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	<title>Entwicklungszusammenarbeit &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Entwicklungszusammenarbeit &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Entwicklungsarbeit: Transparenz per Blockchain</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vivian Knopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 13:42:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Transparenz, Vertrauen, Nachvollziehbarkeit – das sind wichtige Elemente der Entwicklungszusammenarbeit. Dazu maßgeblich beitragen könnte der Einsatz von Blockchain-Technologie. Zu diesem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Digital-Kontrovers-Titelbild.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-155075 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Digital-Kontrovers-Titelbild-630x276.jpg" alt="" width="630" height="276" /></a></p>
<p>Transparenz, Vertrauen, Nachvollziehbarkeit – das sind wichtige Elemente der Entwicklungszusammenarbeit. Dazu maßgeblich beitragen könnte der Einsatz von Blockchain-Technologie. Zu diesem Ergebnis kam die Veranstaltung „Digital kontrovers – Blockchain Hype // dezentrale Disruption“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am Dienstag, den 21. August, in Berlin.</p>
<p>Über konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der Entwicklungsarbeit, aber auch die dabei entstehenden Herausforderungen von Blockchain und Kryptowährungen sprachen Sam Liban, Operations Manager bei The Sun Protocol und Rüdiger Weis, Professor für Informatik an der Beuth-Hochschule für Technik in Berlin. Konkreten Input aus der Entwicklungsarbeit steuerte außerdem Kathleen Ziemann, Beraterin beim Sektorprogramm Digitalisierung für nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, bei.</p>
<h3>Lösung grundlegender Probleme der digitalen Gesellschaft</h3>
<p>Sam Liban sieht vor allem die Chancen  der dezentralen automatisierten Technologie. Aus seiner Sicht kann Blockchain dazu beitragen, grundsätzliche Probleme der digitalen Gesellschaft zu lösen, weil es ermögliche, wirtschaftlich digital zu agieren und Werte eindeutig auszutauschen. Entscheidend ist für ihn die direkte wirtschaftliche Transaktion ohne Dritte. Durch Blockchain könnten die Transaktionskosten für Rücküberweisungen in Herkunftsländer erheblich reduziert werden. So könne man Mittlerinstitutionen, die ihre Vertrauensposition momentan missbrauchen würden, umgehen. Weitere Anwendungsgebiete sieht Liban in der Datenkontrolle und Schlüsselverwaltung von Identitäten, die in die dezentrale Datenbank eingespeichert werden könnten. Der Verschlüsselungsaspekt sei dabei entscheidend und schütze persönliche Daten. Doch auch Liban sieht die Gefahr von Scoring-Systemen, die Bürger bewertbar machten und zur globalen Gefahr werden könnten, wenn Institutionen auf die Idee kämen, Blockchain als Kontrollmöglichkeit zu benutzen. Er betont abschließend, dass viele Technologien, die in Europa kaum eine Rolle spielten, in anderen Teilen der Welt äußerst wirkungsvoll sein könnten.</p>
<h3>Gefahr des Onlineprangers<strong><br />
</strong></h3>
<p>Auch Rüdiger Weis sieht viele Vorteile in der Blockchain für die Entwicklungszusammenarbeit. Sie könne dabei helfen, alternative Vertrauensstrukturen zu schaffen, indem sie ermögliche, Daten zu verbreiten und gegen Änderungen zu schützen. Er erkennt ebenso wie Liban, dass dies besonders für Länder ohne Finanz- und Bankwesen von Bedeutung sein könnte: „Neue Konzepte in Ländern ohne bestehende Konzepte erlauben Möglichkeiten zur Entwicklung, in dem sich bestimmte Strukturpunkte und Technologielevel überspringen lassen.“ Ebenso könne sie in Ländern, in denen der Internetzugang einfacher als der Zugang zu Konten sei, eine Chance für finanzielle Selbstbestimmung und Teilhabe an Kryptowährungen sein. Er weist aber noch stärker als sein Vorredner auf die Probleme hin, die die Technologie mit sich bringt. Kritisch sei der exorbitante Stromverbrauch (der jährliche Verbrauch der für Bitcoin verwendeten Blockchain entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von Dänemark), für den man Lösungen finden müsse. Außerdem mahnt Weis, die Gefahr des Onlineprangers für Privatpersonen nicht zu unterschätzen. Veröffentlichungen der sexuellen Orientierung oder religiösen Gesinnung, die sich kaum wieder aus der Blockchain entfernen lassen, könnten in manchen Gebieten der Welt gravierende Folgen haben.</p>
<h3>Blockchain in der Entwicklungsarbeit</h3>
<figure id="attachment_155077" aria-describedby="caption-attachment-155077" style="width: 246px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class=" wp-image-155077" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Digital-kontrovers-Personen-305x312.jpg" alt="Digital kontrovers - Blockchain in der Entwicklungsarbeit" width="246" height="251" /><figcaption id="caption-attachment-155077" class="wp-caption-text">Kathleen Ziemann und Rüdiger Weis sprechen über Anwendungsbeispiele von Blockchain in der Entwicklungsarbeit.</figcaption></figure>
<p>Konkrete Beispiele für Blockchain in der Entwicklungsarbeit führt außerdem Kathleen Ziemann an. Zum einen ermögliche die Datenbank eine Stärkung von Institutionen: Indem zum Beispiel das Katasteramt Grundbucheinträge digitalisiere und öffentlich zur Verfügung stelle, könne es Partizipation und Transparenz bewirken und Vertrauen schaffen. Zum anderen sei Blockchain beim Monitoring von öffentlichen Geldern der internationalen Zusammenarbeit interessant. Auch hier könne damit Transparenz und Nachvollziehbarkeit, wofür die Gelder vergeben werden, geschaffen werden. Und zuletzt können die Technologie dabei helfen, Lieferketten nachzuvollziehen und internationale Übereinkünfte einzuhalten. Konkret nennt Ziemann zum Beispiel das Kimberley Agreement, bei dem durch das Einspeichern von „Diamantenfingerabdrücken“ in der Blockchain, der Handel mit sogenannten Blutdiamanten verhindert werden könne.</p>
<p>Auch Liban sieht die Stärke der Digitalisierung insgesamt in der Freilegung von Wertschöpfungsketten. Jedoch erkennen beide Redner den „Point of Failure“ im Dateneintrag, also der Schnittstelle zwischen der digitalen und analogen Welt am Beispiel der Lieferketten. Wer die Daten prüft und in das System eingibt, kann so auch die Möglichkeiten besitzen, diese zu manipulieren. Das spreche aber nicht zwingend gegen die Technologie, sondern erfordere Lösungen in der analogen Welt, wie sie sich in der Entwicklungsarbeit bereits in Form von unabhängigen Prüfern und Authorisierungen finden ließen.</p>
<p>Auch wenn so deutlich wird, dass die Blockchain auch Probleme und Gefahren mit sich bringt und viele Projekte der Entwicklungsarbeit, die Blockchain nutzen, erst in den Anfängen stehen, lassen sich einige vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten finden. Sam Liban ist deshalb überzeugt: „Blockchain ist die Pferdekutsche ohne Pferd, der Motor ist schon da. Entscheidend ist, was wir daraus machen.“ Ähnlich sieht es auch Professor Weis: „Die Technologie allein macht die Welt nicht automatisch besser. Aber in den richtigen Händen bietet sie viel Potential.“</p>
<p>Titelbild und Bild im Text: © Alle Rechte bei Reinaldo Coddou H. 2018</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Welt retten? Ein Kinderspiel!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2017 10:34:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Tag als UN-Katastrophenhelfer oder doch eher syrischer Flüchtling? Mit den “Serious Games” ist genau dies möglich. Spiele, die politische- [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-02-02-um-15.02.11.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-151235 size-large" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-02-02-um-15.02.11-630x497.png" alt="" width="630" height="497" /></a><strong><span style="font-weight: 400;">Ein Tag als UN-Katastrophenhelfer oder doch eher syrischer Flüchtling? Mit den “Serious Games” ist genau dies möglich. Spiele, die politische- und gesellschaftskritische Themen vermitteln wollen, verbreiten sich zunehmend im Netz. Doch gerade in Anbetracht der Häufung humanitärer Krisen in den letzten Jahren stellt sich die Frage: steigern die Spiele Empathie und Mitgefühl oder sind sie ethisch bedenklich? </span></strong></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Diego hat sich verletzt. Du hast nun drei Möglichkeiten: ihm deine letzte Medizin zu geben, mit ihm weiterzulaufen, oder ihn zurückzulassen. Was möchtest du tun?</span></i> <span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Ratlos sitze ich vor meinem Bildschirm. Gebe ich ihm meine letzte Medizin, haben wir keine Reserven mehr für womöglich schlimmere Verletzungen. Wenn wir ihn so mitnehmen, sind wir als Gruppe wesentlich langsamer und werden schneller von den Parkwächtern entdeckt. Und ihn zurücklassen? Das hieße, wir lassen Diego in der Wüste von New Mexiko verdursten. Ein kurzer Blick auf den linken Rand des Bildschirms zeigt mir, dass auch meine Energie- und Kraftreserven sich langsam dem Ende zuneigen. Das schaffen wir doch nie.</span></p>
<p><a href="http://themigranttrail.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">The Migrant Trail</span></i></a> <span style="font-weight: 400;">&#8211; so heißt das Spiel, an dessen schwierigen Entscheidungen ich verzweifle. Als Teil der Website</span> <a href="http://theundocumented.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">theundocumented.com</span></i></a> <span style="font-weight: 400;">soll es auf die vielen Lateinamerikaner aufmerksam machen, die als illegale Einwanderer durch die Wüste von New Mexiko fliehen, um in den USA Fuß zu fassen. Es ist ein Teil der amerikanischen Webseite </span><a href="http://www.gamesforchange.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">gamesforchange.org</span></i></a><i><span style="font-weight: 400;">, </span></i><span style="font-weight: 400;">einem der führenden Anbieter für Serious Games. Seit einigen Jahren wird das Konzept von digitalen Spielen, die nicht bloß der Unterhaltung, sondern auch der Wissensvermittlung dienen sollen, immer populärer. Von Umweltschutz, unheilbaren Krankheiten bis zur Entwicklungszusammenarbeit, werden hier fast alle problematischen Themen der heutigen Zeit verarbeitet.</span></p>
<p><b>Wissen durch Mitgefühl?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Während das Ziel aller Serious Games die Wissensvermittlung ist, gibt es doch große Unterschiede in der Umsetzung der Spiele. Hier kommt es vor allem auf das Medium an, mit dem gespielt wird.  Der Großteil der Spiele lässt sich online aufrufen und direkt in einem Webbrowser spielen. Diese Minispiele sind meist so konzipiert, dass sie in 30 Minuten abgeschlossen werden können. Sie dienen also als erst Annäherung an ein Thema und lassen sich zum Beispiel sinnvoll in den Unterricht einbinden. Einige der Browsergames, wie zum Beispiel </span><a href="http://www.das-kostet-die-welt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">Das kostet die Welt</span></i></a> <span style="font-weight: 400;">der NGO Welthungerhilfe, sind mit Spendenaufrufen verknüpft. Der erspielte Highscore kann direkt als Geldsumme gespendet werden, um die Tätigkeiten der NGO zu unterstützen. Ausführlichere Spiele mit zahlreichen Levels und verschiedenen Aufgaben gehen tiefer auf die Problematik ein, und versuchen so komplexere Themen detailliert zu erklären. Sie zeichnen sich außerdem meist durch eine wesentlich bessere Grafik aus, und benutzen teilweise sogar reales Videomaterial, wie das Spiel </span><a href="http://www.insidedisaster.com/experience/Main.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">Inside the Earthquake Haiti</span></i></a><i><span style="font-weight: 400;">.</span></i><span style="font-weight: 400;"> Solche Spiele sind meist nicht kostenlos, und können für den Computer heruntergeladen oder für die Spielekonsole gekauft werden. Hier wird teilweise der Erlös des Spiels an eine unterstützte Organisation gespendet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Laut Tobias Miller, Medienpädagoge der Webseite spielbar.de, ist vor allem die Balance zwischen Wissen und Entertainment ausschlaggebend für den Erfolg des Spiels. Nur wenn die Kindern und Jugendlich auch Spaß am Spiel haben, werden sie auch freiwillig und über einen längeren Zeitraum gespielt. Ein zweites Merkmal, das für den Lerneffekt eines Serious Games ausschlaggebend ist, ist das Vermitteln von Empathie. Wenn ein Spiel so ausgerichtet ist, dass beim Spieler Mitgefühl erzeugt wird, ist die Chance höher, dass er oder sie sich auch danach noch mit den Inhalten beschäftigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-02-02-um-14.42.30.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-151230 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-02-02-um-14.42.30.png" alt="" width="959" height="291" /></a><br />
Spendenaufruf des Spiels <em>Das kostet die Welt </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Serious Games ernsthaft spielen? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Effektivität der Spiele in Hinblick auf die Wissensvermittlung ist also von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Selbst wenn ein Spiel in der Theorie gut konzipiert ist, bedeutet dass für die Praxis noch nicht viel. Nicht alle Kinder und Jugendliche für die ein Großteil der Serious Games ausgerichtet ist, nehmen die Spiele ernst nur weil das Thema ein reales ist. Ein Beispiel hier ist das Spiel </span><a href="http://www.1378km.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">1378 (km)</span></i></a><span style="font-weight: 400;"> aus dem Jahr 2010, in dem die Thematik der Grenze zur Zeiten der DDR vermittelt wird. Hierbei kann man unter anderem in die Rolle des Grenzsoldaten schlüpfen, der die Flüchtlinge möglichst mit friedlichen Mitteln aufhalten soll, jedoch auch seine Waffe benutzen könnte. Schnell wurde das Spiel als “makaber” und “Ego-Shooter” Spiel bezeichnet, da Spieler doch öfter zur Waffe gegriffen hatten, als sie das eigentlich tun sollten.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch aktuellere Spiele, in denen Themen wie syrische Flüchtlingsrouten, Bürgerkriege oder Naturkatastrophen dargestellt werden, können aus ethischer Sicht hinterfragt werden. Ist es in Ordnung, dass wir vor unserem Computer sitzen und den Überlebenskampf von Menschen simulieren, die womöglich im selben Moment genau dies erleben? Realisieren wir, nachdem unsere Spielfigur viermal gestorben ist und wir das Spiel einfach neu gestartet haben, dass Menschen in der realen Welt dies nicht tun können? Auch wenn die eindrucksvollsten Grafiken und ein durchdachtes Skript ein Spiel leiten, bleibt es für uns eben doch nur ein Spiel, während es für tausende Menschen die Realität ist. Wird so nicht die Diskrepanz zwischen “uns” und “ihnen” umso größer?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Manche Spielen führen wiederum die eigene Intention gleich selbst ad absurdum. </span><a href="http://phonestory.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i><span style="font-weight: 400;">Phone Story</span></i></a><span style="font-weight: 400;"> möchte auf die Nachteile unseres Smartphone-Verschleißes aufmerksam machen. Das Spiel will zeigen, wie die Giftstoffe der entsorgten Handys in afrikanischen Ländern immense Schäden anrichten. Der erste Klick auf die Webseite des Spiels zeigt jedoch, dass man das Spiel unter Anderem als App auf sein Smartphone herunterladen kann. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Theorie sind Spiele, die über die bloße Entertainment-Funktion hinausgehen, also sicherlich sinnvoll. Kindern spielend beizubringen, was es denn nun mit dem Klimawandel auf sich hat, ist eine gute Alternative zu langweiligen Lehrbüchern. Gerade jedoch wenn es um das Leiden anderer Menschen geht bleibt es fraglich, ob es gerechtfertigt ist so etwas auf dem Computerbildschirm zu simulieren, um möglicherweise einen nur geringen Lerneffekt zu erzielen.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Bist du sicher, dass du mit Diego weiterlaufen möchtest? Das Risiko von einem Ranger erfasst zu werden erhöht sich nun stark.<br />
</span></i>Sicher bin ich mir nicht, jedoch entscheide ich mich trotzdem fürs Weiterlaufen. Mal sehen was passiert. Schon nach wenigen Minuten werden wir von den Rangern entdeckt &#8211; ein paar Sekunden später sitze ich im Gefängnis und mein American Dream hat sich in Luft aufgelöst. Seufzend klappe ich meinen Bildschirm zu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Screenshot from <a href="http://theundocumented.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">theundocumented.com</a>, The Migrant Trail Game</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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