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	<title>Digitale Spaltung &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Digitale Spaltung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitalisierung für Jung und Alt – der digitalen Spaltung entgegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elisa Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jun 2017 09:24:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Generationenkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einiger Zeit kauften meine Großeltern sich ein Tablet und beauftragten mich damit, sie in dessen Bedienung einzuführen. Bei der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit kauften meine Großeltern sich ein Tablet und beauftragten mich damit, sie in dessen Bedienung einzuführen. Bei der Funktion des Internetbrowsers angekommen, fragte mein Opa mich, was das Internet denn eigentlich genau sei. Auf diese Frage konnte ich ihm tatsächlich keine Antwort geben. Ein persönliches Beispiel der digitalen Spaltung der Generationen.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich, Anfang 20, bin mit der digitalen Transformation aufgewachsen, nutze das Internet und die neuen digitalen Technologien wie die meisten in meinem Alter täglich und ganz selbstverständlich. Auch das ist ein Problem: Für uns jüngere Menschen ist die Digitalisierung so selbstverständlich, dass wir grundlegende Funktionsweisen als gegeben hinnehmen und gar nicht mehr hinterfragen. Viele Menschen meiner Generation wissen nicht, wie das Internet, wie ein Computer, wie ein Browser funktioniert, von komplexeren Algorithmen und Anwendungen ganz zu schweigen.<br />
</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber für meinen Opa, Ü80, stellt dies einen unvorstellbar hochkomplexen digitalen Kosmos dar. Um das Internet für seine Zwecke zu nutzen, muss er eine Vielzahl von Informationen auf einmal erfassen. Sich von bisherigen Denkweisen und Abläufen lösen und neue Informations- und Handlungsmöglichkeiten verstehen. Das gilt für viele Menschen, die ohne das Internet groß geworden sind.<br />
</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dieser Umstand stellt ein gesellschaftsübergreifendes Problem dar.</span></p>
<h3>Digital Natives und Digital Immigrants &#8211; Generationenkonflikt</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen fällt es leicht, mit dem schnellen Fortschritt der Technik mitzuhalten. In die digitale Revolution hineingeboren und mit dem Wandel aufgewachsen, bilden sie die Hauptgruppe der UserInnen des World Wide Web. Vermehrt in der Freizeit aber auch im Schulalltag werden neue digitale Technologien immer stärker genutzt. Seien es Aktivitäten in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram und Co., das Online-Streamen in TV-Mediatheken, Browsergames, Online-Shopping oder schulische Recherche, für die jungen Generationen ist das Web Teil des Alltags</span><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ganz anders hingegen verhält sich dies bei den </span><i><span style="font-weight: 400;">Digital Immigrants</span></i><span style="font-weight: 400;">, UserInnen, die erst im Erwachsenenalter mit dem Netz in Berührung gekommen sind.</span></p>
<h3>Digitales Know-how als Grundvoraussetzung</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Digitalisierung schreitet auch in der Arbeitswelt immer schneller voran, so sind in vielen Bereichen der Politik und Wirtschaft digitale Technologien inzwischen unentbehrlich. Auch in vielen anderen Feldern wird der Arbeitsalltag auf digitale Arbeitsprozesse ausgerichtet. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Erwerbstätigen ab 50+ fällt es daher oft schwer, sich an neue digitale Strukturen und Systeme zu gewöhnen. Im Arbeitsalltag werden oft Medienkompetenzen vorausgesetzt, die diese Generation nie oder erst spät erlernt hat. Vielen Erwerbstätigen in bzw. ab einem bestimmten Alter fällt es schwer, den digitalen Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden, sie werden von jüngeren Kollegen abgehängt.</span></p>
<h3>Aktive Teilhabe für alle Altersgruppen</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Um ältere arbeitende Generationen und auch Senioren, die nicht länger erwerbstätig sind und daher noch viel weniger digitalen Anschluss haben, aktiv miteinzubeziehen, </span>müssen alternative Förderungsprogramme im Bereich digitale Medien geschaffen werden. Alle Alters- und Bevölkerungsgruppen müssen die Möglichkeit haben, Medienkompetenz zu erwerben oder zu erweitern.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2016 steigt die Internetnutzung stetig von Jahr zu Jahr. 2016 nutzten bereits 58 Millionen Menschen der deutschen Bevölkerung das Web. Generationenspezifisch betrachtet fällt auf, dass sogar die Senioren Ü70 immer häufiger online gehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">2016 beträgt die Internetnutzung pro Tag bei den über 70-Jährigen 28 Minuten, ein Zuwachs von 8 Minuten gegenüber 2015. Erwachsene zwischen 50 und 69 Jahren liegen bei 1:29 Stunden täglicher Nutzung, Befragte zwischen 30 und 49 Jahren sogar bei 2:28 Stunden. Die Spitze bilden die jungen Erwachsenen von 14-29 Jahren mit 4:05 Stunden Internetnutzung pro Tag, was einem Anstieg von über einer halben Stunde gegenüber 2015 entspricht.</span></p>
<p>Diesen Entwicklungen muss sich die Politik anpassen. Über herkömmliche digitale Bildungsmethoden in Schulen, Berufsschulen, Universitäten und Hochschulen hinaus, muss eine digitale Infrastruktur für die Vermittlung von Medienkompetenzen als Weiterbildungsmaßnahme geboten werden, um alle Generationen und Gesellschaftsgruppen zu integrieren und so eine digitale Spaltung der Gesellschaft zu verhindern.</p>
<p>Bisher wird diese Aufgabe weitestgehend von Vereinen, Stiftungen und Initiativen übernommen. Diese engagieren ehrenamtliche Helfer, die sich nach den individuellen Lernstandards und Bedürfnissen der verschiedenen Altersklassen ausrichten. Während jüngere Generationen das Internet und vor allem soziale Medien zur digitalen Vernetzung und Selbstdarstellung nutzen, legen ältere Generationen den Fokus auf den effektiven Nutzen des Internets über eBooks, Online-Shoppingportale, Weiterbildung durch digitale Recherche oder direkte Kommunikation über Email, Skype etc.</p>
<p>Ob sich die Digitalisierung nun eher positiv oder doch eher negativ auf die gesellschaftlichen Entwicklungen auswirkt, dem stehen Jung und Alt geteilter Meinung gegenüber. Aufgrund des jeweiligen Erfahrungsschatzes sehen die JuniorInnen vermehrt positive Aspekte in der Digitalisierung, während die SeniorInnen dem Wandel eher skeptisch gegenüberstehen.</p>
<h3>Digitalen Nutzen und Herausforderungen erkennen</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Mit dem weiteren Fortschritt der Technik und den gesellschaftlichen Transformationsprozessen wird sich auch die Einstellung der Digitalisierung und ihrem Nutzen gegenüber ändern.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Welche Möglichkeiten und Herausforderungen sich uns zukünftig bieten werden, wie ein ausbalanciertes Zusammenleben in der digitalen Gesellschaft möglich ist und aktiv mitgestaltet werden kann, soll auch Thema der </span><span style="font-weight: 400;"><a href="https://bmfsfj-veranstaltungen.bafza.de/digitale-agenda-fuer-eine-lebenswerte-gesellschaft/start.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fachkonferenz “Digitale Agenda für eine lebensWerte Gesellschaft”</a> </span><span style="font-weight: 400;">des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 29. Juni in Berlin sein.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Gerd Altmann / pixabay CCO Public Domain</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Massive Open Online Courses &#8211; Uni für alle?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Türk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2015 09:32:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsarmut]]></category>
		<category><![CDATA[MOOCs]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Kurse]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie könnten der Auslöser für eine globale Revolution des Bildungssystems sein: Massive Open Online Courses (MOOCs) versprechen einen kostenlosen Zugang [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/MOOC_crop.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145219" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/MOOC_crop.jpg" alt="MOOC_crop" width="639" height="280" /></a>Sie könnten der Auslöser für eine globale Revolution des Bildungssystems sein: Massive Open Online Courses (MOOCs) versprechen einen kostenlosen Zugang zu höherer Bildung &#8211; für jeden, weltweit. Tatsächlich profitieren von den Bildungsangeboten aber vor allem jene, die gar nicht auf sie angewiesen sind.</p>
<p>Die alleinerziehende Afroamerikanerin aus der sozial benachteiligten Nachbarschaft beschäftigt sich mit Quantenphysik, der vielbeschäftige Manager frönt seiner geheimen Leidenschaft für Kunstgeschichte und der jugendliche Schulabbrecher oder der rüstige Rentner tauchen in die Welt der englischen Literatur ein. Massive Open Online Courses (MOOCs) sollen das Bildungswesen umkrempeln und auch die Personengruppen erreichen, die statistisch gesehen bislang häufig von höherer Bildung ausgeschlossen sind. Bei MOOCs handelt es sich um kostenlose, frei zugängliche Online-Kurse, die maximale Flexibilität erlauben und doch ähnlich aufgebaut sind wie Seminare an einer Universität: Sie haben einen fixen Anfangs- und Endtermin und einen festen Vorlesungsplan mit wöchentlichem Input in Form von Videovorlesungen und Übungsaufgaben &#8211; und am Ende steht teilweise eine Prüfungsleistung. Foren und soziale Netzwerke ermöglichen den Austausch der Studierenden untereinander.</p>
<p>Der Unterschied zur klassischen Vorlesung ist, dass die Teilnehmer selbst entscheiden können, wann, wo und wie sie das Material im Selbststudium bearbeiten, und dass es für die Teilnahme keinerlei Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen gibt &#8211; abgesehen von einem Zugang zum Internet, versteht sich. Das ist möglich, weil Websites wie <a href="https://www.coursera.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Coursera</a>, <a href="https://www.edx.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">edX</a> oder <a href="https://www.udacity.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Udacity</a> Kooperationen mit weltweit führenden Universitäten eingehen. Selbst amerikanische Elite-Unis wie Harvard oder das Massachusetts Institute for Technology (MIT) bieten Massive Open Online Courses an. Allein für die von <a href="https://blog.llz.uni-halle.de/2014/03/mooc-statistik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Harvard</a> angebotenen Kurse hatten sich bis Februar 2014 über eine Million Lernwillige aus 193 Ländern angemeldet,  Yale hat sogar ein komplettes Masterprogramm angekündigt, das ausschließlich online stattfinden soll. Man könnte MOOCs also als die Fernunis des digitalen Zeitalters bezeichnen &#8211; mit dem Unterschied, dass sie kostenlos und frei zugänglich sind und einen besseren Ruf genießen.</p>
<p>Lernen kann man mit MOOCs mittlerweile <a href="https://www.mooc-list.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">so gut wie alles</a>: Interesse an Religion und Hip-Hop-Kultur, an Algorithmen, Chansons der Troubadoure oder Finanzanalysen? Gibt es alles! Es ist jedoch anzunehmen, dass sich nicht alle Themen gleichermaßen für die digitale Massenvermittlung eignen. Während sich Computer- und Naturwissenschaften relativ standardisiert vermitteln und per Multiple-Choice-Test auch wieder abfragen lassen, könnte es beim kreativen Schreiben englischer Poesie schon schwieriger werden, neben dem Teenager, der sich den ersten Liebeskummer von der Seele schreibt,  auch den alternden Schriftsteller anzusprechen, der seine Technik verfeinern möchte. Bei der Masse an Teilnehmern können die Dozenten nicht auf individuelle Bedürfnisse eingehen, Essays werden deshalb von den Teilnehmern untereinander bewertet &#8211; sofern überhaupt eine Leistungsüberprüfung stattfindet.</p>
<h3>Von Rockgeschichte bis Regressionsanalyse</h3>
<p>Auch von Deutschland aus wird Wissen in die Welt gestreut,  MOOCs werden unter anderem von der <a href="http://www.tum.de/studium/weiterbildung/oeffentlichkeit/moocs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TU München</a> angeboten. 250.000 Euro hat sich das Hochschulpräsidium die Produktion und Durchführung von fünf MOOCs kosten lassen, aktuell werden “Quality Engineering und Management” sowie “Einführung in Computer Vision” angeboten. Gegen Gebühr gibt es hinterher auch ein Zertifikat für die Teilnehmer. Die Anonymität im Netz kann aber zum Betrug in der Prüfungssituation verleiten: Warum nicht den Onkel mit dem Physikdiplom um Hilfe bitten oder sich die Allwissenheit Googles zunutze machen? Um das von vornherein zu verhindern, bemüht man sich, zumindest für die kostenpflichtigen zertifizierten Prüfungen wasserdichte <a href="http://www.zeit.de/2013/12/MOOC-Onlinekurse-Universitaeten-FAQs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lösungen</a> zu finden. Beispielsweise wird eine Prüfung in einem Testcenter in der Nähe abgenommen oder kann mit Coursera sogar betrugssicher von zu Hause aus abgeleistet werden &#8211; der Prüfling identifiziert sich vor der Computerkamera mit Ausweis und Foto. Und mittlerweile kann eine Software sogar sichtbar machen, ob auf dem Bildschirm nebenbei Wikipedia oder Google zur Unterstützung geöffnet sind.</p>
<p>Die Wissensabfrage funktioniert also. Nur: Wie viel <a href="http://www.zeit.de/2013/12/MOOC-Onlinekurse-Universitaeten-FAQs/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nutzt </a>so ein Schein im Ernstfall, also zum Beispiel in der Bewerbungssituation? Generell ist ein beglaubigtes Zertifikat mit Identitätsnachweis natürlich mehr wert als eine bloße Bestätigung über die Online-Registrierung. In manch einer US-amerikanischen Universität werden Online-Kurse bereits als Anfänger-Credits gewürdigt und ersparen dem angehenden Studenten so die teuren Studiengebühren für das erste Semester. Und in dynamischen, schnelllebigen Branchen wie der IT kann ein Zertifikat über die Teilnahme an einem MOOC bei einer Bewerbung durchaus ausschlaggebend sein &#8211; zum Beispiel, wenn eine neue Programmiersprache noch gar nicht in die analogen Vorlesungspläne von Universitäten aufgenommen wurde.</p>
<h3>Wissenszuwachs ja &#8211; aber nicht bei jedem</h3>
<p>Zertifikate sind die eine Sache &#8211; aber wieviel bleibt tatsächlich hängen, wenn ich ein Themengebiet ganz gemütlich vom heimischen Rechner aus bearbeite? Auch dazu gibt es bereits Studien: Wissenschaftler des MIT, der Harvard University und der Tsinghua University kommen in einer <a href="http://www.irrodl.org/index.php/irrodl/article/view/1902/3009" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Untersuchung</a> zu dem Ergebnis, dass das MOOC-Format genauso effektiv sein kann wie Präsenzunterricht in der Uni, und dass bei den MOOC-Kursteilnehmern unabhängig von ihrem anfänglichen Kenntnisstand ein Wissenszuwachs zu beobachten ist. Ausschlaggebend ist demnach der didaktische Ansatz und nicht die Tatsache, ob ein Kurs online oder offline stattfindet. Mit der richtigen Aufbereitung von Inhalten bieten MOOCs also große Potentiale &#8211; gäbe es da nicht einen Haken. In der Studie wurden nur die Teilnehmer eines Physik-Kurses analysiert, die mindestens 50 Prozent der Kursaufgaben gelöst haben &#8211; von 17.000 Teilnehmern war dies bei gerade einmal knapp über tausend der Fall. Der Wissenzuwachs der verbleibenden 16.000 dürfte also äußerst gering sein. Denkbar also, dass die Teilnehmer der Studie, die ja durchaus etwas gelernt haben, positiv hinsichtlich Motivation und Ehrgeiz selektiert waren.</p>
<p>Ein Querschnitt durch die Bevölkerung sind auch diejenigen nicht, die auf die Idee kommen, sich für einen MOOC anzumelden. An der britischen Bath University zum Beispiel ist ein <a href="http://www.theguardian.com/education/2013/oct/22/study-mooc-top-universities" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Großteil der Teilnehmer</a> zwischen 18 und 40 Jahre alt, 70 Prozent haben bereits Erfahrung mit höherer Bildung. Studien von Bildungswissenschaftlern zufolge brechen teilweise mehr als 96 Prozent der angemeldeten Teilnehmer ihren Online-Kurs wieder ab. Der kläglich verbleibende Rest ist größtenteils männlich, weiß und bereits im Besitz eines Hochschulabschlusses. Die junge alleinerziehende Mutter aus dem Problemviertel, die die Bildung so dringend nötig hätte, wird vermutlich kaum unter den erfolgreichen vier Prozent sein &#8211; und so helfen die MOOCs vor allem denjenigen, die die Hilfe gar nicht unbedingt benötigen. Die Schere zwischen hoch und gering Gebildeten könnte sich durch die MOOCs möglicherweise also sogar vergrößern. Versteht man die Online-Kurse als ein demokratisches Instrument, das vor allem benachteiligten Gesellschaftsmitgliedern einen Zugang zu höherer Bildung verschaffen soll, so stellt sich angesichts der Studienergebnisse die Frage, ob das Geld an anderer Stelle nicht besser investiert wäre &#8211; zum Beispiel in Initiativen wie <a href="http://arbeiterkind.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">arbeiterkind.de</a>, die junge Menschen aus bildungsfernen Familien gezielt auf dem Weg durch ein reguläres Studium den Rücken stärken. Global betrachtet besteht zudem das Problem, dass nur an den Kursen teilnehmen kann, wer Zugang zu einer stabilen Internetverbindung hat &#8211; auch hier  wird die Tür zur Bildung für diejenigen, die sie am dringendsten benötigen, verschlossen bleiben. Sieht so eine Revolution aus?</p>
<p>Letztendlich müssen die MOOCs ja auch nicht gleich als Allheilmittel gegen Bildungsarmut die Welt retten &#8211; werden sie als Weg verstanden, bestimmten Gesellschaftsgruppen Weiterbildung und lebenslanges Lernen zu ermöglichen, dann erfüllen die Kurse durchaus ihren Zweck. Die Publitzistin Nora Stampfl ist der <a href="http://www.zeit.de/studium/2014-12/mooc-online-studium" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ansicht</a>, dass die Online-Kurse ihren größten Nutzen entfalten, wenn sie die Präsenzlehre von Universitäten ergänzen. Studierende könnten sich Studieninhalte dann über MOOCs in Eigenregie aneignen, Professoren könnten die dadurch entstandenen Freiräume in den Präsenzveranstaltungen nutzen, um Fragen zu klären, Inhalte zu vertiefen und weiterführende Themen zu diskutieren. Schon in naher Zukunft könnten die MOOCs als vollwertige Kurse samt dazugehöriger Credits anerkannt werden, so die Prognose der Publizistin. Vor allem in den USA, wo <a href="http://www.economist.com/news/united-states/21646219-college-america-ruinously-expensive-some-digital-cures-are-emerging-log?fsrc=scn%2Ftw%2Fte%2Fpe%2Fed%2Fthelogondegree" target="_blank" rel="noopener noreferrer">horrende Gebühren</a> den Traum vom Studium vieler junger Menschen platzen lassen, könnte sich die Lage dadurch entspannen.</p>
<p>Ganz so optimistisch ist Prof. Christoph Bieber vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen nicht: &#8220;Es könnte sein, dass das durchaus vorhandene Potenzial der MOOCs in anderen &#8220;Modernisierungsprozessen&#8221; des Hochschulalltags regelrecht zerrieben wird. Wenn wie z.B. in Nordrhein-Westfalen auch für normale Seminarveranstaltungen keine Präsenzpflicht mehr besteht, dann treiben MOOCs die schleichende Aushöhlung der &#8216;Campus-Universität&#8217; voran. Als Alternative zu den klassischen Vorlesungen tragen sie dazu bei, die Studierenden vom gemeinsamen Lernort fernzuhalten und verhindern das Gespräch in der Peer-Group ebenso wie das zufällige Stolpern über interessante Bücher, spannende Diskussionen oder einfach nur neue Bekanntschaften.&#8221; Dennoch: Wenn es gelänge, eine zuverlässige Kombination aus Lehrangebot, Online-Diskussion und -Feedback und passendem Prüfungsformat zu konstruieren, könnten MOOCs eine gute Ergänzung im Studienalltag sein, hofft Prof. Bieber.</p>
<p>Foto: <a href="http://https://www.flickr.com/photos/nosha/3905131101/in/photolist-6X5Pqz-dUotUM-fzzLXX-p54o1z-8s2xzR-8TXTHJ-ef1KVr-oMypAX-3wmAbz-Cccs9-9XbZWE-5v3aQn-51ptgM-4XtMXe-5hYLhr-2RLyE-bDsMDP-8hTkXT-dUotKe-dUotNM-5zj7jx-dKFydv-8qVc8S-7LHdsH-5oxbY-3H2qoL-kfNdUT-DpCa-7Ubu8q-52waQx-eHMv3o-5G9G1D-4XtMPi-nZq1oh-oeeEW-6Y9jm-9nzRG5-9nwDNx-gaKiSE-51tEHs-736epS-NC6Lr-dLGVM3-68cYyu-4E1jFP-5ba9kr-oMz6Mg-eKvthD-bTaioP-diMK5F" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nosha</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Söder: „Die Möglichkeiten der digitalen Welt in der Politik nutzen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2014 14:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Söder]]></category>
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					<description><![CDATA[„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage hat der bayerische Staatsminister für Finanzen, Markus Söder (CSU), in den letzten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Voting-Estonia-2011.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-136672" alt="E-Voting-Estonia-2011" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Voting-Estonia-2011.jpg" width="640" height="427" /></a><br />
„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage hat der bayerische Staatsminister für Finanzen, Markus Söder (CSU), in den letzten Wochen auf sich aufmerksam gemacht. Neben E-Government- und Breitbandausbau will Söder bis 2018 in Bayern Online-Wahlen durchführen. Die gesetzlichen Änderungen, die dazu nötig sind, könnten zunächst in Online-Volksbefragungen getestet werden. Bayern will hier Vorreiter nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa werden. Wie er sich die Einführung von Online-Wahlen vorstellt, beantwortet Söder im Interview mit politik-digital.de.<br />
<strong><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </strong><em>Ihre Vorschläge zu Online-Wahlen wurden bereits durch Oppositionsparteien, unter anderem von den Grünen und der Piratenpartei, kritisiert. Es wurde etwa in Frage gestellt, ob das Wahlgeheimnis gewahrt werden könne, und auf die Manipulierbarkeit von Online-Wahlen hingewiesen. Auch die nachträgliche Überprüfung von Online-Wahlen wird selbst von der Piratenpartei für nicht möglich gehalten. Die Piraten haben sogar eine Klage mit Bezug auf das Bundesverfassungsgerichtsurteil vom März 2009 angekündigt. Wie gehen Sie mit dieser Kritik um?</em><br />
<strong>Markus Söder: </strong>Mich wundert, dass ausgerechnet die Piratenpartei diese Position vertritt. Aus meiner Sicht muss man neue, zeitgemäße Möglichkeiten offen anpacken, statt immer nur Bedenken zu äußern.<br />
Der Anteil der Briefwähler steigt rasant an. Bei der Bundestagswahl 1990 haben nur 9% der Wahlberechtigten per Brief gewählt – 2013 war es schon jeder Vierte! In Bayern haben bei der Landtagswahl 2013 sogar 37% per Brief abgestimmt. Deshalb wäre es eine gute Idee, wenn Bayern das erste Land wäre, das eine elektronische Briefwahl möglich macht, ergänzend zu Wahlkabine und klassischer Briefwahl. Wenn Online-Banking möglich ist, muss auch Online-Voting machbar sein! Online-Wahlen auf Dauer auszuschließen, halte ich für einen Anachronismus. Bei den rechtlichen Voraussetzungen sind sicherlich noch Änderungen notwendig. Auch wenn Online-Voting noch eine Vision ist, werden wir das Thema angehen.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Wie wollen Sie die Manipulierbarkeit von Online-Wahlen durch Cyber-Attacken verhindern?</em><br />
<figure id="attachment_136658" aria-describedby="caption-attachment-136658" style="width: 154px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/30000201_10_soeder_1_preview.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-136658     " alt="30000201_10_soeder_1_preview" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/30000201_10_soeder_1_preview-305x250.jpg" width="154" height="126" /></a><figcaption id="caption-attachment-136658" class="wp-caption-text">Dr. Markus Söder ist seit 2013 Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat im Kabinett Seehofer II</figcaption></figure><br />
<strong>Söder</strong>: Die Datensicherheit ist insbesondere bei der elektronischen Briefwahl sehr wichtig. In Bayern haben wir mit dem Bayern-Server eine bereits hochsichere und effiziente IT-Infrastruktur. Für dessen Betrieb ist ebenfalls das Finanzministerium zuständig. Hier wehren IT-Spezialisten täglich mehr als 40.000 Angriffe auf die IT-Systeme des Freistaats ab. Neue Sicherheitsmaßnahmen wie Profiling, eine Entschlüsselung von Angriffsmustern, und Intrusion Detection, noch schnelleres Aufspüren erfolgreicher Angriffe, werden den Bayern-Server zukünftig noch sicherer machen – dies kann auch Online-Voting zugutekommen. Die IT-Sicherheitsstrategien werden auch laufend weiterentwickelt. Es muss unser Ziel sein, in der IT-Sicherheit immer einen Schritt voraus zu sein. Die mit Online-Wahlen verbundenen IT-Risiken müssen auf ein Minimum reduziert werden, um sie so sicher wie die Briefwahl zu machen.<br />
<strong>politik-digital.de: </strong><em>Wie stehen Sie zu der Verwendung von Wahlcomputern?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Dem Einsatz von Wahlcomputern bei Bundestagswahlen wurden vom Bundesverfassungsgericht enge verfassungsrechtliche Grenzen gesetzt. Online-Wahlen unterscheiden sich aber grundsätzlich vom Einsatz von Wahlcomputern. Während die Online-Wahl eine elektronische Briefwahl ist, stehen Wahlcomputer in Wahllokalen und ersetzen dort die analoge Abgabe und Auszählung der Stimmen.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Denken Sie bei der Einführung von Online-Wahlen an Vorbilder wie Estland, wo es die Möglichkeit von E-Voting bereits seit 2007 gibt?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Zunächst geht es uns darum, hier in Deutschland eine gesellschaftspolitische Diskussion über die Möglichkeit von Online Wahlen anzustoßen. Erfahrungen aus dem Ausland werden wir bei der technischen Umsetzung prüfen. Hier gibt es eine Reihe von interessanten Ansätzen, nicht nur in Estland. Wir müssen aber sorgfältig prüfen, ob sie sicherheitstechnisch und rechtlich auf Bayern übertragbar sind.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Wie stellen Sie sich die Durchführung genau vor? Zum Beispiel per ID-Chipkarte wie in Estland?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Der neue Personalausweis mit seinem ID-Chip ist eine gute technische Grundlage. Gleichzeitig muss allerdings aus Sicherheitsgründen noch die elektronische Signaturen-Gesetzgebung vorangebracht werden.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Ein weiterer Kritikpunkt ist die „digitale Spaltung“ der Gesellschaft, die es mit sich bringe, dass Online-Wahlen nicht repräsentativ genug seien sowie Elitenbildung förderten. Wie wollen sie die „digitale Spaltung“ der Gesellschaft überwinden?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Die Digitalisierung ist das Top-Thema in Bayern. Dazu gehören Breitbandausbau, die Datensicherheit und der Ausbau von E-Government. Der Zugang zu schnellem Internet muss eine Selbstverständlichkeit für jedermann sein – unabhängig vom Wohnort. In Bayern fördern wir den Breitbandausbau mit ca. 1,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig vereinfachen wird das EU-Förderverfahren mit dem Ziel: Es darf kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten geben. Denn das könnte tatsächlich das Risiko einer digitalen Spaltung der Gesellschaft erhöhen. Wichtig ist auch die frühzeitige Vorbereitung unserer Kinder auf die Herausforderungen einer digitalen und mobilen Gesellschaft. Mit dem Digitalen Bildungsnetz Bayern bekommen 1,8 Millionen Schüler und 140.000 Lehrer an 5.800 Schulen bis 2018 eine moderne, hochverfügbare und sichere IT-Infrastruktur. Außerdem muss ganz klar sein: Online-Wahlen sollen nur eine weitere Alternative zur Briefwahl und der Wahl in der Kabine darstellen – jeder soll auf die Weise wählen können, die ihm am liebsten ist.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong> Welche Zielgruppe stellen Sie sich für Online-Wahlen vor? Denken Sie dabei auch an jüngere Generationen?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Wir haben keine konkrete Zielgruppe im Auge – jeder kann die Möglichkeit der Online-Wahl nutzen. Es liegt natürlich nah, dass diese neue Alternative bei der jungen Generation gut ankommt. Aber mehr als 40% der über 60-jährigen nutzen regelmäßig das Internet. Auch hier sind bestimmt zukünftige Online-Wähler zu finden.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Glauben Sie, dass mit der Einführung von Online-Wahlen Phänomene wie die Politikverdrossenheit vermindert werden könnten?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Wir müssen auch in der Politik die Möglichkeiten der digitalen Welt besser nutzen. Zur Aufklärung, zur Mitgestaltung und zur Mitentscheidung. Die Möglichkeit des Online-Voting könnte auch die Wahlbeteiligung wieder anheben. Man erkennt das doch auch an den sprunghaft ansteigenden Zahlen von Briefwählern. Die Vision der Online-Wahl wäre die zeitgemäße digitale Fortsetzung der Briefwahl – aber nur als Alternative.<br />
Bilder: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/european_parliament/5554919771/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Parliament</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-ND 2.0)</a>; Porträt: (C) <a href="http://www.stmf.bayern.de/aktuelles/pressegalerie/?pic=61&amp;view=&amp;ref=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bayerisches Staatsministerium der Finanzen</a><br />
<img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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		<title>Internet-Strukturdaten: Vielschichtige digitale Spaltung auch im Jahr 2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lena Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jul 2012 14:46:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsgruppe Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Strukturdaten]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern wurden die neuen Quartalszahlen der Internet-Strukturdaten von der Forschungsgruppe Wahlen veröffentlicht. Überraschendes Ergebnis: Die Anzahl der Internetnutzer mit geringem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/internet-strukturdaten-digitale-spaltung-auch-2012/strukturdaten-parteipraeferenz2/" rel="attachment wp-att-118702"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-118702" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Strukturdaten-Parteipräferenz2.png" alt="" width="627" height="442" /></a></p>
<p><strong>Gestern wurden die neuen Quartalszahlen der Internet-Strukturdaten von der Forschungsgruppe Wahlen veröffentlicht. Überraschendes Ergebnis: Die Anzahl der Internetnutzer mit geringem Bildungsabschluss stieg deutlich an.</strong></p>
<p>Die <a href="http://www.forschungsgruppe.de/Aktuelles/Internet-Strukturdaten/web_II_12_1.pdf">Ergebnisse dieser repräsentativen Umfrage</a> decken sich weitgehend mit dem in der vergangenen Woche erschienenen <a href="http://politik-digital.de/nonlineratlas-2012-geringste-%E2%80%9Eonliner-zunahme-seit-zwoelf-jahren/">(N)ONLINER-Atlas</a>. Nach wie vor nutzen mehrheitlich Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen das Internet. Während nicht einmal die Hälfte der Hauptschulabsolventen ohne Berufsausbildung das Internet nutzt, sind 95 Prozent der Deutschen mit (Fach-)Abitur online. Diese digitale Spaltung wird auch an den Nutzerdaten unterschiedlicher Berufsgruppen deutlich. Nur 64 Prozent der Arbeiter nutzen das Internet, während knapp 83 Prozent der leitenden Angestellten, höheren Beamten und Selbstständigen online sind. Für die Umfrage wurden knapp 4.000 Menschen über 18 Jahren zu ihrer Internetnutzung befragt.</p>
<p>Aus den Internet-Strukturdaten geht jedoch auch hervor, dass die Anzahl an Onlinern mit niedriger formeller Bildung in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Allein im vergangenen Jahr ist die Anzahl an Internetnutzern mit Hauptschulabschluss und ohne abgeschlossene Berufsausbildung um acht Prozent gestiegen. Auch der Zuwachs an „Onlinern “ unter den Arbeitern ist überdurchschnittlich.</p>
<p>Eine digitale Spaltung der Bundesrepublik ist jedoch nicht auf das formelle Bildungsniveau und die daraus resultierenden Berufsgruppen beschränkt. Nach wie vor sinkt der Anteil an Internetnutzern mit dem Lebensalter: von ca. 97 Prozent der unter 40-Jährigen auf 47 Prozent bei den über 60-Jährigen. Auch geschlechtsspezifische Unterschiede halten sich hartnäckig. Während 82 Prozent der Männer online sind, nutzen nur 71 Prozent der Frauen das Internet. Selbst die Frauen, die online sind, verbringen weniger Zeit als die Männer im Netz. Darüber hinaus nutzen Männer und Frauen das Internet unterschiedlich. Männer informieren sich mehr als Frauen über Politik im Internet.</p>
<p>Desweiteren wurde nach der Parteipräferenz der Internetnutzer gefragt. Die Wähler der großen Volksparteien CDU/CSU und SPD sowie die Wähler der Partei Die Linke nutzen das Internet weniger häufig als der Bundesdurchschnitt. Eine besondere Neztaffinität zeigen die Wähler von Bündnis 90/Die Grünen und &#8211; wenig überraschend &#8211; der Piratenpartei. 91 Prozent der Wähler dieser Parteien sind online.</p>
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		<title>(N)ONLINERAtlas 2012: Geringste „Onliner“-Zunahme seit zwölf Jahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lena Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 12:21:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem (N)ONLINER Atlas 2012 wurde gestern die größte Studie über Internetnutzung in Deutschland vorgestellt. 75,6 Prozent aller Deutschen sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/nonlineratlas-2012-geringste-%e2%80%9eonliner-zunahme-seit-zwoelf-jahren/lan-kabel/" rel="attachment wp-att-118337"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-118337" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lan-Kabel-630x472.jpg" alt="" width="630" height="472" /></a>Mit dem (N)ONLINER Atlas 2012 wurde gestern die größte Studie über Internetnutzung in Deutschland vorgestellt. 75,6 Prozent aller Deutschen sind online – und damit nur 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr -, Senioren bleiben offline. Das sind die Kernbotschaften des diesjährigen (N)ONLINER Altlas.</p>
<p>Drei Viertel aller Deutschen über 14 Jahren benutzt im Jahr 2012 das Internet. Trotz der geringsten Zunahme an „Onlinern“ seit Einführung der <a title="Studie" href="http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2012/06/NONLINER-Atlas-2012-Basiszahlen-f%C3%BCr-Deutschland.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> im Jahr 2001 ist die Entwicklung der Bundesrepublik hin zur digitalen Gesellschaft weit fortgeschritten. Auch scheint die digitale Spaltung in vielerlei Hinsicht langsam abzunehmen. Angesichts dieser Entwicklungen soll in Zukunft das Nutzerverhalten differenzierter untersucht werden.</p>
<p>Aktuell misst der (N)ONLINER Atlas die Internetnutzung in Deutschland unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Einkommen, Wohnort und Zugangsart basierend auf 30 000 Telefoninterviews.</p>
<p>Pioniere des Digitalen Wandels sind eindeutig die 14-39-Jährigen, von denen 95 Prozent online sind. Während bei den Jüngeren die Anzahl an Internetnutzen auf hohem Niveau stagniert, sind überdurchschnittliche Zuwachsraten bei den Bevölkerungsteilen zu verzeichnen, die das Internet bisher nicht so stark genutzt haben. Bereits 28,2 Prozent der über 70-Jährigen bedienen sich des Internet und die Tendenz ist steigend. Erstmalig nutzen über 60 Prozent der Nicht-Berufstätigen &#8211; unter ihnen viele Frauen &#8211; das Internet.</p>
<p>Trotz dieser grundlegend positiven Entwicklung hängt die Internetnutzung immer noch eng mit dem Einkommensniveau zusammen. Auch geographisch ist die digitale Spaltung zwischen Stadt und Land sowie zwischen Ost und West sehr deutlich. Während in Hamburg 80 Prozent online sind, nutzen nur ca. 67 Prozent im Saarland und in Sachsen Anhalt das Internet. Gleichzeitig deuten die Zuwachsraten nicht darauf hin, dass sich daran in naher Zukunft etwas ändern wird.</p>
<p>Im vergangenen Jahr ist die Zahl an Breitbandverbindungen stark angestiegen, während die Nutzung von Modem und ISDN-Anschlüssen zurückging. Auch das mobile Internet wird immer populärer. Bereits 5 Prozent der Befragten nutzen eine Mobilfunkverbindung als wichtigsten Internetzugang zu Hause. Die häufigste Zugangsart bleibt jedoch die DSL-Verbindung, die von 42 Prozent der „Onliner“ genutzt wird.</p>
<p>Angesichts der weiten Verbreitung des Internet und der vielfältigen und vermehrten Zugangsmöglichkeiten durch mobiles Internet und neue Endgeräte wie Tablets stellen sich neue Fragen für die Initiatoren der Studie, die Initiative D21 und TNS Infratest. Sie kündigten an, Anfang 2013 den D21-Digital-Index vorzustellen, der den (N)ONLINER-Atlas und die Studie Digitale Gesellschaft langfristig ersetzen soll.</p>
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		<title>Telezentren für bessere Bildungschancen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/soziale-innovation/telezentren-fuer-bessere-bildungschancen-11236/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Kaletka]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:05:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die digitale Spaltung zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, bildungsnahen und bildungsfernen Schichten ist längst Realität – doch wie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die digitale Spaltung zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, bildungsnahen und bildungsfernen Schichten ist längst Realität – doch wie kann dem Problem auf lange Sicht begegnet werden? Ein Ansatz zur digitalen Inklusion sind lokale Telezentren für Erwachsene.</p>
<p>In vielen europäischen Regionen sind Telezentren zu Promotoren von Erwachsenenbildung und digitaler Inklusion avanciert. Sie bereichern lokal-regionale Bildungslandschaften und haben das Potenzial, sich zu einer sozialen Innovation weiterzuentwickeln, von der insbesondere bildungsferne und andere Bevölkerungsgruppen mit besonderen Schwierigkeiten profitieren. Besonders in den Mittelmeer-Anrainerstaaten und vielen osteuropäischen Ländern bieten Telezentren einen für viele sonst nicht finanzierbaren Internetzugang und stellen mit haupt- und ehrenamtlichem Personal sowie großem Engagement ein ansehnliches Kursprogramm auf die Beine: Grundkurs Computer, Bildbearbeitung, Website-Programmierung, das eigene Blog – aber auch das Schreiben von Lebenslauf und Bewerbung, Tipps zur Jobsuche, Sprachen und lokale Projekte stehen auf dem Programm.</p>
<p>Meist öffentlich gefördert und von NGOs betrieben, setzen Telezentren ganz bewusst auf die Potenziale neuer Medien sowie digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien. In lokalen Gesellschaften, Dörfern, Vororten und sozial „abgehängten“ Vierteln gewinnen sie immer mehr an Bedeutung. Für viele Menschen ist das Telezentrum die letzte (bezahlbare) Zugangschance zu Bildung und Arbeitsmarkt. Es ist aber auch eine Antwort auf die zunehmende Individualisierung von Lebensläufen und Lebensentwürfen und lädt dazu ein, Bildung für sich zu entdecken.</p>
<p>Ein Schlüssel zum Erfolg ist dabei die Niedrigschwelligkeit des Zugangs für die Lernwilligen. Deren Sicherstellung ist oftmals ein komplexes Unterfangen, für das grundsätzlich gilt: Die Angebote müssen bezahlbar sowie hinreichend flexibel sein, und die Telezentren selbst müssen attraktiv sein. Erwachsene, die freiwillig und selbstorganisiert lernen, brauchen (mehr noch als Kinder) entsprechende Rückzugsmöglichkeiten. Neben den Lerninhalten selbst und der innovativen medialen Vermittlung geht es also um viel mehr: Im Idealfall schaffen Telezentren sozialen Zusammenhalt, dort wo es am nötigsten ist. „Sie geben Menschen mit vielerlei Problemen das Gefühl, zu einer Gemeinschaft zu gehören, und fördern kulturelle Bildung“, so Gabriel Rissola vom Institute for Prospective Technological Studies der Europäischen Kommission.</p>
<h3>Digitale Inklusion: zwei Seiten der Medaille</h3>
<p>Auch der Begriff “digitale Inklusion“ hat viele Facetten: Er beschreibt einerseits die Überwindung der „digitalen Spaltung“ der Gesellschaft als ungleichen Zugang von Bevölkerungsgruppen zu Informations- und Kommunikationstechnologien. Dieser technologisch-infrastrukturellen Sichtweise steht eine andere, eine soziale Perspektive gegenüber: Es geht um die ungleiche Verteilung von Zugangschancen zu Bildung, Beschäftigung und gesellschaftlicher Teilhabe insgesamt &#8211; und um das Ziel einer größeren Gerechtigkeit und Stärkung des sozialen Zusammenhalts. Beides hängt eng zusammen. So zeigt sich am Beispiel Telezentren, dass infrastrukturellen Defiziten &#8211; wie der unvollständigen Versorgung der Haushalte mit Breitbandtechnologien &#8211; mit sozialen Innovationen begegnet werden kann.</p>
<p>Telezentren sind mit der beschriebenen Zielsetzung digitaler Inklusion und sozialen Zusammenhalts entwickelt worden – von Akteuren auf lokaler Ebene, unterstützt durch intensiven Austausch auf nationaler Ebene und nicht zuletzt durch transnationalen Austausch im <a href="www.telecentre-europe.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telecentre Europe Netzwerk</a>. Viele Telezentren sind auch tatsächlich in der Lage, das Problem ungleicher Zugangschancen und wachsender Lern- und Qualifizierungsbedarfe von Erwachsenen wenn auch nicht zu lösen, so doch vor Ort abzumildern. Die Kernfrage der kommenden Jahre wird allerdings sein, ob Telezentren in der Lage sind, eine neue „soziale Praxis“ digitaler Erwachsenenbildung vor Ort zu stabilisieren, auszubauen und Auskunft über ihre Wirksamkeit zu geben.</p>
<h3>Die Herausforderungen für die Zukunft</h3>
<p>Eine der größten Herausforderung wird sein,  Telezentren für ihre Rolle als Katalysatoren, als Beschleuniger für soziale Inklusion fit zu machen. In welchen „Dimensionen“ sind also Fortschritte notwendig?</p>
<h5><strong>1. Die Pädagogik weiterentwickeln</strong></h5>
<p>Die Pädagogik in Telezentren muss sich zum einen die Potenziale von „Blended Learning“ und sozialen Medien, die in der einen oder anderen Weise in jedem Kurs zum Einsatz kommen, in zunehmender Qualität zunutze machen. Zum anderen geht es darum, die Lerninhalte auf eine erwachsenengerechte Art und Weise anzubieten. Lernangebote müssen so aufbereitet sein, dass die Lernenden den Prozess bestmöglich selbst steuern können. Mehr noch, es geht darum, dass die Lernenden ihre Bedürfnisse definieren und die Curricula mit Inhalten und Beispielen füllen – durch eine konsequente Nutzung von „User Generated Content“ im Lernprozess. Hierzu müssen Curricula ausreichend flexibel sein und ein Lernen ermöglichen, bei dem die Lernenden, dem Prinzip des „Action Learning“ folgend, mit großer Autonomie an der Lösung ihrer tatsächlichen Probleme arbeiten.</p>
<h5><strong>2. Die Organisationen professionalisieren</strong></h5>
<p>Die zentrale Herausforderung, das machten auch die Teilnehmer der <a href="http://innodig.eu/en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäischen Konferenz für Digitale Inklusion</a> im Oktober 2011 in Danzig deutlich, liegt bei der Qualifizierung des Bildungspersonals. Um es deutlich zu sagen: Eine Gruppe zumeist zwar hoch motivierter, aber selten fest beschäftigter, oft ehrenamtlich tätiger Menschen nachhaltig zu qualifizieren, ist ein langfristiges und kompliziertes Projekt.</p>
<h5><strong>3. Das Telezentrum lokal verankern</strong></h5>
<p>Ein Telezentrum kann nur dann ausreichend Wirkung entfalten, wenn es Antworten auf lokale Probleme geben kann. Ein Lernangebot lässt sich nicht einfach von A nach B kopieren. Dafür braucht es aussagekräftige Informationen aus der Community, um bestimmte Zielgruppen mit dem passenden Angebot anzusprechen. Ein einzelnes Telezentrum kann auch nicht die Inklusionsprobleme einer lokalen Gemeinschaft allein lösen. Wichtig ist deshalb eine dauerhafte, verbindliche Vernetzung und Abstimmung mit den anderen Bildungsträgern vor Ort.</p>
<p>Diesen Herausforderungen stehen bereits jetzt viele konkrete Entwicklungen gegenüber, die zur Professionalisierung der Telezentren beitragen. Es gibt neue Curricula für Lernende und Lehrende, das Telecentre Europe Netzwerk hat im Oktober 2011 erstmals die besten Telezentren und die innovativsten Manager prämiert, und das Thema „Telezentren“ steht verstärkt auf der europäischen Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsagenda. Bei allen Herausforderungen: Der Anfang ist gemacht.</p>
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		<title>Digitale Presseschau 02/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 18:51:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[E-Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Social Swarm]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Marina Weisband kritisiert Boulevardjournalismus, Rückblick 2011: E-Demokratie &#38; E-Partizipation, Pro und Contra Facebook, Digitale Spaltung &#8211; dies und mehr in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Marina Weisband kritisiert Boulevardjournalismus, Rückblick 2011: E-Demokratie &amp; E-Partizipation, Pro und Contra Facebook, Digitale Spaltung &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche</strong></h3>
<div align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/BjvwgC_TqEk" frameborder="0" width="480" height="315"></iframe></div>
<div align="center"></div>
<div align="center"><span style="color: #ffffff;">&#8211;</span></div>
<p>Beim NDR-Medienmagazin &#8220;Zapp&#8221; erschien der <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/politiker139.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">interessante Beitrag</a> &#8220;Polit-Neulinge: Erfahrungen mit Journalisten&#8221;. Darin kommen junge Politiker wie die Piratin Marina Weisband zu Wort, die kritisieren, dass einige Medien und Journalisten oft nicht differenziert über politische Inhalte berichten, sondern sich eher für Details aus dem Privatleben oder für Äußerlichkeiten interessieren.</p>
<p><strong><a href="http://www.e-demokratie.org/e-demokratie/elektronische-demokratie-im-jahresruckblick-2011/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rückblick: E-Demokratie 2011</a></strong></p>
<p>Christian Heise lässt auf E-Demokratie.org die Entwicklungen in punkto elektronische Demokratie und Partizipation des Jahres 2011 Revue passieren und kommt mit seinem sehr informativen Beitrag auf Platz 1 unserer Presseschau. In seinen Ausführungen blickt er zurück auf wichtige Events und neue Projekte wie auf interessante Veröffentlichungen.</p>
<p><strong><a href="http://www.bap-politischebildung.de/2012/01/philip-rizk-es-ist-noch-lange-nicht-zu-ende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Status: Arabischer Frühling in Ägypten</a></strong></p>
<p>Im Interview mit der Online-Ausgabe des Bundesausschuss Politische Bildung (bap) berichtet der deutsch-ägyptische Blogger und Filmemacher Philip Rizk über die Entwicklungen in seiner Heimat Ägypten seit dem Arabischen Frühling. Die gegenwärtige Stimmung im Land bringt er so auf den Punkt: „Die Leute sind der Meinung, nichts oder nicht genug hätte sich verändert, und die Generäle hätten jetzt genau die Position eingenommen, die Mubarak und sein Regime früher hatten.“</p>
<p><strong><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2012/01/facebook-die-neue-nervenbahn-unserer-gesellschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook – die neue Nervenbahn unserer Gesellschaft</a></strong></p>
<p>Thomas Knüwer bricht in seinem Blog &#8220;Indiskretion Ehrensache&#8221; eine Lanze für Facebook – es sorge für eine feinere Granulierung unserer zwischenmenschlichen Beziehungen: Sei es beim gemeinsamen Erleben von Trauer oder als spontaner Anlaufpunkt, um mit anderen Menschen ins Gespräch über gemeinsame Interessen und gesellschaftskritische Themen zu kommen.</p>
<p><strong><a href="http://internetunddemokratie.wordpress.com/2012/01/09/warum-das-internet-nicht-reprasentativ-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warum das Internet nicht repräsentativ ist</a></strong></p>
<p>Der Politiker und Autor des Buches &#8220;Internet und Demokratie&#8221; Stephan Eisel setzt sich kritisch mit den Ursachen einer vermeintlich geringen Repräsentativität des Internet auseinander. Am Beispiel der Affäre Wulff stellt er eine Diskrepanz fest zwischen repräsentativen Umfragen und der Meinungsbildung im Internet, die ihre Ursache in einer dreifachen digitalen Spaltung hätte.</p>
<p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/01/social-swarm-sicher-im-sozialen-netzwerk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schutz vor Facebooks Datensammlung</a></strong></p>
<p>Im ZDF-Blog Hyperland berichtet die Autorin und Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti von einem Projekt namens „Social Swarm“, das einen Schutz vor der Datensammelwut des Internetkonzerns Facebook bieten soll. Es handelt sich bei diesem Projekt um eine Meta-Infrastruktur zur Nutzung verschiedener Plattformen mit verschlüsselter Kommunikation. Offene Kommunikationsschnittstellen von Open-Source-Projekten wie Identica und Diaspora sollten damit genutzt und eine vertrauliche Kommunikation ermöglicht werden.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 31</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 16:38:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[elektronischer Personalausweis]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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		<category><![CDATA[#iminternetgeboren]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-31"><img width="60" height="66" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" /></a>Syriens Medienlandschaft, Überwindung des digitalen Grabens, Anonymität in sozialen Netzwerken - dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau. 
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Syriens Medienlandschaft, Überwindung des digitalen Grabens, Anonymität in sozialen Netzwerken &#8211; dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau.</p>
<p>Auch am heutigen Freitag hat die politik-digital.de-Redaktion einige sehr lesenswerte Artikel der vergangenen Woche zusammengetragen. Hier folgen unser Favoriten von Platz 1 bis 6:</p>
<p><strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1521164/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Neuen Medien in Syrien</a></strong></p>
<p>Sieger dieser Woche ist ein Artikel über die Nutzung von Internet und Medien im zur Zeit arg gebeutelten Syrien. Das syrische Regime geht seit Wochen mit härtester Gewalt gegen Demonstranten vor. Die Bloggerin Marcelle Shewara berichtet dem Deutschland Radio, wie die Neuen Medien in ihrer Heimat zu Leitmedien werden. Nur ihnen würden die Menschen noch trauen, da die syrische Medienlandschaft nur oberflächlich betrachtet breit gefächert sei. Wenn man aber genauer hinschaue, stelle man fest, dass die meisten Medien für die Regierung und nicht für das Volk berichten. Sie sieht die Aufgabe der Blogger darin, eine Öffentlichkeit herzustellen und den Menschen den Glauben an sich selbst zurückzugeben. Dank Internet könne man zum ersten Mal das Land nicht nur von Innen, sondern auch von Außen betrachten und so die tatsächlichen Missstände aufdecken. Ein sehr lesenswerter Artikel zum aktuellen politischen Geschehen.</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/kulturkampf-nach-breiviks-massenmord-wehe-sie-sind-iminternetgeboren-1.1127109" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ich wünschte mir, unsere Politiker würden #iminternetgeboren.&#8221;<br />
</a></strong></p>
<p>Die CDU-Politiker Uhl und Kauder machten sich unter Netzaffinen durch <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1400390/Streit-um-Kontrolle-des-Internets" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aussagen</a> wie: &#8220;In Wahrheit wurde diese Tat [Anschlag in Oslo] im Internet geboren.&#8221; oder &#8220;Es ist Mode geworden, die Freiheitsrechte des Bürgers in den Vordergrund zu stellen&#8221; nicht gerade beliebt. Sie ernteten vielerseits Spott durch beispielsweise die Hashtags #iminternetgeboren und #modegeworden auf Twitter. Der Artikel auf sueddeutsche.de beschreibt den Generationskonflikt, der sich an den Reaktionen ablesen lässt, und erklärt, wie dieser vor allem durch die Angst vor dem Fremden ausgelöst werde. Auf dem ZDF-Blog Hyperland wird daher gefordert: „<a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/08/reisst-euch-endlich-zusammen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reißt Euch endlich zusammen!</a>“. Statt die Unwissenden oder Ignoranten in Politik und Wirtschaft mit Hohn zu überschütten und damit deren Meinung über den rechtsfreien Raum Internet zu bestätigen, solle die sogenannte digitale Boheme lieber auf sie zugehen und versuchen, ihnen das Netz näher zu bringen.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/2011/32/P-op-ed-Anonymitaet/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lieber anonym als verfolgt<br />
</a></strong></p>
<p>Jillian C. York beschreibt in ihrem Artikel auf Zeit Online sehr anschaulich, warum Anonymität auf Plattformen wie Facebook und Goggle+ wichtig für freie Meinungsäußerung und Vielfalt ist. Anonymität sei ein „Schutzschild vor der Tyrannei der Mehrheit“, zitiert sie den US-Richter John Paul Stevens. Dies gelte für Revolutionäre in der arabischen Welt genauso wie für Prominente, Politiker, Missbrauchsopfer, Homosexuelle und viele andere Menschen, die Angst vor seelischem oder gar körperlichen Schaden haben, wenn sie ihre Meinungen oder Anliegen öffentlich unter ihrem Realnamen kundtun. Die Direktorin der Electronic Frontier Foundation (EFF) wirft hier die wichtige Frage auf, welche digitalen Bürgerrechte die sozialen Netzwerke ihren Nutzern gewähren sollten. Dafür gibt es von uns in dieser Woche Platz 3.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,775246,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Zukunft des Internet?!</a></strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,775246,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a></p>
<p>Anlässlich des 20. Geburtstags des Internet bringt Spiegel Online eine dreiteilige Reihe mit dystopischen Zukunftsszenarien für das Netz. Im ersten Teil stellt Ole Reißmann vor, wie die Angst vor Cyberattacken und der Ruf nach mehr Kontrolle zunehmen werden, das Militär die Gelegenheit nutzen und an die Macht gelangen wird und das Internet nur noch aus einzelnen staatlich kontrollierten Ländernetzwerken bestehen wird. Im <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,777105,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweiten</a> Teil malt Reißmann sich aus, wie Online-Konzerne ihre Macht ausweiten und schon bald nicht nur die gesamte On- sondern auch Offlinewelt der Nutzer organisieren werden. Der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,777116,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">letzte</a> Teil der Serie entwirft das Szenario von der Stagnation des Marktes, da keine neuen Firmen gegen die bestehenden Online-Monopole werden ankämpfen können. Die Regierungen würden die Großkonzerne zerschlagen und so könnte für einen kurzen Augenblick „alles wieder denkbar sein im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten“. Horrorszenarien oder bald schon Wirklichkeit? Interessante Entwürfe, die zum Nachdenken anregen, sind es allemal.</p>
<p><strong><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/klicks_allein_bringen_die_mauer_nicht_zum_einstuerzen_1.11734350.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet für oder gegen die Demokratie?</a></strong></p>
<p>Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schrieb in dieser Woche über die Illusion vieler Internetoptimisten, soziale Netzwerke allein könnten Diktaturen stürzen, und über Freiheitskämpfer, die in Wirklichkeit keine sind. Heribert Seifert erinnert in seinem Artikel daran, dass das Internet neben den nicht von der Hand zu weisenden Erfolgen sozialer Netzwerke im Kampf gegen repressive Regime auch eine Vielzahl an Möglichkeiten für diese Regierungen böte, es für sich zu nutzen. Außerdem geht der Autor darauf ein, dass eine große Zustimmung im Internet nicht ausreiche, um einen Regimewechsel herbeizuführen. Ein „Gefällt mir“-Klick könne eine Demonstration auf der Straße nicht ersetzen. Auch sollte man das Engagement von Staaten wie den USA kritisch hinterfragen, fordert Seifert, schließlich beschnitten diese selbst die Freiheiten ihrer Bürger im Netz.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,778260,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenPetition.de und der neue Personalausweis</a></strong></p>
<p>Ebenfalls zu unseren Favoriten der Woche gehörte ein Artikel über das Portal openPetition.de, auf dem man seit einigen Tagen mit Hilfe des neuen E-Personalausweises verbindliche und verifizierte Unterschriften im Internet abgeben kann. Spiegel Online berichtet, dass sogenannter „Slacktivism“ &#8211; also die Bereitschaft, sich nur bei solchen Aktionen zu engagieren, die wenig Anstrengung wie einen Klick erfordern &#8211; damit verhindert werden soll. Allerdings werde die Plattform bislang nur unzureichend genutzt und zeichne sich eher noch durch die Quantität als die Qualität der Beiträge aus. Auch an den Bundestag soll man auf der neuen Plattform Petitionen richten können. Dieser hat zwar eine eigene <a href="https://epetitionen.bundestag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Petitionsplattform</a> im Internet, nutze für diese aber aus Angst vor Datenklau nicht die elektronische Ausweisfunktion.</p>
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		<title>Regierung und Opposition zur digitalen Spaltung</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
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