<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Eric Schmidt &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/eric-schmidt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 Oct 2014 08:57:06 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Eric Schmidt &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ein gutes Urteil? – Google-Expertenbeirat diskutiert Recht auf Vergessenwerden</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ein-gutes-urteil-google-expertenbeirat-diskutiert-recht-auf-vergessenwerden-142454/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/ein-gutes-urteil-google-expertenbeirat-diskutiert-recht-auf-vergessenwerden-142454/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pia Thiele]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2014 08:57:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Löschantrag]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Vergessenwerden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=142454</guid>

					<description><![CDATA[Wie soll Europa mit dem „Google-Urteil“ umgehen, mit dem der Europäische Gerichtshof ein Recht auf Vergessenwerden geschaffen hat? – vermeintlich, denn [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Eric-Schmidt_crop.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-142455" alt="Eric Schmidt_crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Eric-Schmidt_crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Wie soll Europa mit dem „Google-Urteil“ umgehen, mit dem der Europäische Gerichtshof ein Recht auf Vergessenwerden geschaffen hat? – vermeintlich, denn diese Lesart wird kontrovers diskutiert. Google hat zur Beantwortung offener Fragen eine Reihe von europaweiten Expertengesprächen organisiert. Am Dienstag kam das Gremium in Berlin zusammen und traf auf deutsche Experten.<br />
Eric Schmidt, der eigens nach Berlin angereiste CEO von Google, eröffnete das Panel mit den Worten: „Google begrüßt dieses Urteil nicht, respektiert aber die Autorität des Gerichtes“. Er meint damit die gemeinhin als <a href="http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&amp;docid=152065&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1">„Google-Urteil“</a> bekannt gewordene Grundsatzentscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Mai dieses Jahres. Man sei nun verpflichtet, europäischen Bürgern das „Recht auf Vergessen“ einzuräumen. Die Experten, darunter Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und Frank La Rue, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen (UNHCR), hatten vorher bereits Madrid, Rom, Paris und Warschau besucht und sich dort mit nationalen Experten ausgetauscht. In den kommenden zwei Wochen folgen noch Veranstaltungen in London und abschließend in Brüssel.<br />
Laut Schmidt seien bereits 146.000 Anträge auf Löschung eines Eintrags in der Suchmaschine eingegangen. Kurz zählte der Google-Chef auf, welche Anträge unproblematisch entfernt würden, beispielsweise Berichte über Personen, die Opfer eines Verbrechens geworden sind. Nicht entfernt hingegen werden Löschanträge, die sich auf pädophile Straftaten beziehen, oder Links, die auf Beteiligte eines politischen Skandals hinweisen. Strittig hingegen ist die Entfernung sensibler persönlicher Daten, illegaler Inhalte aus politischen Reden mit Personenbezug oder solcher Inhalte, die sich auf länger zurückliegende Verbrechen beziehen.</p>
<h3>Was ist privat, was öffentlich?</h3>
<p>An vielen Stellen kamen die Diskutanten immer wieder auf die dem Urteil zugrundeliegende hochinteressante Frage zurück, wo die Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit gezogen werden sollte. Denn: Informationen, die von öffentlichem Interesse sind, sind von der Löschung ausgenommen. Aufschlussreich waren hier die Ausführungen von Susanne Dehmel, Juristin und Bereichsleiterin für Datenschutz beim BITKOM e.V.: „Öffentliches Interesse liegt vor, wenn der Sachverhalt für das politische Leben relevant ist und zur Meinungsbildung beiträgt“, so Dehmel. Sie stellte klar, dass das Urteil des EuGH nicht viele Anhaltspunkte in dieser Frage gebe. Trotz allem habe das Gericht Hinweise darauf gegeben, wie die Unterscheidung getroffen werden könne. Laut Gericht sollten das Presse- und Persönlichkeitsrecht herangezogen werden, um eine Entscheidung treffen zu können. Da der Schutzbereich der Informationsfreiheit betroffen sei, sollte zusätzlich das Interesse der Öffentlichkeit an der Information hinzugezogen werden; wirtschaftliche Interessen der Suchmaschine müssten in diesem Falle eine untergeordnete Rolle spielen. In einem anderen Urteil habe der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eine Unterscheidung zwischen absoluten und relativen Personen der Zeitgeschichte vorgenommen. Die Abwägung müsse jeweils ereignisbezogen stattfinden.<br />
Ein Regierungsmitglied ist beispielsweise von öffentlichem Interesse – aber nur in dieser Funktion und nicht als Privatperson. Ob Informationen irrelevant geworden sind und somit für die Löschung in Frage kommen, müsse jeweils im Moment des Sperrbegehrens entschieden werden. Dehmel sieht in der Einzelfallentscheidung das am besten geeignete Mittel. Auf die Frage von Luciano Floridi, Professor für Informationsphilosophie und Informationsethik an der Universität Oxford, welche Entscheidung im Falle, dass eine Person aufhöre, eine Person des öffentlichen Lebens zu sein, zu treffen sei, entgegnete Dehmel, dass eine gewisse Öffentlichkeit auch dann bestehen bleibe. Hinsichtlich veröffentlichter Informationen, die auf Minderjährige verweisen, hält Dehmel es für überlegenswert, diese generell als privat einzustufen. Ähnlich sah das auch Moritz Karg, Referent beim Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit in Hamburg. Er sprach sich ebenfalls für Sonderrechte für Minderjährige aus; allerdings solle man im jeweiligen Einzelfall nach Informationsquelle und Alter der Betroffenen die Entscheidung abwägen.<br />
Matthias Spielkamp von Reporter ohne Grenzen wies darauf hin, dass die Unterscheidung von privat und öffentlich in der deutschen Rechtspraxis bislang so gut wie keine Relevanz hat. In anderen Rechtsräumen sei sie hingegen durchaus üblich. Doch hält er es für unangebracht, dass ein privates Unternehmen wie Google nun gerade diese schwierige Abwägung leisten soll.</p>
<h3>Der Faktor Zeit</h3>
<p>Neben der Debatte um die Definition von Öffentlichkeit und Privatheit wurde auch die Entscheidung des Gerichtes, Zeit zu einem maßgeblichen Kriterium für die Löschung zu machen, diskutiert. Es ist durchaus eine Frage der Auslegung, wann eine Information irrelevant wird. Im Falle des Urteils des EuGH waren dies nach Ansicht der Richter 16 Jahre – doch hätten vielleicht auch 15 gereicht? Michaela Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), findet, dass es mehr als nur den Zeitfaktor brauche. Weitere zu berücksichtigende Kriterien seien zum Beispiel die Rolle, in der sich der Betroffene befinde, oder die Frage, wie sensibel die Information sei. Ein Kriterienkatalog, der weitere zu definierende Faktoren festlege, sei daher vonnöten. Ulf Buermeyer, Richter am Landgericht Berlin und Professor an der Viadrina-Universität, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es auch Informationen gebe, die nach einiger Zeit erst wieder relevant werden könnten.</p>
<h3>Lokal, kontinental oder global löschen?</h3>
<p>In der Frage, in welchem geografischen Ausmaß gelöscht werden sollte, bestand die größte Uneinigkeit zwischen den Panel-Beteiligten. Michaela Zinke (vzbv) sprach sich gegen eine länderspezifische Beschränkung der Löschung aus, da diese kaum umzusetzen sei. Die Löschung müsse europäisch gedacht werden. Matthias Spielkamp hingegen plädierte für eine lokale Löschung, um die europäische Vielfalt zu wahren. Anders würde seiner Meinung nach ein Dilemma entstehen: Sollte man Löschanträge aus demokratischen und solche aus autoritären Staaten gleich behandeln? Christoph Fiedler vom Verband deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) äußerte sich ähnlich. Globale Harmonisierung würde nicht zu mehr Freiheit führen. Kulturelle Normen seien „kein Fluch, sondern ein Segen“. Rechtsanwalt Niko Härting sprach sich für ein „territoriales Denken“ aus: Der Löschanspruch eines Spaniers gelte bis zu den Grenzen Spaniens und nicht darüber hinaus. Der spanische Jurist José-Luis Piñar entgegnete mit der Frage: „Aber ist das Internet nicht immer extraterritorial?“ Zweifellos, aber in juristischer Hinsicht wird diese Tatsache durchaus in Frage gestellt.</p>
<h3>Ist das Urteil gut?</h3>
<p>Auch diese Frage wurde von dem Expertenkreis diskutiert. Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wertete das Urteil als ein „wichtiges“. Das Recht auf Privatheit hat ihrer Ansicht nach mit dem Urteil ein stärkeres Gewicht bekommen. Allerdings müsste auch das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit mit berücksichtigt werden. Peggy Valcke, Jura-Professorin an der Universiteit Leuven, stellte klar, dass das Urteil nur so gut wie die Klage selbst sein könne, da es die spezifischen Fragen der Klage kläre. Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung Frank La Rue positionierte sich klar gegen das Urteil. Er findet es nicht angemessen, dass ein privates Unternehmen nun den Auftrag hat, über Privatsphäre und Datenschutz zu entscheiden. Sylvie Kauffmann, Chefredakteurin von Le Monde, lobte das Urteil als Impulsgeber für die nun stattfindende Debatte. Dass Google eine Expertenanhörung organisiert, die eigentlich in den Aufgabenbereich der Politik fällt, findet sie nicht bedenklich: „Es ist okay, wer auch immer das organisiert“. Denn es gehe ausschließlich um die Sache. Dass Google sich nun darum kümmert, zeige, dass das Unternehmen das Urteil ernst nehme und bestrebt sei, verbindliche Regelungen zu finden.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/techcrunch/5033339673">TechCrunch</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/ein-gutes-urteil-google-expertenbeirat-diskutiert-recht-auf-vergessenwerden-142454/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rezension: Die Rückeroberung des Internets</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/rezension-die-rueckeroberung-des-internets-141060/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/rezension-die-rueckeroberung-des-internets-141060/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jul 2014 09:54:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[People's Platform]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Shoshana Zuboff]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Schirrmacher]]></category>
		<category><![CDATA[FCC]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy]]></category>
		<category><![CDATA[Astra Taylor]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Monopole]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=141060</guid>

					<description><![CDATA[„Warum sollten wir Google als Nachrichtenquelle mehr vertrauen als der Stadtbibliothek? Immerhin ist Google nichts weiter als ein Werbekonzern“. Die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Finalbild-Format-1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-141069" alt="Finalbild Format 1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Finalbild-Format-1-630x275.jpg" width="630" height="275" /></a></strong><br />
„Warum sollten wir Google als Nachrichtenquelle mehr vertrauen als der Stadtbibliothek? Immerhin ist Google nichts weiter als ein Werbekonzern“. Die US-amerikanische Netzkritikerin Astra Taylor stellt in ihrem Buch „<i>The People’s Platform“</i> die Welt des freien Internets auf den Kopf. Sie behauptet: Das gibt es gar nicht mehr. Und fordert ein demokratisches Gegengewicht.<b> </b><br />
Das Internet ist eine Verheißung. Glauben wir. Es soll die Menschen, die es nutzen, unabhängiger, demokratischer und freier machen. Es soll Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglichen, Partizipationshürden abbauen, die Effizienz erhöhen und Transparenz schaffen. Jede Stimme kann gehört werden. Kaum ein Versprechen, das der digitalen Welt in den vergangenen 20 Jahren nicht zugeschrieben wurde.<br />
Nicht erst in den letzten Jahren sind viele dieser Heilsvermutungen korrigiert oder eingeschränkt worden. Die <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-6E6C46E0-D218AFF1/bst/xcms_bst_dms_37989_37990_2.pdf">Politikwissenschaft</a> lehrt uns: Im Internet engagieren sich nicht vollkommen andere Menschen als in der analogen Welt, und auch nicht mehr als vorher. Der klassische Aktivist ist jung, gut gebildet und männlich – im Internet ebenso wie in der realen Welt.<br />
Stichworte wie „digitale Demenz“ schüren den Blick für die Risiken einer digitalisierten Gesellschaft. Der kürzlich verstorbene Frank Schirrmacher war zumindest für Deutschland der vermutlich prominenteste Vertreter einer feuilletonistischen Debatte, die er selbst einmal unter der These auf den Punkt brachte: „<a href="http://www.bild.de/politik/2009/frank-schirrmacher/internet-vermanscht-gehirn-das-interview-10520954.bild.html">Das Internet vermanscht unser Gehirn</a>.“</p>
<h3>Das Internet frisst seine Kinder</h3>
<p>Neu ist jedoch, dass sich in der Netzdebatte vermehrt kritische Stimmen melden, die bisher nicht unbedingt im Verdacht standen, nostalgische Technikfeinde zu sein. Die kanadisch-amerikanische Dokumentarfilmerin und Occupy-Unterstützerin Astra Taylor ist eine davon. Sie gehört zur viel beschworenen Gruppe der Digital Natives und kann deswegen so exemplarisch schreiben für eine Generation, die das Gefühl hat, ihr einstiges Zuhause beginne sie aufzufressen. Und ihre Argumentation vermeidet geschickt allzu bipolare Zuordnungen à la Schirrmacher. Für sie ist das Internet nicht der drohende Untergang des Abendlandes. Ihre Botschaft ist subtiler: Eine Technologie allein bewirkt noch keinen gesellschaftlichen Wandel in die eine oder andere Richtung. Entscheidend seien die zugrunde liegenden wirtschaftlichen und politischen Kräfte. Das Internet ist also, was man draus macht.<br />
In einem <a href="http://www.eurozine.com/articles/2014-05-30-ataylor-en.html">Interview</a> zu ihrem im Frühjahr dieses Jahres bislang nur auf Englisch erschienenen Buch „The People’s Platform – Taking Back Power and Culture in the Digital Age“ äußerte Taylor ihre Vermutung, die Netzdebatte sei deswegen öffentlich nur wenig wahrnehmbar, weil sie hauptsächlich von Männern im fortgeschrittenen Lebensalter geführt werde. Nicht nur aus diesem Grund sollen ihre Positionen hier ausführlicher vorgestellt werden.</p>
<h3>Das Internet als Zwei-Klassen-Gesellschaft</h3>
<p><figure id="attachment_141087" aria-describedby="caption-attachment-141087" style="width: 295px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Taylor-Quadrat.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141087  " alt="Astra Taylor - Regisseurin, Occupy-Aktivistin und Autorin." src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Taylor-Quadrat-630x630.jpg" width="295" height="293" /></a><figcaption id="caption-attachment-141087" class="wp-caption-text">Astra Taylor &#8211; Regisseurin, Occupy-Aktivistin und Autorin.</figcaption></figure><br />
Astra Taylor zufolge waren an der Schaffung des World Wide Web verschiedenste Akteure beteiligt: akademische, staatliche und auch privatwirtschaftliche. Dabei finanzierte die öffentliche Hand zwar die Entwicklung der Technologie, den Profit machen heute aber andere.<br />
Die Kräfte, die im Internet wirken, sind in erster Linie ökonomischer Natur. Das Internet liegt laut Taylor zu einem Großteil in der Hand von Monopolisten, und vornehmlich ihre Interessen treiben die Debatten, die um es geführt werden. Oder warum diskutieren wir über Datenschutz und Privatsphäre, fragt Taylor. Weil beide zu verletzen sich für einige in barer Münze auszahlen kann. Das Internet ist das weltweit erste Medium, das jedem verspricht, mitreden zu dürfen. Aber es wird längst nicht jeder gehört. Die Realität wird nicht mit OpenOffice programmiert und von der Schwarmintelligenz korrigiert. Sie liegt in den Algorithmen der großen Kinder auf dem Spielplatz, und ihre Namen sind Google, Facebook, Amazon, Apple und wenige mehr.<br />
Die „Global Players“ prägen auch die Sprache, mit der wir über das Internet sprechen können: Die Worte Transparenz, Offenheit und Partizipation kommen uns im Kontext des Internets wie selbstverständlich vor. Dabei wird kaum noch bedacht, dass keiner der Begriffe per se demokratischen Fortschritt bedeutet. Die Fragen müssten lauten: Transparenz wovon? Offenheit wofür? Partizipation bei was? Taylor führt uns einen gewaltigen Irrtum vor Augen. Sie analysiert, dass bestimmte Internetkonzerne über mehr Macht verfügen können als Staaten.<br />
„<a href="http://politik-digital.de/auch-peter-tauber-traegts-mit-fassung/">Google ist weniger Befehlsnehmer als Partner der Politik</a>“, so bestätigte CDU-Generalsekretär Tauber diese These erst kürzlich. Der entscheidende Unterschied zwischen demokratischen Staaten und Konzernen sei jedoch, so Taylor, dass erstere ihren Bürgern Rechenschaft schuldig sind und letztere ihren Shareholdern.</p>
<h3>91 Prozent Marktanteil für Google</h3>
<p>Für die Dominanz von einigen Wenigen im Netz führt Taylor eindrückliche Beispiele aus den USA an. Doch auch für Deutschland lässt sich diese These stützen: Facebook liegt den Nutzerzahlen zufolge klar auf dem <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/170467/umfrage/besucherzahlen-sozialer-netzwerke-in-deutschland/">ersten Platz</a> der sozialen Netzwerke in Deutschland. Hinzu kommt aber: Facebook hat auch mehr als sechsmal so viele Besucher wie der Zweitplatzierte Xing. Googles <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/222849/umfrage/marktanteile-der-suchmaschinen-weltweit/">Marktanteil</a> bei den Suchmaschinen liegt in Deutschland bei über 91 Prozent. Die vier Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook sind gemeinsam fast so viel wert wie alle im DAX gelisteten Unternehmen.<br />
In der übersichtlich gestalteten Facebook- oder Google-Welt finden die Nutzer sich zurecht, die Online-Rundumpakete sind wie übersichtlich und hübsch angelegte Gärten inmitten des chaotischen, heterogenen „Waldes“ Internet. Ihre Inhalte vermitteln Vollständigkeit, und in der Folge stellen sich immer weniger Nutzer die Frage, wonach sich Relevanz oder Verfügbarkeit hier eigentlich bemessen. Und dabei entscheiden diese Parameter über Wohl und Wehe aller alternativen Webangebote. Was nicht geliked wird und als Suchergebnis schlicht nicht auftaucht, das existiert in der Logik dieses Internets auch nicht.<br />
Und dabei scheint eine Mehrheit der Nutzer zunehmend zu verdrängen, dass keines dieser Internetangebote kostenlos ist: Dienst gegen Daten, so lautet der Deal. Google führt Nutzerdaten aus allen seinen Angeboten zusammen, ohne darüber zu informieren. Derselbe Konzern <a href="http://www.itespresso.de/2014/04/16/offiziell-google-liest-e-mails-seiner-nutzer/">liest</a> den Inhalt seiner Mailingdienste aus. Im Jahr 2010 wurde genau das von Google noch <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-google-gefahr-zuboff-antwortet-doepfner-12916606.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">dementiert</a>.</p>
<h3>Die neue Ordnung</h3>
<p>Astra Taylor beschreibt im Kern also Dynamiken, die aus der Marktwirtschaft gut bekannt sind: Das Fehlen jeder Regulierung führt zu Monopolisierung, behindert den Wettbewerb und verlangt von anderen Marktakteuren, sich den Spielregeln der Stärkeren unterzuordnen. Wenige Gewinner und viele Verlierer, die Reichen werden reicher – wirtschaftliche Binsenweisheiten.<br />
Ein zentraler Satz aus Taylors Buch besagt ironisch, dass die vermeintliche neue Ordnung, die das Internet vorgibt herzustellen, doch eigentlich verdächtig wie die alte aussieht.<br />
Das Internet ist kein luftleerer Raum, kein Sonderfall, der sich den Spielregeln des weltweiten Wirtschaftssystems einzig auf Grund seiner technischen Beschaffenheit entziehen würde. Es ist die Übersetzung existierender Ungleichheiten auf eine andere Ebene: Diejenigen, die sich offline durchsetzen, tun das auch online.<br />
<figure id="attachment_141070" aria-describedby="caption-attachment-141070" style="width: 294px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5181380902_a575f313c0_z.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141070  " alt="Fireworks in Oakley, July 3, 2010" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5181380902_a575f313c0_z-630x418.jpg" width="294" height="209" /></a><figcaption id="caption-attachment-141070" class="wp-caption-text">Google-Chef Eric Schmidt</figcaption></figure><br />
Mit ihren Thesen ist Astra Taylor im US-amerikanischen Diskurs nicht alleine. Aus der Wissenschaft mehren sich Stimmen, die davor warnen, im Kontext des Internets die dahinter liegenden Gewinninteressen von Menschen zu vergessen. Die Harvard-Professorin Shoshana Zuboff bringt dies in einem Gastbeitrag für die FAZ treffend auf den Punkt: „<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/the-digital-debate/digital-economy-the-human-factor-13050472-p4.html">Technology isn’t destroying jobs, people are</a>“. In einem weiteren <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-google-gefahr-zuboff-antwortet-doepfner-12916606.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">Artikel</a> beklagt sie zudem, dass Unternehmen wie Google an einem <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/eric-schmidt-ueber-das-gute-an-google-die-chancen-des-wachstums-12887813.html">Narrativ</a> stricken, das die Grenzen aufweicht zwischen dem, was gut ist für Google und dem, was gut ist für das Internet. Zwischen beidem sei aber klar zu unterscheiden.</p>
<h3>Die großen Jungs haben’s nicht nötig</h3>
<p>Die Ungleichheit im Netz könnte sich durch eine in den USA aktuell anstehende <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/netzneutralitaet-in-den-usa-fcc-zum-zwei-klassen-internet-a-969678.html">Entscheidung</a> zur Netzneutralität noch verschärfen: Dort wird darüber debattiert, ob Internetprovider bestimmte Seiten und Dienste schneller anbieten dürfen als andere – gegen das gewisse Kleingeld, versteht sich.<br />
Es mutet dabei fasst schon ironisch an, dass ausgerechnet Google, Facebook, Twitter, Amazon und die anderen bekannten Namen der Branche geschlossen gegen diese Initiative der amerikanischen Federal Communications Commission unter dem Namen <a href="http://internetassociation.org/">Internet Association</a> vorgehen. Niemand bezweifelt, dass der Großteil von ihnen finanziell in der Lage wäre, die eigenen Angebote im Netz priorisieren zu lassen. Ihr Engagement ergibt trotzdem Sinn. Bedenkt man die Argumente Taylors, muss man zugeben: Das haben die großen Jungs gar nicht nötig. Weder Twitter noch Facebook müssen im Internet für zusätzliche Popularität noch bezahlen. Konkurrenz, und sei sie nur von denen, die es sich leisten können, nervt da bloß.<br />
Astra Taylor fordert es nicht explizit. Doch ist ihr Buch als ein Plädoyer für ein hoheitlich organisiertes Internet zu verstehen. Der Mainstream in der Internetkultur hat einen gewissen Ekel vor dem Staat etabliert und ist mit Vergleichen zu chinesischer Zensur schneller bei der Hand als mit Hinweisen auf Facebooks Manipulation von Webinhalten. Genau dieses Wirtschaftsmodell aber, in dem es einem Sakrileg gleichkommt, für irgendetwas Regeln und Aufsicht zu fordern, ist spätestens seit der Finanzkrise (zumindest in der analogen Welt) krachend gescheitert.</p>
<p align="left">Karl Schillers berühmter Ausspruch lautet „So viel Markt wie möglich, so viel Staat wie nötig“. Astra Taylors Buch zufolge könnte die Lehre für das Internet ganz ähnlich lauten: Nur der Staat macht die Menschen unfrei. Nur der Markt aber auch.</p>
<div><strong>Ausführliches <a href="http://us.macmillan.com/BookCustomPage_New.aspx?isbn=9780805093568">Exzerpt </a>aus &#8220;The People&#8217;s Platform&#8221; (Englisch)</strong></div>
<div></div>
<div></div>
<div>Fotos: opensourceway (teaser) und Rosa-Luxemburg-Stiftung New York Office (Image)</div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/rezension-die-rueckeroberung-des-internets-141060/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 22</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-22-5267/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-22-5267/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 17:49:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/digitale-presseschau-kw-22-5267/</guid>

					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-22"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="82" width="75" /></a>Die Top 6-Links aus der politik-digital.de-Redaktion befassen sich in dieser Woche mehrheitlich mit internationalen Themen. Vom Konflikt in Syrien, dem Internet- und Technikverständnis eines US-amerikanischen Literaten bis zur Transparenz bei Entwicklungshilfe-Maßnahmen reichen die online veröffentlichten Beiträge, die wir Ihnen heute ans Herz legen möchten. Am besten hat uns dann aber doch ein Feuilletonbeitrag über die Debatte zur Netzneutralität in Deutschland gefallen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Top 6-Links aus der politik-digital.de-Redaktion befassen sich in dieser Woche mehrheitlich mit internationalen Themen. Vom Konflikt in Syrien, dem Internet- und Technikverständnis eines US-amerikanischen Literaten bis zur Transparenz bei Entwicklungshilfe-Maßnahmen reichen die online veröffentlichten Beiträge, die wir Ihnen heute ans Herz legen möchten. Am besten hat uns dann aber doch ein Feuilletonbeitrag über die Debatte zur Netzneutralität in Deutschland gefallen.</p>
<p><strong><br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/netzneutralitaet-die-buergerrechte-der-heavy-user-1.1103178" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das digitale Bürgerrecht auf Netzneutralität</a></strong><br />
Der Kampf um einen diskriminierungsfreien Zugang zum Internet ist schon seit längerer Zeit kein Nischenthema für Expertenarbeitskreise und verschrobene Technikblogger mehr. Niklas Hofmann schreibt im Feuilleton der <strong>Süddeutschen Zeitung</strong> über eine stetig zunehmende Ökonomisierung des Internet und die damit zusammenhängenden Probleme. Die unabwendbar heraufziehenden Konflikte zwischen ökonomischem Interesse der Service-Provider und dem &#8220;digitalen Bürgerecht&#8221; auf Netzneutralität werden in dem Beitrag, der in der vergangenen Woche in der Druckausgabe der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, kritisch beleuchtet und haben nach unserer Meinung den ersten Platz in der aktuellen digitalen Presseschau verdient.</p>
<p><a href="http://www.nytimes.com/2011/05/29/opinion/29franzen.html?_r=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die Freiheit(en) der digitalen Welt</strong></a><br />
Die Vereinigten Staaten, ein Land des allzu unkritischen Forschrittsglaubens? Keinesfalls, wie in dieser Woche Jonathan Franzen eindrucksvoll bewiesen hat. Der amerikanische Schriftsteller, berühmt geworden mit dem Werk &#8220;Korrekturen&#8221;, schreibt in einem Essay für die Online-Ausgabe der <strong>New York Times</strong> über seine persönlichen Erfahrung mit zunehmender Digitalisierung. Mit der immer stärkeren Technisierung des menschlichen Alltages werde, so Franzen in seinen Reflexionen, die Grundlage für eine Rede vor Collegestudenten gewesen sind, auch unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unser Verhältnis zur Natur grundlegend verändert. Eine Veränderung, die Franzen anhand seiner eigenen Liebe zur Vogelbeobachtung wortmächtig darstellt. Franzen fordert die Studenten auf, nicht feige zu sein, sondern hinauszugehen, sich der Welt und ihren Wesen zu stellen – auch wenn sie damit zwangsläufig Schmerzen in Kauf nehmen.</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/open-data/2011/05/30/entwicklungshilfe-opendata-transparenz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Transparente Entwicklungshilfe</strong></a><br />
Finanzielle Mittel, die in Entwicklungshilfeprojekte fließen, stehen allzu häufig im Verdacht, in den Nehmerländern in dunklen Kanälen zu versickern oder anderweitig missbraucht zu werden. Möglicherweise kann das Internet zukünftig dabei helfen, den Verbleib der Gelder transparenter zu machen. Im &#8220;Open-Data-Blog&#8221; auf <strong>Zeit-Online</strong> wird über den Versuch berichtet, die für Entwicklungshilfe-Maßnahmen aufgewendeten Gelder transparent darzustellen. Grundlage dieses Vorhabens ist das sogenannte “IATI-Register”. In der Folge der Parisier Erklärung über die Verwendung von Entwicklungshilfegeldern bermüht sich die OECD bereits seit dem Jahr 2008 um die Gestaltung dieses Prozesses. Das deutsche Entwicklungshilfeministerium äußert sich, so wird in dem Blog-Beitrag berichtet, aktuell aber noch zurückhaltend zu diesem Projekt.</p>
<p><a href="http://www.infowar-monitor.net/2011/05/7349/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die Rache der Machthaber im Netz</strong></a><br />
Die NATO-Lufttschläge gegen den libyschen Machthaber Gadafi und dessen perfide Strategien menschlicher Schutzschilder oder des Verstecks in Krankenhäusern sind in den Medien allgegenwärtig. Die Despoten im Nahen und Mittlern Osten haben jedoch auch im Internet aufgerüstet, wie ein Artikel zeigt, den wir unseren Leserinnen und Lesern in dieser Woche an vierter Stelle empfehlen möchten. Der <strong>Info-War-Monitor</strong> berichtet aktuell über die sogennante “Syrian Electronic Army”. Bereits während des Frühjahrs hatte die Koordination der Protestbewegungen über das Internet einen maßgeblichen Anteil bei der Überwindung autoritärer Herrschaftsstrukturen in Tunesien und Ägypeten geleistet. Der Beitrag auf &#8220;Info-War-Monitor&#8221; beleuchtet nun die Gegenseite &#8211; die Arbeit der von Regierungsseite getragenen “Syrian Electronic Army”, die ebenfalls unter der Bezeichnung &#8220;Syrian Electronic Soldiers&#8221; auf Webseiten der syrischen Ooppositionsbewegung die Systemgegner zu verunsichern sucht und in sozialen Netzwerken wie Facebook für den Machterthalt von Bashir Al Assad trommelt.</p>
<p><a href="http://allthingsd.com/20110531/googles-executive-chairman-eric-schmidt-live-at-d9/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Verbrüderung abgesagt</strong></a><br />
Es war, ist und bleibt der sprichwörtloiche &#8220;Kampf der Giganten&#8221;. Googles scheidender Vorstandschef Eric Schmidt gesteht in einem auf dem Portal <strong>All things digital</strong> veröffentlichten Video-Interview ein, im kommerziellen Wettbewerb mit dem Online-Netzwerk Facebook nicht immer klug gehandelt zu haben. Die Chance eines möglichen Zusammengehens der beiden weltweit meistbesuchten Internetseiten habe er für Google verpasst, so Schmidt. Sie hätte darin bestanden, noch mehr Inhalte und Nutzerprofile des mitgliederstärksten Sozialen Netzwerkes in die Suchfunktion von Google zu integrieren. Nach Schmidts Abgang wird Larry Page, einer der Gründer der leistungsstärksten Suchmaschine, erneut an die Spitze des kalifornischen Unternehmens rücken.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34744/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die digitale Steinzeit</strong></a><br />
Zu guter Letzt haben wir eine launig verfasste Serie gefunden, in der die Geschichte der Internet-Entwicklung nachvollzogen wird. In Zeiten, in denen man seinen Webbrowser fast standardmäßig auf einem mobilen Endgerät in der Hosentasche mit sich herumträgt, wirken Erzählungen von Internet-Pionieren wie Vinton Cerf, der sich in der vergangenen Woche zu verschiedenen Vorträgen in Berlin aufgehalten hat, wie aus einer anderen Zeit. Markus Kompa unternimmt in seinem Beitrag für das Blog <strong>Telepolis</strong> eine solche Zeitreise und berichtet in der fünfteiligen Artikelserie von seinen ersten Gehversuchen im Internet bis hin zu netzpolitischen Bestrebungen der vergangenen zwei Jahre. Wie lange die von Kompa beschriebene Epoche her ist, mögen damalige Browsernamen wie Netscape Navigator oder Mosaic verdeutlichen; für Menschen die heute mit dem Internet aufwachsen, beinahe Fremdwörter.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-22-5267/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>eG8-Gipfel und nun? &#8211; Eine kleine digitale Presseschau</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/eg8-gipfel-und-nun-eine-kleine-digitale-presseschau-5259/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/eg8-gipfel-und-nun-eine-kleine-digitale-presseschau-5259/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2011 14:54:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nicolas Sarkozy]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[eG8-Gipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[G8-Gipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/eg8-gipfel-und-nun-eine-kleine-digitale-presseschau-5259/</guid>

					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/eG8_presse.jpg" title="Logo" alt="Logo" width="100" align="left" height="77" />Heute endete im nordfranzösischen Deauville der G8-Gipfel. Wie so häufig nach entsprechenden Veranstaltungen wird relativ schnell zur Tagesordnung übergegangen. Aber eine separate Versammlung am Tag vor dem Treffen der acht Regierungschefs  rief diesmal eine Vielzahl an Reaktionen hervor: das eG8-Forum auf Initiative von Nicolas Sarkozy. politik-digital.de fasst einige Reaktionen  zusammen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" title="Logo" src="/wp-content/uploads/eG8_presse.jpg" alt="Logo" width="100" height="77" align="left" />Heute endete im nordfranzösischen Deauville der G8-Gipfel. Wie so häufig nach entsprechenden Veranstaltungen wird relativ schnell zur Tagesordnung übergegangen. Aber eine separate Versammlung am Tag vor dem Treffen der acht Regierungschefs rief diesmal eine Vielzahl an Reaktionen hervor: das eG8-Forum auf Initiative von Nicolas Sarkozy. politik-digital.de fasst einige Reaktionen zusammen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Tenor in der Presseberichterstattung ist relativ einhellig: Der Pariser &#8220;Internet-Gipfel&#8221; wird wahlweise als &#8220;Show-Veranstaltung&#8221; oder als Treffen der Reichen und Einflussreichen bezeichnet. Die Zivilgesellschaft, so ein zentraler Kritikpunkt, blieb bei der von namhaften IT-Unternehmen gesponserten Veranstaltung weitestgehend außen vor.</p>
<p>Der deutsche Internet-Aktivist Markus Beckedahl, Mitbegründer des Vereins &#8220;Digitale Gesellschaft&#8221;, kritisiert in einem Gespräch mit dem <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1467182/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Deutschlandfunk</strong></a> anlässlich des Pariser eG8-Treffens Sarkozys “Internetvision”. Im Gespräch mit Oliver Ramme und Dirk Müller nimmt Beckedahl unter anderem zu dem Problem Stellung, universelle, weltweit gültige Werte für die Nutzung des Internet zu formulieren.</p>
<p>Auch in anderen europäischen Staaten werden die Diskussionen im Rahmen des eG8-Gipfels thematisiert. &#8220;Netzregulierung kaum gewünscht&#8221;, so das Fazit von Benjamin Hacker in einem Beitrag für das Schweizer <a href="http://www.itmagazine.ch/Artikel/46802/Fazit_des_eG8-_Netzregulierung_kaum_gewuenscht.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>IT-Magazine</strong></a>. Der Autor berichtet vor allem über die unterschiedlichen Standpunkte der Teilnehmer hinsichtlich der Notwendigkeit von Regeln für das Netz. Auch der unterschiedliche Einfluss der Internetunternehmer kommt zur Sprache. So sei es etwa Facebook-Gründer Zuckerberg möglich gewesen, direkt mit den Staats- und Regierungschefs zu sprechen.</p>
<p>Über den Versuch der Politiker, &#8220;das Internet zu zivilisieren&#8221; urteilt Michaela Wiegel in der<strong> </strong><a href="http://www.faz.net/artikel/C31158/treffen-mit-unternehmenchefs-sarkozy-das-internet-zivilisieren-30342968.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Frankfurter Allgemeinen Zeitung</strong></a> anlässlich der Zusammenkunft in der französischen Hauptstadt, dieser sei gescheitert. So sei inzwischen sogar Nicolas Sarkozy, der vor dem Pariser Treffen eine Zivilisierung des Netzes gefordert hatte, innenpolitisch von seinem ursprünglich anvisierten rigiden &#8220;Drei-Stufen-Plan&#8221; abgerückt, mit dem in Frankreich beispielsweise Urheberrechtsverstöße geahndet werden sollten.</p>
<p>Unter dem Titel &#8220;Die Kolonialherren des Internet&#8221; geht Kai Biermann auf <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-05/eg8-internet-sarkozy" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ZEIT-Online</strong></a> ebenso kritisch wie zahlreiche andere Kommentatoren mit den Zielen des eG8-Gipfels ins Gericht. Neben den Repräsentanten von Unternehmen wie Cisco, Twitter oder dem französischen Telefonkonzern Alcatel hätten die Organisatoren nur einige progressive Denker als &#8220;Garnitur&#8221; eingeladen, so der Vorwurf des Autors.</p>
<p>Patrick Beuth hat für das politische Debattenmagazin <a href="http://www.cicero.de/97.php?item=6327" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Cicero</strong></a> einen differenzierten Beitrag verfasst. Der in den vergangenen Tagen vielfach geäußerte Vorwurf, beim eG8-Treffen habe es sich um eine reine &#8220;Showveranstaltung&#8221; gehandelt, stimme so nicht. Beuth argumentiert, dass Sarkozy von den anwesenden Internet-Unternehmern wie Eric Schmidt (Google) oder Mark Zuckerberg (Facebook) deutlich die Grenzen seiner (netz-)politischen Macht aufgezeigt bekommen habe.</p>
<p>Unter dem Titel &#8220;Wie Zuckerberg Sarkozy das Internet erklärt&#8221; fasst das <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/wie-zuckerberg-merkel-und-obama-das-internet-erklaert/4223498.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Handelsblatt</strong></a> die Pariser Konferenz zusammen und bewertet das Auftreten des französischen Präsidenten und seiner deutschen Kollegin gegenüber den Vertretern der Internet-Wirtschaft als wenig erfolgreich. &#8220;Viele große Namen, viel Medienrummel und ein kleines Ergebnis&#8221;, so das ernüchterte Fazit des Verfassers.</p>
<p>Das Statement des Rechtswissenschaftlers <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gx17SrmGCSE" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Lawrence Lessing</strong></a> von der Harvard-Law-School, einem der wenigen wirtschafts- und politikfernen Teilnehmer des eG8-Gipfels, ist als Video-Sequenz auf YouTube verfügbar. Lessing hatte sich auf dem Forum kritisch mit Sarkozys Diktum von der möglichen “Zivilisierung des Internet” auseinandergesetzt.</p>
<p>Zum Inhalt der <strong>Abschlusserklärung</strong> berichtet das österreichische Technikblog <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/3312-g8-bekenntnis-zu-grundprinzipien-im-internet.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>futurezone.at</strong></a>, dass sich die Gipfelteilnehmer auf die Bewertung des Internet als ein einmaliges Informationsmedium geeinigt hätten. Das Internet könne, so der Inhalt des Dokuments, dabei helfen, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte im weltweiten Maßstab durchzusetzen. Die Staats- und Regierungschefs bekräftigten darin zugleich ihren Willen, sich gegen Hackerangriffe und andere Formen der Internet-Kriminalität zur Wehr zu setzen.</p>
<p>Mit Blick auf zukünftige ähnliche Veranstaltungen, so der fast einhellige Tenor in den Medien, müsse es darum gehen, neben Spitzenpolitikern, den Größen der globalen Internet-Wirtschaft und gut betuchten Lobbyisten auch zivilgesellschaftliche Akteure in die Diskussion einzubinden. Zudem sollten sich die Veranstalter, blickt man auf den Teilnehmerkreis des eG8-Gipfels, darüber Gedanken machen, ob es bei Fragen der Regulierung des Internet den Fokus ausschließlich auf die klassischen G8-Staaten zu richten gelte.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/eg8-gipfel-und-nun-eine-kleine-digitale-presseschau-5259/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Transparenz des Internet ändert alles“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/transparenz-des-internet-aendert-alles-5141/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/transparenz-des-internet-aendert-alles-5141/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 18:45:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt-Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Schmidt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/transparenz-des-internet-aendert-alles-5141/</guid>

					<description><![CDATA[Der scheidende Google-Chef Eric Schmidt hielt im Audimax der Berliner Humboldt-Universität einen Vortrag zur Entwicklung und Bedeutung des Internet. Dabei bekräftigte er die Absicht zur Errichtung eines Instituts für Internet und Gesellschaft.    
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der scheidende Google-Chef Eric Schmidt hielt im Audimax der Berliner Humboldt-Universität einen Vortrag zur Entwicklung und Bedeutung des Internet. Dabei bekräftigte er die Absicht zur Errichtung eines Instituts für Internet und Gesellschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bereits zu Beginn seines knapp einstündigen Vortrags verdeutlichte Schmidt die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Internet. Dabei verwies er u.a auf dessen mobilisierende Rolle bei den erfolgreichen Protesten gegen das ägyptische Regime sowie die Transparenz bei der <a href="http://europa.eu/index_de.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitalen Bereitstellung</a> von EU-Dokumenten für die Bürger. &#8220;Dass jemand in diesem Raum innerhalb der kommenden sechs Monate etwas entwickelt, wovon 100 Millionen Menschen weltweit betroffen sein könnten, diese Möglichkeit hat nie zuvor bestanden&#8221;, so Schmidt.</p>
<p align="center"><img decoding="async" title="Audimax" src="/wp-content/uploads/110216_audimax.jpg" alt="Audimax" width="340" height="255" /></p>
<p align="center"><strong>(Audimax der Berliner Humboldt-Universität)</strong></p>
<p>Im Laufe seines Vortrags kam Schmidt auf das bereits <a href="http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1545854/Google-gruendet-Zukunftsinstitut-in-Berlin.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">angekündigte</a> Google-Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin zu sprechen. Dieses will der weltweit größte Internetkonzern in Kooperation mit lokalen akademischen Einrichtungen wie der Humboldt-Universität noch dieses Jahr eröffnen. In der deutschen Debattenkultur sieht Schmidt ein willkommenes Fundament für die Aktivitäten des Instituts. Dieses soll Untersuchungen rund um die Zukunft des Internet durchführen: wie z. B. zu webbasierten Innovationen. Die Rolle seines eigenen Unternehmens in diesem Prozess ließ Schmidt nicht unerwähnt. Zeit sei ein zunehmend kostbares Gut für Menschen. Unternehmen wie Google würden den Internet-Nutzern dabei helfen, ihre Zeit durch das Management von Netzinhalten effizienter zu nutzen. In zahlreichen kritischen Nachfragen aus dem Publikum wurden jedoch Bedenken zur dominierenden Rolle Googles in diesem Prozess geäußert, die Schmidt nicht vollständig ausräumen konnte.<br />
Zudem stellte Schmidt den neuen Google-Dienst &#8220;<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-startet-Bezahldienst-One-Pass-1191208.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OnePass</a>&#8221; vor, ein kostenpflichtiges System zur Nutzung von Presseinhalten.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/uncategorized/transparenz-des-internet-aendert-alles-5141/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Netz im Googlehagel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/dossier-das-web-im-googlehagel-4001/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/dossier-das-web-im-googlehagel-4001/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Silicon Valley]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Google-Dossier]]></category>
		<category><![CDATA[Larry Page]]></category>
		<category><![CDATA[Sergei Brin]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Schmidt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/dossier-das-web-im-googlehagel-4001/</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/uncategorized/dossier-das-web-im-googlehagel-4001/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
