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	<title>Diskussionsforum &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Diskussionsforum &#8211; politik-digital</title>
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		<title>iParlament: Die Debattenplattform</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 16:10:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[iParlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-iparlament.png" height="152" width="455" />
Auf der Facebook-Seite von politik-digital.de wies uns ein Nutzer auf das iParlament hin. Er weckte unsere Neugier und wir schauten uns die Plattform einmal näher an. Laut Werner Winkler, der die Idee zur Gründung von iParlament hatte, sollen damit das politische Bewusstsein, die politische Diskussion und bestenfalls die politische Betätigung gestärkt werden.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/logo-iparlament.png" alt="" width="455" height="152" /><br />
Auf der Facebook-Seite von politik-digital.de wies uns ein Nutzer auf das iParlament hin. Er weckte unsere Neugier und wir schauten uns die Plattform einmal näher an. Laut Werner Winkler, der die Idee zur Gründung von iParlament hatte, sollen damit das politische Bewusstsein, die politische Diskussion und bestenfalls die politische Betätigung gestärkt werden.</p>
<p>Das <a href="http://www.iparlament.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projekt iParlament</a> steckt noch in den Kinderschuhen. Das wird nach einem Blick auf die Plattform und einem Gespräch mit dem Gründer Werner Winkler deutlich. Dieser räumte uns gegenüber ein, dass das Projekt noch nicht an sehr prominenter Stelle im Netz erwähnt wurde und dass er keine Aussage darüber treffen könne, inwiefern Themen oder Ideen von anderer Seite bereits aufgegriffen wurden. Zumal mehrere Institutionen an ähnlichen Fragestellungen wie sie im iParlament thematisiert werden arbeiten: z. B. <a href="http://www.mehr-demokratie.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Demokratie e.V.</a>, der sich für die Veränderung des Wahlrechts einsetzt. „Wir sind auch zufrieden, wenn wir nur ein kleines Mosaiksteinchen in einem großen Bild ausmachen“, bringt es Winkler auf den Punkt. Seit Anfang 2010 wird auf iParlament.de über unterschiedliche politische Themen debattiert. Die Umsetzung und Grafik werden von der Kommunikationsagentur Himbeerrot, vertreten durch ihren Geschäftsführer Holger Hägele, betreut. Er ist ein langjähriger Freund von Winkler und sei wie dieser sehr an einer Stärkung des politischen Engagements in der Gesellschaft interessiert.</p>
<p>Was ist das Besondere am iParlament?</p>
<p>Der Berater und Autor Werner Winkler beschreibt es so: „Wir haben eine &#8216;demokratische Sortierfunktion&#8217; für Beiträge entwickelt. Die Leser können einzelne Themen und Anträge bewerten, diese Bewertungen auch wieder ändern &#8211; so wird auf einen Blick ersichtlich, wohin die Mehrheit tendiert. Vergleichbar ist unsere Sortiermethode mit drei Leitz-Ordnern (die den drei großen Bereichen Vorwahlen, Themen und Aktionen entsprechen), in die jeder iParlamentarier ein &#8216;Register&#8217; einhängen und dahinter beliebig viele Blätter (mit seinen Anträgen) einheften kann.</p>
<p>Die anderen iParlamentarier geben nun ihre Bewertungen ab &#8211; sowohl für das Register als auch für die dahinter abgelegten Anträge oder Ideen. Je mehr Pluspunkte ein Register oder Blatt bekommt, desto weiter &#8216;oben&#8217; in der Liste erscheint es.“ Das Motto dahinter ist: Die Struktur ist entscheidender als die Inhalte. Faire Demokratie braucht eine faire Struktur, so dass jeder zu Wort kommen kann, aber nicht Einzelne alles blockieren, sondern die hoch bewerteten Beiträge auch an prominenter Stelle wahrgenommen werden.</p>
<p align="center"><strong>Strukturplan des iParlaments </strong></p>
<p align="center"><a class="colorbox" href="/wp-content/uploads/struktur-iparlament.png"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/struktur-iparlament.png" alt="" width="150" height="209" /></a></p>
<p align="center"><strong>(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken) </strong></p>
<p>Auch haben die Verantwortlichen der Plattform einen pädagogischen Anspruch. Ihr Traum ist es, dass so ein Parlament irgendwann zur Regel auf Orts-, Landes- oder sogar Bundesebene wird, Mitsprache also zur Regel wird und nicht mehr nur Ausnahme ist. Auch für Schulen wünsche man sich solche Foren und Räume der Mitwirkung. Dazu erzählt uns Winkler eine kleine Anekdote: „Wenn Sie wie ich einmal von einem demokratisch legitimierten Wasserwerfer getroffen wurden, nur weil Sie dagegen sind, dass ein uralter Park einem unsinnigen Bahnhof geopfert wird, fangen Sie an, noch einmal anders über Mitwirkungsmöglichkeiten nachzudenken. Oder wenn Sie erleben, wie in &#8216;demokratischen&#8217; Gremien die Abstimmungskultur verroht &#8211; hier gibt es viel zu tun und ein bisschen wollten wir dazu beitragen, ein Vorbild zu entwickeln, wie es anders gehen könnte.“</p>
<p>Ein viel diskutierter Beitrag auf iParlament ist beispielsweise das Thema „<a href="http://www.iparlament.de/Themen-diskutieren_2/Fundamentale-Erneuerung-der-Demokratie_36/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fundamentale Erneuerung der Demokratie</a>“. Dort wurde kontrovers über eine vorgestellte Vision debattiert, die Gesellschaft auf neue Beine zu stellen: als sozialer Organismus, der soweit wie möglich auf direkte Demokratie setzt. Das Stöbern in den <a href="http://www.iparlament.de/Themen-diskutieren_2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verschiedenen Threads</a> der Plattform bestätigt aber die Feststellung von Winkler, dass die Aktivitäten der Nutzer stark schwanken. Schaut man beispielsweise in die <a href="http://www.iparlament.de/foyer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sektion iP Foyer</a> zeigt sich, dass dort schon seit dem vergangenen Jahr – bis auf einen Beitrag – nichts mehr geschrieben wurde. Im <a href="http://www.iparlament.de/?forum=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iP Plenum</a>, also dem eigentlichen politischen Diskussionsforum, gibt es jedoch auch aktuelle Beiträge.</p>
<p>Auf die Frage, ob grundsätzlich alle Arten von weltanschaulichen und politischen Ansichten (auch extreme und radikale) auf iParlament veröffentlicht werden dürfen, antwortet Winkler: „So lange sie den Regeln des iParlaments und den geltenden Gesetzen entsprechen, ja. Wir wollen das aushalten, schreiten aber als Moderatoren dort ein, wo eine &#8216;gefühlte Grenze&#8217; überschritten wird bzw. sprechen mit den Autoren, damit sie ihre Texte ändern.“</p>
<p>Schließlich wollten wir von Werner Winkler wissen, ob es konkrete Überlegungen zur Optimierung, Weiterentwicklung und zum Ausbau der Plattform gibt. Er erwiderte, dass sich das mit der Zahl der Mitwirkenden entscheiden werde. Er sei aber mit der aktuellen Plattform zufrieden, zumal sie einige Innovationen aufweise, die sonst bisher nirgends zu finden sind, wie das erwähnte Abstimmungsverfahren. Außerdem können sich die Verantwortlichen von iParlament.de gut vorstellen, dass Parteien, aber auch Unternehmen oder Institutionen die Plattformidee übernehmen werden. Winkler fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Ein Traum wäre, ein solches Parlament für die Katholische Kirche einrichten und begleiten zu dürfen.“ Es wäre wünschenswert, wenn solche noch wenig bekannten Graswurzel-Initiativen nicht nur Nachahmer finden, sondern auch von politischen Organisationen und Institutionen aufgegriffen würden, um den Dialog mit den Bürgern zu suchen.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Italienwahl: Stimmungsbarometer Weblog</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-italien_wahlnachlese060426-shtml-2747/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ccampani]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internet spielte für den knappen Wahlausgang in Italien eine entscheidendere Rolle als bisher angenommen. Die Foren einiger Zeitungen wurden zu Stimungsbarometern, die beiden politischen Lagern eine Plattform boten. Die Beteiligung an zahlreichen Blogs und über das Internet organisierte Aktionen zeigen, wie sehr die Italiener es verstanden, das Potenzial des Webs zu nutzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet spielte für den knappen Wahlausgang in Italien eine entscheidendere Rolle als bisher angenommen. Die Foren einiger Zeitungen wurden zu Stimungsbarometern, die beiden politischen Lagern eine Plattform boten. Die Beteiligung an zahlreichen Blogs und über das Internet organisierte Aktionen zeigen, wie sehr die Italiener es verstanden, das Potenzial des Webs zu nutzen.<!--break--></p>
<p>
                              <strong>Das Internet spielte für den knappen Wahlausgang in Italien eine entscheidendere Rolle als bisher angenommen. Die Foren einiger Zeitungen wurden zu Stimungsbarometern, die beiden politischen Lagern eine Plattform boten. Die Beteiligung an zahlreichen Blogs und über das Internet organisierte Aktionen zeigen, wie sehr die Italiener es verstanden, das Potenzial des Webs zu nutzen.</strong>
                            </p>
<p>Der äußerst knappe Sieg der Opposition und die Anschuldigungen des noch amtierenden Ministerpräsidenten Berlusconi wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der bei der Stimmenzählung bzw. Wahlbetrugs waren der „würdige“ Abschluss eines Wahlkampfes, der von<br />
                            <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Negative_campaigning" target="_blank" rel="noopener noreferrer">negative campaigning</a> und von der Person Berlusconis beherrscht wurde. Wenige Politiker haben sich im Wahlkampf des Internets professionell bedient, die größeren Parteien haben jedoch neben ihren<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/italien_campani_060404.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Websites</a> zusätzliche Online-Angebote geschaltet. Insgesamt<br />
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro1.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="75" alt='Berlusconi-Plakat: "Ich hole mir meine Haare zurück" ' src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl.jpg" width="186" align="right" vspace="10" border="0" /><br />
                            </a>hat das Web im Vergleich zu den Wahlen im Jahr 2001 eine bedeutendere Rolle gespielt. Beispiele dafür sind die Onlineangebote der zwei wichtigsten Tageszeitungen Italiens<br />
                            <a href="http://www.corriere.it/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Corriere della Sera&#8221;</a> und<br />
                            <a href="http://www.repubblica.it/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;La Repubblica&#8221;</a>. Beide Zeitungen haben zwar Romano Prodis Mitte-Links Bündnis offen unterstützt, für den bürgerlichen „Corriere della Sera“ keine Selbstverständlichkeit, gleichzeitig mit ihren Foren parteienunabhängige Diskussionsplattformen angeboten.</p>
<p>
                            <br />Das Forum<br />
                            <a href="http://www.corriere.it/solferino/severgnini/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Italians&#8221;</a>, das seit Jahren auf der Website der „Corriere della Sera“ betrieben wird, wurde während des Wahlkampfes zum wichtigen Stimmungsbarometer. Dem „spiritus rector“ von „Italians“, dem Publizisten Beppe Servegnini, ist eine Mischung zwischen moderiertem Forum und Blog gelungen, in dem er täglich (nebst einem kurzen Kommentar) 12 Leserbeiträge (von den bis zu 400, die jeden Tag das Forum erreichen) zu unterschiedlichen Themen veröffentlicht und oft beantwortet. Von Anfang März bis Mitte April verdrängte die Politik die anderen Themen in dem Forum. Befürworter beider Lager – viele aus dem Ausland – konnten hier ihre Meinungen artikulieren und die anderer Leser kommentieren. Obwohl auch hier fast nur mit heftiger Kritik am politischen Gegner argumentiert wurde, blieb dieses Forum dank der Moderation Severgninis quasi als virtuelle Insel des „Fair Play“ frei von gegenseitigen Beschimpfungen. Bei „Italians“ war die Berlusconi-kritische Einstellung der im Ausland lebenden Italiener schon früh zu bemerken. Ein Faktor, der die Wahl mitentschieden haben könnte.</p>
<p>
                              <strong>Web-Satire gegen negative campaigning</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro4.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="119" alt='Prodi-Plakat: "Ich in der Regierung? Nie!"' hspace="10" src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl4.jpg" width="78" align="left" border="0" /><br />
                            </a>Bereits Anfang März hatte die Internet-Redaktion der „La Repubblica“ die Leser dazu aufgefordert, Bilder zu „ihrem Wahlkampf“ zuzusenden. Die riesigen Wahlplakate, die die Strassen Italiens sechs Wochen lang beherrscht haben, sind schnell zur Zielscheibe der Websurfer geworden, die die Chance dazu genutzt haben, politische Satire zu betreiben.<br />
                            <a href="www.repubblica.it" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;La Repubblica&#8221;</a> veröffentlichte mehrere Hundert Fotos mit Wahlplakaten, die an wenig passenden Stellen (Klohäuschen oder Mülltonen) oder zufällig neben gewöhnlichen Werbeplakaten hingen, so dass deren politische Botschaft sich ins Gegenteil kehrte. Der Renner waren Bilder von Plakaten, die durch Graffiti modifiziert oder am PC retuschiert wurden. Es waren ein Plakat von Prodi zu sehen, der mit ausgestreckter Hand und beruhigender Mine sagt: „Keine Sorge, regieren w<br />
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro3.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="73" alt="Berlusconi-Plakat: Dich haben sie noch nicht gefasst" src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl3.jpg" width="133" align="right" vspace="10" border="0" /><br />
                            </a>erde ich nie“ sowie eins der vielen Riesenplakate von Berlusconi, der zufrieden ankündigt: „Dank unserer Regierung haben wir Polizisten in jedem Stadtviertel“, wobei eine anonyme Hand darunter schrieb: „dich aber haben sie noch nicht gefasst!“. Die getürkten Wahlplakate wurden munter heruntergeladen und versandt, quasi als Antwort auf die offiziellen Plakate, die auf den Parteienwebsites als Download zur Verfügung standen und als Reaktion der Bürger auf dem an positiven Inhalten armen Wahlkampf.</p>
<p>
                              <strong>Wählermobilisierung mit Blogs und „smart mobs“</strong>
                            </p>
<p>Das Potential des Webs für einen Wahlkampf zeigte sich am eindrucksvollsten am 4. und 5. April. Den Anlass lieferte Ministerpräsident Berlusconi am 4. April durch seine – in der TV-Nachrichtensendung von 13 Uhr übertragene &#8211; Behauptung, in Italien gebe es bestimmt nicht so viele „Dummköpfe“, die gegen das eigene Portemonnaie also für die Mitte-Links Koalition stimmen würden. Dabei benutzte er das Wort „coglioni“, einen<br />
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro2.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="100" alt="Berlusconis unfreiwillige Werbung für Haarpflege" hspace="10" src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl2.jpg" width="67" align="left" vspace="10" border="0" /><br />
                            </a>allgemein gebräuchlichen, deftigen Ausdruck für die männlichen Geschlechtsteile, der gleichzeitig „Dummkopf“ bedeutet. Eine solche öffentliche Wählerbeschimpfung hatte es noch nie gegeben und trotz oder vielmehr wegen der Beschwichtigungsversuche Berlusconis schlug die Empörung hohe Wellen. Diese schwappten rasch ins Web über. Einige Studenten eines von der Gesellschaft für Politikberatungsg<br />
                            <a href="http://www.runningonline.org/formazione_politica.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Running&#8221;</a> organisierten Masterstudiengangs in politischer Kommunikation richteten kurz vor 14 Uhr das Blog<br />
                            <a href="http://sonouncoglione.splinder.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sonouncoglione.splinder.com</a> ein. Wenige Stunden später wurden bereits 66.000 Visits gezählt. Als seine Autoren, die sich „Mr. Pol“ nannten, das Blog am Mittag des 5. April schlossen, war diese Zahl auf 238.000 gestiegen (mit einem Spitzenwert von ca. 200 Zugriffe pro Sekunde). In 24 Stunden hatte das Blog 5.580 Einträgen gesammelt. Dabei handelte es sich fast nur um Surfer, die sich wütend, hämisch und fröhlich dazu bekannten, „coglioni“ also „Dummköpfe“ zu sein. Aus dieser virtuellen Bewegung wurde am selben Abend ein kleiner<br />
                            <a href="http://www.smartmobs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;smart mob&#8221;</a> bekennender „Dummköpfe“.Zwischen 19.00 und 20.00 Uhr trafen sich Hunderte auf den via Internet und Handy festgelegten Plätzen der größeren italienischen Städten, um sich mit Luftballons, Schildern und Trasparenten als „coglioni“ öffentlich zu bezeichnen. Die Fotos, die dabei geschossen wu<br />
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro5.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="146" alt='smart mob: "Ich bin ein Dummkopf"' hspace="10" src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl5.jpg" width="97" align="right" vspace="10" border="0" /><br />
                            </a>rden, wanderten wiederum ins Netz und steigerten die Viralität der Aktion. Diese wurde am selben Abend von der Internetplattform<br />
                            <a href="http://www.kataweb.it/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;kataweb&#8221;</a> aufgegriffen, die der Verlagsgruppe der Tageszeitung „La Repubblica“ und des Nachrichtenmagazins<br />
                            <a href="http://www.espressonline.it" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;L&#8217;Espresso&#8221;</a> gehört. Hier wurde ein Foto-Blog eröffnet mit dem Titel „Coglione o Orgoglione?“ (Dummkopf oder Stolzkopf). Die Surfer wurden dazu eingeladen, sich als „coglioni“ zu outen, entsprechende Selbstportraits zu veröffentlichen. Um 21 Uhr hatte der Blog 12.000 Unterschriften gesammelt, um Berlusconi aufzufordern, sich öffentlich für die Beleidigung zu entschuldigen. Die Fotos, viele davon mit dem Logo des Blogs, einem Smiley mit der Aufschrift „Coglione? No, Orgoglione”, versehen sind auf<br />
                            <a href="http://www.kataweb.it/articolo/1417657" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;kataweb&#8221;</a> noch zu sehen.</p>
<p>
                            <br />Die Folgen dieser beiden sehr kurzlebigen Blogs sieht man mit einer einfachen Suche in den italienischsprachigen Web: bei google.it ergibt die Suche „blog + coglione“ ca. 718.000 Einträge.<br />
                            </p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Abseits der Parteiprogramme</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-wahlinaustr003-shtml-2383/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussionsforum]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Australian Broadcasting Corporation]]></category>
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					<description><![CDATA[Genug der Partei- und Wahlprogramme? Zu einseitig, zu trocken, kein Durchblick? Kein Problem: hier finden Sie Wegweiser zu offiziellen Wahlinfos und Einführungen ins politische System Australiens, zu journalistischer Berichterstattung und Diskussionsforen und - last but not least - etwas zum Lachen.
                    ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Genug der Partei- und Wahlprogramme? Zu einseitig, zu trocken, kein Durchblick? Kein Problem: hier finden Sie Wegweiser zu offiziellen Wahlinfos und Einführungen ins politische System Australiens, zu journalistischer Berichterstattung und Diskussionsforen und &#8211; last but not least &#8211; etwas zum Lachen.<br />
                    <br /><!--break--><br />
                    <br />Das australische Wahlsystem und insbesondere das komplexe Auszählverfahren unterscheiden sich grundlegend vom deutschen System. Ausführliche Informationen zu Wahlen und zum Wählen in Australien generell finden sich bei der<br />
                    <a href="http://www.aec.gov.au" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Australian Electoral Commission</a> (AEC). Kandidaten für das &#8220;House of Representatives&#8221; werden beispielsweise nicht angekreuzt, sondern durchnummeriert. Diese Präferenzen sind entscheidend, wenn kein Kandidat eine absolute Mehrheit erhält und lassen den kleinen Parteien eine nicht unbedeutende Rolle zukommen. Alle Parteien machen daher im Vorfeld der Wahl deutlich, welche Präferenzen ihre Wähler den anderen Kandidaten zuordnen sollen und stellen &#8220;How to Vote cards&#8221; zur Verfügung. Die AEC<br />
                    <a href="http://www.aec.gov.au/_content/what/voting/votes_count.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erklärt</a> dankenswerter Weise auch dieses eher komplexe System. Zusätzlich gibt es hier auch ein<br />
                    <a href="http://www.aec.gov.au/_content/who/party_reg/reg_parties.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verzeichnis</a> aller registrierten Parteien .</p>
<p>Die<br />
                    <a href="http://www.abc.net.au/elections" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Australian Broadcasting Corporation</a> (ABC) unterhält eine exzellente Webseite zur Wahl. Neben laufend aktualisierten Nachrichten und Kommentaren bietet Antony Green einen Election Guide mit detaillierten Hintergrundinformationen und Analysen, der kaum Fragen übrig lässt. Matt Liddy kommentiert den Verlauf des Wahlkampf in seinem Weblog. Informationen stellt die ABC darüber hinaus auch in Form von Video- und Audiodateien zur Verfügung. Wem das noch nicht reicht, der kann sich auch per E-Mail, SMS oder RSS auf dem neuesten Stand halten lassen.</p>
<p>Der<br />
                    <a href="http://www.smh.com.au/specials/election2004" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sydney Morning Herald</a> bietet ebenfalls einen eigenen Bereich zur Wahl an. Neben der üblichen Berichterstattung sind insbesondere das Weblog Counter Spin von Antony Loewenstein und das Web Diary hervorzuheben. Die amüsanten Cartoons von Cathy Wilcox sowie die, für die Politiker nicht immer ganz vorteilhaften, Candid Camera-Fotos sind leider nur nach einer (kostenlosen) Registrierung zugänglich.</p>
<p>Rupert Murdochs Zeitung<br />
                    <a href="http://www.theaustralian.news.com.au" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Australian</a> verzichtet auf einen gesonderten Bereich zur Wahl. Mit dem näherrückenden Wahltermin werden entsprechende Berichte und Kommentare aber sicher nicht schwer zu finden sein.</p>
<p>Wer seine grundlegenden Kenntnisse des australischen politischen Systems abseits der aktuellen Wahl auffrischen möchte, findet bei<br />
                    <a href="http://www.ozpolitics.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Palmer&#8217;s Oz Politics</a> einen hervorragenden Startpunkt. Bryan Palmer unterhält diese sehr informative Webseite (inkl. Blog) in seiner Freizeit. Nach all der seriösen Lektüre kann man sein neues Wissen dann auch gleich in mehreren Quizzes testen. Und wer sich immer noch unsicher sein sollte, welche Partei er in Australien zu wählen hätte, kann die Hilfe des<br />
                    <a href="http://www.ozpolitics.info/fun/partyprf.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">political party preference indicator</a> in Anspruch nehmen – ohne jede Gewähr freilich.</p>
<p>Wer wissen möchte, was der gemeine australische Bürger zu einer Vielzahl von australischen politischen Themen zu sagen hat, sollte sich bei<br />
                    <a href="http://www.insidepolitics.com.au" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Inside Politics</a> umsehen. Um nicht nur lesen zu können, sondern auch selbst in den gut sortierten und moderierten Foren mitzudiskutieren, muss man sich (kostenlos) registrieren.</p>
<p>Erleichterung gefällig nach all dem Ernst? &#8220;Striving for mediocrity in a world of excellence&#8221; – auf der Suche nach dem berühmten australischen Humor wird man auf der Satireseite<br />
                    <a href="http://www.chaser.com.au" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Chaser</a> fündig. Im Design einer Online-Zeitung werden &#8220;Nachrichten&#8221; aus Politik und Sport präsentiert, die es so garantiert nicht in die Abendnachrichten schaffen würden.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 30.09.2004</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die Diskussion bei WAHLTHEMEN.DE hat begonnen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/europrix-2002-fur-wahlthemen-de/wahlkampfbundestagswahl2002wahlthemen1-shtml-2542/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europrix 2002 für wahlthemen.de]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlthemen.de]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussionsforum]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit vergangener Woche ist das Debattenforum 
                      WAHLTHEMEN.DE online. Das Projekt des 
                      Zentrums für Medien und Interaktivität und der 
                      Bundeszentrale für politische Bildung wird von politik-digital.de redaktionell betreut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit vergangener Woche ist das Debattenforum<br />
                      <a href="http://www.wahlthemen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WAHLTHEMEN.DE</a> online. Das Projekt des<br />
                      <a href="http://www.zmi.uni-giessen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zentrums für Medien und Interaktivität</a> und der<br />
                      <a href="http://www.bpb.de" target="_top" rel="noopener noreferrer">Bundeszentrale für politische Bildung</a> wird von politik-digital.de redaktionell betreut.<!--break-->
                    </p>
<p>WAHLTHEMEN.DE will kein weiteres Portal zur Information über die Bundestagswahl sein, sondern setzt eine Ebene höher an: es geht nicht um die Beobachtung der Wahl, sondern um die kontroverse Diskussion von möglicherweise wahlentscheidenden Themen. Die Nutzer und Nutzerinnen bekommen die Möglichkeit, sich einerseits durch fundierte Informationen mit den jeweiligen Themen vertraut zu machen und sich andererseits auf verschiedenen Wegen interaktiv an der Debatte zu beteiligen.</p>
<p>
                    <strong>Die Wahlthemen</strong><br />
                    <br />Bei der Auswahl der Themenblöcke setzt WAHLTHEMEN.DE bewusst nicht nur auf Bereiche wie Arbeitslosigkeit, die allgegenwärtig sind, sondern will auch Themen beleuchten, die im Wahlkampf wenig Beachtung finden, wie zum Beispiel Umweltpolitik und Globalisierung. Die schon fest stehenden Themenblöcke sind jeweils unter einer kurzen Frage zusammengefasst. Sie gehen nicht gleichzeitig online, sondern in aufeinanderfolgenden Phasen. &#8220;Arbeit oder nicht?&#8221; fragt nach neuen Konzepten der Beschäftigungs- und der Wirtschaftspolitik. Unter anderem haben dort der BDA-Präsident Dieter Hundt und der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske Exklusiv-Statements abgegeben. Die Debatte über ihre Thesen hat gerade begonnen, momentan wird über die Vorschläge der Hartz-Kommission diskutiert. Für das Thema &#8220;Sicher oder frei?&#8221; beschäftigen sich die Hintergrundinformationen mit der Zukunft der Bundeswehr und der sicherheitspolitischen Rolle Deutschlands in der Welt. Beim Unterthema &#8220;Innere Sicherheit&#8221; wird der schmale Grat zwischen der Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen und der Beschränkung ihrer Freiheitsrechte beleuchtet. Als Experten äußern sich dort zum Beispiel Bernhard Gertz vom Bundeswehrverband und die Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti. Ende Juli wird das Oberthema &#8220;Global oder lokal?&#8221; gestartet, das sich mit Migration und Umweltpolitik in einer globalisierten Welt beschäftigt. Alle zwei Wochen wird dann ein weiteres Thema freigeschaltet. Vorgesehen sind die Themen &#8220;Alt oder jung?&#8221; und &#8220;Demokratie oder Spektakel?&#8221;. Für ein letztes Thema können die Nutzer und Nutzerinnen<br />
                    <a href="http://www.wahlthemen.de/as/wahlthemen/themenwahl/phasen/ihrethemen">Vorschläge</a> machen.</p>
<p>                    <strong>Hintergründe und Expertenmeinungen</strong><br />
                    <br />Die Phasenstruktur der Seite bezieht sich aber nicht nur auf die Reihenfolge der Themenblöcke, sondern auch auf die einzelnen Oberthemen. Jedes Oberthema ist in acht Phasen unterteilt. Eine aktivierte Phase ist in dem halbmondförmigen Navigationssymbol als farbiges Dreieck (siehe Abbildung) zu erkennen.<br />
                    <img decoding="async" height="100" src="/images/bagel.jpg" width="115" align="left" alt="" />Die wichtigsten Phasen sind der &#8220;Hintergrund&#8221;, die &#8220;Expertenmeinungen&#8221;, die &#8220;Debatte&#8221; und die &#8220;Virtuelle Podiumsdiskussion&#8221;.<br />
                    <br />Wenn die Nutzer und Nutzerinnen sich über ein Thema informieren wollen, ist die Rubrik &#8220;Hintergrund&#8221; ihr Ziel. Dort geben die aktuellen Presselinks einen Überblick über die Aufbereitung des jeweiligen Themas in den Medien und wissenschaftliche Texte aus den Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung unterfüttern die Standpunkte. Außerdem sind hier Links zu ergänzenden Studien sowie Dokumenten im Wortlaut zusammengestellt. Wichtige Begriffe kann man im Glossar zum Thema nachschlagen.<br />
                    <br />Zu jedem Thema schreiben namhafte Experten und Expertinnen exklusiv für WAHLTHEMEN.DE einen kurzen Text, in dem sie ihre Standpunkt in thesenartiger Form vorstellen. Doch das Ziel von WAHLTHEMEN.DE ist nicht die Gegenüberstellung von ExpertInnenmeinungen, sondern die Möglichkeit für jeden Nutzer und jede Nutzerin themenbezogen zu diskutieren.</p>
<p class="tidy-3">
                    <strong>Die Debatte</strong><br />
                    <br />Deswegen führt der nächste Weg ins Diskussionsforum. Im Gegensatz zu anderen Foren werden bei dieser neuartigen Form der Debatte die Beiträge nicht linear untereinander angeordnet, sondern in eine matrixartige Struktur (siehe Abbildung) eingebettet.<br />
                    <img decoding="async" height="254" src="/images/matrix.jpg" width="340" align="left" alt="" /> So sieht man auf den ersten Blick die zentral in der Mitte stehenden Thesen und die Anzahl der bisher eingegebenen Pro- und Kontra-Argumente links und rechts davon. Jedes Argument kann durch eine Kommentarfunktion untermauert oder widerlegt werden. Durch diese übersichtliche Strukturierung kann man als Nutzer oder Nutzerin jederzeit in die Diskussion einsteigen, ohne sich erst durch einen Wust alter Beiträge lesen zu müssen.</p>
<p>
                    <strong>Die Virtuelle Podiumsdiskussion</strong><br />
                    <br />Die nächste Phase ist die virtuelle Podiumsdiskussion. Dort verteidigen zwei Personen des öffentlichen Lebens ihre Lösungsstrategien und die Zuschauer haben die Möglichkeit mit Kommentaren und Fragen in die Diskussion einzugreifen. Die erste virtuelle Podiumsdiskussion wird am 23. Juli zum Thema Sicherheit stattfinden. Auf dem virtuellen Podium sitzen Günther Beckstein, bayerischer Innenminister (CSU) und Cem Özdemir, innenpolitischer Sprecher für Bündnis 90/Die Grünen. Nach dem Chat können die Nutzer und Nutzerinnen über die Qualität der Aussagen im Chat abstimmen und sich somit ein weiteres Mal interaktiv in die Diskussion einbringen.<br />
                    <br />Jedes der oben genannten sechs Themengebiete durchläuft diese Phasen in derselben Reihenfolge.</p>
<p>
                    <strong>Wahlen von A bis Z</strong><br />
                    <br />Neben dieser Konzentration auf aktuelle Themen, findet man bei WAHLTHEMEN.DE auch Informationen über die Änderungen des deutschen Wahlsystems zur Bundestagswahl 2002, über die Rolle von Wahlen in der Demokratie und die Bedeutung von Wahlkampf. Ergänzt werden diese Texte durch eine Übersicht über die Wahlplakate und Wahlwerbespots der letzten 50 Jahre, die deutlich machen, welche Wahlthemen die vergangenen Wahlen zum Bundestag entschieden haben.</p>
<p>
                    <a href="http://www.wahlthemen.de/_tools/wwlogin/login.php%22%20target=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> können sie sich für die Debatte registrieren und den wöchentlichen Newsletter abonnieren.<br />
                    <br />Die<br />
                    <a href="mailto:redaktion@wahlthemen.de">Redaktion</a> von<br />
                    <a href="http://www.wahlthemen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WAHLTHEMEN.DE</a> freut sich über Ihre Kommentare und Anregungen!<br />
                    </p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 11.07.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein digitales Forum für die Online-Bürgerschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europrix 2002 für wahlthemen.de]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
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					<description><![CDATA[Zur Eröffnung von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Eröffnung von<!--break--><br />
                    <strong><br />
                    <a href="http://www.wahlthemen.de">WAHLTHEMEN.DE</a>:</strong><br />
                    <strong>Ein Einschnitt im deutschen Online-Wahlkampf als Testfall für die Vision einer &#8220;Regierung durch Diskussion&#8221;</strong>.<br />
                    </p>
<p>Der Start von WAHLTHEMEN.DE wird einen Einschnitt im deutschen Online-Wahlkampf markieren &#8211; bislang war die digitale Wahlkampfarena wesentlich geprägt von zwei Akteursgruppen: auf der einen Seite stehen die Werbebemühungen der Parteien, auf der anderen die Wahlkampfberichterstattung der etablierten Medienanbieter. Sicher hat das Internet auch einige neuartige Darstellungs- und Diskussionsformate für politische Kommunikation hervor gebracht, doch eine gezielte Ausnutzung der viel beschworenen interaktiven Potenziale fand noch kaum statt.<br />
                    <strong><br />
                      <br />
                    </strong><br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Bürgerorientiertes Wahlkampfangebot</strong><br />
                    <br />Mit der Eröffnung dieser neuen Diskussionsplattform soll für die große Zahl der interessierten Onliner &#8211; laut<br />
                    <a href="http://www.emind.emnid.de/news/studien.html">&#8220;(N)onliner-Atlas 2002&#8221;</a> sind 26,7 Millionen Menschen bereits regelmäßig online, weitere gut 2 Millionen planen den baldigen Anschluss &#8211; ein Angebot geschaffen werden, dass sich zwischen Politik, Sach- und Fachverstand und der kommunikationsbereiten Bürgerschaft platziert. Es soll nicht zur Domäne der &#8220;üblichen Verdächtigen&#8221; werden, die sich als allzeit redebereite Öffentlichkeitsarbeiter nur zu gerne einem breiten Publikum präsentieren. Gewiss fungiert das Redaktionsteam als &#8220;Gatekeeper&#8221;, der einen moderierenden Einfluss auf Struktur und Inhalte der Diskussionen ausüben wird. Dennoch soll der Unterschied zu den klassischen Medienangeboten stets deutlich sichtbar sein: WAHLTHEMEN.DE ist ein bürgerorientiertes Wahlkampfangebot, das immer einen kommunikativen Zugang zu den wichtigen Themen der öffentlichen Debatte bis zum 22. September bietet.</p>
<p>Mit diesem Projekt soll auch die sich längst abzeichnende &#8220;Medienlastigkeit&#8221; des Bundestagswahlkampfs konterkariert werden &#8211; auch wenn es vielleicht etwas paradox anmuten mag, dass hier ein (neues) Medium gegen ein (altes) Medium in Stellung gebracht werden soll. Die in einem emphatischen Sinne &#8220;politische&#8221; Notwendigkeit des Projekts wird vielleicht am deutlichsten sichtbar mit Blick auf die aktuellen Vorbereitungen der TV-Duelle zwischen dem Kanzler und solchen, die es noch werden wollen. Ein eng verflochtenes Konglomerat aus Medien und Politik hat hier ein in jedem Fall modernes, möglicherweise auch wichtiges Wahlkampfformat okkupiert. Vor den Augen der ohnmächtigen Zuschauer wird die vermeintlich reiche Beute verteilt, zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medienanbietern, zwischen SPD und CDU. Selbst einige Politiker bleiben außen vor oder müssen annehmen, was die medialen Katzentische hergeben. Erwartet werden darf ein politisches Show-Spektakel, gerahmt von einer präzise ausgeklü(n)gelten Choreografie, mit chirurgischen Einschnitten nicht nur in die inhaltliche Gestaltung.</p>
<p>
                    <strong>&#8220;Inter-Aktivierung&#8221; der politischen Online-Kommunikation</strong><br />
                    <br />Gerade im Kontrast zu solchen zwar professionell durchgeführten und auch hinsichtlich ihres politisch sensibilisierenden Potenzials nicht zu unterschätzenden Angeboten des Hochglanz-Politainment zeigen sich die Möglichkeiten des interaktiven Mediums Internet. Entlang der wesentlichen Wahlkampfdiskurse organisiert WAHLTHEMEN.DE einen Strang der öffentlichen Debatte im Internet. Dass dabei &#8220;Experten&#8221; den Auftakt machen und nicht sofort der &#8220;gut informierte Bürger&#8221; an die Tastatur gebeten wird, ist vor allem mit zwei Argumenten zu begründen. Einerseits grenzen die Eröffnungsstatements das jeweilige Themenfeld ein und schließen an bereits laufende Debatten an, andererseits wird der nachfolgende &#8220;öffentliche Diskurs&#8221; auf diese Weise in doppelter Weise verkoppelt. In Richtung der Politik durch den Bekanntheitsgrad der Experten, die oft auch direkten Zugang zum administrativen Entscheidungsraum haben, in Richtung der Bürger durch die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und Expertise einzubringen. wahlthemen.de übernimmt in diesem Prozess die Rolle des &#8220;Transmissionsriemens&#8221; zwischen politischem System und dem öffentlichen Diskussionsraum der interessierten Bürgerschaft. Dadurch gerät die &#8220;Rückkanalfunktion&#8221; des Internet in den Blickpunkt und wird das oft nur theoretisch erkannte Potenzial zur Erzeugung von Feedback vor eine praktischen Prüfung &#8220;unter Wettkampfbedingungen&#8221; gestellt.</p>
<p>In dieser Konstellation zwischen politischem Entscheidungsraum und interessierter politischer Öffentlichkeit ist WAHLTHEMEN.DE ein Experiment und Testfall dessen, was in der Politikwissenschaft inzwischen als &#8220;Internet-Diskurs&#8221; bezeichnet wird &#8211; nämlich die möglichst unmittelbare Verkoppelung von Bürgerinteressen und politischem System unter Einsatz anspruchsvoller, interaktiver Medienformate. Am Ende dieser gerade erst beginnenden Entwicklung steht die Vision einer &#8220;Regierung durch Diskussion&#8221;, also der Herstellung kollektiv verbindlicher Entscheidungen aus dem Geist und über den Weg der kontroversen öffentlichen Auseinandersetzung mit fairen, demokratisch legitimierten Mitteln. Ob das Experiment gelingt, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen &#8211; schon jetzt aber gibt es einen Gewinner: es ist die politische Öffentlichkeit des Internet, die um einen neuen, spannenden, lehrreichen Ort erweitert wird.</p>
<p>
                    <a href="http://www.wahlthemen.de/_tools/wwlogin/login.php%22%20target=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> können sie sich für die Debatte registrieren und den wöchentlichen Newsletter abonnieren.<br />
                    <br />Die<br />
                    <a href="mailto:redaktion@wahlthemen.de">Redaktion</a> von<br />
                    <a href="http://www.wahlthemen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WAHLTHEMEN.DE</a> freut sich über Ihre Kommentare und Anregungen!<br />
                    </p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 11.07.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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