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		<title>#eurodig: Der Weg ist das Ziel?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2014 17:35:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zum siebten Mal treffen sich seit heute beim European Dialogue on Internet Governance (EuroDIG), einer der wichtigsten europäischen Konferenzen im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/eurodig.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140356" alt="eurodig" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/eurodig.png" width="640" height="318" /></a>Zum siebten Mal treffen sich seit heute beim European Dialogue on Internet Governance (EuroDIG), einer der wichtigsten europäischen Konferenzen im Bereich der Internet Governance, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Unter dem Motto “Digital Society at stake &#8211; Europe and the future of the Internet“ werden zentrale Herausforderungen und Entwicklungen diskutiert. Bei der Auftaktveranstaltung offenbarten sich trotz insgesamt großer Einigkeit auch erste Konfliktlinien.<br />
Das Internet ist frei und offen für jeden. Diese Eigenschaft ist es, die Internet-Governance als  naheliegende, ja fast schon unumgängliche Spielwiese für Multistakeholder-Modelle auszeichnet. So sahen das auch die Initiatoren des diesjährigen <a href="http://politik-digital.de/eurodig-2014-in-berlin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EuroDIG</a> und erklärten das Thema kurzerhand zum Schwerpunkt des Events sowie der heutigen Eröffnungsveranstaltung. Der EuroDIG solle keine der üblichen Top-down-Konferenzen sein, sondern ein Forum für verschiedene Stimmen und Interessengruppen bieten.<br />
In den Reihen der Ausrichter und ihrer wohlsortierten Podiumsgäste war man sich weitestgehend einig, dass nicht zuletzt auch wegen der guten Erfahrungen bei der <a href="http://netmundial.br/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NETMundial</a> in São Paolo der Multistakeholder-Ansatz ein zentrales Element der Internetpolitik sein müsste. Im Hinblick auf die internationale Konferenz im April dieses Jahres sprach beispielsweise Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco, von einem Kick-Off-Event. Bereits <a href="http://politik-digital.de/michael-rotert-zum-eurodig-auf-einem-guten-weg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einem Interview</a> im Vorfeld des EuroDIG  hatte der Gastgebervertreter auf die große Bedeutung von Gleichberechtigung und Mitsprache der Zivilgesellschaft in internationalen Foren hingewiesen.<br />
<b>„The Internet is different“</b><br />
Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier betonte in seiner Eingangsrede, dass sich die  grundlegende Struktur des Internets in der Art und Weise widerspiegeln müsse, wie wir politische Entscheidungen debattieren und treffen. Regieren und Dialog seien, so Steinmeier, besser vereinbar, als das auf den ersten Blick vielleicht erscheine. Das Internet dürfe keinesfalls ein rechtliches Vakuum darstellen. In seiner halbstündigen Rede warf der SPD-Minister außerdem Themen wie die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Internet 4.0, die Vorteile für die Beteiligung an Demokratie, Zugangschancen und Medienbildung auf. Begleitet von rund 20 als Edward Snowden maskierten Zuschauern kam er außerdem auf den tiefen Vertrauensverlust gegenüber der Bundesregierung und den USA im Zuge der NSA-Affäre zu sprechen. Dieses gelte es nun wiederherzustellen. Denn auch in der globalisierten Welt würden die Nationalstaaten eine wesentliche Rolle einnehmen. Was die globale Überwachung betreffe, ginge es um die richtige Balance zwischen Sicherheit und Freiheit. Die Angst vor einem „Big Brother“-Staat oder Daten sammelnden Unternehmen müsse international gelöst und unter allen Beteiligten verhandelt werden: „A global challenge can only have global solutions“, so Steinmeier.<br />
Auch die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes lobte per Videobotschaft ausgiebig den Multistakeholder-Ansatz des Treffens und hob seine Bedeutung für die Internetpolitik  hervor. Die internationale Internet-Governance dürfe nicht in fragmentierten Gruppen diskutiert werden, sondern müsse im Dialog und Austausch erfolgen. Dies, so die Kommissarin für die Digitale Agenda, entspräche unserem demokratischen Werteverständnis. Danach komme  es darauf an, Gleichheit im Zugang und Vielfalt in den Positionen gleichermaßen zu gewährleisten.<br />
<b>Wo sind die Stakeholder?</b><br />
Gespräche auf Augenhöhe, Integration verschiedener Interessen, Gleichberechtigung aller Teilnehmer &#8211; zumindest auf symbolischer Ebene waren sich die Eingangsredner allesamt einig. Einzig den Realitätstest mochten die schönen Worte nicht so recht bestehen. Beim <a href="http://www.eurodig.org/eurodig-2014/programme-overview/opening-plenary" target="_blank" rel="noopener noreferrer">anschließenden Panel</a> durfte das gut gemischte Publikum einer eher homogenen Teilnehmergruppe aus  hochrangigen Vertretern staatlicher Ministerien oder internationaler Organisationen dabei zuhören, wie ausgehend von der NETmundial und dem viel beschworenen Multistakeholder-Modell über die Zukunft der Internet-Governance diskutiert wurde. Wo sind die Vertreter aller Stakeholder und warum waren auch Frauen auf dem Podium so stark unterrepräsentiert? &#8211;  Fragen, die vom Publikum aufgeworfen wurden. Die dünne Antwort lautete, man unterliege diplomatischen Zwängen und wolle sich verbessern.<br />
Nils Muznieks, Menschenrechtskommissar im Europäischen Rat, wies zu Recht darauf hin, dass die Internet Governance der Entwicklung hinterherhinke. “We are moving too slowly”. In Zeiten umfassender Überwachung und des Datensammelns durch Unternehmen seien Gesetzgeber und Justiz gleichermaßen gefordert, Gesetze und Rechtsprechung an die veränderten Umstände anzupassen. Gleichzeitig würde die Mehrebenen-Politik und die vielen aufeinander abzustimmenden Verantwortungsbereiche, insbesondere in der EU, es schwierig machen, adäquate und angemessene Politik und Gesetze zu machen.<br />
Ob Multistakeholder-Ansätze hier eine Lösung böten, mehr Beteiligung und effektive Politik zu vereinbaren, wurde im Weiteren durchaus in Frage gestellt. Gerade Moderatorin <a href="http://politik-digital.de/jeanette-hofmann-nicht-alle-europaeer-finden-datenschutz-wichtiger-als-das-recht-auf-meinungsfreiheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jeanette Hofmann</a> konfrontierte die Teilnehmer immer wieder mit berechtigter Kritik. So sollte <a href="http://politik-digital.de/dirk-brengelmann-zur-internet-governance-regierungen-in-einer-besonderen-verpflichtung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dirk Brengelmann</a>, Vertreter des deutschen Außenministeriums, auf die Einwände seitens der zivilgesellschaftlichen Akteure am viel umjubelten Abschlusspapier der NETmundial antworten. Dieser verwies allerdings lediglich auf die ungewohnte Situation der Regierungen und lobte ansonsten das positive Ergebnis.<br />
<b>Alle sind gleich, manche sind gleicher</b><br />
Fadi Chehadé, Präsident und CEO der internationalen Internetbehörde ICANN, hingegen appellierte an die Beteiligten, den ewigen Konflikt zwischen multilateralen und Multistakeholder-Konzepten zu überwinden. Diese würden sich nicht ausschließen, sondern zunehmend nebeneinander bestehen und  ineinander fließen. Für ihn sei die NETmundial bereits schon deshalb ein großer Erfolg, weil sie die internationale Politik strukturell bereichert habe &#8211; nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder in den Worten Chehadés: „The process was the outcome“. Dabei wollte es Jeanette Hofmann allerdings nicht bewenden lassen. Vereinbarungen dürften nicht immer nur von einem Papier in das nächste nt übergehen, sondern müssten langfristig auch in konkreten Maßnahmen münden.<br />
Ein weiterer Kritikpunkt, dass nämlich einzelne Interessengruppen überproportionalen Einfluss geltend machen oder für ihre Ziele instrumentalisieren könnten, blieb allerdings weitestgehend unbeantwortet.<br />
Nichtsdestotrotz schien unter den Vortragenden die Begeisterung für Multistakeholder-Modelle ungebrochen. Auch Kathy Brown, CEO der ISOC, wies in ihrem abschließenden Kommentar auf die erstaunliche Energie bei Multistakeholder-Konferenzen hin. Zusammenarbeit und Gleichberechtigung entsprächen der Natur des Internets: Menschen kommen zusammen und vernetzen sich. Dass auch die etablierten Akteure auf der NETmundial Abstriche machen mussten, wertete sie als Zeichen dafür, dass diese nicht mehr ohne weiteres in der Lage seien, ihre Interessen durchzusetzen, sondern Kompromisse mit neuen Akteuren eingehen müssten.<br />
<b>Das Erreichte zählt</b><br />
Die Bedeutung entsprechender Foren und Konferenzen wird sich künftig vor allem daran bemessen, ob die gemeinsam erzielten Ergebnisse einen konkreten Niederschlag auf die Politik haben. Die Zeit, in der die Multistakeholder-Foren lediglich eine bunte Spielwiese seien, wie sie Kathy Brown beschrieb, sollte besser früher als später überwunden werden. Denn auch wenn der Weg noch so erfreulich und erstrebenswert scheint, in der Politik zählt letztlich eben auch das Erreichte. Michael Rotert hatte zu Beginn darauf hingewiesen, dass die Ideen von der NETmundial weiter voran- und eingebracht werden müssten. Sie dürften nicht einfach versickern. Genau das ist dem EuroDIG zu wünschen: dass „Multistakeholder“ nicht zum Buzzword verkommt, sondern zu einem maßgeblichen und auch effektiven Element internationaler Politik. Dass sich Vereinbarungen und Roadmaps irgendwann in Gesetzen, Beschlüssen und Verträgen wiederfinden. Europa könnte hier mit gutem Beispiel vorangehen. Der EuroDIG ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.<br />
Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/35237099579@N01" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr/Mike Lee</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>EuroDIG 2014 in Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2014 13:21:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nach Lissabon 2013 treffen sich europäische Stakeholder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft am 12. und 13. Juni zum 7. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/eco_eurodig-cut.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140182" alt="eco_eurodig cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/eco_eurodig-cut-e1401974466743.jpg" width="637" height="279" /></a>Nach Lissabon 2013 treffen sich europäische Stakeholder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft am 12. und 13. Juni zum 7. EuroDIG im Auswärtigen Amt in Berlin. Ein unumgänglicher Schwerpunkt der Veranstaltung wird das Thema Überwachung sein. Doch auch die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft und Wirtschaft sowie die Zukunft der Internet Governance stehen im Fokus.<br />
Der paneuropäische Dialog zu Internet Governance <span style="color: #000080"><a href="http://www.eurodig.org/">EuroDIG</a></span> bietet seit 2008 ein Forum für informellen und inklusiven Austausch von Interessengruppen aus ganz Europa zu Internet Governance. Deutschland ist zum ersten Mal Gastgeber des Dialogs, der in diesem Jahr unter dem Motto „Digital society at stake – Europe and the Future of the Internet“ steht. Die Schirmherrschaft hat das Bundeswirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, das auch den Tagungsort stellt, Ausrichter ist der <span style="color: #000080"><a href="http://www.eco.de/">Verband der Internetwirtschaft</a></span> eco. Bisher haben sich über 600 Teilnehmer aus ganz Europa angemeldet, eine <span style="color: #000080"><a href="http://www.eurodig.org/news/registration-open-3">Registrierung</a></span> ist noch bis Freitag, 6. Juni, möglich.<br />
Eröffnet wird die Veranstaltung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und dem Vorstandsvorsitzenden von eco <a title="Michael Rotert zum EuroDIG: „Auf einem guten Weg“" href="http://politik-digital.de/michael-rotert-zum-eurodig-auf-einem-guten-weg/">Michael Rotert</a><span style="font-size: xx-small"> </span>. <span style="color: #000080"><a href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/kroes/">Neelie Kroes</a></span>, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, wird sich per Videobotschaft zur Wort melden. Neben weiteren Repräsentanten der EU wie <span style="color: #000080"><a href="http://www.janalbrecht.eu/home.html">Jan-Philipp Albrecht</a></span><span style="font-size: xx-small"> </span>werden führende Mitarbeiter aus Wirtschafts-, Innen- und Außenministerium wie <a title="Dirk Brengelmann zur Internet Governance: „Regierungen in einer besonderen Verpflichtung“" href="http://politik-digital.de/dirk-brengelmann-zur-internet-governance-regierungen-in-einer-besonderen-verpflichtung/">Dirk Brengelmann</a><span style="font-size: xx-small"> </span> einen Auftritt haben. <span style="color: #000080"><a href="http://www.icann.org/en/groups/board/chehade-en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fadi Chehadé</a></span>, CEO der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), wird zusammen mit <span style="color: #000080"><a href="http://www.internetsociety.org/who-we-are/presidentceo/ms-kathy-brown">Kathryn Brown</a></span>, Präsidentin der Internet Society, auf Podiumsdiskussionen die Perspektive der Internetorganisationen vertreten. Weitere Redner sind Blogger und Internetaktivisten, darunter <span style="color: #000080"><a href="https://www.torproject.org/about/corepeople.html.en">Jacob Appelbaum</a></span> vom Tor Project oder <span style="color: #000080"><a href="http://anniemachon.ch/">Annie Machon</a></span>, frühere britische Geheimdienstmitarbeiterin und Whistleblowerin.<br />
Das Programm wurde per Bottom-up-Prinzip erstellt und spiegelt den <span style="color: #000080"><a href="http://www.eurodig.org/eurodig-2014-planning-process-at-a-glance">offenen und partizipativen Charakter</a></span> des Dialogs wider. Für die kollaborative Vorbereitung und Dokumentation der einzelnen Sessions wurde das <span style="color: #000080"><a href="http://www.eurodig.org/news/eurodig-wiki">EuroDIG-Wiki</a></span> eingerichtet.<br />
Neben zahlreichen <span style="color: #000080"><a href="http://www.eurodig.org/eurodig-2014/programme-overview/side-events">Vor- und Begleitverstaltungen</a></span> zum EuroDIG, ist die Initiative <span style="color: #000080"><a href="https://eurodig.ypart.eu/instance/eurodig">Youth @ EuroDIG</a></span> hervorzuheben. In einer selbst vorbereiteten Sitzung werden junge Europäer die Möglichkeit haben, mit verschiedenen Stakeholdern über Internetpolitik und die Rolle der Medien zu diskutieren.<br />
Die <strong><a href="http://www.eurodig.org/news/registration-open-3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anmeldung</a> </strong>zum EuroDIG 2014 <span style="font-size: xx-small"> </span>ist nur noch <strong>bis einschließlich morgen, 6. Juni,</strong> möglich und ist unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme.<br />
<em>politik-digital.de ist Medienpartner des EuroDIG 2014.</em><br />
Foto: <a href="http://www.eco.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eco</a></p>
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		<title>Michael Rotert zum EuroDIG: „Auf einem guten Weg“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2014 14:45:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In der vergangenen Woche fand die internationale Multistakeholder-Konferenz zur Kontrolle und Verwaltung des Internets „Netmundial“ in São Paulo statt. Neben einem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/EuroDIG-2.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-139407" alt="EuroDIG 2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/EuroDIG-2.png" width="636" height="300" /></a>In der vergangenen Woche fand die internationale Multistakeholder-Konferenz zur Kontrolle und Verwaltung des Internets „Netmundial“ in São Paulo statt. Neben einem Appell zum Schutz der Privatsphäre und gegen Überwachung sprach man sich auch für ein globales und offenes Internet aus. Vom 12. bis 13. Juni folgt nun mit dem EuroDIG die bedeutendste europäische Zusammenkunft zur Gestaltung des Internets, die in diesem Jahr in Deutschland unter dem Motto „Multistakeholder dialogue &#8211; a broken model or next level democracy?“ stattfinden wird. Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des offiziellen Gastgebers eco &#8211; Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., beantwortet Fragen zum EuroDIG und zur Zukunft der Internetgovernance.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Herr Prof. Rotert, bereits Ende 2013 setzten sich im sogenannten <a href="http://www.w3.org/2013/10/montevideo.html.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Montevideo Statement</a> zentrale Organisationen, die sich mit der Verteilung der Internet-Ressourcen befassen, für eine Internationalisierung der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) ein. Am 14. März dieses Jahres gaben die USA bekannt, dass sie die Aufsicht über die (ICANN) aufgeben werden.<br />
Für wie hoch halten Sie derzeit die Gefahr einer nationalstaatlichen Fragmentierung des Internets?<br />
<strong>Michael Rotert:</strong> Ich halte diese Idee generell nicht für realistisch, denn selbst wenn Daten national bleiben, könnten sie theoretisch abgefangen werden, nämlich immer dann, wenn z.B. der Provider einer anderen Jurisdiktion unterliegt oder die Datenleitungen einem ausländischen Carrier gehören. Sollte man trotzdem versuchen, teure Umwege zu verwenden, nur um „national“ zu bleiben, würden bei keinerlei Sicherheitsgewinn die dadurch entstehenden Mehrkosten auch noch auf die Endverbraucher abgewälzt.<br />
Vielleicht hilft ja hier auch eine Selbstverpflichtung der Provider, Daten national zu lassen, wenn immer es möglich ist. Nur so kann man natürlich kein Gesetz formulieren. ICANN ist eine technische Gruppierung, die im Zweifelsfall durch eine neue Technik obsolet wird, und noch ist nicht sicher, ob ICANN das Angebot der US-Regierung überhaupt umsetzen kann. Zu einer Fragmentierung des Internet trägt diese Entwicklung egal in welche Richtung nicht bei.<br />
<figure id="attachment_139409" aria-describedby="caption-attachment-139409" style="width: 179px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-139409     " alt="rotert" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/rotert.png" width="179" height="250" /><figcaption id="caption-attachment-139409" class="wp-caption-text">Michael Rotert ist seit 2000 Vorstandsvorsitzender des <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CDMQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.eco.de%2F&amp;ei=M7lfU6jSBYfUsgbc44HwCQ&amp;usg=AFQjCNHnaJZFGIfUl4E2Z5LZMCKYlzbVeg&amp;sig2=ZjmnoZinYf6JGdSHh9NziA&amp;bvm=bv.65636070,d.Yms" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eco &#8211; Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.</a>. Der Professor am Fachbereich Informatik der Hochschule Karlsruhe berät u.a. die Europäische Kommission sowie die Vereinten Nationen (UN) und ist Gründungsmitglied mehrerer Internet-Organisationen wie der Internet Society.</figcaption></figure><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Was könnte diese Entwicklung für internationale Multistakeholder-Gremien wie den „European Dialogue on Internet Governance“ (<a href="http://www.eurodig.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EuroDIG</a>) oder auch andere Gremien bedeuten?<br />
<strong>Michael Rotert:</strong> Das Internet ist ein globales Medium und EuroDIG wie auch andere Gremien treten genau für die Erhaltung der Globalität ein, und zwar unter Beteiligung aller Teilnehmergruppierungen. Ein Multistakeholder-Ansatz aber lebt vom Konsens, auch in dieser Frage. Eine mögliche Übereinkunft könnte aber auch Verschlüsselung auf allen Ebenen heißen. Auch wenn es technisch zwar möglich wäre, bedarf es hier doch noch einiger Anstrengungen, damit ein Verschlüsselungsansatz massentauglich ist. Da wären dann auch noch technische Gremien gefragt.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche Interessengruppen sollten an einem Multi-Stakeholder Modell teilhaben? Sollten Regierungen eine zentrale Rolle spielen? Welche Rolle sehen Sie für die Wirtschaft und für die Zivilgesellschaft?<br />
<strong>Michael Rotert:</strong> In einem Multistakeholder-Modell haben alle Beteiligten die gleichen Rechte und/oder die gleiche Stimme. Eine ideale Besetzung bestünde z.B. aus Zivilgesellschaft, Regierung, Wissenschaft und Wirtschaft. Je nach Thematik können diese Gruppen auch noch feiner untergliedert werden, z.B. Verbraucherschutzverbände innerhalb der Zivilgesellschaft. Bei der Gesetzgebung muss natürlich der Staat eine zentrale Rolle spielen, aber Konsultationen der anderen Stakeholder können dabei sicher nicht schaden, hat sich doch gezeigt, dass die Gesetzgebung in Bezug auf das Internet den technischen Möglichkeiten oft hinterher läuft.<br />
Selbstverpflichtungen der Wirtschaft innerhalb vom Staat gesetzter Leitplanken, um Rechtssicherheit zu schaffen, wäre optimal. Die „Zivilgesellschaft“ ist mir hier zu allgemein, wählt doch diese ihre Vertreter in das Parlament. Hier wären im Einzelfall entsprechende Untergruppierungen der Zivilgesellschaft gefragt.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welchen Einfluss könnte der EuroDIG auf den Datenschutz, die Meinungsfreiheit sowie den freien Informationsfluss weltweit bzw. in Europa haben?<br />
<strong>Michael Rotert:</strong> Auch wenn bei EuroDIG keine verbindlichen Verträge verhandelt werden, besteht dennoch Einfluss. Hat man sich auf allgemeine Grundsätze aus den genannten Bereichen geeinigt, so können bzw. werden damit Empfehlungen an die jeweiligen Einrichtungen/Nutzer gegeben. Selbst bei einer teilweisen Umsetzung entsteht dadurch eine Dynamik bei allen Beteiligten und auf allen Ebenen. Das Weiterreichen von EuroDIG-Empfehlungen an das globale Internet Governance Forum (<a href="http://www.intgovforum.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IGF</a>) geschieht jetzt schon und beeinflusst durchaus globale Diskussionen. Sanktionieren können durchaus die Verbraucher, nämlich z.B. indem sie Provider oder Dienste meiden, die sich nicht an die abgesprochenen Grundsätze halten. So ist z.B. der wirtschaftliche Verlust nach den Snowden-Veröffentlichungen durchaus bei amerikanischen Cloud-Anbietern spürbar.<br />
Allgemein ist der Einfluss natürlich dann am größten, wenn es um Themen geht, die man nicht unbedingt in Gesetze fassen kann, weil diese nicht durchsetzbar wären oder weil das Gesetzgebungsverfahren länger dauert als die Technologieentwicklung. Selbstverpflichtungen, auf die man sich geeinigt hat, können derartige Schwachstellen in der Gesetzgebung kompensieren.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Ganz generell: Welche Erwartungen haben sie an den „EuroDIG“ 2014?<br />
<strong>Michael Rotert:</strong> Nachdem in Brasilien im April 2014 bei der <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=2&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CD4QFjAB&amp;url=http%3A%2F%2Fnetmundial.br%2F&amp;ei=2blfU6O9BIeRswbLnYCgCg&amp;usg=AFQjCNHlmceSXtZSYSIRBAeaZTjaZzwzBw&amp;sig2=6Cpu67FhFCABnGqX2Z6MBw&amp;bvm=bv.65636070,d.Yms" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netmundial</a> erstmalig in einem Multistakeholder Prozess ein Manifest erarbeitet wurde, welches aus Prinzipien besteht und das auch eine Roadmap für die Zukunft enthält, könnte ich mir vorstellen, diese Papiere zu „europäisieren“ und auf unsere wirtschaftliche Umgebung anzupassen.<br />
Generell erhoffe ich mir natürlich eine Ausweitung des Multistakeholder-Ansatzes in Europa und in Deutschland im Besonderen. Nur eine „digitale Agenda“ ohne Beteiligung der anderen Stakeholder reicht da sicher nicht, und je nach Empfehlungen aus dem EuroDIG 2014 kann dann sicher auch bei uns noch „nachgebessert“ werden. Trotzdem glaube ich, dass wir in Deutschland bereits auf einem sehr guten Weg sind, aber auf jeden Fall gibt es noch deutliches Verbesserungspotential, zumindest in der Kommunikation untereinander.<br />
Bild: <a href="http://visibleearth.nasa.gov/view.php?id=55167" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NASA</a> (<a href="http://visibleearth.nasa.gov/useterms.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Terms of Use</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a></p>
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		<title>Braucht es eine Interessenvertretung für die Netzgemeinde?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 May 2011 17:33:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Enquete]]></category>
		<category><![CDATA[Alvar Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Meyer-Lucht]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[eco]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gründung der „Digitalen Gesellschaft“ erregt weiterhin die Gemüter. Einige engagierte Vertreter der heterogenen Szene versammelten sich gestern in Berlin, um engagiert über die Kinderkrankheiten der neuen netzpolitischen Interessenvertretung zu debattieren. politik-digital.de fasst den Verlauf zusammen.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gründung der „Digitalen Gesellschaft“ erregt weiterhin die Gemüter. Einige engagierte Vertreter der heterogenen Szene versammelten sich gestern in Berlin, um engagiert über die Kinderkrankheiten der neuen netzpolitischen Interessenvertretung zu debattieren. politik-digital.de fasst den Verlauf zusammen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Viele hatten sich bereits in den vergangenen Tagen und Wochen über die Vorteile, Probleme und über mögliche Alternativen zu einer netzpolitischen Interessenvertretung geäußert – seitdem der Verein „Digitale Gesellschaft, e.V.“ auf der Bloggerkonferenz re:publica vor einem Monat erstmals öffentlich vorgestellt worden war. Die bisherigen Stellungnahmen fanden jedoch zumeist über meinungsfreudige Blogeinträge oder „launische Tweets“ statt. Am gestrigen Mittwoch hatten verschiedene Netzpolitiker beziehungsweise netzpolitisch-Interessierte zu einer Diskussion geladen. Auf dem Podium: ein Mitglied der Digitalen Gesellschaft, e.V. sowie Vertreter aus Parteipolitik, Wirtschaftsverbänden und Netzgemeinde.</p>
<p>Neben dem CDU-Politiker und MdB Peter Tauber, Hannah Seiffert vom Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) und dem Internetaktivisten Alvar Freude war die Berliner Politikwissenschaftlerin Geraldine de Bastion als Repräsentantin auf dem Podium angetreten, den Verein, vor allem die gewählte Organisationsform, seine Arbeitsweise und konkreten Zielsetzungen vor den schätzungsweise 50 Zuhörern zu verteidigen. Auf die vielfältigen Reaktionen angesprochen, hob sie vor allem die Freude über eine breite öffentliche Resonanz in verschiedenen Medien hervor, die die Bekanntgabe der Vereinsgründung bewirkt hatte.</p>
<p>Mit der Rechtsform eines eingetragenen Vereins sei es zunächst darum gegangen, feste und zugleich transparente Strukturen zu schaffen, alles weitere solle zukünftig durch das Prinzip „learning by doing“ fortentwickelt werden. Auf Grundlage der geschaffenen Strukturen möchte der Verein „Digitale Gesellschaft“ zukünftig Themen wie Vorratsdatenspeicherung, OpenData oder Netzneutralität in das politische Bewusstsein der breiten Bevölkerung rücken. „Themen, die schwer kommunizierbar sind“, wie de Bastion ergänzt. Der Verein sehe seine Aufgabe darin, diese Themen zunächst in die politische Arena hineinzuführen. Darüber hinaus seien sie auch kein „U-Boot der Grünen“, ergänzte de Bastion in Anspielung darauf, dass ein gewisser Teil der öffentlich bekannt gewordenen Gründungsmitglieder bei Bündnis90/Die Grünen parteipolitisch organisiert ist.</p>
<p>Der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Tauber*, Mitglied der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“, begrüßte die Vereinsgründung und die Vielfalt von Interessenvertretungen mit netzpolitischem Schwerpunkt, die hierdurch entstehen könne. Diese Vielfalt sei für ihn als Politiker durchaus ein Vorteil bei der Suche nach kompetenten Ansprechpartnern, so Tauber in seinem Eingangsstatement. Er warnte aber zugleich vor dem verfälschenden Bild und den Ansprüchen, die eine Organisation wecken könne, die die Bezeichnung „Digitale Gesellschaft“ führt.<img decoding="async" title="Bild" src="/wp-content/uploads/basecamp-finalerrand.jpg" alt="Bild" width="250" height="334" align="left" /> Um den letztgenannten Kritikpunkt wurde vor allem zwischen den Podiumsteilnehmern lebhaft debattiert. Die „DigiGes“-Vertreterin Geraldine de Bastion verteidigte die Namensgebung aber mit dem Hinweis auf die Erfordernis, eine griffige Formulierung für das Projekt zu finden.</p>
<p>Der baden-württembergische Netzaktivist Alvar Freude, zugleich Sachverständiger in der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages, kritisierte als Podiumsteilnehmer vor allem die Transparenz der neu gegründeten Organisation. Er selber hatte vor gut zwei Jahren in der breiteren Öffentlichkeit für ein wahrnehmbares Mediencho gesorgt, als er den vielfältigen Protest gegen die Netzsperren-Pläne der damaligen Großen Koalition organisierte und im AK Zensur bündelte, einer Organisation, die es, wie Freude gestern betonte, in puncto Organisationskraft jedoch niemals mit dem Verein „Digitale Gesellschaft“ aufnehmen könne, sondern lediglich in Form einer Mailingliste existiere.</p>
<p>Anders als es die oben erwähnten, mitunter polemischen Stellungnahmen erahnen ließen, verlief die gut einstündige Podiumsdiskussion, moderiert vom Hamburger „politcamp“-Organisator und Bürgerschaftsabgeordneten Hansjörg Schmidt, durchweg sachlich und argumentativ fundiert. Auch im Rahmen der anschließenden Fragerunde, in der dem Publikum ein Forum für Anmerkungen gegeben wurde, waren die Kommentare und Nachfragen mehrheitlich sachlich und themenbezogen. In der Diskussion unter den Zuhöreren, bei der ein in etwa ausgeglichenes Verhältnis zwischen Befürwortern und Skeptikern der Vereinsgründung festzustellen war, wurden kaum Argumente vorgebracht, die nicht bereits aus Twitter -und Blogbeiträgen bekannt waren. Unter Umständen, soviel bleibt abschließend festzuhalten, hat allein der persönliche Austausch zwischen den Kontrahenten ja zu einer Versachlichung der Debatte beigetragen.</p>
<p>Die gestrige Diskussionsveranstaltung diente den Organisatoren als sogenannte Kick-off-Veranstaltung für die Social-Media-Konferenz <a href="http://11.politcamp.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„politcamp“ 2011</a>, die Anfang Juni in Bonn stattfinden soll. Alle diejenigen, die die gestrige Debatte verpasst haben, können sich die Videoaufzeichnung <a href="http://www.ustream.tv/recorded/14593320" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> anschauen.</p>
<p><em>* = Einige Fragen, die MdB Peter Tauber den Veranstaltern im Vorfeld der Podiumsdiskussion beantwortet hat, finden sich als Video <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dnCkdqjvXAY" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.<br />
</em></p>
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		<title>Vorratsdatenspeicherung: „Wer bestellt, bezahlt!“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 13:06:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[eco]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Behörden Vorratsdatenspeicherung ordern, sollen sie künftig auch selbst dafür zahlen. Das fordert Oliver Süme, Vorstand von <a href="http://www.eco.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eco</a>, dem Verband der deutschen Internetwirtschaft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Behörden Vorratsdatenspeicherung ordern, sollen sie künftig auch selbst dafür zahlen. Das fordert Oliver Süme, Vorstand von <a href="http://www.eco.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eco</a>, dem Verband der deutschen Internetwirtschaft.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Diese Maßnahme soll die Telekommunikationsunternehmen entlasten, auf die die Kosten für eine flächendeckende Überwachung bisher abgewälzt wurden. Die Unternehmen investieren bis zu 332 Millionen Euro in Technologien zur Datenspeicherung. Die Kosten sollen nun die Behörden selbst<br />
tragen – auch für Vorratsdatenspeicherung und Strafverfolgung. „Wer bestellt, bezahlt!“ heißt es in einer <a href="http://www.eco.de/202_4488.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a> von eco. Der Verband verlangt „kosteneffizientes Handeln der öffentlichen Hand“ und einen Ausgleich der Kosten.</p>
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		<title>&#034;Spam ist wie Grippe&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/spam-aufrusten-gegen-massenmails/spam-ist-wie-grippe-3299/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[eco]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Karge]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
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					<description><![CDATA[Sven Karge ist Leiter des Fachbereiches Content beim Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco) und Organisator des 5. Deutschen Anti-Spam-Kongresses am 5. September in Köln. Im Interview mit politik-digital.de spricht Karge über den mühsamen Kampf gegen weltweite Belästigungs-E-Mails.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sven Karge ist Leiter des Fachbereiches Content beim Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco) und Organisator des 5. Deutschen Anti-Spam-Kongresses am 5. September in Köln. Im Interview mit politik-digital.de spricht Karge über den mühsamen Kampf gegen weltweite Belästigungs-E-Mails.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital.de: Der Kongress in diesem Jahr steht unter<br />
dem Motto „Ist das Internet noch zu retten“. Klingt<br />
pessimistisch: Ist Internetnutzung ohne Spam überhaupt noch<br />
denkbar? </b>
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/skarge85x120.jpg" alt="Sven Karge, eco" align="left" height="120" hspace="5" vspace="5" width="85" />Sven<br />
Karge:</b> Spam ist wie Grippe. Wenn Sie die haben, dann gehen<br />
Sie in die Apotheke, kaufen sich Medikamente, legen sich drei Tage<br />
hin, dann ist es wieder weg und dann kommt es mal wieder. Auf lange<br />
Sicht kriegen wir alle das Problem ohne technische Lösungen,<br />
also ohne, dass wir Spamfilter davor schalten, nicht weg. Man muss<br />
bedenken, dass Spam 25 Prozent des E-Mail-Verkehrs ausmacht. Da<br />
kommen Sie ohne technische Lösungen überhaupt nicht zurande.
</p>
<p>
<b>Ihr Verband eco hat das europaweite Projekt „SpotSpam“<br />
angestoßen. Was steckt dahinter?</b>
</p>
<p>
Uns mangelt es gar nicht an der Rechtslage, sondern an der Rechtsdurchsetzung.<br />
Spam ist ein internationales Problem. Deswegen haben wir mit „SpotSpam“<br />
eine europäische Datenbank eingerichtet, damit zuständige<br />
Behörden in ganz Europa darauf zugreifen und sich austauschen<br />
können. Wir wollen quasi verhindern, dass die Holländer<br />
und die Deutschen parallel an einer Sache arbeiten und jeder erfindet<br />
das Rad neu. Stattdessen können sie sehen, wer welche Informationen<br />
hat und sich gegenseitig helfen. Die Datenbank dient dazu, die Rechtsdurchsetzung<br />
für die zuständigen Behörden zu erleichtern.
</p>
<p>
<b>Woher kam der Gedanke zum Gipfel?</b>
</p>
<p>
Vor fünf Jahren hatte ich die Idee, wir machen hier den ersten<br />
Deutschen Anti-Spam-Kongress und jetzt geht ein Ruck durch die IT-Branche<br />
und wir finden hier Lösungen, wir vernetzen uns hier international.<br />
Ich habe mir echt gedacht, da tun sich die technischen Köpfe<br />
global einfach zusammen und dann tauscht man sich auch mit den Behörden<br />
aus und dann koordiniert alles und das kriegt man doch einfach hin:<br />
Das war ziemlich naiv von mir.
</p>
<p>
<b>Warum ist es so schwer, das Problem Spam in den Griff zu<br />
bekommen? </b>
</p>
<p>
Das Geschäft lohnt sich einfach! So wie sich Geldfälschung<br />
lohnt und Betrug, lohnt sich auch Spam und deshalb wird es auch<br />
immer welche geben, die da mitmachen. Aber alternativ zu sagen,<br />
dann lassen wir es doch einfach, geht schon mal gar nicht, denn<br />
dann können wir die E-Mail vergessen. Dann können wir<br />
alle wieder zu Fax und reiner Post zurückkehren. Auch mit den<br />
Anstrengungen, die heute unternommen werden: Dass wir Spam voll<br />
und ganz eliminieren, dass wird einfach nicht klappen, denn Sie<br />
werden auch Mord und Totschlag trotz Gesetzen nicht verhindern können.<br />
Aber wir müssen darauf achten, dass wir das Spam-Ausmaß<br />
ständig eindämmen.</p>
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