<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>E-Voting &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/e-voting/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 Feb 2022 09:26:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>E-Voting &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Großbritannien: Digital für mehr Demokratie</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/grossbritannien-digital-fuer-mehr-demokratie-144580/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/grossbritannien-digital-fuer-mehr-demokratie-144580/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Franziska Türk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2015 14:41:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Wandel weltweit]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Open Government]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[digitales Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partzipation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=144580</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ></p>
<p class="western">Ein Forum für politische Partizipation noch in diesem Jahr und ein vollständig interaktives und digitales Parlament samt E-Voting bis 2020 – die Ziele der neuen „Digital Democracy Commission“ in Großbritannien sind ehrgeizig. Mit Hilfe digitaler Technologien soll das britische Parlament in Zukunft effizienter arbeiten, damit jeder versteht, was es tut.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Oft bemühen sich Politiker ja wirklich bei dem, was sie tun. Sie treffen sich, diskutieren stundenlang und verlesen am Ende ein Pressestatement voller wohlklingender Wörter. Nur: Ein großer Teil der Bevölkerung hat keine Ahnung, worüber da eigentlich geredet wird – oder bekommt von all dem erst gar nichts mit. Informationen 24/7 aus Quellen unterschiedlichster Art erschlagen eher, als dass sie aufklären, der politische Jargon ist für manch einen befremdlich, und die Bevölkerung wahrt lieber sicheren Abstand zu ihren Repräsentanten im Parlament.</p>
<p>In Großbritannien hat man dieses Problem erkannt und möchte aktiv dagegen vorgehen. Eine achtköpfige Kommission begann im Januar 2014 mit ihrer Arbeit, nahm an über 100 informellen Treffen und 20 Treffen am Runden Tisch teil, immer mit folgendem Ziel vor Augen: die Antwort zu finden auf die Frage, wie das Parlament durch die Nutzung digitaler Technologien transparenter und inklusiver gemacht werden und besser mit der Öffentlichkeit kommunizieren kann. Nun wurden die <a href="http://www.digitaldemocracy.parliament.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisse</a> der Arbeit veröffentlicht. Eine umfangreiche Digitalstrategie des House of Commons soll bis 2020 sicherstellen, dass „jeder versteht, was es tut“. Klingt ambitioniert, aber lässt sich das tatsächlich in die Realität umsetzen? Bekanntermaßen ist die Identifikation eines Problems der erste Schritt zu dessen Beseitigung. Deshalb befragte die „Digital Democracy Commission“ Bürger unterschiedlicher sozialer Herkunft und stellte fest, dass die Probleme vielseitig sind: fehlendes Wissen über die Arbeit von Politikern und Parlament, unverständliche Floskeln und das Gefühl, dass Politiker sich nicht für die Meinung des Volkes interessieren, Partizipation also sinnlos ist. Mit den nun veröffentlichten umfassenden Empfehlungen sollen die Barrieren zwischen Parlament und Bürgern überwunden werden.</p>
<h3>Einfache Sprache für besseres Verständnis</h3>
<p>Erstes Ziel ist es, das öffentliche Verständnis für Politik und Parlament zu verbessern. Klar: Nur wer weiß, wie Politik funktioniert, hat Interesse an politischen Geschehnissen und die Möglichkeit, Politik aktiv mitzugestalten. Zudem ist es mittlerweile selbstverständlich, online einen einfachen Zugang zu einer Vielzahl an Informationen zu erhalten. Deshalb sollen Ankündigungen auf der Website des Parlaments in Zukunft einfacher zugänglich sein und ansprechender präsentiert werden – zum Beispiel in Form von audio-visuellen Medien oder Infografiken. Open Data steht ebenfalls auf der Agenda: Informationen des öffentlichen Sektors und Originaldokumente sollen frei verfügbar sein – auch zur Weiterverwertung.<br />
In diesem und im kommenden Jahr soll sich das House of Commons außerdem der Vereinfachung der Parlamentssprache und -kommunikation annehmen. Vor allem in der Gesetzgebung ist die Sprache für Laien oft schwer verständlich, viele Bürger können nicht nachvollziehen, wofür die Mitglieder des Parlaments stimmen – obwohl sie letztendlich alle davon betroffen sind. Die zusätzliche Publikation von Gesetzesnovellen in einfacher Sprache soll deshalb in Großbritannien zur Norm werden. Da aber nicht jedermann gleichermaßen mit dem Netz und dessen digitalen Möglichkeiten umgehen kann, soll auch das Thema digitale Exklusion angegangen werden. Vor allem ältere Menschen oder solche mit Behinderungen sind betroffen. Neben fehlendem Know-how spielen auch finanzielle Aspekte und ein schlechter Breitbandausbau eine Rolle. Die britische Regierung hat bereits 2014 mit der Digitalen Inklusionsstrategie einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Experten raten zudem, mit kommunalen Organisationen zusammenzuarbeiten, um der digitalen Exklusion entgegenzuwirken.</p>
<h3>Mehr Partizipation dank Inklusion</h3>
<p>Neben den Bürgern, die schlicht keine Möglichkeit zur Internetnutzung haben, gibt es auch solche, die online sehr aktiv sind – und die trotzdem keine E-Petitionen unterzeichnen, wählen, oder versuchen, die politische Entscheidungsfindung zu beeinflussen. Dazu gehören – in Großbritannien ähnlich wie in Deutschland – vor allem Frauen, junge Erwachsene und Menschen mit niedrigem sozio-ökonomischen Status sowie geringer Bildung. Wenn das Parlament lediglich die Möglichkeiten der Partizipation im Internet verbessert, verstärkt es vor allem die Stimme jener Bevölkerungsgruppen, die sowieso schon politisch aktiv sind. Deshalb sollte genau dort angesetzt werden, wo am meisten Handlungsbedarf besteht: bei der jungen Frau mit niedrigem Bildungsstand aus sozial schwacher Familie. Die Kommission hat herausgefunden, dass es vor allem bei jungen Menschen oft nicht am fehlenden Interesse hakt, sondern an mangelndem Wissen über Politik und parlamentarische Prozesse. Die Verbesserung der politischen Bildung in der Schule soll die Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nun ebenso erhöhen wie die Nutzung sozialer Medien und der Einsatz von E-Petitionen. So ist etwa geplant, die jährlichen Schulbesuche im britischen Parlament 2016 auf 100.000 zu erhöhen.</p>
<p>Blickt man auf die <a href="http://www.ukpolitical.info/Turnout45.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sinkende</a> Wahlbeteiligung in Großbritannien, zeigt sich ebenfalls, dass häufig nicht mangelndes politisches Interesse die Ursache ist. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass selbst Menschen ohne ausgeprägtes politisches Interesse Anteil an einzelnen Politikfeldern nehmen: an aktuellen Geschehnissen nämlich und an Themen, die sie selbst betreffen. Die Kommission rät deshalb zu digitalen Tools, mit denen die Bürger die Aktivitäten des Parlaments nach ihren Themenfeldern durchforsten können. Zudem sollen mehr Informationen in Echtzeit bereitgestellt und die sozialen Netzwerke aktiver genutzt werden.</p>
<p>Außerdem sollen weitere digitale Tools zum Einsatz kommen, um die Interaktion zwischen Mitgliedern des Parlaments und deren Wählern zu erhöhen. So soll zum Beispiel die Aufmerksamkeit auf die Arbeit von parlamentarischen Untersuchungsausschüssen gelenkt und der Gesetzbildungsprozess öffentlich gemacht werden, so dass die Bevölkerung frühzeitig in diesen mit einbezogen wird.  Eine weitere Idee der Kommission: öffentliche digitale Diskussionsforen, die über die Debatten in der Westminster Hall informieren: „Cyber Chamber“ oder „Open House“ nennen das die Experten. Fragen an Minister oder den Premierminister sollen in regelmäßigen Abständen beantwortet werden, zum Beispiel über QTube oder twitterähnliche Plattformen.</p>
<p>Da man seine Stimme in Großbritannien am Wahltag nur abgeben kann, wenn man dafür registriert ist, hat die geringe Wahlbeteiligung oft auch ganz pragmatische Gründe. Neuerdings können sich Wähler in Großbritannien online für die Wahl registrieren, so hofft man die Quote zu erhöhen. Die Kommission geht sogar noch einen Schritt weiter: Auch der eigentliche Wahlvorgang soll spätestens bei der Wahl 2020 online abgewickelt werden können. So will man vor allem die jüngeren Wähler ins Boot holen. Wie die bestehenden Sicherheitslücken geschlossen werden sollen? Das beantwortet die Kommission bisher nicht. Großbritannien startete bereits einmal ein <a href="https://www.openrightsgroup.org/ourwork/successes/evoting" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Voting-Pilotprojekt</a>, stellte es aus Sicherheitsgründen aber wieder ein.</p>
<h3>Zum Jubiläum: Start in ein digitales Parlament</h3>
<p>Und noch ein Ziel wird bis zum Jahr 2020 anvisiert: Das Parlament soll bis dahin vollständig interaktiv und digital sein. So sollen zum Beispiel mehr Dokumente online publiziert und ein papierloses Arbeiten angestrebt werden. Dafür muss natürlich erst einmal die technische Infrastruktur geschaffen werden. Ob und wie schnell das Parlament diese Vorschläge tatsächlich in die Tat umsetzt und wer die Kosten für die Digitalisierung trägt, bleibt abzuwarten.</p>
<p>Zum diesjährigen 750. Geburtstag stehen also große Veränderungen im britischen Parlament an. Um die ehrgeizigen Ziele bis 2020 tatsächlich zu erreichen, fordert die Kommission das Parlament auf, bis Ende dieses Jahres eine Strategie zu entwickeln, die sicherstellt, dass notwendige Kompetenzen rechtzeitig entwickelt und genügend Mittel bereitgestellt werden. In einem Jahr wollen sich die Experten aus der Kommission wieder treffen. Dann wird Bilanz darüber gezogen, ob Fortschritte gemacht wurden und welche Ziele erreicht werden konnten. Sollte Großbritannien den digitalen Fahrplan tatsächlich in die Tat umsetzen, könnte es zum Vorbild für andere europäische Länder werden. Bleibt zu hoffen, dass die Empfehlungen der Digital Democracy Commission in Großbritannien besser angenommen werden als die Ratschläge der <a href="http://politik-digital.de/category/themen/netzpolitik-im-bundestag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquete-Kommission Internet und Gesellschaft</a> hierzulande. Denn: Mit dem Ende der Arbeit der Digital Democracy Commission hat der Weg in Richtung digitales Parlament gerade erst begonnen.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/simon__syon/8705867109/in/photolist-egiQZ4-8eEHTA-dtfgAn-8eBrkg-8eBr4X-bVVaLY-gT1CXp-8eEHb9-8eEHp1-8eEHcw-8eEHsy-8eEHeh-8eBrpi-8eBqEx-8eEHfy-8eEJ9h-8eBqPe-8eBqZT-8eEHDN-8eEHPu-diGzix-8eEHwE-8eEHKo-8eEHA1-8eBr9P-8eEHHA-4uRo5r-poiXm1-8eFEad-8eBrtr-8eEJ4j-8eEJ5Y-8eBrmK-8eBrhB-8eBrbt-dBKrPw-6a5fCa-5pUjLw-5Ag5xG-ejxA6Z-5Vemh1-4XF2W6-bUCoBP-9Y1vQT-7MzUih-8Nxn6-5B5zhv-8zWtV3-aogzcA-dRT7eB" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Simon &amp; His Camera </a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/grossbritannien-digital-fuer-mehr-demokratie-144580/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Söder: „Die Möglichkeiten der digitalen Welt in der Politik nutzen“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/soeder-die-moeglichkeiten-der-digitalen-welt-in-der-politik-nutzen-136649/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/soeder-die-moeglichkeiten-der-digitalen-welt-in-der-politik-nutzen-136649/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2014 14:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ID-Chipkarte]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Söder]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandausbau]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Briefwahl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=136649</guid>

					<description><![CDATA[„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage hat der bayerische Staatsminister für Finanzen, Markus Söder (CSU), in den letzten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Voting-Estonia-2011.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-136672" alt="E-Voting-Estonia-2011" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Voting-Estonia-2011.jpg" width="640" height="427" /></a><br />
„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage hat der bayerische Staatsminister für Finanzen, Markus Söder (CSU), in den letzten Wochen auf sich aufmerksam gemacht. Neben E-Government- und Breitbandausbau will Söder bis 2018 in Bayern Online-Wahlen durchführen. Die gesetzlichen Änderungen, die dazu nötig sind, könnten zunächst in Online-Volksbefragungen getestet werden. Bayern will hier Vorreiter nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa werden. Wie er sich die Einführung von Online-Wahlen vorstellt, beantwortet Söder im Interview mit politik-digital.de.<br />
<strong><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </strong><em>Ihre Vorschläge zu Online-Wahlen wurden bereits durch Oppositionsparteien, unter anderem von den Grünen und der Piratenpartei, kritisiert. Es wurde etwa in Frage gestellt, ob das Wahlgeheimnis gewahrt werden könne, und auf die Manipulierbarkeit von Online-Wahlen hingewiesen. Auch die nachträgliche Überprüfung von Online-Wahlen wird selbst von der Piratenpartei für nicht möglich gehalten. Die Piraten haben sogar eine Klage mit Bezug auf das Bundesverfassungsgerichtsurteil vom März 2009 angekündigt. Wie gehen Sie mit dieser Kritik um?</em><br />
<strong>Markus Söder: </strong>Mich wundert, dass ausgerechnet die Piratenpartei diese Position vertritt. Aus meiner Sicht muss man neue, zeitgemäße Möglichkeiten offen anpacken, statt immer nur Bedenken zu äußern.<br />
Der Anteil der Briefwähler steigt rasant an. Bei der Bundestagswahl 1990 haben nur 9% der Wahlberechtigten per Brief gewählt – 2013 war es schon jeder Vierte! In Bayern haben bei der Landtagswahl 2013 sogar 37% per Brief abgestimmt. Deshalb wäre es eine gute Idee, wenn Bayern das erste Land wäre, das eine elektronische Briefwahl möglich macht, ergänzend zu Wahlkabine und klassischer Briefwahl. Wenn Online-Banking möglich ist, muss auch Online-Voting machbar sein! Online-Wahlen auf Dauer auszuschließen, halte ich für einen Anachronismus. Bei den rechtlichen Voraussetzungen sind sicherlich noch Änderungen notwendig. Auch wenn Online-Voting noch eine Vision ist, werden wir das Thema angehen.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Wie wollen Sie die Manipulierbarkeit von Online-Wahlen durch Cyber-Attacken verhindern?</em><br />
<figure id="attachment_136658" aria-describedby="caption-attachment-136658" style="width: 154px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/30000201_10_soeder_1_preview.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-136658     " alt="30000201_10_soeder_1_preview" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/30000201_10_soeder_1_preview-305x250.jpg" width="154" height="126" /></a><figcaption id="caption-attachment-136658" class="wp-caption-text">Dr. Markus Söder ist seit 2013 Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat im Kabinett Seehofer II</figcaption></figure><br />
<strong>Söder</strong>: Die Datensicherheit ist insbesondere bei der elektronischen Briefwahl sehr wichtig. In Bayern haben wir mit dem Bayern-Server eine bereits hochsichere und effiziente IT-Infrastruktur. Für dessen Betrieb ist ebenfalls das Finanzministerium zuständig. Hier wehren IT-Spezialisten täglich mehr als 40.000 Angriffe auf die IT-Systeme des Freistaats ab. Neue Sicherheitsmaßnahmen wie Profiling, eine Entschlüsselung von Angriffsmustern, und Intrusion Detection, noch schnelleres Aufspüren erfolgreicher Angriffe, werden den Bayern-Server zukünftig noch sicherer machen – dies kann auch Online-Voting zugutekommen. Die IT-Sicherheitsstrategien werden auch laufend weiterentwickelt. Es muss unser Ziel sein, in der IT-Sicherheit immer einen Schritt voraus zu sein. Die mit Online-Wahlen verbundenen IT-Risiken müssen auf ein Minimum reduziert werden, um sie so sicher wie die Briefwahl zu machen.<br />
<strong>politik-digital.de: </strong><em>Wie stehen Sie zu der Verwendung von Wahlcomputern?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Dem Einsatz von Wahlcomputern bei Bundestagswahlen wurden vom Bundesverfassungsgericht enge verfassungsrechtliche Grenzen gesetzt. Online-Wahlen unterscheiden sich aber grundsätzlich vom Einsatz von Wahlcomputern. Während die Online-Wahl eine elektronische Briefwahl ist, stehen Wahlcomputer in Wahllokalen und ersetzen dort die analoge Abgabe und Auszählung der Stimmen.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Denken Sie bei der Einführung von Online-Wahlen an Vorbilder wie Estland, wo es die Möglichkeit von E-Voting bereits seit 2007 gibt?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Zunächst geht es uns darum, hier in Deutschland eine gesellschaftspolitische Diskussion über die Möglichkeit von Online Wahlen anzustoßen. Erfahrungen aus dem Ausland werden wir bei der technischen Umsetzung prüfen. Hier gibt es eine Reihe von interessanten Ansätzen, nicht nur in Estland. Wir müssen aber sorgfältig prüfen, ob sie sicherheitstechnisch und rechtlich auf Bayern übertragbar sind.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Wie stellen Sie sich die Durchführung genau vor? Zum Beispiel per ID-Chipkarte wie in Estland?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Der neue Personalausweis mit seinem ID-Chip ist eine gute technische Grundlage. Gleichzeitig muss allerdings aus Sicherheitsgründen noch die elektronische Signaturen-Gesetzgebung vorangebracht werden.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Ein weiterer Kritikpunkt ist die „digitale Spaltung“ der Gesellschaft, die es mit sich bringe, dass Online-Wahlen nicht repräsentativ genug seien sowie Elitenbildung förderten. Wie wollen sie die „digitale Spaltung“ der Gesellschaft überwinden?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Die Digitalisierung ist das Top-Thema in Bayern. Dazu gehören Breitbandausbau, die Datensicherheit und der Ausbau von E-Government. Der Zugang zu schnellem Internet muss eine Selbstverständlichkeit für jedermann sein – unabhängig vom Wohnort. In Bayern fördern wir den Breitbandausbau mit ca. 1,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig vereinfachen wird das EU-Förderverfahren mit dem Ziel: Es darf kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten geben. Denn das könnte tatsächlich das Risiko einer digitalen Spaltung der Gesellschaft erhöhen. Wichtig ist auch die frühzeitige Vorbereitung unserer Kinder auf die Herausforderungen einer digitalen und mobilen Gesellschaft. Mit dem Digitalen Bildungsnetz Bayern bekommen 1,8 Millionen Schüler und 140.000 Lehrer an 5.800 Schulen bis 2018 eine moderne, hochverfügbare und sichere IT-Infrastruktur. Außerdem muss ganz klar sein: Online-Wahlen sollen nur eine weitere Alternative zur Briefwahl und der Wahl in der Kabine darstellen – jeder soll auf die Weise wählen können, die ihm am liebsten ist.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong> Welche Zielgruppe stellen Sie sich für Online-Wahlen vor? Denken Sie dabei auch an jüngere Generationen?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Wir haben keine konkrete Zielgruppe im Auge – jeder kann die Möglichkeit der Online-Wahl nutzen. Es liegt natürlich nah, dass diese neue Alternative bei der jungen Generation gut ankommt. Aber mehr als 40% der über 60-jährigen nutzen regelmäßig das Internet. Auch hier sind bestimmt zukünftige Online-Wähler zu finden.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Glauben Sie, dass mit der Einführung von Online-Wahlen Phänomene wie die Politikverdrossenheit vermindert werden könnten?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Wir müssen auch in der Politik die Möglichkeiten der digitalen Welt besser nutzen. Zur Aufklärung, zur Mitgestaltung und zur Mitentscheidung. Die Möglichkeit des Online-Voting könnte auch die Wahlbeteiligung wieder anheben. Man erkennt das doch auch an den sprunghaft ansteigenden Zahlen von Briefwählern. Die Vision der Online-Wahl wäre die zeitgemäße digitale Fortsetzung der Briefwahl – aber nur als Alternative.<br />
Bilder: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/european_parliament/5554919771/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Parliament</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-ND 2.0)</a>; Porträt: (C) <a href="http://www.stmf.bayern.de/aktuelles/pressegalerie/?pic=61&amp;view=&amp;ref=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bayerisches Staatsministerium der Finanzen</a><br />
<img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/soeder-die-moeglichkeiten-der-digitalen-welt-in-der-politik-nutzen-136649/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Europawahlkampf 2.0 &#8211; Das Projekt Green Primary</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/europawahlkampf-2-0-das-projekt-green-primary-136133/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/europawahlkampf-2-0-das-projekt-green-primary-136133/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Krotz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2014 15:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Abstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Hillje]]></category>
		<category><![CDATA[EGP]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl 2014]]></category>
		<category><![CDATA[greenprimary]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=136133</guid>

					<description><![CDATA[Die seit Jahrzehnten dramatisch sinkende Wahlbeteiligung bei den Europawahlen bereitet nicht nur den Europäischen Grünen Sorge. Mit ihrem Projekt „Green [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/e-voting.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-138183" alt="e-voting" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/e-voting.jpg" width="600" height="401" /></a><br />
Die seit Jahrzehnten dramatisch sinkende Wahlbeteiligung bei den Europawahlen bereitet nicht nur den Europäischen Grünen Sorge. Mit ihrem Projekt „Green Primary“ geht die Partei in die Offensive und versucht, das europäische Wahlvolk zu mobilisieren. In einer Online-Abstimmung sollen alle EU-Bürger, die sich den grünen Zielen verbunden fühlen, über das Spitzenduo der Europäischen Grünen Partei (EGP) für die Europawahlen 2014 abstimmen. Jetzt beginnt der Endspurt &#8211; die Wahlen laufen noch bis zum 28. Januar.<br />
Die beiden Gewinner der <a href="http://greenprimary.europeangreens.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorwahlen</a> werden das Gesicht der EGP im Europawahlkampf 2014 sein und die 36 nationalen Grünen Parteien bei diesem unterstützen. Außerdem sind sie die Kandidaten der EGP für die Wahl des Kommissionspräsidenten. Dass die EGP diesen stellen wird, kann indes als unwahrscheinlich gelten. Zur Wahl stehen ein Mann und drei Frauen: José Bové kommt aus Frankreich, Monica Frassoni aus Italien, Rebecca Harms und Ska Keller kommen aus Deutschland.</p>
<h3>Ungleiche Beteiligung &#8211; gute Reaktionen</h3>
<p>Über den bisherigen Verlauf des <a href="http://politik-digital.de/experiment-greenprimary-europa-gruene-lassen-online-ueber-spitzenduo-abstimmen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einzigartigen Projekts</a> zeigt sich Johannes Hillje, Campaign Manager der EGP im diesjährigen Wahlkampf, sehr zufrieden. Die Idee werde insgesamt gut aufgenommen, sowohl von den Bürgern als auch auf politischer Ebene in Brüssel. Dort gelte die EGP als Partei mit dem demokratischsten und innovativsten Prozess zur Kandidatenkür. Die Wahlbeteiligung liege bislang im fünfstelligen Bereich. Erwartet wird aber noch eine Steigerung, da die heiße Mobilisierungsphase erst in den kommenden Tagen beginnt. Die Wahlbeteiligung wie die Teilnahme an Chats und Hangouts fallen in den einzelnen Mitgliedsstaaten sehr ungleich aus. Auch die Besucherzahl der Offline-Debatten in europäischen Hauptstädten &#8211; die alle im Netz gestreamt werden &#8211; variiert nicht unerheblich. Hillje erklärt, dies hänge sowohl mit dem unterschiedlichen Einfluss der jeweiligen nationalen Partei als auch mit den ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen zusammen.<br />
<figure id="attachment_136112" aria-describedby="caption-attachment-136112" style="width: 407px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/60474-1x2-orginal.gif"><img decoding="async" class="wp-image-136112         " alt="60474-1x2-orginal" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/60474-1x2-orginal.gif" width="407" height="338" /></a><figcaption id="caption-attachment-136112" class="wp-caption-text">Seit Jahrzehnten dramatisch am Fallen: Die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen.</figcaption></figure><br />
Anlass für dieses Projekt ist unter anderem die sinkende Wahlbeteiligung bei den Europawahlen. Lag sie 1979 noch bei durchschnittlich 63 Prozent, erreichte sie 2009 ihren neuen Tiefstand mit 43 Prozent. Die Europäer sehen die Verantwortung für diese Entwicklung auch bei den Parteien. Sie würden die Wahlen häufig für <a href="http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europawahl/60473/wahlbeteiligung-1979-2009" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nationale Themen instrumentalisieren, anstatt ihren europapolitischen Schwerpunkt zu kommunizieren</a>. Diesen Vorwurf jedoch kann man den Europäischen Grünen wohl kaum machen. Dementsprechend groß sind die Erwartungen an das gesamteuropäische Projekt Green Primary.</p>
<h3>Transnationalisierung und E-Democracy</h3>
<p>Die EGP eint das Ziel, die EU ökologischer, gerechter und solidarischer zu machen. Die Unterschiede zwischen den Programmen der einzelnen Kandidaten sind folglich nicht sehr groß. Das Interesse gilt meist Europa und seinen Bürgern, betont wird aber durchaus, dass die Herausforderungen dieses Jahrhunderts global sind. So macht sich Ska Keller stark für eine EU, die im Interesse der Menschen (und nicht dem der Banken) über die Grenzen Europas hinaus handelt. Auch ein „general interest“, wie es laut José Bové ins Herz Europäischer Politik zurückkehren muss, umfasst die globale Gesellschaft und ihre gemeinsame Zukunft.<br />
Und dies ist &#8211; neben dem Format der Online-Vorwahlen &#8211; das eigentlich Neue an diesem Projekt: Die Grünen unternehmen den Versuch, die EU verstärkt zu politisieren, indem sie plebiszitäre Verfahren ausbauen und dabei sogar auf Parteizugehörigkeit als Voraussetzung verzichten. Sie wissen, dass die Etablierung einer europäischen Identität eine <a href="http://www.gruene.de/partei/green-primary-endspurt-des-demokratie-experiments.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">transnationale, europäische Öffentlichkeit</a> verlangt, und das Green Primary-Experiment verdient aus diesem Grund schon jetzt Anerkennung.<br />
E-voting-Verfahren &#8211; Wahlen über das Internet &#8211; hingegen finden schon seit Jahren in Mitgliedsstaaten der EU statt, zum Beispiel in <a href="http://politik-digital.de/online-wahlen-vorbild-estland/">Estland</a>. Auch <a href="http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20110321STO15986/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei der EU überlegt</a> man schon länger, ob sich die Wahlbeteiligung durch solche Verfahren  erhöhen ließe, umgesetzt wurden derlei Verfahren jedoch bislang noch nicht.<br />
Das Projekt der Grünen besitzt Vorzeigecharakter für eine transnationale E-Democracy. Aber es fällt auf, dass eine aufgeklärte Netzpolitik nicht im Programm der Kandidaten zu finden ist. In ihren Vorstellungsvideos legen sie vor allem Wert auf die grünen Kernthemen. Die Kandidaten sollten die Gelegenheit nutzen, das Format zu stärken, indem sie mehr Partizipationsmöglichkeiten in Europa, insbesondere mithilfe neuer Medien, einfordern.<br />
Bilder: oben: (bearbeitet, Originalbild) <a href="http://www.flickr.com/photos/hughelectronic/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EFF</a> (CC BY 2.0 via Flickr) ; Grafik: <a href="http://www.bpb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bpb</a> (CC BY-NC-ND 3.0 DE)<br />
<img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/europawahlkampf-2-0-das-projekt-green-primary-136133/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Volksabstimmungen per E-Voting?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/netzstandpunkte/volksabstimmungen-per-e-voting-10154/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/netzstandpunkte/volksabstimmungen-per-e-voting-10154/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 17:27:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Rüdiger Grimm]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Purgathofer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=10154</guid>

					<description><![CDATA[In einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde der Einsatz von Wahlcomputern 2009 für verfassungswidrig erklärt. Bedeutet dies, dass Volksabstimmungen per E-Voting [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde der Einsatz von Wahlcomputern 2009 für verfassungswidrig erklärt. Bedeutet dies, dass Volksabstimmungen per E-Voting auch in naher Zukunft ausgeschlossen sind? Prof. Dr. Peter Purgathofer von der Uni Wien bejaht dies, während sich Prof. Dr. Rüdiger Grimm von der Uni Koblenz-Landau die technische Realisierung solcher Online-Wahlen vorstellen kann.</p>
<p>Im digital sehr umfassend vernetzten Estland können die Wähler ihre Stimme bei den landesweiten Parlamentswahlen bereits <a href="http://politik-digital.de/online-wahlen-vorbild-estland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seit 2007 auch per E-Voting abgeben</a>. Hierzulande wird solch einer Praxis nicht nur mit größerer Skepsis begegnet, sondern auch mit verfassungsrechtlichen Bedenken. Das Bundesverfassungsgericht erklärte die bei der Bundestagswahl im Jahre 2005 eingesetzten Wahlcomputer sowie die Bundeswahlgeräteverordnung <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/cs20090303_2bvc000307.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zuletzt für verfassungswidrig</a>, da nach dem damaligen Verfahren nicht sichergestellt werden konnte, dass eine abgegebene Stimme unverfälscht und nachvollziehbar erfasst wird. Es reiche nicht aus, dass die Bürger dem System lediglich vertrauen, sie müssten seine Funktionsfähigkeit auch überprüfen können (Stichwort: Richtigkeitskontrolle). Auch der Chaos Computer Club (CCC) <a href="http://wahlcomputer.ccc.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zeigt sich ablehnend</a> gegenüber dem E-Voting bei Volksabstimmungen.</p>
<p>Parlamentswahlen per E-Voting könnten eine ortsunabhängige Wahl ermöglichen: sei es für im Ausland lebende Deutsche, für körperlich eingeschränkte Menschen oder Bürger, die ihre Stimme lieber im eigenen Wohnzimmer statt in der Wahlkabine abgeben. Wenn die technische Zuverlässigkeit des Systems garantiert wäre, könnte die elektronische Stimmabgabe auch einer Wahlmanipulation und einer Fehlauszählung entgegenwirken. Der gesamte Wahlprozess wäre unbürokratischer, unkomplizierter und kostensparender. Doch vor allem auf technischer Ebene gibt es noch viele berechtigte Bedenken. Diese werden auch von unseren beiden Autoren geteilt, mit dem feinen Unterschied, dass Prof. Grimm äußerst optimistisch auf die Informatik setzt, während Prof. Purgathofer ein grundsätzliches Problem mit dem E-Voting bei Volksabstimmungen hat.</p>
<h2>Pro-Standpunkt Prof. Dr. Rüdiger Grimm</h2>
<p><strong>Online-Wahlen – eine positive Perspektive</strong></p>
<p>Nach dem gegenwärtigen Stand der Technik und aufgrund unserer Anforderungen an die Sicherheit und Beherrschbarkeit müssen wir heute parlamentarische Online-Wahlen ausschließen. Das Internet ist zwar ein Alltagsmedium unserer Kommunikation geworden, von sozialen Netzen über Online-Einkauf bis hin zum Homebanking. Aber die Sicherheitsrisiken von Online-Wahlen sind insofern nicht zu beherrschen, als wir noch kein bequem handhabbares Instrument haben, mit dem alle Nutzer die korrekte Durchführung von Wahlen unabhängig vom Online-System und unabhängig von ihren Betreibern prüfen können. Denn die innere Funktionalität eines IT-Systems – und ist es noch so sicher implementiert – erscheint der breiten Laienöffentlichkeit undurchschaubar. Auf deren Kontrolle kommt es aber gerade an, wie das Bundesverfassungsgericht am 3. März 2009 festgestellt hat. Nun kann man auf diese Lage reagieren, indem man auf ewig die Finger von Online-Wahlen lässt. Man kann aber die Forderung des Bundesverfassungsgerichts zur zuverlässigen Überprüfung einer Wahl durch die Öffentlichkeit produktiv annehmen. Dieser zweite Weg stellt die folgenden beiden Aufgaben an die Informatik: erstens das so genannte TÜV-Modell, d.h. die Sicherheitsüberprüfung des Gesamtsystems durch Fachexperten vor seiner Nutzung; zweitens die öffentliche Kontrolle jederzeit während und nach der Wahl, wodurch auch nicht technisch versierte Nutzer die korrekte Durchführung der Wahlhandlung einschließlich der Stimmabgabe, der Speicherung der Stimmen in der Urne und der Auszählung feststellen können. Die Kontrollinstrumente müssen Alltagsinstrumente sein, die auch in anderen Anwendungen zuverlässig erprobt sind und die von unabhängigen Herstellern frei auf dem Markt angeboten werden, so wie der Kugelschreiber zum Ausfüllen papierner Stimmzettel ein erprobtes Alltagsgerät ist. Ich halte beide Aufgaben nicht nur für erfüllbar, sondern die Informatik ist auf diesem Wege bereits erheblich fortgeschritten, so dass sie guten Gewissens in Aussicht stellen kann, Online-Wahlsysteme zu entwerfen, die sicherer, durchschaubarer und besser in ihrer korrekten Ausführung kontrollierbar sind als herkömmliche Papier-und-Urne-Wahlen. Sie erhöhen das Prinzip der Allgemeinheit der Wahl sogar noch besser als die Briefwahl, da das Internet keine Orts- und Zeitbeschränkungen mehr kennt. Zu ihrer Ausführung wird uns das Alltagsinstrument Internet eines Tages so selbstverständlich sein wie heute der Umgang mit Papier und Kugelschreiber.</p>
<h2>Contra-Standpunkt Prof. Dr. Peter Purgathofer</h2>
<p>Schon 2009 hat das deutsche Bundesverfassungsgericht den Einsatz von Wahlcomputern für verfassungswidrig befunden. Auch das österreichische Verfassungsgericht hat in einem Urteil vom 13. Dezember 2011 dem Einsatz von Online-Votingsystemen eine klare Absage erteilt. Für mich gibt es viele Gründe, gegen Online-Voting aktiv zu sein. Das dem österreichischen Urteil zugrundeliegende Argument der Intransparenz solcher Systeme ist dabei ein wesentliches, ein ebenso gewichtiges Problem sehe ich jedoch ganz allgemein im Prinzip von Distanzwahlverfahren, mit dem die Verantwortung für die geheime und unbeeinflusste Stimmabgabe an den Wähler/die Wählerin abgetreten wird, ohne dass garantiert werden kann, dass diese/r die Verantwortung wahrnehmen kann (geschweige denn will). Wir müssen aber leider davon ausgehen, dass die geheime und unbeeinflusste Stimmabgabe zurzeit weder sozial noch technologisch sichergestellt werden kann. Das Abtreten dieser Verantwortung ist daher schlicht verantwortungslos &#8211; das haben Verfassungsrechtler auch schon wiederholt festgehalten. Ein wesentlich grundlegenderes Argument gegen die elektronische Stimmabgabe bei geheimen Wahlverfahren – also auch bei Volksabstimmungen – ist für mich jedoch die Unmöglichkeit, die Trennung von Stimme und Identität nachvollziehbar und verständlich zu machen. Das liegt nicht an den grundsätzlichen mathematisch-kryptographischen Verfahren, die das schon garantieren würden, es liegt in der Notwendigkeit, der Umsetzung dieser Verfahren vertrauen zu müssen. Ein kurzer Blick auf die Trennung von Identität und Wählerwille bei der Papierwahl zeigt uns ein ebenso einfaches wie elegantes Verfahren: Die Identität der Wählerin wird zuerst per Ausweis von einer Wahlkommission festgestellt. Dann tritt die Wählerin mit ihrem Stimmzettel in eine Wahlzelle, macht dort ihr »Kreuzerl« und steckt den Stimmzettel in ein anonymes Kuvert, das sie in weiterer Folge, wieder vor den Augen der Wahlkommission, in eine Wahlurne wirft. In diesem Moment werden Wählerwille und Identität nachvollziehbar und unwiderruflich getrennt (vorausgesetzt, die Zahl der Wähler/innen ist groß genug). Dieser Vorgang ist für jede Wählerin/jeden Wähler, jeden Beobachter/jede Beobachterin verständlich und nachvollziehbar. Wesentlich dabei ist, dass zu keinem Zeitpunkt in diesem Verfahren irgendwer (außer der Wählerin) sowohl Identität als auch Wählerwille gleichzeitig kennt. Genau das kann mit elektronischen Wahlsystemen niemals garantiert werden. Das System bzw. der Rechner, an dem wir unsere Stimme abgeben, muss nämlich sowohl unsere Identität überprüfen als auch unsere Stimme übertragen. Es gibt also im Gegensatz zu Papierwahlen eine Instanz außerhalb der Wählerin, die beides kennen kann. Hier helfen weder bessere Kryptographie, sicherere Systeme noch Open Source: Es gibt zurzeit (und vermutlich auch in der Zukunft) keinen Weg, für alle verständlich, nachvollziehbar und glaubwürdig zu zeigen, dass diese beiden Informationen nicht zusammengeführt und dann gespeichert oder übertragen werden. Dabei muss nicht einmal die Wahlsoftware selbst zuschlagen &#8211; es reicht ein beliebiges Stück passender Schadsoftware, und unser geheimes Wahlrecht ist kompromittiert. Ich lehne daher jede Form von elektronischen Wahlen mit geheimer Stimmabgabe ab.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/netzstandpunkte/volksabstimmungen-per-e-voting-10154/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>9</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>US-Präsidentschaftskandidat per E-Voting</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/us-praesidentschaftskandidat-per-e-voting-5476/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/us-praesidentschaftskandidat-per-e-voting-5476/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 13:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Republikaner]]></category>
		<category><![CDATA[Demokraten]]></category>
		<category><![CDATA[US-Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Americans Elect]]></category>
		<category><![CDATA[Tea Party]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/us-praesidentschaftskandidat-per-e-voting-5476/</guid>

					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-americanselect.png" height="170" width="455" /><br />
In den USA dominieren seit jeher Republikaner und Demokraten die Parteienlandschaft – und stellen regelmäßig den US-Präsidenten. Die Betreiber von Americans Elect wollen diesen Zustand ändern und für die Wahl 2012 einen überparteilichen Präsidentschaftskandidaten von den Bürgern küren lassen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/logo-americanselect.png" alt="" width="455" height="170" /><br />
In den USA dominieren seit jeher Republikaner und Demokraten die Parteienlandschaft – und stellen regelmäßig den US-Präsidenten. Die Betreiber von Americans Elect wollen diesen Zustand ändern und für die Wahl 2012 einen überparteilichen Präsidentschaftskandidaten von den Bürgern küren lassen.</p>
<p>Das politische System der USA wird seit mehr als 100 Jahren von zwei Parteien dominiert: den Republikanern und den Demokraten. Diese stellen auch regelmäßig den US-Präsidenten – unabhängige Kandidaten haben in der Regel keine Chance, ins Weiße Haus einzuziehen. Und das weniger augrund fehlender finanzieller Ressourcen. Was ihnen aber fehlt, ist eine politische Hausmacht im Gepäck. Auch der <a href="http://www.bpb.de/themen/OTGISP,0,Wahlkampf_um_USPr%E4sidentschaftswahlen_2012_er%F6ffnet_.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle Vorwahlkampf</a> für die Präsidentschaftswahl 2012 wird in Öffentlichkeit und Medien von Republikanern und Demokraten dominiert. Erstere suchen <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,792651,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in hitzigen Debatten</a> noch einen Herausforderer für den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama, letztere werden diesen wohl ohne Gegenkandidaten wieder offiziell ins Rennen um <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Präsidentschaftswahl_in_den_Vereinigten_Staaten_2012" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Wahl am 6. November 2012</a> schicken. Zu dieser wurden erst kürzlich von den Republikanern neue Wahlgesetze durchgesetzt, die vielfach <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-10/wahlen-ausgrenzung-usa/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf Kritik gestoßen sind</a>.</p>
<p>Schon seit einiger Zeit jedoch sind immer mehr US-Wähler enttäuscht von der Politik in Washington – wofür u.a. die Erfolge der Tea-Party bei den letzten US-Kongresswahlen ein Indikator sind. Diese den Republikanern nahe stehende und sie beeinflussende ultra-konservative Bewegung wiederum steht mit ihrer kompromisslosen Haltung für die immer größeren politischen Gräben durch die immer stärker polarisierten politischen Diskussionen und die damit einhergehende Lähmung des politischen Systems in den USA, was sich zuletzt beim US-Schuldenstreit <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,777201,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutlich zeigte</a>. Dort hatten die Vertreter der Tea Party eine kompromisslose<a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=10263" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Haltung</a> eingenommen und auf Totalblockade gesetzt. Bei immer mehr US-Wählern scheint sich der Unmut über diese verhärteten politischen Fronten und taktischen Spielchen ihrer Volksvertreter auf Kosten tragfähiger politischer Lösungen zu vergrößern. Das betrifft auch den sozialen Unmut, wie die in den USA erwachsene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Occupy_Wall_Street" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Occupy-Wall-Street-Bewegung</a> zeigt.</p>
<p><strong>Die Plattform Americans Elect<br />
</strong></p>
<p>Die Non-Profit-Organisation <a href="http://www.americanselect.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Americans Elect</a> will diesen Unmut aufgreifen und die Dominanz der beiden großen Parteien zu durchbrechen helfen. Sie möchte US-Wählern ermöglichen, im Juni kommenden Jahres einen überparteilichen Präsidentschaftskandidaten zu nominieren. Dafür kündigen die Betreiber einen sicheren „State-of-the-art“-Wahlprozess an. Hinter der Plattform steht in vorderster Linie der Geschäftsführer der Investmentfirma Rockport Capital <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Ackerman" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peter Ackerman</a>, der eine Anschubfinanzierung von 1,55 Millionen Dollar geleistet haben soll. Sein Sohn Elliot Ackerman ist leitender Geschäftsführer der Organisation.</p>
<div align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/kSDVP__V4GE" width="480" height="315" frameborder="0"></iframe></div>
<div align="center"></div>
<div align="center"><strong>Vorstellung von Americans Elect durch Elliot Ackerman</strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die <a href="http://www.americanselect.org/who-we-are" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Betreiber und Mitglieder</a> erklären, dass sie keine speziellen Verbindungen zu einer politischen Gruppe unterhalten und keine bestimmte Ideologie verfolgen. Dennoch gibt es Kritik an fehlender Transparenz bei der Finanzierung der Plattform. Das selbst gesteckte Ziel von Americans Elect ist es, ein präsidiales Ticket einzulösen, das den Willen der Wähler repräsentiert und nicht den von einzelnen Parteien oder speziellen Interessen. Jeder registrierte US-Wähler soll die Möglichkeit erhalten, ein Delegierter zu werden. Auch wird jeder gesetzlich berechtigte US-Bürger in der Lage sein, sich als Präsidentschaftskandidat aufstellen zu lassen. Die Bewerber werden sich zur Gewährleistung der Integrität des Wahlprozesses jedoch einer Prüfung und Zertifizierung durch ein unabhängiges, überparteiliches Komitee unterziehen müssen.</p>
<p align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/VXPLYCPJnWU" width="460" height="315" frameborder="0"></iframe></p>
<p align="center"><strong>Ein Fernsehbericht über Americans Elect von PBS Newshour<br />
</strong></p>
<p>Mittlerweile haben sich fast zwei Millionen Menschen bei Americans Elect registriert. <a href="https://www.facebook.com/americanselect" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auf Facebook</a> folgen der Seite über 350.000 und <a href="https://twitter.com/AmericansElect" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf Twitter</a> etwas mehr als 4.000 Nutzer. Solange sich auf der Plattform jeder Internetuser registrieren kann, lässt sich nicht verifizieren, wie viele von ihnen tatsächlich US-Bürger sind. Es gibt bereits viele <a href="http://www.americanselect.org/volunteer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freiwillige Helfer</a>, die die Kampagne online und offline unterstützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: center;"><a class="colorbox" href="/wp-content/uploads/debatten-americanselect.png"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/debatten-americanselect.png" alt="" width="449" height="280" /></a></div>
<p align="center"><strong>Debattenseite von Americans Elect<br />
</strong>(Zum Vergrößern bitte auf Bild klicken!) <strong><br />
</strong></p>
<p>Seit dem 28. Oktober können die Nutzer den zukünftigen Plattform-Bewerbern für die Präsidentschaftskandidatur Fragen zu politischen Themen stellen. Die aktuellen Topthemen sind mit großem Abstand Wirtschaft, außerdem Bildung, Energie und Gesundheit. Jeder registrierte Nutzer kann Fragen daraufhin bewerten, ob sie für ihn relevant sind oder nicht, und auch eigene Kommentare abgeben. Dieses Verfahren entscheidet am Ende darüber, welche Fragen an die Bewerber in die engere Wahl kommen werden. Bislang sind über 5.500 Fragen gestellt worden:</p>
<p align="center"><a class="colorbox" href="/wp-content/uploads/question-americanselect.png"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/question-americanselect.png" alt="" width="449" height="162" /></a></p>
<p align="center"><strong>Screenshot einer Frage zur Bildungspolitik vom 31.10.11<br />
</strong>(Zum Vergrößern bitte auf Bild klicken!)</p>
<p>Seit dem 3. November können die Mitglieder von Americans Elect <a href="https://www.facebook.com/americanselect?sk=app_284510231579276" target="_blank" rel="noopener noreferrer">via Facebook</a> und Twitter Präsidentschaftskandidaten vorschlagen.</p>
<p><strong>Anspruch trifft Wirklichkeit<br />
</strong></p>
<p>Doch wie realistisch sind die Ziele der Initiative? Für den Politikwissenschaftler Christoph Bieber ist die Idee, so etwas wie eine dritte Plattform jenseits von Demokraten und Republikanern einzurichten, eine spannende Angelegenheit &#8211; aber auch etwas realitätsfern. Aufgrund der starken Personalisierung im US-Wahlkampf komme es letztlich doch auf die Personen an, die für die Richtungen und Ziele stehen, und davon sei das Projekt noch meilenweit entfernt.</p>
<p>Zugleich arbeite die Webseite als dezentrale, issue-orientierte Plattform weniger darauf hin, Personen zu profilieren, als Themen zu setzen. „Damit dürfte die Plattform es sehr schwer haben, sich im Wahlkampf-Mainstream zu behaupten“, so Bieber. Zwar verfüge die Plattform über den für solche Formate wünschenswerten interaktiven „Gamification“-Aspekt – so gäbe es eine technologische Ähnlichkeit zu komplizierteren Tools wie Adhocracy -, jedoch stehe dieser bisher nicht im Vordergrund. Zunächst einmal stehe dahinter in erster Linie der Ausdruck einer allgemeinen Unzufriedenheit in der US-Bevölkerung mit dem Washingtoner Establishment (inklusive Obama) sowie der Versuch, sich aus der Zwei-Parteien-Umklammerung zu befreien.</p>
<p>„Üblicherweise tritt an dieser Stelle ein „dritter Mann“ (bisher noch nicht: eine dritte Frau) auf den Plan, der sich als unabhängiger Kandidat zwischen Demokraten und Republikanern platziert. Das waren zuletzt Ross Perot (1992) oder Ralph Nader (2000, 2004 und 2008)“, resümiert Bieber. Es stellt sich die Frage, ob es mit einer solchen nicht personenorientierten, auf „Crowdsourcing“ setzenden Initiative gelingt, eine dritte Position zu entwickeln und im politischen System zu etablieren. In jedem Fall kommt Americans Elect für den laufenden Wahlzyklus zu spät und wird noch eine gewisse Zeit brauchen, sich so zu entwickeln, dass es eine ernstzunehmende Alternative und Konkurrenz zum bisherigen Procedere der Nominierung von Präsidentschaftskandidaten sein wird. Das kann wohl bestenfalls bei der übernächsten US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 der Fall sein. politik-digital.de wird das Projekt mit Interesse weiter verfolgen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/us-praesidentschaftskandidat-per-e-voting-5476/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 10</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-10-0-5167/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-10-0-5167/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 15:35:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
		<category><![CDATA[Politikverdrossenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Amn Dawla Leaks]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/links-zwo-drei-vier-kw-10-0-5167/</guid>

					<description><![CDATA[Ägyptische Stasi-Akten geleakt, Politische Verdrossenheit im Netz, Fünfte Gewalt Internet und SMS-Voting bei Estland-Wahl.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ägyptische Stasi-Akten geleakt, Politische Verdrossenheit im Netz, Fünfte Gewalt Internet und SMS-Voting bei Estland-Wahl.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/egypt-egileaks-geheimdienst-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ägyptische Stasi-Akten im Netz</strong></a></p>
<p>Kai Biermann von Zeit Online berichtet davon, wie ägyptische Demonstranten die Archive der ägyptischen Staatssicherheit (= Amn Dawla) vor dem Schredder retten und online stellen wollen. So scheinen sich bereits jetzt Beweise über gefälschte Wahlen und Belege dafür zu finden, wie die Opposition im Land jahrelang bespitzelt und unterdrückt wurde. Angeblich sollte auch deutsche Technik dabei helfen, die Computer und Internetverbindungen der Ägypter auszuspähen.</p>
<p><a href="http://www.AmnDawlaLeaks.tk" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Amn Dawla Leaks</strong></a></p>
<p>Inzwischen wurde eine Facebook-Seite namens Amn Dawla Leaks in <a href="http://www.facebook.com/AmnDawlaLeaks" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arabisch</a> und <a href="http://www.facebook.com/AmnDawlaLeaksEN" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Englisch</a> ins Leben gerufen, deren Mitglieder sich dazu verschrieben haben, Dokumente der ägyptischen Staatssicherheit ins Netz zu stellen. Eine erste Sammlung von Veröffentlichungen lässt sich z. B. <a href="http://leaksource.wordpress.com/2011/03/06/amn-dawla-leaks-egyptian-security-force-files/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> finden.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34314/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Politische Netzverdrossenheit</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Julius Jasso von Telepolis legt Sina Kaufmann, Gründerin des Online-Magazins <a href="http://www.politikorange.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politorange</a>, dar, dass die Netzverdrossenheit der Parteien zu neuer Politikverdrossenheit bei den Bürgern führe. Das Beispiel der Hamburger Bürgerschaftswahl zeige, dass die Parteien von innovativen Wahlkampagnen im Netz noch weit entfernt seien. Die Politik müsse verstärkt auf eine dauerhafte Bürgerbeteiligung im Sinne des Crowdsourcing setzen, so Kaufmann. Auf dem Weg in eine Social Media basierte Demokratie seien gerade auch zivilgesellschaftliche Initiativen wie <a href="http://liqd.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liquid Democracy e.V</a> und <a href="http://opendata-network.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenData Network</a> wichtige Eckpfeiler.</p>
<p><strong><a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,8219248,00.html?dr=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fünfte Gewalt Internet?</a></strong></p>
<p><strong></strong>Das ZDF-Magazin Frontal21 veröffentlichte auf seiner Webseite Kurzvideos zur Macht des Netzes. So sei binnen Tagen die Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg von der so genannten Schwarmintelligenz zerpflückt worden. Und in der arabischen Welt habe das Netz gar als Brandbeschleuniger gegen Despoten gedient. Zu Wort kommt unter anderen Markus Beckedahl, der Betreiber von <a href="http://www.netzpolitik.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpolitik.org</a>, der das Internet als fünfte Gewalt bezeichnet.<br />
Ergänzend dazu passt ein <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/2105-die-macht-der-vernetzten-massen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel</a> von Gerald Reischl und Patrick Dax von futurezone.at über die Macht der vernetzten Massen und ein <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/guttenberg-ruecktritt-und-das-internet-in-den-faengen-der-digitalen-buerger-1659438.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag</a> von Florian Güßgen über das Netz als mächtiges Bürgermedium.</p>
<p><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8217569,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>SMS-Voting bei Estland-Wahl</strong></a></p>
<p>Daniela Hefner von heute.de setzt sich mit dem E-Voting in Estland auseinander. Nachdem die Esten seit 2007 auch online bei Parlamentswahlen abstimmen können, sei dies nun auch per Handy möglich. Zuvor konnten bereits per SMS Parkgebühren bezahlt oder Fahrscheine gekauft werden. Das Land sei vom Parlament bis zur Schule total vernetzt. Dazu führt Hefner als Beispiel an, dass bereits 90 Prozent der Steuererklärungen online erfolgen und sich Eltern im elektronischen Klassenbuch über den Leistungsstand ihrer Kinder informieren könnten.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2011/11/Interview-Leutheusser-Schnarrenberger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Regulierung im Netz</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Zeit Online äußert sich Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung. Darin spricht sie sich deutlich gegen Netzsperren aus. Zudem laufe der Anspruch, national zu regulieren, damit der Bürger sich sicher fühlt, gerade im Netz oft ins Leere. Es bedürfe eines gemeinsamen Handelns auf internationaler Ebene, z. B. durch eine Charta für das Netz, die verbindliche Standards und Handlungsempfehlungen definiert, so Leutheusser-Schnarrenberger. Zuvor müsse der Internetnutzer aber dazu befähigt werden, als selbstbestimmter Akteur zu handeln.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-10-0-5167/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Online-Wahlen: Vorbild Estland?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-wahlen-vorbild-estland-5165/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/online-wahlen-vorbild-estland-5165/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 16:38:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/online-wahlen-vorbild-estland-5165/</guid>

					<description><![CDATA[Bei der Parlamentswahl vom 6. März 2011 konnten die Esten bereits zum zweiten Mal nach 2007 ihre Stimme auch online abgeben. Die Beteiligung am diesjährigen E-Voting erreichte gar einen neuen Rekord. politik-digital.de nahm das estnische E-Voting-Verfahren genauer unter die Lupe.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Parlamentswahl vom 6. März 2011 konnten die Esten bereits zum zweiten Mal nach 2007 ihre Stimme auch online abgeben. Die Beteiligung am diesjährigen E-Voting erreichte gar einen neuen Rekord. politik-digital.de nahm das estnische E-Voting-Verfahren genauer unter die Lupe.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Ansip erreichte bei der Wahl am Sonntag die <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-03/estland-wahl-regierung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehrheit der Stimmen</a>. Neben der Offline-Wahl konnten die Esten zwischen dem 24.2. und 2.3.2011 ihre Stimme auch mittels einer ID-Chipkarte per Computer oder über SMS abgeben. Das als I-voting (im Folgenden: E-Voting) bezeichnete elektronische Wahlverfahren erreichte gar einen neuen Beteiligungsrekord. Während bei den Parlamentswahlen von 2007 noch 30.243 gültige Stimmen per Internet abgegeben wurden, waren es in diesem Jahr 140.764 (15,4%) bei insgesamt 913.346 wahlberechtigten Bürgern. Das sind immerhin 24,3 Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen (= 580.264 / (<a href="http://www.vvk.ee/voting-methods-in-estonia/engindex/statistics" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quelle</a>).</p>
<p align="center"><img decoding="async" title="E-Voting: Wahlbeteiligung" src="/wp-content/uploads/110310_e-voting01.png" alt="E-Voting: Wahlbeteiligung" width="480" height="302" /></p>
<p>Die Wahlbeteiligung am E-Voting nach Altersstufen bei estnischen Wahlen von 2005-2011 (Quelle: <a href="http://vvk.ee/riigikogu-valimised-2011/statistika-2011" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://vvk.ee/riigikogu-valimised-2011/statistika-2011</a>)</p>
<p>Überraschend: Nur 9 Prozent der Internet- bzw. Handy-Wähler waren jünger als 24 Jahre. Aus Sicht von Manuel Kripp, Managing Director von <a href="http://www.e-voting.cc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.e-voting.cc</a>, hat die Wählergruppe der bis 25-Jährigen womöglich ein Motivationsproblem und schätzt mehrheitlich die Demokratie als etwas Alltägliches ein. Dagegen sei die &#8220;alte&#8221; Wählerschaft der 25-49-Jährigen die Generation, die den Umbruch erlebt hat und den Wert der Demokratie höher einschätzt. &#8220;Grundsätzlich sollte man sich aber vor Augen führen, dass die 25-49-Jährigen häufig die Kompetenz im Umgang mit dem Internet und neuen Technologien besitzen und durch Mobilitätsanforderungen in Job und Familie die Distanzabstimmung einer Präsenzabstimmung vorziehen&#8221;, so Kripp.</p>
<p><b>Im folgenden Video wird der Ablauf des E-Voting in Estland beschrieben:</b></p>
<p align="center"><iframe title="YouTube video player" src="http://www.youtube.com/embed/OA4Bt9MrtQw" width="480" height="390" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Erwähnenswert: Sollte sich der Wähler nach Abgabe seiner elektronischen Stimme kurzfristig noch umorientiert haben, konnte er das E-Voting wiederholen. Die alte Stimmabgabe wurde dann einfach rückgängig gemacht. Damit soll vor allem die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Entscheidung des Wählers ausgeschlossen werden. Neu war die Option, <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8217569,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">per SMS zu wählen</a>. Benötigt wurde dafür eine spezielle und kostenlose Sim-Karte (= Mobile ID) unter Verwendung zweier Pins: Die erste Pin diente der Freischaltung der Sim-Karte. Die zweite Pin erlaubte eine digitale Unterschrift durch Anschluss des Mobiltelefons an den PC.</p>
<p>Ihre Stimme können die Esten seit den Kommunalwahlen 2005 elektronisch abgeben. Damit ist das baltische Volk weltweit ein Vorreiter bezüglich rechtsverbindlicher Online-Wahlen auf staatlicher Ebene. Im digitalen Stimmabgabeprozess werden durch den Wähler mittels Kryptografie zwei &#8220;digitale Umschläge&#8221; erstellt, die im Wahlvorgang getrennt werden, um eine anonyme Stimmabgabe und somit eine &#8220;geheime Wahl&#8221; zu gewährleisten.</p>
<p align="center"><b>Darstellung des Verschlüsselungssystems bei der Stimmabgabe</b></p>
<p align="center"><a href="/wp-content/uploads/110310_e-voting02.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" title="E-Voting: Verschlüsselungssystem" src="/wp-content/uploads/110310_e-voting02.png" alt="E-Voting: Verschlüsselungssystem" width="480" height="228" /></a></p>
<p align="center">(Quelle: <a href="http://www.vvk.ee/public/dok/General_Description_E-Voting_2010.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF-Datei auf der Webseite der Wahlkommission</a>, S. 10)</p>
<p>&#8220;Bis dato liegen nur wenige wissenschaftliche Studien zum E-Voting in Estland vor&#8221;, meint Dr. Christoph Bieber, Politikwissenschaftler und stellvertretender Vorsitzender von pol-di.net e.V. In diesen Studien erhalte das estnische System jedoch recht gute Bewertungen. Dabei würde eine generelle Funktionssicherheit des Verfahrens konstatiert (siehe: <a href="http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&amp;aid=5877828" target="_blank" rel="noopener noreferrer">A. H. Trechsel, R. M. Alvarez, T. E. Hall: Internet Voting in Comparative Perspective: The Case of Estonia, 2009, p. 501</a>).</p>
<p>Beim erfolgreichen Einsatz von E-Voting scheint vor allem die Gewährleistung der Sicherheit des Verfahrens die größte Hürde darzustellen. Dabei ist die Frage essentiell, wie sichergestellt werden kann, dass es keinen Missbrauch bzw. keine Wahlfälschung im größeren Stil gibt. Zentral ist u.a. die organisatorische Rollenverteilung auf Seiten der Beteiligten an der Entwicklung, Durchführung und Überwachung eines Wahlsystems. Dazu gehört laut Manuel Kripp auch &#8220;die Verteilung der Schlüssel zum Entschlüsseln der Wahlurne auf mehrere Parteien und eine kontinuierliche Überwachung des Wahlprozesses durch unabhängige Auditoren sowie durch nationale, lokale und internationale Wahlbeobachtung.&#8221;</p>
<p>Auch die Wählerinformation ist entscheidend: In Estland gehört hierzu z. B. die Veröffentlichung eines Verhaltenskodex und eine Videokampagne über korrektes Verhalten bei der Onlineabstimmung.  Überhaupt sind die Esten eine sehr <a href="http://www.planet-wissen.de/laender_leute/baltische_staaten/estland/internet.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vernetzte Nation</a>, was ein entscheidender Grund dafür sein dürfte, dass sie Vorreiter beim E-Voting sind. So gibt es eine hohe Verbreitung von Internetzugängen und eine enge Verzahnung von E-Government und E-Business-Applikationen. Die Existenz einer digitalen ID-Funktion als digitale ID und die Verbreitung einer nationalen ID-Karte mit Signaturfunktion bilden dabei eine wesentliche Grundlage.</p>
<p>Laut Kripp gibt es &#8220;ein breites Angebot an E-Government-Services, die auf die Signaturfunktion der ID-Karte zugreifen. Diese Funktion ist auch in privatwirtschaftliche Beziehungen, wie z.B. Onlinebanking, eingebunden.&#8221;</p>
<p>Konsequent werden seit vielen Jahren verschiedene E-Government-Verfahren in Estland umgesetzt. Gute Beispiele dafür sind das Projekt der „papierlosen Regierung“ und die E-Partizipation der Bürger an politischen Entscheidungen. Unter anderem sind Regierung und Ministerien digital miteinander vernetzt (sämtliche Dokumente werden elektronisch ausgetauscht) und stellen offizielle Dokumente wie auch Archive per Internet öffentlich zur Verfügung. Des weiteren haben Bürger über ein Internetportal die Möglichkeit, Gesetze und Richtlinien vorzuschlagen und offiziell an die Regierung zu übersenden, die diese bei einem entsprechenden politischen Willen beschließen kann. Und selbstverständlich stimmen die Abgeordneten des estnischen Parlaments auf elektronischem Wege ab.</p>
<p>Die fortgeschrittene gesamtgesellschaftliche Vernetzung birgt natürlich auch Risiken: Die Verletzlichkeit ihrer digitalen Welt wurde den Esten im Jahre 2007 vor Augen geführt, als es Hackern über einen Zeitraum von zwei Wochen per Denial-of-Service-Attacken (DDoS) gelang, Server der estnischen Regierung sowie von Banken, Medien und Unternehmen lahmzulegen. Von ihrem E-Hype abbringen lassen haben sich die Esten davon jedoch nicht. Davon zeugt auch der bereits erwähnte neue Rekord der elektronischen Stimmabgabe bei Parlamentswahlen.</p>
<p>Könnte das E-Voting in Estland ein Modell für andere Länder sein? Auf EU-Ebene sind <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+IM-PRESS+20090206STO48709+0+DOC+XML+V0//DE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Meinungen geteilt</a> und auch in Deutschland scheint es auf absehbare Zeit kein E-Voting bei Wahlen auf staatlicher Ebene zu geben. Dabei dominieren vor allem verfassungsrechtliche Bedenken. So erklärte das Bundesverfassungsgericht <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/cs20090303_2bvc000307.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einem Urteil</a> vom 3. März 2009 den Einsatz von Wahlcomputern und die Bundeswahlgeräteverordnung bei der Bundestagswahl 2005 für verfassungswidrig.</p>
<p>Beim Einsatz elektronischer Wahlgeräte muss demnach die verfassungsrechtlich gebotene Möglichkeit einer zuverlässigen Richtigkeitskontrolle gesichert sein. Im Klartext: Der Wähler selbst müsse (auch ohne nähere computertechnische Kenntnisse) nachvollziehen können, ob seine abgegebene Stimme als Grundlage für die Auszählung oder &#8211; wenn die Stimmen zunächst technisch unterstützt ausgezählt werden &#8211; jedenfalls als Grundlage einer späteren Nachzählung unverfälscht erfasst wird. Es reiche nicht aus, ohne die Möglichkeit eigener Einsicht auf die Funktionsfähigkeit des Systems zu vertrauen. Ergo: Die Stimmen dürfen nach der Stimmabgabe nicht ausschließlich auf einem elektronischen Speicher abgelegt werden. Damit wurde einem rechtsverbindlichen E-Voting auf staatlicher Ebene nicht grundsätzlich eine Absage erteilt, dessen Umsetzung aber enorm erschwert.</p>
<p>Doch trotz aller Hürden und Bedenken, die es hierzulande für ein E-Voting auch noch geben mag: Online-Wahlen bzw. ein Mix aus klassischer und elektronischer Stimmabgabe bieten bei richtiger Umsetzung auch Vorteile: So wird z.B. eine ortsunabhängige Wahl erheblich erleichtert. Mögliche Profiteure sind körperlich eingeschränkte bzw. behinderte Menschen und mobile Bürger, die die Distanzabstimmung einer Präsenzabstimmung vorziehen, sowie im Ausland lebende Deutsche. Bei entsprechend ausgereifter und kontrollierter Technik könnte auch der Manipulation und Fehlauszählung (= menschlicher Faktor) bei Wahlen entgegengewirkt und der gesamte Wahlprozess unbürokratischer, unkomplizierter und kostensparender werden. Ob dadurch aber auch die Wahlbeteiligung signifikant gesteigert würde, ist völlig offen. Dafür reicht nicht allein die technische Bereitstellung des E-Voting aus. In anderen Gesellschaftsbereichen gibt es ein rechtsgültiges E-Voting übrigens schon: So wählen die Vereinsmitglieder der Initiative D21 ihren Vorstand seit 2003 auf elektronischem Wege.</p>
<p>In Deutschland scheint der Weg zu einem <a href="http://www.news.de/politik/855137541/von-den-esten-lernen/1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vergleichbaren E-Voting</a> wie in Estland noch lang zu sein. Das gilt auch für die meisten anderen Länder. Über den Stand des E-Voting auf internationaler Ebene bildet <a href="http://www.e-voting.cc/static/evoting/files/e-voting-map-2010.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese Grafik</a> eine gute Übersicht. Der kontinuierliche Zuwachs an Internet-Wählern in Estland seit 2005 stimmt jedoch optimistisch, dass auch andere Staaten auf den Zug des E-Voting aufspringen. Das nächste bedeutungsvolle E-Voting auf staatlicher Ebene gibt es im <a href="http://www.regjeringen.no/en/dep/krd/press/press-releases/2011/norway-invites-osce-to-observe--e-voting.html?id=631611" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Herbst 2011 in Norwegen</a>: zwar nur experimentell, aber immerhin!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/online-wahlen-vorbild-estland-5165/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Estland meldet neuen Weltrekord</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/estland-meldet-neuen-weltrekord-5161/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/estland-meldet-neuen-weltrekord-5161/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 12:59:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmenauszählung]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
		<category><![CDATA[Parlamentswahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlbeteiligung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/estland-meldet-neuen-weltrekord-5161/</guid>

					<description><![CDATA[Bei den gestern beendeten Parlamentswahlen in dem Baltikumstaat haben 140.846 Wähler via Internet <a href="http://www.baltic-course.com/eng/Technology/?doc=38050" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abgestimmt</a>, das entspricht einem Anteil von 15,4 Prozent der Wahlberechtigten. Gemessen an der Anzahl der abgegebenen gültigen Stimmen entspricht dies sogar einem Anteil von knapp 24,5 Prozent.<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den gestern beendeten Parlamentswahlen in dem Baltikumstaat haben 140.846 Wähler via Internet <a href="http://www.baltic-course.com/eng/Technology/?doc=38050" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abgestimmt</a>, das entspricht einem Anteil von 15,4 Prozent der Wahlberechtigten. Gemessen an der Anzahl der abgegebenen gültigen Stimmen entspricht dies sogar einem Anteil von knapp 24,5 Prozent.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
An insgesamt sechs Tagen vor der Urnenwahl am gestrigen Sonntag hatten die Esten das E-Voting-Verfahren nutzen können und davon regen Gebrauch gemacht. Zum insgesamt fünften Mal seit 2005 ist die digitale Stimmabgabe möglich gewesen, im Vergleich zur letzten Parlamentswahl hat sich der Anteil der Online-Wähler beinahe verfünffacht (2007: 3,4 Prozent Wähler).<br />
Anmeldung und Registrierung erfolgen mit der &#8216;ID-kaardi&#8217;, einem elektronischen Bürgerausweis, auf der Wahl-Website. Die Stimmabgabe via Internet ist dabei in das so genannte &#8216;Early Voting&#8217; vor dem eigentlichen Wahltag eingebunden, in dieser Phase haben auch vereinzelte Wahllokale bereits geöffnet. Meldungen über Sicherheitsprobleme oder Manipulationen sind bislang nicht bekannt.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/estland-meldet-neuen-weltrekord-5161/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eidgenossen stärken E-Voting</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/eidgenossen-staerken-e-voting-5067/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/eidgenossen-staerken-e-voting-5067/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Philipp Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 16:16:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Volksabstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/eidgenossen-staerken-e-voting-5067/</guid>

					<description><![CDATA[Kriminelle Ausländer abschieben? Ein Mindeststeuersatz für Reiche? Über diese Fragen stimmen die Schweizer am 28. November 2010 ab. Auslandsschweizer aus zwölf Kantonen können daran auch per E-Voting teilnehmen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kriminelle Ausländer abschieben? Ein Mindeststeuersatz für Reiche? Über diese Fragen stimmen die Schweizer am 28. November 2010 ab. Auslandsschweizer aus zwölf Kantonen können daran auch per E-Voting teilnehmen.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die Schweiz geht bei der Etablierung von elektronischen Wahlen den nächsten Schritt. Bei der <a href="http://www.bk.admin.ch/aktuell/abstimmung/va/002/index.html?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kommenden Volksabstimmung</a> können Auslandsschweizer aus <a href="http://www.news.admin.ch/dokumentation/00002/00015/index.html?lang=de&amp;msg-id=35024" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwölf Kantonen</a> per Internet ihre Stimme abgeben. Während Kantone wie Zürich und Genf seit über fünf Jahren Erfahrungen mit „vote électronique“ gesammelt haben, beteiligen sich am 28. November 2010 erstmals ausgesuchte Gemeinden aus Luzern, Graubünden, Schaffhausen, Aargau und Thurgau an der elektronischen Stimmabgabe.
</p>
<p>
Neu ist auch, dass die Wahl viersprachig durchgeführt wird: italienische und rätoromanische Auslandsschweizer können in ihrer Muttersprache abstimmen. Für abstimmungswillige Auslandsschweizer hat die Regierung eine <a href="http://demo.webvote.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seite</a> online gestellt, auf der sich das Prozedere im Vorhinein durchspielen lässt.
</p>
<p>
Nach der Evaluation der anstehenden Volksabstimmung soll das E-Voting auf weitere Gemeinden und Kantone ausgedehnt werden. Die elektronische Stimmabgabe wird von der Organisation der Auslandsschweizer (<a href="http://www.aso.ch/de/auslandschweizer-nutzen-evoting" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ASO</a>) seit längerem gefordert, innerhalb der Schweiz regt sich jedoch Kritik am E-Voting. Gegner befürchten  Manipulationen und zu hohe Kosten. </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/eidgenossen-staerken-e-voting-5067/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>User vergeben eGovernment-Award</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/user-vergeben-egovernment-award-4967/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/user-vergeben-egovernment-award-4967/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominique Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 15:36:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesinnenministerium]]></category>
		<category><![CDATA[E-Goverment Award]]></category>
		<category><![CDATA[Cisco]]></category>
		<category><![CDATA[BearingPoint]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/user-vergeben-egovernment-award-4967/</guid>

					<description><![CDATA[Ab Donnerstag, 29. Juli 2010 können die Internetnutzer über den Publikumspreis des eGovernment-Wettbewerbs 2010 abstimmen. Bereits zum 10. Mal lassen das Telekommunikationsunternehmen Cisco und die Beratungsfirma BearingPoint die interaktivsten und effizientesten Verwaltungssysteme Deutschlands von den Usern ermitteln. Bis zum 11. August kann man seine Stimme <a href="http://www.egovernment-wettbewerb.de/online-voting/online-voting.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online abgeben</a>.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab Donnerstag, 29. Juli 2010 können die Internetnutzer über den Publikumspreis des eGovernment-Wettbewerbs 2010 abstimmen. Bereits zum 10. Mal lassen das Telekommunikationsunternehmen Cisco und die Beratungsfirma BearingPoint die interaktivsten und effizientesten Verwaltungssysteme Deutschlands von den Usern ermitteln. Bis zum 11. August kann man seine Stimme <a href="http://www.egovernment-wettbewerb.de/online-voting/online-voting.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online abgeben</a>.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Unter den 16 Finalisten, die von einer Jury im Vorfeld ausgewählt wurden, können sich die User in fünf Kategorien für ihren Favoriten entscheiden. Der Wettbewerb verfolgt das Ziel, die Modernisierung der öffentlichen<br />
Verwaltung sowie den Einsatz moderner Technologien zu stärken. Bundes-,<br />
Landes- und Kommunalverwaltungen aus Deutschland, Österreich und der<br />
Schweiz haben sich mit ihren E-Government-Projekten beworben. Dabei reicht die Bandbreite der Kandidaten von einem schweizer Zollvereinfachungsverfahren bis hin zu einem Infrastrukturportal in Brandenburg. Die Preisverleihung findet am 10. September 2010 in Berlin statt, Schirmherr des Wettbewerbs ist Bundesinnenminister Thomas de Mazière.
</p>
<p>
<i>Hinweis</i><i>: Der Geschäftsführer von politik-digital.de, Stefan Gehrke, ist Mitglied der Jury.<br />
</i><br />
<meta http-equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8" /><br />
<title></title><br />
<meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.0  (Win32)" /></p>
<style type="text/css">
<!--
@page { margin: 2cm }
P { margin-bottom: 0.21cm }
A:link { so-language: zxx }
--></style></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/user-vergeben-egovernment-award-4967/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
