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	<title>Evaluation &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Evaluation &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Erweiterung von meinprof.de kommt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 17:00:53 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Metschke]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Mitbegründer von MeinProf.de waren am 14. November 2008 zu Gast im Expertenchat von E-teaching.org. Wie entstand die Idee zu MeinProf.de? Wie gehen Dozenten mit schlechten Bewertungen um? Was wird sich mit dem Relaunch von MeinProf.de verändern? Diese und zahlreiche weitere Fragen beantworteten Thomas Metschke und Alexander Pannhorst. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mitbegründer von MeinProf.de waren am 14. November 2008 zu Gast im Expertenchat von E-teaching.org. Wie entstand die Idee zu MeinProf.de? Wie gehen Dozenten mit schlechten Bewertungen um? Was wird sich mit dem Relaunch von MeinProf.de verändern? Diese und zahlreiche weitere Fragen beantworteten Thomas Metschke und Alexander Pannhorst. <!--break--></p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herzlich willkommen zum e-teaching.org-Expertenchat. Heute chatten Thomas Metschke und Alexander Pannhorst mit Ihnen. Unser Thema: MeinProf.de &#8211; Qualitätssicherung oder Denunzierung? Wie sieht es aus, die Frage in die Runde: Können wir starten?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke und Alexander Pannhorst:</b> Ja, gerne!
</p>
<p>
<b><br />
Moderator:</b> Wie kam es denn zur Gründung von MeinProf.de?
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b> Wir saßen damals in der Gruppe zusammen und haben uns darüber<br />
ausgetauscht, was für Kurse wir nächstes Semester besuchen wollen. Dabei kam die Frage nach der Qualität eines bestimmten Kurses auf, was man dabei lernt, wie gut der Dozent ist und so weiter. Und da haben wir festgestellt, dass es kein System gibt, wo Studenten sich informieren können, was ihre älteren Kommilitonen über ihre Kurse denken. Einer aus unserer Gruppe, Jonathan, der kurz davor aus den USA zurück kam, hat vom amerikanischen System RateMyProfessors.com<br />
berichtet. Wir haben uns das angeschaut und haben am gleichen Abend entschieden, dass wir so etwas Ähnliches machen. Wir haben auch gleich entschieden, dass wir bestimmte Features nicht übernehmen. Auf unserer Seite sollten ganz speziell Kurse bewertet werden und nicht die Dozenten. Vor allen Dingen nicht &quot;hot or not&quot; &#8211; also sehen Dozenten gut aus oder nicht. Das interessiert nicht. So ist an diesem Abend die Idee für MeinProf.de entstanden.
</p>
<p>
<b><br />
Marcy:</b> Wie viele Leute stehen hinter MeinProf.de?
</p>
<p>
<b><br />
AlexanderPannhorst:</b> Fünf Leute.
</p>
<p>
<b>S. Kirchner:</b> Wie finanziert sich MeinProf.de?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke:</b> MeinProf.de finanziert sich bisher noch nicht. Wir sind als gemeinnütziger<br />
Verein aufgestellt und können unsere Grundkosten durch Werbung decken.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Damit dürfte auch diese Frage fast beantwortet sein:
</p>
<p>
<b>Mag:</b> Macht Ihr MeinProf.de hauptberuflich?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke und Alexander Pannhorst:</b> Hoffentlich bald alle!
</p>
<p>
<b>Alexander Pannhorst:</b> Zum Teil noch nicht. Aber, wie gesagt, hoffentlich bald alle fünf<br />
Gründer.
</p>
<p>
<b>Lassse:</b> Wie viele angemeldete Studis gibt es? Loggen die sich regelmäßig ein?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke:</b> Es gibt 90.000 angemeldete Studierende, die loggen sich auch regelmäßig<br />
ein.
</p>
<p>
<b>Löscher:</b> Wie sind Sie zu den Bewertungskriterien gekommen? Haben Sie sich die selbst ausgedacht?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Die haben wir uns selbst ausgedacht und haben sie dann in einer Gruppe von 50-80 Studierenden, die wir kennen, getestet.
</p>
<p>
<b><br />
Frido:</b> Haben die Profs Sie eigentlich für die Gründung von MeinProf.de &quot;verteufelt&quot;?
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b>  Die wissen das eigentlich gar nicht. Einer meiner Professoren weiß es. Er hat mich nicht dafür verteufelt.
</p>
<p>
<b><br />
Mag:</b> Wie schafft ihr es, alle Beiträge zu sichten?
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b> Das tun wir nicht. Wir reagieren auf Feedback und schauen nach Unregelmäßigkeiten.
</p>
<p>
<b>In welchen Fachbereichen und Bundesländern gibt es die meisten<br />
Einträge?</b><br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Wolfram:</b> Haben Professoren von<br />
besonders technikaffinen Studiengängen (z.B. Informatik, Elektrotechnik&#8230;) mehr Einträge als zum Beispiel Sportdozenten?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke:</b> Mehr als bei Sportdozenten ja, aber es gibt auch sehr viel mehr Studenten aus technischen Fächern. Am Anfang hat es eine starke Nutzerschaft aus den Informatik- und  Ingenieurwissenschaften gegeben. Inzwischen verteilt sie sich aber sehr gleichmäßig.
</p>
<p>
<b>TipTop:</b> Apropos Dienstleistungen: Habt Ihr schon einmal untersucht, ob es im<br />
Durchschnitt mehr Bewertungen aus Bundesländern mit Studiengebühren gibt, da die Studenten hier eventuell noch mehr Wert auf gute Lehre legen, die sie ja teuer bezahlen müssen?
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b>  Das haben wir nicht. Aber ich glaube, dass es diesen Zusammenhang nicht gibt. Das hat andere Gründe, wenn in einem Bundesland wesentlich mehr Bewertungen vorliegen, als z.B. Studiengebühren.
</p>
<p>
<b>Werner:</b> Woran liegt es Eurer Meinung nach, dass einige Unis bzw. Bundesländer besonders gut abschneiden und andere nicht?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke:</b> Die Unis, die gut abschneiden, machen viel für die Lehre. Sie sind sich der Tatsache bewusst, dass die Hochschule nicht nur aus Forschungsaktivitäten<br />
besteht.
</p>
<p>
<b> Fragen zum MeinProf.de-Ranking</b><br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Wundi:</b> Haben Sie schon mal überlegt, sich bei den großen Hochschulrankings<br />
wie dem Zeit-CHE-Ranking mit einzuklinken?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Wir haben im Sommer zum 2. Mal ein Ranking veröffentlicht. Ein<br />
Rankinganbieter war nicht besonders glücklich, dass wir auch ein Ranking veröffentlichen. Wir glauben, dass unser Ranking eine gute Ergänzung zu den bestehenden Rankings ist, da diese eine ganz andere Perspektive als unseres haben.
</p>
<p>
<b>Alexander Pannhorst:</b> Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die anderen Rankinganbieter nicht<br />
unbedingt das Interesse haben, dass wir uns dort &quot;einklinken&quot;.
</p>
<p>
<b>S.Kirchner:</b> Betrachtet ihr Euer Ranking als eine Art &quot;linke&quot;<br />
Alternative?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke:</b> Wir haben keine Parteizugehörigkeit. Wir sehen es aber schon als Alternative. Wir glauben, dass unser Ranking eine andere Perspektive auf die Situation<br />
der Hochschule bietet &#8211; unabhängig von Nobelpreisen und Drittmitteln.
</p>
<p>
<b>Was bringen Mein Prof.de-Daten für die Hochschulevaluation?</b>
</p>
<p>
<b>Hella:</b> Werden die Bewertungen auf MeinProf.de bei einer Hochschule für die Evaluation von<br />
Lehrtätigkeit genutzt?
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b> Von den Dozenten ja, von den Fakultäten zum Teil auch. Zum Beispiel in der Form, dass ein Dekan die Ergebnisse überprüft oder bei einer Entscheidung berücksichtigt. Auf Hochschulebene haben wir keine Information, ob die Ergebnisse von MeinProf.de dort schon Einfluss haben. Allerdings haben wir vor kurzem mit einigen Hochschulen Kontakt aufgebaut und planen, dass also MeinProf.de für die hochschulweite Evaluation mitberücksichtigt wird.
</p>
<p>
<b>Xaver:</b> Die Bewertungen von MeinProf.de sind ja nicht repräsentativ. Wäre<br />
es denn nicht prekär, würden auf Grundlage der Bewertungen, Entscheidungen getroffen werden?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> So wie der Bogen jetzt ist, kann er keine Grundlagen für Personalentscheidungen sein und soll es auch nicht. Es ist ein guter Indikator &#8211; vor allem für Studierende &#8211; aber auch für Personalverantwortliche. Normal ist, dass bei einem schlechten<br />
Evaluationsergebnis natürlich ein Gespräch stattfindet. Personalentscheidungen passieren ja nicht ad hoc.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Eine Meinung von:
</p>
<p>
<b><br />
Helga:</b> Eigentlich eine gute Sache, man darf es nur nicht zu ernst nehmen. Die Seriosität der<br />
abgegebenen Stimmen muss zuverlässig sein.
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b> Man kann es ignorieren, wenn man das möchte. Aber wenn ein Kurs zum Beispiel 30 oder 40 eher unterdurchschnittliche Bewertungen hat, dann sollte sich der Dozent schon überlegen, ob er nicht an seiner Lehre vielleicht etwas ändern will. Und die<br />
Seriosität geht in Richtung der Studenten. Da ist die klare Aufforderung von uns, aussagekräftige, ehrliche Meinungen und Beobachtungen zu veröffentlichen. Die sowohl den Kommilitonen als auch den Dozenten weiterhelfen.
</p>
<p>
<b><br />
Ulla:</b> Dass Dekane MeinProf.de bei Entscheidungen berücksichtigen, finde ich sehr<br />
gewagt. Umso mehr, wenn sie einräumen, dass sie keine Infos haben, inwieweit MeinProf.de auf Hochschulebene Berücksichtigung findet!
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke:</b> Ganz konkret ist das in einem Beispiel begründet. Uns hat ein Dekan angerufen. Er wusste gar nicht, dass sein Kollege so schlecht bei seinen Studierenden ankommt.<br />
Wir haben ihm geraten, erst das Gespräch mit dem betreffenden Kollegen zu suchen und auch die hochschuleigene Evaluation zu Rate zu ziehen sowie die Studierendenvertreter anzusprechen.
</p>
<p>
<b>Dan:</b> Warum haben die Profs so viel Angst vor den Bewertungen? Schließlich<br />
landen die Evaluierungsbögen sowieso nur im Aktengulli!
</p>
<p>
<b><br />
Rubin:</b> @Dan: eine schlechte Bewertung trifft einen eben auch sehr<br />
persönlich!
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke:</b> Ich glaube, in den letzten drei Jahren hat sich relativ viel geändert. Dozenten sehen zunehmend die Evaluation nicht als persönlichen Angriff, sondern als<br />
Chance der Weiterentwicklung.
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b> Hochschulen ist die Lehrevaluation immer wichtiger geworden.<br />
Ich glaube, dass die internen Systeme und Prozesse inzwischen so weit sind, dass diese Ergebnisse nicht mehr irgendwo verschwinden. Ob sich dann daran tatsächlich was ändert, das ist ein ganz anderer Punkt und liegt dann hauptsächlich an dem Dozenten selbst.
</p>
<p>
<b><br />
Sepp67:</b> Wenn Sie in der Rolle der entsprechenden Entscheidungsträger wären:<br />
Wie würde aus Ihrer Sicht ein tatsächlich effektiver Lehrevaluierungsprozess für Hochschulen aussehen?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas<br />
Metschke:</b> Viel regelmäßiger, als er bis jetzt bei den meisten Hochschulen ist. Vor allem muss es weg vom reinen Messen, hin zu einer Verbesserung kommen.
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b> Ziel der Lehrevaluation ist ja nicht das Messen und Dokumentieren,<br />
sondern die tatsächliche Verbesserung der Lehre. Das wird in den heutigen Systemen und Prozessen zu wenig berücksichtigt.
</p>
<p>
<b>Lena:</b> Wie denkt Ihr, wie man damit umgehen könnte, dass Studierende jetzt<br />
schon bei &quot;normalen&quot; Evaluationen sagen, &quot;wenn Sie mir eine schlechte Note geben, kriegen Sie eine schlechte Wertung&quot;?
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b> Wir hatten gerade vor kurzem den Fall. Das ist bitter zu erfahren. Im Prinzip muss die Anonymität der Evaluation dafür sorgen, dass solche Fälle nicht auftreten. Gerade bei einem solchen Machtunverhältnis, wie das zwischen Studenten und Dozenten ist, spielt Anonymität eine große Rolle.
</p>
<p>
<b>Rubin:</b> Meine Vermutung: Die Profs, bei denen man nicht so leicht gute Noten bekommt, werden schlechter bewertet. Haben Sie einen solchen Zusammenhang mal ausgewertet?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke:</b> Aufgrund der Frage, haben wir uns heute Vormittag die<br />
Mühe gemacht, das zu tun.
</p>
<p>
<b>Alexander Pannhorst:</b>  Es gibt eine Tendenz, aber keine klare Korrelation zwischen der Härte eines Dozenten und seiner Durchschnittsnote.
</p>
<p>
<b>joker:</b> Evaluation ist eigentlich ein schwieriges Geschäft. Welche methodischen Kenntnisse sind in die Konstruktion des Systems eingeflossen?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Metschke:</b> Das System hatte zu Beginn nicht den Anspruch, hochschuleigene Evaluationen zu ersetzen. Da wir inzwischen daran arbeiten, unser Portal mit Hilfe von Hochschulen zu erweitern, werden auch Psychologen in die Erarbeitung mit einbezogen.
</p>
<p>
<b>Verändert Mein Prof.de die Situation an den Hochschulen? Wie wirkt sich mein Prof.de auf die Entscheidungen von Studierenden aus?</b>
</p>
<p>
<b><br />
Gabi:</b> Meinen Sie wirklich, dass sich die Situation an den Hochschulen durch MeinProf.de<br />
verbessert hat? Haben sie dazu schon mal was evaluiert?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Wir haben von Dozenten Feedback bekommen, dass sich endlich etwas tut.
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b> Und auch von Studierenden haben wir durchaus Nachrichten bekommen. Es spiegelt sich auch in den Kommentaren wider, dass sich die Lehrqualität in bestimmten Kursen gegenüber dem Vorsemester verbessert hat.
</p>
<p>
<b>S.Kirchner:</b> Bekommt ihr auch Lob von Dozenten? Bekommt ihr mit, ob die auf die Kommentare reagieren?
</p>
<p>
<b>Alexander Pannhorst:</b> Ganz klares Ja!
</p>
<p>
<b>Lassse:</b> Ich weiß von Kollegen, dass sie sich die Bewertungen anschauen und auch &#8211; teils &#8211; zu Herzen nehmen.
</p>
<p>
<b>Student_Köln:</b> Haben Sie schon einmal Feedback bekommen, ob sich Studenten auf Grundlage der Bewertungen bei MeinProf.de für einen Kurs oder eine Uni entschieden haben?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Kurse auf jeden Fall. Bei Hochschulen noch nicht, da die Wahl einer Hochschule auch am Studiengang hängt, nicht an einem einzelnen Professor.
</p>
<p>
<b>Ist MeinProf.de auch eine Plattform für Dozenten?<br />
</b>
</p>
<p>
<b>Heiko:</b> Was bietet Ihr Dozenten und warum?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Wir bieten nicht nur Studierenden sondern auch Dozenten die Möglichkeit, sich einen Account bei uns zu holen. Mit diesem Account können Dozenten sich selbst und ihre Kurse verwalten und Kurse &quot;schützen&quot; (per Passwort). Was in der Zukunft noch kommen wird: Einige Dozenten haben nachgefragt, ob das Portal inhaltlich von Dozenten ausgebaut werden<br />
kann, also zum Beispiel, dass es Visitenkarten gibt, mit denen sich Dozenten dann auch bewerben können.
</p>
<p>
<b>Hanno:</b> Haben die Profs auf MeinProf.de auch die Möglichkeit, auf ihre Bewertung zu<br />
reagieren? Können sie auch Stellung beziehen?
</p>
<p>
<b><br />
Alexander Pannhorst:</b> Ja, das können sie. Und das soll demnächst noch sehr<br />
viel stärker möglich sein.
</p>
<p>
<b>elisabeth:</b> Als Dozentin würde mir auch ein Studentenbewertungsportal gefallen.<br />
Bewertungskategorien: Fleiß, Interesse, Mitarbeit und Auffassungsgabe könnten bewertet werden   Ich wette, so ein Vorhaben sehen Sie sehr kritisch, oder?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Die Studenten bewerten die Dienstleistung des Dozenten.<br />
Ein Dozent nimmt keine Dienstleistung eines Studenten wahr.
</p>
<p>
<b> Ulla:</b> Bildung ist keine Dienstleistung, das ist ein großes<br />
Missverständnis!
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Dann haben wir davon unterschiedliche Verständnisse.
</p>
<p>
<b>Hubert:</b> Haben die Profs auf Ihrer Seite auch die Möglichkeit, mit den Studenten ins<br />
Gespräch zu kommen &#8211; so eine Art Forum?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Ja, das haben sie. Es gibt zu jeden Kurs ein einzelnes Forum. Die<br />
Funktionalität soll sogar noch erweitert werden, um einzelne<br />
Bewerter anonym kontaktieren zu können.
</p>
<p>
<b>Inwiefern gibt es Probleme wegen Manipulation und Rachefeldzügen auf Mein Prof.de</b>
</p>
<p>
<b>Manny:</b> Wie groß sehen Sie die Gefahr, dass MeinProf.de von Studenten mit (gerechtfertigten) schlechten Noten in Prüfungsleistungen für persönliche Rachefeldzüge missbraucht wird?
</p>
<p>
<b>Alexander Pannhorst:</b> Das passiert, genauso wie das auch in internen Hochschulevaluationen passiert. Wir wollen das natürlich nicht und versuchen unser möglichstes, gegen solche Manipulationen vorzugehen. Wir haben auch gewisse Schutzsysteme dafür eingeführt.
</p>
<p>
<b>Ulla:</b> Wie sehen denn die „gewissen Schutzsysteme&quot; gegen persönliche Rachfeldzüge konkret aus?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Wir können nicht über alle Systeme offen reden, weil jedes System sich umgehen lässt, wenn man es kennt. Wir haben allerdings die einfache Möglichkeit, bei begründetem Verdacht oder Interesse sich bei uns zu registrieren und Passwörter oder TAN-Listen für die Bewertung geben zu lassen. Ansonsten arbeiten wir stark mit dem Feedback aller Beteiligten,<br />
um versuchten Betrug aufzudecken.
</p>
<p>
<b>Rolf:</b> Habt ihr eigentlich auch schon einmal Probleme mit Hackern gehabt, die Daten<br />
gezielt manipulieren wollten?
</p>
<p>
<b>Alexander Pannhorst:</b> Nein.
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Wir haben Dozenten und Studenten erwischt, die schummeln wollten, aber keine systematisierten Angriffe.
</p>
<p>
<b>Ric:</b> Was tun Sie, wenn Sie mitbekommen, dass die Profs ihre eigene Bewertung erschummeln? Wie kriegen Sie überhaupt so etwas mit?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Wir schmeißen alle Bewertungen, die erschummelt sind, raus und sperren den Account.
</p>
<p>
<b>Jule:</b> Im Chatthema ging es ja auch um Denunzierung. Welchen Anteil macht gezielte Denunzierung wohl aus?
</p>
<p>
<b>Thomas Metschke:</b> Verschwindend gering.
</p>
<p>
<b>Alexander Pannhorst:</b> Wie gesagt, wir versuchen alles, um solche Bewertungen so schnell wie möglich aus dem Portal zu löschen. Dafür ist kein Platz.
</p>
<p>
<b>Beschwerden und Rechtsklagen</b>
</p>
<p>
<b>Lars:</b> Gab es schon einmal Beschwerden von Profs, die nicht mit ihrer<br />
Bewertung einverstanden waren?
</p>
<p>
<b>Alexander Pannhorst:</b> Ja.<b><br />
</b>
</p>
<p>
<b><b>Moderator: </b></b>Wie oft kommt so etwas vor?<b><br />
<b></b></b>
</p>
<p>
<b><b>Alexander Pannhorst:</b> </b>Zu Beginn von MeinProf.de natürlich sehr oft. Das hat aber seit einem<br />
guten Jahr enorm abgenommen. Inzwischen erhalten wir mehr positives Feedback von Dozenten als Beschwerden oder Klagedrohungen.
</p>
<p>
<b><b>Peter_45:</b> </b>Wogegen haben denn die Profs geklagt? Hat die Klage irgendwelche<br />
Auswirkungen für Sie bzw. MeinProf.de gehabt?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>Der Professor hat auf Unterlassung geklagt (Löschung seines kompletten Eintrags, auch für die Zukunft). Und er hat vor dem Landgericht verloren.
</p>
<p>
<b><b>Alexander Pannhorst:</b> </b>Insofern gab es für uns keine Konsequenzen.
</p>
<p>
<b><b>Kalle:</b> </b>Wie sichern Sie sich juristisch ab?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>Wir haben einen Anwalt, der selbst Dozent ist, welcher uns &quot;pro<br />
bono&quot; unterstützt.
</p>
<p>
<b><b>Jan:</b> </b>Mussten Sie schon mal Bewertungen löschen, weil sich jemand beschwert hat?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>Wir haben zu Beginn die RWTH Aachen aus dem System entfernt, weil sie uns massiv gedroht hat. Inzwischen ist sie allerdings wieder im System vertreten und auch recht<br />
zufrieden.
</p>
<p>
<b><b>Moira:</b></b> Wo ziehen Sie persönlich die Grenze bei überspitzten Meinungsäußerungen?
</p>
<p>
<b><b>Alexander Pannhorst:</b> </b>Ganz schwer zu sagen, das ist Einzelfallabwägung. Im Extremfall rufe ich auch bei unserem Anwalt an und hole mir seine Meinung ein.
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>Auf dem Portal ist kein Platz für Beleidigungen, Schmähkritik und ähnliches.
</p>
<p>
<b><b><br />
Fragen zu möglichen Kooperationen national und international</b><br />
</b>
</p>
<p>
<b><b>Ulla:</b> </b>Kooperieren Sie denn mit studentischen Gruppierungen, wie ASTA und ähnlichem?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>Das würden wir gerne. Wir haben leider festgestellt, dass die meisten Asten mehr mit sich intern zu tun haben.
</p>
<p>
<b><b>TipTop:</b> </b>Gibt es dieses oder ein ähnliches Format auch in anderen Ländern? Wisst Ihr, wie die Resonanz von Seiten der Dozenten dort aussieht?
</p>
<p>
<b><b>Danny:</b> </b>Habt Ihr vor, das Ganze auch international aufzuziehen?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>RateMyProfessors.com gibt es in der Form nicht mehr, sondern ist von<br />
MTV zu einem Spaßportal gemacht worden. MeinProf.de gibt es noch in Österreich und der Schweiz. Und wenn wir einen Investor finden, bald in anderen Ländern.
</p>
<p>
<b><b>Nörmie:</b> </b>Wäre eine Kooperation mit StudiVZ nicht toll?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>MeinProf.de kann sicher mit vielen Portalen und Verlagen kooperieren.
</p>
<p>
<b><b>Alexander Pannhorst:</b> </b>StudiVZ hat eine ganz andere Ausrichtung unserer Meinung nach. StudiVZ ist das &quot;private&quot; Studentenleben, und MeinProf.de ist das  &quot;berufliche&quot;.
</p>
<p>
<b><b>Resümeé und Blick in die Zukunft von Mein Prof.de</b><br />
</b>
</p>
<p>
<b><b>Jule:</b> </b>Was ist euer &quot;schlimmstes&quot; Erlebnis bei MeinProf.de? Was das<br />
schönste?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b></b> Ich wurde einmal 15 Minuten ohne Pause am Telefon angeschrien ohne etwas sagen zu können. Das schönste Erlebnis: Es gibt sehr viele schöne Mails von Studenten<br />
und Dozenten, die sagen, es ist gut, was ihr macht, macht weiter!
</p>
<p>
<b><b>Alexander Pannhorst:</b> </b>Ich speziell freue mich jedes Mal besonders, wenn ein Dozent schreibt, dass er seinen Kurs inhaltlich geändert hat aufgrund der Aussagen der Studenten auf<br />
MeinProf.de.
</p>
<p>
<b><b>Carlo:</b> </b>Hat sich MeinProf.de nicht längst totgelaufen? Bei zuletzt 60.000 Bewertungen pro Jahr bekommt der durchschnittliche Dozent nur noch alle zwei bis drei Semester mal<br />
eine. Was soll die schon aussagen?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>Die Rechnung ist zu einfach, weil sich MeinProf.de nicht an allen<br />
Hochschulen gleich durchgesetzt hat. Wir haben mehr Besucher denn je. Allerdings zugegebenermaßen nicht mehr so viele Bewertungen. Der Tatsache sind wir uns bewusst und arbeiten an einer Überarbeitung des Bewertungssystems, um wieder mehr Ansporn für die Abgabe von<br />
Bewertungen zu schaffen.
</p>
<p>
<b> <b>hanswurst:</b> </b>Wäre es nicht sinnvoll, den Bewertern von MeinProf.de die Möglichkeit zu geben, genau darzustellen, warum sie bei einzelnen Kriterien so schlecht bewertet haben? Bringt da nicht konstruktive Kritik mehr?
</p>
<p>
<b><b>Alexander Pannhorst:</b> </b>Genau das sollen sie in den Freitext-Kommentaren machen. Wenn die Studenten die Einzelnoten dort noch weiter erklären, dann nutzen sie das System genau so, wie wir uns das vorstellen.
</p>
<p>
<b><b>S. Kirchner:</b> </b>Was sind die nächsten Entwicklungsschritte, die ihr plant?
</p>
<p>
<b><b><br />
Thomas Metschke:</b>  </b>Es wird erst einmal ein neues Layout eingeführt werden, welches ermöglicht, die Inhalte, die bis jetzt auf der Seite sind, und neue Inhalte übersichtlicher<br />
darzustellen. Die Visitenkarte für Dozenten kommt, das Kontaktformular, die Überarbeitung des Bewertungssystems für Studenten. Für Studenten sowie Dozenten kommt ein erweitertes Benachrichtungssystem. Es wird viel werden. Kontinuierlich kommt etwas Neues.
</p>
<p>
<b><b><br />
Alexander Pannhorst:</b> </b>Der nächste Entwicklungsschritt ist für uns ein sehr, sehr großer.
</p>
<p>
<b><b>Jule:</b> </b>Wow, so viele Neuerungen. Wer entwickelt eigentlich?
</p>
<p>
<b><b><br />
Thomas Metschke:</b> </b>Wir entwickeln.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b> </b>Nachfrage zur angekündigten Überarbeitung des Bewertungssystems:
</p>
<p>
<b><b>peg:</b> </b>Wie soll das neue Bewertungssystem aussehen?
</p>
<p>
<b><b><br />
Thomas Metschke:</b> </b>Es soll einfacher werden für die Studierenden. Es soll vor allem erweitert<br />
werden für Hochschulen und Dozenten. Die Möglichkeit, eigene Fragen beziehungsweise sogar Fragebögen einzustellen, möchten wir umsetzen.
</p>
<p>
<b><b>surfer:</b> </b>Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke</b> : </b>Dass wir eine Hochschule finden, mit der wir zusammenarbeiten können.
</p>
<p>
<b><b>Alexander Pannhorst:</b></b> Und dass wir in der Lage sind, direkt an die Hochschulen zu gehen und die Studenten mehr auf MeinProf.de aufmerksam zu machen.
</p>
<p>
<b><b>Rasmuss:</b> </b>Mal ehrlich, haben Sie nicht auch ein bisschen Spaß daran, Dozenten zu ärgern? Zumal es Einige verdient haben?
</p>
<p>
<b><b>Alexander Pannhorst:</b>  </b>Manchmal ja 🙂
</p>
<p>
<b><b>Nörmie:</b> </b>Kann man bei Euch auch an einem Beta-Test für das neue Bewertungssystem teilnehmen oder wird das direkt veröffentlicht?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>Ja gern. Bitte schickt uns direkt eine E-mail mit dem Stichwort &quot;Beta&quot;. <b><b><br />
</b></b>
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Das heißt, es kommt schon sehr bald?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>Wir versuchen bis zum 1. Januar 2009 zumindest einen Teil des Re-Designs online zu stellen. Bis 1.1. werden leider noch nicht alle der angekündigten Funktionalitäten verfügbar sein.
</p>
<p>
<b><b><br />
joker:</b> </b>Habt Ihr vor, selber übergreifende Auswertungen vorzunehmen, Prof.<br />
des Monats oder so?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke:</b> </b>Der &quot;Prof des Monats&quot; kommt mit dem Relaunch.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b> </b>Wir sind auch schon kurz vor Schluss. Leider die letzte Frage für<br />
heute:
</p>
<p>
<b><b>Moppi:</b> </b>Wird man als Betreiber von MeinProf.de reich?
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke und Alexander Pannhorst:</b> </b>Nein&#8230; Doch, an Erfahrung!
</p>
<p>
<b> <b>Moderator:</b> </b>Das Schlusswort gebührt unseren Gästen:
</p>
<p>
<b><b>Thomas Metschke: </b> </b>Wir bedanken uns bei allen Nutzern. Bei allen, die Feedback und Ideen für Funktionalitäten an uns tragen und natürlich für Eure Fragen. Wir<br />
wünschen Euch ein schönes Wochenende!
</p>
<p>
<b><b> Alexander Pannhorst:</b> </b>Wenn Euch noch etwas unter den Nägeln brennt oder auf<br />
dem Herzen liegt, dann schreibt uns eine E-Mail oder ruft uns an.
</p>
<p>
<b><b>Moderator:</b> </b>Das war unser e-teaching.org-Expertenchat für heute. Vielen Dank an unsere Gäste von MeinProf.de für die Diskussion und vielen Dank an unsere Chatterinnen und Chatter für die vielen interessanten Fragen. Das Transkript des Chats können Sie in Kürze auf e-teaching.org<br />
nachlesen. Das Chatteam wünscht allen Beteiligten noch einen schönen Tag.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Halbzeitbilanz bei &#8220;eEurope</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-studien-halbzeitbilanz-shtml-2688/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[vschmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[eEurope 2005]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutschland liegt bei eGovernment nur im Mittelfeld. Verbesserungswürdig ist die Wirkungsforschung und Evaluation in ganz Europa. Zu diesem Schluss kommt die Halbzeitbilanz der EU-Kommission.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland liegt bei eGovernment nur im Mittelfeld. Verbesserungswürdig ist die Wirkungsforschung und Evaluation in ganz Europa. Zu diesem Schluss kommt die Halbzeitbilanz der EU-Kommission.<!--break--></p>
<p>
                              <strong>Deutschland liegt bei eGovernment nur im Mittelfeld. Verbesserungswürdig ist die Wirkungsforschung und Evaluation in ganz Europa. Zu diesem Schluss kommt die Halbzeitbilanz der EU-Kommission.</strong>
                            </p>
<p>Mit dem<br />
                            <a href="http://europa.eu.int/scadplus/leg/de/lvb/l24226.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Aktionsplan eEurope 2005“</a> wollen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Internet-Nutzung und die Schaffung neuer Dienste in den Bereichen eGovernment, eHealth, eLearning und eBusiness fördern. Der nun von der EU-Kommission vorgelegte Halbzeitbericht arbeitet die „Baustellen“ heraus, an denen zukünftig verstärkt gearbeitet werden muss. Ziel ist es, Europa bis zum Jahr 2010 zu einem der dynamischsten und wettbewerbsfähigsten wissensbasierten Wirtschaftsstandorte weltweit zu machen, ohne dabei den sozialen Zusammenhalt aus den Augen zu verlieren.<br />
                            <br />
                            <strong><br />
                            <br />Stolperstein Zusammenarbeit online-offline</strong><br />
                            <br />Elektronische Behördendienstleistungen (eGovernment) sind inzwischen von allen Mitgliedsstaaten in ihrer Bedeutung als Katalysator für die Modernisierung der bestehenden Verwaltungsstrukturen anerkannt . Die Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten sind aber erheblich. Der durchschnittliche Umsetzungsgrad der 20 grundlegendsten Behördendienste ist zwar seit Oktober 2001 von 45 Prozent auf 67 Prozent gestiegen, wie eine von der EU-Kommission beauftragte Studie von Cap Gemini Ernest &amp; Young herausfand . Die Spannweite in der Umsetzung zwischen dem Sieger Schweden und dem letzten 18. Platz für Luxemburg betrug aber rund 40 Prozentpunkte. Deutschland belegte in der Gesamtwertung einen mittelmäßigen zehnten Platz. Die Top-Performer bei den Wachstumsraten waren Österreich, Belgien und Luxemburg. Die Wachstumsraten wurden aber insgesamt geringer, da die Inhalte oft zu wenig auf die Nutzer abgestimmt und vor allem informativer Art seien.</p>
<p>Die Kommission befürwortet deshalb eine stärkere Wirkungsforschung, um sicher zu stellen, dass wirklich ein „Mehr“-Wert für den Bürger generiert wird.. An erster Stelle rangieren im Ländervergleich weiterhin jene Serviceangebote, die Einnahmen für den Staat liefern, wie etwa die Umsatzsteuer. Angebote für Firmen erreichen gegenüber Angeboten für Bürger weiterhin einen wesentlich höheren Umsetzungsgrad. Die am besten umgesetzte Dienstleistung für Bürger ist die Arbeitsplatzsuche, die in über zwei Drittel aller Länder zu 100 Prozent online-fähig sei. Deutschland belegte den letzten Platz in den Bereichen persönliche Dokumente, Gewerbeanmeldung und Umweltkonzessionen. Die besten Ergebnisse wurden mit einem dritten Platz bei der Körperschaftssteuer, den Zollerklärungen und der Übermittlung von Daten an Statistik-Ämter erzielt. Die Kommission bemängelt, dass in der Mehrzahl der Mitgliedstaaten die Online-Angebote kaum in die traditionellen Verwaltungswege eingebunden seien und damit auch keine Katalysatorwirkung für Verwaltungsreformen entfalten könnten.<br />
                            <br />
                            <strong><br />
                            <br />Herzenssache Breitband</strong><br />
                            <br />Die Zahl der Breitbandzugänge hat sich seit Oktober 2002 auf nun europaweit 19,5 Millionen fast verdoppelt. Die Kommission kritisiert aber den zu geringen Wettbewerb auf diesem Markt, da die meisten Breitbandzugänge auf DSL-Anschlüsse entfallen, und befürwortet einen stärker technologieneutralen Infrastrukturausbau. Um der „digitalen Spaltung“ vorzubeugen, werden Breitband-Projekte in „unterversorgten“ Gebieten mit Mitteln aus den EU-Strukturfonds unterstützt. Allerdings, so stellt die Kommission fest, liegen sowohl über die tatsächliche Versorgungslage der Bevölkerung mit Internetzugängen in den einzelnen Regionen als auch über die Wirkung der von den Mitgliedsstaaten vorgelegten Verbesserungsstrategien nur unzureichend empirische Daten vor. Die Verbreitung plattformunabhängiger Zugänge wie etwa über das Digitalfernsehen oder den Mobilfunk der dritten Generation, die ebenfalls die Anbindung der mit herkömmlichen Internetanschlüssen unterversorgten Gebiete erleichtern soll, stecke hingegen noch in den Kinderschuhen.</p>
<p>                            <strong>Bedenken bei Sicherheit</strong><br />
                            <br />Rund 58 Prozent der europäischen Nutzer geben Sicherheitsbedenken als zentralen Grund für ihre Zurückhaltung beim digitalen Einkaufen oder Übermitteln persönlicher Daten an, womit das Thema Sicherheit auf Platz eins der Bedenkenliste liegt. Dies schlägt sich in Form geringer Nutzerzahlen besonders in den Bereichen des elektronischen Geschäftsverkehrs und elektronischer Gesundheitsdienste nieder. Durch die Schaffung rechtlicher und technischer Rahmenbedingungen soll das Sicherheits- und Planungsklima verbessert werden, sodass Firmen verstärkt in eCommerce investieren, neue Arbeitsplätze schaffen und anspruchsvolle elektronische Dienstleistungen im Gesundheitsbereich möglich werden. Bisher hat allerdings nur etwas mehr als die Hälfte der europäischen Unternehmen offiziell Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Viele Unternehmer sind ihrerseits verunsichert durch die oftmals noch unausgereifte Rechtslage im eCommerce. Besonders bei der Verwaltung digitaler Rechte fordert die Kommission höhere Transparenz bezüglich der Kriterien, die von den Mitgliedsstaaten bei der Bestimmung von Entgeltsystemen angewendet werden, um die Planungssicherheit für Unternehmen zu erhöhen. Zudem sieht die Kommission eine schnellere Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinien etwa über die elektronische Signatur in nationales Recht als wünschenswert an. Der hohe Stellenwert von Sicherheitsfragen zeigt sich auch in der rasch erfolgten Einigung über die Gründung einer Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA). Sie soll Kommission, Mitgliedsstaaten und Beitrittsländern beratend zur Seite stehen und die Koordination und den Austausch zwischen ihnen verbessern helfen.</p>
<p>
                            <strong>Come together</strong><br />
                            <br />Im Bereich der projekt- und länderübergreifenden Zusammenarbeit legt die Kommission den Fokus auf gemeinsame Normen für allgemeine Zugänglichkeit (Web Accessibility Initiative), einheitliche und einfache Benennungen von Webseiten sowie Vereinheitlichung von Personenkennungen, elektronischer Authentifizierung und Datenvokabular. Dabei geht es weniger um die technische Kompatibilität der Systeme als um die politische Aushandlung gemeinsamer Standards, weshalb die Bedeutung politischer Führung und politischer Initiativen besonders hervorgehoben wird. Ziel ist eine gemeinsame Sicherheitskultur für den europäischen Binnenmarkt.</p>
<p>
                            <strong>Probleme vor der Prüfung</strong><br />
                            <br />Die Kommission weist, basierend auf der Studie von Cap Gemini Ernest &amp; Young, auf einige wichtige Evaluationsprobleme hin, mit denen sich die Mitgliedsstaaten bei ihrer Überprüfung von „eEurope 2005“ im Sommer beschäftigen müssen. Bisher stützen sich die verwendeten Indikatoren hauptsächlich auf amtliche Statistiken der Mitgliedsstaaten. Intensität und Auswirkung der elektronischen Dienste wird hingegen kaum erfasst. Zudem fehlt ein Vergleich mit wichtigen außereuropäischen Wirtschaftsregionen wie den USA oder Asien.</p></p>
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		<title>Neue Medien in der Grundschule</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/hats-geklickt/elearninggrundschule-shtml-2871/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[areiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hat's geklickt?]]></category>
		<category><![CDATA[Grundschule]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
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					<description><![CDATA[Ministerialrat Mag. Dr. Anton Reiter ist Abteilungsleiter beim österreichischen 
                  Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BMUK). Er leitete das dreijährige 
                  Evaluationsprojekt "Neue Medien in der Grundschule" und hat die Ergebnisse der Studie in einem gleichnamigen 
                  Buch veröffentlicht. Dr. Reiter bewertet den didaktischen Stellenwert des neuen Mediums im Grundschulunterricht.
                  ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ministerialrat Mag. Dr. Anton Reiter ist Abteilungsleiter beim österreichischen<br />
                  <a href="http://www.bmbwk.gv.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesministerium</a> für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BMUK). Er leitete das dreijährige<br />
                  <a href="http://www.bmuk.gv.at/pschulen/wettproj/medienvs.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Evaluationsprojekt</a> &#8220;Neue Medien in der Grundschule&#8221; und hat die Ergebnisse der Studie in einem gleichnamigen<br />
                  <a href="http://www.bmuk.gv.at/pnews/001025_1.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch</a> veröffentlicht. Dr. Reiter bewertet den didaktischen Stellenwert des neuen Mediums im Grundschulunterricht.<br />
                  <br /><!--break--><br />
                  <br />Ziel des Projektes war, herauszufinden, welche Einsatzmöglichkeiten es für sogenannte Info- und Edutainment-Produkte auf CD-ROM und für das Internet im Unterricht der Volksschule gibt und welche didaktisch-pädagogischen Erkenntnisse daraus gewonnen werden können. Aufgezeigt werden sollte auch, wie sich der Einsatz der verfügbaren neuen Medien auf Arbeits-, Lern- und Organisationsformen des Grundschulunterrichts auswirkt.</p>
<p>Projektbedingt wurde den sechs Volksschulstandorten vom BMUK Hardware und Software bereitgestellt. Es wurden Internetzugänge geschaffen, laufend Anwenderschulungen für die Lehrer/innen abgehalten und einschlägige PR-Maßnahmen gesetzt, wie z.B. die Erstellung schuleigener Homepages. Einigen Lehrer/innen wurde die Teilnahme an internationalen Fachkongressen (wie bspw. am<br />
                  <a href="http://www.ifip.or.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IFIP</a>-Weltcomputer-Kongress in Wien/Budapest 1998 und in Peking 2000) ermöglicht.</p>
<table width="550" border="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="340">
<p>Der Schwerpunkt des Computereinsatzes lag im Sachunterricht, in dem unterstützend altersadäquate, interaktive CD-ROMs sowie lexikalische Werke und verstärkt auch das Internet Verwendung fanden, um den Schülerinnen und Schülern Informationen zu globalen Sachthemen zugänglich zu machen.<br />
                          <br />Auch im Deutsch-, Mathematik- und im verpflichtenden Englischunterricht wurde der Computer ergänzend zum herkömmlichen Unterricht verwendet.<br />
                          <br />An den Projektschulstandorten erfolgte der Computereinsatz in unterschiedlichen Lernumgebungen: als Computerecke im Klassenzimmer, klassenübergreifend in eigenen Computerräumen und zur differenzierten Förderung der Schüler/innen in speziellen Integrationsklassen.</p>
<p>Anwendersoftware beinhaltete unter anderem Office 97 (primär Word und PowerPoint), das Bildbearbeitungsprogrammen MS Paint, Paint Shop pro 5.0 und PhotoImpact, außerdem das Autorenwerkzeug Mediator 5.0 pro zur Erstellung multimedialer Präsentationen mit Hypermedia-Design. Daneben fanden vor allem Info- und Edutainment-CD-ROMs (deren Zahl inzwischen nahezu unüberschaubar geworden ist) Verwendung. An einigen Standorten wurden mit Frontpage 98 eigene (einfache) Websites gestaltet.</p>
</td>
<td width="10"> </td>
<td valign="center" width="200">
                        <img decoding="async" height="137" alt="Computerunterstützter Unterricht erfolgt häufig optional in einer zusätzlichen Medienecke, die auch für das soziale Lernen förderlich ist, wie hier im Bild in der Volksschule Währinger Straße 43 in Wien 9- im Bild VL Peter Sykora mit seiner Klasse " src="imgs/Sykoras-Klasse.jpg" width="200" /></p>
<p>&#8220;Durch die rasante Entwicklung der Informationstechnologien werden heute bereits Kinder im Grundschulalter mit Computern und neuen Medien konfrontiert. Da es der generelle Auftrag jeder schulischen Bildung ist, auf eine bestmögliche Lebensbewältigung vorzubereiten, müssen Veränderungen in der Lebenswelt, in den Lehrplänen und im Unterricht angemessen aufgegriffen werden. Zusätzlich zeigen die neuen Medien einige Vorzüge, die seit eh und je Grundforderungen der Lernpsychologie und der Unterrichtswissenschaften erfüllen: Optimale Aufarbeitung der Inhalte, altersadäquate Portionierung der Lernschritte, rasches Feedback und der menschlichen Wahrnehmung entgegenkommende Darbietungsweise&#8221;<br />
                        <a href="#lit">1</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table width="550" border="0">
<tbody>
<tr>
<td width="128">
<p>
                            <img decoding="async" height="150" alt="Im Bild Kinder der ÜVS im Electonic Learning Center (ELC) der Pädagogischen Akademie der Erzdiözese Wien 21: der Computer ist dort alltägliches Arbeitsmittel" src="imgs/Electronic_Learning_Center1.jpg" width="128" />
                          </p>
</td>
<td width="10"> </td>
<td valign="top" width="398">Die Schüler/innen erlernten die Bedienung von Tastatur und Maus teils spielerisch, teils nach eingehendem motorischen Training. Sie schrieben und formatierten Texte am Computer, arbeiteten mit Grafikprogrammen bzw. bearbeiteten selbst gezeichnete Grafiken oder Cliparts. Parallel zu den Schulbüchern wurden multimediale, interaktive Lern-CDs für Deutsch, Mathematik und Englisch verwendet. Lexika, Funktionstrainigsprogramme sowie herkömmliche Anwendersoftware wie Word, Write oder PowerPoint standen zur weiteren Auswahl. Speziell zum Schreiben für Kinder entwickelte Programme wie das &#8220;Junior Schreibstudio&#8221; oder der &#8220;Creative Writer&#8221; kamen ebenfalls zum Einsatz.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Kinder verfassten Geschichten am Computer. Sie waren von den Gestaltungsmöglichkeiten für Texte und Grafiken begeistert. Stolz waren sie auf Zeichnungen oder Texte, die sie ausgedruckt hatten und zu Hause vorzeigen konnten. Das Arbeiten mit interaktiven Multimedia-Programmen bewährte sich besonders in den ersten Klassen auch in der Lautschulung. Das Üben der Lernwörter sowie das Schreiben der Schulübung am PC wirkte auf die Kinder motivierend.</p>
<p>Auch lernschwache Kinder profitierten davon, denn sie kamen so ohne Leistungsdruck zu Erfolgserlebnissen. Fehler können am Computer leicht korrigiert werden. Im Stationenbetrieb und beim offenen Lernen arbeiteten Kinder mit unterschiedlichen Computerkenntnissen zusammen. Bei der Arbeit am Computer unterstützten sich die Kinder gegenseitig. Das spielerische Lernen wurde gefördert. Die verfügbaren Lernspiele regten die Kreativität an.<br />
                  <br />Die Schüler/innen waren bald mit dem Internet vertraut und konnten mit Suchmaschinen umgehen. Laufende Projektarbeiten wurden so mit Texten und Bildern aus dem WWW gestaltet. Besonderer Spaß bereitete ihnen die eigene Recherche im Internet. Die Kinder schrieben und beantworteten E-Mails, interessante Mailausdrucke wurden öffentlich zugänglich gemacht.<br />
                  <br />Nach dem Ende des Evaluationsprojektes im Juni 2000 war für die Schüler/innen der sechs Projektschulen der Computer inzwischen sozusagen nichts Besonderes mehr. Er gehört dort inzwischen längst zum Schulalltag und fungiert als Arbeits- und Lerngerät. In den Pausen dürfen die Kinder fallweise auch selbständig an den PCs arbeiten.</p>
<p>Die Eltern begrüßen es durchweg, dass ihre Kinder am Computer lernen. Der Erwerb der grundlegenden Kulturtechniken Rechnen, Schreiben und Lesen bleibt allerdings stets im Vordergrund, die Verwendung des Computers im Unterricht wird als mediale Ergänzung angesehen.<br />
                  <br />Die neuen Medien bereichern insgesamt die Unterrichtsdidaktik und -methodik in der Grundschule. Sie unterstützen fächerübergreifendes Lernen und können durch Formen des (konstruktiven) Selbstlernens und kooperativen Arbeitens die Lerneffektivität steigern. Speziell das dreijährige Evaluationsprojekt &#8220;Neue Medien in der Grundschule&#8221; zeigte neue, zukunftsorientierte Lehr- und Lernwege auf. Im Rahmen der Volksschullehrer/innen-Ausbildung wird in Zukunft auf die Vermittlung einer umfassenden Computer-Didaktik resp. -Pädagogik noch mehr Wert zu legen sein (siehe Reiter/Grimus/Scheidl 2000).<br />
                  <br />Aufbauend auf den Ergebnissen des Evaluationsprojektes &#8220;Neue Medien in der Grundschule&#8221; wurde anschließend im Oktober 2000 an der Übungsvolksschule der<br />
                  <a href="http://schulen.eduhi.at/pa-ed-wien/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pädagogischen Akademie der Erzdiözese Wien 21</a> mit der Errichtung eines virtuelles Lehr- und Lernzentrums aus Budgetmitteln des bm:bwk eine Projektfortsetzung in Angriff genommen. Besonderes Augenmerk wird auf die innovative Erprobung und Auswertung künftiger Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation (Teleteaching und Telelearning) und des Wissensaustausches über die Grenzen des Klassenraumes hinweg gelegt werden (siehe Seper 2001).<br />
                  </p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Sparen oder Bilden mit e-Learning?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/hats-geklickt/elearningsparen-shtml-2972/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hat's geklickt?]]></category>
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		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Virtuelle Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktivität]]></category>
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					<description><![CDATA[Gabi Reinmann-Rothmeier ist Professorin für Medienpädagogik an der Universität Augsburg. Ihre Foschungstätigkeit umschließt die Bereiche Wissensmanagement, Gestaltung problemorientierter Lernumgebungen, Lernen mit neuen Medien und Evaluation multimedialer Lernumgebungen. Aus eigener Erfahrung bei der Durchführung 
                      virtueller Seminare weiß sie um die Vor- und Nachteile von e-Learning.
                      ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gabi Reinmann-Rothmeier ist Professorin für Medienpädagogik an der Universität Augsburg. Ihre Foschungstätigkeit umschließt die Bereiche Wissensmanagement, Gestaltung problemorientierter Lernumgebungen, Lernen mit neuen Medien und Evaluation multimedialer Lernumgebungen. Aus eigener Erfahrung bei der Durchführung<br />
                      <a href="http://wissman.emp.paed.uni-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">virtueller Seminare</a> weiß sie um die Vor- und Nachteile von e-Learning.<br />
                      <br /><!--break-->
                    </p>
<p>
                    <strong>Die Angst vor dem e-Learning.</strong><br />
                    <br />Als ich im Oktober diesen Jahres in Augsburg die Professur für Medienpädagogik übernommen habe, war da eine diffuse Angst unter den Studierenden, denn meine Herkunft ist eine lehr-lerntheoretische und mediendidaktische, und meine Aktivitäten im Bereich des e-Learning waren und sind in Augsburg offenbar bekannt: &#8220;Werden wir bald in virtuelle Räume abgeschoben?&#8221;, &#8220;Machen wir noch Präsenzseminare?&#8221;, &#8220;Sind Sie denn auch da &#8211; hier in Augsburg?&#8221;. &#8220;Da sein&#8221;, ansprechbar sein, sich kümmern, Interesse an dem haben, was gelernt wird &#8211; das sind berechtigte Anliegen eines jeden Studierenden, und wenn sich gerade in Massenfächern oder in schlecht ausgestatteten oder ineffizient organisierten Fächern Ängste vor der Anonymität und Einsamkeit im Netz breit machen, dann ist das verständlich. Potenziert werden diese Sorgen durch immer wieder medienwirksame Aussagen selbst ernannter Experten, die auf dem wirtschaftlichen und politischen Sektor von Kostensenkung und optimaler Ressourcennutzung (mit Ressourcen sind dann vor allem wir Hochschullehrer/innen gemeint) sprechen, ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, was es bedeutet, eine virtuelle Vorlesung zu konzipieren, eine virtuelle Lernumgebung zu gestalten oder ein virtuelles Seminar durchzuführen.</p>
<table width="550" border="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="319">
<p>
                            <strong>Was Lehrende beim e-Learning lernen.</strong><br />
                            <br />Um es vorweg zu nehmen: Ich konnte die Augsburger beruhigen. Ich bin da, ich bin ansprechbar, ich mache Präsenzseminare und habe Interesse daran, dass die Studierenden etwas lernen &#8211; und wie ich Letzteres möglichst gut umsetzen kann, das habe ich vor allem bei der Konzeption und Durchführung meiner virtuellen Seminare (zum Wissensmanagement) gelernt. Sie merken schon: Ich drehe an dieser Stelle einmal den Spieß um und frage: Was lernen die Lehrenden beim e-Learning? Sie lernen vor allem ein Höchstmaß an Transparenz und eine konsequente Planung und Gestaltung der Lehre. Denn eine virtuelle Veranstaltung zwingt Sie dazu, ein vollständiges didaktisches Gesamtkonzept zu entwerfen, jede Instruktion, jede inhaltliche Sequenzierung und jede Unterstützung selbstgesteuerter oder kooperativer Wissensaneignung zu Ende zu denken und die Anforderungen an die Studierenden explizit zu machen &#8211; und zwar prägnant und verständlich. Natürlich muss man hier zwischen verschiedenen Formen von e-Learning unterscheiden. Ein ganz wesentliches Unterscheidungskriterium ist die Interaktivität: Je interaktiver Sie den Lehr-Lernprozess zwischen Lernenden und Lehrenden einerseits sowie zwischen den Lernenden andererseits gestalten, umso mehr Zeit und Kreativität ist für das didaktische Design wie auch für die Durchführung zu veranschlagen. Und siehe da: Viele originelle Ideen, die man anlässlich des e-Learning im Idealfall produziert, lassen sich sehr wohl auch in der Präsenzlehre nutzen: e-Learning kann so auch die Vermittlungs- und Medienkompetenz des Lehrenden und damit die Qualität der Präsenzlehre erhöhen.</p>
<p>
                            <strong>Qualitätssteigerung am Beispiel Interaktivität.</strong><br />
                            <br />Lassen Sie mich das an einem Beispiel erläutern: Gruppenarbeit in der traditionellen Hochschullehre ist in manchen Fächern eine lang bewährte Methode, in anderen Fächern avanciert sie erst allmählich zu einer wichtigen methodischen Variante. Allerdings sind Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung von Gruppenarbeitsphasen nur in seltenen Fällen professionell gestaltet; wichtige Detailaspekte der kooperativen Aufgabenbearbeitung überlässt man schon mal dem Zufall oder dem Improvisationstalent der Studierenden.In der Face-to-Face-Lehre lassen sich solche Mängel weitgehend kompensieren &#8211; nachlässige Konzeptionen fallen in der Regel nicht weiter auf. Im virtuellen Raum aber ist das anders: Unklare Instruktionen haben eine Flut empörter e-Mails zur Folge; defizitäre Anleitung zur Zusammenarbeit verführt die einen zum Trittbrettfahren und resultiert bei anderen in Frustration durch Überlastung; unüberlegte Kombinationen von Aufgaben und Inhalten werden nicht nur bemerkt, sondern auch moniert &#8211; zu Recht.<br />
                            <br />Fazit: Virtuelle Seminare mit Gruppenarbeit und entsprechend hoher Interaktivität zwingen zur Disziplin auf der Lehrerseite &#8211; und gleichzeitig auch auf der Lernerseite: Online-Foren für kooperative Aufgabenbearbeitungen machen Aktivitäten der Studierenden transparent, Faulenzer können sich nicht verstecken, gute Leistungen sind für alle sichtbar, kooperatives Verhalten und Teamgeist werden beobachtbar und kommentierbar. Lernerfolge (oder deren Ausbleiben) kann der Lehrende kontinuierlich und nicht erst in der Abschlussklausur oder Hausarbeit erkennen.</p>
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                            <strong>Der gläserne Student?</strong><br />
                            <br />Nun kann es sein, dass Sie die letzten Aussagen eher negativ bewerten und sich besorgt fragen: Gipfelt das e-Learning im gläsernen Studenten &#8211; allseits überwach- und kritisierbar? Man sollte meinen, dass diese Angst auch unter Studierenden grassiert &#8211; aber dem ist offenbar nicht so, jedenfalls nicht bei denjenigen, die virtuelle Seminare besuchen. Meiner Erfahrung nach schätzen es die Seminarteilnehmer/innen, wenn der Lehrende ihren Lernprozess in dieser Form begleitet: In Evaluationsstudien sprechen Studierende nach dem Seminar von &#8220;sanfter Kontrolle&#8221; und &#8220;heilsamem Druck zur Kontinuität beim Lernen&#8221;, sie loben die Notwendigkeit der kooperativen Zusammenarbeit und die aktive Erarbeitung neuer Inhalte; und sie äußern sich vor allem über eines positiv: Über das Gefühl, dass jemand &#8220;da&#8221; ist, dass sich jemand für Ihre Antworten interessiert und diese sogar regelmäßig in ausführlichen Feedbacks kommentiert. Womit wir den Kreis geschlossen haben: Es ist die personale Betreuung, das Interesse an ihrer Person und ihren Lernprozessen, die Hilfe beim Selbst- und Weltverstehen, was Studierende brauchen und wollen &#8211; ein zutiefst menschliches Bedürfnis nach Bildung, das man auch in virtuellen Seminaren erfüllen kann, vorausgesetzt man nimmt sich die Zeit und Ressourcen dazu. Womit wir auch hier wieder beim Anfang und der weit verbreiteten frohen, aber falschen Botschaft wären, e-Learning mache die Lehre generell billiger und effizienter im Sinne eines besseren Kosten-Nutzen-Verhältnisses.</p>
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<td valign="center" width="221">
<table cellspacing="0" cellpadding="10" width="200" align="right" border="1">
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                                    <br />
                                    <strong>Beispiel Virtuelles Seminar:</strong><br />
                                    <br />
                                    <a href="http://wissman.emp.paed.uni-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://wissman.emp.paed.uni-muenchen.de/</a></p>
<p>Nachdem sich die vier-köpfige Gruppe auf einen Gruppennamen geeinigt hat, geht es an die erste Aufgabe: Es gilt einen Fall zu bearbeiten &#8211; eine kurze Geschichte, die die Bedeutung der Wissenstransparenz im Unternehmen veranschaulicht.</p>
<p>Erste Unruhe in der Gruppe macht sich bemerkbar: Was genau ist eigentlich verlangt? Jeder sieht in der Aufgabeninstruktion andere Nuancen! Wer macht was bis wann? Jeder hat andere Ausreden, warum er nicht sofort etwas ausarbeiten kann!</p>
<p>Nur gut, dass es in der Lernumgebung Tipps zur Aufgabenbearbeitung gibt. In der Instruktion erfährt man, dass die Gruppe bei jedem Fall einen Moderator bestimmen soll, der für die Koordination zuständig ist.</p>
<p>Lessons learned für die Gruppe nach den ersten zwei Wochen: Vieles ist viel umständlicher in einem virtuellen Forum als im realen Seminarraum &#8211; vor allem, wenn die Gruppe heterogen ist und Studierende unterschiedlicher Fächer umfasst: Da treffen mitunter Welten aufeinander, stellen die Teilnehmer fest.</p>
<p>Die Zeit naht für die Abgabe der ersten Fall- und Aufgabenbearbeitung. Die Seminarleiterin macht bereits dezente Andeutungen in Richtung ineffiziente Zusammenarbeit. Einige Teilnehmer bekommen schon ein komisches Gefühl, weil ihnen da jemand ständig auf die Finger schaut; andererseits: Es kümmert sich wenigstens jemand darum, dass es voran geht!</p>
<p>Das Feedback, das die Gruppe dann auf ihre Falllösung bekommt, ist informativ und kritisch, und insgesamt positiv formuliert. Jeder kann auch die Rückmeldungen an die anderen Gruppen lesen &#8211; Verstecken gibt es nicht. Auch Zeit zum Ausruhen gibt es kaum; schon naht die nächste Herausforderung: Die virtuelle Lernumgebung ist für die zweite Aufgabe gut bestückt mit kommentierter Literatur und zahlreichen Links&#8230; eine Fülle von Information und das auch noch bei eher offenen Aufgaben und im virtuellen Austausch&#8230; Manche Gruppenmitglieder beginnen zu stöhnen, fast alle aber halten durch. Allmählich dämmert es den Teilnehmern, dass sie hier ein Übungsfeld für das haben, was sie auch lernen wollen: Nämlich wie man eigenes Wissen, das Wissen anderer und verfügbare Informationen auswählen und darstellen kann, wie man Wissen an andere weitergeben und teilen kann, wie man daraus neues Wissen generieren und für realitätsnahe Aufgaben anwenden kann.</p>
<p>
                                      <strong>Das Seminar macht mit Hilfe seiner Virtualität den Inhalt zur Methode und umgekehrt.</strong>
                                    </p>
<p>Fragen, das merken die Teilnehmer schon bald, sind im virtuellen Seminar erwünscht und werden auch beantwortet &#8211; nämlich in der Fragenbörse. Am Ende des Seminars ist fast jeder zufrieden: Der Aufwand war groß und verglichen mit manchem &#8220;Paukseminar&#8221; ist der erworbene Inhalt nicht gigantisch &#8211; aber man hat das Seminarthema verstanden, man hat mit dem Thema gearbeitet, die eigene Gruppe wurde kontinuierlich bewertet und: Man fühlt sich gerüstet für die erste virtuelle Teamarbeit an seinem künftigen Arbeitsplatz &#8211; und die kommt ganz gewiss.</p>
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</tr>
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                    <strong>Nachhaltigkeit versus kurzfristige Einsparung.</strong><br />
                    <br />Aber sind nicht auch eine größere Nachhaltigkeit des Lernens, mehr Zufriedenheit und Motivation bei den Studierenden sowie positive Effekte auf die Qualität der Präsenzlehre Gründe genug, die für das e-Learning und reale (nicht nur beschworene) Investitionen in dessen Förderung sprechen? Können und dürfen kurzfristige Einsparungen in einer Zeit als alleiniges Argument gelten, in der angesichts demografischer und technologischer Entwicklungen eine neue Form der &#8220;Bildungskatastrophe&#8221; absehbar ist? Eine intelligente Kombination von virtuellen Lehr-Lerneinheiten mit Präsenzveranstaltungen lassen aus meiner Sicht Synergiepotentiale erwarten, die neue Erkenntnisse aus der Lehr-Lernforschung umsetzbar machen: Nachhaltiges Lernen durch Problem- und Fallorientierung, durch Eigenverantwortung und Kooperation verknüpft mit adaptiver Anleitung und intensiver Betreuung und echtem Interesse am Lernenden und seinen Erfolgen. Vor allem Letzteres dürfte das Zünglein an der Waage sein, wenn es darum geht, neben notwendigem Fachwissen auch fachübergreifende Kompetenzen im Umgang mit Wissen, Medien und anderen Menschen zu entwickeln &#8211; also genau das, was Politiker und Wirtschaftsvertreter aller Orten fordern.<br />
                    </p>
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