedlichen Gewichtung in die Gesamtbewertung eingehen. Die Hauptpunkte sind: Zugang zur Digitalisierung, Nutzung(svielfalt) in der digitalen Welt, digitale Kompetenz und Offenheit zum Internet. Der dadurch ermittelte Digitalisierungsgrad der Gesellschaft geht dabei von 0 bis zu 100 Punkten. In Deutschland liegt er zurzeit bei 53, ein Mittelwert in der EU, wobei der Zugang zum Internet die meisten Punkte verzeichnet und die digitale Kompetenz den größten Zuwachs.</p>
<h3>Ungleichheit bei Geschlecht, Alter und Bildungsgrad</h3>
<p>Die Nutzung des Internet und die digitalen Kompetenzen nehmen insgesamt leicht zu. Dies ist erfreulich, da die digitalen Möglichkeiten bezüglich Partizipation, Informationsgewinnung und Bildung sowie für die Arbeit stetig ausgebaut werden. Um so wichtiger ist es, dass dieser zaghafte Trend nicht abreißt.</p>
<p>In der Studie wird allerdings klar, dass es große Unterschiede bei der Ausschöpfung dieser Möglichkeiten in Bezug auf Merkmale wie Geschlecht und Alter gibt. Um beispielsweise an gesellschaftlichen Diskussionen über die Digitalisierung teilzunehmen, ist es wichtig mit Begriffen wie Cookies, Künstliche Intelligenz, E-Government etc. etwas anfangen zu können. Deutlich mehr Männer als Frauen kennen diese Begriffe. Das schadet der Diversität der Diskussion um die Zukunft einer digitalen Gesellschaft in allen Bereichen.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild-D21-zu-Unterschied.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-154026 size-medium" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild-D21-zu-Unterschied-305x292.jpg" alt="Bild D21 zu Unterschied" width="305" height="292" /></a></p>
<p>Die Studie arbeitet drei „Typen“ heraus, die die Einstellung zur Digitalisierung klassifizieren. Die digitalen Abgehängten, die digital Mithaltenden und die digitalen Vorreiter. Auch hier zeigt sich ein Unterschied zwischen Männern und Frauen: die digitalen Vorreiter werden von Männern um die 40 Jahre dominiert, die digitalen abgehängten vor allem von Frauen um die 70 Jahre.</p>
<p>12 Millionen Menschen in Deutschland sind, der Studie zufolge, sogenannte „Offliner“. Sie sehen weder Nutzen noch Notwendigkeit, das Internet zu benutzen. Obwohl diese Gruppe ganz leicht schrumpft, so sind hier vor allem Menschen anzutreffen, die über 70 Jahre alt sind. Der „Zugang“ und der „Nutzen“ sind bei dieser Gruppe sehr gering, was sich auch in einer geringen „Offenheit“ niederschlägt.</p>
<p>Das Problem dabei: Viele Services lassen sich oftmals nur noch im Internet erledigen oder sind hier sehr viel komfortabler. Die Gruppe der „Offliner“ lässt die Dinge, die nur im Internet erledigt werden können, dann durch die Verwandtschaft oder Bekannte erledigen. Das ist ein schlechtes Zeichen für die digitale Mündigkeit dieser Bürger, da viele Services im Internet gerade die Selbständigkeit und Mündigkeit auch älterer Menschen stärken können.</p>
<p>Die Studie zeigt vor allem, dass es zwar immer mehr digitale Vorreiter gibt, aber immer noch sehr viele Bürger im digitalen Abseits stehen. Oft sind Angebote, die für bestimmte Gruppen interessant wären, diesen fast völlig unbekannt. 16% der Über-50-Jährigen können etwas mit dem Begriff E-Health anfangen. Obwohl dieses Themenfeld auch für diese Altersgruppe sehr interessant wäre und neue Möglichkeiten bietet.</p>
<p>Den traurigen vorletzten Platz der Begriffe und Themen bildet übrigens das E-Government. Wenn die Menschen mit dem Begriff und dem dahinterstehenden Thema so gut wie nichts anfangen können, wird es schwer, die Möglichkeiten dieser Form der modernen Verwaltung und Politik umzusetzen. In der Diskussion um diese Themen fehlt somit der Input vieler Bürger, die unmittelbar betroffen sind.</p>
<h3>Sie sollen lernen, was wir nicht können</h3>
<p>Programmieren als grundlegender Bestandteil der Schuldbildung? Digitale Medienkompetenz als Grundlage aller Fächer in der Schule? Zwei Drittel der Deutschen wünschen sich das. Dass diese Forderung und der Wunsch von so vielen Menschen befürwortet wird, ist in bemerkenswert.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild-D21-Bildung.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignright wp-image-154024 size-medium" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bild-D21-Bildung-305x263.jpg" alt="Bild D21 Bildung" width="305" height="263" /></a>Der größte Teil der deutschen Bürger sind konservative Internetnutzer. Sie nutzen das Internet, wenn sie es brauchen, interessieren sich selbst aber nicht dediziert dafür. Die Forderung, dass Kinder dies in der Schule tun sollten, erstaunt daher auf den ersten Blick. Gerade unter dem Aspekt, dass nur 33 Prozent der Bürger angeben, selber Interesse daran zu haben, ihr Wissen über Computer und digitale Themen zu verbessern. Hämisch könnte man anmerken: Die Kinder sollen, was die Erwachsenen selbst nicht wollen.</p>
<p>Zudem schließen sich einige Fragen an. Dass Programmieren und digitale Medien immer wichtiger werden, ist vielen klar, aber welche Fächer sollten diesen neuen digitalen Fächern weichen, wer soll neues Equipment und geschultes Personal bezahlen? Eine andere Frage ist, wie Programmieren bewertet werden soll. Mit Noten von eins bis sechs? Sollten Kinder, die sich nicht für digitale Themen interessieren, einen niedrigeren Schulabschluss machen werden.</p>
<h3>Das Tor zum Internet</h3>
<p>Die Deutschen nutzen immer mehr ihr Smartphone. Die Anwendungsbereiche reichen dabei von der Informationsbeschaffung bis zu der Nutzung von Streaming-Diensten. Bemerkenswert ist allerdings, dass durch alle Altersschichten hinweg das Smartphone primär zur Beschaffung von Informationen genutzt wird. Das steht dem eher konservativem Bild konträr entgegen, dass das mobile Endgerät die Menschen „verdummt“. Das die Nutzung zunimmt, lässt sich auch durch den technischen Fortschritt und den verbesserten mobilen Zugang zum Internet erklären. Dabei stellt das Smartphone in der Gesellschaft, bildlich gesprochen, das Tor zum Internet dar. Es wird mehr genutzt als jedes andere internetfähige Gerät, Tendenz stark steigend. Entsprechend sollten sich Angebote der Partizipation viel mehr auf den mobilen Sektor fokussieren.</p>
<h3>Forderungen, die sich hieraus ergeben</h3>
<p>Aus der Studie ergibt sich, dass es vor allem älteren Menschen an einer sicheren Umgebung im Internet mangelt. Die Gruppe der über 70-Jährigen, die einen großen Teil der Offliner ausmachen, wird weder zielgerichtet angesprochen, noch besteht für die Menschen genug qualitativer Content. Eine Überlegung in der Hinsicht wäre, Inhalte von älteren Menschen für ältere Menschen zu ermöglichen. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Den Menschen im hohen Alter scheint das Interesse und damit auch der Nutzen des Internets schlichtweg nicht klar zu sein. Dabei ist es gerade diese Altersgruppe, die von Diensten und Angeboten im Internet profitieren könnten. Durch das Bestellen oder Abfragen von Leistungen sowie die Beschaffung von Informationen im Internet könnten ältere Menschen zielgerichteter und selbständiger handeln und sich unabhängig von körperlichen Beschwerden Mündigkeit und Unabhängigkeit weiter bewahren.</p>
<p>Die Politik sollte versuchen, für diese Menschen sichere Umgebungen zu schaffen, in denen auch ältere Menschen die Möglichkeiten haben, die Chancen des Internet für sich zu entdecken.</p>
<p>Neue digitale Geräte und Techniken werden in Deutschland eher skeptisch gesehen und ihre Verbreitung findet schleppend statt. Die meisten Menschen sind zögerlich und nehmen nur sehr wenige Services im Internet wahr. In diese Richtung sollte demnach auch die Debatte gehen. Es mag verlockend erscheinen, über ethische Fragen bei Polizeirobotern oder selbstfahrenden Autos zu diskutieren, allerdings sind die Deutschen noch lange nicht so weit, solche Dinge überhaupt zu akzeptieren oder den Nutzen verstehen zu wollen. Vielmehr sollten Möglichkeiten der Digitalisierung in den Mittelpunkt der Diskussion rücken. Was bringt E-Government, welche Vorteile hat es für die Menschen im ganz konkreten, was sind digitale Partizipationsmöglichkeiten an politischen und gesellschaftlichen Prozessen? Solange die Dinge nicht positiv konnotiert und aus den Nischen heraustreten sowie auch aktiv von der Politik in die Gesellschaft getragen werden, so werden die negativen Ansichten entfernter Themen wie KI und AI immer als Schatten über dem Thema der Digitalisierung hängen.</p>
<p>Zudem zeigt das Befragungsergebnis zu den neuen digitalen Fächern in der Schule, dass viele Bürger wissen, wie wichtig diese für die Zukunft sind. In dieser Hinsicht sollten in der Politik Überlegungen stattfinden, wie diese sich realisieren lassen. Um die Grundlage für fruchtbare Diskussionen zu legen und ein positives Zukunftsbild zeichnen zu können, ist es unabdingbar, Begriffe und Konzepte der Digitalisierung besser zu erklären. Nur so können auch alle an der Debatte teilnehmen oder sich ein umfassendes Bild zur Digitalisierung machen. Die Diskussionen dazu finden nur in bestimmten Kreisen statt und das ist, wie die Studie mit Fakten belegt, nicht gut genug.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild : D21-Digitalindex 2017 2018 by D21 via <a href="https://www.flickr.com/photos/initiatived21/albums/72157689669839272" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a>,  <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-NC-SA 2.0</a>, bearbeitet<br />
Grafiken: D21-Digitalindex 2017 2018 by D21 via <a href="https://www.flickr.com/photos/initiatived21/albums/72157689669839272" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-NC-SA 2.0</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Digitale und andere Kompetenzen: die Zukunft der Bildung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bericht-von-der-oeb-2016-150703/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Klaas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2016 10:48:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Online Educa Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Kompetenzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Tablets im Klassenzimmer, Hochschulkurse online und künstliche Intelligenz als Lehrer &#8211;  im Bildungssektor sind die Auswirkungen der Digitalisierung schon konkret [&#8230;]]]></description>
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<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/31017258340_a641c9bacc_z-2.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150704" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/31017258340_a641c9bacc_z-2.jpg" alt="31017258340_a641c9bacc_z-2" width="640" height="307" /></a>Tablets im Klassenzimmer, Hochschulkurse online und künstliche Intelligenz als Lehrer &#8211;  im Bildungssektor sind die Auswirkungen der Digitalisierung schon konkret zu spüren. Inwiefern digitale Neuerungen in Schulen und Universitäten schon genutzt werden und was das für die Zukunft der traditionellen Bildung bedeutet, wurde zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember auf der 22. OEB Konferenz in Berlin diskutiert.</p>
<p>Die OEB ist eine globale, branchenübergreifende Konferenz über elektronisch unterstütztes Lernen. Mehr als 2.000 Teilnehmer aus 93 Ländern haben sich auch dieses Jahr wieder im Hotel Intercontinental versammelt, um sich in rund 100 Vorträgen und Seminaren von 270 Referenten über die Neuigkeiten in der digitalen Bildung zu informieren.</p>
<h3>Wem gehört die Bildung?</h3>
<p>Im Eröffnungsplenum der Konferenz diskutierten drei führende Köpfe aus dem Bildungssektor über die Zukunft der Bildung unter dem Thema “Owning Learning”. Andreas Schleicher, Leiter des Direktorats für Bildung der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, hält ein vermehrtes Vermitteln von Kompetenzen für elementar. Er argumentiert, dass Fähigkeiten wie Kreativität und kritischem Denken, aber auch Charaktereigenschaften wie Neugierde, Resilienz und Courage immer wichtiger werden, um in der sich stetig wandelnden Arbeitswelt erfolgreich zu sein. Tricia Wang, eine global agierende Technologie-Ethnographin ist überzeugt, dass künstliche Intelligenz in der Bildung eine führende Rolle spielen wird. Jedoch müssten die Entwickler der Maschinen noch lernen, ihre Weltanschauung zu erweitern, damit die programmierten Algorithmen keine rassistischen oder sexistischen Weltanschauungen weitertransportieren, wie das heutzutage oft der Fall ist. Der dritte Teilnehmer der Diskussion war Roger Schenk, ein amerikanischer Visionär im Bereich virtueller Lernwelten und Kognitionswissenschaftler. Er plädiert für das Abschaffen von Prüfungen, da seiner Meinung nach die Universitäten, Politiker und Prüfungsunternehmen (Anm. d. Red: In den USA müssen für die Bewerbung an Universitäten standardisierte Tests wie die SATs abgelegt werden) zu viel Einfluss auf den Bildungssektor haben. Zur PISA Studie, deren neuesten Ergebnisse heute vorgestellt werden und die unter anderem von Andreas Schleicher koordiniert wurde, äußerten sich die beiden anderen Teilnehmer kritisch.</p>
<h3>Vorträge, Workshops, und hitzige Diskussionen</h3>
<p>Der Hauptteil der Konferenz bestand aus Workshops, Keynotes und Vorführungen zu verschiedenen Bereichen der digitalen Bildung. Die meisten Vorträge handelten von der Veränderung der Universitäten und wie diese die Digitalisierung besser nutzen könnten. Hierbei wurde jedoch oft theoretisch diskutiert und wenig konkrete Vorschläge gebracht (Anm. d. Red.: Ein Überblick über praktische Beispiele im tertiären Bildungssektor, die auf der Konferenz vorgestellt wurden, finden Sie <a href="http://politik-digital.de/news/per-mausklick-zum-master-of-science-150714/">hier</a>). Verschiedene Workshops behandelten auch das Thema digitaler Kompetenzen: So haben zwei finnische Frauen ein <a href="http://lahiverkko.fi/english/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projekt</a> auf die Beine gestellt, in dem sie der älteren Gesellschaft durch ein Online-Magazin und Peer-to-Peer-Trainings die Nutzung sozialer Netzwerke beibringen. Ähnliche Projekte griffen die gleiche Problematik mit anderen Zielgruppen wie jungen Arbeitslosen oder Flüchtlingen auf. Auch die Diskussion um falsche News im Netz sowie die Zukunft der Bildung nach dem Brexit wurden in politischen Debatten aufgegriffen und heiß diskutiert. Interessierte des Business-Sektors konnten Vorträge über Consulting besuchen, darunter ein Workshop zweier britischer Entrepreneurs, die das Konzept <a href="http://www.wearehominal.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Service Design</a> für bessere Kundenbetreuung entwickelten.</p>
<h3>Virtuelle Klassenzimmer und Lern-Apps</h3>
<p>Zwischen den Vorträgen und in den Kaffeepausen präsentierten 73 Aussteller ihre Produkte zu unterschiedlichen Themenbereichen. So z. B. <a href="http://www.urkund.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Urkund</a>, die führende Plagiatskontrolle weltweit, oder <a href="http://eu.getcatchbox.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Catchbox</a>, ein Schaumstoffwürfel mit eingebautem Mikrofon, der in großen Räumen zum Fragesteller geworfen werden kann. Außerdem wurden zahlreiche Apps vorgestellt, die das Lernen erleichtern sollen. <a href="https://www.supereddy.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SuperEddy</a>, eine App die von einem deutschen Team entwickelt wurde, und vor kurzem in mehreren Sprachen erschienen ist, hilft Kindern mit Legasthenie oder Dyslexia, in verschiedenen Spielen die Rechtschreibung zu lernen. Ein anderes Projekt aus Schweden, <a href="http://http://www.sciproprojects.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SciPro</a>, assistiert wiederum Studenten im Verfassen einer qualitativ hochwertigen Thesis auf Bachelor-, Master- oder PhD-Niveau. Über ein Online-Matching System werden Supervisor und Student verbunden und können digital durch kontinuierliche Feedbackmethoden zusammenarbeiten.</p>
<p>Auf der OEB wurde also viel geboten; vielleicht sogar ein wenig zu viel für zweieinhalb Tage. Nichtsdestotrotz gab die Konferenz einen guten Einblick in die Zukunft der Bildung im digitalen Zeitalter. Dies gilt auch im Bezug auf die Teilnehmer: Obwohl die Konferenz jährlich in Berlin stattfindet, stammt die große Mehrheit entweder aus Großbritannien, Skandinavien oder den USA. Diese Quote wiederum spiegelt wider, dass gerade in Deutschland im digitalen Bildungssektor noch viel getan werden muss.</p>
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<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/wilfredrubens/31017258340/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Educa Berlin</a> by Wilfried Rubens via flickr, CC BY-NC 2.0</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gesche Joost &#8211; Das Netz entscheidet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/kopfe/gesche-joost-das-netz-entscheidet-129261/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 14:26:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Überraschung im Schattenkabinett: Gesche Joost wurde ins Kompetenzteam von Peer Steinbrück berufen. Die parteilose Design-Professorin an der Universität der Künste [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/gesche_joost1-data.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129272" alt="Gesche Joost" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/gesche_joost1-data.jpg" width="640" height="362" /></a><br />
Überraschung im Schattenkabinett: Gesche Joost wurde ins Kompetenzteam von Peer Steinbrück berufen. Die parteilose Design-Professorin an der Universität der Künste Berlin ist zuständig für den Bereich Netzpolitik und digitale Gesellschaft. Unter einem Kanzler Steinbrück stünde sie bereit für Netzpolitik im großen Stil.<br />
„Ich hab‘ jetzt sogar WLAN“, berichtet Gesche Joost stolz beim Treffen im Willy-Brandt-Haus über ihren neuen Arbeitsplatz, und lächelt ironisch. Zwei Wochen nachdem <a href="http://peer-steinbrueck.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peer Steinbrück</a> die 38-jährige Vernetzungs-Expertin als Zuständige für Netzpolitik und digitale Gesellschaft präsentiert hat, ist sie nun also auch in der Parteizentrale voll einsatzfähig. Dabei ging es sofort nach der offiziellen Verkündung schon richtig los. Seitdem hat ihr Alltag rasant an Fahrt zugenommen. Vormittags geht Gesche Joost ihren Pflichten an der Universität der Künste nach, nachmittags eilt sie ins Willy-Brandt-Haus oder gibt in Interviews oder auf Podien und Konferenzen Auskunft über ihre netzpolitischen Vorhaben.<br />
„Gefühlt bin ich schon seit Jahren dabei“, fasst Joost lachend ihre ersten Wochen zusammen, was auch daran liegt, dass sie den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen im Willy-Brandt-Haus als sehr intensiv und bereichernd empfindet.<br />
Ihre Berufung sorgte für Überraschung, in Netzkreisen wurde ihre Nominierung bislang überwiegend positiv aufgenommen. Hängen geblieben ist von ihrer ersten Pressekonferenz vor allem ihr Satz „Netzpolitik ist Gesellschaftspolitik“ und Joosts Ankündigung, mit dem bisher eher stiefmütterlich behandelten Politikfeld rund um Internet und Digitalisierung künftig kraftvoller zu verfahren.<br />
„Wir müssen Brücken bauen von Netzpolitik zu Bildung, zu Arbeit, in den sozialpolitischen Sektor, in alle Lebensbereiche“, berichtet sie von ihren Absichten.</p>
<h3>Erforschung der Kommunikation von morgen</h3>
<p>Doch wie kommt Peer Steinbrück eigentlich darauf, eine Designforscherin in sein Kompetenzteam zu holen? Der Lebenslauf der geborenen Kielerin spricht für eine Karriere auf der Überholspur: Studium der Architektur, des Designs und der Rhetorik in Braunschweig, Köln, Chicago und Tübingen, Promotion summa cum laude über Filmrhetorik, Dozentur für audio-visuelle Medien und Designtheorie, Gastprofessur für Gender und Design, Leiterin der Designforschung bei den Telekom Innovation Laboratories, mit 34 Jahren Juniorprofessur für „Interactive Design &amp; Media“ an der TU Berlin, seit 2010 Professur für Designforschung an der Universität der Künste. All das mit unter 40, wohlgemerkt. An wissenschaftlichen Meriten mangelt es wahrlich nicht.<br />
Doch was muss man sich unter „Designforschung“ eigentlich vorstellen? Und wie kommt man damit zur Netzpolitik? „Ich erforsche, wie die Kommunikation von morgen aussieht. Wie werden wir in einer vernetzten Gesellschaft leben und arbeiten? Wie werden wir miteinander kommunizieren?“, zählt Joost die Verknüpfungspunkte zwischen ihrer wissenschaftlichen Arbeit und der neuen politischen Tätigkeit auf. Ihr Ansatz, die Vernetzung als „gesellschaftspolitisches Moment“ zu begreifen und den Fokus darauf zu legen, „alle Leute da mit reinzuholen und einzubinden“, habe wohl letztlich den Ausschlag dafür gegeben, dass sie der Kanzlerkandidat, für dessen Beraterkreis Joost schon seit 2006 tätig ist, ins Kompetenzteam geholt hat. Es ist auf jeden Fall ein starkes Signal, dass im Kompetenzteam eine eigene Stelle mit Netzpolitik besetzt wird. Das beweise, so Joost, dass es sich längst nicht mehr um ein „Nerd- und Nischenthema“ handele, wie etwa noch im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009.</p>
<h3>Diskurs erweitern, digitale Spaltung überwinden</h3>
<p>Doch trotz aller gegenteiliger Bekenntnisse seitens der Politik findet Netzpolitik noch immer primär als Elitendiskurs der Netzgemeinde selbst statt. Joost ist sich bewusst, dass der Otto-Normalsurfer oftmals keinen Zugang zu den relevanten Diskussionen hat. Gerade darum geht es der politischen Quereinsteigerin: „Der ‚digital divide‘ muss überwunden werden. Und zwar nicht nur zwischen Jung und Alt, sondern auch zwischen allen sozialen Gruppen“, so Joost zu ihrer Vision, dass das „Zukunftsthema Netzpolitik“ jeden einzelnen ansprechen müsse.<br />
Das ist leicht gesagt, die Umsetzung solcher gesellschaftlicher Mammutaufgaben dürfte Staat, Politik und Gesellschaft einiges abverlangen. Ein Schlüssel dafür sei die Ausbildung von Medienkompetenz. „Wie wird der Umgang mit Internet und Online-Medien in den Schulen vermittelt? Wissen Schüler und Jugendliche, was es heißt, privateste Daten bei Facebook preiszugeben und womöglich auf illegalen Websites Filme runterzuladen? Sind die Lehrer dafür ausreichend ausgebildet?“, zählt Gesche Joost einige der Fragen auf, die sich die Gesellschaft stellen muss, will sie mit der digitalen Herausforderung zurechtkommen. Doch auch den älteren Generationen darf die Digitalisierung nicht länger vorenthalten bleiben: „Senioren sollen nicht denken, das Internet sei eine kalte Technik, von der sie sowieso nichts verstünden. Die Menschen sollen die enormen Potenziale des Internets und der Vernetzung kennenlernen, egal, in welchem Alter“. Letztlich sei Medienkompetenz heute „eine beinahe ebenso wichtige Kulturtechnik wie lesen und schreiben“.<br />
Doch Netzpolitik beschränkt sich freilich nicht auf die Vermittlung technischer Fertigkeiten und des Wissens um Gefahren, die im Netz lauern. Die parteilose Neupolitikerin schreibt dem Internet durchaus sozialdemokratische Werte zu: „Netzpolitik, das bedeutet Teilhabe und Teilnahme. Jeder kann über das Internet mitmachen und mitgestalten“, lautet Joosts Vision. Hier liege auch ihre Hauptmotivation, denn den Mitmach-Ansatz kennt sie aus ihren Forschungstätigkeiten bereits seit Langem: „Partizipatives Forschen“ nennt Joost das und möchte dank der Beteiligung von Betroffenen zu innovativen Ergebnissen kommen. Das Internet biete die Möglichkeit, diesen Brückenschlag zu verwirklichen. Dazu werden digitale Beteiligungs-Formate erprobt, bei denen zum Beispiel E-Petitionen eingebracht werden können. Auch mit neuen Formaten zu experimentieren ist ihr Ziel, und sie hofft, von ihren Erfahrungen in der Forschung profitieren zu können.<br />
Doch zunächst muss Netzpolitik – ob sozial oder nicht – bei den Sozialdemokraten implantiert werden, zumal die SPD bislang nicht sonderlich aktiv auf diesem Felde gewesen ist. Doch Gesche Joost weiß zu berichten, dass es <a href="https://spd-netzpolitik.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Menge aktiver Netzpolitiker in der SPD gibt</a>, die schon gute Initiativen erarbeitet hätten, doch die müssten nun „noch offensiver nach außen getragen werden“.</p>
<h3>„Rahmenbedingungen schaffen“</h3>
<p>Schließlich geht es darum, Antworten auf Fragen zu formulieren, die nicht nur Netzaktivisten, sondern so ziemlich jedem Internetnutzer unter den Nägeln brennen dürften. Ein Thema ist die Debatte um die Drossel-Pläne der Telekom, die Forderungen nach Netzneutralität anheizen. „Der Markt alleine regelt das nicht ausreichend. Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen und ein gewisses Gleichgewicht einhalten“, begründet Joost ihre Forderung nach einer gesetzlichen Verankerung der Netzneutralität. Eine aktive Einmischung in die Tarifpolitik lehnt sie ab, wichtig sei es aber, dass der Kunde die Wahl zwischen mehreren Tarifmodellen habe.<br />
Eine klare Position nimmt sie auch beim emotional aufgeladenen Thema Datenschutz ein. Gläserner Bürger, allwissender Staat, Bewegungsprofile: „Für mich ist die Speicherung von Bewegungsprofilen ein Horrorszenario. Jedoch: Wenn die Ermittlungsbehörden im Einzelfall über den Zugriff auf bei den Providern gespeicherten IP-Adressen schwerste Straftaten aufklären können, dann sollen sie die Mittel dazu haben, aber nur unter engsten Voraussetzungen und nach rechtsstaatlichen Grundsätzen“. Die Speicherfristen von einem halben Jahr sind ihr jedoch ein Dorn im Auge, hier müsse noch „deutlich reduziert“ werden, selbst auf die Gefahr hin, dass man Straftätern eventuell erst nach Ablauf der Frist auf die Spur komme: „Das ist ein schmaler Grat: Einerseits müssen die Grundrechte geschützt bleiben, andererseits sollen die Sicherheitsbehörden Instrumente haben, um schwerste Straftaten zu verfolgen“.<br />
Auch im Urheberrecht sei Korrekturarbeit nötig: „Das Recht muss endlich an die digitale Realität angepasst werden! Bei den Künstlern muss mehr Geld ankommen“, propagiert sie und kann sich gut vorstellen, dass die Nutzer für urheberrechtlich geschützte Inhalte künftig zahlen müssen. „Bei ein paar Cent pro Artikel bin ich mir sicher, dass die Bereitschaft dafür vorhanden ist“. Dafür müsse ein Bewusstsein geschaffen werden, signalisiert sie. Gleichzeitig lehnt sie die inflationäre Kriminalisierung von Nutzern illegaler Plattformen ab: „Da hat sich ein Abmahnwesen mit überzogenen Regressforderungen etabliert. Das ist nicht der richtige Weg – auch wenn klare Grenzen bei illegalem Verhalten gezogen werden müssen“.<br />
Viele netzpolitische Aufgaben stehen also an, denen sich die Bundesrepublik in der kommenden Legislaturperiode zu stellen hat. Dafür sei zuallererst ein kompletter Breitbandausbau „zwingend notwendig“, fordert Gesche Joost. „Ohne vernünftige Leitungen und Verbindungen, auch in ländlichen Regionen, macht Netzpolitik keinen Sinn, ohne diese Grundlage ist digitale Teilhabe unmöglich!“, verweist Steinbrücks Frau für das Internet auf dringend nötige Investitionen.</p>
<h3>„Ich stehe bereit“</h3>
<p>Und wie sieht sie ihre Zukunft? Würde unter einem Bundeskanzler Peer Steinbrück ein eigenes Ministerium für Netzpolitik und Digitalisierung geschaffen? Oder soll jedem Ressort ein eigener netzpolitischer Bereich angegliedert werden? Jeder aalglatte Politprofi hätte jetzt gekonnt um den heißen Brei herumgeredet, Politikneuling Joost jedoch gesteht offen: „Puh, ich habe keine Ahnung, wie das organisiert wird. Da muss ich wohl erst mal einen Blick aufs Organigramm werfen“, antwortet sie und lacht. „Ein eigenes Ministerium würde den Effekt verfehlen, eine Aufteilung der Kompetenzen auf verschiedene Ministerien hätte zu wenig Schlagkraft. Wenn jeder da so ein bisschen mitmacht, das reicht nicht!“. Es gibt In der SPD Überlegungen, die Netzpolitik im Innenministerium oder im Wirtschaftsministerium anzusiedeln. Argumente lassen sich für beide Möglichkeiten finden. Für Gesche Joost steht nur fest, dass es einen ständigen Ausschuss für Internet und digitale Gesellschaft im Bundestag geben muss. Und wenn an welcher Stelle auch immer eine aktive Position gebraucht würde, stehe sie „natürlich dafür bereit“, verrät sie mit kämpferischer Miene.<br />
Bild:  <a href="http://www.spd.de/99202/gesche_joost1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD</a></p>
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