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	<title>E-Demokratie &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>E-Demokratie &#8211; politik-digital</title>
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		<title>An der Nordseeküste: Liquid Democracy in Friesland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:53:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Landkreis Friesland wagte sich im November an ein von der Piratenpartei entlehntes Experiment: die Bürger dort können nun online [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Art.Bild-LF.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-128785" title="Horumersiel; Bild: a.froese; CC BY SA" alt="Foto vom Horumersiel" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Art.Bild-LF.jpg" width="640" height="414" /></a></p>
<h3>Der <a href="http://www.friesland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Landkreis Friesland</a> wagte sich im November an ein von der Piratenpartei entlehntes Experiment: die Bürger dort können nun online über die Politik vor ihrer Haustür mitentscheiden. Was der Piratenpartei Bewunderung, aber auch einiges an Chaos bescherte, hat hoch im Norden sogar schon die ersten politischen Ergebnisse geliefert.</h3>
<p>Mit dem Konzept der LiquidDemocracy – also der Kombination aus repräsentativer und direkter Demokratie mithilfe digitaler Mittel – ist die Piratenpartei bis vor Kurzem noch in aller Munde gewesen. Das Online-Abstimmungstool LiquidFeedback ermöglicht es den Piraten, – zumindest sieht die Theorie das so vor – innerparteilichen Konsens zu erreichen und Abstimmungen durchzuführen. Allerdings wurde dieses Prinzip auf dem eben beendeten Bundesparteitag der Piratenpartei <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-05/piraten-online-politik" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stark in Frage gestellt</a>. Doch davon soll <a href="http://politik-digital.de/interview-piraten-nach-parteitag-im-offline-modus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an anderer Stelle</a> die Rede sein.<br />
Angelehnt an das LiqudFeedback-Verfahren wagte im vergangenen November auch die erste deutsche „Gebietskörperschaft“ einen Vorstoß in Richtung Bürgerbeteiligung auf digitalem Wege. Hierbei handelt es sich jedoch mitnichten um einen hippen, großstädtischen Szenestadtteil mit junger, netzaffiner Wählerschaft und einer starken lokalen Piratenpartei. Nein, die Rede ist vom Landkreis Friesland, einer sehr ländlichen Gegend im nordwestlichen Niedersachsen an der Nordsee. Per Zufall sei der Landrat Sven Ambrosi (SPD) auf einen Bericht über das Tool LiquidFeedback gestoßen, als es darum ging, die niedersächsische Kommunalverfassung umzusetzen, “ berichtete Djure Meinen (Bündnis 90/Die Grünen) auf der <a href="http://re-publica.de/sessions/piraten-und-friesennerds-liquid-democracy-praxis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">re:publica</a>, er verantwortet das Projekt im Auftrag des Landkreises .<br />
Das überraschende Ergebnis: Der 42 Mitglieder starke Kreistag Friesland stimmte der Einführung einer solchen internetbasierten Bürgerbeteiligungsplattform einstimmig zu. Somit war der Weg frei für dieses in Deutschland einmalige Projekt, das unter dem Namen <a href="https://www.liquid-friesland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LiquidFriesland</a> firmiert und nach einer Testphase im November 2012 an den Start ging.</p>
<h3>Themen von hier</h3>
<p>Teilnehmen und mitmachen kann jeder, der im Landkreis Friesland wohnt und mindestens 16 Jahre alt ist. Djure Meinen erklärt, wie die digitale Partizipation konkret funktioniert: Wer diese beiden Bedingungen erfüllt, kann sich anmelden und anschließend an Diskussionen und Abstimmungen beteiligen. Man hat sowohl die Möglichkeit, eigene Initiativen einzustellen, die diskutiert werden sollen, als auch Anregungen zu einer Initiative zu erstellen, um sie zu verändern. Auch kann der Landkreis von sich aus Initiativen in das System einbringen. Hier haben die Bürger ebenfalls die Möglichkeit, die Initiativen abzuändern und über sie abzustimmen. „Die Bürger unseres Landkreises können sich auf diese Weise aktiv an der Kommunalpolitik vor Ort beteiligen“, wirbt der Grüne Meinen für die Idee der angewandten Liquid Democracy.<br />
Doch über was soll da eigentlich beraten und votiert werden? Djure Meinen erläutert: „Die thematische Gliederung orientiert sich an den Ausschüssen des Landkreises Friesland. Doch im Grunde haben die Bürger auf LiquidFriesland eine völlig freie Themenwahl“. Da es das Ziel sei, diskutierte und bearbeitete Vorschläge aus dem Online-Medium auch bis in den Kreistag zur Abstimmung zu bringen, sollten sich die Diskussionen dementsprechend mit Themen von lokalem Interesse befassen. „Der Kreistag kann selbstverständlich nicht über bundespolitische Inhalte entscheiden. Daher ist die Beteiligung nur sinn- und gehaltvoll, wenn die auf der Software besprochenen Themen auch im Kompetenzbereich des Landkreises liegen“, klärt Meinen über den Sinn und Zweck seines Projektes auf.</p>
<h3>Skepsis macht sich breit</h3>
<p>Und wie ist die Resonanz nach sechs Monaten LiquidFriesland? Djure Meinen ist insgesamt zufrieden, aber würde sich mehr Zuspruch wünschen: „Momentan sind 472 stimmberechtigte User auf LiquidFriesland registriert. Mein ursprüngliches Ziel war es, dass sich bis zum Ende der Testphase im letzten November 1.000 Nutzer anmelden. Das haben wir nicht erreicht. Wenn wir aber noch etwas offensiver für unsere Sache werben, bin ich optimistisch, dass noch mehr Leute angesprochen werden.“ Aufgrund der noch geringen Teilnehmerzahl gab es in letzter Zeit einige <a href="https://www.liquid-friesland.de/lf/initiative/show/53.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">skeptische Stimmen</a> aus dem konservativen Lager im Kreistag. So forderte ein christdemokratischer Abgeordneter, dass an jeder Online-Abstimmung mindestens 100 Nutzer beteiligt sein müssten, damit er sie ernst nehmen könne. Aus der FDP kam gar die Forderung, das Projekt ganz einzustellen. Dazu muss man wissen, dass LiquidFriesland keine repräsentativen Volksentscheide oder gar den Kreistag ersetzen will und kann. Vornehmliches Ziel sei es, mithilfe dieses zusätzlichen Bürgerpartizipationsforums zunächst Stimmungsbilder aus der Bevölkerung einzuholen und der Politik Anregungen zu geben.</p>
<h3>Politische Ergebnisse erwartet</h3>
<p>Positiv sieht Netzkommunikationsexperte Meinen dagegen die Altersstruktur derer, die bei LiquidFriesland aktiv sind: „Unser Tool wird nicht nur von jungen Menschen genutzt, wie man es vielleicht erwartet hätte. Unser Landkreis hat mit Überalterung zu kämpfen. Da die meisten User tatsächlich älter als 40 Jahre sind, ist die Altersstruktur auf LiquidFriesland im Grunde bevölkerungskonform.“ Außerdem kann er bereits auf erste Erfolge der Kampagne verweisen. So wurde durch eine knappe Mehrheit auf der Plattform der Antrag in den Kreistag eingebracht, dass die Termine der Geschwindigkeitsüberwachungen auf den Straßen in Friesland nicht mehr veröffentlicht werden, was die Abgeordneten dann im Kreistag auch so entschieden. „Es ist absolut wünschenswert und auch absehbar, dass sich der Kreistag mit Themen befasst, über die auf LiquidFriesland abgestimmt wurden.“</p>
<h3>Presse-Boykott</h3>
<p>Doch dazu benötigt das Beteiligungsforum mittelfristig mehr aktive Nutzer, um Anspruch auf eine minimale Repräsentativität erheben zu können. Diese sollen durch Werbemaßnahmen in den Tageszeitungen angesprochen werden, was im nördlichen Landkreis auch gut funktioniert: „Alle drei dort erscheinenden Zeitungen haben sich sofort kooperativ gezeigt und berichten regelmäßig“, so Djure Meinen, der jedoch auch von Problemen mit der Journaille zu berichten weiß: „Der südliche Landkreis wird hauptsächlich von der Nordwest-Zeitung abgedeckt, die sich der Berichterstattung über LiquidFriesland leider komplett verweigert. Das macht es uns natürlich nicht leichter.“<br />
Bleibt also im Sinne der friesischen Bürgerinnen und Bürger zu hoffen, dass dieses Projekt nicht aus Mangel an Interesse scheitert, sondern sich als festes Element der Demokratie nicht nur in Friesland etablieren kann.<br />
<span style="font-size: medium"> </span><br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/anfroese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">a.froese</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 2.0 DE</a>)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Digitale Presseschau 02/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 18:51:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Marina Weisband kritisiert Boulevardjournalismus, Rückblick 2011: E-Demokratie &#38; E-Partizipation, Pro und Contra Facebook, Digitale Spaltung &#8211; dies und mehr in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Marina Weisband kritisiert Boulevardjournalismus, Rückblick 2011: E-Demokratie &amp; E-Partizipation, Pro und Contra Facebook, Digitale Spaltung &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche</strong></h3>
<div align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/BjvwgC_TqEk" frameborder="0" width="480" height="315"></iframe></div>
<div align="center"></div>
<div align="center"><span style="color: #ffffff;">&#8211;</span></div>
<p>Beim NDR-Medienmagazin &#8220;Zapp&#8221; erschien der <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/politiker139.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">interessante Beitrag</a> &#8220;Polit-Neulinge: Erfahrungen mit Journalisten&#8221;. Darin kommen junge Politiker wie die Piratin Marina Weisband zu Wort, die kritisieren, dass einige Medien und Journalisten oft nicht differenziert über politische Inhalte berichten, sondern sich eher für Details aus dem Privatleben oder für Äußerlichkeiten interessieren.</p>
<p><strong><a href="http://www.e-demokratie.org/e-demokratie/elektronische-demokratie-im-jahresruckblick-2011/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rückblick: E-Demokratie 2011</a></strong></p>
<p>Christian Heise lässt auf E-Demokratie.org die Entwicklungen in punkto elektronische Demokratie und Partizipation des Jahres 2011 Revue passieren und kommt mit seinem sehr informativen Beitrag auf Platz 1 unserer Presseschau. In seinen Ausführungen blickt er zurück auf wichtige Events und neue Projekte wie auf interessante Veröffentlichungen.</p>
<p><strong><a href="http://www.bap-politischebildung.de/2012/01/philip-rizk-es-ist-noch-lange-nicht-zu-ende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Status: Arabischer Frühling in Ägypten</a></strong></p>
<p>Im Interview mit der Online-Ausgabe des Bundesausschuss Politische Bildung (bap) berichtet der deutsch-ägyptische Blogger und Filmemacher Philip Rizk über die Entwicklungen in seiner Heimat Ägypten seit dem Arabischen Frühling. Die gegenwärtige Stimmung im Land bringt er so auf den Punkt: „Die Leute sind der Meinung, nichts oder nicht genug hätte sich verändert, und die Generäle hätten jetzt genau die Position eingenommen, die Mubarak und sein Regime früher hatten.“</p>
<p><strong><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2012/01/facebook-die-neue-nervenbahn-unserer-gesellschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook – die neue Nervenbahn unserer Gesellschaft</a></strong></p>
<p>Thomas Knüwer bricht in seinem Blog &#8220;Indiskretion Ehrensache&#8221; eine Lanze für Facebook – es sorge für eine feinere Granulierung unserer zwischenmenschlichen Beziehungen: Sei es beim gemeinsamen Erleben von Trauer oder als spontaner Anlaufpunkt, um mit anderen Menschen ins Gespräch über gemeinsame Interessen und gesellschaftskritische Themen zu kommen.</p>
<p><strong><a href="http://internetunddemokratie.wordpress.com/2012/01/09/warum-das-internet-nicht-reprasentativ-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warum das Internet nicht repräsentativ ist</a></strong></p>
<p>Der Politiker und Autor des Buches &#8220;Internet und Demokratie&#8221; Stephan Eisel setzt sich kritisch mit den Ursachen einer vermeintlich geringen Repräsentativität des Internet auseinander. Am Beispiel der Affäre Wulff stellt er eine Diskrepanz fest zwischen repräsentativen Umfragen und der Meinungsbildung im Internet, die ihre Ursache in einer dreifachen digitalen Spaltung hätte.</p>
<p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/01/social-swarm-sicher-im-sozialen-netzwerk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schutz vor Facebooks Datensammlung</a></strong></p>
<p>Im ZDF-Blog Hyperland berichtet die Autorin und Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti von einem Projekt namens „Social Swarm“, das einen Schutz vor der Datensammelwut des Internetkonzerns Facebook bieten soll. Es handelt sich bei diesem Projekt um eine Meta-Infrastruktur zur Nutzung verschiedener Plattformen mit verschlüsselter Kommunikation. Offene Kommunikationsschnittstellen von Open-Source-Projekten wie Identica und Diaspora sollten damit genutzt und eine vertrauliche Kommunikation ermöglicht werden.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW51</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw51-5922/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 17:40:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
		<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/linkliste_banner.png" height="180" width="480" /><br />
Die neue Macht des Netzes, selbstverwaltete Gegendemokratie im Internet, emanzipierte Mutbürger und der Weihnachtsmann hinter Gittern - dies und mehr in der Digitalen Presseschau.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Macht des Netzes, selbstverwaltete Gegendemokratie im Internet, emanzipierte Mutbürger und der Weihnachtsmann hinter Gittern &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche<br />
</strong></h3>
<p align="center">[youtube http://www.youtube.com/watch?v=4mFmfoiiNco]</p>
<p>Während der letzten Sendung des ZDF-Kulturmagazins „aspekte“ <a href="http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,8420776,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wurde der Beitrag</a> „Occupy Internet &#8211; 2011 und die neue Macht des Netzes“ ausgestrahlt, in dem auf die immer größere Bedeutung des Internet verwiesen wird. Sei es nun in punkto der vermeintlichen Dominanz einzelner Konzerne oder aber der Herausbildung einer neuen „fünften Gewalt“ &#8211; die vernetzte Öffentlichkeit.</p>
<p><strong><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/12/19/ein-lob-der-lobby.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Lob der Lobby</a></strong></p>
<p>Auf den ersten Platz der dieswöchigen Presseschau wählten wir einstimmig einen Artikel von Teresa Maria Bücker bei faz.net, in dem sie eine Lanze für digitale Interessenvertretungen wie die Digitale Gesellschaft bricht: „Es sind die Menschen, die über digitale Technologien das organisieren, was sie antreibt, die über das Internet politisch aktiv sind, die damit ihr Geld verdienen, die eine gemeinschaftliche Interessenvertretung brauchen.“</p>
<p><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/12/spanien-selbstverwaltete-gegendemokratie-im-netz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Gegendemokratie im Netz</strong></a></p>
<p>Aus Protest an der klassischen Berichterstattung der Mainstream-Medien und einem alt hergebrachten Politikbetrieb geht die spanische außerparlamentarische Opposition, zu der z.B. die bekannte Democracia Real Ya zählt, zunehmend neue Wege mittels des Internet: per alternative soziale Netzwerke, Petitionsplattformen und Crowdsourcing. In ihrem Beitrag im ZDF Hyperland-Blog zeigen die Autoren Javier Ramos und Aidan Mac Guill auf, wie über verschiedene Plattformen im Netz ein alternatives System gemeinschaftlicher Verwaltung etabliert wird.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/Russische-Anti-Putin-Aktivisten-im-Netz/!84094/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Im Kampf gegen die Kremlbots</strong></a></p>
<p>Nach der umstrittenen Parlamentswahl in Russland vom 4. Dezember war es landesweit zu größeren regierungskritischen Demonstrationen gekommen. Diese Protestbekundungen beschränken sich jedoch nicht allein auf die Straße, sondern finden auch im Netz ihren Niederschlag. In ihrem Beitrag bei taz.de lässt Alissa Starodub drei russische Netzaktivisten zu Wort kommen, die über den Protest im Internet berichten, das in Russland derzeit weder überwacht noch zensiert werde.</p>
<p><strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1632233/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Emanzipierte Mutbürger</a></strong></p>
<p>Mit seinem Beitrag zum Mutbürger erreichte der Publizist Christoph Giesa den vierten Platz. Er zeichnet ein positives Bild von den im Netz engagierten Menschen, die „zunehmend unabhängig von etablierten Strukturen mehr und mehr kreative und soziale, innovative und flexible Aktionen auf die Beine stellen“. Giesa rät den etablierten Kräften, sich dieser neuen Form der demokratischen Organisation von Bürgern zu öffnen – ansonsten manövrierten sie sich geradewegs ins Abseits.</p>
<p><a href="http://www.buzzmachine.com/2011/12/19/ftc-fines-santa-claus-over-coppa-violations/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Santa Claus hinter Gitter?</strong></a></p>
<p>Der Journalist Jeff Jarvis zählt in einem unterhaltsamen Beitrag Anklagepunkte auf, die gegen den Weihnachtsmann u.a. von Europäischer Kommission und dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar wegen angeblicher Verletzung des „Children Online Privacy Protection Act“ vorgebracht worden sind. So fordere Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner beispielsweise eine Untersuchung zur Nutzung von Google Street View durch Santa Claus für seine Weihnachtsroute.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,805028,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Massen-Uni 2.0</a></strong></p>
<p>Am Beispiel des an der Stanford University auch über das Netz unterrichtenden deutschen Professors Sebastian Thrun hinterfragt Markus Verbeet bei Spiegel Online, was die universitäre Lehre mittels Internet für die Zukunft von Hochschulen bedeuten könnte. Dabei kritisiert er an der deutschen Hochschullandschaft, dass E-Learning bis dato nur an wenigen Universitäten über ein Schlagwort hinausgekommen sei, „so groß die Hoffnungen und die Fördersummen auch waren“.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 13)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 09:36:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutsche Blogosphäre gewinnt an politischem Einfluss, gute Basis für erfolgreiches E-Government in Deutschland und Untersuchungen zur Macht des Internets gegen politische Apathie: Alle weiteren Infos in der Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsche Blogosphäre gewinnt an politischem Einfluss, gute Basis für erfolgreiches E-Government in Deutschland und Untersuchungen zur Macht des Internets gegen politische Apathie: Alle weiteren Infos in der Linkliste.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<br />
<a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article6967455/Achtung-Blogger.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einfluss der Blogger steigt</a>
</p>
<p>
Während die Blogosphäre der USA längst fester Bestandteil des politischen Geschehens ist, können sich deutsche Blogs bisher kaum eines regen Medieninteresses erfreuen. Einige Einzelfälle wie „ruhrbarone.de&quot; zeigen jedoch den wachsenden Einfluss deutscher Weblogs. Die Politik entdecke hier die Entstehung etwas latent Einflussreichem, begründet Blogger Markus Beckedahl.</p>
<p><a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/projects/kandidatencheck/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NRW-Wahlen 2010: Kandidatencheck</a>
</p>
<p>
Anlässlich der <a href="http://www.im.nrw.de/bue/406.htm#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NRW-Landtagswahlen</a> am 9.Mai 2010 stellt abgeordnetenwatch.de wie gewohnt ein Tool zur Verfügung, mit dem man seine politischen Einstellungen mit denen der zur Wahl gestellten Volksvertreter abgleichen kann. Durch Beantwortung mehrerer Thesen kann man so testen, welcher Kandidat die eigenen Interessen am besten vertritt. 
</p>
<p>
<a href="http://ow.ly/1rNJS">„Dumm 3.0-Wie Twitter, Blogs und Networks unsere Kultur bedrohen&quot; </a>
</p>
<p>
Diplompolitologe Markus Reiter thematisiert in seinem Buch „Dumm3.0&quot; das Potenzial des Netzes in Sachen Demokratie, Social Networking oder Kommunikation. Gleichzeitig will er professionellen Journalismus, das Urheberrecht sowie der Bildung retten und eine vernunftgeleitete Gesellschaftsdebatte. Im Interview spricht er über die Hintergründe.</p>
<p><a href="http://www.cafebabel.de/article/12095/internet-der-virtuelle-weg-zum-erfolg-der-eu.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet als Waffe gegen politische Apathie?</a>
</p>
<p>
Cafebabel.de widmet sich ausführlichen Überlegungen zum Thema Internet und Politik, wie und ob Regierungen das Internet als Kommunikationsmedium nutzen und wie auch die Bevölkerung besser zur E-Demokratie beitragen kann. Vor allem aber in Bezug auf die EU scheint ein einheitliches Konzept unmöglich.</p>
<p><a href="http://www.visavis.de/modules.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=17685&amp;mode=&amp;order=0&amp;thold=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Government: Deutschland ist gut aufgestellt</a>
</p>
<p>
Um E-Government scheint es in Deutschland hingegen nicht allzu schlecht bestellt: Wie visavis.de berichtet, bescheinigen zwei aktuelle <a href="http://www.deloitte.com/view/de_DE/de/branchen/oeffentlicher-sektor/8f0430d088497210VgnVCM100000ba42f00aRCRD.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8216;Deloitte-Reports&#8217;</a> Deutschland eine positive Bilanz. Die technischen und strukturellen Voraussetzungen seien gut, sagt Thomas Northoff, Partner Public Sector bei Deloitte. </p>
<p><a href="http://www.podcast.de/episode/1545621/Mit_dem_Internet_zu_mehr_Freiheit_-_Journalisten_wagen_in_Malaysia_mehr_Demokratie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Malaysische Online-Journalisten nutzen Internetfreiheit </a>
</p>
<p>
Podcast.de stellt das malaysische Onlinepolitmagazin „The Nut Graph&quot; vor. Dieses zeigt beispielhaft, wie man unabhängig von staatlichen Eingriffen guten Journalismus macht. Das Magazin nutzt somit die Freiheit, die der malaysischen Presse und dem Rundfunk bereits nicht mehr gegönnt ist. Hier herrscht Zensur seitens der Regierung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die digitale Zukunft Großbritanniens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina Schröter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 10:32:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungskommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[Gordon Brown]]></category>
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					<description><![CDATA[Der britische Premierminister Gordon Brown will mit seiner Politik in Zukunft stärker auf das Internet und Partizipation setzen: Daraus ergäben sich sowohl demokratische als auch wirtschaftliche Vorteile, verkündete er am 22. März 2010 in seiner Rede <a href="http://www.number10.gov.uk/Page22897" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Building Britain’s Digital Future“</a>. Viele bestehenden Regierungsseiten sind ihm nicht mehr gut genug, deshalb will er 1400 abschalten.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der britische Premierminister Gordon Brown will mit seiner Politik in Zukunft stärker auf das Internet und Partizipation setzen: Daraus ergäben sich sowohl demokratische als auch wirtschaftliche Vorteile, verkündete er am 22. März 2010 in seiner Rede <a href="http://www.number10.gov.uk/Page22897" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Building Britain’s Digital Future“</a>. Viele bestehenden Regierungsseiten sind ihm nicht mehr gut genug, deshalb will er 1400 abschalten.</p>
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Dem britischen Premier reicht zum Beispiel das Regierungsportal „<a href="http://www.direct.gov.uk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">directgov</a>“ nicht mehr aus, die Zukunft der britischen Netzpolitik soll interaktiver werden. Seine Vision einer britischen eDemokratie nennt er „mygov“. Die neue Plattform soll „die Interaktion mit der Regierung so einfach machen wie Online-Banking oder Online-Shopping“, so Brown.
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<p>
Konkrete Initiativen in Sachen Bürgerbeteiligung nannte er noch nicht. Dafür rief britische Beratungsfirma <a href="http://www.delib.co.uk/dblog/building-britains-digital-future-a-chance-to-reinvent-deliberative-democracy-for-the-modern-age/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Delib</a><a href="http://www.delib.co.uk/dblog/building-britains-digital-future-a-chance-to-reinvent-deliberative-democracy-for-the-modern-age/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a> dazu auf, innerhalb der Netzgemeinde aktiv zu werden und selber Vorschläge zu sammeln. Diese Chance dürfe man nicht ungenützt verstreichen lassen, so Delib.
</p>
<p>
<b>Die gläserne Regierung</b>
</p>
<p>
Auch im Bereich Open Data will die britische Regierung noch einen drauf setzen: Bereits im Januar ging <a href="http://data.gov.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">data.gov.uk</a> online, eine umfangreiche Datenbank mit öffentlichen Regierungsdaten. Jetzt will Brown in einem sogenannten “domesday book” des <a href="http://www.nationalarchives.gov.uk/news/449.htm?news=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nationalarchivs</a> alle öffentlichen Regierungsdaten zentral zur Verfügung stellen.
</p>
<p>
<b>Radikale Maßnahmen </b>
</p>
<p>
Wie ernst dem Premierminister seine Internetoffensive ist, zeigt sich auch im Bereich Benutzerfreundlichkeit: Die britische Regierung hatte zuletzt rund 900 Regierungsseiten geschlossen, 500 weitere sollen folgen. Begründung: Die Seiten entsprachen nicht den Standards.
</p>
<p>
<b>Arbeit und Sparpotentiale</b>
</p>
<p>
Das Internet bringe Arbeitsplätze und die Digitalisierung der Behördengänge Einsparpotentiale für den Staat – da ist Brown sich sicher. Für ca. 30 Millionen Pfund plant er deshalb die Errichtung eines Instituts unter der Leitung von Sir Tim Berners Lee, dem „Erfinder“ des WWW, an dem Forscher und Spezialisten an neuen Technologien arbeiten sollen.
</p>
<p>
Darüber hinaus ist es Browns Ziel, bis 2012 möglichst die ganze Bevölkerung mit Breitbandanschlüssen auszustatten. Einen Finanzierungsplan legte er gleich mit vor: Jeder Haushalt soll in Zukunft pro Telefonanschluss 50 Pence mehr im Monat zahlen.</p>
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		<title>Nepal: Frieden bringt Themenvielfalt in Blogs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bhumika Ghimire]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:57:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen Euphorie und Zensur]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Politics en Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Medienzensur und eine fehlende Internetstruktur erschweren die digitale Kommunikation in Nepal. Die Autorin Bhumika Ghimire beschreibt, wie die nepalesische Blogosphäre trotzdem den Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit annimmt.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Medienzensur und eine fehlende Internetstruktur erschweren die digitale Kommunikation in Nepal. Die Autorin Bhumika Ghimire beschreibt, wie die nepalesische Blogosphäre trotzdem den Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit annimmt.</p>
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2006 war ein ereignisreiches Jahr für Nepal. Nach zehn Jahren blutigen Aufruhrs durch die Maoisten konnte endlich eine politische Lösung gefunden werden. Die Maoisten und der Staat unterschrieben einen Friedensvertrag, in dem beide Seiten sich darauf einigten, Nepal gemeinsam und friedlich wieder aufzubauen. Auf den Friedensvertrag folgten 2008 Wahlen für eine verfassungsgebende Versammlung in Nepal. Die Maoisten gewannen dabei die Mehrheit der Sitze, was viele Menschen in Nepal sowie die Internationale Staatengemeinschaft gleichermaßen überraschte.
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/800px-Thamel_Kathmandu_Nepal.jpg" alt="Foto: Adrian Sulc cc-by-2.0" title="Foto: Adrian Sulc cc-by-2.0" width="254" align="middle" height="169" /> </center><br />
</p>
<p>
Der Vorsitzende der Maoisten, Pushpa Kamal Dahal, wurde als Premierminister vereidigt und bildete eine Regierungskoalition mit Parteien aus dem zentristischen und linksliberalen Lager. Unter Dahal wurde Nepal zu einer säkularen Republik erklärt, wodurch gleichzeitig die seit fast 300 Jahren existierende Monarchie endete.
</p>
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<b>Revolution im Netz</b>
</p>
<p>
In dieser turbulenten Zeit entwickelte sich in nepalesischen Blogs, Webseiten und Foren eine bis dahin nie dagewesene Aktivität. Dabei muss man wissen, dass die schlechte Infrastruktur, eine geringe Alphabetisierungsquote und eingeschränkte Technik- und Englischkenntnisse die Benutzung des Internets für einen Großteil der nepalesischen Bevölkerung unmöglich macht. Während aber ländliche Gemeinden immer noch von der digitalen Kommunikationstechnologie unberührt sind, können Städte wie Kathmandu, Pokhara und Dharan einen explosionsartigen Anstieg an Internetnutzern verzeichnen.
</p>
<p>
<b>Unruhen stärken Blogosphäre</b>
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<p>
Die politischen und sozialen Unruhen zwischen 2006 und 2008 brachten einige Nepalesen dazu, ihre Meinungen und Botschaften im Internet zu veröffentlichen. Dies waren vor allem Blogger, Aktivisten, Organisatoren und Studenten, die das informierende und mobilisierende Potential des Internets erkannt hatten. Die nepalesische Diaspora spielte dabei eine ausschlaggebende Rolle. Als König Gyanendra die Medienzensur einführte, half die Diaspora den Bloggern im Lande, die Internetsperren zu umgehen. Außerdem gaben die Blogs den Exil-Nepalesen die Möglichkeit, die Ereignisse im Land kritisch zu kommentieren.
</p>
<p>
<a href="http://www.mysansar.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mysansar.com</a>, ein nepali-sprachiger Blog, war einer der Ersten, der die politischen und sozialen Diskussionen ins Netz brachte. Während der nationalen Debatte über den Friedensprozess, die Rolle der Maoisten und der Monarchie, wandten sich immer mehr Leute der Plattform zu, um ihre Gedanken zu verbreiten und Gleichgesinnte zu finden. Angespornt von Myansars Erfolg folgten bald Blogs wie <a href="http://blog.com.np/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">United we blog! for a democratic Nepal</a>, <a href="http://nepalnow.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogdai</a> und <a href="http://nepalinetbook.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Maila Baje</a>.
</p>
<p>
<b>Frieden bringt Themenvielfalt</b>
</p>
<p>
Als die politische Situation im Land sich stabilisierte, kühlten sich die hitzigen „Revolutions-Blogs“ merklich ab und die politischen Kommentare wurden mehr und mehr durch gesellschaftliche und soziale Themen ersetzt. Auf Myansar gab es nach den Wahlen von 2008 einen klaren Wechsel zu einem thematisch breiter gestreuten Publikationsrahmen. Vermehrt schrieben Bloggger über ihre gescheiterten Träume von einem extravaganten Leben im Westen, über Ansätze zur wirtschaftlichen Wiederbelebung Nepals oder einfach nur über Geschichten aus dem Volke.
</p>
<p>
Blogs, die sich auf Tourismus, Wirtschaft, Frauenrechte und das private Leben konzentrierten, fingen an, in der nepalesischen Blogosphäre zu florieren. <a href="http://sapkotac.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chandan Sapkota</a> zum Beispiel, Junior Fellow an der Carnegie Stiftung für Internationalen Frieden, betreibt einen informativen Blog, der sich auf die nepalesische Wirtschaft konzentriert. Eine Gruppe von Anwälten will Mitstreiter gegen die Folter von Frauen, die der Hexerei beschuldigt werden, mobilisieren. Und auch viele Politiker haben das Bloggen begonnen, um mit ihren Wählern in Verbindung zu bleiben.
</p>
<p>
<b>Infrastrukturelle Defizite</b>
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<p>
Obwohl etablierte Blogs an Glaubwürdigkeit in der Mainstream-Kultur in Nepal gewonnen haben, spielen sie in den Mainstream-Medien immer noch die zweite Geige. Anders als in den USA oder den westlichen Nationen, in denen über den Rückgang der Zeitungen und die steigende Bedeutung von Blogs gesprochen wird, sind in Nepal immer noch die gedruckten Zeitungen König. Blogger werden als Amateure angesehen. Ein Umstand, der es ihnen erschwert, mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen. In der Vergangenheit konnten einige Blogger zwar mit exklusiven Nachrichten und Bildmaterial aufwarten, doch diese Leistungen wurden in der Öffentlichkeit weder wahrgenommen noch richtig anerkannt.
</p>
<p>
<b>Arroganz der Mainstream-Medien </b>
</p>
<p>
Die Arroganz der Mainstream-Medien ist aber ein vergleichsweise kleines Problem verglichen mit den infrastrukturellen Hürden in Nepal. Das beeindruckende Wachstum der Blogosphäre ist bedeutungslos, wenn mehr als die Hälfte des Landes so arm ist, dass Computer und sogar Elektrizität Luxusgüter sind. Erst vor kurzem beschloss Nepals Energieministerium, täglich für neun Stunden den Strom in der Hauptstadt Kathmandu abzustellen, ein klares Zeichen für die zusammenbrechende Infrastruktur des Landes.
</p>
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<i>Übersetzt aus dem Englischen von politik-digital.de. </i></p>
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		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 09)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina Schröter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 12:22:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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		<category><![CDATA[Datenbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Minister]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutschland sucht den Internetminister, Diskussionen über die Vorratsdatenspeicherung gehen in die nächste Runde, der Datenbrief findet neue Unterstützer und ein Podcast erklärt eDemokratie – dies und mehr in unserer Linkliste.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland sucht den Internetminister, Diskussionen über die Vorratsdatenspeicherung gehen in die nächste Runde, der Datenbrief findet neue Unterstützer und ein Podcast erklärt eDemokratie – dies und mehr in unserer Linkliste.</p>
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<a href="http://www.politische-bildung.nrw.de/multimedia/podcasts/00167/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie funktioniert eigentlich eDemokratie?</a><br />
Die Landeszentrale für politische Bildung in NRW stellt in einer Podcast-Serie verschiedene Projekte zu den Themen ePartizipartion, eTransparenz und eDemokratie vor. Mit dabei sind u.a. abgeordnetenwatch.de und die Plattform Maerker Brandenburg.<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/987700/Schluss-mit-Vorratsdatenspeicherung#/beitrag/video/987700/Schluss-mit-Vorratsdatenspeicherung" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
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<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/987700/Schluss-mit-Vorratsdatenspeicherung#/beitrag/video/987700/Schluss-mit-Vorratsdatenspeicherung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts</a><br />
Bei Markus Lanz fand am 04.03.2010 eine Diskussionsrunde zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts über die Vorratsdatenspeicherung statt. Zu Gast waren Wolfgang Bosbach (CDU), Peter Schaar (Bundesdatenschutzbeauftragter), der Netzaktivist Padeluun (<a href="http://www.foebud.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Foebud</a>) und Michael Opoczynski von der Wirtschaftswoche.
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<a href="https://it-gipfelblog.hpi-web.de/2010/03/05/der-datenbrief-eine-moglichkeit-fur-besseren-datenschutz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Datenbrief bekommt neuen Aufschwung </a><br />
Bereits im Januar forderte der Chaos-Computer-Club (CCC) einen Datenbrief, über den die Bürger regelmäßig informiert werden, welche personenbezogenen Daten von ihnen gespeichert werden. Mittlerweile hat der Datenbrief prominente politische Unterstützung bekommen: Zuerst sprach sich Innenminister Thomas de Maizière für den Brief aus, kurze Zeit später folgte auch Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. <a href="http://carta.info/23653/stellenausschreibung-internetminister/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
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<a href="http://carta.info/23653/stellenausschreibung-internetminister/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetminister für Deutschland? </a><br />
BITKOM-Präsident August-Willhelm Scheer hatte Anfang der Woche einen Internetminister gefordert, der für eine einheitliche Linie in Sachen Netzpolitik zuständige sein soll. Carta fomulierte für diesen Job umgehend eine Stellenausschreibung.<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1640843/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
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<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1640843/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afghanistan sperrt Internetseiten</a><br />
Sayed Mahktum Raheen, der afghanische Minister für Information und Kultur, kündigte am Donnerstag, den 04.03.2010 an, einige Webseiten mit sexuellen oder gewalttätigen Inhalten sperren zu lassen. Seiten der Taliban, die unter anderem Videos von militärischen Gefechten zeigen, sollen aber nicht gesperrt werden, da die Taliban der Regierung Zensur vorgeworfen hatten.<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,681688,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
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<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,681688,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">China will private Internetcaf</a><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,681688,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">és schließen</a><br />
Yan Qi, Mitglied des chinesischen Nationalen Volkskongresses, forderte ein generelles Verbot von privaten Internetcafés. Begründung: Die Cafés seien eine der Hauptursachen für soziale Probleme. „Schlimme Krankheiten verlangen nach drastischen Heilungen“, erklärte die Abgeordnete. Einige Hacker legten daraufhin unverzüglich die Internetseite von Yans Restaurantkette lahm. </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bolivien: Webwahlkampf ohne die Politik</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bolivien-webwahlkampf-ohne-die-politik-4781/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Miguel A. Buitrago]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 11:06:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen Euphorie und Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[E-Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Politics en Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[Politische Kommunikation im Internet ohne die politische Elite: In seiner Nachbetrachtung der Präsidentschaftwahl 2009 analysiert der bolivianische Blogger Miguel Buitrago das Engagement von Parteien, klassischen Medien und Wählern im Netz.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Politische Kommunikation im Internet ohne die politische Elite: In seiner Nachbetrachtung der Präsidentschaftwahl 2009 analysiert der bolivianische Blogger Miguel Buitrago das Engagement von Parteien, klassischen Medien und Wählern im Netz.<br />
<!--break--><br />
Am 6. Dezember 2009, einem Sonntag, machten sich die Bolivianer auf den Weg an die Wahlurnen &#8211; zum fünften Mal in nur vier Jahren. Das Land stand unter dem Einfluss tief greifender politischer Veränderungen. Evo Morales, seit 2005 im Amt und der erste indigene Präsident in der Geschichte des Landes, versuchte, die Demokratie durch eine Neuschreibung der Verfassung zu revolutionieren. Die Präsidentschaftswahlen sollten darüber entscheiden, ob Morales mit der politischen Transformation des Landes fortfahren sollte oder ob die Wähler einen anderen Weg bevorzugen würden. Insofern war es eine wahrhaft historische Wahl für Bolivien.</p>
<div style="text-align: center">
<figure style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" alt="" src="/wp-content/uploads/bolivien_300x200.jpg" width="300" height="199" /><figcaption class="wp-caption-text">Bild: Sebastian Schneider / pixelio.de (CC-BY-2.0)</figcaption></figure>
</div>
<p>Darüber hinaus waren aber noch zwei weitere Merkmale der Wahl „historisch“: Zum einen erlangte Morales mit 64 Prozent der Stimmen einen Grad der Unterstützung, den keiner seiner Vorgänger je erfahren hatte. Zum anderen erreichte die politische Bedeutung des Web 2.0 bei dieser Wahl ihren vorläufigen Höhepunkt. Die sozialen Medien waren entscheidend an der Berichterstattung über den Wahlprozess beteiligt und die Kommunikationskanäle der Web-Community trugen ganz erheblich dazu bei, den Wahlprozess für die Bürger Boliviens und den Rest der Welt transparent zu gestalten und damit zu legitimieren.<br />
<b>Business as usual</b><br />
Als die Kampagnen der Parteien anliefen, erkannte zunächst niemand der politischen Protagonisten, welche Rolle das Web 2.0 bei diesen Wahlen spielen würde. Die politische Elite konzentrierte sich vor allem auf die traditionellen Medien, wie sie es auch bei vorangegangenen Wahlen getan hatte. Die Regierung zum Beispiel war davon überzeugt, dass sich die meisten Bolivianer in erster Linie durch Fernsehen oder Radio informieren würden und vereinnahmte daher alle verfügbaren Sendezeiten in den staatlich kontrollierten Rundfunk- und Fernsehstationen für die eigene Propaganda. Die Opposition versuchte dagegen größtenteils, ihre Botschaften über privaten Medienanbieter zu vermitteln.<br />
Elektronische Medien spielten in den politischen Kampagnen dagegen nur eine Nebenrolle. Die traditionellen Kommunikationskanäle im Wahlkampf wurden oftmals nur durch Websites ergänzt. Die Opposition nutzte daneben auch Foren, wie etwa <a href="http://es.dir.groups.yahoo.com/dir/1600398005" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yahoo</a>&#8211;<a href="http://es.groups.yahoo.com/group/Si_Bolivia/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gruppen</a>, um über die Kampagnen zu diskutieren oder Unterstützern anzuwerben. Die Regierungspartei richtete darüber hinaus ein Kommunikationsbüro ein, von dem aus der gesamte Informationsfluss der Kampagnen gesteuert wurde. Auf einer zugehörigen Website wurden Fotos, Nachrichten und Kommentare zur Präsidentschaftskampagne gesammelt und aufbereitet. Es gab sogar ein englischsprachiges Informationsangebot für internationale Journalisten.<br />
Trotzdem war für die politische Elite der Wahlkampf „business as usual“. Das Internet spielte eine untergeordnete Rolle bei den Kampagnen, von einer E- Bewegung ähnlich wie bei Obama konnte keine Rede sein. Massenmails, Video-Streams, Unterstützerseiten auf Facebook und Twitter-Nachrichten fehlten gänzlich.<br />
<b>Bürgerwebwahlkampf 2.0</b><br />
Auf der Seite der Bürger zeichnete sich jedoch ein anderes Bild ab. Nachdem frühere Wahlen so gut wie immer unter Betrugsverdacht gestanden hatten, bedurften die Wahlen von 2009 dringend einer Legitimierung vor der Wählerschaft und der internationalen Staatengemeinschaft. So kam es, dass vor allem junge Wähler beschlossen, die Sache in die eigene Hand zu nehmen. Seit 2007 hatte sich in Bolivien eine zunehmend junge, dynamische Blogosphäre entwickelt. In den Monaten vor der Wahl organisierte sich diese Bloggemeinschaft, um eine außerordentliche Berichterstattung am Wahltag liefern zu können. <a href="http://elecciones2.0bolivia.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Websites</a> schossen wie Pilze aus dem Boden, um den permanenten Informationsfluss, der sich über Twitter und Facebook ergoss, aufzubereiten.<br />
<b>Auszählung per Twitter überwacht </b><br />
Insbesondere die <a href="http://twitter.com/blogsbolivia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twittermeldungen</a> zur Wahl transportierten nicht nur die Stimmung der Leute, sondern kanalisierten auch die Informationen der Bewegung über Hashtags &#8211; kleine Kürzel, die eine thematische Sortierung der Tweets erlauben. Das erwies sich besonders am Wahltag als äußerst hilfreich, um Probleme und Unregelmäßigkeiten beim öffentlichen Auszählen der Stimmen zu dokumentieren.<br />
Bei Facebook war die &#8216;<a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=19049972360" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gruppen</a>-Anwendung&#8217; ein nützliches Instrument, um die Bürgerbewegungen zu organisieren. Besonders der Kontakt zu den Auslandswählern lief über das soziale Netzwerk ab. Denn zum ersten Mal in der Geschichte konnten Exil-Bolivianer aus allen Teilen der Welt an Präsidentschaftswahlen teilnehmen. Viele luden Fotos, Videos und Kommentare in ihren Profilen hoch und teilten so ihre Wahlerfahrungen in ihren jeweiligen Ländern mit.<br />
<b>Klassische Medien verhalten</b><br />
Auch die bolivianischen Mainstream-Medien versuchten sich an der eDemokratie-Bewegung im Netz zu beteiligen, wenn auch mit weniger Herzblut. Die größten Zeitungen des Landes, wie etwa La Razon, El Deber, El Diario, Los Tiempos, Fides und Fernsehsender wie die Periodistas Asociados de Televisión (PAT), die Asociación de Televisoras Bolivianas (ATB) und Red Unitel schmückten ihre elektronischen Angebote mit einer Fülle von Verlinkungen zu Twitter, Facebook und Youtube. PAT Network streamte dazu ihre Berichterstattung zur die Wahl über Justin.tv.<br />
Die Präsidentschaftswahl vom 6. Dezember 2009 war die erste in Bolivien, die nicht nur durch die klassischen Medien, sondern auch durch die Bürger nachrichtlich begleitet wurde. Diese Wählernetzwerke hatten sich aus eigenem Antrieb im Internet organisiert und die komplexeste unabhängige Wahlberichterstattung in der bolivianischen Geschichte auf die Beine gestellt. Dies war ein wesentlicher Beitrag um zu zeigen, dass Bolivien zu fairen, freien und transparenten Wahlen fähig ist. Für ein Land mit einer so jungen Demokratie wie Bolivien ist dies von besonderer Bedeutung.<br />
<i>Übersetzt aus dem Englischen von politik-digital.de. </i><i>Demnächst in der Serie &#8220;Politics en Blog&#8221;: Berichte aus dem Libanon, Ägypten, Nepal u.a.</i><br />
Bild: Sebastian Schneider / <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixelio.de</a> (CC-BY-2.0)<br />
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 18:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[E-Demokratie im Jahresrückblick, Frankreich subventioniert Online-Medien, Dozentin Jessie Daniels im Interview und neues Jahr mit neuen Debatten um Datenschutz: die Netz-News aus der ersten Woche des Jahres 2010 in der Linkliste.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>E-Demokratie im Jahresrückblick, Frankreich subventioniert Online-Medien, Dozentin Jessie Daniels im Interview und neues Jahr mit neuen Debatten um Datenschutz: die Netz-News aus der ersten Woche des Jahres 2010 in der Linkliste.</p>
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</p>
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<a href="http://www.e-demokratie.org/e-demokratie/e-demokratie-im-jahresruckblick-2009/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der e-demokratische Jahresrückblick</a>
</p>
<p>
Ob die Onlinekampagnen der Parteien, die umstrittenen Internetsperren, die Nachwirkungen des US-Präsidenten Barack Obama, die Bundestagswahl oder der Twitter-Boom: Christian Heise von e-demokratie.org lässt das Jahr 2009 Revue passieren und resümiert noch einmal die wichtigsten Geschehnisse in Sachen elektronischer Demokratie und Partizipation.<br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/132/499409/text/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Blogs verängstigen Unternehmen</a>
</p>
<p>
Unternehmen haben Angst vor Kritik in Blogs, so sueddeutsche.de. Immer öfter ersetzen anklagende, teilweise beleidigende Blogeinträge die konservativen Beschwerdebriefe per Post. Und doch seien die Unternehmen mit juristischer Zurückhaltung gut beraten. Denn nicht selten bestimmt die gut vernetzte Internetgemeinde das Markenimage.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-01/subventionen-online-medien" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Frankreich subventioniert Onlinemedien</a>
</p>
<p>
Rund 60 Millionen Euro wolle die französische Hauptstadt künftig in den Online-Journalismus und somit in dessen Qualität und Vielfalt investieren, berichtet die ZEIT ONLINE. Präsident Sarkozy wolle sich so für die Meinungsfreiheit und Pressevielfalt einsetzen. Besonders von Bloggern hagelt es jedoch Kritik.</p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2010/01/40111.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
New Yorker Dozentin im Interview</a>
</p>
<p>
Jessie Daniels, Dozentin am Hunter College in New York, forscht auf dem Gebiet Rassismus im Internet. Im Interview mit jungle-world sprach sie kürzlich über Online-Diskriminierung und ihren Rückbezug auf das reale Leben,  &quot;Anonymität und die Chancen und Gefahren internetbasierter direkter Demokratie&quot;.</p>
<p><a href="http://www.vdi-nachrichten.de/vdi-nachrichten/aktuelle_ausgabe/akt_ausg_detail.asp?cat=1&amp;id=45620&amp;source=homepage" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
2010 wird arbeitsreiches Jahr für Datenschützer</a>
</p>
<p>
Der Elektronische Entgeltnachweis (&quot;Elena&quot;), der Nacktscanner oder Vorratsdatenspeicherung: Die Debatten zu &quot;datensensiblen Themen&quot; sind auch zu Beginn des neuen Jahres bereits in vollem Gange. Nach einem skandalreichen Jahr 2009 folgen nun die nächsten Projekte, die die Datenschützer auf den Plan rufen. Große Hoffnung bezüglich einer Datenschutzmodernisierung setze man nun in Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).  
</p>
<p>
<a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article5745382/Die-Zukunft-des-Journalismus-als-Wohltaetigkeitsveranstaltung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;ProPublica&quot;- Journalismus als Wohltätigkeitsmodell</a>
</p>
<p>
Die New Yorker Stiftung &quot;ProPublica&quot; zeigt beispielhaft, wie journalistische Recherchen investigativ finanziert werden können. Der Sektor, in dem große Zeitungen zuerst einsparen würden, so ProPublica-Chefredakteur Paul Steiger. Durch gemeinnützige Organisationen als Geldgeber würden auch Marken wie die N. Y. Times oder Huffington Post überleben, meint Steiger. </p>
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		<title>Linkliste: Mehr Bürgerbeteiligung fördern</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/linkliste-mehr-buergerbeteiligung-foerdern-4634/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Roleff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 13:52:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mehr e-Demokratie wagen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgeriniative]]></category>
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		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom staatlich geförderten Ideenwettbewerb bis hin zum Internet-Ratgeber: Webseiten, die lokales Bürgerengagement fördern wollen, verfolgen oft sehr unterschiedliche Ansätze. Dafür ähneln sie sich meist in ihrer technischen Realisierung: einfach und schlicht – eben das Internet für jeden.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom staatlich geförderten Ideenwettbewerb bis hin zum Internet-Ratgeber: Webseiten, die lokales Bürgerengagement fördern wollen, verfolgen oft sehr unterschiedliche Ansätze. Dafür ähneln sie sich meist in ihrer technischen Realisierung: einfach und schlicht – eben das Internet für jeden.</p>
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</p>
<p>
<a href="http://www.whatdotheyknow.com" target="_blank" title="whatdotheyknow.com" rel="noopener noreferrer">Was wissen die schon? </a><br />
<br />
Dieses britische Webseite ermöglicht den Bürgern die Kontaktaufnahme mit Behörden über das Netz. Sowohl Bürgeranfragen als auch (eventuelle) Antworten werden transparent gemacht. Diese Herstellung von Öffentlichkeit soll Druck auf Seiten der Behörden erzeugen, sich mit den eingereichten Problemen zu befassen.
</p>
<p>
<a href="http://www.whatdotheyknow.com" target="_blank" title="whatdotheyknow.com" rel="noopener noreferrer"><br />
</a>
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.whatdotheyknow.com" target="_blank" title="whatdotheyknow.com" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/WhatDoTheyKnow.jpg" alt="Whatdotheyknow.com" title="Whatdotheyknow.com" border="4" height="92" width="152" /><br />
</a>
</div>
<p align="center">
<i>whatdotheyknow.com</i> 
</p>
<p>
<a href="http://www.kingscrossenvironment.com/" target="_blank" title="kingscrossenvironment.com" rel="noopener noreferrer">Die Nachbarschaft verbinden</a> <br />
KingsCrossEnviroment ist eine lokale Nachbarschaftsplattform in London, erschaffen und unterhalten von den Bürgern aus King&#8217;s Cross für die Bürger aus King&#8217;s Cross. Die Seite dokumentiert die Bemühungen, die Nachbarschaft &quot;sauber und lebenswert&quot; zu halten.
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.kingscrossenvironment.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Kings_Cross_Local_Environment.jpg" alt="Kings Cross Local Environment" title="Kings Cross Local Environment" height="98" width="151" /></a></p>
<div style="text-align: center">
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<p><i>kingscrossenvironment.com</i>
</div>
<p>
<a href="http://www.showusabetterway.co.uk/" target="_blank" title="showusabetterway.co.uk" rel="noopener noreferrer">Einen besseren Weg zeigen </a><br />
Dieser Ideenwettbewerb wurde von der britischen Regierung ins Leben gerufen, um die öffentliche Kommunikation der Behörden in England zu verbessern. Dem Gewinner winken 20.000 Pfund, um das eingereichte Projekt umzusetzen.
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.showusabetterway.co.uk" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Show_Us_a_Better_Way2.jpg" alt="showusabetterway.com" title="showusabetterway.com" height="100" width="154" /></a>
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<div style="text-align: center">
<i>showusabetterway.co.uk<br />
</i>
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<p>
<a href="http://www.muurkrant.nl/" target="_blank" title="www.muurkrant.nl" rel="noopener noreferrer">Nachbarschafts-TV</a> <br />
Dieses Portal bietet Unterstützung für Bürger an, die über kommunale Ereignisse journalistisch berichten wollen. Unterstützt werden Print-, Radio- und auch Video-Beiträge.
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.muurkrant.nl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Vereniging_de_Muurkrant.jpg" alt="Vereniging de Muurkrant" title="Vereniging de Muurkrant" height="103" width="158" /></a></p>
<div style="text-align: center">
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<p><i>muurkrant.nl<br />
</i>
</div>
<div align="center">
</div>
<p>
<a href="http://talkaboutlocal.com/" target="_blank" title="talkaboutlocal.com" rel="noopener noreferrer">Simples Internet</a><br />
Talkaboutlocal.com bietet Interessierten alles Wissenswerte und technische Hilfe rund um das Publizieren im Web-2.0. Dadurch soll engagierten Bürgern die Angst vor der technischen Realisierung von Nachbarschaftsprojekten im Netz genommen werden.
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://talkaboutlocal.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/talkaboutlocal.jpg" alt="talkaboutlocal.com" title="talkaboutlocal.com" height="101" width="158" /></a>
</div>
<div style="text-align: center">
<i>talkaboutlocal.com</i>
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<i>Unter Mitarbeit von Matthias Kemmerich und Jasmin Reitzig.</i></p>
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