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	<title>EU-Verbraucherschutz &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>EU-Verbraucherschutz &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Datenschutz: „Recht auf Vergessen“ im Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 15:51:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzgesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/datenschutz_pic.jpg" align="left" height="109" hspace="5" vspace="5" width="225" />Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und EU-Justizkommissarin Viviane Reding erörterten am Montag in Brüssel Möglichkeiten zur Modernisierung der EU-Datenschutzvorschriften. Das Ergebnis: Der Verbraucher soll in seiner informationellen Selbstbestimmung gestärkt werden.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/datenschutz_pic.jpg" align="left" height="109" hspace="5" vspace="5" width="225" />Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und EU-Justizkommissarin Viviane Reding erörterten am Montag in Brüssel Möglichkeiten zur Modernisierung der EU-Datenschutzvorschriften. Das Ergebnis: Der Verbraucher soll in seiner informationellen Selbstbestimmung gestärkt werden.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Das Gespräch der beiden Politikerinnen fand im Rahmen der bevorstehenden Reform der EU-Datenschutzrichtlinie von 1995 statt, zu der die Europäische Kommission bis Ende Januar 2012  ihre Vorschläge machen wird. Einigkeit herrschte vor allem darüber, dass die Reform des EU-Datenschutzes den Verbrauchern eine bessere Kontrolle über ihre Daten geben müsse.<br />
„Deshalb sollte das EU-Recht [&#8230;] die ausdrückliche Zustimmung der Verbraucher als Vorbedingung für die Verarbeitung der Daten vorschreiben. Außerdem sollten Verbraucher jederzeit und selbstbestimmt ihre persönlichen Daten löschen können, insbesondere die Daten, die sie selbst ins Internet stellen“, so Bundesverbraucherministerin Aigner und EU-Justizkommissarin Reding. Letztere fordert ein „Recht auf Vergessen.“ 
</p>
<p>
Unternehmen, die ihre Dienste an europäische Verbraucher richten, sollten direkt dem europäischen Datenschutzrecht unterliegen. Wer sich nicht daran halte, solle keine Geschäfte auf dem EU-Binnenmarkt machen dürfen. Dies müsse auch und vor allem für soziale Netzwerke gelten, deren Nutzer in der EU wohnhaft sind. Es sei sicherzustellen, dass sich diese Netzwerke an EU-Recht halten und dass EU-Recht selbst dann angewendet wird, wenn sich die Anbieter außerhalb der EU befinden oder in sogenannten „Clouds“ speichern.
</p>
<p>
Der Reformprozess müsse zu einem besseren Schutz der persönlichen Daten von Verbrauchern in Europa führen, ganz unabhängig davon, in welchem EU-Land sie leben oder in welchem Land die Unternehmen, die ihre Daten verarbeiten, ihren Sitz haben.<br />
„Um sicherzustellen, dass die Modernisierung der EU-Datenschutzvorschriften diese Fragen angeht und der Datenschutz für Verbraucher und Unternehmen überall in Europa umfassend sichergestellt wird, werden wir eng zusammenarbeiten&quot;, bekräftigten Aigner und Reding.
</p>
<p>
Grundsätzlich ist der Schutz personenbezogener Daten in der EU durch Kapitel 1, Artikel  8 der <a href="http://www.europarl.de/view/de/Europa/EU_Vorstellung/Grundrechtecharta.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Grundrechtecharta</a> geregelt. In Deutschland werden durch das <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__20.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesdatenschutzgesetz</a> die Bedingungen für die Berichtigung, Löschung und Sperrung von Daten  festgelegt. Hier heißt es: Daten „sind zu löschen, wenn ihre Speicherung unzulässig ist oder ihre Kenntnis für die verantwortliche Stelle zur Erfüllung der in ihrer Zuständigkeit liegenden Aufgaben nicht mehr erforderlich ist.“ Fraglich ist hierzulande, ob sich diese Regelungen auch auf soziale Netzwerke wie Facebook anwenden lassen. So <a href="http://www.justiz.bayern.de/ministerium/presse/archiv/2011/detail/103.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fordert auch Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk</a>, „dass wir gerade für soziale Netzwerke klare rechtliche Vorgaben brauchen.“<br />
Eine andere grundsätzliche Frage ist, inwiefern <a href="http://www.internet-law.de/2011/08/gilt-deutsches-datenschutzrecht-fur-facebook-uberhaupt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutsches oder europäisches Recht für Facebook &amp; Co. gilt</a>.
</p>
<p>
<b>Hintergrund</b><br />
Laut einer <a href="http://www.bfdi.bund.de/DE/EuropaUndInternationales/Eurobarometer.html?nn=408914" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eurobarometer-Studie</a> sind 70 Prozent der Europäer darüber besorgt, wie Unternehmen mit ihren Daten umgehen. 74 Prozent wollen die Erhebung und Verarbeitung ihrer Daten im Internet von der eigenen, ausdrücklichen Einwilligung im Voraus abhängig machen. Insgesamt 75 Prozent der Menschen wollen jederzeit im Stande sein, ihre persönlichen Angaben online löschen zu können. Auch Maßnahmen auf EU-Ebene genießen eine hohe Unterstützung: 90 Prozent der EU-Bürger sprechen sich für europaweit geltende Datenschutzrechte aus .</p>
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		<title>„VoicE“ – eine Stimme für EU-Bürger?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2008 12:17:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikationsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Forum]]></category>
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		<category><![CDATA[EU-Verbraucherschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Der EU-Verbraucherschutz – für die meisten Bürger wie ein Labyrinth ohne Karte. Die Plattform „VoicE“ versucht nun mehr Transparenz zu schaffen und gleichzeitig ein Band zwischen Politikern und EU-Bürgern zu flechten. Ob das gelingen kann?  
<img src="/sites/politik-digital.de/files/VoicE_1.jpg" alt="Plattform VoicE" width="250" height="186" /> 
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der EU-Verbraucherschutz – für die meisten Bürger wie ein Labyrinth ohne Karte. Die Plattform „VoicE“ versucht nun mehr Transparenz zu schaffen und gleichzeitig ein Band zwischen Politikern und EU-Bürgern zu flechten. Ob das gelingen kann? <br />
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/VoicE_1.jpg" alt="Plattform VoicE" width="250" height="186" /><br />
<!--break--></p>
<p>
<b>Hintergrundinformationen: ja</b>
</p>
<p>
Das <a href="http://www.bw-voice.eu/index.php?option=com_frontpage&amp;Itemid=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Projekt „VoicE“</a> stellt ausführliche Hintergrundinformationen zu den europäischen Institutionen, ihrer Funktionsweise und dem EU-Gesetzgebungsprozess bereit. Auch zu ausgewählten Verbraucherschutzthemen wie Telekommunikation oder Sicherheit von Spielzeug findet der Bürger jede Menge Lesestoff. So weit, so gut. Von einer aktiven Auseinandersetzung der Bürger untereinander, geschweige denn einem Dialog mit den Politikern, kann aber nicht die Rede sein.
</p>
<p>
<b>Diskussionen: nein</b>
</p>
<p>
Ob Blog, Forum oder Beschwerdeformular &#8211; an Artikulationsmöglichkeiten mangelt es eigentlich nicht. <a href="http://www.bw-voice.eu/index.php?option=com_myblog&amp;Itemid=46" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In dem Blog</a> können die User mit Politikern direkt diskutieren. Allerdings kommentiert keiner den bisher einzigen Post des baden-württembergischen Verbraucherministers Peter Hauk. Auch <a href="http://www.bw-voice.eu/index.php?option=com_smf&amp;Itemid=33" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das Forum</a> wirkt verwaist.
</p>
<p>
<b>EU: bürgerfern</b>
</p>
<p>
Zugegeben: Das biedere Antlitz der selbst ernannten „elektronischen Bürgerbeteiligungsplattform“schmeichelt nicht gerade dem Web 2.0 gewöhnten Auge. Aber steckt  hinter mangelndem Diskussionswillen nicht ein grundsätzlicheres Problem? Die Europäer nehmen die EU oft als bürgerfern wahr. Ein geeignetes Gegenmittel scheint auch mit dieser Plattform noch nicht gefunden.</p>
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