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	<title>E-Commerce &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Chinas Sonderweg und Deutschlands Feigenblatt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2014 13:20:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im September könnte mit dem chinesischen Internetkonzern Alibaba der größte Börsengang aller Zeiten anstehen. Das befeuert auch im Westen die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Feigenblatt-Brücke-Format-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-141681" alt="Feigenblatt Brücke Format 1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Feigenblatt-Brücke-Format-1-630x275.jpg" width="630" height="275" /></a>Im September könnte mit dem chinesischen Internetkonzern Alibaba der größte Börsengang aller Zeiten anstehen. Das befeuert auch im Westen die Suche nach Alternativen zu den dauergescholtenen US-Internetkonzernen. Allerdings taugt das Beispiel des größten E-Commerce Marktes der Welt für Europa nicht als Vorbild.<br />
Google, Apple, Facebook, Amazon. Sie wissen, was jetzt kommt. Das mit den Datenkraken, NSA-Kooperationen, windigen Änderungen der AGBs, der „Dienst gegen Daten“-Philosophie, Big Data. Und am Ende erklären wir Ihnen, warum das Silicon Valley demnächst auch in Ihrem Wohnzimmer die Möbel umstellt. Metaphorisch zumindest. Und an den Geschäftspraktiken dieser vier Konzerne gibt es ja weiß Gott auch eine Menge zu kritisieren. Da diese Artikel mittlerweile Auoren wie Leser eher ermüden, heute mal eine andere Perspektive.<br />
Die Marktmacht der vier US-Unternehmen erscheint vielen KonsumentInnen im Westen quasi als gottgegeben. Dasselbe gilt für die damit verbundene Abhängigkeit von den USA. Auch wenn diese offensichtlich ist, vergessen wir zu oft: Sie gilt nicht überall.</p>
<h3>Googles Marktanteil in China unter zwei Prozent</h3>
<p>Es gibt nämlich durchaus digitale Märkte, in denen keines dieser Unternehmen richtig Fuß gefasst hat und das bis auf Weiteres wohl auch nicht tun wird. Besser gesagt, es gibt <i>den</i> digitalen Markt, den <a href="http://ystats.com/uploads/report_abstracts/1097.pdf">größten der Welt</a>: Asien, und hier vor allem China. Das Reich der Mitte, mit der größten Bevölkerung weltweit, betreibt eine äußerst restriktive Politik gegen ausländische IT-Unternehmen. Das hängt damit zusammen, dass die Zentralregierung Chinas die IT-Wirtschaft als einen der <a href="http://german.china.org.cn/china/2012-07/22/content_25977892.htm">strategisch wichtigen Wirtschaftszweige</a> erkannt hat – und mit Verweis auf chinesische Sicherheitsinteressen den Zugang erschwert.<br />
Und das zeigt Wirkung. Fast zu allen uns bekannten Anwendungen und Anbietern gibt es in China ein einheimisches Pendant. Statt bei Amazon kaufen ChinesInnen bei taobao, das angeschlossene Zahlsystem heißt nicht PayPal, sondern Alipay. Twitter heißt hier Weibo. In China wird zudem nicht gegoogelt, sonder ge-baidut. Google brachte es dagegen in China im ersten Quartal 2014 nur auf einen Marktanteil von <a href="http://www.komdat.com/blog/suchmaschinen-marktanteile-q1-2014">1,65 Prozent</a>. WhatsApp heißt in der chinesischen Variante WeChat, beziehungsweise Wēixìn (was so viel wie „kleine Nachricht“ bedeutet) und arbeitet zudem mit offenen Programmierschnittstellen (APIs). Das bedeutet, dass eine Großzahl weiterer Services und Funktionen anderer Anbieter an WeChat andocken kann.<br />
Warum es für China kaum Nachteile hat, ausländischer Technik und ausländischen Anwendungen den Zutritt zu erschweren, zeigt sich bei einem Vergleich der Nutzerstatistiken. WeChat kratzt aktuell an der Marke von <a href="http://www.techinasia.com/wechat-438-million-active-users-q2-2014/">440 Millionen</a> aktiven Nutzern. Zum Vergleich: WhatsApp hat weltweit etwa <a href="http://blog.whatsapp.com/613/500000000">500 Mio. Nutzer</a>. Die chinesische Amazon-Alternative taobao rangiert laut dem Webanalysetool Alexa weltweit sogar auf <a href="http://www.alexa.com/siteinfo/taobao.com">Platz neun</a> – und damit sogar einen Platz vor <a href="http://www.alexa.com/siteinfo/amazon.com">Amazon</a>.</p>
<h3>China ist in der Digitalisierung voraus</h3>
<p>China ist der größte E-Commerce Markt der Welt. Und das gigantische Land, das ohne Zweifel Defizite bei Demokratie, Meinungsfreiheit und Minderheitenrechten aufweist, ist auf einem relevanten Gebiet den westlichen Demokratien voraus: Die Digitalisierung ist hier schon <a href="http://www.merics.org/fileadmin/templates/download/china-monitor/China_Monitor_No_15.pdf">weiter vorangeschritten</a> als in den meisten europäischen Ländern. Der mobile Internetzugriff in China lag 2013 bei 83 Prozent der Gesamtzugriffe (zum Vergleich Deutschland: 45 Prozent). Aus der schieren Macht eines solchen Marktes erklären sich auch die ernstzunehmenden (weil nutzerstarken) Alternativen zu den ewigen „Magic Four“ des Silicon Valley.<br />
Aus Sicht des chinesischen Staates ergibt es gleich mehrfach Sinn, das Netz nicht aus der Hand zu geben: Einerseits erwachsen in dem gut geschützten und gleichzeitig gigantischen Markt Produkte, die mit einer großen heimischen Nutzerbasis ins Ausland exportiert werden können – so beginnt <a href="http://meedia.de/2014/08/28/vor-dem-boersengang-unglaublicher-gewinnsprung-fuer-internet-gigant-alibaba/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email">Alibaba (der Konzern hinter taobao)</a>, Marktanteile in Südafrika, Indonesien und Indien zu erobern, und er <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Chinesische-Online-Handelsplattform-Alibaba-expandiert-nach-Europa-173895.html">schielt auch nach Europa</a> und in die <a href="http://www.it-times.de/news/alibaba-expandiert-im-us-amerikanischen-e-commerce-markt-99292/">USA</a>. Andererseits stellt das Internet die chinesischen Zensoren vor eine wahre Mammutaufgabe. Um dieser zu begegnen, wird das Internet in manchen Regionen von Zeit zu Zeit auch mal <a href="http://winfuture.de/news,48294.html">ganz abgeschaltet</a>.</p>
<h3>Mikroblogs genießen mehr Vertrauen als die Medien</h3>
<p>Denn im chinesischen Internet erwächst eine Parallelgesellschaft, die im Analogen nicht existieren kann. Zu groß sind die Redekontrollen und sozialen Zwänge, in die die staatlich verordnete Parteitreue ihre BürgerInnen treibt. Widerstand ist in China digital. Das <a href="http://www.merics.org/fileadmin/templates/download/china-monitor/China_Monitor_No_5_gesamt.pdf">Vertrauen der ChinesInnen</a> in Online-Aktivisten und ihre Mikroblogs ist um ein Vielfaches höher als das in die staatlichen Medien. Oder, wie es der chinesische Medienwissenschaftler Hu Yong ausdrückt: „Wer im Netz nicht über die Regierung lästert, ist politisch inkorrekt“.<br />
Das ist dann auch die chinesische Interpretation des Begriffes „Cyber Security“. Während wir im Westen dabei über die Verhinderung von Straftaten und Datenschutz nachdenken, ist in China vor allem die Sicherheit des Staates vor seinen eigenen BürgerInnen damit gemeint. Mit diesem Argument und dem Verweis auf die Besonderheit der Volksrepublik in eigentlich allen Bereichen – Bevölkerung, Regierungsform, Wirtschaftssystem – werden Restriktionen vom Rest des Weltmarktes auch als irgendwie dazugehörig angesehen.</p>
<h3>Die Digitale Agenda glaubt noch an die DeMail</h3>
<p>Das chinesische Beispiel kann aber auch ein Lehrstück sein für die Bemühungen in Europa und Deutschland, ernsthafte Alternativen zu den in Misskredit geratenen amerikanischen Platzhirschen zu etablieren. Die <a href="http://politik-digital.de/digitale-agenda-das-hausaufgabenheft/">Digitale Agenda</a> der Bundesregierung nennt noch immer die <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/digitale-agenda-wuenschen-und-wollen-in-neuland-1.2096496">DeMail</a> als sichere Zukunftstechnologie „made in Germany“. Das hat ihr nicht nur den Spott der Netzgemeinde eingebracht, sondern kann auch mit Blick auf China nicht optimistisch stimmen: Das einzige Land der Welt, in dem sich (staatlich geförderte) Alternativen etablieren konnten, hat fast 1,4 Milliarden Einwohner. Es ist zudem nicht Teil eines größeren Binnenmarktes und kann ausländischen Mitbewerbern die Regeln für den Markteintritt gewissermaßen diktieren.<br />
Abgesehen davon, dass all diese vermeintlichen Erfolgsfaktoren auf Deutschland nicht zutreffen, werden in China Andersdenkende und Oppositionelle in bestenfalls noch als unfair zu bezeichnenden Gerichtsprozessen verurteilt und ganze Volksgruppen – zuletzt wieder wie beim traurigen <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/china-unruhen-100.html">Beispiel</a> der Uiguren – unterdrückt und diskriminiert. Dass sich Deutschland hiervon unterscheidet, wird kaum ein demokratisch gesinnter Mensch ändern wollen.<br />
Die Antwort auf den NSA-Skandal und Googles Monopol kann deswegen auch nicht in nationalen Alternativprogrammen liegen. Ideen wie Schlandnet und die bereits zitierte DeMail werden sich in Deutschland nicht als Alternativen etablieren. Was die bisherigen Kommentare zu diesen zwei Technologien angeht, ist das vielleicht auch gar nicht so schlecht: Man ist sich relativ einig, dass beispielsweise die <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-03/de-mail-sicher-bundesregierung">DeMail ein Einfallstor für Datendiebe</a> ist.</p>
<h3>Schluss mit den Egotrips</h3>
<p>Der deutsche Markt ist schlicht zu klein, um in ihm Alternativen zu global operierenden und optimierten Diensten reifen zu lassen. Selbstverständlich kann auch mal ein Start-Up aus Berlin den nächsten großen Wurf landen, aber es wird sich in der Marktwirtschaft (und damit ist diesmal nicht die chinesische gemeint) von Anfang an mit den Monopolen zu messen haben. Technologische Antworten auf die NSA-Affäre und echte Alternativen können, wenn überhaupt, auf europäischer Ebene entwickelt werden. Dafür braucht es umfassende und konzertierte Förderung sowie einen sicheren europäischen Rechtsrahmen – und keine feigenblatthaften Egotrips in der europäischen Kleinstaaterei.</p>
<h3>tl;dr</h3>
<ol start="1">
<li>Google, Amazon, Apple, Facebook sind nicht überall Marktführer: Die größte Ausnahme bildet China, wo es eine Vielzahl eigener Konzerne und Dienste gibt, die über große Userzahlen verfügen.</li>
<li>Chinas Erfolgsfaktoren hierfür sind vor allem ein erschwerter Marktzugang für ausländische Bewerber und staatliche Kontrolle im Internet.</li>
<li>Dass die chinesischen „Erfolgsfaktoren“ in Deutschland nicht gelten, ist ein weiterer Grund, Programmen wie DeMail oder Schlandnet eine Absage zu erteilen. Wenn überhaupt, können alternative Dienste nur auf europäischer Ebene entstehen.</li>
</ol>
<p>Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/schneiderstefan/">Stefan Schneider</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>11. Berliner Hinterhofgespräch: “Bitcoins: Community-Währung oder Zahlungsmittel der Zukunft?&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2014 11:21:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als 2008 die Idee einer elektronischen Währung namens ”Bitcoin” vorgestellt wurde, hatte die Finanzkrise noch nicht ganz die globale Öffentlichkeit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/P1020225_mehr_kontrast1.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-131536" alt="P1020225_mehr_kontrast" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/P1020225_mehr_kontrast1-630x354.jpg" width="604" height="339" /></a>Als 2008 die Idee einer elektronischen Währung namens <a href="http://politik-digital.de/revolution-des-waehrungssystems-durch-bitcoins/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">”Bitcoin”</a> vorgestellt wurde, hatte die Finanzkrise noch nicht ganz die globale Öffentlichkeit erreicht. Spätestens seit ihrem vollständigen Ausbruch im Jahr 2009 kommen aber Zentralbanken und Regierungen nicht mehr umhin, sich mit der alternativen Währung zu beschäftigen. Auch im Handel werden immer häufiger Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert. Im Berliner Graefekiez (&#8220;<a href="http://bitcoinkiez.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bitcoinkiez&#8221;</a>), avancierte das elektronische Geld bereits zur Kiezwährung. In unserem 11. Berliner Hinterhofgespräch wollen wir darüber sprechen, wie Bitcoins funktionieren und ob wir schon bald unsere Brieftaschen gegen Bitcoin-Wallets eintauschen sollten.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://youtu.be/Qyc7BvvCevc" title="11. Berliner Hinterhofgespräch: &quot;Bitcoins: Community-Währung oder Zahlungsmittel der Zukunft?&quot;" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/Qyc7BvvCevc?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Unter dem Motto “Bitcoin: Community-Währung oder Zahlungsmittel der Zukunft?”, veranstalteten wir am 25.02. gemeinsam mit den <a href="http://www.netzpiloten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpiloten </a>einen Google+ Hangout on Air, bei dem es u.a. um folgende Fragen ging: Welche Risiken birgt eine Währung, die kein zentrales Kontrollorgan hat? Wo kann man online oder auch im stationären Handel schon mit Bitcoins bezahlen und gibt es auch schon Alternativen zu Bitcoins?</p>
<h5><a href="#10fakten">Interessiert am Thema Bitcoin? Hier gibt es zehn wichtige Fakten zum Nachlesen</a></h5>
<p><a href="http://politik-digital.de/11-berliner-hinterhofgespraech-bitcoins-community-waehrung-oder-zahlungsmittel-der-zukunft/hinterhofbitc/" rel="attachment wp-att-137767"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-137767" alt="HinterhofBitc" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/HinterhofBitc.jpg" width="588" height="183" /></a><br />
Unser Moderator, <a href="http://www.netzpiloten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpilot</a> Tobias Schwarz, diskutierte darüber mit unseren Gästen:<br />
<a href="https://bitcoinsberlin.com/uber-die-bitcoin-berater/team/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Goslicki</a>, Mitgründer von <a href="https://bitcoinsberlin.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BitcoinsBerlin</a> (www.bitcoinsberlin.com)<br />
<a href="http://www.frank-schaeffler.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frank Schäffler</a>, Politiker (FDP), ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Diplom-Betriebswirt<br />
Cassandra Wintgens, Inhaberin von <a href="http://www.lekkerurlaub.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lekkerurlaub</a>, Guesthouse im berliner <a href="https://bitcoinsberlin.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bitcoinkiez</a><br />
&nbsp;</p>
<h3 id="10fakten">Zehn wichtige Fakten zum Bitcoin</h3>
<ol>
<li>Bitcoin ist eine <strong>digitale Währung</strong>.</li>
<li>Bitcoins sind nichts materielles sondern nur eine <strong>Folge von Zahlen und Buchstaben.</strong></li>
<li>Neue Bitcoins werden durch das sog. &#8220;Mining&#8221; geschaffen &#8211; die <strong>Berechnung von kryptografischen Rätseln.</strong></li>
<li>Bitcoin benötigt keine zentrale Institution, da die <strong>Überprüfung der Bitcoins </strong>durch das Bitcoin-Netzwerk dezentral erfolgt.</li>
<li>Das Bitcoin-Netzwerk wird durch &#8211; über das Internet verbundene &#8211; Teilnehmer gebildet, die einen Bitcoin-Client ausführen &#8211; <strong>Verschlüsselungen</strong> sorgen für Anonymität.</li>
<li>Der Wert eines Bitcoins kommt &#8211; wie bei jeder anderen Währung &#8211; durch den <strong>Tauschwert</strong> mit anderen Währungen zustande, bspw. liegt der aktuelle Wert in US-$ bei ca. 1000.</li>
<li>Durch die <strong>ansteigende Rechenkraft</strong> des Netzwerks &#8211; welche die Berechnung der Rätsel schwieriger macht &#8211; wird eine zu schnell steigende Geldsumme verhindert bzw. die Inflationsrate gering gehalten.</li>
<li>Mittlerweile ist die Rechenkraft so groß geworden, dass sich das Schürfen nur noch für <strong>professionelle Minenbesitzer</strong> lohnt.</li>
<li>Der Bitcoin ist nicht die einzige digitale Währung aber die <strong>erfolgreichste ihrer Art</strong> &#8211; sie entstand im Jahr 2009.</li>
<li>Insgesamt wird das Projekt <strong>unterschiedlich beurteilt</strong>: Während es für einige eine Alternative zum klassischen Finanzsystem darstellt, unternehmen manche Behörden und Zentralbanken den Versuch, den Handel mit Bitcoins einzudämmen.</li>
</ol>
<p>Bild: politik-digital.de<br />
Porträts: v.l.n.r.:  Tobias Schwarz: http://about.me/tobiasschwarz, Jan Goslicki, Frank Schäffler: www.frank-schaeffler.de / studio kohlmeier, Cassandra Wintgens<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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			</item>
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		<title>Nachhaltigkeit und &#8220;Öffentliche Beschaffung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/nachhaltigkeit-und-informationsgesellschaft/wissensgesellschaftnik5-shtml-2859/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit und Informationsgesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Technologie-Roadmap]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Dompke]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Procurement]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Mario Dompke, 
                      Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Interview mit Mario Dompke,<br />
                      <a href="http://www.dlr.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR e.V.</a><!--break-->
                    </p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Was verbirgt sich hinter dem Begriff &#8220;Öffentliche Beschaffung&#8221; und warum wurde &#8220;Öffentliche Beschaffung&#8221; als Fokusthema gewählt?</p>
<p>
                    <strong>Dompke:</strong> Hierunter verbirgt sich alles, was im Bereich der Öffentlichen Hand und der Institutionen, die nach öffentlichen Kriterien beschaffen, beschafft wird. Es fängt an beim Bleistift am Schreibtisch bis hin zum Panzer. Als Fokusthema für das Roadmapping in der IKT wurde es ausgewählt, da die Informations- und Publikationstechnik in ihrer Durchdringung in sehr vielen Produkten der Öffentlichen Hand enthalten ist. 13% des Bruttoinlandproduktes werden direkt für die Öffentliche Beschaffung verwendet und 4,6 Millionen Menschen sind im Öffentlichen Bereich beschäftigt. Daran sieht man, dass es sich um einen Massenmarkt handelt. Durch klare Regelungen, wie der VOL (Verdienungsordnung Leistung) und der VOB (Verdienungsordnung Bauwerke), ist genau organisiert, wie zu beschaffen ist. Man kann daher nach Identifikationen von Zielen und Entwicklung von Strategien über die Integration in die VOL oder VOB oder Rahmenvorschriften eine breite Umsetzung erreichen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Für welche Aspekte des Themas &#8220;Öffentliche Beschaffung&#8221; soll und kann Nachhaltigkeit eine Rolle spielen? Umweltverträglichkeitsaspekte scheinen meist im Vordergrund zu stehen.</p>
<p>
                    <strong>Dompke:</strong> Das ist ein allgemeines Problem, was nicht nur auf das Fokusthema Öffentliche Beschaffung bezogen ist. Wir haben sehr viele Initiativen im Umweltbereich. Das fing damals an mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich ganz bewusst dem Thema Umwelt zugewandt haben, ist dann in allen gesellschaftlichen Schichten und Bereichen aufgenommen worden und ist in den letzten Jahren richtigerweise auch auf Nachhaltigkeit ausgeweitet worden &#8211; Rio 1992 als Stichwort. Nur in der konkreten Umsetzung ist es immer noch ein Problem zu definieren, was Nachhaltigkeit eigentlich ist. Wir haben keine Kriterien. In der Theorie kann man sagen, Nachhaltigkeit bedeutet, heute so zu wirtschaften, dass ein Morgen auch noch möglich ist, aber ohne dabei heute Einschränkungen machen zu müssen. Kurzes Beispiel: Alte Gutsbesitzer wussten sehr wohl, wann sie welches Feld bestellen sollten und wie sie ihre Arbeiter behandeln mussten, damit diese auch eine Identifikation zum Guts-Unternehmen hatten, damit die Landwirtschaft funktionierte. Das war Integrierte Nachhaltigkeit. Die Initiativen, die heute laufen, sind sehr stark gefärbt von etwas Messbarem. Und was ist heute am besten messbar? Geld und ökologische Effekte &#8211; was auch zwei Säulen innerhalb der Nachhaltigkeit sind. Wir versuchen die dritte Säule mit hineinzubringen, die Soziokultur. Soziokultur bedeutet, dass alle Kriterien aus den Bereichen der Arbeitswissenschaften, Arbeitschutz, Gesundheitsschutz, Sicherheitstechnik und auch Tarifpolitik unter dem Begriff Integrierte Nachhaltigkeit zusammen gefasst werden, um dann zu einem neuen Bewertungssystem zu kommen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wie wird reagiert, wenn sich ökonomische, ökologische und soziale Ziele widersprechen?</p>
<p>
                    <strong>Dompke:</strong> Betriebswirtschaftliche Sicht ist auch Nachhaltigkeitssicht: Die drei Aspekte Wachstum, Gewinn und Nachhaltigkeit müssen gleichberechtigt behandelt werden. Ein Widerspruch tritt nur dann auf, wenn nur ein Punkt betrachtet wird, aus welchen Gründen auch immer &#8211; globales Handeln, gesellschaftspolitische Notwendigkeiten, u.s.w.. In dem Moment, in dem man alle drei Punkte betrachtet, kann kein Widerspruch entstehen. Wie löst man aber einen existierenden Widerspruch auf? Man zeigt auf, dass eine bestimmte Säule nicht ausreichend betrachtet wird und macht deutlich, dass die langfristige Sicherung eines Unternehmens nur möglich ist, wenn alle drei Säulen gleichberechtigt behandelt werden. Darin liegt natürlich die Schwierigkeit in unserer sozialen Marktwirtschaft. Ein Problem ist sicher, wobei ich mich damit recht weit aus dem Fenster lehne, dass wir eine Managementkultur haben, die nicht mehr unmittelbar mit dem Unternehmen verbunden ist. Ein Familienbetrieb, bei dem der Besitzer noch selbst das Unternehmen geleitet hat, denkt wesentlich stärker an die Zukunft, an seine Kinder und Enkel, als ein Aufsichtsratsvorsitzender, der, wenn die Firma nicht mehr den erwarteten Erfolg hat, auch wo anders einen Posten bekommen kann.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wie setzt sich die Fokusgruppe, die das Thema Öffentliche Beschaffung bearbeitet, zusammen? Inwieweit findet zur Zeit schon Zusammenarbeit mit nachgeordneten Ebenen, wie Mitarbeitern von Behörden, statt?</p>
<p>
                    <strong>Dompke:</strong> Die Fokusgruppe setzt sich aus drei Gruppen zusammen. Die Öffentliche Beschaffung verläuft nach Regeln, das ist für unsere Arbeit Vorteil und Nachteil zugleich.<br />
                    <br />An einer Stelle sitzen die Facheinkäufer oder Beschaffer, die ihre Arbeit nach diesen Regeln gestalten. An einer anderen Stelle sitzen die Bedarfsträger, die Kriterien definieren, die sie für ihre Arbeit brauchen. Sie geben diese Kriterien weiter, und sie müssen eingepasst werden in die Regel der Beschaffer. Darin liegt eventuell eine Diskrepanz. Es gibt europäische Interpretationen der Beschaffungsrichtlinien, in denen ausgesagt wird, dass die Integration möglich ist. Wir müssen zuerst aus den Bedarfsträgern herauskitzeln, welche Kriterien originär für ihre Arbeit notwendig und auch nachhaltig sind. Dann müssen wir mit den Beschaffern reden und herausfinden, wie solche Kriterien formuliert sein müssen, damit sie in ihr Regelwerk aufgenommen werden können. Das sind zwei unterschiedliche Diskussionsprozesse, die nicht vermischt werden dürfen. Über die Hemmnisse, die wir im Gespräch mit Beschaffern und Bedarfträger herausgefunden haben, müssen wir mit den die für die Regelwerke verantwortlichen diskutieren. Wir müssen darüber sprechen, ob es Möglichkeiten gibt, diese Regelwerke partiell zu ändern oder zu erweitern. Deshalb haben wir drei Fokusgruppen.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Wie begegnet man Berührungsängsten oder Schwierigkeiten mit neuen Techniken und Strategien insbesondere beim Thema Öffentliche Beschaffung?</p>
<p>
                    <strong>Dompke:</strong> Das ist kein großes Problem. Es gibt zahlreiche Erkenntnisse aus der Forschung, wie man mit den Problemen &#8220;das habe ich schon immer so gemacht&#8221; oder &#8220;Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht&#8221; umgehen kann. Diese Erkenntnisse kann man anwenden. Solche Strategien anzuwenden hat aber nur Erfolg, wenn man die Ziele definiert hat und sie Ziele in die Regelwerke der Öffentlichen Beschaffung hinein bekommt. Wir versuchen die Ziele aus dem zu definieren, was existent ist, ohne neue Forschung zu betreiben. Der nächste Schritt ist die Planung konkreter organisatorischer Maßnahmen, wie Maßnahmen zur Förderung der Akzeptanz oder die Integration bestimmter neuer Verhaltensweisen in der Einarbeitungsphase. Beispiele sind die Verwendung energieeffizienter Steckernetzteile, die es schon gibt, oder die Information über energiesparende Verhaltensmöglichkeiten, beispielsweise während der Einarbeitung in Computerprogramme.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Welche Unterstützung seitens der Verwaltung (Bund, Länder) ist ihrer Meinung nach noch nötig?</p>
<p>
                    <strong>Dompke:</strong> Soweit ist der Prozess noch nicht. Ich würde mir wünschen, dass die Unterstützung, die bereits angefangen hat, auch erhalten bleibt wenn es konkret wird. Ich weiß allerdings noch nicht, ob das passiert. Im Moment bin ich sehr positiv eingestimmt, wir bekommen sehr viel Unterstützung von Bund und Ländern. Nach einer gewissen Beobachtungszeit sollten Änderung von Gesetzen und Regelwerken stattfinden, wenn die neuen Kriterien aus Akzeptanzgründen oder Erklärbarkeitsgründen nicht in die Beschaffungsrichtlinie integrierbar sind &#8211; das würde ich mir wünschen. Stichwort Steckernetzteile: Wenn wir es nicht schaffen, eine Selbstverpflichtung mit Herstellern, Beschaffern und Bedarfsträgern zu erreichen, dann kann es der Bund eventuell mit einer Verordnung durchsetzten. Aber soweit sind wir noch nicht. Man sollte nicht den dritten Schritt vor dem ersten machen, denn da verschreckt man mehr mit.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Im Bereich E-Government ist E-Procurement (online-Beschaffung) ein wichtiges Thema. Aber Nachhaltigkeit noch nicht. Wie kann das geändert werden und was wären konkrete Schritte dazu?</p>
<p>
                    <strong>Dompke:</strong> Wenn man E-Government richtig macht, stecken darin natürlich viele Nachhaltigkeitspotenziale. Nicht nur im Bereich Ökologie, sondern gerade auch im Bereich der Soziokultur, der Gesellschaft. Nur dabei spielen noch andere Dinge eine Rolle. Wenn man die Potenziale von E-Government ausschöpfen will, muss man eben auch alte Menschen an das Netz bringen, die 80jährige, gehbehinderte Frau, die ihren Antrag oder ihr Formular selbst nicht mehr abholen kann. Es nützt ihr nichts, wenn es E-Government gibt, sie damit aber nicht umgehen kann.<br />
                    </p>
<p>
                      
                    </p>
<p>
                      
                    </p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Internet revolutioniert das Gesundheitssystem</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/internet_revolutioniert_das_gesundheitssystem_0-74/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitssystem]]></category>
		<category><![CDATA[E-Health]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><b>Der Soziologe und Gesundheitsökonom Frederik Tautz beschreibt        in seinem Einführungswerk &#8222;E-Health und die Folgen&#8220;        Auswirkungen der Gesundheitskommunikation im Netz auf unser Gesundheitssystem</b></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Soziologe und Gesundheitsökonom Frederik Tautz beschreibt in seinem Einführungswerk „E-Health und die Folgen“ Auswirkungen der Gesundheitskommunikation im Netz auf unser Gesundheitssystem</strong><br />
Mit dem Internetboom Mitte der 1990-er Jahre beginnen Laien erstmalig im WWW nach gesundheitsrelevanten Informationen zu suchen. Die Informationsfülle im Netz entspricht dem Wissensbedarf der Patienten, die sich häufig unzureichend von ihrem Arzt beraten fühlen. Zwar bedienen auch die traditionellen Massenmedien, wie Rundfunk und Printmedien, den Wunsch ihrer Rezipienten nach Gesundheitsthemen, aber die spezifischen Eigenheiten des Internets entfalten eine größere Wirkung: Weltweite Informationen stehen zur Verfügung, Online-Berichte sind nicht an Sendezeiten gebunden, der User bestimmt über Hyperlinks selbst, wie tief er sich mit einem Thema auseinandersetzen möchte.<br />
Damit erfüllt das Internet nicht nur Kriterien eines Massenmediums, sondern auch Merkmale interpersonaler Kommunikation. Ähnlich wie beim Telefon, kann z. B. per eMail exklusiv mit einer Person kommuniziert werden.<br />
<strong>E-Health</strong><br />
Die Verbindung Internet &#8211; Medizin ist älter als „E-Health“. Erstmals 1997 taucht der Begriff E-Health in der Wirtschaft auf. Eine eindeutige Definition existiert nicht, jedoch soll die Wortschöpfung vermitteln, dass mit dem Zusammenspiel etwas Neues mit Chancen und Risiken entsteht.<br />
<strong>Veränderungen im Gesundheitswesen</strong><br />
Die Gesundheitskommunikation im Internet trifft auf einen veränderten Gesundheitsbegriff. Da Menschen heute nicht mehr an akuten Krankheiten, wie etwa einer Lungenentzündung, sterben, sondern an chronisch-degenerativen Leiden, definieren sich Gesundheit und Krankheit nicht länger als absolute Zustände, sondern als ein Kontinuum. Die Medizin entwickelt sich weg von kurativer Behandlung hin zu Prävention. Hier ist die Mitarbeit des Patienten entscheidend. Auch wird Gesundheit subjektiv unterschiedlich empfunden, so dass die bevormundende Arzt-Patient Beziehung überholt ist.<br />
<strong>Vorteile der Gesundheitskommunikation im Netz</strong><br />
Viele Patienten wünschen sich detailliertere Informationen von ihrem Arzt, trauen sich aber häufig nicht, nachzufragen. Die besondere Struktur des WWW ermöglicht diesen Patienten nach ihren individuellen Bedürfnissen selbst nach weiterführenden Materialien zu suchen.<br />
Gerade bei der Vermittelung von Präventionsmaßnahmen entscheidet die persönliche Ansprache über Erfolg und Misserfolg. Interaktive Anwendungen im Netz befolgen diese Forderung und führen wegen ihrer Anonymität zu besseren Ergebnissen. Insbesondere für den Bereich der Selbsthilfegruppen kann das Internet unterstützend wirken. Die Hemmschwelle im anonymen Netz ist niedriger, räumliche Entfernungen sind kein Hinderungsgrund mehr.<br />
Schließlich kann das Internet allgemein zu einer besser aufgeklärten Bevölkerung beitragen.<br />
<strong>Nachteile der Gesundheitskommunikation im Netz</strong><br />
Das Internet verlang einen aktiven Konsumenten, der sich seine Information selbst sucht. Die traditionellen Redakteursaufgaben werden an den User abgegeben. Viele sind damit jedoch überfordert. Erschwerend hinzukommt, dass keine einheitlichen Qualitätsstandards für Content existieren. Schließlich ist das Internet kein Massenmedium – und wird es wohl wegen einer beachtlichen Anzahl Offliner auch nie werden.<br />
<strong>Auswirkungen des Internet</strong><br />
Mit Hilfe einer Expertenbefragung stellt Tautz sieben Thesen über die zukünftige Entwicklung von E-Health auf:<br />
&#8211; Hausärzte werden künftig ihre Patienten bei der Internetrecherche nach geeigneten Information unterstützen.<br />
&#8211; Die Arzt-Patienten Beziehung entwickelt sich zu einer wirklichen Partnerschaft mit gegenseitiger Kompetenzanerkennung<br />
&#8211; Patienten suchen im Netz nach möglichen Therapien und wählen ihren behandelten Arzt danach aus<br />
&#8211; Seriöse Angebote im Internet zu Gesundheitsthemen werden von einer großen Öffentlichkeit genutzt. In der Folge verbessert sich die allgemeine Gesundheitsprävention.<br />
&#8211; Die meisten realen Selbsthilfegruppen werden durch Online-Angebote ersetzt.<br />
&#8211; Bei leichten Erkrankungen suchen die Menschen Hilfe im Internet.<br />
&#8211; Eine offizielle Institution oder Regulierungsbehörde prüft die Online-Angebote zum Thema Gesundheit.<br />
„E-Health und die Folgen“ ist ein gelungenes Einstiegswerk in die Thematik. Frederik Tautz überzeugt durch seine klare und unkomplizierte Ausdrucksweise. Zahlreiche Verweise auf empirische Untersuchungen unterstützen die eigenen Schlussfolgerungen des Autors.<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die Geschichte des Rattenschwanzes</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/die_geschichte_des_rattenschwanzes-59/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:43:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Anderson]]></category>
		<category><![CDATA[The Long Tail]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftstheorie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">(Buchbesprechung) Alles begann 2004 mit einem Artikel        in einem Magazin. Die Überschrift lautete "The Long Tail"        und ist längst ein feststehender Branchenbegriff. Chris Anderson,        der Autor von damals, hat nun ein Buch daraus gemacht. Detailreich        und amüsant, findet Thomas Praus.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Buchbesprechung) Alles begann 2004 mit einem Artikel in einem Magazin. Die Überschrift lautete &#8220;The Long Tail&#8221; und ist längst ein feststehender Branchenbegriff. Chris Anderson, der Autor von damals, hat nun ein Buch daraus gemacht. Detailreich und amüsant, findet Thomas Praus.<!--break--></p>
<p>„The Long Tail“ ist jetzt schon ein Klassiker der Management-Literatur. Es ist eines dieser Bücher, auf die sich fast alle einigen können, weil es so schön auf den Punkt bringt, was viele denken, aber noch nicht so treffend in Worte fassen konnten. Zum Beispiel Jeff Bezos, dessen Amazon-Erfolgsstory exemplarisch dafür steht, was die neue Internet-Ökonomie und damit auch die Theorie des &#8220;long tail&#8221; vermag: Nicht mehr die Mega-Seller bestimmen das Geschäft, sondern die vielen kleinen Produkte in den Nischen, die nur zu ihren Käufern finden müssen, die irgendwo auf dieser Welt existieren.<br />
Die Theorie des „long tail“ – so etwas wie ein endloser „Rattenschwanz“ an Angeboten und Möglichkeiten – ist schnell auf den Punkt gebracht: Mit dem Ausbreiten des Internets ist es möglich geworden, ein unbegrenztes Warensortiment einem globalen Kundenpublikum anzubieten. Wer Kundenprofile intelligent verknüpft, kann neben den allgegenwärtigen Hitparaden auch personalisierte Listen erstellen. Dinge, die man vorher nie hätte finden können, liegen nun auf dem Präsentierteller – eine Tatsache, die bei Medienprodukten besonders virulent ist. Schließlich gehen bei Songs und Filmen dank digitaler Übertragungsmöglichkeiten sogar die Distributionskosten gegen null. Natürlich ist dies zunächst eine Theorie für den Handel und die Vermarktung von Gütern, aber auch die politischen und kulturellen Aspekte globaler Verfügbarkeit werden in „The Long Tail“ angeschnitten. Das globale Medienangebot, die steigende Individualisierung und ein schwindender kultureller Mainstream sind dabei sowohl Ursache als auch Resultat der veränderten Marktbedingungen.<br />
<strong>Knackige Theorie</strong><br />
Der Autor dieses neuen Klassikers ist auch gleichzeitig derjenige, der den <a href="http://www.wired.com/wired/archive/12.10/tail.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Begriff</a> 2004 erstmals ins Spiel brachte: Chris Anderson, Chefredakteur des US-amerikanischen <a href="http://www.wired.com/wired" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wired-Magazins</a>. Das Magazin berichtet seit 1993 über die kulturellen und ökonomischen Auswirkungen von Technologie und Internet auf das Leben. Jener Ursprungsartikel in Wired, der schnell zu einem der meist gelesenen wurde, und zahllose Vorträge, die Anderson zu dem Thema hielt, bilden die Grundlage für dieses Buch. Er verpackt die ökonomische Theorie in eine knackige Sprache und garniert sie mit vielen beispielhaften Geschichten. Im bühnentauglichen Plauderton und einer typisch US-journalistischen „straightforward-Schreibe“ mischt Anderson Theorie und historische Entwicklungen. Dabei geht er zurück zu den legendären Versandhändlern Sears &amp; Roebuck, die das amerikanische Hinterland im 19. Jahrhundert mit Hilfe nahezu 1000-seitigen Katalogen und einer riesigen Vielfalt von Waren belieferten, und landet schließlich bei allgegenwärtigen Beispielen wie Amazon oder iTunes.<br />
Anderson rechnet dabei besonders amüsant mit den Mechanismen der Hitindustrie ab und beschreibt das Leben in der Nische. Besonders musikinteressierten Lesern dürften seine schönen Beschreibungen von Subkulturen und Erfolgen im Underground gefallen: Anhand von Musikern wie <a href="http://www.laut.de/wortlaut/artists/k/knuckles_frankie/biographie/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frankie Knuckles</a>, <a href="http://www.laut.de/wortlaut/artists/m/my_chemical_romance/biographie/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">My Chemical Romance</a>, oder <a href="http://www.myspace.com/birdmonster" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Birdmonster</a> liefert er detailreiche Einblicke in die Welt des Musikbusiness.<br />
Auch wenn die Wirtschaftsaspekte klar im Vordergrund stehen, beschränkt sich Anderson bei weitem nicht darauf. Crowdsourcing, Open Source oder Pro Am, also &#8220;professional amateurs&#8221;, sind weitere Bezeichnungen für die nützlichen Nischen des globalen Angebots, die mit Hilfe von digitalen Technologien gefunden und koordiniert werden können: Sei es, dass Hobbyastronomen sich den zu beobachtenden Orbit aufteilen oder Programmierer ihre jeweiligen Fähigkeiten für ein gemeinsames Projekt einsetzen. Mittlerweile ist Andersons Begriff sogar schon in andere Gefilde weitergewandert: Der „long tail of security“ etwa beschreibt die Wandlung von kriegerischen Konflikten zwischen Staaten in Gewalt von Guerillakämpfern und Terroristen. „Niche producers of violence“ nennt das der von Anderson zitierte John Robb des Warblogs &#8220;<a href="http://globalguerrillas.typepad.com/globalguerrillas/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Guerilla</a>&#8220;.<br />
Längst ist klar: Die Implikationen der Long Tail-Idee sind mannigfaltig und lassen sich auf viele Gebiete neben der Ökonomie ausweiten. In erster Linie geht es Anderson in seinem Buch natürlich um letztere, auch weil er so viele interessante Stories darüber erzählen kann. Im Endeffekt aber sagt er uns nichts Neues: Was schon immer an der Internet-Ökonomie interessant war, wird hier nur noch einmal zusammengefasst. Das aber auf durchaus unterhaltsame und kurzweilige Art, mit vielen Geschichten, die man gerne selber weiter erzählt. Und wer dann noch nicht genug hat, kann auch einfach Andersons Weblog über den <a href="http://longtail.typepad.com/the_long_tail/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Long Tail</a> konsultieren.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Internet revolutioniert das Gesundheitssystem</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/internet_revolutioniert_das_gesundheitssystem-29/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:41:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitssystem]]></category>
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		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><b>Der Soziologe und Gesundheitsökonom Frederik Tautz beschreibt        in seinem Einführungswerk &#8222;E-Health und die Folgen&#8220;        Auswirkungen der Gesundheitskommunikation im Netz auf unser Gesundheitssystem</b></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Soziologe und Gesundheitsökonom Frederik Tautz beschreibt in seinem Einführungswerk „E-Health und die Folgen“ Auswirkungen der Gesundheitskommunikation im Netz auf unser Gesundheitssystem</strong><br />
Mit dem Internetboom Mitte der 1990-er Jahre beginnen Laien erstmalig im WWW nach gesundheitsrelevanten Informationen zu suchen. Die Informationsfülle im Netz entspricht dem Wissensbedarf der Patienten, die sich häufig unzureichend von ihrem Arzt beraten fühlen. Zwar bedienen auch die traditionellen Massenmedien, wie Rundfunk und Printmedien, den Wunsch ihrer Rezipienten nach Gesundheitsthemen, aber die spezifischen Eigenheiten des Internets entfalten eine größere Wirkung: Weltweite Informationen stehen zur Verfügung, Online-Berichte sind nicht an Sendezeiten gebunden, der User bestimmt über Hyperlinks selbst, wie tief er sich mit einem Thema auseinandersetzen möchte.<br />
Damit erfüllt das Internet nicht nur Kriterien eines Massenmediums, sondern auch Merkmale interpersonaler Kommunikation. Ähnlich wie beim Telefon, kann z. B. per eMail exklusiv mit einer Person kommuniziert werden.<br />
<strong>E-Health</strong><br />
Die Verbindung Internet &#8211; Medizin ist älter als „E-Health“. Erstmals 1997 taucht der Begriff E-Health in der Wirtschaft auf. Eine eindeutige Definition existiert nicht, jedoch soll die Wortschöpfung vermitteln, dass mit dem Zusammenspiel etwas Neues mit Chancen und Risiken entsteht.<br />
<strong>Veränderungen im Gesundheitswesen</strong><br />
Die Gesundheitskommunikation im Internet trifft auf einen veränderten Gesundheitsbegriff. Da Menschen heute nicht mehr an akuten Krankheiten, wie etwa einer Lungenentzündung, sterben, sondern an chronisch-degenerativen Leiden, definieren sich Gesundheit und Krankheit nicht länger als absolute Zustände, sondern als ein Kontinuum. Die Medizin entwickelt sich weg von kurativer Behandlung hin zu Prävention. Hier ist die Mitarbeit des Patienten entscheidend. Auch wird Gesundheit subjektiv unterschiedlich empfunden, so dass die bevormundende Arzt-Patient Beziehung überholt ist.<br />
<strong>Vorteile der Gesundheitskommunikation im Netz</strong><br />
Viele Patienten wünschen sich detailliertere Informationen von ihrem Arzt, trauen sich aber häufig nicht, nachzufragen. Die besondere Struktur des WWW ermöglicht diesen Patienten nach ihren individuellen Bedürfnissen selbst nach weiterführenden Materialien zu suchen.<br />
Gerade bei der Vermittelung von Präventionsmaßnahmen entscheidet die persönliche Ansprache über Erfolg und Misserfolg. Interaktive Anwendungen im Netz befolgen diese Forderung und führen wegen ihrer Anonymität zu besseren Ergebnissen. Insbesondere für den Bereich der Selbsthilfegruppen kann das Internet unterstützend wirken. Die Hemmschwelle im anonymen Netz ist niedriger, räumliche Entfernungen sind kein Hinderungsgrund mehr.<br />
Schließlich kann das Internet allgemein zu einer besser aufgeklärten Bevölkerung beitragen.<br />
<strong>Nachteile der Gesundheitskommunikation im Netz</strong><br />
Das Internet verlang einen aktiven Konsumenten, der sich seine Information selbst sucht. Die traditionellen Redakteursaufgaben werden an den User abgegeben. Viele sind damit jedoch überfordert. Erschwerend hinzukommt, dass keine einheitlichen Qualitätsstandards für Content existieren. Schließlich ist das Internet kein Massenmedium – und wird es wohl wegen einer beachtlichen Anzahl Offliner auch nie werden.<br />
<strong>Auswirkungen des Internet</strong><br />
Mit Hilfe einer Expertenbefragung stellt Tautz sieben Thesen über die zukünftige Entwicklung von E-Health auf:<br />
&#8211; Hausärzte werden künftig ihre Patienten bei der Internetrecherche nach geeigneten Information unterstützen.<br />
&#8211; Die Arzt-Patienten Beziehung entwickelt sich zu einer wirklichen Partnerschaft mit gegenseitiger Kompetenzanerkennung<br />
&#8211; Patienten suchen im Netz nach möglichen Therapien und wählen ihren behandelten Arzt danach aus<br />
&#8211; Seriöse Angebote im Internet zu Gesundheitsthemen werden von einer großen Öffentlichkeit genutzt. In der Folge verbessert sich die allgemeine Gesundheitsprävention.<br />
&#8211; Die meisten realen Selbsthilfegruppen werden durch Online-Angebote ersetzt.<br />
&#8211; Bei leichten Erkrankungen suchen die Menschen Hilfe im Internet.<br />
&#8211; Eine offizielle Institution oder Regulierungsbehörde prüft die Online-Angebote zum Thema Gesundheit.<br />
„E-Health und die Folgen“ ist ein gelungenes Einstiegswerk in die Thematik. Frederik Tautz überzeugt durch seine klare und unkomplizierte Ausdrucksweise. Zahlreiche Verweise auf empirische Untersuchungen unterstützen die eigenen Schlussfolgerungen des Autors.<br />
&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Siegeszug der weißen Kopfhörer</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/musik-und-internet/der-siegeszug-der-weissen-kopfhoerer-2508/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein tragbarer MP3-Player von Apple hat seit 2001 die Musikbranche nachhaltig verändert. Momentan verhandeln Künstler, Nutzer und Plattenfirmen den Umgang mit Creative Commons-Lizenzen, Tauschbörsen und Musik-Podcasts jeden Tag neu.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein tragbarer MP3-Player von Apple hat seit 2001 die Musikbranche nachhaltig verändert. Momentan verhandeln Künstler, Nutzer und Plattenfirmen den Umgang mit Creative Commons-Lizenzen, Tauschbörsen und Musik-Podcasts jeden Tag neu.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Ein Blick in die S-Bahn genügt, um den Eindruck zu bekommen, dass Jugendliche mit MP3-Spielern verwachsen sind. Ohrstöpsel ragen aus den meisten Ohren, ihre Kabel verschwinden in Jackentaschen und Rucksäcken. Nicht wenige dieser Ohrstöpsel leuchten in strahlendem Weiß, der charakteristischen Farbe des wohl populärsten tragbaren Geräts namens iPod aus dem Hause Apple. Doch egal welcher Markenname die Musikquelle tatsächlich trägt, der iPod ist zum Symbol einer Generation geworden.
</p>
<p>
Hier geht es aber nicht nur um einen Namen. Zwar steht der Name iPod längst stellvertretend für alle tragbaren Musikplayer, den Walkman hat er schon lange verdrängt. Die unausgesprochene Nachricht ist eine tiefere, grundlegendere. Für eine ganze Generation von Kunden &#8211; oder besser: Nutzern – drücken diese Kopfhörer eine Haltung aus: digital statt analog. Wir hören, was wir wollen, wann wir wollen. Immer die freie Auswahl aus dem gesamten Musikkatalog der großen Musiklabels – und auch derjenigen Musiker, die nicht bei diesen Labels unter Vertrag stehen.
</p>
<p>
Beiläufig &#8211; und scheinbar unbewusst &#8211; erklären die jungen Digitalen damit das Musikgeschäft, wie es bisher funktionierte, für ungültig. Sie diktieren die neuen Regeln gleich mit: On demand soll alles zu Verfügung stehen, auf Abruf also, jederzeit. Günstig &#8211; oder im Optimalfall sogar umsonst. Und vor allem ortsunabhängig, die Musik soll überall mit hinkommen. Die althergebrachten Musiklabels reiben sich noch immer ungläubig die Augen: Wie konnte es soweit kommen?</p>
<p><b>Ein Blick zurück</b></p>
<p>Filesharing heißt das Zauberwort, das den Zugang zur Musik für Millionen von Hörern radikal veränderte. Spätestens mit der Online-Tauschbörse Napster war das Tauschen von Musik via Internet in aller Munde. Das war 1999. Die Internetverbindungen wurden schneller, Musik im MP3-Format konnte online versendet werden, die New Economy war auf ihrem Höhepunkt: Das Internet war auch für den Mainstream hip geworden. Napster erlaubte, die eigene Musik zum Download anzubieten und gleichzeitig frei – im Sinne von unbeschränkt und kostenlos &#8211; anderer Leute Musik auf den eigenen Computer herunterzuladen. Napster ging in ausufernden Rechtsstreitigkeiten unter, andere Peer-to-peer-<br />
<a href="http://www.mixburnrip.de/download.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tauschnetzwerke</a> wie Kazaa und BitTorrent tauchten auf. 2001 sorgte Apple mit dem iPod für die Massennutzung tragbarer MP3-Player und bewies mit der Online-Musikplattform iTunes, dass Kunden auch bereit sind, für herunterladbare Musik zu zahlen solange die Rahmenbedingungen stimmen.
</p>
<p>
Die New Economy ging zugrunde, die Musik blieb: Heute wird mehr Musik denn je per Internet verschickt, sowohl gegen Bezahlung wie auch auf Tauschplattformen. Doch keineswegs alle Musikstücke, die kostenfrei von einem Computer zum anderen kopiert werden, sind illegal.</p>
<p><b>Creative Commons erlaubt freies Kopieren</b></p>
<p>Viele Musiker haben längst erkannt, dass es sich durchaus lohnen kann, die eigene Musik – unter bestimmten Bedingungen – kostenfrei abzugeben. Zwei Trends zeichnen sich ab, wie dies geschehen kann: Als Marketing über Musikplattformen oder über weniger restriktive Lizenzmodelle.
</p>
<p>
Musik- und Selbstdarstellungsplattformen wie<br />
<a href="http://www.myspace.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace</a> können Künstlern helfen, sich ihrem Publikum direkt zu präsentieren. Finden sich online genug Hörer, ist der Erfolg auch offline nicht auszuschließen. In manchen Fällen endet das in einem<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/criepe_musik_myspace_061221.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plattenvertrag</a> wie bei der britischen Band<br />
<a href="http://www.arcticmonkeys.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arctic Monkeys</a>. Oder aber die Band gibt ihre Musik weiterhin kostenlos ab: Lizenzen wie<br />
<a href="http://www.creativecommons.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons</a> erlauben Künstlern seit 2002, nach einem einfach Set von Regeln die Nutzungsbedingungen für die eigenen Werke zu bestimmen und sie damit freizugeben. Die einfach verständlichen Lizenzen bieten Rechtsschutz für geistiges Eigentum und stellen sicher, dass beispielsweise Werke zwar kostenfrei kopiert und privat angehört werden können, kommerzielle Nutzung aber weiterhin der vorherigen Zustimmung bedarf.
</p>
<p>
Gerade bei elektronischer Musik oder HipHop ist es unverzichtbarer Teil der Kultur, auf bereits existierender Musik aufzubauen und daraus neue Kunstwerke zu schaffen. Creative Commons-Lizenzen gewährleisten die nötige rechtliche Grundlage und schützen Musiker wie<br />
<a href="http://www.dangermousesite.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DJ Danger Mouse</a> vor empfindlichen Klagen: Danger Mouse schuf aus dem White Album der Beatles und dem Black Album von Jay Z ein neues Werk namens The Grey Album und wurde trotz – oder wegen – des großen Erfolgs prompt vom Musiklabel EMI wegen Copyright-Verletzungen abgemahnt.</p>
<p><b>Das neue Mitmach-Web</b></p>
<p>Günstiges, schnelles Internet und Mitmach-Plattformen wie MySpace, YouTube und Creative Commons-Lizenzen – diese neuen Rahmenbedingungen haben zu einer ganzen Kultur von Do-It-Yourself-Kulturproduktion geführt. Ob Text, Musik oder Film: Mit minimaler Technikkenntnis kann jeder zum Produzenten werden und seine eigenen Inhalte der Öffentlichkeit zugänglich machen.<br />
<br />
Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei das sogenannte Podcasting &#8211; abgeleitet aus den Begriffen für Rundfunk (engl. broadcasting) und dem Namen des MP3-Spielers iPod. Dieses neue Format könnte man als eine Art Radioprogramm zum Mitnehmen beschreiben, nur ohne die Beschränkungen des Radios: Da sich die einzelnen Sendungen eines Podcasts automatisiert herunterladen und auf den tragbaren Spieler kopieren lassen, ist niemand mehr an bestimmte Programmzeiten gebunden. Vor allem aber kann jeder mit einem handelsüblichen Computer selbst zum Produzenten und Sender werden.
</p>
<p>
<b>Wem gehören die neuen Inhalte?</b></p>
<p>Wer eigene Sendungen veröffentlicht, macht sich zum Teil des Mediensystems, viele Podcasts werden unter einer der Creative Commons-Lizenzen vertrieben. Was aber, wenn der Autor in seinem Podcast Musik einspielt? Noch vor einem Jahr gab es keine eindeutigen rechtlichen Regelungen, doch das könnte sich jetzt zumindest in Deutschland ändern: Die Musikrechte-Verwertungsgesellschaft GEMA versucht seit einigen Monaten mit einer speziellen<br />
<a href="http://www.gema.de/musiknutzer/senden/podcast.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lizenz</a>, für solche Podcasts zu kassieren.
</p>
<p>
Dass sich hieraus wieder ganz neue Probleme ergeben, wenn z.B. die GEMA Ansprüche auch bei solchen Songs geltend macht, die eigentlich unter einer Creative Commons-Lizenz<br />
<a href="http://netzpolitik.org/2006/creative-commons-vs-gema/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freigegeben</a> sind, zeigt vor allem: Wir stehen am Anfang einer Entwicklung, deren Verlauf für alle Beteiligten nicht absehbar ist.</p>
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		<title>Internet Makes the Musicstar</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik und Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Für Musiker werden Social-Network-Websites wie MySpace immer interessanter - vor allem für solche ohne Plattenvertrag. Die Seiten werden zur zweiten Bühne, sogar etablierte Plattenlabels stöbern dort mittlerweile nach hoffnungsvollen Talenten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Für Musiker werden Social-Network-Websites wie MySpace immer interessanter &#8211; vor allem für solche ohne Plattenvertrag. Die Seiten werden zur zweiten Bühne, sogar etablierte Plattenlabels stöbern dort mittlerweile nach hoffnungsvollen Talenten.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Bands wie die<br />
<a href="http://www.myspace.com/arcticmonkeys" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arctic Monkeys</a>,<br />
<a href="http://www.myspace.com/lilymusic" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lilly Allen</a>,<br />
<a href="http://www.myspace.com/gnarlsbarkley" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gnarls Barkley</a> oder<br />
<a href="http://www.myspace.com/panicatthedisco" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Panic! at the Disco</a> haben vorgemacht, wie man mit Hilfe eines MySpace-Accounts einen Plattenvertrag bekommt. Ebenso die weniger talentierte<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=kJuM9llMUeM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grup Tekkan</a>, deren Lied „Du bist mein Sonnenlicht“ im März 2006 durch YouTube zunächst zur Lachnummer und dann zum Verkaufsschlager avancierte. Auch wenn sich derartige Erfolgsgeschichten nicht immer als wahr erwiesen haben, wie beispielsweise im Falle der britischen Künstlerin Lilly Allen, die bereits vor ihrer MySpace-Präsenz einen lukrativen Vertrag in der Tasche hatte, schaden sie nicht den Umsatzzahlen.
</p>
<p>
<b>Melodischer Schrott und musikalische Perlen</b>
</p>
<p>
Der Musikbereich war von Anfang an ein erklärter Schwerpunkt von MySpace. Die simple Idee von Mitbegründer Tom Andersen war es, Fans den direkten Kontakt mit ihren musikalischen Idolen zu ermöglichen. Mittlerweile zählt das Portal rund 130 Millionen registrierte User und hat es in den Club der<br />
<a href="http://www.welt.de/data/2006/07/13/956825.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weltweit meistbesuchten Internetseiten</a> geschafft. Verantwortlich für diesen immensen Erfolg dürfte sein, dass sich jeder kostenlos eine virtuelle Präsenz und damit eine Bühne schaffen kann. In Zeiten, in denen jeder ein Popstar sein möchte, hat MySpace damit den Nerv der zumeist jungendlichen Nutzer getroffen. Der geneigte User kann Bilder, Musik und Videos hochladen, ein Blog betreiben sowie durch so genanntes ‚adden’ von virtuellen Freunden ein Netzwerk ausbauen. Die Zähler der Besucher- und Freundeszahlen geben anschließend Auskunft über die Beliebtheit. Da viele Nutzer offenbar aus eben diesem Grund möglichst viele Freunde anhäufen, lauten die meistgeposteten Kommentare schlicht „Thanks for the add“. Zu den inhaltlichen Defiziten gesellen sich oftmals noch die ästhetischen. Auf vielen Seiten blinkt es hier und dort, Text und Bild überlappen sich und die Grundsätze des guten Geschmacks werden schlicht über Bord geworfen. Doch neben den negativen gibt es durchaus positive Aspekte an MySpace: Beim Eintauchen in die MySpace-Welt lassen sich einige musikalische Perlen entdecken. Zahllose durchaus talentierte Künstler bieten ihre Songs dazu umsonst zum Download an. Zudem hilft die Vernetzung gleichgesinnten Musikern miteinander in Kontakt zu treten. Für viele Bands ist die MySpace-Präsenz daher inzwischen wichtiger als die offizielle Homepage.
</p>
<p>
<b>Aus dem Nichts zum Plattenvertrag</b>
</p>
<p>
„Richtig geil!“ dürften auch die Berliner Trash-Hip-Hopper<br />
<a href="http://www.myspace.com/ickeer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Icke und Er</a> MySpace finden. Die Geschichte des Duos entspricht dem modernen Internetmärchen. Sie stellten ihr selbstproduziertes Video zu ihrem Song „Richtig geil“ auf ihr MySpace-Profil. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete es sich in der virtuellen Gemeinde. Mittlerweile zählt ihre Seite mehr als 140.000 Besucher. Da ließ auch das Interesse der Offline-Medienwelt nicht lange auf sich warten. Der Song läuft im Radio, das Video auf MTV, selbst in Sendungen wie „Titel Thesen Temperamente“ tauchten die beiden Spandauer auf. Mittlerweile sind Icke und Er beim Plattenlabel der Fantastischen Vier,<br />
<a href="http://www.fourmusic.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Four Music</a>, untergekommen.<br />
<br />
Für Bands ohne Plattenvertrag könnte sich MySpace bald im wörtlichen Sinne bezahlt machen. Wie MySpace-Mitbegründer Chris DeWolfe<br />
<a href="http://www.pctipp.ch/webnews/wn/34216.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ankündigte</a>, plant das Unternehmen, Musikbörsen wie iTunes Konkurrenz zu machen. Rund drei Millionen registrierte Bands ohne Plattenvertrag sollen künftig selbst entscheiden, wie viel sie für den Download eines Songs auf ihrem Profil verlangen wollen. Ein kleiner, bisher nicht festgelegter Anteil soll dabei an das MySpace-Unternehmen fließen. Dies könnte ein lukratives Zubrot zu den Werbeeinnahmen werden, durch die sich MySpace bisher ausschließlich finanziert.
</p>
<p>
<b>Von der virtuellen auf die reale Bühne</b>
</p>
<p>
Auch in der Offline-Welt nutzen einige die Vermarktungspotenziale von MySpace. Seit kurzem holt der Berliner Club<br />
<a href="http://www.silverwings.de/cms/index.php" target="_top" rel="noopener noreferrer">Silverwings</a> MySpace-Talente auf die Bühne. Auf der dazugehörigen Website<br />
<a href="http://www.myspace-live.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">myspace-live.de</a> kann man aus acht Bands seinen Favoriten wählen. Die drei meistgewählten Bands werden dann live im Club zu bestaunen sein. Besucher mit einem MySpace-Account zahlen dabei nur die Hälfte an Eintritt – vorausgesetzt sie haben den Veranstalter in ihre Top-Freundesliste aufgenommen. Was bei der Konzertveranstaltung noch plausibel erscheint, mutet bei den Kooperationspartnern der MySpace-Live-Seite etwas seltsam an. Hotels und Hostels gewähren MySpace-Nutzern bei<br />
<a href="http://www.myspace-live.de/vacancy.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace-Vacancy</a> auf gleiche Weise Rabatt. Bei einem potenziellen Kundenkreis von mehr als 100 Millionen Usern bleibt abzuwarten, welche Formen der Crosspromotion in Zukunft noch auf die MySpace-Gemeinde zukommen.</p>
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		<title>Das riecht nach Stellvertreterkrieg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturflatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Musikbranche]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Renner]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[GEMA]]></category>
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					<description><![CDATA[(Interview) Die GEMA will Gebühren von YouTube. Universal Music verklagt MySpace. Politik-digital.de wollte wissen, was jemand davon hält, der selbst tief in diesem Business verwurzelt ist. Im Interview spricht Tim Renner, Gründer des Labels 
<a href="http://www.motor.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Motor</a> und Ex-Chef von 
<a href="http://www.universal-music.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universal</a>, über die Musikbranche in Zeiten von Web 2.0.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Interview) Die GEMA will Gebühren von YouTube. Universal Music verklagt MySpace. Politik-digital.de wollte wissen, was jemand davon hält, der selbst tief in diesem Business verwurzelt ist. Im Interview spricht Tim Renner, Gründer des Labels<br />
<a href="http://www.motor.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Motor</a> und Ex-Chef von<br />
<a href="http://www.universal-music.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universal</a>, über die Musikbranche in Zeiten von Web 2.0.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>„Wir haben einen Auftrag“ ist das Motto der Motor-Gruppe. Welchen?</b><br />
<br />
Wir wollen spannende Musik zu den Menschen bringen. Unsere Musik soll nicht einfach nur im Hintergrund laufen und möglichst nicht stören. Wir wählen Stücke aus, die etwas Reizvolles, Neues bieten.
</p>
<p>
<b>MotorFM und MotorTV bieten gerade unbekannten Independent-Künstlern eine Plattform. Wie viele davon sind bei der GEMA gemeldet?</b><br />
<br />
Die meisten. Sich bei der GEMA anzumelden, ist heute nicht mehr so schwer. Künstler benötigen dazu keine Musikverlage. Ohne die Verträge, die die GEMA mit Sendeanstalten und Veranstaltern abgeschlossen hat und wahrnimmt, würden Künstler kaum an die Tantiemen für die Aufführung ihrer Stücke gelangen.
</p>
<p>
<b>Hat die GEMA nicht eigentlich längst ausgedient?</b><br />
<br />
Nicht wirklich. In Zeiten, in denen Musik überall aufgeführt werden kann, ist die GEMA für die Künstler sehr wichtig, um Absprachen zu treffen und die Gebühren einzusammeln. Bei CD-Produktion und -Verkauf sowie bei Downloads von Stücken aus dem Internet ist sie weit weniger bedeutend. Hier wäre, wie in anderen Ländern üblich, mehr Wettbewerb gefragt. Dann würde die GEMA sicher auch ihre Bearbeitungsgebühren stärker hinterfragen. Eine furchtbare Vorstellung wäre jedoch, die Künstler würden sich alle selbst vertreten wollen. Besonders die Arbeit im Radio würde das erschweren, also auch für uns bei Motor FM, denn wir müssten dann mit jedem einzelnen Künstler neue Verträge oder Lizenzvereinbarungen ausmachen.
</p>
<p>
<b>Die GEMA fordert von YouTube Gebühren, Universal Music, wo Sie zuletzt Geschäftsführer waren, verklagt MySpace. Also ist die GEMA im Recht und die großen Labels nicht?</b><br />
<br />
Urheberrechte müssen vergütet werden, wenn es zur Aufführung kommt. Auch bei YouTube. Von MySpace Geld dafür zu verlangen, dass die eigenen Künstler sich dort eingestellt haben, ist aber ein wenig eigenwillig. In einer Zeit, in der die großen Plattenfirmen sehr unter Druck stehen, riecht das nach Stellvertreterkrieg. Fakt ist, dass kleine Bands MySpace nutzen, um die Plattenfirmen zu umgehen. Und für große Künstler wie die Toten Hosen, Xavier Naidoo oder die Ärzte sind Plattenfirmen sowieso nur noch Vertriebsorganisationen. Die GEMA vertritt Autoren, der kann es egal sein, ob Plattenfirmen partiell überflüssig werden oder nicht.
</p>
<p>
<b>Was steckt dahinter?</b><br />
<br />
Bei einem Musikstück ist das so: Man muss den Autor vom Interpreten trennen, das ist nicht immer die gleiche Person. Der Autor verdient pro Aufführung seines Stückes und einsammeln tut das Geld für ihn die GEMA. Der Interpret verdient fast ausschließlich durch den Verkauf. Die Plattenfirma, sofern er eine hat, sorgt für die Produktion und vertritt somit die Interessen des Interpreten. Sie hält das Leistungsschutzrecht an der Aufnahme. Leistungsschutz ist verglichen mit Urheberrecht ein Sekundärrecht, daher lassen sich die Ansprüche der GEMA, auch im Internet, immer einfacher begründen.
</p>
<p>
<b>Sie sind aber nicht von der GEMA, sondern gehören zur Branche der Plattenfirmen, haben selbst ein neues Label gegründet. Und Sie finden die Forderungen an MySpace und Co. nicht gut?</b><br />
<br />
Generell habe ich Verständnis dafür, aber es führt auch zu einem Problem: Diese Praxis kann Innovationen verhindern. Denn eigentlich ist es für die Plattenfirmen hoch erfreulich, dass es die Neuen Medien gibt, sie bieten neue Kanäle, neue Vertriebs- und Verbreitungswege. Bei den „traditionellen&quot; Medien hat man es nach wie vor mit einer Bottleneck-Situation zu tun. Da muss man nur einmal Radio hören oder den Fernseher einschalten. Auf MTV und VIVA kommen kaum neue Songs von neuen Interpreten unter.
</p>
<p>
<b>Portale wie MySpace und YouTube zeigen, dass es auch anders geht, Sie bieten mit &quot;Du auf Motor&quot; ähnliches. Warum sind diese Web 2.0-Formate für die Musikbranche heute überhaupt so elementar?</b><br />
<br />
Das Web 2.0 definiert die Rolle der Musikwirtschaft neu: Dadurch, dass Bands erste Schritte selbst gehen können, gewinnen sie gegenüber dem industriellen Komplex von Vornherein an Souveränität. Und indem ein größeres Angebot entsteht, entwickelt sich auch der Markt musikalisch vielschichtiger.
</p>
<p>
<b>Was halten Sie von der Idee einer Kulturflatrate? Wäre sie eine realistische Alternative zur GEMA?</b><br />
<br />
Wichtig ist hier, dass der Staat eine klare Linie vorgibt. Entweder setzt sich eine klare Open-Source-Logik durch oder die Urherber- und Leistungsschutzrechte werden konsequent durchgesetzt. Ein Mittelweg ist keine Möglichkeit. Im Sinne einer so genannten Kulturflatrate könnte eine Umwandlung der GEZ-Gebühr zur Mediensteuer ein erster Schritt sein. Mit einer solchen zur Mediensteuer gewandelten GEZ-Gebühr würden einige Milliarden Euro zusammenkommen: Bands könnten leichter überleben, wenn daraus nicht nur der staatliche Bildungsauftrags-Rundfunk gespeist werden würde. Ohne eine solche Regelung gingen jedoch alle Open-Source-Gedanken in erster Linie zu Lasten der Künstler.</p>
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		<item>
		<title>Persönlicher Datenschutz ist kein Thema</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-datenschutz-jpiegsa_big_brother_061026-shtml-2914/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Oct 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
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		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel, 26. Oktober 2006) Engagierte Streiter aus Bürgerrechts-, und Datenschutzorganisationen wollen mit der Verleihung des BigBrotherAwards ein Bewusstsein für den Umgang mit persönlichen Daten schaffen. In Bielefeld wurde der Anti-Preis nun zum siebten Mal verliehen. politik-digital.de zeigt die „Gewinner“ der insgesamt fünf Kategorien.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel, 26. Oktober 2006) Engagierte Streiter aus Bürgerrechts-, und Datenschutzorganisationen wollen mit der Verleihung des BigBrotherAwards ein Bewusstsein für den Umgang mit persönlichen Daten schaffen. In Bielefeld wurde der Anti-Preis nun zum siebten Mal verliehen. politik-digital.de zeigt die „Gewinner“ der insgesamt fünf Kategorien.</p>
<p><!--break--></p>
<p>&#8220;Herzlichen Glückwunsch! Der Gewinner des Big Brother Award 2006 in der Kategorie &#8220;Behörden &amp; Verwaltung&#8221; ist die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK).“ So ähnlich mag es geklungen haben, als am 20. Oktober die Gewinner der Big Brother Awards 2006 in Bielefeld bekannt gegeben wurden. Die Kultusministerkonferenz der Länder ist zu der Ehre gelangt, weil sie bundesweit einheitliche, lebenslang gültige Schüler-IDs einführen und so Daten von allen deutschen Schülern zentral speichern und auswerten möchte.</p>
<p>In mittlerweile 14 europäischen Ländern und in den USA, Kanada und Japan werden jährlich im Oktober die<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BigBrotherAwards</a> an die Vorreiter der Kontrollgesellschaft vergeben. Seit sieben Jahren auch in Deutschland. Engagierte aus Bürgerrechts-, Datenschutz-, und unabhängigen Netzorganisationen wollen mit dem „Anti-Preis“ Öffentlichkeit herstellen und durch Aufklärung über ihre Machenschaften zum Widerstand anregen.<br />
                            <br />
                            <strong><br />
                            <br />BigBrotherAward 2006: Die Preisträger</strong></p>
<p>Weitere Preisträger des<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2006" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Award 2006</a> sind in der Kategorie Wirtschaft: SWIFT-Europe (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication), die den US-Behörden seit fast fünf Jahren über sein US-amerikanisches Operation-Center die Daten internationaler Banktransaktionen zur Verfügung stellt und selbst innereuropäische Daten zur Sicherung auf die Server von SWIFT-USA speichert.</p>
<p>Gleich zwei Preise wurden dieses Jahr in der Kategorie Politik verliehen: Die Mitglieder des vierten Landtags von Mecklenburg-Vorpommern werden für die gesetzliche Erlaubnis zur verdachtsunabhängigen Tonaufzeichnung in der Öffentlichkeit geehrt. Die Bundes-Innenministerkonferenz erhielt einen Award für die Einrichtung einer zentralen &#8220;Anti-Terror-Datei&#8221;.</p>
<p>Der Technik-Award geht 2006 an die Philips GmbH. Phillips hat CD-Brenner auf den Markt gebracht, die ihre Seriennummer auf den Rohling schreiben und damit eine Rückverfolgbarkeit gebrannter CDs zum Brenner ermöglichen. Der Hersteller begründet dieses Vorgehen mit der Notwendigkeit, Raubkopierer ermitteln zu wollen. Bislang ist es in Deutschland aber nicht strafbar, Privatkopien seiner CDs zu erstellen.</p>
<p>Den Preis in der Kategorie Verbraucherschutz bekam der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für die gemeinsame Warn- und Hinweisdatei der Versicherungsfirmen, in der umfangreiche Daten von Millionen von Bürgerinnen und Bürgern enthalten sind. Die Jury begründet die Preisvergabe damit, dass ohne Wissen der Betroffenen nach geheimgehaltenen Kriterien und ohne ausreichende rechtliche Grundlage eine Bewertung der Versicherten durchgeführt werde.</p>
<p>Erstmals konnten die bei der Verleihung anwesenden rund fünfhundert Zuschauerinnen und Zuschauer entscheiden, welcher der Preisträgerinnen und Preisträger den Publikumspreis erhalten solle. Mit knapp einem Drittel aller Stimmen war der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für seine Warn- und Hinweisdatei der Gewinner.</p>
<p>                            <strong>Schwarzbuch Datenschutz</strong></p>
<p>Rena Tangens und padeluun vom Verein<br />
                            <a href="http://www.foebud.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FoeBuD e.V. (</a>Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V.) gehören hierzulande von Beginn an zur Big Brother Gemeinde. Sie haben nun das Schwarzbuch Datenschutz herausgegeben, in dem alle deutschen Preisträger des BigBrotherAwards bis 2005 vorgestellt werden. Neben den Preisreden gibt es kompakte Informationen zur aktuellen Entwicklung im jeweiligen Fall.</p>
<p>Auf knapp 190 Seiten erfährt der Leser unter anderem von<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2005/.life/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Otto Schilys Datenschutzsünden</a>, über<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2002/.life/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsofts &#8220;Digital Rights Managements&#8221;</a>,<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2004/.local/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videoüberwachung</a> bis hin zu<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2005/.cop/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RFID-Schnüffelchips</a>. In den Beiträgen werden datenschutzrechtlich bedenkliche Fälle dargestellt wie beipielsweise von<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2005/.local/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulen, die die Namen von Erstklässlern zu Werbezwecken weitergegeben</a> haben, von der<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2004/.work/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videoüberwachung des Personals bei Lidl</a> und so weiter.</p>
<p>Die Fakten sind so aufbereitet, dass sie sowohl für Laien als auch für Spezialisten geeignet sind. Insbesondere Letztere wird das Namens- und Sachregister freuen.</p>
<p>Zweifelsohne hat die Big Brother Jury mit ihrer Arbeit die Öffentlichkeit erreicht und im Einzelfall auch Erfolge. Nur was ist davon geblieben? Das Maut-System<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2002/.tec/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Toll Collect</a> etwa gibt es nach wie vor. Es avanciert mittlerweile sogar zum<br />
                            <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0911/wirtschaft/0066/index.html?group=berliner-zeitung;sgroup=;day=today;suchen=1;keywords=Mautsystem%20als%20Exportschlager;search_in=archive;match=strict;author=;ressort=;von=;bis=;mark=exportschlager%20als%20mautsystem" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Exportschlager</a>. Gleiches gilt für Payback-Karten, elektronische Reisepässe und das Vorhaben der<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/verbraucherschutz/jpiegsa_eGK051125.shtml">elektronischen Gesundheitskarte</a> von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.</p>
<p>Während in den 90er Jahren die letzte in Deutschland durchgeführte Volkszählung enorme Proteste hervorrief, weil als Ergebnis der „gläserne Bürger“ befürchtet wurde, werden<br />
                            <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_122688/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2006/08/Volkszaehlungsrunde.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neue Anläufe</a> hingegen kaum wahrgenommen. Auch mit neuen Möglichkeiten im Internet &#8211; Stichwort Web 2.0 &#8211; scheint die<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,443539,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sorglosigkeit im Umgang mit eigenen Daten</a> um sich zu greifen.</p>
<p>Scheinbar fehlt es an Bewusstsein und Verständnis für das Thema Datenschutz. Wie viel Prozent der Bevölkerung wissen eigentlich, wer George Orwell war? Steht sein Roman 1984 nicht nur auf den Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe? Wie viele wissen, das „Huxleys Neue Welt“ mehr ist, als eine Musikhalle in Berlin Neuköln?</p>
<p>
                            <strong>Buch-Info</strong><br />
                            <br />Rena Tangens &amp; padeluun (Hg.)<br />
                            <br />Schwarzbuch Datenschutz<br />
                            <br />Ausgezeichnete Datenkraken der BigBrotherAwards<br />
                            <br />Mit einem Vorwort von Peter Glaser<br />
                            <br />broschiert, 192 Seiten, 13,90 Euro<br />
                            <br />Edition Nautilus<br />
                            <br />3894014946</p></p>
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