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	<title>Fake &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Jagd auf Twitter-Fakes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philipp Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 14:41:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Team von Wissenschaftlern hat in den USA eine Methode entwickelt, um Fake-Accounts und Manipulationsversuche in Sozialen Netzwerken aufzudecken. Dabei konzentrieren sich die Forscher der Indiana University besonders auf politische Schleichwerbung und Meinungsmache.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Team von Wissenschaftlern hat in den USA eine Methode entwickelt, um Fake-Accounts und Manipulationsversuche in Sozialen Netzwerken aufzudecken. Dabei konzentrieren sich die Forscher der Indiana University besonders auf politische Schleichwerbung und Meinungsmache.</p>
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Gerade im Wahlkampf bietet die Anonymität des Internet eine gute Möglichkeit, um sogenannte „Meme“ in der digitalen Meinungsbildung zu erschaffen. Meme sind Begriffe oder Sätze, die gezielt durch wiederholte Kommunikation vervielfältigt werden, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt. Besonders Twitter eignet sich für eine solche Meinungsbildungs-Kampagne, da mit wenig Aufwand sogenannte Fake-Accounts eingerichtet werden können. Geschickte Wahlkampfstrategen können so Themen und Behauptungen pushen und verbreiten. So ein Vorgehen verstößt zwar gegen die Twitter-Richtlinien, bleibt juristisch aber folgenlos.
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Wissenschaftler der Indiana University in Bloomington haben mit <a href="http://truthy.indiana.edu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Truthy“</a> nun ein Projekt gestartet, dass Fake-Accounts aufdecken soll. Das Team um Dr. Filippo Menczer untersucht dabei, welche Hashtags sich explosionsartig vermehren und analysiert die Netzwerke, in denen die Meme verbreitet werden. In einer grafischen Aufbereitung sollen dann bei einem Fake atypische Verbreitungsformen sichtbar werden. So stießen sie zum Beispiel auf <a href="http://www.newscientist.com/article/dn19649-twitter-tool-roots-out-disguised-mass-postings.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwei Accounts</a>, die seit Ende Juni mehr als 20.000 fast identische Tweets verschickt und auf republikanische Websites hingewiesen hatten.
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<p align="center">
<a href="http://truthy.indiana.edu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/truthy_320x_3.jpg" alt="http://truthy.indiana.edu/" title="http://truthy.indiana.edu/" width="320" height="263" /></a></p>
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		<title>Müntes Coming-Out</title>
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		<dc:creator><![CDATA[lbuhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 14:18:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als ein Jahr lang hat ein falsches Twitter-Benutzerkonto von Franz Müntefering (SPD) Journalisten, Medienmacher und Parteigenossen an der Nase herum geführt. Jetzt bekennen sich die metronaut-Bloger als Urheber. Und geben - passend zum Original - den Rücktritt bekannt.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als ein Jahr lang hat ein falsches Twitter-Benutzerkonto von Franz Müntefering (SPD) Journalisten, Medienmacher und Parteigenossen an der Nase herum geführt. Jetzt bekennen sich die metronaut-Bloger als Urheber. Und geben &#8211; passend zum Original &#8211; den Rücktritt bekannt.</p>
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&quot;Wir waren Franz Müntefering&quot;, bekennen die Blogger von <a href="http://www.metronaut.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">metronaut.de</a> und lüften damit das Geheimnis um den wahren Münte-Twitterer. In der Szene war dieser schon lange als sogenannter <a href="http://twitter.com/muentefering" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fake-Account</a> bekannt. Aber trotz teilweise enttarnender Tweets und warnender Beiträge im Web, waren bis zuletzt einige Medien und Follower von einem echten twitternden Müntefering überzeugt.</p>
<p>Das Twitter- Experiment begann nach Angaben der Autoren am 8. September 2008, als metronaut-Blogger Lou Canova einen Account beim Mikro-Bloggingdienst mit dem Namen &quot;Franz Müntefering&quot; registrierte. Der echte SPD-Politiker hatte gerade den Parteivorsitz übernommen, ein idealer Anlass also, die vermeintlich persönliche Perspektive in Blogform der Öffentlichkeit zu präsentieren.
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<a href="http://twitter.com/muentefering" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/M__ntefering_fake_0.jpg" alt="Müntefering-Fake" title="Müntefering-Fake" vspace="5" width="211" align="left" height="159" hspace="5" /></a>Im Laufe der Zeit häuften sich Artikel und Blogeinträge über den Fake-Account. Während ihn die einen als Fälschung anführten (Focus, Spiegel, Computerbild), erkannten andere das digitale Plagiat nicht &#8211; oder zumindest nicht sofort (WAZ, Münchener Merkur).
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Der Clou folgte aber nach dem Wahldebakel der SPD. In einem Tweet kündigte der falsche Müntefering am 28. September seinen Rücktritt an mit den Worten: &quot;Erneuerung heißt konsequent sein. Ich trage politische Verantwortung für das Ergebnis vom Sonntag und mache den Weg nun für andere frei.&quot; Welt-Online retweetete kurzerhand den Eintrag, n-tv.de und die Berliner Morgenpost zitierten die Rücktrittserklärung ungeprüft. Die betreffenden Artikel sind inzwischen gelöscht worden.
</p>
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Mittlerweile ist klar: Müntefering wird tatsächlich vom Amt des Parteivorsitzenden zurücktreten. Und so verkündete am 2. Oktober dann auch Lou Canova, dass der falsche Müntefering nicht mehr weiter twittern wird. Gleichzeitig entschuldigte er sich bei allen SPD-Anhängern, die ihn für echt hielten. Die Medien aber, die auf ihn hereingefallen sind, haben sich in einzigartiger Weise blamiert.
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So sollte sich herumgesprochen haben, dass man im Web nie eine hundertprozentige Sicherheit haben kann, wer einem virtuell gegenüber sitzt. Wer weiß denn schon, ob das Bekenntnis von &quot;Lou Canova&quot; nicht auch ein Fake ist&#8230;</p>
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