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	<title>Erfahrungsbericht &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Erfahrungsbericht &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Internet und Philosophie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Felix Weyh]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mal was anderes, ein Buch über das Internet, das wirklich jeder lesen kann, der der deutschen Sprache mächtig ist und Spaß an verschrobenen Gedankengängen hat. Und nicht vollgepackt ist mit komplizierten technischen Abhandlungen und Fachausdrücken, mit denen nur die Maniacs des Fachs etwas anfangen können. <br />Sein Titel ist schlicht "Internet". </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mal was anderes, ein Buch über das Internet, das wirklich jeder lesen kann, der der deutschen Sprache mächtig ist und Spaß an verschrobenen Gedankengängen hat. Und nicht vollgepackt ist mit komplizierten technischen Abhandlungen und Fachausdrücken, mit denen nur die Maniacs des Fachs etwas anfangen können.<br />
Sein Titel ist schlicht &#8220;Internet&#8221;.<br />
Der Schriftsteller, Publizist und Journalist Florian Felix Weyh hat es geschrieben, der damit sein Wissen und die Leidenschaft für das Internet in eine literarische Form gebracht hat. Auf 130 Seiten und in 21 kurzen Kapiteln nimmt der Autor den Leser mit auf eine Odyssee durch die unendlichen Weiten des virtuellen Raums, gespickt mit autobiografischen Anekdoten und ironischen Charakterisierungen der Spezies Internet-User, die auch vor der eigenen Person nicht halt machen. &#8220;Auch wenn es mir an praktischen Qualifikationen mangelte, brachte ich einige entscheidende Attribute für ein künftiges Nerd-Dasein mit: Das Talent, sich abstruses Wissen anzueignen, die Verweigerung jeglicher sportlicher Betätigung, sowie die obligate Brille und Zahnspange&#8221;.<br />
Was Herrn Weyh davor bewahrte, als IT-Freak zu enden, war allerdings sein früh aufkeimendes Interesse für das weibliche Geschlecht, und er macht nicht den Eindruck, als hätte er dies bereut. Dennoch, die Faszination ist geblieben und so erfährt der Leser nützliches im alltäglichen Umgang mit dem Medium. Beispielsweise, was mit allzu unbedacht ins Netz eingespeisten Informationen passiert. &#8220;Inhalte liegen nicht nur auf dem Ausgangsserver, sondern werden bei entsprechender Nachfrage ziemlich schnell von anderen Servern gespiegelt. Man nennt diese Klone Proxies oder Cache und gute Suchmaschinen bieten auch dann noch Zugriff auf die gesuchten Seiten, wenn die Originale schon aus dem Netz verschwunden sind. Sie rufen den kompletten Datensatz aus einem noch vorhandenen Cache ab. Was aber macht man, wenn man etwas vorschnell ins virtuelle Universum entließ und wieder einfangen möchte? Nun &#8211; beten Sie!&#8221;, lautet der Rat, der vielleicht einigen Unvorsichtigen peinliche Pannen erspart.</p>
<table width="162" border="0" cellspacing="0" cellpadding="6" align="left">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" bgcolor="#FFCC00" width="133"><strong>Buch-Info</strong><br />
Florian Felix Weyh: Internet<br />
Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2001<br />
133 Seiten, 8 Euro</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>An anderer Stelle erfährt man Intereressantes über die sogenannte BCC-Funktion oder dass ein Wissenschaftler des Massachussets Institut for Technology (MIT) errechnet hat, dass &#8220;wir in 250 Jahren einen Computer besitzen werden, der einhundert Sextillionen schneller agiert als unsere heutigen Spitzengeräte&#8221;. Trotzdem ist der kleine Band, der bei dtv in der Reihe Kleine Philosophie der Passionen erschienen ist, weit davon entfernt, ein laienfreundliches Nachschlagewerk zu sein. Vielmehr beschreibt es in essayistischer Form die Erkenntnisse eines Selbstversuchs des Autors, der ihn zu philosophischen und selbstironischen Erklärungen über das Wesen des Internets geführt hat.<br />
Hier noch eine letzte Kostprobe: &#8220;Meistens sind virtuelle Begegnungen jedoch weniger frugale als fragile Gebilde, auch wenn die Werbeagentur Saatchi&amp;Saatchi für eine Internet-Kampagne zynisch-genial textete: \&#8217;Meine Online-Verbindungen halten länger als meine Beziehungen\'&#8221; Hätte man gerne! Manche glimmen nur für einen kurzen Moment auf, andere schleppen sich über ein paar Monate hin, wobei die Pausen zwischen den Treffen immer größer werden, und manche &#8211; die besten, tiefsten, nährreichsten &#8211; explodieren wie ein Vulkan, um dann rasch auszukühlen.&#8221;<br />
Diese philosophischen Abhandlungen sind nicht immer brilliant, doch meistens amüsant und eignen sich bestens als Bettlektüre.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Beruf: Schriftsteller</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/beruf_schriftsteller-46/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:42:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftsteller]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Freier Autor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><b>Beruf: Schriftsteller</b>Was man wissen muss, wenn man vom Schreiben leben will. </b><br /></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beruf: Schriftsteller</strong>Was man wissen muss, wenn man vom Schreiben leben will.<br />
&#8220;Beruf Schriftsteller.&#8221; Das hört sich für europäische Ohren immer noch sehr gut an. &#8220;Tell a man in Paris that you are a writer, and it\&#8217;s like telling a man in the States that you are a model&#8221;, stellte unlängst eine amerikanische Autorin erstaunt fest (<a href="#1">1</a>). Gleichwohl steht dem hohen Renommee auch ein finanzielles Wagnis gegenüber: Wer als freier Autor leben will, muss sehr fleißig sein, denn die Honorare sind eher bescheiden. Vom Ladenverkaufspreis jedes verkauften Buches bekommt der Autor zwischen 5 und 12 Prozent.<br />
Wolfgang Bittners Definition von Schriftsteller ist weitgefasst: Nicht nur der Buchautor zählt dazu, sondern auch die Verfasser von Hörspielen und Fernsehdrehbüchern, Buchrezensenten und Rundfunkessayisten. Damit führt er uns an eine der Quellen für das Überleben vieler Autoren: Die öffentlichen Rundfunkanstalten, wo sich viele der freien Autoren ihre Brötchen verdienen.<br />
Die Verlagsbranche hingegen wird von Bittner eher kritisch gesehen. Konzentration durch Verlagsaufkäufe, Stromlinienförmigmachung der Verlagsprogramme, Ex- und Hopp-Mentalität, seien alles Faktoren, die den jungen Talenten nicht die Zeit zum reifen lassen. Noch schlimmer ist laut Bittner die Neigung, Übersetzungen (zumeist aus dem Englischen) den Werken deutscher Autoren vorzuziehen. So wird die Entwicklung einheimischer Talente verhindert, und viel Geld für überteuerte ausländische Manuskripte herausgeworfen.<br />
Im Ratgeberteil seines Buches gibt Bittner nützliche Hinweise auf Honorare und andere Rechte (VG Wort), und er erläutert die Organisation von Autorenlesungen. Auch stellt er die Künstlersozialversicherung, die Arten der Literaturförderung und die wichtigsten Autorenvereinigungen in Deutschland vor.<br />
Andere Themen sind die Freiheit des Schriftstellers von Zensur, sowie der Zustand der deutschen Sprache. Bittners schmales Buch changiert zwischen drei Genres, dem kulturpolitischen Essay, einem Ratgeber und dem Erfahrungsbericht. Vielleicht ein Genre zuviel! Und doch mag man auf die Schilderung der Lebenserfahrungen Bittners nicht verzichten, bei dem auch nach 30 Jahren freier Autorschaft (und dem Verlust mancher Illusion) eine tiefe Verwurzelung im Ethos der europäischen Aufklärung spürbar ist.</p>
<table width="162" border="0" cellspacing="0" cellpadding="6" align="left">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" bgcolor="#FFCC00" width="134"><strong>Buch-Info</strong><br />
Beruf: Schriftsteller.<br />
Was man wissen muss, wenn man vom Schreiben leben will.<br />
Von Wolfgang Bittner<br />
Reinbek (Rowohlt) 2002</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Gern nehmen die Politiker in den letzten Jahren zustimmend den Begriff der &#8220;Wissensgesellschaft&#8221; in den Mund. Über die Rahmenbedingungen wird dabei kaum gesprochen, besser gesagt: Sie werden auf rein technische Fragen, wie insbesondere die des Zugangs zum Internet für weite Kreise der Bevölkerung reduziert. Zur Wissensgesellschaft gehört aber noch mehr.<br />
1. Wissen ist verarbeitete, inkorporierte Information. Deswegen brauchen die Menschen Orte und Zeiten, damit das lebenslange Lernen wirklich stattfinden kann.<br />
2. Die Lage von unabhängigen Autoren und Gelehrten, die unser Wissen abseits der ausgetretenen Pfade und organisierter Interessen erweitern, sollte verbessert werden. Dazu bedarf es nicht unbedingt großer Mittel. Denn die Eigenmotivation vieler, die sich zum Schreiben berufen fühlen, ist hoch. Mancher Autor empfindet es wohl genauso wie der US-amerikanische Soziologe und Autor C. Wright Mills, der einmal geäußert hat, Schreiben sei für ihn das Leben (<a href="#2">2</a>).<br />
Schon kleine Schritte würden den Autoren helfen, z.B. wenn die Medien mehr Buchbesprechungen veröffentlichten: Woher soll der geneigte Leser unabhängige Informationen über Bücher denn beziehen, wenn nicht aus den Medien?<br />
Denen, die sich mit dem Gedanken tragen, Schriftsteller zu werden, gibt Bittner einen ungewohnten Einblick in dieses Metier. Den anderen gibt er Anregungen, über die Lage freier Autoren nachzudenken. Damit füllt sein Buch eine Lücke.</p>
<table width="146" border="0" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div align="center">Erschienen am 14. 02. 2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Sarkozys Hochdruckreiniger in Second Life</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/das-internet-und-der-franzosische-wahlkampf/wahlkampffrankreichtgeelhaar_selbstversuch_frankreich_070412-shtml-2953/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Apr 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Internet und der französische Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Second Life]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Wie der französische Internet-Wahlkampf auf Neulinge in der dreidimensionalen Simulation Second Life wirkt und wie schwer es fällt, dort mit anderen zu diskutieren, hat Tim Geelhaar im Selbstversuch ausprobiert. Sein Hauptproblem: Gähnende Leere und schubsende Aufpasser.
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) Wie der französische Internet-Wahlkampf auf Neulinge in der dreidimensionalen Simulation Second Life wirkt und wie schwer es fällt, dort mit anderen zu diskutieren, hat Tim Geelhaar im Selbstversuch ausprobiert. Sein Hauptproblem: Gähnende Leere und schubsende Aufpasser.<br />
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>Mein Selbstversuch in Sachen Frankreich-Wahlkampf in Second Life brachte eine gewisse Ernüchterung mit sich. Für den ungeübten Neuling ist die politische Meinungsäußerung bei Second Life eher ein nachrangiges Problem. Zuerst einmal will der Umgang mit seiner eigenen dreidimensionalen Figur erlernt sein, bevor man überhaupt an Kommunikation mit anderen denken kann. Außerdem waren nur selten Gäste in den Vertretungen der französischen Politiker. Auch boten sich leere Arenen dar, sofern solche Orte überhaupt konstruiert worden waren: Der Auftritt der sozialistischen Kandidatin Ségolène Royal ähnelt einer 3D-Litfasssäule für die eigenen Internetseiten.</p>
<p>Bei Sarkozy waren zwar Leute vom Team anwesend, wirkten aber eher wie Aufpasser, die zum Schubsen neigen. Wer auf der Suche nach der Ile Sarkozy, also dem Grundstück des Kandidaten ist, kann leicht auf eine andere Insel in Second Life gelangen. Auf dieser steht das von Sarkozy für Frankreich angedachte Ministerium für nationale Sicherheit bereits in Form einer mittelalterlichen Burg bereits &#8211; und wartet am Eingang mit einem Hochdruckreiniger der Marke Kärcher auf seine Besucher. Sarkozy hatte angesichts von Jugendkriminalität in Frankreichs Vorstädten mit der Bemerkung für Aufsehen und Aufruhr gesorgt, man solle die Banlieues mit dem Kärcher reinigen. Kein Wunder also, wenn gerade Sarkozys Wahlmannschaft jede kritische Stimme von vornherein unterbinden will.</p>
<p>Politik in Second Life mag vorerst durch den Reiz des Neuen locken. Das könnte auch Aufmerksamkeit derer wecken, die sich nicht für Politik interessieren. Da auch im wirklichen Leben nur selten der Inhalt an vorderster Stelle steht, könnte vielleicht die Verlagerung der Politik ins Virtuelle eine Art Politikperformance bieten, die wieder mehr Menschen anzieht. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass nur diejenigen auf das Angebot der Politik eingehen, die auch sonst bereit sind, sich in Blogs und auf Internetseiten zu informieren.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aufregende Postings und fiese Attacken</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/blogger-und-die-alten-medien/aufregende-postings-und-fiese-attacken-2403/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogger und die alten Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Medienunternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Kristina Wahl bloggt für das Onlineportal der Frauenzeitschrift Brigitte aus Los Angeles. Wie es sich anfühlt, Privates für ein Medienunternehmen und vor großem Publikum im Internet zu veröffentlichen, beschreibt sie in diesem Erfahrungsbericht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Kristina Wahl bloggt für das Onlineportal der Frauenzeitschrift Brigitte aus Los Angeles. Wie es sich anfühlt, Privates für ein Medienunternehmen und vor großem Publikum im Internet zu veröffentlichen, beschreibt sie in diesem Erfahrungsbericht.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Seit 21 Monaten bin ich mehr oder minder stolze Verfasserin eines Weblogs bei brigitte.de: „<br />
<a href="http://blog.brigitte.de/kalifornien/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">California Dreaming</a>“ – ein Sammelsurium von kleinen, meist belanglosen Geschichten, die meinem Umzug von Hamburg nach Los Angeles gewidmet sind.
</p>
<p>
Wie häufig Sonntagabends – von mir aus Disziplingründen zum Weblog-Abend deklariert – sitze ich vor einem leeren Word-Dokument und weiß nicht so richtig, was für ein Text hier eigentlich gedeihen soll. Mir bleibt nichts anderes übrig, als meine berüchtigte Weblog-Technik, die ich eigentlich selber nicht so toll finde, auch hier anzuwenden: Knall ich den Lesern doch einfach mal vor den Latz, was mir so durch den Kopf geht. Und los geht’s.
</p>
<p>
<b>Vorübung: Was ist ein Blog überhaupt?</b>
</p>
<p>
Da ich das Internet natürlich nicht nur zum Bloggen benutze, mache ich zur Einstimmung das, was der Großteil der in der Informationsgesellschaft lebenden Menschen mir wohl gleich tun würde: Ich google erstmal ein bisschen herum, was ich zum Thema Weblog eigentlich so alles im Netz finde. Sehr aufschlussreich: Ein Weblog (engl. Wortkreuzung aus Web für Internet und Log für Logbuch), häufig abgekürzt als Blog, ist ein digitales Tagebuch. Es wird am Computer geschrieben und im World Wide Web veröffentlicht. Es ist also eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Ja, auch mein Immigranten-Erlebnisbericht erfüllt diese Kriterien– ich bin also eine waschechte Bloggerin.
</p>
<p>
Auf einer anderen Website finde ich die wertvolle Information, dass es bereits im November 2006 laut der Blog-Suchmaschine Technorati fast 60 Millionen Blogs gab, Tendenz steigend. Mein digitales Logbuch ist also nur eines unter vielen &#8211; unter sehr vielen. Umso erstaunlicher ist es daher für mich, wie viele Leser sich anscheinend doch für mein beschauliches Leben hier in Los Angeles interessieren – erstaunlich und auch irgendwie sehr schmeichelhaft.
</p>
<p>
Schließlich ist mein Blog sehr persönlich. Ich schreibe über alles, was mich beschäftigt. Anders als bei traditionellen Medien, bei denen immer eine Kontrollstelle namens Chef- oder Schlussredakteur zwischengeschaltet ist oder Zeitmangel und Aktualität entscheidende Faktoren sind, gibt es bei meinen wöchentlichen Einträgen keine Vorgaben von Seiten der Redaktion &#8211; weder was die Länge, das Thema, die Bilder oder die Aufbereitung meiner Einträge betrifft. Wenn ich der Meinung bin, ein Text sei fertig für die Allgemeinheit, poste ich ihn eigenhändig auf die brigitte.de Website. Diesen Prozess finde ich immer noch sehr aufregend.
</p>
<p>
<b>Spielplatz für Egomanen</b>
</p>
<p>
Einen weiteren Pluspunkt meines Geschreibsels sehe ich gleichzeitig als eine Gefahr an: Im Gegensatz zu einem sachlich orientierten Blog, etwa einem Verbraucherschutz-Blog oder einer Seite zu den neusten Kindesmisshandlungen in Thailand, muss ich noch nicht mal die kleinsten Kleinigkeiten recherchieren, da ich ausschließlich über meine persönlichen Erfahrungen berichte. Ich bin Subjekt und Objekt meines Blogs zugleich. Und weil nicht jeder Alltag ein erlebnisreicher Feiertag ist, spiegelt sich das auch in meinen Einträgen wider. Manchmal sind sie fast ein bisschen langweilig, zumindest beschaulich, denn im Leben eines Durchschnittsmenschen passiert eben nicht jeden Tag ein Wunder oder eine Katastrophe – auch wenn er in Los Angeles lebt. Vielleicht wäre es da manchmal wirklich ehrlicher, einfach gar nichts zu schreiben.
</p>
<p>
Das Schöne an der Weblog-Technologie ist außerdem, dass ich genau nachvollziehen kann, wie meine Texte aufgenommen werden. Kein anderes Medium erlaubt meiner Meinung nach mehr Kontakt zum Rezipienten: Als Autorin kann ich genau sehen, wie viele Klicks meine einzelnen Einträge bekommen haben, wie viele Kommentare gemacht wurden und welchen Platz mein Blog im internen Ranking einnimmt. Das erste Jahr lang war ich fast immer unter den Top 5 aber seitdem ich mir immer seltener Zeit für einen vernünftigen Eintrag nehme, lässt auch meine Platzierung zu wünschen übrig. Lediglich meine treuen Unterstützer (Mama, Familie und alte Freunde) haben es sich lange nicht nehmen lassen, so gut wie jeden meiner Einträge zu kommentieren. Doch selbst diese Anhänger verlieren ob meiner Schreibfaulheit wohl langsam die Lust. Bei einem Weblog ist das meiner Ansicht nämlich so: Je mehr Zeit und Energie man investiert, umso mehr wird man auch respektiert und geschätzt. Weblog-Leser sind schließlich nicht bescheuert.
</p>
<p>
Nur manche lassen Kritik hageln, werden verletzend und gemein &#8211; denen kann ich es es wohl einfach nicht Recht machen. Doch auch gegen allzu fiese Attacken hat mich brigitte.de mit einer unschlagbaren Waffe ausgestattet. Unwillkommene Störenfriede kann ich jederzeit per Knopfdruck ins digitale Aus befördern. Dennoch mache ich das selten, da die meisten sich darüber anscheinend so ärgern, dass ihre nächsten Attacken nur noch abscheulicher werden.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Im Leben von Offlinern</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wir-sind-offliner/im-leben-von-offlinern-2712/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir sind Offliner]]></category>
		<category><![CDATA[Hausfrau]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Offliner]]></category>
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					<description><![CDATA[(Protokolle) Das Leben vor 1995 – für manche immer noch Realität: Sie leben analog. eMails schreiben, surfen, Bahnfahrkarten online bestellen, das machen ihre Kinder oder Enkel, sie selbst haben damit nichts zu tun. Drei Offliner berichten über ihren Alltag, politik-digital.de hat protokolliert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Protokolle) Das Leben vor 1995 – für manche immer noch Realität: Sie leben analog. eMails schreiben, surfen, Bahnfahrkarten online bestellen, das machen ihre Kinder oder Enkel, sie selbst haben damit nichts zu tun. Drei Offliner berichten über ihren Alltag, politik-digital.de hat protokolliert.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Frauen über 60 – das sind die statistischen Offliner, so der &quot;(N)Onliner-Atlas 2006&quot; der Initiative D21. Aber wie beeinflusst das Internet den Alltag von Menschen, deren Leben weitgehend analog verläuft? In welchen Situationen kommen sie mit der digitalen Welt in Berührung? Und vor allem: Was halten sie vom Internet? Marianne, Wilfried und Irma sind offline und erzählen von gläsernen Menschen, Online-Wahlen und den Vorteilen von Bargeld.</p>
<p><b>Marianne (62), Hausfrau</b><br />
<br />
„Den Einkommenssteuerbescheid online ausfüllen, übers Internet wählen, statt bei Regen ins Wahlbüro laufen – das klingt schon gut, ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass das geht. Vielleicht gibt es im Internet ja auch noch andere Dienstleistungen die Behördengänge ersetzen, andere Verwaltungsangelegenheiten, keine Ahnung, das könnte ich gut gebrauchen. Aber selbst war ich noch nie im Internet, wenn ich etwas gebraucht habe, dann hat das bis jetzt immer mein Sohn für mich gemacht. Also etwas zu recherchieren oder so. Er hat zum Beispiel ein Zimmer in einer Pension über das Internet für mich gebucht. Oder er hat Preise für ein Produkt verglichen, das fand ich schon ganz gut. Man kann es dann ja auch gleich bestellen. Und wenn man krank ist, kann man sich mit anderen über das Internet austauschen. Und für eMails bräuchte ich ja auch Internet, dann könnte man auch Kontakte im Ausland pflegen. Ich habe ziemlich oft das Gefühl, dass mir etwas fehlt, dass ich das Internet schon bräuchte. Alleine ins Internet zu gehen, ist mir zu kompliziert, man kann wahrscheinlich ziemlich viel falsch machen. Aber neugierig bin ich schon, ich will das mal ausprobieren und surfen, wie man sagt. Nur eines würde ich grundsätzlich nicht machen: Online-Banking kommt nicht in Frage, das ist mir zu unsicher.&quot;</p>
<p><b>Wilfried (62), Feinmechaniker</b><br />
<br />
„Ich selbst war noch nie im Internet, meine Frau schon. Sie nutzt das Netz für eMail-Kontakte und recherchiert Termine und allgemeine Informationen für ihre Verbandsarbeit im Sportverein. Sie hat auch schon eine Reise im Internet gebucht. Aber ehrlich gesagt: Mir ist das zu langweilig. Solange ich alles persönlich erledigen kann, brauche ich das nicht. Ich gehe in die Bank und zahle am Kassenschalter Geld ein oder hebe welches ab, wechsele ein, zwei Worte mit der Frau hinterm Schalter, das ist mir lieber. Auch persönliche Gespräche sind für mich nicht durch eMails oder so etwas zu ersetzen. Ich schaue den Leuten lieber in die Augen, wenn ich mit ihnen rede. Meiner Meinung nach ist das Internet außerdem gefährlich: Es ist schuld daran, dass immens viele Arbeitsplätze verloren gehen, es begünstigt kriminelle Machenschaften. Und außerdem sammelt es die Daten der Bevölkerung – der einzelne wird zum gläsernen Menschen.“</p>
<p><b>Irma (67), Hausfrau</b><br />
<br />
„Grundsätzlich: Ich halte nicht viel vom Internet. Kinder und Jugendliche haben so Zugang zu Sachen, zu denen sie besser keinen hätten. Meine 15-jährige Enkelin ist dauernd im Internet, korrespondiert mit ihren Brieffreundinnen, lädt sich Musik runter – wenn ich bei ihr bin, schaue ich da schon mal mit rein. Die Cousine meines Mannes ist ein Jahr älter als ich und verbringt seit 15 Jahren jede freie Minute mit dem Computer. Ich hätte ehrlich gesagt Besseres zu tun. Mit ihren Kindern und Freunden hat sie in erster Linie Kontakt über eMails. Das ist so unpersönlich, mir wäre ein handgeschriebener Brief immer lieber, und wenn er noch so kurz ist. Gut, für Geschäftsleute ist das schon praktisch, ein Brief oder ein Telegramm ist halt nicht so schnell. Wenn wir verreisen, fahre ich in die Stadt, gehe zum Bahnhof , lasse mich beraten und kaufe dann die Fahrkarten. Diese persönlichen Gespräche sind mir einfach wichtig. Neulich haben wir mit unseren Kindern und Enkeln ein paar Tage Urlaub in Serbien gemacht. Ich habe vorher im Hotel angerufen und gefragt, was es kostet, überschlagen, was wir sonst so brauchen, und entsprechend viel Bargeld getauscht. Eine ec-Karte oder so etwas habe ich nicht. Meine Tochter hat protestiert und gesagt, sie würde ihre Karte mitnehmen, Bargeld, das brauche man heute nicht mehr. Was soll ich sagen: Ohne mein Geld wären wir ganz schön aufgeschmissen gewesen. Bankautomaten haben wir dort fast keine gefunden.“</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ich 2.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jsommerhaeuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Das Internet ist eine Zeitfressmaschine. Und für alle mit einer digitalen Identität erst recht. Julia Sommerhäuser berichtet in ihrem poldi-Journal über die Nebenwirkungen von Social Software – einem Leben als &#34;Ich 2.0&#34;.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Das Internet ist eine Zeitfressmaschine. Und für alle mit einer digitalen Identität erst recht. Julia Sommerhäuser berichtet in ihrem poldi-Journal über die Nebenwirkungen von Social Software – einem Leben als &quot;Ich 2.0&quot;.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
03.04.2006, 13.30 Uhr<br />
<br />
Heute fange ich an – heute wird mein erster Eintrag online gestellt. Ab heute bin ich ein Blogger! Ich schreibe eine Dissertation und brauche einen virtuellen Kummerkasten. Damit ich meine Freunde nicht ständig mit meinen Fortschritten beim Schreiben oder Monologen über die lähmende Wirkung leerer Word-Dokumente nerve. Nun nerve ich eben mein Weblog. Ein Entschluss, der aus der Neugier heraus geboren ist. Ich will wissen, wie man ein richtiger Blogger wird. In den Büchern steht, dass jeder bloggen kann und alles ganz einfach ist. Also gut, dann mal los.
</p>
<p>
03.04.2006, 17.30 Uhr<br />
<br />
Angemeldet bin ich, ein Layout habe ich auch, allerdings hapert es mit verschiedenen Features, die ich gerne noch in mein neu erstelltes Weblog einbauen möchte. Wie immer: Aller Anfang ist schwer – zumindest nicht ganz so leicht, wie es in den Büchern steht.
</p>
<p>
03.04.2006, 17.35 Uhr<br />
<br />
Das erste<br />
<a href="http://sommerhaus.blogg.de/index.php?tag=03&amp;monat=4&amp;jahr=2006" target="_self" rel="noopener noreferrer">Posting</a> ist online. Das typische erste Posting. Ich teile mit, um was es im „Sommerhaus am Stadtrand“ gehen soll. Ob es jemanden interessiert?<br />
<br />
Andere Fragen drängen sich mir auf: Worüber schreiben Blogger überhaupt? Was ist ihnen wichtig? Und wer macht so was eigentlich noch außer mir? Um Antworten zu finden, stöbere ich eine Zeit lang in anderen Weblogs, doch ich kann keine Gemeinsamkeiten finden. Mal bloggt der Student, dann der Hausmeister oder eine Mutter – und alle berichten von was anderem.<br />
<br />
Ich bin von meinem ersten Tag in der Blogosphäre ziemlich überrumpelt und versuche, mehr zu erfahren. Doch auch die großen Onlinemedien helfen mir nicht weiter. Ich beschließe, es wie der Weblogger<br />
<a href="http://notizen.typepad.com/aus_der_provinz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Breuer</a> zu halten. Der weiß: „Eine der ganz wenigen Aussagen, die mit ‚Die Blogger’ beginnt und uneingeschränkt stimmt, geht mit ‚betreiben ein Weblog’ weiter. Alles andere ist meist Bullshit.“ Beruhigt gehe ich ins Bett.</p>
<p>21.04.2006<br />
<br />
Ich schreibe, regelmäßig, mal mehr, mal weniger ausführlich. Aber: Hallo Blogger?! Wo ist eure Reaktion?! Keine Zugriffe in den ersten Tagen … meine Statistik dümpelt bei Null. Nicht, dass mir eine große Leserschaft wichtig wäre – aber irgendwie träumt doch jeder von seiner persönlichen<br />
<a href="http://www.spreeblick.com/2004/12/12/jamba-kurs/" target="_parent" rel="noopener noreferrer">Jambastory</a>…</p>
<p>22.04.2006, 11.39 Uhr<br />
<br />
Der erste Kommentar! Jemand hat einen Kommentar hinterlassen! Ich fühle mich großartig und schreibe direkt eine Antwort. Ich habe tatsächlich jemanden dazu anregen können, meinen Beitrag zu kommentieren. Ich bin Journalist, ich bin Blogger! Ich bin der König des Web 2.0!</p>
<p>06.05.2006<br />
<br />
Ich habe jetzt schon durchschnittlich zehn Leser pro Tag. Also schreibe ich mit Elan weiter, auch mehrmals täglich. Mittlerweile wohne ich fast vollständig im „Sommerhaus am Stadtrand“. Ich richte es ein: mit einer Wetterkarte, einer Biografie und Linklisten. Manchmal muss ich auch saubermachen; dann wird der ganze Spam rausgeschmissen.
</p>
<p>
10.05.2006, 21.23 Uhr<br />
<br />
Der nächste Schritt in meiner Bloggerkarriere. Jemand sagt mir, dass er meinen Beitrag sehr gut findet und deswegen verlinkt hat. Ich habe mein erstes<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trackback" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trackback</a> bekommen!
</p>
<p>
21.06.2006<br />
<br />
Meine Nutzerkommentare sind wie ein virtueller Gehaltscheck – eine Belohnung für erbrachte Leistungen. Ich freue mich, wenn ich meine Leser dazu anregen kann, etwas zu hinterlassen. Und ich habe auch schon meine eigene Jambastory – allerdings mit etwas weniger Kommentaren: zehn, um genau zu sein. Aber für den Erfahrungsbericht in Sachen<br />
<a href="http://sommerhaus.blogg.de/eintrag.php?id=38" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pfand-Rücknahme</a> würde ich mir schon den Pulitzer Preis zuerkennen ;-).<br />
<br />
Inzwischen kontrolliere ich jegliche Weblog-Aktivitäten bereits vor dem Frühstück. Ich durchforste die Blogosphäre nach interessanten Geschichten, stelle meine Beiträge ein und schaue die<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RSS-Benachrichtigungen</a> durch. Und wo ich gerade dabei bin: Schnell noch beim<br />
<a href="http://www.studivz.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">StudiVZ</a> und bei<br />
<a href="http://www.xing.com">OpenBC</a> die Kontakte pflegen, den<br />
<a href="http://www.podster.de/view/410" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lieblingspodcast</a> herunterladen und vielleicht noch zwei, drei Zeilen in unserem<br />
<a href="http://kowiki.uni-muenster.de/index.php/Hauptseite" target="_top" rel="noopener noreferrer">studentischen Wiki</a> schreiben. Von Frühstück keine Rede mehr – ich verdrücke direkt das Mittagessen.</p>
<p>21.11.2006<br />
<br />
Mein Alltag hat sich verändert.<br />
<br />
Immer öfter rutscht mir raus: „Das muss ich gleich erst einmal bloggen.“ Sei es beim Einkauf, im Kino oder in der Uni – immer gibt es für das Auge des Bloggers etwas zu entdecken. Man fühlt sich wie ein Profireporter, nur eben ohne Presseausweis. &#8216;Amateur journalism’ nennt die Wissenschaft das. Ich würde sagen: Karla Kolumna in Echtzeit.<br />
<br />
Manchmal fragen meine Eltern, was ich da auf meiner Webseite eigentlich so mache. Wenn ich ihnen erkläre, dass ich<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/User_Generated_Content" target="_blank" rel="noopener noreferrer">user generated content</a> poste, meine<br />
<a href="http://www.sciencegarden.de/berichte/200112/nxetzwer/netzwerk.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">social networks</a> pflege und mich in der<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Community" target="_self" rel="noopener noreferrer">Online-Community</a> umsehe, erhalte ich nur ein verwirrtes „Aha“ als Antwort. Die neue Generation 2.0 ist da.
</p>
<p>
Wenn ich mein „Sommerhaus“ verlasse und mich an meine Dissertation zum Thema Weblogs setze, hält die Wissenschaft Einzug in meine Blogosphäre. Da heißt es dann &#8216;Weblogs als neuer Journalismus’, &#8216;Weblogs und Gegenöffentlichkeit’ oder &#8216;Qualitätssicherung in Weblogs’. Es werden Fragen gestellt: Ob Weblogs den Journalismus verdrängen und wie Qualität gesichert und kontrolliert werden kann.<br />
<br />
Die Presse sei immer nur so frei wie ihr<br />
<a href="http://www.heise.de/ct/05/19/148/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontostand</a>, steht da, und dass Weblogs deswegen so nützlich seien. Sie könnten ein Ersatz zu den kommerziell orientierten Medien und eine Verbesserung des<br />
<a href="http://www.dejavu.org" target="_self" rel="noopener noreferrer">Web 1.0</a> sein. Nun würden keine Homepages mehr geschrieben, sondern Weblogs; es würden keine Onlinestreams mehr hoch-, sondern Podcasts runtergeladen.
</p>
<p>
Weblogs seien „Teil dieser heimlichen<br />
<a href="http://medienrevolution.dpunkt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienrevolution</a>“. Das klingt hochtrabend, aber richtig. Ich fühle mich als Revolutionär, weil ich erzähle, was mich interessiert und was ich erlebe. Ich erzähle es auf meine Weise – ohne Redaktionsschluss, Verleger oder Linientreue. Und das Beste: Es gibt Menschen, die das lesen – als Blogger merkt man, dass auch das stinknormalste Leben spannend sein kann.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Linoleum oder Laptop</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-studien-etown2-shtml-2815/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tester]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtportal]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[politik-digital.de]]></category>
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					<description><![CDATA[Erfahrungsbericht aus der virtuellen Amtsstube]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erfahrungsbericht aus der virtuellen Amtsstube<!--break-->:<br />
                    <strong>Ein Tester der Studie &#8220;E-Town &#8211; Deutschlands digitale Hauptstädte&#8221; schildert seine ganz persönlichen Eindrücke</strong></p>
<p>Kommunale Verwaltungen haben keinen guten Ruf. Mangelnde Bürgernähe und umständliche Prozeduren werden den Verwaltungen nachgesagt. Bei diesen Stichwörtern ziehen wenig vorteilhafte Bilder an meinem geistigen Auge vorüber. Betonklötze, in denen sich Beamte hinter verschlossenen Türen verschanzen; wartende Bürger, die sich mit den beiden großen L der Verwaltung vertraut machen: Linoleum und Lysol.<br />
                    <br />Ob dieses Bild der Realität entspricht oder ob die Verwaltungen der Großstädte nicht längst mit Laptops und Internetformularen arbeiten, davon konnte ich mich selbst überzeugen. Als einer von fünf Testern der Studie &#8220;E-Town &#8211; Deutschlands digitale Hauptstädte&#8221;, die pol-di.net e.V./politik-digital.de im Auftrag der<br />
                    <a href="http://www.initiatived21.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a> durchführte, nahm ich die E-Government-Angebote 25 deutscher Großstädte unter die Lupe. Fünfundzwanzigmal schlug ich mich als Tester durch den Verwaltungschungel im Internet.</p>
<p>
                    <strong>Nützliche Orientierungshilfen</strong><br />
                    <br />Meine Vorstellung von den lysolerfüllten Betonquadern sollte sich langsam wandeln. Unübersehbar war der Servicecharakter vieler Seiten. Alle getesteten Städte bemühen sich im Internet, ihre Arbeit dem Bürger näher zu bringen und ihm die Orientierung zu erleichtern. Von A wie Abmeldung bis Z wie Zweitwohnsteuer sind alle wichtigen Informationen zu Aufgaben und Dienstleistungen der Verwaltung verfügbar. Öffnungszeiten, Adressen und Kontaktmöglichkeiten der zuständigen Ansprechpartner gehören zum Standard der Webangebote.</p>
<p>Außerdem stellen viele Städte Formulare zum Download zur Verfügung. Leider fehlt hier häufig noch das i-Tüpfelchen. Nur in wenigen Ausnahmefällen können Nutzer diese Formulare am Rechner ausfüllen und abschicken, also den kompletten Vorgang von zu Hause durchführen. Der Weg zum Rathaus bleibt den meisten Bürgern vorerst nicht erspart, doch die Verwaltungen sorgen im Internet für mehr Bürgernähe und Orientierung.</p>
<p>
                    <strong>Übersichtlicher Aufbau fehlt häufig</strong><br />
                    <br />Um so mehr ärgerte mich die mangelnde Übersichtlichkeit vieler Webseiten. Häufig gibt es zu viele Menüpunkte in der Navigationsleiste; Banner für Filmpark, Theatersommer oder städtisches Sommerfest kommen hinzu. Der Einstieg in das meist umfangreiche Angebot wird dadurch erschwert, denn nicht alle Seiten verfügen über gute Sitemaps und leistungsfähige Suchmaschinen, um den Nutzer auf anderem Wege schnell zum Ziel zu führen. Viele Seiten verfügen über ein beachtliches Angebot, da schmerzt es umso mehr, dass der komplizierte Aufbau interessierte Nutzer womöglich abschreckt, sich näher mit der betreffenden Webeite auseinanderzusetzen.</p>
<p>Diese Unübersichtlichkeit wird durch ein weiteres Manko verstärkt. Die Inhalte der Webseite sind zwar für unterschiedliche Zielgruppen gedacht, sie sind aber häufig nicht voneinander abgegrenzt. Informationen für Bürger, Touristen und Investoren sind häufig von einer gemeinsamen Startseite aus zu erreichen. Diese Startseite wirkt entsprechend überfrachtet. Mitunter wirkten einige dieser Webseiten wie eine unüberwindliche Wand auf mich. Manche nervenaufreibende Überraschung harrte auf diesen Seiten ihrer Entdeckung. Rätselhafte Querverweise, die Franz Kafka alle Ehre machen würden, weil sie plötzlich von einer Rubrik in eine völlig andere führten, ohne diesen abrupten Wechsel in der Navigationsleiste anzuzeigen. E-Mail-Adressen von Oberbürgermeistern, offenbar wie die Ermittlungsakten zum Kennedy-Attentat eingestuft, blieben bisweilen trotz intensiven Suchens unauffindbar.</p>
<p>Dagegen war es eine große Freude, Webseiten mit klarem Aufbau zu begutachten. Diese Internetangebote sind auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten oder nach Lebenslagen sortiert. Dazu zählt eine Unterteilung in drei Bereiche: ein Bürgerportal für Einheimische, einen Touristenservice sowie eine Business-Lounge für Unternehmen und Investoren. Außerdem wird erklärt, welche kommunale Dienstleistung für verschiedene Lebenssituationen in Anspruch genommen werden kann und was bedacht werden muss, zum Beispiel bei Heirat, Umzug oder Todesfall in der Familie. Die Orientierung auf diesen Seiten verlor ich selten, die Bedienung war meist unproblematisch.</p>
<p>
                    <strong>Interaktivität und politische Informationen sind ausbaufähig</strong><br />
                    <br />Nachdem die Kommunen so viel Bürgernähe bei den Verwaltungsdienstleistungen zeigten, hatte ich den Internetangeboten stärkere interaktive Elemente zugetraut. Zwar sind die E-Mail-Adressen von Mitarbeitern der Verwaltung und von Kommunalpolitikern auf den meisten Seiten aufgeführt. Doch Bürgersprechstunden im Internet bleiben Zukunftsmusik in den von mir getesteten Städten. Ebenso fehlen politische Diskussionen sowie der Austausch zwischen Bürgern und Politikern.</p>
<p>Meist stieß ich auf wenig politische Inhalte. Ein paar Daten zum Stadtoberhaupt samt Lebenslauf und Foto, eine kurze Übersicht über den Stadtrat und die vertetenen Parteien &#8211; viel mehr boten die getesteten Seiten im politischen Bereich häufig nicht. Details zur inhaltlichen Arbeit von Stadtrat, lokalen Parteien oder gar Bürgerinitiativen erwiesen sich leider als Mangelware. Welche politischen Probleme in der jeweiligen Stadt diskutiert werden, welche Themen ganz oben auf der Tagesordnung von Stadtrat und lokalen Parteien stehen, das war selten zu erfahren. Einzige Ausnahme bildeten Themen aus dem Bereich Stadtplanung und Verkehr sowie Informationen über die Agenda21. Hier zeigten einige Städte beachtliches Engagement. Umfangreiche Inhalte für Touristen sowie Freizeit-, Sport- und Kulturthemen gehörten bei jeder Webseite zum Angebot.</p>
<p>
                    <strong>Laptops in den Amtsstuben</strong><br />
                    <br />Die kommunalen Verwaltungen können viel versprechende Ansätze vorweisen, haben aber noch längst nicht das ganze Potenzial für städtische Dienstleistungen und Informationen im Internet ausgeschöpft. Mit leichten Abstrichen überzeugen mich viele Webseiten. Alles in allem ist das für mich Grund genug, mein Bild von den Betonklötzen und den Linoleumfluren um eine paar flotte Laptops zu ergänzen.</p>
<p>Die Studie &#8220;E-Town &#8211; Deutschlands digitale Hauptstädte&#8221; wurde von pol-di.net e.V./politik-digital.de im Auftrag der Initiative D21 durchgeführt. Sie wird am 28.6.2002 auf dem Kongress der Initiative &#8220;Mit Internet Staat machen. E-Government und die Zukunft der Demokratie.&#8221; in Leipzig veröffentlicht. Zusätzlich können Sie die Studie ab Freitag, den 28.6.2002, auf den Seiten der<br />
                    <a href="http://www.initiatived21.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a> und<br />
                    <a href="/index.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a> kostenlos herunterladen.</p>
<p>
                      <strong><br />
                      <a href="http://www.initiatived21.de/broschure/etown2002.rtf">&gt;&gt; Studie &#8220;E-Town 2002&#8221; RTF</a><br />
                      <br />[Download rtf-Datei 9 KB]</strong>
                    </p>
<p>
                    <strong><br />
                    <a href="http://www.initiatived21.de/broschure/etown2002.pdf">&gt;&gt; Studie &#8220;E-Town 2002&#8221; PDF</a><br />
                    <br />[Download pdf-Datei 1,3 MB]</strong><br />
                    </p>
<p>
                    <br />Und hier die glücklichen<br />
                    <strong>Gewinner</strong>:</p>
<p>
                    <strong>Sieger &#8220;E-Administration&#8221;</strong>:<br />
                    <a href="http://www.essen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Esssen</a><br />
                    <br />
                    <strong>Sieger &#8220;E-Democracy&#8221;</strong>:<br />
                    <a href="http://www.stuttgart.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stuttgart</a><br />
                    <br />
                    <strong>Sieger &#8220;Nutzerfreundlichkeit&#8221;</strong>:<br />
                    <a href="http://www.magdeburg.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Magdeburg</a><br />
                    <br />
                    <strong>Best-Practice &#8220;Vernetzung von Frauen&#8221;</strong>:<br />
                    <a href="http://www.heidelberg.de/frauen/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heidelberg</a>,<br />
                    <a href="http://www.frauen.muenster.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Münster</a>,<br />
                    <a href="http://www.pforzheim.de/servlet/page?_pageid=763&amp;_dad=portal30&amp;_schema=PORTAL30" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pforzheim<br />
                    <br /></a><br />
                    <strong>Best-Practice &#8220;kommunale Bebauung&#8221;</strong>:<br />
                    <a href="http://www.duesseldorf.de/planung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Düsseldorf</a>,<br />
                    <a href="http://www.moers.de/moers/mo.nsf/3c1c64dd3ecdff38c125687d000549c3/bb3383fd2445daf6c1256a010048b8fa?OpenDocument" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Moers</a>,<br />
                    <a href="http://www.osnabrueck.de/bauberatung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Osnabrück</a></p>
<p>
                      
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 27.06.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der &#034;vernetzte&#034; Politiker</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/der_vernetzte_politiker-633/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jtauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordneter]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>Die virtuelle Diskussion stärkt die Kompetenz.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>Die virtuelle Diskussion stärkt die Kompetenz.</b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Als Politiker, der die<br />
neuen Medien als Herausforderung einer intensiveren politischen<br />
Kommunikation begreift und täglich mit diesen umgeht, möchte ich auf<br />
einige persönlichen Erfahrungen als erster &quot;Online-Abgeordneter&quot; des<br />
Deutschen Bundestages eingehen: Nicht wissend, worauf man sich bei<br />
einem solchen Experiment einläßt, wollte ich vor nunmehr über 3 Jahren<br />
die vielgepriesenen Möglichkeiten der neuen Informations- und<br />
Kommunikationsmöglichkeiten nutzen. Dies wurde sowohl im Netz auch in<br />
der Öffentlichkeit mit großem Interesse aufgenommen. Schon bald gingen<br />
täglich Dutzende von Mails ein, mit der Bitte um Stellungnahmen oder um<br />
Informationsmaterial zu allen erdenklichen Themen, mit der Bitte um<br />
Weiterleitung oder einfach auch aus dem Wunsch der Kontaktaufnahme.<br />
Immer mehr wurde mein elektronisches Postfach zum Gateway der<br />
SPD-Bundestagsfraktion und auch des Deutschen Bundestages. Diese Fülle<br />
konnte natürlich kaum noch bewältigt werden, und schon bald war man mit<br />
der dem Netz eigenen &quot;Zeiterfahrung&quot; konfrontiert, was sich dann<br />
ungefähr folgendermaßen äußerte: &quot;Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ich<br />
schicke Ihnen innerhalb von 24 Stunden bereits die dritte Mail und habe<br />
noch immer keine Antwort. Daraus schließe ich, daß sie die neuen<br />
Kommunikationsmöglichkeiten nicht ernst nehmen und gar kein Interesse<br />
an einer direkten Kommunikation mit dem Bürger haben.&quot; Davon konnte<br />
natürlich gar keine Rede sein.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Inzwischen haben fast alle<br />
Ministerien, der Bundestag, die Parteien und Fraktionen und auch das<br />
Bundeskanzleramt den Weg auf die weltweite Datenautobahn gefunden und<br />
nutzen diese neue Form der politischen Kommunikation, auch die<br />
Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind inzwischen über e-Mail<br />
erreichbar. Dabei bestimmen aber, wie dies bereits festgestellt wurde,<br />
noch immer &#8211; ganz im Sinne der klassischen Verteilmedien &#8211; die<br />
Informationsangebote die politischen Seiten des Netzes, nicht der<br />
Informationsaustausch.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Für meine politische Arbeit<br />
im Ausschuß für Bildung und für die Arbeit der Enquete-Kommission<br />
&quot;Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft &#8211; Deutschlands Weg<br />
in die Informationsgesellschaft&quot; haben sich durchaus positive<br />
Erfahrungen im Umgang mit den neuen Medien ergeben. Von Anfang an war<br />
es dabei ein zentrales Anliegen, den Alltag eines<br />
Bundestagsabgeordneten im &quot;Raumschiff Bonn&quot; und im Wahlkreis<br />
transparenter zu machen. Enorme Unterstützung gaben bei den<br />
Anfangsschwierigkeiten &#8211; zu nennen sind beispielsweise die technischen<br />
&quot;Hürden&quot; &#8211; die Initiatoren des Projektes &quot;Abgeordnete ans Netz&quot;,<br />
welches von der FU Berlin durchgeführt wurde. Mit diesem Projekt ist es<br />
erstmals gelungen, aus jeder Fraktion einen (e-Mail-) Abgeordneten als<br />
Ansprechpartner in den neuen Medien zu gewinnen und so auch die<br />
Bedeutung dieser neuen Kommunikationsformen in den politischen Alltag<br />
hinein- und die Arbeit des Parlamentes in das Netz hinauszutragen.<br />
Dabei reichte das Angebot von Informationen über den &quot;typischen&quot;<br />
Tagesablauf einer Sitzungswoche in Bonn, also den Arbeitsrhythmus des<br />
Parlamentes, über die Arbeit im Wahlkreis bis hin zur Diskussion über<br />
die &quot;Diäten&quot;. Jedoch bieten die neuen Medien nicht nur neue<br />
Möglichkeiten für den Politiker, auf sich &quot;aufmerksam zu machen&quot;,<br />
sondern vor allem die Möglichkeit, die politische Arbeit ungefiltert<br />
darzustellen, weltweit zu recherchieren und Kontakt zu einer nahezu<br />
unbegrenzten Fachöffentlichkeit &#8211; und damit einen entscheidenden<br />
Kompetenzzuwachs &#8211; zu bekommen. Und &#8211; um ein weitverbreitetes Vorurteil<br />
aufzugreifen: Das Netz macht keineswegs einsam. Die Zahl der<br />
persönlichen Kontakte zu sehr interessanten Persönlichkeiten hat sich<br />
enorm ausgeweitet; viele Experten, die meine politische Arbeit<br />
unterstützen, habe ich in diesen Netzdiskussionen kennen- und schätzen<br />
gelernt.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Von Anfang an war es ein<br />
wichtiges Ziel, nicht nur Informationen anzubieten, sondern vielmehr<br />
den Austausch und die Diskussion zu suchen. Schwerpunkte dieser<br />
Netzdiskussionen waren beispielsweise große und kleine Anfragen an die<br />
Bundesregierung (und natürlich deren Antworten) und Anträge der<br />
SPD-Bundestagsfraktion, die schon während des Entstehungsprozesses &#8211;<br />
also schon während der Konsenssuche innerhalb der Fraktion oder der<br />
Arbeitsgruppe &#8211; im Netz zur Diskussion gestellt worden. Oft ergaben<br />
sich aus diesen Diskussionen wertvolle Anregungen, ebenso oft natürlich<br />
auch kritische oder nachdenkliche Anmerkungen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Und &#8211; wie in der<br />
Mund-zu-Mund oder massenmedialen Kommunikation ja bekanntlich auch &#8211;<br />
gab es bei der elektronischen Kommunikation ebenso gewollte und<br />
ungewollte Mißverständnisse, mit denen man lernen muß, umzugehen.<br />
Anfangs ergaben sich diese oft allein daraus, daß die Antworten der<br />
Bundesregierung auf Anfragen der SPD-Fraktion demjenigen zugerechnet<br />
wurden, der sie im Netz veröffentlichte &#8211; der Bote oder Überbringer der<br />
Botschaft wird für die Inhalte verantwortlich gemacht, wenn auch nicht<br />
mehr geköpft! Zu nennen ist hier vielleicht auch die eigendynamische<br />
Streitkultur und die dem Netz &#8211; damals noch weitaus mehr als heute &#8211;<br />
typische Unkonventionalität. Dies zeigte sich beispielsweise in dem<br />
&quot;anstrengenden&quot; Umgang mit hunderten von Protestmails.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Zusammenfassend läßt sich<br />
feststellen: Die neuen Informationsmöglichkeiten und die dadurch<br />
beschleunigte Herausbildung der Informationsgesellschaft bringen &#8211; wie<br />
jede technische Neuerung &#8211; Risiken und Chancen mit sich. Wie es für die<br />
Risiken gilt, diese zu erkennen und zu minimieren, gilt dies in<br />
gleicher Weise für die Chancen. Die neuen Informations- und<br />
Kommunikationsmöglichkeiten können zur Modernisierung der Demokratie,<br />
zur Intensivierung der politischen Kommunikation und zur Herausbildung<br />
einer neuen Form von Öffentlichkeit beitragen, die eine demokratische<br />
Gesellschaft erst möglich machen &#8211; nutzen wir diese Chance und Aufgabe!<br />
Denn, was wäre die Alternative? Versäumt die Politik diese<br />
Herausforderung, werden in Zukunft die Gesellschaftsentwürfe ohne sie<br />
debattiert &#8211; und das wäre der wirkliche Abschied der Politik.<br />
</span></span></p>
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