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	<title>Familie &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Familie &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Datenschutz zwischen Dolce Vita und Vita Digitale – Ein Blick nach Italien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2016 10:47:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen Datenschützern und Netzkulturen- Eine digitale Reise durch Europa]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Bürgerrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen, wir das Telefonino spüren? Wo die Menschen dem Internet entfliehen, dahin, dahin [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen, wir das Telefonino spüren? Wo die Menschen dem Internet entfliehen, dahin, dahin möcht ich mit dir, o Leser, zieh´n. Ein Blick auf den italienischen Datenschutz zwischen dolce vita und vita digitale.</p>
<h3>Ciao bella Italia</h3>
<p>Lange hatte man auf ein Lebenszeichen gewartet. Am 30. April 1986 war es dann endlich so weit: Das erste Internetsignal aus den Wäldern Pennsylvanias erreichte den Schiefen Turm von Pisa. Anlässlich dieses Geburtstages blickte Italien mit dem <a href="http://italianinternetday.it/">Internet Day 2016</a> auf die Ursprünge des Netzes zurück.</p>
<p>Buongiorno Italia, der Anfang war gelegt. Mit Sieben-Meilen-Stiefeln machten sich die italienischen Netzpioniere daran, die Möglichkeiten dieser neuen Welt auszukundschaften. Im Jahre 1990, als das Centro di ricerca, sviluppo e studi superiori in Sardegna &#8211; kurz CRS4 &#8211; gegründet wurde, begann das Internet immer größere Schritte zu machen. Unter der Leitung des Physiknobelpreisträgers Carlo Rubbia entstand mit <a href="http://www.crs4.it/">www.crs4.it</a> die erste Website im Bel Paese. Neben Informationen über Museen und Kunst in 26 Sprachen bot die Website auch Chatforen, einen kommerziellen E-Mail-Dienst und einen regelmäßigen Newsletter. Nicht zuletzt brachte das CRS4 den auf der Insel verbreiteten <a href="http://www.unionesarda.it/">L´Unione Sarda</a> online, als erste Zeitung überhaupt in Europa. Besonders wichtig war diese Quelle natürlich für die Fußballergebnisse und den Sport allgemein, welchen die Wissenschaftler auf einer der ersten Sportseiten im Netz mitverfolgten.</p>
<p>Schon damals ärgerten sich diese Sportfans über das Zeitspiel beim Laden. Der Download eines einzigen mp3 Liedes dauerte zu dieser Zeit über 20 Minuten. Deshalb förderte das Projekt Socrate der Società Italiana per l&#8217;Esercizio Telefonico bereits 1995 die Versorgung ganz Italiens mit Breitband. Jedoch machte dieses Vorhaben und das Gesamtprojekt Internet in Italien mit der Privatisierung der italienischen Telecom 1998 einen großen Rückschritt.</p>
<h3>Nichts geht über die Familie</h3>
<p>Familien sind traditionell immer noch die größten sozialen Netzwerke in Italien. Nichts geht über die eigene Familie mit ihrer teils unüberschaubaren Zahl an Mitgliedern, Verbindungen und Traditionen. Über 95% der italienischen Unternehmen sind nach wie vor kleine Familienunternehmen mit nicht viel mehr als 10 Angestellten. Viele Angelegenheiten werden lieber zwischen Verwandten intern gelöst. Daher wundert es nicht, dass nur etwa 45% der Bevölkerung ihrer Regierung im Umgang mit persönlichen Daten vertrauen.</p>
<p>Auch dem neuen Medium Internet begegnen viele mit Skepsis. Mehr als ein Drittel aller Italiener nutzt das Internet so gut wie überhaupt nicht. Meist sind die Gründe dafür fehlende Bildung, fehlende Aufklärung über die Möglichkeiten oder schlicht der fehlende Bedarf.</p>
<p>Wenn Italiener kommunizieren wollen, gehen sie lieber eine besondere Beziehung ein. In vermutlich keinem anderem Land der Welt ist die Liebe zum Handy oder Smartphone so groß. Praktisch jeder Italiener besitzt mindestens ein Telefonino, wie sie die kleinen Geräte liebevoll nennen, die sie fast von Geburt an begleiten. Häufig sind aber auch zwei und mehr mobile Telefone keine Seltenheit für das gesprächsfreudige Volk. Über 97 Milliarden Minuten widmete die Telefonnation ihren Beziehungen im letzten Jahr. Natürlich ist nicht jede davon glücklich. Waren früher noch große Degengefechte und Giftanschläge zwischen den Montagues und Capulets nötig, genügt heute eine falsche Whatsapp Nachricht um Romeo und Julia auseinanderzubringen. Über 40% der Scheidungen in Italien gehen momentan auf Whatsapp zurück und Messaging-Nachrichten sind sogar vor Gericht als Beweismittel für heimliche Affären zugelassen.</p>
<p>Genau so familiär geht es auch bei der italienischen Datenschutzbehörde zu. Gerade einmal vier Mitglieder hat die Garante per la protezione dei dati personali, kurz <a href="http://www.garanteprivacy.it/web/guest/home/">Garante</a>. Sie werden einmalig für eine Amtszeit von sieben Jahren durch das Parlament gewählt und üben ihr Amt unabhängig aus. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Einhaltung des Datenschutzgesetzes von 2003 zu überwachen. Angesichts von über sechs verschiedenen Regierungen allein in der Amtszeit des ersten Präsidenten des Garante ist dies jedoch nicht einfach. Bisher liegt das Land auf einem der letzten Plätze des Digital Economy and Society Index der europäischen Union.</p>
<h3>Alle Wege führen ins Netz</h3>
<p>Italien ist ein Land voll langer Geschichte und großen Traditionen, aber auch veralteter Strukturen. Letzteres hat auch der derzeitige Ministerpräsident Matteo Renzi erkannt. Bis zum Jahre 2020 forciert er den Plan einer Mindestdatenübertragung von 30 Mbits/s im Land und sogar 100 Mbits/s in den großen Zentren.</p>
<p>Vielleicht ist das Internet aber doch nicht so innovativ, modern wie bisher angenommen. In Civitacampomorano, einem 450 Einwohner-Dorf in Molise, macht der Künstler Biancoshock mit seinem <a href="http://www.biancoshock.com/web-00.html">Projekt Web 0.0</a> darauf aufmerksam. Getweetet wird nicht per Smartphone sondern mündlich auf der Parkbank neben dem großen Facebook auf dem Dorfplatz. Retweeten kann man das Gehörte bei einem Glas Wein beim Wirt im Google oder aber rasch noch bei Ebay (vulgo Supermarkt) reinspringen und die passenden Gadgets für das nächste Tinder zu Sonnenuntergang im Park kaufen. Wer auf den Rat der weisen Dorfältesten &#8211; Spitzname Wikipedia &#8211; hört, dem ist ein Like so gut wie sicher. Es wird deutlich, dass das Internet die Welt nicht neu erfunden hat. Sondern es hat nur den Bedürfnissen der Menschen nach Kommunikation und Kultur neue Möglichkeiten gegeben. Diese Chancen müssen in der derzeitigen Krise erkannt und für die Zukunft genutzt werden. Fratelli d´Italia, Italien hat sich eingeloggt. Es ist eine große Aufgabe, die vor Italien liegt, doch auch das Internet wurde nicht an einem Tag vernetzt.</p>
<p>Titelbild <a href="https://pixabay.com/de/users/Hans-2/">Hans </a>via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Familienbildung in Deutschland Anfang der 90er Jahre</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/familienbildung_in_deutschland_anfang_der_90er_jahre-68/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Demografie]]></category>
		<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[von Juliane Roloff und Jürgen Dorbritz (Hg.)</b><p>Damit sich eine Gesellschaft reproduziert, ist eine Geburtenrate von durchschnittlich 2,1 Kindern pro Frau nötig. In Deutschland liegt dieser Wert mit 1,36 etwas unter dem Schnitt der EU-Länder (1,44/Werte von Eurostat für 1997). Welche Realität steckt hinter dieser summarischen Zahl? Haben heute die meisten Paare nur noch ein Kind?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>von Juliane Roloff und Jürgen Dorbritz (Hg.)<br />
Damit sich eine Gesellschaft reproduziert, ist eine Geburtenrate von durchschnittlich 2,1 Kindern pro Frau nötig. In Deutschland liegt dieser Wert mit 1,36 etwas unter dem Schnitt der EU-Länder (1,44/Werte von Eurostat für 1997). Welche Realität steckt hinter dieser summarischen Zahl? Haben heute die meisten Paare nur noch ein Kind? Wo liegen die Gründe? Wie sehen heute die Familien aus? Auf diese Fragen gibt ein umfangreiches Buch Antwort, das auf den Ergebnissen einer 1992 durchgeführten Umfrage unter 10.000 Männern und Frauen in ganz Deutschland fußt.<br />
<strong>Ost-West-Unterschiede</strong><br />
Gut sichtbar werden dabei zahlreiche Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern, die zumindest 1992 noch sehr deutlich waren. Insbesondere wurden in der DDR Familien früher gegründet als im Westen: Bei der Geburt des ersten Kindes waren die Eltern zumeist zwischen 20 und 24 Jahre alt. Ein weiterhin fortwirkender Einfluß der Gesellschaft der DDR ist die hohe Erwerbsneigung der Frauen, auch nach der Geburt von Kindern. Im Westen hingegen ist die Ein-Verdiener-Hausfrauenehe immer noch die häufigste Form der Partnerschaft, wenn Kinder vorhanden sind. Zum Zeitpunkt der Erhebung waren viele Ostdeutsche sehr unzufrieden mit ihrem Einkommen, und die verständliche Angst vor weiteren sozio-ökonomischen Veränderungen führte viele zu einer Verschiebung der Familiengründung oder zur Beschränkung auf ein Kind.<br />
<strong>Polarisierung der Gesellschaft</strong><br />
Der Rückgang der durchschnittlichen Geburtenzahl über die letzten Jahrzehnte hat sich nicht als Trend zur Ein-Kind-Familie vollzogen. Vielmehr entscheiden sich nach wie vor die meisten Paare, die ein Kind haben, auch für ein zweites, manche für ein drittes Kind. Stetig angestiegen ist aber die Zahl Kinderloser. Für die 1965 geborenen westdeutschen Frauen wird erwartet, daß ca. 30 Prozent von ihnen kinderlos bleiben. Die Forscher stellen eine Polarisierung unserer Gesellschaft fest: Einem immer noch großen Familiensektor (der neben klassischen Ehen auch freie Partnerschaften und Alleinerziehende mit Kindern umfaßt) steht ein wachsender Sektor vollerwerbstätiger Alleinstehender oder älterer kinderloser Paare gegenüber.<br />
<strong>Gründe der Kinderlosigkeit</strong><br />
95 % der 20-24jährigen wünschen sich Kinder. Wie kommt es dann, daß gleichwohl ein viel höherer Anteil als die 5 %, die keinen Kinderwunsch haben, letztlich kinderlos bleibt? Sozio-ökonomisch betrachtet gibt es zwei Gruppen von Frauen, in denen die Kinderlosigkeit besonders verbreitet ist: zum einen sind dies gut ausgebildete, berufstätige Frauen, zum anderen Frauen mit geringem Einkommen (das aber noch oberhalb des Existenzminimums liegt). Es ist keineswegs so, daß es auf der Ebene der Lebensziele eine allgemeine Konkurrenz zwischen Kinderwunsch und anderen Zielen (materielle und berufliche Ziele, Selbstverwirklichung) gibt. Im wesentlichen gibt es drei Gründe für Kinderlosigkeit: 1. Die Partnersituation. 2. Das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 3. Die materiellen und außerfamiliären Orientierungen, die mit dem Alleinleben verknüpft sind.<br />
<strong>Was kann die Familienpolitik bewirken?</strong><br />
Sowohl nach Ansicht der Autoren dieses Bandes als auch nach Ansicht der 10.000 befragten Bundesbürger kann die Familienpolitik nicht dafür sorgen, daß mehr Kinder geboren werden. Zum einen fehlen ihr dazu die Mittel. Zum anderen werden große Teile der Menschen, nämlich die Kinderlosen über 30 von dieser Politik nicht mehr erreicht. Die &#8220;strukturelle Rücksichtslosigkeit&#8221; unserer Gesellschaft gegenüber Familien kann von der Politik nicht wettgemacht werden. Unter den gegebenen Umständen &#8211; nämlich der nur schwer realisierbaren Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf, ergänzt durch finanzielle Einbußen und die Kosten, die mit Kindern verbunden sind &#8211; ist das Verhalten Kinderloser gut nachvollziehbar und im Sinne der Wirtschaftswissenschaft rational. Die Erwartungen der Familien an die Familienpolitik sind hoch, die Zufriedenheit mit ihr war 1992 niedrig. Die Forderungen an die Familienpolitik beziehen sich v.a. auf drei Bereiche: 1. Die Verbesserung der Wohnsituation von Familien. 2. Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie. 3. Die finanzielle Besserstellung von Familien (insbes. durch Steuererleichterungen). Der Geldwert der Betreuung eines Kindes bis zum 18. Lebensjahr wird auf DM 450.000 geschätzt (auf Basis des Gehaltes einer Kindergärtnerin). Entgangener Lohn aus verhinderter Erwerbstätigkeit ist hier nicht eingerechnet. Familienpolitik muß mehr Gerechtigkeit in der Lastenverteilung zwischen Familien und Nichtfamilien schaffen. Will sie darüber hinaus auch einen (noch so bescheidenen) demographischen Effekt erzielen, muß sie bei der Altersgruppe der 20 bis 30jährigen ansetzen. Denn die Ergebnisse der Familienstudie zeigen, daß Kinderlosigkeit bei den meisten nicht von vornherein geplant ist, sondern eine Folge der Unvereinbarkeit an sich gleichgewichtiger persönlicher Ziele und der Verfestigung eines berufs- und freizeitorientierten Lebensstils. Der Kinderwunsch wird also bei vielen immer wieder hinausgeschoben, bis er schließlich aufgegeben wird.<br />
Fazit: Wer sich für Familiensoziologie und -politik interessiert, wird in diesem Buch zahlreiche bemerkenswerte Ergebnisse finden. Den meisten Autoren gelingt es auch, die Sachverhalte in einer recht verständlichen Sprache darzubieten. Lediglich das sechste Kapitel ist für Nichtfachleute schwer zu lesen. Wünschenswert wäre sicher ein früheres Erscheinen dieses Bandes gewesen, da zwischen der Datenerhebung und dieser umfassenden Ergebnisdarstellung (der allerdings zahlreiche Darstellungen von Einzelergebnissen bzw. -themen vorausgingen) sieben Jahre vergangen sind.<br />
<strong>Titel:</strong> Demographische Trends, Bevölkerungswissenschaft und Politikberatung.Untertitel: Aus der Arbeit des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ( BIB), 1973 bis 1998. ( Schriftenreihe des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, 28).Verlag: Leske Verlag + Budrich GmbH; Herausgeber: Höhn; Einband: KartoniertSeiten: 173 S.Erscheinungsjahr: 1998ISBN:3-8100-2227-6<br />
<strong>Preis:</strong>DM 42.00, OES 307.00, SFR 39.00,<br />
<strong>Bei BOL:</strong> <a href="http://www.bol.de/cec/cstage?ecaction=boldeeplink&amp;template=bolproductview.de.htm&amp;PrdId=168659285&amp;referrer=011104130001">&#8220;Demographische Trends, Bevölkerungswissenschaft und Politikberatung&#8221;</a></p>
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		<title>Familien diskutieren im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-partizipation-familienportale060607-shtml-2645/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
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					<description><![CDATA[Strategie und Attraktivität der Online-Diskussion]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Strategie und Attraktivität der Online-Diskussion<!--break-->
                            </p>
<p>Die DEMOS-Plattform, die in Hamburg schon für mehrere Projekte eingesetzt wurde, unter anderem für eine<br />
                            <a href="http://www.hamburg-haushalt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Diskussion</a> über die Haushaltsplanung der Stadt, setzt auf einen Dialog in drei Phasen: In der ersten Phase diskutieren die Nutzern in einem zentralen Forum über ihre Vorschläge, ihre Kritik und ihre Anregungen. In der zweiten Phase werden thematisch gegliederte Unterforen eingerichtet, wo die bisherigen Beiträge weiterentwickelt werden können. Die Foren werden von einem Moderatorenteam begleitet.<br />
                            <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikis</a> geben jedem Nutzer die Möglichkeit, Anregungen konkret auszuformulieren – dabei werden auch eventuelle Hindernisse berücksichtigt. Abschließend werden die Ergebnisse überprüft und von Nutzern und Moderatoren bewertet.</p>
<p>„Die Vorteile des Internets, z.B. Schnelligkeit und Zeitungebundenheit, können genutzt werden. Gerade Familien, die aufgrund von Zeitknappheit nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können, können aber an der Internetdiskussion teilnehmen. Familienhaushalte sind zudem diejenigen Haushalte mit der höchsten Zugangsdichte zum Internet,“ beschreibt Börger die Gründe, einen Online-Dialog zum Thema Familienpolitik einzurichten. Die Attraktivität von Online-Bürgerbeteiligung liege besonders in der Nutzerfreundlichkeit und Funktionalität der Plattform begründet, erklärt Rolf Lührs von der TuTech GmbH: „Die Nutzer haben das Gefühl, dass ihre Stimme gehört und ernst genommen wird.“ Neben einer ernsthaften Diskussionsathmosphäre biete das Portal aber durchaus auch Spaß durch einen spielerischen Zugang zum Thema und viele Features.</p>
<p>
                              <strong>Norden und Süden im Vergleich</strong>
                            </p>
<p>Als Besonderheit gab es in Hamburg und in München so zum Beispiel Diskussionen mit Experten zum Thema Familienpolitik. Hier wurden Fragen gestellt, aber auch Kritik geäußert und Anregungen gegeben. „Das war auch eine gute Erfahrung für die Verwaltung, da sie hier eine positive Art der Bürgerbeteiligung gezeigt bekamen, die sich auf Infoveranstaltungen und Podiumsdiskussionen eher selten zeigt,“ erläutert Rolf Lührs.</p>
<p>In Hamburg gab es zusätzlich Tagebuchberichte von zwei Müttern aus unterschiedlichen Wohnsituationen – eine berichtete von ihrem gar nicht so geruhsamen Leben im Alten Land, die andere vom Großstadttrubel mit Kind. Eine Kid´s Corner sollte speziell das ganz junge Publikum ansprechen und nach seinen Wünschen fragen, war aber leider weder in Hamburg noch in München gut besucht. Des Weiteren standen viele Hintergrundinformationen zur Verfügung, mit denen die Nutzer sich vor und während der Diskussion einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Familienpolitik verschaffen konnten.</p>
<p>Laut Rolf Lührs zeigten sich beim Nutzerverhalten im Norden und Süden der Republik durchaus Gemeinsamkeiten. Die Teilnehmerzahlen waren vergleichbar, lagen in Hamburg noch etwas höher als in München, wo sich etwa 300 Nutzer beteiligten. Überraschend für Lührs war der große Frauenanteil unter den Diskussionsteilnehmern, er lag bei etwa 60 Prozent: „Normalerweise werden Online-Partizipationsangebote stärker von Männern genutzt. Familienexperten fanden den für das Themengebiet ungewöhnlich hohen Männeranteil überraschend.“</p>
<p>Es ließen sich auch Unterschiede erkennen: „In Hamburg bestand am Anfang die Tendenz, das Thema in einem allgemeineren politischeren Kontext zu diskutieren, da der Senat im Vorfeld einige Sparmaßnahmen erlassen hatte, von denen natürlich auch Familien betroffen sind,“ meint Lührs. „Hier herrschte deswegen zu Beginn eine kritischere Grundstimmung.“ Lob für das Projekt gab es aber in beiden Städten.</p>
<p>
                              <strong>Erfolgsfaktoren</strong>
                            </p>
<p>Der Erfolg des Projektes lässt sich nach Lührs an mehreren Faktoren festmachen. „Das Portal bietet eine innovative Art der Beteiligung. In der Kürze der Zeit kam in München eine Menge Input für die Leitlinie zusammen. Auch wenn die Diskussion nicht repräsentativ war, bekommt die Stadtverwaltung ein Gefühl für die Bedürfnisse der Familien.“ „Die Qualität der Diskussion war auf hohen Niveau &#8211; sehr engagiert und konstruktiv. Keinerlei verbale Ausfälle,“ beurteilt Frank Börger den Ausgang. „Angesichts der knappen Vorbereitungszeit ein sehr gutes Ergebnis.“</p>
<p>Auch für die Kommunen sei der Einsatz von Instrumenten zur Online-Bürgerbeteiligung vorteilhaft. „Die Kommunen bekommen ein Instrument, das bei einem hohen Nutzen vergleichsweise niedrige Kosten bietet,“ meint Lührs. Für eine Stadt von der Größenordnung Münchens oder Hamburgs beginne die Kostenspanne für den Einsatz der Plattform bei 25.000 bis 30.000 Euro.<br />
                            <br />Geht es nach dem Leiter der TuTech Innovation GmbH, wird sich die moderierte Online-Diskussion als ein Instrument unter Anderen im politischen Partizipationsprozess etablieren. Während Info-Veranstaltungen und öffentliche Diskussionen eher einkanalig ausgerichtet sind – die Rollen von Empfänger und Sender sind klar verteilt – setzt das Online-Format explizit auf Zweikanaligkeit. Offline-Veranstaltungen sollen durch den Online-Dialog aber keinesfalls ersetzt werden. „Die Plattform macht nur im Verbund mit anderen Angeboten Sinn,“ erklärt Lührs. Weniger medienaffine Gruppen müsse man weiter über Präsenzveranstaltungen und Information zu erreichen versuchen.</p>
<p>
                              <strong>Konkrete Umsetzung muss folgen</strong>
                            </p>
<p>Wie sich herausstellte, eignen sich die Plattformen auch, um Schwachstellen in der bisherigen politischen Informationsarbeit aufzuzeigen. Im Hamburger „Bürgerleitfaden familienfreundlicher Wohnort Hamburg“ &#8211; der mittlerweile zum<br />
                            <a href="http://www.familienleben-hamburg.de/demos.php?menucontext=&amp;submenucontext=&amp;subsubmenucontext=&amp;id_viewback=33&amp;view=detail&amp;id_item=957&amp;subsubmenucontext=957" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Download</a> bereitsteht &#8211; lässt sich erkennen, dass viele Familien über die sie betreffenden politischen Angebote nicht ausreichend informiert sind, dass sie z.B. teilweise nicht wissen, welche Förderungsmöglichkeiten für sie in Frage kommen. Hier kann man ansetzen, indem man weniger effektive Arten der Informationsarbeit identifiziert und aussichtsreicheren Möglichkeiten erprobt.</p>
<p>Nun gilt es, den Befürchtungen, dass die Online-Projekte lediglich als Alibi-Angebot genutzt werden, um den Nutzern allein das Gefühl einer höheren Partizipationsmöglichkeit zu geben, konkrete Maßnahmen entgegenzusetzen. Die geäußerten Vorschläge müssen sich in der politischen Realität wiederfinden lassen. Hamburg gelang mit<br />
                            <a href="http://www.wachsende-stadt.hamburg.de/index-flash.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Metropole Hamburg &#8211; Wachsende Stadt“</a> ein Beispiel dafür, wie Bürgermeinungen konkret umgesetzt werden können. Mit dem Bürgerleitfaden zum familienfreundlichen Wohnen sind die Wünsche und Bedürfnisse von Familien immerhin identifiziert und zusammengefasst.</p>
<p>In München wird es bis zu konkreten Ergebnisse, bis zur Erstellung der Leitlinie, noch einige Zeit dauern, wie Frank Börger anmerkt. „Die Bürgerbeteiligung ist noch nicht abgeschlossen und die Auswertung der Online-Diskussion hat erst begonnen. Die Internetdiskussion war ein Baustein in der Öffentlichkeitsphase. Anfang Oktober findet das 1. Münchner Kinder- und Familienforum (ein zweitägige Veranstaltung) statt.“ Erst danach würde die endgültige Version der Leitlinien erstellt und man können sagen, welche Punkte der Online-Diskussion dort Aufnahme finden.</p>
</td>
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