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	<title>Dotcom-Blase &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Dotcom-Blase &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Neue Technologien von gestern</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Großes Geld, dreidimensionales Web, virtuelle Fernsehansagerinnen und alle Küchengeräte über die Maus zu bedienen. Das Internet werde unser aller Leben umkrempeln, heißt es seit langem. Heute surfen zwar die meisten und versenden E-Mails, aber der große technologische Umbruch scheint das nicht zu sein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Großes Geld, dreidimensionales Web, virtuelle Fernsehansagerinnen und alle Küchengeräte über die Maus zu bedienen. Das Internet werde unser aller Leben umkrempeln, heißt es seit langem. Heute surfen zwar die meisten und versenden E-Mails, aber der große technologische Umbruch scheint das nicht zu sein.<!--break--><br />
                    <strong>War dies schon die digitale Revolution oder steht uns dieser erst noch bevor? Was ist aus den Hypes geworden, die in den letzten Jahren aufkamen?</strong></p>
<p>Gegen Ende der 1990er Jahre stürzten sich viele Menschen ins Internet-Business in der Manier des amerikanischen Goldrausch. Domainnamen wurden wie Claims abgesteckt und für Millionen Dollar weiterverkauft, wenn sie eingängig genug waren. Wer nicht in einer Internet-Agentur arbeitete, war out. Jede Woche tauchte in den Wirtschafts- und Nachrichtenmagazinen eine neue Gründer-Boygroup auf, alle mit riesigen Maskottchen, in Fabrik- oder Altbauetagen und mit ihrem Logo auf dem Shirt. Der Trend ging zum Zweit-Start-up. Das Internet, das in seinen Anfangszeiten für grenzenlose Information, Kommunikation und Freiheit stand, war ein Synonym für das schnelle Geld geworden.<br />
                    <br />Das Ende des Hypes ist bekannt:<br />
                    <a href="http://www.google.de/search?q=cache:Db8G2KUMak8C:www.boo.com/%2B&amp;hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Boo.com</a>, der spektakulär gestartete und kaum bedienbar gestaltete Online-Fashionhändler, machte im Mai 2000 den Anfang. Gigabell folgte, hunderte weitere Firmen der Neuen Wirtschaft beantragten Insolvenz. Mit den handelnden Personen starb auch die Hofberichterstattung &#8211; Net-Business, econy und andere Magazine wurden eingestellt oder verkauft. &#8220;New Economy&#8221; ist für Unternehmen der Neuen Medien beinahe rufschädigend geworden. Sie sitzen noch immer in Fabrik- oder Altbauetagen, sind aber stolz darauf, keinen Risikokapitalgeber im Aufsichtsrat sitzen zu haben. Sogar<br />
                    <a href="http://www.amazon.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">amazon.com</a>, einer der Start-up-Pioniere, wird jetzt zu einem ganz normalen Unternehmen: Vor wenigen Tagen meldete Jeff Bezos die ersten schwarzen Zahlen.<br />
                    <br />Und in den Webrubriken und Netzwelten der Medienlandschaft rücken andere Themen in den Blickpunkt. Pornographie und Propaganda, die Schattenseiten des Internet, lösen den Hype des schnellen Geldes ab.</p>
<p>
                      <strong>Mythos Multimedia</strong>
                    </p>
<p>Glanz sollte auch durch Multimedia ins Web gebracht werden. Audio- und Videostreaming, also das direkte Abspielen von Musik- oder Filmdaten aus dem Internet, ohne dass diese erst heruntergeladen werden müssen, versprach, den vernetzten Rechner zum allumfassenden Medium werden zu lassen. Fernseher, Radio und (Bild-)Telefon zusätzlich zum unüberschaubaren Informationsangebot. Die nötige Technik und Bandbreite für reibungslose, sprich ruckelfreie Video-Konferenzen ist nicht leicht zu haben. In den meisten Fällen muss darum das kleine Fenster des<br />
                    <a href="http://www.real.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Real Player</a> genügen, um beispielsweise bei ins Web übertragenen Nachrichtensendungen und Pressekonferenzen zuzusehen. Ein weiterer Grund dafür, dass das Streamen in Deutschland nicht so recht ankommt, könnten die vergleichsweise hohen Internetgebühren sein. Der durchschnittliche US-Amerikaner widmet eine Stunde seines Tages gestreamten Filmen oder Musik &#8211; der Deutsche bringt es nur auf durchschnittlich 11 Minuten. Die Flatrates, die hierzulande Abhilfe hätten schaffen können, haben weitgehend das Zeitliche gesegnet, eine bundesweit verfügbare Flatrate bietet nicht ein einziges Telekommunikationsunternehmen mehr an. Die letzten, wenigstens in Großstädten angebotenen Flatrates haben die<br />
                    <a href="http://www.telekom.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telekom</a> und<br />
                    <a href="http://www.arcor.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arcor</a> im Angebot.</p>
<p>Wenn die Anbieter der Streams auf die Idee kommen, sich ihre Leistung bezahlen zu lassen, könnte aber auch eine Flatrate zu spät kommen: Fernsehen im Internet, ob<br />
                    <a href="http://www.heute.t-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heute-Journal</a> oder<br />
                    <a href="http://www.ftv.com/fashionTV.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mode-Kanal</a> kostet ja bisher noch nichts. Keine Rundfunkgebühren und Decoder-Pakete fallen an. Die nötige Software ist bei<br />
                    <a href="http://www.microsoft.com/windows/mediaplayer/en/default.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsoft</a> und Real Media kostenlos erhältlich. Tatsächlich kann vom Musikvideo, über den Westernklassiker bis hin zum Online-Radioprogramm bis heute ein großes Angebot an Digital-Waren kostenlos genutzt werden. Die Gratis-Musik-Quelle Napster, die noch bis zum letzten Sommer als der Inbegriff von neuer Preisfreiheit im Datennetz herhielt, ist jedoch vorerst versiegt. Musikanbieter wie<br />
                    <a href="http://www.musicnet.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Music Net</a> , dahinter stecken die Musikriesen BMG, Warner, EMI und Zomba, oder<br />
                    <a href="http://www.pressplay.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressplay</a>, der Konkurrent aus den Häusern Sony, Universal und Vivendi, erheben nicht nur Gebühren dafür, dass Musik heruntergeladen und auf CD gebrannt wird. Schon das bloße Streaming kostet Geld. So kostet ein Monatspaket von MusicNet, dass 100 Downloads und 100 Streams beinhaltet, US $9,95 in den Vereinigten Staaten &#8211; in Deutschland sogar ganze US $29,99. Auch beim Konkurrenten Pressplay müssen für das selbe Angebot satte 25 Dollar auf den Tische gelegt werden. Musik-Börsen wie Gnutella oder KaZaa, bei denen bis heute kostenfrei getauscht wird, versuchen dem Schicksal des Vorläufers Napster zu entrinnen. Ohne zentralen Server entgehen sie nationalen Gerichtsurteilen, die sie zum Abschalten verpflichten könnten. Napster, der inzwischen von Bertelsmann aufgekaufte Vorreiter im Plattentausch will in Kürze neu ins Netz starten &#8211; diesmal allerdings ohne die großen Namen der Musikszene im Angebot zu haben und außerdem gebührenpflichtig. Mit fünf bis zehn Dollar pro Monat wäre zumindest der bestehende Marktpreis unterboten. Ein Streaming-Programm, das richtig anmachen soll, verspricht der<br />
                    <a href="http://www.playboy.com/zmega.html">Playboy</a> auf seine Seite zu bringen. 20 Millionen US-Dollar stellte der Konzern im letzten Jahr bereit, um Technik und Inhalt für das sexy Streaming zu entwickeln. Bisher ist von Streaming jedoch beim Playboy noch nichts zu sehen. Ob man sich am Ende doch mit dem bewährten eigenem TV-Sender und Online-Video-Bestellung zufrieden geben wird? Streaming-Angebote fast jeder Art, die keinen müden Pfennig kosten, zeigt der<br />
                    <a href="http://www.webtimer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webtimer</a>. Bei der großen Auswahl liegt die Vermutung, die Streaming-Welle sei vorüber, einigermaßen fern. Wenn Breitbandzugänge sich weiter verbreiten, dürfte die Nachfrage steigen. Das könnte dann allerdings bald einen Preisanstieg zur Folge haben.</p>
<p>
                      <strong>Avatare</strong>
                    </p>
<p>Avatare sind animierte Figuren im Cyberspace. Mit ihrer Hilfe sollte sich das Web noch weiter von der Zweidimensionalität des Bildschirms lösen, gemütlicher, herzlicher &#8211; eben dreidimensionaler werden. Könnte sich der User im anonymen Datenraum vielleicht nach persönlicher Ansprache sehnen? Könnten virtuelle Berater den Verkauf im Netz begleiten, wenn die direkte Kundenbetreuung im Geschäft unter den Tisch fällt? Solche oder ähnliche Gedanken hatten wohl die Werbestrategen als sie sich Figuren wie Robert-T-Online, Cor@Deutsche Bank oder Liam Loewe ausdachten. Was bei Joe Camel, dem berühmten Werbekamel des gleichnamigen US-Zigarettenkonzerns, funktioniert hat, hätte ja auch zur Erfolgsnummer von T-Online oder der Deutschen Bank werden können.<br />
                    <br />Stattdessen wurde Robert-T-Online ungewollt zum<br />
                    <a href="http://www.golem.de/0102/12406.html%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Absender</a> des unangenehmen &#8220;Kournikova&#8221;-Wurms. Die Betreffzeile &#8220;Neues von Ihrem Internetdienstleister &#8211; Robert T. Online informiert&#8221; mit dem Absender &#8220;support@t-online.de&#8221; täuschte den Telekom-Kunden eine seriöse Herkunft der E-Mail vor. Heute ist der gescholtene Robert auf der Homepage des Konzerns nur nach langer Suche in alten Archiven zu finden. Burschikos und Blond strahlt zwar<br />
                    <a href="http://www.db-cora.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cor@</a> von der Deutschen Bank dem Besucher entgegen, leider führen aber sämtliche Navigationspunkte auf der Seite bei Anklicken ins Nichts. Ebenfalls blauäugig und mit einem charmantem Lächeln bietet sich Liam Loewe auf der Seite des Fernsehherstellers zur virtuellen Produktberatung an: &#8220;Ich bin Loewe Spezialist, Navigationshilfe und technisches Lexikon in Personalunion. Nutzen Sie diese Chance!&#8221;. Der nette Mattscheibenverkäufer im silbernen Zwirn gibt auch Auskunft über sein &#8220;Privatleben&#8221;. Er sei 27 Menschenjahre alt, jedoch erst am 13. August 2000 geboren und wohne im Cyberspace, auf der Festplatte des Hauses Loewe. Zur Information: Er hat keine Partnerin!<br />
                    <br />Immerhin weiß Liam, der auch mit den Augen zwinkern kann, dass er kein Mensch ist.<br />
                    <br />Aber auch an anderer Stelle im Netz tauchen die kleinen Figuren auf. Bei<br />
                    <a href="http://www.electronic-arts.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Electronic Arts</a> kann man sich einen Platz im Simulations-Spiel Sims kaufen. Mit $ 25,99 für die Spiel-CD-Rom darf bei dem virtuellen Single-Treff jeder &#8220;mal Kuppler sein&#8221; wird dort geworben. Avatare für alle! Bei<br />
                    <a href="http://gexserve.genie.de/global_root/init.php?data=babyfred.inc.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">genie.de</a> findet sich die Fantasiefigur &#8220;Baby Fred&#8221;. Grußpostkarten, schenkelklopfende &#8220;Cheffe&#8221;-Witze und Baby-Fred´s Begegnungen mit Stars wie Nadja ab del Farrag gehören zur Spaßpalette. Auch das Baby-Sprachlexikon oder die von Baby-Fred gelesenen Nachrichten scheinen mal ein Highlight der Seite gewesen zu sein. Der letzte Eintrag auf der News-Seite stammt allerdings vom Juli 2001. Hat die Sommerpause der Witzfigur den Garaus gemacht?</p>
<p>Digitale Geschöpfe, die das Kindchen-Schema gelangweilter Büroinsassen ansprechen sollen, haben es schwer zu überleben. Das Massensterben der Tamagotchis nach dem Abklingen des großen Hypes von 1997, sollte da als Mahnmal der Vergänglichkeit im Gedächtnis der computerisierten Welt erscheinen.<br />
                    <br />Mit anderem Ehrgeiz als die Spaßmacher und Kundenbetreuer, die Avatare erschaffen haben, nähert sich seit dem 1.Januar 2001 das<br />
                    <a href="http://www.fraunhofer.de/german/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frauenhofer-Institut</a> den Cyber-Figuren. Im Projekt &#8221;<br />
                    <a href="http://212.205.85.111:8087/Avatar_Conference/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Avatar-Conference</a>&#8221; des Stuttgarter Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation haben sich die Forscher das Ziel gesetzt, die weltweit verstreute Wissenschafts-Gemeinde im virtuellen Raum zusammenzuführen. Experten sollen auf Avatar-Konferenzen über ihre Arbeit berichten. In Direktzeit könnten die Kollegen sich auf der Suche nach der Wahrheit letztem Schluss in die Debatten einschalten. Räumliche Distanz als Ursache ungleich verteilter Information und von Missverständnissen könnte so überwunden werden. Zukunftsmusik? Wie das Frauenhofer-Institut Anfang 2001 mitteilte, ist das Projekt auf 24 Monate angelegt. Am 28. Februar dieses Jahres sollen die Ergebnisse<br />
                    <a href="http://www.iao.fraunhofer.de/d/kontakt/news.hbs?pageid=243&amp;catid=36#243" target="_blank" rel="noopener noreferrer">publik gemacht</a> werden.</p>
<p>
                      <strong>Mobile Web</strong>
                    </p>
<p>Der erste große Hype, der einen drahtlosen Internetzugang überall versprach, war WAP. Das erinnert allerdings bis heute eher an die Anfangstage des btx als an die Zukunft des World Wide Web. Auf kleinen Handydisplays, auf denen niemals die ganze Seite zu sehen ist, mit einer über die Telefontastatur nur mühsam zu bedienenden Navigation, das alles zu horrenden Preisen &#8211; es ist nicht weit her mit dem S-Bahn-Surfen.<br />
                    <br />Eine etwas ausgereiftere Technik des wireless web kommt &#8211; wenn auch nur mit sehr begrenzter Reichweite &#8211; aus Skandinavien. Mit dem Laptop auf dem Balkon sitzen und den Drucker im Arbeitszimmer aktivieren, die Heizung per Palm aufdrehen, über das Headset telefonieren, obwohl das Handy im Koffer auf dem Rücksitz liegt, und nie mehr Kabelstränge mit Tesafilm an Tischunterseiten befestigen müssen. Die Erfüllung all dieser Träume verspricht seit 1998 ein Chip, der kaum größer ist als ein Zwei-Euro-Stück und den Namen eines Vikingerkönigs aus dem 10. Jahrhundert trägt:<br />
                    <a href="http://www.bluetooth.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bluetooth</a> (vom skandinavischen Blatand, also Blauzahn).<br />
                    <br />Über Bluetooth können Daten per Funk von einem sogenannten Master-Gerät an bis zu sieben Peripheriegeräte übertragen werden. Das können zum Beispiel Organizer, Freisprecheinrichtungen, mp3-Player, Lautsprecher oder Haushaltsgeräte sein. Auch die Infrarot-Technik von Fernbedienungen und kabellosen Kopfhörern könnte von Bluetooth abgelöst werden. Das Netz von acht Geräten kann durch den Einsatz weiterer Master ausgebaut werden. Die Reichweite von 10 Metern ist für die meisten Anwendungen ausreichend und kann mit einem Verstärker auf 100 Meter erweitert werden. Bluetooth sendet im für jeden zugänglichen 2,4 GHz ISM-Band (Industrial Scientific Medical-Frequenz) und erreicht je nach Nutzung der Kanäle Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 64 kBit/s, was ISDN-Geschwindigkeit entspricht, und 721 kBit/s.<br />
                    <br />Fast 2.000 Unternehmen sind inzwischen in der 1998 gegründeten Special Interest Group versammelt und entwickeln Lösungen für die drahtlose Kommunikation mittels Bluetooth. Erste mit der Technik ausgestattete Geräte sind bereits auf dem Markt: Handys, Notebooks und Headsets.<br />
                    <br />Experten sagen Bluetooth eine große Zukunft voraus. Auch wenn das medieninteresse nachgelassen hat und gerüchteweise schon mal das Ende der Technologie verkündet wurde &#8211; da der Preis des Chips bei Serienfertigung auf unter 5 Euro sinken dürfte, könnte es tatsächlich zum überall verwendeten Modul werden.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 24.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p class="tidy-3">
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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		<title>Neuer Brennstoff: Das Klimpergeld</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/econsumerverbraucherschutzmicropay-shtml-2877/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Brennstoff der digitalen Wirtschaft scheint aufgebraucht zu sein. Die Träume des unerschöpflichen, kostenlosen, weil werbefinanzierten Informationsangebotes, muten im Rückblick naiv und unausgegoren an. Reifere Anbieter sind sich bewusst, was ihre Angebote wert sind. Ihre Preise sind zwar gering, aber auch mit Kleinstbeträgen lässt sich im Internet Geld verdienen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Brennstoff der digitalen Wirtschaft scheint aufgebraucht zu sein. Die Träume des unerschöpflichen, kostenlosen, weil werbefinanzierten Informationsangebotes, muten im Rückblick naiv und unausgegoren an. Reifere Anbieter sind sich bewusst, was ihre Angebote wert sind. Ihre Preise sind zwar gering, aber auch mit Kleinstbeträgen lässt sich im Internet Geld verdienen.<!--break-->
                  </p>
<p>Ausgebrannte Marketing-Budgets, einbrechende Werbeeinnahmen, überhöhte Erwartungen &#8211; die Realität hat viele internetbasierte Geschäftsideen und Utopien heimgesucht, wie der Sensenmann. Geschlossene oder verkleinerte Internetredaktionen zeugen von dieser Entwicklung ebenso, wie nicht mehr existente oder schlicht aufgekaufte Angebote.</p>
<p>Nicht nur die ausgebliebenen Einnahmen aus der Werbung und der erhofften Wunderwaffe des Community-Building, also dem Aufbau von Online-Gemeinschaften, die sowohl inhaltlich zum Angebot beitragen, wie auch durch geschickte Profilbildung eine zielgerichtetere Werbefokussierung erlauben (wie<br />
                  <a href="http://www.uni.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.uni.de</a> oder<br />
                  <a href="http://www.hausarbeiten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.hausarbeiten.de</a>) belasten der Branche. Besonders im Bereich der Online-Periodika machen Service-Anbieter sich gegenseitig Konkurrenz, wenn sie ihr komplettes Offline-Angebot im Internet gratis bereitstellen, zum Beispiel mittels durchsuchbarer Archive, die inzwischen mehrere Jahre zurückreichen und sowohl im Netz als auch als Archiv-CDs vermarktet werden.</p>
<p>Die Service-Anbieter, an denen der Kelch des Zusammenbruchs bisher vorübergegangen ist, kommen zu der Erkenntnis, dass auch bezahlte Informationsangebote nicht umsonst sein müssen. Neben ungelösten Fragen zum Copyright digitaler Informationen ist gerade das Erschließen neuer Erlösquellen und Käuferschichten durch flexible Preisgestaltung &#8211; durch Preise überhaupt &#8211; ein wichtiger Faktor, der sich auf das Fortbestehen vieler guter Angebote im Netz auswirken kann. Auf der Suche nach neuen Finanzmitteln, um zu überleben und das Angebot aufrechtzuerhalten, wird ein großes Tabu gebrochen: Information im Netz werden kostenpflichtig, von der Musik bis zum geschriebenen Wort.</p>
<p>Erste Versuche wurden bereits unternommen. Im Bereich der Musik zeigt das Beispiel<br />
                  <a href="/archiv/econsumer/nap.shtml">Bertelsmann / Napster</a>, wie es nicht funktioniert. Das Download-Angebot der Songs bei<br />
                  <a href="http://www.napster.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Napster</a> zum Pauschalpreis ist sehr begrenzt und wird wohl an der fehlenden Nutzerbereitschaft scheitern. Solange nämlich alternative kostenlose Angebote wie das<br />
                  <a href="http://gnutella.wego.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gnutella-Netzwerk</a> bestehen, wird wohl kaum einer auf die Preisvorstellungen von Bertelsmann / Napster eingehen. Da auch hohe<br />
                  <a href="breitband.shtml">Bandbreite</a>, ohne die der Musik-Download eh keinen Spaß macht, weiterhin Zukunftsmusik bleiben dürfte, wird sich zumindest hierzulande die gewünschte Nachfrage nicht so bald einstellen.</p>
<p>Den Anbietern von Text- und Bilddokumenten stellen sich ganz andere Probleme. Die Bereitschaft, für das Angebot Geld zu bezahlen, ist hier allerdings viel eher vorhanden &#8211; gerade wenn es um spezialisierte oder aktuelle Information geht. Ganz weit vorne stehen die Online-Angebote von offline erscheinenden Zeitungen, Magazinen oder Fachpublikationen. Vor allem die inzwischen recht umfangreichen, digitalisierten Archive bieten einen großen Mehrwert, für den sich durchaus Geld verlangen lässt. Schließlich werden CD-ROM, auf der mehrere Jahrgänge nach Schlagworten durchsuchbar sind, auch nicht gratis abgegeben.</p>
<p>Ein kostenpflichtiges Angebot im Text-Bereich scheint vor allem dann sinnvoll, wenn ein tatsächlicher Mehrwert geboten wird, zum Beispiel eine umfassende Recherchemöglichkeit, Angebote an Zusatzinformation oder hoch spezialisiertes Expertenwissen.</p>
<p>Für die Recherche in zahlreichen Zeitungsarchiven wird bereits Geld verlangt, oftmals in Form einer Pauschale, die sich nicht nach der Menge der tatsächlich genutzten Information richtet. Natürlich gibt es mittlerweile auch die Internet-Variante zum klassischen Zeitungsabo: Das Online-Abo. Auch hier wird bereits am Eingang der Eintritt kassiert, egal ob man tatsächlich eintritt und das Angebot nutzt oder einfach nur ab und zu mal vorbeischaut. Ähnlich wie bei einem Zeitungsabonnement wird auch mitbezahlt, was ungelesen ins Altpapier wandert.</p>
<p>Eine Alternative dazu wäre, nur die verwendete Information, den gelesenen Artikel, und nicht alle bereitgestellten Beiträge in Rechnung zu stellen. Der Griff in das Portemonnaie der User erfolgt dabei relativ behutsam. In der Manier eines Supermarktes kann der Besucher in den Archiven stöbern und nach Artikeln, Beiträgen oder andere Information suchen. Zwar offenbart sich dem Interessierten nicht der volle Text &#8211; schließlich isst man die Pizza ja auch nicht vor dem Kauf &#8211; er kann aber der Zusammenfassung entnehmen, um was es geht. Wenn dies nicht seinem Geschmack entspricht, kann er das Angebot verlassen, ohne etwas gekauft zu haben. Selbst der böse Blick der Kassiererin fällt weg.</p>
<p>Wird etwas von Interesse gefunden, dann ist die Hausarbeit, der Artikel aus dem Fachmagazin oder das Bild des Playmates von vor 4 Monaten nur ein Klick-and-Pay entfernt.<br />
                  <br />Der Nutzer profitiert von dieser pay-as-you-go-Variante vor allem dadurch, dass er im Gegensatz zu einem Abonnement (sowohl on- als auch offline) tatsächlich nur für das bezahlt, was er auch tatsächlich an Information konsumiert. Anbieter können ihrerseits Preise staffeln, zum Beispiel nach Umfang oder Aktualität eines Artikels.</p>
<p>Die pay-as-you-go-Methode ist allerdings mit dem Problem behaftet, dass pro Artikel nur Kleinstbeträge berechenbar sind (das sogenannte Micropayment). Solche Beträge mit dem Kunden abzurechen, gleich ob per Kreditkarte oder per Rechnung, bringt einen im Verhältnis großen Verwaltungsaufwand und hohe Gebühren mit sich, so dass letztlich wenig für die eigene Kasse bleibt.<br />
                  <br />Während ein Supermarkt erst ab einem gewissen Betrag auch andere Bezahlmöglichkeiten als Bargeld anbietet, stehen Online-Angebote so wieder am Anfang der Problemkette.</p>
<p>Um diese zu durchbrechen, haben sich viele angestrengt neue Konzepte zu Online-Bezahlung ausgedacht, wie zum Beispiel eCash oder Cybercash. Groß gestartet, mit mindestens einer renommierten Bank im Rücken (<br />
                  <a href="http://www.ecash.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eCash</a> mit der<br />
                  <a href="http://www.deutsche-bank-24.de/pdfs/infodienste/fn_ecash.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Bank</a>,<br />
                  <a href="http://www.cybercash.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cybercash</a> mit der Commerzbank und der Dresdner Bank) fordern die Firmen den Zahlwilligen auf, sich mit einer neuen Software auszustatten, ihr separates Cyber-Konto zu füllen und loszushoppen.<br />
                  <br />Inzwischen wird das Projekt &#8220;eCash&#8221; &#8216;unter ferner liefen&#8217; geführt. Auf der Webseite der Cybercash GmbH werden noch zahlreiche Partner genannt, stichprobenartige Tests zeigen aber keine Spuren dieser einst so groß angekündigten Idee.<br />
                  <br />Der Grund für das Versagen: Die Käufer wollen sich nicht so recht mit der fremden Zahlungsidee anfreunden und scheuen sich, sie einzusetzen. Schließlich muss eine zusätzliche Software installiert und Geld vorab überweisen werden, nur um dann doch fast nirgendwo einkaufen zu können. Ach die Anbieter halten sich zurück und zeigen wenig Bereitschaft, die notwendigen Vorbedingungen zu schaffen. Die kritische Masse wurde auf beiden Seiten nie erreicht um flächendeckende Akzeptanz für das Cybercash zu erreichen. Zudem ist das Vertrauen in die Sicherheit derartiger Online-Transaktionen noch immer nicht allzu groß.</p>
<p>Um die Fixkosten, die bei einer Transaktion mit Kleinstbeträgen (Micropayments) entstehen, zu reduzieren, bündeln Anbieter in Deutschland, wie<br />
                  <a href="http://www.paybox.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">paybox</a> oder<br />
                  <a href="http://www.firstgate.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">firstgate</a>, die Abrechnung der Zahlungen eines Kunden und buchen diese monatlich ab, ähnlich wie ein Kreditkartenunternehmen. Dadurch sinken die Gebühren, die pro Transaktion entstehen würden, z.B. Bankgebühren, Provisionen an Kreditkartenfirmen etc.<br />
                  <br />Zusätzlich sinken die Einrichtungskosten enorm, da die technische Infrastruktur des Abrechnungsanbieters genutzt wir. Folglich kann das eigentliche kostenpflichtige Angebot auch auf einem fremdgehosteten, kostengünstigen Server abgelegt werden. Probleme wie eine übliche SSL-Verschlüsselung oder gesicherte Datenbanken werden einfach ausgelagert.<br />
                  </p>
<p>Der Kunde bemerkt davon nur insofern etwas, als er nach dem Klicken auf einen kostenpflichtigen Link, der zu jeglichen internettauglichen Inhalten führen kann, zuerst umgeleitet wird auf den Server des Abrechnungsproviders. Dort werden die Kundendaten aufgenommen, inklusive der Bankverbindung. Ist der Kunde bereits registriert verkürzt sich dieser Schritt auf ein einfaches Login. Für den Kunden von Vorteil ist, dass er seine sensiblen Daten nur ein einziges Mal, nämlich bei der Anmeldung beim Zahlungsanbieter, eingeben muss. Danach werden Daten übermittelt, die nur mittelbar für einen Dritten verwertbar sind. Bedenkt man, dass es keine absolute Datensicherheit im Internet geben kann ist durch diese Prozedur das mögliche Höchstmaß an Datenschutz und -sicherheit gewährleistet.</p>
<p>Hat der Kunde diese Anmeldeprozedur erfolgreich beendet, wird die Zahlung auf seinem Konto vermerkt und zum Ende des monatlichen Abrechnungszeitraumes mit seinen anderen Zahlungen abgebucht. Der User gelangt unterdessen auf den bezahlten Inhalt, den er herunterladen und respektive einsehen kann.</p>
<p>
                    <a href="http://www.ecash.com/online/"><br />
                      <img fetchpriority="high" decoding="async" height="194" alt="eCash Grafik" src="/econsumer/images/architecture.gif" width="487" border="0" /><br />
                    </a>
                  </p>
<p>Der Verwaltungsaufwand auf Seiten des Info-Anbieters ist somit denkbar gering, da er nur mit einer Einrichtung abrechnen muss. Die Verwaltung des kostenpflichtigen Angebots erfolgt ebenso simpel, nämlich durch ein einfaches Web-Interface, auf dem Preise, Sonderangebote und die bepreisten Informationen administriert werden können. Da muss nur noch das Angebot stimmen und für kaufbereite Interessierte verfügbar sein.</p>
<p>Diese Möglichkeit der Abbuchung von Kleinstbeträgen eröffnet vor allem Nischenanbietern neue Kundenfelder, da diese in den meisten Fällen von Kunden abgerufen werden, die sie genau in diesem Moment benötigen und aus diesem Grund nicht an einem Abonnement interessiert sind. Die Kundenbindung ist gerade bei diesen Anbietern schwierig bzw. auch nicht unbedingt ein Ziel.<br />
                  <br />Aber auch größere Anbieter, wie die<br />
                  <a href="http://www.stiftung-warentest.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Warentest</a>, der<br />
                  <a href="http://www.focus.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Focus</a> oder der<br />
                  <a href="http://www.playboy.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Playboy</a> setzen auf diese Methode, da sie für den Kunden Vorteile gegenüber einem Abonnement bietet, wodurch sich eventuell auch neue Käuferschichten erschließen lassen. Der Vorteil liegt hier ebenfalls in der Möglichkeit des einmaligen Kaufs ohne weitere Verpflichtungen. Überzeugt die Information kann immer noch ein Abonnement angeboten werden.</p>
<p>Die Information muss natürlich ihren Preis wert sein, denn nur weil man für etwas Geld verlangen kann, hat man noch kein Geschäftsmodell. Allerdings bieten Micropayments die Möglichkeit, Nischen gerade für spezialisierte Informationsanbieter zu schaffen. Vom aktuellen Computertest hin zu aktuellen Nachrichten über Aktiengesellschaften oder die Hausarbeit über das Paarungsverhalten indischer Laubfrösche.</p>
<p></p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
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<div class="tidy-2">Erschienen am 24.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                  <!-- Content Ende --></p>
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