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	<title>Dokumentarfilm &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Dokumentarfilm &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Die B-Seite der Informationsgesellschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ahaeming]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Aug 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
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                              (Artikel, 10.08.2006) Das Projekt KanalB aus Berlin-Kreuzberg versorgt die Öffentlichkeit seit sechs Jahren mit alternativen Informationen. Das Prinzip: Filesharing.
                            ]]></description>
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                              (Artikel, 10.08.2006) Das Projekt <a href="http://www.kanalb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KanalB</a> aus Berlin-Kreuzberg versorgt die Öffentlichkeit seit sechs Jahren mit alternativen Informationen. Das Prinzip: Filesharing.
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>„Ich kann nicht mehr fernsehen“, Bärbel Schönafinger sagt’s mit einem gewissen Ekel und streicht sich eine der glatten haselnussbraunen Haarsträhnen aus dem Gesicht. „Es deprimiert mich.“ Sie ist eine der Macherinnen von KanalB, einer eher linken als rechten Gruppe, die politisch-aktivistische Dokumentationsfilme produziert und kostenlos vertreibt. Alternative Informationen, das ist das Schlagwort ihrer Mission.</p>
<p>KanalB ist, was früher einmal als Video-Tauschring in Mode war. Heute ist KanalB mit seinem kleinen Glaskasten-Büro in einem Kreuzberger Hinterhaus am ehesten das, was gerne mit dem Label „kleines gallisches Dorf“ versehen wird: ein bisschen renitent, etwas rebellisch, auch eine Spur verblendet – aber immer mit Haltung. „Festung Europa“ heißt einer der letzten Filme, „War against Coca-Cola“ oder „Hartz IV-Attacke“ andere. Sozialkritische Beiträge, produziert vom eigenen Team oder allen, die was zu sagen haben wollen.</p>
<p>Das Prinzip: Abonnements. Vertrieben werden die Filme auch heute noch über VHS-Kassetten, DVDs gehen aber besser, beides stapelt sich in den Regalen hinter Bärbel Schönafinger im Büro mit den vielen Computerbildschirmen und der Tageslichtlampe. Die Abos gehen über linke Buchhandlungen und Programmkinos, auch ein paar Videotheken sind im Verteiler. Das meiste läuft inzwischen aber übers Internet, „seit wir einen Zähler installiert haben, wissen wir, dass gerade in letzter Zeit wahnsinnig viel runtergeladen wird. Der Hartz IV-Film mehr als 6.400 mal“ Die fünfköpfige Redaktion von KanalB entscheidet, ob die eingesandten Filme ihren Ansprüchen genügen. Hauptsache, sie bieten alternative Informationen, Wissen also, das in den „Mainstream“-Medien TV, Tageszeitung, Radio nicht zu haben ist. KanalB steht für die B-Seite von Langspielplatten, für die Alternative zum Mainstream.</p>
<p>Bärbel Schönafinger kam 2000 die Idee zu KanalB, damals, als sie die Nase voll hatte von ihrer Arbeit beim Fernsehen. Sie war nach ihrem Philosophiestudium bei der Postproduktion von Actionfilmen und Arztserien gelandet. Sie musste sich etwa darum kümmern, dass der Doktor im richtigen Moment „Wir konnten nichts mehr tun“ sagt, Tonschnitt nennt man das. Schönafingers Reaktion auf die heile Welt der Weißkittel: „Nach drei Jahren hatte ich den Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun.“</p>
<p>Jetzt sitzt sie versteckt im 4. Stock hinter unbeschrifteter Tür und erzählt, wie aus der sinnvollen Idee ein Projekt mit rund fünf Mitkämpfern geworden ist. Die grellen Tageslichtlampen ringsum sollen die Defizite ausgleichen, die die Bildschirmarbeit im dunklen Kabuff mit sich bringt. Sie bringen den Raum zum Leuchten. Der achtfache DVD-Brenner ist relativ neu, seither geht’s schneller, bis die 300-er-Auflage bereit zum Verschicken ist. Es klingelt, einer der KanalB-Fans fragt nach den aktuellsten Ausgaben. Bärbel Schönafinger gibt ihm noch eine andere DVD obendrauf, ein schnelles Fachgeplänkel, er ist Stammkunde. Er will die Beiträge rezensieren. Wer seine Zielgruppe ist, bleibt ein Rätsel. Bärbel Schönafinger setzt sich wieder zu ihrer Teetasse, „Wo waren wir?“</p>
<p>Sie hält ausnahmsweise alleine die Stellung. Die anderen Gruppenmitglieder haben sie nach langem Ringen vorgeschickt, eigentlich wird immer alles gemeinsam nach außen kommuniziert. Alle sprechen für alle. Es ist ein Prinzip, das als basisdemokratischer Plenums-Quatsch verlacht werden könnte. In Wirklichkeit ist es nur konsequent, gemessen am eigenen Anspruch des Projekts. Man will Entscheidungsprozesse transparent machen – die eigenen genauso wie die der globalen Entscheidungsträger. KanalB ist groß geworden im Umfeld der Globalisierungskritiker, damals nach der Demo in Seattle. Der Initiationsritus war die Tagung des Internationalen Währungsfonds in Prag, September 2000. Mit Kamera, Mikro und einer Mission waren sie vor Ort. Aus den sporadischen selbst gemachten Filmen sind regelmäßige Produktionen geworden, von 100 veröffentlichten Beiträgen sind heute etwa 60 selbst produziert, 30 von außen eingereicht.</p>
<p>Bärbel Schönafinger verwehrt sich gegen scheinbar offensichtliche Vergleiche. Offener Kanal? Auf keinen Fall. „Wir sind eine Plattform für alle, die etwas veröffentlichen wollen. Aber wir wählen aus, was wir gut und politisch relevant finden.“ Sie überlegt kurz, dann, pfeilschnell: „Die Kriterien: emanzipatorisch, kapitalismuskritisch, anti-autoritär, anti-rassistisch.“ In Zeiten von Citizen Journalism könnte KanalB doch auch unter die Web 2.0-Angebote gerechnet werden, eine Videopodcast-Plattform, oder? Kopfschütteln. „Die Leute kommen nicht auf unsere Website weil Bloggen jetzt in ist, es gibt einfach einen Bedarf an alternativer Information.“ Auch wenn Schönafinger und KanalB mit Web 2.0-Formaten nichts zu tun haben wollen: Viele Blogger oder Podcaster würden im Gegenzug sofort unterschreiben, dass es ihnen darum geht, alternative Informationen zu verbreiten. Die Informationshoheit der Tagesschau gilt in diesen Kreisen längst als obsolet.</p>
<p>Der feste Mitarbeiterstamm von KanalB hat Teilzeitjobs, KanalB ist die Mission, die die fünf in ihrer Freizeit betreiben. Den Großteil ihrer Zeit verbringen sie damit, sich eine Öffentlichkeit zu schaffen, sagt Bärbel Schönafinger und nippt an ihrem Kräutertee. Klar, sie sind Mitglied bei Creative Commons, einen Bannertausch mit der Zeitung „Junge Welt“ gab es auch schon. Das einzige, was sich als Problem entpuppen könnte, ist die pauschale Skepsis gegenüber Medien. Wo findet man eine Öffentlichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen, wenn potenziell alle zum informationskorrupten System gehören? Die Finanzierung des nächsten Filmprojekts steht noch aus, der Kampf mit den Förderanträgen beginnt jedes Mal von vorn. Beim Kampf für das Gute war ein Hang zur Schizophrenie von jeher ein Topos. Die politischen und historischen Hintergründe der alltäglichen News-Schnipsel haben ein Publikum, Bärbel Schönafinger ist sich da sicher. Dass sie weitermachen werden, ist fraglos. Ein wenig uneinsichtig aber unbeirrt. Wie sich das für ein gallisches Dorf so gehört.</p>
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		<title>Filmrezension: Das Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[thauswedell]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentarfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Kybernetik]]></category>
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		<category><![CDATA[Unabomber]]></category>
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					<description><![CDATA[„Das Netz“ ist keine geradlinige Abhandlung über die „Entstehung des Internets“, wie der Titel vermuten lassen könnte und es ist auch keine romantisierende, glamoröuse Rock’n’Roll Story über Computerfreaks, komplett mit Sex und Drogen, wie der Untertitel „Unabomber, LSD und Internet“ vermuten ließe. Sie sind auch Teil des Films, aber sie dienen hier nicht um eine 'sexy’ Geschichte zu verkaufen, sondern sind Teil von grundlegenden Fragen über Technologie und ethische Werte, die der Film anhand der Geschichte der Computernetzwerke in den USA seit dem Beginn der 50er Jahre aufgreift.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">„Das Netz“ ist keine geradlinige Abhandlung über die „Entstehung des Internets“, wie der Titel vermuten lassen könnte und es ist auch keine romantisierende, glamoröuse Rock’n’Roll Story über Computerfreaks, komplett mit Sex und Drogen, wie der Untertitel „Unabomber, LSD und Internet“ vermuten ließe. Sie sind auch Teil des Films, aber sie dienen hier nicht um eine &#8216;sexy’ Geschichte zu verkaufen, sondern sind Teil von grundlegenden Fragen über Technologie und ethische Werte, die der Film anhand der Geschichte der Computernetzwerke in den USA seit dem Beginn der 50er Jahre aufgreift.</p>
<p><!--break--></p>
<p>
                            Dabei geht es nicht einfach um den fortschreitenden Prozess der Technologisierung und Vernetzung unserer Gesellschaft, sondern um Fragen über Sinn und Unsinn, Nutzen und Schaden dieser Technologien für Gesellschaft und das Individuum. Und es geht um Reflexionen über Macht, Einfluss, Kontrolle und Gelder von Seiten der staatlichen Behörden, die Entwicklungen vorantreiben, finanzieren und für ihre Zwecke ausnutzen.</p>
<p>Regisseur Lutz Dammbeck beschäftigt sich mit den teils wohlbekannten, teils verborgenen Verknüpfungen zwischen Militär, Verteidigungsministerium und Wissenschaftlern an den Elite-Universitäten, die für viele dieser Entwicklungen verantwortlich zeichnen. Lutz Dammbecks „Netz“ ist nicht nur ein Computernetzwerk, sondern umfasst ein komplexes menschliches Netzwerk, bestehend aus Wissenschaftlern, Militärs und Institutionen, das seine Geheimnisse gut hütet.</p>
<p>Einer „Störung“ in diesem Netzwerk jedoch ist Dammbeck nachgegangen: Dem Fall des Unabombers, Thomas J. Kaczynski, der 1996 vom FBI nach einer Serie von Mordanschlägen verhaftet wurde.Nach einem Mathematikstudium an der Harvard University und anschließender Professur an der Berkeley University wurde er zum Aussteiger und lebte 25 Jahre in einer Berghütte in Montana. Während dieser Isolation schrieb er das Unabomber Manifesto, in dem er vor den Gefahren einer technologisierten Gesellschaft eindringlich warnte und eine völlige Abkehr von dieser Entwicklung forderte. Seinen Protest unterstrich er durch Briefbombenanschläge, bei denen vier Personen ums Leben kamen und mehrere Menschen verletzt wurden. Derzeit sitzt Kaczynski in lebenslänglicher Haft.</p>
<p>Dammbeck geht es in diesem Film weniger um Kaczynskis Schuldfrage. Vielmehr wird Kaczynski als eine einsame, aber möglicherweise berechtigte Stimme der Kritik lanciert, die von der Mehrheit der Professoren, Wissenschaftlern, Computer-analysten und Ex-Militärs die in diesem Film zu Wort kommen, negiert und totgeschwiegen wird. Aus den Interviews, welcher der Film dokumentiert, zieht Dammbeck Querverbindungen zwischen Künstlern, Wissenschaftlern und Regierungsorganisation und portraitiert verschiedene Subkulturen der 50er und 60er Jahre, die Teil dieser Epoche bilden. Es handelt sich um eine Zeit, die unter den Eindrücken des Zweiten Weltkrieges und später unter dem Schatten des Kalten Krieges ihre Paranoia und Ängste dadurch eindämmen will, dass sie immer stärkere Militärarsenale und Militärtechnologie baut und einsetzt – und hier kommen die Verknüpfung von Militär und Wissenschaftlern ins Spiel.</p>
<p>Ideologisch untermauert werden diese Entwicklungen durch Erkenntnisse der Kybernetik, wonach das menschliche Gehirn als Informationsverarbeitungssystem zu sehen ist, nicht Bewusstsein und Gewissen bestimmen uns als Menschen, sondern der Mensch als steuerbare, programmierbare Maschine und Werkzeug. Aber nicht nur Physiker und Kybernetiker, sondern auch Soziologen und Psychologen sind mit dem neuen Menschenbild beschäftigt. Ihr Zwischenspiel konstituiert sich in den sogenannten Macy Konferenzen, auf denen, wie Dammbeck dokumentiert, auf Initiative des CIA, Physiologen, Biogenetiker, Mathematiker und Soziologen teilnehmen, und ihre Visionen einer technologisierten und inhärent „besseren Gesellschaft“ im privaten Kreise diskutieren – und schließlich auch durchexperimentieren:</p>
<p>In den Jahren 1958-62 führt der Direktor der Harvard Psychological Clinic, Henry A. Murray, mit dem Wissen und der Unterstützung des CIA „Stress-Experimente“ mit Harvard Studenten durch, bei denen unter Einsatz von LSD die Veränderungsmöglichkeiten und Formbarkeit der menschlichen Psyche erforscht werden sollen: Einer der Versuchspersonen ist Theodor Kaczynski, der spätere Unabomber. Der Kreis schliesst sich.</p>
<p>Wenn dies auch alles stark nach dem Stoff von Verschwörungstheorien klingt, so bleibt Dammbecks Film stets sachlich, nüchtern und driftet nicht ins plakative. Seine Schlüsse orientieren sich stets an Fakten und vorhandenem Recherchematerial, und lassen dem Zuschauer ausreichend Raum für eigene Rückschlüsse, Fragen und Interpretationen. Angereichert und verstärkt werden Dammbecks Recherchen mit Bildern und Beobachtungen des Amerikas kurz nach dem 11.September, während der Zeit der amerikanischen Invasion in Afghanistan und der Panikmache über die Anthrax–Anschläge. Die Paranoia und Ängste der amerikanischen Gesellschaft, so drängt es sich einem auf, richten sich nun gegen den neuen Feind „al-qeada“ anstatt gegen die Sowjetunion, aber die Mechanismen von Angstverbreitung und Panikmache durch die amerikanischen Medien sind die gleichen geblieben.</p>
<p>Und die Computernetzwerke? In den Augen der Wissenschaftler die Dammbeck zu Wort kommen lässt, bestehen sie aus kryptischen Zahlenspielen, aus unendlichen Ableitungen und mathematischen Formeln, die immer komplexere und dichtere Netzwerke bilden. Netzwerke, die organisch wachsen und von niemanden kontrolliert werden können, und aber gleichzeitig den Anspruch erheben &#8211; oder dem Wunsch nachkommen &#8211; eine immer komplexere Welt anhand von Codes , Programmiersprachen und vernetzten Computern verständlich und fassbar machen zu können.</p>
<p>„Das Netz“ stellt nicht Technik per se in Frage, sondern entlarvt, in welchem Umfang und zu welchen Zwecken Computertechnologie in den Händen von Menschen mit politischer Macht, Einfluss, Geld und Netzwerken benutzt werden kann. Noch relevanter jedoch zeigt der Film die Diskrepanz zwischen technologischen Fortschritt und der menschlichen (Un)Fähigkeit, die moralischen und gesellschaftlichen Folgen dieser Technologisierung zu benennen und zu einzuordnen.
                            </p>
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