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	<title>Erik Meyer &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Erik Meyer &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Das virtuelle Mahnmal</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedenken im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Mahnmal]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkstätte]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>politik-digital sprach mit Dr. Erik Meyer über die Perspektiven virtuellen
Erinnerns in Deutschland.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>politik-digital sprach mit Dr. Erik Meyer über die Perspektiven virtuellen<br />
Erinnerns in Deutschland.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Dr. Erik Meyer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich 434 Erinnerungskulturen an der<br />
Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Forschungs- schwerpunkte sind politische Kommunikation, politische<br />
Soziologie posttraditionaler Vergemeinschaftungsformen und Cultural Studies. Er ist Gründungsmitglied der<br />
AG für <a href="http://www.spokk.de/">Sozialwissenschaftliche Politik-, Kultur- und Kommunikations- forschung</a>,  und forscht<br />
im Rahmen des Teilprojekts <a href="http://www.memorama.de/">Erinnerungskultur &amp; Geschichtspolitik</a>,<br />
in dessen Mittelpunkt die Frage steht, welche Auswirkungen Deutungskontroversen über die Vergangenheit auf<br />
allgemein-öffentliche Diskurse zur Bildung, Aushandlung und Revision kollektiver und nationaler Identität haben.<br />
Zwei exemplarische Deutungskonflikte im vereinten Deutschland werden untersucht: Die Neugestaltung der ehemaligen<br />
&quot;Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald&quot; und die Errichtung eines zentralen &quot;Holocaust-Memorials&quot; in Berlin.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span> Welche Vor- und Nachteile sehen<br />
Sie im virtuellen Erinnern gegenüber der herkömmlichen Gedenkarbeit?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Erik Meyer:</b> Gleichermaßen Vor- wie Nachteil virtueller Erinnerungs- und Gedenkangebote stellt die<br />
Möglichkeit der Differenzierung dar: Es können die verschiedensten Informationen vermittelt werden und die<br />
Rezipienten entsprechender Angebote sind in deren Auswahl relativ frei. Damit verbunden ist jedoch das Problem<br />
eines möglichen Bedeutungsverlusts der jeweiligen Informationen: Die Bestimmung dessen, was von Bedeutung<br />
ist, ist im Vergleich zu anderen Formen der Vermittlung tendenziell enthierarchisiert. Bereits die Bezeichnung<br />
solcher &quot;virtueller Gedenkstätten&quot; als &quot;Angebote&quot; deutet dieses Problem an und verweist darüber hinaus auf<br />
die Möglichkeit deren kulturindustrieller Kommerzialisierung unter aufmerksamkeitsökonomischen<br />
Gesichtspunkten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span> Welchen Stellenwert werden<br />
Internet-Gedenkstätten zukünftig einnehmen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Erik Meyer:</b> Der Stellenwert entsprechender Angebote wird weiterhin zunehmen, vor allem auf Grund<br />
ihrer Bedeutung für die politische Bildung: Die Form der Vermittlung stellt insbesondere bei der Arbeit mit<br />
Jugendlichen eine Chance dar, auch verlorengegangenes Interesse wieder zu wecken. Für das individuelle<br />
Gedenken im engeren Sinne dürfte die Bedeutung nicht besonders groß sein, da das Medium wenig zur<br />
kontemplativen Reflexion geeignet ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span> Können Sie einen gleichwertigen<br />
Ersatz für die jetzigen Gedenkstätten darstellen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Erik Meyer:</b> In diesem Sinne können sie konventionelle Gedenkstätten auf keinen Fall ersetzen, vor<br />
allem wenn es sich dabei um authentische historische Orte handelt, die gleichzeitig große Friedhöfe darstellen.<br />
Diese Umstände haben aber Pädagogen auch dazu verführt, beim Besuch solcher Einrichtungen vornehmlich auf<br />
die vermeintlich belehrenden Effekte der Betroffenheit zu vertrauen und die Möglichkeit einer entsprechenden<br />
&quot;Abstumpfung&quot; zu vernachlässigen. Daher geht es nicht um Gleichwertigkeit und Ersatz, sondern um spezifische<br />
Funktionen, die jeweils wahrgenommen werden können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span> Wie kann erreicht werden, dass<br />
virtuelle Gedenkstätten tatsächlich reflektierendes Erinnern unterstützen helfen und nicht nur beim Surfen<br />
nebenbei konsumiert werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Erik Meyer:</b> Dazu bedarf es einer Einbettung des Mediums in übergreifende (didaktische) Konzeptionen<br />
statt dessen Nutzung als ausschließlicher Informationsquelle. Darüber hinaus stellen sich besondere<br />
gestalterische Aufgaben: Das Design entsprechender Angebote darf nicht versuchen, mit die Ästhetik<br />
konventioneller und kommerzieller Web-Sites um Aufmerksamkeit zu konkurrieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span> Welche Chancen sehen Sie für<br />
eine virtuelles Mahnmal in Deutschland und hätte dieses Vorteile gegenüber dem Realen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Erik Meyer:</b> Ein ausschließlich virtuelles Mahnmal ist nicht wünschenswert und hätte als alleiniger<br />
Ausdruck offiziellen Gedenkens wahrscheinlich nur geringe Realisierungschancen, da Monumentalität für die<br />
staatliche Symbolpolitik von besonderer Bedeutung ist. Die Vorteile entfalten sich erst in Verbindung mit einem<br />
Monument: So würde die Problematik, die derzeit mit dem insbesondere von Staatsminister Naumann geforderten<br />
&quot;Ort der Information&quot; verbunden ist (Raum- und Geldmangel), durch eine entsprechende multimediale Aufbereitung<br />
der Informationen erleichtert. Denkbar wäre hier auch eine Kooperation mit Spielbergs &quot;Shoa Visual History<br />
Foundation&quot;: Die dort auf Video vorliegenden Zeitzeugenaussagen könnten Bestandteil eines derartigen<br />
Informationssystems sein.<br />
</span></p>
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