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	<title>eBay &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>eBay &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Auktion zum Projekt &#8220;Geh nicht hin&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tknobloch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 12:34:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Auktion]]></category>
		<category><![CDATA[eBay]]></category>
		<category><![CDATA[Mehr Demokratie e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Sandra Maischberger]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="http://cgi.ebay.de/Fotoausstellung-Geh-nicht-hin-mit-Jan-Hofer-anderen_W0QQitemZ120466196352QQcmdZViewItemQQptZFotografien_Fotokunst?hash=item1c0c584780&#38;_trksid=p3286.c0.m14" target="_blank" title="Ebay-Auktion zu &#34;Geh nicht hin&#34;" rel="noopener noreferrer">Wir versteigern die Ausstellung zum Wahlvideo</a>: Ungewöhnliche Porträts der Protagonisten, geschossen während der Dreharbeiten von unserem Kameramann Philipp Baben der Erde. Der gesamte Erlös geht dabei an eine wohltätige Organisation.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://cgi.ebay.de/Fotoausstellung-Geh-nicht-hin-mit-Jan-Hofer-anderen_W0QQitemZ120466196352QQcmdZViewItemQQptZFotografien_Fotokunst?hash=item1c0c584780&amp;_trksid=p3286.c0.m14" target="_blank" title="Ebay-Auktion zu &quot;Geh nicht hin&quot;" rel="noopener noreferrer">Wir versteigern die Ausstellung zum Wahlvideo</a>: Ungewöhnliche Porträts der Protagonisten, geschossen während der Dreharbeiten von unserem Kameramann Philipp Baben der Erde. Der gesamte Erlös geht dabei an eine wohltätige Organisation.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Porträtiert wurden prominente Darsteller des Videos wie Jan Hofer, Sandra Maischberger und Sarah Kuttner. Die Auktion umfasst 15 großformatige (80&#215;120) Portraits im Aluminiumlook. Die  Einnahmen der Auktion kommen dem gemeinnützigen Verein „Mehr Demokratie e.V.“ zu Gute.
</p>
<p>
<a href="http://cgi.ebay.de/Fotoausstellung-Geh-nicht-hin-mit-Jan-Hofer-anderen_W0QQitemZ120466196352QQcmdZViewItemQQptZFotografien_Fotokunst?hash=item1c0c584780&amp;_trksid=p3286.c0.m14" target="_blank" title="Ebay-Auktion zu &quot;Geh nicht hin&quot;" rel="noopener noreferrer">Hier geht es zur Auktion! </a>
</p>
<p>
Die Ausstellung ist derzeit in Berlin am Potsdamer-/Leipziger Platz im Rahmen der <a href="http://www.daliberlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dalí-Ausstellung</a> zu sehen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ketzer-Kauf bei eBay</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ketzer-kauf-bei-ebay-3765/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 09:14:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eBay]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Auktion]]></category>
		<category><![CDATA[Vatikan]]></category>
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					<description><![CDATA[Kaufen Sie ein Stück Jesus-Kreuz, kaum gebraucht, garantiert echt! Oder wie wäre es mit einem Fetzen vom Gewand Maria Magdalenas? Vielleicht doch lieber den Knochensplitter eines Heiligen? Beim Online-Auktionshaus eBay kommen immer wieder echte oder unechte Reliquien unter den Hammer. Kardinal Jose Saraiva aus dem Vatikan protestiert gegen den „gotteslästerlichen&#34; Handel.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaufen Sie ein Stück Jesus-Kreuz, kaum gebraucht, garantiert echt! Oder wie wäre es mit einem Fetzen vom Gewand Maria Magdalenas? Vielleicht doch lieber den Knochensplitter eines Heiligen? Beim Online-Auktionshaus eBay kommen immer wieder echte oder unechte Reliquien unter den Hammer. Kardinal Jose Saraiva aus dem Vatikan protestiert gegen den „gotteslästerlichen&quot; Handel.<!--break--></p>
<p>
Die Kirche müsse die Echtheit der Heiligtümer per Attest bestätigen; viele der angebotenen Reliquien „könnten gestohlen sein&quot;, warnte Kardinal Jose Saraiva Martins. Schlimmer noch: Die Objekte könnten bei satanistischen Ritualen Verwendung finden.
</p>
<p>
Laut der italienischen Tageszeitung „La Stampa&quot; hat eBay Besserung gelobt und will nun gegen das Geschäft mit den Reliquien vorgehen &#8211; wie, ließ das Auktionshaus offen.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wahlsaison bei eBay</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/neuwahlen-zum-bundestag-2005/wahlkampfbundestagswahl05wahlsaisonbeiebay050910-shtml-3080/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuwahlen zum Bundestag 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis bei der Online-Plattform eBay ein ganz besonderes „Saisonangebot“ auftauchte: die Wählerstimme. Seit Mitte dieser Woche ist dort unter dem Suchstichwort „Bundestagswahl“ ein reges Kommen und Gehen beobachten: Von der politischen Lage offenbar frustierte Nutzer bieten den Verkauf ihrer Erst- oder Zweitstimme an oder stellen den Versand der Wahlunterlagen in Aussicht.
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                            Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis bei der Online-Plattform eBay ein ganz besonderes „Saisonangebot“ auftauchte: die Wählerstimme. Seit Mitte dieser Woche ist dort unter dem Suchstichwort „Bundestagswahl“ ein reges Kommen und Gehen beobachten: Von der politischen Lage offenbar frustierte Nutzer bieten den Verkauf ihrer Erst- oder Zweitstimme an oder stellen den Versand der Wahlunterlagen in Aussicht.
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>Am 8. September waren im Laufe des Tages etwa zehn Angebote zum Verkauf von Erst- und Zweitstimmen online – gegen Abend waren die obskuren Auktionen wieder verschwunden. „Bei den Angeboten von Wahlstimmen zur Bundestagswahl 2005 handelt es sich um absolute Einzelfälle. Wenn wir von solchen Angeboten Kenntnis erhalten, entfernen wir die Angebote umgehend&#8221; erklärte der Leiter „Government Relations“, Dr. Wolf Osthaus, das Vorgehen von eBay. „Die Anbieter bekommen eine Nachricht, dass es sich um einen Verstoß gegen unsere Grundsätze handelt.&#8221;</p>
<p>In der Tat erscheinen zwei Handvoll Stimmenangebote angesichts von stets etwa vier Millionen laufenden Angeboten als nicht besonders aufregend. Die meisten Anbieter scheinen aber ohnehin nicht auf größere Profite aus, sondern nutzen eBay vielmehr als Kanal für eine neuartige Kritik am politischen System und dessen Vertreter(innen). Der Tenor der meisten Einträge lautet ungefähr: „Ich versteigere meine Stimme, damit ich wenigstens etwas von dieser Wahl habe.“ Das ist nicht nur starker Tobak, sondern auch am Rande der Legalität und darüber hinaus. „Das Wahlrecht ist ein persönliches Recht – und damit unveräußerbar. Daher darf es nicht gehandelt werden“ erläutert Osthaus.</p>
<p>Bereits am 15. August hatte einer der eBay-Auktionatoren auf der Online-Plattform<br />
                            <a href="http://www.ich-gehe-nicht-hin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ich-gehe-nicht-hin.de</a> das gleiche Vorhaben angekündigt. Ein anderer Nutzer hatte daraufhin umgehend auf ein mögliches Rechtsvergehen hingewiesen – einschlägig erscheint in dieser Hinsicht der Tatbestand der Wählerbestechung, der im Strafgesetzbuch § 108 geregelt ist:</p>
<p>„(1) Wer einem anderen dafür, daß er nicht oder in einem bestimmten Sinne wähle, Geschenke oder andere Vorteile anbietet, verspricht oder gewährt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.</p>
<p>(2) Ebenso wird bestraft, wer dafür, daß er nicht oder in einem bestimmten Sinne wähle, Geschenke oder andere Vorteile fordert, sich versprechen läßt oder annimmt.“</p>
<p>Doch berühren unmittelbare strafrechtliche Konsequenzen im Einzelfall nur einen Teil des Problems – nicht nur dürfte im konkreten Fall hier eine „Straftat gegen Verfassungsorgane sowie bei Wahlen und Abstimmungen“ (Vierter Abschnitt des Strafgesetzbuches) vorliegen, darüber hinaus werden mehrere Wahlrechtsgrundsätze verletzt. Eine von digitalem Stimmenhandel betroffene Wahl wäre nämlich nicht mehr „gleich“ (eine oder mehrere Personen haben mehr als eine Stimme), sie wäre auch nicht mehr im ursprünglichen Sinne „geheim“ (eine oder mehrere Personen kennen die Wahlentscheidung einer anderen). Was hier nach praxisferner Demokratietheorie klingt ist nicht auf die leichte Schulter zunehmen – schon gar nicht bei einer Wahl wie der diesjährigen, die ja bereits auf eine verfassungsrechtliche Vorgeschichte zurück blicken kann. Und: eBay ist selbstverständlich nicht die einzige Plattform, auf der ein solcher Stimmenhandel organisiert werden kann, sondern nur die populärste und professionellste – damit zugleich aber auch die am wenigsten geeignete. In den nächsten Tagen gilt es zu beobachten, ob „spill-over“-Effekte auftreten und sich die ausbreitende Blog-Community oder die verschiedenen Websites rund um „Nichtwählen“ sich dieser Thematik annehmen.</p>
<p>Es wäre jedoch zu kurz gegriffen, bei den vorliegenden Angeboten pauschal von plumper Wahlmanipulation zu sprechen. Ein näherer Blick auf die „Artikelbezeichnungen“ zeigt, dass es sich hier eher um den Ausdruck von Politikverdrossenheit im Verbund mit Protestäußerungen handelt:</p>
<p>Ja richtig gelesen. Ich versteigere aus Frust und Politikverdrossenheit meine zwei Stimmen zur Bundestagswahl am 18.09.2005 meistbietend. Wer am meisten bietet, dessen gewünschte Partei/Kandidaten werde ich wählen. So habe ich wenigstens auch was von dieser Wahl.</p>
<p>Ähnliche Töne und Formulierungen, manchmal auch ein paar Lagen schärfer, finden sich in den meisten Angeboten. Die Startpreise der Auktionen liegen fast immer bei einem Euro, manchmal werden ergänzende Limitierungen vorgenommen, die ebenfalls im niedrigen einstelligen Bereich angesetzt sind. Ein finanzielles Interesse am Stimmenverkauf scheint also nicht der erste Beweggrund für die verhinderten Auktionäre zu sein. Von einer solchen Argumentation zeigt sich Osthaus unbeeindruckt: „Auch wenn es sich um symbolische Angebote ohne kommerzielle Interessen handelt, die eher eine Art der politischen Meinungsaussage sind, sind wir nicht der richtige Ort. Wir sind eine e-Commerce Plattform, daher werden symbolische Angebote nicht angenommen.“</p>
<p>eBay handelt nach der Logik eines kommerziellen Akteurs und dabei stören alle Angebote, die möglicher Weise negative Folgen auf das Plattform-Image haben könnten. Schließlich kann man die Versteigerung des so genannten „Papst-Golf“ auch als „symbolisches Angebot“ auffassen, doch bei einem Endpreis von 188.938,88 Euro und einem überwältigenden Medienecho überwog wohl die positive Publicity.</p>
<p>Ebenso logisch agieren aber auch die Anbieter, die die Möglichkeiten der Auktionsplattform nutzen, um ihr „Anliegen“ auf unkonventionelle Weise publik zu machen. Die überragenden Kommunikations- und Verbreitungsmöglichkeiten innerhalb der eBay-Community verlockten nur zur weithin sichtbaren Platzierung solcher „politischer Meinungsaussagen“. Dass die eBay-Medaille zwei Seiten hat, wussten auch die Alternative-Rocker von Chumbawamba: „There´s stuff dressed up as truth and then there´s stuff dressed up as lies and it all ends up as stuff that you can buy – on eBay.“<br />
                            </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Organhandel im Internet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/organhandel_im_internet-929/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[preuter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[eBay]]></category>
		<category><![CDATA[Organhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Transplantationsgesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>
Im Internet ist alles möglich. Jeden Tag generiert das Medium neue
Erfolgsmeldungen, aber auch die Schattenseiten und Problemfälle häufen
sich. Als das Internetauktionshaus Ebay letztes Jahr eine menschliche
Niere versteigern wollte, wurde nicht nur über die rechtlichen
Konsequenzen, sondern auch über ethische Fragen diskutiert.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><br />
Im Internet ist alles möglich. Jeden Tag generiert das Medium neue<br />
Erfolgsmeldungen, aber auch die Schattenseiten und Problemfälle häufen<br />
sich. Als das Internetauktionshaus Ebay letztes Jahr eine menschliche<br />
Niere versteigern wollte, wurde nicht nur über die rechtlichen<br />
Konsequenzen, sondern auch über ethische Fragen diskutiert.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der psychische Stress Kranker wie<br />
deren Angehöriger ist angesichts der Möglichkeit lebensrettende Organe<br />
im Internet, ohne die üblichen Wartezeiten kaufen zu können kaum<br />
vorstellbar. Die verbliebene Lebensdauer eines organgeschädigten<br />
Menschen ist absehbar kurz, es sei den, es findet sich schnell ein<br />
Spender mit einem ähnlichen Zellaufbau, wie der des Kranken. Nur<br />
gelegentlich eignen sich Familienangehörige oder enge Bekannte als<br />
Spender, so dass nach dem deutschen <a href="http://www.interfit.de/deutsch/html/organ3.html">Transplantationsgesetz</a><br />
(TPG) von 1997 trotz der geringeren Lebensdauer ihrer Organe fast<br />
ausschließlich &quot;Totspender&quot; in Frage kommen. Das TPG erlaubt<br />
Lebendspenden nicht regenerierbarer Organe nur zugunsten eines<br />
Verwandten ersten oder zweiten Grades, Ehepartners, Verlobten oder<br />
einer nahe stehenden Person. Gerade in Deutschland sind die Wartelisten<br />
sehr lang, da es an Bereitschaft unter den Bürgern fehlt sich posthum<br />
für eine Organspende bereitzustellen. So stellen sich in Deutschland<br />
nur ca. 2% zur Verfügung, während in den skandinavischen Ländern wie<br />
Norwegen, Dänemark, Schweden teilweise die Hälfte der Bevölkerung einen<br />
Organspendeausweis besitzt. Kranke und Angehörige müssen so praktisch<br />
auf einen tödlichen Unfall eines Menschen mit entsprechenden Organen<br />
hoffen und warten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dieser Umstand führt trotz harter<br />
Strafen (in Deutschland bis zu fünf Jahren) zu allerhand kriminellen<br />
Gebaren. In den letzten 15 Jahren gab es immer wieder Vorfälle,<br />
besonders in der sogenannten Dritten Welt, in denen Menschen vorzeitig<br />
für tot erklärt wurden, um dann schnell ihre Organe entnehmen zu<br />
können. Falls Angehörige wegen auffälliger Narben nachfragten, wurden<br />
sie schnell mit einem Bruchteil des Marktwertes der entnommenen Organe<br />
abgespeist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Seit einigen Jahren sind<br />
Lebendspenden gewisser Organe für den Spender mit immer weniger Risiken<br />
verbunden. Um dem Organhandel in Deutschland vorzubeugen, verbietet das<br />
TPG die Lebendspende zwischen sich unbekannten Personen und verlangt<br />
das die Entnahme des Organs für den Spender keinen finanziellen Gewinn<br />
bedeuten sowie nur in sogenannten Transplantationszentren durchgeführt<br />
werden darf. Dass 1996 ein Lübecker Medizinprofessor eine Niere an eine<br />
ihm unbekannte Person spendete, zeigt aber wie weit dieser<br />
Umdenkungsprozess zumindest bei den Transplantationsmedizinern bereits<br />
fortgeschritten ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im September vergangenen Jahres<br />
wurde diese grundsätzlich positive Entwicklung noch einmal stark in<br />
Frage gestellt. Das Internet Auktionshaus Ebay wollte eine menschliche<br />
Niere versteigern. Bevor das Auktionshaus nach einer Woche die illegale<br />
Versteigerung stoppte, wurden $ 5,7 Mio. für eine &quot;voll funktionsfähige<br />
Niere&quot; geboten. Doch bereits im Oktober wurden erneut Organe im<br />
Internet angeboten. 22 der 99 unter dem Suchbegriff &quot;kidney&quot; (engl. f.<br />
Niere) gefundenen Angebote verwiesen auf menschliche Nieren. Zehn<br />
dieser Anbieter verrieten mit dem Angebot sofort ihre Emailadresse. &quot;Da<br />
Organhandel in den USA nicht prinzipiell verboten ist, kann das Angebot<br />
nicht einfach aus dem Server gelöscht werden&quot;, urteilte Oliver Samwer<br />
von Ebay-Deutschland. Ebay unterbindet in den USA nur den Handel auf<br />
dem eigenen Server. Die Angabe der privaten Emailadresse ist also ein<br />
Versuch der &quot;Spender&quot;, potentiellen Interessenten die Kontaktaufnahme<br />
zu ermöglichen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Internet Angebote, wie die von<br />
Ebay produzieren juristisch derzeit kaum lösbare Probleme, da die<br />
strafrechtliche Ahndung praktisch unmöglich ist, solange sowohl der<br />
Server mit dem Angebot, als auch der Organverkäufer im Ausland sind.<br />
Deutsches Strafrecht, welches diesen Fall eindeutig als Organhandel<br />
verfolgen müsste, kann also weder die amerikanischen Spender noch Ebay<br />
strafrechtlich belangen. &quot;In Deutschland [d.h. von einem in Deutschland<br />
lokalisierten Rechner; Anm. d. Autors] ist ein Internethandel mit<br />
Organen nicht möglich&quot; beruhigt Samwer. Dieser Trost ist jedoch nur ein<br />
sehr schwacher, da natürlich jeder Deutsche über das Internet im<br />
Ausland Organe beziehen kann und dort auch operiert werden kann.<br />
Mögliche Strafen für den Kranken bei Rückkehr können vor dem<br />
Hintergrund des lebensbedrohlichen Zustands kaum als abschreckend<br />
betrachtet werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Grundsätzlich sind die jüngsten<br />
Vorkommnisse bei Ebay aber nichts neues. Mitte letzten Jahres<br />
berichteten die Feuilletons über die Webseite des ehemaligen<br />
Modephotographen <a href="http://%20www.rons.angels.com/">Ron Harris </a>.<br />
Dieser versteigerte die Eizellen junger attraktiver Frauen an<br />
zahlungskräftige Ehepaare. Ein kinderloses Ehepaar bot für eine viertel<br />
Millionen US$ plus entsprechende Behandlungskosten um ihrem zukünftigen<br />
Kind, wie Harris seine &quot;Waren&quot; bewarb, &quot;einen erfolgreicheres Leben zu<br />
schenken&quot;. Gegen diese Strategie protestierten eine Vielzahl &quot;seriöser&quot;<br />
Anbieter von Eizellen oder Sperma, die sich ausschließlich zum Ziel<br />
gemacht hatten zeugungsunfähigen Ehepaaren die Möglichkeit zu einer<br />
Familie zu &quot;schenken&quot;.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der wichtigste Unterschied<br />
zwischen beiden Vorkommnissen ist aber, dass der Cyber Organhandel,<br />
spätestens bis er die Dritte Welt erreicht, auch zu kriminellen<br />
Organraubs, ohne die Einwilligung der &quot;Spender&quot; führen könnte, wobei<br />
ihr Tod wie vor einigen Jahren in Indien &quot;in Kauf genommen&quot; werden<br />
könnte. Bislang tut sich die Internationale Staatengemeinschaft aber<br />
noch sehr schwer eine gemeinsame <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/icann/">Internetgesetzgebung</a><br />
anzustreben. Sie ist aber der einzige Weg um Vergehen im Internet, wie<br />
die Präsentation von Kinderpornographie oder eben Organhandel zu<br />
unterbinden.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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