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	<title>Frankreich &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Frankreich &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Datenschutz im Land der Bürgerrechte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2016 08:44:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit; diese Schlagworte der Revolution prägen Frankreich bis in den virtuellen Raum hinein. Die Anschläge von Paris [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/frankreich-franzöisch-flagge-nation-by-jackmac34-via-pixabay-licensed-CC0-e1460646882939.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-148981 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/frankreich-franzöisch-flagge-nation-by-jackmac34-via-pixabay-licensed-CC0-e1460646882939-630x277.jpg" alt="frankreich-franzöisch-flagge-nation  by jackmac34 via pixabay licensed CC0" width="630" height="277" /></a>Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit; diese Schlagworte der Revolution prägen Frankreich bis in den virtuellen Raum hinein. Die Anschläge von Paris letzten Jahres wecken jedoch das Bedürfnis nach mehr Sicherheit. Ein Blick auf Datenschutz in Frankreichs zwischen Bürgerrechten und Ausnahmezustand.</p>
<h3>Frankreich, die Mutter der Bürgerrechte</h3>
<p>Frankreich gilt als das Mutterland der Bürgerrechte. Bereits in der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 wurde das Recht auf Privatsphäre festgeschrieben, der Freiheit, ohne Zwang und äußeren Einfluss sich selbst entfalten zu können. In Zeiten moderner digitaler Technologien stellt sich die Frage, wie dieses Recht im virtuellen Raum gewahrt werden kann.</p>
<p>„Die Informatik steht im Dienste eines jeden Bürgers. Sie muss sich in einem internationalen Rahmen entfalten können. Sie darf nicht die Identität einer Person, ihre natürlichen Rechte, ihr Privatleben, die individuellen oder öffentlichen Freiheiten gefährden“. Mit dieser Erklärung beginnt das Loi informatique et libertés, die französische Datenschutzverordnung. Als diese 1978 verabschiedet wurde, war Frankreich neben Schweden (1973); das erste Land Europas, welches ein umfassendes Gesetz zum Thema Daten und deren Schutz verabschiedete. Dieser Gesetzesentwurf war damals bereits bahnbrechend, da er sich für einen hohen Schutz der persönlichen Daten einsetzte.</p>
<p>Einwilligung und Transparenz stehen im Vordergrund dieses Gesetzestextes. Danach dürfen Daten nur verarbeitet werden, wenn die Nutzer dem zugestimmt haben. Art der Daten und das Ziel deren Verarbeitung müssen klar erkennbar sein. Das Centre Nationale de Information et Liberté (CNIL) ist dafür verantwortlich zu überprüfen, dass diese Vorgaben eingehalten werden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Anbietern und dem CNIL ist dafür obligatorisch.</p>
<h3>Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit für den virtuellen Raum</h3>
<p>Über 80% der Franzosen nutzen heute das Internet regelmäßig, aber nur ein Bruchteil davon fühlt sich sicher genug im Umgang mit diesem neuen Medium. Das möchte man ändern. Um den technischen Fortschritt zu begleiten und die Einhaltung der Bürgerrechte sicherzustellen, wurde 1978 unter Präsident Valéry Giscard d´Estaing die CNIL ins Leben gerufen.</p>
<p>Die französische Datenschutzbehörde verfügt über eine Kommission von 17 Personen aus verschiedenen Bereichen. Zum einen befinden sich in diesem Gremium Abgeordnete und Senatoren (je 2 Vertreter), Richter der obersten Gerichtshöfe (insgesamt 6 Vertreter), sowie Experten des Wirtschafts-, Sozial und Umweltrates Frankreichs (insgesamt 2 Vertreter). Weitere Vertreter werden ernannt durch den Präsident des CNIL bzw. dem Präsident des CNIL (insgesamt 5 Vertreter). Der Präsident ist unabhängig und darf keine weiteren Ämter ausüben. Die Mitglieder der Kommission dürfen nur einmal wiedergewählt werden für eine Amtszeit von je 5 Jahren.</p>
<p>Die Bedeutung des Themas Datenschutz in Frankreich wird bei näherer Betrachtung des Internetauftritts der Behörde deutlich. Bereits auf den ersten Blick lassen sich Verweise zu den wichtigen Fragen rund um das Thema persönliche Daten und persönliche Rechte finden. Aber auch Unternehmer können sich über ihre Verpflichtungen im Bezug auf Schutzmaßnahmen im Datenverkehr informieren. In einfacher Sprache und in kurzen Videos können Interessierte erfahren, wie sie ihre Daten im Internet besser schützen können und sicherer im Netz unterwegs sind. Darüber hinaus bietet die Website die Möglichkeit, auf einfache und unbürokratische Weise Beschwerde gegen die Verwendung bestimmter Daten einzulegen. In diesem Rahmen bietet die Datenschutzbehörde CNIL weitreichende Information über die eigenen Rechte und Möglichkeiten, diese auszuüben und zu schützen.</p>
<p>Der Mensch hat sich von „homo sapiens“ zum „homo numericus“ entwickelt, wie die französischen Senatoren Anne Marie Escoffier und Yves Detraine 2009 betonten. Daher müsse die Transparenz sichergestellt werden, zu welchem Zweck Daten erhoben werden dürfen. Darüber hinaus müssten diese Daten gelöscht werden können, wenn sie nicht mehr weiter benötigt werden &#8211; das so genannte „Recht auf Vergessenwerden“. Dieses Recht ist in der französischen Datenschutzverordnung bereits verankert. Alex Türk, damaliger Präsident des CNIL, plädierte dafür, den Begriff Privatsphäre weiter zu denken und das „Recht auf Vergessenwerden“ in die Verfassung aufzunehmen. Am 13.Oktober 2010 unterzeichneten verschieden Firmen die „<span lang="fr-FR">Chartes du droit à l&#8217;oubli numérique“. In dieser verpflichten sie sich, das Bewusstsein für Datenschutz ihrer Nutzer zu fördern, eine transparentere Verarbeitung von Daten sicherzustellen und bessere Selbstbestimmung der Nutzer über ihre Daten zu ermöglichen. In der neuen Datenschutzverordnung der europäischen Union ist dieses Recht auf Vergessen auch enthalten.</span></p>
<h3>Frankreich auf dem Weg in den Überwachungsstaat?</h3>
<p>„Paris ändert alles“, polarisierte der bayerische Finanzminister Markus Söder nach den Anschlägen in Paris am 13. November letzten Jahres.</p>
<p>„Der 7. Januar und der 13. November werden im kollektiven Gedächtnis unserer Bürger bleiben, als grausame Terroristen Paris heimsuchten. Aber dies war nicht ein Angriff auf Paris, ebenso wenig auf Frankreich sondern ein Angriff auf unsere Art zu leben“, wandte sich der französische Präsident Francois Hollande nach den Anschlägen an die Franzosen.</p>
<p>Im Vorfeld der Regionalwahlen im Dezember letzten Jahres waren Kriminalität und Terrorismus die zentralen Themen. Bereits 2006 wurde die Vorratsdatenspeicherung in Frankreich eingeführt. Hierbei werden Internetanbieter verpflichtet, Informationen und Entschlüsselungscodes an die Ermittlungsbehörden auf Anfrage weiterzuleiten. Im Zuge der Erweiterung des „Loi relativé a la lutte contre le terrorisme“ aus dem Jahre 2006 erhalten Ermittlungsbehörden und Geheimdienste weitreichende neue Kompetenzen. So bekamen Ermittler beispielsweise die Möglichkeit, sämtliche Metadaten der Kommunikation in sogenannten „Black Boxes“ zu speichern. In dringenden Fällen können auch ohne vorherige Genehmigung Daten im Detail analysiert und somit einzelne Personen direkt überwacht werden. Zudem ermöglicht die Ausrufung und Verankerung des Ausnahmezustandes (Etat d´Urgence) eine weitreichende Außerkraftsetzung der freiheitlich demokratischen Bürgerrechte.</p>
<p>Aus Protest dagegen, Teil dieses Überwachungssystems zu werden, haben bereits einige französische Anbieter damit gedroht, ihren Sitz außer Landes zu verlegen. Intellektuelle, Bürgerrechtler kritisieren die Aushöhlung der Grundrechte.</p>
<p>Immer wieder widersetzen sich Demonstranten dem Demonstrationsverbot oder üben Kritik. Zuletzt demonstrierten im Januar Tausende gegen die Verlängerung des Ausnahmezustandes. Dennoch bleiben viele auch passiv und trauen den Parteien allgemein kaum zu, Maßnahmen zur Lösung der dringenden Sicherheitsprobleme zu ergreifen.</p>
<p>„Frankreich befindet sich im Krieg“. Daher seien besondere Maßnahmen nötig, damit Frankreich ein freies Land bleibe, betonte Präsident Hollande. Frankreich ist das Mutterland der Bürgerrechte und Menschenrechte. Egalité, Liberté, et Fraternité; die Errungenschaften der französischen Revolution waren wegbereitend und sind fundamental, schufen und prägten sie doch die Grundwerte des modernen freien Europas. Wie weit müssen Politik und Bürger gehen, ihre bürgerlichen Freiheiten opfern um in Sicherheit zu leben? Vielleicht sollten sich die Franzosen an die Worte des US-amerikanischen Staatsmannes Benjamin Franklin erinnern, der einst als Diplomat in Paris war: „Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird beides verlieren.“</p>
<h3>Anstoß zum Datenschutz</h3>
<p>Zur Europameisterschaft 2016 ist der Kontinent zu Gast in Frankreich. In unserer Datenschutzreihe blickt Politik-Digital darauf, welche Positionen die Mitgliedsländer bei diesem Thema einnehmen. Angefangen beim Libero<a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-nordlicht-und-start-up-ein-blick-nach-schweden-148993/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Schweden</a>  und seiner liberalen Einstellung zum Schutz der Daten über die defensiven Verteidiger in <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-piroggen-und-silicon-valley-ein-blick-nach-polen-149023/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Polen</a> zum ausbaufähiges Mittelfeld in<a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-bergen-und-behoerden-149286/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Österreich</a>. In  komplexer Doppelspitze treten  <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-siesta-und-non-plus-ultra-ein-blick-nach-spanien-149247/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spanien</a> und <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-vertrauen-und-vorreitern-ein-blick-nach-estland-149358/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Estland</a> auf, während <a href="politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-dolce-vita-und-vita-digitale-ein-blick-auf-italien-149331/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Italien</a> und <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-krise-und-eureka-ein-blick-nach-griechenland-149108/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Griechenland</a> sich bereits warm laufen; das europäische Team Datenschutz ist <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-quo-vadis-die-reise-durch-europa-geht-weiter-149228/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vielschichtig</a> aufgestellt. So werden wir vielleicht alle <a href="http://politik-digital.de/news/die-digitalisierung-der-welt-brauchen-wir-die-united-nation-of-internet-149389/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitaler Europameister</a>.</p>
<p>Titelbild <a href="https://pixabay.com/de/users/jackmac34-483877/">jackmac34</a> via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Die Folgen der Pariser Anschläge: Mehr Internetsicherheit durch &#8220;Vigipirate&#8221;?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Hellmys]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2015 15:51:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Frankreich wurde in Folge der Anschläge der nationale Notstand ausgerufen. Als Reaktion darauf forderten am Anfang dieser Woche die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sicherheit_Fotor1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147536" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sicherheit_Fotor1.jpg" alt="Sicherheit_Fotor" width="640" height="280" /></a>In Frankreich wurde in Folge der Anschläge der nationale Notstand ausgerufen. Als Reaktion darauf forderten am Anfang dieser Woche die Staatschefs des <a href="http://docs.dpaq.de/9963-g20_antalya_leaders__summit_communiqu_.pdf">G20-Gipfels</a> ein effektives Vorgehen gegen den terroristischen Missbrauch des Internet.</p>
<p>Bei ihren Forderungen nach mehr Internetsicherheit beriefen sich die Staatschefs explizit auf den <a href="http://www.un.org/disarmament/HomePage/ODAPublications/DisarmamentStudySeries/PDF/DSS_33.pdf">UN-Report der Group of Governmental Experts in the Field of Information and Telecommunications.</a> Dabei hieß es, das Internet sei ein Ort des wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Wachstums, dessen Sicherheit und Stabilität vor terroristischen Gruppen gesichert werden müsse.</p>
<p>Diese (Heraus)forderung stellt sich umso mehr, als dass Internet-Propaganda zu den wichtigsten Strategien von Terrororganisationen wie IS zählen. Wie aber bereits der UN-Report zutreffen feststellte, stellt sich dabei ein grundsätzliches Problem: Wie sollen Sicherheitsmaßnahmen, die das Internet betreffen, zielgerichtet auf eine bestimmte Gruppe beschränkt werden? Die Antwort: Das ist unmöglich. Die geforderten und zum Teil schon praktizierten Maßnahmen können prinzipiell jeden treffen. Das muss nicht schlecht, sollte aber allen betroffenen Internetnutzern bekannt sein.</p>
<h3>Notstand in Frankreich! – Notstand in Deutschland?</h3>
<p>Das zeigt sich konkret am nationalen Notstand in Frankreich. Der Notstand ist in Artikel 16 der <a href="http://www.verfassungen.eu/f/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Französischen Verfassung</a> festgelegt (CF). Er hat konkrete Auswirkungen auf die exekutiven wie legislativen Staatsorgane. Auch in Deutschland findet sich eine ähnliche Regelung, die jedoch im Detail gravierende Unterschiede aufweist. Das lässt sich grundlegend darauf zurückführen, dass es sich bei Frankreich um ein semipräsidentielles System handelt. Danach kommen dem Präsidenten weitergehende Eingriffsbefugnisse zu als dem Bundeskanzler in Deutschland. Dieser ist nach dem Grundgesetz im Wesentlichen von der Zuständigkeit des Parlaments abhängig.</p>
<p>Daraus erklären sich die Unterschieden hinsichtlich der Ausgestaltung des staatlichen Notstands. Der Innere Notstand – oder Staatsnotstand – findet sich in Artikel 91 GG. Im Rahmen der Maßnahmen des <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/91.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel 91 GG</a> wurden zuletzt im Jahr 2011 die Eingriffsrechte, also die Möglichkeit des Staates in die Rechte des Einzelnen einzugreifen, erweitert. Die Folgen spiegelten sich in der Konkretisierung der Gesetze zum Verfassungsschutz oder militärischen Abschirmdienst wieder. Maßnahmen wie telefonische Überwachung, Rasterfahndung, Wohnungsüberwachung etc. wurden leichter durchsetzbar, Daten und Informationen schneller gespeichert. Diese verwaltungsrechtlichen Maßnahmen wurden jedoch vom von der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts unmittelbar wieder eingeschränkt.</p>
<h3>Notstand in Frankreich: <em>Vigipirate</em></h3>
<p>In Frankreich gibt es zwar grundsätzlich ähnliche gesetzliche Maßnahmen, allerdings sind die rechtlichen Voraussetzungen zu einem Eingriff weniger differenziert ausgearbeitet. Das hat Auswirkungen auf die Transparenz und zeigt sich beispielhaft an dem (derzeitigen) Sicherheitsmechanismen <a href="http://www.risques.gouv.fr/menaces-terroristes/le-plan-vigipirate"><em>Vigipirate</em></a>, welcher der Prävention, Repression und dem Schutz vor Terror dient.</p>
<p><em>Vigipirate</em> sieht zwei Pläne vor: einen öffentlichen und einen vertraulichen Plan, der nur den zuständigen Behörden vorliegt. Insgesamt umfasst <em>Vigipirate</em> <a href="http://www.sgdsn.gouv.fr/IMG/pdf/Partie_publique_du_plan_Vigipirate_2014.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">12 Gesellschaftsbereiche</a>, darunter auch den Bereich <a href="http://www.ssi.gouv.fr/uploads/IMG/pdf/20140310_Objectifs_de_cybersecurite_document_public.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Sicherheit des </em> <em>Cyberspace</em></a>. Das Ausmaß der präventiven und repressiven Maßnahmen ist abhängig von dem Risiko einer reellen terroristischen Bedrohung. Im Einzelfall können auch zusätzliche Maßnahmen zur Sicherheit erlassen werden. Insgesamt sieht der Plan zur Sicherheit, Maßnahmen zur Feststellen des Niveaus der Gefährdung vor wie auch eine Analyse der Risiken und der etwaig betroffenen Medien. Dem folgt ein faktischer Schutz der Informationskanäle.</p>
<h3>Wen treffen die Maßnahmen?</h3>
<p>Wer beispielsweise zur <a href="http://www.uefa.com/MultimediaFiles/Download/competitions/Ticketing/02/24/59/84/2245984_DOWNLOAD.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europameisterschaft 2016</a> fährt, ist von den Auswirkungen von <em>Vigipirate </em>betroffen. Die UEFA erfasst und bearbeitet bestimmte personenbezogene Daten. Mit Hilfe der Daten sind die Besucher zu identifizieren, um damit den Sicherheitsstandards zu entsprechen. Wie die UEFA erklärt, können die von ihr erfassten personenbezogenen Daten an Dritte weitergeleitet werden. Dazu zählen Dienstleistungserbringer im Bereich der Sicherheit wie aber auch den französischen Behörden.</p>
<p>Neben diesen Maßnahmen, die in Zusammenhang mit Großveranstaltungen stehen, sind in Frankreich außerdem den Alltag betreffende Sicherheitsmaßnahmen möglich. Im Internet können die zuständigen strafrechtlichen Behörden (magistrats) verschlüsselte Nachrichten lesen – auch ohne Haftbefehl gegen den Adressaten der Maßnahme. Was das bedeutet, wird bei einem Blick auf das deutsche Polizeirecht deutlich. Demnach, setzt jeder polizeiliche Eingriff eine Gefahr voraus. Umso höher das zu schützende Gut, desto niedriger die Gefahrenschwelle. Maßnahmen der sogenannten Informationsbeschaffung betreffen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (Artt. 2 I iVm 1 I GG). Zum Schutz des Betroffenen muss demnach nicht nur eine konkrete Gefahr vorliegen, sondern auch die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme beachtet werden. Das zeigt sich in Berlin an § 21 Allgemeines Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG), der Identitätsfeststellung. Nur bei dem Vorliegen der Voraussetzungen der Norm, wie das Vorliegen einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, kann die Identität einer Person festgestellt werden.</p>
<h3>Vigipirate: Schutz und Eingriff</h3>
<p>Das Konzept hinter <em>Vigipirate</em> setzt demnach auch auf den Schutz der Informationskanäle, wozu im besonderen Maße das Internet gehört. Die Strategie zielt darauf ab, dauerhaft Störung zu vermeiden. D.h., elektronische Kommunikation durch die Sicherung von Geräten und relevanten Systemen zu schützen. Dabei werden z.B. besonders auffällige Funktionsstörungen und Software untersucht, da sie bösartigen Ursprungs sein könnten. Institutionen und Einrichtungen von besonderer Bedeutung werden der Kontrollen der Behörden unterstelltund unterliegen demnach einem erhöhten Schutzstandard.</p>
<p>Organisiert und koordiniert werden die Maßnahmen von der National Computer Security Agency (ANSSI). Eine bedeutende Rolle kommt dabei auch dem OIV zu, worunter Betreiber wichtiger Einrichtungen zusammengefasst werden. Sie werden veranlasst IT-Sicherheitsmaßnahmen in ihrem jeweiligen Sektor zu initiieren.</p>
<p>Insgesamt umfasst der Katalog der <em>Vigipirate</em> vielfältige Maßnahmen zur Steigerung der Internetsicherheit. Nicht erfasst sind davon jedoch konkrete Maßnahmen, die eine Aushebung terroristischer Propaganda bedeuten könnten. Hier wäre ein nationales Vorgehen tatsächlich auch weniger effektiv, denn Internetsicherheit ist ein globales Problem. Das Gelingen einer internationalen Ausgestaltung von  Schutzmechanismen für das Internet ist daher von großer Bedeutung. Zum Schutz des Einzelnen und der Gesellschaft.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/95213174@N08/">Metropolico.org</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Frankreich beschließt die Totalüberwachung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/frankreich-totalueberwachung-146040/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2015 09:48:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Der französische Bürger wird zum Staatsfeind Nr.1. Mit dem gerade verabschiedeten Überwachungsgesetz räumt die französische Regierung den Geheimdiensten und Terrorabwehreinheiten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/frankreich.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146042" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/frankreich.jpg" alt="frankreich" width="640" height="280" /></a>Der französische Bürger wird zum Staatsfeind Nr.1. Mit dem gerade verabschiedeten Überwachungsgesetz räumt die französische Regierung den Geheimdiensten und Terrorabwehreinheiten der Polizei so weitreichende Befugnisse zur Überwachung aller Bürger ein, dass man sich fragt, wer wem stärker misstraut: der Bürger dem Staat oder der Staat dem Bürger. Ein Blick auf das Wechselspiel von Angst und Freiheit.</p>
<p>Nach den Anschlägen auf die Redaktion des französischen <a title="Ruf nach Überwachung – Netzpolitik nach dem Terror von Paris" href="http://politik-digital.de/ruf-nach-ueberwachung-netzpolitik-nach-dem-terror-von-paris" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Satiremagazins „Charlie Hebdo“</a> und einen jüdischen Supermarkt in Paris zu Beginn des Jahres, wurde jetzt in Frankreich ein Gesetz aus der Schublade geholt, mit dem den französischen Geheimdiensten zur Abwehr von Gefahren umfangreiche Überwachungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Der <a href="http://www.dw.de/neues-gesetz-frankreich-darf-%C3%BCberwachen/a-18505920" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Senat hat das Gesetz</a> in dieser Woche nun ebenfalls beschlossen, nachdem die französische Nationalversammlung bereits Anfang Mai mit großer Mehrheit zugestimmt hatte. Frankreichs Präsident François Hollande will das Gesetz nun dem Verfassungsrat zur Prüfung vorlegen und reagiert damit auf die Kritik von Verfassungsrechtlern. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, können die Maßnahmen in Kraft treten. Gleichzeitig haben Bürgerrechtler angekündigt, vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen das Gesetz zu klagen.</p>
<p>Sollte auch der Vermittlungsausschuss dem finalen Gesetzestext aus beiden Häusern zustimmen, dürfen die französischen Geheimdienste und die Anti-Terroreinheiten der Polizei ab Juli in großem Umfang auf Mobil- und Bewegungsdaten aller Bürger zugreifen. Ohne richterliche Anordnung können dann Autos und Handys in Echtzeit geortet, Wohnungen abgehört, IP-Adressen ausgelesen und zugeordnet und Verbindungsdaten erhoben werden. Den Behörden wird darüber hinaus erlaubt, eigene „Black Boxes“ bei den Telekommunikationsanbietern zu installieren, um in Echtzeit Metadaten nach bestimmten Algorithmen auswerten zu können. Daten aus dem Ausland, die Frankreich durchqueren, sind davon ebenso eingeschlossen. Auch die gezielte Auswertung von Schlüsselbegriffen oder auffälligen Kommunikationsstrukturen soll so ermöglicht werden.</p>
<h3>Eine Tradition der Überwachung und neue Befugnisse</h3>
<p>Die neuen Befugnisse sollen in erster Linie der Terrorabwehr dienen, haben aber allgemein den Schutz der nationalen Sicherheit zum Ziel. Darunter fallen auch die Sicherung der nationalen Unabhängigkeit und der territorialen Integrität Frankreichs, die Wahrung der essentiellen Interessen der französischen Außenpolitik, sowie der ökonomischen, industriellen und wissenschaftlichen Interessen Frankreichs, der Schutz der öffentlichen Ordnung vor kollektiver Gewalt und die bessere Verfolgung des organisierten Verbrechens und der Kriminalität. Diese sehr weitgefassten Kriterien lassen den Behörden einen großen Auslegungsspielraum und wurden von Bürgerrechtlern und Verfassungsschützern heftig kritisiert. Die dehnbaren Formulierungen geben den Behörden die Möglichkeit, auch politische Gruppierungen, Protestgruppen oder Journalisten zu überwachen. Eine richterliche Anweisung ist für die Datenabfrage nicht notwendig, stattdessen genügt eine einfache Abfrage bei der neu eingerichteten nationalen Kommission zur Kontrolle der Geheimdiensttechniken (CNCTR), die allerdings nur beratend tätig wird. Der Premierminister kann das Gremium überstimmen und auch ohne Rückkopplung mit der Kommission Anweisungen erteilen.</p>
<p>Frankreich hat bereits eine <a href="https://netzpolitik.org/2015/franzoesischer-patriot-act-ueberwachungsmassnahmen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lange Geschichte</a> der staatlichen Überwachung: die Vorratsdatenspeicherung gilt dort seit über zehn Jahren, die umfangreiche Videoüberwachung des öffentlichen Raums gehört längst zum Alltag, und auch der Zugriff auf Daten ohne richterlichen Beschluss wird von den Geheimdiensten seit längerem praktiziert. Das neue Gesetz legalisiert somit nur eine ganze Reihe bereits angewendeter Maßnahmen, von denen einige durch die Snowden-Dokumente erst im letzten Jahr bekannt geworden waren. Die Regierung hatte die massive Überwachung des amerikanischen Geheimdienstes NSA damals noch kritisiert, gleichzeitig wurde im vergangenen Sommer mit der Arbeit an dem jetzt beschlossenen Gesetz begonnen. Die Terroranschläge von Paris bildeten, wie bereits die Anschläge auf New York und Washington im Jahr 2001, einen guten Anlass zur umfangreichen Ausweitung der staatlichen, anlasslosen Überwachung aller Bürger.</p>
<h3>Vorbild USA?</h3>
<p>Die USA hatten kurz nach Anschlägen vom 11. September den US Patriot Act verabschiedet, mit dem FBI und CIA weitreichende Befugnisse zur Überwachung der amerikanischen Bevölkerung ohne richterliche Kontrolle eingeräumt wurden. Der Patriot Act wurde in der <a title="Vorbild USA: Dem Geheimdienst Grenzen aufzeigen" href="http://politik-digital.de/vorbild-usa-dem-geheimdienst-grenzen-aufzeigen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vergangenen Woche</a> durch den Freedom Act abgelöst, der nach 14 Jahren die unkontrollierte Handlungsfreiheit der NSA etwas einschränken soll. In Deutschland ist nach dem Attentat auf Charlie Hebdo die Debatte über die erneute Einführung der Vorratsdatenspeicherung wieder aufgeflammt und soll möglichst schnell zu einem <a title="Bürgerrechte abräumen im Schnelldurchlauf" href="http://politik-digital.de/buergerrechte-abraeumen-im-schnelldurchlauf">neuen VDS-Gesetz</a> führen. Das Vorhaben ist höchst umstritten, gerade erst hat der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/vorratsdatenspeicherung-juristen-ruegen-vds-gesetz-von-maas-a-1038227.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaftliche Dienst</a> des Bundestages den neuen Gesetzentwurf als verfassungswidrig und nicht mit dem europäischen Recht vereinbar kritisiert.</p>
<p>Doch viele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung#Umsetzung_in_anderen_L.C3.A4ndern_der_EU" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Länder, in denen die Vorratsdatenspeicherung</a> bereits eingeführt wurde, rudern inzwischen zurück. Im März wurde in den Niederlanden das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung außer Kraft gesetzt und auch in Tschechien und Rumänien hoben Verfassungsgerichte entsprechende Gesetze wieder auf. Das irische Verfassungsgericht hat das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung dem Europäischen Gerichtshof zur Prüfung vorgelegt. Erst <a href="https://netzpolitik.org/2015/pyrawebs-vorratsdatenspeicherung-in-paraguay-durchgefallen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in dieser Woche wurde in Paraguay</a> eine bereits im November 2014 gestartete Gesetzesinitiative zur Einführung einer Vorratsdatenspeicherung gestoppt, die zuvor bereits vom Senat beschlossen worden war. In <a href="https://netzpolitik.org/2015/verfassungsgericht-in-belgien-vorratsdatenspeicherung-ist-illegal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Belgien erklärte das Bundesverfassungsgericht</a> die geltende Regelung der Vorratsdatenspeicherung gestern für ungültig.</p>
<p>Dass der massive Einsatz von staatlichen Überwachungsinstrumenten nur bedingt zur Erhöhung der Sicherheit der Bürger beiträgt, haben die Anschläge von Paris gezeigt. Die Attentäter standen bereits lange vor dem Angriff der Redaktion unter <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/charlie-hebdo-tatverdaechtige-wurden-laut-innenminister-ueberwacht-a-1011868.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">polizeilicher Beobachtung</a>, die Behörden erkannten jedoch keine erhöhte Bedrohung und auch die Vorratsdatenspeicherung trug nicht zur schnelleren Aufklärung des Anschlags bei. Die zentrale Frage bleibt also, ob die massive Beschränkung der Freiheit des einzelnen Bürgers für eine subjektive Erhöhung des Sicherheitsgefühls Rechtfertigung genug ist. Die Garantie der öffentlichen Sicherheit und der Schutz der Bürger sind natürlich Grundaufgaben des Staates, aber ob dafür jedes Mittel recht ist, sollte nicht im Affekt beschlossen sondern gründlich abgewogen werden. Freiheit und informationelle Selbstbestimmung wurden zu hart erkämpft, als das sie im Vorbeigehen abgeräumt werden sollten.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/imgki_erdenpol/16683005328/in/photolist-rqdLfU-8dQQV8-aBNor-9Q1HBb-akXUEX-akXSqz-akXXBK-akXXni-akXX3r-am1JHs-akXWrD-am1JbE-akXVVk-akXVA6-am1HeU-am1GXm-am1G99-akXTZe-akXTEx-akXTkB-am1EQN-akXSGk-am1DXq-akXRRM-am1DkC-akXRhi-am1CNu-akXQyP-akXQhi-am1ByS-oEDv6h-am1BPd-K37c5-am1Bfu-uDMiT-akXP7X-fmUqf6-eT9MLh-i2MVHV-7qQy6D-tUh79K-aUpcdx-fhPtDu-77xGPt-fj6a5D-qPvPXi-7qTZo9-gKeDzk-8fpNBw-5iKSNE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">imgki erdenpol </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>#JeSuisCharlie: Ein Land zwischen Aufruhr und Betroffenheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2015 10:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[#JeSuisCharlie]]></category>
		<category><![CDATA[Charlie Hebdo]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurz nach dem grausamen Angriff auf die Satire-Zeitung Charlie Hebdo mit zwölf Toten wuchs in Frankreich die Solidarität mit den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Je-Suis-Charlie.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-144196" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Je-Suis-Charlie.png" alt="Je Suis Charlie" width="640" height="280" /></a>Kurz nach dem grausamen Angriff auf die Satire-Zeitung Charlie Hebdo mit zwölf Toten wuchs in Frankreich die Solidarität mit den Opfern —  erst im Internet, dann auf der Straße. Überall auf der Welt zeigen Menschen ihre Anteilnahme im Zeichen des Hashtags #JeSuisCharlie. politik-digital.de hat mit der Pariserin Elise Colla über die Situation in Frankreich und die #JeSuisCharlie-Bewegung im Internet gesprochen.</p>
<p><em><b>politik-digital.de: </b>Was passierte nach der Schießerei in der Redaktion des Satire-Magazins Charlie Hebdo in Frankreich? Wie entstand der Hashtag #JeSuisCharlie?</em></p>
<p>Elise Colla: Nach dem Schock begann eine Welle der Solidarität hier in Frankreich. Die sozialen Medien wurden überflutet von Artikeln und Posts über die Morde. Die Menschen versuchten Worte für diese Gräueltat zu finden. Mit dem Hashtag <a href="https://twitter.com/search?q=%23JeSuisCharlie&amp;src=tyah" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#JeSuisCharlie</a> wollten sie einerseits ihre Anteilnahme bekunden und andererseits zeigen, dass Frankreich sich nicht von Terroristen einschüchtern lässt.</p>
<blockquote hcb-fetch-image-from="https://twitter.com/ryouslimani/status/552833277074366464" class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true">
<p lang="fr" dir="ltr">Je suis journaliste, français, musulman et <a href="https://twitter.com/hashtag/JeSuisCharlie?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#JeSuisCharlie</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/CharlieHebdo?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#CharlieHebdo</a></p>
<p>&mdash; Ryad Ouslimani (@ryouslimani) <a href="https://twitter.com/ryouslimani/status/552833277074366464?ref_src=twsrc%5Etfw">January 7, 2015</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Wie verlagerten sich der Online-Protest – und das Mitgefühl auf die Straße?</em></p>
<p>Elise Colla: Die Franzosen sind ein stolzes, traditionsorientiertes Volk. Demokratische Werte wie die Pressefreiheit sind uns sehr wichtig und deshalb gehen wir dafür auch auf die Straße. Heutzutage sind wir alle digital miteinander vernetzt. Man könnte daher sagen, dass der Hashtag #JeSuisCharlie das Ziel hatte, die Massen zu mobilisieren, online wie offline.</p>
<p><strong> </strong><em><strong>politik-digital.de:</strong> Wie gehen Deine Familie und Freunde mit der Nachricht um?</em></p>
<p>Elise Colla: Fast jeder, mich eingeschlossen, hat seinen Facebook-Status zu „Je suis Charlie“ geändert, viele haben ihr Profilbild durch Karikaturen von Charlie Hebdo ersetzt. Alle wollen damit ihre Betroffenheit zeigen. Heute Morgen habe ich mehrere Nachrichten und Mails von Freunden erhalten, Petitionen gegen Angst und für die Meinungsfreiheit zu unterschreiben. Auch bei der Arbeit reden wir eigentlich über nichts anderes.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc">Elise Colla (26) studierte Politik, Geschichte und Urban Management in Paris und arbeitet heute in der Verwaltung des öffentlichen Nahverkehrs von Paris. Nach eigenen Aussagen haben ihr Studium und ihre jetzige Arbeit sie viele Dinge gelehrt, vor allem über die &#8220;Banlieues&#8221; (Vororte) und die Vorurteile, die jeder gegenüber &#8220;dem anderen&#8221; besitzt.</div></div><br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong> Du arbeitest mit einigen Muslimen zusammen. Wie sehen sie den Angriff auf die Redaktion von Charlie Hebdo?</em></p>
<p>Elise Colla: Amani, eine französische Muslimin mit tunesischen Wurzeln, lebt im Vorort Goussainville, der oftmals als Problemviertel bezeichnet wird. Sie sagte mir, dass die Geschehnisse eine Abscheulichkeit seien. Auch wenn der Koran eine Zeichnung des Propheten verbiete, dürfe niemand dafür umgebracht werden. Allerdings erzählte Amani mir auch, dass sie sich jetzt als muslimische Französin unwohl in ihrem eigenen Land fühle .</p>
<p><em><strong>politik-digital.de:</strong> Wie reagieren Amanis Freunde on- und offline auf die Geschichte?</em></p>
<p>Elise Colla: Den meisten gehe es ähnlich, erklärte sie mir. Sie würden sich als Franzosen identifizieren und daher den Schmerz des Landes spüren. Aber Amani erzählte mir auch von Bekannten, die in der Tat ein Komplott gegen die muslimische Bevölkerung sehen. Diese hätten Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken gepostet, auf denen man angeblich sehen würde, dass die Aufnahmen manipuliert seien.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p><a href="https://twitter.com/hashtag/JeSuisCharlie?src=hash">#JeSuisCharlie</a> tribute to <a href="https://twitter.com/hashtag/CharlieHebdo?src=hash">#CharlieHebdo</a> at <a href="https://twitter.com/hashtag/AFP?src=hash">#AFP</a> news room in Paris <a href="http://t.co/J1vTDttDwg">pic.twitter.com/J1vTDttDwg</a></p>
<p>— AFP Photo Department (@AFPphoto) <a href="https://twitter.com/AFPphoto/status/552889642815881218">7. Januar 2015</a></p></blockquote>
<p><em><strong>politik-digital:</strong> Was bedeutet das für die Muslime in Frankreich?</em></p>
<p>Elise Colla: Viele, ich eingeschlossen, haben Angst, dass Medien und die Politik dieses schreckliche Ereignis dazu nutzen, die französische Gesellschaft weiter zu spalten. Wir fürchten, dass dieser barbarische Akt von Terroristen die muslimische Gemeinschaft als Südenbock darstellt. Frankreich wird  immer islamfeindlicher. Einige Aussagen über Muslime, die noch vor zehn Jahren undenkbar gewesen wären, werden nun von vielen Menschen oft an. Mit diesem Vorfall lassen sich wahrscheinlich noch mehr Menschen hinreißen, rassistische Gedanken zu skandieren.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/valentinacala/16039261829" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Valentina Calà</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Augen zu und durch? &#8211; Digitale Presseschau KW 21</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/augen-zu-und-durch-digitale-presseschau-kw-21-129046/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/augen-zu-und-durch-digitale-presseschau-kw-21-129046/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 15:48:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<category><![CDATA[Browser Fingerprinting]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsteuer]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Habt ihr was an den Augen? Facebook hat sich ganz böse verguckt, Frankreich schaut nur auf Konto statt ins Netz, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Habt ihr was an den Augen? Facebook hat sich ganz böse verguckt, Frankreich schaut nur auf Konto statt ins Netz, Google sieht nur sich selbst, die Politik verschließt komplett die Augen, die EU ist blauäugig und die Netzaktivisten haben sowieso noch nichts von der Realität gesehen. Unsere Digitale Presseschau sorgt für freie Sicht.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=n_YHyXVxHhc&amp;feature=youtu.be" title="Rette deine Privatsphäre! - Stoppt den &quot;Lobby-Krieg&quot; gegen EU-Datenschutz! (Kurz)" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/n_YHyXVxHhc?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Die EU hatte den Plan, ihre Bürger und deren Daten durch ein Datenschutzabkommen besser zu schützen. Dies sorgte bei der Industrie für  Aufruhr, sah man doch Absatz und Profit gefährdet, wenn man private Daten künftig stärker unter Verschluss halten müsse. Die Lobbyisten stürzten sich also auf den Datenschutzentwurf und wirbelten die Gesetzesinitiative kräftig durcheinander, übrig geblieben ist ein für viele nicht mehr akzeptabler Entwurf, der vor allem die Profitinteressen der Unternehmen und weniger die Privatsphäre der Bürger zu schützen scheint. Dieser kurze Film benennt das Problem und ruft zum Handeln auf: Macht Druck auf die Politiker, noch ist Zeit!</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/facebook-und-gewalt-gegen-frauen-nackt-geht-gar-nicht-geknebelt-schon-1.1678049">Zweierlei Maß?</a></h3>
<p>Tauchen bei Facebook rassistische, diskriminierende oder gewaltverherrlichende Inhalte oder Bilder auf, werden diese (sofern sie entdeckt werden) umgehend gelöscht. Nicht ganz so genau nimmt Facebook es aber scheinbar bei frauenverachtenden Inhalten. Bilder, die geschlagene Frauen und gewaltverherrlichende Sprüchen zeigen, gibt es leider immer wieder zu sehen. Auch waren Seiten mit eindeutigen Namen wie „Raping your Girlfriend“ oder „Fly kicking Sluts in the Uterus“ bis vor kurzem noch für jedermann erreichbar. Oft genügt nur ein kleiner Hinweis, dass die dargestellten Inhalte nur scherzhaft gemeint seien, um dieser &#8216;rape culture&#8217; eine Plattform zu geben. Die Aktivistengruppe „Woman, Action and Media“ hat sich nun an Facebook gewandt, um zu erwirken, dass frauenverachtende Inhalte ebenso restriktiv bekämpft werden wie jede andere Form von Diskriminierung auch. Dass Facebook unpassende Inhalte nicht duldet, zeigt sich bei der häufigen Löschung von Darstellungen körperlicher Nacktheit.  Daher ist es absolut nicht zu verstehen, warum angeblich lustig gemeinte Aufrufe zur Gewalt gegen Frauen geduldet werden!</p>
<h3><a href="https://www.taz.de/Studie-zum-digitalen-Fingerabdruck/!116410;beta/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heiße Spur</a></h3>
<p>Wer im Netz unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Das Surfverhalten eines jeden Nutzers kann mithilfe von Cookies ziemlich exakt ausgewertet werden, personalisierte Werbung auf dem Bildschirm ist oft die Folge. Der Browser Mozilla Firefox plant, künftig alle Cookies von Drittanbietern zu blockieren, doch die Werbeindustrie rüstet ebenfalls auf: Browser Fingerprinting heißt die Methode, die anhand von verschiedenen Browsereinstellungen Datenspuren ausliest und eine eindeutige Identifizierung des virtuellen Nutzers zulässt – also einen digitalen Fingerabdruck erstellt. Die Folgen können vielfältig sein: man würde dadurch weiterhin personalisierte Werbung aufblinken sehen – das Internet weiß ja, wofür man sich so interessiert. Andererseits könnte der Datentransfer etwa beim Online-Banking sicherer gemacht werden: es könnte sichergestellt werden, ob Kontoinhaber und User dieselbe Person sind.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/mehr-transparenz-was-wir-von-suchmaschinen-wissen-wollen-a-900326.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auf den Input kommt es an</a></h3>
<p>Wer bei Google sucht, der findet. Doch was findet man da eigentlich? Die Suchmaschine spuckt scheinbar willkürlich Ergebnisse zum gesuchten Begriff aus, man braucht nur draufzuklicken und schon ist man (meist) beim gewünschten Ergebnis. Die Suchergebnisse und deren Reihenfolge kommen aber mitnichten zufällig zustande: Google (wie auch andere Suchdienste) bevorzugt (selbstverständlich) eigene Angebote; Dienste konkurrierender Anbieter werden schon mal gekonnt unter den Teppich gekehrt. Was tun? Der Suchende solle laut SPON anspruchsvoller werden, um sich Googles Auswahl nicht einfach unterjubeln zu lassen. Unter anderem solle der User mehr Wert auf Transparenz, Quellen und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse legen, der Suchmaschine so beibringen, welche Ergebnisse bevorzugt werden. Die Prophezeiung: zukünftig werden Suchmaschinen noch mehr personalisiert sein und mit jeder Sucheingabe mehr über den User lernen.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-05/rebecca-mackinnon-netzaktivismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Koalitionen lohnen</a></h3>
<p>Netzpolitische Aktivisten und Bündnisse kommen oftmals daher wie ein zahnloser Tiger: trotz großem (digitalen) Unterstützerkreis und plakativen Aktionen gelingt es relativ selten, Zivilgesellschaft, Unternehmen und Politik von den eigenen Vorhaben zu überzeugen. Was bei Acta so überraschend gut funktionierte, stockt bei aktuellen Kampagnen wie der EU-Datenschutzrichtlinie und weiteren Projekten. Doch was fehlt der Netzpolitik denn eigentlich? Wieso steht man mit seinen Forderungen am Ende dann doch so oft allein auf weiter Flur, ohne von der Politik ernst genommen zu werden? Netzaktivistin Rebecca McKinnon erzählt im Interview mit ZEIT-Online, wo die Netzszene noch Nachholbedarf hat. „Wenn es um ganz altmodische Methoden wie dem Schmieden von Koalitionen geht, dann können wir Aktivisten von den Veteranen der Politik noch einiges lernen.“</span></span></p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/05/frankreich-plant-steuer-auf-internetgeraete/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Je ne regrette rien&#8230;</a></h3>
<p>Frankreichs Staatspräsident Hollande steht nicht zuletzt wegen seiner enormen Steuererhöhungen arg in der Kritik. Weiterer Unmut könnte sich aufgrund einer neuen Internetsteuer bilden: es ist geplant, jedes Gerät mit Internetanschluss mit einer Steuer von 1% des Kaufpreises zu belegen, um mögliche illegale Downloads finanziell zu kompensieren. Erfreuen dürfte das vor allem die Künstlerszene, die unter den rechtswidrigen Downloads besonders zu knabbern hat. Erbost dagegen zeigen sich vor allem Elektronikkonzerne aufgrund der Gefahr, die Branche könne dem Hexagon den Rücken kehren und sich anderswo ansiedeln, um die Steuer zu umgehen. Langfristiges Ziel im Élysée-Palast ist es, diese Regelung EU-weit durchzusetzen, Abwanderungen ins Ausland dürften dann unwahrscheinlicher werden.</p>
<h3><a href="http://carta.info/58371/im-tiefen-tal-der-exponentialitat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ungeahnte Höhen</a></h3>
<p>Welche Auswirkungen hat das Internet auf den zukünftige Arbeitswelt, die Wirtschaft, die Gesellschaft? Und kann man diesen Herausforderungen mit Instrumenten wie Leistungsschutzrecht, Netzneutralität und Datenbeschränkung beikommen? Michael Konitzer sagt ganz klar „Nein!“. Denn die Folgen des digitalen Wachstums seien bei weitem höher als die Politik heute denkt. Ein entscheidender Punkt: kostenlose Wirtschaftsleistungen von kostenlosen Diensten wie Facebook, Google, Wikipedia und vielen weiteren werden aus den Wirtschaftsberechnungen herausgehalten, die Wirtschaftsdynamik sei längst von der heutigen Lebenswirklichkeit abgekoppelt. Digitale Produkte, beliebig oft und grenzenlos rezipierbar, werden exponentiell an Reichweite und Geschwindigkeit zunehmen. Ins Unendliche emporschießende Wachstumsraten, voll digitalisierte Arbeitszweige und durch Maschinenkraft überflüssig gewordene Arbeitsplätze werden laut Konitzer die drastischen Folgen dieser Entwicklung sein. Reagiert die Politik auf diese Aussichten? Konitzer: „Eigentlich wäre das ein echtes Wahlkampfthema. Aber es ist zu unangenehm“.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-04/harper-reed-datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a></h3>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Frankreich: Grüne beim Vorwahlkampf im Netz besonders aktiv</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/frankreich-gruene-beim-vorwahlkampf-im-netz-besonders-aktiv-5290/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jacob Leidenberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 18:21:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/vorwahlen_frankreich.png" align="left" height="162" width="200" />Die für das kommende Jahr anstehende französische Präsidentschaftswahl schickt ihre Vorboten voraus: Während die Medien schon seit Monaten über die Chancen möglicher Kandidaten spekulieren, kündigen nun die ersten offiziell ihre Kandidaturen an – und werden auch im Netz aktiv. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/vorwahlen_frankreich.png" align="left" height="162" width="200" />Die für das kommende Jahr anstehende französische Präsidentschaftswahl schickt ihre Vorboten voraus: Während die Medien schon seit Monaten über die Chancen möglicher Kandidaten spekulieren, kündigen nun die ersten offiziell ihre Kandidaturen an – und werden auch im Netz aktiv. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Eines macht der Vorwahlkampf schon jetzt mehr als deutlich: Online-Medien und eCampaigning werden 2012 für alle Kandidaten und Parteien eine noch stärkere Rolle spielen als bei der vergangenen Wahl. Während die bürgerlichen und liberalen Parteien ihre offiziellen Kandidaten im Verborgenen benennen bzw. der amtierende Präsident Nicolas Sarkozy bereits gesetzt ist, stimmen bei den linken Parteien deren Mitglieder und Sympathisanten über die jeweiligen Kandidaten ab.  
</p>
<p>
Sowohl bei den französischen Sozialisten (PS) als auch bei der kommunistischen Partei (PCF) und den Grünen (EELV) müssen sich die potentiellen Kandidaten erst einmal gegen ihre parteiinternen Mitstreiter durchsetzen, bevor sie den amtierenden Präsidenten herausfordern können. Die beiden grünen Kandidaten nutzten das Internet beispielsweise bereits für die jetzt anstehenden Vorwahlen und riefen pünktlich zu ihrer Kandidatur <a href="http://primairedelecologie.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine eigene Webseite </a>ins Leben. Darauf finden sich sowohl Clips mit Statements zur Kandidatur, aber auch Auskünfte über politische Standpunkte und praktische Infos wie Wahlkampfkalender.
</p>
<p>
Wenngleich die Form der Online-Kommunikation damit eher klassisch bleibt, so überrascht doch der frühe Zeitpunkt der Onlineaktivitäten. Und auch bei der eigentlichen Abstimmung über den nächsten grünen Präsidentschaftskandidaten spielt das Internet eine Rolle: denn die grünen Parteimitglieder und -sympathisanten können ihre Stimme ebenfalls online abgeben.
</p>
<p>
Alles andere als optimal verlief dagegen die bisherige Vorwahlkampagne der Sozialisten, war sie doch vor allem von der Affäre um Dominique Strauss-Kahn überschattet. Dieser galt sowohl parteiintern als auch parteiübergreifend als der aussichtsreichste Kandidat und erzielte in Umfragen jeweils die höchsten Werte von allen möglichen Kandidaten – auch den amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy übertraf &quot;DSK&quot; deutlich. Sein Ausscheiden aus dem Kandidatenrennen steigert nun die Chancen anderer PS-Politiker: der ehemalige erste Parteisekretär François Hollande hat genau wie die bereits 2007 für die Sozialisten angetretene und unterlegene Ségolène Royal seine Kandidatur verkündet.
</p>
<p>
Die Abstimmung bei den Sozialisten ist durch die Besonderheit gekennzeichnet, dass auch Nicht-Parteimitglieder an der Wahl teilnehmen können. Die französischen Grünen sind den Sozialisten schon einen Schritt voraus und stimmen über ihren offiziellen Präsidentschaftskandidaten bereits Ende Juni (15.-23.6.) ab. Als die beiden aussichtsreichsten Kandidaten gelten dabei der ehemalige Fernsehmoderator Nicolas Hulot und die Europa-Abgeordnete Eva Joly, unter deren Führung die Grünen ihren vielumjubelten Erfolg bei den letzten Europawahlen einfuhren. Die grünen Kandidaten diskutierten in den vergangenen Tagen bereits mehrmals öffentlichkeitswirksam miteinander und nutzten diese Gelegenheit, um ihren politischen Positionen Ausdruck zu verleihen.    
</p>
<p>
Sicherlich werden die konservativen Parteien den Grünen, Sozialisten und Kommunisten das Feld im Netz nicht kampflos überlassen und bald selbst in den sich langsam anbahnenden Vorwahlkampf einsteigen. Denn laut der <a href="http://www.prodialog.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative ProDialog</a> mobilisierten die Parteien und Kandidaten ihre Wähler im letzten französischen Präsidentschaftswahlkampf vor allem online – die Anzahl der Wahlkampfblogs lag 2007 bei rekordverdächtigen 40.000 Stück. Zudem beschafften sich laut einer Studie des IFOP-Instituts etwa ein Fünftel aller Franzosen ihre Informationen über die Wahl und die daran teilnehmenden Kandidaten online. 
</p>
<p>
<b>Weitere Links zum Thema:<br />
</b>
</p>
<ul>
<li><a href="http://www.lesprimairescitoyennes.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Offizielle Seite anlässlich der Vorwahlen der französischen Sozialisten</a></li>
<li><a href="http://primairedelecologie.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Offizielle Seite anlässlich der Vorwahlen der Grünen</a></li>
<li><a href="http://www.2012hulot.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eigens für die Vorwahlen eingerichtete Seite von Nicolas Hulot</a></li>
<li><a href="http://evajoly.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eigens für die Vorwahlen eingerichtete Seite von Eva Joly</a>
	</li>
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		<title>eG8-Gipfel und nun? &#8211; Eine kleine digitale Presseschau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2011 14:54:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nicolas Sarkozy]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/eG8_presse.jpg" title="Logo" alt="Logo" width="100" align="left" height="77" />Heute endete im nordfranzösischen Deauville der G8-Gipfel. Wie so häufig nach entsprechenden Veranstaltungen wird relativ schnell zur Tagesordnung übergegangen. Aber eine separate Versammlung am Tag vor dem Treffen der acht Regierungschefs  rief diesmal eine Vielzahl an Reaktionen hervor: das eG8-Forum auf Initiative von Nicolas Sarkozy. politik-digital.de fasst einige Reaktionen  zusammen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" title="Logo" src="/wp-content/uploads/eG8_presse.jpg" alt="Logo" width="100" height="77" align="left" />Heute endete im nordfranzösischen Deauville der G8-Gipfel. Wie so häufig nach entsprechenden Veranstaltungen wird relativ schnell zur Tagesordnung übergegangen. Aber eine separate Versammlung am Tag vor dem Treffen der acht Regierungschefs rief diesmal eine Vielzahl an Reaktionen hervor: das eG8-Forum auf Initiative von Nicolas Sarkozy. politik-digital.de fasst einige Reaktionen zusammen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Tenor in der Presseberichterstattung ist relativ einhellig: Der Pariser &#8220;Internet-Gipfel&#8221; wird wahlweise als &#8220;Show-Veranstaltung&#8221; oder als Treffen der Reichen und Einflussreichen bezeichnet. Die Zivilgesellschaft, so ein zentraler Kritikpunkt, blieb bei der von namhaften IT-Unternehmen gesponserten Veranstaltung weitestgehend außen vor.</p>
<p>Der deutsche Internet-Aktivist Markus Beckedahl, Mitbegründer des Vereins &#8220;Digitale Gesellschaft&#8221;, kritisiert in einem Gespräch mit dem <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1467182/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Deutschlandfunk</strong></a> anlässlich des Pariser eG8-Treffens Sarkozys “Internetvision”. Im Gespräch mit Oliver Ramme und Dirk Müller nimmt Beckedahl unter anderem zu dem Problem Stellung, universelle, weltweit gültige Werte für die Nutzung des Internet zu formulieren.</p>
<p>Auch in anderen europäischen Staaten werden die Diskussionen im Rahmen des eG8-Gipfels thematisiert. &#8220;Netzregulierung kaum gewünscht&#8221;, so das Fazit von Benjamin Hacker in einem Beitrag für das Schweizer <a href="http://www.itmagazine.ch/Artikel/46802/Fazit_des_eG8-_Netzregulierung_kaum_gewuenscht.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>IT-Magazine</strong></a>. Der Autor berichtet vor allem über die unterschiedlichen Standpunkte der Teilnehmer hinsichtlich der Notwendigkeit von Regeln für das Netz. Auch der unterschiedliche Einfluss der Internetunternehmer kommt zur Sprache. So sei es etwa Facebook-Gründer Zuckerberg möglich gewesen, direkt mit den Staats- und Regierungschefs zu sprechen.</p>
<p>Über den Versuch der Politiker, &#8220;das Internet zu zivilisieren&#8221; urteilt Michaela Wiegel in der<strong> </strong><a href="http://www.faz.net/artikel/C31158/treffen-mit-unternehmenchefs-sarkozy-das-internet-zivilisieren-30342968.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Frankfurter Allgemeinen Zeitung</strong></a> anlässlich der Zusammenkunft in der französischen Hauptstadt, dieser sei gescheitert. So sei inzwischen sogar Nicolas Sarkozy, der vor dem Pariser Treffen eine Zivilisierung des Netzes gefordert hatte, innenpolitisch von seinem ursprünglich anvisierten rigiden &#8220;Drei-Stufen-Plan&#8221; abgerückt, mit dem in Frankreich beispielsweise Urheberrechtsverstöße geahndet werden sollten.</p>
<p>Unter dem Titel &#8220;Die Kolonialherren des Internet&#8221; geht Kai Biermann auf <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-05/eg8-internet-sarkozy" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ZEIT-Online</strong></a> ebenso kritisch wie zahlreiche andere Kommentatoren mit den Zielen des eG8-Gipfels ins Gericht. Neben den Repräsentanten von Unternehmen wie Cisco, Twitter oder dem französischen Telefonkonzern Alcatel hätten die Organisatoren nur einige progressive Denker als &#8220;Garnitur&#8221; eingeladen, so der Vorwurf des Autors.</p>
<p>Patrick Beuth hat für das politische Debattenmagazin <a href="http://www.cicero.de/97.php?item=6327" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Cicero</strong></a> einen differenzierten Beitrag verfasst. Der in den vergangenen Tagen vielfach geäußerte Vorwurf, beim eG8-Treffen habe es sich um eine reine &#8220;Showveranstaltung&#8221; gehandelt, stimme so nicht. Beuth argumentiert, dass Sarkozy von den anwesenden Internet-Unternehmern wie Eric Schmidt (Google) oder Mark Zuckerberg (Facebook) deutlich die Grenzen seiner (netz-)politischen Macht aufgezeigt bekommen habe.</p>
<p>Unter dem Titel &#8220;Wie Zuckerberg Sarkozy das Internet erklärt&#8221; fasst das <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/wie-zuckerberg-merkel-und-obama-das-internet-erklaert/4223498.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Handelsblatt</strong></a> die Pariser Konferenz zusammen und bewertet das Auftreten des französischen Präsidenten und seiner deutschen Kollegin gegenüber den Vertretern der Internet-Wirtschaft als wenig erfolgreich. &#8220;Viele große Namen, viel Medienrummel und ein kleines Ergebnis&#8221;, so das ernüchterte Fazit des Verfassers.</p>
<p>Das Statement des Rechtswissenschaftlers <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gx17SrmGCSE" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Lawrence Lessing</strong></a> von der Harvard-Law-School, einem der wenigen wirtschafts- und politikfernen Teilnehmer des eG8-Gipfels, ist als Video-Sequenz auf YouTube verfügbar. Lessing hatte sich auf dem Forum kritisch mit Sarkozys Diktum von der möglichen “Zivilisierung des Internet” auseinandergesetzt.</p>
<p>Zum Inhalt der <strong>Abschlusserklärung</strong> berichtet das österreichische Technikblog <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/3312-g8-bekenntnis-zu-grundprinzipien-im-internet.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>futurezone.at</strong></a>, dass sich die Gipfelteilnehmer auf die Bewertung des Internet als ein einmaliges Informationsmedium geeinigt hätten. Das Internet könne, so der Inhalt des Dokuments, dabei helfen, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte im weltweiten Maßstab durchzusetzen. Die Staats- und Regierungschefs bekräftigten darin zugleich ihren Willen, sich gegen Hackerangriffe und andere Formen der Internet-Kriminalität zur Wehr zu setzen.</p>
<p>Mit Blick auf zukünftige ähnliche Veranstaltungen, so der fast einhellige Tenor in den Medien, müsse es darum gehen, neben Spitzenpolitikern, den Größen der globalen Internet-Wirtschaft und gut betuchten Lobbyisten auch zivilgesellschaftliche Akteure in die Diskussion einzubinden. Zudem sollten sich die Veranstalter, blickt man auf den Teilnehmerkreis des eG8-Gipfels, darüber Gedanken machen, ob es bei Fragen der Regulierung des Internet den Fokus ausschließlich auf die klassischen G8-Staaten zu richten gelte.</p>
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		<title>Sarkozy eröffnet Internet-Gipfel in Paris</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone Jost-Westendorf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2011 13:12:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/eG8_presse.jpg" title="Logo" alt="Logo" width="100" align="left" height="77" />Am Vormittag hat der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy das e-G8-Forum in Paris eröffnet: Es gelte, globale Regeln für ein globales Phänomen zu finden, versicherte Sarkozy im Vorfeld des G8-Gipfels, der am Donnerstag und Freitag im nordfranzösischen Deauville stattfindet. Nicht nur in Frankreich regt sich Widerstand gegen die exklusive Veranstaltung.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/eG8_presse.jpg" title="Logo" alt="Logo" width="100" align="left" height="77" />Am Vormittag hat der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy das e-G8-Forum in Paris eröffnet: Es gelte, globale Regeln für ein globales Phänomen zu finden, versicherte Sarkozy im Vorfeld des G8-Gipfels, der am Donnerstag und Freitag im nordfranzösischen Deauville stattfindet. Nicht nur in Frankreich regt sich Widerstand gegen die exklusive Veranstaltung.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
In seiner Funktion als aktueller Präsident der acht größten Wirtschaftsmächte hatte Nicolas Sarkozy die Entwicklungen des Internet und die daraus entstehenden Konsequenzen im Vorfeld auf die Tagesordnung der G8-Versammlung gesetzt. Zum ersten G8-Forum, das dem Internet gewidmet ist, lud er ausgewählte Entscheider der Internetindustrie für heute und morgen nach Paris ein. Sie sollen den G8-Regierungschefs ihre eigene Botschaft mit auf den Weg geben.
</p>
<p>
Die Ergebnisse des zweitägigen Forums sollen Eingang in die Tagesordnung des G8-Gipfels nehmen. Man wolle die außergewöhnliche Gelegenheit bieten, einen Austausch auf hohem Niveau zwischen den Akteuren der Internet-Wirtschaft und den Staatschefs zu ermöglichen, heißt es offiziell.<br />
Organisiert wurde das e-G8-Forum von der französischen PR-Agentur Publicis. Ihrem Vorstandsvorsitzenden Maurice Lévy hat Sarkozy nicht nur die Durchführung, sondern auch die Auswahl der Gäste anvertraut. Im April waren im Namen des französischen Staatspräsidenten etwa 1.000 Einladungen an die weltweit wichtigsten Vertreter von Internet-Firmen gegangen – laut französischer Regierung an CEOs, junge Unternehmer und Technologie-Experten, Wissenschaftler, Innovatoren und Blogger, die sich mit Regierungsvertretern austauschen sollen. Man wolle erfahren, was der Markt denke, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Frankreich-will-auf-G8-Gipfel-fuer-Internetsperren-werben-1244926.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kündigte</a> Sarkozys Internetbeauftragter Jean-Michel Hubert an. Schwerpunkte auf dem Gipfel sind die Bedeutung des Netzes für das Wirtschaftswachstum und die Menschenrechte, aber auch die Bekämpfung von Urheberrechtsverstößen.<br />
Erst kurz vor dem Beginn der Konferenz wurde die Liste der Redner bekannt, darunter Internet-Größen wie Eric Schmidt von Google, Marc Zuckerberg von Facebook, Rupert Murdoch und Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski. Eine vollständige Teilnehmerliste ist nicht veröffentlicht worden.
</p>
<p>
Überhaupt war die Informationspolitik im Vorfeld sehr dürftig, was Skeptiker und Kritiker auf den Plan rief, die die fehlende Transparenz beklagen. Die Formulierungen der offiziellen Ankündigung blieben vage. Etwa, was die Finanzierung des Internet-Forums angeht: Der „private Sektor“ finanziere die Veranstaltung, hieß es in einer offiziellen Ankündigung. Die französische Tageszeitung &quot;La Tribune&quot; berichtete, dass ein Teil der geladenen Teilnehmer für die Kosten aufkommen: Mögliche Sponsoren konnten laut Publicis zwischen drei Tarifen wählen:  100.000, 250.000 et 500.000 Euro – davon hängt der Status der Teilnehmer ab, beispielsweise die Frage, wer an den Diskussionen am Runden Tischen teilnehmen darf. Doch welche der Teilnehmer diesen Mindestbeitrag bezahlten und welche ehrenhalber eingeladen wurden, war im Vorfeld nicht zu erfahren. <a href="http://www.latribune.fr/journal/edition-du-0205/technos-medias/1154286/le-g8-de-l-internet-un-sommet-tres-prive.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">La Tribune</a> sprach von einem „sehr privaten Gipfel“. Lediglich die offiziellen Partner sind heute auf der <a href="http://www.eg8forum.com/fr/e-g8/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website des Forums</a> genannt: Neben der Publicis-Gruppe sind dies unter anderem die Medienkonzerne Vivendi, Orange, Google und Microsoft. Man wolle den Teilnehmern somit ermöglichen, die Tagesordnung so frei wie möglich zu gestalten und von Staatsseite so wenige Vorgaben wie möglich machen, so die Begründung von Organisator Maurice Lévy für das spezielle Einladungsverfahren.
</p>
<p>
Jean-Michel Hubert <a href="http://www.euractiv.de/digitale-agenda/artikel/g8-internet-zivilisieren-nutzer-erziehen-mehrwert-foerdern-004833" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erklärte </a>in der vergangenen Woche in Berlin, die Forderung nach der Entwicklung eines &quot;zivilisierten Internets&quot; solle in die G8-Abschlusserklärung übernommen werden. Sarkozy möchte das Internet regulieren und „zivilisieren“, nicht aber einschränken. Vor dem Hintergrund von Sarkozys bisheriger Politik lässt sich vermuten, dass es ihm in erster Linie um Zensur und Sperren geht. 
</p>
<p>
Im Anschluss an die heutige Begrüßung der Teilnehmer durch Nicolas Sarkozy hatten diese Gelegenheit, dem französischen Präsidenten Fragen zu stellen. Die Frage eines Zuhörers, ob er sich darauf verlassen könne, dass das Internet frei und offen bleibe und man sich auf eine Art &quot;hippokratischen Eid&quot; verständigen könne, dem Internet keinen Schaden zuzufügen, erntete Applaus. Präsident Sarkozy antwortete, dass weder Maßnahmen ergriffen würden, die Entwicklungen des Internet zu verkomplizieren, noch gehe es darum, definitive Regelungen in Deauville zu beschließen Es könne aber nicht schaden, Vorsicht walten zu lassen und für Sicherheit – beispielsweise gegen Terrorismus – zu sorgen. Er sei sich sicher, dass globale Regeln für ein globales Phänomen gefunden werden müssten.
</p>
<p>
Das alles ist vielen Internetaktivisten zu eindimensional, man befürchtet, dass es nur darum geht, das wirtschaftliche Potenzial des Internet zu stärken. Ihrer Ansicht nach strebt Sarkozy an, das Internet zentral zu kontrollieren. NGOs wie die französische La Quadrature du Net und der Chaos Computer Club aus Deutschland haben deshalb dazu aufgerufen, eigene &quot;kreative&quot; Vorschläge zu machen. Auf der Plattform <a href="http://g8internet.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;G8 vs. Internet&quot;</a> ruft die Initiative zu kreativen Aktionen auf, um das freie Internet zu schützen. In einem <a href="http://letter.accesslabs.org/Civil%20Society%20Statement%20to%20the%20eG8-finalg.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offenen Brief</a> haben sich  Bürgerrechtsorganisationen weltweit im Namen der Zivilgesellschaft darüber hinaus direkt an die G8 gewandt.
</p>
<p>
Ob die Nachricht in Paris angekommen ist, darf bezweifelt werden. Doch für den Herbst hat die französische Regierung eine Fortsetzung der Debatte angekündigt: Auf dem G20-Forum in Avignon soll  es insbesondere um Fragen nach dem Urheberrecht gehen.
</p>
<p>
Die Veranstaltung wird <a href="http://www.eg8forum.com/fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> heute und morgen live gestreamt. </p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 40)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 16:06:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Kleine norddeutsche Gemeinde will Google Street View verbieten, Skypen in China ist gefährlich, Pannen beim E-Voting in Brandenburg und Sarkozy will französische Medien monopolisieren: die Nachrichten der vergangenen Woche zusammengefasst in der Linksammlung. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kleine norddeutsche Gemeinde will Google Street View verbieten, Skypen in China ist gefährlich, Pannen beim E-Voting in Brandenburg und Sarkozy will französische Medien monopolisieren: die Nachrichten der vergangenen Woche zusammengefasst in der Linksammlung. <!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.heise.de/newsticker/E-Voting-in-Brandenburg-Ueberforderte-Waehler-und-Wahlvorstaende--/meldung/116730">Pannen bei Computerwahl in Brandenburg </a>
</p>
<p>
Zur diesjährigen Kommunalwahl in Brandenburg wurden in zehn Städten und Gemeinden Nedap-Wahlcomputer eingesetzt. Nach Einschätzung des <a href="http://wahlcomputer.ccc.de/">Chaos Computer Clubs (CCC)</a> waren nicht nur die Wähler, sondern auch die Wahlvorstände sichtlich überfordert. So kam es zu erheblichen Verzögerungen bei der Stimmabgabe, da sowohl die Wähler als auch die Wahlhelfer nicht mit dem Wahlcomputer umgehen konnten. <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0930/brandenburg/0024/index.html">Pannen</a> gab es auch bei der Auszählung der Stimmen.
</p>
<p>
<a href="http://www.ln-online.de/artikel/2470341/Nord-Gemeinden_rebellieren_gegen_Google.htm"> Protest gegen Google Street View</a>
</p>
<p>
Mehrere norddeutsche Gemeinden und Städte protestieren gegen Google Street View. Der Suchmaschinen-Konzern fotografierte Ende September Straßenzüge, Häuser aber auch Menschen im Norden Deutschlands. Bürger sehen darin eine Verletzung ihrer Privatsphäre und fürchten, dass die Daten von Kriminellen missbraucht werden. Nun will die Gemeinde Molfsee Google die Fotoaufnahmen verbieten.
</p>
<p>
<a href="http://www.netzeitung.de/medien/1171457.html">Sarkozy will weniger Medienvielfalt</a>
</p>
<p>
&quot;Die französischen Medien stehen am Rande des Abgrunds&quot;, analysiert Präsident Nicolas Sarkozy. Da das Internet Zeitungen und Fernsehen verdränge, solle nun für eine höhere Konzentration innerhalb des Medienmarktes gesorgt werden. Nach Ansicht des französischen Präsidenten sind es nur &quot;starke Multimedia-Konzerne&quot;, die für eine Neuordnung der Medienlandschaft sorgen können. Kritiker werfen Sarkozy vor, Vetternwirtschaft zu betreiben und die Presse stärker kontrollieren zu wollen.
</p>
<p>
<a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/818/312731/text/">Speicherung von Skype-Nachrichten in China </a>
</p>
<p>
Die Internetfirma TOM hat Skype-Chats in China systematisch ausgewertet und archiviert. Nachrichten, in denen Schlüsselwörter wie &quot;Tibet&quot;, &quot;SARS&quot; oder &quot;Milchpulver&quot; vorkamen, wurden aufgezeichnet, heißt es in einem <a href="http://deibert.citizenlab.org/breachingtrust.pdf">Bericht</a> der Forschungsgruppe Citizen Lap. Die gespeicherten Nachrichten sowie darin enthaltene persönliche Informationen sind auf &quot;unsicheren, öffentlich zugänglichen Internetservern&quot; einsehbar, kritisierte Citizen Lab.
</p>
<p>
<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0930/wirtschaft/0009/index.html">EU-Kommissarin fordert flächendeckendes Breitbandnetz</a>
</p>
<p>
Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, fordert einen flächendeckenden Breitbandzugang in Deutschland. In Ostdeutschland seien beispielsweise 40% der Bevölkerung nicht an das schnelle Internet angeschlossen. &quot;Die weißen Flecken auf der Internet-Landkarte&quot; müssen unbedingt beseitigt werden, meint Reding.</p>
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		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 34)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-34-4016/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 14:06:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Chinesische Hacker platzieren Pro-China-Botschaften auf CNN-Homepage, EU-Richtlinie gegen Internetzensur geplant, Blogger sind neurotisch, das französische Heer ruft zur Vorsicht bei Soldatenblogs auf und Gordon Browns Website könnte gegen das Copyright verstoßen: die interessantesten Meldungen der vergangenen Woche zusammengefasst in der Linkliste. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Chinesische Hacker platzieren Pro-China-Botschaften auf CNN-Homepage, EU-Richtlinie gegen Internetzensur geplant, Blogger sind neurotisch, das französische Heer ruft zur Vorsicht bei Soldatenblogs auf und Gordon Browns Website könnte gegen das Copyright verstoßen: die interessantesten Meldungen der vergangenen Woche zusammengefasst in der Linkliste. <!--break--><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3579367,00.html">Französische Soldaten: Aufpassen beim Bloggen</a></p>
<p>
Der Stabschef des französischen Heeres, Elrick Irastorza, fordert in einer neuen Direktive bloggende Soldaten dazu auf, vorsichtiger mit vertraulichen Informationen rund um deren Einsatzort und die militärische Ausrüstung umzugehen. Als Begründung wird angegeben, dass durch die Weitergabe  von Daten Militäroperationen und damit das Leben der Soldaten vor Ort und der Angehörigen zu Hause gefährdet werden könnten.
</p>
<p>
<a href="http://www.salzburg.com/nwas/index.php?article=DText/v7fhi-mgbi$~-x0*hyj_ze1&amp;img=&amp;text=&amp;mode=&amp;section=newsletter&amp;channel=nachrichten&amp;sort">Politikinteressierte Jugendliche</a>
</p>
<p>
„Im Gegensatz zu vielen Erwachsenen, die politikverdrossen sind, haben Jugendliche noch so etwas wie eine ehrliche Neugier gegenüber den Themen“, meint Politologe Peter Filzmaier im Interview mit den Salzburger Nachrichten. Umso wichtiger sei es, die jungen Wähler durch interaktive und auf die Lebenswelt zugeschnittene Angebote im Internet anzusprechen.
</p>
<p>
<a href="http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2008/08/20/international/krieg_im_cyberspace">Chinesische Jugendliche hacken westliche Seiten</a>
</p>
<p>
Patriotische Jugendliche sind erzürnt über die Olympia-Berichterstattung des Westens und knackten nun die Server von CNN, um dort  Prochina-Botschaften zu platzieren. Insgesamt sollen sich bereits rund 300.000 Hacker dem Protest angeschlossen haben.
</p>
<p>
<a href="http://diepresse.com/home/recht/rechtwirtschaft/406915/index.do">EU-Parlamentarier gegen Internetzensur</a>
</p>
<p>
EU-Abgeordnete streben eine neue Richtlinie an, die der globalen Internet-Zensur Einhalt gebieten soll. Der Global Online Freedom Act (EU GOFA) sieht unter anderem eine Investition von 200 Millionen Euro für Anti-Zensur-Initiativen und die Einführung einer Schwarzen Liste zensierender Regime vor. Ebenjene bekommen oft Schützenhilfe von europäischen Unternehmen, die mit Hilfe der Richtlinie als Handelshemmnis gebrandmarkt werden sollen.
</p>
<p>
<a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/401307.html">Grüne für Gesetzesänderung nach Skandal um Datenklau</a>
</p>
<p>
&quot;Wir müssen im Vertragsrecht, im Zivilrecht und beim Datenschutz zur technischen Entwicklung des 21. Jahrhunderts aufschließen&quot;, meint Renate Künast in der Financial Times Deutschland. Darüber hinaus fordert<br />
die Fraktionsvorsitzende der Grünen nach den jüngsten Skandalen um gestohlene Datensätze eine Aktualisierung des Grundgesetzes.Thilo Weichert, Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig-Holstein, befürchtet derweil, dass mittlerweile die <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/wirtschaft/947/306904/text/">Daten aller Deutscher im Internet</a> kursieren.
</p>
<p>
<a href="http://scienceblogs.com/grrlscientist/2008/08/the_blogging_personality.php">Sind Blogger neurotisch?</a>
</p>
<p>
Wer ein Weblog führt, ist wahrscheinlich offen für neue Erfahrungen &#8211; und ein wenig neurotisch. Das wollen Psychologen der University of Alabama festgestellt haben. Anhand eines umfassenden Psychotests untersuchten sie das Seelenleben von 300 bloggenden College-Studenten. Der Test erfasste die sogenannten &quot;Big Five&quot;, die sich aus den Persönlichkeitsstrukturen Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, Offenheit für neue Erfahrungen und Neurotizismus zusammensetzen. Wer wissen möchte, wie sich seine eigene Psyche zusammensetzt, kann den Test <a href="http://www.personalitytest.net/ipip/ipipneo120.htm">hier</a> selbst machen.<br />
<a href="http://torrentfreak.com/british-government-gets-caught-pirating-website-080820/"><br />
</a>
</p>
<p>
<a href="http://torrentfreak.com/british-government-gets-caught-pirating-website-080820/">Verstößt die Webseite des britischen Premiers gegen das Copyright?</a>
</p>
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Seit dem Relaunch im August 2008 läuft Gordon Browns offizielle Internetseite, <a href="http://www.number10.gov.uk/">number10.gov.uk</a>, über die Weblog-Software WordPress. Laut Berichten des Blogs TorrentFreak bedient sie sich dafür des Layout-Themes &quot;NetWorker&quot;, das unter der Creative Commons Lizenz &quot;Namensnennung &#8211; Weitergabe unter gleichen Bedingungen&quot; steht &#8211; ohne jedoch sichtbar den Namen des Schöpfers zu nennen. <a href="http://www.number10.gov.uk/wp-content/themes/networker-10/style.css">Quellcode und CSS-Code</a> von number10.gov.org weisen aber noch auf den Urheber und das Ursprungslayout hin.
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<a href="http://netzwertig.com/2008/08/18/informationsflut-im-web-20-ueberfliegen-statt-lesen/">Gefährlicher Überflieger</a>
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Die unüberschaubare Menge an Informationen fordert ihren Tribut: Der Leser ist überfordert von der Flut an täglich neu erscheinenden Texten. Eine Strategie ist das Überfliegen von Texten. Aber ist das der effektivste Weg?
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<a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/multimedia/aktuell/1566115_Motivation-durch-Integration.html">Sozialstation Wikipedia </a>
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Die Motivation der Autoren an der Online-Enzyklopädie mitzuwirken, liegt nicht in einem individuellen Nutzen begründet, legen die<a href="http://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/dok/2008/2008-02/12-19IntensivWikipedia.pdf"> Ergebnisse</a> eines Forschungsprojektes der Frankfurter Goethe-Universität nahe.  Vielmehr sind die sozialen Beziehungen innerhalb der Wikipedia-Autorenschaft der Grund für die emsige Schreibarbeit.
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<a href="http://www.glocalist.com/index.php?id=20&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3960&amp;tx_ttnews%5Bcat%5D=3&amp;cHash=dfe2ed2a26">Blog Action Day 2008</a>
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Am 15. Oktober soll in Blogs, Internet-Diskussionsforen und andere Online-Medien einen ganzen Tag zum Thema „Armut“ geschrieben und diskutiert werden. Im vergangenen Jahr waren es neben insgesamt 20.000 Blogs auch internationale Organisationen und große Unternehmen, die sich beim ersten Blog Action Day dem Thema „Umwelt“ widmeten. Bisher haben sich 1.962 Blogs mit einem geschätzten Leserkreis von fast vier Millionen registriert.<br />
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