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	<title>Facebook &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Wie sehr beeinflussen Algorithmen unsere politischen Einstellungen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Wegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Aug 2023 09:23:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themenseite]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Was sind eigentlich Algorithmen? Ein Algorithmus kann als eine Art Rezept betrachtet werden, das beschreibt, wie eine bestimmte Eingabesequenz (z.B. eine Suchanfrage) in eine Ausgabesequenz (Antwort) umgewandelt werden kann. Dazu brauchen Algorithmen klar definierte Regeln, um ein „Problem“ zu lösen. Das Problem dabei ist: Wer definiert diese Regeln? Sind diese Regeln vielleicht diskriminierend, intransparent, ethisch bedenklich oder manipulierend? </span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif; color: #d13438;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Oft werden deswegen die Algorithmen von sozialen Medien wie Facebook und Instagram kritisiert, weil sie zumindest intransparent sind und vermutet wird, dass sie für eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft mitverantwortlich sind. So wird die Entstehung von sogenannten Filterblasen in sozialen Netzwerken als potenzielle Bedrohung für die Demokratie betrachtet, da Algorithmen dort populistische und ideologisierte Meinungen verstärken können. Nun deuten aktuelle Studien darauf hin, dass die Auswirkungen von Algorithmen möglicherweise weniger gravierend sind, als sie in den vergangenen Jahren dargestellt wurden. Wie valide sind diese Erkenntnisse? In welchem Maße beeinflussen uns Algorithmen tatsächlich?</span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="text-align: left;">In insgesamt 16 Studien wurde untersucht, welchen Einfluss Facebook und Instagram auf die Verbreitung von Falschinformationen, politische Beteiligung und Polarisierung haben. Die ersten Studien wurden jetzt in den wissenschaftlichen Zeitschriften „Science“ und „Nature“ veröffentlicht. Die Forschungsarbeit ist eine Kooperation zwischen externen Wissenschaftler*innen und Wissenschaftler*innen vom Konzern Meta, dem Mutterkonzern von Facebook und Instagram, der auch die Studien finanzierte. Es ist das erste Mal, dass das Unternehmen mit externen Forscher*innen kooperiert und ihnen Zugang zu Daten von ihren sozialen Plattformen zur Verfügung stellt.</p>
<p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Ergebnisse der Studien</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">An drei der Studien beteiligten sich freiwillig mehrere zehntausend US-amerikanische Facebook- und Instagram- Nutzer*innen. In Umfragen wurden die Studienteilnehmer*innen vor, während und nach den Studien zu ihren politischen Einstellungen befragt. Darüber hinaus wurde das Wissen über politische Standpunkte der Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Joe Biden abgefragt.</span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Die </span></span><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.abp9364" target="_blank" rel="noopener"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif; color: #0563c1;">erste Studie</span></span></a><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> untersuchte das Verhalten von knapp 23.400 Facebook Nutzer*innen und knapp 21.380 Instagram Nutzer*innen über einen Zeitraum von drei Monaten. Die Teilnehmer*innen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Hälfte sah die Beiträge auf ihren Startseiten in chronologischer Reihenfolge, während die andere Hälfte Beiträge erhielt, die vom bestehenden Algorithmus der Plattform ausgewählt wurden. </span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Die Hypothese war, dass eine Abkehr vom typischen Algorithmus der Plattformen zu einer Abschwächung der Polarisierung führen würde. Diese wurde anhand des Grades der Unterstützung für die Partei, mit der die Teilnehmer*innen sympathisierten, ermittelt. Jedoch konnte diese Hypothese nicht bestätigt werden.</span></span></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Bei der chronologischen Anzeige des Feeds wurden den Nutzer*innen mehr politische Inhalte angezeigt. Auch der Anteil von politischen Inhalten aus nicht vertrauenswürdigen Quellen stieg im Vergleich zum algorithmischen Feed um mehr als zwei Drittel an. Obwohl das Verhalten der Nutzer*innen durch die chronologische Sortierung beeinflusst wurde – sie interagierten weniger mit den Beiträgen und verbrachten insgesamt weniger Zeit auf den Social-Media-Plattformen – konnte keine Reduzierung der Polarisierung oder ein Einfluss auf politisches Wissen und Überzeugungen festgestellt werden. Die erhebliche Bedeutung des Algorithmus für Meta aus ökonomischer Sicht wird aber deutlich, da dieser dazu beiträgt, Nutzer*innen länger auf der Plattform zu halten.</span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="text-align: left;">Bei einer <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-023-06297-w">zweiten Studie</a> wurde die Auswirkung von den sogenannten Filterblasen (oder auch Echokammern genannt) untersucht. Dafür wurde der Algorithmus für eine Gruppe der Teilnehmer*innen so angepasst, dass Inhalte aus gleichgesinnten Quellen im Feed nicht mehr priorisiert worden sind.  Inhalte, die der Meinung des Nutzers/ der Nutzerin entsprechen, wurden damit um rund ein Drittel reduziert. Infolgedessen wurden vermehrt Inhalte aus Quellen außerhalb der politischen Einstellung angezeigt. Auch hier konnte nicht festgestellt werden, dass die Änderung des Algorithmus Auswirkungen auf die politische Extremität, die Polarisierung und die Meinung zu den Präsidentschaftskandidaten hatte. Die Studienteilnehmer*innen interagierten weniger mit den Inhalten, die nicht ihren politischen Überzeugungen entsprachen, einen Einfluss auf ihre politischen Meinungen hatten diese aber nicht.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">In einer </span></span><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.add8424" target="_blank" rel="noopener"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif; color: #0563c1;">dritten Studie</span></span></a><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> wurden bei einer Gruppe von Teilnehmer*innen alle Reshares (Beiträge, die im Feed auftauchen, weil sie von anderen Seiten geteilt wurden) aus dem Feed entfernt. Die Entfernung von Reshares führte zu einer Verringerung der Anzahl von Medienbeiträgen zu politischen Themen. Auch der Anteil an Posts aus nicht vertrauenswürdigen Quellen verringerte sich. Mit dem veränderten Algorithmus hatte sich das Nachrichtenwissen der Teilnehmer*innen verschlechtert und sie interagierten weniger mit den angezeigten Beiträgen. Auch in diesem Fall konnte aber kein Einfluss auf die Polarisierung oder politische Einstellungen der Proband*innen festgestellt werden. </span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Kritik</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Alle Studien bestätigen, dass die Algorithmen der Plattformen von Meta die Inhalte beeinflussen, die von Nutzer*innen gesehen werden. Sie beeinflussen auch das Verhalten auf den Plattformen, zum Beispiel die Nutzungszeit oder die Interaktion mit Beiträgen. Es gibt aber wenig Beweise dafür, dass Algorithmen die Nutzer*innen auch außerhalb der Plattform beeinflussen. Denn es konnte nicht nachgewiesen werden, dass die Algorithmen von Meta einen Einfluss auf politische Überzeugung der Nutzer*innen haben oder zur Polarisierung beitragen. Die bisherigen Forschungsergebnisse werfen also ein positives Licht auf Meta.</span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Kritiker*innen betonen, dass Meta trotz der Ergebnisse nicht aus der Verantwortung gezogen werden darf. Die Studienergebnisse würden lediglich zeigen, dass die Problematik der zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung weitaus komplexer ist und nicht durch einfache Änderungen des Algorithmus lösbar. Auch Andreas Jungherr, Politikwissenschaftler an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg zweifelt an der Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf die gesamte Gesellschaft: „Die Ergebnisse der Studien sind nicht über den Einzelfall hinaus verallgemeinerbar. Sicherlich kann man mit den Autorinnen und Autoren sagen, dass auf Basis dieser Befunde keine Polarisierung in der Breite der an der Studie Teilnehmenden festzustellen ist. Darüber hinaus wird es dünn.“</span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Weitere Kritiker*innen heben die Limitationen der Studien hervor: Zum einen sei der <b>Zeitpunkt</b> <b>und die Dauer der Studiendurchführung</b> (3 Monate) nicht optimal gewesen. Die Ergebnisse könnten anderes ausgefallen sein, wenn die Studien nicht während eines polarisierten Wahlkampfes und in dem spezifischen politischen Kontext der Vereinigten Staaten durchgeführt worden wären. Insbesondere im <b>US-amerikanischen Zweiparteiensystem</b> sei es schwierig, die politischen Überzeugungen der Wähler*innen zu verändern.</span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Nach Andreas Jungherr seien die Studienergebnisse lediglich eine <b>Momentaufnahme</b>, da Newsfeed-Algorithmen sich ständig verändern. Auch Whistleblowerin Frances Haugen, die 2021 Tausende von internen Facebook-Dokumenten an die Börsenaufsichtsbehörde weitergab, betont, dass Meta bereits in den Monaten vor der US-Präsidentschaftswahl den Algorithmus der Plattformen verändert habe, um gegen extreme Beiträge vorzugehen. Eine generelle Aussage über den Einfluss von Instagram und Facebook in Wahlkämpfen könne also nicht getroffen werden.</span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Zum anderen wird kritisiert, dass die Teilnahme an den ersten drei Studien auf <b>Freiwilligkeit </b>basierte. So sind die Studienteilnehmer*innen wahrscheinlich überdurchschnittlich aktive Nutzer*innen mit überdurchschnittlichem politischem Interesse. Daher können die Ergebnisse nicht unmittelbar auf die Gesamtbevölkerung übertragen werden. Frühere Studien zeigen bereits, dass bestimmte Gruppen (zum Beispiel ältere, eher rechte Männer) eher polarisierende Nachrichten in sozialen Medien konsumieren als andere. Eine Untersuchung der Auswirkung des Algorithmus auf solche spezifischen Gruppen könnte also lohnenswert sein. </span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="text-align: left;">Die Leiter*innen der externen Forscher*innen der Studien Talia Jomini Stroud und Joshua A. Tucker kommentieren die Ergebnisse wie folgt: „Wir wissen jetzt, wie einflussreich der Algorithmus ist, aber wir wissen auch, dass eine Änderung des Algorithmus, und sei es auch nur für ein paar Monate, die politischen Einstellungen der Menschen wahrscheinlich nicht verändern wird. Was wir nicht wissen, ist, warum. Es könnte daran liegen, dass der Zeitraum, in dem die Algorithmen geändert wurden, nicht lang genug war, oder dass es diese Plattformen schon seit Jahrzehnten gibt, oder dass Facebook und Instagram zwar einflussreiche Informationsquellen sind, aber nicht die einzigen Quellen, die Menschen verwenden.&#8221;</p>
<p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span>Wie unabhängig sind die Ergebnisse?</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="text-align: left;">Die Forschung zu den Auswirkungen von digitalen Plattformen ist schwierig, da der Zugang zu Daten von Social-Media-Plattformen begrenzt ist. Die Zusammenarbeit zwischen Meta und externen Wissenschaftler*innen verspricht erste Einblicke auf den Einfluss von Algorithmen. Wie bei jeder Industrie-Wissenschaftskooperation muss aber die Unabhängigkeit der Ergebnisse kritisch hinterfragt werden. Die Studien sind von Meta finanziert worden und der Konzern habe Einfluss auf das Forschungsteam und die Forschungsfragen gehabt.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Die Ergebnisse der Studien stellen Meta positiv dar. Zudem haben die Studien nach Jungherr eine „große rhetorische Kraft“, durch ihren renommierten Publikationsort, die große Menge an Daten und die Beteiligung von renommierten Wissenschaftler*innen. Das sei besonders bedenklich, da die Studienergebnisse jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik benutzt werden, um Facebook und Instagram als ungefährlich darzustellen. Es sei zu erwarten, dass „die Grenzen der Generalisierbarkeit der Arbeiten dabei keine allzu große Beachtung finden“.</span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="paragraph" style="margin: 0cm; vertical-align: baseline; text-align: left;"><span class="normaltextrun"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;">Er betont die Notwendigkeit zur Entwicklung von Leitlinien für die Zusammenarbeit mit der Tech-Industrie. Nur so können Potenziale genutzt werden, aber gleichzeitig sichergestellt werden, dass Unternehmen keine Forschungsagenda prägen und Forschungsergebnisse nicht für PR-Zwecke manipuliert werden können.</span></span><span class="eop"><span style="font-family: 'Calibri',sans-serif;"> </span></span></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@wflwong?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Warren</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/4l-e7U6c5ek?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-3"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div>
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			</item>
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		<title>The Cleaners (2018)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/rezension-the-cleaners-2018-154589/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Hellmys]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2018 10:52:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Content-Moderation]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn niemand etwas sieht, was tatsächlich allgegenwertig ist, dann ist das das Werk der Content-Moderatoren. Die Dokumentation THE CLEANERS geht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/The-Cleaners.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154590" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/The-Cleaners.jpg" alt="The Cleaners" width="640" height="280" /></a>Wenn niemand etwas sieht, was tatsächlich allgegenwertig ist, dann ist das das Werk der Content-Moderatoren. Die Dokumentation THE CLEANERS geht gegen das Ignorieren an und schafft dabei vor allem eins: Erschrecken und Desillusion vor einer doppelbödigen Gesellschaft.</p>
<h3>Ich sehe was, was du nicht siehst&#8230;</h3>
<p>Im Jahr 2014 veröffentlichte der Islamische Staat ein Video, in welchem die Enthauptung des US-amerikanischen Journalisten James Wright Foley gezeigt wird. Es handelt sich nicht um das einzige Video, das gezielt der strategischen Zermürbung dient. Es steht aber auch exemplarisch für alle jene Bilder, die den Blick des Voyeurs auf sich ziehen und zugleich der sozialen Selektion unterliegen. Videos der eskalierenden Gewalt, der übermäßigen Sexualisierung, Bilder des Missbrauchs von Kindern oder Erwachsenen sowie der Tierquälerei verbreiten sich jedoch sekündlich viral über alle sozialen Netzwerke. Den Schutz vor solchen Videos bieten sogenannte Content-Moderatoren, deren Alltag in der Filterung sozialer Netzwerke vor derartigen Bildern besteht.</p>
<p>Dieser Alltag der Content-Moderatoren, die Konfrontation mit den abstoßenden Seiten der Gesellschaft, arbeitet der Film THE CLEANERS (2018) auf. Die Dokumentation der Regisseure Hans Block und Moritz Riesewieck widmet sich der Arbeit und bildet dabei fast beiläufig und zugleich zentral die Schrecken der Gesellschaft ab, die sich hinter den sichtbaren Seiten der sozialen Plattformen verbergen.</p>
<h3>Faszination und Schrecken des Bösen: „Es war ein Mädchen, etwa sechs Jahre alt –&#8230;“</h3>
<p>Der Film begleitete fünf Content-Moderatoren in Manila (Philippinen). Es handelt sich um den weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Hier arbeiten die Mitarbeiter zehn Stunden täglich an der Filterung digitaler Inhalte. Der Film bildet deren Alltag ab. Es wird selbst nichts kommentiert, sondern deren Kommentar collagenhaft zusammengestellt. Dabei sind es zwei Seiten, die der Film aufarbeitet: Das Böse, dass seit jeher fasziniert und das sich in jedem Teil des gesellschaftlichen Korpus bewegt. Wie viele freiwillige Zuschauer gab es bei der Hinrichtung Foleys, aus Faszination und Schrecken?<br />
Dem steht jedoch der Einblick in das Leben der Mensch entgegen, die sich diesem Schrecken in ihrer alltäglichen Arbeit aussetzen. Vor diesem Hintergrund verliert das Böse seine Faszination und das, was übrig bleibt, ist die bittere Erkenntnis einer kaputten Gesellschaft. Der persönlichen Überforderung, dem Erschrecken und der Abneigung gegen die Inhalte dieser Bilder steht nur der lapidare Verweis auf den Arbeitsvertrag entgegen. Hierin offenbart sich die Absurdität des sauberen Netzwerkes 2.0.</p>
<h3>Die Digitale Müllabfuhr: Der Alltag der Content-Moderatoren</h3>
<p>Content-Moderatoren werden zum Synonym der digitalen Abfallbehälter, deren tägliche Arbeit in der Beseitigung des sozialen Mülls besteht. Was geschieht jedoch, wenn der Arbeitsalltag sein Ende nimmt? Diejenigen, welche die Gesellschaft von diesem digitalen Abfall befreien, sind ihm selbst schutzlos ausgeliefert. Die langsame Verzweiflung, die sich breit macht, wenn jeder Tag davon erfüllt ist, das zu sehen, was offiziell niemand sehen soll. Das wachsende Misstrauen gegenüber dem Umfeld und das zermürbende Gefühl, dem schutzlos ausgeliefert zu sein. Psychologische Betreuung ist in diesem Umfeld eher die Ausnahme als die Regel.</p>
<p>Auch aus diesem Grund bildet der Film nicht nur deskriptiv den Alltag von Menschen ab, die sich mit jenen dunklen Seiten der Gesellschaft befassen müssen. Es ist vor allem der Schrecken, der sich durch die Doku zieht: THE CLEANERS legt die Seiten der Gesellschaft frei, die aus dem alltäglichen Diskurs ausgeschlossen worden sind. Es handelt sich um die zensierte Wahrheit, oder das, was von ihr übrig bleibt. Unter dem Ausschluss dieser Schattenseiten, kann sich der Einzelne weiterhin der perfekten Illusion des sozialen Netzwerks hingeben. Den Schatten ausblendend, bleibt das Licht der lebendigen Konstruktion einer makellosen Identität der Generation X. Der Film zeigt die bittere Wahrheit, das Internet als Pool derjenigen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen sind. In der Anonymität der globalen Netzwerke leben Wahnsinnige, Gewalttäter, Rassisten und andere Stehengebliebene auf. THE CLEANERS zeigt in verstörender Weise, dass dieses Verschwinden das Resultat der menschlichen Zensur ist.</p>
<p>Der Film lässt den Zuschauer in diese Maschinerie der Zensur eintauchen. Es ist die Faszination des Bösen, die jedoch nur solange besteht, bis die Einsicht folgt, die Realität vor sich zu haben. Es handelt sich um die verborgenen Seiten der Gesellschaft, deren sie sich selbst entledigen will. Es bleibt das bedrückende Bild dieser Gesellschaft zurück, die sich selbst noch nicht verstanden hat. Die Arbeit an dem Symptom lässt die Ursache nicht verschwinden: Kaputt.</p>
<p>Titelbild: © THE CLEANERS, bearbeitet</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>US-Inkubator: Mit Wagniskapital zum Wahlsieg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Erik Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2018 10:59:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie können Wähler mittels Big Data gezielter angesprochen werden? Diese Frage stellt sich nicht erst seit dem Datenskandal um Cambrigde [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Ballot-Box-and-Bullhorn.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154569" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Ballot-Box-and-Bullhorn.png" alt="Ballot Box and Bullhorn" width="640" height="360" /></a>Wie können Wähler mittels Big Data gezielter angesprochen werden? Diese Frage stellt sich nicht erst seit dem Datenskandal um Cambrigde Analytica. Veteranen der Obama-Kampagne möchten diverse Möglichkeiten weiterentwickeln und haben daher in Startups investiert.</p>
<p>Die Diskussion darüber, welche und wieviele Daten die fragwürdige Firma <a href="https://cambridgeanalytica.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cambridge Analytica</a> bei <a href="https://www.facebook.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> abgegriffen hat, hat auch die deutsche Öffentlichkeit für das Thema „politisches Microtargeting“ sensibilisiert. Dabei sind sich ernstzunehmende Experten einigermaßen einig, dass durch die psychografischen Verfahren der Daten-Analytiker kaum die Manipulation eines willfährigen Wahlvolks durch <a href="https://twitter.com/realDonaldTrump" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Donald Trump</a> ins Werk gesetzt wurde. Doch wie Trumps Digitalkampagne vor allem Facebook für seine Zwecke genutzt hat, ermöglichte insbesondere einen <a href="http://www.netzpiloten.de/plattformen-politik-social-media/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">effizienten Einsatz seiner finanziellen Ressourcen</a>.</p>
<p>So gelang es, die seit <a href="https://twitter.com/BarackObama" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obama</a> für den datengestützten Wahlkampf wesentlich besser aufgestellten <a href="http://https://www.democrats.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demokraten</a>, gewissermaßen auf eigenem Terrain zu schlagen. Diese Schmach sitzt bei liberalen US-Techies nun tief und führte bald zur Forderung, die Vorherrschaft auf diesem Gebiet zurückzuerobern. Die <a href="http://https://medium.com/higher-ground-labs/higher-ground-labs-a-way-to-build-tech-that-helps-democrats-win-ab8cf84b8401" target="_blank" rel="noopener noreferrer">selbstkritische Analyse</a> ist dabei wesentlich weitergehender als eine Konzentration auf den Kandidaten Trump nahelegen würde. Dank der Finanzierung durch wohlhabende Sympathisanten ist ein ganzes Netzwerk von Firmen entstanden. Diese können republikanischen Interessenten für alle Aspekte der Kampagnenführung eigene Tools anbieten. Demgegenüber hat die Demokratische Partei sich auf die Präsidentschaftswahlkämpfe fokussiert und dabei die Wahlen sowohl zwischen als auch unterhalb der nationalen Ebene sträflich vernachlässigt.</p>
<h3>Auf höheres Niveau heben</h3>
<p>In diese Lücke wollen Veteranen aus den Obama-Kampagnen und der progressiven politischen Startup-Szene mittels Wagniskapital stoßen. Unter dem Titel “<a href="https://www.highergroundlabs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Higher Ground Labs</a>” investieren sie in einschlägige Startups, betreiben ein betreffendes Akzelerator-Programm und unterstützen Unternehmer-Persönlichkeiten mit Stipendien. Gerade wurde mit 13 Startups eine <a href="https://www.highergroundlabs.com/updates-1/announcing-our-second-cohort" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweite Gruppe annonciert</a>, die nun durch das Wagniskapital eine viermonatige Förderung erhält. Damit könnten die hier vertretenen Anbieter sogar noch für die <a href="https://edition.cnn.com/2018/03/06/politics/midterm-elections-calendar-2018/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Midterm Elections im November 2018</a> relevant werden. Bei denen wird ein Drittel der Senatoren und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt.</p>
<p>Vieles von dem, was in der aktuellen Auswahl präsent ist, hört sich noch nach Zukunftsmusik an. Es wirkt gerade aus der Perspektive der deutschen Parteiendemokratie befremdlich. Einerseits geht es dabei um Werkzeuge für die Ansprache von Wählern durch freiwillige Helfer auf diversen Kanälen. Andererseits aber auch um die Nutzung Künstlicher Intelligenz für die Identifizierung affiner Zielgruppen. Der Datafizierung des politischen Wettbewerbs scheinen dabei keine Grenzen gesetzt zu sein.</p>
<p>Dies hört sich am Beispiel einer Datenbank-Anwendung zur Gegnerbeobachtung dann doch nach dem Kauderwelsch an, mit dem auch Cambridge Analytica seine Kunden ködert: “Factba.se lets you own your opposition and live inside their decision curve. It is a transparency engine, allowing any PAC, campaign, organization, or company efficiently track and search every word a person has ever said, publicly or online, in real time. This lets you immediately identify discrepancies, changes in position, tonal shifts and areas of weakness. Every word spoken by your opponent makes your campaign stronger and the opponent weaker.”</p>
<h3>In den Schutz der Stimmabgabe investieren</h3>
<p>Interessant ist schließlich, dass nicht nur Prozesse von denen Kampagnen direkt profitieren kommerziell professionalisiert werden. Auch andere Aspekte der Wahl, die eigentlich von staatlichen Stellen gewährleistet werden sollten werden professionalisiert. Wähler konkurrierender Kandidaten von der Wahrnehmung des Wahlrechts anzuhalten gehört zum politischen Geschäft. In diesem Umfeld ist aber auch der Schutz der Stimmenabgabe eine Dienstleistung, die für Kampagnen so relevant sein kann, dass eine Aufforderung plausibel erscheint, wie sie die “<a href="https://voterprotection.partners/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Voter Protection Partners</a>” formulieren: “<a href="https://medium.com/@voterprotection/investing-in-voters-last-mile-81ee1034ddc2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Investing in Voters’ Last Mile</a>”.</p>
<p><em>Dies ist ein Crosspost von Netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a href="http://www.netzpiloten.de/wahlen-datenschutz-wagniskapital-waehlerstimmen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</em></p>
<p>Titelbild &#8220;Ballot Box and Bullhorn&#8221; von <a href="https://www.flickr.com/photos/stevecooperorg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steve and Clare</a> via <a href="https://www.flickr.com/photos/stevecooperorg/4610827461/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC by-nc 2.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Internetguide für Eltern: Auch Eltern müssen begleitet werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadine Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Feb 2018 15:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Eltern haben durch ihre Erziehung einen maßgeblichen Anteil an der Gestaltung unserer Gesellschaft. Banale Erkenntnis, aber für die Medienbildung entscheidend“, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Internetguide3.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154140" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Internetguide3.jpeg" alt="Internetguide3" width="619" height="280" /></a>„Eltern haben durch ihre Erziehung einen maßgeblichen Anteil an der Gestaltung unserer Gesellschaft. Banale Erkenntnis, aber für die Medienbildung entscheidend“, so stellte Martin Drechsler, Geschäftsführer des Verbandes Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter e.V (FSM), am Dienstag das frisch gelaunchte Webangebot „elternguide.online“ vor.</p>
<p>Das neue medienpädagogische Angebot „Internetguide für Eltern“ wurde im Rahmen des <a href="http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Safer Internet Day 2018</a>  im Digitalen Lernzentrum von Facebook in Berlin präsentiert. Der Guide soll Eltern Tipps und Hilfestellung in der Medienbildung geben und dadurch ein hilfreicher Begleiter für Eltern in der (Medien-)Erziehung sein. Entstanden ist er in einem Kooperationsprojekt von dem Verein <em>Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V. (FSM)</em>, der EU-Initiative <em>klicksafe</em>, dem<em> Deutschen Kinderhilfswerk e.V</em>, der Kindersuchmaschine <em>fragFINN.de</em> und dem <em>Institut Jugend Film Fernsehen Berlin-Brandenburg (JFF)</em>. Unterstützt wird das Projekt vom Sozialen Netzwerk <em>Facebook</em>.</p>
<h3>Der Internetguide mit Tipps zur Medienerziehung in der Familie</h3>
<p>Zunächst zum Guide: Auf der Website <a href="http://elternguide.online" target="_blank" rel="noopener noreferrer">elternguide.online</a> sind die Informationen zur Medienerziehung für Eltern aufbereitet und frei zugänglich. Mit Hilfe des Guides sollen Eltern ihre Kinder bei der Nutzung von Apps, Spielen, Websites und Sozialen Netzwerken unterstützen und bestmöglich begleiten können. Unterteilt ist der Guide in fünf Lebensphasen: Frühste Kindheit (0-2 Jahre), Kleinkinder (3-5 Jahre), Grundschulalter (6-10 Jahre), Übergangsphase (11-13 Jahre) und Jugendalter (14-17 Jahre). Die verschiedene Lebensphasen bedeuten unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen und diese sind auch in der Medienerziehung und im Umgang mit Medien entscheidend. In der Rubrik <a href="http://elternguide.online/medienwelten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienwelten</a> werden die unterschiedlichen Medienarten von Apps über Videos bis hin zu sozialen Medien vorgestellt. Eltern können sich hier über die Chancen und Risiken der Medien informieren. Auch über die Rolle von <a href="http://elternguide.online/medien-in-der-familie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medien in der Familie</a> stehen Tipps zur Verfügung. Fragen von Eltern werden in der Rubrik <a href="http://elternguide.online/sie-fragen-wir-antworten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sie fragen &#8211; Wir antworten</a> durch Expertinnen und Experten in kurzen Video-Clips beantwortet.</p>
<h3>Ziel des Guides: Zielgruppenspezifisches Angebot</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot-elternguide.jpg"><img decoding="async" class="  wp-image-154137 alignright" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/screenshot-elternguide.jpg" alt="Screenshot elternguide.online" width="331" height="311" /></a></p>
<p>„Ziel war es einen Guide zu entwickeln, der eher weniger gut informierte Eltern anspricht und ihnen Unterstützung bietet“, erklärte <a href="https://www.facebook.com/1martindrechsler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Drechsler</a>, Geschäftsführer des Verbands FSM bei der Auftaktveranstaltung im Digitalen Lernzentrum Berlin. Bei der Entwicklung stand die Idee ein zielgruppenspezifisches Angebot zu entwickeln im Vordergrund. Angebote für Eltern zur digitalen bzw. zeitgemäßen Bildung und Medienpädagogik gebe es schon viele. Doch gerade Eltern, die beispielsweise weniger auf Elternabenden an Schulen oder medienpädagogischen Diskussionsrunden teilnehmen, sei es schwer anzusprechen, argumentiert Drechsler. &#8220;Entscheidend ist es hier Eltern auf vielfältigen und unterschiedlichen Wegen und Formen anzusprechen&#8221;, plädierte Björn Schreiber, Referent für Medienbildung des FSM, in der Diskussionsrunde. Durch kurze Video-Clips von Expertinnen und Experten sollen z.B. weniger gut informierte Eltern schneller angesprochen werden. Ein weiteres Problem abseits der inhaltlichen Ansprache ist: Wie werden Eltern auf diese Angebote aufmerksam? „Selbst alle vermeintlich etablierten Medienpädagogische Projekte sind immer noch nicht unter den Eltern bekannt“, bekräftigt Birgit Kimmel, pädagogische Leitung von klicksafe. Die Möglichkeiten und das große Angebot an Medienerziehungsratgebern sei noch nicht in der breiten Masse der Eltern angekommen und von dieser wahrgenommen. Die Herausforderung wird es jetzt sein, dass richtige und insbesondere zielgruppenspezifische Marketing für die entsprechende Zielgruppe des Internetguides zu finden. Laut Kimmel gebe es hier auch schon erste Ideen: Mehr Netzwerkarbeiten und Zusammenschlüsse mit anderen Institutionen oder auch mehr regelmäßige Formate, die immer wieder an Eltern herangetragen werden.</p>
<h3>Und entspricht der Guide den Anforderungen und Erwartungen?</h3>
<p>Ziel war es einen Internetratgeber für Eltern zu entwickeln, der sich von den herkömmlichen textlastigen (Print-)Ratgebern unterscheidet. Auf den ersten Blick ist der Guide jedoch ein interaktiver Printratgeber mit vielen Textbausteinen im Netz, der sich allerdings noch im Aufbau befindet. Entscheidend ist, wie er sich jetzt weiterentwickelt. Um die Idee, weniger gut informierte Eltern anzusprechen, in Zukunft weiter voranzutreiben, sollte die immer noch sehr textlastige Seite auf jeden Fall durch Videos, Grafiken, Icons und kleine Podcasts ergänzt werden. Hier ist noch viel &#8220;<a href="https://dictionary.cambridge.org/de/worterbuch/englisch/trial-and-error" target="_blank" rel="noopener noreferrer">trial and error</a>&#8221; angesagt. Insbesondere das Feedback der ersten Nutzerinnen und Nutzer kann jetzt Goldwert sein. Die Zusammenarbeit aus unterschiedlichen medienpädagogischen Institutionen mit ihren jeweiligen Erfahrungen ist schonmal gut. Allerdings sollte so ein Projekt auch von staatlicher Seite gefördert werden und nicht ausschließlich von einem privaten Konzern wie Facebook. Die Kooperation mit allen Akteuren – gemeinnützige, wirtschaftliche und staatliche – könnte bei so einem Projekt von Vorteil sein! Mit einer potentiellen neuen Regierung eröffnen sich vielleicht neue Möglichkeiten zur gemeinsamen Zusammenarbeit an solchen Projekten.</p>
<p>Titelbild via <a href="https://pixabay.com/de/karte-erkunden-abenteuer-846083/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, Free-Photos, bearbeitet, <a href="https://pixabay.com/de/service/terms/#usage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>.</p>
<p>Screenshot: <a href="http://elternguide.online" target="_blank" rel="noopener noreferrer">elternguide.online</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Bundeskartellamt gegen Facebook: Der Ring ist eröffnet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2018 08:56:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskartellamt]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Monopolisten]]></category>
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					<description><![CDATA[Facebook sammelt Daten über seine Nutzer, dass dürfte mittlerweile allen bekannt sein. Im Dezember hat das Bundeskartellamt die Praxis des [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/boxing.png"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/boxing.png" alt="boxen-kämpfer-seile-hände by  IgorSuassuna via pixabay (CC0)" width="640" height="280" class="alignleft size-full wp-image-153897" /></a>Facebook sammelt Daten über seine Nutzer, dass dürfte mittlerweile allen bekannt sein. Im Dezember hat das Bundeskartellamt die Praxis des US-Unternehmens in Deutschland unter die Lupe genommen. Der Grund dafür: Facebook nutzt seine Marktstellung aus, um auch Daten ohne Zustimmung der Nutzer von Drittseiten zu sammeln.</p>
<h3>Sammeltrieb</h3>
<p>Dass alle Seiten, auf denen sich ein Facebook-Like-Zeichen befindet, Daten über den Nutzer an Facebook leiten, ist im Grunde genommen nur eine konsequente Fortsetzung der Unternehmensphilosophie des US-Konzerns. Das Kerngeschäft von Facebook ist das Sammeln von Daten über seine Nutzer. Durch die Informationen können Werbekunden zielgerichtete Werbung schalten und ihre Reichweite so frei skalieren. Soweit, so bekannt, doch die Praktiken des Datensammelns von Drittseiten hat das <a href="http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2017/19_12_2017_Facebook.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundeskartellamt jetzt scharf angegriffen</a>. Facebook hat in Deutschland praktisch keine Konkurrenz und nutzt dieses Monopol auch aus.</p>
<h3>Alternativen</h3>
<p>Jeder hat grundsätzlich natürlich die freie Wahl Facebook zu benutzen oder nicht. Aber das gilt nur im Grundsätzlichen. Schon für viele Privatpersonen ist es schwierig, ein anderes soziales Netzwerk zu nutzen. Kein Wunder, in manchen Bevölkerungsgruppen ist auf den anderen sozialen Netzwerken fast niemand anzutreffen. Wesentlich schwieriger wird es aber für die Kunden von Facebook. Für Anzeigekunden ist es wenig effektiv Werbung in Netzwerken zu schalten, wenn dort viel weniger Menschen erreicht werden und die Zielgerichtetheit viel geringer ist. Natürlich haben auch Unternehmen die freie Wahl, die Wahl auf das „soziale Netzwerken“ zu verzichten, oder mitzumachen. Wer sich für das Netzwerken entscheidet, kommt an Facebook nicht vorbei, auch in Deutschland gibt es kaum Alternativen zum Marktführer.</p>
<h3>Wenn die Stellung zum Problem wird</h3>
<p>Die marktbeherrschende Stellung von Facebook wird mit der Einleitung des Verwaltungsaktes durch das Bundeskartellamt offiziell zum Problem. Facebook erhält über die Serveranfragen von Drittseiten Daten, bei denen keine Zustimmung zur Speicherung durch den Nutzer erfolgte. So können auch Daten über Nutzer gespeichert werden, die nicht bei Facebook registriert sind. Facebook nutzt somit seine Marktstellung in Deutschland als meistgenutztes soziales Netzwerk aus, um über jeden Nutzer des Internet Daten zu sammeln und zu speichern. Diese Praxis zeigt, dass der US-Konzern alle Mittel, die zur Verfügung stehen nutzt, um an mehr Daten zu gelangen. Dass der deutsche Staat an dieser Stelle regulierend einzugreifen versucht, ist erst einmal eine gute Nachricht.</p>
<h3>Was folgt daraus</h3>
<p>Das Bundeskartellamt hat die rechtliche Einschätzung zum Ausnutzen der marktbeherrschenden Stellung an Facebook übersandt. Der US-Konzern kann nun erst einmal Stellung zu den Vorwürfen des Kartellamtes beziehen. Am Ende könnte Facebook in Deutschland aber sogar das Speichern der Daten von Drittseiten komplett untersagt werden. Wie weit das Kartellamt an dieser Stelle geht und inwiefern Facebook sich auf Kompromisse einlässt, wird sich im Verlauf des Jahres 2018 zeigen. Im Frühsommer wird in der Sache des Verwaltungsverfahren eine Entscheidung ergehen müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: boxing by <a href="https://pixabay.com/de/users/IgorSuassuna-350901/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">IgorSuassuna</a> via <a href="https://pixabay.com/de/boxen-k%C3%A4mpfer-seile-h%C3%A4nde-412001/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">CC0 Creative Commons</a>.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Wie Plattformen Politik machen: USA und Deutschland im Vergleich</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wie-plattformen-politik-machen-usa-und-deutschland-im-vergleich-153617/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2017 11:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Silicon Valley]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor allem Facebook, aber auch Google und Twitter stehen unter dem Druck der Politik: Welche Rolle haben ihre Dienste bei [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="document-page">
<div class="text-wrapper user-select-text">
<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-153836" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Angela_Merkel_and_Donald_Trump_in_the_Oval_Office_March_2017_2_640x303-630x298.jpg" alt="Merkel visiting Trump, by White House, Public Domain Mark." width="630" height="298" />Vor allem Facebook, aber auch Google und Twitter stehen unter dem Druck der Politik: Welche Rolle haben ihre Dienste bei der Wahl von Donald Trump gespielt? Der US-Kongress untersucht derzeit die Rolle, die die Gatekeeper der Online-Öffentlichkeit im Präsidentschaftswahlkampf gespielt haben. Auch Protagonisten russischer Provenienz haben die Plattformen dazu genutzt, um durch Falschmeldungen die öffentliche Meinung zu manipulieren. Im Fokus steht dabei die direkte Adressierung von Nutzern durch Anzeigen mit politisch relevanten Inhalten. Wie und in welchem Umfang die Unternehmen diese Einflussnahme ermöglicht haben, dazu mussten Vertreter der Firmen bei parlamentarischen Anhörungen aussagen.</p>
<h3>Citizen Zuckerberg</h3>
<p>Facebook hatte schon vor den Hearings bestätigt, dass solche Anzeigen platziert wurden und Twitter bereits publik gemacht, dass für die russische Regierung tätige Medien wie <a href="https://www.rt.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Russia Today</a> und <a href="https://sputniknews.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sputnik</a> seit 2011 global Werbung für 1,9 Millionen $ <a href="https://blog.twitter.com/official/en_us/topics/company/2017/Announcement-RT-and-Sputnik-Advertising.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geschaltet haben</a>. Diese Summe will das Unternehmen nun für Forschung über zivilgesellschaftliches Engagement auf der Plattform einerseits und ihre manipulative Nutzung andererseits spenden.</p>
<p>Gründer und Facebook-Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg hat sich hingegen in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet und Schritte angekündigt, &#8220;<a href="https://www.facebook.com/zuck/videos/10104052858820231/)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">um die Integrität des demokratischen Prozesses zu schützen</a>&#8220;. So die Diktion des mächtigen Medienunternehmers, der eine verlegerische Verantwortung für Inhalte doch kategorisch ausschließt. Die New York Times resümiert die Aktivitäten mit Blick auf eigens angeheuerte PR-Berater und ganzseitige Zeitungsanzeigen so: Facebooks Hauptquartier sei seit Monaten im Krisen-Modus, um den Image-Schaden <a href="https://www.nytimes.com/2017/10/29/business/facebook-misinformation-abroad.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einzudämmen</a>.</p>
<p>Freilich geht es dabei nicht nur um das öffentliche Ansehen des Social Network. Vielmehr versuchen die Strategen aus dem Silicon Valley eine weitergehende staatliche Regulierung ihrer Geschäftsmodelle zu verhindern. Denn inzwischen haben drei Senatoren eine Gesetzesinitiative ergriffen und den „<a href="https://assets.documentcloud.org/documents/4113308/Honest-Ads-Act.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Honest Ads Act</a>“ für mehr Transparenz bei der politischen Online-Werbung auf den Weg gebracht: Es soll in Zukunft nachvollziehbar sein, wer inhaltlich und finanziell für die Veröffentlichung einer Polit-Anzeige verantwortlich ist.</p>
<p>Dieser Forderung sind Facebook und Twitter bereits mit Ankündigungen<a href="https://blog.twitter.com/official/en_us/topics/product/2017/New-Transparency-For-Ads-on-Twitter.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> zuvorgekommen.</a> Sie beinhalten die Kennzeichnung und Offenlegung der Anzeigen, die von einem Akteur geschaltet werden. Die betreffenden Inhalte werden dann in einem öffentlich zugänglichen Archiv vorgehalten. Darüber hinaus sollen verausgabte Summen und erreichte Zielgruppen genannt werden. Facebook stellt sogar in Aussicht, diejenigen Inserenten politisch relevanter Inhalte, die sich nicht als solche zu erkennen geben, durch Maßnahmen des maschinellen Lernens automatisch<a href="https://newsroom.fb.com/news/2017/10/update-on-our-advertising-transparency-and-authenticity-efforts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> zu identifizieren</a>.</p>
<h3>Dark Posts und Silicon Valley Embeds</h3>
<p>Damit wird nicht nur auf die aktuelle Diskussion um eine auswärtige Intervention reagiert. Bereits während des US-Wahlkampfs wurde kritisiert, dass insbesondere die Trump-Kampagne bei Facebook unzählige Varianten von Anzeigen für die unterschiedlichsten Zielgruppen lanciert hat. Diese sogenannten „Dark Posts“ sind nicht auf der für alle zugänglichen Präsenz von Donald Trump bei Facebook sichtbar gewesen, sondern wurden nur im News Feed von jeweils für relevant erachteten Nutzersegmenten ausgespielt. Insofern konnten sich Beobachter keinen Überblick über die Gesamtheit der getätigten Aussagen verschaffen, um beispielsweise Inkonsistenzen oder schmutzige Varianten von Wahlwerbung zu entdecken.</p>
<p>Die angekündigten Maßnahmen sind zwar weitgehend, doch sie adressieren nur einen Aspekt der Problematik, die mit der durch die Plattformen konstituierten politischen Öffentlichkeit verbunden ist. Eine aktuelle Studie von <a href="https://twitter.com/kreissdaniel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Daniel Kreiss</a> und <a href="https://twitter.com/shannimcg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shannon McGregor</a> enthüllt nämlich das immense Ausmaß, mit dem “<a href="http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/10584609.2017.1364814" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Technology Firms Shape Political Communication</a>”. Die Kommunikationswissenschaftler zeigen, wie eng Facebook und Twitter, aber auch Google (und Microsoft) mit den Wettbewerbern zusammengearbeitet haben.</p>
<p>Die Technologie-Firmen haben mit eigens dafür abgestelltem Personal den Politikern, die ihre Dienste nutzen wollten, aktiv unter die Arme gegriffen. Sie stellten ihre Instrumente vor und machten Vorschläge zu deren Einsatz. Dies gilt vor allem für die Identifizierung und Adressierung relevanter Zielgruppen durch Anzeigen, von denen die Plattformen am ehesten finanziell profitieren. Insofern wurden nicht nur die Digital-Strategien der kollaborierenden Kandidaten direkt beeinflusst.</p>
<p>Gerade die Kampagne von Donald Trump hat davon profitiert, insofern sie mit minimalem Personaleinsatz operierte. Dieses Defizit gegenüber der personell aufwändig aufgestellten Organisation von Hillary Clinton konnte also durch die Kompetenz aus dem Silicon Valley kompensiert werden.</p>
<h3>Plattformen: Der Blick nach Deutschland?</h3>
<p>In den USA stehen Facebook, Google und Twitter unter politischem Druck, weil sie Anzeigen von Akteuren aus Russland mit manipulativen Inhalten publiziert haben. Der US-Kongress untersucht derzeit die Rolle, die die Gatekeeper der Online-Öffentlichkeit im Präsidentschaftswahlkampf gespielt haben. Gibt es vergleichbare Erkenntnis für die Rolle der Technologie-Firmen beim Bundestagswahlkampf?</p>
<p>„<a href="https://www.fes.de/de/medienpolitik/artikelseite/die-macht-der-informationsintermediaere/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Macht der Informationsintermediäre</a>“ ist zwar auch in der deutschen Debatte ein Thema und ein Forschungsnetzwerk des <a href="https://www.hans-bredow-institut.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hans-Bredow-Instituts</a> widmet sich sogar den <a href="https://aps.hans-bredow-institut.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Algorithmed Public Spheres</a>. Doch die politische Kommunikationsforschung in Deutschland überlässt das Thema eher dem Datenjournalismus oder einer ebenfalls quantifizierenden <a href="http://politicaldatascience.blogspot.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Political Data Science</a>.</p>
<p>Demgegenüber bewegen sich die Autoren der US-Studie über den direkten Einfluss großer Digital-Unternehmen auf die datenbasierte <a href="http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/10584609.2017.1364814" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagnenführung</a> in der Tradition der qualitativen Sozialforschung. Sie haben sich in das Feld begeben, in dem die Kontakte zwischen Technologie-Firmen sowie politischen Kandidaten und Kampagnen in den USA angebahnt werden. Dort präsentieren die Firmen ihre Dienstleistungen und Produkte auf den Parteitagen der Kontrahenten. Mit dem betreffenden Personal wurden dann Interviews geführt, die Ausmaß und Inhalt der Kollaborationen zu Tage förderten.</p>
<h3>Digitale Doppelgänger</h3>
<p>Anhaltspunkte für ähnlich enge Kooperationen gibt es auch in Deutschland. Ende September berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg über den Online-Wahlkampf der Alternative für Deutschland: „<a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-09-29/the-german-far-right-finds-friends-through-facebook" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The German Far Right Finds Friends Through Facebook</a>“. Die AfD habe die auch für rechtspopulistische Parteien und Kandidaten in anderen Ländern tätige US-Agentur <a href="https://www.harrismediallc.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Harris Media</a> angeheuert. Deren Vertreter habe bei seinem Deutschland-Aufenthalt direkt Facebooks Berliner Dependance aufgesucht, um eine Arbeitsbeziehung zur Anzeigenabteilung zu etablieren.</p>
<p>In den Fokus sei dabei das von Facebook angebotene Marketing-Instrument der <a href="https://www.facebook.com/business/help/www/164749007013531" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lookalike Audiences</a> geraten: Ausgehend von bekannten Angaben zu den Abonnenten der AfD-Präsenz bei Facebook wurde eine gleich große Gruppe mit ähnlichen Eigenschaften aus der Gesamtheit der deutschen Nutzer gebildet, die dann für Werbemaßnahmen der Partei ins Visier genommen wurde.</p>
<p>Abgesehen von dieser Episode haben sich die Plattformen allen Parteien als relevanter Partner für die Kommunikation mit der Wählerschaft angedient. Instrument dieser Annäherung waren vor allem Informationsangebote über die politischen Positionen von Kandidierenden und Parteien. Diese Formate wurden den Nutzern von <a href="https://de.newsroom.fb.com/news/2017/09/informationshub/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook </a>und <a href="https://germany.googleblog.com/2017/08/euer-digitaler-werkzeugkasten-zur-btw17.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google </a>bei algorithmisch passender Gelegenheit prominent angezeigt. Die Angaben zu Personen und Positionen konnten die betreffenden Akteure dabei selbst verfassen.</p>
<p>Vielleicht lässt sich diese Praxis am ehesten als freiwilliges Äquivalent zur kostenfrei ausgestrahlten Wahlwerbung im Rundfunk verstehen. Eine Parallele zum TV-Duell drängt sich darüber hinaus bei einem weiteren Angebot auf: YouTube veranstaltete zunächst mit Angela Merkel und später mit Herausforderer Martin Schulz für Internet-Verhältnisse epische <a href="http://www.netzpiloten.de/youtuber-kanal-wahlhelfer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einzelinterviews</a>. Bei diesem kamen diverse YouTube-Influencer zum Einsatz, die die beiden Kandidaten im firmeneigenen Berliner YouTube-Space befragten.</p>
<p>Dazu gab es im Gegensatz zu dem von der Kanzlerin in ein ihr genehmes Format verhandelten TV-Duell redaktionelle Einspieler und sogar Wortmeldungen von Zuschauern der beiden Livestreams, die von Google und YouTube auf der jeweiligen Startseite beworben wurden. Auch wenn auf diesem Weg noch keine enorme Reichweite erzielt wurde, dürfte den Kommunikationsstrategen in den Parteizentralen doch klar geworden sein, welcher Kanal in Zukunft den Draht zu Erstwählern herzustellen vermag.</p>
<p>Titelbild: Angela Merkel and Donald Trump in the Oval Office, March 2017, by White House, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Public Domain Mark 1.0</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div>
</div>
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		<title>Digitaler Wahlkampf: Angela Merkel lässt Facebook links liegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2017 09:16:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Facebook Untersuchung zur Social-Media Darstellung deutscher Spitzenpolitiker hat ergeben, dass Politiker der großen Volksparteien das soziale Netzwerk nur schlecht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-153127" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Angela_Merkel_by_Techniker_Krankenkasse_CC-BY-NC-ND-2.0.jpg" alt="Angela Merkel by Techniker Krankenkasse CC-BY-NC-ND-2.0" width="639" height="374" />Eine Facebook Untersuchung zur Social-Media Darstellung deutscher Spitzenpolitiker hat ergeben, dass Politiker der großen Volksparteien das soziale Netzwerk nur schlecht für den Wahlkampf nutzen. Die Digitalagentur TERRITORY webguerillas veröffentlichte die Ergebnisse am 24.08.2017 zur bevorstehenden Bundestagswahl.</p>
<p>Sarah Wagenknecht von DIE LINKE hält nach Angaben der Studie die Spitzenposition mit den höchsten Kernwerten. Gefolgt von Christian Lindner von der FDP und Cem Özdemir von DIE GRÜNEN auf Platz 2. und 3. Insbesondere Lindner hat im Vergleich zum Vorjahr ein starkes Plus im Fan-Wachstum auf Facebook zu verzeichnen – Özdemirs Inhalte punkten durch Viralität und Zustimmung seitens seiner Fans.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Facebook-Check-TERRITORYwebguerillas.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-152582" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Facebook-Check-TERRITORYwebguerillas.jpg" alt="" width="180" height="150" /><br />
</a>Das Social Web als Wahlkampfarena.</div></div>
<p>In der aktuellen Vergleichsanalyse hat die Münchener Agentur auf Basis der Listung des Politbarometers des ZDF sowie der offiziellen Facebook-Accounts die Facebook-Performance und Wirkung der Politiker ermittelt. Die Auswertung von TERRITORY webguerillas wurde anhand verschiedener Leistungskennzahlen, wie Fan-Wachstum, Frequenz und Menge der Posts, sowie Reaktionen der Fans im sozialen Netzwerk durchgeführt. Trotz wechselnden Rankings wurden die offiziellen Facebook-Seiten der Politiker vom 01.08.2016-31.07.2017 begutachtet.</p>
<h3>Social Media als Plattform der Opposition?</h3>
<p>Abgeschlagen auf dem 10. Platz landet Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im vorangegangen Facebook-Ranking vom Februar, war sie zumindest noch im Mittelfeld zu verorten. Zeichnen diese Tiefstwerte das mangelnde Geschick der Kanzlerin im digitalen Wahlkampf ab? Eine Antwort lässt sich gegebenenfalls anhand ihrer Follower-Zahlen finden: Trotz negativer Resonanz und geringen Viralität ihrer Inhalte, hat Merkel die größte und stabilste Community an Followern.</p>
<h3 style="text-align: left;">Digitaler Wahlkampf entscheidend für Umfragewerte?</h3>
<p style="text-align: left;">Mit den derzeitigen Umfragen zur Bundestagswahl zeichnet sich eine generelle Favorisierung der CDU und Angela Merkel mit über 37% ab. Die niedrigen Werten von 8-10% der Oppositionsparteien fordern auf Bundesebene einen starken interparteilichen Wettkampf, der gerade im digitalen Wahlkampf ausgefochten werden soll. Entsprechend engagiert zeigen sich die Spitzenkandidaten der kleineren Partien. Trotz der kommoden Führung in den Sonntagsfragen lässt Merkel digital möglicherweise ein paar Prozente liegen, die sich später als hilfreich erwiesen haben könnten.</p>
<p>Titelbild: Techniker Krankenkasse via <a href="https://www.flickr.com/photos/tk_presse/16613220254/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-NC-ND-2.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Facebook-Check-deutscher-Politiker_TERRITORYwebguerillas.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p><img decoding="async" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/b76402208ee9466fb38ce67c7c48ef44" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>NetzDG, Shadowban und Facebook-Löschung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzdg-shadowban-und-facebook-loeschung-152762/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Erle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 08:43:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[hate speech]]></category>
		<category><![CDATA[NetzDG]]></category>
		<category><![CDATA[Shadow Ban]]></category>
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					<description><![CDATA[Hate Speech und politische Propaganda beschäftigen die öffentliche Diskussion nicht erst seit Donald Trumps Wahl 2016. Der für viele schockierende [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-07-07-um-13.07.18.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-152765" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2017-07-07-um-13.07.18-630x315.png" alt="Bildschirmfoto 2017-07-07 um 13.07.18" width="630" height="315" /></a>Hate Speech und politische Propaganda beschäftigen die öffentliche Diskussion nicht erst seit Donald Trumps Wahl 2016. Der für viele schockierende Erfolg des Populisten hat in den westlichen Demokratien und in den Zentralen von Facebook, Twitter und Co. die Alarmglocken läuten lassen. Sehr aktiv suchen Politik und Digitalwirtschaft nach Wegen, dem Problem von Hass und Lüge in den sozialen Medien Herr zu werden. Kurz vor der Sommerpause und der heißen Phase der Bundestagswahl hat der Bundestag <a href="https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2017/06/Synopse-NetzDG-final.pdf">das NetzDG verabschiedet</a>, das Hasspropaganda in den sozialen Medien einen Riegel vorschiebt &#8211; und gleichzeitig die freie Meinungsäußerung erheblich einschränkt. Kritiker warnen zu Recht vor den Folgen des schwammig und zu weit gefassten Gesetzes (so <a href="http://politik-digital.de/news/zielt-das-netzdg-ins-leere-2-151888/">auch dieser Autor</a>).</p>
<p>Facebook und Twitter ihrerseits gehen das Problem in vorauseilendem Gehorsam bereits jetzt an &#8211; mit unterschiedlichem Erfolg. Nachdem Facebooks interne Richtlinien für die Sperrung von Inhalten bekannt worden sind, wird klar, wie unbeholfen der Branchenprimus agiert. Twitter dagegen scheint seine algorithmengesteuerte Zensurmaschine so scharf gemacht zu haben, dass sie reihenweise “false positives” produziert. Zahlreiche User beschweren sich darüber, digital mundtot gemacht zu sein; ihre Tweets sind nur noch ihren Followern sichtbar, nicht mehr aber in der offenen Suche. Ein Vorgang, der weder transparent ist, noch angefochten werden kann. Die Existenz dieses “<a href="https://twitter.com/search?f=tweets&amp;vertical=default&amp;q=%2523shadowban&amp;src=typd">Shadowban</a>” bestritt Twitter prompt, und <a href="http://t3n.de/news/shadowban-twitter-833350/">bezeichnete ihn als einen Fehler der Spam-Bekämpfung</a>. Doch ein <a href="https://support.twitter.com/articles/20175243#abuse-spam">Blick in die Nutzungsbedingungen</a> beschreibt exakt die Maßnahmen, die einen Shadowban auszeichnen:</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-Nutzungsbedingungen-englisch.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-152763" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-Nutzungsbedingungen-englisch-630x140.png" alt="Twitter-Nutzungsbedingungen-englisch" width="630" height="140" /></a></p>
<p><i>“&#8230;wir identifizieren mittels technischer Methoden solche Accounts, die beleidigendes [&#8230;] Verhalten zeigen. Wenn dies der Fall ist, ergreifen wir Maßnahmen, um bestimmte Funktionen zu beschränken. So können Tweets zeitweise etwa nur Followern sichtbar gemacht werden…”</i></p>
<h3>Subgruppen nicht geschützt</h3>
<p>Facebook hat hingegen <a href="https://www.propublica.org/article/facebook-hate-speech-censorship-internal-documents-algorithms">ein Regelwerk entworfen</a>, das absurde Blüten treibt. Hasskommentare sind nur dann nicht zulässig, wenn sie eine der geschützten Gruppen betreffen. Diese sind definiert durch ihre Abgrenzung durch Geschlecht, Religion, Nationalität, Genderidentität, Rasse, Volkszugehörigkeit, sexuelle Orientierung und Krankheit oder Behinderung. Doch dieser Schutz verfällt, sobald sich ein Hasskommentar gegen eine nicht geschützte Subgruppe richtet: etwa eine bestimmte Alterskategorie, oder Vertreter eines Berufs. Afroamerikanische Kinder sind also nicht geschützt, weiße Männer sehr wohl.</p>
<h3>Nur Menschen können Content effektiv kontrollieren</h3>
<p>Die beiden Beispiele zeigen, dass es ungemein schwierig ist, die große Bandbreite der Kommunikation in klare Regeln zu fassen. Hate Speech oder Fake News sind Stand heute nicht mit Algorithmen in den Griff zu bekommen. Es bedarf der menschlichen Intelligenz, und die ist teuer. Die Wirtschaftsbetriebe Facebook und Twitter sind zurückhaltend dabei, große Teams von Content-Kontrolleuren einzustellen. Das NetzDG ist darauf ausgelegt, sie dazu zu zwingen. In der endgültig beschlossenen Fassung sieht es vor, dass die Betreiber der sozialen Medien eine unabhängige “Einrichtung der Regulierten Selbstregulierung” anrufen können, um strittige Fälle zu schlichten. Diese Einrichtung, so scheint der Gesetzgeber vorzusehen, sollen die Unternehmen gemeinsam finanzieren und dort eine einheitliche Prüfung vornehmen lassen.</p>
<p>Das NetzDG fordert noch weitere Schritte, die es Facebook et al unmöglich machen sollen, sich wie bisher aus der Affäre zu ziehen (Gründer Marc Zuckerberg bestritt stets, dass Facebook ein Medium sei. Erst vor Kurzem <a href="https://techcrunch.com/2016/12/21/fbonc/">wich er von dieser Linie etwas ab</a>.) Die sozialen Netzwerke sind gefordert, einen Ansprechpartner in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Gerichtsstand von Klagen ist der Wohnort des Geschädigten, nicht des Unternehmens oder des Urhebers eines verletzenden Posts. Die teils empfindlichen Strafen tun ihr übriges, den sozialen Netzwerken klar zu machen, dass sie nicht wie bisher die Zügel locker lassen und den User seine Meinung ungehemmt kund tun lassen dürfen.</p>
<h3>NetzDG könnte ungeliebte Accounts lahmlegen</h3>
<p>Die kurzfristigen Folgen werden vermutlich verheerend sein. Waren schon in der Vergangenheit Missbrauchs-Vorwürfe und Beschwerden gegenüber Usern ein beliebtes Mittel für politische Akteure, Kritik zu unterbinden und Gegner zu knebeln (so etwa seitens russischer Stellen gegen Parodieaccounts wie <a href="https://twitter.com/DarthPutinKGB">@darthputin</a> und <a href="https://twitter.com/SovietSergey">@SovietSergey</a><a href="https://twitter.com/Sputnik_Not"> @Sputnik_Not</a>), so wird diese Praxis sicherlich zum Standard-Werkzeug jeder Propaganda-Abteilung werden. Das neue Gesetz gibt etwa der russischen Regierung, welche Hackerangriffe, digitale Propaganda und soziale Medien als Dreieinigkeit der digitalen Waffengattungen begreift (wie im Fall <a href="https://www.heise.de/tp/features/Macron-Leaks-Die-Geschichte-zum-massiven-Hack-3711374.html">#macronhack nahe liegt</a> und was Grundlage der anhaltenden Vorwürfe gegen den oben erwähnten Präsidenten Trump ist), neue Möglichkeiten. Kurz vor kritischen Wahlen oder anderen Entscheidungen könnten sie mit einer Flut von Klagen gegen unliebige Accounts die Prüfstellen lahmlegen und die Betreiber der sozialen Netzwerke dazu bringen, die beklagten Accounts vorsichtshalber in den entscheidenden Tagen zu blockieren.</p>
<p>Es gibt vermutlich keine gute Antwort auf Hate Speech und Fake News. Unabhängige Organe zur Richtigstellung von gefälschten Tatsachenbehauptungen und der Unterbindung strafbarer Posts sind ein nötiger erster Schritt. Doch ihre Finanzierung und die Garantie, dass sie frei von staatlicher oder wirtschaftlicher Einflussnahme sind sowie die Frage, in welchem Rahmen Hate Speech von der Meinungsfreiheit gedeckt und geschützt ist, dürften die demokratische Gesellschaft  noch auf Jahre hinaus beschäftigen.</p>
<p>Titelbild: Debate and vote on Jean-Claude Juncker for President of the European Commission, by <a href="https://www.flickr.com/photos/european_parliament/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Parliament</a> on <a href="https://www.flickr.com/photos/european_parliament/14473527669/in/photolist-o3YBwv-nUHnGy-TDQKNi-eZJNW1-SP2jTs-QUMP8e-doFyKC-doFCmL-kUtCVD-9p4s1g-TGt9wN-eRdHsM-9AVPZh-VHNFF7-qQMuBZ-qJ9r9H-RFwxuw-eaCPuG-RFwxou-RV3AF1-pnjZfd-QRPFPG-Vc8erL-UBwkV7-naSexz-hEMreB-TDQL2z-7FJW8A-SkH1dc-SKXvqN-kUuFKA-7JQBFs-UD5QzG-9s8Trk-SYo5vt-cqN6KW-dkHL86-SY1JRa-dScdec-o2s14Y-S63JNC-nFZkVM-TAR9Sc-nsu7gs-a3j5hn-kUtCJ6-skqCYL-9w6d3D-7VstNS-egb8RW" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a>,  <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/legalcode" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-NC-ND 2.0</a><strong><br />
</strong></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p><img decoding="async" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/6904f98a617349eaa690c4eb3972da5b" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<item>
		<title>“Den Konsumenten zum Produzenten machen” &#8211; Tilman Baumgärtel im Interview</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/den-konsumenten-zum-produzenten-machen-tilman-baumgaertel-im-interview-152537/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jun 2017 10:15:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Kanäle]]></category>
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					<description><![CDATA[Soziale Medien prägen unseren Alltag. Das war nicht immer so. Doch auch in Zeiten von Schallplatten und Röhrenfernsehern gab es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Medien prägen unseren Alltag. Das war nicht immer so. Doch auch in Zeiten von Schallplatten und Röhrenfernsehern gab es bereits Ansätze partizipativer Mediengestaltung &#8211; und auch viel Selbstdarstellung, wie uns Prof. Tilman Baumgärtel im Interview erklärt hat.</p>
<p>Selfies, Shortclips und ganze Serien: Dank sozialer Netzwerke kann heute jeder der möchte, Inhalte ganz leicht selbst produzieren und veröffentlichen. Wie aber sahen eigentlich die Vorläufer von Youtube-Kanälen und Videoblogs aus? Und welche gesellschaftspolitischen Statements gingen von ihnen aus? Medienwissenschaftler Prof. Tilman Baumgärtel, Kurator der Oberhausener Kurzfilmtage 2017, zum Thema “Soziale Medien vor dem Internet” im Interview bei politik-digital.de.</p>
<p><b>Herr Baumgärtel, Soziale Medien und Internet. Das sind für die meisten zwei kaum trennbare Begrifflichkeiten. Welche Formen partizipativer Medien gab es eigentlich überhaupt vor dem Aufkommen der Online-Welt?</b></p>
<p>Den Konsumenten zum Produzenten von Medieninhalten zu machen – diese Forderung hat der deutsche Schriftsteller Bertolt Brecht schon 1930 für das Radio aufgestellt. Damals fehlten die technische Möglichkeiten, dem Publikum die Produktionsmittel zu überlassen. Radio war – wie auch der Film – noch technisch zu anspruchsvoll.</p>
<p>Aber der Wunsch, selbst Medien zu machen, ist so alt wie die Medien selbst. Und sobald das zum Beispiel durch Schmalfilm, Video, Offene Kanäle oder die ersten Online-Mailboxen möglich wurde, gab es auch Leute, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machten – teils als Amateure, die Hochzeitsvideos drehten, teils aber auch Leute mit sozialen und politischen Zielen. Das hieß damals zwar noch nicht „Soziale Medien“. Diesen Zusammenhang zu den Internet-Angeboten der Gegenwart behaupte ich zunächst einmal. Aber bisher hat mir noch niemand widersprochen.</p>
<p><b>Wie kann man sich konkret die Kommunikation, aber auch die Produktion eigener Inhalte abseits neuer Medien vorstellen? </b></p>
<p>Das kann man so kaum verallgemeinern, das hängt zuallererst von den jeweiligen betreffenden Medien ab. Und selbst beim Piratenradio gab es zum Beispiel einerseits eine politische Fraktion, andererseits Radiopiraten wie Radio Caroline, die eher aus kommerziellen Gründen und mit Gewinnabsichten sendeten.</p>
<p><b>Welche Rolle spielten solche partizipativen Medien im gesamtgesellschaftlichen Diskurs und wie waren die Reaktionen der Allgemeinheit darauf?</b></p>
<p>Das ist unterschiedlich, weil die historischen wie die technischen Umstände immer wieder anders waren. Was mich bei den Programmen für die Oberhausener Kurzfilmtage besonders interessiert hat, war der Zusammenhang zwischen politischem und medialem Aktivismus seit Ende der 60er Jahre. Zu dieser Zeit gab es einerseits eine Reihe von technischen Entwicklungen (16mm, Super 8, Video), die den Zugang zur Medienproduktion erleichterten.</p>
<p>Andererseits hat sich durch die Studentenrevolte 1968 und die sich in den 70er Jahren entwickelnden Neuen Sozialen Bewegungen ein gesellschaftliches Umfeld für neue Formen der alternativen Medienproduktion (Piratensender, Videogruppen, offene Kanäle/Bürgerfernsehen) entwickelt. Diese Medienproduktion richtete sich damals zwar vor allen Dingen an politische Aktivisten. Aber heute sind das auch tolle Dokumente, wie für politische Forderungen gekämpft wurde, die inzwischen durchgesetzt sind: das Ende der Wehrpflicht und die Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke, teilweise auch die Forderungen der Frauen- und der Schwulenbewegung.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="/wp-content/uploads/2020/06/TilmanIMG_9634-195x119-1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-152542 size-thumbnail" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TilmanIMG_9634-195x119.jpg" alt="TilmanIMG_9634" width="195" height="119" /></a>Tilman Baumgärtel (* 1966 in Würzburg) ist ein deutscher Autor, Medienwissenschaftler und Journalist. Er ist Professor für Medientheorie im Fachbereich Zeitbasierte Medien an der Hochschule Mainz und hat zuvor u. a. an Universitäten in Paderborn, Manila und Phnom Penh unterrichtet.</div></div>
<p><b>Wie wurden diese Medien verwendet, um diese politische Akzente zu setzen?</b></p>
<p>Die Videos, die von Videogruppen wie der Medienwerkstatt Freiburg in Deutschland oder den Videofreex in den USA produziert wurden, verstanden sich als Teil einer „Gegenöffentlichkeit“, die eine Alternative zu der Berichterstattung der „bürgerlichen Medien“ darstellen sollte. Diese Vorstellung ist inzwischen leider teilweise von Kräften wie Russia Today, KenFM oder Breitbart News gekapert worden, die nicht gerade progressiven Vorstellungen verpflichtet sind. Trotzdem war es wichtig, dass es solche Stimmen gegeben hat, und das ist es auch heute noch. Und die Sozialen Medien der Gegenwart werden ja trotz Fake News und Polittrollen immer noch dafür verwendet, um solchen Stimmen Gehör zu verschaffen.</p>
<p><b>Viele sagen, Youtube und Co. wären heutzutage voller Selbstdarsteller. Ist das für Sie ein Abbild der postmodernen Gesellschaft oder sind lediglich die entsprechenden technischen Möglichkeiten jetzt für jedermann zugänglich?</b></p>
<p>Dass Video das Medium des Narzissmus ist, hat die amerikanische Kunsttheoretikerin Rosalind Krauss schon in den 70er Jahren geschrieben. Die vielen Dampfplauderer, Selbstdarsteller und Schminktipps-Verbreiter bei YouTube mögen zwar deprimierend sein. Und es stimmt einen schon traurig, wie hier zum Beispiel öde Geschlechterklischees höchst erfolgreich wieder aufgewärmt werden: Mädchen putzen sich heraus, Jungs zocken Ballerspiele.</p>
<p>Aber das Schlimmste ist eigentlich nicht, dass es solche YouTuber gibt, sondern dass sich das so viele ansehen, statt selbst ihr eigenes Programm zu machen. Das Versprechen von YouTube („Broadcast Yourself“) ist eigentlich bis heute nicht eingelöst worden. Trotzdem gibt es auch unter den YouTubern Beispiele dafür, dass auch aufdringliche Selbstdarstellung emanzipatorische Züge haben kann. Leute wie Marvyn Macnificent oder Ossi.Glossy geben zwar auch Schminktipps. Aber dass Jungs so etwas machen, kann man auch als Kritik an überkommenen Geschlechterrollen betrachten.</p>
<p><b>Dann zum Abschluss noch eine kurze Einschätzung: Wo sehen Sie Gefahren und Chancen in der Digitalisierung generell und in der Nutzung von partizipativen oder sozialen Medien im Speziellen?</b></p>
<p>Die sogenannten &#8220;Sozialen Medien&#8221; von heute befinden sich in der Hand von einigen wenigen Mammutunternehmen wie Google oder Facebook, die sich weitgehend nationalstaatlicher, politischer Kontrolle entziehen. Aller menschenfreundlichen Rhetorik zum Trotz sind sie letztlich vor allem wirtschaftlichen Interessen verpflichtet. Die Machtverhältnisse zwischen solchen Plattformen und ihren Nutzern sind vollkommen asymmetrisch. Anpassungen an nationale Gesetze nimmt zum Beispiel YouTube nur widerwillig und nachlässig vor. Auch Facebook lässt sich nur ungern Vorschriften machen, sondern orientiert sich an seinen eigenen „Community Standards“. Es ist unbegreiflich, wie YouTube so lässig mit dem Jugendschutz oder geistigem Eigentum umgehen kann, ohne dafür belangt zu werden. YouTube ist nicht nur die wohl größte Piratenbörse der Welt, sondern beliefert auch Kinder und Jugendliche mit ekligem Gangster-Hiphop und Gewaltvideos, die ihnen auf anderem Weg nicht zugänglich gemacht werden dürften.</p>
<p>In diesem Bereich haben sich Monopole gebildet, die dem möglichen gesellschaftlichen Nutzen dieser Angebote entgegenstehen. Jonathan Taplin argumentiert darum in seinem Buch „Move Fast and Break Things“, dass Unternehmen wie Google oder Facebook mit Hilfe der amerikanischen Anti-Trust-Gesetze zerschlagen werden müssen. Das mag eine richtige, aber kurzfristig kaum umzusetzende Forderung sein. Auf jeden Fall stellt sich die Frage, ob Facebook und YouTube immer noch die neutralen Plattformen sind, als die sie sich gerne darstellen, um keine Verantwortung für die Inhalte übernehmen zu müssen, die über sie verbreitet werden. Für mich spricht viel dafür, dass sie durch Moderation und algorithmische Kuratierung oder auch durch die Serien, die sie neuerdings produzieren, Medienunternehmen sind, die sich dann auch den Regeln und Gesetzen für Medienunternehmen unterwerfen müssten.</p>
<p><b>Vielen Dank für das Gespräch Herr Baumgärtel!</b></p>
<h3 style="text-align: right;"></h3>
<p>Titelbild: Radio room, by The Library of Virginia on <a href="https://www.flickr.com/photos/library_of_virginia/2899347850/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der letzte Wille &#8211; Zwischen Datenschutz und Aufarbeitung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/der-letzte-wille-zwischen-datenschutz-und-aufarbeitung-152264/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 May 2017 11:53:48 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Der Tod ist Teil des Lebens und doch besonders für Angehörige eine zugleich emotionale und oftmals organisatorische Herausforderung. Dies gilt besonders im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung, in der plötzlich nicht mehr nur das materielle Erbe verwaltet werden muss. Vielmehr stellt sich immer häufiger die Frage: Was passiert mit dem digitalen Nachlass, jenen individuellen Profilen, virtuellen Gesprächen, Chats, Bildern und Erinnerungen? Und was, wenn Fragen offen bleiben?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Kaum etwas ist grausamer, als die Vorstellung, die eigene minderjährige Tochter werde von einem Zug erfasst und getötet. Schlimmer ist wohl nur die Unsicherheit der Eltern, wenn ungeklärt bleibt, wie es überhaupt zu einem solchen Unglück kommen konnte. So geschehen 2012 in Berlin, als eine 15-Jährige unter die U-Bahn geriet und an den Folgen ihrer Verletzungen im Krankenhaus verstarb. Unfall oder doch Suizid? Diese Frage blieb bis heute ungeklärt, weshalb die Eltern der Teenagerin sich vor allem aus den Chatverläufen des Facebook-Profils ihrer Tochter Antworten erhofften. Doch als sie sich einloggen wollten, war es bereits zu spät: Vermutlich ein Freund hatte das Profil bereits in den sogenannten “Gedenkstatus” versetzt: Hier kann auf der Seite Beileid bekundet, das Profil erhalten, der Account selbst aber nicht mehr verwaltet werden.</p>
<p>Es folgt ein langer Kampf der Eltern, persönlich und vor den Berliner Gerichten. Facebook blockiert, verweist auf den Datenschutz der ehemaligen Chatpartner und die rechtliche Lage im Land des europäischen Firmensitzes Irland. 2015 erklärt das Berliner Landgericht die Eltern für rechtmäßige Erben des Facebook-Accounts, wagt damit einen ersten Vorstoß in eine bisherige Grauzone: Die des Erbes von digitalen Gütern. Facebook geht in Revision, ein neues Gerichtsurteil schlägt eine Einigung vor. Die Chatpartner sollen zensiert werden, anonymisiert. Dann könne es eine Möglichkeit geben, Einblicke in den Verlauf zu erhalten.</p>
<p><b>Dringender Handlungsbedarf</b></p>
<p>Das ist zumindest etwas, könnte man jetzt meinen. Besser als nichts. Doch zu einer Einigung kommt es nicht. Am 31. Mai urteilt das Berliner Kammergericht: Die Eltern erhalten keinen Zugang zum Account ihrer Tochter. Dabei beruft sich das Gericht auf das Fernmeldegeheimnis. Ob Online-Konten jedoch grundsätzlich vererbbar sind oder nicht, dazu äußern sich die Richter in ihrer Entscheidung nicht.</p>
<p>Das ist zum Teil verständlich, weil sich die Rechtsprechung eben nur auf bisher bestehende Gesetze beziehen kann, auch wenn diese neuen Konstellationen kaum gerecht werden. Aber sollte der digitale Nachlass nicht längst einen rechtlichen Rahmen erhalten haben, im selben Maße, wie die Nutzung Digitaler Medien und vor allem Sozialer Netzwerke mittlerweile in allen Altersgruppen zur alltäglichen Angelegenheit geworden ist? Dieses “Ankommen” von social networks in der Mitte der Gesellschaft macht eine Initiative des Gesetzgebers zum “digitalen Erbe” dringend erforderlich. Aus Gründen der Rechtssicherheit, aber auch aus der ethischen Perspektive des Umgangs mit immateriellen, virtuellen Gütern.</p>
<p>Viele “Produkte” wurden mittlerweile digitalisiert: Filme landen als gekaufter Stream oder Videodatei auf dem Rechner, Bücher werden auf E-Readern gelesen. Online ersetzen Chats Liebesbriefe, Blogs und Tagebücher. Ganze Kunstwerke entstehen durch die Nutzung von Graphikdesign-Tools, die häufig auf externen Servern gespeichert werden. Einer solchen Entwicklung kann nur gerecht werden, wer diesen menschlich und zwischenmenschlich erzeugten Gütern auch rechtlich den nötigen Stellenwert zuschreibt. Nur mit festen Regeln kann vermieden werden, dass sich Datenschutz und der Wunsch nach angemessener Aufarbeitung und Bewahrung des digitalen Andenkens gegenüberstehen.</p>
<p><b>Aufklärung und feste Regeln</b></p>
<p>Hilfreich wäre es in diesem Fall auch, entsprechende Aufklärungsarbeit gegenüber den Usern zu leisten. Z.B. indem man Nutzern nahelegt, im Testament konkret zu bestimmen, wie im Todesfall mit Accounts und Daten verfahren werden soll. Das ist natürlich nicht immer möglich, weshalb gesetzliche Grundlagen vorhanden sein sollten, die Unklarheiten zum Wohle aller Beteiligten vermeiden. Sie könnten etwa klar festlegen, dass digitaler Nachlass vererbbar ist und somit auch den großen Playern im Social-Media-Segment beim hochsensiblen Thema Datenweitergabe rechtliche Absicherung bieten. Denn dort, wo ein Wirrwarr im Paragraphendschungel herrscht oder neue Entwicklungen und Tools in Gesetzestexten überhaupt nicht zu finden sind, kommt es häufig zu paradoxen Situationen: So geht ein Teil der Juristen davon aus, dass Zugänge zu Online-Accounts und Chats nach dem Tod wie vertrauliche Telefongespräche behandelt werden müssen. Private Briefe des Toten hingegen können von erbberechtigten Angehörigen jederzeit geöffnet und gelesen werden.</p>
<p><b>Digitales Profil als Erinnerung reicht nicht</b></p>
<p>Digitale Daten jedoch sind Teil des Schaffens eines Menschens, seiner Identität und auch wichtige Zeugnisse seines Lebens. Ihr Verlust führt im schlimmsten Fall dazu, dass Familienmitglieder die Aufarbeitung und Trauerphase kaum in einem für sie wichtigen Maße abschließen können, besonders wenn ein begangener Suizid im Raum steht. Das Profil als Erinnerung in einen “Gedenkzustand” zu versetzen, reicht dementsprechend nicht nur nicht aus, sondern kann sogar extrem kontraproduktiv sein wie das Schicksal der Familie des Berliner Mädchens zeigt. Es ist höchste Zeit dafür zu sorgen, dass digitaler Nachlass ein Herzensthema wird. Unsere Erben werden es uns danken.</p>
<p>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/Pexels-2286921/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2182008">Pexels</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2182008">Pixabay</a>  <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 public domain</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-6"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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