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	<title>Flickr &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Das &#034;Recht auf Vergessen&#034; gefährdet die Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 11:07:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das vermeintliche “Recht auf Vergessen” entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-141048" alt="Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1-630x274.jpg" width="630" height="274" /></a> <strong>Das vermeintliche “Recht auf Vergessen” entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr.</strong> Im Mai 2014 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass es ein “Recht auf Vergessen” geben würde und “<em>unter bestimmten Umständen</em>” Google Verweise auf Artikel aus den Suchergebnissen der eigenen Suchmaschine entfernen müsse. Wann genau, blieb aber unklar, und das Fehlen von Richtlinien führt zur Zeit zu zensurähnlichen Versuchen der Imagepflege, auf Kosten der Pressefreiheit. Denn ohne Suchmaschinen verschwinden Informationen im digitalen Nirgendwo. Und Google ist nicht allein von dem Urteil betroffen.</p>
<h3>Schutz der Privatsphäre</h3>
<p>Mario Costeja González. Dieser Mann wollte seinen Namen auf Google nicht mehr im Zusammenhang mit der Versteigerung eines Grundstücks sehen. Googelte er seinen Namen, zeigte Googles Suchmaschine einen Beitrag der Tageszeitung La Vanguardia aus dem Jahr 1998. In dem Artikel stand, dass Mario Costeja González aufgrund zu hoher Schulden bei der Sozialversicherung sein Grundstück versteigern musste. Der Fall war mehr als 15 Jahre her und die abgeschlossene Pfändung für Mario Costeja González erledigt. Seiner Meinung nach müsse der Artikel nicht mehr auffindbar sein. Er wendete sich an die spanische Datenschutzagentur und hoffte, dass die Zeitung seinen Namen aus dem korrekten Bericht tilgen und dass Google seine personenbezogenen Daten löschen oder in den Suchergebnissen verbergen müsse. Der Europäische Gerichtshof gab Mario Costeja González Recht und leitete aus der EU-Datenschutzrichtlinie ein vermeintliches “Recht auf Vergessen” ab. Nötig war das nicht, wie der <a href="http://www.focus.de/digital/internet/mosley-besiegt-gigant-google-suchmaschine-darf-bilder-von-orgie-mit-prostituierten-nicht-mehr-ausspielen-6_id_3566308.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fall Max Mosley</a> zeigte und Alvar Freude an der “<em><a href="http://blog.alvar-freude.de/2014/05/suchmaschinenzensur-beispiele.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">privaten Suchmaschinenzensur</a></em>” von Bettina Wulff erklärt. Wie genau jetzt die Überprüfung und Löschung der Anträge erfolgen sollte, sagten die Richter in ihrem Urteil aber nicht. Das hier zu vermeintlich mehr Datenschutz gezwungene Unternehmen soll sich selber überlegen, wie die Privatsphäre der Bürger besser geschützt werden kann und muss selber festlegen, wie mit Löschanfragen umzugehen ist. Google wurde hier der schwarze Peter des Verantwortlichen für Zensur zugeschoben, eine Rolle, die das Unternehmen niemals haben wollte.</p>
<h3>&#8230; auf Kosten der Pressefreiheit</h3>
<p>Mitte Juli waren bereits europaweit über <a href="http://www.taz.de/Digitale-Imagepflege-mit-Google/%21142391/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">70.000 Anträge auf Löschung</a> eingegangen, davon waren 12.000 aus Deutschland, der Hochburg der Streetview-Verweigerer. Und Zensoren, denn was in den Medien zuerst voller Schadenfreude falsch dargestellt wurde und die Löschanträge wohl nur noch weiter beförderte, war der Fakt, dass nicht die Quelle der unliebsamen Informationen nach einer angemessenen Prüfung gelöscht wird, sondern der Weg via Google und das eben auf unklare Art und Weise. Für den Rechtsanwalt <a href="https://twitter.com/RAStadler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Stadler</a> ist das Urteil gerade deshalb problematisch, “<em>weil es das Spannungsverhältnis zwischen Persönlichkeitsrecht/Datenschutz einerseits und Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit andererseits höchst <a href="https://netzpolitik.org/2014/kommentar-zum-eugh-urteil-vorrang-des-datenschutzes-vor-meinungs-und-informationsfreiheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einseitig zugunsten des Datenschutzes</a> auflöst</em>“. Suchmaschinen nehmen aber in unserer vernetzten Gesellschaft eine elementare Rolle ein, denn sie ermöglichen Nutzern aus Unmengen an Informationen, die für sie relevanten Daten zu finden. Diesem wichtigen Grundstein in unserer digitalen Kommunikation und dem Umgang mit Informationen, könnte das Urteil ein jähes Ende bereiten, denn der Europäische Gerichtshof gibt in seinem Urteil dem Datenschutz einen regelmäßigen Vorrang vor der Meinungs- und Informationsfreiheit und fördert somit ein <a href="https://netzpolitik.org/2014/kommentar-zum-eugh-urteil-zuviel-des-guten-privatisierte-rechtsdurchsetzung-auf-dem-vormarsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regime privater Rechtsdurchsetzung</a>. Schnell traf es auch vor allem die Medien, die von Google Hinweise auf die Löschung von ihren Links aus den Ergebnislisten erhielten. In Deutschland waren das u.a. die taz, Spiegel Online und Zeit Online. In Großbritannien waren es die BBC, die Daily Mail und der Guardian, dessen Autor <a href="https://twitter.com/jamesrbuk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">James Ball</a> an insgesamt sechs nicht mehr via Google auffindbaren Artikeln <a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/jul/02/eu-right-to-be-forgotten-guardian-google" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufzeigte</a>, dass man nur die Informationen über eine Person auffindet, die diese zulässt. Das primär gegen Google gerichtete Urteil trifft aber auch andere Plattformen im Internet und das Fehlen eines klaren Prozesses, wie mit Löschanfragen umgegangen wird, schafft Unsicherheit – auf Seiten der Plattformbetreiber und der Nutzer – und Gelegenheit für Leute, die ihre digitales Image polieren wollen. “<em>Da jetzt alle Menschen formal in der Lage sind, ihre digitale Biographie so zu gestalten, wie sie es wünschen, schürt dies nur die Intransparenz</em>“, sagt <a href="https://twitter.com/ChristianScherg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Scherg</a>, Gründer des auf Online-Reputationsmanagement spezialisierten Unternehmens “Revolvermänner” <a href="http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/recht-und-gehalt/google-eugh-urteil-persoenlichkeitsrechte-12974670.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf Faz.net</a>.</p>
<h3>Der Willkür Tür und Tor geöffnet?</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/548539218_9f1b637273_z.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141049 alignleft" alt="548539218_9f1b637273_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/548539218_9f1b637273_z-630x419.jpg" width="312" height="207" /></a>Ich selber bin vor wenigen Wochen Opfer eines Löschantrags geworden, der die zur Zeit vorherrschende Willkür aufzeigt. Am 14. Mai erhielt ich eine Mitteilung von Yahoos Foto-Plattform <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flickr" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Flickr</a>, dass “<em>in einigen Regionen Porträtrechte unter das Copyright fallen, d. h. dass Personen verlangen können, dass Bilder, auf denen Sie abgebildet sind, aus dem Flickr Fotostream entfernt werden, wenn sie eine gültige Identifikation vorlegen. Wir haben eine solche Anfrage von Angelo D’Angelico erhalten</em>“. Flickr löschte das Foto ohne weitere Recherche. Das sich D’Angelico als die abgebildete Person identifizieren konnte, reichte Flickr vollkommen aus. Was das Flickr-Team nicht wissen konnte, da sie es nicht geprüft haben, war der Fakt, dass ich das Foto als Journalist auf einer öffentlichen <a href="https://www.flickr.com/photos/tobiasschwarz/sets/72157632692234126/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veranstaltung</a> gemacht habe. An dem Abend stellten sich die Kandidaten für die Berliner Liste von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl 2013 vor. Neben den Bundestagsabgeordneten Renate Künast und Lisa Paus, bewarben sich auch die Landesabgeordneten Andreas Otto und Özcan Mutlu um einen aussichtsreichen Listenplatz, herausgefordert von Angelo D’Angelico. Das öffentliche Interesse daran war groß, denn selbst auf Welt.de wurde Angelo D’Angelico, “<em>der seit 2010 Parteimitglied ist</em>“, namentlich als Herausforderer erwähnt. Das öffentliche Interesse oder mein journalistisches Fotowerk, dass wohl für immer im Digitalen festgehalten hat, dass Angelo D’Angelico sich einmal für einen Listenplatz zur Bundestagswahl beworben hat und jeder von da aus weiter recherchieren kann, <a href="http://gruene-berlin.de/lmv13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dass es nicht geklappt hat</a>, waren aber nicht die Gründe, warum Angelo D’Angelico Flickr aufforderte, das Bild zu löschen. Am 5. Mai forderte er mich in einer Mail persönlich auf, das Bild zu löschen, da er eine “<em>Bereitstellung von Content auf einer kommerziellen Seite mit Nutzungsabtretung</em>” ablehne. Diesem Wunsch kam ich nicht nach, da ich als Urheber des Fotos den Ort der Veröffentlichung (Flickr) und die Wahl der Lizenz (Creative Commons) zur Verbreitung selber bestimmen darf, wie ich ihm auch ausführlich erklärte. Da ich Angelo D’Angelico als einen in der Stärkung von Urhebern an sich Gleichgesinnten bei den Berliner Grünen kannte, nahm ich an, dass er meine Rechte als Urheber akzeptieren würde.</p>
<h3>Es fehlen einheitliche Regeln</h3>
<p>Wenige Tage später erhielt ich die bereits erwähnte Mitteilung von Flickr, dass das Bild gelöscht wurde (Flickr Case 3230246). Ich wandte mich daraufhin an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yahoo" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Yahoo</a> Deutschland und erklärte den Sachverhalt, dass es sich bei dem Foto um ein journalistisches Werk von einer öffentlichen Veranstaltung mit öffentlichem Interesse handle. Eine Sprecherin des Unternehmens schrieb mir zurück, dass das “<em>Bild auf der Grundlage von internen Richtlinien, die dem Schutz von Portraitrechten dienen, entfernt wurde</em>“. Mir wurde aber die Möglichkeit gegeben, dass Bild Yahoo zuzusenden, damit sie “<em>mit Blick auf die zusätzlichen Informationen, u.a. dass es im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit Presseanwesenheit aufgenommen wurde</em>“, prüfen, ob es “<em>wieder hochgeladen werden kann</em>“. <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14529136059_2106d0769c_z.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141050 alignleft" alt="14529136059_2106d0769c_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14529136059_2106d0769c_z-630x420.jpg" width="326" height="217" /></a>Es konnte wieder hochgeladen werden. 40 Tage nach meiner Mail teilte mir die gleiche Unternehmenssprecherin mit, dass sie “<em>zu dem Schluss gekommen [ist], dass (…) dieses Foto wieder auf Flickr hochladen können. Angesichts [der] Angaben gehen wir in diesem speziellen Fall davon aus, dass es sich um eine öffentliche Veranstaltung gehandelt hat, bei der Pressevertreter zumindest geduldet wurden. Dieser Umstand war uns bei der ursprünglichen Prüfung dieses Falles nicht bewusst, weshalb – wie wir Ihnen bereits mitgeteilt hatten – das Foto zum Schutz von Portraitrechten entfernt wurde</em>“. Auf meine Nachfrage zu den Folgen des “Recht auf Vergessen”-Urteil für Yahoo, wurde ohne weiteren Kommentar auf das offizielle Statement von Yahoo verwiesen: “<em>In light of the European Court of Justice decision, our team is currently in the process of developing a solution for Yahoo users in Europe that we believe balances the important privacy and freedom of expression interests</em>“. Die ungerechtfertigte Löschung des Bildes aufgrund einer unbegründeten Anfrage von Angelo D’Angelico, aber auch die 40 Tage andauernde Prüfung des Sachverhalts eines einzigen Bildes, wobei meines Wissens nach Yahoo nicht bei der Grünen Jugend Berlin nachgefragt hat, ob es sich wirklich um eine öffentliche Veranstaltung handelte, zeigen die Notwendigkeit von transparenten Regeln, wie mit Löschanfragen umgegangen werden muss und wie die Pressefreiheit weiterhin geschützt werden kann. Noch zeigt die Politik in ihrem gegen Google gerichteten Regulierungswahn kein Bewusstsein für die Problematik. Auf einem an diesem Donnerstag in Brüssel angesetzten Treffen der europäischen Datenschützer, sind <a href="http://www.bloomberg.com/news/2014-07-17/eu-privacy-watchdogs-and-search-engines-meet-next-week.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nur Google und Microsoft</a> geladen. Europäische Suchmaschinen oder andere Vertreter von Organisationen wie Reporter ohne Grenzen oder European Digital Rights (EDRi) fehlen bei der Sitzung. Dabei wäre ein breiter Multistakeholder-Dialog jetzt genau das, was die weitere Entwicklung des unzureichend begründeten und gefährlichen “Recht auf Vergessen” braucht.   <em>Dieser Artikel erschien zuerst auf netzpiloten.de</em> Teaser und Image: Motaz Abuthiab Bild Angelo D&#8217;Angelico: Tobias Schwarz</p>
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		<title>Das &#034;Recht auf Vergessen&#034; gefährdet die Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 11:07:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das vermeintliche “Recht auf Vergessen” entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-141048" alt="Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Censr-image-Bild-Motaz-Abuthiab-CC-BY-2.0-via-Flickr_Format1-630x274.jpg" width="630" height="274" /></a> <strong>Das vermeintliche “Recht auf Vergessen” entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr.</strong> Im Mai 2014 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass es ein “Recht auf Vergessen” geben würde und “<em>unter bestimmten Umständen</em>” Google Verweise auf Artikel aus den Suchergebnissen der eigenen Suchmaschine entfernen müsse. Wann genau, blieb aber unklar, und das Fehlen von Richtlinien führt zur Zeit zu zensurähnlichen Versuchen der Imagepflege, auf Kosten der Pressefreiheit. Denn ohne Suchmaschinen verschwinden Informationen im digitalen Nirgendwo. Und Google ist nicht allein von dem Urteil betroffen.</p>
<h3>Schutz der Privatsphäre</h3>
<p>Mario Costeja González. Dieser Mann wollte seinen Namen auf Google nicht mehr im Zusammenhang mit der Versteigerung eines Grundstücks sehen. Googelte er seinen Namen, zeigte Googles Suchmaschine einen Beitrag der Tageszeitung La Vanguardia aus dem Jahr 1998. In dem Artikel stand, dass Mario Costeja González aufgrund zu hoher Schulden bei der Sozialversicherung sein Grundstück versteigern musste. Der Fall war mehr als 15 Jahre her und die abgeschlossene Pfändung für Mario Costeja González erledigt. Seiner Meinung nach müsse der Artikel nicht mehr auffindbar sein. Er wendete sich an die spanische Datenschutzagentur und hoffte, dass die Zeitung seinen Namen aus dem korrekten Bericht tilgen und dass Google seine personenbezogenen Daten löschen oder in den Suchergebnissen verbergen müsse. Der Europäische Gerichtshof gab Mario Costeja González Recht und leitete aus der EU-Datenschutzrichtlinie ein vermeintliches “Recht auf Vergessen” ab. Nötig war das nicht, wie der <a href="http://www.focus.de/digital/internet/mosley-besiegt-gigant-google-suchmaschine-darf-bilder-von-orgie-mit-prostituierten-nicht-mehr-ausspielen-6_id_3566308.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fall Max Mosley</a> zeigte und Alvar Freude an der “<em><a href="http://blog.alvar-freude.de/2014/05/suchmaschinenzensur-beispiele.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">privaten Suchmaschinenzensur</a></em>” von Bettina Wulff erklärt. Wie genau jetzt die Überprüfung und Löschung der Anträge erfolgen sollte, sagten die Richter in ihrem Urteil aber nicht. Das hier zu vermeintlich mehr Datenschutz gezwungene Unternehmen soll sich selber überlegen, wie die Privatsphäre der Bürger besser geschützt werden kann und muss selber festlegen, wie mit Löschanfragen umzugehen ist. Google wurde hier der schwarze Peter des Verantwortlichen für Zensur zugeschoben, eine Rolle, die das Unternehmen niemals haben wollte.</p>
<h3>&#8230; auf Kosten der Pressefreiheit</h3>
<p>Mitte Juli waren bereits europaweit über <a href="http://www.taz.de/Digitale-Imagepflege-mit-Google/%21142391/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">70.000 Anträge auf Löschung</a> eingegangen, davon waren 12.000 aus Deutschland, der Hochburg der Streetview-Verweigerer. Und Zensoren, denn was in den Medien zuerst voller Schadenfreude falsch dargestellt wurde und die Löschanträge wohl nur noch weiter beförderte, war der Fakt, dass nicht die Quelle der unliebsamen Informationen nach einer angemessenen Prüfung gelöscht wird, sondern der Weg via Google und das eben auf unklare Art und Weise. Für den Rechtsanwalt <a href="https://twitter.com/RAStadler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Stadler</a> ist das Urteil gerade deshalb problematisch, “<em>weil es das Spannungsverhältnis zwischen Persönlichkeitsrecht/Datenschutz einerseits und Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit andererseits höchst <a href="https://netzpolitik.org/2014/kommentar-zum-eugh-urteil-vorrang-des-datenschutzes-vor-meinungs-und-informationsfreiheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einseitig zugunsten des Datenschutzes</a> auflöst</em>“. Suchmaschinen nehmen aber in unserer vernetzten Gesellschaft eine elementare Rolle ein, denn sie ermöglichen Nutzern aus Unmengen an Informationen, die für sie relevanten Daten zu finden. Diesem wichtigen Grundstein in unserer digitalen Kommunikation und dem Umgang mit Informationen, könnte das Urteil ein jähes Ende bereiten, denn der Europäische Gerichtshof gibt in seinem Urteil dem Datenschutz einen regelmäßigen Vorrang vor der Meinungs- und Informationsfreiheit und fördert somit ein <a href="https://netzpolitik.org/2014/kommentar-zum-eugh-urteil-zuviel-des-guten-privatisierte-rechtsdurchsetzung-auf-dem-vormarsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regime privater Rechtsdurchsetzung</a>. Schnell traf es auch vor allem die Medien, die von Google Hinweise auf die Löschung von ihren Links aus den Ergebnislisten erhielten. In Deutschland waren das u.a. die taz, Spiegel Online und Zeit Online. In Großbritannien waren es die BBC, die Daily Mail und der Guardian, dessen Autor <a href="https://twitter.com/jamesrbuk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">James Ball</a> an insgesamt sechs nicht mehr via Google auffindbaren Artikeln <a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/jul/02/eu-right-to-be-forgotten-guardian-google" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufzeigte</a>, dass man nur die Informationen über eine Person auffindet, die diese zulässt. Das primär gegen Google gerichtete Urteil trifft aber auch andere Plattformen im Internet und das Fehlen eines klaren Prozesses, wie mit Löschanfragen umgegangen wird, schafft Unsicherheit – auf Seiten der Plattformbetreiber und der Nutzer – und Gelegenheit für Leute, die ihre digitales Image polieren wollen. “<em>Da jetzt alle Menschen formal in der Lage sind, ihre digitale Biographie so zu gestalten, wie sie es wünschen, schürt dies nur die Intransparenz</em>“, sagt <a href="https://twitter.com/ChristianScherg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Scherg</a>, Gründer des auf Online-Reputationsmanagement spezialisierten Unternehmens “Revolvermänner” <a href="http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/recht-und-gehalt/google-eugh-urteil-persoenlichkeitsrechte-12974670.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf Faz.net</a>.</p>
<h3>Der Willkür Tür und Tor geöffnet?</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/548539218_9f1b637273_z.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141049 alignleft" alt="548539218_9f1b637273_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/548539218_9f1b637273_z-630x419.jpg" width="312" height="207" /></a>Ich selber bin vor wenigen Wochen Opfer eines Löschantrags geworden, der die zur Zeit vorherrschende Willkür aufzeigt. Am 14. Mai erhielt ich eine Mitteilung von Yahoos Foto-Plattform <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flickr" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Flickr</a>, dass “<em>in einigen Regionen Porträtrechte unter das Copyright fallen, d. h. dass Personen verlangen können, dass Bilder, auf denen Sie abgebildet sind, aus dem Flickr Fotostream entfernt werden, wenn sie eine gültige Identifikation vorlegen. Wir haben eine solche Anfrage von Angelo D’Angelico erhalten</em>“. Flickr löschte das Foto ohne weitere Recherche. Das sich D’Angelico als die abgebildete Person identifizieren konnte, reichte Flickr vollkommen aus. Was das Flickr-Team nicht wissen konnte, da sie es nicht geprüft haben, war der Fakt, dass ich das Foto als Journalist auf einer öffentlichen <a href="https://www.flickr.com/photos/tobiasschwarz/sets/72157632692234126/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veranstaltung</a> gemacht habe. An dem Abend stellten sich die Kandidaten für die Berliner Liste von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl 2013 vor. Neben den Bundestagsabgeordneten Renate Künast und Lisa Paus, bewarben sich auch die Landesabgeordneten Andreas Otto und Özcan Mutlu um einen aussichtsreichen Listenplatz, herausgefordert von Angelo D’Angelico. Das öffentliche Interesse daran war groß, denn selbst auf Welt.de wurde Angelo D’Angelico, “<em>der seit 2010 Parteimitglied ist</em>“, namentlich als Herausforderer erwähnt. Das öffentliche Interesse oder mein journalistisches Fotowerk, dass wohl für immer im Digitalen festgehalten hat, dass Angelo D’Angelico sich einmal für einen Listenplatz zur Bundestagswahl beworben hat und jeder von da aus weiter recherchieren kann, <a href="http://gruene-berlin.de/lmv13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dass es nicht geklappt hat</a>, waren aber nicht die Gründe, warum Angelo D’Angelico Flickr aufforderte, das Bild zu löschen. Am 5. Mai forderte er mich in einer Mail persönlich auf, das Bild zu löschen, da er eine “<em>Bereitstellung von Content auf einer kommerziellen Seite mit Nutzungsabtretung</em>” ablehne. Diesem Wunsch kam ich nicht nach, da ich als Urheber des Fotos den Ort der Veröffentlichung (Flickr) und die Wahl der Lizenz (Creative Commons) zur Verbreitung selber bestimmen darf, wie ich ihm auch ausführlich erklärte. Da ich Angelo D’Angelico als einen in der Stärkung von Urhebern an sich Gleichgesinnten bei den Berliner Grünen kannte, nahm ich an, dass er meine Rechte als Urheber akzeptieren würde.</p>
<h3>Es fehlen einheitliche Regeln</h3>
<p>Wenige Tage später erhielt ich die bereits erwähnte Mitteilung von Flickr, dass das Bild gelöscht wurde (Flickr Case 3230246). Ich wandte mich daraufhin an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yahoo" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Yahoo</a> Deutschland und erklärte den Sachverhalt, dass es sich bei dem Foto um ein journalistisches Werk von einer öffentlichen Veranstaltung mit öffentlichem Interesse handle. Eine Sprecherin des Unternehmens schrieb mir zurück, dass das “<em>Bild auf der Grundlage von internen Richtlinien, die dem Schutz von Portraitrechten dienen, entfernt wurde</em>“. Mir wurde aber die Möglichkeit gegeben, dass Bild Yahoo zuzusenden, damit sie “<em>mit Blick auf die zusätzlichen Informationen, u.a. dass es im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit Presseanwesenheit aufgenommen wurde</em>“, prüfen, ob es “<em>wieder hochgeladen werden kann</em>“. <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14529136059_2106d0769c_z.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-141050 alignleft" alt="14529136059_2106d0769c_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14529136059_2106d0769c_z-630x420.jpg" width="326" height="217" /></a>Es konnte wieder hochgeladen werden. 40 Tage nach meiner Mail teilte mir die gleiche Unternehmenssprecherin mit, dass sie “<em>zu dem Schluss gekommen [ist], dass (…) dieses Foto wieder auf Flickr hochladen können. Angesichts [der] Angaben gehen wir in diesem speziellen Fall davon aus, dass es sich um eine öffentliche Veranstaltung gehandelt hat, bei der Pressevertreter zumindest geduldet wurden. Dieser Umstand war uns bei der ursprünglichen Prüfung dieses Falles nicht bewusst, weshalb – wie wir Ihnen bereits mitgeteilt hatten – das Foto zum Schutz von Portraitrechten entfernt wurde</em>“. Auf meine Nachfrage zu den Folgen des “Recht auf Vergessen”-Urteil für Yahoo, wurde ohne weiteren Kommentar auf das offizielle Statement von Yahoo verwiesen: “<em>In light of the European Court of Justice decision, our team is currently in the process of developing a solution for Yahoo users in Europe that we believe balances the important privacy and freedom of expression interests</em>“. Die ungerechtfertigte Löschung des Bildes aufgrund einer unbegründeten Anfrage von Angelo D’Angelico, aber auch die 40 Tage andauernde Prüfung des Sachverhalts eines einzigen Bildes, wobei meines Wissens nach Yahoo nicht bei der Grünen Jugend Berlin nachgefragt hat, ob es sich wirklich um eine öffentliche Veranstaltung handelte, zeigen die Notwendigkeit von transparenten Regeln, wie mit Löschanfragen umgegangen werden muss und wie die Pressefreiheit weiterhin geschützt werden kann. Noch zeigt die Politik in ihrem gegen Google gerichteten Regulierungswahn kein Bewusstsein für die Problematik. Auf einem an diesem Donnerstag in Brüssel angesetzten Treffen der europäischen Datenschützer, sind <a href="http://www.bloomberg.com/news/2014-07-17/eu-privacy-watchdogs-and-search-engines-meet-next-week.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nur Google und Microsoft</a> geladen. Europäische Suchmaschinen oder andere Vertreter von Organisationen wie Reporter ohne Grenzen oder European Digital Rights (EDRi) fehlen bei der Sitzung. Dabei wäre ein breiter Multistakeholder-Dialog jetzt genau das, was die weitere Entwicklung des unzureichend begründeten und gefährlichen “Recht auf Vergessen” braucht.   <em>Dieser Artikel erschien zuerst auf netzpiloten.de</em> Teaser und Image: Motaz Abuthiab Bild Angelo D&#8217;Angelico: Tobias Schwarz</p>
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		<title>Linkliste zum Online-Wahlkampf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mwilke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2009 09:46:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Bundestagsparteien sind mittlerweile alle im Web-2.0 vertreten. Sie betreiben Videokanäle auf YouTube, Bildergalerien bei Flickr und verschicken 140-Zeichen-Kurznachrichten per Twitter. Und man findet sie in Sozialen Netzwerken wie Facebook und studiVZ/meinVZ. Darüber hinaus haben die meisten Parteien eigene Mitmach-Portale für Mitglieder oder Unterstützer. Ein Überblick in der kommentierten Linkliste.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundestagsparteien sind mittlerweile alle im Web-2.0 vertreten. Sie betreiben Videokanäle auf YouTube, Bildergalerien bei Flickr und verschicken 140-Zeichen-Kurznachrichten per Twitter. Und man findet sie in Sozialen Netzwerken wie Facebook und studiVZ/meinVZ. Darüber hinaus haben die meisten Parteien eigene Mitmach-Portale für Mitglieder oder Unterstützer. Ein Überblick in der kommentierten Linkliste.</p>
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<b>CDU</b>
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Wer auf <a href="http://www.cdu.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">cdu.de</a> geht, landet zunächst beim auf Web-2.0 getrimmten &quot;Kampagnenportal&quot; der Christdemokraten, kann jedoch auch auf die texthaltigere Parteiseite umschalten. Die Seite <a href="http://www.angela-merkel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">angela-merkel.de</a> bietet Informationen über die Bundeskanzlerin, u.a. über ihre öffentlichen Termine und ihren Bundestagswahlkreis (Rügen), jedoch keine Mitmach-Möglichkeiten. Per Link gelangt man zu Angela Merkels Edelprofil bei <a href="http://www.studivz.net/angelamerkel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">studiVZ</a> und <a href="http://www.meinvz.net/angelamerkel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinVZ</a> sowie bei <a href="http://www.facebook.com/AngelaMerkel?sid=fd38f14b74aee16461f7c7d571e05d26&amp;ref=search#/AngelaMerkel?v=info&amp;viewas=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>, wo man sie dann &quot;gut finden&quot; bzw. Fan werden kann, was bislang mehr als 29.000 bzw. 9100 Menschen getan haben.
</p>
<p>
Das <a href="http://www.team2009.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TeAM Deutschland</a> &#8211; AM steht für Angela Merkel &#8211; ist zur Unterstützung der CDU-Kanzlerkandidatin da und bietet Mitmach-Möglichkeiten für bislang rund 10.000 Mitglieder. Auf den Seiten ist ein eigenes <a href="http://www.team2009.de/index.php/aktuelles.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> und ein <a href="http://twitter.com/teamdeutschland/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter-Feed</a> integriert, dem etwa 1000 Leute folgen. TeAM Deutschland ist ebenfalls als <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=38068653127" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gruppe bei Facebook</a> mit mehr als 1000 Mitgliedern sowie mit einem Fotostream im Foto-Portal <a href="http://www.flickr.com/photos/teamdeutschland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a> (bisher über 100 Fotos) und bei <a href="http://www.myspace.com/team_deutschland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace</a> vertreten. Die CDU ist auch mit Edelprofilen bei <a href="http://www.studivz.net/Profile/9e9fd4f9cd99f075" target="_blank" rel="noopener noreferrer">studiVZ</a> und <a href="http://www.meinvz.net/Profile/9e9fd4f9cd99f075" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinVZ</a> präsent und hat dort 5400 Fans.
</p>
<p>
Das Internet-Fernsehen der CDU bei YouTube &quot;<a href="http://www.youtube.com/cdutv?gl=DE&amp;hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU TV</a>&quot; wurde schon mehr als 188.000 mal aufgerufen und hat über 900 Abonnenten. Auch der Jugendverband <a href="http://www.junge-union.de/content/start/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Junge Union</a> ist bei <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=13696296110" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/junge_union/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a> und <a href="http://twitter.com/Junge_Union" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> aktiv.
</p>
<p>
<b>CSU</b>
</p>
<p>
Die Christsozialen aus Bayern haben außer ihrer <a href="http://www.csu.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> noch nicht viel zu bieten. Lediglich bei Facebook haben sie eine <a href="http://www.facebook.com/pages/Munich-Germany/CSU-Christlich-Soziale-Union-in-Bayern-Deutschland/53030893388?ref=share" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seite</a> und <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=94113895391" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwei</a> <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=34682101610" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gruppen</a>. Die Junge Union Bayerns hat ebenfalls eine <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=40532681849" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Gruppe</a>. 
</p>
<p>
<b>SPD</b>
</p>
<p>
Neben <a href="http://www.spd.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spd.de</a> betreiben die Sozialdemokraten unter <a href="http://www.wahlkampf09.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wahlkampf09.de</a> ein Online-Magazin zur Kampagne 2009, in dem man sich auch mit seinem Namen als Unterstützer des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier outen kann, was schon mehr als 11.500 Menschen getan haben. Steinmeier hat mit <a href="http://www.frank-walter-steinmeier.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">frank-walter-steinmeier.de</a> natürlich auch eine eigene Website. Bei <a href="http://de-de.facebook.com/pages/Sozialdemokratische-Partei-Deutschlands-SPD/47930567748" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> hat die SPD rund 1700 Fans, <a href="http://www.facebook.com/pages/Frank-Walter-Steinmeier/81073125485" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steinmeier</a> sogar rund 3600.
</p>
<p>
Bei <a href="http://twitter.com/spdde" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> hat die SPD über 1700 Follower. Der YouTube-Kanal &quot;<a href="http://www.youtube.com/spdvision" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPDvision</a>&quot; verzeichnete mehr als 244.000 Aufrufe und rund 1000 Abonnenten. Bei <a href="http://www.flickr.com/photos/spdde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a> kann man sich mehr als 1100 Fotos von SPD-Veranstaltungen ansehen.Natürlich verfügt auch die SPD über ein Edelprofil bei <a href="http://www.studivz.net/spd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">studiVZ</a> und wird dort von mehr als 6600 Personen gut gefunden. <a href="http://www.studivz.net/frank-walter-steinmeier" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steinmeier</a> kommt mit seinem Edelprofil allerdings auf 8000 Anhänger.
</p>
<p>
Bereits seit 2007 gibt es die SPD-Community <a href="http://www.meinespd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinespd.net</a>.Den sozialdemokratischen Jugendverband Jusos findet man unter <a href="http://www.jusos.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jusos.de</a>, aber auch bei <a href="http://www.facebook.com/pages/Jusos-in-der-SPD/40415227476" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/jusos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, <a href="http://twitter.com/jusosde" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> und <a href="http://www.youtube.com/jusos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube</a>.
</p>
<p>
<b>FDP</b>
</p>
<p>
Die Liberalen findet man wahlweise unter <a href="http://www.fdp.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fdp.de</a> oder unter <a href="http://www.liberale.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">liberale.de</a>. Der von der FDP-Bundestagsfraktion betriebene YouTube-Kanal &quot;<a href="http://www.youtube.com/fdp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tvliberal &#8211; oppositionlive</a>&quot; wurde über 570.000 Mal aufgerufen und hat mehr als 1100 Abonnenten. Auf <a href="http://facebook.fdp.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> hat die FDP mittlerweile über 1600 Fans, bei <a href="http://www.studivz.net/Profile/3c7a991215797793" target="_blank" rel="noopener noreferrer">studiVZ</a> sind es etwa 5500. <a href="http://www.meinvz.net/Profile/7ae26cc0cf506278" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Guido Westerwelle</a> hat dort sogar rund 7400 Anhänger. Das <a href="http://www.flickr.com/photos/fdp-bundestagsfraktion/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr-Fotoalbum </a>der FDP-Fraktion enthält gut 700 Fotos. Im &quot;<a href="http://mitmachen.fdp.de/webcom/show_article.php/_c-1500/i.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog House</a>&quot; bloggen FDP-Politiker.
</p>
<p>
Für aktive Beteiligung gibt es die &quot;<a href="http://mitmachen.fdp.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit mach arena</a>&quot;. Wer sich an der <a href="http://www.deutschlandprogramm.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Programmdiskussion</a> beteiligen wollte, ist allerdings inzwischen zu spät dran. Auch die Jugendorganisation der FDP, die <a href="http://www.julis.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jungen Liberalen</a>, tummeln sich im Web-2.0, so auf <a href="http://www.julis.de/menurechts/julisi20i/youtubecom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube</a>, <a href="http://www.julis.de/menurechts/julisi20i/flickrcom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, <a href="http://www.julis.de/menurechts/julisi20i/twittercom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a>, <a href="http://www.julis.de/menurechts/julisi20i/faceboookcom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>, <a href="http://www.julis.de/menurechts/julisi20i/myspacecom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace</a> und studiVZ. 
</p>
<p>
<b>Die Linke</b>
</p>
<p>
Auch die Partei <a href="http://www.die-linke.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Linke</a> ist in den sozialen Netzwerken aktiv. Die offizielle Facebook-Seite der Linkspartei heißt &quot;<a href="http://de-de.facebook.com/pages/Hier-ist-DIE-LINKE/47694585682" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier ist die Linke</a>&quot; und hat etwa 480 Fans und wird fast täglich mit neuen Inhalten versorgt. Mehr Fans (über 780), aber dafür keine Pinnwand-Einträge, hat die Seite &quot;<a href="http://www.facebook.com/pages/DIE-LINKE/24312015081?sid=5e2a92be6d6e01512a4af63494e47efe&amp;ref=search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DIE LINKE</a>&quot;. Die Facebook-Gruppe &quot;<a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=27555780025&amp;ref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DIE LINKE.</a>&quot; hat mehr als 850 Mitglieder, <a href="http://www.facebook.com/s.php?ref=search&amp;init=q&amp;q=Lothar+Bisky&amp;sid=1053e47283f8819a5b6bf8e480f64e45#/pages/Gregor-Gysi/42497482692?sid=1053e47283f8819a5b6bf8e480f64e45&amp;ref=search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gregor Gysi</a> mehr als 280 Befürworter. Darüber hinaus ist die Linkspartei auch auf <a href="http://www.myspace.com/die_linke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace</a> zu finden.
</p>
<p>
Edelprofile bei <a href="http://www.studivz.net/Profile/f323125741d9f6ea" target="_blank" rel="noopener noreferrer">studiVZ</a> haben Die Linke und ihr Parteivorsitzender <a href="http://www.studivz.net/Profile/4a2a62d0dddcb5ab" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lothar Bisky</a> ebenfalls. Mehr als 2800 bzw. 430 Leute bekunden dort, sie gut zu finden. Im <a href="http://www.youtube.de/dielinke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube-Kanal</a> findet der Zuschauer u.a. rund einminütige inhaltliche Statements von Kandidaten. Bislang zählt dieser Kanal mehr als 43.000 Aufrufe und hat mehr als 400 Abonnenten gewonnen. Auf <a href="http://www.flickr.com/photos/die_linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a> kann man sich mehr als 600 Fotos ansehen.<a href="http://linksaktiv.de/linksaktiv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Linksaktiv</a> ist der Name des Mitglieder- und Unterstützer-Netzwerks der Linkspartei. Der parteinahe Jugendverband residiert online unter <a href="http://www.linksjugend-solid.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">linksjugend-solid.de</a>.
</p>
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<b>Bündnis 90 / Die Grünen</b>
</p>
<p>
Auch die <a href="http://www.gruene.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website der Grünen</a> steht ganz im Zeichen der Wahlkampagnen. Mit dem <a href="http://www.gruen-o-mat.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grün-O-Maten</a> kann man testen, in wie weit man mit den Positionen der Grünen übereinstimmt. Man erfährt jedoch nicht, ob einem eine andere Partei womöglich besser stehen würde. Dafür gibt&#8217;s den Wahl-O-Mat (siehe unten). Die <a href="http://www.gruene.de/partei/programmdebatte.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">interaktive Programmdebatte</a> ist allerdings inzwischen abgeschlossen.
</p>
<p>
Wer seine politische Ziele gemeinsam mit den Grünen verfolgen möchte, hat unter &quot;<a href="http://www.gruene.de/meine-kampagne.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meine Kampagne</a>&quot; die Möglichkeit dazu. Außerdem gibt es das &quot;<a href="https://wurzelwerk.gruene.de/web/guest;jsessionid=0ce5730d333eddb4ffc556c85ccd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wurzelwerk</a>&quot;, das sich als Mitglieder- und Unterstützernetz versteht, allerdings bislang den Parteimitgliedern sowie den Mitgliedern der Grünen Jugend vorbehalten ist.
</p>
<p>
Bei YouTube senden die Bündnisgrünen auf &quot;<a href="http://www.youtube.com/user/GRUENE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kanal Grün</a>&quot;, welcher über 63.000 mal aufgerufen und über 600 mal abonniert wurde. Die Gruppe &quot;<a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=14555622783" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bündnis 90/Die Grünen</a>&quot; auf Facebook hat etwa 2000 Mitglieder, die Gruppe für den grünen neuen Gesellschaftsvertrag (<a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=52438855147" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Green New Deal</a>) mehr als 3300 Mitglieder.
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<p>
Das <a href="http://www.studivz.net/Profile/eb77786f25475c10" target="_blank" rel="noopener noreferrer">studiVZ-Edelprofil</a> der Partei bringt es auf mehr als 4000 Leute; <a href="http://www.studivz.net/Profile/2b6aea0fb44ddc20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Renate Künast</a> hat über 800 bekennende Anhänger, <a href="http://www.studivz.net/Profile/6160ad9be27b26dd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jürgen Trittin</a> ca. 200 mehr. Die <a href="http://www.gruene-jugend.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grüne Jugend</a> bietet auf ihrer Website u.a. Podcasts, ein Wiki und auf dem <a href="http://europa.gruene-jugend.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KandidatInnensofa</a> die Twitter-Meldungen der drei jungen Kandidaten auf der Europawahlliste. 
</p>
<p>
<b>Überparteiliche Portale</b>
</p>
<p>
<a href="http://parteigefluester.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.parteigefluester.de</a> &#8211; Zusammenstellung der Twitter-Meldungen von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen. Die Linke fehlt noch.</p>
<p><a href="http://www.wahlgetwitter.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wahlgetwitter.de</a> &#8211; Twitter-Meldungen, die sich durch Hashtags wie #spd+ oder #cdu- explizit positiv oder negativ auf die Bundestagsparteien beziehen. Man kann auch nach einzelnen Parteien und nach positiven oder negativen Bewertungen sortieren. </p>
<p><a href="http://www.wahl.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wahl.de</a> &#8211; statistische Auswertung der Web2.0-Aktivitäten der Bundestags-Parteien und Kandidaten (twitter, YouTube, Facebook, flickr).</p>
<p>Das <a href="http://www.election.de/cgi-bin/showcand.pl?land=btw09" target="_blank" rel="noopener noreferrer">election.de-Kandidaten-Portal</a> zur Bundestagswahl 2009 gibt Auskunft darüber, mit welchen Wahlkreiskandidaten die Parteien in den einzelnen Wahlkreisen antreten und welches Erststimmenergebnis die Partei bei der Bundestagswahl 2005 dort erzielte. Bei Kandidaten, die bereits im Bundestag sitzen, kann man erfahren, welche thematischen Schwerpunkte sie haben, welchen Ausschüssen sie angehören und wie man sie kontaktieren kann. Einige Kandidaten kann man über ein Webformular auch direkt anschreiben.</p>
<p><a href="http://kandidatenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kandidatenwatch</a> &#8211; Kandidaten online öffentlich befragen. Zudem findet man eine Zusammenstellung der Kernaussagen der etablierten Parteien sortiert nach Themenbereichen.</p>
<p><a href="http://www.waehlr.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">waehlr.de</a> &#8211; Die Benutzer können ein kurzes Statement abgeben, warum man diese oder jene Partei wählen oder warum man sie nicht wählen sollte. Andere Nutzer können den Aussagen zustimmen oder sie ablehnen sowie Kommentare dazu schreiben.
</p>
<p>
<a href="http://www.eurowahlgang.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eurowahlgang.de</a> &#8211; Basis-Informationen und europa-aktueller Blog der Politikfabrik aus Berlin.
</p>
<p>
<a href="http://www.caneuhearme.eu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">caneuhearme.eu</a> &#8211; Die in Kooperation mit MTV gelaunchte Seite richtet sich an das junge Publikum und Erstwähler. Zu sehen gibt&#8217;s Videos bekannter Künstler und eine Twitterschnittstelle.
</p>
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<b>Wahlhilfen</b>
</p>
<p>
<a href="http://wahlomat.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-O-Mat</a> &#8211; bundesweit, 38 Fragen, 29 von 32 Parteien
</p>
<p>
<a href="http://www.werstehtzurwahl.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wer steht zur Wahl</a> &#8211; bundesweit, Überblicksdarstellung zu allen 32 Parteien, Antworten von fast allen Parteien auf 7 Thesen
</p>
<p>
<a href="http://euprofiler.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Profiler</a> &#8211; EU-weit, 30 Fragen, 10 Parteien aus Deutschland
</p>
<p>
<a href="http://www.votematch.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VoteMatch</a> &#8211; EU-weit, 25 Fragen, EU-Parlaments-Fraktionen statt nationaler Parteien</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 18)</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 15:32:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Irland kehrt E-Voting den Rücken, Bayern eröffnet Online-Jugendportal, ZDF holt &#34;Ich kann Kanzler&#34;-Format auch ins Internet: Mehr politische Neuigkeiten aus der Netzwelt in der Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Irland kehrt E-Voting den Rücken, Bayern eröffnet Online-Jugendportal, ZDF holt &quot;Ich kann Kanzler&quot;-Format auch ins Internet: Mehr politische Neuigkeiten aus der Netzwelt in der Linkliste.<!--break--> </p>
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<a href="http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-04/13768619-first-flickr-das-weisse-haus-entscheidet-sich-fuer-yahoos-foto-community-flickr-als-offizielle-foto-sharing-webseite-007.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Weiße Haus kooperiert mit Flickr</a>
</p>
<p>
Der US-Präsident Barack Obama setzt seinen politischen Partizipationskurs fort und will künftig über die Foto-sharing-Webseite Flickr Einblicke hinter die Fassade des Weißen Hauses ermöglichen. Somit ist die Regierung unter Obama die erste, die mit einem <a href="http://www.flickr.com/photos/whitehouse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Foto-Stream</a> von amerikanischen Bundesstellen für mehr Transparenz bei politischen Vorgängen sorgt. Bereits im Wahlkampf habe das umfangreiche Bildmaterial für „beispiellos großes Interesse&quot; gesorgt.</p>
<p><a href="http://www.haufe.de/SID106.LwhoqEIJViA/newsDetails?newsID=1240989931.83&amp;d_start:int=0&amp;topic=Computer_Web&amp;topicView=Computer%20und%20Web&amp;topic=Computer_Web&amp;topicView=Computer%20und%20Web" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Irland kehrt offiziell zur Papierwahl zurück</a>
</p>
<p>
Nachdem man in Irland bereits seit 2004 mit der Umstellung auf elektronische Wahlmaschinen begonnen hatte, wendet man sich nun wieder dem Papierwahlsystem zu. Bürgerrechtler der Organisation <a href="http://evoting.cs.may.ie/" target="_blank" title="Irish Citizens for Trustworthy E-Voting" rel="noopener noreferrer">„Irish Citizens for Trustworthy E-Voting&quot;</a> hatten zuvor die fehlenden Überprüfungsmöglichkeiten der Stimmabgabe kritisiert. Zudem waren finanzielle Aspekte bei der Entscheidung ausschlaggebend.</p>
<p><a href="http://futurezone.orf.at/stories/1602854/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook klagt gegen StudiVZ</a>
</p>
<p>
Wegen angeblicher Plagiate hat das Soziale Netzwerk Facebook nun am Landgericht Köln eine Unterlassungsklage gegen das Netzwerk StudiVZ eingereicht. Angeblich habe das Holtzbrinck-Unternehmen geistiges Eigentum kopiert, indem Logo, Service und Features nachgeahmt worden seien, berichtet futurezone. Der Vorsitzende Richter der Kölner Wettbewerbskammer, Heinz Georg Schwitanski, schlägt nun einen Vergleich des Quellcodes vor. </p>
<p><a href="http://meedia.de/nc/details/article/ich-kann-kanzler--zdf-punktet-im-web_100019826.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF holt „Ich kann Kanzler&quot; auch ins Web</a>
</p>
<p>
Begleitend zum Fernsehformat „Ich kann Kanzler&quot;, eine Art Casting um das imaginäre Amt des „Kanzlers für einen Abend&quot;, gibt es nun auch eine Webseite. Hier werden die Internetnutzer mit interaktiven Tools sowie umfangreichem Videomaterial versorgt und können über das Weiterkommen der 40 Kandidaten abstimmen. Diese sind neben eigenen Profilen auch mit individuellen Wahlkampfideen online vertreten.</p>
<p><a href="https://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/gutes-image-fuer-lau/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogbetreiber in der Podiumsdiskussion zum Internetwahlkampf</a>
</p>
<p>
Die Tageszeitung taz ließ auf ihrem Kongress am 19. April 2009 „Pioniere der politischen Onlinewelt&quot; zur digitalen Mobiliserung der Parteien zu Wort kommen. Die Betreiber von Blogs wie <a href="http://julia-seeliger.de/" target="_blank" title="Zeitrafferin" rel="noopener noreferrer">„Zeitrafferin&quot;</a>, <a href="http://campact.de/campact/home" target="_blank" title="campact.de" rel="noopener noreferrer">„Campact.de&quot;</a> oder <a href="http://www.apparentpolitics.com/" target="_blank" title="www.apparentpolitics.com" rel="noopener noreferrer">„apparentpolitics.com&quot;</a> sind sich über die bedeutende Rolle des Internets im modernen Wahlkampf einig, einen ersten wirklich deutschen Internetwahlkampf sehen sie jedoch erst im Jahre 2013.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/553383/803/2865814/Staatsregierung-oeffnet-Internet-Jugendportal.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bayern eröffnet Jugendpolitikportal</a>
</p>
<p>
Die bayerische Staatsregierung will der Jugend nun mit dem innovativen Onlineportal <a href="http://www.jupo.bayern.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jupo.bayern.de</a> näher kommen. Hier können diese erfahren „wie der Staat tickt&quot; und umfangreiche Informationen zu Themen wie Geschichte, Politik, Bewerbungen, aber auch zu bayerischem Brauchtum beziehen. Zudem soll das Portal als Rechercheplattform für Referate und als Ratgeber fungieren, so Staatskanzleichef und Medienminister Siegfried Schneider (CSU).
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<div style="text-align: center">
<a href="http://www.jupo-bayern.de/" target="_blank" title="www.jupo-bayern.de" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/screenshot_jupobayern.jpg" height="181" width="272" /></a>
</div>
<p>
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<div align="center">
<i>Screenshot der Webseite jupo.bayern.de</i>
</div>
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		<title>Neue Transparenz im Oval Office?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pbrauckmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 10:49:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit einer beeindruckenden Bilderserie der Wahlnacht ist Barack Obama wieder einmal seinem Anspruch auf Offenheit und Transparenz gerecht geworden. Auf dem Bild sieht man ihn und seine Frau Michelle fiebernd vor dem Fernseher sitzen und die Ergebnisse der Wahlen zum US-Präsidenten abwarten. Doch wie transparent kann Obama aus dem Oval Office agieren? 
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&#160;
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<a href="http://www.flickr.com/photos/barackobamadotcom/3009095726/in/set-72157608716%20313371/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/obamawahlnacht.jpg" height="182" width="240" /></a><br />
<i>David Katz (Obama for America) by <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nc/sa 2.0</a></i>
</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer beeindruckenden Bilderserie der Wahlnacht ist Barack Obama wieder einmal seinem Anspruch auf Offenheit und Transparenz gerecht geworden. Auf dem Bild sieht man ihn und seine Frau Michelle fiebernd vor dem Fernseher sitzen und die Ergebnisse der Wahlen zum US-Präsidenten abwarten. Doch wie transparent kann Obama aus dem Oval Office agieren? </p>
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<a href="http://www.flickr.com/photos/barackobamadotcom/3009095726/in/set-72157608716%20313371/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/obamawahlnacht.jpg" height="182" width="240" /></a><br />
<i>David Katz (Obama for America) by <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nc/sa 2.0</a></i>
</p>
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<!--break-->
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Dieses und <a href="http://www.flickr.com/photos/barackobamadotcom" target="_blank" rel="noopener noreferrer">viele weitere Bilder</a> sind bei flickr.com zu sehen. Daraus entsteht erneut bei einer Vielzahl Demokraten die Hoffnung, Obama werde auch sein neues Amt so offen führen, wie er seinen Wahlkampf geführt hat. Die Website <a href="/www.change.gov" target="_blank" rel="noopener noreferrer">change.gov</a> ist ebenfalls ein erster Schritt in diese Richtung.
</p>
<p>
Und die 2.7 Millionen Freunde in den Social Networks wie myspace, facebook und myBO.com werden dies auch konsequent einfordern. Obama stellt damit &#8211; wie bereits im Wahlkampf &#8211; seine Politik auf neue Füße: auf die des Bürgers. Ob Wahlkampffinanzierung, Themendebatte oder persönliche Emotionen, scheinbar alles öffnet Obama dem Einfluß der Wähler. Und gerade seine Online-Unterstützer lieben ihn dafür, wie die überschwengliche Berichterstattung im Internet seit der Wahl am 4. November gezeigt hat.
</p>
<p>
<b>Transparenz ja, aber Politik bleibt Chefsache </b>
</p>
<p>
Doch noch ist der Publikumsliebling nicht in Amt und Würden, muss sich noch nicht den harten Aushandlungsprozessen der Präsidentschaft stellen. Denn auch der Präsident der USA ist demokratischen Regeln unterworfen, über die er sich nicht hinwegsetzen kann. Der Versuch, die Transparenz seines Wahlkampfes auf seine Amtsführung zu übertragen, wird &#8211; so scheint es &#8211; scheitern müssen.
</p>
<p>
Doch möglicherweise lassen sich auch hier die Menschen auf den Kompromiss ein, den sie schon zur Wahl angenommen haben: Transparenz und Offenheit ja, doch Politik bleibt Chefsache. Wenn es das ist, was die Amerikaner wollen, dann werden auch einige Fotos aus dem Oval Office genügen, um Transparenz in der Amtsführung zu demonstrieren. Und wie zur Wahl auch dürfte Barack Obama den US-Bürgern damit das Gefühl geben, zumindest teilhaben zu können an der großen Politik, und nicht von einer Elite regiert zu werden, die sich nicht für sie interessiert. Letztlich war es das, was Obama mit dem Slogan &quot;We want Change&quot; versprochen hat. Nicht mehr, nicht weniger.</p>
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		<title>Flickr-Krawalle weil Yahoo! Fotos kommerziell ausnutzt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/flickr-krawalle-weil-yahoo-fotos-kommerziell-ausnutzt-2077/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 10:12:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>
Viele &#34;Oldskool-&#34; und &#34;Pro-Mitglieder&#34; der <a href="http://www.flickr.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a> Foto-Community sind <a href="http://www.flickr.com/forums/help/32752/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">empört</a> und wütend auf Yahoo!. Für eine <a href="http://wii.yahoo.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nintendo-Wii-Website</a> generierte Yahoo! automatisch Fotos mit dem Schlagwort &#34;Wii&#34; von der Flickr-Website. Darunter gab es viele urheberrechtlich geschützte Bilder und ebenso Bilder mit einer Creative Commons Lizenz für nicht-kommerzielle Nutzung.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Viele &quot;Oldskool-&quot; und &quot;Pro-Mitglieder&quot; der <a href="http://www.flickr.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a> Foto-Community sind <a href="http://www.flickr.com/forums/help/32752/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">empört</a> und wütend auf Yahoo!. Für eine <a href="http://wii.yahoo.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nintendo-Wii-Website</a> generierte Yahoo! automatisch Fotos mit dem Schlagwort &quot;Wii&quot; von der Flickr-Website. Darunter gab es viele urheberrechtlich geschützte Bilder und ebenso Bilder mit einer Creative Commons Lizenz für nicht-kommerzielle Nutzung.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
Kurz nach der Entdeckung, fing ein Guerilla-Marketing an. <a href="http://www.flickr.com/photos/stevefe/375990216/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fotos</a> mit deutlichen Anti-Yahoo!-Schlagzeilen bekamen Wii als Schlagwort. Das führte dazu, dass auf der Wii-Website schon bald Bilder mit Texten wie &quot;Yahoo! ist bis auf die Knochen verdorben!&quot; erschienen. Flickr und Yahoo! haben mittlerweile die Website angepasst, damit nur Bilder erscheinen mit einer Creative Commons Lizenz, bei der kommerzielle Nutzung möglich ist.
</p>
<p>
In 2005 kaufte Yahoo! Flickr auf. Die Flickr-Community lieferte in der letzte Zeit schon <a href="http://www.flickr.com/forums/help/32687/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kritik</a> an Yahoo!, nachdem klar wurde, dass die Flickr-Accounts Mitte März nur über einen Yahoo!-Account laufen werden.</p>
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		<title>Der Libanonkonflikt in Video-Warblogs und Web 2.0</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkultur-afischer_web20undnaherosten_060817-shtml-2503/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Aug 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Während der Libanonkonflikt immer aufs neue eskaliert, bilden sich im Netz neue Formen für den Umgang mit der Krise. Kriegsgegner und Propagandisten, aber auch Nachrichtenangebote entdecken den Nutzen von Web 2.0 für ihre Zwecke.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Während der Libanonkonflikt immer aufs neue eskaliert, bilden sich im Netz neue Formen für den Umgang mit der Krise. Kriegsgegner und Propagandisten, aber auch Nachrichtenangebote entdecken den Nutzen von Web 2.0 für ihre Zwecke.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Die Sonne geht auf in der Wüste. Junge Männer binden sich in Zeitlupe ihre Schnürsenkel, im Hintergrund spielt ruhige Musik. Doch dann starten Kampfjets in der Morgensonne, explodieren Bomben in Gegenden, die offensichtlich von Zivilisten bewohnt sind. Und die jungen Männer, die Soldaten sind, bahnen sich ihren Weg durch Städte, die in Trümmern liegen. Im Hintergrund singt jemand: „Brothers in arms“.</p>
<p>Doch nicht nur wie<br />
                            <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Wahd2piIr4Q&amp;feature=PlayList&amp;p=BB8C6A9D2201568E&amp;index=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Filme wie dieser</a>, die aus der Propagandaabteilung des israelischen Militärs stammen, sondern auch Friedensaufrufe finden sich auf der Videoplattform YouTube<br />
                            <a href="http://www.youtube.com/results?search_type=search_videos&amp;search_sort=relevance&amp;search_query=Israel%2BLebanon%2BStop%2BWar&amp;search=Search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zuhauf</a>. Zahlreiche Videos tragen die Titel: „Stop the War“. Und nicht nur Aufnahmen aus dem Libanon fordern ein Einschreiten der Vereinten Nationen, sondern auch Videos von Demonstrationen aus aller Welt. Mit diesen Videos sprechen die Netizens eine deutliche Sprache. Im Zuge der militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat sich im Netz eine Bewegung formiert, die neue Beteiligungsformen des Internet in ihrem Sinne nutzt. Während die<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/extremismus/hkirchner_intifada.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cyberintifada</a> noch vor einigen Jahren vor allem die Störung und Zerstörung israelischer Websites zum Ziel hatte, also auf der technischen Ebene agierte, zeigen sich durch die<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/web20/pbihr_grundlagen_060803.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Web 2.0-Angebote</a> neue Möglichkeiten auf der inhaltlichen Ebene aktiv zu werden. Durch neue Technologien und technische Vereinfachung haben sich interaktive Plattformen entwickelt, von denen flickr.com, youtube.com und wikipedia.org nur die bekanntesten sind.</p>
<p>                            <strong>Meinungen weltweit verbreiten</strong></p>
<p>Natürlich werden diese Plattformen auch von Usern genutzt, die in Krisengebieten wie dem Nahen Osten leben. Dort sind diese Angebote oftmals eine willkommene Chance, weltweit mit einer hohen Anzahl an Usern zu kommunizieren und Meinungen zu verbreiten. So ist es nicht verwunderlich, dass die Videoplattform YouTube zu den Schlagworten Lebanon und Israel und War über 1000 Videos anzeigt. Unter ihnen finden sich nicht allein Friedensaufrufe wie das eingangs beschriebene Video, sondern auch<br />
                            <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mMt5oKwrxiQ&amp;mode=related&amp;search=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachrichtenmitschnitte</a> und Korrespondentenberichte, minutenlange Statements von muslimischen Gemeindevertretern und kurze Animationsfilme. Einer davon<br />
                            <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Jj_b5f5mbv4&amp;mode=related&amp;search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschreibt</a> die Gewaltspirale im Nahen Osten kurz aber eindeutig und stellt am Ende die Frage „Was würdest DU tun??“</p>
<p>Die Grenze zwischen Betroffenheit und Propaganda ist bei YouTube jedoch durchaus fließend, wie die Videos des Nutzers „Obession: The Movie“ deutlich machen. Unter diesem Namen versucht ein Regisseur, für seinen zumindest fragwürdigen Film über Islamismus und Terror eine Vertriebsfirma zu suchen. Er hat zahlreiche<br />
                            <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uHbV5CSj51I" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beiträge</a> zum „Krieg des radikalen Islams gegen des Westen“ auf die YouTube-Plattform hochgeladen. Hier sprechen sich scheinbar seriöse Experten klar für die Bekämpfung des Terrors aus. Unter dem Titel „Hitler and the Mufti“ werden die Wurzeln des islamischen Terrors mit Hitlers Antisemitismus in direkten Zusammenhang gestellt. Originalaufnahmen von einem Treffen Hitlers mit dem Mufti von Jerusalem sollen hierfür als Beweis dienen. Kategorisierungen der Videos und der Nutzer, die sie bei YouTube hochladen, fallen bei dieser Vielzahl an Videos schwer. Klar ist: Sowohl die libanesische Seite als auch die israelische nutzen die Plattform für ihre<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,429579,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">propagandistischen</a> Interessen.</p>
<p>Neben diesen politischen und den allgemeinen Konflikt beleuchtenden Inhalten bieten die Web 2.0-Plattformen ebenfalls die Möglichkeit, Alltagssituationen zu schildern. Auf der Suche nach den<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/web20/cjordan_tagging_060803.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tags</a> Israel, Lebanon und War zeigt die Fotoplattform flickr.com 5.928 Bilder, die unter jedem dieser drei Begriffe eingeordnet sind. Viele dieser Bilder zeigen Kriegssituationen, Hubschrauber über Beirut, zerstörte Gebäude. Zwischen diesen Fotografien findet sich jedoch auch ein erstaunliches Foto unter dem Titel “Life goes on”. Ein Brautpaar schreitet über eine menschenleere Straße. Der Bräutigam scheint nicht glücklich, doch der Fotograf vermutet wohl richtig: „Er spiegelt die momentane Stimmung in der Stadt wieder “. Darüber hinaus merkt der Fotograf an, dass er, während er das Foto aus einem fahrenden Auto schoss, sich so schnell wie möglich in Sicherheit<br />
                            <a href="http://www.flickr.com/photos/manunited/195923873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bringen wollte</a>.</p>
<p>                            <strong>&#8220;Wie ein echtes Kriegskorrespondentenfoto&#8221;</strong></p>
<p>Klare Worte finden sich auch unter den anderen gefundenen Bildern: “Wir haben lange genug zugeschaut, es ist Zeit zu handeln und das Schweigen zu brechen. Es geht nicht darum, ob man Muslim oder Jude ist. Es geht darum, ein Mensch zu sein. Wir alle leiden, wir alle bluten und wir alle verdienen es, in Frieden<br />
                            <a href="http://www.flickr.com/photos/moayadphoto/205594792/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zu leben</a>.” Die Sorge um einen Fotografen, der ein zerstörtes öffentliches Gebäude fotografiert hat, wird deutlich anhand der Kommentare unter diesem Bild: „Bitte pass auf dich auf, mein Freund. Ich finde dein Foto ganz erstaunlich. Es sieht aus wie ein echtes<br />
                            <a href="http://www.flickr.com/photos/codernoir/196001323/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kriegskorrespondentenfoto</a>, aber bitte riskiere nicht dein Leben. Sei stark!“</p>
<p>Derzeit sind die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Libanon bei YouTube und Flickr sehr prominent vertreten. Wenn das Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und dem Libanon tatsächlich Bestand hat, werden diesen Krieg bald andere Wörter und Bilder ablösen. Doch der Nahe Osten wird wohl immer ein Thema sein &#8211; nicht nur bei YouTube und Flickr.<br />
                            </p></p>
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		<item>
		<title>Web 2.0 &#8211; Die Klassiker</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wie-demokratisch-wird-das-netz-im-web-2-0/web-20-die-klassiker-3100/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Aug 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie demokratisch wird das Netz im Web 2.0?]]></category>
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					<description><![CDATA[(3. August 2006) So jung es auch ist, das Internet in der Version 2.0 hat schon jetzt einige Klassiker hervorgebracht, die den Begriff Web 2.0 verkörpern. politik-digital.de stellt Ihnen fünf
Gestaltungs- und Nutzungsszenarien vor.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(3. August 2006) So jung es auch ist, das Internet in der Version 2.0 hat schon jetzt einige Klassiker hervorgebracht, die den Begriff Web 2.0 verkörpern. politik-digital.de stellt Ihnen fünf<br />
Gestaltungs- und Nutzungsszenarien vor.<!--break--></p>
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Die fiktive Person Paul studiert Politikwissenschaft in Berlin und hat außerdem ein Semester lang in London studiert. Er liest, reist und fotografiert gerne und interessiert sich als Musikliebhaber auch für Urheberrechtsfragen, seit vor einigen Jahren seine Lieblingsmusiktauschbörse Napster per Gerichtsbeschluss geschlossen wurde. Außerdem betreibt er seit kurzem ein<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weblog</a>, in dem er über all die Themen schreibt, die ihn interessieren.
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<b>Wissen: Wikipedia</b></p>
<p>Wann immer Paul einen Begriff nachschlagen will, recherchiert er zunächst bei der Online-Enzyklopädie<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia</a>. Die Enzyklopädie enthält ausschließlich Beiträge, die von Benutzern geschrieben wurden. Auf diese Weise sind schon allein in deutscher Sprache schon rund 400.000 Beiträge entstanden und es werden täglich mehr. Für eine Studentenzeitung möchte Paul einen Artikel über die Reform des Urheberrechts schreiben. Bei Wikipedia findet er einen ausführlichen Beitrag zum Thema<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Urheberrecht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Urheberrecht</a>. Trotz einiger einseitiger Wertungen in diesem Beitrag – mehrere Autoren haben ihn allein in der vorigen Woche über ein Dutzend Mal verändert und sich dort um die Auswirkungen der Urheberrechtsreform gestritten – findet Paul dort eine fundierte Grundlage für seine Recherche, ausführliche Kritik pro und kontra der geplanten Reform, sowie eine ausführliche Liste mit Links zu den Gesetzestexten und den verschiedenen Lobbygruppen. Paul findet drei Websites, die ihm besonders relevant erscheinen: Den Gesetzestext, eine Zusammenstellung vieler Texte zum Thema auf urheberrecht.org, sowie das Weblog eines Musikjournalisten. Paul beschließt, diese Inhalte als Grundlage für seinen Artikel zu verwenden und speichert sie als „<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bookmark" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bookmark</a>“.
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<b>Bookmarks: Del.icio.us</b></p>
<p>Seine virtuellen Lesezeichen (engl. „Bookmarks“) sammelt Paul auf der Website<br />
<a href="http://del.icio.us" target="_blank" rel="noopener noreferrer">del.icio.us</a> (ausgesprochen wie das englische Wort für köstlich: delicious). Der Service mit der verwirrenden Schreibweise verwaltet die Lesezeichen aller Teilnehmer. Hier speichert Paul die drei neu gefundenen Websites zum Urheberrecht. Er versieht sie mit beschreibenden Schlagwörtern (sogenannten<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaftliches_Indexieren" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tags</a>): Paul wählt die Begriffe Urheberrecht, Urheberrechtsreform und Copyright. Das hilft nicht nur Paul, den Link später wiederzufinden. Wenn ein anderer Benutzer in del.icio.us nach dem Begriff Urheberrecht sucht, zeigt ihm der Dienst die Bookmarks aller Benutzer, die mit dem Schlagwort Urheberrecht markiert wurden. Im Gegenzug werden auch Paul auf seiner eigenen del.icio.us-Seite in Zukunft alle entsprechenden Bookmarks der anderen Benutzer angezeigt. Jedes Mal, wenn er auf seine persönliche del.icio.us-Seite sieht, findet er dadurch neue Links zu Themen, die ihn interessieren. Obwohl es mittlerweise eine ganze Reihe vergleichbarer Dienste gibt, ist del.icio.us der Urtyp der sozialen Verwaltung von virtuellen Lesezeichen.
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<b>Menschen: Friendster</b></p>
<p>Nachdem Paul seine neuen Lesezeichen gespeichert hat, erhält er eine eMail. Es ist eine Benachrichtigung von Friendster, einem Online-Dienst, der Verbindungen in sozialen Netzwerken abbildet. Freunde können sich gegenseitig verlinken und gleichzeitig die Freunde der eigenen Kontakte sehen. In seinem Interessenprofil hat Paul vermerkt, dass er Politik studiert und in Berlin lebt. Schon zwei Mal wurde er von Freunden seiner eigenen Freunde angesprochen – einmal ist der Kontakt gleich wieder abgebrochen, beim zweiten Mal aber hat sich eine dauerhafte Freundschaft ergeben. Zurück zu Pauls eMail: Emily, eine Freundin, die er während seines Austauschsemesters in London kennengelernt hat, habe ihm eine Nachricht hinterlassen. Erschöpft von der ersten Runde seiner Recherche gönnt sich Paul eine Pause und beschließt, sich in den Mitgliederbereich des Web 2.0-Angebots Friendster einzuloggen. Auch wenn er mit vielen seiner Kontakte dort nicht in regelmäßigem Kontakt steht, freut sich Paul doch, die alten Gesichter wiederzusehen. Wie sich herausstellt, plant seine Freundin aus London bald einen Kurztrip nach Berlin und würde sich gerne mit Paul treffen – allerdings hat sie seine aktuelle Telefonnummer nicht und meldet sich daher über die Onlineplattform. Paul freut sich auf das Treffen und schickt ihr sofort eine Nachricht.
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<b>Themen: Weblogs</b></p>
<p>Seit einigen Wochen betreibt Paul ein Weblog. In seinem Weblog schreibt er Notizen zu Themen, die ihn persönlich bewegen. Später, so hat er sich überlegt, möchte er dieses Online-Journal vielleicht etwas professioneller gestalten. Für den Moment aber ist er zufrieden damit, sich dort ein wenig selbst auszuprobieren und mit verschiedenen Stilformen zu experimentieren. Er schreibt zwei kurze Beiträge in sein Weblog: Eine kurze Notiz, in der er seinen ersten Eindruck zur Urheberrechtsreform ausdrückt („Scheint ganz schön hart zu sein – lest Euch diesen Beitrag durch!“). Und ein Hinweis für seine Freunde, dass Emily aus London zu Besuch kommt – immerhin haben einige seiner Freunde aus Berlin sie ebenfalls kennengelernt und möchten bei dem Treffen sicher auch dabei sein. Er sieht die beiden Beiträge an und findet, dass sie noch etwas trocken aussehen &#8211; Ein Foto könnte Abhilfe schaffen. Er klickt auf einen Link in der Seitennavigation seines Weblogs, gleich unter dem Link zu seinem Friendster-Profil: Der Link heißt „Paul auf Flickr“.
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<b>Fotos: Flickr</b></p>
<p>Paul beschließt, ein Partyfoto von Emily und ihm selbst in seinem Weblog zu veröffentlichen. In seinem Mitgliedsbereich der Foto-Sharing-Plattform<br />
<a href="http://flickr.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a> hat Paul über 300 Bilder gespeichert. Wie auch beim Bookmark-Manager del.icio.us werden die Fotos bei Flickr durch Tags in Kategorien sortiert.; Wie beim Freundenetzwerk Friendster hat Paul auch bei Flickr ein Netzwerk von Freunden und Bekannten. Paul gibt ins Flickr-Suchfeld einfach „Emily“ ein und schon zeigt ihm die Online-Bildergalerie vier Bilder, die er beim Speichern entsprechend markiert hat. Auf zwei davon ist auch er selbst zu sehen. Paul entschließt sich für das verschwommenere Foto – die Farben sind stimmungsvoller, zudem möchte er so einen Rest an Anonymität bewahren. Mit wenigen Klicks schickt Flickr das Bild direkt an Pauls Weblog, ohne dass er sich dort noch einmal einloggen müsste: Sein Weblogprovider Blogger.com und Flickr.com sind durch offene Standards hochgradig integriert, tauschen Daten per Knopfdruck aus. Um das Ergebnis zu überprüfen, schaut Paul noch einmal auf sein Weblog. Er ist zufrieden mit dem Ergebnis. Als er gerade wieder anfangen möchte, seinen Artikel zum Urheberrecht weiterzuschreiben, fällt ihm auf, dass jemand einen Kommentar in seinem Weblog hinterlassen hat: „Es gibt gerade klasse Sonderangebote für Flüge von London nach Berlin. Falls Emily noch nicht gebucht hat, hier ist der Link&#8230;“. Paul öffnet eine neue Email, um Emily den Link weiterzuleiten.
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Später am Abend, Pauls Artikel ist gerade fertig geworden und veröffentlicht, besucht Paul noch einmal die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Dieses Mal allerdings nicht, um zu recherchieren, sondern um seinen Artikel von Wikipedia aus zu verlinken – und somit das Netz um neues Wissen zu erweitern.</p>
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