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	<title>E-Mail &#8211; politik-digital</title>
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	<title>E-Mail &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Porto für rechtsverbindliche E-Mails</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ctekoning]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 16:32:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Bundesprojekt De-Mail soll ab 2010 einen vertraulichen und sicheren Geschäftsverkehr im Internet ermöglichen. Fragen zur Datensicherheit und den Kosten bleiben dennoch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesprojekt De-Mail soll ab 2010 einen vertraulichen und sicheren Geschäftsverkehr im Internet ermöglichen. Fragen zur Datensicherheit und den Kosten bleiben dennoch.<!--break--></p>
<p>Mit dem <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_028/nn_122688/sid_FB2EE59E47AC29B0A7008C6120AFEE11/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2009/01/Buergerportal.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vom Kabinett gebilligten und am 11.2.09 im Bundestag diskutierten Gesetzentwurf</a> zum elektronischen Bürgerportal sind jetzt Sicherheits- und Datenschutzaspekte des Projektes umrissen. </p>
<p><b>Telekom und Deutsche Bahn zuständig für Daten</b></p>
<p>De-Mail soll nur von akkreditierten und staatlich geprüften Providern angeboten werden. In wie weit diese sicherer sind als andere, wird sich erst noch herausstellen müssen. Kritiker bemängelten, dass mit der Deutschen Telekom, T-Systems, der Deutschen Post oder der Deutschen Bahn mehrere ehemalige oder demnächst ehemalige Staatsbetriebe an der Umsetzung des Systems beteiligt wurden. Andere Konkurrenten wie zum Beispiel die Strato AG hatten <a href="http://www.heise.de/newsticker/Querelen-um-Buergerportale-und-Buergermail--/meldung/117126" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hierbei das Nachsehen</a>.</p>
<p>Zur Teilnahme soll der Bürger einen Account bei einem der jeweiligen Anbieter von De-Mail anlegen. Einrichten kann das Postfach nur, wer auch eindeutig identifizierbar ist. Dies geschieht zum Beispiel gegen Vorlage des Ausweises in einer Postfiliale oder später über den elektronischen Pass.</p>
<p>Allerdings war es gerade der Umgang mit den <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581938,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunden</a>-oder <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,606767,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitarbeiterdaten</a>, der den staatsnahen Konzernen in den vergangen Monaten sehr viel negative Presse einbrachte. Das Vertrauen der Bevölkerung in diese Unternehmen dürfte nicht unbedingt gefördert worden sein. Aber genau mit der Akzeptanz beim Bürger steht und fällt das Projekt.</p>
<p>Die Finanzierung ist derzeit durch ein ePorto geplant. Die Frage, die sich dabei stellt: Warum sollte auf einen kostenpflichtigen Service (De-Mail) zurückgegriffen werden, der sich bereits kostenlos (E-Mail) etabliert hat? Ob die Frage nach Sicherheit bei der Mehrzahl der Bürger bereits angekommen ist, wird sich erst noch zeigen müssen.</p>
<p><b>Schutz gegen Spam und Diebstahl?</b> </p>
<p>&quot;Jeder soll in die Lage versetzt werden, sich gegen unerwünschtes Mitlesen, Diebstahl wichtiger Daten, Betrug im Internet und gegen Spam besser zu schützen&quot;, umriss Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in der <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0205/politik/0066/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Zeitung</a>. </p>
<p>Dem setzte die Datenschutzexpertin der Grünen, Silke Stokar, ebenfalls in der Berliner Zeitung entgegen: &quot;Ich bezweifle, dass Herr Schäuble, wenn er unerwünschtes Mitlesen verhindern will, auch sich selber meint.&quot; Das Projekt müsse auf jeden Fall von externen Datenschützern gründlich untersucht werden. </p>
<p>Des Weiteren fordert sie, dass für den Bürger eindeutig klar werden muss, welche Behörden Zugriff auf die De-Mails haben. Zuständig für De-Mail wird das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sein, das wiederum direkt dem Innenministerium untersteht. </p>
<p>Das BSI selbst beschreibt auf seiner Seite zum <a href="http://www.bsi.de/bsi/gesetz.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetz über die Errichtung der Institution in Paragraph 3 Aufgaben, Punkt 6</a>, dass das Amt den Strafverfolgungs- und Verfassungsschutzbehörden bei der Auswertung und Bewertung von Informationen zuarbeitet. Wie weit der Begriff Information hierbei gefasst wird, ist nicht weiter definiert.   </p>
<p><b>Kritik an Datensicherheit</b></p>
<p>Aber auch die technischen Seite des Projektes wird durchaus kritisch gesehen. So z. B. von der Opposition im Bundestag oder dem Bundesdatenschutz-Beauftragten Peter Schaar. Letzterem reicht es nicht aus, dass die Dienstanbieter bei De-Mail untereinander verschlüsselt miteinander kommunizieren.</p>
<p>Schaar sieht die die Gefahr, dass Dritte die Nachrichten auslesen oder gar verändern könnten und bevorzugt eine End-End-Verschlüsselung. Bei dieser Technik können mit entsprechenden Schlüsseln nur Absender und Empfänger die Nachrichten lesen.</p>
<p>Trotz der vielen offenen Fragen läuft die Pilotphase des Projektes im Sommer diesen Jahres in Friedrichshafen an. </p>
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		<title>FDP-Hamburg bei Google als Spammer gebrandmarkt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fdp-hamburg-bei-google-als-spammer-gebrandmarkt-3774/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 09:52:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kurz vor der Bürgerschaftswahl (Sonntag, 24. Februar 2008) ist die Außendarstellung der FDP Hamburg bei Google im Eimer: Gibt man die Begriffe &#34;FDP Hamburg&#34; in die Suchmaschine ein, führen nur die zwei ersten Treffer zu Homepages der Partei. Dann folgen Blog-Beiträge, die das verdeckte Verbreiten eines FDP-Wahlwerbevideos durch eine Werbeagentur anprangern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor der Bürgerschaftswahl (Sonntag, 24. Februar 2008) ist die Außendarstellung der FDP Hamburg bei Google im Eimer: Gibt man die Begriffe &quot;FDP Hamburg&quot; in die Suchmaschine ein, führen nur die zwei ersten Treffer zu Homepages der Partei. Dann folgen Blog-Beiträge, die das verdeckte Verbreiten eines FDP-Wahlwerbevideos durch eine Werbeagentur anprangern.<!--break--></p>
<p>
Sucht ein Wähler also im Internet beim absoluten Marktführer <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=fdp+hamburg&amp;btnG=Suche&amp;meta=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google nach der Hamburger FDP</a>, sieht er auf den ersten Blick Begriffe wie &quot;Spam&quot; oder &quot;FDP kassiert Abmahnung&quot;. Hintergrund der vermasselten Außendarstellung ist ein Werbevideo der FDP für das die Werbeagentur Oysterbay <a href="/spam-im-auftrag-der-fdp">mit fragwürdigen Methoden Marketing</a> machte. Die Werber verschickten E-Mails an Blogger, die aussahen wie ein freundlicher Tipp eines Lesers und kommentierten unter falschem Namen in Blogs.
</p>
<p>
<b>Täuschungsversuch mit erfundenem Absender</b>
</p>
<p>
Dazu nutzten sie den erfundenen Namen &quot;Niklas Sörensen&quot;. Dem Pseudonym beschaffte die Agentur auch eine kostenlose GMX-E-Mail-Adresse, um den Absender zu verschleieren. Der <a href="http://www.hanno.de/blog/2008/die-fdp-und-der-sprechende-kuhlschrank/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogger Hanno Zulla</a> entdeckte den Täuschungsversuch und machte ihn öffentlich. Eine Fülle von empörten Blog-Beiträgen und Kommentaren folgte. Zulla <a href="/abmahnung-wegen-fdp-wahl-spam">mahnte die FDP ab</a>, die Partei akzeptierte eine strafbewehrte Unterlassungserklärung.<br />
<a href="http://technorati.com/claim/97sfmvfad7" rel="me">Technorati Profile</a></p>
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		<title>Abmahnung wegen FDP-Wahl-Spam</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 13:14:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die FPD hat eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, weil eine im Hamburg-Wahlkampf eingesetzte Werbeagentur E-Mails mit frei erfunden Absenderadressen an Blogger verschickt hat. Der Blogger <a href="http://www.hanno.de/blog/2008/blaugelbes-auge/" target="_blank" title="Hanno´s Blog - Blaugelbes Auge: FDP Hamburg akzeptiert Abmahnung für illegale Wahlwerbung" rel="noopener noreferrer">Hanno Zulla</a> wurde aufgefordert, ein Video der Partei zu verlinken. Er hat die FDP stattdessen abgemahnt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die FPD hat eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, weil eine im Hamburg-Wahlkampf eingesetzte Werbeagentur E-Mails mit frei erfunden Absenderadressen an Blogger verschickt hat. Der Blogger <a href="http://www.hanno.de/blog/2008/blaugelbes-auge/" target="_blank" title="Hanno´s Blog - Blaugelbes Auge: FDP Hamburg akzeptiert Abmahnung für illegale Wahlwerbung" rel="noopener noreferrer">Hanno Zulla</a> wurde aufgefordert, ein Video der Partei zu verlinken. Er hat die FDP stattdessen abgemahnt.<!--break--></p>
<p>
Dass die FDP die Unterlassungserklärung abgegeben hat, ist jedoch nicht mit einem Schuldeingeständnis gleichzusetzen. Hätte die Partei die Abmahnung nicht akzeptiert, so hätte der Fall &#8211; und somit die Frage, ob unaufgefordert verschickte und nicht deutlich als solche gekennzeichnete Wahlwerbung juristisch zulässig ist  &#8211;  vor Gericht geklärt werden müssen. Die für die FDP tätige Werbeagentur Oysterbay hatte die Mail nicht über eine agentureigene Mailadresse versandt, sondern den erfunden Namen &quot;Niklas Sörensen&quot; und eine kostenlose GMX-E-Mail-Adresse verwendet.
</p>
<p>
Die Anwaltskosten für die Abmahnung trägt die FDP.
</p>
<p>
Den Hintergrundartikel zu dieser Kurzmeldung finden sie <a href="/spam-im-auftrag-der-fdp" target="_blank" title="Spam im Auftrag der FDP" rel="noopener noreferrer">hier</a>. </p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Spam im Auftrag der FDP</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 17:40:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die  Hamburger Werbeagentur Oysterbay verschickt derzeit Mails, um Blogger auf ein Wahlwerbevideo der FDP aufmerksam zu machen. Das Marketing ist getarnt, der Absender  der Werbemails ist ein angeblicher Leser mit einer kostenlosen GMX-E-Mail-Adresse. Die Blogger fühlen sich getäuscht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die  Hamburger Werbeagentur Oysterbay verschickt derzeit Mails, um Blogger auf ein Wahlwerbevideo der FDP aufmerksam zu machen. Das Marketing ist getarnt, der Absender  der Werbemails ist ein angeblicher Leser mit einer kostenlosen GMX-E-Mail-Adresse. Die Blogger fühlen sich getäuscht.<!--break--></p>
<p>
Ein Internetnutzer gab gestern bei Google die Suchbegriffe „blog wahl* hamburg“ ein und landete auf dem <a href="http://www.hanno.de/blog/2008/die-fdp-und-der-sprechende-kuhlschrank/" title="Hanno`s Blog" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weblog des Hamburgers Hanno Zulla</a>. Der Betreiber des Blogs schien dem Unbekannten igendwie  sympatisch gewesen zu sein, denn er schickte ihm kurzerhand eine freundliche E-Mail, in der er auf einen FDP-Wahlwerbespot mit dem Schauspieler Sky du Mont aufmerksam machte &#8211; „Hallo, Kennst Du schon den FDP-Wahlwerbespot für die Bürgerschaftswahlen in HH? Wäre der nicht etwas für deinen Blog?“. Es folgte ein Link zur Videoplattform Youtube und „Viele Grüße, Niklas“. Sonst nichts: Kein Impressum, keine Adresse.
</p>
<p>
Die IP-Adresse von Mailabsender und Google-Suche führte den Blogger zur Oysterbay, einer Werbeagentur mit Kunden wie Mustang Jeans oder Axel-Springer-Verlag. Sowohl die FDP als auch Oysterbay bestätigten politik-digital.de auf Anfrage, dass die Werbeagentur von der FDP für Marketing beauftragt wurde. Die FDP distanziert sich jedoch von unlauteren Methoden.
</p>
<p>
Blogger Hanno Zulla ärgerte sich über die unerwünschte Mail, rief bei Oysterbay an und wurde nach eigener Aussage mit dem Absender der Mail &#8211; Niklas Sörensen &#8211; verbunden. Dieser gab zu, dass er die E-Mail verschickt hatte, jedoch sei das Ganze nicht als Spam, sondern nur als Hinweis auf den Werbespot gedacht gewesen. Mit wem Hanno Zulla tatsächlich gesprochen hat, wird wohl ein Rätsel bleiben, denn heute bestätigte Agentur-Geschäftsführer Wulf-Peter Kemper gegenüber politik-digital.de, dass Niklas Sörensen gar keine reale Person, sondern nur ein Pseudonym sei.
</p>
<p>
Auf die Frage, warum Oysterbay die Werbebotschaft unter einem Pseudonym getarnt über eine GMX-Adresse verschickte und nicht offiziell über eine E-Mail-Adresse der Agentur, antwortete Kemper: „Wenn Mails von einer Werbeagentur kommen, dann werden sie weggeklickt, mit einer GMX-Adresse haben wir mehr Chancen, da rein zu kommen.“ <br />
Bei der FDP sieht man das anders: „Eine Verbreitung des Werbespots über E-Mail-Spamverteiler ist in Deutschland nicht zulässig“, so Thomas Heldberg von der FDP, „Die Agentur nutzt deshalb nur legale Wege wie Youtube.“<br />
Laut Agentur-Geschäftsführer Kemper sollte mit der Aktion übrigens niemand getäuscht, sondern nur eine inhaltliche politische Diskussion angestossen werden. Für Kemper war die besagte Mail zudem „deutlich als Wahlwerbung kenntlich gemacht.“ Er kündigte aber an, dass Oysterbay die Hinweis-Mails ab jetzt testweise offiziell im Namen der Agentur verschicken wird.
</p>
<p>
Neben Hanno Zulla hat noch mindestens ein weiterer bei Google (Update sgievert 9.2.08: zwei, darunter Markus Beckedahl von <a href="http://netzpolitik.org/2008/kennen-sie-das-stichwort-virales-marketing/" target="_blank" title="Netzpolitik.org Kennen sie schon das Stichwort &quot;virales Marketing&quot;?" rel="noopener noreferrer">netzpolitik.org</a>) weit oben aufgeführter Blogger die getarnte Werbemail erhalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Netzkunst Teil 4:  Spam vs. Spam</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkunst-teil-4-spam-vs-spam-3728/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 12:07:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die vierte und letzte Aktion in unserer kleinen Reihe setzt an einer für Nutzer moderner Kommunikations-Technologien sehr empfindlichen Stelle an – unerwünschte Werbemails, im Klartext: Spam. PleaseSpam.us ist ein Web-Projekt, bei dem die beliebtesten unbeliebten E-Mail-Adressen per Abstimmung ermittelt und dann SpamBot-freundlich auf der Projekt-Website platziert werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die vierte und letzte Aktion in unserer kleinen Reihe setzt an einer für Nutzer moderner Kommunikations-Technologien sehr empfindlichen Stelle an – unerwünschte Werbemails, im Klartext: Spam. PleaseSpam.us ist ein Web-Projekt, bei dem die beliebtesten unbeliebten E-Mail-Adressen per Abstimmung ermittelt und dann SpamBot-freundlich auf der Projekt-Website platziert werden.<!--break--></p>
<p>
Getreu dem Motto „Feuer mit Feuer bekämpfen“ will <a href="http://www.pleasespam.us/" target="_blank" title="PleaseSpam.us" rel="noopener noreferrer">PleaseSpam.us</a> auf die Funktionsweise von SpamBots aufmerksam machen. Diese Programme durchsuchen das WWW automatisch nach auf Webseiten veröffentlichten E-Mail-Adressen, an die dann unaufgefordert Werbemails verschickt werden. Darüber hinaus möchte das Projekt kritisch die zunehmende Verbreitung von Social-Bookmark-Plattformen wie digg.com, del.icio.us und mister-wong.de hinterfragen und eine Diskussion über den „Missbrauch von E-Mail als ein Massen-Übertragungs-System“ anstoßen.
</p>
<p>
Mit einer kurzen Begründung versehen kann jede E-Mail-Adresse vorgeschlagen werden. Alle eingegangenen Vorschläge stehen dann im internen Nutzerbereich der Website zur Abstimmung. Die Adressen mit den meisten Stimmen werden auf der Startseite und somit an für SpamBots exponierter Stelle veröffentlicht.  Auf Platz eins steht derzeit im übrigen die E-Mail-Adresse des US-Amerikanischen Präsidenten.
</p>
<p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/pleasespam_us.jpg" alt="Screenshot pleasespam.us" title="Screenshot pleasespam.us" height="327" width="450" />
</p>
<p>
Die Hürde ist jedoch nicht groß. Um eine Adresse auf die Startseite zu wählen reichen derzeit schon die Stimmen von 18 Mitgliedern aus. Wenn die eigene Adresse fälschlicherweise dort landet, dann besteht die einzige Chance zur Löschung darin, einen Antrag zu stellen, über den dann wiederum die Mitglieder entscheiden müssen.
</p>
<p>
Abstimmen kann übrigens nur, wer sich  mit einer persönlichen E-Mail-Adresse anmeldet.<br />
PleaseSpam.us versichert, dass die bei der Anmeldung eingegebene Adresse geheim bleibt und vor Spam-Bots sicher ist – zumindest bis zu dem Zeitpunkt, bis man selbst auf der Liste landet.<br />
Bleibt die Frage, ob die Aktion tatsächlich eine Diskussion anstoßen kann oder nur noch mehr Spam erzeugt. Die Bots werden sich auf jeden Fall freuen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Zehn ganz legale Anonymisierungstricks</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/zehn-ganz-legale-anonymisierungstricks-3481/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Nov 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[SMS]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Die Bundesregierung will die Vorratsdatenspeicherung. Wer wann welche Internetseiten besucht oder wem E-Mails bzw. SMS schreibt, soll dann sechs Monate lang gespeichert werden. Doch es gibt ganz legale Wege, die Speicherung zu umgehen.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Die Bundesregierung will die Vorratsdatenspeicherung. Wer wann welche Internetseiten besucht oder wem E-Mails bzw. SMS schreibt, soll dann sechs Monate lang gespeichert werden. Doch es gibt ganz legale Wege, die Speicherung zu umgehen.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Geht es nach den Plänen der Großen Koalition, soll<br />
die Voprratsdatenspeicherung ab dem 1. Januar 2008 starten. Wenn<br />
der Bundestag zustimmt, müssen Telekommunikationsdienstleister<br />
wie Telekom oder Arcor auch ohne konkreten Verdacht für sechs<br />
Monate nachhalten, wer wann wo mit wem in Kontakt war. So soll die<br />
Strafverfolgung erleichtert werden. Der Inhalt von Telefongesprächen,<br />
besuchten Webseiten oder SMS ist davon nicht betroffen.
</p>
<p>
Mit folgenden Tipps und Tricks kann jeder Internetnutzer die Speicherung<br />
dieser Informationen legal umgehen:
</p>
<p>
<b>Telefonieren</b>
</p>
<p>
Die Nutzung von öffentlichen Telefonen und Telefonzellen ist<br />
die einfachste anonyme Alternative zu Vertragshandy, Internettelefonie<br />
und Festnetztelefon. Um beim Mobiltelefonieren keine nachvollziehbaren<br />
Verbindungsdaten zu hinterlassen, sollte man Prepaid-Karten für<br />
das Handy benutzen. Diese müssen nicht auf den eigenen Namen<br />
registriert werden. In einigen Fällen kann man diese Guthaben-Karten<br />
auch für mobiles Internet via UMTS einsetzen und sich so drahtlos<br />
und – zumindest in Sachen Vorratsdatenspeicherung &#8211; überwachungsfrei<br />
im Internet bewegen.
</p>
<p>
<b>Surfen im Internet </b>
</p>
<p>
Internet ohne Speichern der persönlichen Kommunikationsdaten:<br />
Hier reicht es eigentlich, sich über einen Internetanschluss<br />
einzuwählen, der nicht unter dem eigenen Namen registriert<br />
ist. Das geht am Einfachsten, wenn man in Internetcafés surft<br />
oder offene Funknetzwerke verwendet. Dabei sollte man jedoch jederzeit<br />
auf die Verwendung von verschlüsselten Internetseiten achten.
</p>
<p>
Eine weitere Möglichkeit, der Vorratsdatenspeicherung im Internet<br />
zu entgehen, sind so genannte Anonymisierungsnetzwerke wie <a href="http://anon.inf.tu-dresden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anon<br />
Proxy</a> oder <a href="http://www.torproject.org/index.html.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TOR</a>.<br />
Bei diesen oft kostenlosen Diensten lädt man sich ein bestimmtes<br />
Porgramm herunter, dass die Verbindung zum Internet über eine<br />
ganze Reihe zwischengeschalteter Verbindungsstellen übernimmt.<br />
Dann kann man ruhig über die eigene Internetverbindung ins<br />
Netz gehen, da nur die Nutzung dieser Anonymisierungsdienste, nicht<br />
aber das tatsächliche Kommunikationsziel gespeichert werden<br />
kann – wenn die Anonymisierungserver wie beim TOR-Netzwerk<br />
außerhalb der Europäischen Union stehen.
</p>
<p>
Eine technisch kompliziertere Möglichkeit ist der Einsatz<br />
von Virtuellen Privaten Netzwerken (VPN) mit einem Rechner außerhalb<br />
der EU. Hier wird wie bei einem lokalen Netzwerk eine direkte Verbindung<br />
mit einem Rechner in einem anderen Land aufgebaut, von dem aus dann<br />
der Zugriff auf das Internet erfolgt. Ähnlich wie bei den Anonymisierungsnetzwerken<br />
wird bei Virtuellen Privaten Netzuwerken nur der Zugriff auf den<br />
Rechner gespeichert, alles dahinter kann nicht erfasst werden.
</p>
<p>
<b>E-Mail</b>
</p>
<p>
Auch wenn E-Mails von Natur aus nicht anonym sind, kann man mit<br />
einigen Tricks der geplanten Speicherung eigener Daten entgehen<br />
und so relativ unerkannt via E-Mail kommunizieren.
</p>
<p>
Der einfachste Trick ist die Nutzung des Entwurf-Ordners eines<br />
gemeinsamen E-Mailkontos bei einem willkürlichen Webmailprovider<br />
wie Gmail.com oder GMX. Wenn mehrere Leute das Passwort haben, müssen<br />
die Mails erst gar nicht verschickt werden und sind trotzdem von<br />
mehreren Nutzern abrufbar.
</p>
<p>
Beste Möglichkeit ist die Verwendung von E-Mail-Diensten,<br />
die ihren Sitz außerhalb der Europäischen Union haben<br />
und die eine verschlüsselte Kommunikation zulassen. Die Verbindungsdaten<br />
müssen dann nicht beim jeweiligen Internetzugangsdienstleister<br />
gespeichert werden.
</p>
<p>
Technisch aufwändiger ist die Verwendung von Remailern. Technisch<br />
versierte Nutzern können so Ihre E-Mail ohne Absender und über<br />
viele, schwer nachvollziehbare Umwege versteckt zum Empfänger<br />
senden.
</p>
<p>
Diese Hinweise beziehen sich jedoch nur auf die Umgehung der Vorratsdatenspeicherung;<br />
um den eigentlichen Inhalt zu verschlüsseln, empfiehlt sich<br />
die Verwendung von Verschlüsselungssoftware wie zum Beispiel<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pretty_Good_Privacy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pretty-Good-Privacy</a>.
</p>
<p>
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat eine <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/CD/preview/amnesiacd.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liste<br />
von Programmen</a> zusammengestellt, die dabei helfen können,<br />
keine verfolgbare Spuren im Internet zu hinterlassen und eigene<br />
Informationen zu schützen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Deutschland Platz 6 der Spam-Verursacher</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/deutschland-platz-6-der-spam-verursacher-3294/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
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					<description><![CDATA[Aktientipps scheinbarer Insider, Datenklau beim Online-Banking : Betrüger basteln an immer raffinierteren Methoden, Internetnutzer zu täuschen. Jahr für Jahr verursacht Spam Schäden in Milliardenhöhe. Dieser Überblick zeigt, wie Regierungen und globale Verbände das Problem in
den Griff bekommen wollen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktientipps scheinbarer Insider, Datenklau beim Online-Banking : Betrüger basteln an immer raffinierteren Methoden, Internetnutzer zu täuschen. Jahr für Jahr verursacht Spam Schäden in Milliardenhöhe. Dieser Überblick zeigt, wie Regierungen und globale Verbände das Problem in<br />
den Griff bekommen wollen.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Nur ein Klick, schon verschwindet der nervende Werbemüll im<br />
virtuellen Papierkorb. Hielte sich jeder daran, wäre das weltweite<br />
Geschäft mit Spam-E-Mails nicht derart einträglich, wie<br />
es der Fall ist. Einer <a href="http://www.politik-digital.de/forward.php?link=1804" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a><br />
des Magazins &quot;Consumer Reports&quot; zufolge kauften über<br />
eine halbe Million US-Surfer im Vormonat ein Produkt, das per Spam<br />
beworben wurde. Zum <a href="http://www.eco.de/servlet/PB/menu/1932304/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">5.<br />
Deutschen Anti Spam Kongress</a>, der am 5. September in Köln<br />
stattfindet, kommen Experten zusammen, die sich dem Kampf gegen<br />
die elektronische Belästigung verschrieben haben. Schwerpunkt<br />
in diesem Jahr ist das neuartige &quot;Stock Spam&quot;, der massenhafte<br />
E-Mail-Versand von Aktienempfehlungen, bei dem einzig der Urheber<br />
Kasse macht, indem er den Kurs von Wertpapieren in schwindelerregende<br />
Höhen treibt. Zudem steht das kriminelle &quot;Phishing&quot;<br />
auf dem Kongressplan, also betrügerische E-Mails mit dem Ziel,<br />
an Zugangsdaten für Online-Banking zu gelangen. 2006 stieg<br />
die Zahl der Phishing-Opfer um ein Viertel auf über 3000 Fälle,<br />
so eine Hochrechnung des Branchenverbandes BITKOM. Dabei wurden<br />
im Schnitt 4000 Euro erbeutet.
</p>
<p>
<b>Nerviges Dosenfleisch</b>
</p>
<p>
Jeder kriegt es, aber nur wenige kennen seinen Namens-Ursprung:<br />
&quot;Spam&quot; war ein 1936 entstandener Markenname für Dosenfleisch<br />
der amerikanischen Firma Hormel Food – zusammengesetzt aus<br />
&quot;Spiced Porc and Ham“, also gewürztes Schweinefleisch.<br />
Schon im Zweiten Weltkrieg soll die kulinarische Grausamkeit aufgrund<br />
seiner langen Haltbarkeit und massenhaften Verfügbarkeit unter<br />
Soldaten wenig geliebt worden sein. Ähnlich ergeht es heute<br />
dem unerwünschten elektronischen Nachfolger. Erst durch eine<br />
Episode der britischen Comedyserie &quot;Monty Phython&#8217;s Flying<br />
Circus&quot; wurde Spam zum Synonym für ungebetene Massen-E-Mails:<br />
In dem dreiminütigen Sketch fällt das Wort „Spam&quot;<br />
mehr als 100 Mal, wodurch jede Unterhaltung unmöglich wurde.<br />
Heute steht &quot;Spam“ für unerwünschte, meist<br />
auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten, die massenhaft<br />
versandt und dem Empfänger unverlangt zugestellt werden. In<br />
der Regel haben sie werbenden Inhalt. Ebenfalls dazu zählen<br />
unsinnige Einträge in Newsgroups oder Kettenbriefe. Eine Übersicht<br />
der Spam-Typen finden Sie in unserem <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/spam/spam_mhenschke_glossar_070830.shtml">Glossar</a>.
</p>
<p>
<b>Bundesrepublik seit 2006 mit Anti-Spam-Gesetz</b>
</p>
<p>
Rund vier Fünftel aller Spam-E-Mails, die in deutschen Postfächern<br />
landen, stammen aus dem Ausland. Spamming ist ein weltweites Problem<br />
und muss daher auf globaler Ebene gelöst werden, sind sich<br />
Experten einig. Internationale Zusammenarbeit und eine grenzüberschreitende<br />
Rechtsverfolgung werden immer wichtiger. Laut einer <a href="http://www.spamhaus.org/statistics/countries.lasso" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuellen<br />
Rangliste</a> der gemeinnützigen Organisation Spamhaus.org<br />
liegt Deutschland auf Platz sechs der weltweit führenden Herkunftsländer<br />
von Spam-E-Mails. Die USA führen demnach mit deutlichem Vorsprung<br />
gegenüber China und Russland. Gesamt betrachtet, liegt der<br />
asiatische Kontinent ganz vorn. Grund sind die von Land zu Land<br />
unterschiedlich harten Gesetze gegen die Drahtzieher.
</p>
<p>
Die USA versuchten 2004, das Spam-Problem durch das landesweite<br />
Gesetz CAN SPAM ACT einzudämmen, mit dem Täter zu Haftstrafen<br />
von bis zu fünf Jahren und Geldbußen in Millionenhöhe<br />
verurteilt werden können. In Europa ist seit 2004 das Verschicken<br />
unverlangter Werbemails verboten. Hierzulande begegnet man der Herausforderung<br />
mit wettbewerbs- und zivilrechtlichen Mitteln, nicht aber mit strafrechtlichen<br />
Sanktionen. Im Juni 2006 verabschiedete der Deutsche Bundestag eine<br />
Art Anti-Spam-Gesetz (Elektronisches Geschäftsverkehrvereinheitlichkeitsgesetz,<br />
ElGVG), das Verbraucher vor unerwünschter Werbung schützt.
</p>
<p>
Es besagt: Wird Werbung elektronisch versandt, muss in der Kopf-<br />
und Betreffzeile klar erkennbar sein, wer der Absender ist und ob<br />
es sich um eine Werbenachricht handelt. Damit soll dem Bürger<br />
das Ausfiltern von unerwünschtem Spam erleichtert werden. Bei<br />
Verstoß droht dem Absender ein Bußgeld von bis zu 50<br />
000 Euro. Kritiker dagegen fordern eine Erhöhung der Strafe<br />
um das Zehnfache. Werbe-Mails aus dem Ausland, die das Hauptproblem<br />
darstellen, fallen allerdings nicht unter das Gesetz. Deshalb sei<br />
die Verordnung kaum ausreichend, um der Spam-Flut beizukommen, betonen<br />
Experten.
</p>
<p>
Um die Kräfte zu bündeln und die internationale Rechtsdurchsetzung<br />
zu verbessern, haben sich zahlreiche Organisationen und Initiativen<br />
gebildet, wie die <a href="http://www.oecd-antispam.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OECD<br />
Task Force on Spam</a>, die <a href="http://www.londonactionplan.com/?q=node/1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative<br />
London Action Plan (LAP)</a> oder das EU-Pilotprojekt <a href="http://www.spotspam.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SpotSpam</a>,<br />
das als europaweite Sammelstelle für Spam-Beschwerden dient.
</p>
<p>
<b>50 Milliarden Euro Schaden im Jahr</b>
</p>
<p>
Spam verursacht jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe. Neben<br />
den Internet-Übertragungskosten für Empfang und Versand<br />
kostet das Lesen, Löschen oder Beantworten dieser Belästigungspost<br />
wertvolle Arbeitszeit. Verstopfen Spam-E-Mails das Postfach über<br />
den begrenzten Speicher hinaus, wird sogar erwünschte Post<br />
abgewiesen. So versäumt der Betroffene schnell wichtige Fristen<br />
oder verpasst Aufträge. Im schlimmsten Fall droht der Serverabsturz<br />
und mit ihm teure Reparaturkosten. Der Löwenanteil fällt<br />
an durch den notwendigen Einsatz von Anti-Spam-Filtern. Wird zudem<br />
die eigene Mail-Adresse durch Dritte für den Spam-Versand missbraucht,<br />
kann das eigene Image darunter leiden. Die durch Spam entstandenen<br />
Zusatzkosten für 2005 wurden weltweit mit 50 Milliarden Euro<br />
beziffert.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>In sechs Schritten zum sicheren Postfach</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/in-sechs-schritten-zum-sicheren-postfach-3295/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
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					<description><![CDATA[Wehren Sie sich gegen nervende Angriffe aus dem Netz! Wichtige Tipps, wie Sie sich in einfachen Schritten vor Spam-Attacken und Werbemüll schützen und an wen sich betroffene Internetnutzer und Unternehmen wenden können.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wehren Sie sich gegen nervende Angriffe aus dem Netz! Wichtige Tipps, wie Sie sich in einfachen Schritten vor Spam-Attacken und Werbemüll schützen und an wen sich betroffene Internetnutzer und Unternehmen wenden können.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Fakt ist: Viele Internetnutzer gehen zu sorglos mit ihrer persönlichen<br />
E-Mail-Adresse um. Am wirkungsvollsten ist es, Spam-E-Mails bereits<br />
im Vorfeld zu vermeiden. Das können Sie tun, um das Spam-Aufkommen<br />
in Ihrem Postfach zu reduzieren:
</p>
<p>
<b>Alternativen E-Mail-Account zulegen</b>
</p>
<p>
Sorgen Sie dafür, dass Spammer nicht an Ihre Haupt-E-Mail-Adresse<br />
kommen, die Sie im normalen Post-Verkehr, also mit Freunden oder<br />
am Arbeitsplatz, nutzen. Wer häufiger seine Identität<br />
bei der Teilnahme an Gewinnspielen, beim Ausfüllen von Anmeldeformularen,<br />
in Chat-Räumen oder beim Schreiben in Newsgroups preisgibt,<br />
riskiert, dass seine Mailbox mit lästigen Werbebotschaften<br />
überfüllt wird. Besonders Chat-Räume und Newsgroups<br />
sind eine bei Spammern und Adressensammlern äußerst beliebte<br />
„Recherchemöglichkeit“. Daher ist es besonders<br />
zu empfehlen, sich alternative E-Mail-Accounts für bestimmte<br />
Internetaktivitäten wie Online-Shopping, Chats oder Online-Auktionen<br />
einzurichten. Eine kostenlose und auf Wunsch zeitlich begrenzte<br />
E-Mail-Adresse bekommen Sie leicht bei gängigen E-Mail-Anbietern<br />
(z.B. GMX, WEB.de, Hotmail, AOL, etc.).
</p>
<p>
<b>Vorsichtig mit Mail-Adressen umgehen</b>
</p>
<p>
Spam-Programme durchforsten automatisch Internetauftritte nach<br />
E-Mail-Adressen. Verwenden Sie deshalb wichtige E-Mail-Adressen,<br />
die Sie für längere Zeit verwenden wollen, in der Öffentlichkeit<br />
nach Möglichkeit nicht so, dass sie für jedermann abrufbar<br />
sind. Es empfiehlt sich, auf einer Internet-Präsenz die Kontakt-E-Mail-Adresse<br />
nicht im Klartext, sondern in Form einer kleinen Bild-Datei (z.B.<br />
GIF) darzustellen. Allerdings wird dadurch das Einlesen der Mailadresse<br />
nicht nur für Spammer erschwert, sondern auch für Menschen<br />
mit Behinderungen oder mit technischen Einschränkungen beim<br />
Internetzugang. Alternativ lässt sich die Adresse auch unter<br />
Verwendung von Leerzeichen oder dem Ausdruck &quot;[at]“ statt<br />
&quot;@“ angeben.
</p>
<p>
<b>Filterprogramme einsetzen</b>
</p>
<p>
Viele der Standard-E-Mail-Programme können mittlerweile alle<br />
empfangenen E-Mails nach bestimmten Adressen filtern und Nachrichten<br />
einer bestimmten E-Mail-Adresse oder ganzen Domain blockieren. Verfügt<br />
Ihr E-Mail-Programm dennoch über keine Filtermöglichkeiten,<br />
gibt es zahlreiche Hilfsprogramme, die die eigene Mailbox überprüfen<br />
können und unerwünschte E-Mails löschen, noch bevor<br />
man die Mailbox zum Lesen öffnet. &quot;AntiSpamWare“,<br />
&quot;SpamEater Pro“, &quot;SpamFlush“, &quot;SpamKiller“,<br />
&quot;Super-SpamKiller Pro“ oder &quot;SPAMfighter“<br />
sind nur einige der zahlreichen Werkzeuge, die mittlerweile für<br />
alle Betriebssysteme erhältlich sind. Wer einen der kostenlosen<br />
E-Mail-Dienste wie etwa GMX oder WEB.de nutzt, kann die dort vorhandenen<br />
Spam-Filter aktivieren.
</p>
<p>
<b>Den eigenen PC sicher konfigurieren</b></p>
<p>Halten Sie das Betriebssystem Ihres Computers durch neueste Updates<br />
und Sicherheitspatches ständig aktuell. Das schließt<br />
Sicherheitslücken. Über neuste Updates kann man sich per<br />
Einstellung automatisch benachrichtigen lassen. Jeder Rechner sollte<br />
über ein Virenschutzprogramm verfügen, das in kurzen Abständen<br />
aktualisiert werden muss. Außerdem ist der Einsatz einer Firewall<br />
sinnvoll. Diese Anwendung überprüft alle Daten, die der<br />
User aus dem Netz lädt sowie die Daten, die von dem Computer<br />
ins Netz geschickt werden.
</p>
<p>
<b>Nicht auf Werbe-E-Mails antworten oder deren Dateianhang<br />
öffnen</b>
</p>
<p>
Spammer setzen häufig falsche Betreffzeilen wie &quot;Re:<br />
Ihre Anmeldung&quot; oder &quot;Klassentreffen&quot; und gefälschte<br />
Absenderadressen (.z.B. ebay.de oder Bundeskriminalamt) ein. Sie<br />
geben sich als Freunde, Arbeitskollegen oder seriöse Unternehmen<br />
aus, um einen persönlichen Bezug herzustellen und Sie dazu<br />
zu veranlassen, die Mail zu öffnen. Anwender sollten daher<br />
vor dem Öffnen Betreffzeile und Absender einer Mail kontrollieren.<br />
Dazu muss die Vorschau-Funktion des E-Mail-Programms deaktiviert<br />
sein, da sonst alle eingehenden Mails automatisch geöffnet<br />
werden. Offenbaren Sie in Ihrer Adresse möglichst nicht Ihren<br />
vollen Namen, sonst können Spam-Programme Sie in Werbe-Mails<br />
persönlich ansprechen. Es empfehlen sich eher Muster wie smeier@provider.de.
</p>
<p>
Bestellen Sie nie etwas über unerwünschte E-Mails. Sie<br />
könnten nicht nur betrügerischen Verkaufsmethoden zum<br />
Opfer fallen, sondern verbreiten Ihre Adresse auch innerhalb der<br />
Spammer-Community.
</p>
<p>
Öffnen Sie keine unbekannten Dateianhänge (tragen häufig<br />
die Endungen .exe, .com, .pif oder .scr und enthalten oft Viren<br />
oder Trojaner) und beantworten Sie keine E-Mails dubioser Absender.<br />
Oft enthalten diese am Anfang oder Ende Anmerkungen wie: &quot;Klicken<br />
Sie hier, wenn Sie keine weiteren Mails mehr von uns erhalten möchten&quot;<br />
oder &quot;Antworten Sie mit dem Betreff &#8216;Remove&#8217;, um von der Verteilerliste<br />
gelöscht zu werden&quot;. Das sollten Sie tunlichst vermeiden,<br />
denn das zeigt dem Absender, dass dieses Postfach aktiv ist, was<br />
Ihre Adresse für den Weiterverkauf wertvoller macht und in<br />
Zukunft noch mehr Reklame nach sich ziehen kann. Ausnahmen sind<br />
natürlich von Ihnen bestellte Newsletter, die Sie durch eine<br />
Antwort abbestellen können. E-Mails mit unbekanntem Absender<br />
im Zweifelsfall lieber löschen.
</p>
<p>
Grundsätzlich darf nur derjenige mittels E-Mail-Werbung angeschrieben<br />
werden, der seine Einwilligung hierzu erteilt hat (Die Beweislast,<br />
das es eine Einwilligung gibt, liegt beim Absender) oder bereits<br />
eine laufende Geschäftsbeziehung zu dem Versender unterhält<br />
(z.B. durch Online-Shopping). Ist das nicht der Fall, ist die Mail<br />
unverlangt und verletzt das Persönlichkeitsrecht von Privatpersonen<br />
bzw. ist bei Unternehmen unzumutbar im Sinne des Gesetzes gegen<br />
den unlauteren Wettbewerb. Immer unzulässig ist der Versand<br />
von E-Mail-Werbung jedoch, wenn die Identität des Absenders<br />
verheimlicht wird oder keine gültige Adresse existiert, unter<br />
der sich der Empfänger abmelden kann.
</p>
<p>
<b>Robinsonliste</b>
</p>
<p>
Es gibt Listen für Postanschriften und auch für E-Mail-Werbung,<br />
in die man sich eintragen kann, wenn man keine unverlangte Werbung<br />
wünscht. Eine davon ist die <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/spam/www.robinsonliste.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robinsonliste</a><br />
des Interessenverband Deutsches Internet e.V. Registrierte Unternehmen<br />
haben Zugriff auf die Liste und können die eingetragenen Adressen<br />
aus ihrer Datenbank löschen.
</p>
<p>
<b>Wo kann ich mich beschweren?</b>
</p>
<p>
Um gegen die Übeltäter gerichtlich klagen zu können,<br />
ist eine ladungsfähige Adresse notwendig. Die Absender von<br />
Spam-Mails ausfindig zu machen, ist jedoch in vielen Fällen<br />
schwierig, da diese meist vom Ausland aus agieren. In jedem Fall<br />
können sich Anwender beschweren und damit helfen, die Spam-Flut<br />
einzudämmen:
</p>
<p>
Seit dem 1. Januar 2007 nimmt die Internet-Beschwerdestelle des<br />
Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. Spam-Beschwerden<br />
an. Infos dazu unter <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/spam/www.internet-beschwerdestelle.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.internet-beschwerdestelle.de</a>.<br />
<br />
Für Rechtsberatungen zum Thema Spam stehen seitdem die <a href="http://www.verbraucherzentrale.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verbraucherzentralen</a><br />
zur Verfügung.
</p>
<p>
Beschwerden können per E-Mail auch unter Beifügung der<br />
vollständigen Spam-E-Mail und dem Original-Mail-Header eingereicht<br />
werden unter der Adresse: <br />
<a href="mailto:spam@internet-beschwerdestelle.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spam@internet-beschwerdestelle.de</a><br />
Wie man den Header einer E-Mail mit seinem eigenen E-Mail-Programm<br />
anzeigen lassen kann, wird <a href="http://th-h.de/faq/headerfaq.php3#headerzeigen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a><br />
beschrieben.
</p>
<p>
Zu den Partnern des eco-Verbandes gehören in Sachen Spam-Verfolgung<br />
unter anderem:
</p>
<p>
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). <br />
Dieser ist zuständig für Beschwerden von Privatpersonen<br />
und erreichbar unter<br />
<a href="mailto:beschwerdestelle@vzbv.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschwerdestelle@vzbv.de</a>.
</p>
<p>
Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (WBZ).<br />
<br />
Diese ist Ansprechpartner für geschädigte Unternehmen<br />
und erreichbar unter <br />
<a href="mailto:mail@wettbewerbszentrale.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mail@wettbewerbszentrale.de</a>.
</p>
<p>
Beschwerden an diese Stellen senden Sie ebenfalls unter Beifügung<br />
der vollständigen Spam-E-Mail und dem original Mail-Header.
</p>
<p>
Spam-E-Mails, die Mehrwertdiensterufnummern enthalten (z.B. (0)900er<br />
Nummern) bzw. dem Empfänger teure Dialer-Programme &quot;vermitteln“,<br />
können als Beschwerden an die Bundesnetzagentur (BNetzA) [www.bundesnetzagentur.de]<br />
weitergeleitet werden.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/in-sechs-schritten-zum-sicheren-postfach-3295/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Scambaiting: Online-Betrüger betrügen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/spam-aufrusten-gegen-massenmails/scambaiting-online-betrueger-betruegen-3297/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/spam-aufrusten-gegen-massenmails/scambaiting-online-betrueger-betruegen-3297/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Seifert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria-Connection]]></category>
		<category><![CDATA[Scambaiting]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Udo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/scambaiting-online-betrueger-betruegen-3297/</guid>

					<description><![CDATA[Sven Udo ist nicht sein wahrer Name – er will anonym bleiben, denn er ist ein &#34;Scambaiter&#34;, zu deutsch &#34;Betrugsköderer&#34;. Anonymität hat bei Scambaitern oberste Priorität, denn sie verwickeln Online-Betrüger in E-Mail-Verkehr. Sie antworten auf deren Betrugsversuche und täuschen vor, auf ein Geschäft einzugehen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sven Udo ist nicht sein wahrer Name – er will anonym bleiben, denn er ist ein &#8220;Scambaiter&#8221;, zu deutsch &#8220;Betrugsköderer&#8221;. Anonymität hat bei Scambaitern oberste Priorität, denn sie verwickeln Online-Betrüger in E-Mail-Verkehr. Sie antworten auf deren Betrugsversuche und täuschen vor, auf ein Geschäft einzugehen.<br />
<!--break--></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis die Betrüger merken, dass sie selbst betrogen<br />
wurden, haben sie meist wertvolle Zeit und Energie verloren, um<br />
andere Betrügereien zu begehen. In Deutschland sind es Sven<br />
Udo und seine Mitstreiter von Scambaiter-Deutschland, die gegen<br />
diese Form der Internet-Kriminalität kämpfen. Worum es<br />
beim Scambaiting geht, ob jeder Scambaiter werden kann und wie gefährlich<br />
das Anti-Scammen ist, erzählt Sven Udo im Interview mit politik-digital.de.<br />
<b></b></p>
<p><b>politik-digital:</b> <b>Die so genannte<br />
&#8220;Nigeria-Connection“ gilt als weltweit größte<br />
und bekannteste Online-Betrüger-Gruppe. Ihre Mitglieder geben<br />
sich als Regierungsangestellte, hohe Beamte oder Millionenerben<br />
aus und versprechen den Empfängern ihrer Spam-Mails große<br />
Reichtümer. Vorher werden die potenziellen Opfer jedoch zur<br />
Kasse gebeten – daher auch der Name &#8220;Vorschussbetrug&#8221;.<br />
Welches Ziel verfolgen Sie und ihre Mitstreiter von Scambaiter-Deutschland<br />
im Kampf gegen solche Scammer?</b></p>
<p><b>Sven Udo:</b> Mit unserer Internetseite <a href="http://scambaiter.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">scambaiter.info</a><br />
haben wir vor eineinhalb Jahren erstmals in Deutschland eine Informations-<br />
und Diksussionsplattform zum Thema Scambaiting, mit starkem Fokus<br />
auf der &#8220;Nigeria-Connection“, geschaffen. Zuvor gab es<br />
dazu ausschließlich englischsprachige Web-Angebote. Unsere<br />
Motivation ist es, Menschen im Umgang mit solchen Online-Betrügern<br />
aufzuklären und Scammer-Opfern zu helfen. In Deutschland gibt<br />
es mittlerweile zwischen 30 und 50 aktive Scambaiter. In unserem<br />
Forum sind bis heute circa 10.000 Beiträge zu 1.200 verschiedenen<br />
Sachverhalten rund um das Thema Scambaiting erschienen. Dass unsere<br />
Arbeit auf fruchtbaren Boden stößt, zeigen die zunehmenden<br />
User-Anfragen. Hauptziel von Scambaiter-Deutschland ist und bleibt,<br />
Scammer vom Betrügen via Internet abzuhalten und ihnen finanzielle<br />
Mittel, zum Beispiel durch längere Telefongespräche auf<br />
Kosten der Betrüger, zu entziehen. Das macht sie auf lange<br />
Sicht handlungsunfähig.</p>
<p><b>Worum geht es Ihnen allgemein beim Scambaiting &#8211; um Selbstjustiz<br />
und Rache?<br />
</b></p>
<p>Der Versuch des Vorschussbetrugs ist in Deutschland nicht strafbar.<br />
Mir persönlich geht es beim Scambaiting weder um Rache, noch<br />
um Selbstjustiz. Selbst wenn ich Lynch- oder Rachegelüste hätte:<br />
dem sind technische Grenzen gesetzt. Da ich mein &#8220;Gegenüber“<br />
im Internet nicht kenne und nie physischen Kontakt mit ihm habe,<br />
kann ich schlichtweg keine Rache oder Selbstjustiz üben. Es<br />
geht Scambaitern darum, die Scammer ohne Zwang zu &#8220;Taten“<br />
zu bewegen, die sie freiwillig in Erwartung ihrer &#8220;Beute“<br />
tun. Das bedeutet zum Beispiel, dass ich versuche, sie dazu zu bringen,<br />
verschiedene Dokumente oder Fotos an mich zu schicken. Ziel ist<br />
letztendlich, dass der Betrüger irgendwann merkt, dass er sich<br />
mit dem Falschen angelegt hat. Die Kunst des Scambaitings ist es,<br />
diesen Moment solange wie möglich hinauszuzögern, dem<br />
Scammer also Zeit zu stehlen und ihn so vom Betrügen abzuhalten.</p>
<p><b>Wie entsteht der Kontakt zu den Scammern?</b></p>
<p>Grundsätzlich bekomme ich sehr viele Betrüger-Angebote<br />
per E-Mail. Damit das auch so bleibt, muss ich stets selbst aktiv<br />
werden. Über einen besonderen E-Mail-Account habe ich mir mehrere<br />
E-Mail-Adressen eingerichtet. Da Scammer vor allem die Gästebücher<br />
von Webseiten nach E-Mail-Adressen ihrer potentiellen Opfer abgrasen,<br />
suche ich mir zwei bis drei Gästebücher von stärker<br />
besuchten Internetseiten heraus. Dann schreibe ich einen netten<br />
Eintrag hinein und hinterlege meine Adresse. Meist erhalte ich bereits<br />
24 Stunden danach die ersten Scammer-Angebote per E-Mail. Zum Schluss<br />
suche ich mir die Betrüger-Offerten heraus, die mich persönlich<br />
besonders interessieren.</p>
<p><b>Scambaiter verwenden im Kontakt mit Scammern multiple virtuelle<br />
Persönlichkeiten &#8211; nach welchem Muster kreieren Sie Ihre Charaktere<br />
im Web?</b></p>
<p>Virtuelle Personen mit denen ich bisher erfolgreich war, heißen<br />
zum Beispiel<a href="http://66381.homepagemodules.de/t509f8-Sir-Caspers-Model-Agentur-Berlin.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
„Sir Casper Le Theater&#8221; (Sir und Boheme)</a> oder<a href="http://www.scambaiter.info/?link=hongkong" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
„Ng Chang&#8221; (Chinarestaurantbesitzer und Entenbrater)</a><br />
. Das hört sich im ersten Moment vielleicht komisch und unprofessionell<br />
an, die Kreation solcher Charaktere bedeutet aber einiges an Aufwand.<br />
Keiner meiner virtuellen Persönlichkeiten steht von vornherein<br />
fest. Sie entstehen immer im Kontext der jeweiligen Scammer-Mails.<br />
Das heißt, ich entwerfe einen virtuellen Charakter, der zu<br />
dem Scammer und der Art seiner Betrügerei passt. Mailt mir<br />
beispielsweise ein angeblicher Banker aus der Schweiz, der mit mir<br />
ein Bankgeschäft abwickeln will, werde ich zu <a href="http://www.scambaiter.info/?link=hotel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sven<br />
Udo</a>, dem Eigentümer des real nicht existierenden Berliner<br />
Hotels „L&#8217;hôtel et gîte&#8221;.</p>
<p><b>Welche persönlichen und technischen Voraussetzungen<br />
muss ein Scambaiter unbedingt haben?</b></p>
<p>Im Prinzip kann jeder Scambaiting betreiben. Es gibt keine spezifischen<br />
persönlichen Charaktereigenschaften, die man unbedingt mitbringen<br />
muss. Allerdings sollte man ein gutes technisches Verständnis<br />
besitzen, IP-Adressen erkennen können und wissen wie man seine<br />
Anonymität schützt. Außerdem ist es unerlässlich,<br />
die Zusammenhänge des Scambaitings zu verstehen, die nicht<br />
auf dem Computerbildschirm zu sehen sind. Es empfiehlt sich generell,<br />
mit anderen Scambaitern zusammenzuarbeiten, um sich gegenseitig<br />
auszutauschen.</p>
<p><b>Unterliegt Scambaiting nicht einem Verfallsdatum, da sich<br />
die Scammer anpassen und sich mittlerweile auf die Aktionen der<br />
Scambaiter eingestellt haben?</b></p>
<p>Kurioserweise ist das nicht der Fall – Scambaiting hat kein<br />
Verfallsdatum. Ohne Frage steht fest, dass die Nigeria-Connection<br />
als Gruppe weiß, dass es uns Scambaiter gibt. Mit Hilfe unserer<br />
Software bei scambaiter.info haben wir sogar herausgefunden, dass<br />
Mitglieder der Nigeria-Connection gelegentlich versuchen, bei uns<br />
mitzulesen. Aus diesem Grund haben wir einen geschlossenen Foren-Bereich<br />
eingerichtet und kontrollieren jedes Neumitglied im Vorfeld. Obwohl<br />
die Scammer wissen, dass jemand gegen sie arbeitet, ziehen sie jedoch<br />
keinerlei Konsequenzen daraus – im Gegenteil: ich habe den<br />
Eindruck, die Zahl der Scammer steigt kontinuierlich an.</p>
<p><b>Haben Scammer bestimmte Zielgruppen oder Auswahlkriterien<br />
bezüglich ihrer Opfer?</b></p>
<p>Nein. Die Online-Betrüger sammeln wahl- und ziellos E-Mail-Adressen<br />
im Internet, zum Beispiel in Gästebüchern großer<br />
Internetseiten. Sie erstellen, entweder manuell oder mit Hilfe entsprechender<br />
Software, komplexe Adressdatenbanken. Innerhalb der Nigeria-Connection<br />
gibt es sogar einige, die mit dem Weiterverkauf dieser Adressen<br />
Geld verdienen. Die Scammer setzen sich vorher in keiner Weise individuell<br />
mit ihren potentiellen Opfern auseinander. Dass die Scammer nicht<br />
wissen, wem sie schreiben, beweisen auch unpersönliche Standardformulierungen,<br />
die sie immer wieder in ihren Köder-E-Mails verwenden.</p>
<p><b>Wie vernetzt sind die Mitglieder der Scambaiting-Szene<br />
untereinander, insofern das das Erfordernis der Anonymität<br />
in der Szene überhaupt zulässt?</b></p>
<p>Viele aktive Scambaiter in Deutschland sind auf Vereinsebene als<br />
Mitglieder bei <a href="http://www.antispam.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">antispam.de</a><br />
organisiert. Das heißt wiederum nicht, dass sich alle untereinander<br />
kennen. Die Anonymität bleibt größtenteils erhalten.<br />
Es haben sich aber kleinere Freundschaftsgruppen von Scambaitern<br />
herausgebildet. Wem gegenüber man die Anonymität dann<br />
aufhebt, ist eine rein individuelle Entscheidung. Ich persönlich<br />
habe zum Beispiel sehr engen Kontakt zu <a href="http://66381.homepagemodules.de/u203795_Orion.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Orion</a>,<br />
dem Mitbetreiber und -autor unserer Internetseite scambaiter.info.<br />
Ohne, dass Dritte davon wissen, pflegen wir privat ein freundschaftliches<br />
Verhältnis und arbeiten besonders in technischen Fragen eng<br />
zusammen.</p>
<p><b>Wie gefährlich ist das Ködern von Online-Kriminellen,<br />
etwa von Mitgliedern der Nigeria-Connection?</b></p>
<p>Wenn man sich an die allgemeinen Sicherheitskriterien hält,<br />
sehe ich kein größeres Gefahrenpotential. Dazu gehört,<br />
dass Scambaiter stets nicht-private E-Mail-Adressen verwenden ,<br />
die sie in den jeweiligen Gästebüchern hinterlassen. Bei<br />
Bedarf können diese jederzeit abgeschaltet werden. Ohne Einhaltung<br />
solch wichtiger &#8220;Spielregeln“, setzt man sich zweifellos<br />
der Gefahr aus, irgendwann ungewollt Offline-Kontakt mit kriminellen<br />
Scammern (auf Grund der geographischen Nähe zum Beispiel aus<br />
Osteuropa) zu haben. Man sollte nie vergessen, dass man es mit real<br />
existierenden Verbrechern zu tun hat, deren Gewaltpotential entsprechend<br />
hoch sein kann.</p>
<p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@pankajpatel?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Pankaj Patel</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/hack?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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		<title>&#034;Spam ist wie Grippe&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[eco]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Karge]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
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					<description><![CDATA[Sven Karge ist Leiter des Fachbereiches Content beim Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco) und Organisator des 5. Deutschen Anti-Spam-Kongresses am 5. September in Köln. Im Interview mit politik-digital.de spricht Karge über den mühsamen Kampf gegen weltweite Belästigungs-E-Mails.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sven Karge ist Leiter des Fachbereiches Content beim Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco) und Organisator des 5. Deutschen Anti-Spam-Kongresses am 5. September in Köln. Im Interview mit politik-digital.de spricht Karge über den mühsamen Kampf gegen weltweite Belästigungs-E-Mails.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital.de: Der Kongress in diesem Jahr steht unter<br />
dem Motto „Ist das Internet noch zu retten“. Klingt<br />
pessimistisch: Ist Internetnutzung ohne Spam überhaupt noch<br />
denkbar? </b>
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/skarge85x120.jpg" alt="Sven Karge, eco" align="left" height="120" hspace="5" vspace="5" width="85" />Sven<br />
Karge:</b> Spam ist wie Grippe. Wenn Sie die haben, dann gehen<br />
Sie in die Apotheke, kaufen sich Medikamente, legen sich drei Tage<br />
hin, dann ist es wieder weg und dann kommt es mal wieder. Auf lange<br />
Sicht kriegen wir alle das Problem ohne technische Lösungen,<br />
also ohne, dass wir Spamfilter davor schalten, nicht weg. Man muss<br />
bedenken, dass Spam 25 Prozent des E-Mail-Verkehrs ausmacht. Da<br />
kommen Sie ohne technische Lösungen überhaupt nicht zurande.
</p>
<p>
<b>Ihr Verband eco hat das europaweite Projekt „SpotSpam“<br />
angestoßen. Was steckt dahinter?</b>
</p>
<p>
Uns mangelt es gar nicht an der Rechtslage, sondern an der Rechtsdurchsetzung.<br />
Spam ist ein internationales Problem. Deswegen haben wir mit „SpotSpam“<br />
eine europäische Datenbank eingerichtet, damit zuständige<br />
Behörden in ganz Europa darauf zugreifen und sich austauschen<br />
können. Wir wollen quasi verhindern, dass die Holländer<br />
und die Deutschen parallel an einer Sache arbeiten und jeder erfindet<br />
das Rad neu. Stattdessen können sie sehen, wer welche Informationen<br />
hat und sich gegenseitig helfen. Die Datenbank dient dazu, die Rechtsdurchsetzung<br />
für die zuständigen Behörden zu erleichtern.
</p>
<p>
<b>Woher kam der Gedanke zum Gipfel?</b>
</p>
<p>
Vor fünf Jahren hatte ich die Idee, wir machen hier den ersten<br />
Deutschen Anti-Spam-Kongress und jetzt geht ein Ruck durch die IT-Branche<br />
und wir finden hier Lösungen, wir vernetzen uns hier international.<br />
Ich habe mir echt gedacht, da tun sich die technischen Köpfe<br />
global einfach zusammen und dann tauscht man sich auch mit den Behörden<br />
aus und dann koordiniert alles und das kriegt man doch einfach hin:<br />
Das war ziemlich naiv von mir.
</p>
<p>
<b>Warum ist es so schwer, das Problem Spam in den Griff zu<br />
bekommen? </b>
</p>
<p>
Das Geschäft lohnt sich einfach! So wie sich Geldfälschung<br />
lohnt und Betrug, lohnt sich auch Spam und deshalb wird es auch<br />
immer welche geben, die da mitmachen. Aber alternativ zu sagen,<br />
dann lassen wir es doch einfach, geht schon mal gar nicht, denn<br />
dann können wir die E-Mail vergessen. Dann können wir<br />
alle wieder zu Fax und reiner Post zurückkehren. Auch mit den<br />
Anstrengungen, die heute unternommen werden: Dass wir Spam voll<br />
und ganz eliminieren, dass wird einfach nicht klappen, denn Sie<br />
werden auch Mord und Totschlag trotz Gesetzen nicht verhindern können.<br />
Aber wir müssen darauf achten, dass wir das Spam-Ausmaß<br />
ständig eindämmen.</p>
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