<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Ehrenamt &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/ehrenamt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Fri, 22 May 2020 14:58:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Ehrenamt &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Berlin sagt Danke: Großer Aktionstag für alle ehrenamtlich Engagierten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/berlin-sagt-danke-grosser-aktionstag-fuer-alle-ehrenamtlich-engagierten-154424/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/berlin-sagt-danke-grosser-aktionstag-fuer-alle-ehrenamtlich-engagierten-154424/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2018 14:16:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsplattform]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Abgeordnetenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=154424</guid>

					<description><![CDATA[Am Samstag, den 25. März 2018, eröffnen wieder viele Landeseinrichtungen in Kooperation mit Partnern aus der Stadtgesellschaft und dem Berliner [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Berlin-sagt-Danke.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154425" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Berlin-sagt-Danke.png" alt="Berlin sagt Danke" width="628" height="285" /></a>Am Samstag, den 25. März 2018, eröffnen wieder viele Landeseinrichtungen in Kooperation mit Partnern aus der Stadtgesellschaft und dem Berliner Abgeordnetenhaus ihre Türen, um zum dritten Mal Danke an alle ehrenamtliche Engagierten in Berlin zu sagen.<b> </b></p>
<p>Täglich leisten Bürgerinnen und Bürger durch ihren freiwilligen und ehrenamtlichen Einsatz einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zu einer positiven Entwicklung in Berlin. Sie helfen und unterstützen unter anderen Kranke und Benachteiligte, die von Armut und Obdachlosigkeit betroffen sind oder sie setzen sich in Patenschaften oder Mentorin Programmen für die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen ein. Auch die Integration durch Sprach- und Bildungskurse für Geflüchtete zählen zu diesem Ehrenamt. Organisiert wird das Ehrenamt unter anderen online durch die Plattform <a href="https://www.gute-tat.de/ueber-gute-tat/konzept/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gute-Tat</a>, auf der die Initiatorinnen und Initiatoren Interessierte und ehrenamtliche Projekte miteinander vernetzen.</p>
<h3>Aktionstag „Berlin sagt Danke“</h3>
<p>Das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Berlinerinnen und Berliner veranlasst das Berliner Abgeordnetenhaus zum dritten Mal dazu, Danke an alle Ehrenamtlichen in Berlin zu sagen. „Ohne Ehrenamt und ohne den Einsatz für die Mitmenschen würde unsere Stadt kälter sein. Berlin ist auch deshalb lebenswert, weil die Menschen sich umeinander kümmern, weil sie sich füreinander interessieren“, <a href="https://www.berlin.de/berlin-sagt-danke/aktionstag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">betont</a> Bürgermeister Michael Müller. Deshalb öffnet das Berliner Abgeordnetenhaus in Kooperation mit Partnern aus der Stadtgesellschaft am Sonntag, den 25. März 2018, im Rahmen des <a href="http://www.berlin.de/berlin-sagt-danke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionstag „Berlin sagt Danke“</a> ihre Türen.  Viele Einrichtungen wie etwa Museen, Opern, die Philharmonie, der Zoo, der Tierpark, das Abgeordnetenhaus und Schwimmbäder sagen den Ehrenamtlichen in Form von kostenlosen Führungen, Veranstaltungen, freien Eintritt oder Kontingenten an Freikarten Danke für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Im Abgeordnetenhaus von Berlin stehen zwei Konzerte mit jungen Berliner Musikerinnen und Musikern im Mittelpunkt. Zudem werden stündlich Führungen durch das Parlamentsgebäude angeboten.</p>
<h3>Markt der Möglichkeiten</h3>
<p>Im Berliner Rathaus findet dieses Jahr wieder der „Markt der Möglichkeiten“ statt. Hier können sich Interessierte einen Überblick verschaffen wie und wo man sich ehrenamtlich in Berlin engagieren kann. Auch sollen Interessierte ermutigt und angeregt werden bei wohltätigen Stiftungen und Projekte mitzumachen und außerdem soll so eine Austauschmöglichkeit unter den Ehrenamtlichen ermöglicht werden. Viele wohltätige Einrichtungen und Stiftungen sind hier mit kleinen Informationsständen vertreten. Unter anderen ist die Stiftung <a href="https://www.gute-tat.de/ueber-gute-tat/konzept/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gute-Tat</a> mit einem Stand mit dabei, um über ihre Informationsplattform für soziale Projekte zu informieren.</p>
<p>Titelbild Screenshot: <a href="www.berlin.de/berlin-sagt-danke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berlin.de/berlin-sagt-danke/</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/berlin-sagt-danke-grosser-aktionstag-fuer-alle-ehrenamtlich-engagierten-154424/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ohne bessere Finanzierung der Zivilgesellschaft scheitert der digitale Wandel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ohne-bessere-finanzierung-der-zivilgesellschaft-scheitert-der-digitale-wandel-149648/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/ohne-bessere-finanzierung-der-zivilgesellschaft-scheitert-der-digitale-wandel-149648/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 12:29:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Event]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=149648</guid>

					<description><![CDATA[Wann haben Sie das letzte mal für eine digitalpolitische Initiative gespendet? Wissen Sie, welche Mittel die digitale Zivilgesellschaft in Deutschland [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/globe_pixabay.jpg" rel="attachment wp-att-149197"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149652 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/globe_pixabay.jpg" alt="globe by geralt via pixabay licensed CC0" width="642" height="316" /></a>Wann haben Sie das letzte mal für eine digitalpolitische Initiative gespendet? Wissen Sie, welche Mittel die digitale Zivilgesellschaft in Deutschland hat, im Vergleich mit Tierschutzorganisationen, dem ADAC oder ihrem Sportverein? Weil die Digitalisierung so rapide und tiefgreifend in unsere Gesellschaft eingreift, darf diese nicht nur von politischen und wirtschaftlichen Interessen alleine getrieben sein, es braucht auch eine starke Zivilgesellschaft, damit Deutschland die digitale Transformation erfolgreich und fair gestalten kann. Eine starke Zivilgesellschaft sichert Teilhabe großer Teile der Bevölkerung und schützt die Grundrechte. Dafür braucht sie eine solide Finanzierung, doch daran mangelt es.</p>
<p>Die Zivilgesellschaft aggregiert gesellschaftlichen Willen und Expertise abseits parteipolitischer Zwänge und wirtschaftlichen Interessen. Diese meist ehrenamtliche Arbeit kostet Geld. Die Vorstellung, der Motor unserer lebhaften Zivilgesellschaft würde allein von der Motivation und dem Schweiß selbstloser Idealisten angefeuert, ist ein Trugschluss. Gleichwohl mischen sich heute so viele Menschen ein wie nie zuvor. Viele ehrenamtlich engagierte Menschen tun dies zusätzlich zu einer Erwerbstätigkeit, und haben oft mehr als nur ein gemeinnütziges Amt inne. Den meisten Organisationen der digitalen Zivilgesellschaft mangelt es an Ressourcen, um ihrer gesellschaftlichen Rolle nachhaltig und konsequent nachzugehen. Dabei ist eine aktive Zivilgesellschaft neben einer unabhängigen Presse ein ganz wesentlicher Bestandteil von Demokratie und Pluralismus, vor allem in Zeiten des Wandels.</p>
<h3>Ohne Ressourcen keine Ideen</h3>
<p>Mangelnde Ressourcen für die politische Arbeit und für Herausforderungen bei der kritischen Durchleuchtung der Treiber und Profiteure Wandels der Gesellschaft, fehlende professionelle Koordination, Ressourcenmangel bei der Sicherstellung der Nachhaltigkeit von zivilgesellschaftlichen Engagement, Talentschwund und brachliegende Projektideen oder verpuffende Wirkung großartiger Ideen sind nur ein paar der Folgen. Vor allem in neueren Themenbereichen wie der Digitalisierung tun sich Vereine, Stiftungen und Initiativen besonders schwer, nachhaltig Mittel zu akquirieren.</p>
<p>Dies hat fatale Folgen für unser Land, denn nur eine aktive Zivilgesellschaft kann der Politik als fähiger Partner zur Seite stehen, gesellschaftlich nicht wünschenswerte Tendenzen kontrastieren und Gegengewicht für kurzfristige kommerzielle Agenden sein. Die Zivilgesellschaft ist meist getrieben von Idealen und langfristigen Vorstellungen, während viele Politiker und Konzerne in der Regel kurzsichtig agieren und die gesamtgesellschaftlichen Interessen nicht in dem gebotenen Maß berücksichtigen.</p>
<p>Beispiel Frequenzauktion: Als Rundfunkfrequenzen durch die Abschaltung des analogen Fernsehens frei wurden, kamen bei der Auktion nur eine Handvoll großer Konzerne zum Zug, Zivilgesellschaftliche Initiativen wie Freifunk nicht. Überlegungen, diese Bandbreiten zum Erschließen von vom Internet ausgeschlossener Regionen zu nutzen (<a href="http://www.mabb.de/presse/neuigkeiten/details/studie-wi-fi-innovation-durch-offenes-spektrum.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie es beispielsweise in der snv-Studie dargelegt wird</a>), wurden ignoriert. Der digitale Wandel birgt reihenweise unglaublich wichtige Themen und Chancen, die für unsere Gesellschaft langfristig von immenser Bedeutung sind. Doch im Gegensatz zu etablierten Politikfeldern gibt es keine ausreichend einflussreiche Stimme aus der Zivilgesellschaft für die digitalen Themen, die so neu, abstrakt oder technisch sind, dass es häufig noch keine klassisch institutionelle Kapazitäten dafür zur Verfügung stehen.</p>
<h3>Die Interessensgruppen einbeziehen</h3>
<p>Neben der Wissenschaft und Forschung legt die transparente und vielfältige Beeinflussung von Politik durch Interessengruppen die intellektuelle Basis für politisches Handeln. Zu letzterem gehört auch eine gesunde, starke Zivilgesellschaft ähnlich wie etwa in den Bereichen Naturschutz, Bildung oder Sport, um gesellschaftlichen Ideen und Wünschen politisches Gehör zu verschaffen oder verschaffen wollen – Deutschland hat beim digitalen Wandel viel aufzuholen. Das können wir nur zusammen mit den vielen in der Gesamtgesellschaft verstreuten Gestaltern schaffen. Politik und der Wirtschaft müssen diese Gestalter auch institutionell einbeziehen. Notwendig ist auch auf den traditionellen Feldern der Zivilgesellschaft mehr Bewusstsein für digitale Themen. Beides zusammen kann auch die Finanzierungsproblematik mindern.</p>
<p>Das Magazin Politik Digital hat 2014 exemplarisch eine <a href="http://politik-digital.de/news/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick-140482/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umfrage</a> in der Vereinswelt Berlins gestartet und sich erkundigt, wie es um die Finanzierung der digitalen Szene bestellt ist. Das Ergebnis: schlecht. Zwei Jahre später sieht es kaum besser aus. Während sich in anderen Ländern auch im Bereich der Digitalen Transformation längst eine Professionalisierung der Zivilgesellschaft entwickelt, wie man sie in hierzulande noch am ehesten aus dem Sportbereich kennt, sieht es in Deutschland eher mau aus.</p>
<h3>Kaum eine Chance für die digitale Szene</h3>
<p>Es braucht aber dringend mehr Bewusstsein bei Geldgebern und Bürgern für die Notwendigkeit, den digitalen Wandel auch zivilgesellschaftlich viel stärker zu fördern, damit dieser Bereich langfristig arbeiten kann und die teils horrenden Belastungen einzelner Freiwilliger besser zu stützen vermag. Der digitale Wandel scheint den Deutschen aktuell einfach zu wenig Wert zu sein. <a href="http://www.konradlischka.info/2015/01/blog/digitalegesellschaft/wie-viel-digitale-ngos-deutschen-niederlaendern-und-franzosen-wert-sind/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konrad Lischka hatte das mal pro Kopf umgerechnet</a>, die Situation heute ist wohl noch nicht besser.</p>
<p>Auch wenn sich in Deutschland kurzfristig wohl kaum einzelne Großspender für abstrakte digitalpolitische Themen und Initiativen finden werden, ist es dennoch notwendig, die Suche nach Mäzenen nicht aufzugeben. Genauso wie sich diverse industriegetragene Stiftungen etabliert haben, um die heutige Bundesrepublik gesellschaftlich mit zu gestalten, brauchen wir auch in den “neueren” Wirtschaftsbereichen mehr, größeres und vielschichtigeres Engagement in den finanziellen Größenordnungen von Mohn, Quandt, Krupp oder Albrecht. Darüber hinaus müssen sich auch öffentliche Fördermittelstrukturen stärker wandeln und den neuen Gegebenheiten anpassen.</p>
<p>Die Digitalisierung verlangt schnellere Finanzierungsvehikel, mehr Flexibilitäten, interdisziplinäre Ansätze und ein höheres Maß an Riskofreudigkeit, egal ob Investitionen, Grants oder Kofinanzierung durch die öffentliche Hand. Zu viele Gelder sind heute an unflexible und starre Fördervorgaben der analogen Welt geknüpft, die weitgehend in den Logiken der 80er Jahre verhaftet sind. Ganz konkret müssen in diesem Zusammenhang auch gesetzliche Bestimmungen her, um den Umgang mit öffentlich geförderten Unterfangen zukunftssicher, fair und transparent zu gestalten. Dazu gehören mehr flexible Ressourcen, aber auch Regelungen, die öffentlich gefördertes Wissen und wissenschaftliche Erkenntnisse für alle zugänglich machen.</p>
<h3>Profi-Kampagnen statt verschleierter Lobbyarbeit</h3>
<p>Die Unabhängigkeit von gemeinnütziger Arbeit darf auch in den digitalen Politikbereichen nicht unter einseitig vorhandenen Mittelstrukturen leiden. Wie bei allen anderen Themen erleben wir auch bei der Digitalisierung starke Interessenskonflikte, institutionelle ausgetragene Eigeninteressen oder verpackte Lobbyarbeit. Ein wichtiges Gegengewicht dafür ist eine professionellere Kampagnenarbeit, größere Sponsoring-Bereitschaft bei Unternehmen jenseits der großen IT-Multis und vor allem Spendenbereitschaft bei Einzelpersonen. All dies hängt stark miteinander zusammen, denn ohne entsprechende Aufklärungsarbeit bleibt die Komplexität digitaler Themen weiterhin ein großes Hindernis für breite Zugänglichkeit. Diese Aufklärungsarbeit kostet Ressourcen.</p>
<p>Auf einem Barcamp Mitte August, initiert von den beiden Autoren dieses Artikels, Christian Heise (u.a. Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und Förderverein freie Netzwerke e.V.) und Sebastian Haselbeck, soll erstmals dezidiert darüber gesprochen werden, wie sich die digitale Zivilgesellschaft bei der Finanzierung nachhaltiger aufstellen kann und welche Folgen, Auswirkungen und Einfluss von Tätigkeiten im Spannungsfeld zwischen Ehrenamt und Beruf entstehen. Das Unconference-Konzept wird derzeit noch in einem <a href="https://pad.okfn.org/p/wmuegr" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Etherpad</a> finalisiert. Darin heisst es aktuell:</p>
<blockquote><p><em>„Auch wenn mit der (digitalen) Zivilgesellschaft meist der Raum zwischen Staat, Wirtschaft und Gesamtgesellschaft gemeint ist, ist dieser Bereich aus vielen Gründen nicht wirtschaftsfrei. Professionelles zivilgesellschaftliches Engagement braucht eine stabile Finanzierung, um politische und legislative Prozesse langfristig begleiten zu können. Verglichen mit Bereichen wie etwa dem Umwelt- und Naturschutz ist die Spendenbereitschaft und -kapazität der Zivilgesellschaft beim Thema digitale Bürgerrechte deutlich geringer. Jeder neue Akteur in diesem Feld verschärft den ohnehin bestehenden Wettbewerb um finanzielle Ressourcen noch weiter. Auf der Suche nach neuen Geldquellen rücken auch Wirtschaftsunternehmen in das Blickfeld digitaler Bürgerrechtsgruppen. Auf dieser Unconference soll sich alles um die Fragen nach den möglichen Grenzen, Auswirkungen und Folgen wirtschaftlicher Durchdringung der (digitalen) Zivilgesellschaft drehen. Fragen wollen wir auch nach den Folgen und Auswirkungen beruflicher und ehrenamtlicher Tätigkeit zivilgesellschaftlicher Akteure sowie nach ethischen Aspekten der ehrenamtlichen Arbeit im digitalen Zeitalter.“</em></p></blockquote>
<p>Interessierte können sich zur Teilnahme bereits per Facebook Event, im Pad oder per E-Mail anmelden. Vorschläge für einen Tagungsort sind natürlich noch willkommen. Auf der Veranstaltung sollen idealerweise Diskussionen darüber stattfinden, welche ethischen Grundsätze beim Sponsoring wichtig sind, wie Ehrenamt, Beruf und Privatleben vereinbar sind, wie groß die potentielle Konkurrenz um die wenigen Finanzmittel ist, wie erfolgversprechend thematische Fokussierung von Organisationen sein könnte und vor allem, wie bessere Außenkommunikation beim Fundraising helfen kann. Besondere Aufmerksamkeit könnte auch der Frage zukommen, welche hybriden Modelle aus GmbHs, Investoren, Stiftungen und Vereinen möglicherweise zukunftsweisend sein könnten.</p>
<p><em>Dies ist ein Crosspost von Netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a href="http://www.netzpiloten.de/finanzierung-zivilgesellschaft-digitaler-wandel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen und eine Gemeinschaftsarbeit von <a href="http://politik-digital.de/user/shaselbeck/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Haselbeck</a> und <a href="http://politik-digital.de/user/cheise/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Heise</a>.<br />
</em></p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/globe-women-slide-come-closer-489519/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Globe</a> by </span><a href="https://pixabay.com/en/users/geralt-9301/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span class="licensetpl_attr">geralt</span></a><span class="licensetpl_attr"> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a> licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a><br />
</span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/ohne-bessere-finanzierung-der-zivilgesellschaft-scheitert-der-digitale-wandel-149648/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>An(ge)kommen in Deutschland?!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fluechtlinge-angekommen-in-deutschland-149471/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/fluechtlinge-angekommen-in-deutschland-149471/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 13:48:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Koordination]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Internetcafé]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschuss Digitale Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Teilhabe]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Füreinander]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=149471</guid>

					<description><![CDATA[Allein letztes Jahr kamen über eine Millionen Geflüchtete aus verschiedenen Ländern der Welt nach Deutschland. Die spontane Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fence_bykst_pixabay_cc0.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149483 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fence_bykst_pixabay_cc0.jpg" alt="fence by bykst via pixabay cc0" width="640" height="380" /></a>Allein letztes Jahr kamen über eine Millionen Geflüchtete aus verschiedenen Ländern der Welt nach Deutschland. Die spontane Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger und Initiativen halfen dabei die Menge der Angekommenen aufzufangen. Seitdem ist ein Jahr vergangen. Wo stehen wir heute, wie soll es weitergehen?</p>
<h3>Refugees welcome?!</h3>
<p>„Wir schaffen das!“, postulierte Angela Merkel im August letzten Jahres, als täglich tausende Geflüchtete in Deutschland ankamen. Die Unterstützung der freiwilligen HelferInnen war enorm. Sie schafften erste Grundlagen, spendeten, verteilten Hilfsgüter und sorgten in den ersten Tagen dafür, dass die nötigsten Bedürfnisse der Ankommenden gedeckt wurden.</p>
<p>Bereits in den ersten Folgemonaten etablierte sich eine <a href="http://politik-digital.de/news/digitale-willkommenskultur-146554/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vielzahl </a>an ehrenamtlichen Organisationen, Vereinen und Unterstützergruppen. Man koordinierte sich lokal und entwickelte erste Konzepte, um die Ankommenden aufzufangen und ihre Situation in Deutschland zu verbessern. Organisationen wie der <a href="https://foerderverein.freie-netzwerke.de/">Förderverein Freie Netzwerke e.V.</a> und die <a href="https://okfn.de/">Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.</a> trugen mit ihrer Expertise zur Unterstützung bei. Bildungsinitiativen wie die <a href="http://politik-digital.de/news/crowdfunding-kampagne-fuer-fluechtlingsuniversitaet-startet-146813/">Kiron University</a> gründeten sich, um Integration über Bildung zu ermöglichen.</p>
<p>Über eine Millionen Menschen kamen in Deutschland an, doch sind sie wirklich „an(ge)kommen?“ Auf politischer Ebene lange nicht. Die ersten Monate waren von langwierigen Diskussionen geprägt, die „Flüchtlingskrise“ entwickelte sich zur organisatorischen Ausnahmesituation für die Bundesrepublik. PolitikerInnen proklarierten, dass ihnen in vielen Fällen die Hände gebunden seien. Die App „<a href="https://www.ankommenapp.de/">Ankommen</a>“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) steuert aktuell dagegen. Information- und Sprachangebote sind in der mobilen Anwendung verbunden, Flüchtlingen wird die selbstständige Orientierung und erste Integration in Deutschland erleichtert.</p>
<h3>Gegeneinander, Miteinander, Füreinander</h3>
<p>Viele großartige Projekt, viele ehrgeizige Ziele, aber leider auch viel Chaos. Das ist Flüchtlingshilfe im Jahr 2016, ein halbes Jahr danach. Viele gute Ideen gibt es nicht nur einmal – <a href="http://politik-digital.de/news/willkommensnetz-fluechtlingshilfe-vor-ort-147307/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">überall in Deutschland</a> entstehen laufend neue Projekte. Da wird aber auch leider vieles doppelt oder dreifach angegangen, Kapazitäten werden nicht optimal ausgenutzt, es fehlt an zentraler Koordination. Das wirkt sich auch auf die ehrenamtlichen HelferInnen aus, die zusehends überlastet sind. Neben ihrer anstrengenden Arbeit für ihr Engagement müssen sie sich oft mit hohen bürokratischen Hürden und langwierigen Antragsverfahren auseinandersetzen.</p>
<p>Dies war auch der Ausgangspunkt der öffentlichen Anhörung des Ausschuss Digitale Agenda zum Thema &#8220;Digitale Flüchtlingshilfe in Deutschland&#8221; Anfang Juni. Ein Grund mehr weshalb der folgender Gedanke in den Köpfen aller Beteiligter ankommen muss: Es braucht ein Handeln, das Ressourcen weise nutzt und nicht ausnutzt. Dazu sind das Wissen und die Fähigkeiten der gesamten Gemeinschaft gefragt, nicht zuletzt das der Flüchtlinge selbst. Sie können uns am besten zeigen woran es mangelt, was sie brauchen. Deshalb müssen wir sie mit an einen runden Tisch einladen, an dem gemeinsam mit den Initiativen, ehrenamtlichen HelferInnen und der Politik daran gearbeitet werden kann, die vor uns liegende Aufgabe zu bewältigen.</p>
<h3>Vernetzt integriert!</h3>
<p>Informationen sind die wichtigste Grundlage, um diese Aufgabe anzugehen. Die Vielzahl der konkreten Ansatzpunkte verliert in der unkoordinierten Umsetzung einen Teil der Wirkung des umfangreichen Engagements. Eine zentrale Plattform, die von staatlicher Seite aus Projekte unterstützt und Potentiale bündelt, zentrale Ansprechpartner einsetzt und Best-Practice-Beispiele auf bundeweiter und regionaler Ebene aufzeigt, wird deshalb dringend benötigt. Pilotprojekte wie <a href="https://www.bmbf.de/de/hilfe-fuer-kommunen-und-kreisfreie-staedte-1829.html">BildungskoordinatorInnen</a> für Kommunen, die lokale Initiativen koordinieren und Hilfe organisieren sollen, müssen dafür öffentlichkeitswirksam eingesetzt werden. Sie müssen zu den zentralen AnsprechpartnerInnen für Engagierte werden und diese unterstützen. Die Hilfsplattformen der Bundesländer <a href="https://www.ich-helfe.nrw/">Nordrhein-Westfalen</a> und <a href="http://www.aktionhessenhilft.de/">Hessen</a> können hier einen ersten Ankerpunkt darstellen. Es muss aber weitergedacht werden.</p>
<p>Zudem findet Hilfe heute vielerorts nicht mehr nur analog, sondern in allen Welten statt. Unzählige Projekte, Initiativen und ehrenamtliche HelferInnen engagieren sich online. Das Internet umfasst heute alle Lebensbereiche, das ist bei Integrationsarbeit nicht anders. Hilfe passiert und organisiert sich digital. HelferInnen bemühen sich aus diesem Grund, ebenfalls den Zugang zu Informationen und der Internetinfrastruktur sicherzustellen. Eine Aufgabe, die nicht minder viel Engagement und Zeit kostet. Ihnen muss daher eben so viel Anerkennung entgegengebracht werden wie den traditionellen Ehrenämtern.</p>
<p>Häufig scheitern die digitalen Projekte aber schon am grundlegenden Zugang zum Internet in Flüchtlingsheimen. Internet als ein Schlüssel zur Information und Teilhabe ist aber häufig nicht vorhanden oder kann nur unter viel Mühen aufgebaut werden. Wenn Menschen sich und ihre Potentiale im heutigen Zeitalter entfalten wollen, benötigen sie aber das Internet.</p>
<h3>Integration: Ein langfristiges Projekt</h3>
<p>Viele Menschen sind nun seit über einem Jahr in Deutschland und fragen sich wie es weitergehen soll. Momentan ist die „Flüchtlingskrise“ weitgehend aus dem Fokus der Medien verschwunden, doch die Fragen bleiben weiterhin: Was soll in Zukunft geschehen? Wie muss Flüchtlingshilfe aussehen?</p>
<p>Zum einem müssen sich bestehende Projekte weiter verstetigen, damit langfristige Sicherheiten geschaffen werden können. Die Unterstützung der Politik ist hierfür unabdingbar. Zum anderen müssen Flüchtlinge selber mehr in die Projekte miteinbezogen werden, um ehrenamtliche HelferInnen zu entlasten und sich selbst eine Perspektive zu schaffen.</p>
<p>Eines dieser Beispiele ist das Einrichten von <a href="http://politik-digital.de/news/integration-durch-internet-146979/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetcafés</a>. In diesem gemeinsamen Räumen können Flüchtlinge Informationen erhalten, sich austauschen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen. Etwa, indem sie Onlinekurse besuchen oder das Internetcafé selbstständig betreuen. Sie weisen beispielsweise andere ein, nehmen an Weiterbildungen teil und unterstützen sich gegenseitig. Hier bedarf es jedoch zentraler OrganisatorInnen, die ungeachtet ihres unsicheren Status als AsylbewerberInnen die Projekte vorantreiben können.</p>
<p>An Ideen mangelt es nicht. Es gilt, die Ressourcen und Potentiale richtig einzusetzen, dafür müssen alle beteiligt werden: Flüchtlinge, HelferInnen und der Staat. Wichtig ist eine Vernetzung, um voneinander zu lernen und die Wirksamkeit des Engagements zu erhöhen. Integration ist eine langfristige Aufgabe, deswegen müssen die Projekte stetig weitergedacht werden. Dabei dürfen jedoch nicht die Belange der Gesellschaft sowie der HelferInnen und Flüchtlinge in den Hintergrund rücken, sondern müssen zentrale Leitgedanken der Arbeit sein. Wie sagte einst Max Frisch: „Es kamen Menschen an.“</p>
<p>Dieser Artikel ist eine Gemeinschaftsarbeit von <a href="http://politik-digital.de/user/sraab/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stephan Raab</a> und <a href="http://politik-digital.de/user/owolff/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oliver Wolff</a>.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/fence-shield-refugees-welcome-note-978138/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fence</a> by <a href="https://pixabay.com/en/users/bykst-86169/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bykst</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a> licenced under <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/fluechtlinge-angekommen-in-deutschland-149471/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Zukunft des Ehrenamtes &#8211; Diskutieren Sie mit!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-zukunft-des-ehrenamtes-diskutieren-sie-mit-5074/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/die-zukunft-des-ehrenamtes-diskutieren-sie-mit-5074/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Philipp Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 08:35:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Dialog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/die-zukunft-des-ehrenamtes-diskutieren-sie-mit-5074/</guid>

					<description><![CDATA[Ab sofort können Interessierte in einem von der Bundesregierung eingerichteten <a href="http://www.engagementzweinull.de/dito/forum?action=cmsjournalshow&#38;id=90" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forum</a> über die zukünftige Ausgestaltung des Ehrenamtes diskutieren und Verbesserungsvorschläge einbringen. Bis zum 17. Dezember werden dort Reaktionen auf die &#34;Nationale Engagementstrategie&#34; vom Oktober 2010 gesammelt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab sofort können Interessierte in einem von der Bundesregierung eingerichteten <a href="http://www.engagementzweinull.de/dito/forum?action=cmsjournalshow&amp;id=90" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forum</a> über die zukünftige Ausgestaltung des Ehrenamtes diskutieren und Verbesserungsvorschläge einbringen. Bis zum 17. Dezember werden dort Reaktionen auf die &quot;Nationale Engagementstrategie&quot; vom Oktober 2010 gesammelt.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Am 6. Oktober 2010 hat die Bundesregierung die <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2010/10/Nationale%20Engagementstrategie_10-10-06.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Nationale Engagementstrategie&quot;</a> beschlossen. <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2010/10/2010-10-05-nationale-engagementstrategie.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ziel</a> ist, die Rahmenbedingungen des ehrenamtlichen Engagements zu verbessern, engagementpolitische Projekte zu koordinieren und die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft herauszustreichen.
</p>
<p>
Das <a href="http://www.aktive-buergerschaft.de/buergergesellschaft/nachrichtendienst/politik_und_staat/engagementstrategie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Echo</a> auf diesen Beschluss fiel zwiespältig aus. Vertreter der Regierungskoalition begrüßten das Papier als Grundlage einer den Veränderungen angepassten Förderung des Ehrenamtes, Kritiker bemängelten das Fehlen eines durchdachten Konzepts. So erkennt  der FDP-Abgeordnete Heinz Golombeck in dem Beschluss eine Strategie, &quot;die dem Geist der Zeit entspricht&quot;,  MdB Ute Kumpf (SPD) sieht darin hingegen eine &quot;Mogelpackung&quot;.
</p>
<p align="center">
<i> <a href="http://www.engagementzweinull.de/dito/forum?action=cmsjournalshow&amp;id=90" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/EngagementZweiNull.jpg" alt="ENGAGEMENTzweinull" title="ENGAGEMENTzweinull" width="225" height="178" /></a></i>
</p>
<p>
<i>Zum Betreten des Forums &quot;ENGAGEMENT zweinull&quot; klicken Sie bitte auf das Bild.</i></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/die-zukunft-des-ehrenamtes-diskutieren-sie-mit-5074/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chat zum Jugendbegleiter-Programm in Baden-Württemberg</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-zum-jugendbegleiter-programm-in-baden-wuerttemberg-5058/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-zum-jugendbegleiter-programm-in-baden-wuerttemberg-5058/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[wgerstenecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 08:18:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbegleiter]]></category>
		<category><![CDATA[Ganztagsbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendreferat des Kultusministeriums]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/chat-zum-jugendbegleiter-programm-in-baden-wuerttemberg-5058/</guid>

					<description><![CDATA[Am 25. Oktober 2010 beantwortete das Jugendreferat des Kultusministeriums Baden-Württemberg eine Stunde
lang Fragen zum laufenden Jugendbegleiter Programm. Die Teilnehmer stellten Fragen über die Finanzierung des Projekts sowie die Rahmenbedingungen der freiwilligen Jugendbegleitung. Auch kritischen Fragen zum Programm mussten sich die Mitarbeiter des Jugendreferats stellen. Den ganzen Chat können Sie <a href="http://www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/show/1276422/Chattranskript%20Jugendbegleiter.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> nachlesen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. Oktober 2010 beantwortete das Jugendreferat des Kultusministeriums Baden-Württemberg eine Stunde<br />
lang Fragen zum laufenden Jugendbegleiter Programm. Die Teilnehmer stellten Fragen über die Finanzierung des Projekts sowie die Rahmenbedingungen der freiwilligen Jugendbegleitung. Auch kritischen Fragen zum Programm mussten sich die Mitarbeiter des Jugendreferats stellen. Den ganzen Chat können Sie <a href="http://www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/show/1276422/Chattranskript%20Jugendbegleiter.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> nachlesen.</p>
<p>
<!--break--></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-zum-jugendbegleiter-programm-in-baden-wuerttemberg-5058/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Live-Chat zum Jugendbegleiter-Programm</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/internes/live-chat-zum-jugendbegleiter-programm-5052/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/internes/live-chat-zum-jugendbegleiter-programm-5052/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[wgerstenecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 14:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Ganztagsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbegleiter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/live-chat-zum-jugendbegleiter-programm/</guid>

					<description><![CDATA[Am 25. Oktober 2010 veranstaltet das Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg von 16 bis 17 Uhr einen Chat zum Jugendbegleiterprogramm.

&#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. Oktober 2010 veranstaltet das Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg von 16 bis 17 Uhr einen Chat zum Jugendbegleiterprogramm.<br />
<a href="http://www.t88198792.de/chat/index.php?cid=344&amp;id=bawu3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier können Sie schon jetzt Ihre Frage stellen </a><br />
Qualifizierte ehrenamtliche Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter<br />
sind ein zentrales Element der baden-württembergischen<br />
Ganztagsschulkonzeption, sie stehen aber auch Schulen ohne<br />
Ganztagsbetrieb offen. Über 15.000 Ehrenamtliche engagierten sich im<br />
vergangenen Schuljahr an 1.013 Schulen als Jugendbegleiter und<br />
bereicherten mit ihren Bildungs- und Betreuungsangeboten das Schulleben.<br />
Schülerinnen und Schüler, Eltern, ehrenamtlich Engagierte sowie alle am<br />
Schulleben Beteiligte sind herzlich eingeladen, im Chat eine Stunde lang<br />
Fragen zum Programm an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des<br />
Jugendreferats zu richten. Nutzen Sie die Möglichkeit des Dialogs.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/internes/live-chat-zum-jugendbegleiter-programm-5052/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chat zum Thema Ehrenamt: Engagement ist &#034;Echt gut!&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-zum-thema-ehrenamt-engagement-ist-echt-gut-4886/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-zum-thema-ehrenamt-engagement-ist-echt-gut-4886/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Felix Melching]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 10:39:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Wacker]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwillige Feuerwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/chat-zum-thema-ehrenamt-engagement-ist-echt-gut-4886/</guid>

					<description><![CDATA[Der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg, Georg Wacker, war am 20. Mai 2010 zu Gast <a href="http://www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/menu/1268776/index.html?ROOT=1176394" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Chat des Landesportals Ehrenamt</a>. Er diskutierte mit den Usern über Vereinsrecht, die Nachwuchsprobleme der Freiwilligen Feuerwehr und die grundsätzliche Bedeutung von ehrenamtlichen Engagement.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg, Georg Wacker, war am 20. Mai 2010 zu Gast <a href="http://www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/menu/1268776/index.html?ROOT=1176394" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Chat des Landesportals Ehrenamt</a>. Er diskutierte mit den Usern über Vereinsrecht, die Nachwuchsprobleme der Freiwilligen Feuerwehr und die grundsätzliche Bedeutung von ehrenamtlichen Engagement.</p>
<p>
<!--break--></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-zum-thema-ehrenamt-engagement-ist-echt-gut-4886/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ehrenamtliche Betätigung verleiht Schlüsselkompetenzen&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/ehrenamtliche-betaetigung-verleiht-schluesselkompetenzen-4058/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/ehrenamtliche-betaetigung-verleiht-schluesselkompetenzen-4058/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 10:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Kultusministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Staatssekretär]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/ehrenamtliche-betaetigung-verleiht-schluesselkompetenzen-4058/</guid>

					<description><![CDATA[Am 15. September 2008 war Staatssekretär Georg Wacker live im Chat des Baden-Württembergischen Kultusministeriums in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. In 90 Minuten beantwortete er zahlreiche Fragen zum Thema &#34;Ehrenamt&#34;.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 15. September 2008 war Staatssekretär Georg Wacker live im Chat des Baden-Württembergischen Kultusministeriums in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. In 90 Minuten beantwortete er zahlreiche Fragen zum Thema &quot;Ehrenamt&quot;.<!--break--></p>
<p>
<b>Moderator:</b> Gleich zu Beginn die Frage an unseren Gast: Herr Wacker, können wir starten?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Jawohl.
</p>
<p>
<b>ninive:</b> Mal ganz allgemein gefragt: Was unternehmen Sie, um das Ehrenamt in Baden-Württemberg zu fördern?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Das Ehrenamt muss auf der politischen Bühne stets präsent sein. Im Ministerrat und in den Regierungsfraktionen ist das Ehrenamt bzw. das unentgeltliche Engagement der Menschen für die Gesellschaft häufig Thema. Auch bei den anstehenden Haushaltsberatungen werden die unterschiedlichen Förderbereiche des Ehrenamts insofern berücksichtigt, als dass voraussichtlich keine Kürzungen vorgenommen werden.
</p>
<p>
<b>Colonel Kurtz:</b> Hallo Herr Wacker, eine tolle Sache mit dem Chat hier! Was könnten wir denn in Ostdeutschland von euch Schwaben in puncto Ehrenamt lernen?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Die Sparsamkeit würde ich nicht als Beispiel erwähnen. Ich empfehle Ihnen gerne, die Vereinsstruktur unseres Landes genau anzuschauen. In vorbildlicher Weise engagieren sich Menschen aus allen Altersgruppen in den unterschiedlichen Bereichen des Ehrenamts. Der Freiwilligensurvey der Bundesregierung aus dem Jahr 2004 belegt, dass wir eine hervorragende Engagementquote in unseren ehrenamtlichen Strukturen haben: 42 Prozent aller Baden-Württemberger engagieren sich auf diesem Feld. Also: Es gibt gute Gründe für Sie, nach Baden-Württemberg zu kommen, um sich hier umzuschauen &#8211; und bitteschön nicht nur in Schwaben!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen zum gleichen Thema:
</p>
<p>
<b>Ratio83:</b> Die Bewerbungsfrist für den Echt gut!-Ehrenamtswettbewerb ging am 12. September zu Ende. Können Sie schon etwas zu den eingesendeten Beiträgen sagen?
</p>
<p>
<b>Georg3:</b> Wie viele Beträge wurden zum Echt gut!-Ehrenamtswettbewerb eingesendet? Was sind das für Beiträge?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Wir sind bisher sehr zufrieden. Vor kurzem lief der Anmeldeschluss ab. Uns liegen nunmehr ca. 1.100 Bewerbungen vor. Damit haben wir eine vielfältige Auswahl für die Preisverleihung. Allerdings werden die Jurien in den sechs Kategorien eine Gewinnerauswahl im Zeitraum ab Mitte Oktober treffen. Eine Mitwirkung per Internet ist ab diesem Zeitraum möglich.
</p>
<p>
<b>Ishta:</b> Wieso gibt es keine bezahlte Freistellung für politische Bildung in Baden-Württemberg, so dass Ehrenamtliche auch Wochenseminare oder Tagesveranstaltungen besuchen können?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Eine bezahlte Freistellung für ehrenamtliche Tätigkeiten oder für Bildungsmaßnahmen nimmt das Land nicht vor. Allerdings darf ich darauf verweisen, dass Baden-Württemberg eine vorbildliche Lösung gefunden hat, ehrenamtlich Engagierten einen Rechtsanspruch für eine unentgeltliche Beurlaubung zu gewähren. Das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts in der Jugendarbeit wurde erst vor wenigen Monaten verabschiedet mit dem Inhalt, dass Ehrenamtliche mit Vollendung des 18. Lebensjahres zehn Tage unentgeltlichen Urlaub in Anspruch nehmen können und Jugendliche mit Vollendung des 16. Lebensjahres und Auszubildende fünf Tage, mit dem Ziel, ehrenamtlichen Tätigkeiten nachzugehen.
</p>
<p>
<b>tachauch:</b> Schön wäre doch auch, wenn eine unbezahlte Freistellung immer möglich wäre. Leider sieht die Realität ganz anders aus.
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich stimme Ihnen grundsätzlich zu. Allerdings hat eine solche Regelung nur Sinn, wenn sich Beschäftigte und Unternehmen einvernehmlich auf einen Zeitraum verständigen, in dem sich der Ehrenamtliche im Rahmen seiner Freistellung engagiert. Eine Freistellung gegen den Willen des Arbeitgebers zu beantragen befördert nicht unbedingt ein gutes Beschäftigungsklima. Letztlich muss der Arbeitgeber das ehrenamtliche Engagement des Beschäftigten aus innerster Überzeugung mittragen.
</p>
<p>
<b>tachauch: </b>Leider haben zu viele Jugendliche zu viel Angst, diesen Sonderurlaub zu beantragen. In vielen Unternehmen wird den Ehrenamtlichen bei Genehmigung des Sonderurlaubs auch gleich vermittelt, dass dies eine einmalige Ausnahme bleiben muss.
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich nehme diese Sorgen nicht selten wahr. Allerdings mache ich gerade den jungen Erwachsenen Mut, auf die Notwendigkeit des ehrenamtlichen Engagements hinzuweisen, denn ehrenamtliche Betätigung verleiht Schlüsselkompetenzen, beispielsweise die Aneignung von Führungsqualitäten, wovon auch der Arbeitgeber profitiert. Darauf sollten die Antragsteller auch hinweisen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere Chatterinnen und Chatter interessieren sich weiter für den Ehrenamtswettbewerb Echt gut!:
</p>
<p>
<b>juniper:</b> Was für Beiträge zum Wettbewerb wurden denn in den letzten Jahren prämiert? Können Sie da ein paar Beispiele nennen?
</p>
<p>
<b>Peter Enis:</b> Haben Sie auch schon einige Kuriositäten bei Echt Gut! erlebt?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Darf ich Ihnen den Tipp geben, einfach auf die Homepage dieses Wettbewerbs zu schauen. Dort finden Sie die Wettbewerbe der letzten Jahre und auch Beispiele der verschiedenen Preisträger. Die Adresse lautet: www.echt-gut-bw.de.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Im Vorfeld konnten unsere Chatterinnen und Chatter darüber abstimmen, welche Fragen Ihnen besonders wichtig sind. Diese schaffte es auf Platz 1:
</p>
<p>
<b>Susanne:</b> Ehrenamt trifft oft auf Professionalität und es entstehen Spannungsverhältnisse. Wie kann ich mich als Ehrenamtliche verhalten, um nicht ausgenutzt zu werden. Gibt es eine Art Schiedsstelle für derartige Anliegen?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ehrenamt und Professionalität sollen sich ergänzen. Es gibt viele Bereiche, wo Professionelle auf Ehrenamtliche angewiesen sind. Beispielsweise gibt es nicht wenige Bibliotheken, wo das qualifizierte Fachpersonal ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auch mit qualifizierten Aufgaben einbezieht. Jeder Ehrenamtliche soll Mann oder Frau genug sein, mit Selbstbewusstsein das Engagement zu vertreten. Wenn dies geschieht, ist eine Ausnutzung weitgehend ausgeschlossen. Eine Schiedsstelle für Konfliktfälle kenne ich nicht. Im konkreten Fall hilft immer noch die direkte Aussprache.
</p>
<p>
<b>Nibbler:</b> Tauschen Sie sich auch mit den Kollegen aus den anderen Bundesländern aus &#8211; der &quot;Ehrenamts&quot;-Stammtisch?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Sie äußern eine interessante Idee. Ich hätte nichts gegen einen Ehrenamtsstammtisch auf Länderebene. Allerdings habe ich leider die Erkenntnis, dass auf Regierungsebenen der Länder in wenigen Fällen Ehrenamtsbeauftragte existieren. Ich möchte nicht alleine an einem solchen Stammtisch sitzen.
</p>
<p>
<b>Ishta:</b> Unentgeltliche Beurlaubung kann sich privat kaum ein Ehrenamtlicher leisten, es sei denn seine Organisation, für die er aktiv ist, zahlt den Ausfall. Eine vorbildliche Lösung würde ich dies nicht nennen!
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Leider ist es zu früh, erste Erfahrungen nach der Novellierung des oben beschriebenen Gesetzes vorzunehmen. Da ich viele Ehrenamtliche kenne, die selbst einen Teil ihres Jahresurlaubs für z.B. die Betreuung von Jugendlichen in Ferienlagern verwenden, bin ich hier nicht pessimistisch. Grundsätzlich möchte ich betonen, dass der Staat die Aufgabe hat, den Rahmen für das ehrenamtliche Engagement zu schaffen. Allerdings beinhaltet Ehrenamt nicht, dass die öffentliche Hand ein Entgelt für dieses Engagement entrichtet.
</p>
<p>
<b>Rainer Wolfcastle:</b> Was ist denn der &quot;Geheimtipp&quot;, um sich ehrenamtlich zu engagieren, also was sollte mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Eine positive Lebenseinstellung kann zu diesem Engagement führen. Ich beobachte, dass vermehrt soziale Einstellungen zu mehr Engagement führen und dass auch etwas Selbstzweck zu diesem Engagement führt. Denn immer mehr junge Menschen erkennen, dass neben schulischen Qualifikationen auch Eigenschaften, die man beispielsweise im Sportverein oder in der kirchlichen Jugendarbeit erwirbt, für den beruflichen Werdegang von Nutzen sein können. Von Unternehmen höre ich, dass vermehrt bei Bewerbungsgesprächen auch nach solchen Aktivitäten gefragt wird, also ist etwas Selbstzweck für die Übernahme einer ehrenamtlichen Funktion durchaus legitim.
</p>
<p>
<b>juniper:</b> Wie sollte dieser vom Staat geschaffene Rahmen denn nach Ihren Wünschen aussehen?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich spreche nicht nur von Wünschen, sondern auch von der Realität. Erst vor kurzem hat der Bundesgesetzgeber unter Mitwirkung der Länder die Steuergesetzgebung dahingehend verändert, dass Ehrenamtliche deutlich davon profitieren. Der Landesgesetzgeber fördert ganz bewusst die außerschulische Jugendbildungsarbeit, damit die verbandliche Jugendarbeit die Möglichkeit hat, Ehrenamtliche für ihre Aufgaben zu qualifizieren. Übrigens hat die Landesregierung zu Beginn dieser Legislaturperiode trotz großer Haushaltszwänge mit dem organisierten Sport und der organisierten Jugendarbeit Solidarpakte geschlossen, die unter anderem zum Inhalt haben, dass bis zum Ende dieser Legislaturperiode keine Einsparungen vorgenommen werden. Das sind Beiträge der Politik für den Rahmen, der für das Ehrenamt notwendig ist.
</p>
<p>
<b>Melfi: </b>Wird es die Ehrenamtsgala weiter geben?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ja! Die Ehrenamtsgala für den diesjährigen Wettbewerb &quot;Echt gut! &#8211; Ehrenamt in Baden-Württemberg&quot; findet am 16. Januar 2009 statt.
</p>
<p>
<b>schnarchi:</b> Herr Wacker, ich finde es gut, dass Sie die Fragen im Live-Chat nicht scheuen. Ich selbst bin im Computerbereich beschäftigt und bislang nicht ehrenamtlich engagiert. Gibt es Möglichkeiten, meine EDV-Fähigkeiten hier zu nutzen oder müsste auch ich Glühwein verkaufen und Sandsäcke füllen? 🙂
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich glaube schon. Mittlerweile hat jeder Verein oder andere ehrenamtliche Initiativen einen Internetauftritt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Aktiven gerne auf Ihre Unterstützung bauen würden. Ich sage nicht zuviel, wenn ich behaupte, dass unter Umständen der betreffende Verein viel Geld sparen könnte. Darf ich Sie weiterempfehlen?
</p>
<p>
<b>Ishta:</b> Da ich beruflich überwiegend außerschulische Jugendbildungsarbeit organisiere, kann ich Ihnen sagen, dass ich die Förderung des Landesgesetzgebers nicht spüre!
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Dazu müsste ich Näheres über Ihr Tätigkeitsfeld wissen, um Ihnen präzise sagen zu können, welche Förderungen Sie in Anspruch nehmen könnten.
</p>
<p>
<b>Schekker:</b> Was glauben Sie, woran es liegt, dass man in Deutschland mit ehrenamtlichen Tätigkeiten keinen mehr hinter dem Ofen hervorlockt? In den USA ist das ganz anders &#8211; da ist jeder gerne ein Volunteer!
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich muss Ihnen leider widersprechen: Die bundesweiten Untersuchungen ergeben, dass gerade wir in Baden-Württemberg einen Zuwachs von Ehrenamtlichen haben. Der oben erwähnte Freiwilligensurvey der Bundesregierung ergab, dass sich nach der Untersuchung im Jahr 1999 39 Prozent der Bürger ehrenamtlich engagierten und im Jahr 2004 42 Prozent. Auch der Anteil der Jugendlichen ist in diesem Zeitraum gestiegen. Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Formen des Engagements sich gewandelt haben. Die dauerhafte Bindung für das ehrenamtliche Engagement hat nachgelassen, dafür aber das projektorientierte Engagement zugenommen. Dies hat viele Gründe: Beispielsweise ist es für viele Berufstätige schwierig, regelmäßig Wochenstunden für das Ehrenamt zur Verfügung zu stellen, wenn die Arbeitszeiten in zunehmendem Maße unregelmäßig werden und gleichzeitig die notwendige berufliche Mobilität zunimmt. Diese Begründung ist nur ein Beispiel für das veränderte Verhalten im Bezug auf das Ehrenamt. Nach der letzten Umfrage des Freiwilligensurveys haben sich nur 26 Prozent der Befragten geäußert, sich nicht unentgeltlich engagieren zu wollen.
</p>
<p>
<b>Rrrrrolf:</b> Wie ist es denn um die Qualitätssicherung der ehrenamtlichen Tätigkeiten bestellt? Ist da jeder Verein für sich selbst verantwortlich oder gibt es auch eine Art übergreifende Kontrolle?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Eine staatliche Kontrolle gibt es natürlich nicht. Es steht auch dem Staat nicht zu, den autonomen Verbänden und Trägern des Ehrenamts auf die Finger zu klopfen. Die meisten ehrenamtlichen Bereiche in unserem Land sind verbandlich organisiert und die Verbände entwickeln für ihre Arbeit vor Ort, die häufig im Verein geschieht, Standards und damit Qualitätsmaßstäbe, die zu beachten sind.
</p>
<p>
<b>Ishta:</b> Super, wir sollen uns heute darüber freuen, dass keine weiteren Einsparungen vorgenommen werden, anstatt mehr Geld zu investieren. Wenn rechte Parteien wieder Aufwind haben, wird dann gefragt, wo die Ehrenamtlichen sind, die außerschulische Jugendbildung machen? Ich bekomme fast nur Studenten, die in der Lage sind, ihre Arbeitszeiten selbst zu gestalten.
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Vielleicht haben extreme Parteien deswegen in Baden-Württemberg geringere Chancen als anderswo, weil Kommunen und Bundesland Baden-Württemberg ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung ehrenamtlicher Strukturen gerichtet haben. Es gibt natürlich Bereiche, wo wir zusätzliches Geld für das Ehrenamt in die Hand nehmen. Beispielsweise setzen wir einen besonderen Schwerpunkt in das Jugendbegleiterprogramm, wo Menschen aller Altersgruppen am Entwicklungsprozess von Schulen beteiligt werden, die dort ergänzende Angebote unterbreiten. Natürlich muss der Haushaltsgesetzgeber auf finanzpolitische Prioritäten setzen. Unmittelbar vor der Sommerpause hat der Ministerrat eine Bildungsoffensive BW beschlossen mit einem finanziellen Umfang von ca. 500 Millionen Euro für die nächsten Jahre. Wenn dieses Paket auch nicht unmittelbar dem Ehrenamt zugute kommt, wirken diese Maßnahmen dennoch zur Stärkung der Bildung präventiv gegen Radikalismus.
</p>
<p>
<b>R.N. Amt: </b>Welche Programme haben sich für die Förderung des Ehrenamts am besten bewährt?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Unmittelbare Vergleiche sind schwer möglich. Wir haben beispielsweise ein Schülermentorenprogramm, wo Jugendliche ab 14 Jahren auf Führungsaufgaben vorbereitet werden. Seit 1999 läuft dieses Programm mit großem Erfolg. Ca. 20.000 Schülermentoren wurden bisher ausgebildet. Daneben gibt es beispielsweise die Förderung von Jugendbildungsreferenten, die für die Jugendverbände die konzeptionelle Arbeit gestalten. An diesen beiden Beispielen sehen Sie, dass unmittelbare Vergleiche der Einzelmaßnahmen schwer möglich sind.
</p>
<p>
<b>Branich:</b> Wie sind Aufwandsentschädigungen für Ehrenämter zu versteuern?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Der Bundesgesetzgeber hat erst kürzlich die Übungsleiterpauschale erhöht. Jährlich kann ein Betrag bis zu 2.100 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Daneben gibt es die Ehrenamtspauschale von jährlich 500 Euro. Diese wurde erst neu eingeführt. Wenn Sie konkrete Fragen haben, setzen Sie sich bitte mit dem Vereinssachbearbeiter Ihres Finanzamtes in Verbindung. Nach Vorgabe des Finanzministeriums BW hat jedes Finanzamt einen unmittelbaren Ansprechpartner für Ehrenamtliche und Vereine.
</p>
<p>
<b>verein:</b> Mal eine Frage aus Vereinssicht: Sie sagen, dass sich recht viele Menschen ehrenamtlich engagieren. Dennoch schwinden bei unserem kleinen Sportverein die Mitglieder &#8211; und die Bereitschaft, auch am Wochenende mal undankbarere Aufgaben zu übernehmen. Wie könnten wir da entgegenwirken?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Landesweit ist gerade beim Sport kein Rückgang der Ehrenamtlichen zu verzeichnen. Die Mitgliederzahlen steigen. Allerdings kann es durchaus geschehen, dass in einzelnen Vereinen die Engagementquote nachlässt. Das kann besondere Gründe haben, die vor Ort zu suchen sind. Um Ihnen hier Ratschläge zu geben, müsste ich Ihre Vereinsstruktur und vor allem das örtliche Umfeld genauer anschauen. Ich biete Ihnen gerne an, dass wir hier in einen brieflichen Kontakt treten, damit ich Ihnen konkret nach Studium Ihrer besonderen Situation antworten kann.
</p>
<p>
<b>Rrrrrolf:</b> Gibt es eigentlich nur in Baden-Württemberg einen Ehrenamtsbeauftragten oder gibt es den auch in anderen Bundesländern? Was waren die Beweggründe, diese Stelle einzurichten?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Mir ist nicht bekannt, dass andere Bundesländer auf Regierungsebene einen Ehrenamtsbeauftragten eingesetzt haben. Allerdings haben alle Bundesländer in der Administration jeweilige Ansprechpartner. In der vorletzten Legislaturperiode des Landtags hat Ministerpräsident Erwin Teufel zum ersten Mal einen Ehrenamtsbeauftragten berufen. Unser jetziger Kultusminister Helmut Rau hatte damals das Amt inne. Damit wird die besondere Bedeutung des Ehrenamts für die Landesregierung betont.
</p>
<p>
<b>El:</b> Warum wurde die Unterstützung des Projekt JES (Jugend engagiert sich) durch die Landesstiftung nicht fortgeführt? Denn nun wurde zum Beispiel in Stuttgart das sehr erfolgreiche Projekt eingestellt.
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat die Aufgabe Impulsförderungen vorzunehmen. Deswegen werden Projekte in der Regel nur auf Zeit bewilligt. Das Ziel der Förderung ist es, eine Entwicklung vor Ort anzustoßen. Aus diesem Grund war dieses Projekt JES von Anfang an zeitlich befristet.
</p>
<p>
<b>rare:</b> Wie sollen Jugendliche für ehrenamtliche Tätigkeiten gewonnen werden, wenn sie an vier von fünf Wochentagen Unterricht bis 17.15 Uhr haben? Meine Tochter musste deshalb ihre Vereinstätigkeit aufgeben.
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich kann mir kaum vorstellen, dass Ihre Tochter an vier bis fünf Wochentagen verpflichtenden Unterricht bis ca. 17.00 Uhr besucht. Die Einteilung des Nachmittagsunterrichts ist auch eine Frage des Stundenplanmanagements. Ich kann Ihnen nur berichten, dass viele Schulen, beispielsweise Ganztagesschulen die ehrenamtlichen Angebote der Vereine berücksichtigen oder gar in den Schulbetrieb einbinden. Damit muss nicht zwingend ein Widerspruch entstehen zwischen dem Nachmittagsunterricht und dem ehrenamtlichen Engagement. Auch in diesem Fall müsste ich genau Ihre Schule kennen, um eine Einschätzung darüber vorzunehmen, inwieweit den Jugendlichen Zeit verbleibt, sich ehrenamtlich zu betätigen.
</p>
<p>
<b>godzilla110: </b>Stehen ähnliche Projekte wie JES für die Zukunft im Raum?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Die Landesstiftung hat Bildungsprojekte als Schwerpunkte ihres Förderkatalogs. Es ist durchaus möglich, dass in der neuen Förderperiode neue Konzepte zur Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements entwickelt werden. Über die neue Förderperiode im nächsten Jahr wird im November entschieden.
</p>
<p>
<b>Geheimagent Dr. Kwai:</b> Könnten Sie dem Herrn Ministerpräsidenten nicht einmal vorschlagen, eine Initiative im Bundesrat für bundesweite Förderung des Ehrenamts zu starten?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich habe oben das Paket vorgestellt, das die steuerliche Entlastung der Ehrenamtlichen vorsieht. Dieses Entlastungspaket ist in einigen wesentlichen Punkten auf die Initiative Baden-Württembergs zurückzuführen. Gerade kürzlich hat die Landesregierung eine Bundesratsinitiative beschlossen, wo die Haftungsrisiken für Vereinsvorstände reduziert werden sollen. Ob wir hier eine Mehrheit im Bundesrat finden, ist noch nicht absehbar. Natürlich hat auch der Bund Ehrenamtsförderprogramme, beispielsweise den Bundesjugendplan. Bei konkretem Interesse können Sie sich beim Bundesministerium für Familien, Frauen, Senioren und Jugend informieren.
</p>
<p>
<b>Heinz Wager: </b>Wie kann man eine Bürgerstiftung gründen? Welche gesetzliche Regelungen sind zu beachten und wo bekommt man Unterstützung?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Auch hierüber können Sie sich im Internet präzise informieren. Die Internetadresse lautet: www.die-deutschen-buergerstiftungen.de
</p>
<p>
<b>Pott:</b> Ich stelle immer wieder fest, dass sich Menschen zwar engagieren wollen, aber keine Bereitschaft zeigen z.B. an Schulungen oder Fortbildungen. Wie erreicht man eine zuverlässige Verbindlichkeit?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Die Verbände des Ehrenamtes, beispielsweise die Verbände des Sports, der Laienmusik und des Naturschutzes, legen großen Wert auf Fortbildungsangebote für ihre Funktionsträger vor Ort. Sie werben auch dafür. Sicher gibt es für den einen oder anderen eine Hemmschwelle, eine solche Fortbildung zu besuchen. Aber diejenigen, die die Zeit dafür aufbringen, bereuen diese Maßnahmen in den seltensten Fällen. Man muss einfach Überzeugungsarbeit dafür leisten, dass beispielsweise Fortbildungen für Jugendleiter nicht nur dem jeweiligen Verein zugute kommen, sondern auch einen persönlichen Gewinn bedeuten.
</p>
<p>
<b>maurice:</b> Vernichtet das Ehrenamt volle sozialversicherungspflichtige Stellen?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Nein, das ist mir nicht bekannt. Dort, wo Ehrenamtliche beispielsweise bei Sozialeinrichtungen mit einbezogen werden, ersetzen sie keine professionelle Kräfte. Sie sind ergänzend tätig. Die beruflichen Standards verbieten es, auf Professionalität zu verzichten.
</p>
<p>
<b>nataku:</b> Herr Wacker, wie stellen Sie sich das Zukunft des Ehrenamts vor? Was würden Sie sich wünschen?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich wünsche mir, dass eine neue Untersuchung ergibt, dass wieder mehr Menschen sich im Ehrenamt engagieren. Diese Entwicklung kann nur eintreten, wenn in zunehmendem Maße die Menschen aller Altersgruppen erkennen, dass sie persönlich davon profitieren.
</p>
<p>
<b>Ishta:</b> Nochmal zurückzukommen auf das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts: In den 18 Monaten hatte ich gerade zwei Fälle, in denen Jugendliche dies in Anspruch genommen haben. Wobei ich einer der größten Organisationen im Landesjugendring angehöre. Daher habe ich Interesse zu erfahren, wann Sie eine Zwischenbilanz des neuen Gesetzes ziehen möchten?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Mit dem Vorstand des Landesjugendrings habe ich besprochen, dass wir nach einem gewissen Zeitraum eine erste gemeinsame Bestandsaufnahme vornehmen. Sie werden es mir sicher nicht verdenken, wenn ich Sie auf diesem Weg darauf verweise, dass der Landesjugendring Ihnen sicher gerne diese Informationen übermittelt. Ich bin persönlich sehr daran interessiert, die Wirkung des Gesetzes zu untersuchen.
</p>
<p>
<b>Schekker: </b>Was halten Sie von einer Verpflichtung für eine &quot;ehrenamtliche&quot; Tätigkeit? Man hat ja früher schon mal darüber diskutiert, da fast alle jungen Männer zur Bundeswehr mussten, Frauen aber nicht. Ist so ein &quot;Zwang&quot; mit der &quot;Ehre&quot; des Amtes vereinbar?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich sehe die Notwendigkeit nicht. Der Vergleich mit dem Grundwehrdienst hinkt, da mittlerweile die wenigsten jungen Männer im wehrpflichtigen Alter verpflichtend in den Grundwehrdienst einberufen werden. Die Gesellschaft muss die Reife haben, selbst zu erkennen, dass jeder Einzelne seinen individuellen Beitrag für die Gemeinschaft erbringen muss.
</p>
<p>
<b>ollo:</b> Aus den USA kenne ich es, dass durch zentrale kommunale Einrichtungen der Schritt zur ehrenamtlichen Tätigkeit viel geringer war, als er das hier ist. Wer ein paar Stunden frei hat, der kann dort hin gehen und von jetzt auf gleich etwas tun, etwa alte Leute bespaßen. Wäre dies kein Ansatzpunkt für Baden-Württemberg?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Wenn Sie sich spontan sozial betätigen wollen, haben Sie sicher die Möglichkeit ein Altenheim in Ihrer unmittelbaren Nähe aufzusuchen. Wenn Sie dort Ihre Hilfe zeitweise anbieten, kann ich mir gut vorstellen, dass man Ihr Angebot dankbar aufgreift.
</p>
<p>
<b>clows:</b> Herr Wacker, sind Sie ehrenamtlich tätig?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ja, ich bin ehrenamtlich Landesvorsitzender des Bibliotheksverbandes Baden-Württemberg. Darüber hinaus betreue ich ehrenamtlich verschiedene Funktionen in der CDU. Bevor ich im Jahr 1996 Landtagsabgeordneter wurde, habe ich verschiedene Funktionen im kulturellen Bereich wahrgenommen. Begonnen habe ich mit 16 Jahren erste ehrenamtliche Erfahrungen in der kirchlichen Jugendarbeit (KJG) zu sammeln.
</p>
<p>
<b>Bernd Schuster:</b> In einigen Bezirken Berlins laden die Bezirksämter ihre Ehrenamtlichen zu Veranstaltungen ein, auf denen auch Prominente ehrenamtlich auftreten. Für die Ehrenamtlichen ist solch eine Art Dankeschön für die Arbeit sehr wichtig. Es zeigt, dass auch von offizieller Seite eine Wertschätzung erfolgt.
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich stimme Ihnen zu. Öffentliche Ankerkennung ist für die Ehrenamtlichen sehr wichtig. Unser landesweiter Wettbewerb &quot;echt gut! &#8211; Ehrenamt Baden-Württemberg&quot; soll besonders diesem Zweck dienen. Daneben bieten viele Kommunen solche Veranstaltungen an, um besonders Engagierte zu würdigen. Gerade der Internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember bietet hierfür für viele Kommunen Anlass.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das waren 90 Minuten Internet-Live-Chat auf www.ehrenamt-bw.de. Vielen Dank an unsere Chatterinnen und Chatter für die Fragen und vielen Dank an Staatssekretär Georg Wacker für die Antworten. Das Chatteam wünscht allen Beteiligten noch einen schönen Abend!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/ehrenamtliche-betaetigung-verleiht-schluesselkompetenzen-4058/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#034;Das Ehrenamt ist unbezahlbar&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/das-ehrenamt-ist-unbezahlbar-3351/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/das-ehrenamt-ist-unbezahlbar-3351/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[ehrenamtliches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Kultusministerium]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/das-ehrenamt-ist-unbezahlbar-3351/</guid>

					<description><![CDATA[<p class="teaser">
&#160;
</p>
<p>
<span class="fett">Am Donnerstag, 20. September, war Staatssekretär und Ehrenamtsbeauftragter Georg Wacker zu Gast im Chat des Kultusministeriums Baden-Württemberg. Er sprach über ehrenamtliches Engagement und erklärte, warum sich der freiwillige Einsatz lohnt.</span>
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
&nbsp;
</p>
<p>
<span class="fett">Am Donnerstag, 20. September, war Staatssekretär und Ehrenamtsbeauftragter Georg Wacker zu Gast im Chat des Kultusministeriums Baden-Württemberg. Er sprach über ehrenamtliches Engagement und erklärte, warum sich der freiwillige Einsatz lohnt.</span>
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen beim<br />
Chat des Kultusministeriums Baden-Württemberg. Unser heutiger<br />
Gast ist Staatssekretär Georg Wacker. Herr Wacker hat sich<br />
bereit erklärt, Ihnen für die nächsten 90 Minuten<br />
Rede und Antwort zu stehen. Unser Thema heute ist das Ehrenamt.<br />
Wir freuen uns auf Ihre Fragen. Herr Wacker, sind Sie bereit?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ja, sehr gerne, ich bin gespannt<br />
auf die Fragen.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://politik-digital.de/salon/photos/gwacker_85x120.jpg" alt="Georg Wacker" height="120" width="85" /><br />
<i>Georg Wacker, <br />
Staatssekretär und Ehrenamtsbeauftragter <br />
Baden-Württemberg</i>
</p>
<p align="left">
<br />
<b>Moderator:</b> Bereits im Vorfeld dieses Chat konnten<br />
die Nutzer Fragen stellen und die Fragen der anderen Nutzer bewerten.<br />
Diese Fragen werden wir im Lauf des Chats stellen. Beginnen möchte<br />
ich mit dieser hier:</p>
<p><b>Holger:</b> Welche Ehrenämter haben Sie eigentlich<br />
inne, Herr Wacker?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich bin Kreisvorsitzender der CDU<br />
Rhein-Neckar, des mitgliederstärksten Verbandes der CDU in<br />
Baden-Württemberg mit nahezu 5000 Mitgliedern. Darüber<br />
hinaus bin ich Vorsitzender des Landesverbandes der Bibliotheken<br />
Baden-Württemberg (DBV). Dieser Verband vertritt die Interessen<br />
des öffentlichen Bibliothekswesens und der wissenschaftlichen<br />
Bibliotheken. Seit meiner Jugend hatte ich verschiedene ehrenamtliche<br />
Funktionen inne. Auf Nachfragen bin ich gerne bereit, einige Bereiche<br />
aufzuzählen.
</p>
<p>
<b>Malfa:</b> Warum hat Baden-Württemberg eigentlich<br />
eines Ehrenamtsbeauftragten?</p>
<p><b>Georg Wacker:</b> Das Ehrenamt bzw. das Bürgerschaftliche<br />
Engagement ist die tragende Säule unserer Gesellschaft. In<br />
Baden-Württemberg sind nachweislich 4,5 Mio. Menschen ehrenamtlich<br />
engagiert. Damit hat diese Personengruppe auch ein Sprachrohr in<br />
der Landesregierung verdient. Ich bin dankbar, dass der Ministerpräsident<br />
mich gebeten hat, diese Aufgabe wahrnehmen zu dürfen. </p>
<p><b>Moderator:</b> Die Statistik bezieht sich ja auf Personen<br />
in Vereinen und Institutionen. Hierzu diese Nachfrage:</p>
<p><b>Markus: </b>Sind nur die institutionalisierten Ehrenämter<br />
ehrenwert? Was, wenn man anderen „nur“ regelmäßig<br />
hilft?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Diese Statistik beinhaltet nicht<br />
nur die Menschen, die in Vereinen und Institutionen engagiert sind,<br />
sondern auch die Bürgerinnen und Bürger, die sich in losen<br />
Gruppen oder freien gesellschaftlichen Initiativen engagieren. Die<br />
ehrenamtlichen Strukturen in Baden-Württemberg sind ausgesprochen<br />
vielseitig. Aus dieser Erkenntnis geht hervor, dass jedes Ehrenamt<br />
ehrenwert ist.</p>
<p><b>Moderator:</b> Noch eine Frage zur Statistik:</p>
<p><b>badenser:</b> Stellen Sie eine Tendenz im Umfang des<br />
ehrenamtlichen Engagements fest?</p>
<p><b>Georg Wacker:</b> In zunehmendem Maße engagieren<br />
sich junge Menschen im Ehrenamt, vor allem in Baden-Württemberg.<br />
Dies ist erfreulich. Allerdings verändern sich die Formen und<br />
die Dauer des Engagements. Leider erklären sich in nicht ausreichendem<br />
Maß Menschen dazu bereit, Funktionen und Ämter zu übernehmen.<br />
Das Engagement in der so genannten zweiten Reihe wird stärker.<br />
Die Werbung um Führungspersonal im Ehrenamt dagegen schwieriger.<br />
Dennoch muss man abschließend feststellen, dass die Bereitschaft,<br />
sich überhaupt für andere Menschen einzubringen, gewachsen<br />
ist.</p>
<p><b>SVF:</b> Für uns als Sportverein wird es immer<br />
schwieriger, Ehrenamtliche zu gewinnen &#8211; haben Sie Hilfen, was man<br />
tun kann?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Man kann hier verschiedene Tipps<br />
geben. Es kommt hierbei natürlich auf die örtliche Situation<br />
an. Der jeweilige Sportverein muss zunächst gegenüber<br />
der Öffentlichkeit genau beschreiben, um welches jeweilige<br />
Tätigkeitsfeld es sich handelt und wieviel Zeit die jeweilige<br />
Aufgabe erfordert. Gerne biete ich Ihnen im konkreten Fall eine<br />
Rücksprache mit unserem Ehrenamtsbüro an. Hier die Internetadresse:<a href="http://www.ehrenamt-bw.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
www.ehrenamt-bw.de.</a>
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch einmal eine Frage nach der Altersstruktur<br />
von Engagement:</p>
<p><b>demo:</b> Welche Altersgruppen engagieren sich besonders<br />
stark ehrenamtlich?</p>
<p><b>Georg Wacker:</b> Es gibt eine Erhebung, die im Auftrag<br />
der Bundesregierung erstellt wurde. Diese stammt aus dem Jahr 2004,<br />
die ich schon an anderer Stelle zitiert habe. Aus dieser Erhebung<br />
geht hervor, dass die Altersgruppe der 46- bis 65jährigen sich<br />
in Baden-Württemberg mit einem Anteil von 50 Prozent aller<br />
Ehrenamtlichen am stärksten engagiert. Gegenüber 1999<br />
hat sich diese Zahl um neun Prozent erhöht. Ein weiterer Aspekt<br />
ist interessant 46 Prozent der 14- bis 30jährigen in Baden-Württemberg<br />
sind ehrenamtlich aktiv.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Es handelt sich um den so genannten<br />
zweiten Freiwilligensurvey. Weitere Informationen auf der <a href="http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=73430.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seite<br />
des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend</a>:</p>
<p><b>Vorstand: </b>Unsere jüngeren Mitglieder sind<br />
bereit, sich zu engagieren, aus- und weiterzubilden. Die Kurse sind<br />
aber häufig unter der Woche. Freistellung von Schule oder Studium<br />
oder Sonderurlaub gibt es in der Regel nicht. Sehen Sie hier eine<br />
Änderungsmöglichkeit?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Es ist sehr erfreulich, dass Sie<br />
mir die Rückmeldung geben, dass junge Menschen bereit sind,<br />
sich fachlich und überfachlich fortbilden zu lassen. Gerade<br />
in diesen Wochen novellieren wir das Sonderurlaubsgesetz, das seit<br />
vielen Jahren Gültigkeit hatte. Mit der neuen Fassung des „Gesetzes<br />
zur Stärkung des Ehrenamtes“ haben Jugendliche für<br />
Fortbildungen einen gesetzlichen Urlaubsanspruch: Für volljährige<br />
Jugendliche bis zu zehn Tagen jährlich und für Jugendliche<br />
mit Vollendung es 16. Lebensjahres in der Ausbildung bis zu fünf<br />
Tage jährlich jeweils unbezahlt. Die Herabsetzung des Anspruchs<br />
auf 16 Jahre ist neu dabei.
</p>
<p>
<b>Nataku: </b>Gibt es in Baden-Württemberg spezielle<br />
Programme, um Jugendliche stärker für ehrenamtliches Engagement<br />
zu begeistern? Arbeiten Sie zum Beispiel mit Schulen zusammen und<br />
was sind das dann für Programme?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Gerne verweise ich auf den Landesjugendplan<br />
des Landes Baden-Württemberg. Er beinhaltet sämtliche<br />
Maßnahmen zur Förderung des Ehrenamtes der Jugend. In<br />
diesem Plan sind vor allem die Fortbildungsmaßnahmen für<br />
die Jugendarbeit verankert. Darüber hinaus ist die Kooperation<br />
für Schulen und Jugendarbeit ein weiterer Schwerpunkt. In Kooperation<br />
mit führenden Verbänden des Ehrenamtes gestalten und unterstützen<br />
wir das Schülermentorenprogramm. Durch die Bildungsplanreform<br />
im Jahr 2004 haben wir das ehrenamtliche Engagement als Element<br />
in den Bildungsplänen ausgewiesen. Beispielsweise TOP SE in<br />
Realschulen (themenorientierte Projekte soziales Engagement). Gerade<br />
dieses Projekt hat kürzlich eine hohe internationale Auszeichnung<br />
durch die Bertelsmann-Stiftung erhalten.
</p>
<p>
<b>steno:</b> Können steigende Rentnerzahlen Ihrer<br />
Meinung nach eine Chance für das Ehrenamt sein, wenn sich vor<br />
allem ältere Bürger engagieren?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich bin davon überzeugt, dass<br />
in zunehmendem Maße Menschen, die sich im Ruhestand befinden,<br />
für die Gesellschaft vielseitig ehrenamtlich einbringen. Bereits<br />
jetzt ist diese Entwicklung in den vorliegenden Studien erkennbar.</p>
<p><b>Moderator:</b> Nachfrage des gleichen Nutzers: </p>
<p><b>steno:</b> Wo sehen Sie zukünftige Schwerpunkte<br />
ehrenamtlichen Engagements?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Bedingt durch die Tatsache, dass<br />
wir eine immer älter werdende Gesellschaft werden, sehe ich<br />
die Notwendigkeit, dass die unterschiedlichen Generationen miteinander<br />
die Gesellschaft gestalten. Es wäre fatal, wenn jeweils die<br />
Altersgruppen für sich unabhängig voneinander eigene Projekte<br />
gestalten. Es muss das gesellschaftliche Ziel sein, die Gruppen<br />
bei den Projekten zusammenzuführen.
</p>
<p>
<b>Marlon:</b> In welchen Bereichen bringen sich denn<br />
mehr ältere Menschen ein und in welchen sind eher jüngere<br />
Leute aktiv?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> In sozialen Bereichen engagieren<br />
sich vorwiegend Menschen mittleren und des gehobenen Alters, und<br />
im Bereich des Sports und in der Ökologie beispielsweise vorwiegend<br />
jüngere.<br />
Moderator: Hier sind einige Fragen aufgelaufen, mit denen nach der<br />
besonderen Rolle von Baden-Württemberg in der Ehrenamtsförderung<br />
gefragt wird. Hier die erste Frage dazu:</p>
<p><b>tuxfan: </b>Worin unterscheidet sich Baden-Württemberg<br />
in der Förderung von Ehrenämtern?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich vermute, dass Sie nach einem<br />
Ländervergleich fragen. Ich kenne im Detail die Förderprogramme<br />
anderer Bundesländer nicht. Ich stelle aber fest, dass sehr<br />
häufig von Verantwortungsträgern im Ehrenamt aus anderen<br />
Bundesländern unsere Jugendarbeitförderung besonders hervorgehoben<br />
wird. Vertreter der verbandlichen Jugendarbeit betonen immer wieder,<br />
dass wir vor allem im Bereich der Fortbildung und Weiterqualifizierung<br />
im Ländervergleich eine führende Rolle einnehmen. Dabei<br />
verzichten wir auf zentrale Vorgaben durch das Land. Das Subsidiaritätsprinzip<br />
gilt gerade für diesen Bereich: Verantwortlich für die<br />
Inhalte und Schwerpunkte ist der jeweilige Träger der Jugendarbeit.<br />
<br />
<b><br />
Gemeinwohl:</b> Wieviel Geld gibt das Land für die Ehrenamtsförderung<br />
pro Jahr aus?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Das Schwerpunktressort für<br />
das Ehrenamt ist das Kultusministerium. Hier sind die meisten Maßnahmen<br />
angesiedelt. Aber auch andere Ressorts fördern ehrenamtliche<br />
Aktivitäten. Wenn alle Maßnahmen zusammengerechnet werden,<br />
gibt das Land jährlich circa 75 Millionen Euro für die<br />
unterschiedlichen Programme aus.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und hier wird auch nach der Gegenrechnung<br />
gefragt, nämlich nach dem Wert des Ehrenamtes.<br />
zäpfle: Ist es möglich, den Wert ehrenamtlichen Engagements<br />
in Zahlen zu benennen?</p>
<p><b>Georg Wacker:</b> Das ist außerordentlich schwierig.<br />
Wenn man den Versuch unternehmen würde, die vielen Stunden<br />
eines Ehrenamtlichen in der Woche mit einer normalen Bzahlung, vergleichsweise<br />
aus der freien Wirtschaft, zu vergüten, wäre nach meiner<br />
Auffassung die Bundesrepublik Deutschland nicht im Stande, dieses<br />
zu vergüten; es sei denn, man würde sich maßlos<br />
in eine noch höhere Staatsverschuldung stürzen. Mein Fazit:<br />
Das Ehrenamt ist unbezahlbar. Damit möchte ich zum Ausdruck<br />
bringen, dass jede funktionierende Gesellschaft darauf angewiesen<br />
ist, dass sich Menschen ohne Einforderung eines materiellen Gegenwertes<br />
einbringen.
</p>
<p>
<b>FFern:</b> Dem Bundesland Baden-Württemberg scheint<br />
ehrenamtliches Engagement ja sehr am Herzen zu liegen. Wissen Sie,<br />
welche vergleichbaren Initiativen es in anderen Bundesländern<br />
gibt, um ehrenamtliches Engagement zu stärken?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Jedes Bundesland ist selbst dafür<br />
verantwortlich, eigene Programme zu konzipieren. Deutlich wird aber<br />
bei den Vergleichen, der sicher schwer fällt, dass die Zielrichtungen<br />
vergleichbar sind. Beispielsweise legen alle Bundesländer einen<br />
immer größeren Wert darauf, ehrenamtliches Engagement<br />
in das Schulleben zu integrieren und die Zusammenarbeit mit den<br />
Vereinen vor Ort voranzubringen.
</p>
<p>
<b>Dart:</b> Wäre es nicht hilfreich, die Förderprogramme<br />
der anderen Bundesländer zu kennen, um die eigene Förderung<br />
angemessen weiterentwickeln zu können?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker: </b>Natürlich müssen wir über<br />
den eigenen Tellerrand hinausschauen Zu diesem Zweck findet ein<br />
regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt. Die Verbände<br />
des Ehrenamts arbeiten auch sehr intensiv auf Bundesebene zusammen.<br />
In den meisten Fällen sind sie auch bundesweit organisiert.<br />
Daneben wirken auch die Mitarbeiter unseres Hauses in verschiedenen<br />
Arbeitsgruppen auf der Bund-Länder-Ebene mit. </p>
<p><b>Dart:</b> Spielt das Thema Ehrenamt bei der Kultusministerkonferenz<br />
auch eine Rolle?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ja, wenn Ehrenamt auch etwas mit<br />
dem Bildungsauftrag der KMK zu tun hat. Darauf bin ich bereits bei<br />
den vorherigen Fragen eingegangen.
</p>
<p>
<b>SCA:</b> Landeszuschüsse sind ein wichtiges<br />
Finanzierungsinstrument für Vereine. Können wir davon<br />
ausgehen, dass es auch in den nächsten Jahren Zuschüsse<br />
geben wird?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Der Ministerpräsident Günther<br />
Oettinger hat in seiner ersten Regierungserklärung verschiedene<br />
Schwerpunkte genannt. Darin sind verschiedene Finanzierungs- und<br />
Förderzusagen enthalten. Beispielsweise wurde mit den Verbänden<br />
des Sports ein Solidarpakt geschlossen, der bis zum Ende dieser<br />
Legislaturperiode (2011) Gültigkeit hat. Wesentlicher Bestandteil<br />
dieses Solidarpaktes ist eine finanzielle Planungssicherheit bis<br />
zu diesem Zeitpunkt. Dies bedeutet: Die Landesregierung verpflichtet<br />
sich, keine Kürzungen in den Haushalten vorzunehmen. Auch mit<br />
den Verbänden der Jugendarbeit ist ein ähnliches Bündnis<br />
geplant, das kurz vor dem Abschluss steht. Desweiteren haben die<br />
Regierungsfraktionen die politische Aussage formuliert, dass auch<br />
bei den kulturellen und musischen Verbänden keine weiteren<br />
Kürzungen mehr beabsichtigt sind.
</p>
<p>
<b>zäpfle:</b> Wie gut ist Deutschland denn im internationalen<br />
/ europäischen Vergleich in Sachen Ehrenamt aufgestellt?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Aktuell kann ich Sie in diesem Zusammenhang<br />
auf eine Studie hinweisen, die von TNS Infratest erstellt wurde.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die finden sie <a href="http://www.ehrenamt-bw.de/servlet/PB/-s/p16i5o7bd9ko1th3wtmodoebdi0z2xp/menu/1176425/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>:
</p>
<p>
<b>Rollo:</b> Sehen Sie eigentlich Unterschiede zu Ehrenämtern<br />
in anderen Staaten, in den USA ist so etwas m.E. ja verbreiteter.
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich unterstelle, dass in allen Ländern<br />
oder in allen Wirtschaftsnationen ein vergleichbares Engagement<br />
besteht. Unterschiede sind sicher in der jeweiligen Struktur vorhanden.<br />
Da wir in Baden-Württemberg eine sich über Jahrzehnte<br />
entwickelte Vereins- und Verbandsstruktur haben, kann man hierbei<br />
von einer verlässlichen Förder- und Unterstützungsstruktur<br />
sprechen. Ich bin nicht sicher, ob Ehrenamtliche in anderen Ländern<br />
die gleichen Voraussetzungen vorfinden. </p>
<p><b>Moderator:</b> Nachfrage zur EU, deren Antwort zwar<br />
vermutlich unerschöpflich wäre, aber vielleicht gibt es<br />
einige Hinweise?</p>
<p><b>Gemeinwohl: </b>Gibt es EU-Fördermittel, mit denen<br />
ehrenamtliches Engagement gefördert wird (zum Beispiel Schulungen),<br />
wenn ja, wieviel und für welche Bereiche?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Europa bietet verschiedene Möglichkeiten<br />
zur Förderung ehrenamtlichen Engagements. Fördermöglichkeiten<br />
können aus verschiedenen Aktionsbereichen in Anspruch genommen<br />
werden. Mögliche Ansätze kann hier zum einen das Programm<br />
„Jugend in Aktion“ oder auch „Europa für<br />
Bürgerinnen und Bürger“ liefern. Die einzelnen Förderkriterien<br />
sind jeweils unterschiedlich geregelt. </p>
<p><b>Moderator:</b> Wo finden die Baden-Württemberger<br />
eine Übersicht über Landes-Fördermöglichkeiten,<br />
Herr Staatssekretär?</p>
<p><b>Georg Wacker:</b> Gerne verweise ich auf unsere Internet-Plattform<br />
ehrenamt-bw.de. Dort finden Sie eine Übersicht über die<br />
verschiedenen Maßnahmen. Für spezielle Fragen können<br />
Sie Kontakt anklicken. In gedruckter Fassung ist der Landessportplan<br />
und der Landesjugendplan selbstverständlich erhältlich.<br />
Darüber hinaus können die Baden-Württemberger sich<br />
mit den jeweiligen Vereinen und Organisationen vor Ort in Verbindung<br />
setzen. Diese können zu den jeweiligen Fachgebieten Ansprechpartner<br />
ihrer Verbände benennen. Auch in den Kommunalverwaltungen gibt<br />
es Anlaufstellen, die durch das Land unterstützt werden. Sie<br />
haben die Aufgabe, die Bürger entsprechend zu beraten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Damit sollten vermutlich die vielen<br />
Fragen abgedeckt sein, die danach Fragen, wo man Hilfe findet, wenn<br />
man sich engagieren will. Kommen wir zu einem anderen Thema. Der<br />
Anerkennung von Engagement:</p>
<p><b>Lockhard:</b> Es wird immer viel von Anerkennungskultur<br />
geredet. Was tun Sie dafür, dass diese besser wird?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ehrenamt ist Ehrenamt. Allerdings<br />
erwarten Ehrenamtliche zurecht, dass sogenannte Rahmenbedingungen<br />
für das ehrenamtliche Engagement verbessert werden. Beispielsweise<br />
durch Entbürokratisierung oder durch eine steuerliche Begünstigung<br />
dieses Engagements. Dies ist sicher eine Form der Anerkennung. Daneben<br />
muss das Ehrenamt gesellschaftlich öffentlich gewürdigt<br />
werden, weil Ehrenamtliche auch Vorbilder sind, gerade für<br />
diejenigen, die nach Halt und Orientierung suchen. Da gibt es zweifelsohne<br />
viele Möglichkeiten, dieses zu würdigen. Beispielsweise<br />
durch Wettbewerbe, durch öffentliche Präsentationen der<br />
Projekte oder gar durch besondere Auszeichnungen.
</p>
<p>
<b>Laendle54: </b>Sollte man nicht Zeitspenden irgendwie<br />
geltend machen können, wie man es bei Geldspenden schon kann?<br />
<b><br />
Georg Wacker:</b> Das ist eine spannende Idee. Allerdings ist<br />
mir noch nicht ganz klar, wie man diese Zeit vergüten kann.<br />
Mir verbleibt nur darauf hinzuweisen, dass es steuerliche Möglichkeiten<br />
gibt, wie z.B. die Vergütung einer Übungsleiterpauschale<br />
oder die geplante Aufwandspauschale steuerlich höher zu begünstigen.<br />
Derzeit ist ein Gesetzgebungsverfahren beim Bundesgesetzgeber in<br />
Gange. Danach ist vorgesehen, dass die Übungsleiterpauschale<br />
von 1.848 Euro auf 2.100 Euro erhöht wird und die Aufwandspauschale<br />
neu eingeführt wird mit einer Höhe von 500 Euro pro Jahr.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Damit ist auch diese Frage beantwortet:</p>
<p><b>GHöll:</b> Wieviel Geld darf ich als Ehrenamtlicher<br />
eigentlich mit dem Amt verdienen?</p>
<p><b>Benno:</b> Haben erhaltene Zertifikate über ehrenamtliche<br />
Tätigkeit auch eine Bedeutung für berufliche Entwicklung?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ja, absolut. Immer mehr Unternehmen<br />
achten bei Bewerbungsgesprächen darauf, welche ehrenamtlichen<br />
Qualifikationen der Bewerber um eine Ausbildungsstelle nachweist.<br />
So genannte Schlüsselqualifikationen und Sozialkompetenzen<br />
werden für eine Berufsbiographie immer wichtiger. Um solche<br />
Qualifikationen nachzuweisen, hat das Kultusministerium mit großer<br />
Nachfrage den Quali-Pass eingeführt. Dieses Dokument hat eine<br />
hohe Akzeptanz. Auch in den Schulen gibt es die Möglichkeit,<br />
ein Beiblatt für das Zeugnis auszustellen, wo ehrenamtliche<br />
Aktivitäten dokumentiert sind.
</p>
<p>
<b>teichtier:</b> Welche Preise oder Präsentationsmöglichkeiten<br />
gibt es denn in BaWü?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Kürzlich ist die Bewerbungsfrist<br />
für den Landeswettbewerb „Echt gut“ Baden-Württemberg<br />
abgeschlossen. Nach einem Vorschlag der Jury, hat die Öffentlichkeit<br />
die Möglichkeit, via Internet oder telefonisch Voten abzugeben.<br />
Im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde am 22. November 2007<br />
werden die Preise verliehen. Eine weitere Preisverleihung findet<br />
am 29. September 2007 statt. Hierbei werden kommunale Projekte gewürdigt.<br />
Es ist geplant, in absehbarer Zeit auf Regionalkonferenzen Ehrenamtsprojekte<br />
aus den verschiedensten Bereichen der Öffentlichkeit darzubieten.<br />
Dieses Vorgehen hat zum Ziel, dass die verschiedenen Projektträger<br />
voneinander lernen und möglicherweise zusammenarbeiten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Ich hoffe, damit ist auch diese Frage<br />
beantwortet:</p>
<p><b>Ghost:</b> Ehrenamt muss gesellschaftlich gewürdigt<br />
werden, sagen Sie &#8211; mit welchen Maßnahmen möchten sie<br />
denn das erreichen?</p>
<p><b>Moderator: </b>Und eine Nachfrage: </p>
<p><b>teichtier:</b> Wie stark muss man sich denn engagiert<br />
haben, um diesen Quali-Pass zu bekommen? Hört sich ja nach<br />
einer spannenden Sache an, auch für andere Bundesländer.
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Die Voraussetzungen können<br />
Sie über das Jugendnetz-bw in Erfahrung bringen. Auch auf dem<br />
Kultusportal Baden-Württemberg können Sie mehr darüber<br />
erfahren. Mehr als 250.000 Exemplare wurden bisher ausgestellt.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Wir haben noch ca. 10 Minuten. Nächstes<br />
Thema: Ehrenamt der Zukunft:</p>
<p><b>Burlo43:</b> Im Internet finden sich ja auch Menschen<br />
zusammen, um ohne Bezahlung für eine gute Sache zu arbeiten<br />
(Crowdsourcing, etc.) &#8211; ist das institutionalisierte Ehrenamt ein<br />
Auslaufmodell?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich glaube nicht. Ich habe vorhin<br />
schon darauf hingewiesen, dass die Formen des Engagements zunehmen.<br />
Noch vor 20 Jahren war es üblich, über einen Verein vor<br />
Ort sich ehrenamtlich einzubringen. Mittlerweile gibt es viele andere<br />
Wege, dieses zu tun. Dennoch klagen viele Vereine über zu geringen<br />
Nachwuchs. Deswegen bin ich zuversichtlich, dass auch die traditionellen<br />
Strukturen eine Zukunft haben.
</p>
<p>
<b>schwoab:</b> Wird das Ehrenamt in Zukunft professioneller<br />
werden?</p>
<p><b>Georg Wacker:</b> Ehrenamtliche sind sehr häufig<br />
Könner in ihren Bereichen. Könner sind in meinen Augen<br />
professionell. Unter Professionalität im Ehrenamt verstehe<br />
ich, dass sie in der fachlichen Entwicklung unterstützt werden<br />
müssen, beispielsweise durch Fortbildungen. Auch darauf bin<br />
ich bei vorherigen Fragen eingegangen. Wir haben die Erfahrung gemacht,<br />
dass die Ehrenamtlichen, die sich am Jugendbegleiterprogramm an<br />
Schulen beteiligen, meistens gute berufliche Qualifikationen haben.<br />
Damit ist auch Professionalität in diesem Bereich gegeben.</p>
<p><b>Moderator:</b> Auch für den Arbeitsmarkt kann<br />
Ehrenamt eine Bedeutung haben, lese ich aus dieser Frage heraus<br />
&#8211; allerdings ist die Frage, ob diese positiv ist:
</p>
<p>
<b>Böblinger:</b> Ist verstärkte ehrenamtliche<br />
Arbeit eine Option für Arbeitslose und wie kann man verhindern,<br />
dass es nicht zu einem Zwang bzw. einer Ausbeutung kommt?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Arbeitslose suchen häufig nach<br />
einem Sinn ihres Daseins. Solange sie keinen Job haben, muss man<br />
ihnen einen uneingeschränkten Zugang zum Bürgerschaftlichen<br />
Engagement ermöglichen. Anfragen diesbezüglich müssen<br />
unterstützt werden. Das hat zunächst nichts mit Ausbeutung<br />
zu tun. Allerdings muss die Arbeitsmarktpolitik darauf ausgerichtet<br />
sein, zunächst Beschäftigungswillige in den regulären<br />
Arbeitsmarkt zu integrieren, und erst danach Bedarfslücken<br />
durch Ehrenamtliche zu schließen. </p>
<p><b>Horex:</b> Die Freizeitangebote sind ja groß:<br />
Für mich als Vorsitzender eines größeren Sportvereins<br />
ist es jedesmal ein Risiko, wenn Übungsleiter gehen, so etwas<br />
wie Kündigungsfristen gibt es ja nicht. Was halten Sie von<br />
Verträgen mit Ehrenamtlichen?
</p>
<p>
<b>Georg Wacker:</b> Ich habe nichts dagegen, wenn Vereinbarungen<br />
geschlossen werden. Das dient auch der Planungssicherheit in den<br />
jeweiligen Vereinen. Allerdings hätten Verträge eher den<br />
Sinn eines Arbeitsvertrages mit hoher Verbindlichkeit. Solche Verträge<br />
laufen der Freiwilligkeit zuwider, da Übungsleiter höchstens<br />
eine Aufwandspauschale erhalten, aber kein Gehalt im Sinne eines<br />
regulären Arbeitsvertrages. Ich plädiere dafür, dass<br />
Vereine mit ihren Übungsleitern eine individuelle verlässliche<br />
Regelung finden, die beiden nützt. </p>
<p><b>Moderator:</b> Die letzte Frage kommt von mir: Herr<br />
Staatssekretär, was ist die nächste ehrenamtliche Tätigkeit,<br />
die sie verrichten?
</p>
<p><b>Georg Wacker:</b> Meine Tochter beabsichtigt in wenigen<br />
Tagen nach Tübingen zu ziehen, weil sie dort bald mit ihrem<br />
Studium beginnen wird. Meine ehrenamtliche Aufgabe sehe ich darin,<br />
ein ganzes Wochenende die Räumlichkeiten zu renovieren, damit<br />
sie gute Startvoraussetzungen hat. <br />
Ich bedanke mich bei allen Fragestellern für die konstruktiven<br />
und auch kritischen Fragen. Sie haben dokumentiert, dass das ehrenamtliche<br />
Engagement Ihnen sehr am Herzen liegt. Dies nehme ich zum Anlass,<br />
mich bei allen Ehrenamtlichen auf diesem Weg für ihren unermüdlichen<br />
Einsatz zu bedanken. </p>
<p><b>Moderator:</b> Liebe Chatgäste, sehr geehrter<br />
Herr Staatssekretär Wacker! Herzlichen Dank für Ihr Teilnahme<br />
an diesem Live Chat des Kultusministeriums Baden Württemberg!<br />
Leider konnten nicht alle Fragen beantwortet werden, aber ich hoffe,<br />
es gelang ein Einblick in die Arbeit im Bereich Ehrenamt. Allen<br />
einen schönen Abend.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/das-ehrenamt-ist-unbezahlbar-3351/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ehrenamt 2.0</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/ehrenamt_20-3400/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/ehrenamt_20-3400/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Oct 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Beteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Participation]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/ehrenamt_20-3400/</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/uncategorized/ehrenamt_20-3400/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
