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	<title>Finnland &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Finnland &#8211; politik-digital</title>
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		<title>European E-City-Award</title>
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		<dc:creator><![CDATA[awegscheider]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am 5. September wurden in Wien die Sieger des European E-City Awards bekannt gegeben. Gesamtsieger ist Kopenhagen. Berlin ging als Sieger in der Kategorie "Unternehmen" hervor.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. September wurden in Wien die Sieger des European E-City Awards bekannt gegeben. Gesamtsieger ist Kopenhagen. Berlin ging als Sieger in der Kategorie &#8220;Unternehmen&#8221; hervor.<!--break-->
                    </p>
<p>Die Europäische Benchmark-Studie untersuchte die Portale europäischer Großstädte hinsichtlich ihres Informationswertes für die Kernzielgruppen Bürger, Unternehmen und Touristen. In den drei Einzelkategorien wurden am 5. September jeweils drei Sieger bekannt gegeben. Als Gesamtsieger über alle Kategorien wurde Kopenhagen ermittelt. Insgesamt zeigt sich, dass die dänischen Städte besonders erfolgreich im Internet vertreten sind. Alle drei in der Studie untersuchten dänischen Städte sind in einer oder in mehreren Kategorien in den Top 10 Listen vertreten. Auch Schweden und Finnland schnitten in der Vorbewertung gut ab. „Das gute Abschneiden der skandinavischen Städte spiegelt den hohen Internet-Durchdringungsgrad in diesen Ländern wieder“, so Stefan Eckart von der Initiative European E-City Award. In der Studie seien überraschend deutliche Qualitätsunterschiede unter den Haupt- und Großstädten Europas festgestellt worden, meint Eckart.</p>
<p>
                      <strong>Mit 7 Top-10 rankings ist Deutschland gut vertreten</strong>
                    </p>
<p>Auch die deutschen Städte schnitten gut ab. Deutschland ist insgesamt mit 7 von 20 untersuchten Städten in den Top 10-Listen der einzelnen Kategorien vertreten. Mit<br />
                    <a href="http://www.berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.berlin.de</a> konnte die Hauptstadt den Wettbewerb in der Kernzielgruppe „Unternehmen“ für sich entscheiden. www.berlin.de setzte sich mit einem klar strukturierten und ausführlichen Informationsangebot für ansiedelungswillige Firmen und Investoren durch“, heißt es seitens der Initiative European eCity-award.</p>
<p>Berlin.de wird verantwortet von der Berlin.de new media GmbH &amp; Co. KG, einer hundertprozentigen Tochter der BerlinOnline Stadtportal GmbH &amp; Co. KG, einem Gemeinschaftsunternehmen von<br />
                    <a href="http://www.guj.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gruner + Jahr</a> , der<br />
                    <a href="http://www.bankgesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bankgesellschaft Berlin</a> und der<br />
                    <a href="http://www.berliner-volksbank.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Volksbank</a>. Besonderes Lob fanden das zentrale Firmenverzeichnis, die städtischen Wirtschaftsnachrichten und die Existenzgründungsberatung. Auch andere deutsche Städte wurde ausgezeichnet. Hamburg erreichte Platz 2 in der Kategorie „Touristen“, in der auf Platz 3 Berlin ein weiteres mal punkten konnte. Stuttgart war schon in der<br />
                    <a href="/egovernment/studien/etown1.shtml">e-Town Studie von politik-digital</a> und der Initiative D1 zur besten Stadt im Bereich eDemocracy gekürt worden. Nun konnte die Stadt auch im europäischen Vergleich mit Bürgerfreundlichkeit punkten und erreichte Platz 3 in der Kategorie „Bürger.“<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 11.09.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>eVoting, Phase 3 &#8211; Wer macht was?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/evoting-eu-shtml-3172/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[nlange]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jul 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
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					<description><![CDATA[
                    Die Entwicklung von Internetwahlen befindet sich seit Beginn des Jahres in einer neuen Phase. politik-digital.de wirft einen Blick auf die aktuellen Projekte innerhalb Europas.
                    ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entwicklung von Internetwahlen befindet sich seit Beginn des Jahres in einer neuen Phase. politik-digital.de wirft einen Blick auf die aktuellen Projekte innerhalb Europas.<br />
                    <br /><!--break-->
                  </p>
<p>Nach anfänglicher Euphorie und der nach den ersten Pilotprojekten eingetretenen Ernüchterung, scheint für die Weiterentwicklung von Internetwahlen nun eine neue Runde eingeläutet worden zu sein. Interessanterweise werden dabei jetzt auch in Ländern Aktivitäten entwickelt, die vorher kein bzw. nur geringes Interesse an elektronischen Wahlverfahren gezeigt hatten. Während beispielsweise der deutsche Innenminister Schily nach zahlreichen Pilot- und Testprojekten noch vor kurzem konstatierte, dass es vorläufig keine Bundestagswahlen über das Internet geben werde, preschte Anfang diesen Jahres der britische Unterhaus-Chef Robin Cook nach vorn und erklärte das Vereinigte Königreich (UK) kurzerhand zur Führungsmacht auf dem Gebiet der elektronischen Demokratie. Inwieweit dies den Realitäten entspricht, wird später erläutert. Zunächst richtet sich der Blick jedoch auf ein anderes Königreich im informationstechnisch bekanntermaßen tatsächlich führenden Skandinavien.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>.se: Klassenbester?</strong><br />
                  <br />Von den Schweden, so wird oft behauptet, könne man in Punkto Demokratie, Bildung und moderner Kommunikation noch so einiges lernen. In Bezug auf Wahlen im Internet wäre dies dann wohl vor allem die tief sitzende Skepsis. Die schwedische Regierung lehnt echte landesweite Internetwahlen konsequent ab. Lediglich Wahlen an vernetzten Wahlmaschinen in den Wahllokalen werden als in Frage kommend angesehen.</p>
<p>Trotzdem hat es kürzlich in Schweden Internetwahlen-Testläufe gegeben. So wurde bereits im letzten Jahr die<br />
                  <a href="http://www.cpsr.org/publications/newsletters/issues/2001/Winter/olsson.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">studentische Vertretung der Universität Umeå</a> via Internet gewählt. Die dadurch erhoffte Steigerung der Wahlbeteiligung blieb jedoch aus. Auch die Jugendwahlen Anfang 2002, bei der über 90.000 Schüler ihre Interessenvertreter bestimmten, waren wenig erfolgreich. Hierbei lagen die Gründe jedoch eher in der Technik als im Desinteresse der Zielgruppe. Die Wahlserver brachen unter der Belastung zu den Stoßzeiten einfach zusammen.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>.fi: Keine Pläne</strong><br />
                  <br />Auch Finnland ist eine der am weitesten entwickelten Gesellschaften hinsichtlich der Nutzung des Internets. Umso überraschender ist es, dass dort so gut wie keine Anstrengungen in Richtung Internetwahlen unternommen werden. Das finnische Wahlrecht, das nicht einmal Briefwahl zulässt, müsste dafür ohnehin geändert werden. Eine Ausnahme stellt lediglich die Insel Åland dar. Die dortigen 25.000 Einwohner werden im Jahr 2003 die Chance bekommen, die Zusammensetzung des Regionalparlaments Lagting vom heimischen PC aus zu bestimmen.<br />
                  <br />Skandinavien spielt also wider Erwarten keine führende Rolle bei der Entwicklung von Online-Wahlen. Die Regierungen weisen diesbezüglich vor allem auf die Bewahrung demokratischer Traditionen und die eventuellen Sicherheitsrisiken hin.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>.ch: Eigentlich kein Bedarf, aber &#8230;</strong><br />
                  <br />Das Land, das für seine Traditionen der direkten Demokratie bekannt ist, scheint die Potenziale des Internet bisher nicht erkannt zu haben. Vielleicht besteht in der Schweiz aber auch einfach nur kein Bedarf. Die lokalen und regionalen Netzwerke funktionieren auch offline sehr gut, so dass von den Bürgern kaum Gewinn durch politische Aktivitäten im Internet erwartet wird.</p>
<p>In diesem Jahr wurden in Neuchâtel, Zürich und Genf dennoch<br />
                  <a href="http://e-gov.admin.ch/vote/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erste Pilotprojekte</a> (Link nicht mehr aktuell: Hier gelangen Sie zur<br />
                  <a href="http://www.bk.admin.ch/themen/pore/evoting/00774/index.html?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neuen Website</a>, Anm. der Red. 20.07.2006) gestartet. Spannend ist dabei, dass es sich nicht um Wahltests, sondern vielmehr um Kombinationen aus Referenden, Wahlen und Diskussionen auf regionaler Ebene handelt. Dieser Ansatz ist viel versprechend, bis jetzt ist das Interesse der Bürger aus den oben angeführten Gründen jedoch äußerst gering. Zudem sind zahlreiche technische Probleme auch in der Schweiz noch ungelöst.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>.uk: Ganz weit vorn?</strong><br />
                  <br />Von einer Führungsrolle kann im UK wohl kaum die Rede sein, steckt doch die<br />
                  <a href="http://www.local-regions.odpm.gov.uk/egov/e-voting/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">elektronische Demokratie</a> dort noch in den Kinderschuhen. In 2002 wurden jedoch einige Initiativen zum Leben erweckt. Man ist jedoch äußerst vorsichtig und versucht sich ausschließlich an sehr kleinen regionalen und lokalen Pilotprojekten. In 18 Städten werden verschiedene<br />
                  <a href="http://www.electoral-reform.org.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Voting Ansätze</a> auf kommunaler Ebene getestet. Dies beinhaltet sowohl das Aufstellen von Wahlmaschinen und elektronische Auszählungsverfahren, als auch das Wählen per Internet und Telefon. In Liverpool und Sheffield experimentiert man sogar mit der Stimmabgabe per SMS.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>.fr: Erste Schritte</strong><br />
                  <br />Während den Parlaments- und den Präsidentenwahlen wurden in Frankreich erstmalig<br />
                  <a href="http://www.francetelecom.com/vfrance/home/pourvous/boutique/internet/innovation/e_citoyens.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Wahlen-Tests</a> durchgeführt. Dies geschah im Rahmen des EU-geförderten Projektes E-Poll. Etwa 1.500 Wähler in zwei französischen Kleinstädten erhielten die Möglichkeit an rechtlich unverbindlichen Schattenwahlen parallel zu den eigentlichen Wahlen teilzunehmen.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>.de: Mühsam &#8230;</strong><br />
                  <br />In der Bundesrepublik gibt es mittlerweile zahlreiche Erfahrungen mit elektronischen Wahlen. Die bisherigen Pilotprojekte waren aber von zahlreichen technischen Problemen und Sicherheitsbedenken begleitet. Zu den zuletzt durchgeführten Projekten zählt u.a. die Wahl zum Jugendgemeinderat der<br />
                  <a href="http://www.fellbach.de/kommunalpolitik/jugendgemeinderat/Dokumentation_JGROnlinewahl.PDF" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gemeinde Fellbach</a>, die auch als Internetwahl ermöglicht wurde. Dabei wurde auf den Einsatz von Chipkarten verzichtet. Mit Hilfe einer durch ein Trustcenter erstellten TAN (Transaktionsnummer) war die Stimmabgabe von jeden normalen Browser aus möglich. Die dadurch erhoffte höhere Wahlbeteiligung blieb jedoch aus, es war sogar ein Rückgang von etwa 10 Prozent festzustellen. &#8220;WIEN&#8221; &#8211; Wählen in elektronischen Netzwerken &#8211; so lautet der Name der aktuellsten Initiative, in welcher ein Konsortium aus ivl GmbH Leverkusen, T systems CSM, Forschungsgruppe Internetwahlen der Uni Osnabrück und LDS (Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik)<br />
                  <a href="http://www.brandenburg.de/evoting/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brandenburg</a> gemeinsam das Thema weiter erforschen. Bei T-Systems CSM und im LDS fanden unter Einsatz der Onlinewahl-Software i-vote im April und Mai 2002 Personalratswahlen statt, bei der die MitarbeiterInnen ihre Stimme ausschließlich am Computer abgaben. Zur Identifizierung diente eine Chipkarte mit der dazugehörigen PIN. Eine Internetwahlsimulation wurde im LDS bereits im Juni 2000 erfolgreich durchgeführt.</p>
<p>
                  <strong>Blick nach Osten</strong><br />
                  <br />Alles in allem wird man das Gefühl nicht los, mit den Internetwahlen gehe es momentan nicht so richtig vorwärts. Noch immer laufen die Tests in sehr kleinem Rahmen ab und werden in politisch kaum relevanten Organisationen durchgeführt. Die Teilnehmerzahlen sind sehr gering und technische Innovationen sind derzeit auch nicht erkennbar. Erkenntnisse für &#8220;echte&#8221; politische Wahlen im Internet werden dabei nur in geringem Umfang gewonnen. Die Sicherheitsstandards basieren in so gut wie allen Fällen mittlerweile auf Smartcards mit elektronischen Signaturen. Die scheint momentan die einzig anerkannte Lösung zu sein. Es ist aber sehr fraglich ob das Ziel der Steigerung der Wahlbeteiligung tatsächlich erreicht werden kann, wenn die Wähler gezwungen sind, sich vorher für eine Smartcard zu registrieren. Das Wahlverfahren wird für den Nutzer ja im Vergleich zur konventionellen Wahl damit sogar komplizierter und unbequemer. Auffällig ist auch, dass die Pilotprojekte zumeist rein nationaler Natur sind und man offensichtlich wenig voneinander lernt. Hier könnte so einiges verbessert werden. Es ist unverständlich, dass immer wieder die gleichen Probleme auftauchen und auch immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden.</p>
<p>Wesentlich mutiger als die westeuropäischen Staaten zeigt sich die Republik Estland. Die Forscher und Politiker aller an E-Voting interessierten Länder blicken wohl gespannt auf die estnischen Parlamentswahlen 2003, die weltweit einmalig die rechtlich bindende Möglichkeit der Stimmabgabe via Internet enthalten. Vom Erfolg dieses ambitionierten Projekts hängt die Weiterentwicklung der Online-Wahlen in Europa ganz entscheidend ab. (Ein ausführlicher Bericht bei politik-digital.de wird folgen)</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 25.07.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>E-Learning gleicht einem déjà-vu-Phänomen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/elearning-sinko-shtml-2607/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[politik-digital sprach während der diesjährigen 
                    Online-Educa mit Matti Sinko, Projektdirektor der 
                    Finnish Virtual University, der sich seit 1989 in leitenden Positionen mit dem Einsatz von computergestützten Lernens in der universitären Ausbildung beschäftigt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>politik-digital sprach während der diesjährigen<br />
                    <a href="http://www.online-educa.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Educa</a> mit Matti Sinko, Projektdirektor der<br />
                    <a href="http://www.virtualuniversity.fi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Finnish Virtual University</a>, der sich seit 1989 in leitenden Positionen mit dem Einsatz von computergestützten Lernens in der universitären Ausbildung beschäftigt.<!--break-->
                  </p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Wie lauten die gegenwärtigen Schlagwörter der e-Learning Debatten? Gibt es Unterschiede zwischen den Debatte an Universitäten und in der freien Wirtschaft?</p>
<p>                  <strong>Matti Sinko:</strong> Ich denke, die Debatten an den Universitäten sind sehr unterschiedlich zu denen in der freien Wirtschaft. Ich beteilige mich nicht an den trendigen, oftmals hype-artigen Formulierungen der Wirtschaft. Denn das ist meiner Meinung nach der wesentliche Unterschied zwischen beiden. Im Gegensatz zur Industrie und den dort beliebten Marketingslogans, ist die Aufgabe des akademischen Diskurses eine umfassendere. Wir versuchen aufzuzeigen, was das Neue am Neuen ist, woher es kommt und wie es sich von den bisherigen Konzepten und Anwendungen in der Praxis unterscheidet &#8211; oder eben nicht.  </p>
<p>E-Learning ist eindeutig eines dieser Hype-Wörter im Stile von e-Anything. In den 70 Jahren wurde an alle Begriffe ADP (automatische Datenverarbeitung) angehängt. In den 80 er Jahren war alles computergestützt oder rechnergestützt und in der letzte Dekade war alles online- und virtuell. Jetzt heißt alles e-Learning, e-Government, e-Business. Dabei ist e-Learning lediglich Computer- und netzgestützte, automatische Datenverarbeitung und Datentransfer zur Unterstützung und Förderung von Lehren und Studieren. Die Sprache der Wirtschaft ist sehr innovativ. Das &#8220;e-Jahr&#8221; ist so kurz und hektisch, dass zur gründlichen Produkteinführung keine Zeit bleibt und daher die alten Produkte einfach nur in neue sprachliche Verpackungen gekleidet werden, um mit der Schnelllebigkeit des &#8220;e-Lebens&#8221; Schritt zu halten.</p>
<p>Dabei zählt eigentlich nur das wirkliche Leben &#8211; besonders trifft das für Studenten zu, die gerade von zu Hause ausgezogen sind und neue aufregende Lebenserfahrungen machen wollen, wie neue Kontakte knüpfen, neue Liebesbeziehungen eingehen oder neue Abenteuer in der Freizeit, im Beruf und in der akademischen Welt erleben wollen. Das sind so tiefgreifende Herausforderungen für sie, dass die virtuelle Version davon dem realen Leben eine neue Qualität hinzufügen muss, um wirklich konkurrenzfähig zu sein. Wenn also ein Student Kunde deines e-Services bleibt, hat dein Angebot diese Qualität.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Welche Geschäftsmodelle sind gerade en vogue und welche erfolgreich?</p>
<p>
                  <strong>Matti Sinko:</strong> Ich denke, wie wir e-Learning erleben, gleicht dem déjà-vu-Phänomen &#8211; vergleichbar den ersten Autos auf unseren Straßen zu Zeiten von Pferdekutschen und dem ungläubigen Staunen und Entsetzen darüber. Unser sich nach und nach virtualisierendes Bildungssystem wird immer noch in Metaphern, Bildern und Strukturen der alten klassischen Zeit beschrieben, wie beispielsweise Klassenzimmer, Vorlesung oder Seminar. Die neuen Lernumgebungen und Bildungsinstitutionen haben noch keine eigene sprachliche Form gefunden. Das trifft auch auf eigene und neue Geschäftsmodelle zu. Es gibt viele verschiedene Geschäftsmodelle in den USA im Unterschied zu Europa und zu Deutschland, obwohl die Digitalisierung den Prozess der Bildung eines einheitlichen, europäischen Bildungsmarktes beschleunigt. Es wird viele erfolgreiche Gründungen von virtuellen Universitäten geben. Ich glaube, dass Universitäten und Hochschulen sowohl staatlich als auch privatwirtschaftlich verfasst sein werden.</p>
<p>Aus der nordisch-skandinavischen Tradition kommend, bin ich von der Wettbewerbsfähigkeit der öffentlichen Bildungseinrichtungen überzeugt, die in enger Zusammenarbeit und Kommunikation mit der Wirtschaft stehen müssen.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Welche technischen Entwicklungen werden e-Learning beeinflussen?</p>
<p>
                  <strong>Matti Sinko:</strong> Videokonferenzen, und Internettelefonieren werden in naher Zukunft e-Learning bereichern. Zusammen mit Spracherkennung und sprachgesteuerten Anwendungen, persönlichen virtuellen Assistenten in Roboterform und drahtloser mobiler Breitbandtechnik &#8211; auch m-Learning genannt &#8211; werden sich die bisher geltenden Standards des e-Lernens verändern. Aber alle diese Entwicklungen brauchen ihre Zeit, bis sie nicht nur von den Pionieren, sondern auch von der breiten Masse akzeptiert und angewendet werden, wenn es ihnen nicht so wie vielen anderen technischen Entwicklungen gehen soll, die sich nie durchgesetzt haben. Aber eigentlich überlasse ich solche Voraussagen den Futuristen und konzentriere mich auf die Förderung der bestehenden Techniken und deren Anwendung.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Unterstützt e-Learning die Entwicklung einer neuen Lernkultur oder ist es nur &#8220;alter Wein in neuen Schläuchen&#8221;?</p>
<p>
                  <strong>Matti Sinko:</strong> Ja und Nein. Die Verbesserung der Lernkultur ist eine große Herausforderung, die nicht durch die Entwicklung neuer Technik gelöst werden kann. Aber andererseits gibt es weltweit so viele Herausforderungen im Bereich Bildung, dass wir mit größter Anstrengung erforschen sollten, wie uns die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) bei der Bewältigung dieser vielfältigen und andauernden Herausforderungen helfen können.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Fühlen sich Studenten in virtuellen Klassenräumen einer erhöhten Kontrolle ausgesetzt?</p>
<p>
                  <strong>Matti Sinko:</strong> Einige Studenten befürchten das. Andere befürchten richtigerweise den Verlust der Möglichkeit, als stiller Hinterbänkler oder &#8220;blinder Passagier&#8221; das Geschehen nur zu beobachten. Wenn gewünscht, ist man größeren Kontrollmöglichkeiten ausgesetzt. Aber das bringt uns zu Fragen der Pädagogik zurück: Die neuen IuK-Technologien können zu mehr Kontrolle genützt werden, können aber gleichzeitig dem Lernenden zu mehr Freiheit verhelfen. Denn wir, die Lehrer, die Entwickler, die Bürger entscheiden über die Einführung und Nutzung der IuK-Technologien.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Ist ihrer Meinung nach das Internet noch ein Ort des freien Austausches von Wissen? Oder ist das eine zu romantische Ansicht?</p>
<p>
                  <strong>Matti Sinko:</strong> Ich bin gleichzeitig Realist und Romantiker! Die gegenwärtigen Tendenzen zu vermehrter Kontrolle des Internets, der Monopolisierung, der Ausbeutung von Menschen zur Profitmaximierung kollidieren immer mit den entgegengesetzten Tendenzen der Erhaltung bzw. Einführung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und der Wahrung von geistigen Eigentumsrechten. Begriffe wie Individualität und Isolation im Gegensatz zu Solidarität und Konformismus werden ständig neudefiniert. Es wird Kämpfe geben, positive wie negative Entwicklungen und Tendenzen &#8211; aber so ist nun mal die Natur des sozialen Lebens.</p>
<p>Gegenwärtig fördern wir an unserer Universität die Veröffentlichung von Kursen im Internet. Das hat die Debatte und das Verständnis über die Einhaltung der Urheberrechte der Verfasser angeheizt und auf eine neue Stufe gebracht. Dabei kam es zu unterschiedlichen Lösungen. Kurzfristig betrachtet, führt die Einhaltung der Eigentumsrechte der Verfasser zur Verringerung der Veröffentlichungen im Netz, aber langfristig stärkt es die &#8220;open source&#8221; (offener Quellcode) Bewegung. Diese beiden Entwicklungen sind aber gar nicht so gegensätzlich wie sie auf den ersten Blick erscheinen mögen, da die Beachtung der Urheberrechte jedem Einzelnen die Möglichkeit bietet, frei über deren Ausgestaltung zu entscheiden.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital:</strong> Kann durch den Einsatz von e-Learning der Wissensunterschied zwischen der sogenannten &#8220;ersten Welt&#8221; und der &#8220;dritten Welt&#8221; gemindert werden?</p>
<p>
                  <strong>Matti Sinko:</strong> Kurzfristig sehe ich die Sache eher gegenteilig, dass e-Learning die digitale Spaltung der Gesellschaften vergrößert bzw. sichtbarer macht. Aber langfristig, denke ich, können Iuk-Technologien eine nachhaltige Entwicklung befördern und die Wissenskluft zwischen armen und reichen Ländern verringern. Besonders mobile Technologien und günstige Palm-Tops können hilfreiche Werkzeuge beim Kampf um eine nachhaltige Globalisierung sein. Aber einer solchen Entwicklung unterliegt kein innewohnender Automatismus. Es benötigt vielmehr einen klaren politischen Willen zur Schließung der Wissenskluft.</p>
<p>
                  <strong>politik-digital: </strong>Vielen Dank für das Gespräch!<br />
                  </p>
<p>Das Interview mit Matti Sinko führte Clemens Lerche.</p>
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		<title>Der Internet-Minister</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pbecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Olli-Pekka Heinonen]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">
Der finnische Internet-Minister Olli-Pekka Heinonen hat sein Volk
ins Netz gebracht.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Der finnische Internet-Minister Olli-Pekka Heinonen hat sein Volk<br />
ins Netz gebracht.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Wie der finnische Politiker Olli-Pekka Heinonen<br />
sein Volk ins Netz brachte </b></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Daran, einmal Politiker oder gar Minister zu werden,<br />
hatte der 35 Jahre alte, stets ruhig wirkende, blonde<br />
Lehrer und Jurist eigentlich nie gedacht. Nun ist er es<br />
schon mehr als fünf Jahre. Und Olli-Pekka Heinonen,<br />
zuständig für Bildung und Wissenschaft hat beste<br />
Aussichten, auch nach den Wahlen am kommenden<br />
Wochenende wieder Regierungsverantwortung zu<br />
übernehmen. Umfragen zufolge ist der<br />
&quot;Internet-Minister&quot; nämlich Finnlands beliebtester<br />
Politiker. Heinonen gelang das Kunststück innerhalb<br />
kurzer Zeit, fast eine ganze Nation ins Internet zu<br />
bringen. &quot;Wir wollten nicht, daß eine neue Technik die<br />
Gesellschaft in zwei Klassen teilt&quot;, sagte der rührige<br />
Politiker im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt.<br />
Heute gehören in Finnland E-Mail-Adresse und<br />
Mobilfunknummer so selbstverständlich auf die<br />
Visitenkarte wie hierzulande Straße und Postleitzahl.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/heinonen/images/heinonen.jpg" alt="Olli-Pekka Heinonen" border="1" height="143" hspace="0" vspace="0" width="120" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Olli-Pekka Heinonen</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um die Nation Ende der 80er Jahre aus tiefer<br />
Rezession und hoher Arbeitslosigkeit herauszuführen<br />
und in eine hochtechnisierte Industrie-Gesellschaft zu<br />
verwandeln, machte das Land mit seinen 4,5 Millionen<br />
Einwohnern enorme Geldmittel locker. &quot;Allein seit 1996<br />
investierte die Regierung rund 80 Millionen Mark in den<br />
Aufbau von Netzwerken und Internet-Zugängen.&quot; Die<br />
Regionen legten noch einmal die gleiche Summe<br />
obendrauf und tragen auch die Folgekosten. &quot;Das ist<br />
eine Menge Geld für unser kleines Land.&quot; Während<br />
Industrienationen wie Deutschland ihre Aufwendungen<br />
für Forschung und Entwicklung zurückschraubten,<br />
investiert Finnland knapp drei Prozent vom<br />
Bruttosozialprodukt (Deutschland 2,3 Prozent). &quot;Wir<br />
bieten jedem Bürger ein Joint Venture für seine<br />
berufliche Zukunft an. Der Umgang mit dem PC ist<br />
genauso wichtig wie das Lesen und Schreiben.&quot; Das<br />
ehrgeizige Programm läuft jetzt seit knapp drei Jahren,<br />
und 90 Prozent der 4000 finnischen Schulen sind<br />
schon vernetzt. Der Computer-Unterricht beginnt<br />
bereits in der ersten Klasse. &quot;Um die Schüler für die<br />
neue Technik zu begeistern, mußten wir zunächst die<br />
Lehrer animieren, &#8216;alte Inhalte&#8217; mit modernen<br />
Hilfsmitteln zu vermitteln&quot;, sagt der Minister mit eigener<br />
Lehrerfahrung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>&quot;Um mehr in der Nähe meiner Frau und unserer<br />
beiden Kinder sein zu können, arbeite ich<br />
montags als Telejobber vom heimischen PC aus.&quot;</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Heute sind Finnlands Lehrer &quot;Moderatoren des<br />
technischen Fortschritts&quot;. Für die Pädagogen in den<br />
zumeist kleinen Schulen ist es nämlich ungeheuer<br />
hilfreich, sich Unterrichtsmaterial übers Netz besorgen<br />
zu können. Die Zwergschulen im dünnbesiedelten<br />
Norden des Landes sind mit ihren fünf bis sechs<br />
Schülern nicht vom technischen Fortschritt<br />
abgekoppelt. Über Video-Konferenzsysteme werden sie<br />
in einem Projekt von Helsinki aus recht erfolgreich<br />
unterrichtet. &quot;Über solche Systeme können wir selbst<br />
auf den kleinen Inseln im Süden Wahlmöglichkeiten<br />
beim Fremdsprachenunterricht anbieten&quot;, sagt<br />
Finnlands Bildungsminister Heinonen, für den das<br />
Internet nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern ein<br />
Kultur- und Bildungsmittel ist. &quot;Als kleines Land haben<br />
wir im globalen Wettbewerb nämlich nur eine Chance,<br />
wenn unsere Bevölkerung sprachlich und technologisch<br />
hochqualifiziert ist.&quot; In der Telekommunikation<br />
beispielsweise nimmt Finnland vor USA, Japan und den<br />
anderen industrialisierten Nationen schon eine<br />
Spitzenstellung ein. Da es in jeder Klasse Schüler gibt,<br />
die besonders talentiert mit Computern umgehen,<br />
machte man sie zu &quot;Co-Teachern&quot;. &quot;Das erwies sich<br />
als ein sehr praktikables Mittel adäquater<br />
Wissensvermittlung.&quot; Nach Schulschluß laden die<br />
Schüler Lehrer und Eltern in ihre Schulen ein, um ihnen<br />
den Umgang mit Internet und Computer zu zeigen. &quot;Ein<br />
großartiger Erfolg&quot;, freut sich &quot;Internet-Minister&quot;<br />
Heinonen. &quot;Es bildeten sich lokale, von Eltern oder<br />
Lehrern betreute Clubs und Vereine, die die<br />
Bildungsarbeit eigenständig fortsetzen.&quot; Das frühzeitige<br />
Heranführen an die digitale Technik zahlt sich aus. In<br />
den allgemeinbildenden Schulen wurde die<br />
Stundenzahl naturwissenschaftlicher Fächer erhöht.<br />
Die Studentenzahlen in diesen Fachbereichen<br />
verdoppelte sich. &quot;Deshalb schichten wir<br />
Haushaltsmittel um und richten jetzt eine neue<br />
Universität und mehrere polytechnische Hochschulen<br />
ein, die Inhalte vermitteln, die für eine Karriere in der<br />
High-Tech-Industrie notwendig sind. So finanzierten<br />
Staat und Industrie erst kürzlich den ersten Lehrstuhl<br />
für den elektronischen Handel (E-Commerce).<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Obwohl er zugibt, nicht viel von den Hintergründen der<br />
Computer-Technik zu verstehen, ist Finnlands<br />
Bildungsminister doch der größte Werbeträger für neue<br />
Technologien. &quot;Um mehr in der Nähe von meiner Frau<br />
und den beiden Kindern sein zu können, arbeite ich<br />
montags als Telejobber von zu Hause aus über meinen<br />
vernetzten PC. Um ein neues Medium einzuführen und<br />
dem Vorurteil zu begegnen, man müßte leibhaftig im<br />
Büro anwesend sein, um zu arbeiten, halte ich auch<br />
viele Parlamentsreden über ein<br />
Video-Konferenzsystem.&quot; Für Redner des Deutschen<br />
Bundestages ein geradezu revolutionärer Gedanke.</span></p>
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