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	<title>digitales Lernen &#8211; politik-digital</title>
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		<title>LEARNTEC &#8211; Fachmesse zum digitalen Lernen &#038; Arbeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2023 09:08:09 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Vom <strong>23. &#8211; 25. Mai</strong> findet in der <strong>Messe Karlsruhe</strong> die <strong>LEARNTEC</strong> statt. Auf dem internationalen Kongress werden die neusten Technologien im Bereich digitales Lernen &amp; Arbeiten vorgestellt.</p>
<p>Weitere Informationen und Anmeldung <a href="https://www.learntec.de/de/?utm_medium=t3n&amp;utm_source=event-kalender&amp;utm_campaign=mepat3n&amp;utm_content=kalender">hier</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Digitalisierung an meiner Schule – Ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digitalisierung-an-meiner-schule-ein-erfahrungsbericht-154007/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Noomi Lucia Blumenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jan 2018 09:17:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Das Ausmaß der Digitalisierung an meiner Schule lässt zu wünschen übrig. Unsere Computer sind um die zehn Jahre alt, und es werden Dinge erwartet, die man nicht erwarten sollte. Aber was kann dagegen getan werden?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>ch bin 14 Jahre alt und gehe mittlerweile seit neuneinhalb Jahren in die Schule. Seit ich klein bin, habe ich mit Medien zu tun. Meinen Eltern war es sehr wichtig, dass ich mich damit beschäftige. Doch in Kindergarten und Schule war es schwierig. Im Kindergarten gingen wir gar nicht mit Medien um. In der Grundschule gab es eine Computer-AG, in der wir mit Paint gemalt haben. Ab der 5. Klasse hatten wir ein Smartboard im Klassenraum, mit dem die LehrerInnen nicht umgehen konnten. Das war alles. Auf dem Gymnasium wurde es besser, jedoch nicht sehr. In der 7. Klasse hatte ich für ein halbes Jahr einen „Informationstechnischen Grundkurs“ (kurz ITG), in dem wir ein wenig über Word und Excel lernten.</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Fehlendes Wissen und unrealistische Erwartungen</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Mir wurde niemals beigebracht, wie ich eine Powerpoint-Präsentation erstelle oder ein Dokument auf einen Stick lade. Ab einem bestimmten Punkt wurde einfach erwartet, dass wir es können. Wenn nicht, wurde gesagt, dass wir das können müssten. Wir bräuchten solche digitalen Präsentationen für unsere MSA Prüfungen (Mittlerer Schulabschluss), das sei sehr wichtig. Und auch später im Berufsleben. Aber wenn uns keiner sagt, wie man es macht, kann man es dann für selbstverständlich halten?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Nein, denn das Problem ist, dass ein großer Teil der LehrerInnen zu wenig weiß. Doch nicht nur die LehrerInnen auch viele SchülerInnen haben keine Ahnung, wie sie mit Technik richtig umgehen. In unserem Computerraum stehen Computer, die um die zehn Jahre alt sind. Kein/e SchülerIn kann mit diesen Computern richtig lernen. Es ist wie mit alten, kaputten Schulbüchern. Wenn die Seiten fehlen oder nicht mehr lesbar sind, kann man nichts lernen. Der Unterschied ist nur, unsere Bücher werden ersetzt, die Computer nicht. Um ein (aktuelles) Beispiel für die Situation an meiner Schule zu nennen: Es gibt SchülerInnen, die wissen nicht, wie sie eine Präsentation auf ihrem Mac in ein PDF umwandeln, doch wenn sie das dann nicht hinkriegen, bekommen sie Ärger von den LehrerInnen, weil diese die Präsentation auf ihren Computern nicht abspielen können. Das Hauptproblem besteht darin, dass die LehrerInnen etwas für sie selbstverständliches erwarten, was ihnen eine Vielzahl der SchülerInnen nicht bieten kann, weil es eben nicht selbstverständlich ist.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Doch nicht alle LehrerInnen sind so. Es gibt ein paar wenige, die mit digitalen Lernangeboten den Unterricht gestalten und sich besser auskennen. Auch unsere SchülersprecherInnen setzen sich schon seit längerem für mehr Digitalisierung ein. Aber was kann man tun, damit sich die Situation verbessert?</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Die Situation verbessern – aber wie?</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Mein Vorschlag wäre: Bei null anfangen, und vor allem: langsam anfangen. Erstmal über Digitalisierung an Schulen reden und vor allem diskutieren. Warum sind das Thema und insbesondere eine kritische Diskussion darüber so wichtig? Denn es steht fest, dass Schule in nicht allzu ferner Zukunft auf digitalem Lernen basieren wird. Wir können uns nicht ewig weigern, damit umzugehen. Aber gleichzeitig ist es unmöglich, von einem Tag auf den anderen eine Schule zu digitalisieren.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Anstatt von jeder/m zu erwarten, sich perfekt mit Technik und Computern auszukennen, sollte man zuerst davon ausgehen, dass keine/r irgendetwas kann. Nur weil wir in einer digitalen Welt leben, heißt das nicht, dass jeder damit zurechtkommt. LehrerInnen und SchülerInnen würden sich auf Augenhöhe begegnen, was wiederum die Kommunikation zwischen beiden verstärken könnte. Daher halte ich Schul- und KlassensprecherInnen gerade bei der Digitalisierung unserer Schule für sehr wichtig. Denn sie sind dazu da, die Interessen und Wünsche von SchülerInnen an LehrerInnen zu vermitteln.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Als zweiten Schritt würde ich es für eine gute Idee halten, sich andere Schulen anzusehen. Wie machen die es? Womit haben sie angefangen? Was waren ihre Ideen, können wir sie an unserer Schule umsetzen, und wenn ja wie? Das könnte uns helfen zu sehen, was umsetzbar und realistisch ist. Ebenfalls gut wäre es, sich Hilfe bei Organisationen und Vereinen zu suchen, die Schulen dabei unterstützen, sich zu digitalisieren.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Bis zur vollständigen Digitalisierung meiner Schule wird viel Zeit vergehen. Es werden sich Probleme auftun, aber auch Lösungen finden. Doch letztendlich ist das Wichtigste die Kommunikation und dass jeder überzeugt ist. Denn kein Projekt ist schaffbar, wenn nicht alle Beteiligten mitmachen. Wir müssen anfangen zu reden und verstehen, dass eine digitale Schule im Jahr 2018 noch nicht selbstverständlich ist.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-2"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/monsterkoi-65294/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2803664">Tom</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2803664">Pixabay</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-4"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div>
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		<title>Zeitgemäßes Lernen in der Schule: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Decker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2017 09:40:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-5"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Lea besucht die 10. Klasse eines Berliner Gymnasiums. Auch wenn Schulen die Digitalisierung technisch und inhaltlich aufgreifen: Bis zu einer gelungenen Umsetzung ist es noch ein weiter Weg, findet sie und schlägt einige Verbesserungsmöglichkeiten vor.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span style="font-weight: 400;">Man könnte meinen, die Ausstattung an digitalen Lehrmitteln kann im Jahr 2017, neben z.B. der Leistung, der Atmosphäre und des Lernklimas, als weiteres Auswahlkriterium bei der Wahl der richtigen Schule aufgelistet werden. </span>Doch schaut man sich die Realität in den Schulen an, neigt man eher dazu, die Aussage zurückzunehmen als man &#8220;Schule&#8221; sagen kann. So ist es auch an der Schule, die ich besuche.</p>
<h3>Ausstattung: Theorie und Wirklichkeit</h3>
<p>Auf der Website des John-Lennon-Gymnasiums (JLG) findet man unter dem Themenfeld Informatikunterricht folgende Auflistung der &#8220;umfangreichen Ausstattung von Unterrichtsmaterialien&#8221;:</p>
<ol>
<li>Zwei Fachräume für Kurse und Gruppen</li>
<li>Insgesamt ca. 150 Computer</li>
<li>Einen logoDIDACT-Server</li>
<li>Freies Internet inkl. WLAN</li>
<li>Druckmöglichkeit in jedem Raum</li>
<li>SMART-Boards</li>
<li>Lego-Mindstorms-Roboter</li>
<li>Office-Pakete</li>
<li>Bildbearbeitung</li>
<li>Komposition</li>
</ol>
<p>Warum ich immer noch finde, dass das JLG trotz der aufgeführten Ausstattung nicht an vorderster Front der digitalen Revolution steht? Weil man den oben genannten Versprechen leider nicht zu viel Glauben schenken kann. Wenn ich die Liste durchgehe, habe ich bei fast jedem Punkt etwas anzumerken.</p>
<ol>
<li style="text-align: left;">Ich zähle insgesamt drei Räume, die  jeweils mit ca.16 Computern ausgestattet sind &#8211; alle drei also für Kurse und Gruppen (in 2&#215;16 Schüler aufgeteilte Klassen) geeignet.</li>
<li style="text-align: left;">In der ganzen Schule? Grob aufgerundet, ja. Für den Informatikunterricht? Nein, das sind max. 75.</li>
<li style="text-align: left;">&#8211;</li>
<li style="text-align: left;">Kein WLAN verfügbar. Für niemanden.</li>
<li style="text-align: left;">In nur drei für Schüler zugänglichen Räumen befindet sich jeweils ein Drucker.</li>
<li style="text-align: left;">Ja, mit dem kann aber kaum ein Lehrer umgehen.</li>
<li style="text-align: left;">Noch nie von gehört.</li>
<li style="text-align: left;">LibreOffice</li>
<li style="text-align: left;">&#8211;</li>
<li style="text-align: left;">&#8211;</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="font-weight: 400;">Doch wie könnte man dafür sorgen, dass das JLG sogar als Vorreiter*in der digitalen Berliner Schulen gelten kann? Wie wäre es beispielsweise, wenn die Lehrer SMART-Board-Unterricht bekommen würden? Ich weiß ja nicht, in welchen Themen die Lehrer*innen bei ihren Fortbildungen weitergebildet werden (ein Fall von fehlender Transparenz? ), aber besser mit dem SMART-Board können sie danach nicht umgehen.</span></strong></p>
<h3>Eine Idee: Mehr Zeit für digitales Lernen</h3>
<p>Ab dem ersten Tag am JLG hat man sogenannte Silentien (lat.: silentium = Stille, Leise sein), in der Grundschule würde man Hausaufgabenstunde dazu sagen – es ist aber Pflicht hinzugehen. Man bekommt Zeit Hausaufgaben zu machen, Projekte zu organisieren und es steht ein*e Lehrer*in für Fragen zur Verfügung – doch das beste: Man darf Musik hören. Alles natürlich in einer gemäßigten Lautstärke, in der jeder gut arbeiten kann. Liege ich richtig und Sie denken gerade was für eine ausgeklügelte Idee? Die Idee mag sich zwar gut anhören, doch praktisch gesehen ist sie (aus Sicht einer Schülerin, die drei Jahre Silentium hinter sich hat), gelinde gesagt, ausbaufähig. An dem Konzept der Silentien können wir aber arbeiten und es als Impuls nutzen.</p>
<p>Ich hatte nämlich eine Idee. Eine gute Idee. Vielleicht ist sie nur so gut wie die Idee des Silentiums selbst, doch wenn nicht, ist sie womöglich eine der besten Ideen, die ich jemals hatte.</p>
<p>Mir ist aufgefallen, weshalb unsere Schule 150 Computer hat. Zuerst dachte ich, damit wären die Computer in den Klassenräumen und den Computerräumen gemeint, das wären aber höchstens 130. Dann sind mir die MacBooks in den Sinn gekommen. Im Musik-Vorbereitungsraum liegen nämlich mehrere MacBooks. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann wir die das letzte Mal benutzt haben, ich kann nur soviel sagen: es ist lange her. Doch wie komme ich jetzt vom Thema Silentium zum Thema MacBooks?</p>
<p>Genau.</p>
<p>Seit der siebten Klasse sehe ich die Silentien als etwas Unnötiges. Wäre es ein freiwilliges Angebot gewesen, hätte ich dankend abgelehnt. Ich kann mich in dieser Umgebung nur schwer konzentrieren und – was eines der wichtigsten Argumente ist, ich aber noch nicht genannt habe – wir haben gar keine Hausaufgaben. Richtig gelesen. Irgendwann in der achten Klasse kamen die Lehrer plötzlich mit der Aussage &#8220;Hausaufgaben dürfen wir euch ja keine mehr geben, also besprechen wir das in der nächsten Woche. Schönen Tag noch&#8221;. Soweit ich weiß, war der Grund der, dass wir eine Ganztagsschule sind und wir schon genug Zeit mit der Schule verbringen und deshalb keine Hausaufgaben mehr zuhause machen sollten.</p>
<p>Dennoch müssen wir also zwei Stunden in der Woche länger bleiben, um Hausaufgaben zu machen, die wir nicht aufhaben, weil die Schule möchte, dass wir in unserer freien Zeit etwas anderes machen können als Hausaufgaben.</p>
<p>&#8220;Wem langweilig ist, der kann die Silentium-Aufgaben machen.&#8221; Eine weitere Idee der Lehrer*innen: Falls einem Kind langweilig werden sollte, kann es die sogenannten Silentium-Aufgaben machen. Doch wer macht in dem Alter schon solche unnötigen,  freiwilligen Aufgaben?</p>
<p>Um den Kreis zu schließen: Wie wäre es, wenn einer Klasse für das Silentium die vorhandenen aber ungenutzten MacBooks zur Verfügung stehen würden? So könnte man (neben den Vokabeln) die einzigen entstehenden Hausaufgaben – nämlich Präsentationen – in der Schule erstellen und vorbereiten und hätte wirklich mehr Freizeit.</p>
<h3>Hürden des Alltags und (einfache) Lösungen</h3>
<p>Ein paar von uns kamen sogar auch schon in den Genuss digital arbeiten zu können. Aufgrund dessen, dass das English-Debating-Silentium (ein optionales Silentium, in dem auf Englisch debattiert wird) einen Austausch mit einer israelischen Schule organisieren konnte, wurde den Teilnehmer*innen das WLAN auf dem Smartphone zugänglich gemacht, damit sie mit ihren Austauschschüler*innen über Skype kommunizieren konnten. Ein nicht überraschendes Resultat: Vieles ging erheblich leichter. Aber alles hat auch seine Schattenseite: Mit Ende des Kurses im neuen Schuljahr ging dann auch die Möglichkeit wieder verloren, das WLAN zu nutzen und dieser &#8220;Entzug&#8221; fällt nicht nur mir schwer.</p>
<p>Das JLG nutzt die Anwendungen <em>WebUntis</em> und <em>itslearning</em>. Das erste ist ein Programm, das am Computer wie am Smartphone nutzbar ist und für den Vertretungsplan eingesetzt wird. Es läuft – wie könnte es anders sein– übers Internet. Hat man also keine Lust seine persönlichen mobilen Daten dafür einzusetzen, den Vertretungsplan aufzurufen, ist man aufgeschmissen. Um dem entgegenzusteuern wurde im vergangenen Jahr im Foyer ein Monitor angebracht, welcher in Endlosschleife den Vertretungsplan für alle sichtbar macht. Man wartet mehrere Minuten und steht den anderen Schülern im Weg, um dann am Ende zu sehen, dass du entweder keine Vertretung hast oder du siehst endlich deine Klasse, was heißt der Unterricht wird vertreten, du möchtest ein Foto machen und der Monitor springt zur nächsten Seite – nochmal alles von Anfang.</p>
<p><em>Itslearning</em> ist eine Lernplattform, mit einem ähnlichen Prinzip wie Dropbox. Sowohl Schüler*innen als auch Lehrer*innen haben hierfür einen Account. Die Lehrer*innen haben die Möglichkeit, die im Unterricht genutzten Arbeitsblätter und die während des Unterricht entstandenen SMART-Board Folien, aber auch die für die kommende Woche anstehenden Aufgaben dort hochzuladen, so dass die Schüler*innen auch zuhause nochmal die Chance bekommen, das Thema zu verinnerlichen – wenn eine WLAN-Verbindung im Schulgebäude vorhanden ist.</p>
<p>Kommen wir zum letzten verbesserungswürdigen Punkt der &#8220;digitalen Revolution&#8221; am JLG, ein wenig paradox, aber dennoch: der <em>Informationstechnische Grundkurs</em>. Auf der Website, erneut beim Themenfeld Informatik, ist folgendes aufgeführt:<br />
Alle Schülerinnen und Schüler nehmen in Klasse 7 am ITG-Kurs im Umfang von einer Wochenstunde teil. Schwerpunkte:</p>
<ul>
<li>Aufbau und Arbeitsweise von Computern</li>
<li>Nutzung von Standardsoftware (Textverarbeitung, Präsentationssoftware, …) (sic!)</li>
<li>Informationsbearbeitung (Text, Bild, Video, Audio)</li>
<li>Leben in vernetzten Systemen (lokale Netzwerke, Internet, Kommunikation)</li>
</ul>
<p>Was ich wirklich in ITG gelernt habe? Wie ich eine Präsentation erstelle. Man könnte als Argument jetzt sagen &#8220;Jetzt mach mal halblang, Lea, die 7. Klasse ist für dich jetzt ganze drei Jahre her. Bist du ganz sicher, dass du nicht vielleicht etwas vergessen hast?&#8221; Ganz sicher. Ich habe die jetzigen Siebtklässler gefragt und welche von den Schwerpunkten, die auf der Website aufgelistet wurden, werden wirklich behandelt? Nutzung von Standardsoftware – mit dem Fokus auf der Präsentationssoftware. Meiner Meinung nach sollte dieses Jahr besser genutzt und mindestens zwei Punkte der oben genannten Themen gelehrt werden. Wenn man sich aus Zeitmangel darauf beschränkt, Gymnasium taugliche Präsentationskonzepte zu vermitteln, sollte man vielleicht zusätzlich in der 8. Klasse ITG einführen.</p>
<h3>Das JLG, Digitalisierung &amp; Meinung bilden</h3>
<p>Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Natürlich ist nicht alles an dem Gymnasium schlecht, es gibt ja auch einen Grund, weshalb ich mich für dieses und kein anderes entschieden habe und weshalb ich nach drei Jahren noch nicht die Schule gewechselt habe.<br />
Neben den Tatsachen, dass es hoch ausgezeichnet, weltbekannt, umweltfreundlich und sozial ist, ist es auch eines der Gymnasien, dass sich darum sorgt, dass die Schüler alle Themen theoretisch und praktisch gelehrt bekommen. Nach dem Motto &#8220;learning by doing&#8221;. Falls dies aber den Rahmen der Möglichkeiten sprengt, bekommen die Schüler die Gelegenheit die Stationen zu besuchen. Orte, an denen man Mathe-, Physik- oder Französischprobleme mit einer oder einem Expert*in (beispielsweise Lehrer*in oder ehemalige Schüler*in, die jetzt studieren) besprechen kann, abhängig von der jeweiligen Station.<br />
Im Herbst findet das alljährliche Filmfestival statt, die Gewinner bekommen hoch angesehene Preise und den Wanderpokal &#8220;Goldener John&#8221;. Fast noch besser ist der Preis, den die sportlichste Klasse am Ende des Schuljahres verliehen bekommt. Der Schulleiter Herr Dr. Pfeifer sorgt außerdem noch dafür, dass die Zehntklässler*in eine gute Chance auf ein Auslandsjahr(-stipendium) in der elften Klasse haben.</p>
<p>Doch ganz können wir die Digitalisierung eben auch nicht vergessen.</p>
<p>Ich gehöre zu den Menschen, die der Meinung sind, dass die Digitalisierung sowohl positive als auch negative Seiten hat und man beide nicht aus den Augen verlieren sollte. Der richtige Umgang ist wichtig und die Schule ist neben dem Zuhause der erste Ort, an dem man als Kind in den Kontakt mit der Digitalisierung kommt. Die Lehrer*in erwarten von uns ab der 7. Klasse, dass wir uns selbst immer eine eigene Meinungen bilden, Meinungen bilden, Meinungen bilden. Natürlich belegt mit passenden Argumenten. Dies sei &#8220;wichtig fürs Abi&#8221;. Sollte man aber nicht auch den Schüler*innen die Chance geben, sich eine Meinung über die Digitalisierung bilden zu können? Und denen, die sich bereits eine Meinung gebildet haben, die Chance, sie zu bestärken oder vielleicht zu ändern?</p>
<p>Hier sollten die Schulen besondere Anstrengungen entwickeln, da eins ganz sicher ist: die Digitalisierung wird uns auf die eine oder andere Weise unser gesamtes weiteres Leben begleiten. Hierfür zu lernen macht einfach Sinn.</p>
<p>Titelbild: Wall Clock by Alexandra Stan via <a href="http://mystock.photos/wall-clock/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mystock.photos</a>,  <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-5" data-row="script-row-unique-5" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-5"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-7"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Safer Internet Day: Play your Part!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Schwenk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2016 08:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[klicksafe]]></category>
		<category><![CDATA[digitales Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Safer Internet Day]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 09.02.2016 fand der Safer Internet Day 2016 in mehr als 100 Ländern statt. Unter dem Motto „Play your part [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Against_Cyberbullying-.i.s.b.e.i.g.e.CC-by-SA4.0-via-wikimedia-commons.png" rel="attachment wp-att-126710"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-148396 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Meldung_Internet_Safer_Day_2016_by.i.s.b.e.i.g.e.via_wikimedia.png" alt="Symbolbild Cybermobbing, Ursprungsbild von .i.s.b.e.i.g.e. via Wikimedia, CC-BY-SA 4.0 und tookapic, pixabay, CC0" width="640" height="280" /></a>Am 09.02.2016 fand der Safer Internet Day 2016 in mehr als 100 Ländern statt. Unter dem Motto „Play your part for a better internet!“ sollen insbesondere  junge Menschen und Kinder, aber auch Eltern und Pädagogen, für das Thema Internet sensibilisiert werden.</p>
<p>Auch in Deutschland startete die Initiative<a href="http://www.klicksafe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> klicksafe.de</a> mit deutschlandweiten Veranstaltungen um Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Pädagogen rund um das Thema <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2016/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Extrem im Netz“</a> zu informieren. Dabei ging es nicht nur um Rechtsextremismus und Cybermobbing, Mottos der letzten Jahre, sondern auch den Umgang mit Sexting. Vor allem aber darum, wie man sicher die anderen Extreme des Internets genießen kann- extrem Lustiges, Spannendes und Neues.</p>
<p>Frei nach dem Motto &#8216;von jungen Menschen für junge Menschen&#8217; bot die bremische Landesmedienanstalt den<a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2016/sid-veranstaltungen-2016/bremen-social-media-check/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Social Media Check </a>zu Datenschutz und Privatsphäre an, geleitet von zwei Studenten. In der Oberschule Bad Gandersheim veranstalteten Zehntklässler einen <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2016/sid-veranstaltungen-2016/bad-gandersheim-cybermobbing-und-was-man-dagegen-tun-kann/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Workshop </a>für Sechstklässler rund um das Thema Cybermobbing.<br />
Aber auch Eltern kamen auf ihre Kosten, die SPD in Hasselroth in Hessen machte einen <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2016/sid-veranstaltungen-2016/hasselroth-pubertaet-2016-erziehung-im-spannungsfeld-der-neuen-medien/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Elternabend „Pubertät 2016 – Erziehung im Spannungsfeld der „neuen“ Medien“</a> und in Berlin drehte sich abends alles um <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2016/sid-veranstaltungen-2016/berlin-mein-kind-ich-und-ein-smartphone/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Mein Kind, ein Smartphone und ich“</a>.</p>
<p>Nicht nur eintägige Veranstaltungen wurden am 09.02.2016 angeboten, die Initiative klicksafe.de koordiniert auf ihrer Plattform auch ganzwöchige Workshops und Weiterbildungsangebote. In Essen startet eine <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2016/sid-veranstaltungen-2016/essen-medienwoche/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienwoche</a> im Falkenzentrum Süd und in Potsdam geht es bei der Veranstaltung <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2016/sid-veranstaltungen-2016/potsdam-das-ist-unser-netz-to-jest-nasza-siec-deutsch-polnische-medienwoche/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Das ist unser Netz / To jest nasza sieć &#8211; Deutsch-polnische Medienwoche“</a> der Medienanstalt Berlin-Brandenburg eine Woche lang um Medien im Unterricht und Alltag.</p>
<p>Wie, wann und wo auch immer- wichtig bleibt getreu dem Motto „Play your part for a better internet!“ weiterhin gerade Kinder und Jugendliche für die Chancen des Internets zu begeistern, sie aber auch über Risiken zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst eine aktive Rolle zu spielen.</p>
<p>Bild: .i.s.b.e.i.g.e. via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Against_Cyberbullying.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikimedia</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA-4.0</a></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-130752" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Ute Pannen- Netzpolitische Mentorin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jun 2013 13:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[digitales Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmentoren]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Pannen]]></category>
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					<description><![CDATA[         Mit dem Verein Netzdemokraten holte sie den Alt-Hippie und -Kommunarden Rainer Langhans in die „Wechselwähler-WG“, und die Social Media-Strategie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/ute-pannen-netzpolitische-mentorin/2011_foto_ute_pannen-gutes-formatgrossneu/" rel="attachment wp-att-129781"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129781" alt="2011_Foto_Ute_Pannen-gutes FormatgroßNEU" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2011_Foto_Ute_Pannen-gutes-FormatgroßNEU.jpg" width="600" height="441" /></a>         Mit dem Verein Netzdemokraten holte sie den Alt-Hippie und -Kommunarden Rainer Langhans in die „Wechselwähler-WG“, und die Social Media-Strategie des Vatikans findet sie super. Porträt der digitalen Mentorin und Vordenkerin Ute Pannen.<br />
Sie ist Vordenkerin in puncto „digitales Lernen“ und eine der immer noch wenigen Frauen in der netzpolitischen Szene. Dass Ute Pannen gern ungewöhnliche Wege geht und keine Angst davor hat, ihre Pläne auch wieder über den Haufen zu werfen, zeigte sich schon früh. Nach einem Lehramtsstudium in Oldenburg überlegte die heute 36-Jährige: „Wenn ich jetzt mit 25 Jahren Lehrerin werde und in die Provinz gehe, dann passiert nichts mehr in meinem Leben, das kann nicht sein“. Also folgte sie ihrem Interesse für zeitgenössische Kunst und Politik und zog nach Berlin. Das war weniger die Entscheidung gegen den Lehrberuf als vielmehr die Entscheidung für ein intensives Engagement im Bereich digitales Lernen und Netzpolitik.</p>
<h3>Viele Projekte und ein roter Faden</h3>
<p>Die Medienwissenschaftlerin ist als Beraterin für Social Media- Strategien tätig, als Publizistin für politische Kommunikation und sie unterrichtet an der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf Online-Campaigning. Ute Pannen ist darüber hinaus Mitglied des Expertenbeirats der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Enquete- Kommission Internet und Digitale Gesellschaft, Mitgründerin des <a href="http://www.spd.de/spd_organisationen/netzpolitik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesprächskreises Netzpolitik &amp; Digitale Gesellschaft der SPD</a>, hat den Verein <a href="http://www.netzdemokraten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzdemokraten e.V</a>. mitgegründet und betreibt zudem noch ein eigenes <a href="http://apparent.typepad.com/about.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a>: „Das, was ich mache ist sehr vielfältig, aber ich verfolge immer einen roten Faden: die Auseinandersetzung mit gesellschafts- und bildungspolitischen Themen, mal aus der einen, mal aus der anderen Perspektive,“ beschreibt Pannen die Gemeinsamkeit ihrer zahlreichen Projekte.<br />
Zum Thema Netzpolitik kam sie, als sie 2007 an der Columbia University in New York studierte und zum Thema &#8220;Campaigning Online. Hillary TV and Barack TV&#8221; forschte. Als sie sich mit den Online-Praktiken der US-Regierung auseinandersetzte, entdeckte sie übrigens durchaus Parallelen zwischen Obamas Online-Wahlkampf und der Kampagnen-Strategie des Vatikans. Beide seien im Stil des Grassroot-Campaignings organisiert, das die eigenen Mitglieder zu Botschaftern der Kampagne macht. Und das hält sie für ziemlich überzeugend.<br />
Aus den USA zurück in Deutschland, trat Ute Pannen in die SPD ein und gründete ein Jahr später, gemeinsam mit Kollegen aus dem Bereich politische Bildung und Kommunikation, den gemeinnützigen Verein Netzdemokraten e.V.. Die Netzdemokraten realisieren seither digitale Projekte mit bildungspolitischem Hintergrund, wie die Suchmaschine für Partizipationsangebote, „<a href="http://www.meine-demokratie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meine-demokratie.de</a>“ oder die „<a href="http://www.wechsel-waehler.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wechselwähler-WG</a>“ aus dem Wahljahr 2009. In der Wechselwähler-WG diskutierten sechs politisch noch unentschlossene JungwählerInnen mit Spitzenpolitikern und dokumentierten ihren Meinungsbildungsprozess. Einer der Besucher in der Wechselwähler-WG war Rainer Langhans, der als „Urvater der politischen WG“ einen guten Gesprächspartner für die junge Generation abgibt, findet Ute Pannen.</p>
<h3>Herausforderung: Digitales Lernen</h3>
<p>Das aktuellste Projekt der Netzdemokraten heißt „<a href="http://medienmentoren.de/wiki/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienmentoren</a>“ und fördert digitales Lernen und Medienkompetenz im schulischen Umfeld. „Medienkompetenz“ sagt Pannen, „ist eine wichtige Voraussetzung um überhaupt online partizipieren zu können“. Das Projekt verfolgt das Ziel, Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren zu „Medienmentoren“ auszubilden, um jüngeren Mitschülern Medienkompetenz und Hilfestellung im Umgang mit sozialen Netzwerken zu vermitteln. „Meistens wissen die Schüler schon, wie sie verantwortungsvoll mit sozialen Netzwerken umgehen sollten, das sie ignorieren das oft,“ stellt Pannen fest. So geht es ihr und dem Verein um ein mediales „Empowerment“ für Schüler und Lehrer, eine wichtige Voraussetzung, um in der digitalen Gesellschaft bestehen zu können. Der kompetente Umgang mit Facebook und Co. sei für die Generation der „digital natives“ außerdem eine gute Vorbereitung auf digitale Arbeitsverhältnisse, die viele von ihnen im späteren Berufsleben vorfinden werden. Schulen können sich selbst für das Pilotprojekt bewerben.<br />
Die größte Herausforderung für die Zukunft des digitalen Lernens ist für Ute Pannen das System mit seinen veralteten Strukturen. Wenn es zum Beispiel wie beim Thema „Open Educational Resources“ (OER) um freie Lerninhalte und Materialien geht, öffneten etablierte Schulbuchverlage sich oft noch zu wenig für neue Konzepte und Kooperationen. „Die meisten Verlage verstehen unter Digitalisierung, Schulbücher als PDFs zur Verfügung stellen, nicht aber neue Lerninhalte digital aufzubereiten“, kritisiert Ute Pannen diese fehlende Bereitschaft.</p>
<h3>Engagement in der Männderdomäne &#8220;Netzpolitik&#8221;</h3>
<p>In der netzpolitischen Szene ist Ute Pannen eine der bisher wenigen aktiven Frauen. So hat die gebürtige Rheinländerin 2010 den SPD-Gesprächskreis „Netzpolitik und digitale Gesellschaft“ mitgegründet, der regelmäßig Vorträge und Diskussionen zu netzpolitischen Themen organisiert. „In der Politik reden Männer ja generell mehr als Frauen. Das ist bei Netzpolitik nochmal stärker der Fall“, ist ihre Wahrnehmung. Wenn sie auch nur ungern Stereotype bedienen möchte, glaubt Pannen, dass Netzpolitik für Frauen attraktiver werden kann, wenn sie ihr „genuin technisches“ Image verliert. So hofft sie, dass Bildung und digitales Lernen eine thematische Brücke schlagen könnten, um mehr Frauen für die Netzpolitik zu begeistern. Ute Pannen selbst muss nicht mehr begeistert werde, sie widmet sich ihren Themen mit großem Engagement und hat merklich Spaß an ihren zahlreichen Tätigkeiten. Besonders gefallen ihr Projekte, bei denen es um Zusammenarbeit und Kommunikation geht, wie bei Trainings, Workshops oder ihrem Lehrauftrag am kulturwissenschaftlichen Institut der Heinrich Heine Universität.</p>
<h3>Visionen für eine digitale Öffentlichkeit</h3>
<p>Für die Medienwissenschaftlerin, die zu Themen des digitalen Wandels lehrt und forscht, war die Entstehung der Piratenpartei eine der größten Veränderungen hin zur digitalen Öffentlichkeit. Sie habe den anderen Parteien deutlich gemacht, dass sie transparenter und partizipativer arbeiten müssen. Die etablierten Parteien sollten daher Forderungen nach Bürgerbeteiligung und Transparenz sehr ernst nehmen und ihre Parteiprogramm nicht erst dann online diskutieren lassen, nachdem sie bereits geschrieben und formuliert wurden.<br />
Für die Zukunft erhofft sich Ute Pannen insgesamt eine größere Einbeziehung von netzpolitischen Themen in parteipolitische Prozesse: „Netzpolitik wird in Zukunft aber gar nicht mehr so sehr als eigenes politisches Thema im Vordergrund stehen“, prophezeit sie. Stattdessen sollte „jedes Ressort und jedes Gremium den digitalen Aspekt mitdenken“. Bei der Frage, ob sie selbst von Zeit zu Zeit auch mal negative Effekte der Digitalisierung, wie die ständige Erreichbarkeit, spüre, wird Ute Pannen nachdenklich: „Ich hatte auch so meine Stresserfahrungen und habe dann beschlossen: jetzt nicht mehr.“ Heute hält sie sich mehr an klassische Arbeitszeiten als früher. Mit dieser Einstellung, engagiert und mit Leidenschaft ihren Beruf auszuüben und dennoch die eigenen Grenzen zu kennen, kann Ute Pannen womöglich selbst zur Mentorin werden und ein Vorbild für junge Menschen sein, die ihren Platz zwischen digitalem Lernen und Arbeiten noch finden müssen.<br />
&nbsp;<br />
Bild: Detlef Eden<br />
Text:</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Medienbildung ist gesellschaftspolitische Aufgabe</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/medienbildung-ist-gesellschaftspolitische-aufgabe-126749/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Görtler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2013 16:49:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[digitales Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsucht]]></category>
		<category><![CDATA[Cybermobbing]]></category>
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					<description><![CDATA[Überall und jederzeit? Für Kinder und Jugendliche ist die elektronische Kommunikation im virtuellen Raum zur Normalität geworden. Die Möglichkeiten sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/gamifizierung-der-politik/ian-muttoo-cc-by-sa-3-0/" rel="attachment wp-att-120353"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-120353" alt="Jugendliche in einem Gamesstore" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Ian-Muttoo-CC-BY-SA-3.0-630x418.jpg" width="630" height="418" /></a>Überall und jederzeit? Für Kinder und Jugendliche ist die elektronische Kommunikation im virtuellen Raum zur Normalität geworden. Die Möglichkeiten sind zahlreich: Neben der einfachen Recherche nach Informationen spielen vor allem Filme und Musik eine wichtige Rolle, aber auch das Bloggen, Chatten oder Posten in Foren. Am bedeutsamsten sind aber ohne Frage die sozialen Netzwerke, deren Nutzung durch Smartphones und Flatrates nachträglich gefördert wird.<br />
In den sozialen Netzwerken ist eine Parallelwelt entstanden: Kinder und Jugendliche kommunizieren nicht mehr nur von Angesicht zu Angesicht, sondern gleichzeitig auch von Online-Profil zu Online-Profil miteinander. Und in der sogenannten Generation Internet gerät schnell ins Hintertreffen, wer nicht regelmäßig soziale Netzwerke nutzt. Diese Erlebniswelt im World Wide Web fesselt die junge Generation wie kein zweites Medium zuvor aufgrund der vielseitigeren interaktiven Möglichkeiten. Dass es dabei auch zu unerwünschten Nebeneffekten kommen kann, haben beispielsweise die spontanen Mobilisierungen von Jugendlichen zu Hauspartys über das Internet drastisch vor Augen geführt.<br />
Zahlreiche Studien machen mittlerweile auf die Bedeutung der Neuen Medien für Kinder und Jugendliche aufmerksam (z.B. KIM- oder JIM-Studie sowie Shell-Jugendstudie). 43 Prozent der Sechs- bis Dreizehnjährigen nutzen soziale Netzwerke (<a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=192" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KIM-Studie 2010</a>), Tendenz steigend. 12 bis 19-Jährige verbringen im Schnitt 134 Minuten pro Tag im Netz (JIM-Studie 2011), die Shell-Jugendstudie von 2010 besagt, dass 96 Prozent der 12 bis 25-Jährigen das World Wide Web knapp 13 Stunden pro Woche nutzen. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 gehen 52 Millionen Deutsche ab 14 Jahren ins Netz; vor allem die Anzahl der mobilen User, die unterwegs auf das Internet zugreifen, steigt an. Was bedeutet das für für die Medienerziehung?</p>
<h3>Herausforderungen der Mediennutzung</h3>
<p>Wie so viele andere Dinge hat auch das Internet seine Schattenseite. Beim Blick in die Zeitungen, die Fernsehnachrichten, aber auch auf die Schulhöfe zeigt sich das Ausmaß an ungewollten Folgen. Das ist vom sogenannten Cybermobbing, Happy Slapping oder Mobile Bullying die Rede – allesamt Formen der physischen und psychischen Gewalt in Verbindung mit Neuen Medien. Kinder und Jugendliche schicken beispielsweise &#8220;Hassmails&#8221;, filmen peinliche Situationen oder nehmen gewalttätige Akte auf, um andere damit zu terrorisieren. Eine wichtige Rolle spielen hierbei Videoportale, die ihren Nutzern die Veröffentlichung privater Videos ermöglichen Damit wird ein großes Publikum erreicht, ohne dass nennenswerte Aufsicht besteht. Zwar können anstößige Inhalte gemeldet werden, doch längst nicht alles wird unverzüglich durch die Kontrolle der Anbieter erfasst. Welche Auswirkungen damit verbunden sind, haben die jüngsten Suizidfälle von Jugendlichen gezeigt, die u.a. auf die systematische körperliche und/oder geistige Drangsalierung durch Mitschülerinnen und -schüler zurückzuführen waren. In der virtuellen Welt sind die Betroffen nicht selten auf sich gestellt und den Anfeindungen schutzlos ausgeliefert. Hinzu kommt das fehlende Problembewusstsein der Erwachsenen, die entweder nichts von diesen Entwicklungen wissen oder die Alarmzeichen zu spät erkennen.<br />
Ein anderen Aspekt betrifft das Suchtverhalten bei jungen Menschen. Nicht wenige gelten als internetsüchtig, vor allem in Bezug auf exzessives &#8220;Gaming&#8221;. Das Online-Rollenspiel World of Warcraft steht beispielsweise immer wieder im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit, weil sich die Spieler völlig in der virtuellen Welt verlieren können. Aber auch Kaufsüchtige nutzen mittlerweile das Netz, um dort rund um die Uhr zu shoppen. In die Falle tappen Kinder und Jugendliche nicht selten bei Abonnements, denen sie ohne Rücksicht auf die Konsequenzen zustimmen. Zum Teil sind diese Angebote gut versteckt und auf den ersten Blick nicht erkennbar. Das „<a href="http://www.bmj.de/DE/Buerger/verbraucher/KostenfallenInternet/kostenfallenInternet_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetz zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen im elektronischen Geschäftsverkehr</a>“, das am 1. August 2012 in Kraft getreten ist, soll in Zukunft dafür sorgen, dass solchen online abgeschlossenen Verträgen und Kostenfallen ein Riegel vorgeschoben wird – ob die „Buttonlösung“ die richtige Antwort auf die Probleme darstellt, bleibt abzuwarten. Doch es geht auch um kostenlose Angebote, für die sich die User registrieren müssen und auf diese Weise Name und Adresse sowie Vorlieben preisgeben, die sich dann in personalisierter Werbung äußern. Viren, Trojaner und Spy- oder Mallware werden so Tor und Tür geöffnet, ganz zu schweigen vom sogenannten Phishing. Diese Programme spähen die privaten Daten aus, oder beschädigen den PC. Übertragen werden sie häufig über (illegale) Downloads.<br />
Aufklärung über illegale Downloads oder Filesharing spielt mittlerweile ebenfalls eine große Rolle. Die Verletzung des Urheberrechts bei Tauschbörsen ist vielen Kindern und Jugendlichen nicht bewusst; nicht zuletzt, weil das Internet den Eindruck erweckt, alles wäre frei verfügbar. Hinzu kommen jugendgefährdende Angebote, wie Seiten mit pornographischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten, aber auch sogenannte Online-Shooter, in denen das Töten im Mittelpunkt steht. Über das Spiel Counter-Strike wurde beispielsweise im Zusammenhang mit &#8220;School-Shootings&#8221; immer wieder berichtet. Neben dem permanenten Online-Sein und den vielen zweifelhaften Verlockungen macht Jugendschützern vor allem der Schutz der Privatsphäre zu schaffen. Gerade das Einstellen von Fotos oder das Posten von Statusmeldungen birgt Gefahren, weil es auf diesem Weg tatsächlich zu Erpressbarkeit kommen kann. Hier kommen vor allem rechtliche Aspekte zum Tragen: die unwissentliche Preisgabe von sensiblen Daten an Dritte. Jugendschutz muss daher vor allem heißen, Kinder und Jugendliche vor Missbrauch zu schützen, der im Netz lauert.</p>
<h3>Konsequenzen für Schule und Politik</h3>
<p>Die aufgezählten Herausforderungen machen mit Nachdruck deutlich, dass die Gefahren, die mit der Mediennutzung einhergehen, nicht vernachlässigt werden dürfen. Vielmehr sind die Eltern sowie die Politik gefordert, durch Verbote, Aufklärungskampagnen und Engagement diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Auf die Eltern kommt dabei die Herausforderung zu, den Umgang ihrer Kinder mit Medien zu kontrollieren und sich auch selbst damit zu befassen, damit die virtuelle Welt kein Buch mit sieben Siegeln bleibt. Soziale Netzwerke, Smartphones, jugendgefährdende Seiten und Kostenfallen müssen dabei ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Aber auch die Schule ist in Bezug auf die Medienbildung gefragt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus, so dass beispielsweise bei Elternabenden die Möglichkeit besteht, sich über diese Herausforderungen auszutauschen. Weiterhin stellt sich immer wieder die Frage, ob Medienbildung als eigenes Fach eingeführt werden sollte. Der Umgang mit Medien ist in vielen Fächern ja bereits unumgänglich, da sich im Netz Informationen aus allen Bereichen recherchieren lassen. Vorstellbar wäre aber auch, (neue) Medien in den Unterricht der verschiedenen Fächer zu integrieren. Dafür ist es wichtig, auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren und neue Formate in den Unterricht zu integrieren, also z.B. Wissensportale zu thematisieren &#8211; und zu nutzen. Erst dann, wenn Medienbildung in allen Fächern ein Thema ist, wird ein produktiver Umgang mit ihren Formaten in allen Kontexten ermöglicht.<br />
<a href="http://politik-digital.de/safer-internet-day-sicheres-surfen-im-netz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienkompetenz</a> ist allerdings nicht nur auf die Schule beschränkt. Zwar ist dort sicherlich Raum für die ersten gemeinsamen Schritte, dennoch handelt es sich um eine Aufgabe, die im außerschulischen Umfeld, durch öffentliche und private Träger, wahrgenommen werden muss. Schließlich ist die Auseinandersetzung mit Neuen Medien eine lebenslange Herausforderung. Mit jeder neuen Innovation steigen auch die Ansprüche an die Nutzer, diese Technologie verantwortungsvoll zu nutzen. Vor allem in Bezug auf die Möglichkeit, die Lebenswelt zu gestalten sowie an der Gesellschaft mitzuwirken und sich politisch zu beteiligen, gewinnen die Neuen Medien mehr und mehr an Bedeutung. Von politischer Seite hat sich bereits einiges getan: Verschiedene Projekte, Aktionen und Initiativen sollen die Eltern für die virtuelle Welt im Netz sensibilisieren. Beispiele dafür sind:<br />
Die Initiative <a href="www.schau-hin.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Schau hin!“</a>, eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Kinder sowie Vodafone, ARD, ZDF und TV Spielfilm. Für die Initiative setzen sich Prominente als Botschafter ein, um auf die Gefahren des World Wide Web aufmerksam zu machen.<br />
Weiterhin gibt es ein <a href="http://www.br.de/telekolleg/faecher/deutsch/medienkompetenz/04-internet102.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beratungsangebot</a> und einen Coach für fragende Eltern. Diese können einen sogenannten <a href="http://schau-hin.info/medienpass.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienpass </a>erwerben, der zertifiziert, dass sie auch über Einzelheiten Bescheid wissen.<br />
Die EU-Initiative <a href="www.klicksafe.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„klicksafe.de“</a>, Internetangebot <a href="www.surfen-ohne-risiko.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Surfen : ohne : Risiko“</a> des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend<br />
Informationen rund um den Jugendschutz gibt es auf <a href="www.jugendschutz.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.jugendschutz.net</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-121978" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Safer Internet Day: Sicheres Surfen im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 20:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Safer Internet Day]]></category>
		<category><![CDATA[klicksafe]]></category>
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		<category><![CDATA[Masterplan-Modellschule]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum zehnten Mal findet heute der Safer Internet Day statt, ein europaweiter Aktionstag, der die Aufmerksamkeit für Sicherheit und Verantwortung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/safer-internet-day-sicheres-surfen-im-netz/4451259855_21dfd812d5_z/" rel="attachment wp-att-126710"><img decoding="async" class=" wp-image-126710 alignnone" title="CC-BY-SA: Laurence Vagner, Flickr" alt="Legopirat attakiert ein Smartphone " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/4451259855_21dfd812d5_z.jpg" width="563" height="375" /></a><br />
Zum zehnten Mal findet heute der Safer Internet Day statt, ein europaweiter Aktionstag, der die Aufmerksamkeit für Sicherheit und Verantwortung im Netz fördern will. Auch Medienkompetenz steht dabei wieder im Fokus, ein Thema, das sich u.a. die Konrad Agahd Modellschule für Computer- und Onlinekompetenz auf die Fahne geschrieben hat.<br />
Medienkompetenz ist das Wort der Stunde, wenn es um digitales Lernen geht. Der heutige <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Safer Internet Day</a> bietet bereits zum zehnten Mal eine interaktive Plattform zum Mitmachen und Mitdiskutieren rund um das Thema Medienkompetenz und Sicherheit im Netz.<br />
Hintergrund der Aktion bildet das von der EU-Kommission initiierte <a href="http://saferinternet.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Safer Internet Programm</a>, das in 27 europäischen Ländern für Risiken und Gefahren im Internet sensibilisieren und Medienkompetenz bei Schülern, Eltern und Lehrern fördern will. In Deutschland koordiniert die Plattform <a href="http://www.klicksafe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Klicksafe“</a> die Aktivitäten des Safer Internet Day: Vom <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2012/veranstaltungen/berlin-maedchenzentrum-szenenwechsel-facebook-check/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Check </a>des Mädchenzentrums „Szenenwechsel“ in Berlin, bis zum <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2012/veranstaltungen/regensburg-blossgestellt-im-netz-planspiel-zur-praevention-von-cybermobbing/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Planspiel zur Prävention für Cybermobbing</a> der Aktion „Jugendschutz in Bayern“ können bundesweit über 100 Veranstaltungen besucht werden.<br />
Jedes Jahr widmet sich der Safer Internet Day außerdem online einem bestimmten Netz-Thema. Das internationale Motto des diesjährigen Aktionstages lautet: &#8220;Online Rights and Responsibilities&#8221; und wird in Deutschland im Rahmen von <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2013/onlineaktion-zum-thema-rechtsextremismus-im-netz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rechtsextremismus im Netz“</a> diskutiert. Ab heute ist jeder und jede aufgefordert, im eigenen Online-Netzwerk auf Facebook, Twitter oder Blog Statements zu posten, die „Kein Netz für Rechtsextreme“ zulassen.<br />
Um rechtsextreme oder andere problematische Inhalte im Netz überhaupt erkennen und verantwortungsvoll mit ihnen umgehen zu können, muss ein entsprechender Umgang mit Medien aber erst einmal erlernt werden. Dabei gehört das Internet für die meisten Kinder und Jugendlichen zum Alltag, und auch die Zahl der SchülerInnen, die ein Smartphone mit Internetzugang in Gebrauch haben, wächst rapide. Doch bei der Wissensvermittlung in Sachen Medienkompetenz herrscht bei vielen Schulen nach wie vor ein großer Mangel.</p>
<h3>Modellschule für Online-Kompetenz</h3>
<p>Ein Vorbild ist die <a href="http://cms3.agahd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konrad-Agahd-Modellschule für Computer- und Onlinekompetenz</a> in Berlin Neukölln. Schulleiterin Simone Schützmann sprach beim heutigen <a href="http://blogs.telekom.com/2013/01/28/telegraphen_lunch-digitales-lernen-intelligentes-lernen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telegraphen Lunch</a> über das Konzept zur Medienkompetenzförderung an ihrer Schule. Im Rahmen des Projekts <a href="http://cms3.agahd.net/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=51:masterplan-modellschule&amp;catid=36:wir-ueber-uns&amp;Itemid=54" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Masterplan-Modellschule&#8221;</a> fördert die Berliner Senatsverwaltung für Sicherheit und Forschung die jeweiligen Schulen mit technischem Equipment und dem entsprechenden Know-how. Gleichzeitig sollen die Modellschulen Erfahrungen und Kompetenzen mit anderen Einrichtungen teilen und so zu Multiplikatoren werden.<br />
Mit ihrem Engagement will die Schule ihre SchülerInnen auf die Realität vorbereiten &#8211; und die erfordere eben mittlerweile auch digitale Kompetenzen, erklärt Schützmann, sie sieht darin eine wichtige Aufgabe von Schulen.<br />
Die Konrad-Agahd-Schule spricht mit dem Konzept der Computer- und Onlinekompetenzförderung aber nicht nur SchülerInnen an. Direktorin Schütz zufolge habe man das Ziel, alle Beteiligten „mit ins Boot zu holen“, weshalb auch für Eltern und LehrerInnen regelmäßig Fortbildungen an der Schule organisiert würden. Ein nachahmenswertes Modell, denn gerade bei letzteren besteht oft großer Nachholbedarf.</p>
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		<title>Co:llaboratory: „Lernen mit Neuen Medien“ oder „Neues Lernen mit Medien“?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 18:45:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Co:lab]]></category>
		<category><![CDATA[digitales Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Open Educational Resources]]></category>
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					<description><![CDATA[Was passiert, wenn LehrerInnen, MedienpädagogInnen, SchulbuchverlegerInnen, TechnikerInnen und Internet-EnthusiastInnen zusammenkommen? Das Internet und Gesellschaft Co:llaboratory präsentiert in seinem Abschlussworkshop die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/collaboratory-lernen-mit-neuen-medien-oder-neues-lernen-mit-medien/digital-learning/" rel="attachment wp-att-126525"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-126525" alt="Copyright: Brad Flickinger via Flickr " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Digital-learning.jpg" width="640" height="480" /></a>Was passiert, wenn LehrerInnen, MedienpädagogInnen, SchulbuchverlegerInnen, TechnikerInnen und Internet-EnthusiastInnen zusammenkommen? Das Internet und Gesellschaft Co:llaboratory präsentiert in seinem Abschlussworkshop die Ergebnisse der 7. Initiative „Lernen in der digitalen Gesellschaft“.<br />
Digitalisierung ist längst nicht mehr nur ein technischer Begriff, sondern Ausdruck eines sozialen Transformationsprozesses, der politische und gesellschaftliche AkteurInnen  zum Handeln auffordert. Und wie die meisten Veränderungsprozesse läuft auch die Digitalisierung nicht ganz reibungslos. Neben Hoffnungen auf mehr Partizipation und Transparenz bietet sie viel Raum für Kritik und Überforderung. Letzteres vor allem deshalb, weil die Digitalisierungswelle in relativ kurzer Zeit alle Lebensbereiche erfasst hat, die nun an die neuen Gegebenheiten angepasst werden müssen. Die deutsche Bildungslandschaft ist einer dieser Kolosse, der digital in Angriff genommen werden muss und bei dem konkrete Umsetzungspläne vergleichsweise weit hinterher hinken.<br />
Der von Google initiierte Think Tank <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Internet&amp;Gesellschaft Co:llaboratory“,</a> kurz Co:lab, stellte sich dieser Herausforderung und beschäftigte sich mit der Frage, was Lernen mit digitalen Medien für die deutsche Bildungslandschaft bedeuten kann. In seiner bereits siebten Initiative „Lernen in der digitalen Gesellschaft“ lud das Co:lab 35 renommierte <a href="http://www.collaboratory.de/w/Expertengruppe_Lernen_in_der_digitalen_Gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ExpertInnen</a> ein, um in einem mehrmonatigen Prozess ausführlich den gesellschaftlichen Mehrwert der Digitalisierung zu erörtern und Potentiale und Herausforderungen auszuwerten. Auf dem Abschlussworkshop, der gestern in Berlin stattfand, wurden nun die <a href="http://www.collaboratory.de/w/Initiative_Lernen_in_der_digitalen_Gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisse</a> einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.</p>
<h3>Förderung von Medienkompetenz und &#8220;Open Educational Resources&#8221;</h3>
<p>Zentrales Ergebnis sei das Zusammendenken von Digitalisierung und Medienkompetenz, so Jutta Croll, Geschäftsführerin der <a href="http://www.digitale-chancen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Digitale Chancen</a> und Mitglied des Kernteams der Initiative. Traditionelle Bildungsorganisationen, aber auch Lehrende und Lernende würden durch Digitalisierung herausgefordert und müssten in einen Veränderungsprozess einbezogen werden.<br />
<a href="http://politik-digital.de/collaboratory-lernen-mit-neuen-medien-oder-neues-lernen-mit-medien/800px-7-_initiative-wolke/" rel="attachment wp-att-126543"><img decoding="async" class="size-full wp-image-126543 alignnone" alt="Initiative-Wolke" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/800px-7._Initiative-Wolke.jpg" width="502" height="311" /></a><br />
Zentrales Thema der Initiative waren außerdem „Open Educational Resources“ (OER), Lernmaterialien, die offen und frei zugängliche für eine breite Masse zur Verfügung gestellt werden, was nicht nur die die Schulbuchverlage herausfordert. Der Umgang mit dem Urheberrecht muss in diesem Zusammenhang ebenso neu verhandelt werden wie die Vergabe von Lizenzen. Derzeit gebe es noch ein Problem mit dem Aspekt „Open“ in Open Educational Resources, so Luise Ludwig, Geschäftsführerin des Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz der Uni Mainz und eine der Expertinnen des Kernteams.</p>
<h3>Medienskepsis als Hürde</h3>
<p>Eine generelle Hürde bei der Umsetzung digitaler Lernkonzepte ist dem Medienpädagogen Prof. Stefan Aufenanger zufolge die deutsche Bildungskultur. Medienskepsis sei in Deutschland ein weit verbreitetes Phänomen, obwohl unser Alltag längst von Digitalisierung durchzogen sei und private wie berufliche Kommunikation ganz selbstverständlich online ablaufe.<br />
Phillip Schmidt, Fellow des <a href="http://www.media.mit.edu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MIT Media Lab</a> und Mitbegründer der <a href="http://www.peer2peeruniversity.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peer2Peer University</a>, sieht in den USA beispielsweise einen deutlich fortschrittlicheren Umgang mit Konzepten wie Open Educational Resources. Schmidt ist bekennender Internetenthusiast und wünscht sich in Deutschland mehr Mut zum innovativen Handeln im Sinne von “Learning to be rather than learning about”.<br />
Handlungsbedarf bestehe für Aufenanger auch in der Politik sowie an den Hochschulen selbst. Da in Deutschland über Bildungspolitik größtenteils auf Länderebene entschieden würde, seien bundesweite Konzepte schwer umsetzbar. Auch die Medienkompetenz der LehrerInnen und DozentInnen ließe oftmals zu wünschen übrig, ebenso die Bereitschaft zur Weiterbildung in diesem Bereich.</p>
<h3>Motivationszuwachs durch Digitalisierung</h3>
<p>Aufenanger plädiert insgesamt dafür, digitales Lernen nicht als „Lernen mit neuen Medien“ sondern als „Neues Lernen mit Medien“ zu begreifen. So könne sich ein Zuwachs an Motivation, Softskills und kooperativen Fähigkeiten sinnvoll aus den neuen Lernstrukturen ergeben. Durch eigene Zeitpläne und Lernorte fühlten die SchülerInnen sich freier und seien daher auch motivierter, ergänzte Luise Ludwig.<br />
Die Begeisterung von den Möglichkeiten des digitalen Lernens überwog insgesamt bei Weitem die kritischen Positionen, die auf dem Abschlussworkshop des Co:lab kaum zur Sprache kamen. Dafür mag es aber auch andere Räume geben. Wenn der Koloss „deutsche Bildungslandschaft“ durch die Co:lab-Initative auch noch nicht ganz gebändigt werden konnte, so wurden dennoch viele zukunftsweisende Ideen hervorgebracht.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-121978" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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