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	<title>Digitales Ehrenamt &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Digitales Ehrenamt &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Berlin sagt Danke: Großer Aktionstag für alle ehrenamtlich Engagierten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2018 14:16:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Samstag, den 25. März 2018, eröffnen wieder viele Landeseinrichtungen in Kooperation mit Partnern aus der Stadtgesellschaft und dem Berliner [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Berlin-sagt-Danke.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154425" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Berlin-sagt-Danke.png" alt="Berlin sagt Danke" width="628" height="285" /></a>Am Samstag, den 25. März 2018, eröffnen wieder viele Landeseinrichtungen in Kooperation mit Partnern aus der Stadtgesellschaft und dem Berliner Abgeordnetenhaus ihre Türen, um zum dritten Mal Danke an alle ehrenamtliche Engagierten in Berlin zu sagen.<b> </b></p>
<p>Täglich leisten Bürgerinnen und Bürger durch ihren freiwilligen und ehrenamtlichen Einsatz einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zu einer positiven Entwicklung in Berlin. Sie helfen und unterstützen unter anderen Kranke und Benachteiligte, die von Armut und Obdachlosigkeit betroffen sind oder sie setzen sich in Patenschaften oder Mentorin Programmen für die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen ein. Auch die Integration durch Sprach- und Bildungskurse für Geflüchtete zählen zu diesem Ehrenamt. Organisiert wird das Ehrenamt unter anderen online durch die Plattform <a href="https://www.gute-tat.de/ueber-gute-tat/konzept/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gute-Tat</a>, auf der die Initiatorinnen und Initiatoren Interessierte und ehrenamtliche Projekte miteinander vernetzen.</p>
<h3>Aktionstag „Berlin sagt Danke“</h3>
<p>Das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Berlinerinnen und Berliner veranlasst das Berliner Abgeordnetenhaus zum dritten Mal dazu, Danke an alle Ehrenamtlichen in Berlin zu sagen. „Ohne Ehrenamt und ohne den Einsatz für die Mitmenschen würde unsere Stadt kälter sein. Berlin ist auch deshalb lebenswert, weil die Menschen sich umeinander kümmern, weil sie sich füreinander interessieren“, <a href="https://www.berlin.de/berlin-sagt-danke/aktionstag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">betont</a> Bürgermeister Michael Müller. Deshalb öffnet das Berliner Abgeordnetenhaus in Kooperation mit Partnern aus der Stadtgesellschaft am Sonntag, den 25. März 2018, im Rahmen des <a href="http://www.berlin.de/berlin-sagt-danke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionstag „Berlin sagt Danke“</a> ihre Türen.  Viele Einrichtungen wie etwa Museen, Opern, die Philharmonie, der Zoo, der Tierpark, das Abgeordnetenhaus und Schwimmbäder sagen den Ehrenamtlichen in Form von kostenlosen Führungen, Veranstaltungen, freien Eintritt oder Kontingenten an Freikarten Danke für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Im Abgeordnetenhaus von Berlin stehen zwei Konzerte mit jungen Berliner Musikerinnen und Musikern im Mittelpunkt. Zudem werden stündlich Führungen durch das Parlamentsgebäude angeboten.</p>
<h3>Markt der Möglichkeiten</h3>
<p>Im Berliner Rathaus findet dieses Jahr wieder der „Markt der Möglichkeiten“ statt. Hier können sich Interessierte einen Überblick verschaffen wie und wo man sich ehrenamtlich in Berlin engagieren kann. Auch sollen Interessierte ermutigt und angeregt werden bei wohltätigen Stiftungen und Projekte mitzumachen und außerdem soll so eine Austauschmöglichkeit unter den Ehrenamtlichen ermöglicht werden. Viele wohltätige Einrichtungen und Stiftungen sind hier mit kleinen Informationsständen vertreten. Unter anderen ist die Stiftung <a href="https://www.gute-tat.de/ueber-gute-tat/konzept/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gute-Tat</a> mit einem Stand mit dabei, um über ihre Informationsplattform für soziale Projekte zu informieren.</p>
<p>Titelbild Screenshot: <a href="www.berlin.de/berlin-sagt-danke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berlin.de/berlin-sagt-danke/</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Digitale Flüchtlingshilfe: Gemeinsam sind wir stärker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carlotta Duken]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2016 13:46:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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		<category><![CDATA[Hilfsbereitschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[„GoVolunteer“, „ichhelfe.jetzt“ und „HelpTo“ sind die derzeit größten Initiativen der digitalen Flüchtlingshilfe, die Projekte und Freiwilligenarbeit zwischen Helfern und Hilfesuchenden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Helfer-Allianz-1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149863 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Helfer-Allianz-1.jpg" alt="" width="636" height="388" /></a></p>
<p><strong>„GoVolunteer“, „ichhelfe.jetzt“ und „HelpTo“ sind die derzeit größten Initiativen der digitalen Flüchtlingshilfe, die Projekte und Freiwilligenarbeit zwischen Helfern und Hilfesuchenden vermitteln. Um Ressourcen besser zu bündeln und besser voneinander  zu lernen, soll es in Zukunft die „Helfer-Allianz“ geben. Im Interview erklären Malte Bedürftig (GoVolunteer), Mandy Pearson (ichhelfe.jetzt) und Daniel Wetzel (HelpTo) welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen</strong></p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Wie ist eure Bilanz über das letzte Jahr in der digitalen Flüchtlingshilfe? Wie haben sich Angebot und Herausforderungen geändert?</p>
<p><strong>Malte: </strong>Die Situation ist jetzt anders, als sie letzten Sommer war. Damals herrschte eine sehr große Euphorie und eine riesige Hilfsbereitschaft mitzumachen, was für uns (GoVolunteer) eine Initialzündung war. Diese wollten wir dafür nutzen, Freiwilligenarbeit auf eine große Basis zu stellen. Diese Mission hat sich eigentlich nicht für mich geändert. Heutzutage hat sich vielleicht die Stimmung geändert und der „Alles-wird-gut“ Traum, den viele damals hatten, hat sich in mehr Realismus verwandelt. Allerdings ist das nicht nur schlecht. Gerade in der Freiwilligenarbeit ist es so, dass sich auch im letzten Jahr eine Menge Leute so sehr hereingestürzt haben, dass man tatsächlich so etwas hatte wie „Helfer-Burnouts“ und Menschen auch an ihre Grenzen gestoßen sind. Insofern glaube ich, dass es im Prinzip sogar für diesen Bereich eine Art Gesundung ist, wenn man sagt jetzt können alle mal gucken, ob sie das balanciert in ihren Alltag einbauen können. Und wir haben eben auch das Ziel dabei, das auf mehr Schultern zu verteilen.  Mein Eindruck: die Leute, die damals Hilfsbereitschaft gezeigt haben, die sind auch jetzt noch dabei, auch wenn diese Energie vielleicht nach außen nicht mehr so sichtbar ist.</p>
<p><strong>Daniel: </strong>Hilfe war zunächst unkoordiniert: Sachspenden wurden irgendwo abgegeben, wo sie überhaupt nicht gebraucht wurden oder Leute nicht wussten, wo sie sich engagieren können. HelpTo hatte das Ziel, diese Hilfe besser zu koordinieren. Wir haben von Anfang an gesagt, dass Integration mehr als eine Sachspende ist:  Da geht es um Arbeit, um Wohnraum, um Begegnungsmöglichkeiten – es ist ein relativ breites Themenspektrum. Integrationsspezifische Themen werden nun wichtiger, Nachfragen nach Sachspenden gehen eher zurück oder werden konkreter.  Es gab also eine Veränderung. Bei uns wurden aus einem Portal, das sich auf nur eine Stadt bezog, insgesamt 79 Einzelportale. Der Bedarf ist also nach wie vor da – auch wenn es eher nicht mehr um die schnelle Flüchtlingshilfe geht, sondern um integrationsbegleitende Themen.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Wie und wann genau fing die Kooperation zwischen „<a href="https://govolunteer.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GoVolunteer</a>“,<a href="https://ichhelfe.jetzt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“ichhelfe.jetzt“</a> und „<a href="http://helpto.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HelpTo</a>“ an?</p>
<p><strong> Malte: </strong>Im November letzten Jahres gab es bereits erste Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit. Es ging darum, zu verstehen, was der andere genau macht und ob es Möglichkeiten der konkreten Zusammenarbeit gibt. Bei uns dreien gab es sowohl eine inhaltliche Übereinstimmung, als auch den Willen und Bedarf, gemeinsam Kräfte zu bündeln.  Man hat nicht immer sofort die Kapazität das in die Tat umzusetzen. Jetzt wollen wir nicht zum fünften Mal dieselben Gespräche führen, sondern auch mal Taten folgen lassen. Beim Digitalen Flüchtlingsgipfel im Juni 2016 in Berlin haben wir dann einen Workshop zusammen gemacht. Dabei wurde nochmal sichtbar, dass es Bedarf und Nachfrage nach Zusammenarbeit gibt. Außerdem war klar, dass wir für unser Projekt Unterstützer brauchen, und es einen Synergieeffekt hat, wenn man noch mehr Leute dazu holt. Wir wollten also kein Exklusivitätsbündnis aufmachen, sondern wollten es für andere offen halten.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Was sind die derzeitigen Herausforderungen in der Vermittlung des digitalen Ehrenamts und wie könnte eine Zusammenarbeit hier helfen?</p>
<p><strong> Malte</strong>: Grundsätzlich haben wir alle die Botschaft verinnerlicht, dass das hier kein Konkurrenzgeschäft ist. Es geht darum, möglichst viel Transparenz zu schaffen und den guten Projekten, den Leuten, die Hilfe brauchen und Hilfe anbieten, möglichst viel Reichweite zu bieten – das können wir zu dritt einfach besser als alleine.</p>
<p><strong> Daniel</strong>: Unsere Plattformen sind alle drei etwas unterschiedlich, haben alle ihre Stärken. Deswegen war für uns interessant zu gucken, wie man diese integrieren kann. Bei uns ist es relativ einfach: es gibt entweder eine Nachfrage nach einer bestimmten Dienstleistung, Hilfe oder Sachspende oder es gibt sie eben nicht. Nach diesem Nachfrage-Angebot Prinzip können Außenstehende gut sehen, wo Hilfe gebraucht wird. Wenn es aber das Bedürfnis von Leuten gibt, sich an einem bestimmten Ort zu engagieren, empfehlen wir diese aber gerne gezielt an „ichhelfe.jetzt“ weiter. Genauso haben wir kein Problem, jemandem GoVolunteer vorzuschlagen oder deren Projekte vorzustellen, wenn jemand sich stärker an die Organisation binden möchte und nach einem Community-Erlebnis sucht. Das wären zunächst die ersten konkreten Schritte der Zusammenarbeit.</p>
<p><strong>Mandy: </strong>Für uns war es seit Anfang des Jahres ganz wichtig, mit Organisationen direkt zusammenzuarbeiten, um herauszufinden was sich über die Zeit verändert hat. Am Anfang brauchten die Geflüchteten Kleidung oder Essen, jetzt sind es zum Beispiel spezielle Sach- und Zeitspenden wie Waschmaschinen und Integrationshilfen , die gesucht werden. In unserem Fall  haben wir uns mit Organisationen hingesetzt und haben geschaut, welche Unterstützung benötigt wird, vor allem von der technischen Seite, um die richtigen Helfer zu finden. Bei „Ichhelfejetzt“ stellen Ehrenamtliche ihre Hilfe ein und Organisationen fragen diese ab. Für uns ist wichtig, dass diese Abfrage sehr einfach funktioniert, weil sonst die Helfer nicht in Anspruch genommen werden, die warten und helfen wollen.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Wie schafft man es, möglichst viele Menschen mit eurem Angebot zu erreichen? Zum Beispiel die ältere Generation, die gerne helfen und über Zeit verfügen, aber nicht mit dem Internet vertraut sind?</p>
<p><strong> Mandy: </strong>Die Nutzung von Internet und Smartphones in der älteren Generation steigt stetig. Wir wollen die Nutzbarkeit und  Einstellung als Helfer so einfach wie möglich gestalten, sodass das auch die Älteren navigieren können. Jeder Smartphone-User kann auf „Ich-helfe-jetzt“ ganz einfach zugreifen und ihre Hilfe einstellen, ohne großen Aufwand. Wir arbeiten aber auch mit Organisationen zusammen, die schwarze Bretter benutzen –  nutzen also auch lokale Wege.</p>
<p><strong>Malte</strong>: Als Online-Plattform kommen manchmal auch Anfragen, die wir als GoVolunteer nicht direkt abdecken, aber bei denen wir gerne weiterhelfen: Soll zum Beispiel ein Flüchtling abgeschoben werden und sucht nach Rechtsbeistand,  leiten wir ihn zu <a href="http://angehoert.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">angehört.org </a>weiter. Und so ist das zum Beispiel auch bei älteren Menschen oder Leuten, die im Digitalen noch nicht so viel Erfahrung haben &#8211; da hilft man ein bisschen nach. Ansonsten gibt es auch viele Leute, die bereits sehr stark im kontinuierlichen Ehrenamt drin sind. Da muss man sich einfach fragen: brauchen die uns überhaupt? Unsere Mission ist natürlich besonders auf Leute zuzugehen, die gerne was machen würden, aber bis jetzt noch nichts tun, weil die Hemmschwelle mangelnde Transparenz war oder sie einfach nicht wussten, wie man anfängt.</p>
<p><strong>Mandy</strong>: Diese Hemmschwelle zu überwinden ist ein wichtiger Punkt. Wir wollen die Menschen überzeugen, die helfen wollen, aber sich noch nicht überwunden haben. Für diese Menschen soll es einfach sein, zu finden, nach was sie suchen. Bei uns ist das so: der Helfer muss stellt einfach seine Fähigkeiten ein, und wird dann direkt selbst kontaktiert. Aus der Perspektive der Helfenden ist diese Hemmschwelle so sehr weit unten angesetzt.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Eure gemeinsame Vision ist also, sich zunächst besser miteinander zu vernetzen und dann langfristig eine gemeinsame Plattform zu gestalten, die „Helfer-Allianz“. Wie sehen die nächsten Schritte in der Zusammenarbeit aus?</p>
<p><strong> Malte: </strong>Das ist noch ziemlich weit weg und man muss natürlich überlegen, was aus Nutzerperspektive Sinn macht. Wenn man tatsächlich komplementäre und unterschiedliche Angebote hat, macht es keinen Sinn, alles zusammen zu packen und es wird dadurch unübersichtlicher. Sondern man muss natürlich einen zentralen Zugangsweg haben – wie der genau technisch aussieht, wissen wir noch nicht genau.</p>
<p><strong>Daniel</strong>: Dafür ist es wichtig, sich mit anderen Menschen weiter auszutauschen. Wir haben heute bereits gesehen, wo die ersten Anknüpfungspunkte liegen. Es muss überlegt werden: kann man das realisieren und welche Ressourcen muss man dafür einsetzten. Es ist nicht das Ziel, dass es am Ende eine Plattform gibt, die alle anderen ersetzt. Es gibt verschiedene Angebote, die vielleicht in bestimmten Regionen etwas stärker engagiert sind und die einen bestimmten Fokus haben, und das soll auch weiterhin parallel existieren. Die meisten Initiativen in der digitalen Flüchtlingshilfe sind Vereine, die alle mit keinem großen Budget arbeiten und auf Unterstützung angewiesen sind. Wir glauben aber, dass es Sinn macht, an dieser Stelle zu überlegen: Welche Sachen kann man an irgendeiner Stelle vielleicht gemeinsam machen. Wenn man sich gut versteht und das gleiche Ziel hat, vielleicht gibt es am Ende eine gemeinsame Plattform – oder zumindest eine teilintegrierte. Das muss man einfach mal schauen, wie sich das entwickelt. Aber vorstellbar ist es auf jeden Fall. Für den Nutzer ist das an verschiedenen Stellen sinnvoll.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Eine Zukunftsprognose: Wie relevant wird die digitale Flüchtlingshilfe in der Zukunft sein?</p>
<p><strong> Daniel: </strong>Am Ende macht unser Angebot einiges einfacher und hat konkrete Bewandtnis. Ich glaube schon, dass es auch in Zukunft sinnvoll ist, so etwas zu haben, da es regional unterschiedlich ja auch Angebote gibt, wo sich Leute vernetzen können. Man hat 1 Millionen Menschen in Deutschland aufgenommen. Zwar werden es dieses Jahr nicht ganz so viele, aber trotzdem ist es eine riesige Herausforderung und es geht um Fragen wie Integration. Auch wissen wir nicht, wie es weitergeht und ob es bald eine nächste Welle geben wird.</p>
<p><strong>Malte</strong>: Gerade in Deutschland gab es immer viel Ehrenamt und vieles was über Freiwilligenarbeit getragen wird. Allerdings hat es bisher noch nicht so einen automatischen Stellenwert, im alltäglichen Leben, wie es zum Beispiel in den USA der Fall ist, wo man bereits in der High School verpflichtende Ehrenamtsstunden ableisten muss. Diese Alltäglichkeit ist auch ein Ziel, dass wir alle verfolgen: Freiwilligenarbeit in der Kultur zu verankern und dass Ehrenamt etwas Selbstverständliches ist, das man auch mit seinem normalen Job vereinbaren kann. Das zu ermöglichen ist nicht einfach, gerade wenn diese Strukturen noch nicht so etabliert sind. Wenn wir also gemeinsam die Vision der „Helfer-Allianz“  verfolgen wollen, braucht es mehr Transparenz und einfache digitale Wege. Es ist eine unglaubliche Chance.</p>
<p>Titelbild: Die &#8220;Helfer-Allianz&#8221; von <a href="https://govolunteer.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GoVolunteer</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Ohne bessere Finanzierung der Zivilgesellschaft scheitert der digitale Wandel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ohne-bessere-finanzierung-der-zivilgesellschaft-scheitert-der-digitale-wandel-149648/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 12:29:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Wann haben Sie das letzte mal für eine digitalpolitische Initiative gespendet? Wissen Sie, welche Mittel die digitale Zivilgesellschaft in Deutschland [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/globe_pixabay.jpg" rel="attachment wp-att-149197"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149652 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/globe_pixabay.jpg" alt="globe by geralt via pixabay licensed CC0" width="642" height="316" /></a>Wann haben Sie das letzte mal für eine digitalpolitische Initiative gespendet? Wissen Sie, welche Mittel die digitale Zivilgesellschaft in Deutschland hat, im Vergleich mit Tierschutzorganisationen, dem ADAC oder ihrem Sportverein? Weil die Digitalisierung so rapide und tiefgreifend in unsere Gesellschaft eingreift, darf diese nicht nur von politischen und wirtschaftlichen Interessen alleine getrieben sein, es braucht auch eine starke Zivilgesellschaft, damit Deutschland die digitale Transformation erfolgreich und fair gestalten kann. Eine starke Zivilgesellschaft sichert Teilhabe großer Teile der Bevölkerung und schützt die Grundrechte. Dafür braucht sie eine solide Finanzierung, doch daran mangelt es.</p>
<p>Die Zivilgesellschaft aggregiert gesellschaftlichen Willen und Expertise abseits parteipolitischer Zwänge und wirtschaftlichen Interessen. Diese meist ehrenamtliche Arbeit kostet Geld. Die Vorstellung, der Motor unserer lebhaften Zivilgesellschaft würde allein von der Motivation und dem Schweiß selbstloser Idealisten angefeuert, ist ein Trugschluss. Gleichwohl mischen sich heute so viele Menschen ein wie nie zuvor. Viele ehrenamtlich engagierte Menschen tun dies zusätzlich zu einer Erwerbstätigkeit, und haben oft mehr als nur ein gemeinnütziges Amt inne. Den meisten Organisationen der digitalen Zivilgesellschaft mangelt es an Ressourcen, um ihrer gesellschaftlichen Rolle nachhaltig und konsequent nachzugehen. Dabei ist eine aktive Zivilgesellschaft neben einer unabhängigen Presse ein ganz wesentlicher Bestandteil von Demokratie und Pluralismus, vor allem in Zeiten des Wandels.</p>
<h3>Ohne Ressourcen keine Ideen</h3>
<p>Mangelnde Ressourcen für die politische Arbeit und für Herausforderungen bei der kritischen Durchleuchtung der Treiber und Profiteure Wandels der Gesellschaft, fehlende professionelle Koordination, Ressourcenmangel bei der Sicherstellung der Nachhaltigkeit von zivilgesellschaftlichen Engagement, Talentschwund und brachliegende Projektideen oder verpuffende Wirkung großartiger Ideen sind nur ein paar der Folgen. Vor allem in neueren Themenbereichen wie der Digitalisierung tun sich Vereine, Stiftungen und Initiativen besonders schwer, nachhaltig Mittel zu akquirieren.</p>
<p>Dies hat fatale Folgen für unser Land, denn nur eine aktive Zivilgesellschaft kann der Politik als fähiger Partner zur Seite stehen, gesellschaftlich nicht wünschenswerte Tendenzen kontrastieren und Gegengewicht für kurzfristige kommerzielle Agenden sein. Die Zivilgesellschaft ist meist getrieben von Idealen und langfristigen Vorstellungen, während viele Politiker und Konzerne in der Regel kurzsichtig agieren und die gesamtgesellschaftlichen Interessen nicht in dem gebotenen Maß berücksichtigen.</p>
<p>Beispiel Frequenzauktion: Als Rundfunkfrequenzen durch die Abschaltung des analogen Fernsehens frei wurden, kamen bei der Auktion nur eine Handvoll großer Konzerne zum Zug, Zivilgesellschaftliche Initiativen wie Freifunk nicht. Überlegungen, diese Bandbreiten zum Erschließen von vom Internet ausgeschlossener Regionen zu nutzen (<a href="http://www.mabb.de/presse/neuigkeiten/details/studie-wi-fi-innovation-durch-offenes-spektrum.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie es beispielsweise in der snv-Studie dargelegt wird</a>), wurden ignoriert. Der digitale Wandel birgt reihenweise unglaublich wichtige Themen und Chancen, die für unsere Gesellschaft langfristig von immenser Bedeutung sind. Doch im Gegensatz zu etablierten Politikfeldern gibt es keine ausreichend einflussreiche Stimme aus der Zivilgesellschaft für die digitalen Themen, die so neu, abstrakt oder technisch sind, dass es häufig noch keine klassisch institutionelle Kapazitäten dafür zur Verfügung stehen.</p>
<h3>Die Interessensgruppen einbeziehen</h3>
<p>Neben der Wissenschaft und Forschung legt die transparente und vielfältige Beeinflussung von Politik durch Interessengruppen die intellektuelle Basis für politisches Handeln. Zu letzterem gehört auch eine gesunde, starke Zivilgesellschaft ähnlich wie etwa in den Bereichen Naturschutz, Bildung oder Sport, um gesellschaftlichen Ideen und Wünschen politisches Gehör zu verschaffen oder verschaffen wollen – Deutschland hat beim digitalen Wandel viel aufzuholen. Das können wir nur zusammen mit den vielen in der Gesamtgesellschaft verstreuten Gestaltern schaffen. Politik und der Wirtschaft müssen diese Gestalter auch institutionell einbeziehen. Notwendig ist auch auf den traditionellen Feldern der Zivilgesellschaft mehr Bewusstsein für digitale Themen. Beides zusammen kann auch die Finanzierungsproblematik mindern.</p>
<p>Das Magazin Politik Digital hat 2014 exemplarisch eine <a href="http://politik-digital.de/news/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick-140482/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umfrage</a> in der Vereinswelt Berlins gestartet und sich erkundigt, wie es um die Finanzierung der digitalen Szene bestellt ist. Das Ergebnis: schlecht. Zwei Jahre später sieht es kaum besser aus. Während sich in anderen Ländern auch im Bereich der Digitalen Transformation längst eine Professionalisierung der Zivilgesellschaft entwickelt, wie man sie in hierzulande noch am ehesten aus dem Sportbereich kennt, sieht es in Deutschland eher mau aus.</p>
<h3>Kaum eine Chance für die digitale Szene</h3>
<p>Es braucht aber dringend mehr Bewusstsein bei Geldgebern und Bürgern für die Notwendigkeit, den digitalen Wandel auch zivilgesellschaftlich viel stärker zu fördern, damit dieser Bereich langfristig arbeiten kann und die teils horrenden Belastungen einzelner Freiwilliger besser zu stützen vermag. Der digitale Wandel scheint den Deutschen aktuell einfach zu wenig Wert zu sein. <a href="http://www.konradlischka.info/2015/01/blog/digitalegesellschaft/wie-viel-digitale-ngos-deutschen-niederlaendern-und-franzosen-wert-sind/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konrad Lischka hatte das mal pro Kopf umgerechnet</a>, die Situation heute ist wohl noch nicht besser.</p>
<p>Auch wenn sich in Deutschland kurzfristig wohl kaum einzelne Großspender für abstrakte digitalpolitische Themen und Initiativen finden werden, ist es dennoch notwendig, die Suche nach Mäzenen nicht aufzugeben. Genauso wie sich diverse industriegetragene Stiftungen etabliert haben, um die heutige Bundesrepublik gesellschaftlich mit zu gestalten, brauchen wir auch in den “neueren” Wirtschaftsbereichen mehr, größeres und vielschichtigeres Engagement in den finanziellen Größenordnungen von Mohn, Quandt, Krupp oder Albrecht. Darüber hinaus müssen sich auch öffentliche Fördermittelstrukturen stärker wandeln und den neuen Gegebenheiten anpassen.</p>
<p>Die Digitalisierung verlangt schnellere Finanzierungsvehikel, mehr Flexibilitäten, interdisziplinäre Ansätze und ein höheres Maß an Riskofreudigkeit, egal ob Investitionen, Grants oder Kofinanzierung durch die öffentliche Hand. Zu viele Gelder sind heute an unflexible und starre Fördervorgaben der analogen Welt geknüpft, die weitgehend in den Logiken der 80er Jahre verhaftet sind. Ganz konkret müssen in diesem Zusammenhang auch gesetzliche Bestimmungen her, um den Umgang mit öffentlich geförderten Unterfangen zukunftssicher, fair und transparent zu gestalten. Dazu gehören mehr flexible Ressourcen, aber auch Regelungen, die öffentlich gefördertes Wissen und wissenschaftliche Erkenntnisse für alle zugänglich machen.</p>
<h3>Profi-Kampagnen statt verschleierter Lobbyarbeit</h3>
<p>Die Unabhängigkeit von gemeinnütziger Arbeit darf auch in den digitalen Politikbereichen nicht unter einseitig vorhandenen Mittelstrukturen leiden. Wie bei allen anderen Themen erleben wir auch bei der Digitalisierung starke Interessenskonflikte, institutionelle ausgetragene Eigeninteressen oder verpackte Lobbyarbeit. Ein wichtiges Gegengewicht dafür ist eine professionellere Kampagnenarbeit, größere Sponsoring-Bereitschaft bei Unternehmen jenseits der großen IT-Multis und vor allem Spendenbereitschaft bei Einzelpersonen. All dies hängt stark miteinander zusammen, denn ohne entsprechende Aufklärungsarbeit bleibt die Komplexität digitaler Themen weiterhin ein großes Hindernis für breite Zugänglichkeit. Diese Aufklärungsarbeit kostet Ressourcen.</p>
<p>Auf einem Barcamp Mitte August, initiert von den beiden Autoren dieses Artikels, Christian Heise (u.a. Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und Förderverein freie Netzwerke e.V.) und Sebastian Haselbeck, soll erstmals dezidiert darüber gesprochen werden, wie sich die digitale Zivilgesellschaft bei der Finanzierung nachhaltiger aufstellen kann und welche Folgen, Auswirkungen und Einfluss von Tätigkeiten im Spannungsfeld zwischen Ehrenamt und Beruf entstehen. Das Unconference-Konzept wird derzeit noch in einem <a href="https://pad.okfn.org/p/wmuegr" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Etherpad</a> finalisiert. Darin heisst es aktuell:</p>
<blockquote><p><em>„Auch wenn mit der (digitalen) Zivilgesellschaft meist der Raum zwischen Staat, Wirtschaft und Gesamtgesellschaft gemeint ist, ist dieser Bereich aus vielen Gründen nicht wirtschaftsfrei. Professionelles zivilgesellschaftliches Engagement braucht eine stabile Finanzierung, um politische und legislative Prozesse langfristig begleiten zu können. Verglichen mit Bereichen wie etwa dem Umwelt- und Naturschutz ist die Spendenbereitschaft und -kapazität der Zivilgesellschaft beim Thema digitale Bürgerrechte deutlich geringer. Jeder neue Akteur in diesem Feld verschärft den ohnehin bestehenden Wettbewerb um finanzielle Ressourcen noch weiter. Auf der Suche nach neuen Geldquellen rücken auch Wirtschaftsunternehmen in das Blickfeld digitaler Bürgerrechtsgruppen. Auf dieser Unconference soll sich alles um die Fragen nach den möglichen Grenzen, Auswirkungen und Folgen wirtschaftlicher Durchdringung der (digitalen) Zivilgesellschaft drehen. Fragen wollen wir auch nach den Folgen und Auswirkungen beruflicher und ehrenamtlicher Tätigkeit zivilgesellschaftlicher Akteure sowie nach ethischen Aspekten der ehrenamtlichen Arbeit im digitalen Zeitalter.“</em></p></blockquote>
<p>Interessierte können sich zur Teilnahme bereits per Facebook Event, im Pad oder per E-Mail anmelden. Vorschläge für einen Tagungsort sind natürlich noch willkommen. Auf der Veranstaltung sollen idealerweise Diskussionen darüber stattfinden, welche ethischen Grundsätze beim Sponsoring wichtig sind, wie Ehrenamt, Beruf und Privatleben vereinbar sind, wie groß die potentielle Konkurrenz um die wenigen Finanzmittel ist, wie erfolgversprechend thematische Fokussierung von Organisationen sein könnte und vor allem, wie bessere Außenkommunikation beim Fundraising helfen kann. Besondere Aufmerksamkeit könnte auch der Frage zukommen, welche hybriden Modelle aus GmbHs, Investoren, Stiftungen und Vereinen möglicherweise zukunftsweisend sein könnten.</p>
<p><em>Dies ist ein Crosspost von Netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a href="http://www.netzpiloten.de/finanzierung-zivilgesellschaft-digitaler-wandel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen und eine Gemeinschaftsarbeit von <a href="http://politik-digital.de/user/shaselbeck/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Haselbeck</a> und <a href="http://politik-digital.de/user/cheise/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Heise</a>.<br />
</em></p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/globe-women-slide-come-closer-489519/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Globe</a> by </span><a href="https://pixabay.com/en/users/geralt-9301/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span class="licensetpl_attr">geralt</span></a><span class="licensetpl_attr"> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a> licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a><br />
</span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>An(ge)kommen in Deutschland?!</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 13:48:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Allein letztes Jahr kamen über eine Millionen Geflüchtete aus verschiedenen Ländern der Welt nach Deutschland. Die spontane Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fence_bykst_pixabay_cc0.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149483 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fence_bykst_pixabay_cc0.jpg" alt="fence by bykst via pixabay cc0" width="640" height="380" /></a>Allein letztes Jahr kamen über eine Millionen Geflüchtete aus verschiedenen Ländern der Welt nach Deutschland. Die spontane Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger und Initiativen halfen dabei die Menge der Angekommenen aufzufangen. Seitdem ist ein Jahr vergangen. Wo stehen wir heute, wie soll es weitergehen?</p>
<h3>Refugees welcome?!</h3>
<p>„Wir schaffen das!“, postulierte Angela Merkel im August letzten Jahres, als täglich tausende Geflüchtete in Deutschland ankamen. Die Unterstützung der freiwilligen HelferInnen war enorm. Sie schafften erste Grundlagen, spendeten, verteilten Hilfsgüter und sorgten in den ersten Tagen dafür, dass die nötigsten Bedürfnisse der Ankommenden gedeckt wurden.</p>
<p>Bereits in den ersten Folgemonaten etablierte sich eine <a href="http://politik-digital.de/news/digitale-willkommenskultur-146554/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vielzahl </a>an ehrenamtlichen Organisationen, Vereinen und Unterstützergruppen. Man koordinierte sich lokal und entwickelte erste Konzepte, um die Ankommenden aufzufangen und ihre Situation in Deutschland zu verbessern. Organisationen wie der <a href="https://foerderverein.freie-netzwerke.de/">Förderverein Freie Netzwerke e.V.</a> und die <a href="https://okfn.de/">Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.</a> trugen mit ihrer Expertise zur Unterstützung bei. Bildungsinitiativen wie die <a href="http://politik-digital.de/news/crowdfunding-kampagne-fuer-fluechtlingsuniversitaet-startet-146813/">Kiron University</a> gründeten sich, um Integration über Bildung zu ermöglichen.</p>
<p>Über eine Millionen Menschen kamen in Deutschland an, doch sind sie wirklich „an(ge)kommen?“ Auf politischer Ebene lange nicht. Die ersten Monate waren von langwierigen Diskussionen geprägt, die „Flüchtlingskrise“ entwickelte sich zur organisatorischen Ausnahmesituation für die Bundesrepublik. PolitikerInnen proklarierten, dass ihnen in vielen Fällen die Hände gebunden seien. Die App „<a href="https://www.ankommenapp.de/">Ankommen</a>“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) steuert aktuell dagegen. Information- und Sprachangebote sind in der mobilen Anwendung verbunden, Flüchtlingen wird die selbstständige Orientierung und erste Integration in Deutschland erleichtert.</p>
<h3>Gegeneinander, Miteinander, Füreinander</h3>
<p>Viele großartige Projekt, viele ehrgeizige Ziele, aber leider auch viel Chaos. Das ist Flüchtlingshilfe im Jahr 2016, ein halbes Jahr danach. Viele gute Ideen gibt es nicht nur einmal – <a href="http://politik-digital.de/news/willkommensnetz-fluechtlingshilfe-vor-ort-147307/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">überall in Deutschland</a> entstehen laufend neue Projekte. Da wird aber auch leider vieles doppelt oder dreifach angegangen, Kapazitäten werden nicht optimal ausgenutzt, es fehlt an zentraler Koordination. Das wirkt sich auch auf die ehrenamtlichen HelferInnen aus, die zusehends überlastet sind. Neben ihrer anstrengenden Arbeit für ihr Engagement müssen sie sich oft mit hohen bürokratischen Hürden und langwierigen Antragsverfahren auseinandersetzen.</p>
<p>Dies war auch der Ausgangspunkt der öffentlichen Anhörung des Ausschuss Digitale Agenda zum Thema &#8220;Digitale Flüchtlingshilfe in Deutschland&#8221; Anfang Juni. Ein Grund mehr weshalb der folgender Gedanke in den Köpfen aller Beteiligter ankommen muss: Es braucht ein Handeln, das Ressourcen weise nutzt und nicht ausnutzt. Dazu sind das Wissen und die Fähigkeiten der gesamten Gemeinschaft gefragt, nicht zuletzt das der Flüchtlinge selbst. Sie können uns am besten zeigen woran es mangelt, was sie brauchen. Deshalb müssen wir sie mit an einen runden Tisch einladen, an dem gemeinsam mit den Initiativen, ehrenamtlichen HelferInnen und der Politik daran gearbeitet werden kann, die vor uns liegende Aufgabe zu bewältigen.</p>
<h3>Vernetzt integriert!</h3>
<p>Informationen sind die wichtigste Grundlage, um diese Aufgabe anzugehen. Die Vielzahl der konkreten Ansatzpunkte verliert in der unkoordinierten Umsetzung einen Teil der Wirkung des umfangreichen Engagements. Eine zentrale Plattform, die von staatlicher Seite aus Projekte unterstützt und Potentiale bündelt, zentrale Ansprechpartner einsetzt und Best-Practice-Beispiele auf bundeweiter und regionaler Ebene aufzeigt, wird deshalb dringend benötigt. Pilotprojekte wie <a href="https://www.bmbf.de/de/hilfe-fuer-kommunen-und-kreisfreie-staedte-1829.html">BildungskoordinatorInnen</a> für Kommunen, die lokale Initiativen koordinieren und Hilfe organisieren sollen, müssen dafür öffentlichkeitswirksam eingesetzt werden. Sie müssen zu den zentralen AnsprechpartnerInnen für Engagierte werden und diese unterstützen. Die Hilfsplattformen der Bundesländer <a href="https://www.ich-helfe.nrw/">Nordrhein-Westfalen</a> und <a href="http://www.aktionhessenhilft.de/">Hessen</a> können hier einen ersten Ankerpunkt darstellen. Es muss aber weitergedacht werden.</p>
<p>Zudem findet Hilfe heute vielerorts nicht mehr nur analog, sondern in allen Welten statt. Unzählige Projekte, Initiativen und ehrenamtliche HelferInnen engagieren sich online. Das Internet umfasst heute alle Lebensbereiche, das ist bei Integrationsarbeit nicht anders. Hilfe passiert und organisiert sich digital. HelferInnen bemühen sich aus diesem Grund, ebenfalls den Zugang zu Informationen und der Internetinfrastruktur sicherzustellen. Eine Aufgabe, die nicht minder viel Engagement und Zeit kostet. Ihnen muss daher eben so viel Anerkennung entgegengebracht werden wie den traditionellen Ehrenämtern.</p>
<p>Häufig scheitern die digitalen Projekte aber schon am grundlegenden Zugang zum Internet in Flüchtlingsheimen. Internet als ein Schlüssel zur Information und Teilhabe ist aber häufig nicht vorhanden oder kann nur unter viel Mühen aufgebaut werden. Wenn Menschen sich und ihre Potentiale im heutigen Zeitalter entfalten wollen, benötigen sie aber das Internet.</p>
<h3>Integration: Ein langfristiges Projekt</h3>
<p>Viele Menschen sind nun seit über einem Jahr in Deutschland und fragen sich wie es weitergehen soll. Momentan ist die „Flüchtlingskrise“ weitgehend aus dem Fokus der Medien verschwunden, doch die Fragen bleiben weiterhin: Was soll in Zukunft geschehen? Wie muss Flüchtlingshilfe aussehen?</p>
<p>Zum einem müssen sich bestehende Projekte weiter verstetigen, damit langfristige Sicherheiten geschaffen werden können. Die Unterstützung der Politik ist hierfür unabdingbar. Zum anderen müssen Flüchtlinge selber mehr in die Projekte miteinbezogen werden, um ehrenamtliche HelferInnen zu entlasten und sich selbst eine Perspektive zu schaffen.</p>
<p>Eines dieser Beispiele ist das Einrichten von <a href="http://politik-digital.de/news/integration-durch-internet-146979/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetcafés</a>. In diesem gemeinsamen Räumen können Flüchtlinge Informationen erhalten, sich austauschen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen. Etwa, indem sie Onlinekurse besuchen oder das Internetcafé selbstständig betreuen. Sie weisen beispielsweise andere ein, nehmen an Weiterbildungen teil und unterstützen sich gegenseitig. Hier bedarf es jedoch zentraler OrganisatorInnen, die ungeachtet ihres unsicheren Status als AsylbewerberInnen die Projekte vorantreiben können.</p>
<p>An Ideen mangelt es nicht. Es gilt, die Ressourcen und Potentiale richtig einzusetzen, dafür müssen alle beteiligt werden: Flüchtlinge, HelferInnen und der Staat. Wichtig ist eine Vernetzung, um voneinander zu lernen und die Wirksamkeit des Engagements zu erhöhen. Integration ist eine langfristige Aufgabe, deswegen müssen die Projekte stetig weitergedacht werden. Dabei dürfen jedoch nicht die Belange der Gesellschaft sowie der HelferInnen und Flüchtlinge in den Hintergrund rücken, sondern müssen zentrale Leitgedanken der Arbeit sein. Wie sagte einst Max Frisch: „Es kamen Menschen an.“</p>
<p>Dieser Artikel ist eine Gemeinschaftsarbeit von <a href="http://politik-digital.de/user/sraab/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stephan Raab</a> und <a href="http://politik-digital.de/user/owolff/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oliver Wolff</a>.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/fence-shield-refugees-welcome-note-978138/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fence</a> by <a href="https://pixabay.com/en/users/bykst-86169/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bykst</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a> licenced under <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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