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	<title>DSL &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>DSL &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Telekom will 311 780 Euro für DSL-Anschluss</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/telekom-will-311-780-euro-fuer-dsl-anschluss-3488/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Gievert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Oct 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[DSL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Hohenberg hat eine imposante Ritterburg, einen Grenzübergang und kein Hochgeschwindigkeits-Internet. Das wollte die Verwaltung ändern und fragte bei der Telekom nach einem DSL-Anschluss für den Ort in der Nähe der tschechischen Grenze. <a href="http://www.frankenpost.de/nachrichten/fichtelgebirge/selb/art2457,734501">Wie die Frankenpost berichtet</a>, kam auf mehrfache Anfragen eine Mail vom Ex-Monopolisten zurück. Inklusive Dateianhang von 834 Kilobyte – gar nicht so einfach zu öffnen für jemanden, der gezwungermaßen mit wenig Bandbreite im Netz unterwegs ist.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Hohenberg hat eine imposante Ritterburg, einen Grenzübergang und kein Hochgeschwindigkeits-Internet. Das wollte die Verwaltung ändern und fragte bei der Telekom nach einem DSL-Anschluss für den Ort in der Nähe der tschechischen Grenze. <a href="http://www.frankenpost.de/nachrichten/fichtelgebirge/selb/art2457,734501">Wie die Frankenpost berichtet</a>, kam auf mehrfache Anfragen eine Mail vom Ex-Monopolisten zurück. Inklusive Dateianhang von 834 Kilobyte – gar nicht so einfach zu öffnen für jemanden, der gezwungermaßen mit wenig Bandbreite im Netz unterwegs ist.<!--break--><br />
Drin stand, dass sich der Anschluss für Telekom wegen der geringen<br />
Einwohnerzahl nicht lohne. Würde die Gemeinde jedoch 311 780 Euro<br />
zuschießen, würde die Telekom Hochgeschwindigkeitsinternet ermöglichen.
</p>
<p>
<br />
Wie man Druck auf die Industrie aufbaut, indem man kollektiv droht, sich einen anderen Anbieter zu suchen, hat <a href="http://www.politik-digital.de/egovernment/bund/mhenschke_dslarmut_070920.shtml">Cuxhaven vorgemacht</a>.  Hier legt die Telekom die Leitungen, als Bürger und Gewerbetreibende Angebote von weiteren Anbietern einholten.
</p>
<p>
<br />
Beim <a href="http://www.initiatived21.de/Einleitung.249.0.html">Jahreskongress der Initiative D21</a> am 30. September 2007 geht es übrigens um u.a. um dieses Thema.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Abseits der Breitbandgesellschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/abseits-der-breitbandgesellschaft-3275/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunen und das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[DSL]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband]]></category>
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					<description><![CDATA[Bundesweit kämpfen Bürgerinitiativen für flächendeckende DSL-Versorgung. Trotzdem sind noch
immer ganze Kommunen abgeschnitten vom schnellen Netz. Da Betriebe wegbleiben und die junge Generation flüchtet, droht eine Zweiklassengesellschaft. Jetzt soll das EU-Parlament helfen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesweit kämpfen Bürgerinitiativen für flächendeckende DSL-Versorgung. Trotzdem sind noch<br />
immer ganze Kommunen abgeschnitten vom schnellen Netz. Da Betriebe wegbleiben und die junge Generation flüchtet, droht eine Zweiklassengesellschaft. Jetzt soll das EU-Parlament helfen.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Mehr als 40 Millionen Deutsche sind heute im Netz unterwegs. 59<br />
Prozent surfen bereits per schnellem Breitbandanschluss –<br />
Tendenz steigend. Doch der <a href="http://www.zukunft-breitband.de/Breitband/Portal/Navigation/breitbandatlas.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Breitbandatlas</a><br />
des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt: Auch im Jahr 2007 gibt<br />
es noch immer Ortsteile und Kommunen, die abgeschnitten sind von<br />
der bundesweiten DSL-Internetgemeinde. Die Bürger sind hier<br />
schlimmstenfalls gezwungen, per Modem im Schneckentempo durchs Netz<br />
zu navigieren. Das bringt teilweise deutliche Nachteile in Schule<br />
und Job mit sich. Zahlreiche Gewerbetreibende haben es schwer, in<br />
der heute stark internetbasierten Geschäftswelt mitzuhalten.<br />
Auch die Lokalpolitik ist betroffen: So wollen zwar viele Kommunen<br />
per E-Government Verwaltungsdienste online erreichbar machen, sind<br />
aber aufgrund der schlechten Zugangsbedingungen gar nicht in der<br />
Lage dazu. Nicht nur die elektronische Verwaltung und Antragsstellung<br />
sind auf den schnellen Internetzugang angewiesen &#8211; ein Leben in<br />
der DSL-Ödnis macht es zudem vielen Bürgern auf Dauer<br />
nicht leicht, per Internet aktiv am politischen Leben in ihrer Gemeinde<br />
und im Bundeslandes mitzuwirken.
</p>
<p>
<b>Netzanbieter scheuen Ausbaukosten </b>
</p>
<p>
Dabei wäre eine flächendeckende Versorgung mit DSL technisch<br />
möglich – wirtschaftlich allerdings wenig rentabel. Kritiker<br />
bemängeln, Netzanbieter würden hierzulande vor allem profitorientiert<br />
denken. Fakt ist: Sie haben freie Hand bei der Entscheidung, welche<br />
Gebiete sie erschließen. In Foren oder etwa in einem <a href="http://www.wdr.de/themen/computer/internet/ohne_breitband/gaestebuch.jhtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gästebuch<br />
auf WDR.de</a> klagen Telekom-Kunden, das Unternehmen lehne ihre<br />
DSL-Anträge ab, da sich ein teurer Ausbau der Leitungen für<br />
das Unternehmen nur dort lohne, wo man viele Kunden vermutet. Dieser<br />
Vorwand sei „angesichts der Millionenausgaben für die<br />
DSL-Werbung aberwitzig“, schreibt ein Bewohner aus Lindlar<br />
bei Köln. Wer in dünn besiedelten Gebieten lebt, wartet<br />
womöglich noch Jahre auf die schnelle Verbindung. In manchen<br />
Fällen bleibt immerhin das langsamere Funk-DSL, womit das Hochladen<br />
größerer Daten jedoch zur Tortur wird, oder der Wechsel<br />
zur Konkurrenz. Die sträubt sich aber in der Regel vor Alleingängen.
</p>
<p>
Weil sich – gerade in ländlichen Gegenden der Republik<br />
– noch immer zahlreiche Internetnutzer mit Modem, ISDN oder<br />
DSL light und Preisen jenseits aller Flatrate-Grenzen plagen müssen,<br />
schossen in den zurückliegenden zwei Jahren Bürgerinitiativen<br />
wie Pilze aus dem Boden. Allein 20 Ortsteile ihrer Region ohne Chance<br />
auf DSL haben die Gründer der Webseite <a href="http://www.dsl-am-niederrhein.de/" target="_parent" rel="noopener noreferrer">DSL-am-Niederrhein.de</a><br />
aufgetan. Die Betreiber bieten ein Forum für örtliche<br />
Initiativen, führen die angeblich gesundheitsschädlichen<br />
Folgen von Funk-DSL auf und fordern mit mahnenden Worten von der<br />
Politik, endlich ganz Nordrhein-Westfalen mit DSL zu versorgen:<br />
„Oder macht es Euch stolz, dass wir von Staaten überholt<br />
werden, die vor 15 Jahren nicht einmal ein flächendeckendes<br />
Telefonnetz hatten.“
</p>
<p>
Für umfassende Bildung macht sich laut eigener Aussage der<br />
„<a href="http://www.dsl-am-niederrhein.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Förderverein<br />
Bürgernetz Dresden</a>“ stark und stellt seinen 1300<br />
Mitgliedern in der ganzen Stadt 80 Hotspots für drahtloses<br />
Surfen zur Verfügung. Die ebenfalls sächsische Bürgerinitiative<br />
„<a href="http://www.graefe.eu/pro-dsl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pro-DSL Röderstal</a>“<br />
bekam sogar Unterstützung vom parteilosen Bundestagsabgeordneten<br />
Henry Nietzsche, der sich direkt an den Telekom-Vorstand wandte.<br />
Einen ersten Teilerfolg konnten die 300 privaten Mitglieder und<br />
50 Firmen zumindest verbuchen: Mitbewerber Vodafone richtete ein<br />
UMTS-Netz ein. Auch im Märkischen Kreis, in Teilen von Thüringen<br />
und selbst 50 Kilometer vor Köln klaffen nach wie vor große<br />
DSL-Löcher. Nicht selten ein Grund für Betriebe und Unternehmen,<br />
diese Gemeinden als Standort zu meiden.
</p>
<p>
<b>Erfolgreiche Gegenwehr in Cuxhaven </b>
</p>
<p>
An der Nordsee zeigte man, wie trotz Widerstände der Sprung<br />
ins DSL-Zeitalter gelingen kann. Die Bürger Cuxhavens wollten<br />
sich, wie zahlreiche andere engagierte Gemeinden bundesweit, nicht<br />
abfinden mit der unfreiwilligen DSL-Abstinenz. Rund 12 000 Privathaushalte<br />
zählt die Stadt, hinzu kommen knapp 1000 Gewerbetreibende und<br />
Unternehmen. Im Oktober 2005 riefen betroffene Bewohner und Firmen<br />
die „Bürgerinitiative DSL für Cuxhaven“ ins<br />
Leben. Auf einer <a href="http://dsl-fuer-cuxhaven.de/content/view/4/5/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karte</a><br />
illustrierten die Mitglieder, welche Straßenzüge durch<br />
die DSL-Verfügbarkeitsprüfung der Telekom gerasselt sind.<br />
Ergebnis: Nahezu das halbe Stadtgebiet lag abseits moderner Highspeed-Leitungen.
</p>
<p>
Die Initiative setzte sämtliche Hebel in Bewegung. Alle Bürger,<br />
die ans schnelle Breitbandnetz wollten, registrierten sich der bei<br />
der Bedarfsanalyse der örtlichen Industrie- und Handelskammer.<br />
650 Wünsche gingen dort allein im ersten halben Jahr ein, über<br />
ein Drittel davon Gewerbebetriebe. Breitbandanbieter wurden kontaktiert,<br />
Flyer gedruckt, lokale Medien machten die Anstrengungen publik,<br />
im Dezember 2005 ging die selbstgebastelte <a href="http://dsl-fuer-cuxhaven.de/content/view/1/2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetpräsenz</a><br />
online. Immer wieder wandten sich die Initiatoren an die Telekom,<br />
die Industrie- und Handelskammer, das Amt für Wirtschaftsforschung<br />
und den Bürgermeister. Alle Anfragen und Schriftwechsel dokumentierten<br />
die Macher sorgfältig auf der eigenen Webseite, um die Cuxhavener<br />
auf dem Laufenden zu halten und Unterstützer zu gewinnen. Im<br />
Juli 2006 kündigte eine Firma zumindest den Bau eines DSL-Funknetzes<br />
an – wenn auch zu hohen Bezugspreisen. Wenige Wochen später<br />
sagte Marktführer T-Com zu, das gesamte Stadtgebiet mit DSL<br />
zu versorgen. Herbst 2006 ging im Ortsteil Döse endlich der<br />
erste nutzbare DSL 6000er-Anschluss online und im Februar dieses<br />
Jahres war es schließlich vollbracht. Stolz verkündete<br />
die Bürgerinitiative: „Es ist geschafft! In Cuxhaven<br />
ist DSL flächendeckend verfügbar.“
</p>
<p>
<b>EU-Petition eingereicht</b></p>
<p>Während im Nachbarland Schweiz ab 1. Januar 2008 eine Internet-Grundversorgungspflicht<br />
bis ins kleinste Alpendorf in Kraft tritt – mit Mindestgeschwindigkeit<br />
und festen Preisen – kommen aus der Bundespolitik noch keine<br />
Signale. Deshalb suchte in diesem Sommer eine Bürgerbewegung<br />
Hilfe auf EU-Ebene. Die nichtkommerzielle „<a href="http://www.geteilt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative<br />
gegen digitale Spaltung</a>“ forderte in einer Online-Petition<br />
das Europäische Parlament auf, eine gesetzliche Grundlage zu<br />
schaffen, „die es jedem ermöglicht, das Internet von<br />
seinem Heimatort mit einer angemessenen Qualität zu einem erschwinglichen<br />
Preis zu nutzen“. Die Parole lautet: Kampf um Gleichberechtigung<br />
beim Internetzugang.
</p>
<p>
Am 7. Juli 2007 ging eine 33 Seiten lange Unterschriftenliste an<br />
den Europäischen Parlamentspräsidenten Hans-Gert Pöttering<br />
in Brüssel. Das Argument der Urheber: Den Menschen, die in<br />
Gebieten ohne Breitbandtechnik lebten, würden „erhebliche<br />
berufliche, wirtschaftliche, private, gewerbliche und schulische<br />
Nachteile“ entstehen. Ebnet der ungleiche Internetzugang gar<br />
den Weg in die Zweiklassen-Gesellschaft? Im Netz zumindest erregt<br />
die Initiative Aufmerksamkeit mit einer geteilten Deutschlandkarte<br />
und zitiert Artikel 3 des Grundgesetzes, wonach „niemand wegen<br />
seiner Heimat oder Herkunft benachteiligt oder bevorzugt“<br />
werden darf. Trotzig setzten die Macher einen „Artikel 3b“<br />
darunter: „Es sei denn, Sie wollen DSL.“
</p>
<p>
Setzt das EU-Parlament die Bittschrift um, wäre die Deutsche<br />
Telekom vermutlich gezwungen, ihr DSL-Netz flächendeckend auszuweiten.<br />
Alternativ könnte der deutsche Gesetzgeber den Ausbau für<br />
Mitbewerber ausschreiben.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Breitbandmarkt im Blickfeld</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-breitband-shtml-2499/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[WLL]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[War noch vor zwei Jahren Bandbreite ein magisches Wort unter den Telekommunikationsanbietern, ist es inzwischen erstaunlich ruhig geworden um das Geschäft mit den Mbits. Zahlreiche Technologien wurden als zukunftsweisend vorgestellt - neben den herkömmlichen Glasfaserkabel-Lösungen sollte Bandbreite nun auch durch DSL, mittels PMP-Richtfunk, über das Fernsehkabel, die Steckdose oder Satelliten bereitgestellt werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>War noch vor zwei Jahren Bandbreite ein magisches Wort unter den Telekommunikationsanbietern, ist es inzwischen erstaunlich ruhig geworden um das Geschäft mit den Mbits. Zahlreiche Technologien wurden als zukunftsweisend vorgestellt &#8211; neben den herkömmlichen Glasfaserkabel-Lösungen sollte Bandbreite nun auch durch DSL, mittels PMP-Richtfunk, über das Fernsehkabel, die Steckdose oder Satelliten bereitgestellt werden.<!--break-->
                    </p>
<p>Von den vielen Neuerern, die sich auf dem Markt tummelten, sind nur wenige übriggeblieben, und auch von den Technologien, die scheinbar alle &#8220;kurz vor dem Marktstart&#8221; standen, sind einige immer noch nicht, die anderen bereits nicht mehr als ernstzunehmende Angebote anzusehen. Was bleibt, ist der Eindruck, dass die Telekom auch bei den Breitband-Angeboten den Markt beherrscht &#8211; und abseits von DSL derzeit immer noch kaum eine andere Technologie mithalten kann.</p>
<p>
                      <strong>DSL fest in der Hand der Telekom</strong>
                    </p>
<p>Die am weitesten fortgeschrittene Technologie auf dem jetzigen Markt scheint xDSL zu sein. Mit der Digital Subscriber Line (DSL) ist das Kupferkabel, das bis dato in erster Linie der Sprachübertragung diente, auch für die Datenübertragung optimiert worden. Es gibt dabei symmetrische und asymmetrische Varianten, in der die Datenübertragung entweder in beide Richtungen mit der gleichen Geschwindigkeit &#8211; symmetrisch &#8211; vorgenommen wird oder &#8211; in der asymmetrischen Variante &#8211; zum Nutzer hin (downstream) höhere Bandbreiten zur Verfügung stehen als in die Gegenrichtung (upstream).</p>
<p>Die bislang umgesetzten Varianten sind ADSL und SDSL. Daneben existieren technisch gesehen auch noch HDSL und VDSL, die aber in Deutschland keine Rolle spielen. ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) bietet maximale Bandbreiten von 8 Mbit/s downstream und 756 kbit/s upstream. Durchgesetzt hat sich hier in erster Linie das von der Deutschen Telekom als<br />
                    <a href="http://www.dtag.de/dtag/ipl2/cda/t1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T-DSL</a> angebotene ADSL mit derzeitigen Bandbreiten von 768 kbit/s downstream und 128 kbit/s upstream. Geschäftskunden bekommen bei der Telekom auf Wunsch auch höhere Downloadgeschwindigkeiten von 1,5 Mbit/s bis 6 Mbit/s. Höhere Bandbreiten auch upstream bieten mit ADSL zum Beispiel<br />
                    <a href="http://www.q-dsl.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">QSC</a> (1.536/256 kbit/s) oder<br />
                    <a href="http://www.riodata.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">riodata</a> (bis zu 8 Mbit/s downstream und 768 kbit/s upstream).</p>
<p>Für Unternehmen, die Videokonferenzen durchführen oder verschiedene Standorte miteinander vernetzen wollen, ist allerdings SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line) mit gleicher Geschwindigkeit in beide Richtungen die bessere Alternative. Auch bei SDSL treten QSC (von 144 kbit/s bis 2,3 Mbit/s) und riodata (von 256 kbit/s bis 2,3 Mbit/s) mit skalierbaren Bandbreiten als Anbieter auf. Wie lange sich die konkurrierenden Unternehmen allerdings gegen den günstigen Preis von T-DSL noch durchsetzen können, ist fraglich.</p>
<p>
                      <strong>Funkstille bei WLL</strong>
                    </p>
<p>Ein großes Problem bei der Konkurrenz im Ortsnetz stellte von Anfang an das Monopol der Telekom über die Kupferleitungen dar. Daher galt die Überbrückung der sogenannten &#8220;letzten Meile&#8221; mittels Punkt-zu-Multipunk-Richtfunk (PMP) &#8211; auch als Wireless Local Loop (WLL) bekannt &#8211; als genialer Weg an dem rosaroten Konkurrenten vorbei. Im März 1999 hatte die<br />
                    <a href="http://www.regtp.de/reg_tele/start/fs_05.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regulierungsbehörde</a> für Telekommunikation und Post (RegTP) ein erstes Ausschreibungsverfahren eröffnet, in dem WLL-Lizenzen für rund 250 Versorgungsbereiche in zwei unterschiedlichen Frequenzbereichen zur Disposition standen. Elf Unternehmen, darunter Broadnet, Callino, Deutsche Landtel, Firstmark, und Star One (jetzt<br />
                    <a href="http://www.star21.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Star 21</a>), waren erfolgreich und erhielten die Lizenzen mit der Auflage, innerhalb eines Jahres in jedem Lizenzgebiet mindestens eine Basisstation in Betrieb zu nehmen. In einer zweiten Ausschreibungsrunde wurden im Jahr 2000 weitere 162 Gebiete verteilt, für die sich in der ersten Runde niemand beworben hatte.</p>
<p>Bei der PMP-Richtfunktechnik können mit einer Basisstation in einem Radius von etwa 3,5 km mehrere Kunden angeschlossen werden &#8211; im Gegensatz zu dem bis dato eingesetzten Punkt-zu-Punkt-Richtfunk (PtP), der immer nur einen Kunden pro Basisstation versorgen kann. Mit dem Angebot einer symmetrischen Datenübertragung in skalierbaren Bandbreiten bis zu 8 Mbit/s war PMP aufgrund der hohen Anschlusskosten vor allem für Geschäftskunden interessant &#8211; vorausgesetzt sie konnten eine Sichtverbindung zur Basisstation aufweisen. Für die PMP-Anbieter war schnell klar, dass sie Gewinne erst einfahren konnten, wenn ausreichend Kunden an eine Basisstation angeschlossen waren &#8211; bei der relativ geringen Reichweite und der niedrigen Unternehmensdichte in ländlichen Gebieten kaum attraktiv. Die Konzentration erfolgte also auf Ballungsräume.</p>
<p>Der Aufbau der Basisstationen innerhalb der vorgeschriebenen Jahresfrist, ebenso wie der Ausbau eines funktionierenden &#8220;Backbones&#8221; zur deutschlandweiten Vernetzung der Basisstationen erwies sich als eine technische und finanzielle Herausforderung, der die meisten Unternehmen nicht gewachsen waren. Fast alle, die PMP-Richfunk zu ihrem Hauptgeschäft gemacht hatten, haben ihr Ende in einem Insolvenzverfahren gefunden oder sind aufgekauft worden. Auch für die wenigen WLL-Anbieter, die heute noch auf dem Markt sind &#8211;<br />
                    <a href="http://www.star21.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Star 21</a>,<br />
                    <a href="http://www.mediascape.de/index_html.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mediascape</a> und<br />
                    <a href="http://www.airdata.ag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">airdata</a> &#8211; sind die Zukunftsaussichten kritisch: WLL kann im Prinzip als gescheitert betrachtet werden.</p>
<p>
                      <strong>Zukunftsmusik bei den Kabelbetreibern</strong>
                    </p>
<p>Besser sind da schon die Aussichten für die Kabelnetzbetreiber, auch wenn bislang nur an wenigen Stellen Kunden von der Internetanbindung über das aufgerüstete Fernsehkabel profitieren können, so in<br />
                    <a href="http://www.ish.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nordrhein-Westfalen</a>,<br />
                    <a href="http://www.iesy.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hessen</a> und weiteren einzelnen<br />
                    <a href="http://www.infocity.de/infocity/infocity.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Städten</a>. Für den Rest der Republik ist der Einsatz des Kabels als breitbandige Internetverbindung noch offen.<br />
                    <a href="http://www.liberty-media.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liberty Media</a> war sich bezüglich des Kaufes des Kabelnetzes mit der Telekom schon handelseinig, wird allerdings durch ein anhängiges Kartellverfahren bislang noch daran gehindert. Sollte dem Kauf stattgegeben werden, wird wohl peu à peu auch in den übrigen Regionen Deutschlands die Umrüstung des Kabels vorgenommen werden.</p>
<p>Grundsätzlich ist die Technologie für das Surfen via Kabel verfügbar und auch standardisiert, allerdings muss jedes Kabel rückkanalfähig gemacht werden, um für eine Internetverbindung genutzt werden zu können. Das kostet und braucht auch seine Zeit, so dass Internet über das Fernsehkabel auch heute noch nicht einmal in den Regionen, in denen Kabelnetzbetreiber sich an die Umrüstung gemacht haben, flächendeckend zu haben ist. Dennoch dürfte diese Technologie weiterhin interessant bleiben. Die Installation ist mit einem Kabelmodem relativ einfach, und anschließend sind derzeit Bandbreiten zwischen 1 und 2 Mbit/s für den Download zu haben. Nachteilig ist bei der Kabeltechnologie, dass es sich um ein shared medium handelt, bei dem sich die angeschlossenen Empfänger die Bandbreite teilen müssen. Dies kann in Spitzenzeiten zu erheblich reduzierten Bandbreiten führen.</p>
<p>
                      <strong>Kaum Bewegung bei Powerline und Satellit</strong>
                    </p>
<p>Das gleiche Problem tritt beim Internetzugang über das Stromkabel auf. Powerline, also die Internetverbindung über die vorhandenen Elektroleitungen, steckt allerdings nach wie vor in den Kinderschuhen. Die Idee war genial: Durch die Nutzung der in jedem Haus vorhandenen elektrischen Leitungen sollten kaum Anschlusskosten entstehen &#8211; eine flächendeckende und kostengünstige Breitband-Anbindung schien in greifbare Nähe gerückt zu sein. Ganz so einfach sollte es jedoch nicht werden. Die Stromkabel, die die einzelnen Haushalte mit der Trafostation verbinden, sind meist heterogen und haben damit keine einheitlichen Übertragungseigenschaften. Bis heute fehlt ein einheitlicher Standard, der den Einsatz von Powerline flächendeckend möglich machen würde. Eine Lizensierung durch die RegTP steht ebenfalls noch aus.</p>
<p>In Pilotversuchen &#8211; auf dem Vormarsch sind hier vor allem die großen Energieunternehmen<br />
                    <a href="http://www.enbw.de/navigation/de/flash/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EnBW</a>,<br />
                    <a href="http://www.powerline.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RWE</a> und<br />
                    <a href="http://www.vype.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MVV</a> &#8211; konnten Bandbreiten bis zu 2 Mbit/s angeboten werden &#8211; problematisch sind allerdings die Störeinflüsse, die durch starke Signale dicht beieinanderliegender Kabel auftreten. Der Anreiz zur Entwicklung einer weniger störanfälligen Technologie mit einheitlichen Standards ist nach wie vor groß, denn damit könnte auf einen Schlag eine riesige Zahl Kunden angebunden werden. Es wird aber wohl noch einige Zeit dauern, bis die Energieriesen soweit sind.</p>
<p>Ähnlich ruhig geht es um die Internetanbindung über Satellit zu. Zwar haben Strato mit S<br />
                    <a href="http://www.strato.de/skydsl/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ky-DSL</a> und<br />
                    <a href="http://www.europeonline.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EuropeOnline</a> ein Angebot auf dem Markt, doch wie viele Kunden angeschlossen sind und was letztlich an Kosten auf den Nutzer zukommt, ist schwer ersichtlich. Die Zurückhaltung bezüglich dieser Form der Anbindung ist kaum verwunderlich, denn unabhängig von den undurchsichtigen Konditionen muss zusätzlich zur Satellitenanbindung noch ein herkömmlicher Internet-Anschluss für den Rückkanal vorhanden sein. Der Nutzer ist also gezwungen, Kunde bei zwei Unternehmen sein und doppelt zu zahlen, um breitbandig surfen zu können. Dass das Gros bei dem vorhandenen Anschluss bleibt, erscheint da nur logisch.</p>
<p>Wer also heute in Deutschland breitbandig surfen will hat &#8211; abgesehen von einigen wenigen Gebieten &#8211; nicht viel Auswahl. Während WLL und Satellit keine Zukunft zu haben scheinen, müssen Kabel und Powerline erst erwachsen werden, von UMTS gar nicht zu reden. Bis dahin wird sich der Poweruser wohl noch mit DSL begnügen müssen.<br />
                    </p>
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<div class="tidy-2">Erschienen am 24.01.2002</div>
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                      <!-- Content Ende --></p>
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