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	<title>Estland &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Estland &#8211; politik-digital</title>
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		<title>eGovernment-Monitor: Die digitale Verwaltung lässt auf sich warten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Mahler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2016 11:36:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Unübersichtliche Papierdschungel an Formularen oder lange Wartezeiten in Bürgerämtern: Die Bürokratie hat zweifellos großes Potential, Bürgern den letzten Nerv zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Buchhaltung-by-jackmac34-CC0-Public-Domain-via-pixabay.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-150326 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Buchhaltung-by-jackmac34-CC0-Public-Domain-via-pixabay.jpg" alt="buchhaltung-by-jackmac34-cc0-public-domain-via-pixabay" width="640" height="313" /></a>Unübersichtliche Papierdschungel an Formularen oder lange Wartezeiten in Bürgerämtern: Die Bürokratie hat zweifellos großes Potential, Bürgern den letzten Nerv zu rauben. Dabei könnte vieles schon jetzt ganz einfach sein. Staatliche Dienstleistungen sind immer öfter online bequem verfügbar. Doch der eGovernment-Monitor 2016 zeigt: Dieses Potential der Verwaltung bleibt in Deutschland noch bei weitem unausgeschöpft. Im Weg stehen etwa alte Nutzungsgewohnheiten und der Datenschutz.</p>
<p>Quantensprung, Meilenstein, Revolution: Viele Superlative werden bemüht, wenn es um den digitalen Wandel der Gesellschaft geht. Das eigentlich Revolutionäre zeigt sich aber im Alltäglichen. Und tatsächlich ist die Nutzung von Online-Diensten in vielen Bereichen ganz normal geworden: Vom Online-Einkauf über die Google-Navigation bis zum Verschicken von Kurznachrichten. Die Nutzung von Informationen und Dienstleistungen staatlicher Behörden ist dagegen noch alles andere als selbstverständlich. Das zeigen die aktuellen Zahlen des am vergangenen Freitag vorgestellten <a href="http://www.egovernment-monitor.de/die-studie/2016.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eGovernment-Monitors 2016</a>; eine Studie der <a href="http://www.initiatived21.de/ueber/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a> und des „insitute for public information management“ (ipima).</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-Nutzungsquote-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150328" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-Nutzungsquote-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg" alt="e-government-monitor-2016-nutzungsquote-by-initiative-d21-cc-by-2-0-via-flickr" width="640" height="341" /></a></p>
<p>So haben im vergangenen Jahr gerade mal 45 Prozent der befragten Deutschen E-Government-Angebote in Anspruch genommen. Damit hinken die Deutschen den Schweizern und Österreichern um 20 beziehungsweise fast 30 Prozentpunkte hinterher. Am häufigsten wurden dabei noch Informationen zu Zuständigkeiten über die städtische Internetseite eingeholt (59 Prozent) oder aber Infos zu kommunalen Freizeitangeboten online nachgesehen (56 Prozent). Viele Funktionen sind den Nutzern aber unbekannt. Nur rund ein Viertel der Befragten wusste etwa von Möglichkeiten, online Anzeige erstatten oder Mängel wie kaputte Gehsteige melden zu können. Dabei würden 46 beziehungsweise 59 Prozent diese Funktionen durchaus gerne in Anspruch nehmen. Doch selbst wenn den Bürgern die Angebote bekannt sind, heißt das offenbar noch lange nicht, dass sie sie auch nutzen. So kannten zwar 70 Prozent der Befragten etwa die rein elektronische Steuererklärung. Ihre Steuererklärung auf diesem Weg bereits abgegeben hatten aber nur 36 Prozent.</p>
<h3>eGovernment wird beliebter, liegt aber noch nicht im Trend</h3>
<p>Unterm Strich stieg 2015 die Nutzung von eGovernment im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte. „So richtig hebt die Trendkurve aber noch nicht ab“, konstatierte Malthe Wolf, Leiter des Future Research Centre Kantar TNS, bei der Vorstellung des eGovernment-Monitors. Schließlich sei der diesjährige Gesamtwert von 45 Prozent schon in den Jahren 2012 und 2014 gemessen worden. Und das, obwohl 78 Prozent der Bevölkerung im Internet unterwegs sind. Trotzdem: „Das Potential ist relativ hoch“, glaubt Wolf. Schließlich wollten grundsätzlich bei allen abgefragten eGovernment-Angeboten deutlich mehr Bürger diese künftig nutzen als bislang.</p>
<p>Doch was steht der stärkeren Nutzung noch im Weg? Professor Helmut Krcmar, Scientific Director bei ipima, wies auf die mangelnde Bekanntheit als zentrale Barriere hin: „Was die Leute nicht kennen, nutzen sie auch nicht.“ Hinzu komme eine „undurchschaubare Angebotsstruktur“, also dass Bürger im Internet gar nicht die eGovernment-Angebote finden, die sie suchen. Ob diese in Anspruch genommen werden, werde darüber hinaus immer noch vom Bildungsgrad mitbestimmt: So machten 72 Prozent der höher Gebildeten von staatlichen Online-Dienstleistungen Gebrauch, aber nur 41 Prozent der geringer Gebildeten.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-gesellschaftliche-Gruppen-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150329" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-gesellschaftliche-Gruppen-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg" alt="e-government-monitor-2016-gesellschaftliche-gruppen-by-initiative-d21-cc-by-2-0-via-flickr" width="640" height="263" /></a></p>
<p>Weitere Hindernisse zeigen sich aber auch mit Blick auf die technischen Voraussetzungen. So können bislang nur gut ein Sechstel der Befragten überhaupt etwas mit einem De-Mail-Konto anfangen, das im Geschäftsverkehr die Vorteile der herkömmlichen E-Mail mit der Verlässlichkeit und Vertraulichkeit eines Briefes verbinden soll. Ein Großteil weiß zwar von einem solchen Konto, sieht aber keinen Mehrwert darin. Und obwohl offenbar knapp jeder zweite Bürger einen neuen Personalausweis besitzt, haben nur 13 Prozent den „elektronischen Identitätsnachweis“ (eID-Funktion) darauf freigeschaltet. Mit dieser Funktion können sie sich online gegenüber den beteiligten Institutionen ausweisen, sofern sie ein entsprechendes Lesegerät besitzen. Allerdings haben ein solches Gerät auch nur vier Prozent der Befragten. Pikant: 42 Prozent sahen sich bei der Freischaltung des eID-Funktion durch die Behörden nicht ausreichend unterstützt, 16 Prozent gaben sogar an, ihnen sei von Mitarbeitern der Behörden davon abgeraten worden.</p>
<h3>Bürokratie leicht gemacht: ein bundesweites Verwaltungsportal soll für Durchblick sorgen</h3>
<p>Immerhin: Die Barrieren nehmen insgesamt ab. Das zeigt sich nicht nur am gestiegenen Bekanntheitsgrad der eGovernment-Angebote, sondern vor allem auch am deutlichen Rückgang von Datenschutz- und Datensicherheitsbedenken. In Deutschland sind diese im Vergleich zum Vorjahr um etwa die Hälfte (minus 32 Prozentpunkte) gesunken. Außerdem: Diejenigen, die das eGovernment-Angebot bereits nutzen, sind so zufrieden damit wie noch nie (62 Prozent). Eine gute Voraussetzung findet Helmut Krcmar, denn die Zufriedenheit sei ein „wesentliches Nutzungskriterium“.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-Barrieren-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150330" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-Barrieren-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg" alt="e-government-monitor-2016-barrieren-by-initiative-d21-cc-by-2-0-via-flickr" width="640" height="172" /></a></p>
<p>Deshalb müsse der Zugang zu den staatlichen Online-Dienstleistungen noch einfacher werden, meint Klaus Vitt, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik. „Die eGovernment-Angebote müssen aus Sicht der Nutzer und Unternehmen strukturiert sein“, betonte der Staatssekretär in einer Diskussion nach der Vorstellung des eGovernment-Monitors 2016. „Denn wenn man nicht nach drei Klicks findet, was man sucht, lässt man es bleiben.“ Bund, Länder und Kommunen planten deshalb einen Portal-Verbund: „Sodass es egal ist, wo der Bürger im Internet einsteigt. Er meldet sich einmal an und wird dorthin weitergeleitet, wo sein Anliegen bearbeitet wird.“ Das Momentum der Zusammenarbeit mit den Ländern zur Optimierung der Asyl-Verfahren müsse nun genutzt werden, um bundesweit auch ein vergleichbares Niveau an eGovernment-Angeboten zu erreichen.</p>
<p>Im Kleinen gibt es ein solches Portal bereits in Bayern. Dort profitieren aber nicht nur die Bürger davon. Auch den Kommunen werden wichtige Basisdienste, wie digitale Authentifizierung, der digitale Postkorb oder digitales Bezahlen, vom Land kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Anbieten von eGovernment-Diensten wird somit auch für kleine Gemeinden bezahlbar. Trotzdem können Nutzer noch nicht immer vollelektronisch mit Behörden kommunizieren, da teils nur PDF-Dokumente verfügbar sind. Carolin Stimmelmayr vom zuständigen bayerischen Finanzministerium stellte jedoch in Aussicht, dass bereits in einem Jahr ein Formular-Server ähnlich dem Elster-Verfahren bei der Steuererklärung im <a href="https://www.freistaat.bayern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bayern-Portal</a> zur Verfügung stehen könnte.</p>
<h3>Bis die Bürger die Verwaltung gar nicht mehr spüren</h3>
<p>Dass es bald auch bundesweit einen solchen Portal-Verbund geben soll, hält auch Johannes Ludewig, Vorsitzender des Nationalen Normenkontrollrats, für die richtige Antwort auf den Föderalismus: „So langsam gibt es ein Erwachen.“ Denn dass die Politik auf oberster Ebene aktiv die Initiative ergreife, sei der „springende Punkt“ für den Erfolg, so Ludewig. Bislang würde vieles an eGovernment-Angeboten völlig unkoordiniert in vielen verschiedenen Kommunen angefangen: „Jeder will die Welt neu erfinden.“ Doch genau das verzögere die Digitalisierung.</p>
<p>„Das Commitment auf politischer Ebene ist unbedingt notwendig!“, bestätigt auch Roland Ledinger. Er ist Bereichsleiter für Digitales und eGovernment im österreichischen Bundeskanzleramt und kann auf eine eGovernment-Nutzungsquote von 74 Prozent in seinem Land verweisen. Seit 2003 habe die Bundesregierung in Wien die Digitalisierung der Verwaltungsdienste forciert. Außerdem werde in der Alpenrepublik gezielt auf Anreizsysteme gesetzt, damit immer mehr Bürger eGovernment-Angebote in Anspruch nehmen: „Wenn man Nutzen schafft, holt man die Leute auch ab“, so Ledinger. So müssten etwa Jäger in Österreich für die regelmäßige Nachmeldung ihrer Waffen beim Händler 50 Euro je Stück bezahlen. Wickelten sie die Nachmeldung dagegen online ab, sei das für sie kostenlos. Ermäßigte Gebühren könnten also ein Stellhebel zu mehr eGovernment sein. Staatssekretär Vitt möchte gegebenenfalls aber nicht nur auf Anreize setzen, sondern auch die Bürger direkt in die Pflicht nehmen, indem etwa die eID-Funktion mit Erhalt des neuen Personalausweises sofort freigeschaltet wird.</p>
<p>Denn dass in eGovernment ganz neue Möglichkeiten stecken, darin waren sich die Experten einig. Staatssekretär Vitt hält es etwa für möglich, dass die Daten, die verschiedene staatliche Stellen vom Bürger haben, nur noch einmal zentral gespeichert werden. Der Österreicher Roland Ledinger führt die Vorteile davon so aus: Wenn Behörden über gebündelte Informationen, einschließlich der Konto-Nummer seiner Bürger, verfügten, könnten staatliche Leistungen ohne vorherige Beantragung einfach überwiesen werden. Oder bei einem Umzug könnte es genügen, wenn der Vermieter die Informationen, einschließlich einer möglichen Namensänderung, ein Mal weiterleitet: „Der Mieter müsste sich dann um nichts mehr kümmern.“ Und auch wenn es noch dauern werde, bis das alles soweit sei: „Es geht darum, dass die Bürger die Verwaltung gar nicht mehr spüren“, so Ledinger.</p>
<h3>eGovernment spart Geld und steigert die Lebensqualität</h3>
<p>Kai Whittaker, eGovernment-Experte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sieht in eGovernment jedenfalls „eine Riesenchance für die Modernisierung unseres Landes.“ Ähnlich wie Ledinger kann sich auch Whittaker vorstellen, dass etwa mit der Geburt eines Kindes ohne formale Antragstellung sofort das Elterngeld überwiesen wird und den Eltern sogar schon ein Vorschlag zur Kita-Anmeldung ihres Kindes gemacht wird. „Lebenssituationen-orientiert“ nennt er das. „Das einzige, was der Staat bei uns bislang macht, ist, dass er sofort eine Steuernummer vergibt“, kritisiert Whittaker. Für ihn ist Estland die Top-Benchmark für Europa: <a href="http://www.huffingtonpost.de/kai-whittaker/reise-digitale-zukunft_b_11237132.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Bundestagsabgeordnete hat sich die digitale Staatsverwaltung dort vor Ort genau angeschaut</a>. Sein Befund: Die Esten hätten nach 15 Jahren eGovernment nicht nur Verwaltungskosten und damit zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts eingespart, die Vorteile zeigten sich auch ganz konkret im Alltag. So sei das Land etwa komplett kartographiert und die Daten zu allen Grundstücken und ihren Besitzern digitalisiert. Auf diese Weise könnten diese bei drohendem Hochwasser zur Vorsorge direkt informiert werden. „Viele Dinge müssen dann im Nachhinein nicht mehr repariert werden. Das sorgt für eine höhere Lebensqualität“, so Whittaker.</p>
<p>Ein Hindernis für eine solche Online-Verwaltung ist jedoch hierzulande der Datenschutz. Auch wenn Whittaker glaubt, dass trotz der Vernetzung der Daten in Estland dort der Datenschutz viel eher gelingt als in der Bundesrepublik. Schließlich werde jeder Datensatz nur einmal zentral gespeichert. Die Daten daraus stünden den jeweiligen Behörden auch nur dann eingeschränkt zur Verfügung, wenn sie sie für die Erbringung einer Dienstleistung benötigen, mit der die Bürger sie beauftragt haben. Whittaker: „Wir können also den Bürger bevollmächtigen, wie und wann er seine Daten nutzt.“</p>
<p>Wie der eGovernment-Monitor zeigt, bleiben neben dem Datenschutz vorerst aber auch die Nutzungsgewohnheiten eine Barriere zur neuen digitalen Bürokratie. „Wenn ich es nicht gewohnt bin, nutze ich es nicht“, erklärt Cornelia Gottbehüt von der Unternehmensberatung Ernst &amp; Young die schleppende Digitalisierung der Verwaltungsdienste. Die Digitalisierung dürfe deshalb nicht erst bei der elektronischen Steuerklärung anfangen, sondern müsse stärker in den erlebten Alltag gebracht werden. Das betreffe etwa Online-Parkscheine oder die schnelle Info übers Internet, ob die Erzieherin des eigenen Kindes heute krank ist. Vermutlich wäre die digitale Revolution in der Verwaltung dann schon zur Hälfte geschafft.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/arbeitsmappe-banknoten-buchhaltung-1205044/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buchhaltung</a> von <a href="https://pixabay.com/de/arbeitsmappe-banknoten-buchhaltung-1205044/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jackmac34</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, licenced <a href="https://pixabay.com/de/arbeitsmappe-banknoten-buchhaltung-1205044/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Datenschutz zwischen Vertrauen und Vorreitern – Ein Blick nach Estland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2016 14:16:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zwischen Datenschützern und Netzkulturen- Eine digitale Reise durch Europa]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Ganz am Rande Europas liegt ein kleines Land, das sich dem digitalen Wandel verschrieben hat. Internet gehört hier zu den Grundbedürfnissen und ist überall zu haben. Ob Steuererklärung oder Arztbesuch: die E-Bürger erledigen alles übers Netz. Große staatliche Datenbanken stellen die Informationen bereit. Ein Blick auf Datenschutz in Estland zwischen Vertrauen und Vorreitern.</p>
<h3> Vom Balkan zum Computerhub</h3>
<p>Aus dem nahen Finnland erklang die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yS_IHqUOMrs">Mu isamaa</a>, die estische Nationalhymne: Über den finnischen Sender YLE lauschten viele Esten zur Zeit der Sowjetunion den neusten Nachrichten und Entwicklungen in der ganzen Welt. Bis zur singenden Revolution verbot die sowjetische Führung das Vortragen estischer Lieder, weshalb der sprachlich, kulturell und geographisch nahe Nachbar Finnland dabei half, die eigene Kultur nicht zu vergessen.</p>
<p>Als Teil der Hanse waren die estnischen Städte bereits im Mittelalter offen für Austausch und Innovationen. Viele Völker wie die Dänen, Schweden und  Deutschen haben ihre Spuren in Estland hinterlassen. Unter der Sowjetunion wurde gar versucht, durch eine gezielte Ansiedlungspolitik von Russen die estnische Kultur aus dem Alltag zu verbannen.</p>
<p>Nach dem Zusammenbruch der UdSSR und der Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1991 stand Estland wie viele postkommunistische Staaten vor einer wirtschaftlichen und kulturellen Selbstfindungsphase. Es waren vor allem die selbst noch sehr jungen Gründerväter des modernen Estland, die darin ihre Chancen erkannten. Anstatt an das veraltete sowjetische Erbe, das diese neue Politikergeneration selbst kaum mehr kannte, anzuknüpfen, fokussierten sie sich direkt auf die neusten Technologien. Bereits in den 1990er Jahren hatten sämtliche Schulen Estlands einen Internetzugang. Während in Deutschland erste wichtige Börsenmakler das Handy in Deutschland für sich entdeckten, telefonierte man in Tallinn bereits wie selbstverständlich mobil.</p>
<p>Der „Tiigrihüpe“, der Sprung des digitalen baltischen Tigers, wurde zum neuen einenden Symbol einer erstarkten noch jungen estnischen Nation. Große Anstrengungen und Einschnitte modernisierten das Land und brachten es an die Spitze des digitalen Wandels in Europa.</p>
<h3> Welcome to E-Estonia</h3>
<p>Wer sich in Estland auf die Suche nach einem freien W-Lan macht, der braucht nicht lange suchen. Über 99% des Landes vom Strand bis in die dichtesten Wälder sind mit einem kostenlosen W-Lan Netz ausgestattet. Esten, die über keine eigenen Computer verfügen, haben die Möglichkeit, auf Banken, Postämtern oder sogar im Dorfladen kostenlos die Rechner zu benutzen. Internet ist in Estland als Grundrecht in der Verfassung verankert.</p>
<p>Von diesem Grundrecht machen die Esten fleißig Gebrauch. Als E-Bürger können sie sämtliche Behördengänge bequem online erledigen. Anstelle mühsam die Handschrift des Arztes zu entziffern, können Patienten einfach per ID-Karte das gewünschte Rezept vom Apotheker erhalten. Schüler lernen online, Entwickler tüfteln an immer neuen Ideen, Rentner skypen mit ihren Freunden von zu Hause aus. Es scheint fast, als sei das ganze Land durch und durch vernetzt. Diskussionen, Politik alles findet im Netz statt. Sogar der Gang zur Wahlkabine lässt sich mittlerweile bequem per Mausklick erledigen.</p>
<p>Wofür man in Deutschland drei Wochen braucht, das kann man in Estland in weniger als 15 Minuten erledigen. In wohl keinem anderen Land der Welt lässt sich so schnell und einfach ein Unternehmen gründen. Diese innovative technikfreundliche Haltung hat sicher dazu beigetragen, dass der weltweite Internettelefondienst Skype hier seine Wurzeln hat.</p>
<p>Das neue E-Estonia hat aber eine neue Zweiklassengesellschaft geschaffen. Auf der einen Seite bemüht sich die estnische Regierung um Zuwanderung und die Ansiedlung neuer Unternehmen im Land. Neubürger und Ausländer erhalten eine <a href="https://e-estonia.com/e-residents/about/">E-Residence</a>, mit der sie, das Wahlrecht und die Aufenthaltsgenehmigung ausgenommen, sämtliche Angebote des digitalen Estlands nutzen können. Auf diese Weise sollen Investoren und Unternehmen angeregt werden in das kleine Land mit etwa 1,3 Millionen Einwohner zu investieren.  Prominentester E-Resident ist sicher der japanische Premierminister Shinzo Abe. Bis 2025 plant man in Tallinn, die Zahl der E-Residenten auf über 10 Millionen zu erhöhen.</p>
<p>Dem gegenüber steht die nach wie vor schwierige Integration der russischen Minderheit im Land. Während der sowjetischen Zeit waren diese bewusst in Estland angesiedelt worden und machen heute etwa 30% der Bevölkerung aus. Aufgrund der traumatischen Erfahrung des Verlustes der eigenen Unabhängigkeit von 1918 misstrauen viele Esten dieser Gruppe. Viele sehen in der russischsprachigen Minderheit einen verlängerten Arm der russischen Regierung, welche die eigene mühsam errungene Unabhängigkeit wieder in Frage stelle. Viele russischsprachige Bewohner in Estland sind nach wie vor staatenlos, da sie Russland nicht als Staatsbürger anerkennt und Estland ihnen die Einbürgerung verweigert oder massiv erschwert.  Bis heute sind trotz technologischem Wandel und neuem E-Government die Fragen von Integration und Teilhabe dieser Minderheit in Estland noch immer nicht gelöst worden.</p>
<h3> Vertrauen ist das sicherste Passwort</h3>
<p>Ganz schön viele Dienste bietet das moderne E-Estonia seinen Bewohnern. Viele Dienste bedeuten aber auch viele Daten, die gespeichert und gesammelt werden. Insbesondere nach den Enthüllungen des NSA-Skandals ist die massenhafte Sammlung von Daten durchaus kritisch zu sehen. Jedoch beruhigt der estnische Präsident Toomas Hendriks Ilves, der selbst bereits in seiner Jugend erste Erfahrungen als Programmierer gesammelt hat: „Ich sorge mich aber nicht vor dem &#8220;Big Brother&#8221;, sondern vor Big Data. Davor, dass Unternehmen all die Daten, die sie von mir haben, gegen mich verwenden.“ Derzeit kümmern sich etwa 20 Mitarbeiter des Andmekaitse Inspektioon, kurz <a href="http://www.aki.ee/">AKI</a>, um den Schutz der  Daten. Das Vertrauen der Esten in ihre Behörden ist groß, denn sie können ihre Daten und den Zugriff darauf immer einsehen, kontrollieren und jeden Missbrauch direkt den Behörden melden.</p>
<p>Das Beispiel Estland macht zwei Dinge deutlich: Zum einen zeigt E-Estonia <a href="http://politik-digital.de/news/estland-europas-digitalisierungs-streber-auf-dem-weg-zum-onlinestaat-143581/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eindrucksvoll</a>, welches Potenzial die modernen Technologien noch zu bieten haben. Leider bleibt Estland damit sehr allein, wenn es das Land nicht schafft, sein Know-How und seine Kompetenzen als Exportgut in andere Länder der EU und darüber hinaus weiterzugeben. Zum anderen zeigt sich, wo der Schlüssel für einen erfolgreichen digitalen Wandel liegt. Estland macht vor, wie Europa in den nächsten Jahren aussehen könnte. Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Das muss sie auch nicht, jedoch müssen wir lernen sie richtig zu interpretieren, mit ihr umzugehen und sie zu gestalten. Viele dieser Prozesse sind komplex und für die Bürger kaum nachzuvollziehen. Dafür ist vor allem viel Vertrauen nötig. Vertrauen in den Nutzen der Technologie, Vertrauen in die Sicherheit der Systeme und nicht zuletzt Vertrauen in die Kompetenz und Rechtsstaatlichkeit der obersten Datenschützer.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://flic.kr/p/9rednS" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EstonianFlag</a> by Ville Säävuori via <a href="https://www.flickr.com/people/uninen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a> licensed <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Datenschutz quo vadis? Die Reise durch Europa geht weiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2016 14:29:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zwischen Datenschützern und Netzkulturen- Eine digitale Reise durch Europa]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Philipp Albrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Daten sind das Öl des 21. Jahrhundert. Genau wie einst das Öl, werden sie unser Leben komplett verändern. Darum möchte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Daten sind das Öl des 21. Jahrhundert. Genau wie einst das Öl, werden sie unser Leben komplett verändern. Darum möchte die Europäische Union allen Bürgern die gleichen digitale Bürgerrechte im Netz ermöglichen, doch der Weg dahin ist noch lang. Jan Philipp Albrecht zog in Berlin Bilanz und unsere Artikelreihe zum Datenschutz in Europa geht in die zweite Runde.</p>
<h3>Eine große Aufgabe</h3>
<p>„Das schaffen wir nie“, stöhnte der grüne Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht. Als Albrecht im Dezember 2012 die Aufgabe des Berichterstatters für eine neue Datenschutzgrundverordnung übernahm wusste er noch nicht, was auf ihn zukommen sollte. Über 4000 Änderungsanträge, die höchste Zahl in der Geschichte des Europäischen Parlaments, hatte der erste Entwurf dieser Verordnung. Zähe und langwierige Verhandlungen mit Skeptikern, Lobbyisten und Gegnern verlangten Albrecht und seinen Kollegen viel Anstrengungen und Mühen ab. Über drei Jahre zogen sich die Verhandlungen hin und lieferten sogar Stoff für einen Blockbuster. Die Macher von <a href="https://www.janalbrecht.eu/termine/alles-zum-film-democracy.html">„Democracy Im Rausch der Daten“</a> begleiteten das Geschehen und lassen den Zuschauer den Gesetzgebungsprozess direkt am Verhandlungstisch miterleben.</p>
<p>Angesichts der großen Hürden in Europa erscheint es fast wie ein Wunder, dass diese Richtlinie erfolgreich verabschiedet werden konnte, erklärt Albrecht bei einer Veranstaltung an der Humboldt Universität Berlin zum Thema Datenschutz in Europa. Besonders wichtig erscheint ihm, dass der politische Wille gegeben war, dieses Projekt Datenschutz erfolgreich abzuschließen.</p>
<h3>Datenschutz keine Einbahnstraße</h3>
<p>In einer Zeit, in der wir immer mehr im Netz surfen, sind Datenschutzrechte wie Verkehrsregeln. Immer mehr Bereiche unseres Lebens spielen sich im digitalen Raum ab. Hierin sieht Albrecht eine große Chance für das „Projekt Europa“. Zunehmend gewinnt das europäische Recht auch bei nationalen Fragen eine wichtige Bedeutung. Dadurch macht der Prozess der europäischen Integration einen wichtigen Sprung nach vorne, wie Albrecht feststellt.</p>
<p>Bereits vorher, während den Verhandlungen und auch jetzt noch wird Kritik an der Datenschutzverordnung und ihren Zielen geäußert. Viele Bereiche, finden Kritiker, wären nicht oder unzureichend berücksichtigt worden. Auch Albrecht selbst hätte gerne noch Themen aus dem Bereich der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit in die Verordnung aufgenommen. Er betont jedoch, dass die Demokratie nie perfekte sondern nur gute Gesetze machen kann, die möglichst viele Ansichten vereinen.</p>
<p>In diesem Sinne führen wir in den nächsten Wochen unsere <a href="http://politik-digital.de/news/auf-dem-weg-zur-datenunion-gemeinsam-verschieden-auch-im-netz-148966/">Artikelreihe</a> „ Auf dem Weg zur Datenunion?- Gemeinsam verschieden auch im Netz“, fort und werfen wir wieder einen Blick auf weitere europäische Perspektiven zum Datenschutz. Zunächst begeben wir uns in ein beliebtes Urlaubsland. Wie ist bestellt um Datenschutz im Land der Sonne und des Flamencos <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-siesta-und-non-plus-ultra-ein-blick-nach-spanien-149247/">Spanien</a>? Auch dann bleiben wir im Süden und widmen uns dem Schutz der Daten bei unseren Nachbarn in der Alpenrepublik<a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-bergen-und-behoerden-149286/"> Österreich</a>. Von dort lädt die Reihe ein nach <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-dolce-vita-und-vita-digitale-ein-blick-auf-italien-149331/">Italien </a>mitzukommen und deren Sicht auf das Netz kennenzulernen. Danach berichten wir über <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-vertrauen-und-vorreitern-ein-blick-nach-estland-149358/">Estland</a>, ein Land am Rande Europas, wo das Internet schon fast zu den Grundnahrungsmitteln zählt. Abschließend werden wir Bilanz ziehen und einen Ausblick auf die Digitalisierung der <a href="http://politik-digital.de/?p=149389&amp;preview=true"> Welt</a> wagen.</p>
<p>Titelbild <a href="https://pixabay.com/de/users/TheAndrasBarta-2004841/">TheAndrasBarta </a>via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Estland – Europas Digitalisierungs-Streber auf dem Weg zum Onlinestaat</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/estland-europas-digitalisierungs-streber-auf-dem-weg-zum-onlinestaat-143581/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Rieder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2014 14:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Wandel weltweit]]></category>
		<category><![CDATA[eID]]></category>
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		<category><![CDATA[virtuelle Staatsbürgerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Estland ist die europäische Vorzeigenation, wenn es um digitale Infrastruktur geht. In 20 Minuten ein Unternehmen gründen, Behördengänge abwickeln, vom Arzt ein Rezept bekommen &#8211; all das ist dort online möglich. Nun sollen auch Ausländer von den innovativen Angeboten profitieren können: Estland führt als erstes Land weltweit die virtuelle Staatsbürgerschaft ein.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>In Deutschland wird seit Monaten darüber diskutiert, wer die Kosten für den Breitbandausbau tragen soll und ob es nicht an der Zeit wäre, durch die Abschaffung der <a href="http://politik-digital.de/stoererhaftung-erstickt-freien-internet-zugang-im-keim/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Störerhaftung freie WLAN-Hotspots</a> zu fördern. Aus Sicht eines Esten muss all das grotesk wirken, denn in dem baltischen Staat ist ein kostenloser Internetzugang seit fast 15 Jahren ein in der Verfassung festgeschriebenes Grundrecht.<br />
Estland hat sich seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1991 nicht umsonst zur hochgelobten Digitalnation entwickelt. Überall im Land zeigen „@Internet“-Schilder“ an, wo ein freier WLAN-Zugang zur Verfügung steht. Behörden, Restaurants und sogar Dorfläden bieten Internet-Terminals für Menschen, die keinen eigenen Computer besitzen, und <a href="http://www.dw.de/estland-digitaler-vorreiter-in-der-eu/a-17608820" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sogar in Moorgebieten kann man über sein Smartphone mit 3G oder 4G surfen.</a><br />
Mit Hilfe eines elektronischen Ausweises, dem eID, können estnische Bürger <a href="https://e-estonia.com/case-study/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">große Teile ihres Alltags online abwickeln</a>. Mit dem eID lassen sich nicht nur Bankgeschäfte online erledigen und Verträge digital unterschreiben, er dient auch als Reisepass, Ticket für Verkehrsmittel und Gesundheitskarte. Ärzte können online Befunde verschicken und neue Rezepte ausstellen, die von den Patienten dann mit ihrem eID direkt in der Apotheke eingelöst werden können. Das erspart besonders alten Menschen unnötige Wege zum Arzt. Und auch vor der Politik macht der digitale Wandel nicht halt: Die estnische Regierung arbeitet papierlos, im Parlament wird per Mausklick abgestimmt und seit dem Jahr 2005 kann sogar <a href="http://politik-digital.de/online-wahlen-vorbild-estland/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online gewählt</a> werden.<br />
<a href="http://netzwertig.com/2014/11/12/alle-sind-willkommen-estland-erfindet-die-virtuelle-staatsbuergerschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von dieser einzigartigen digitalen Infrastruktur können nun auch Nicht-Esten profitieren, indem sie die virtuelle Staatsbürgerschaft beantragen.</a> Die „E-Residents“ erhalten eine elektronische ID-Karte, mit der sie die gesamte Fülle an Online-Dienstleistungen nutzen können. Nur zur Teilnahme an Wahlen und dem permanenten Aufenthalt im Land berechtigt die virtuelle Staatsbürgerschaft nicht. Für Menschen ohne jegliche Verbindungen zu Estland dürfte die virtuelle Staatsbürgerschaft nur einen geringen Mehrwert haben, Austauschstudenten und Menschen, die sich häufiger im Land aufhalten, könnte sie den Alltag allerdings enorm erleichtern. Vor allem will die estnische Regierung jedoch ausländische Unternehmen anlocken, die von der reduzierten Bürokratie profitieren sollen. Man hofft, dass sich die Zahl der in Estland ansässigen Firmen durch die „E-Residency“ bis 2025 verdoppeln wird.<br />
<b>Der Preis der Effizienz</b><br />
Stichwort Bürokratieabbau: Eine Steuererklärung zu machen dauert in Estland kaum mehr als fünfzehn Minuten. Damit das möglich wird, werden bei den Steuerbehörden über das ganze Jahre hinweg alle Einkünfte einer Person gespeichert. Das Finanzamt kalkuliert auch gleich Steuernachlässe mit ein, denn Informationen über Ausgaben für Spenden oder laufende Kredite werden von Banken und gemeinnützigen Organisationen ebenfalls automatisch übermittelt. <a href="http://www.theatlantic.com/international/archive/2014/01/lessons-from-the-worlds-most-tech-savvy-government/283341/2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">So müssen die Bürger die Angaben in ihrem Online-Steuerformular nur noch überprüfen, bei Bedarf ergänzen und auf „Senden“ klicken. </a>Steuerrückerstattungen erfolgen innerhalb von 48 Stunden – natürlich ebenfalls online.<br />
Was zunächst sehr praktisch klingt, hat auf den zweiten Blick unbehagliche Dimensionen, denn damit dem Bürger eine bereits vorausgefüllte Steuererklärung präsentiert werden kann, bedarf es einer enormen Bündelung von Daten in staatlicher Hand. Bei über 100 Dienstleistungen, die mit dem elektronischen Ausweis genutzt werden können, fallen eine Menge Daten an, die dank dem eID leicht einer bestimmten Person zugeordnet werden könnten. Was, wenn diese Daten in die falschen Hände geraten? Werden Hackern und Geheimdiensten so nicht komplette Personenprofile auf dem Silbertablett serviert? In Deutschland wäre eine derart totale Vernetzung und Preisgabe persönlichster Informationen undenkbar, in Estland hingegen blieben – selbst nach der NSA-Affäre – größere Datenschutzdebatten bisher aus.<br />
Der Angst vor Big Brother versucht die estnische Regierung mit hohen Sicherheitsstandards und Transparenz zu begegnen. Der eID arbeitet mit einer hochentwickelten Verschlüsselung, und zur Nutzung der Karte werden jeweils <a href="http://www.id.ee/index.php?id=31017" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwei PIN-Nummern</a> benötigt: eine zur Authentifizierung des Nutzers, die andere zur Bestätigung der Durchführung jeder einzelnen Aktion. Um Datenmissbrauch zu verhindern, können Bürger anders als in Deutschland jederzeit nachvollziehen, wann und von wem ihre Daten abgerufen wurden. Zwar sind seit Einführung des eGovernment-Systems keine größeren Datenschutzvorfälle bekannt geworden, eine Garantie für die Sicherheit des Systems ist das jedoch nicht.<br />
Dass die Abhängigkeit vom Internet, die die Verlagerung fast aller staatlichen Abläufe ins Digitale unweigerlich mit sich bringt, nicht risikolos ist, wurde im Jahr 2007 deutlich. Damals legten Hacker tagelange Websites von Regierungsbehörden, Banken und Medien und damit auch einen Großteil der staatlichen Infrastruktur lahm. Doch auch davon ließ man sich in Estland nicht irritieren und verstärkte lediglich die Bemühungen um die Cybersicherheit.<br />
<b>Ein Modell für Deutschland?</b><br />
Natürlich sind die Voraussetzungen in Estland nicht mit denen in Deutschland vergleichbar. Der baltische Staat hat gerade einmal 1,3 Millionen Einwohner und musste seine staatlichen Strukturen nach 50 Jahren Sowjetherrschaft komplett neu aufzubauen. <a href="http://www.netzpiloten.de/e-government-nach-edward-snowden-fokus-auf-datenschutz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In dieser besonderen Situation entschied man sich dazu, großflächig auf Informationstechnologien zu setzen, um die öffentliche Verwaltung möglichst effizient zu gestalten</a>. Doch nicht nur die Ausgangssituation, auch die Stimmung in der Bevölkerung unterscheidet sich eklatant. Während in Estland die digitale Infrastruktur wie selbstverständlich und ohne große Aufregung genutzt wird, dominiert hierzulande Angst die Debatte  um technologische Neuerungen. Natürlich lässt sich darüber diskutieren, ob das estnische Modell für uns überhaupt wünschenswert wäre und wie man verhindern kann, dass der Datenschutz zugunsten von Effizienzsteigerungen vernachlässigt wird. Solche Debatten sind richtig und wichtig. Was wir von Estland jedoch lernen können, ist, dass eine innovative Gestaltung der Digitalisierung ohne eine grundsätzliche Offenheit der Bevölkerung und eine Riege engagierter Politiker, die sich kompetent und vorurteilsfrei mit den Chancen und Risiken des digitalen Wandels auseinandersetzen, nur schwer möglich sein wird. Und wem es in Deutschland zu langsam voran geht, der kann ja nun Este werden – wenigstens virtuell.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/freelyhaylee/9653020705" target="_blank" rel="noopener noreferrer">haylee &#8211;</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 23</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 17:48:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Open Access]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber-Abwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-23"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="149" width="136" /></a>Bei unseren Top-Links der Woche geht ein Beitrag als Sieger hervor, der  sich mit dem syrischen Aufstand gegen das Regime und der  fehlenden Vernetzung der Bevölkerung befasst. Weitere Themen:  UN vs. EU bei Internetfreiheit, Netz-Diktatur vs. Netz-Anarchismus, digitale Aufrüstung in Estland und Open Access an europäischen Spitzen-Universitäten.      
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei unseren Top-Links der Woche geht ein Beitrag als Sieger hervor, der sich mit dem syrischen Aufstand gegen das Regime und der fehlenden Vernetzung der Bevölkerung befasst. Weitere Themen: UN vs. EU bei Internetfreiheit, Netz-Diktatur vs. Netz-Anarchismus, digitale Aufrüstung in Estland und Open Access an europäischen Spitzen-Universitäten.</p>
<p><strong><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34880/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fehlende Vernetzung in Syrien?</a></strong></p>
<p><strong></strong>Das syrische Volk nutze im Zuge des Aufstandes gegen das Regime in Damaskus zwar Twitter, Facebook &amp; Co., sei aber gesellschaftlich kaum vernetzt. Das meint Madeleine Donati beim Medienblog Telepolis. Unterschiedliche Facebookseiten zur Volkserhebung machten die ethnische und konfessionelle Komplexität des Landes deutlich. So gebe es einen vielstimmigen Chor an Revoluzzern, und jeder koche sein eigenes Süppchen! Einer Gesellschaft, die 48 Jahre lang dazu erzogen wurde, nicht miteinander zu sprechen, sei eine Diskussionskultur eben noch neu.</p>
<p><a href="http://www.theatlantic.com/technology/archive/2011/06/the-wests-coming-internet-war/240044" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Freie Meinungsäußerung im Netz</strong></a></p>
<p>Könnten die beiden größten transnationalen Institutionen, die UN und die EU, bald in einen komplexen, ideologischen Kampf um das Recht der Menschen auf digitale Meinungsäußerung verfallen? Dieser Frage geht John Hendel im US-amerikanischen Online-Magazin The Atlantic nach. Dabei nimmt er Bezug auf den am <a href="http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/docs/17session/A.HRC.17.27_en.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vergangenen Freitag veröffentlichten</a> und von <a href="/un-bericht-klare-kritik-an-netz-zensur" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de zusammengefassten</a> UN-Bericht über die Förderung und den Schutz der Meinungs- und Redefreiheit im Internet. Die dem Bericht zugrunde liegende Vorstellung von freier Meinungsäußerung lasse sich kaum mit europäischen Sensibilitäten im Hinblick auf die Privatsphäre zusammenbringen. Das wachsende Recht, im Netz vergessen zu werden, ließe sich kaum mit der UN-Botschaft in Einklang bringen.</p>
<p><a href="http://www.theeuropean.de/yascha-mounk/6935-urheberschutz?utm_source=owly&amp;utm_campaign=TE-Postings" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Offline-Strafrecht auch online?</strong></a></p>
<p>Zwischen den vermeintlichen Extremen der Absicht zur Internet-Regulierung auf der einen und der totalen Freiheit im Internet auf der anderen Seite versucht der Journalist Yascha Mounk im Debattenmagazin The European einen Mittelweg aufzuzeigen. Was offline unter Strafe stehe, solle dies auch online tun – unter gleichzeitiger Wahrung der Schutzrechte des freiheitlich-demokratischen Staats für die Bürger. So auch beim Urheberrecht: Raubkopierern sollten die gleichen Strafen blühen wie Ladendieben. Fraglich bleibt, ob diese von ihm selbst eingestandene naive und verkürzte Herangehensweise an derlei rechtliche Materie zielführend ist.</p>
<p><a href="http://spectrum.ieee.org/telecom/internet/privacy-publicness-and-the-web-a-manifesto" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Prinzipien für digitale Welt</strong></a> (<a href="http://blog.spackeria.org/2011/06/06/privatsphare-offenheit-und-das-netz-ein-manifest/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Übersetzung</a>)</p>
<p>Jeder Internet-Nutzer hinterlässt auf die eine oder andere Art Spuren im Netz. Das entspricht häufig auch einer gewissen Notwendigkeit, um sich gegenseitig zu vernetzen und miteinander zu kommunizieren. Beispielsweise, wenn wir dies über soziale Netzwerke wie Google oder Facebook tun. Der US-amerikanische Journalismus-Professor Jeff Jarvis meint in seinem Beitrag für das Technologie-Magazin IEEE Spectrum, dass diese Internetdienste genauso wie er selbst an eine offene Gesellschaft glaubten und dass wir am Beginn einer Ära der Offenheit stünden. Zugleich müsse es jedoch bestimmte Prinzipien für diese neue Welt geben, auf die Bürger sich berufen könnten, wenn Staaten oder Unternehmen das Netz zensieren oder kontrollieren wollten. Jarvis erstellte dazu den <a href="http://www.buzzmachine.com/2011/05/23/a-hippocratic-oath-for-the-internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entwurf eines Manifests</a>, das den Anfangspunkt einer weiterführenden Debatte bilden soll und hat es damit auf den vierten Platz unserer wöchentlichen Link-Rangliste geschafft.</p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/estland-digitale-aufruestung.36.de.html?dram:article_id=10580&amp;sid" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Digitale Aufrüstung</strong></a></p>
<p>Dass Estland als Vorreiter für die digitale Vernetzung gilt, ist kein Geheimnis. Davon hatte auch politik-digital.de zuletzt im Zusammenhang mit dem <a href="/estland-e-Voting-online-wahl-e-partizipation-e-demokratie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dortigen E-Voting </a><a href="/estland-e-Voting-online-wahl-e-partizipation-e-demokratie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet</a>. Zugleich ist das Land aber auch besonders anfällig für Cyber-Attacken, wie im Jahr 2007 geschehen, als es Hackern per DDoS-Attacke gelang, Server der estnischen Regierung sowie von Banken, Medien und Unternehmen über längere Zeit lahmzulegen. Auf Platz fünf unserer Linkfavoriten der Woche steht ein Audio-Beitrag bei DRadio Wissen von Birgit Johannsmeier, die berichtet, dass die Esten aus dieser Erfahrung heraus eine Freiwilligen-Armee aus IT-Experten zur Cyber-Abwehr ins Leben riefen, um für die Zukunft besser gewappnet zu sein. Es gebe gar Überlegungen zur Einführung einer Cyber-Wehrpflicht in dem baltischen Staat.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/artikel/C30901/open-access-es-wird-zeit-alle-alles-lesen-zu-lassen-30428100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Open Access an europäischen Spitzen-Unis</strong></a></p>
<p>Der freie Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Netz, sprich: Open Access, steht jetzt auch ganz oben auf der Agenda europäischer Spitzenuniversitäten. Hans-Jochen Schiewer berichtet auf faz.net, dass diese der Öffentlichkeit in Kürze ein gemeinsames Strategiepapier (LERU Roadmap Towards Open Access) zum Thema Open Access vorstellen wollen. Der Rektor der Freiburger Universität setzt sich des weiteren mit dem Einsatz von Open Access im wissenschaftlichen Betrieb auseinander und leitet daraus notwendige Forderungen ab. Dazu gehört für ihn der Betrieb digitaler Bibliotheken in den Unis, in denen Forschungsergebnisse nach Qualitätsprüfung frei verfügbar gemacht werden. Open Access sei der richtige Weg zu einem ernsthaft offenen Zugang zu Wissen und wissenschaftlicher Erkenntnis.</p>
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		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 10</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-10-0-5167/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 15:35:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
		<category><![CDATA[Politikverdrossenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Amn Dawla Leaks]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
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					<description><![CDATA[Ägyptische Stasi-Akten geleakt, Politische Verdrossenheit im Netz, Fünfte Gewalt Internet und SMS-Voting bei Estland-Wahl.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ägyptische Stasi-Akten geleakt, Politische Verdrossenheit im Netz, Fünfte Gewalt Internet und SMS-Voting bei Estland-Wahl.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/egypt-egileaks-geheimdienst-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ägyptische Stasi-Akten im Netz</strong></a></p>
<p>Kai Biermann von Zeit Online berichtet davon, wie ägyptische Demonstranten die Archive der ägyptischen Staatssicherheit (= Amn Dawla) vor dem Schredder retten und online stellen wollen. So scheinen sich bereits jetzt Beweise über gefälschte Wahlen und Belege dafür zu finden, wie die Opposition im Land jahrelang bespitzelt und unterdrückt wurde. Angeblich sollte auch deutsche Technik dabei helfen, die Computer und Internetverbindungen der Ägypter auszuspähen.</p>
<p><a href="http://www.AmnDawlaLeaks.tk" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Amn Dawla Leaks</strong></a></p>
<p>Inzwischen wurde eine Facebook-Seite namens Amn Dawla Leaks in <a href="http://www.facebook.com/AmnDawlaLeaks" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arabisch</a> und <a href="http://www.facebook.com/AmnDawlaLeaksEN" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Englisch</a> ins Leben gerufen, deren Mitglieder sich dazu verschrieben haben, Dokumente der ägyptischen Staatssicherheit ins Netz zu stellen. Eine erste Sammlung von Veröffentlichungen lässt sich z. B. <a href="http://leaksource.wordpress.com/2011/03/06/amn-dawla-leaks-egyptian-security-force-files/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> finden.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34314/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Politische Netzverdrossenheit</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Julius Jasso von Telepolis legt Sina Kaufmann, Gründerin des Online-Magazins <a href="http://www.politikorange.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politorange</a>, dar, dass die Netzverdrossenheit der Parteien zu neuer Politikverdrossenheit bei den Bürgern führe. Das Beispiel der Hamburger Bürgerschaftswahl zeige, dass die Parteien von innovativen Wahlkampagnen im Netz noch weit entfernt seien. Die Politik müsse verstärkt auf eine dauerhafte Bürgerbeteiligung im Sinne des Crowdsourcing setzen, so Kaufmann. Auf dem Weg in eine Social Media basierte Demokratie seien gerade auch zivilgesellschaftliche Initiativen wie <a href="http://liqd.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liquid Democracy e.V</a> und <a href="http://opendata-network.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenData Network</a> wichtige Eckpfeiler.</p>
<p><strong><a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,8219248,00.html?dr=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fünfte Gewalt Internet?</a></strong></p>
<p><strong></strong>Das ZDF-Magazin Frontal21 veröffentlichte auf seiner Webseite Kurzvideos zur Macht des Netzes. So sei binnen Tagen die Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg von der so genannten Schwarmintelligenz zerpflückt worden. Und in der arabischen Welt habe das Netz gar als Brandbeschleuniger gegen Despoten gedient. Zu Wort kommt unter anderen Markus Beckedahl, der Betreiber von <a href="http://www.netzpolitik.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzpolitik.org</a>, der das Internet als fünfte Gewalt bezeichnet.<br />
Ergänzend dazu passt ein <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/2105-die-macht-der-vernetzten-massen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel</a> von Gerald Reischl und Patrick Dax von futurezone.at über die Macht der vernetzten Massen und ein <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/guttenberg-ruecktritt-und-das-internet-in-den-faengen-der-digitalen-buerger-1659438.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag</a> von Florian Güßgen über das Netz als mächtiges Bürgermedium.</p>
<p><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8217569,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>SMS-Voting bei Estland-Wahl</strong></a></p>
<p>Daniela Hefner von heute.de setzt sich mit dem E-Voting in Estland auseinander. Nachdem die Esten seit 2007 auch online bei Parlamentswahlen abstimmen können, sei dies nun auch per Handy möglich. Zuvor konnten bereits per SMS Parkgebühren bezahlt oder Fahrscheine gekauft werden. Das Land sei vom Parlament bis zur Schule total vernetzt. Dazu führt Hefner als Beispiel an, dass bereits 90 Prozent der Steuererklärungen online erfolgen und sich Eltern im elektronischen Klassenbuch über den Leistungsstand ihrer Kinder informieren könnten.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2011/11/Interview-Leutheusser-Schnarrenberger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Regulierung im Netz</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Zeit Online äußert sich Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung. Darin spricht sie sich deutlich gegen Netzsperren aus. Zudem laufe der Anspruch, national zu regulieren, damit der Bürger sich sicher fühlt, gerade im Netz oft ins Leere. Es bedürfe eines gemeinsamen Handelns auf internationaler Ebene, z. B. durch eine Charta für das Netz, die verbindliche Standards und Handlungsempfehlungen definiert, so Leutheusser-Schnarrenberger. Zuvor müsse der Internetnutzer aber dazu befähigt werden, als selbstbestimmter Akteur zu handeln.</p>
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		<title>Online-Wahlen: Vorbild Estland?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 16:38:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der Parlamentswahl vom 6. März 2011 konnten die Esten bereits zum zweiten Mal nach 2007 ihre Stimme auch online abgeben. Die Beteiligung am diesjährigen E-Voting erreichte gar einen neuen Rekord. politik-digital.de nahm das estnische E-Voting-Verfahren genauer unter die Lupe.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Parlamentswahl vom 6. März 2011 konnten die Esten bereits zum zweiten Mal nach 2007 ihre Stimme auch online abgeben. Die Beteiligung am diesjährigen E-Voting erreichte gar einen neuen Rekord. politik-digital.de nahm das estnische E-Voting-Verfahren genauer unter die Lupe.</p>
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<p>Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Ansip erreichte bei der Wahl am Sonntag die <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-03/estland-wahl-regierung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehrheit der Stimmen</a>. Neben der Offline-Wahl konnten die Esten zwischen dem 24.2. und 2.3.2011 ihre Stimme auch mittels einer ID-Chipkarte per Computer oder über SMS abgeben. Das als I-voting (im Folgenden: E-Voting) bezeichnete elektronische Wahlverfahren erreichte gar einen neuen Beteiligungsrekord. Während bei den Parlamentswahlen von 2007 noch 30.243 gültige Stimmen per Internet abgegeben wurden, waren es in diesem Jahr 140.764 (15,4%) bei insgesamt 913.346 wahlberechtigten Bürgern. Das sind immerhin 24,3 Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen (= 580.264 / (<a href="http://www.vvk.ee/voting-methods-in-estonia/engindex/statistics" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quelle</a>).</p>
<p align="center"><img decoding="async" title="E-Voting: Wahlbeteiligung" src="/wp-content/uploads/110310_e-voting01.png" alt="E-Voting: Wahlbeteiligung" width="480" height="302" /></p>
<p>Die Wahlbeteiligung am E-Voting nach Altersstufen bei estnischen Wahlen von 2005-2011 (Quelle: <a href="http://vvk.ee/riigikogu-valimised-2011/statistika-2011" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://vvk.ee/riigikogu-valimised-2011/statistika-2011</a>)</p>
<p>Überraschend: Nur 9 Prozent der Internet- bzw. Handy-Wähler waren jünger als 24 Jahre. Aus Sicht von Manuel Kripp, Managing Director von <a href="http://www.e-voting.cc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.e-voting.cc</a>, hat die Wählergruppe der bis 25-Jährigen womöglich ein Motivationsproblem und schätzt mehrheitlich die Demokratie als etwas Alltägliches ein. Dagegen sei die &#8220;alte&#8221; Wählerschaft der 25-49-Jährigen die Generation, die den Umbruch erlebt hat und den Wert der Demokratie höher einschätzt. &#8220;Grundsätzlich sollte man sich aber vor Augen führen, dass die 25-49-Jährigen häufig die Kompetenz im Umgang mit dem Internet und neuen Technologien besitzen und durch Mobilitätsanforderungen in Job und Familie die Distanzabstimmung einer Präsenzabstimmung vorziehen&#8221;, so Kripp.</p>
<p><b>Im folgenden Video wird der Ablauf des E-Voting in Estland beschrieben:</b></p>
<p align="center"><iframe title="YouTube video player" src="http://www.youtube.com/embed/OA4Bt9MrtQw" width="480" height="390" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Erwähnenswert: Sollte sich der Wähler nach Abgabe seiner elektronischen Stimme kurzfristig noch umorientiert haben, konnte er das E-Voting wiederholen. Die alte Stimmabgabe wurde dann einfach rückgängig gemacht. Damit soll vor allem die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Entscheidung des Wählers ausgeschlossen werden. Neu war die Option, <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8217569,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">per SMS zu wählen</a>. Benötigt wurde dafür eine spezielle und kostenlose Sim-Karte (= Mobile ID) unter Verwendung zweier Pins: Die erste Pin diente der Freischaltung der Sim-Karte. Die zweite Pin erlaubte eine digitale Unterschrift durch Anschluss des Mobiltelefons an den PC.</p>
<p>Ihre Stimme können die Esten seit den Kommunalwahlen 2005 elektronisch abgeben. Damit ist das baltische Volk weltweit ein Vorreiter bezüglich rechtsverbindlicher Online-Wahlen auf staatlicher Ebene. Im digitalen Stimmabgabeprozess werden durch den Wähler mittels Kryptografie zwei &#8220;digitale Umschläge&#8221; erstellt, die im Wahlvorgang getrennt werden, um eine anonyme Stimmabgabe und somit eine &#8220;geheime Wahl&#8221; zu gewährleisten.</p>
<p align="center"><b>Darstellung des Verschlüsselungssystems bei der Stimmabgabe</b></p>
<p align="center"><a href="/wp-content/uploads/110310_e-voting02.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" title="E-Voting: Verschlüsselungssystem" src="/wp-content/uploads/110310_e-voting02.png" alt="E-Voting: Verschlüsselungssystem" width="480" height="228" /></a></p>
<p align="center">(Quelle: <a href="http://www.vvk.ee/public/dok/General_Description_E-Voting_2010.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF-Datei auf der Webseite der Wahlkommission</a>, S. 10)</p>
<p>&#8220;Bis dato liegen nur wenige wissenschaftliche Studien zum E-Voting in Estland vor&#8221;, meint Dr. Christoph Bieber, Politikwissenschaftler und stellvertretender Vorsitzender von pol-di.net e.V. In diesen Studien erhalte das estnische System jedoch recht gute Bewertungen. Dabei würde eine generelle Funktionssicherheit des Verfahrens konstatiert (siehe: <a href="http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&amp;aid=5877828" target="_blank" rel="noopener noreferrer">A. H. Trechsel, R. M. Alvarez, T. E. Hall: Internet Voting in Comparative Perspective: The Case of Estonia, 2009, p. 501</a>).</p>
<p>Beim erfolgreichen Einsatz von E-Voting scheint vor allem die Gewährleistung der Sicherheit des Verfahrens die größte Hürde darzustellen. Dabei ist die Frage essentiell, wie sichergestellt werden kann, dass es keinen Missbrauch bzw. keine Wahlfälschung im größeren Stil gibt. Zentral ist u.a. die organisatorische Rollenverteilung auf Seiten der Beteiligten an der Entwicklung, Durchführung und Überwachung eines Wahlsystems. Dazu gehört laut Manuel Kripp auch &#8220;die Verteilung der Schlüssel zum Entschlüsseln der Wahlurne auf mehrere Parteien und eine kontinuierliche Überwachung des Wahlprozesses durch unabhängige Auditoren sowie durch nationale, lokale und internationale Wahlbeobachtung.&#8221;</p>
<p>Auch die Wählerinformation ist entscheidend: In Estland gehört hierzu z. B. die Veröffentlichung eines Verhaltenskodex und eine Videokampagne über korrektes Verhalten bei der Onlineabstimmung.  Überhaupt sind die Esten eine sehr <a href="http://www.planet-wissen.de/laender_leute/baltische_staaten/estland/internet.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vernetzte Nation</a>, was ein entscheidender Grund dafür sein dürfte, dass sie Vorreiter beim E-Voting sind. So gibt es eine hohe Verbreitung von Internetzugängen und eine enge Verzahnung von E-Government und E-Business-Applikationen. Die Existenz einer digitalen ID-Funktion als digitale ID und die Verbreitung einer nationalen ID-Karte mit Signaturfunktion bilden dabei eine wesentliche Grundlage.</p>
<p>Laut Kripp gibt es &#8220;ein breites Angebot an E-Government-Services, die auf die Signaturfunktion der ID-Karte zugreifen. Diese Funktion ist auch in privatwirtschaftliche Beziehungen, wie z.B. Onlinebanking, eingebunden.&#8221;</p>
<p>Konsequent werden seit vielen Jahren verschiedene E-Government-Verfahren in Estland umgesetzt. Gute Beispiele dafür sind das Projekt der „papierlosen Regierung“ und die E-Partizipation der Bürger an politischen Entscheidungen. Unter anderem sind Regierung und Ministerien digital miteinander vernetzt (sämtliche Dokumente werden elektronisch ausgetauscht) und stellen offizielle Dokumente wie auch Archive per Internet öffentlich zur Verfügung. Des weiteren haben Bürger über ein Internetportal die Möglichkeit, Gesetze und Richtlinien vorzuschlagen und offiziell an die Regierung zu übersenden, die diese bei einem entsprechenden politischen Willen beschließen kann. Und selbstverständlich stimmen die Abgeordneten des estnischen Parlaments auf elektronischem Wege ab.</p>
<p>Die fortgeschrittene gesamtgesellschaftliche Vernetzung birgt natürlich auch Risiken: Die Verletzlichkeit ihrer digitalen Welt wurde den Esten im Jahre 2007 vor Augen geführt, als es Hackern über einen Zeitraum von zwei Wochen per Denial-of-Service-Attacken (DDoS) gelang, Server der estnischen Regierung sowie von Banken, Medien und Unternehmen lahmzulegen. Von ihrem E-Hype abbringen lassen haben sich die Esten davon jedoch nicht. Davon zeugt auch der bereits erwähnte neue Rekord der elektronischen Stimmabgabe bei Parlamentswahlen.</p>
<p>Könnte das E-Voting in Estland ein Modell für andere Länder sein? Auf EU-Ebene sind <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+IM-PRESS+20090206STO48709+0+DOC+XML+V0//DE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Meinungen geteilt</a> und auch in Deutschland scheint es auf absehbare Zeit kein E-Voting bei Wahlen auf staatlicher Ebene zu geben. Dabei dominieren vor allem verfassungsrechtliche Bedenken. So erklärte das Bundesverfassungsgericht <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/cs20090303_2bvc000307.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einem Urteil</a> vom 3. März 2009 den Einsatz von Wahlcomputern und die Bundeswahlgeräteverordnung bei der Bundestagswahl 2005 für verfassungswidrig.</p>
<p>Beim Einsatz elektronischer Wahlgeräte muss demnach die verfassungsrechtlich gebotene Möglichkeit einer zuverlässigen Richtigkeitskontrolle gesichert sein. Im Klartext: Der Wähler selbst müsse (auch ohne nähere computertechnische Kenntnisse) nachvollziehen können, ob seine abgegebene Stimme als Grundlage für die Auszählung oder &#8211; wenn die Stimmen zunächst technisch unterstützt ausgezählt werden &#8211; jedenfalls als Grundlage einer späteren Nachzählung unverfälscht erfasst wird. Es reiche nicht aus, ohne die Möglichkeit eigener Einsicht auf die Funktionsfähigkeit des Systems zu vertrauen. Ergo: Die Stimmen dürfen nach der Stimmabgabe nicht ausschließlich auf einem elektronischen Speicher abgelegt werden. Damit wurde einem rechtsverbindlichen E-Voting auf staatlicher Ebene nicht grundsätzlich eine Absage erteilt, dessen Umsetzung aber enorm erschwert.</p>
<p>Doch trotz aller Hürden und Bedenken, die es hierzulande für ein E-Voting auch noch geben mag: Online-Wahlen bzw. ein Mix aus klassischer und elektronischer Stimmabgabe bieten bei richtiger Umsetzung auch Vorteile: So wird z.B. eine ortsunabhängige Wahl erheblich erleichtert. Mögliche Profiteure sind körperlich eingeschränkte bzw. behinderte Menschen und mobile Bürger, die die Distanzabstimmung einer Präsenzabstimmung vorziehen, sowie im Ausland lebende Deutsche. Bei entsprechend ausgereifter und kontrollierter Technik könnte auch der Manipulation und Fehlauszählung (= menschlicher Faktor) bei Wahlen entgegengewirkt und der gesamte Wahlprozess unbürokratischer, unkomplizierter und kostensparender werden. Ob dadurch aber auch die Wahlbeteiligung signifikant gesteigert würde, ist völlig offen. Dafür reicht nicht allein die technische Bereitstellung des E-Voting aus. In anderen Gesellschaftsbereichen gibt es ein rechtsgültiges E-Voting übrigens schon: So wählen die Vereinsmitglieder der Initiative D21 ihren Vorstand seit 2003 auf elektronischem Wege.</p>
<p>In Deutschland scheint der Weg zu einem <a href="http://www.news.de/politik/855137541/von-den-esten-lernen/1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vergleichbaren E-Voting</a> wie in Estland noch lang zu sein. Das gilt auch für die meisten anderen Länder. Über den Stand des E-Voting auf internationaler Ebene bildet <a href="http://www.e-voting.cc/static/evoting/files/e-voting-map-2010.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese Grafik</a> eine gute Übersicht. Der kontinuierliche Zuwachs an Internet-Wählern in Estland seit 2005 stimmt jedoch optimistisch, dass auch andere Staaten auf den Zug des E-Voting aufspringen. Das nächste bedeutungsvolle E-Voting auf staatlicher Ebene gibt es im <a href="http://www.regjeringen.no/en/dep/krd/press/press-releases/2011/norway-invites-osce-to-observe--e-voting.html?id=631611" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Herbst 2011 in Norwegen</a>: zwar nur experimentell, aber immerhin!</p>
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		<title>Estland meldet neuen Weltrekord</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 12:59:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmenauszählung]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
		<category><![CDATA[Parlamentswahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei den gestern beendeten Parlamentswahlen in dem Baltikumstaat haben 140.846 Wähler via Internet <a href="http://www.baltic-course.com/eng/Technology/?doc=38050" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abgestimmt</a>, das entspricht einem Anteil von 15,4 Prozent der Wahlberechtigten. Gemessen an der Anzahl der abgegebenen gültigen Stimmen entspricht dies sogar einem Anteil von knapp 24,5 Prozent.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den gestern beendeten Parlamentswahlen in dem Baltikumstaat haben 140.846 Wähler via Internet <a href="http://www.baltic-course.com/eng/Technology/?doc=38050" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abgestimmt</a>, das entspricht einem Anteil von 15,4 Prozent der Wahlberechtigten. Gemessen an der Anzahl der abgegebenen gültigen Stimmen entspricht dies sogar einem Anteil von knapp 24,5 Prozent.</p>
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An insgesamt sechs Tagen vor der Urnenwahl am gestrigen Sonntag hatten die Esten das E-Voting-Verfahren nutzen können und davon regen Gebrauch gemacht. Zum insgesamt fünften Mal seit 2005 ist die digitale Stimmabgabe möglich gewesen, im Vergleich zur letzten Parlamentswahl hat sich der Anteil der Online-Wähler beinahe verfünffacht (2007: 3,4 Prozent Wähler).<br />
Anmeldung und Registrierung erfolgen mit der &#8216;ID-kaardi&#8217;, einem elektronischen Bürgerausweis, auf der Wahl-Website. Die Stimmabgabe via Internet ist dabei in das so genannte &#8216;Early Voting&#8217; vor dem eigentlichen Wahltag eingebunden, in dieser Phase haben auch vereinzelte Wahllokale bereits geöffnet. Meldungen über Sicherheitsprobleme oder Manipulationen sind bislang nicht bekannt.</p>
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		<title>NATO wappnet sich für Internetkrieg</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/nato-wappnet-sich-fuer-internetkrieg-3886/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[aluxelalaoui]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 15:59:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Toomas Hendrik Ilves]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
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					<description><![CDATA[Die NATO will noch in diesem Sommer ein neues Zentrum für Internet-Verteidigung errichten. Sie reagiert damit auf Drängen des estnischen Präsidenten Toomas Hendrik Ilves, dessen Land im vergangenen Jahr Ziel einer beispiellosen Internetattacke wurde. Sitz des neuen „centre of excellence on cyber defense“ soll Tallin werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die NATO will noch in diesem Sommer ein neues Zentrum für Internet-Verteidigung errichten. Sie reagiert damit auf Drängen des estnischen Präsidenten Toomas Hendrik Ilves, dessen Land im vergangenen Jahr Ziel einer beispiellosen Internetattacke wurde. Sitz des neuen „centre of excellence on cyber defense“ soll Tallin werden.<!--break--> </p>
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<b>Internet-Krieg 2.0</b>
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<p><b></b></p>
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Sieben NATO-Nationen, darunter Deutschland, unterzeichneten am 14. Mai 2008 ein Abkommen zur Errichtung eines neuen Zentrums zur Abwehr von Internetangriffen. Es ist somit das neuste von zehn NATO-Spezialzentren (COE) weltweit. Ein 30-köpfiges Expertenteam soll von der estnischen Hauptstadt Tallin aus Hackerangriffen entgegentreten. <br />
Der Beschluss, der jüngst auf dem NATO-Gipfel in Bukarest vereinbart wurde, tritt ein Jahr nach dem Cyber-Angriff auf private und öffentliche Einrichtungen Estlands in Kraft. Der baltische Staat musste damals um Intervention der NATO bitten, nachdem neben Banken und Behörden, selbst Notrufnummern tagelang lahmgelegt wurden.
</p>
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<b>Estland im Fadenkreuz von Hackern</b>
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<p align="left">
Von wo aus die Attacken koordiniert wurden, ist bis dato ungeklärt. Sicher ist nur, dass es sich um einen sog. DoS-Angriff („Dienstverweigerung“) handelte. Dabei werden einzelne Adressen mit einer gewaltigen Anzahl von Anfragen bombardiert, in der Folge werden die Server überlastet und stürzen ab. Privatrechner aus der ganzen Welt wurden über ein Botnetz gesteuert und an den Angriffen beteiligt. „Jemand muss sehr viel Geld bezahlt haben, um sich den Service von Internetverbrechen leisten zu können.“, resümiert der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves in der <a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E7CCF88CEFB6F467BB8D75A400C07B959~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FAZ</a> (06/2007). <br />
Vermutungen, Russland hätte die Attacken geplant, haben sich bislang nicht bestätigt. Im Vorfeld hat die Verlegung eines sowjetischen Mahnmals für viel Unmut in der russisch-stämmigen Bevölkerung Estlands gesorgt. Trotzdem eine Verbindung zum Kreml nicht nachgewiesen werden konnte, fordert Ilves ein Umdenken in der Appeasement-Politik gegenüber Russland und konstatiert manchen EU-Staaten Sorglosigkeit im Umgang mit Moskau.
</p>
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<b>„Akt der Aggression“?</b>
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</div>
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<p align="left">
Estland gilt als das internetfreundlichste Land Europas, in dem sogar Wahlen elektronisch möglich sind. Vorwürfe, das Land sei dadurch besonders verwundbar, streitet Ilves ab. Im Gegenteil: „Wir waren vorbereitet; nicht auf dieses Ausmaß, aber trotzdem waren wir vorbereitet.“. Auch juristische Vorbereitungen seien notwendig, stammen die NATO-Verträge noch aus Zeiten, in denen PCs eher seltener denn alltäglicher Gebrauchsgegenstand waren. Seiner Ansicht nach erfüllen auch Internetangriffe den völkerrechtlichen Tatbestand der Aggression: „Wenn jemand die estnische Stromversorgung lahmlegt, indem er unsere Kraftwerke bombardiert, dann ist das ein Akt der Aggression. Wenn er dasselbe macht, indem er die Computer angreift, was ist es dann?“.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 12)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 10:38:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Krisengebiet]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Tibet]]></category>
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		<category><![CDATA[Hillary Clinton]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
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					<description><![CDATA[Endlich Computer für Kuba, „Troll“-Überfälle auf Blogs und Provider
als Hilfspolizei: Die interessantesten Links in Sachen Internet und Politik
aus dieser Woche.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich Computer für Kuba, „Troll“-Überfälle auf Blogs und Provider<br />
als Hilfspolizei: Die interessantesten Links in Sachen Internet und Politik<br />
aus dieser Woche.<!--break--> </p>
<p class="MsoPlainText">
&nbsp;
</p>
<p class="MsoPlainText">
<a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/263087/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><o:p>Polens Ex-Premier gegen E-Voting</o:p></a><a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/263087/"></a><br />
Ex-Regierungschef Jaroslaw Kaczynski contra Online-Stimmabgabe: Internet sei nur für<br />
pornosehende Biertrinker
</p>
<p class="MsoPlainText">
<o:p></o:p><a href="http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/369835/index.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Endlich Computer für Kubaner</a><br />
Kuba hebt Computerverbot auf, Toaster gibt´s aber erst ab<br />
2010
</p>
<p class="MsoPlainText">
<o:p></o:p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3198777,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogger berichten aus Tibet</a><br />
Erfahrungsberichte von Touristen und Aktivisten aus dem Krisengebiet
</p>
<p class="MsoPlainText">
<o:p></o:p><a href="http://online.wsj.com/public/article/SB119845369610047739-HO4rhgbfFJlXp5fI2DSFMz9FJjo_20080122.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Clinton-Kampagne von &quot;Trolls&quot; überfallen</a><br />
Überfall der „Trolls“ auf Blogs der Clinton-Kampagne,<br />
Diskussionsforum „Daily Kos“ wehrt sich
</p>
<p class="MsoPlainText">
<o:p></o:p><a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/provider-als-content-cops/?src=TE&amp;cHash=29d6a2d7c9" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Provider als Hilfspolizei</a><br />
Online-Anbieter sollen<br />
Tauschbörsen den Internetzugang kappen</p>
]]></content:encoded>
					
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